Mittwoch, 15.12.2010
THE END
(Pearl Jam)
Liebe Verfolger, ich habe mich schweren Herzens entschlossen, diesen Blog hier endgültig abzustellen. Ich will nicht mehr...
AB JETZT GEHTS HIER WEITER:
http://foxymorph.blogspot.com
Die haben einfach die besseren Features! ;-)
Ich lasse diese Seite erstmal noch bestehen, damit die alten Einträge nciht verloreng ehen oder ich eine Möglichkeit des Importierens gefunden habe. Neuer Blödsinn aber ab jetzt nur unter:
http://foxymorph.blogspot.com
ich wiederhole...
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Man liest sich!
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Sonntag, 21.11.2010
I CONTROL, I FLY
(Monster Magnet)
Wenn wir in Deutschland Übung in einer Disziplin haben, dann im “Dagegen-Sein”. Nichts können wir so gut wie das. Wir haben es sogar zu einer derartigen Perfektion darin gebracht, dass wir bisweilen nicht einmal mehr einen Grund brauchen. Was bisweilen durchaus sinnvoll sein mag um irgendwelchen Kokolores zu verhindern, der uns aufgedruckt wird, kann aber auch durchweg schildbürgerhafte Blüten treiben. Im Zuge von Atom-Protesten und Stuttgart 21 schwangen sich somit auch eine Menge Trittbrettfahrer auf den Demonstranten-Zug (hmm, schönes Bild) und entdeckten, dass “Protest” auch sexy sein kann. Zumindest denken die das. “S21" hat zwar endlich wieder ein politisches Bewusstsein im politikverdrossenen Volke wach gerüttelt, das Problem ist aber, dass sich nahezu jeder berufen sieht dieses auch zu benutzen. Was dabei manchmal heraus kommt, hat eigentlich keine Bananenrepublik verdient.
Denn, was ist denn aktuell die gefühlt zweitgrößte Bedrohung der Bundesrepublik? Worum wird denn der größte Tamtam gemacht, wenn man mal vom “TERROR-ALARM-PANIK-ANGST-BEDROHUNGS-HORROR-FÜRST” aus dem Morgenland absieht? Ist es Stuttgart 21? Nein, das hat der Heiner derzeit ganz gut im Griff und es ist im Grunde genommen ebenso legitim wie Vorschlag Nummer 2: die Anti-Atombewegung. Nein, gefühlt ist derzeit der größte Feind der zivilen Freiheit und die gefühlte Geißel der bundesdeutschen Kleinbürgerlichkeit: Google Street-View! Das wird nicht etwa als technische Möglichkeit wahr genommen, nein, warum auch. Das ist das Böse, das wie der eisige Nordwind vom Autodach des Kameravehikels strömt um Mißgunst, Zwietracht und Leid im Volk zu säen. Bereits im Vorfeld wurde das Thema aufgeblasen, und in gewohnt deutscher Gründlichkeit auch die absurdeste Möglichkeit des Street-View Mißbrauchs erdacht. Fantasie haben wir hier ja, das muß man uns lassen. Die lächerlichste Variante in meinen Augen bestand darin, dass Einbrecher unsere Häuser online ausspähen könnten um den nächsten Raubzug zu planen. Niemand wäre in seinen eigenen vier Wänden auch nur ansatzweise sicher gewesen. Das Damoklesschwert der allgegenwärtigen Bedrohung wäre im virtuellen Raum jederzeit bereit gewesen uns in Form einer polnischen Gangsterbande auf das Haupt zu stürzen. Hektisch wurden bitterböse Widersprüche in die Tasten gehämmert und die vollständige Unkenntlichkeit von Heim und Herd eingefordert. Die Illusion der Sicherheit wurde quasi herbei gepixelt.
Auch bestand ja die Gefahr, dass man nebst KfZ auf der Straße fotografiert wurde und dann virtuell im Netz auftaucht... JEDER könnten einen dann sehen (theoretisch)... JEDER! Könnt ihr euch vorstellen, wie es sein muß, wenn jeder sehen kann, wie ihr an einer roten Ampel steht. Oder schlimmer: Wenn ihr einfach drüber lauft und Google euer schmutziges Geheimnis ans Licht der Öffentlichkeit zerrt. Da steht ihr dann für immer im virtuellen Raum, eurer verabscheuungswürdigen Untat angeprangert.
So, aber unserer gigantomanischen Protestwelle sei Dank, welche durch die Medien des ganzen Landes schwappte und bislang überwältigende 0,274% der Bevölkerung dazu brachte ihr Hab und Gut zu schützen hat dieses Schweinerei ein Ende. Und der Bürger obendrein das Gefühl, sich mal wieder so richtig gewehrt zu haben. Großkonzern, pfui! Komisch, gegen die wirklich Besorgnis erregenden Einschnitte in den Datenschutz regte sich in der Vergangenheit vergleichsweise wenig ziviler Widerstand. Auch wenn jetzt in der Terrorhysterie seitens der Bundesinnenminister-Konferenz die Vorratsdatenspeicherung wieder ausgebuddelt wird, interessiert das scheinbar keine Sau. Wahrscheinlich liegt es daran, dass das Zentralorgan der panischen Kleingeister, seinen Lesern Wörter mit mehr als 2 Silben nicht zumuten kann ohne von ihnen mit dem Vorwurf der Intellektualisierung konfrontiert zu werden. Und wer will das schon bei der BILD?!? Also wird auf die Verhältnismäßigkeit gepfiffen und gegen ein bei näherer Betrachtung belangloses IT-Projekt Stimmung gemacht, während weitaus “schlimmere” Eingriffe in die informationelle Selbstbestimmung durch gewunken werden.
Mal ganz pragmatisch betrachtet: was hat dieser Aufruhr uns gebracht: Verpixelte Gesichter, Nummernschilder und ein paar unkenntlich gemachte Häuser. Eigentlich nichts, was Google nicht ohnehin gemacht hätte. Schaut man sich ein paar Städte an, die man weltweit virtuell befahren kann, dann sieht man überall genau das. Nix Neues also, aber woher sollen das denn die geschätzten 94% des wütenden Mobs wissen, schließlich haben sie sich noch nie mit diesem Teufelszeug beschäftigt?! Wäre ja auch noch zu schön, wenn man am Ende noch gefallen daran finden sollte. Nein, dann doch lieber in der Illusion des moralisch überlegenen Gutmenschen schwelgen und weiterhin kontraproduktives Halbwissen vertreten.
Mich nervt sowas. Klar sollte man hinterfragen und zur da, wo es Sinn macht, auch mal ordentlich auf die Barrikaden gehen. Aber SINN muß es eben machen und nicht dazu führen, dass man das eigentliche Problem übersieht. Man muß sich mal Folgendes vor Augen führen: Während wir um jede erkennbare Fassade feilschen und in detektivischer Kleinstarbeit Fehler im Programm suchen um sie diesem bösen, bösen Großkonzern unter die Nase zu reiben, wird das virtuelle Deutschland nicht nur hässlicher, sondern auch noch langsamer vervollständigt. So kommt es dann, dass ich neben Seattle, NewYork und Berlin (um nur einige zu nennen) auch einen virtuellen Turn durchs finnische “Niemandsland” unternehmen konnte. War schon schön, mal durchs virtuelle Joensuu zu fahren und mal in Noljakka vorbei zu schauen um die eigene Ex-Behausung virtuell zu inspizieren. Wenn das jemand verpixelt hätte, ich hätte es persönlich genommen. Naja, Hauptsache wir werden hier alle zu biometrisch bevorratsdatenspeicherten Musterbürgern in anonymisierten Pixelhäusern, wer braucht da schon sowas nutzloses wie technischen Fortschritt?! Der erhöht eh nur die Terrorgefahr. Eine Frage hätte ich dann aber noch an all die Fassadenschützer und Wohnhausunkenntlichkeitsbeantrager da draußen, denen die Muffe immer noch vor virtuell organisierten Einbrecherbanden geht: Was macht ihr eigentlich, wenn die Typen einfach mal vorab bei euch vorbei fahren um eure Bude anzugucken? Richtig “Old School” sozusagen! Wem schreibt ihr denn einen Präventivbrief?
Wenn wir in Deutschland Übung in einer Disziplin haben, dann im “Dagegen-Sein”. Nichts können wir so gut wie das. Wir haben es sogar zu einer derartigen Perfektion darin gebracht, dass wir bisweilen nicht einmal mehr einen Grund brauchen. Was bisweilen durchaus sinnvoll sein mag um irgendwelchen Kokolores zu verhindern, der uns aufgedruckt wird, kann aber auch durchweg schildbürgerhafte Blüten treiben. Im Zuge von Atom-Protesten und Stuttgart 21 schwangen sich somit auch eine Menge Trittbrettfahrer auf den Demonstranten-Zug (hmm, schönes Bild) und entdeckten, dass “Protest” auch sexy sein kann. Zumindest denken die das. “S21" hat zwar endlich wieder ein politisches Bewusstsein im politikverdrossenen Volke wach gerüttelt, das Problem ist aber, dass sich nahezu jeder berufen sieht dieses auch zu benutzen. Was dabei manchmal heraus kommt, hat eigentlich keine Bananenrepublik verdient.
Denn, was ist denn aktuell die gefühlt zweitgrößte Bedrohung der Bundesrepublik? Worum wird denn der größte Tamtam gemacht, wenn man mal vom “TERROR-ALARM-PANIK-ANGST-BEDROHUNGS-HORROR-FÜRST” aus dem Morgenland absieht? Ist es Stuttgart 21? Nein, das hat der Heiner derzeit ganz gut im Griff und es ist im Grunde genommen ebenso legitim wie Vorschlag Nummer 2: die Anti-Atombewegung. Nein, gefühlt ist derzeit der größte Feind der zivilen Freiheit und die gefühlte Geißel der bundesdeutschen Kleinbürgerlichkeit: Google Street-View! Das wird nicht etwa als technische Möglichkeit wahr genommen, nein, warum auch. Das ist das Böse, das wie der eisige Nordwind vom Autodach des Kameravehikels strömt um Mißgunst, Zwietracht und Leid im Volk zu säen. Bereits im Vorfeld wurde das Thema aufgeblasen, und in gewohnt deutscher Gründlichkeit auch die absurdeste Möglichkeit des Street-View Mißbrauchs erdacht. Fantasie haben wir hier ja, das muß man uns lassen. Die lächerlichste Variante in meinen Augen bestand darin, dass Einbrecher unsere Häuser online ausspähen könnten um den nächsten Raubzug zu planen. Niemand wäre in seinen eigenen vier Wänden auch nur ansatzweise sicher gewesen. Das Damoklesschwert der allgegenwärtigen Bedrohung wäre im virtuellen Raum jederzeit bereit gewesen uns in Form einer polnischen Gangsterbande auf das Haupt zu stürzen. Hektisch wurden bitterböse Widersprüche in die Tasten gehämmert und die vollständige Unkenntlichkeit von Heim und Herd eingefordert. Die Illusion der Sicherheit wurde quasi herbei gepixelt.
Auch bestand ja die Gefahr, dass man nebst KfZ auf der Straße fotografiert wurde und dann virtuell im Netz auftaucht... JEDER könnten einen dann sehen (theoretisch)... JEDER! Könnt ihr euch vorstellen, wie es sein muß, wenn jeder sehen kann, wie ihr an einer roten Ampel steht. Oder schlimmer: Wenn ihr einfach drüber lauft und Google euer schmutziges Geheimnis ans Licht der Öffentlichkeit zerrt. Da steht ihr dann für immer im virtuellen Raum, eurer verabscheuungswürdigen Untat angeprangert.
So, aber unserer gigantomanischen Protestwelle sei Dank, welche durch die Medien des ganzen Landes schwappte und bislang überwältigende 0,274% der Bevölkerung dazu brachte ihr Hab und Gut zu schützen hat dieses Schweinerei ein Ende. Und der Bürger obendrein das Gefühl, sich mal wieder so richtig gewehrt zu haben. Großkonzern, pfui! Komisch, gegen die wirklich Besorgnis erregenden Einschnitte in den Datenschutz regte sich in der Vergangenheit vergleichsweise wenig ziviler Widerstand. Auch wenn jetzt in der Terrorhysterie seitens der Bundesinnenminister-Konferenz die Vorratsdatenspeicherung wieder ausgebuddelt wird, interessiert das scheinbar keine Sau. Wahrscheinlich liegt es daran, dass das Zentralorgan der panischen Kleingeister, seinen Lesern Wörter mit mehr als 2 Silben nicht zumuten kann ohne von ihnen mit dem Vorwurf der Intellektualisierung konfrontiert zu werden. Und wer will das schon bei der BILD?!? Also wird auf die Verhältnismäßigkeit gepfiffen und gegen ein bei näherer Betrachtung belangloses IT-Projekt Stimmung gemacht, während weitaus “schlimmere” Eingriffe in die informationelle Selbstbestimmung durch gewunken werden.
Mal ganz pragmatisch betrachtet: was hat dieser Aufruhr uns gebracht: Verpixelte Gesichter, Nummernschilder und ein paar unkenntlich gemachte Häuser. Eigentlich nichts, was Google nicht ohnehin gemacht hätte. Schaut man sich ein paar Städte an, die man weltweit virtuell befahren kann, dann sieht man überall genau das. Nix Neues also, aber woher sollen das denn die geschätzten 94% des wütenden Mobs wissen, schließlich haben sie sich noch nie mit diesem Teufelszeug beschäftigt?! Wäre ja auch noch zu schön, wenn man am Ende noch gefallen daran finden sollte. Nein, dann doch lieber in der Illusion des moralisch überlegenen Gutmenschen schwelgen und weiterhin kontraproduktives Halbwissen vertreten.
Mich nervt sowas. Klar sollte man hinterfragen und zur da, wo es Sinn macht, auch mal ordentlich auf die Barrikaden gehen. Aber SINN muß es eben machen und nicht dazu führen, dass man das eigentliche Problem übersieht. Man muß sich mal Folgendes vor Augen führen: Während wir um jede erkennbare Fassade feilschen und in detektivischer Kleinstarbeit Fehler im Programm suchen um sie diesem bösen, bösen Großkonzern unter die Nase zu reiben, wird das virtuelle Deutschland nicht nur hässlicher, sondern auch noch langsamer vervollständigt. So kommt es dann, dass ich neben Seattle, NewYork und Berlin (um nur einige zu nennen) auch einen virtuellen Turn durchs finnische “Niemandsland” unternehmen konnte. War schon schön, mal durchs virtuelle Joensuu zu fahren und mal in Noljakka vorbei zu schauen um die eigene Ex-Behausung virtuell zu inspizieren. Wenn das jemand verpixelt hätte, ich hätte es persönlich genommen. Naja, Hauptsache wir werden hier alle zu biometrisch bevorratsdatenspeicherten Musterbürgern in anonymisierten Pixelhäusern, wer braucht da schon sowas nutzloses wie technischen Fortschritt?! Der erhöht eh nur die Terrorgefahr. Eine Frage hätte ich dann aber noch an all die Fassadenschützer und Wohnhausunkenntlichkeitsbeantrager da draußen, denen die Muffe immer noch vor virtuell organisierten Einbrecherbanden geht: Was macht ihr eigentlich, wenn die Typen einfach mal vorab bei euch vorbei fahren um eure Bude anzugucken? Richtig “Old School” sozusagen! Wem schreibt ihr denn einen Präventivbrief?
Donnerstag, 18.11.2010
THE WATCHER
(Motörhead)
„Kriegsähnliche Zustände“ in Afghanistan waren gestern, denn heute ist mal wieder Terrorzeit vor der Haustür. Mittlerweile hat man sich ja schon daran gewöhnt, daß alle paar Monate „erhöhte Aufmerksamkeit“ eingefordert wird, weil eine „neue Gefährdungslage“ festgestellt und schwammig formuliert wird. Das kann natürlich auch eine Gefahr sein, denn irgendwann nimmt das keiner mehr so richtig ernst. Aktuell wurden wir vom Innenminister auf Grund einer „grundlegend verschärften“ Gefährdungslage wieder einmal wachgerüttelt. Nur, was sollen wir tun? Insbesondere, wenn man sich die möglichen Terrorziele anschaut, die da benannt werden?!?! Ich wage mal die Behauptung, daß wir ohnehin machtlos sind. Zumindest so lange, wie wir uns nicht in verstohlen nach unseren Mitmenschen schielende Denunzianten verwandeln wollen. Der Aufruf, man solle Verdächtiges doch bitte mitteilen, mag zwar im ersten Moment Sinn machen, aber mittelfristig ist das Dingen mindestens ebenso gefährlich.
Nun, wir in der so genannten „westlichen Welt“ wedeln uns ununterbrochen einen auf unsere „freiheitlich demokratische Grundordnung“ von der Palme, die dem Individuum (theoretisch) größtmögliche Freiheits- und Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Daß damit seit 2001 ohnehin Essig ist, hat dem vernunftbegabten Wesen schon seit einer Weile gedämmert. „Anti-Terror-Gesetze“ ergänzen sich mit der medialen Verballhornung der Gefahrenlage zu einem Unsicherheitsgefühl, das man so herrlich benutzen kann um die eine oder andere „unliebsame“ Maßnahme der Vergangenheit politisch nun doch durch zu drücken.
Die neueste Gefährdungslage zeigt dies mal wieder. Kaum hatte de Maizière die gewohnt unkonkrete Warnung in die Mikrophone diktiert, schon überschlugen sich die üblichen verdächtigen Publikationen mit reißerischen schlagzeilen. Aktuell steht da folgendes: „TERROR-ALARM! Mit Hunden und MPs: Polizisten sichern unsere Züge“. Dabei wird selbstverständlich das Wort „Terror“ immer in Verbindung mit negativ besetzten Begriffen wie „Panik“, „Angst“, „Horror“ oder eben „Alarm“ verknüpft. Interessant ist daran insbesondere, daß genau diese… nennen wir sie mal „Zustände“… politisch vermieden werden sollen. Aber wenn sich der Herr Innenminister hinstellt und erklärt, daß Panik vollkommen unangebracht und Angst nicht nötig sei, ist das doch nur das Pfeifen im Walde. Mir kann niemand erzählen, daß die Politik die Reaktionen der Presse nicht antizipieren kann. Egal, was er sagt, das Ergebnis ist doch determiniert. Man kann wirklich nur hoffen, daß sich das Ganze schnell wieder legt und eben nix passiert. Klar, das wird dann auch den Sicherheitsmaßnahmen zugeschrieben werden. Vielleicht sogar zu Recht, aber momentan erinnert mich die mediale Terrorsau, die vom Boulevardirrwisch durchs Dorf getrieben wird, schon ein wenig an „1984“. Während ich die politische Reaktion noch als durchaus angemessen empfinde (Nationalstaaten haben nun mal eine Schutzfunktion für ihre Einwohner), übertreiben die Medien maßlos. Das Problem haben wir dann, wenn das zum selbstläufer wird und sich politisch umstrittene Entscheidungen der geschürten Angst bedienen.
Der größte Beschiß ist meiner Meinung nach, wie sich die Verantwortlichen selber in die Tasche lügen. Man kann sich doch nicht allen Ernsten vor die Mikros stellen du gebetsmühlenartig herunter leiern, daß wir uns unseren Lebensstil nicht einschränken lassen, weil dann die Terroristen ja schon gewonnen hätten. Tut mir leid, aber wenn der Reichstag eingezäunt, das Regierungsviertel abgeriegelt und die Polizeipräsenz massiv hochgefahren wird (Panzerwagen in Fußgängerzonen), dann ist das für mich ein Treppenwitz. Man sollte doch endlich ehrlich sein und zugeben, daß man sich schon längst eingeschränkt hat. Einschränken muß um den öffentlichen Raum bei konkreten Drohungen zu schützen. Das wäre zumindest ehrlich. Im letzten Jahrzehnt wurden Datenspeicherungen, Rasterfahndungen, Abhörgesetze und biometrische Ausweise durchgedrückt, vollkommen unabhängig vom Terror versteht sich. Aber was das anbetrifft, werden wir wohl eher mit verschwurbelten Worthülsen abgespeist werden. Ich sehe sie schon auf den Titelseiten prangen, die „terrorähnlichen Zustände“.
„Kriegsähnliche Zustände“ in Afghanistan waren gestern, denn heute ist mal wieder Terrorzeit vor der Haustür. Mittlerweile hat man sich ja schon daran gewöhnt, daß alle paar Monate „erhöhte Aufmerksamkeit“ eingefordert wird, weil eine „neue Gefährdungslage“ festgestellt und schwammig formuliert wird. Das kann natürlich auch eine Gefahr sein, denn irgendwann nimmt das keiner mehr so richtig ernst. Aktuell wurden wir vom Innenminister auf Grund einer „grundlegend verschärften“ Gefährdungslage wieder einmal wachgerüttelt. Nur, was sollen wir tun? Insbesondere, wenn man sich die möglichen Terrorziele anschaut, die da benannt werden?!?! Ich wage mal die Behauptung, daß wir ohnehin machtlos sind. Zumindest so lange, wie wir uns nicht in verstohlen nach unseren Mitmenschen schielende Denunzianten verwandeln wollen. Der Aufruf, man solle Verdächtiges doch bitte mitteilen, mag zwar im ersten Moment Sinn machen, aber mittelfristig ist das Dingen mindestens ebenso gefährlich.
Nun, wir in der so genannten „westlichen Welt“ wedeln uns ununterbrochen einen auf unsere „freiheitlich demokratische Grundordnung“ von der Palme, die dem Individuum (theoretisch) größtmögliche Freiheits- und Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Daß damit seit 2001 ohnehin Essig ist, hat dem vernunftbegabten Wesen schon seit einer Weile gedämmert. „Anti-Terror-Gesetze“ ergänzen sich mit der medialen Verballhornung der Gefahrenlage zu einem Unsicherheitsgefühl, das man so herrlich benutzen kann um die eine oder andere „unliebsame“ Maßnahme der Vergangenheit politisch nun doch durch zu drücken.
Die neueste Gefährdungslage zeigt dies mal wieder. Kaum hatte de Maizière die gewohnt unkonkrete Warnung in die Mikrophone diktiert, schon überschlugen sich die üblichen verdächtigen Publikationen mit reißerischen schlagzeilen. Aktuell steht da folgendes: „TERROR-ALARM! Mit Hunden und MPs: Polizisten sichern unsere Züge“. Dabei wird selbstverständlich das Wort „Terror“ immer in Verbindung mit negativ besetzten Begriffen wie „Panik“, „Angst“, „Horror“ oder eben „Alarm“ verknüpft. Interessant ist daran insbesondere, daß genau diese… nennen wir sie mal „Zustände“… politisch vermieden werden sollen. Aber wenn sich der Herr Innenminister hinstellt und erklärt, daß Panik vollkommen unangebracht und Angst nicht nötig sei, ist das doch nur das Pfeifen im Walde. Mir kann niemand erzählen, daß die Politik die Reaktionen der Presse nicht antizipieren kann. Egal, was er sagt, das Ergebnis ist doch determiniert. Man kann wirklich nur hoffen, daß sich das Ganze schnell wieder legt und eben nix passiert. Klar, das wird dann auch den Sicherheitsmaßnahmen zugeschrieben werden. Vielleicht sogar zu Recht, aber momentan erinnert mich die mediale Terrorsau, die vom Boulevardirrwisch durchs Dorf getrieben wird, schon ein wenig an „1984“. Während ich die politische Reaktion noch als durchaus angemessen empfinde (Nationalstaaten haben nun mal eine Schutzfunktion für ihre Einwohner), übertreiben die Medien maßlos. Das Problem haben wir dann, wenn das zum selbstläufer wird und sich politisch umstrittene Entscheidungen der geschürten Angst bedienen.
Der größte Beschiß ist meiner Meinung nach, wie sich die Verantwortlichen selber in die Tasche lügen. Man kann sich doch nicht allen Ernsten vor die Mikros stellen du gebetsmühlenartig herunter leiern, daß wir uns unseren Lebensstil nicht einschränken lassen, weil dann die Terroristen ja schon gewonnen hätten. Tut mir leid, aber wenn der Reichstag eingezäunt, das Regierungsviertel abgeriegelt und die Polizeipräsenz massiv hochgefahren wird (Panzerwagen in Fußgängerzonen), dann ist das für mich ein Treppenwitz. Man sollte doch endlich ehrlich sein und zugeben, daß man sich schon längst eingeschränkt hat. Einschränken muß um den öffentlichen Raum bei konkreten Drohungen zu schützen. Das wäre zumindest ehrlich. Im letzten Jahrzehnt wurden Datenspeicherungen, Rasterfahndungen, Abhörgesetze und biometrische Ausweise durchgedrückt, vollkommen unabhängig vom Terror versteht sich. Aber was das anbetrifft, werden wir wohl eher mit verschwurbelten Worthülsen abgespeist werden. Ich sehe sie schon auf den Titelseiten prangen, die „terrorähnlichen Zustände“.
Mittwoch, 17.11.2010
INVISIBLE KID
(Met(a)llica)
Liebe Leute, soeben wurde ich auf ein kleines, feines Video aufmerksam, das ich mit euch teilen MUß! Geht nicht anders. Das Dingen rettete mit humormäßig den heutigen Tag auf der Zielgeraden. Hauptprotagonisten sind Kirk Hammett (Saitenvirtuose bei Metallica), jede Menge schwarzer Bälle und... na seht selbst. Köstlich! Vielleicht sollte man noch erwähnen, daß Hammett normalerweise so etwas wie der sensible Schöngeist der Band ist, auch wenn mans nicht vermuten mag, sobald man dieses Filmchen (mindestens 5 Mal) gesehen hat:
Ach ja, falls hier dann wider Erwarten die politische Korrektheit mitlesen sollte: No animals were harmed... und dem Kind ist auch nichts passiert. Die Schadenfreude ist also ungetrübt (sonst würde ich das Ding auch nicht posten.) Das Kind war übrigens Gerüchten zufolge der Sprössling des Tourmanagers. Das mit dem "Headbang" bekommt hier eine völlig neue Bedeutung.
Liebe Leute, soeben wurde ich auf ein kleines, feines Video aufmerksam, das ich mit euch teilen MUß! Geht nicht anders. Das Dingen rettete mit humormäßig den heutigen Tag auf der Zielgeraden. Hauptprotagonisten sind Kirk Hammett (Saitenvirtuose bei Metallica), jede Menge schwarzer Bälle und... na seht selbst. Köstlich! Vielleicht sollte man noch erwähnen, daß Hammett normalerweise so etwas wie der sensible Schöngeist der Band ist, auch wenn mans nicht vermuten mag, sobald man dieses Filmchen (mindestens 5 Mal) gesehen hat:
Ach ja, falls hier dann wider Erwarten die politische Korrektheit mitlesen sollte: No animals were harmed... und dem Kind ist auch nichts passiert. Die Schadenfreude ist also ungetrübt (sonst würde ich das Ding auch nicht posten.) Das Kind war übrigens Gerüchten zufolge der Sprössling des Tourmanagers. Das mit dem "Headbang" bekommt hier eine völlig neue Bedeutung.
Mittwoch, 03.11.2010
SEX CHANGES
(The Dresden Dolls)
„RICKY MARTIN IST SCHWUL!!!!“ Boah, neiiiiiin… im Ernst?!?! Da wäre man von alleine ja NIIIIEEEEMALS drauf gekommen. Wie auch?!? Der Wahnsinn! Ein Coming out, das uns alle bis ins Mark erschüttert und verblü… ach, Spaß bei Seite: Wen interessiert’s?! Seit Jahren sieht man diese komplett enthaarte Latinotrine ihren Hintern über die Bühnen dieser Welt schwingen und soll jetzt überrascht sein? Jemand, der in hautengen Lacklederhosen, Litern von Haargel und mit Eyeliner bepinselt auf die Bühne tritt und das „la vida loca“ nennt, der brüllt seine unterdrückte Identität dem neutralen Beobachter doch förmlich entgegen; daß das die Anwesenden nicht hören (wollen), ist der menschlichen Ignoranz zuzuschreiben. Von mir aus kann der Martin sein, was er will, die Musik machts nicht schlechter (und schon gar nicht bessser). Mich nervt nur dieses Rumgerühre in seinem Privatleben, was in den nächsten Tagen wieder medial eine Omnipräsenz haben wird, daß man diesem Kokolores nicht entgehen kann. ES INTERESSIERT MICH NICHT! Mir persönlich reicht zur Not auch die bloße Information (selbst auf die hätte ich verzichten können)! Ich brauche keinen pseudo-toleranten Blitzkrieg der Klatschpresse und die damit einher gehenden „Enthüllungen“ und Interviews mit irgendwelchen Bekannten von Martin. Laßt den Typen machen, was er will und mit wem er will… und vor allem: LAßT MICH DAMIT IN RUHE! Aber werden es sich die Frauke Ludowigs (by the way: Deren Garderobier gehört an die Wand gestellt) dieser Nation nehmen lassen mit süffisant-gehässigem Grinsen sämtliche Spekulationen breit zu treten und Gerüchte zu kommentieren, welche sie tags zuvor selbst in die Welt gesetzt haben? Wohl kaum. Gruselig ist das.
Persönlich finde ich es nur geradezu köstlich, wie der Martin seine so genannten „Fans“ jahrelang verarscht hat. Immer schön den Latin-Lover raushängen lassen und in seinen grenzdebilen Videos irgendwelche halbnackte Ischen abfingen nur um diesen kreischenden Mädels ordnungsgemäß die Knete aus dem Kreuz zu leiern. Wahrscheinlich noch schön von Management unter Druck gesetzt ab und an mal Pressefotos mit irgendwelche gekauften Models in den Blätterwelt zu streuen, damit der Schwindel ja nicht auffliegt. Jetzt, wo der Knilch und sein Gejodel seit ein paar Jahren vollkommen zu Recht in der Versenkung verschwunden sind, spielt man sozusagen noch mal den letzten Trumpf um den in die Jahre gekommenen puerto-ricanischen Hengst noch mal ins Bewusstsein der zunehmend desinteressierten Öffentlichkeit zu hieven: Das große Coming Out! Der ehemaligen Zielgruppe wird’s weitestgehend am Arsch vorbei gehen, ein paar besonders beknackte Anhängerinnen werden vielleicht noch in Tränen ausbrechen, aber das wird wohl eine recht überschaubare Anzahl sein. Doch wenn der Herr jetzt (im Idealfall recht zügig) einen neuen Silberling oder ein „Best of“ – Album (unter den Blinden ist der Einäugige…na ihr wisst schon) auf den Markt wirft, kann man aus dem ausgelutschten „Produkt“ Ricky Martin noch mal den letzten Rest Kaufkraft rausholen. Ich finde so was einfach nur lächerlich! Aber verhindern wird es niemand können, so läufts nun mal. Das eigentlich Schlimme an der Sache ist eben nur, daß wir diese längst überstanden geglaubte, akustische Heimsuchung nun wieder aufgetischt bekommen. Schrecklich!
Hätte man das Ganze nicht auf sich beruhen lassen können? Die Info einfach abhaken und weiter machen, ohne den Typ damit wieder, wie vom Management berechnet, als musikalischen Zombie wieder ans Tageslicht der Popkultur zu zerren! Man muß solche Outings auch medial einfach mal abhaken können. Ein kurzer Dreizeiler unter „Vermischtes“ und gut ist, bevor man noch schlafende Riesen weckt und einem, der es nicht verdienst hat, noch zu neuem „Weltruhm“ verhilft. Was man der Allgemeinheit damit alles ersparen könnte… Wahnsinn! Kurioser Weise hat diese Strategie bei Westerwelles Coming out damals wunderbar funktioniert (da ging der Publicity-Plan wohl nach hinten los). Wahrscheinlich lag es daran, daß jeder Angst davor hatte den am Ende noch zum Kanzler zu hypen nachdem man die resultierenden Popularitätseffekte bei Wowi erlebt hatte. Irgendwo hat also auch die Yellow Press noch ein Fitzelchen Moral!
„RICKY MARTIN IST SCHWUL!!!!“ Boah, neiiiiiin… im Ernst?!?! Da wäre man von alleine ja NIIIIEEEEMALS drauf gekommen. Wie auch?!? Der Wahnsinn! Ein Coming out, das uns alle bis ins Mark erschüttert und verblü… ach, Spaß bei Seite: Wen interessiert’s?! Seit Jahren sieht man diese komplett enthaarte Latinotrine ihren Hintern über die Bühnen dieser Welt schwingen und soll jetzt überrascht sein? Jemand, der in hautengen Lacklederhosen, Litern von Haargel und mit Eyeliner bepinselt auf die Bühne tritt und das „la vida loca“ nennt, der brüllt seine unterdrückte Identität dem neutralen Beobachter doch förmlich entgegen; daß das die Anwesenden nicht hören (wollen), ist der menschlichen Ignoranz zuzuschreiben. Von mir aus kann der Martin sein, was er will, die Musik machts nicht schlechter (und schon gar nicht bessser). Mich nervt nur dieses Rumgerühre in seinem Privatleben, was in den nächsten Tagen wieder medial eine Omnipräsenz haben wird, daß man diesem Kokolores nicht entgehen kann. ES INTERESSIERT MICH NICHT! Mir persönlich reicht zur Not auch die bloße Information (selbst auf die hätte ich verzichten können)! Ich brauche keinen pseudo-toleranten Blitzkrieg der Klatschpresse und die damit einher gehenden „Enthüllungen“ und Interviews mit irgendwelchen Bekannten von Martin. Laßt den Typen machen, was er will und mit wem er will… und vor allem: LAßT MICH DAMIT IN RUHE! Aber werden es sich die Frauke Ludowigs (by the way: Deren Garderobier gehört an die Wand gestellt) dieser Nation nehmen lassen mit süffisant-gehässigem Grinsen sämtliche Spekulationen breit zu treten und Gerüchte zu kommentieren, welche sie tags zuvor selbst in die Welt gesetzt haben? Wohl kaum. Gruselig ist das.
Persönlich finde ich es nur geradezu köstlich, wie der Martin seine so genannten „Fans“ jahrelang verarscht hat. Immer schön den Latin-Lover raushängen lassen und in seinen grenzdebilen Videos irgendwelche halbnackte Ischen abfingen nur um diesen kreischenden Mädels ordnungsgemäß die Knete aus dem Kreuz zu leiern. Wahrscheinlich noch schön von Management unter Druck gesetzt ab und an mal Pressefotos mit irgendwelche gekauften Models in den Blätterwelt zu streuen, damit der Schwindel ja nicht auffliegt. Jetzt, wo der Knilch und sein Gejodel seit ein paar Jahren vollkommen zu Recht in der Versenkung verschwunden sind, spielt man sozusagen noch mal den letzten Trumpf um den in die Jahre gekommenen puerto-ricanischen Hengst noch mal ins Bewusstsein der zunehmend desinteressierten Öffentlichkeit zu hieven: Das große Coming Out! Der ehemaligen Zielgruppe wird’s weitestgehend am Arsch vorbei gehen, ein paar besonders beknackte Anhängerinnen werden vielleicht noch in Tränen ausbrechen, aber das wird wohl eine recht überschaubare Anzahl sein. Doch wenn der Herr jetzt (im Idealfall recht zügig) einen neuen Silberling oder ein „Best of“ – Album (unter den Blinden ist der Einäugige…na ihr wisst schon) auf den Markt wirft, kann man aus dem ausgelutschten „Produkt“ Ricky Martin noch mal den letzten Rest Kaufkraft rausholen. Ich finde so was einfach nur lächerlich! Aber verhindern wird es niemand können, so läufts nun mal. Das eigentlich Schlimme an der Sache ist eben nur, daß wir diese längst überstanden geglaubte, akustische Heimsuchung nun wieder aufgetischt bekommen. Schrecklich!
Hätte man das Ganze nicht auf sich beruhen lassen können? Die Info einfach abhaken und weiter machen, ohne den Typ damit wieder, wie vom Management berechnet, als musikalischen Zombie wieder ans Tageslicht der Popkultur zu zerren! Man muß solche Outings auch medial einfach mal abhaken können. Ein kurzer Dreizeiler unter „Vermischtes“ und gut ist, bevor man noch schlafende Riesen weckt und einem, der es nicht verdienst hat, noch zu neuem „Weltruhm“ verhilft. Was man der Allgemeinheit damit alles ersparen könnte… Wahnsinn! Kurioser Weise hat diese Strategie bei Westerwelles Coming out damals wunderbar funktioniert (da ging der Publicity-Plan wohl nach hinten los). Wahrscheinlich lag es daran, daß jeder Angst davor hatte den am Ende noch zum Kanzler zu hypen nachdem man die resultierenden Popularitätseffekte bei Wowi erlebt hatte. Irgendwo hat also auch die Yellow Press noch ein Fitzelchen Moral!
Sonntag, 31.10.2010
WHERE THE STREETS HAVE NO NAME
(U2)
Mein Timing war mal wieder miserabel! Kaum stellt man mal `ne schnieke 20er – Liste von absolut essentiellen Büchern auf, schon kann man sie ein paar Tage später wieder ändern. Nicht, daß ich es hätte kommen sehen… im Gegenteil. Nach längerer Schienenabstinenz schwang ich mich letzte Woche wieder mal ins Eisenross um ein paar Tage im Badenland zu verbringen. Da man dabei aber auch gleich knappe 7 Stunden in den Komfortpersiflagen von Mehdorns Erben zubringen muß (ohne Bordkino, Wii oder wenigstens einen Gaukler), braucht man eine Beschäftigung. Also wird ein viertel Stündchen vor der Abfahrt der Buchladen geentert und, schon traditionell, ein mehr oder weniger bewusst ausgewähltes Büchlein erstanden. So auch letzten Freitag. Als ich so vorm Taschenbuchstapel stand, stellte sich mal wieder die Frage, welches Machwerk es denn nun sein soll. Kurz zu meinen Kriterien. Unter „Thriller“ läuft im Normalfall nix. „Psycho – Thriller“ ist dann schon eher die Orientierungsmarke. Wenn da nur profan „Roman“ steht, muß das Büchlein schon anderweitig überzeugen können, damit es überhaupt nur im Entferntesten in betracht gezogen wird. Das Cover sollte nach Möglichkeit schon auf ein möglichst blutrünstiges Interieur schließen lassen, gern auch mit dem einen oder anderen Insekt verziert, welches in der Lache hockt. Zum Titel würde ich sagen „je abstruser, desto besser“! Ach ja, es sollte auch ein Taschenbuch sein, da ich die Angewohnheit habe Bücher beim Lesen etwas arg zu malträtieren. Wenn ich ein Buch gelesen habe, ist das danach selbst für den größten Deppen umgehend an dessen Zustand erkennbar.
Was auf diese Weise meine Aufmerksamkeit erweckt hat, wird dann erstmal inspiziert, der Klappentext gelesen und begutachtet. Aus einer Auswahl von 3 - 4 Büchlein erwählt man dann spontan jenes, welches einem in dem Moment irgendwie am meisten zusagt. Da ich meistens nicht mehr als 15 Minuten für die Entscheidungsfindung habe (ich bin noch in Verhandlungen mit der Bahn, daß diese sich zukünftig nach mir richtet), muß ich früher oder später zugreifen. Das ist gut, denn es verhindert, daß den halben Tag in der Bude verbringe und am Ende mit einem Spiegel rausmarschiere.
Freitag stand ich also wieder in der Bahnhofsbuchhandlung und ließ meine Blicke schweifen. Anerkennend wurde bei der einen oder anderen Neuerscheinung genickt, bei anderen hätte ich am Liebsten die Flucht ergriffen. Schließlich musste die Wahl zwischen einem mit nun nicht mehr präsenten Thriller über einen Psycho-Serienkiller in Amiland der vom FBI gejagt wird (jaja, ich weiß: SEHR originell…) und einem Büchlein, auf das ich schon im Sommerurlaub ein Auge geworfen hatte fallen. Damals wie letzten Freitag machte mich der Klappentext zwar extrem neugierig, der etwas holprige Titel (und Autor) machten mich aber mindestens ebenso misstrauisch. Denn „Das Buch ohne Namen“ von „Anonymus“ klingt irgendwie ZU offensichtlich auf Mystik getrimmt. Ich hatte die Befürchtung, daß sich dahinter nur so ein drittklassiger Schriebs verbirgt der irgendwie zwanghaft versucht einen auf „geheimnisvolle Schattenwelt“ zu machen. Im August konnte mich das noch abhalten zuzuschlagen und ich verbrachte meinen Urlaub mit Gonko dem Höllenclown („Hölle“ von Will Elliot). Aber Freitag griff ich dann zu. Mein Kalkül war „wenn’s Schrott ist, hab ich immer noch meine Bootlegs!“. Was soll ich sagen, es hat sich definitiv gelohnt! Das Buch ist unter normalen literarischen Maßstäben sicherlich nicht sonderlich erwähnenswert. Aber mit denen sollte man eh nicht an das Büchlein heran gehen. Daß die Charaktere nicht sonderlich ausgefeilt dargestellt werden fällt nicht weiter auf, da sie keine 2 Kapitel weiter im Regelfall ohnehin wieder umgenietet werden. Darüber hinaus basieren sie ohnehin auf derart stereotypen Klischeefiguren, daß man sie ohnehin von der ersten Erwähnung an vor Augen hat. Außerdem wird hier die Story an sich in den Mittelpunkt gerückt, was auch das eigentliche Highlight des Buches ist. Kurze Kapitel, jeweils mit haarsträubenden Cliffhangern versehen, eine Wende nach der anderen eingebaut. Das Ganze erinnert einen ziemlich schnell an einen Tarantino-Film… nur noch ne Ecke blutiger. Die Grundstory ist dabei ganz einfach: Ein mächtiger Stein wird von nahezu allen Einwohnern der abgelegenen Gangsterstadt Santa Mondega gesucht und gejagt. Das ganze würze man dann noch mit Westernelementen, Kampfmönchen, Vampiren, einem Regierungsbeamten mit uneingeschränktem Datenzugriff, Auftragskillern die sich für Elvis halten und einem scheinbar irren Serienkiller, der zum Austicken nichts weiter als ein Glas Bourbon benötigt. Ich fand es großartig! Man kann das Buch kaum zur Seite legen und ich hatte es somit auch sehr schnell durchgelesen. Als ich im Anschluß dann darüber nachdachte, wo ich es denn in der vorangegangenen Liste einordnen würde, einigte ich mich mit mir auf Platz 4! Das Buch macht beim Lesen einfach einen geradezu höllischen Spaß. Die Situationen in welche die Figuren geraten werden immer und immer abgedrehter, der hintergründige Humor mit dem das alles beschrieben wird ist bisweilen derart dunkelschwarz, daß man ganze Kapitel später noch schmunzeln muß. Man ist irgendwann sogar froh, daß auf ein „Psychogramm“ der einzelnen Figuren verzichtet wurde. Was brauche ich auch Informationen über die Handelnden, wenn stattdessen ein und dieselbe Schießerei aus 3 Perspektiven über 25 Seiten geschildert wird?!? Man vermisst es einfach nicht, weil diese einer Mischung aus Comic und Spaghetti-Western entwachsenen Gestalten in die ganze Szenerie so einfach perfekt hinein passen.
Kurzum: Geiles Buch!
Seit gestern besitze ich nun auch den Nachfolger, welcher aber zugegebenermaßen einen noch dämlicheren Titel trägt. Diesen hat er der deutschen Übersetzung zu verdanken! Wie man aus „The Eye of the Moon“ einen rumpliges Wortspiel wie „Das Buch ohne Staben“ machen kann… unverständlich! Aber ist ja auch wurscht! Jeder, der den ersten teil überlebt hat (was sprichwörtlich eine Hand voll Irrer war) ist wieder am Start. Bin mal gespannt, was das literarische B-Movie in seiner Fortsetzung so zu bieten hat. Ich halte es da mal mit dem Klappentext vom „Buch ohne Namen“:
„… und dann wird es blutig werden. Blutiger, als sich irgendjemand vorstellen kann.“
Mein Timing war mal wieder miserabel! Kaum stellt man mal `ne schnieke 20er – Liste von absolut essentiellen Büchern auf, schon kann man sie ein paar Tage später wieder ändern. Nicht, daß ich es hätte kommen sehen… im Gegenteil. Nach längerer Schienenabstinenz schwang ich mich letzte Woche wieder mal ins Eisenross um ein paar Tage im Badenland zu verbringen. Da man dabei aber auch gleich knappe 7 Stunden in den Komfortpersiflagen von Mehdorns Erben zubringen muß (ohne Bordkino, Wii oder wenigstens einen Gaukler), braucht man eine Beschäftigung. Also wird ein viertel Stündchen vor der Abfahrt der Buchladen geentert und, schon traditionell, ein mehr oder weniger bewusst ausgewähltes Büchlein erstanden. So auch letzten Freitag. Als ich so vorm Taschenbuchstapel stand, stellte sich mal wieder die Frage, welches Machwerk es denn nun sein soll. Kurz zu meinen Kriterien. Unter „Thriller“ läuft im Normalfall nix. „Psycho – Thriller“ ist dann schon eher die Orientierungsmarke. Wenn da nur profan „Roman“ steht, muß das Büchlein schon anderweitig überzeugen können, damit es überhaupt nur im Entferntesten in betracht gezogen wird. Das Cover sollte nach Möglichkeit schon auf ein möglichst blutrünstiges Interieur schließen lassen, gern auch mit dem einen oder anderen Insekt verziert, welches in der Lache hockt. Zum Titel würde ich sagen „je abstruser, desto besser“! Ach ja, es sollte auch ein Taschenbuch sein, da ich die Angewohnheit habe Bücher beim Lesen etwas arg zu malträtieren. Wenn ich ein Buch gelesen habe, ist das danach selbst für den größten Deppen umgehend an dessen Zustand erkennbar.
Was auf diese Weise meine Aufmerksamkeit erweckt hat, wird dann erstmal inspiziert, der Klappentext gelesen und begutachtet. Aus einer Auswahl von 3 - 4 Büchlein erwählt man dann spontan jenes, welches einem in dem Moment irgendwie am meisten zusagt. Da ich meistens nicht mehr als 15 Minuten für die Entscheidungsfindung habe (ich bin noch in Verhandlungen mit der Bahn, daß diese sich zukünftig nach mir richtet), muß ich früher oder später zugreifen. Das ist gut, denn es verhindert, daß den halben Tag in der Bude verbringe und am Ende mit einem Spiegel rausmarschiere.
Freitag stand ich also wieder in der Bahnhofsbuchhandlung und ließ meine Blicke schweifen. Anerkennend wurde bei der einen oder anderen Neuerscheinung genickt, bei anderen hätte ich am Liebsten die Flucht ergriffen. Schließlich musste die Wahl zwischen einem mit nun nicht mehr präsenten Thriller über einen Psycho-Serienkiller in Amiland der vom FBI gejagt wird (jaja, ich weiß: SEHR originell…) und einem Büchlein, auf das ich schon im Sommerurlaub ein Auge geworfen hatte fallen. Damals wie letzten Freitag machte mich der Klappentext zwar extrem neugierig, der etwas holprige Titel (und Autor) machten mich aber mindestens ebenso misstrauisch. Denn „Das Buch ohne Namen“ von „Anonymus“ klingt irgendwie ZU offensichtlich auf Mystik getrimmt. Ich hatte die Befürchtung, daß sich dahinter nur so ein drittklassiger Schriebs verbirgt der irgendwie zwanghaft versucht einen auf „geheimnisvolle Schattenwelt“ zu machen. Im August konnte mich das noch abhalten zuzuschlagen und ich verbrachte meinen Urlaub mit Gonko dem Höllenclown („Hölle“ von Will Elliot). Aber Freitag griff ich dann zu. Mein Kalkül war „wenn’s Schrott ist, hab ich immer noch meine Bootlegs!“. Was soll ich sagen, es hat sich definitiv gelohnt! Das Buch ist unter normalen literarischen Maßstäben sicherlich nicht sonderlich erwähnenswert. Aber mit denen sollte man eh nicht an das Büchlein heran gehen. Daß die Charaktere nicht sonderlich ausgefeilt dargestellt werden fällt nicht weiter auf, da sie keine 2 Kapitel weiter im Regelfall ohnehin wieder umgenietet werden. Darüber hinaus basieren sie ohnehin auf derart stereotypen Klischeefiguren, daß man sie ohnehin von der ersten Erwähnung an vor Augen hat. Außerdem wird hier die Story an sich in den Mittelpunkt gerückt, was auch das eigentliche Highlight des Buches ist. Kurze Kapitel, jeweils mit haarsträubenden Cliffhangern versehen, eine Wende nach der anderen eingebaut. Das Ganze erinnert einen ziemlich schnell an einen Tarantino-Film… nur noch ne Ecke blutiger. Die Grundstory ist dabei ganz einfach: Ein mächtiger Stein wird von nahezu allen Einwohnern der abgelegenen Gangsterstadt Santa Mondega gesucht und gejagt. Das ganze würze man dann noch mit Westernelementen, Kampfmönchen, Vampiren, einem Regierungsbeamten mit uneingeschränktem Datenzugriff, Auftragskillern die sich für Elvis halten und einem scheinbar irren Serienkiller, der zum Austicken nichts weiter als ein Glas Bourbon benötigt. Ich fand es großartig! Man kann das Buch kaum zur Seite legen und ich hatte es somit auch sehr schnell durchgelesen. Als ich im Anschluß dann darüber nachdachte, wo ich es denn in der vorangegangenen Liste einordnen würde, einigte ich mich mit mir auf Platz 4! Das Buch macht beim Lesen einfach einen geradezu höllischen Spaß. Die Situationen in welche die Figuren geraten werden immer und immer abgedrehter, der hintergründige Humor mit dem das alles beschrieben wird ist bisweilen derart dunkelschwarz, daß man ganze Kapitel später noch schmunzeln muß. Man ist irgendwann sogar froh, daß auf ein „Psychogramm“ der einzelnen Figuren verzichtet wurde. Was brauche ich auch Informationen über die Handelnden, wenn stattdessen ein und dieselbe Schießerei aus 3 Perspektiven über 25 Seiten geschildert wird?!? Man vermisst es einfach nicht, weil diese einer Mischung aus Comic und Spaghetti-Western entwachsenen Gestalten in die ganze Szenerie so einfach perfekt hinein passen.
Kurzum: Geiles Buch!
Seit gestern besitze ich nun auch den Nachfolger, welcher aber zugegebenermaßen einen noch dämlicheren Titel trägt. Diesen hat er der deutschen Übersetzung zu verdanken! Wie man aus „The Eye of the Moon“ einen rumpliges Wortspiel wie „Das Buch ohne Staben“ machen kann… unverständlich! Aber ist ja auch wurscht! Jeder, der den ersten teil überlebt hat (was sprichwörtlich eine Hand voll Irrer war) ist wieder am Start. Bin mal gespannt, was das literarische B-Movie in seiner Fortsetzung so zu bieten hat. Ich halte es da mal mit dem Klappentext vom „Buch ohne Namen“:
„… und dann wird es blutig werden. Blutiger, als sich irgendjemand vorstellen kann.“
Mittwoch, 20.10.2010
I'M THE MAN
(Motörhead)
Vor gut einem Monat entschied ich mich spontan, ein weiteres Jahr vor mich hin zu altern. Ich strich eine „2“ aus meinem Lebensalter und ersetzte sie durch ihren numerischen Anrheiner, die „3“. Nun, im gehobenen Alter von 23 Lenzen erhielt ich ein postpubertäres Nachschlagewerk zum Thema erfolgreiche Adoleszenz. Einen allumfassenden Almanach, welcher den Namen „Ein Mann, ein Buch“ trägt. Zunächst möchte ich dieses Büchlein auch allen Geschlechts- und Leidensgenossen wärmstens an Herz legen. Der Titel ist Programm und der Inhalt lehrreich und amüsant, zwei Eigenschaften, die Bücher nur sehr selten ineinander vereinen. Man merkt, dass es nicht nur „für“ Männer, sondern auch „von“ Männern verfasst wurde, strotzt es streckenweise doch nur so vor Argumentationsstrukturen, die man sich nur an einem Mittwoch Abend in einer beliebigen Sportsbar bei Champions-League und Hopfenkaltschale zu erschließen vermag. Also, liebe Männer: Kaufempfehlung! Allerdings sollte Mann auch kritische Töne finden, dieses Buch betreffend. Hauptsächlich der Titel. „Ein Buch“ ist meiner Meinung nach noch lange nicht genug. Ein Mann sollte meiner Meinung nach noch einige andere Standardwerke kennen, Bücher, die einen auf dem Weg zu Ruhm und Ehre im persönlichen Wertesystem unterstützen. Zwar sehen es auch die Autoren so und empfehlen 25 vielschichtige Titel, was meiner Meinung nach aber unzureichend ist. Die empfohlenen Bücher sind zwar interessant, aber dann doch zu sehr auf den Durchschnittsmann ausgelegt. Für die Elite unter uns, für die bärtigen Lederjackenträger, die auf ihren mentalen Harleys durch die Kulturszene knattern, aber auch für all die anderen Freaks da draußen (die positiven), stelle ich nun hier die ultimative „Foxymorph Buchtipp-Liste für MÄNNER“ auf. Folgende 20 Titel dürfen meiner Meinung nach in keinem Bücherregal mehr fehlen.
20 „Ein Mann, ein Buch“ von Eduard Augustin, Philipp von Keisenberg, und Christian Zaschke
Eine Sammelsurium von Grundwissen, welches dem modernen Mann sowohl das Traktor fahren, 747 landen als auch beim Eröffnen einer Kneipe hilft. Lebenstipps rund ums Testosteron! Nebenbei noch amüsant geschrieben.
19 „Hannibal“ von Thomas Harris
Klar, „Das Schweigen der Lämmer“ ist das Standardwerk von Harris, mir gefällt Hannibal aber deutlich besser. Hannibal Lecter, diesen finsteren Schmackofax, durch das schöne Florenz wandeln zu sehen ist ein Genuß, insbesondere, wenn man Florenz kennt. Besser als im Schweigen der Lämmer kommt hier diese Zwiespältigkeit von Lecter heraus, der sich zwischen Monster und kultiviertem Bildungsbürger bewegt und dabei so allerlei Sympathien beim Leser weckt.
18 „Fußball Unser“ von Edward Augustin
Die Handbibel der sinnlosesten, aber gleichwohl unterhaltsamsten Fußballtatsachen. Statistiken, die eigentlich kein Mensch bracht, ohne die unser aller Lieblingssport aber auch um einiges ärmer wäre. Fällt euch zum Beispiel ein italienischer Nationalspieler der vergangenen 30 Jahre ein, der auf einen Konsonanten endet und kein Torwart ist/war? Das Büchlein kennt und nennt sie alle! ;-) Ein Beleg dafür, wie schräg die Realität bisweilen sein kann.
17 „The Shining“ von Stephen King
Der Film ist großartig, Jack Nicholson beängstigend authentisch und wer noch nie so recht den Reiz von Stephen King verstehen konnte, der findet ihn in diesem Buch 100%ig. Oder besser: Er wird von King „gefunden“, gehetzt und dann unausweichlich gefunden! So hinterhältig hat sich das Grauen selten in die Leseecke geschlichen. Kurz zur Story: Redrum! LESEN!!! ;-)
16 „Der Pate“ von Mario Puzzo
Ein Psychogramm einer Mafiafamilie über mehrere Generationen hinweg, das die Mechanismen und Alltäglichkeiten des organisierten Verbrechens ebenso beleuchtet wie die privaten Befindlichkeiten. Ähnlich wie „Omerta“, was man ebenfalls lesen sollte, wirkt das bisweilen zwar arg glorifizierend, aber den von Puzzo geformten Charakteren kann man sich nicht entziehen. „Ischä macke dir eine Angehbooot, dass du nischt ablähnän kannst!“
15 „Todesmarsch / Amok / Menschenjagd“ von Richard Bachmann
Bachmann ist King, und gleichzeitig aber auch wieder nicht. Kompromissloser als in seinen „eigenen“ Büchern geht der Meister unter seinem Pseudonym vor. Die drei Geschichten sind im Sammelband, aber auch einzeln erhältlich, lesen sollte man sie alle. Während in Todesmarsch ein Ausdauermarsch von Jugendlichen geschildert wird, bei dem das organisierende Militär die Aussteiger an Ort und Stelle liquidiert, wird in Amok ein Schüler zum Geiselnehmer seiner Klasse und zum Mörder diverser Lehrer. Menschenjagd dreht sich um ein fragwürdiges Medienspektakel der Zukunft. Gemeinsam ist allen drei Büchern, daß die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den Beteiligten erstklassig ausgearbeitet werden. Die eigentliche Spannung bezieht sich jeweils aus diesem düsteren Kosmos der Interaktion. Spannung pur und jeweils ein Nervenkrieg sonders gleichen!
14 „Gyre“ von Clive Barker
Eine auf den ersten Blick abgedrehte Story über eine in einen Teppich eingewobene, geheime Welt entpuppt sich für deren Entdecker zu einem Horrortripp zwischen Realität und Scheinwelt. Thematisch eines von Barkers ungewöhnlichsten Büchern, aber fabulös umgesetzt. An diesem Punkt war Barker der bessere King!
13 „Dickicht“ von Scott Smith
Gekauft habe ich mir dieses Buch wegen des Covers, ich gebs ja zu. Außerdem brauchte ich für eine Zugfahrt einen angemessenen Lesestoff. Klappentext klang zwar nicht wirklich überzeugend aber wenigstens interessant; also war der 10er flux investiert. Eine meiner besseren Entscheidungen, wie sich zeigen sollte. Ein paar Twens machen einen Ausflug nach Südamerika und vergnügen sich zunächst irgendwo zwischen Tequilla und Strandparty. Irgendwann (auf Seite 2) begeben Sie sich dann auf eine Reise zu einer Atztekenstadt im Dschungel. Dort erwartet sie dann das hinterfotzigste Grünzeug der Literaturgeschichte, das einem nach den anderen die Lebenslichter auszupusten droht. Flucht, dank der netten Ureinwohner, unmöglich. Herrlich finster geschrieben, der Erzählstil ist der Hammer. Ein echter Pageturner, kann man nicht anders beschreiben.
12 „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams
Ein Klassiker. Leicht und humorvoll geht’s durchs Weltall. Vom „Vogonen“ bis zum „Pangalaktischen Donnergurgler“ durchlebt der letzte Mensch eine intergalaktische Odyssee um unseren Heimatplaneten rekonstruieren zu lassen, wobei er nicht nur den Architekten von Norwegen trifft, sondern sich auch noch mit dem Präsidenten der Galaxis rumschlagen muß. Ansonsten liefert dieses Buch noch die Antwort auf die ultimative Frage der Menschheit… !
Gehört in jeden Bücherschrank, ein Stimmungsaufheller par excellance!
11 „Rumo und die Wunder im Dunkeln“ von Walther Moers
Über Moers und seinen komplett überdrehten Zamonien – Kosmos MUß man einfach nur staunen. Mit Rumo geht’s, immer den silbernen Faden entlang, durch ein Wolpertingerleben. Vom niedlichen Kuschelköter zur Kampfmaschine gewandelt rettet Rumo seine Angebetete aus der finsteren Untenwelt und räumt dabei die schrägsten Gegner aus dem Weg. Das geht über Fantasy im engeren Sinne hinaus. Wer braucht schon Elben, wenn er tote Yetis haben kann?!?
10 Die Sekte von Mo Hayder
Ein Horrortripp irgendwo zwischen Sekte und Psychopath. Beklemmende Atmosphäre und unheimliche Morde inklusive. Auf einer abgeschiedenen Insel ermittelt sich ein Autor durch einen Albtraum aus Blut und Knochen, immer an der grenze zwischen Übersinnlichem und finsterer Realität menschlicher Abgründe. Ein weiteres meiner Bahn-Fahr-Bücher. Entdeckt und am Stück verschlungen.
09 „Neununddreißigneunzig“ von Frederic Beigbeder
Ein Einblick in die Werbewelt. Im Plot erzählt die Blaupause des New-Age-Yuppies von seinem Leben voller Ausschweifungen und Dekadenz. Dabei werden nicht nur die Grenzen des guten Geschmacks pulverisiert, sondern alt hergebrachte Erzählstrukturen gleich mit. In gewisser weise ist Beigbeder so was wie ein „Anti-Autor“, er hält sich an nichts und ihm ist ebenso wenig heilig. Im letzten Drittel wandelt sich diese kunterbunde Gegenwarts-Orgie dann analog zur Psyche des Erzählers in einen finsteren Abgrund aus Dekadenz und Gewalt.
Das Thema ist interessant, der Schreibstil ein Genuß und das andauernd provozierte Lachen bleibt einem beim nächsten Satz wiederholt im Halse stecken.
08 „Die Gelehrten der Scheibenwelt“ von Terry Pratchett
Pratchetts Scheibenwelt ist so etwas wie das englische Pendant zu Zamonien, nur eben anders. Eine komplett unlogische Welt die auf dem Rücken von Groß A’Tuin durchs Weltall treibt und deren Naturgesetze einen Alkoholspiegel von gefühlten 87,3 Promille aufweisen. Scheibenweltromane sind an sich schon höchst unterhaltsam, dieser hier ist aber außerdem noch bemerkenswert. Pratchett erklärt mit der Hilfe von wissenschaftlichen Gastautoren die Entstehung der Welt und die Evolution. Alles staunend betrachtet von den Zauberern der unsichtbaren Universität, die diese ganze Logik so gar nicht verstehen.
07 „Das Böse in uns“ von Cody McFadyen
Was dieser Typ seiner Hauptfigur in den Vorgängerromanen zugemutet und zugefügt hat, ist einfach unglaublich. Analog dazu sollte dieses Buch von Leuten mit sensiblem Magen gemieden werden. Eine Reise in die finstersten Ecken menschlichen Handelns, ein Serienmörderjagd irgendwo zwischen Religion und Selbstjustiz. Was man von einem guten Thriller erwartet, wird hier weit übertroffen, wozu auch das komplett unerwartete Ende zählt (wenn man die anderen McFadyens kennt).
06 „Needfull Things – In einer kleinen Stadt“ Stephen Kind
Das Böse kommt in Form eines kleinen Ramschladens in die Stadt und destabilisiert das Kaff dann binnen kürzester Zeit derart dass Mord und Totschlag regieren. Ein beängstigendes Psychogramm einer Kleinstadt, das auch aufzeigt, wie furchterregend einfach es sein kann die Zivilisation zu destabilisieren. Das ist auch das Fesselnde an dem Buch. Hier Terrorisiert nicht das übersinnliche Monstrum direkt, es zieht nur die Fäden so geschickt, dass die Bewohner sich das Leben selbst zur Hölle machen.
05 „Und die Eselin sah den Engel“ von Nick Cave
Hinterwältlerroman über einen Inzestgeschädigten Mörder. Cave als Sänger: Weltklasse! Als Autor auch, was man so nicht erwartet hatte. Das Buch ist so abgrundtief düster, dass man als musikalisches Pendant nur die „And No More Shall We Part“ nennen kann. Der Schreibstil sit dabei das absolute Highlight. Bisweilen zieht sich der Handlungsstrang zäh dahin, während Cave sich über die Unzulänglichkeiten seiner Romanfigur ausschweifend ereifert. Wenn man mit Cave und seinem Hang zum menschlichen Abgrund klarkommt, ist das ein hochkarätiger Lesespaß, den man aber nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte bzw. kann. Geht nicht.
04 „Gevatter Tod“ von Terry Pratchett
Was passiert, wenn sich der Tod einen Lehrling sucht um ab und zu in Ruhe angeln zu gehen? Her erfahren wir es. Das Ganze dann noch eingebettet in die Scheibenwelt mit all ihren schrägen Bewohnern. Kaum zu überbieten an Unterhaltungswert und Absurdität. Ein Lesespaß, den Mann sich nicht entgehen lassen sollte.
03 „White Line Fever“ von Lemmy Kilmister
Frauen gilt die “Autobiographie” ja bisweilen als Beispiel für guten, literarischen Geschmack. Aber was soll Mann sich mit politischen Lebenswerken drittklassiger Oppositionsführer rumschlagen, wenn einem Lemmy persönlich aus seinem Leben erzählt. Worum es in dem Buch geht? Sex, Drugs und Rock’n Roll, sprichwörtlich. Das Buch ist straight Lemmy, ohne irgendwelches selbstdarstellerische Geschwurbel bringt der Kerl es einfach auf den Punkt was es heißt, eine lebende Legende des Hardrock zu werden. Man glaubt ihm jedes schnapsgeschwängerte Wort, jede Affäre und die beschriebenen Exzesse sind wahrscheinlich eher unter- als übertrieben. Ein köstlicher Lesespaß, bei dem sogar Ufo’s nachvollziehbar werden.
02 “Die 13 ½ Leben des Käptn Blaubär” von Walther Moers
Das Meisterwerk von Moers. Begleiten wir Käptn Blaubär durch einige seiner Leben und durch Zamonien. Wen und was er dabei trifft, zeigt mal wieder auf, was für überdrehten Quatsch sich der menschliche Geist doch ausdenken kann. Moers bringt das aber alles in einen geradezu köstlichen Kontext und hetzt seinen Leser förmlich von Lachanfall zu Lachanfall. Herrlich hintergründig bisweilen, dazu mit einem ordentlichen Schuß Blutrunst zwischen den Zeilen ist das alles andere als ein Kinderbuch. Kleiner Tipp: Das Hörbuch übertrifft das Buch fast noch und der Grund dazu heißt: Dirk Bach!
01 “Der Herr der Ringe” von J.R.R. Tolkien
Allumfassende Fantasy-Saga, die man einfach gelesen haben muß! Man kann sich auch in der Folge einen wahren Kosmos von Tolkien-Büchern erschließen, die ähnlich begeistern. Ob Hobbit, Silmarillion oder die Kinder Hurins, alles lesenswert! Für mich das unangefochtene Männer-Buch Nr. 1, dem auch die zweifelsfrei großartigen Filme von Peter Jackson nicht das Wasser reichen können!
Ich hoffe, es ist für jeden was dabei gewesen. Wie immer bei solchen Listen sei abschließend noch die tiefgreifende Subjektivität der Betrachtung erwähnt. :-)
Vor gut einem Monat entschied ich mich spontan, ein weiteres Jahr vor mich hin zu altern. Ich strich eine „2“ aus meinem Lebensalter und ersetzte sie durch ihren numerischen Anrheiner, die „3“. Nun, im gehobenen Alter von 23 Lenzen erhielt ich ein postpubertäres Nachschlagewerk zum Thema erfolgreiche Adoleszenz. Einen allumfassenden Almanach, welcher den Namen „Ein Mann, ein Buch“ trägt. Zunächst möchte ich dieses Büchlein auch allen Geschlechts- und Leidensgenossen wärmstens an Herz legen. Der Titel ist Programm und der Inhalt lehrreich und amüsant, zwei Eigenschaften, die Bücher nur sehr selten ineinander vereinen. Man merkt, dass es nicht nur „für“ Männer, sondern auch „von“ Männern verfasst wurde, strotzt es streckenweise doch nur so vor Argumentationsstrukturen, die man sich nur an einem Mittwoch Abend in einer beliebigen Sportsbar bei Champions-League und Hopfenkaltschale zu erschließen vermag. Also, liebe Männer: Kaufempfehlung! Allerdings sollte Mann auch kritische Töne finden, dieses Buch betreffend. Hauptsächlich der Titel. „Ein Buch“ ist meiner Meinung nach noch lange nicht genug. Ein Mann sollte meiner Meinung nach noch einige andere Standardwerke kennen, Bücher, die einen auf dem Weg zu Ruhm und Ehre im persönlichen Wertesystem unterstützen. Zwar sehen es auch die Autoren so und empfehlen 25 vielschichtige Titel, was meiner Meinung nach aber unzureichend ist. Die empfohlenen Bücher sind zwar interessant, aber dann doch zu sehr auf den Durchschnittsmann ausgelegt. Für die Elite unter uns, für die bärtigen Lederjackenträger, die auf ihren mentalen Harleys durch die Kulturszene knattern, aber auch für all die anderen Freaks da draußen (die positiven), stelle ich nun hier die ultimative „Foxymorph Buchtipp-Liste für MÄNNER“ auf. Folgende 20 Titel dürfen meiner Meinung nach in keinem Bücherregal mehr fehlen.
20 „Ein Mann, ein Buch“ von Eduard Augustin, Philipp von Keisenberg, und Christian Zaschke
Eine Sammelsurium von Grundwissen, welches dem modernen Mann sowohl das Traktor fahren, 747 landen als auch beim Eröffnen einer Kneipe hilft. Lebenstipps rund ums Testosteron! Nebenbei noch amüsant geschrieben.
19 „Hannibal“ von Thomas Harris
Klar, „Das Schweigen der Lämmer“ ist das Standardwerk von Harris, mir gefällt Hannibal aber deutlich besser. Hannibal Lecter, diesen finsteren Schmackofax, durch das schöne Florenz wandeln zu sehen ist ein Genuß, insbesondere, wenn man Florenz kennt. Besser als im Schweigen der Lämmer kommt hier diese Zwiespältigkeit von Lecter heraus, der sich zwischen Monster und kultiviertem Bildungsbürger bewegt und dabei so allerlei Sympathien beim Leser weckt.
18 „Fußball Unser“ von Edward Augustin
Die Handbibel der sinnlosesten, aber gleichwohl unterhaltsamsten Fußballtatsachen. Statistiken, die eigentlich kein Mensch bracht, ohne die unser aller Lieblingssport aber auch um einiges ärmer wäre. Fällt euch zum Beispiel ein italienischer Nationalspieler der vergangenen 30 Jahre ein, der auf einen Konsonanten endet und kein Torwart ist/war? Das Büchlein kennt und nennt sie alle! ;-) Ein Beleg dafür, wie schräg die Realität bisweilen sein kann.
17 „The Shining“ von Stephen King
Der Film ist großartig, Jack Nicholson beängstigend authentisch und wer noch nie so recht den Reiz von Stephen King verstehen konnte, der findet ihn in diesem Buch 100%ig. Oder besser: Er wird von King „gefunden“, gehetzt und dann unausweichlich gefunden! So hinterhältig hat sich das Grauen selten in die Leseecke geschlichen. Kurz zur Story: Redrum! LESEN!!! ;-)
16 „Der Pate“ von Mario Puzzo
Ein Psychogramm einer Mafiafamilie über mehrere Generationen hinweg, das die Mechanismen und Alltäglichkeiten des organisierten Verbrechens ebenso beleuchtet wie die privaten Befindlichkeiten. Ähnlich wie „Omerta“, was man ebenfalls lesen sollte, wirkt das bisweilen zwar arg glorifizierend, aber den von Puzzo geformten Charakteren kann man sich nicht entziehen. „Ischä macke dir eine Angehbooot, dass du nischt ablähnän kannst!“
15 „Todesmarsch / Amok / Menschenjagd“ von Richard Bachmann
Bachmann ist King, und gleichzeitig aber auch wieder nicht. Kompromissloser als in seinen „eigenen“ Büchern geht der Meister unter seinem Pseudonym vor. Die drei Geschichten sind im Sammelband, aber auch einzeln erhältlich, lesen sollte man sie alle. Während in Todesmarsch ein Ausdauermarsch von Jugendlichen geschildert wird, bei dem das organisierende Militär die Aussteiger an Ort und Stelle liquidiert, wird in Amok ein Schüler zum Geiselnehmer seiner Klasse und zum Mörder diverser Lehrer. Menschenjagd dreht sich um ein fragwürdiges Medienspektakel der Zukunft. Gemeinsam ist allen drei Büchern, daß die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den Beteiligten erstklassig ausgearbeitet werden. Die eigentliche Spannung bezieht sich jeweils aus diesem düsteren Kosmos der Interaktion. Spannung pur und jeweils ein Nervenkrieg sonders gleichen!
14 „Gyre“ von Clive Barker
Eine auf den ersten Blick abgedrehte Story über eine in einen Teppich eingewobene, geheime Welt entpuppt sich für deren Entdecker zu einem Horrortripp zwischen Realität und Scheinwelt. Thematisch eines von Barkers ungewöhnlichsten Büchern, aber fabulös umgesetzt. An diesem Punkt war Barker der bessere King!
13 „Dickicht“ von Scott Smith
Gekauft habe ich mir dieses Buch wegen des Covers, ich gebs ja zu. Außerdem brauchte ich für eine Zugfahrt einen angemessenen Lesestoff. Klappentext klang zwar nicht wirklich überzeugend aber wenigstens interessant; also war der 10er flux investiert. Eine meiner besseren Entscheidungen, wie sich zeigen sollte. Ein paar Twens machen einen Ausflug nach Südamerika und vergnügen sich zunächst irgendwo zwischen Tequilla und Strandparty. Irgendwann (auf Seite 2) begeben Sie sich dann auf eine Reise zu einer Atztekenstadt im Dschungel. Dort erwartet sie dann das hinterfotzigste Grünzeug der Literaturgeschichte, das einem nach den anderen die Lebenslichter auszupusten droht. Flucht, dank der netten Ureinwohner, unmöglich. Herrlich finster geschrieben, der Erzählstil ist der Hammer. Ein echter Pageturner, kann man nicht anders beschreiben.
12 „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams
Ein Klassiker. Leicht und humorvoll geht’s durchs Weltall. Vom „Vogonen“ bis zum „Pangalaktischen Donnergurgler“ durchlebt der letzte Mensch eine intergalaktische Odyssee um unseren Heimatplaneten rekonstruieren zu lassen, wobei er nicht nur den Architekten von Norwegen trifft, sondern sich auch noch mit dem Präsidenten der Galaxis rumschlagen muß. Ansonsten liefert dieses Buch noch die Antwort auf die ultimative Frage der Menschheit… !
Gehört in jeden Bücherschrank, ein Stimmungsaufheller par excellance!
11 „Rumo und die Wunder im Dunkeln“ von Walther Moers
Über Moers und seinen komplett überdrehten Zamonien – Kosmos MUß man einfach nur staunen. Mit Rumo geht’s, immer den silbernen Faden entlang, durch ein Wolpertingerleben. Vom niedlichen Kuschelköter zur Kampfmaschine gewandelt rettet Rumo seine Angebetete aus der finsteren Untenwelt und räumt dabei die schrägsten Gegner aus dem Weg. Das geht über Fantasy im engeren Sinne hinaus. Wer braucht schon Elben, wenn er tote Yetis haben kann?!?
10 Die Sekte von Mo Hayder
Ein Horrortripp irgendwo zwischen Sekte und Psychopath. Beklemmende Atmosphäre und unheimliche Morde inklusive. Auf einer abgeschiedenen Insel ermittelt sich ein Autor durch einen Albtraum aus Blut und Knochen, immer an der grenze zwischen Übersinnlichem und finsterer Realität menschlicher Abgründe. Ein weiteres meiner Bahn-Fahr-Bücher. Entdeckt und am Stück verschlungen.
09 „Neununddreißigneunzig“ von Frederic Beigbeder
Ein Einblick in die Werbewelt. Im Plot erzählt die Blaupause des New-Age-Yuppies von seinem Leben voller Ausschweifungen und Dekadenz. Dabei werden nicht nur die Grenzen des guten Geschmacks pulverisiert, sondern alt hergebrachte Erzählstrukturen gleich mit. In gewisser weise ist Beigbeder so was wie ein „Anti-Autor“, er hält sich an nichts und ihm ist ebenso wenig heilig. Im letzten Drittel wandelt sich diese kunterbunde Gegenwarts-Orgie dann analog zur Psyche des Erzählers in einen finsteren Abgrund aus Dekadenz und Gewalt.
Das Thema ist interessant, der Schreibstil ein Genuß und das andauernd provozierte Lachen bleibt einem beim nächsten Satz wiederholt im Halse stecken.
08 „Die Gelehrten der Scheibenwelt“ von Terry Pratchett
Pratchetts Scheibenwelt ist so etwas wie das englische Pendant zu Zamonien, nur eben anders. Eine komplett unlogische Welt die auf dem Rücken von Groß A’Tuin durchs Weltall treibt und deren Naturgesetze einen Alkoholspiegel von gefühlten 87,3 Promille aufweisen. Scheibenweltromane sind an sich schon höchst unterhaltsam, dieser hier ist aber außerdem noch bemerkenswert. Pratchett erklärt mit der Hilfe von wissenschaftlichen Gastautoren die Entstehung der Welt und die Evolution. Alles staunend betrachtet von den Zauberern der unsichtbaren Universität, die diese ganze Logik so gar nicht verstehen.
07 „Das Böse in uns“ von Cody McFadyen
Was dieser Typ seiner Hauptfigur in den Vorgängerromanen zugemutet und zugefügt hat, ist einfach unglaublich. Analog dazu sollte dieses Buch von Leuten mit sensiblem Magen gemieden werden. Eine Reise in die finstersten Ecken menschlichen Handelns, ein Serienmörderjagd irgendwo zwischen Religion und Selbstjustiz. Was man von einem guten Thriller erwartet, wird hier weit übertroffen, wozu auch das komplett unerwartete Ende zählt (wenn man die anderen McFadyens kennt).
06 „Needfull Things – In einer kleinen Stadt“ Stephen Kind
Das Böse kommt in Form eines kleinen Ramschladens in die Stadt und destabilisiert das Kaff dann binnen kürzester Zeit derart dass Mord und Totschlag regieren. Ein beängstigendes Psychogramm einer Kleinstadt, das auch aufzeigt, wie furchterregend einfach es sein kann die Zivilisation zu destabilisieren. Das ist auch das Fesselnde an dem Buch. Hier Terrorisiert nicht das übersinnliche Monstrum direkt, es zieht nur die Fäden so geschickt, dass die Bewohner sich das Leben selbst zur Hölle machen.
05 „Und die Eselin sah den Engel“ von Nick Cave
Hinterwältlerroman über einen Inzestgeschädigten Mörder. Cave als Sänger: Weltklasse! Als Autor auch, was man so nicht erwartet hatte. Das Buch ist so abgrundtief düster, dass man als musikalisches Pendant nur die „And No More Shall We Part“ nennen kann. Der Schreibstil sit dabei das absolute Highlight. Bisweilen zieht sich der Handlungsstrang zäh dahin, während Cave sich über die Unzulänglichkeiten seiner Romanfigur ausschweifend ereifert. Wenn man mit Cave und seinem Hang zum menschlichen Abgrund klarkommt, ist das ein hochkarätiger Lesespaß, den man aber nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte bzw. kann. Geht nicht.
04 „Gevatter Tod“ von Terry Pratchett
Was passiert, wenn sich der Tod einen Lehrling sucht um ab und zu in Ruhe angeln zu gehen? Her erfahren wir es. Das Ganze dann noch eingebettet in die Scheibenwelt mit all ihren schrägen Bewohnern. Kaum zu überbieten an Unterhaltungswert und Absurdität. Ein Lesespaß, den Mann sich nicht entgehen lassen sollte.
03 „White Line Fever“ von Lemmy Kilmister
Frauen gilt die “Autobiographie” ja bisweilen als Beispiel für guten, literarischen Geschmack. Aber was soll Mann sich mit politischen Lebenswerken drittklassiger Oppositionsführer rumschlagen, wenn einem Lemmy persönlich aus seinem Leben erzählt. Worum es in dem Buch geht? Sex, Drugs und Rock’n Roll, sprichwörtlich. Das Buch ist straight Lemmy, ohne irgendwelches selbstdarstellerische Geschwurbel bringt der Kerl es einfach auf den Punkt was es heißt, eine lebende Legende des Hardrock zu werden. Man glaubt ihm jedes schnapsgeschwängerte Wort, jede Affäre und die beschriebenen Exzesse sind wahrscheinlich eher unter- als übertrieben. Ein köstlicher Lesespaß, bei dem sogar Ufo’s nachvollziehbar werden.
02 “Die 13 ½ Leben des Käptn Blaubär” von Walther Moers
Das Meisterwerk von Moers. Begleiten wir Käptn Blaubär durch einige seiner Leben und durch Zamonien. Wen und was er dabei trifft, zeigt mal wieder auf, was für überdrehten Quatsch sich der menschliche Geist doch ausdenken kann. Moers bringt das aber alles in einen geradezu köstlichen Kontext und hetzt seinen Leser förmlich von Lachanfall zu Lachanfall. Herrlich hintergründig bisweilen, dazu mit einem ordentlichen Schuß Blutrunst zwischen den Zeilen ist das alles andere als ein Kinderbuch. Kleiner Tipp: Das Hörbuch übertrifft das Buch fast noch und der Grund dazu heißt: Dirk Bach!
01 “Der Herr der Ringe” von J.R.R. Tolkien
Allumfassende Fantasy-Saga, die man einfach gelesen haben muß! Man kann sich auch in der Folge einen wahren Kosmos von Tolkien-Büchern erschließen, die ähnlich begeistern. Ob Hobbit, Silmarillion oder die Kinder Hurins, alles lesenswert! Für mich das unangefochtene Männer-Buch Nr. 1, dem auch die zweifelsfrei großartigen Filme von Peter Jackson nicht das Wasser reichen können!
Ich hoffe, es ist für jeden was dabei gewesen. Wie immer bei solchen Listen sei abschließend noch die tiefgreifende Subjektivität der Betrachtung erwähnt. :-)
Montag, 02.08.2010
GOLLUMS SONG
(Emiliana Torrini)
Hallelujah! Da findet man nach gut einjähriger, fruchtloser Suche endlich wieder ein witziges Liedchen über das Verspeisen gemeuchelten Geviehchts im Netz und überlegt krampfhaft, wie man das denn in seinen Blogg einbauen und der Nachwelt empfehlen kann. Doch was passiert? Man surft auf der Suche nach Angriffspunkten durchs Internet… über „vegan.de“, „bielefeld.de“ und nicht zuletzt „vegan-bielefeld.de“ (kein Scheiß!) seine Lieblingsfeinde ab und findet zur Abwechslung mal so gar nix passendes. Irgendwie war es (bis vor ca. 5 Minuten) sogar mir zu abgedroschen wieder auf die Veganer einzudreschen, die haben schon so kaum Spaß am Leben. Immer nur dieses knirschende Körnerzeugs löffeln zu müssen und an keiner Bratwurstbude ohne mittleren Nervenkollaps vorbei zu kommen, das ist wahrhaft nicht beneidenswert. Also, dachte ich mir, „setz das Video in den Blogg und gut ist!“ Zumal das Filmchen auch irgendwo für sich selbst spricht. Aber kurz vorm Posting wurde ich auf das Forum von vegan.de aufmerksam, in welchem das Folgende gerne Wort für Wort nachgeprüft werden kann. Die Freude war diebisch, das Entsetzen streckenweise riesig! Mal schauen, was es im wurstlosen Mangoldkosmos so an brandheißen Themen zu diskutieren gibt. DAS… und nur DAS war dann aber auch der Fehler! Leset folgendes Problem, mit dem sich der User „Gorky 17 rumschlägt:
„Moin!
Hab gerade im Off-Topic gelesen, daß einige von euch den Herrn der Ringe gesehen haben.
Meine Frage: Wie könnt ihr als Veganer so was tun?
Es wurden ja der veganen Ansicht nach sehr viele Tiere für diese Produktion gequält.
Pferde wurden geritten, ganz am Anfang wurde eine Sau am Strick durch Hobbingen gezogen
wie viele Truthähne mussten für die Befiederungen der Pfeile sterben, usw....
Ich weiß das daß Posting sehr provokant wirkt, aber mich würde eure Meinung dazu sehr interessieren
Schönen Tag noch“
*lol* Pferde wurden geritten… wie grausam! JUNGCHEN: MIT DIESER EINSTELLUNG HÄTTE ES DIE MENSCHHEIT NCIHTMAL BIS INS MITTELALTER GESCHAFFT!!!
Reuben Proctor (ich wette, der heißt wirklich so) brachte es als Antwort auf den Punkt:
„Du hast natürlich zum Teil Recht.
Das Problem ist aber, daß es so etwas wie veganes Kino nicht gibt.“
Nun gut, ob ich das jetzt unbedingt als „Problem“ im engeren Sinne sehen würde, wage ich zu bezweifeln. Für mich spricht aus diesem Faktum eher die menschliche Vernunft!
User Tobias trägt dann Folgendes zur Diskussion bei:
Es ist, ohne totalen Auststieg, nicht möglich ganz vegan zu leben (100% wohl nie; vielleicht auf einem Raumschiff:-) ).
(…)
Wenn Veganer sich komplett ausklinken würden, hätten "die Anderen" ja einen wichtigen Einfluß im Leben weniger.
Wäre doch Unverantwortlich! :-)“
Och… so schlecht ist die Idee gar nicht, finde ich. Mir würde nix fehlen, wobei die Veganer-Dichte in meinem Umfeld auch gegen Null tendiert. Übrigens fällt auf, dass die Diskussion langsam vom Thema „Herr der Ringe“ abzudriften droht. Aber Husch-Husch zurück zur Topic!
Das erledigt dann der mutmaßliche Veganer mit dem passenden Nickname „NVA“:
„ich kann dir zum "Herr der Ringe" sagen, dass zumindest die Pferde (auser dass sie geritten wurden) keinesfalls gequält wurden.“
… aber der unglaublich zynische Akt des Reitens wird auch hier als Negativbeispiel stillschweigend akzeptiert. Gleichwohl ist die Diskussion zum Thema Mittelerde hiermit erschöpft. Zeit also, sich im Veganerforum anderen Themen zuzuwenden, die dem Tierfreund so unter den Nägeln brennen. Beipsiele gefällig? Gern!
Thema „Fruchtzwerge“. User Lakritze prangert an:
„Mit Entsetzen las ich heute in einer Babyzeitschrift, dass es jetzt Fruchtzwerge für Babies ab dem sechsten Lebensmonat gibt. Mit ach so gesundem Eisen, Kalzium und B-Vitaminen. (…)Der Werbung der milchverarbeitenden Industrie glaubt aber sonderbarerweise jeder.“
Es winkt der Skorbut!
Thema Autofahren, da wird auch die vegane Grundlage massiv angezweifelt:
„Wenn ihr schonmal im Sommer Auto gefahren seid, dann kennt ihr sicher den "Dreck" der sich auf der Autovorderseite recht schnell ansammelt. Dieser "Dreck" besteht zum Teil aus (zermatschten)Insekten, die man zu Hunderten tötet. (…)Ist das ein angemessener Grund, um Tiere zu töten?
Ist es logisch Honig ablehnen, aber Auto zu fahren?
Warum?“
Ich finde nicht mal die Fragestellung logisch, lieber Marco!
User „Alex“ bringt nun den Klassiker, allerdings ernst gemeint, was wieder einmal beweißt, dass kein dummer Spruch so absurd sein kann wie die Realität:
„Hi!
Mal ne kleine Frage?
Dürfen Veganerinnen Sperma schlucken? Es ist doch der Beginn von neuem Leben.
Und kann das ein Veganer mit seinem Gewissen vereinbaren wenn das seine Freundin tut?
Sicherlich eine etwas komische Frage. Aber mich interessiert die Antwort von anderen Veganern wirkllich.“
Man könnte hier noch hunderte Beispiele bringen, interessanter weise gipfelt das vegane Gutmenschentum letztenendes wieder in Tierquälerei, wie die Threads „vegane Katzennahrung“ und „Vegane Hunde und Katzen“ beweisen (huhu… RAUBTIER!!!!! Schon mal gehört?!?)
Manches ist aber beim besten Willen nur noch als bekloppt und gefährlich zu bezeichnen. Unvernünftig OHNE ENDE! Beispielsweise folgender Beitrag von Kostas:
„Hallo, mein Freund der Alex,will uns überzeugen Veganer zu werden. Eigentlich hört sich ja alles sehr vernünftig an was er sagt. Aber er ist so ein 1000%. Wir haben seit zwei Wochen ein super schnuckliges Baby. Darf das als Veganer dann weiter Muttermilch trinken? Er verneint dies mit dem Hinweis es gäbe schon tolle sojaprodukte. Was meint die Veganergemeinde dazu?
Ist alles so streng zu sehen?“
… ohne Worte! Wir leben in einer Gesellschaft, die solchen Leuten das Sorgerecht zuerkennt! Traurig!
Als ich mich so durch das Forum klickte, wurde mir immer klarer, dass es Leute in diesem Land gibt, die einen noch größeren Sockenschuß haben als ich. Ich werde das bei Gelegenheit mal meiner Schwester zeigen, wenn sie wieder an meinem Verstand zweifelt. Aber egal, eigentlich wollte ich euch ja nur ein kleines Liedchen verlinken, was nach diesem Schmonz da oben nun doch wieder perfekt passt. Naja, man könnte es sogar als Stimmungserheller nach all dem Enthaltsamkeitsbimbam bezeichnen:
Hallelujah! Da findet man nach gut einjähriger, fruchtloser Suche endlich wieder ein witziges Liedchen über das Verspeisen gemeuchelten Geviehchts im Netz und überlegt krampfhaft, wie man das denn in seinen Blogg einbauen und der Nachwelt empfehlen kann. Doch was passiert? Man surft auf der Suche nach Angriffspunkten durchs Internet… über „vegan.de“, „bielefeld.de“ und nicht zuletzt „vegan-bielefeld.de“ (kein Scheiß!) seine Lieblingsfeinde ab und findet zur Abwechslung mal so gar nix passendes. Irgendwie war es (bis vor ca. 5 Minuten) sogar mir zu abgedroschen wieder auf die Veganer einzudreschen, die haben schon so kaum Spaß am Leben. Immer nur dieses knirschende Körnerzeugs löffeln zu müssen und an keiner Bratwurstbude ohne mittleren Nervenkollaps vorbei zu kommen, das ist wahrhaft nicht beneidenswert. Also, dachte ich mir, „setz das Video in den Blogg und gut ist!“ Zumal das Filmchen auch irgendwo für sich selbst spricht. Aber kurz vorm Posting wurde ich auf das Forum von vegan.de aufmerksam, in welchem das Folgende gerne Wort für Wort nachgeprüft werden kann. Die Freude war diebisch, das Entsetzen streckenweise riesig! Mal schauen, was es im wurstlosen Mangoldkosmos so an brandheißen Themen zu diskutieren gibt. DAS… und nur DAS war dann aber auch der Fehler! Leset folgendes Problem, mit dem sich der User „Gorky 17 rumschlägt:
„Moin!
Hab gerade im Off-Topic gelesen, daß einige von euch den Herrn der Ringe gesehen haben.
Meine Frage: Wie könnt ihr als Veganer so was tun?
Es wurden ja der veganen Ansicht nach sehr viele Tiere für diese Produktion gequält.
Pferde wurden geritten, ganz am Anfang wurde eine Sau am Strick durch Hobbingen gezogen
wie viele Truthähne mussten für die Befiederungen der Pfeile sterben, usw....
Ich weiß das daß Posting sehr provokant wirkt, aber mich würde eure Meinung dazu sehr interessieren
Schönen Tag noch“
*lol* Pferde wurden geritten… wie grausam! JUNGCHEN: MIT DIESER EINSTELLUNG HÄTTE ES DIE MENSCHHEIT NCIHTMAL BIS INS MITTELALTER GESCHAFFT!!!
Reuben Proctor (ich wette, der heißt wirklich so) brachte es als Antwort auf den Punkt:
„Du hast natürlich zum Teil Recht.
Das Problem ist aber, daß es so etwas wie veganes Kino nicht gibt.“
Nun gut, ob ich das jetzt unbedingt als „Problem“ im engeren Sinne sehen würde, wage ich zu bezweifeln. Für mich spricht aus diesem Faktum eher die menschliche Vernunft!
User Tobias trägt dann Folgendes zur Diskussion bei:
Es ist, ohne totalen Auststieg, nicht möglich ganz vegan zu leben (100% wohl nie; vielleicht auf einem Raumschiff:-) ).
(…)
Wenn Veganer sich komplett ausklinken würden, hätten "die Anderen" ja einen wichtigen Einfluß im Leben weniger.
Wäre doch Unverantwortlich! :-)“
Och… so schlecht ist die Idee gar nicht, finde ich. Mir würde nix fehlen, wobei die Veganer-Dichte in meinem Umfeld auch gegen Null tendiert. Übrigens fällt auf, dass die Diskussion langsam vom Thema „Herr der Ringe“ abzudriften droht. Aber Husch-Husch zurück zur Topic!
Das erledigt dann der mutmaßliche Veganer mit dem passenden Nickname „NVA“:
„ich kann dir zum "Herr der Ringe" sagen, dass zumindest die Pferde (auser dass sie geritten wurden) keinesfalls gequält wurden.“
… aber der unglaublich zynische Akt des Reitens wird auch hier als Negativbeispiel stillschweigend akzeptiert. Gleichwohl ist die Diskussion zum Thema Mittelerde hiermit erschöpft. Zeit also, sich im Veganerforum anderen Themen zuzuwenden, die dem Tierfreund so unter den Nägeln brennen. Beipsiele gefällig? Gern!
Thema „Fruchtzwerge“. User Lakritze prangert an:
„Mit Entsetzen las ich heute in einer Babyzeitschrift, dass es jetzt Fruchtzwerge für Babies ab dem sechsten Lebensmonat gibt. Mit ach so gesundem Eisen, Kalzium und B-Vitaminen. (…)Der Werbung der milchverarbeitenden Industrie glaubt aber sonderbarerweise jeder.“
Es winkt der Skorbut!
Thema Autofahren, da wird auch die vegane Grundlage massiv angezweifelt:
„Wenn ihr schonmal im Sommer Auto gefahren seid, dann kennt ihr sicher den "Dreck" der sich auf der Autovorderseite recht schnell ansammelt. Dieser "Dreck" besteht zum Teil aus (zermatschten)Insekten, die man zu Hunderten tötet. (…)Ist das ein angemessener Grund, um Tiere zu töten?
Ist es logisch Honig ablehnen, aber Auto zu fahren?
Warum?“
Ich finde nicht mal die Fragestellung logisch, lieber Marco!
User „Alex“ bringt nun den Klassiker, allerdings ernst gemeint, was wieder einmal beweißt, dass kein dummer Spruch so absurd sein kann wie die Realität:
„Hi!
Mal ne kleine Frage?
Dürfen Veganerinnen Sperma schlucken? Es ist doch der Beginn von neuem Leben.
Und kann das ein Veganer mit seinem Gewissen vereinbaren wenn das seine Freundin tut?
Sicherlich eine etwas komische Frage. Aber mich interessiert die Antwort von anderen Veganern wirkllich.“
Man könnte hier noch hunderte Beispiele bringen, interessanter weise gipfelt das vegane Gutmenschentum letztenendes wieder in Tierquälerei, wie die Threads „vegane Katzennahrung“ und „Vegane Hunde und Katzen“ beweisen (huhu… RAUBTIER!!!!! Schon mal gehört?!?)
Manches ist aber beim besten Willen nur noch als bekloppt und gefährlich zu bezeichnen. Unvernünftig OHNE ENDE! Beispielsweise folgender Beitrag von Kostas:
„Hallo, mein Freund der Alex,will uns überzeugen Veganer zu werden. Eigentlich hört sich ja alles sehr vernünftig an was er sagt. Aber er ist so ein 1000%. Wir haben seit zwei Wochen ein super schnuckliges Baby. Darf das als Veganer dann weiter Muttermilch trinken? Er verneint dies mit dem Hinweis es gäbe schon tolle sojaprodukte. Was meint die Veganergemeinde dazu?
Ist alles so streng zu sehen?“
… ohne Worte! Wir leben in einer Gesellschaft, die solchen Leuten das Sorgerecht zuerkennt! Traurig!
Als ich mich so durch das Forum klickte, wurde mir immer klarer, dass es Leute in diesem Land gibt, die einen noch größeren Sockenschuß haben als ich. Ich werde das bei Gelegenheit mal meiner Schwester zeigen, wenn sie wieder an meinem Verstand zweifelt. Aber egal, eigentlich wollte ich euch ja nur ein kleines Liedchen verlinken, was nach diesem Schmonz da oben nun doch wieder perfekt passt. Naja, man könnte es sogar als Stimmungserheller nach all dem Enthaltsamkeitsbimbam bezeichnen:
Mittwoch, 28.07.2010
WOMAN
(Wolfmother)
Moinsen! Jaja, die Eva. Irgendwie wirkt es aber inspirierend was die Schachtel da verzapft, denn: Führt es uns denn nicht in einen kurzen Moment der Besinnung? Erinnern wir uns bei ihren moralischen Schwällen nicht wehmütig an "damals", an "früher", wo es "sowas nicht gegeben hätte"; an die "gute, alte Zeit"?!? Alle unter 23 Jahren Lebensalter können das ja gar nicht nachvollziehen, WIR, wir haben schließlich noch "Raider" gegessen und Pluto als Planeten kennen gelernt. Wir haben noch handyfrei unsere Grundschule überstanden (manche sogar das Abi *hüstel*). Das könnt ihr Rotzlöffel euch ja gar nicht mehr vorstellen! Jedenfalls sollten wir das ganze Brimborium mal zum Anlaß nehmen, uns der "guten, alten Zeit" zurück zu erinnern, in der Eva H. noch hinterm Herd versauert wäre, anstatt ihre artikulative Gesellschaftsdiarrhö in die Medienlandschaft zu befördern. Damals hätte sie zwischen Bügelbrett, Staubsauger (Dabei fäält mir ein: "Es saugt und bläast der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann!") und Kohlenkeller nichtmal ansatzweise die Zeit gehabt. Geschweige denn die nötige schriftliche Erlaubnis ihres Göttergatten. Wie war das damals eigentlich?? Nun, ich habe da mal was vorbereitet.
Damals lag das Konzept des "Scönsaufens" noch in einer Hand. Nicht zu empfehlen war da natürlich, dies im Straßenverkehr zu tun. Überhaupt...:
*lol* Sicherheitsgurt... *lol*!
Jaja, so lief das damals, als das Truamland der Eva noch existierte. Aber war ja auch gesellschaftlicher Konsens, damals:
Und dann kamen da, nach diesem güldenen Zeitalter, irgendwann die Hippies und machten den Traum vom Patriarchat kaputt. Wo uns das dann noch hinführen wird, erklärt uns die Erlöserin am Besten selbst:
Moinsen! Jaja, die Eva. Irgendwie wirkt es aber inspirierend was die Schachtel da verzapft, denn: Führt es uns denn nicht in einen kurzen Moment der Besinnung? Erinnern wir uns bei ihren moralischen Schwällen nicht wehmütig an "damals", an "früher", wo es "sowas nicht gegeben hätte"; an die "gute, alte Zeit"?!? Alle unter 23 Jahren Lebensalter können das ja gar nicht nachvollziehen, WIR, wir haben schließlich noch "Raider" gegessen und Pluto als Planeten kennen gelernt. Wir haben noch handyfrei unsere Grundschule überstanden (manche sogar das Abi *hüstel*). Das könnt ihr Rotzlöffel euch ja gar nicht mehr vorstellen! Jedenfalls sollten wir das ganze Brimborium mal zum Anlaß nehmen, uns der "guten, alten Zeit" zurück zu erinnern, in der Eva H. noch hinterm Herd versauert wäre, anstatt ihre artikulative Gesellschaftsdiarrhö in die Medienlandschaft zu befördern. Damals hätte sie zwischen Bügelbrett, Staubsauger (Dabei fäält mir ein: "Es saugt und bläast der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann!") und Kohlenkeller nichtmal ansatzweise die Zeit gehabt. Geschweige denn die nötige schriftliche Erlaubnis ihres Göttergatten. Wie war das damals eigentlich?? Nun, ich habe da mal was vorbereitet.
Damals lag das Konzept des "Scönsaufens" noch in einer Hand. Nicht zu empfehlen war da natürlich, dies im Straßenverkehr zu tun. Überhaupt...:
*lol* Sicherheitsgurt... *lol*!
Jaja, so lief das damals, als das Truamland der Eva noch existierte. Aber war ja auch gesellschaftlicher Konsens, damals:
Und dann kamen da, nach diesem güldenen Zeitalter, irgendwann die Hippies und machten den Traum vom Patriarchat kaputt. Wo uns das dann noch hinführen wird, erklärt uns die Erlöserin am Besten selbst:
Montag, 26.07.2010
INQUISITION SYMPHONY
(Apocalyptica)
Neulich auf dem Obersalzberg: „ÄÄÄHHHHHFFFFA!!!! Schraiiibst do mal ainähn Arrrrrrtäkäl, där den Sittänverrrrfahl röööögorooooohs anprrrangärt und Wärrrte ins Bähwußtsain dähr Mänschän zoröckrohft!?! Am Bästän do schäbst die Scholt wiedär dän Häppähs än dä Schuhääää!!!!“
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/sex-und-drogenorgie-loveparade-zahlreiche-tote-bei-sodom-und-gomorrha-in-duisburg.html
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/grosse-resonanz-auf-loveparade-artikel.html
Für den Inhalt der Links ist alleine die Auteuse verantwortlich. Ich distanziere mich ausdrücklich von diesem Blödsinn!
Wenn man bedenkt, dass die Frau mal die Woch… äh Tagesschau transportiert hat, wird einem ja übel. Es ist schon sehr zynisch, wie die mit dem Love-Parade-Unglück umgeht. Und alles unter dem Deckmantel der „Schöpfung“ und der „Werte“! Wenn ich dieses Pamphlet lese, kann ich nur konstatieren: „WERTE AM ARSCH!“, denn wer sich so menschenverachtend zu 19 Todesopfern äußert, dem sind selbst die grundlegendsten, gesellschaftlichen Orientierungspunkte abhanden gekommen. Da hilfts dann auch nix, sich hinter christlichen Floskeln und der „Schöpfung“ zu verstecken, das machts nur noch schlimmer. Der Frau fehlt einfach jeder Respekt, auch dieses gezwungen dahergeholperte Bedauern, was vordergründig die gruseligsten Weltbilder verdecken soll ist beim Lesen der nächsten zwei Sätze doch schon wieder als Charade entlarvt. Schauen wir uns die Argumentationsstruktur doch mal aus der Perspektive eines religiös verwirrten Pseudofundamentalisten etwas näher an.
Loveparade ist also „böse“. Warum? Naja, weil wegen Sex, Alkohol und so. Und überhaupt sind viele Raver auch noch „vollgekifft“. Hallo, geht`s noch?!? Wer sagt denn heute noch „vollgekifft“??? Werte Frau Reichsmoralapostel, bei der Drogenjugend heißt das heute „stoned“ oder „breit“ (wenn sie Anglizismen vermeiden wollen… elende Feindsprache). Von mir aus sagen sie auch „high“, das ist der ewige Klassiker unter den Drogenbegriffen, aber bitte nicht „vollgekifft“. Außerdem: In was für einer Welt leben Sie denn? Einer Welt in der Raver kiffen? Gibt’s da auch rosa Elefanten auf Mopeds, die zum Friseur fliegen? Man merkt, dass Sie sich mit der Materie beschäftigt haben… . Also bitte, etwas mehr Recherche würde Ihnen gut tun! OK, also: Love Parade böse! Warum? Achso, hatten wir ja schon. Das hängt mit den ganzen Bekifften Alkis zusammen, die sich vorm Mischpult unkontrolliert paaren.
Aber, und das ist meistens die wichtigste aller Fragen, wer trägt die Schuld? Und vor allem: Woran eigentlich? Wer ist schnell geklärt: Das sind die bösen Achtundsechziger. Folgt man der Ähhfa und ihrem verschwurbelten Weltbild, ist das sogar logisch, denn die waren ja auch dauernd „vollgekifft“, als sie sich volltrunken gegenseitig besprungen haben und die gesellschaftliche Gesamtmoral quasi kollektiv hinwegvögelten. Zumindest vermutet das die Frau H.. Die „Werte“ und die „Moral“ gingen dabei flöten. Was blieb, war so Satanswerk wie „Gleichberechtigung“ und „Toleranz“. Ganz zu schweigen von „Atheismus“… igitt! Und weil damals die Normen umgekrämpelt wurden, hat sich die Jugend von Heute total vollgekifft der alkoholisierten Techno-Orgie ergeben, was ja nur in der Katastrophe enden konnte.
Wir lernen also: Schuld an der Tragödie vom Sonnabend sind die Hippies. Gibt’s bei Frau H. eigentlich auch noch andere Schuldige als die Hippies? Die Hippies haben ja schon die Mutterrolle zerstört und ihr eine karrieregeile Geburtsverweigerin entgegen gesetzt. Wenn diese dann doch mal ein Kind bekommt, verwahrlost dieses werktags komplett unterversorgt am geistigen Existenzminimum in einem antiautoritären Erziehungssystem, in welchem der kein moralisch integerer Religionslehrer mehr den heiligen Rohrstock schwingen darf. Und überhaupt hat uns die Eva ja auch gelehrt, dass die göttlich gewollte Rollenverteilung durch sie ausgehebelt wurde, durch diese Hippies! Stand Frau früher noch halbtags am Herd um den Rest der Zeit die Bude zu wienern, wird sie heute förmlich an den Arbeitsplatz gezerrt, egal wie sehr es ihr auch widerstreben mag. Von wem? Vom Hippie natürlich! (Man stelle sich das mal vor, wie so ein batikgetränkter Rastamann früh die Finanzdirektorin gegen deren Willen im Büro abliefert… vor allem „früh“ *lol*)! Aber alles das hat uns die Eva schon gelehrt. Und jetzt eben noch, dass die Hippies für die Love-Parade verantwortlich sind. Viel mehr noch, für das Unglück, das 19 Menschen das Leben kostete. Niveaulosere Publicity kann man meiner Meinung nach nicht erHASCHen. Aber man sollte der Frau ja auch nicht allzu unrecht tun, schließlich hat sie ja einen „Traum“. Ich zitiere mal:
„Ich habe nämlich einen Traum:
Den Traum eines Landes mit glücklichen Menschen, ohne Drogen, ohne übermäßigen Alkohol, ohne eine sexualisierte Gesellschaft, sondern eines Landes, in dem Menschen leben, denen Verlässlichkeit und gegenseitiger Respekt wichtig sind. Wünschenswert wäre ein Land, in dem die Menschen sich füreinander verantwortlich fühlen, ein Land, in welchem Politiker nicht mehr die Unwahrheit sagen dürfen, ein Land mit Medien, die wahr berichten. Ein Land mit geistiger Freiheit und Hilfe sowie Liebe für den Nächsten.“
… und die will uns was von „vollgekifft“ erzählen! Das, was die nimmt, gibt’s nur auf Rezept! Jedenfalls finde ich nach all diesen absurden Theorien über gesamtgesellschaftliche Hippie-Komplotte, die „Sodom und Gomorrha“ herbeigeführt haben die Schlussbemerkung noch mal sehr erstaunlich. Denn da ist die Rede davon, dass „ganz andere Mächte“ eingegriffen haben könnten um dem „schamlosen Treiben“ ein Ende zu setzen. Hmm… die Borg? Wohl kaum, die hat Picard ja besiegt. Ich glaube, und das ist nur eine Vermutung, die Frau will auf Gott hinaus. Ich sehe schon die nächste BLÖD – Schlagzeile:
„Loveparade-Katastrophe: GOTT entlastet Hippies! Untertitel: Eva H.: HILFE, sie wollten mich emanzipieren!!“
Neulich auf dem Obersalzberg: „ÄÄÄHHHHHFFFFA!!!! Schraiiibst do mal ainähn Arrrrrrtäkäl, där den Sittänverrrrfahl röööögorooooohs anprrrangärt und Wärrrte ins Bähwußtsain dähr Mänschän zoröckrohft!?! Am Bästän do schäbst die Scholt wiedär dän Häppähs än dä Schuhääää!!!!“
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/sex-und-drogenorgie-loveparade-zahlreiche-tote-bei-sodom-und-gomorrha-in-duisburg.html
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/grosse-resonanz-auf-loveparade-artikel.html
Für den Inhalt der Links ist alleine die Auteuse verantwortlich. Ich distanziere mich ausdrücklich von diesem Blödsinn!
Wenn man bedenkt, dass die Frau mal die Woch… äh Tagesschau transportiert hat, wird einem ja übel. Es ist schon sehr zynisch, wie die mit dem Love-Parade-Unglück umgeht. Und alles unter dem Deckmantel der „Schöpfung“ und der „Werte“! Wenn ich dieses Pamphlet lese, kann ich nur konstatieren: „WERTE AM ARSCH!“, denn wer sich so menschenverachtend zu 19 Todesopfern äußert, dem sind selbst die grundlegendsten, gesellschaftlichen Orientierungspunkte abhanden gekommen. Da hilfts dann auch nix, sich hinter christlichen Floskeln und der „Schöpfung“ zu verstecken, das machts nur noch schlimmer. Der Frau fehlt einfach jeder Respekt, auch dieses gezwungen dahergeholperte Bedauern, was vordergründig die gruseligsten Weltbilder verdecken soll ist beim Lesen der nächsten zwei Sätze doch schon wieder als Charade entlarvt. Schauen wir uns die Argumentationsstruktur doch mal aus der Perspektive eines religiös verwirrten Pseudofundamentalisten etwas näher an.
Loveparade ist also „böse“. Warum? Naja, weil wegen Sex, Alkohol und so. Und überhaupt sind viele Raver auch noch „vollgekifft“. Hallo, geht`s noch?!? Wer sagt denn heute noch „vollgekifft“??? Werte Frau Reichsmoralapostel, bei der Drogenjugend heißt das heute „stoned“ oder „breit“ (wenn sie Anglizismen vermeiden wollen… elende Feindsprache). Von mir aus sagen sie auch „high“, das ist der ewige Klassiker unter den Drogenbegriffen, aber bitte nicht „vollgekifft“. Außerdem: In was für einer Welt leben Sie denn? Einer Welt in der Raver kiffen? Gibt’s da auch rosa Elefanten auf Mopeds, die zum Friseur fliegen? Man merkt, dass Sie sich mit der Materie beschäftigt haben… . Also bitte, etwas mehr Recherche würde Ihnen gut tun! OK, also: Love Parade böse! Warum? Achso, hatten wir ja schon. Das hängt mit den ganzen Bekifften Alkis zusammen, die sich vorm Mischpult unkontrolliert paaren.
Aber, und das ist meistens die wichtigste aller Fragen, wer trägt die Schuld? Und vor allem: Woran eigentlich? Wer ist schnell geklärt: Das sind die bösen Achtundsechziger. Folgt man der Ähhfa und ihrem verschwurbelten Weltbild, ist das sogar logisch, denn die waren ja auch dauernd „vollgekifft“, als sie sich volltrunken gegenseitig besprungen haben und die gesellschaftliche Gesamtmoral quasi kollektiv hinwegvögelten. Zumindest vermutet das die Frau H.. Die „Werte“ und die „Moral“ gingen dabei flöten. Was blieb, war so Satanswerk wie „Gleichberechtigung“ und „Toleranz“. Ganz zu schweigen von „Atheismus“… igitt! Und weil damals die Normen umgekrämpelt wurden, hat sich die Jugend von Heute total vollgekifft der alkoholisierten Techno-Orgie ergeben, was ja nur in der Katastrophe enden konnte.
Wir lernen also: Schuld an der Tragödie vom Sonnabend sind die Hippies. Gibt’s bei Frau H. eigentlich auch noch andere Schuldige als die Hippies? Die Hippies haben ja schon die Mutterrolle zerstört und ihr eine karrieregeile Geburtsverweigerin entgegen gesetzt. Wenn diese dann doch mal ein Kind bekommt, verwahrlost dieses werktags komplett unterversorgt am geistigen Existenzminimum in einem antiautoritären Erziehungssystem, in welchem der kein moralisch integerer Religionslehrer mehr den heiligen Rohrstock schwingen darf. Und überhaupt hat uns die Eva ja auch gelehrt, dass die göttlich gewollte Rollenverteilung durch sie ausgehebelt wurde, durch diese Hippies! Stand Frau früher noch halbtags am Herd um den Rest der Zeit die Bude zu wienern, wird sie heute förmlich an den Arbeitsplatz gezerrt, egal wie sehr es ihr auch widerstreben mag. Von wem? Vom Hippie natürlich! (Man stelle sich das mal vor, wie so ein batikgetränkter Rastamann früh die Finanzdirektorin gegen deren Willen im Büro abliefert… vor allem „früh“ *lol*)! Aber alles das hat uns die Eva schon gelehrt. Und jetzt eben noch, dass die Hippies für die Love-Parade verantwortlich sind. Viel mehr noch, für das Unglück, das 19 Menschen das Leben kostete. Niveaulosere Publicity kann man meiner Meinung nach nicht erHASCHen. Aber man sollte der Frau ja auch nicht allzu unrecht tun, schließlich hat sie ja einen „Traum“. Ich zitiere mal:
„Ich habe nämlich einen Traum:
Den Traum eines Landes mit glücklichen Menschen, ohne Drogen, ohne übermäßigen Alkohol, ohne eine sexualisierte Gesellschaft, sondern eines Landes, in dem Menschen leben, denen Verlässlichkeit und gegenseitiger Respekt wichtig sind. Wünschenswert wäre ein Land, in dem die Menschen sich füreinander verantwortlich fühlen, ein Land, in welchem Politiker nicht mehr die Unwahrheit sagen dürfen, ein Land mit Medien, die wahr berichten. Ein Land mit geistiger Freiheit und Hilfe sowie Liebe für den Nächsten.“
… und die will uns was von „vollgekifft“ erzählen! Das, was die nimmt, gibt’s nur auf Rezept! Jedenfalls finde ich nach all diesen absurden Theorien über gesamtgesellschaftliche Hippie-Komplotte, die „Sodom und Gomorrha“ herbeigeführt haben die Schlussbemerkung noch mal sehr erstaunlich. Denn da ist die Rede davon, dass „ganz andere Mächte“ eingegriffen haben könnten um dem „schamlosen Treiben“ ein Ende zu setzen. Hmm… die Borg? Wohl kaum, die hat Picard ja besiegt. Ich glaube, und das ist nur eine Vermutung, die Frau will auf Gott hinaus. Ich sehe schon die nächste BLÖD – Schlagzeile:
„Loveparade-Katastrophe: GOTT entlastet Hippies! Untertitel: Eva H.: HILFE, sie wollten mich emanzipieren!!“
Dienstag, 20.07.2010
JUST... BREATHLESS
... da stand nur so ein Typ mit nem MacBook auf der Bühne... nur so ein unspektakulärer Typ mit nem MacBook! Und das Ergebnis ist schlicht großartig!
Sonntag, 11.07.2010
KICK OUT THE JAMS
(Pearl Jam + X)
So, ich gebs ja zu: Nach Berlin war die Luft raus! Tour vorbei und diese typische Mischung aus „WIE GEIL WAR DAS DENN?!?!?“ Und „Schade, wer weiß, wann die Jungs wieder kommen!“ macht sich breit. Dem zufolge war dann auch die Motivation (und urlaubsbedingt auch die Zeit) für dezidiertes Weiterverfolgen der Tour hier im Blog nicht mehr so ganz da. Außerdem gabs dann auch noch das „Problem“, dass alles, was nach Berlin kam nur noch Festivalauftritte waren, keine Headliner-Shows mehr. Davon gabs ja mit Dublin, Belfast und Berlin leider nur drei dieses Jahr. Lediglich drei Mal volles Setlist-Programm und acht Festivals. Aber wir wollen nicht meckern, mit Nijmegen und Berlin hatte ich wieder zwei absolute Schmankerl besucht und ein kleines, wenn auch weinendes Auge blieb nur bei Venedig und Oreias zurück. Die beiden Sets hätte ich gern noch mitgenommen. Auf was ich auch in Zukunft verzcihten werde, sind Shows in Polen. Nicht nur, dass die Typen „auswärts“ immer ein gewisses Nervpotential entfalten, auf ihrer eigenen Show benahm man sich dann auch gleich derart daneben, dass Eddie einschreiten musste. Nee, das muß ich mir nicht antun. Jedenfalls hier die Zusammenfassung der anderen Festivals:
01.07.2010 Gdyna, Polen (Heineken Opener’ Festival)
Set List:
Interstellar Overdrive
Corduroy
Do The Evolution
Hail, Hail
Got Some
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Amongst The Waves
Unthought Known
Even Flow
Just Breathe
Daughter/Another break in the wall
Given To Fly
Arms Aloft
Why Go
Jeremy
Rearviewmirror
1st encore:
The Fixer
Better Man
Black
Alive
RITFW
Nach Berlin konnte man erwartungsgemäß keine Steigerung verzeichnen. Solides Festival-Set mit „Hail, Hail“, dem großartigen „Amongst the Waves“ und „Arms Aloft“ als Highlights.
03.07.2010 Arras, Frankreich (Main Square Festival)
Main Set:
Unthought Known
Got Some
Given to fly
State of Love and Trust
Corduroy
Even Flow
Just Breathe
Of The Earth
Elderly Woman Behind The Counter in a Small Town
Porch
Encore 1:
Red Mosquito with Ben Harper
Jeremy
Black
The Fixer
Alive
Baba O'Reilly
Yellow Ledbetter
Mit 17 Songs recht kurz greaten. “Unthought Known” als Opener stelle ich mir großartig vor. Ansonsten starke Songauswahl, „Of the Earth“ hätte ich ebenso wie „RED MOSQUITO“ dieses Jahr ebenfalls gern gehabt… aber was solls, so bin ich förmlich gezwungen, weiter zu touren! ;-) Ach ja: Baba is back! :-D
04.07.2010 Werchter – Festival, Belgien
Main Set:
Public Image
Do The Evolution
Corduroy
The Fixer
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Severed Hand
Amongst The Waves
Even Flow
Arms Aloft (Joe Strummer & The Mescaleros)
Unthought Known
Porch
Encore 1:
Of The Earth
Got Some
Given To Fly
Just Breathe
Rearviewmirror
Encore 2:
Comatose
Why Go
Alive
Kick Out The Jams (with Dave Grohl & Alain Johannes)
Schönes Set, eingeleitet von “Public Image Limited”, nach der Weltpremiere in Berlin scheint man ein wenig daran festhalten zu woollen. Ansonsten Festival-Songs mit schmucken Highlights. Der Closer ist natürlich beneidenswert, insbesondere, wenn man die Foo Fighters und QOTSA liebt.
06.07.2010 Venedig, Italien (Heineken Jammin Festival)
Main Set:
Given to Fly
Interstellar Overdrive
Corduroy
World Wide Suicide
The Fixer
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Breath
MFC
Even Flow
Present Tense
Do the Evolution
Unthought Known
Porch
1st Encore
Red Mosquito (with Ben Harper)
Just Breathe
State of Love and Trust
Arms Aloft
Jeremy
2nd Encore
Got Some
Once
Black
Public Image
Alive
Keep on Rockin' with GOMEZ, GOSSIP, SKUNK ANANSIE, BEN HARPER & THE RELENTLESS 7 on Stage)
Wiedergutmachung für das ausgefallene Konzi von 2007, als der Auftritt, wie auch Boom Hammond-Orgel vom Winde verweht wurden. Tolles Set, „Red Mosquito“ wieder dabei, „MFC“ ist ohnehin Sahne und mein gutes, altes, großartiges „Present Tense“ gibt sich auch wieder mal die Ehre. Der Schlußjam zu RITFW war wohl einzigartig!
09.07.2010 Bilbao, Spanien (BBK Live Festival)
Main Set:
Do the Evolution
Corduroy
Hail Hail
Why Go
The Fixer
Dissident
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Unthought Known
Even Flow
Arms Aloft
Given to Fly
Comatose
Porch
Encore 1
Got Some
Amongst the Waves
Black
Rearviewmirror
Encore 2
Just Breathe
Daughter
Alive
Schönes, stimmiges 20er-Set wie ich finde. „Porch“ als Main-Set-Closer scheint auf den Festivals schon fast gesetzt zu sein. Ansonsten genau das, was für mich die Festivals 2010 ausmachte: Anfangs ordentlich auf die Nuss, danach ein paar schöne Sing-Alongs und Überraschungen eingestreut. Wenn man, wie ich, das Glück hatte, in Nijmegen dabei zu sein, konnte da solche Brummer-Versionen von „In My Tree“ oder ein „Jeremy“ bei rumkommen.
10.07.2010 Oeiras, Portugal (Optimus Alive Festival)
Main Set:
Release
Elderly Woman Behind the Counter In a Small Town
Animal
Given To Fly
In Hiding
Unthought Known
Nothingman
Daughter
Even Flow
Just Breathe
Wishlist
Black
Glorified G
Why Go
Encore 1:
The End
Portugal Improv.
Public Image
The Fixer
Wasted Reprise
Better Man
Encore 2:
Smile
Once
Alive
Yellow Ledbetter
Für mich ohne Frage die beste Setlist der diesjährigen Festivals und ein wahrhaft würdiges „Auf Wiedersehen“ an den Kontinent. „Smile“ war ja zu erwarten auf dem letzten Konzi, „Noghingman“, „Wishlist“, „Glorified G“ und das epochale „Once“ auf Festivals eher nicht. Sehr schönes Set, wäre ich gerne dabei gewesen. (Ach ja: „RELEASE“ KOMMT IMMER BEI DEN FALSCHEN KONZERTEN! Aber ich geb`s nich auf… bei der nächsten Tour, da wird ich’s hören! Versprochen! Bis dahin frisst mich der Neid halt auf, wenn ich so ne Setlist lese!
Personal New Song Index:
Oeiras: 2
Bilbao: 2
Venice: 2
Werchter: 3
Arras: 2
Gdyna: 2
BERLIN: 10
NIJMEGEN: 4
London: 7
Belfast: 8
Dublin: 8
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
So, ich gebs ja zu: Nach Berlin war die Luft raus! Tour vorbei und diese typische Mischung aus „WIE GEIL WAR DAS DENN?!?!?“ Und „Schade, wer weiß, wann die Jungs wieder kommen!“ macht sich breit. Dem zufolge war dann auch die Motivation (und urlaubsbedingt auch die Zeit) für dezidiertes Weiterverfolgen der Tour hier im Blog nicht mehr so ganz da. Außerdem gabs dann auch noch das „Problem“, dass alles, was nach Berlin kam nur noch Festivalauftritte waren, keine Headliner-Shows mehr. Davon gabs ja mit Dublin, Belfast und Berlin leider nur drei dieses Jahr. Lediglich drei Mal volles Setlist-Programm und acht Festivals. Aber wir wollen nicht meckern, mit Nijmegen und Berlin hatte ich wieder zwei absolute Schmankerl besucht und ein kleines, wenn auch weinendes Auge blieb nur bei Venedig und Oreias zurück. Die beiden Sets hätte ich gern noch mitgenommen. Auf was ich auch in Zukunft verzcihten werde, sind Shows in Polen. Nicht nur, dass die Typen „auswärts“ immer ein gewisses Nervpotential entfalten, auf ihrer eigenen Show benahm man sich dann auch gleich derart daneben, dass Eddie einschreiten musste. Nee, das muß ich mir nicht antun. Jedenfalls hier die Zusammenfassung der anderen Festivals:
01.07.2010 Gdyna, Polen (Heineken Opener’ Festival)
Set List:
Interstellar Overdrive
Corduroy
Do The Evolution
Hail, Hail
Got Some
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Amongst The Waves
Unthought Known
Even Flow
Just Breathe
Daughter/Another break in the wall
Given To Fly
Arms Aloft
Why Go
Jeremy
Rearviewmirror
1st encore:
The Fixer
Better Man
Black
Alive
RITFW
Nach Berlin konnte man erwartungsgemäß keine Steigerung verzeichnen. Solides Festival-Set mit „Hail, Hail“, dem großartigen „Amongst the Waves“ und „Arms Aloft“ als Highlights.
03.07.2010 Arras, Frankreich (Main Square Festival)
Main Set:
Unthought Known
Got Some
Given to fly
State of Love and Trust
Corduroy
Even Flow
Just Breathe
Of The Earth
Elderly Woman Behind The Counter in a Small Town
Porch
Encore 1:
Red Mosquito with Ben Harper
Jeremy
Black
The Fixer
Alive
Baba O'Reilly
Yellow Ledbetter
Mit 17 Songs recht kurz greaten. “Unthought Known” als Opener stelle ich mir großartig vor. Ansonsten starke Songauswahl, „Of the Earth“ hätte ich ebenso wie „RED MOSQUITO“ dieses Jahr ebenfalls gern gehabt… aber was solls, so bin ich förmlich gezwungen, weiter zu touren! ;-) Ach ja: Baba is back! :-D
04.07.2010 Werchter – Festival, Belgien
Main Set:
Public Image
Do The Evolution
Corduroy
The Fixer
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Severed Hand
Amongst The Waves
Even Flow
Arms Aloft (Joe Strummer & The Mescaleros)
Unthought Known
Porch
Encore 1:
Of The Earth
Got Some
Given To Fly
Just Breathe
Rearviewmirror
Encore 2:
Comatose
Why Go
Alive
Kick Out The Jams (with Dave Grohl & Alain Johannes)
Schönes Set, eingeleitet von “Public Image Limited”, nach der Weltpremiere in Berlin scheint man ein wenig daran festhalten zu woollen. Ansonsten Festival-Songs mit schmucken Highlights. Der Closer ist natürlich beneidenswert, insbesondere, wenn man die Foo Fighters und QOTSA liebt.
06.07.2010 Venedig, Italien (Heineken Jammin Festival)
Main Set:
Given to Fly
Interstellar Overdrive
Corduroy
World Wide Suicide
The Fixer
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Breath
MFC
Even Flow
Present Tense
Do the Evolution
Unthought Known
Porch
1st Encore
Red Mosquito (with Ben Harper)
Just Breathe
State of Love and Trust
Arms Aloft
Jeremy
2nd Encore
Got Some
Once
Black
Public Image
Alive
Keep on Rockin' with GOMEZ, GOSSIP, SKUNK ANANSIE, BEN HARPER & THE RELENTLESS 7 on Stage)
Wiedergutmachung für das ausgefallene Konzi von 2007, als der Auftritt, wie auch Boom Hammond-Orgel vom Winde verweht wurden. Tolles Set, „Red Mosquito“ wieder dabei, „MFC“ ist ohnehin Sahne und mein gutes, altes, großartiges „Present Tense“ gibt sich auch wieder mal die Ehre. Der Schlußjam zu RITFW war wohl einzigartig!
09.07.2010 Bilbao, Spanien (BBK Live Festival)
Main Set:
Do the Evolution
Corduroy
Hail Hail
Why Go
The Fixer
Dissident
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Unthought Known
Even Flow
Arms Aloft
Given to Fly
Comatose
Porch
Encore 1
Got Some
Amongst the Waves
Black
Rearviewmirror
Encore 2
Just Breathe
Daughter
Alive
Schönes, stimmiges 20er-Set wie ich finde. „Porch“ als Main-Set-Closer scheint auf den Festivals schon fast gesetzt zu sein. Ansonsten genau das, was für mich die Festivals 2010 ausmachte: Anfangs ordentlich auf die Nuss, danach ein paar schöne Sing-Alongs und Überraschungen eingestreut. Wenn man, wie ich, das Glück hatte, in Nijmegen dabei zu sein, konnte da solche Brummer-Versionen von „In My Tree“ oder ein „Jeremy“ bei rumkommen.
10.07.2010 Oeiras, Portugal (Optimus Alive Festival)
Main Set:
Release
Elderly Woman Behind the Counter In a Small Town
Animal
Given To Fly
In Hiding
Unthought Known
Nothingman
Daughter
Even Flow
Just Breathe
Wishlist
Black
Glorified G
Why Go
Encore 1:
The End
Portugal Improv.
Public Image
The Fixer
Wasted Reprise
Better Man
Encore 2:
Smile
Once
Alive
Yellow Ledbetter
Für mich ohne Frage die beste Setlist der diesjährigen Festivals und ein wahrhaft würdiges „Auf Wiedersehen“ an den Kontinent. „Smile“ war ja zu erwarten auf dem letzten Konzi, „Noghingman“, „Wishlist“, „Glorified G“ und das epochale „Once“ auf Festivals eher nicht. Sehr schönes Set, wäre ich gerne dabei gewesen. (Ach ja: „RELEASE“ KOMMT IMMER BEI DEN FALSCHEN KONZERTEN! Aber ich geb`s nich auf… bei der nächsten Tour, da wird ich’s hören! Versprochen! Bis dahin frisst mich der Neid halt auf, wenn ich so ne Setlist lese!
Personal New Song Index:
Oeiras: 2
Bilbao: 2
Venice: 2
Werchter: 3
Arras: 2
Gdyna: 2
BERLIN: 10
NIJMEGEN: 4
London: 7
Belfast: 8
Dublin: 8
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Dienstag, 06.07.2010
PUSH ME, PULL ME - Pearl Jam in der Wuhlheide Berlin, 30.06.2010
(Pearl Jam)
Was bisher geschah:
Nach einer veritabel langen Anreise durfte ich in Nijmegen eine weitere, außerordentliche Pearl Jam Show erleben. Ein Festivalset von 19 knackigen Nummern, mit dem wunderbaren „In My Tree“ und „Jeremy“ als absolute i-Tüpfelchen. Von Nijmegen aus machte ich mich zunächst auf in Richtung Maastricht. Als sich das als ziemlich dämliche Idee heraus stellte (Gott sei Dank nach wenigen Kilometern), fand ich nur deshalb auf den rechten Weg zurück, um mich in Dortmund gleich wieder heillos zu verfransen. Vom Schutzmann bekam ich sodann den rechten Weg gewiesen, sodaß ich am nächsten Tag meine Schwester im fernen Jena einsammeln und der Hauptstadt entgegen streben konnte. Da warteten sie wieder, die Jungs! Nach 2006 und 2009 blühte uns der dritte Pearl – Jam – Abend in der großartigen Wuhlheide. Und genau davon, soll euch folgendes Blögchen berichten!
Wir kamen bereits am Dienstag, also dem Tag vor DEM Tag, in good old Berlin an. Es ist immer wieder schön in diese Stadt zurück zu kommen. Sogar ganz unabhängig von Pearl Jam, Berlin ROCKT! Jedenfalls checkten wir ordnungsgemäß im „Ostel“ ein und relaxten ein wenig auf den FDGB-Gedächtnispritschen, bevor uns das Fußballfieber packte. Spanien : Portugal stand auf der Speisekarte und das wollten wir nicht verpassen. Und so landeten wir nach 20 Minuten Fußmarsch in einer Eckkneipe in Kreuzberg. Sehr… nennen wir es mal „urig“ dieses Erlebnis, aber mindestens genauso charmant! Das Schultheiß schmeckte und die Spanier beförderten diesen unsäglichen Christiano Ronaldo standesgemäß aus dem Turnier. Fein! Letzten Endes ging es also gut gelaunt zurück ins Pionierlager, dem Event entgegen schlafen.
30.06.2010
Aufgewacht, Frühstück genossen und dann noch ein wenig auf dem Zimmer rumgehangen. So gegen 12 dann endlich ins „Get Right“-Shirt geschlüpft und direkt zum benachbarten Ostbahnhof gepilgert, wo wir dann eifrig in die S3 sprangen um der Wuhlheide entgegen zu streben. Einfach göttlich, diese langsame Spannungsaufbau… diese sich steigernde Vorfreude. Als wir dann letztendlich ausstiegen, waren wir irgendwie beruhigt, dass wir nicht die einzigen Bekloppten waren, die trotz Fan-Club-Karten und somit garantiertem Early Entry (was diesmal sogar funktionierte) bereits 6 Stunden vor Konzertbeginn am Veranstaltungsort ankamen.

Wir durchschritten also im angenehmen Schatten der Bäume den Allee-Pfad zur Wuhlheide und setzten uns, als wir vorm 10c-Eingang angekommen waren, erst einmal auf die Wiese zwischen all die anderen Nerds. Es herrschte wieder die gewohnt dösige Vorkonzert – Atmosphäre, die ich auf meinen ausufernden Reisen durch die Konzerthallen dieser Republik (*lol* klingt geil, was?!?) bislang bei keiner anderen Band erlebt habe. Da saß man im Schatten, trank Berliner Kindl, alberte rum oder nagte an einer Bratwurst, während der Einlass mit jeder verchillten Minute näher rückte. Einziger Aufreger war, als der 10c-Ticket-Schalter endlich seine Pforten öffnete und wir unsere Karten nebst Bändchen in Empfang nehmen durften. Das hieß ein halbes Stündchen anstehen, Ausweis vorzeigen und dann ab mit dem Bändel ans seit 10 Monaten so unsäglich verwaiste Handgelenk! Komm zu Papa, du Pass ins Paradies! Danach gings zurück auf die Wiese, Schrippen essen und relaxen.

Ab und an ein bekanntes Forumsgesicht oder eine der „Legenden“ der vergangenen Konzerte begrüßen. Zum Beispiel waren sowohl der extrem nervtötende Pole von letztem Jahr und der beknackte Neuseeländer da, der mit Perücke und Landesfahne 2007, im Wildschiffen gestört, panisch vor dem Ordnungsamt am ISS-Dome in Düsseldorf flüchtete. Pearl Jam Konzerte sind aus dieser Sichtweise betrachtet schon so was Ähnliches wie kleine Familientreffen: Sowohl der coole Schwippschwager als auch die unausstehliche Tante sind anwesend. Trotzdem schmunzelt man danach über beide gleicher Maßen und ist irgendwie froh, sie wieder einmal gesehen zu haben. Irgendwann gegen 16 Uhr betraten wir dann das Gelände. Die Security fummelte uns diesmal nur oberflächlich nach Schusswaffen ab und warteten neben der Bühne auf den endgültigen Einlaß, während nebenan noch der Soundcheck tobte. So kamen wir dann auch in den Genuß von „Love Boat Captain“, der wider Erwarten nicht in der Setlist auftauchte. Als es endlich rein ging, stürmten wir zunächst auf die Tribüne um festzustellen, dass es diesmal überhaupt keinen FOS gab. Nicht einmal ein nachträglich hochgeklappter Wellenbrecher war da. Angesichts des 10 Jährigen Roskilde Jahrestages verwunderte uns das schon ein wenig. Nächstes Jahr lässt man vermutlich die Security gleich mit weg. Aber egal, zunächst ging es ohnehin Richtung Merch-Stand. Das Tourshirt war schnell im Sack und ebenso das ultimative Berlin-Poster! DER HAMMER!!! Für mich das Poster-Highlight der bisherigen Tour, inklusive US-Konzerte. Meiner Schwester gings da ähnlich. Gerahmt sieht das Ding sogar noch eine Ecke schärfer aus. Großartig! Als diese Devotionalien gesichert waren, gings ab vor die Bühne. Dieses Jahr war mal wieder Stone`s Seite dran. Wir sicherten uns also einen angenehmen Platz im Strafraum, wo man zwar schön nahe dran war, aber dennoch ohne größere Blessuren dem Konzert folgen konnte. Da ging das Sit-In dann erstmal weiter. Während wir so auf den Konzertbeginn warteten stießen zunächst Jimmy und etwas später auch Olli und Kristin zu uns. Gemeinsam sollten wir diesem epochalen Abend beiwohnen. Bis Ben Harper dann die Bühne betrat gabs noch das obligatorische Konzertbier, was mit 3,70€ allerdings so langsam ein Preisniveau erreicht, was einen erschaudern lässt. Pünktlich gegen 18:30 Uhr betraten dann Ben Harper und seine Relentless 7 die Bühne. Schönes Einheizer-Set. In Nijmegen fand ich sie allerdings nen Zacken besser, was aber auch an der längeren Spielzeit liegen mag. Highlight war erneut das großartige „Under Pressure“ bei dem Eddie erneut die Bühne betrat und von den Massen gleich mal entsprechend gefeiert wurde. Nach einem feinen Set und 45 Minuten Spielzeit verabschiedete Ben sich wieder. Schade, dass er sich bei Eddie nicht mit einem „Red Mosquito“-Gastauftritt revanchierte. Aber egal. Während umgebaut wurde und die Vorfreude so langsam aber sicher den roten Tachobereich erreichte ging das gewohnte Ratespiel um den Opener los. Meine Hoffnung auf „Release“ wird wohl nie sterben, aber damit lag ich genauso daneben wie mit meinem „Realo-Tipp“ eines „Elderly Woman Behind the Counter in a Small Town“. Aber immer der Reihe nach. Nachdem die Sonne endlich hinter den Baumwipfeln in Deckung gegangen war, ertönte alsbald das Piano-Intro der Jungs und kollektiver Jubel brandete auf. Nachdem man sich die Zeit mit einer gehörigen Portion Sich-Selbst-Feiern und einer wahren Orgie von La-Olas vertrieben hatte, die durchs weite Rund und den Innenraum schwappten, gings endlich los. Wie üblich platzte man in diesem Moment fast vor Spannung. Als dann Eddie und Co endlich auf die Bühne traten und in die Massen winkten, wars kaum noch auszuhalten. ENDLICH! Monate Lang fieberte man diesem Moment entgegen. Nijmegen war schon großartig, aber wie gewohnt nahm Berlin die Sonderstellung als persönliches Tourhighlight ein. Schwupps waren die Instrumente umgehängt oder besetzt (je nach dem, ob man Schlagzeuger ist oder nicht).
Und dann gings los! Die ersten Takte des wundervollen „Long Road“ erklangen.
Wahnsinn, wieder so ein unerwarteter Auftakt! Schöner, langsamer Einstieg mit der klaren Nr. 2 auf meiner Opener-Wunschliste („Release“ läuft schon fast außer Konkurrenz ;-). Weltklasse Einstieg. Und wie nicht anders zu erwarten war, wurde danach erstmal die grobe Kelle ausgepackt. Dem nun direkt folgenden „Got Some“ hörte man deutlich an, dass die Jungs es seit letztem Jahr einige Male üben konnten. Beste Live-Version für mich, das Ding sprühte gerade so vor Energie. Die Menge ging dann gleich so richtig mit, was sich bei „Why Go“ noch steigerte. Erster großer Wuhlheide-Chor inklusive. Dabei wurden Erinnerungen an 2006 wach, als der Song die Hütte hier so richtig erzittern ließ. Als dann „Given to Fly“ und „Elderly Woman Behind the Counter in a Small Town“ ein wenig die Bremse zogen und dennoch textsicher mitgesungen wurden, war einem so ungefähr klar, dass die Stimmung zu letztem Jahr nicht nennenswert abfallen würde. Während „Given to Fly“ gewohnt ausuferte und sich bis zum großen Finale mehr und mehr aufbaute, war mit „Elderly Woman“ wieder Sing-Along-Time angesagt. Immer wieder herrlich dieser Song. Nicht spektakulär, knallig oder besonders ausgefeilt arrangiert… aber einfach ein wahnsinnig schönes Konzertlied. Als dieses verklungen war, brach dann der erste Raritätenblock an. Los ging der Reigen mit, man mochte es kaum glauben, „Push Me, Pull Me“. Als da die ersten Takte ertönten, schauten wir uns nur fassungslos an um anschließend entsprechend mitzugehen. Unglaublich… dass ich das noch mal erleben darf, wie die Jungs diese sperrige aber hochgradig hörenswerte Nummer mal live für mich auspacken. Die erste Verblüffung war noch nicht ganz verflogen, da wurde ein wunderbares „Immortality“ nachgelegt. Trauriger Song, aber großartig den mal zu Hören zu bekommen. Schade nur, dass es noch so hell war, in der Dunkelheit wäre das Ding der reinste Burner gewesen. Dieses Song-Duo alleine war schon unglaublich. Daß die Setlist direkt danach noch „In Hiding“ vorsah, war dann gleich der nächste Adrenalin-Kick. Da es von Düsseldorf 2007 leider kein offizielles Bootleg gibt, werde ich diesen tollen Song jetzt endlich mal als Live-Version auf Silberling haben. Klasse! Es folgte der Turm in der Setlist-Schlacht: „Even Flow“ mit einer für meinen Geschmack hochgradig faszinierenden Gitarrenleistung von Mikey. WAS EIN SOLO!?!?!!! Viele nervt „Even Flow“, ich brauche den irgendwie… ein Konzi ohne den Song reicht mir erstmal! Nach dem Ten-Klassiker brach wieder die Backspacer-Zeit an. „Johnny Guitar“ funktionierte Live wie seine Albumkollegen wieder fantastisch. Warum viele sich mit der Scheibe so schwer tun, weiß ich nicht. Aber eines steht fest: Da sind eine Menge großartiger Live-Nummern drauf und „Johnny Guitar“ ist definitiv eine davon. Das sollte dann auch der Rest vom Abend erneut belegen. Bevor aber das von mir so erhoffte „Gonna See My Friend“ die Bude wegrockte, wurde noch „Light Years“ ausgepackt. Bereits letztes Jahr eines meiner Konzerthighlights. Schöner Mitsingtext, treibender Rhythmus, der aber nie in übertriebene Hektik verfällt und ein Eddie-typischer Text auf Weltklasseniveau! Diese kollektive Stimmung des dahin getragen Werdens wurde dann nach einer kurzen Ansprache von Eddie mit „Gonna See My Friend“ wieder emporgerockt. Ein wahrer Kracher der Backspacer-Opener! Lange keinen so befreiten, gradlinigen Rocker gehört. Das folgende „World Wide Suicide“ war so etwas wie die logische Folge, das musste nach dem Song schon fast kommen und passte im gesamten Set auch NUR an genau und exakt diese Stelle. Danach folgte ein erneutes Highlight. Neben „Immortality“ bildete bis ca. 20 Uhr an jenem 30.06.2010 „Low Light“ so ziemlich den größten noch unerfüllten Setlist Wunsch aus der schwermütigen Balladen-Ecke. Und jetzt BEIDE an einem Abend! Im selben Set! Was habe ich immer neidisch auf die Setlisten geschielt, wo einer der beiden Songs aufkreuzte… unglaublich! Das fällt jetzt erstmal flach, zumindest in der Intensität. Herrlich, dazu noch der sich verfärbende Himmel, nachdem die Sonne endgültig abgedankt hatte für den Abend. Großartiger Song, geile Version, passende Stimmung! Obendrein der nächste Strich auf der „New Song List“ und zwar ein besonders dicker, fetter, wasserunläslicher und vor allem schwarzer Edding-Strich! Der ausklang des Mainsets wurde dann mit „Comatose“ eingeleitet. Jenem kompromisslosen Rocker von der Avocado. Immer wieder ein gern gesehener Gast auf Konzerten was mich angeht. Ich mag den Song, mochte ihn schon immer. Selbst als er nur als Demo durchs Netz geisterte (unter einem anderen, für mich recht beknackten Namen noch) hatte es mir Comatose irgendwie angetan. Gewürzt wurde er diesmal noch von einem im ersten Moment ziemlich katastrophalen Verspieler der Band, der dann aber unter Leitung von Mikey mühelos aufgefangen und in einen kurzen Improvisationsjam umgewandelt wurde. Sowas ist vielleicht nicht vorgesehen, aber in diesem Momenten merkt man erstmal, wie gut die Jungs eigentlich in dem sind, was sie da machen. Kaum hatte Mike angefangen, stieg Matt an der Schießbude passend ein und aus dem Chaos heraus entstand ein nettes Zwischenspiel, was dann nach kurzer Zeit im eigentlich geplanten „Comatose“ gipfelte.

Als Setcloser fungierte dann „Do the Evolution“ eingeleitet von irgend so einem Vollpflosten, der Eddie mit nem Becher erwischte. Dem Song an sich kam diese (Gott sei Dank) nur kurze Phase der Vedderschen Angepisstheit zwar nur zu Gute (sehr brachiale Version fand ich), aber darauf hätten 99% der Anwesenden auch gerne verzichtet. Entsprechend verließ Ed dann auch relativ geladen die Bühne. Als er nach kurzem Encore Break aber wieder zurück kehrte, war nichts mehr davon zu spüre. Vielleicht auch unterstützt von der gewohnten Fußball-Begrüßung zum ersten Encore. Das fast schon traditionelle „Oooooooohhhhhhhh“ hallte Minuten lang durchs Rund, begleitet von den erhobenen Händen. Eddie kommentierte dies mit „I kinda like that wave shit, it get’s me kind of… horny”. Eingeleitet wurde ein für meine Begriffe beste erste Encore meiner bisherigen Konzerte vom sehr, sehr mitreißenden, schaurig-schönen „The End“, Gänsehaut pur! Diese wurde dann bei „Just Breathe“ im Anschluß nicht unbedingt weniger. 2 Mal „Backspacer“, zwei Mal kollektives Seufzen am Ende der Songs bevor der Jubel ausbrach. Der danach folgende Stimmungsumschwung wurde brachial. Als Eddie „Spin the Black Circle“, die Hommage ans Vinyl, anmoderierte war das wie Weihnachten für mich. Dieser Brecher wurde von mir live ähnlich herbei gesehnt wie „Immortality“ aus der ruhigeren Ecke des Songfundus. Da war mächtiges Kopfschütteln angesagt. Was nun kommentarlos folgte war eine weitere Sensation. Ohne vor oder nach dem Song auch nur ein Wort darüber zu verlieren, streute man gleich mal eine Live (Welt-)Premiere eines neuen Covers ein. „Public Image“ von PIL ließ im ersten Moment und weit darüber hinaus sogar einen Großteil der Hardcore-Fans ratlos zurück. „Wie jetzt?!? Was`n das?“ stand etlichen Anwesenden ins Gesicht geschrieben. Schöne Nummer wie ich finde, wenngleich Eddie einen da ruhig hätte vorwarnen können. Mit „The Fixer“ wurde dann wieder bekannteres Terrain betreten. Live die absolute Stimmungskanone wie ich finde. Beeindruckte schon letztes Jahr, dieses Jahr hallten die „Yeah, Yeah. Yeahh, Yeahhhhh“’s noch zielsicherer durch die Venue. Herrlich! Was nun als Abschluß des ersten Zugabenblocks folgte war ein Sahnehäubchen auf das Sahnehäubchen des Sahnehäubchens des Abends. Eddie holte mit Peter Buck und Scott McCaughey gleich mal halb REM auf die Bühne (wie sich später heraus stellte, nehmen die Jungs in der Hauptstadt grade ihr neues Album auf). Gemeinsam ließ man dann mit der geballten Power von 4 (!!!) Gitarren eine Killerversion von „Kick out the Jams“ folgen. Unklar, der absolute Wahnsinn! Nach einer unangekündigten Live-Premiere semmeln die mit den REM Saitengöttern dieses brachiale MC5 – Cover unters Volk! Damit konnte man einfach nicht rechnen. Außerdem sah man insbesondere Mikey an, dass er bei dem Stück mal wieder seine Welt betrat. Der ging ab auf der Bühne, als wenn du einem Fünfjährigen ne Eiscreme-Flatrate schenkst! Damit war der erste Zugabenblock leider auch schon wieder Geschichte, ließ mich aber schwerst beeindruckt zurück, da unten in der Menge, wenige Meter vor der Bühne. Gott sei Dank mussten wir nich wirklich lange warten, bis die Jungs zum wunderbaren „Unthought Known“ wieder die Bühne betraten. Live mitgeschnitten von irgend so einem Heini via Laptop… aber das war d auch schon Wurscht! Hauptsache der Abend ging weiter… und das tat er auch. Denn „Unthought Known“ war das für heute letzte Indiz der Live-Qualitäten der Backspacer. Wie in Nijmegen verströmte der Song so einen kräftigen Hauch von „Das Leben ist schön“, dass man sich ihm nicht erwehren konnte. Der Song breitete sich förmlich in der ganzen Wuhlheide aus, wurde immer größer und größer und der Innenraum ging am Ende ab wie Schmidt’s Katze… bei einer Midtempo-Ballade!!! Wer nun aber Pearl Jam kennt, der weiß, dass nach so einem Song meistens die emotionale Achterbahnfahrt wieder in die andere Richtung umschwenkt. Ich kann mich bis heute noch nicht so recht entscheiden, aber gut möglich, dass das folgende „Black“ die Version von 2006 noch toppte. Leute, ich weiß es nicht! Jedenfalls hatte die Version eine Eins mit Sternchen verdient, ebenso wie vor vier Jahren. Beides außergewöhnliche Interpretationen der wohl größten PJ – Ballade. Unfassbar! Nicht nur, dass die Jungs alles an Spielfreude und, besonders Eddie an diesem Abend, an Weltschmerz und Emotionen in dieses Lied legten, auch das Minuten lang durch die Wuhlheide wabernde „düdüdüdüdüdüdüüüüüü, düdüdüdüdüdüdüüüüüüü….“ Im Anschluß ließ einen schier atemlos zurück. Sichtlich mitgenommen folgte nun Eddies Ansprache zur Roskilde-Katastrophe vor auf den Tag genau 10 Jahren. Ich schätze man, dass der kollektive Klos im Hals als er Sprach (und kurz abbrechen musste) bei einigen noch den Rest des Abends nicht so ganz verschwinden wollte. Eine durchaus angemessene Ansprache und vor allem mit anschließender Schweigeminute. Mag jetzt kitschig klingen, aber genau solche Aktionen machen Pearl Jam und die Beziehung zu ihren Fans und andersrum so einzigartig. So geriet dann auch das folgende „Come Back“ zur emotionalsten und eindringlichsten Nummern des Abends. Ich mag den Song nach wie vor nicht, der hat „Hey, foxymorphandlemamathatsMe“ seit Jahren als schwächstes und nervigstes PJ-Lied abgelöst. Ach was sage ich: Abgehängt! Aber an diesem Abend, nach dieser Ansprache und mit diesem Hintergrund konnte ich ihn nicht so richtig schlecht finden. Ging einfach nicht. „Very touching“ würde der Ami sagen… very touching!
Damit die Achterbahn aber in Schwung bleibt gings im Nachgang, schon fast trotzig, mit „Alive“ weiter. Die Massen gingen noch mal so richtig mit und, auch wenns der Song eigentlich nicht 100%ig hergibt, wurde er dann doch zu so einer Art Hohelied auf das Leben. Man wurde wieder heraus gerissen aus dieser doch bedrückten Stimmung und verlebte vor allem im Anschluß daran mit dem guten, alten Kumpel „Yellow Ledbetter“ noch einen schönen, runden Konzertabschluß.
Bloß gut, dass ich hier die ganze Zeit ein Audience-Boot hören kann (gute Quali übrigens). Das macht das Schreiben deutlich leichter. Als Fazit kann es eigentlich nur geben, dass wir wieder einmal das Glück hatten einen der ganz großen Abende der Band mitzuerleben. So langsam glaube ich auch WRKLICH daran, dass die Wuhlheide europaweit bei der Band einen kleinen Sonderstatus genießt. Stimmung ist immer riesig, die Location an sich ist ohnehin ein Traum und Mikey stolpert alle Nase lang über ein Starbucks. Das hat bislang immer funktioniert. Das war wieder einer dieser magischen Abende in Berlin für mich. Eine Setlist, die alle paar Meter überraschte und so einige Highlights parat hielt. Auf meinem 6. Konzert immer noch 10 neue Songs gehört! Wenn man Nijmegen weg lässt (wie ja bei den anderen Konzerten hier im Blog geschehen), waren es sogar 12. Darunter so herbei gesehnte Songs wie „Push Me, Pull Me“ „Immortality“, „Low Light“, „Long Road“ oder „Spin the Black Circle“. Überraschungen wie „Public Image“ oder auch eingzigartige Momenten wie „Kick out the Jams“ mit halb REM. Gewürzt mit so klasse Nummern wie „Black“ oder „In Hiding“, die man immer wieder gerne hört. Dazu die typische Wuhlheide – Atmosphäre und Bombenwetter. Besser geht’s kaum… zumindest so lange, bis die Jungs zum nächsten Mal nach Berlin kommen. Wenns nach mir geht, hätte ich 2011 noch den einen oder anderen Termin frei. Leute, lasst mich nicht wieder so lange warten!
Setlist:
Long Road
Got Some
Why Go
Given To Fly
Small Town
Push Me Pull Me
Immortality
In Hiding
Even Flow
Johnny Guitar
Corduroy
Light Years
Gonna See My Friend
World Wide Suicide
Low Light
Comatose
Do The Evolution
Encore 1:
The End
Just Breathe
Spin The Black Circle
Public Image (P.I.L.)
The Fixer
Kick Out The Jams (MC5, w/Peter Buck and Scott McCaughey of R.E.M.)
Encore 2:
Unthought Known
Black
Come Back
Alive
Yellow Ledbetter
DAS POSTER IST DER HAMMER!!!

Hier nochmal eine Detailaufnahme vom Auge:

Personal "New Song Index":
BERLIN: 10/12
NIJMEGEN: 4
London: 7
Belfast: 8
Dublin: 8
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Was bisher geschah:
Nach einer veritabel langen Anreise durfte ich in Nijmegen eine weitere, außerordentliche Pearl Jam Show erleben. Ein Festivalset von 19 knackigen Nummern, mit dem wunderbaren „In My Tree“ und „Jeremy“ als absolute i-Tüpfelchen. Von Nijmegen aus machte ich mich zunächst auf in Richtung Maastricht. Als sich das als ziemlich dämliche Idee heraus stellte (Gott sei Dank nach wenigen Kilometern), fand ich nur deshalb auf den rechten Weg zurück, um mich in Dortmund gleich wieder heillos zu verfransen. Vom Schutzmann bekam ich sodann den rechten Weg gewiesen, sodaß ich am nächsten Tag meine Schwester im fernen Jena einsammeln und der Hauptstadt entgegen streben konnte. Da warteten sie wieder, die Jungs! Nach 2006 und 2009 blühte uns der dritte Pearl – Jam – Abend in der großartigen Wuhlheide. Und genau davon, soll euch folgendes Blögchen berichten!
Wir kamen bereits am Dienstag, also dem Tag vor DEM Tag, in good old Berlin an. Es ist immer wieder schön in diese Stadt zurück zu kommen. Sogar ganz unabhängig von Pearl Jam, Berlin ROCKT! Jedenfalls checkten wir ordnungsgemäß im „Ostel“ ein und relaxten ein wenig auf den FDGB-Gedächtnispritschen, bevor uns das Fußballfieber packte. Spanien : Portugal stand auf der Speisekarte und das wollten wir nicht verpassen. Und so landeten wir nach 20 Minuten Fußmarsch in einer Eckkneipe in Kreuzberg. Sehr… nennen wir es mal „urig“ dieses Erlebnis, aber mindestens genauso charmant! Das Schultheiß schmeckte und die Spanier beförderten diesen unsäglichen Christiano Ronaldo standesgemäß aus dem Turnier. Fein! Letzten Endes ging es also gut gelaunt zurück ins Pionierlager, dem Event entgegen schlafen.
30.06.2010
Aufgewacht, Frühstück genossen und dann noch ein wenig auf dem Zimmer rumgehangen. So gegen 12 dann endlich ins „Get Right“-Shirt geschlüpft und direkt zum benachbarten Ostbahnhof gepilgert, wo wir dann eifrig in die S3 sprangen um der Wuhlheide entgegen zu streben. Einfach göttlich, diese langsame Spannungsaufbau… diese sich steigernde Vorfreude. Als wir dann letztendlich ausstiegen, waren wir irgendwie beruhigt, dass wir nicht die einzigen Bekloppten waren, die trotz Fan-Club-Karten und somit garantiertem Early Entry (was diesmal sogar funktionierte) bereits 6 Stunden vor Konzertbeginn am Veranstaltungsort ankamen.

Wir durchschritten also im angenehmen Schatten der Bäume den Allee-Pfad zur Wuhlheide und setzten uns, als wir vorm 10c-Eingang angekommen waren, erst einmal auf die Wiese zwischen all die anderen Nerds. Es herrschte wieder die gewohnt dösige Vorkonzert – Atmosphäre, die ich auf meinen ausufernden Reisen durch die Konzerthallen dieser Republik (*lol* klingt geil, was?!?) bislang bei keiner anderen Band erlebt habe. Da saß man im Schatten, trank Berliner Kindl, alberte rum oder nagte an einer Bratwurst, während der Einlass mit jeder verchillten Minute näher rückte. Einziger Aufreger war, als der 10c-Ticket-Schalter endlich seine Pforten öffnete und wir unsere Karten nebst Bändchen in Empfang nehmen durften. Das hieß ein halbes Stündchen anstehen, Ausweis vorzeigen und dann ab mit dem Bändel ans seit 10 Monaten so unsäglich verwaiste Handgelenk! Komm zu Papa, du Pass ins Paradies! Danach gings zurück auf die Wiese, Schrippen essen und relaxen.

Ab und an ein bekanntes Forumsgesicht oder eine der „Legenden“ der vergangenen Konzerte begrüßen. Zum Beispiel waren sowohl der extrem nervtötende Pole von letztem Jahr und der beknackte Neuseeländer da, der mit Perücke und Landesfahne 2007, im Wildschiffen gestört, panisch vor dem Ordnungsamt am ISS-Dome in Düsseldorf flüchtete. Pearl Jam Konzerte sind aus dieser Sichtweise betrachtet schon so was Ähnliches wie kleine Familientreffen: Sowohl der coole Schwippschwager als auch die unausstehliche Tante sind anwesend. Trotzdem schmunzelt man danach über beide gleicher Maßen und ist irgendwie froh, sie wieder einmal gesehen zu haben. Irgendwann gegen 16 Uhr betraten wir dann das Gelände. Die Security fummelte uns diesmal nur oberflächlich nach Schusswaffen ab und warteten neben der Bühne auf den endgültigen Einlaß, während nebenan noch der Soundcheck tobte. So kamen wir dann auch in den Genuß von „Love Boat Captain“, der wider Erwarten nicht in der Setlist auftauchte. Als es endlich rein ging, stürmten wir zunächst auf die Tribüne um festzustellen, dass es diesmal überhaupt keinen FOS gab. Nicht einmal ein nachträglich hochgeklappter Wellenbrecher war da. Angesichts des 10 Jährigen Roskilde Jahrestages verwunderte uns das schon ein wenig. Nächstes Jahr lässt man vermutlich die Security gleich mit weg. Aber egal, zunächst ging es ohnehin Richtung Merch-Stand. Das Tourshirt war schnell im Sack und ebenso das ultimative Berlin-Poster! DER HAMMER!!! Für mich das Poster-Highlight der bisherigen Tour, inklusive US-Konzerte. Meiner Schwester gings da ähnlich. Gerahmt sieht das Ding sogar noch eine Ecke schärfer aus. Großartig! Als diese Devotionalien gesichert waren, gings ab vor die Bühne. Dieses Jahr war mal wieder Stone`s Seite dran. Wir sicherten uns also einen angenehmen Platz im Strafraum, wo man zwar schön nahe dran war, aber dennoch ohne größere Blessuren dem Konzert folgen konnte. Da ging das Sit-In dann erstmal weiter. Während wir so auf den Konzertbeginn warteten stießen zunächst Jimmy und etwas später auch Olli und Kristin zu uns. Gemeinsam sollten wir diesem epochalen Abend beiwohnen. Bis Ben Harper dann die Bühne betrat gabs noch das obligatorische Konzertbier, was mit 3,70€ allerdings so langsam ein Preisniveau erreicht, was einen erschaudern lässt. Pünktlich gegen 18:30 Uhr betraten dann Ben Harper und seine Relentless 7 die Bühne. Schönes Einheizer-Set. In Nijmegen fand ich sie allerdings nen Zacken besser, was aber auch an der längeren Spielzeit liegen mag. Highlight war erneut das großartige „Under Pressure“ bei dem Eddie erneut die Bühne betrat und von den Massen gleich mal entsprechend gefeiert wurde. Nach einem feinen Set und 45 Minuten Spielzeit verabschiedete Ben sich wieder. Schade, dass er sich bei Eddie nicht mit einem „Red Mosquito“-Gastauftritt revanchierte. Aber egal. Während umgebaut wurde und die Vorfreude so langsam aber sicher den roten Tachobereich erreichte ging das gewohnte Ratespiel um den Opener los. Meine Hoffnung auf „Release“ wird wohl nie sterben, aber damit lag ich genauso daneben wie mit meinem „Realo-Tipp“ eines „Elderly Woman Behind the Counter in a Small Town“. Aber immer der Reihe nach. Nachdem die Sonne endlich hinter den Baumwipfeln in Deckung gegangen war, ertönte alsbald das Piano-Intro der Jungs und kollektiver Jubel brandete auf. Nachdem man sich die Zeit mit einer gehörigen Portion Sich-Selbst-Feiern und einer wahren Orgie von La-Olas vertrieben hatte, die durchs weite Rund und den Innenraum schwappten, gings endlich los. Wie üblich platzte man in diesem Moment fast vor Spannung. Als dann Eddie und Co endlich auf die Bühne traten und in die Massen winkten, wars kaum noch auszuhalten. ENDLICH! Monate Lang fieberte man diesem Moment entgegen. Nijmegen war schon großartig, aber wie gewohnt nahm Berlin die Sonderstellung als persönliches Tourhighlight ein. Schwupps waren die Instrumente umgehängt oder besetzt (je nach dem, ob man Schlagzeuger ist oder nicht).
Und dann gings los! Die ersten Takte des wundervollen „Long Road“ erklangen.
Wahnsinn, wieder so ein unerwarteter Auftakt! Schöner, langsamer Einstieg mit der klaren Nr. 2 auf meiner Opener-Wunschliste („Release“ läuft schon fast außer Konkurrenz ;-). Weltklasse Einstieg. Und wie nicht anders zu erwarten war, wurde danach erstmal die grobe Kelle ausgepackt. Dem nun direkt folgenden „Got Some“ hörte man deutlich an, dass die Jungs es seit letztem Jahr einige Male üben konnten. Beste Live-Version für mich, das Ding sprühte gerade so vor Energie. Die Menge ging dann gleich so richtig mit, was sich bei „Why Go“ noch steigerte. Erster großer Wuhlheide-Chor inklusive. Dabei wurden Erinnerungen an 2006 wach, als der Song die Hütte hier so richtig erzittern ließ. Als dann „Given to Fly“ und „Elderly Woman Behind the Counter in a Small Town“ ein wenig die Bremse zogen und dennoch textsicher mitgesungen wurden, war einem so ungefähr klar, dass die Stimmung zu letztem Jahr nicht nennenswert abfallen würde. Während „Given to Fly“ gewohnt ausuferte und sich bis zum großen Finale mehr und mehr aufbaute, war mit „Elderly Woman“ wieder Sing-Along-Time angesagt. Immer wieder herrlich dieser Song. Nicht spektakulär, knallig oder besonders ausgefeilt arrangiert… aber einfach ein wahnsinnig schönes Konzertlied. Als dieses verklungen war, brach dann der erste Raritätenblock an. Los ging der Reigen mit, man mochte es kaum glauben, „Push Me, Pull Me“. Als da die ersten Takte ertönten, schauten wir uns nur fassungslos an um anschließend entsprechend mitzugehen. Unglaublich… dass ich das noch mal erleben darf, wie die Jungs diese sperrige aber hochgradig hörenswerte Nummer mal live für mich auspacken. Die erste Verblüffung war noch nicht ganz verflogen, da wurde ein wunderbares „Immortality“ nachgelegt. Trauriger Song, aber großartig den mal zu Hören zu bekommen. Schade nur, dass es noch so hell war, in der Dunkelheit wäre das Ding der reinste Burner gewesen. Dieses Song-Duo alleine war schon unglaublich. Daß die Setlist direkt danach noch „In Hiding“ vorsah, war dann gleich der nächste Adrenalin-Kick. Da es von Düsseldorf 2007 leider kein offizielles Bootleg gibt, werde ich diesen tollen Song jetzt endlich mal als Live-Version auf Silberling haben. Klasse! Es folgte der Turm in der Setlist-Schlacht: „Even Flow“ mit einer für meinen Geschmack hochgradig faszinierenden Gitarrenleistung von Mikey. WAS EIN SOLO!?!?!!! Viele nervt „Even Flow“, ich brauche den irgendwie… ein Konzi ohne den Song reicht mir erstmal! Nach dem Ten-Klassiker brach wieder die Backspacer-Zeit an. „Johnny Guitar“ funktionierte Live wie seine Albumkollegen wieder fantastisch. Warum viele sich mit der Scheibe so schwer tun, weiß ich nicht. Aber eines steht fest: Da sind eine Menge großartiger Live-Nummern drauf und „Johnny Guitar“ ist definitiv eine davon. Das sollte dann auch der Rest vom Abend erneut belegen. Bevor aber das von mir so erhoffte „Gonna See My Friend“ die Bude wegrockte, wurde noch „Light Years“ ausgepackt. Bereits letztes Jahr eines meiner Konzerthighlights. Schöner Mitsingtext, treibender Rhythmus, der aber nie in übertriebene Hektik verfällt und ein Eddie-typischer Text auf Weltklasseniveau! Diese kollektive Stimmung des dahin getragen Werdens wurde dann nach einer kurzen Ansprache von Eddie mit „Gonna See My Friend“ wieder emporgerockt. Ein wahrer Kracher der Backspacer-Opener! Lange keinen so befreiten, gradlinigen Rocker gehört. Das folgende „World Wide Suicide“ war so etwas wie die logische Folge, das musste nach dem Song schon fast kommen und passte im gesamten Set auch NUR an genau und exakt diese Stelle. Danach folgte ein erneutes Highlight. Neben „Immortality“ bildete bis ca. 20 Uhr an jenem 30.06.2010 „Low Light“ so ziemlich den größten noch unerfüllten Setlist Wunsch aus der schwermütigen Balladen-Ecke. Und jetzt BEIDE an einem Abend! Im selben Set! Was habe ich immer neidisch auf die Setlisten geschielt, wo einer der beiden Songs aufkreuzte… unglaublich! Das fällt jetzt erstmal flach, zumindest in der Intensität. Herrlich, dazu noch der sich verfärbende Himmel, nachdem die Sonne endgültig abgedankt hatte für den Abend. Großartiger Song, geile Version, passende Stimmung! Obendrein der nächste Strich auf der „New Song List“ und zwar ein besonders dicker, fetter, wasserunläslicher und vor allem schwarzer Edding-Strich! Der ausklang des Mainsets wurde dann mit „Comatose“ eingeleitet. Jenem kompromisslosen Rocker von der Avocado. Immer wieder ein gern gesehener Gast auf Konzerten was mich angeht. Ich mag den Song, mochte ihn schon immer. Selbst als er nur als Demo durchs Netz geisterte (unter einem anderen, für mich recht beknackten Namen noch) hatte es mir Comatose irgendwie angetan. Gewürzt wurde er diesmal noch von einem im ersten Moment ziemlich katastrophalen Verspieler der Band, der dann aber unter Leitung von Mikey mühelos aufgefangen und in einen kurzen Improvisationsjam umgewandelt wurde. Sowas ist vielleicht nicht vorgesehen, aber in diesem Momenten merkt man erstmal, wie gut die Jungs eigentlich in dem sind, was sie da machen. Kaum hatte Mike angefangen, stieg Matt an der Schießbude passend ein und aus dem Chaos heraus entstand ein nettes Zwischenspiel, was dann nach kurzer Zeit im eigentlich geplanten „Comatose“ gipfelte.

Als Setcloser fungierte dann „Do the Evolution“ eingeleitet von irgend so einem Vollpflosten, der Eddie mit nem Becher erwischte. Dem Song an sich kam diese (Gott sei Dank) nur kurze Phase der Vedderschen Angepisstheit zwar nur zu Gute (sehr brachiale Version fand ich), aber darauf hätten 99% der Anwesenden auch gerne verzichtet. Entsprechend verließ Ed dann auch relativ geladen die Bühne. Als er nach kurzem Encore Break aber wieder zurück kehrte, war nichts mehr davon zu spüre. Vielleicht auch unterstützt von der gewohnten Fußball-Begrüßung zum ersten Encore. Das fast schon traditionelle „Oooooooohhhhhhhh“ hallte Minuten lang durchs Rund, begleitet von den erhobenen Händen. Eddie kommentierte dies mit „I kinda like that wave shit, it get’s me kind of… horny”. Eingeleitet wurde ein für meine Begriffe beste erste Encore meiner bisherigen Konzerte vom sehr, sehr mitreißenden, schaurig-schönen „The End“, Gänsehaut pur! Diese wurde dann bei „Just Breathe“ im Anschluß nicht unbedingt weniger. 2 Mal „Backspacer“, zwei Mal kollektives Seufzen am Ende der Songs bevor der Jubel ausbrach. Der danach folgende Stimmungsumschwung wurde brachial. Als Eddie „Spin the Black Circle“, die Hommage ans Vinyl, anmoderierte war das wie Weihnachten für mich. Dieser Brecher wurde von mir live ähnlich herbei gesehnt wie „Immortality“ aus der ruhigeren Ecke des Songfundus. Da war mächtiges Kopfschütteln angesagt. Was nun kommentarlos folgte war eine weitere Sensation. Ohne vor oder nach dem Song auch nur ein Wort darüber zu verlieren, streute man gleich mal eine Live (Welt-)Premiere eines neuen Covers ein. „Public Image“ von PIL ließ im ersten Moment und weit darüber hinaus sogar einen Großteil der Hardcore-Fans ratlos zurück. „Wie jetzt?!? Was`n das?“ stand etlichen Anwesenden ins Gesicht geschrieben. Schöne Nummer wie ich finde, wenngleich Eddie einen da ruhig hätte vorwarnen können. Mit „The Fixer“ wurde dann wieder bekannteres Terrain betreten. Live die absolute Stimmungskanone wie ich finde. Beeindruckte schon letztes Jahr, dieses Jahr hallten die „Yeah, Yeah. Yeahh, Yeahhhhh“’s noch zielsicherer durch die Venue. Herrlich! Was nun als Abschluß des ersten Zugabenblocks folgte war ein Sahnehäubchen auf das Sahnehäubchen des Sahnehäubchens des Abends. Eddie holte mit Peter Buck und Scott McCaughey gleich mal halb REM auf die Bühne (wie sich später heraus stellte, nehmen die Jungs in der Hauptstadt grade ihr neues Album auf). Gemeinsam ließ man dann mit der geballten Power von 4 (!!!) Gitarren eine Killerversion von „Kick out the Jams“ folgen. Unklar, der absolute Wahnsinn! Nach einer unangekündigten Live-Premiere semmeln die mit den REM Saitengöttern dieses brachiale MC5 – Cover unters Volk! Damit konnte man einfach nicht rechnen. Außerdem sah man insbesondere Mikey an, dass er bei dem Stück mal wieder seine Welt betrat. Der ging ab auf der Bühne, als wenn du einem Fünfjährigen ne Eiscreme-Flatrate schenkst! Damit war der erste Zugabenblock leider auch schon wieder Geschichte, ließ mich aber schwerst beeindruckt zurück, da unten in der Menge, wenige Meter vor der Bühne. Gott sei Dank mussten wir nich wirklich lange warten, bis die Jungs zum wunderbaren „Unthought Known“ wieder die Bühne betraten. Live mitgeschnitten von irgend so einem Heini via Laptop… aber das war d auch schon Wurscht! Hauptsache der Abend ging weiter… und das tat er auch. Denn „Unthought Known“ war das für heute letzte Indiz der Live-Qualitäten der Backspacer. Wie in Nijmegen verströmte der Song so einen kräftigen Hauch von „Das Leben ist schön“, dass man sich ihm nicht erwehren konnte. Der Song breitete sich förmlich in der ganzen Wuhlheide aus, wurde immer größer und größer und der Innenraum ging am Ende ab wie Schmidt’s Katze… bei einer Midtempo-Ballade!!! Wer nun aber Pearl Jam kennt, der weiß, dass nach so einem Song meistens die emotionale Achterbahnfahrt wieder in die andere Richtung umschwenkt. Ich kann mich bis heute noch nicht so recht entscheiden, aber gut möglich, dass das folgende „Black“ die Version von 2006 noch toppte. Leute, ich weiß es nicht! Jedenfalls hatte die Version eine Eins mit Sternchen verdient, ebenso wie vor vier Jahren. Beides außergewöhnliche Interpretationen der wohl größten PJ – Ballade. Unfassbar! Nicht nur, dass die Jungs alles an Spielfreude und, besonders Eddie an diesem Abend, an Weltschmerz und Emotionen in dieses Lied legten, auch das Minuten lang durch die Wuhlheide wabernde „düdüdüdüdüdüdüüüüüü, düdüdüdüdüdüdüüüüüüü….“ Im Anschluß ließ einen schier atemlos zurück. Sichtlich mitgenommen folgte nun Eddies Ansprache zur Roskilde-Katastrophe vor auf den Tag genau 10 Jahren. Ich schätze man, dass der kollektive Klos im Hals als er Sprach (und kurz abbrechen musste) bei einigen noch den Rest des Abends nicht so ganz verschwinden wollte. Eine durchaus angemessene Ansprache und vor allem mit anschließender Schweigeminute. Mag jetzt kitschig klingen, aber genau solche Aktionen machen Pearl Jam und die Beziehung zu ihren Fans und andersrum so einzigartig. So geriet dann auch das folgende „Come Back“ zur emotionalsten und eindringlichsten Nummern des Abends. Ich mag den Song nach wie vor nicht, der hat „Hey, foxymorphandlemamathatsMe“ seit Jahren als schwächstes und nervigstes PJ-Lied abgelöst. Ach was sage ich: Abgehängt! Aber an diesem Abend, nach dieser Ansprache und mit diesem Hintergrund konnte ich ihn nicht so richtig schlecht finden. Ging einfach nicht. „Very touching“ würde der Ami sagen… very touching!
Damit die Achterbahn aber in Schwung bleibt gings im Nachgang, schon fast trotzig, mit „Alive“ weiter. Die Massen gingen noch mal so richtig mit und, auch wenns der Song eigentlich nicht 100%ig hergibt, wurde er dann doch zu so einer Art Hohelied auf das Leben. Man wurde wieder heraus gerissen aus dieser doch bedrückten Stimmung und verlebte vor allem im Anschluß daran mit dem guten, alten Kumpel „Yellow Ledbetter“ noch einen schönen, runden Konzertabschluß.
Bloß gut, dass ich hier die ganze Zeit ein Audience-Boot hören kann (gute Quali übrigens). Das macht das Schreiben deutlich leichter. Als Fazit kann es eigentlich nur geben, dass wir wieder einmal das Glück hatten einen der ganz großen Abende der Band mitzuerleben. So langsam glaube ich auch WRKLICH daran, dass die Wuhlheide europaweit bei der Band einen kleinen Sonderstatus genießt. Stimmung ist immer riesig, die Location an sich ist ohnehin ein Traum und Mikey stolpert alle Nase lang über ein Starbucks. Das hat bislang immer funktioniert. Das war wieder einer dieser magischen Abende in Berlin für mich. Eine Setlist, die alle paar Meter überraschte und so einige Highlights parat hielt. Auf meinem 6. Konzert immer noch 10 neue Songs gehört! Wenn man Nijmegen weg lässt (wie ja bei den anderen Konzerten hier im Blog geschehen), waren es sogar 12. Darunter so herbei gesehnte Songs wie „Push Me, Pull Me“ „Immortality“, „Low Light“, „Long Road“ oder „Spin the Black Circle“. Überraschungen wie „Public Image“ oder auch eingzigartige Momenten wie „Kick out the Jams“ mit halb REM. Gewürzt mit so klasse Nummern wie „Black“ oder „In Hiding“, die man immer wieder gerne hört. Dazu die typische Wuhlheide – Atmosphäre und Bombenwetter. Besser geht’s kaum… zumindest so lange, bis die Jungs zum nächsten Mal nach Berlin kommen. Wenns nach mir geht, hätte ich 2011 noch den einen oder anderen Termin frei. Leute, lasst mich nicht wieder so lange warten!
Setlist:
Long Road
Got Some
Why Go
Given To Fly
Small Town
Push Me Pull Me
Immortality
In Hiding
Even Flow
Johnny Guitar
Corduroy
Light Years
Gonna See My Friend
World Wide Suicide
Low Light
Comatose
Do The Evolution
Encore 1:
The End
Just Breathe
Spin The Black Circle
Public Image (P.I.L.)
The Fixer
Kick Out The Jams (MC5, w/Peter Buck and Scott McCaughey of R.E.M.)
Encore 2:
Unthought Known
Black
Come Back
Alive
Yellow Ledbetter
DAS POSTER IST DER HAMMER!!!

Hier nochmal eine Detailaufnahme vom Auge:

Personal "New Song Index":
BERLIN: 10/12
NIJMEGEN: 4
London: 7
Belfast: 8
Dublin: 8
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Sonntag, 04.07.2010
IN MY TREE - Pearl Jam, 27.06.2010 Nijmegen DER BERICHT
(Pearl Jam)
Bislang begleitete ich die Pearl-Jam Tour ja (leider) nur aus der ferne. Meine Setlist-Auswertungen sind hier nachzulesen und ab und an tat ich einem der Abende vielleicht auch etwas unrecht. Was unspektakulär aussah, kann vor Ort durchaus ein Knaller-Abend gewesen sein. Das ist so in etwa die Lehre, die ich aus Nijmegen ziehe, wenngleich ich das Set an sich für ein Festival durchaus bemerkenswert fand. Aber nach dem London-Auftritt beim Hard-Rock-Calling, wars mit der bequemen Touranalyse vorm heimischen PC Gott sei Dank erstmal vorbei!
Meine ganz persönliche Tour startete bereits am 25. Juni in Chemnitz und endete eben dort am gestrigen 3. Juli wieder. Zwischendurch kurvte ich mit meinem blauen Ibiza über Jena, Lünen, NIJMEGEN, und BERLIN fleißig durch die Republik und Holland. Immer auf der Suche nach dem nächsten Highlight… und ich fand sie in mannigfaltiger Zahl! Fangen wir am Besten in den Niederlanden an.
27.06.2010 – Nijmegen, Rockin Park Festival!
Wenn der Holländer eine „Ausschilderung“ ankündigt, dann kann man dem das getrost glauben. „Ausschilderung“ bezog sich in diesem Fall auf die Festival-Parkflächen und war dermaßen idiotensicher umgesetzt (riiiieeeeesige, leuchtend gelbe Schilder an jeder Abzweigung), dass man, um sich zu verfahren, schon selten dämlich hätte sein müssen. Ausgehend von der Autobahn fand ich sodann auch recht zügig einen Stellplatz und schüttete mir noch fix nen halben Liter Diwasserstoffmonoxid in den Rachen, bevor ich in einem Strom von relaxten Niederländern dem Festivalgelände entgegen chillte. Dort angekommen fiel zunächst die recht relaxte Atmosphäre auf, in der man sich da bei brennenden 30 +x Grad den Festivaltag vertrieb. Als erste Amtshandlung gleich man den Merchandise-Stand abgecheckt und dann schnurstracks zu alten Bekannten, den Black Keys vor die Bühne gestromert. Das war so ca. 14 Uhr Ortszeit und die Jungs rockten wie 2006, als sie den Einheizer zur Pearl – Jam Show in Berlin lieferten. Auffällig war nur, dass das Duo deutlich cooler geworden ist mit den Jahren. Ohne an Soundgewalt einzubüßen sah man von wildem Geheadbange und Rumgespringe auf der Bühne zwar ab, brachte die Massen aber dennoch ganz gut zum Kochen. Für mich ist nur unverständlich, warum man die Kerls so früh im Festivalprogramm verheizte. Aber gut. Danach kapitulierte ich im Wesentlichen vor der Hitze und füllte mich fleißig weiter mit Wasser ab während ich abwechselnd auf irgendeiner Wiese rum lag und zur dargebotenen Musik vor mich hindöste, mit Niederländern Blödsinn verzapfte (das ist ein sehr lustiges Volk… ;-) ) bzw. mal nen kleinen Rundgang zum Merch-Stand machte um mir das bereits abgecheckte Tourposter zu holen. Gegen 17 Uhr nahm ich dann endgültig vor der Mainstage auf der Liegewiese platz und ließ mich von Amy McDonald berieseln. Erwartet habe ich von deren Auftritt eigentlich nicht sonderlich viel, aber so zum Abhängen auf dem Rasen bei bestem Sommerwetter lieferte die Frau einen durchaus annehmbaren Background. Schöner Festival – Gig, zwar nicht so ganz mein Fall, aber kann durchaus als positive Überraschung gewertet werden. Nach ihr betrat dann Ben Harper mit seinen Relentless 7 die Bühne. Sehr schönes Set! Highlight dann der kleine Appetitanreger für den Mainact: Ben holte sich Eddie auf die Bühne um gemeinsam „Under Pressure“ zu performen. Klasse Auftritt von den beiden und vor allem: Es machte so richtig Hunger auf Pearl Jam! Als Ben die Bühne schließlich verließ (und dabei einen zutiefst positiven Eindruck hinterließ), hieß es für mich: noch mal Wasser nachfüllen und mir so langsam meine Position im FOS-Bereich vor der Bühne sichern. 45 Minuten vor „Anpfiff“ latschte ich entspannt durch die Absperrung und fand ca. 10 Meter vor der Bühne ein ruhiges Plätzchen. Wie auch das gesamte Konzert über war das eine richtig angenehme Sache im Front of Stage Bereich. Niederländer sind ein seltsames Volk was Konzerte angeht… Stimmung ist da, Bewegung vor der Bühne eher weniger. Aber gut, angesichts der durchlittenen Hitzeschlacht war mir das auch ganz recht. Jedenfalls ertönte pünktlich das Klavier-Intro der Jungs und spätestens da wars ohnehin um mich geschehen! Die letzten 30 Minuten war die Spannung / Vorfreude ja kaum noch auszuhalten, mit Einsetzen der Bühnenmusik dann, platzte man fast. Diese letzten Minuten vor den ersten Tönen, vor der Klarheit über den Opener, sind auch so eine Sache für sich. Das gibt’s nur bei Pearl Jam für mich. Was den Opener angeht: Es war zwar nicht das erhoffte „Release“, dafür aber ein Überraschungs – Kracher mit „Do the Evolution“. Dieser leitete dann auch ein wahres Festival-Powerset, gewürzt mit einer großzügigen Hand voll Highlights ein. Mit DTE einzusteigen ist wohl so eine klassische-Festival-Sache: Von Beginn an Druck machen! Hat funktioniert! Das Publikum war sofort da (wenn auch bewegungsarm). Das anschließende „Got Some“ legte noch mal ordentlich nach, bevor man mit „Save You“ das erste Highlight folgen ließ. Nicht nur, dass der Riot-Act-Kracher das Tempo ordentlich hoch hielt, die Nummer finde ich an sich richtig klasse. Spätestens da war ich 100%ig im Konzert angekommen… Save You… großartig! Das anschließende „Given to Fly“, das mittlerweile auf keinem Konzert mehr fehlen darf, passte zu dem Zeitpunkt perfekt nach Nijmegen. Die Sonne stand bereits extrem tief, ein wohltuender Wind kam auf und Pearl Jam ließen den Song förmlich über die versammelten 50.000 Besucher schweben. Perfekt! Für mich die beeindruckendste GTF – Version die ich miterleben durfte. Danach wurde es wieder spezieller: „Animal“ krachte in die herrlich schwelgende Stimmung hinein und feuerte die Massen noch mal so richtig an. Eddie lebte sich mal wieder aus am Mikro. Im Anschluß brachte man mit „Dissident“ wieder einen selteneren Setlist-Gast ans schwindende Tageslicht. Als Albumversion nicht unbedingt einer meiner Favoriten, live aber eine feine Sache. Soweit der erste Songblock, aber der zweite Teil des Mainsets sollte es noch mal in sich haben. Klar, „Even Flow“ kam wieder, danach kann man ja seit Jahren die Uhr stellen, und schlug auch gewohnt ein. Viele Die-Hard-Fans nervt der Song mittlerweile… mich nicht! Ich mochte Even Flow schon immer und was die Jungs Live da heraus holen können ist teilweise atemberaubend, besonders wenn Mikey mal wieder einen seiner Sahnetage hat und das dicke Killer-Solo auspackt. Aber vor „Even Flow“ kam zunächst noch eines meiner zwei absoluten OBER-Highlights dieses Abends. Denn genau zwei Stücke ragten für mich aus dem insgesamt sehr guten Nijmegen-Set für mich heraus und das erste war „IN MY TREE“!!!! Schon als Eddie das knapp aber passend mit den Worten „This is fort he People in the Trees“ ankündigte (wobei er sich wohl auf kartenlos gebliebene Dudes bezog, die in den Bäumen rund um das abgesperrte Festivalgelände hockten), kam die Gänsehaut schlagartig. Denn was nun kam, war mir klar, bevor der erste Ton erklungen war. Hatte ich vor dem Konzert noch brennend darauf gehofft den Song in Berlin zu hören (auf `nem Festival hatte ich ihn schlicht nicht erwartet), wurde er nun unverhofft angestimmt… auf einem Festival! Unglaublich! Dazu noch eine richtig großartige Version des Songs, Eddie gut bei Stimme und voll im Song aufgehend, während Mikey an der Gitarre brillierte! Traumhafte vier Minuten vierzig Sekunden waren das! Ähnlich wie „Given To Fly“ steigerte sich der Song gen Ende immer mehr, uferte aus und klang mit einem großartigen Jam der gesamten Band aus. Da lieferte das bereits erwähnte Even Flow nur umso mehr eine willkommene Verschnaufpause um sich neu zu sortieren. Mit einfach nur wunderschönen Versionen von „Just Breahe“ und „Unthought Known“ hielten die Jungs danach das Niveau fleißig oben und verschafften den Anwesenden eine kleine Auszeit. Live funktionieren beide Songs hervorragend, wie sich zeigte. Alleine dass „Just Breathe“ von einem Chor begleitet wurde, was bei Festivals eher unüblich ist, sagt so einiges. Eddie stand, nur von Boom und seiner Hammondorgel begleitet auf der Bühne und malträtierte seine Akustikgitarre, während man sich einfach nur durch den Song treiben ließ. Mit „Unthought Known“ im Anschluß zog man zwar das Tempo und insbesondere die Stimmung noch mal ein wenig an, aber diese Kombination der Songs passte wie der sprichwörtliche Arsch auf den Nachttopf! Danach gabs dann mit „Whipping“ wieder einen dieser viel zu selten ausgepackten Burner hinterher. Nachdem wir in Düsseldorf 2007 bereits einmal in den Genuss gekommen waren, jetzt endlich eine Version, die auch auf einem Bootleg landen wird. Absoluter Kracher der Song! Gefolgt vom schaurig-schönen „Daughter“ mit Blitzkrieg-Bop-Tag, was so ein wenig die Fahrt wieder heraus nahm. Daughter ist einer der Songs, die (wie ich finde) nicht langweilig werden, egal wie oft man sie hört. Ähnliches gilt für „Elderly Woman“, was im Zugabenteil auch noch kommen sollte. Abgeschlossen wurde das Mainset mir zwei Über-Songs! Zunächst erfüllten mir Eddie und Co einen lange gehegten Setlisttraum und brachten END-LICH mal „Jeremy“ in meiner Gegenwart! Viel zu selten wird der gespielt, also hatte ich hier das zweite, heraus stechende Highlight! Unwillkürlich gings zurück in die 90er, als ich das Video und Song erstmals sah und förmlich aus den Latschen kippte… großartiger Song, geile Bass-Linie und Eddie mit seiner Stimme… und nun, 17 Jahre nachdem mit das widerfuhr, spielen die das in Nijmegen, keine 10 Meter entfernt!
Mit „Rearviewmirror“ beendete man das Set dann. Ähnlich wie „Whipping“ viel zu selten gespielt, außerdem einer der Songs, die ich einfach nur mag. Tolles Intro, steigert sich permanent um am Ende förmlich zu explodieren. Erstklassiger Abschluß des Mainsets.

So gings also in ein kurzes Päuschen, bevor die Jungs sich wieder auf die Bühne scherten um mit „Elderly Woman behind the Counter in a Small Town“ den Zugabenblock mitsinglastig und gediegen einzuläuten. Wie gesagt, der Song ist irgendwie immer ein Highlight! Wie ich in Berlin noch merken sollte allerdings mit der Einschränkung, dass es zumindest dämmern sollte wenn er kommt. ;-) Die Rock-Ecke wurde anschließend mit „The Fixer“ und „Life Wasted“ bedient, wobei vor allem ersterer durch seinen Mitsingcharakter noch mal ordentlich Stimmung rein brachte. Das folgende „Betterman“ steigerte dies dann noch mal. Unglaublich, vor einem Jahr wäre ich froh gewesen, „Betterman“ wenigstens EIN EINZIGES MAL zu Hören zu bekommen… heute wars das dritte Mal am Stück; mit Berlin 2009 als absolutem Highlight.
Leider war nun schon das Ende der Show angebrochen. Das ist so ein bissel der Wermutstropfen bei Festivals. Da werden den Jungs die handelsüblichen 90 Minuten zugestanden… normale Konzis dauern gerne mal ein dreiviertel Stündchen länger. Aber mit „Rockin in The Free World“ wurden wir noch mal erstklassig in die holländische Nacht entlassen. Super Version, Energie geladen und druckvoll durchgezogen. Ein echter Abendgruß der Jungs, hineingerockt in die Dunkelheit und ein dicker Mittelfinger für den 22:30 Uhr Curfew! Aber wir wollen nicht meckern, man konnte sich ja irgendwie schon drauf einstellen, dass man ein Festival nicht mit einem regulären Konzert gleich setzen kann von der Länge her. Die Setlist dagegen, fand ich einfach nur großartig. Ein Powerset, klar. Aber eines mit jeder Menge Stil und Perlen. Der Ausflug nach Nijmegen, sowie das stundenlange Schwitzen in der prallen Sonne haben sich definitiv gelohnt. Persönliche Highlights ganz klar „In My Tree“ und „Jeremy“, aber auch so Dinger wie „Whipping“, „Save You“, „RVM“ oder „RITFW“ waren Spaßgaranten an diesem Abend. Außerdem war Eddie deutlich klarer als 2009 in Rotterdam, wo man sein Gras bis zu unseren Tribünenplätzen hoch riechen konnte.
Während der gesamten Fahrt zurück nach Lünen hatte ichoben genannte Songs noch im Ohr… selbst, als der Schutzmann mich wieder auf den rechten Weg bringen musste, nachdem ich mich in Dortmunder Wohngebieten aber auch so was von hoffnungslos verfranst hatte… Daumen Hoch, Ruhrpott-Polizei!
Hier noch mal als kleine Zusammenfassung die Setlist sowie das Poster (Ist jetzt nicht unbedingt das große Highlight… aber ich war da! Das reicht als Legitimation sich das Ding stolz an die Wand zu hängen!

MAIN SET:
Do the Evolution
Got Some
Save You
Given To Fly
Animal
Dissident
IN MY TREE
Even Flow
Just Breath
Unthought Known
Whipping
Daugther/Hey Ho Let's go(Ramones Tag)
Jeremy
RVM
ENCORE:
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Fixer
Life Wasted
Betterman
Rockin in the Free World
So, der Berlin-Bericht folgt dann die Tage. Soviel schon einmal vorweg: Berlin war mal wieder ein absolutes Highlight. Unglaubliche Setlist, Wahnsinns-Stimmung und trotz des traurigen Hintergrundes des 10. Jahrestages der Roskilde-Katastrophe legten die Jungs ein mitreißendes Set hin, das uns einen geradezu phänomenalen Abend bescherte!
Bis dato: Keep on Rockin’!
Personal "New Song Index":
NIJMEGEN: 4
London: 7
Belfast: 8
Dublin: 8
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Bislang begleitete ich die Pearl-Jam Tour ja (leider) nur aus der ferne. Meine Setlist-Auswertungen sind hier nachzulesen und ab und an tat ich einem der Abende vielleicht auch etwas unrecht. Was unspektakulär aussah, kann vor Ort durchaus ein Knaller-Abend gewesen sein. Das ist so in etwa die Lehre, die ich aus Nijmegen ziehe, wenngleich ich das Set an sich für ein Festival durchaus bemerkenswert fand. Aber nach dem London-Auftritt beim Hard-Rock-Calling, wars mit der bequemen Touranalyse vorm heimischen PC Gott sei Dank erstmal vorbei!
Meine ganz persönliche Tour startete bereits am 25. Juni in Chemnitz und endete eben dort am gestrigen 3. Juli wieder. Zwischendurch kurvte ich mit meinem blauen Ibiza über Jena, Lünen, NIJMEGEN, und BERLIN fleißig durch die Republik und Holland. Immer auf der Suche nach dem nächsten Highlight… und ich fand sie in mannigfaltiger Zahl! Fangen wir am Besten in den Niederlanden an.
27.06.2010 – Nijmegen, Rockin Park Festival!
Wenn der Holländer eine „Ausschilderung“ ankündigt, dann kann man dem das getrost glauben. „Ausschilderung“ bezog sich in diesem Fall auf die Festival-Parkflächen und war dermaßen idiotensicher umgesetzt (riiiieeeeesige, leuchtend gelbe Schilder an jeder Abzweigung), dass man, um sich zu verfahren, schon selten dämlich hätte sein müssen. Ausgehend von der Autobahn fand ich sodann auch recht zügig einen Stellplatz und schüttete mir noch fix nen halben Liter Diwasserstoffmonoxid in den Rachen, bevor ich in einem Strom von relaxten Niederländern dem Festivalgelände entgegen chillte. Dort angekommen fiel zunächst die recht relaxte Atmosphäre auf, in der man sich da bei brennenden 30 +x Grad den Festivaltag vertrieb. Als erste Amtshandlung gleich man den Merchandise-Stand abgecheckt und dann schnurstracks zu alten Bekannten, den Black Keys vor die Bühne gestromert. Das war so ca. 14 Uhr Ortszeit und die Jungs rockten wie 2006, als sie den Einheizer zur Pearl – Jam Show in Berlin lieferten. Auffällig war nur, dass das Duo deutlich cooler geworden ist mit den Jahren. Ohne an Soundgewalt einzubüßen sah man von wildem Geheadbange und Rumgespringe auf der Bühne zwar ab, brachte die Massen aber dennoch ganz gut zum Kochen. Für mich ist nur unverständlich, warum man die Kerls so früh im Festivalprogramm verheizte. Aber gut. Danach kapitulierte ich im Wesentlichen vor der Hitze und füllte mich fleißig weiter mit Wasser ab während ich abwechselnd auf irgendeiner Wiese rum lag und zur dargebotenen Musik vor mich hindöste, mit Niederländern Blödsinn verzapfte (das ist ein sehr lustiges Volk… ;-) ) bzw. mal nen kleinen Rundgang zum Merch-Stand machte um mir das bereits abgecheckte Tourposter zu holen. Gegen 17 Uhr nahm ich dann endgültig vor der Mainstage auf der Liegewiese platz und ließ mich von Amy McDonald berieseln. Erwartet habe ich von deren Auftritt eigentlich nicht sonderlich viel, aber so zum Abhängen auf dem Rasen bei bestem Sommerwetter lieferte die Frau einen durchaus annehmbaren Background. Schöner Festival – Gig, zwar nicht so ganz mein Fall, aber kann durchaus als positive Überraschung gewertet werden. Nach ihr betrat dann Ben Harper mit seinen Relentless 7 die Bühne. Sehr schönes Set! Highlight dann der kleine Appetitanreger für den Mainact: Ben holte sich Eddie auf die Bühne um gemeinsam „Under Pressure“ zu performen. Klasse Auftritt von den beiden und vor allem: Es machte so richtig Hunger auf Pearl Jam! Als Ben die Bühne schließlich verließ (und dabei einen zutiefst positiven Eindruck hinterließ), hieß es für mich: noch mal Wasser nachfüllen und mir so langsam meine Position im FOS-Bereich vor der Bühne sichern. 45 Minuten vor „Anpfiff“ latschte ich entspannt durch die Absperrung und fand ca. 10 Meter vor der Bühne ein ruhiges Plätzchen. Wie auch das gesamte Konzert über war das eine richtig angenehme Sache im Front of Stage Bereich. Niederländer sind ein seltsames Volk was Konzerte angeht… Stimmung ist da, Bewegung vor der Bühne eher weniger. Aber gut, angesichts der durchlittenen Hitzeschlacht war mir das auch ganz recht. Jedenfalls ertönte pünktlich das Klavier-Intro der Jungs und spätestens da wars ohnehin um mich geschehen! Die letzten 30 Minuten war die Spannung / Vorfreude ja kaum noch auszuhalten, mit Einsetzen der Bühnenmusik dann, platzte man fast. Diese letzten Minuten vor den ersten Tönen, vor der Klarheit über den Opener, sind auch so eine Sache für sich. Das gibt’s nur bei Pearl Jam für mich. Was den Opener angeht: Es war zwar nicht das erhoffte „Release“, dafür aber ein Überraschungs – Kracher mit „Do the Evolution“. Dieser leitete dann auch ein wahres Festival-Powerset, gewürzt mit einer großzügigen Hand voll Highlights ein. Mit DTE einzusteigen ist wohl so eine klassische-Festival-Sache: Von Beginn an Druck machen! Hat funktioniert! Das Publikum war sofort da (wenn auch bewegungsarm). Das anschließende „Got Some“ legte noch mal ordentlich nach, bevor man mit „Save You“ das erste Highlight folgen ließ. Nicht nur, dass der Riot-Act-Kracher das Tempo ordentlich hoch hielt, die Nummer finde ich an sich richtig klasse. Spätestens da war ich 100%ig im Konzert angekommen… Save You… großartig! Das anschließende „Given to Fly“, das mittlerweile auf keinem Konzert mehr fehlen darf, passte zu dem Zeitpunkt perfekt nach Nijmegen. Die Sonne stand bereits extrem tief, ein wohltuender Wind kam auf und Pearl Jam ließen den Song förmlich über die versammelten 50.000 Besucher schweben. Perfekt! Für mich die beeindruckendste GTF – Version die ich miterleben durfte. Danach wurde es wieder spezieller: „Animal“ krachte in die herrlich schwelgende Stimmung hinein und feuerte die Massen noch mal so richtig an. Eddie lebte sich mal wieder aus am Mikro. Im Anschluß brachte man mit „Dissident“ wieder einen selteneren Setlist-Gast ans schwindende Tageslicht. Als Albumversion nicht unbedingt einer meiner Favoriten, live aber eine feine Sache. Soweit der erste Songblock, aber der zweite Teil des Mainsets sollte es noch mal in sich haben. Klar, „Even Flow“ kam wieder, danach kann man ja seit Jahren die Uhr stellen, und schlug auch gewohnt ein. Viele Die-Hard-Fans nervt der Song mittlerweile… mich nicht! Ich mochte Even Flow schon immer und was die Jungs Live da heraus holen können ist teilweise atemberaubend, besonders wenn Mikey mal wieder einen seiner Sahnetage hat und das dicke Killer-Solo auspackt. Aber vor „Even Flow“ kam zunächst noch eines meiner zwei absoluten OBER-Highlights dieses Abends. Denn genau zwei Stücke ragten für mich aus dem insgesamt sehr guten Nijmegen-Set für mich heraus und das erste war „IN MY TREE“!!!! Schon als Eddie das knapp aber passend mit den Worten „This is fort he People in the Trees“ ankündigte (wobei er sich wohl auf kartenlos gebliebene Dudes bezog, die in den Bäumen rund um das abgesperrte Festivalgelände hockten), kam die Gänsehaut schlagartig. Denn was nun kam, war mir klar, bevor der erste Ton erklungen war. Hatte ich vor dem Konzert noch brennend darauf gehofft den Song in Berlin zu hören (auf `nem Festival hatte ich ihn schlicht nicht erwartet), wurde er nun unverhofft angestimmt… auf einem Festival! Unglaublich! Dazu noch eine richtig großartige Version des Songs, Eddie gut bei Stimme und voll im Song aufgehend, während Mikey an der Gitarre brillierte! Traumhafte vier Minuten vierzig Sekunden waren das! Ähnlich wie „Given To Fly“ steigerte sich der Song gen Ende immer mehr, uferte aus und klang mit einem großartigen Jam der gesamten Band aus. Da lieferte das bereits erwähnte Even Flow nur umso mehr eine willkommene Verschnaufpause um sich neu zu sortieren. Mit einfach nur wunderschönen Versionen von „Just Breahe“ und „Unthought Known“ hielten die Jungs danach das Niveau fleißig oben und verschafften den Anwesenden eine kleine Auszeit. Live funktionieren beide Songs hervorragend, wie sich zeigte. Alleine dass „Just Breathe“ von einem Chor begleitet wurde, was bei Festivals eher unüblich ist, sagt so einiges. Eddie stand, nur von Boom und seiner Hammondorgel begleitet auf der Bühne und malträtierte seine Akustikgitarre, während man sich einfach nur durch den Song treiben ließ. Mit „Unthought Known“ im Anschluß zog man zwar das Tempo und insbesondere die Stimmung noch mal ein wenig an, aber diese Kombination der Songs passte wie der sprichwörtliche Arsch auf den Nachttopf! Danach gabs dann mit „Whipping“ wieder einen dieser viel zu selten ausgepackten Burner hinterher. Nachdem wir in Düsseldorf 2007 bereits einmal in den Genuss gekommen waren, jetzt endlich eine Version, die auch auf einem Bootleg landen wird. Absoluter Kracher der Song! Gefolgt vom schaurig-schönen „Daughter“ mit Blitzkrieg-Bop-Tag, was so ein wenig die Fahrt wieder heraus nahm. Daughter ist einer der Songs, die (wie ich finde) nicht langweilig werden, egal wie oft man sie hört. Ähnliches gilt für „Elderly Woman“, was im Zugabenteil auch noch kommen sollte. Abgeschlossen wurde das Mainset mir zwei Über-Songs! Zunächst erfüllten mir Eddie und Co einen lange gehegten Setlisttraum und brachten END-LICH mal „Jeremy“ in meiner Gegenwart! Viel zu selten wird der gespielt, also hatte ich hier das zweite, heraus stechende Highlight! Unwillkürlich gings zurück in die 90er, als ich das Video und Song erstmals sah und förmlich aus den Latschen kippte… großartiger Song, geile Bass-Linie und Eddie mit seiner Stimme… und nun, 17 Jahre nachdem mit das widerfuhr, spielen die das in Nijmegen, keine 10 Meter entfernt!
Mit „Rearviewmirror“ beendete man das Set dann. Ähnlich wie „Whipping“ viel zu selten gespielt, außerdem einer der Songs, die ich einfach nur mag. Tolles Intro, steigert sich permanent um am Ende förmlich zu explodieren. Erstklassiger Abschluß des Mainsets.

So gings also in ein kurzes Päuschen, bevor die Jungs sich wieder auf die Bühne scherten um mit „Elderly Woman behind the Counter in a Small Town“ den Zugabenblock mitsinglastig und gediegen einzuläuten. Wie gesagt, der Song ist irgendwie immer ein Highlight! Wie ich in Berlin noch merken sollte allerdings mit der Einschränkung, dass es zumindest dämmern sollte wenn er kommt. ;-) Die Rock-Ecke wurde anschließend mit „The Fixer“ und „Life Wasted“ bedient, wobei vor allem ersterer durch seinen Mitsingcharakter noch mal ordentlich Stimmung rein brachte. Das folgende „Betterman“ steigerte dies dann noch mal. Unglaublich, vor einem Jahr wäre ich froh gewesen, „Betterman“ wenigstens EIN EINZIGES MAL zu Hören zu bekommen… heute wars das dritte Mal am Stück; mit Berlin 2009 als absolutem Highlight.
Leider war nun schon das Ende der Show angebrochen. Das ist so ein bissel der Wermutstropfen bei Festivals. Da werden den Jungs die handelsüblichen 90 Minuten zugestanden… normale Konzis dauern gerne mal ein dreiviertel Stündchen länger. Aber mit „Rockin in The Free World“ wurden wir noch mal erstklassig in die holländische Nacht entlassen. Super Version, Energie geladen und druckvoll durchgezogen. Ein echter Abendgruß der Jungs, hineingerockt in die Dunkelheit und ein dicker Mittelfinger für den 22:30 Uhr Curfew! Aber wir wollen nicht meckern, man konnte sich ja irgendwie schon drauf einstellen, dass man ein Festival nicht mit einem regulären Konzert gleich setzen kann von der Länge her. Die Setlist dagegen, fand ich einfach nur großartig. Ein Powerset, klar. Aber eines mit jeder Menge Stil und Perlen. Der Ausflug nach Nijmegen, sowie das stundenlange Schwitzen in der prallen Sonne haben sich definitiv gelohnt. Persönliche Highlights ganz klar „In My Tree“ und „Jeremy“, aber auch so Dinger wie „Whipping“, „Save You“, „RVM“ oder „RITFW“ waren Spaßgaranten an diesem Abend. Außerdem war Eddie deutlich klarer als 2009 in Rotterdam, wo man sein Gras bis zu unseren Tribünenplätzen hoch riechen konnte.
Während der gesamten Fahrt zurück nach Lünen hatte ichoben genannte Songs noch im Ohr… selbst, als der Schutzmann mich wieder auf den rechten Weg bringen musste, nachdem ich mich in Dortmunder Wohngebieten aber auch so was von hoffnungslos verfranst hatte… Daumen Hoch, Ruhrpott-Polizei!
Hier noch mal als kleine Zusammenfassung die Setlist sowie das Poster (Ist jetzt nicht unbedingt das große Highlight… aber ich war da! Das reicht als Legitimation sich das Ding stolz an die Wand zu hängen!

MAIN SET:
Do the Evolution
Got Some
Save You
Given To Fly
Animal
Dissident
IN MY TREE
Even Flow
Just Breath
Unthought Known
Whipping
Daugther/Hey Ho Let's go(Ramones Tag)
Jeremy
RVM
ENCORE:
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Fixer
Life Wasted
Betterman
Rockin in the Free World
So, der Berlin-Bericht folgt dann die Tage. Soviel schon einmal vorweg: Berlin war mal wieder ein absolutes Highlight. Unglaubliche Setlist, Wahnsinns-Stimmung und trotz des traurigen Hintergrundes des 10. Jahrestages der Roskilde-Katastrophe legten die Jungs ein mitreißendes Set hin, das uns einen geradezu phänomenalen Abend bescherte!
Bis dato: Keep on Rockin’!
Personal "New Song Index":
NIJMEGEN: 4
London: 7
Belfast: 8
Dublin: 8
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Montag, 28.06.2010
IN MY JERE-TREE - Pearl Jam Nijmegen 27.06.2010
So, liebe Leute! Nur mal kurz zum gestrigen Abend: Toll wars, nur leider viel zu kurz. Der holländische Curfew lag schon bei 22:30 Uhr, weshalb die Jungs nach reichlich 90 Minuten schon die Bühne verlassen mußten... leider. Bis dahin gabs aber dann ordnungsgemäß auf die Löffel! Das ist dann wieder der Vorzug einer Festival-Setlist, im Gegensatz zum Nachteil der Länge. Aber darauf konnte man sich ja schon ein bissel einstellen und die gespielten Songs entschädigten für so einiges.
Ein Powerset mit einigen Schmankerln. Vor allem In My Tree un Jeremy rißen mich vom Hocker. DTE als Opener kann auch ordentlich heitzen. Ansonsten die beiden Backspacer-Songs im Mainset: Überzeugend bis großartig. Live kann die neue Platte also auch so einiges.
Das Poster ist relativ gaga... irgendwie bekommen die in Nijmegen immer die häßlichen Buden ab. Aber an die Wand kommts bei mir trotzudem. ;-) So eute, später mehr... jetzt muß ich mich erstmal auf den Abmarsch nach BERLIN vorbereiten. Dann werden die Jungs nicht mit 90 Minuten davon kommen... und ich erwarte einen zweistelligen "Personal New Song Index"!!! ;-)
Setlist:
MAIN SET:
DTE
Got Some
Save You
Given To Fly
Animal
Dissident
In my tree
Even Flow
Just Breath
Unthought Known
Whipping
Daugther/Hey Ho Let's go
Jeremy
RVM
ENCORE:
Small Town
Fixer
Life Wasted
Betterman
RITFW
Ein Powerset mit einigen Schmankerln. Vor allem In My Tree un Jeremy rißen mich vom Hocker. DTE als Opener kann auch ordentlich heitzen. Ansonsten die beiden Backspacer-Songs im Mainset: Überzeugend bis großartig. Live kann die neue Platte also auch so einiges.
Das Poster ist relativ gaga... irgendwie bekommen die in Nijmegen immer die häßlichen Buden ab. Aber an die Wand kommts bei mir trotzudem. ;-) So eute, später mehr... jetzt muß ich mich erstmal auf den Abmarsch nach BERLIN vorbereiten. Dann werden die Jungs nicht mit 90 Minuten davon kommen... und ich erwarte einen zweistelligen "Personal New Song Index"!!! ;-)
Setlist:
MAIN SET:
DTE
Got Some
Save You
Given To Fly
Animal
Dissident
In my tree
Even Flow
Just Breath
Unthought Known
Whipping
Daugther/Hey Ho Let's go
Jeremy
RVM
ENCORE:
Small Town
Fixer
Life Wasted
Betterman
RITFW
Donnerstag, 24.06.2010
TREMOR CHRIST - 23.06.10 Belfast
Ab morgen bin ich dann auf Tour... ab morgen startet meine persönliche Pearl - Jam Party! :-D Den zweiten Gig in Belfast nehme ich mal als Anlaß zur gesteigerten Vorfreude! Von wegen "warm spielen" oder erstmal ein paar standardsets wie 2009 einschieben bevor man ab Rotterdam sämtliche Register zieht. Konzert Nr. 2 zeigt auf, daß die Jungs BOCK haben auf eine geile Tour! Hier die Setlist, diesmal unkommentiert (bin momentan einfach nicht mehr objektiv... sorry)!
MAIN SET:
Sometimes
Do The Evolution
Animal
The Fixer
Tremor Christ
Low Light
Even Flow
Unthought Unknown
No Way
Insignificance
Present Tense
Daughter
Got Some
Save You
Given To Fly
Black
Rearviewmirror
ENCORE 1:
Just Breathe
Amongst The Waves
State of Love and Trust
Wasted Reprise
Betterman/Save It For Later
ENCORE 2:
Jeremy
Leash
Crazy Mary
Alive
Yellow Ledbetter
Personal New Song Index:
Belfast: 8
Dublin: 8
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
MAIN SET:
Sometimes
Do The Evolution
Animal
The Fixer
Tremor Christ
Low Light
Even Flow
Unthought Unknown
No Way
Insignificance
Present Tense
Daughter
Got Some
Save You
Given To Fly
Black
Rearviewmirror
ENCORE 1:
Just Breathe
Amongst The Waves
State of Love and Trust
Wasted Reprise
Betterman/Save It For Later
ENCORE 2:
Jeremy
Leash
Crazy Mary
Alive
Yellow Ledbetter
Personal New Song Index:
Belfast: 8
Dublin: 8
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Mittwoch, 23.06.2010
OF THE EARTH - Dublin 22.06.2010
So Mädels, Pearl Jam sind auf dem Kontinent angekommen! Gestern stieg in Dublin das erste Euro-Tour Konzi! Fußballbedingt nur kurz zusammengefasst: Mit „Long Road“ wird die Tradition der langsamen Opener fortgesetzt. Danach gings bis zu „Unthought Known“ erstmal ordentlich zur Sache („Once“ als zweiter Song… ein Traum!). Erstes Highlight dann „Nothingman“, gefolgt von „Not For You“ nach einem Intermezzo der rasenden Art („Lukin“). Unerwartet dann „Arms Aloft“, ein The Clash Cover. Das erste Encore gehighlightet vom neuen Song „Of the Earth“ einer bislang unbekannten B-Seite aus Avocado-Zeiten (Livepremiere natürlich). Encore Nr. 2 gefällt mir dann von der Zusammenstellung wieder außerordentlich. Alleine „Betterman“ nach „Elderly Woman“ klingt großartig. „Kick out the Jams“ gab dem Affen dann noch mal Zucker bevor der Abend standardisiert hochklassig geendet hat.
Main Set:
Long Road
Once
The Fixer
Why Go
Corduroy
Severed Hand
Amongst the Waves
Even Flow
Unthought
Nothingman
Lukin
Not For You
Down
Got Some
Comatose
Arms Aloft (The Clash Cover)
DTE
Encore 1:
Just Breathe
Given To Fly
Of the Earth
Porch
Encore 2:
Elderly Woman
Betterman
Kick Out The Jams
Alive
Yellow Ledbetter
26 Songs und ein auf den ersten Blick feines Poster. Ne solide 2-. Heute Nacht in Belfast geht’s weiter, ich freu mich!

Main Set:
Long Road
Once
The Fixer
Why Go
Corduroy
Severed Hand
Amongst the Waves
Even Flow
Unthought
Nothingman
Lukin
Not For You
Down
Got Some
Comatose
Arms Aloft (The Clash Cover)
DTE
Encore 1:
Just Breathe
Given To Fly
Of the Earth
Porch
Encore 2:
Elderly Woman
Betterman
Kick Out The Jams
Alive
Yellow Ledbetter
26 Songs und ein auf den ersten Blick feines Poster. Ne solide 2-. Heute Nacht in Belfast geht’s weiter, ich freu mich!

Dienstag, 22.06.2010
LBC - Liveversion
(Pearl Jam)
"...let the show begin..."
Sohoooo, die WM mag nun zwar in die heiße Phase gehen, aber dennoch wird sie ab ca 21 Uhr im Kosmos des Onkels zum zweitwichtigsten Juniereignis degradiert. Denn heute Nacht, etwa um diese Zeit, betreten die Jungs von Pearl Jam erstmals in 2010 eine europäische Bühne. In Dublin geht sie los, die wilde Hatz nach Setlistraritäten. Weiter geht’s dann über Belfast und London zum Toureinstieg meiner Wenigkeit: Nijmegen am Sonntag, den 27.06.2010. Von da aus nach Berlin, das wird was ganz was Großes werden am 30.06.2010… garantiert! Nach diesem Highlight lässt man das Ganze dann relaxt über sechs Abschlußkonzis ausklingen, auf denen man gefälligst größere Highlights im Abendprogramm zu UNTERLASSEN HAT!!! ;-)
Heute werde ich dem Setlist-Ticker des Forums und dem entsprechenden Tweet gleich mal parallel folgen. Immerhin bekommt man einen Eindruck von dem, was man auf der Tour so an Songs erwarten kann und welche Opener man sich Gott sei Dank oder auch Leider gepflegt abschminken kann. Daher hoffe ich doch mal, dass man nicht gleich mit „Release“ lospoltert und auch das zauberhafte „Off He Goes“ bis nächsten Mittwoch stecken lässt. Hach, wird das spannend! Ich freue mir schon ein Loch in den Bach wenn ich nur an die stundenlange Warterei auf dem grünen Wuhlheiderasen denke, während wir dem Einlaß entgegen fiebern und uns die Zeit mit Berliner Kindl und ner Bratwurscht vertreiben. Göttlich! Da weiß man gleich, warum man sich den Urlaub aufgespart hat. Dann erst die Posterfrage! Muß man sich seinen Lebtag eine dieser potthässlichen Buden der Marke Marseille 2006 an die Wand hängen (Mischung aus Alfred E. Neumann und George W. Bush) oder gibt’s einen Wohnungsschmuck der Extraklasse wie etwa Düsseldorf 2007? Ob Krampe oder Krönung – gerahmt und aufgehangen wird das Ding am Ende trotzdem, schon der Erinnerung wegen. Dann das Warten vor der Bühne… die erste Erleichterung wenn der Opener die Bühne betritt und dann END-LICH die Eingangsmelodei der begehrten Schalmeienkapelle!!! Und dann die Antwort auf die Opener-Frage und von da an schwebt man ja eh nur durch den Abend. Hach ja… das wird schön.
Ach ja, eines muß ich jetzt einfach noch, mit Danksagung an meine Schwester, kurz erwähnen… etwas Fußballbezogenes:
Diese Engländer sind schon irgendwie... witzig!
"...let the show begin..."
Sohoooo, die WM mag nun zwar in die heiße Phase gehen, aber dennoch wird sie ab ca 21 Uhr im Kosmos des Onkels zum zweitwichtigsten Juniereignis degradiert. Denn heute Nacht, etwa um diese Zeit, betreten die Jungs von Pearl Jam erstmals in 2010 eine europäische Bühne. In Dublin geht sie los, die wilde Hatz nach Setlistraritäten. Weiter geht’s dann über Belfast und London zum Toureinstieg meiner Wenigkeit: Nijmegen am Sonntag, den 27.06.2010. Von da aus nach Berlin, das wird was ganz was Großes werden am 30.06.2010… garantiert! Nach diesem Highlight lässt man das Ganze dann relaxt über sechs Abschlußkonzis ausklingen, auf denen man gefälligst größere Highlights im Abendprogramm zu UNTERLASSEN HAT!!! ;-)
Heute werde ich dem Setlist-Ticker des Forums und dem entsprechenden Tweet gleich mal parallel folgen. Immerhin bekommt man einen Eindruck von dem, was man auf der Tour so an Songs erwarten kann und welche Opener man sich Gott sei Dank oder auch Leider gepflegt abschminken kann. Daher hoffe ich doch mal, dass man nicht gleich mit „Release“ lospoltert und auch das zauberhafte „Off He Goes“ bis nächsten Mittwoch stecken lässt. Hach, wird das spannend! Ich freue mir schon ein Loch in den Bach wenn ich nur an die stundenlange Warterei auf dem grünen Wuhlheiderasen denke, während wir dem Einlaß entgegen fiebern und uns die Zeit mit Berliner Kindl und ner Bratwurscht vertreiben. Göttlich! Da weiß man gleich, warum man sich den Urlaub aufgespart hat. Dann erst die Posterfrage! Muß man sich seinen Lebtag eine dieser potthässlichen Buden der Marke Marseille 2006 an die Wand hängen (Mischung aus Alfred E. Neumann und George W. Bush) oder gibt’s einen Wohnungsschmuck der Extraklasse wie etwa Düsseldorf 2007? Ob Krampe oder Krönung – gerahmt und aufgehangen wird das Ding am Ende trotzdem, schon der Erinnerung wegen. Dann das Warten vor der Bühne… die erste Erleichterung wenn der Opener die Bühne betritt und dann END-LICH die Eingangsmelodei der begehrten Schalmeienkapelle!!! Und dann die Antwort auf die Opener-Frage und von da an schwebt man ja eh nur durch den Abend. Hach ja… das wird schön.
Ach ja, eines muß ich jetzt einfach noch, mit Danksagung an meine Schwester, kurz erwähnen… etwas Fußballbezogenes:
Diese Engländer sind schon irgendwie... witzig!
Freitag, 18.06.2010
STAR SPANGLED BANNER - Liveticker USA : Slovenien
(Mike McGready)
Sososososo... WM-Ticker Nr. Drei zum Spitzenspiel der Gruppe Schlagmichtot! Die freiheitsliebenden US-Amerikaner setzen sich mit dem Balkan(zwerg)staat auseinander. Um dieses Fußballfest zu würdigen, gibts heute den gründerväterlichen Gemeinschaftsticker!
0.Minute: Urs ist da! Die Amis haben sowohl einen Schläfer, als auch einen phänotypischen Skinhead im Aufgebot... Multikultistaat eben...
0. Minute: Ein Finanzbeamter wird das Spiel verwalten. Die geballte Erfahrung von fünf Afrikameisterschaften!!! *wow*
1.Minute: Der Anstoß reißt einen unbekannten Schreihals mit. Nach 10 Sekunden bereits der erste schwerverletzte Slovene... per Ellenbogen niedergestreckt von Dempsey. -> Eisbeutel im Einsatz.
2. Minute: 2.Foul. Effektive Spielzeit bislang ca 15 Sekunden (WOHLWOLLEND geschätzt.)
4. Minute: "Continental", "Visa" und "Hasseröder" als Bandenwerbung sind ja noch einzuordnen... aber welcher Weltkonzern verbirgt sich hinter "Mahintra Setyam"?!?!? Ist das Zulu für "Audi"?!?
6.Minute: Zitat des Spieles: "Schiedsrichter braucht die Assistenz seines Assistenten!" -> Anmerkung: Da geht verbal bestimmt noch mehr... also das bisherige Zitat des Spieles. Bisher übrigens keine gelbe Karte.
9. Minute: Erkenntnis: Novakovic hat eine Hitlerfrisur! Anm. GVH: "Die ham`ooch ihren Nazi dabei, der is sogar noch näher am Original!" Recht hat er!
13. Minute: 1:0 Slovenien!! Birsa fackelt auf 20 Metern einen Unhaltbaren in die Maschen! Der Kommentator legt n´mit logischen Höchstleistungen nach: "Ein Klasse-Tor, vielleicht sogar ein Weltklasse-Tor; wir sind ja bei einer Weltmeisterschaft!" Wir nennen ihn somit mal: Den Spock des Tages!
19.Minute: Käffchen mit Erdbeerkuchen!
22.Minute: Der Führer steht im Abseits und vähhhrrrfählt sain Zääähl!
23.Minute: Einigkeit beim Kompetenzteam: Das Spiel ist fantastisch!
24. Minute: Die Amis haben einen der heißt Cäsar. Erkenntnis 2: Cäsar gegen Hitler, das hat schon was. "Lägäooonän stähän hinterrrr mirrr!"
25. Minute: Neuer Vorschlag fürs Zitat des Tages: "Sie haben 1:0 gewonnen, ohne Gegentor!"
30.Minute: Erkenntnis 3: Slovenen-Fans sehen aus wie Ossis aus den 80ern...
32.Minute: Ami-Fans sehen aus wie 1. Hopper 2. Hipp-Hops 3. Verlauste Skaterbande!
36 Minute: Korrektur: Cäsar und Hitler machen gemeinsame Sache... good bye Weltfrieden.
37.Minute: Toller Torres-Freistoß von Hamdanovic klasse gehalten. Die Amis wehren sich gegen die Achse Berlin-Rom!
39. Minute: Eine Großchance der US-Boys. Allerdigns war abgepfiffen... effektiv also KEINE Großchance der US-Boys. Abgepfiffen wegen HAndspieles das keines war. Also doch wieder eine Großchance der US-Boys. ("Großchance der Herzen" zumindest.)
40.Minute: Noch ne Großchance USA.
42.Minute: Ljubljakic beljubeljakict das 2:0.
45 +2. Minute: Abpfiff in einem tollen Spiel. Macht richtig Spaß den beiden Teams zuzusehen. Hoffentlich gehts weiter in diesem Stil.
46. Minute: Die 2. Halbzeit läuft. Eud neu im Spiel. Dann mal los, werte Ballschieber.
47.Minute: Hammertor von Donovan zum 1:2! Der Aminagelt die Pille unter die Querlatte, daß dem Slovenen-Keeper Himmelangst wird. Die 2.Hälfte hält, was die erste versprach. Im Anschluß gleich ein ordnungsgemäßes Foul an einem Slovenen.
50.Minute: Fast der Ausgleich der Amis!
53.Minute: Lecker Fußball-Eis.
58.Minute: Nächste Ami-Chance! Das Spiel entwickelt sich wie der 2. Weltkrieg: In der 2.Hälfte drängten die Amis Hitler und seine Schergen in die Defensive.
61. Minute: Hitler wird deutlich verfehlt und protestiert.
66.Minute: Weiter ein munteres Auf und Ab in Johannesburg.
67.Minute: Erkenntnis 4: Der US-Nazi heißt auch noch Bradley... wie der Panzer! Der sollte Spielführer werden!
69.Minute: Freistoß USA. Das hätte eigentlich Rot geben müssen, war ne klare Notbremse. Donovan scheint zu schießen uuuuuuuuund... im Nachschuß wirds nochmal richtig gefährlich.
73.Minute: Auswechslung Slovenien. Mit Pecnic kommt ein Stabilisator, während Ljubljankic den Platz verläßt... beim anschließenden Einwurf war vom Stabilisator aber noch nix zu sehen.
79.Minute: Slovenien scheint irgendwie keine Lust mehr zu haben... Konter abgebrochen, Ballgeschiebe... und trotzdem ne Fehlpassquote von 25%. Das schafft sonst nur die FDP!
80.Minute: Die Amis geben auf: sie wechseln ihren Gomez ein.
81.Minute: Korrektur: Der Typ heißt Herkules Gomez, somit wäre die geschichtsträchtigste Partie der WM um ein weiteres Highlight bereichert. Aber wird Herkules diese Aufgabe das Spiel zu drehen wirklich stemmen können?!?
82.Minute: KANN ER!!! ODer zumindest sein Teamnazi! Bradley jagt den Ball imk Rutschen zum Ausgleich unter die Latte! Ausgleich zum 2:2 und das, ACHTUNG, "Momentun" ist nun auf Seiten der US-Boys. Die Fans weinen schon... .
85. Minute: Altidori versucht sich im Rücken von Cäsar davon zuschleichen, was der aber nicht zuläßt (verständlicher Weise). Er foult. Daraus das 3:2 der Amis... abgepfiffen wegen wasweißich... krasses Spiel. Wir sind allerdings ratlos, warum das Tor nicht zählte.
88.Minute: Hitler köpft daneben! "Das passt doch!"
90.Minute: Offensive auf beiden Seiten jetzt. Klasse, das Spiel wollen beide Coaches noch gewinnen! WM, wie sie sein soll!
90+3. Minute: Doppelfoul des Balles!Beim Deutschland Schiri hätte die Kugel mindestens gelb gesehen!
90+4. Minute: Abpfiff! 2:2 in einem sehr, sehr ansehnlichen Spiel. das nicht gegebene Tor der USA erzürnt selbige vollkommen zu Recht!
Und hier das offizielle Gesamtfazit der bisherigen beiden Spiele:
"Das zweite Spiel in dem der Schiri der Depp ist! Nachher mit England auf dem Platz wird das nicht passieren!" (GVH)
Sososososo... WM-Ticker Nr. Drei zum Spitzenspiel der Gruppe Schlagmichtot! Die freiheitsliebenden US-Amerikaner setzen sich mit dem Balkan(zwerg)staat auseinander. Um dieses Fußballfest zu würdigen, gibts heute den gründerväterlichen Gemeinschaftsticker!
0.Minute: Urs ist da! Die Amis haben sowohl einen Schläfer, als auch einen phänotypischen Skinhead im Aufgebot... Multikultistaat eben...
0. Minute: Ein Finanzbeamter wird das Spiel verwalten. Die geballte Erfahrung von fünf Afrikameisterschaften!!! *wow*
1.Minute: Der Anstoß reißt einen unbekannten Schreihals mit. Nach 10 Sekunden bereits der erste schwerverletzte Slovene... per Ellenbogen niedergestreckt von Dempsey. -> Eisbeutel im Einsatz.
2. Minute: 2.Foul. Effektive Spielzeit bislang ca 15 Sekunden (WOHLWOLLEND geschätzt.)
4. Minute: "Continental", "Visa" und "Hasseröder" als Bandenwerbung sind ja noch einzuordnen... aber welcher Weltkonzern verbirgt sich hinter "Mahintra Setyam"?!?!? Ist das Zulu für "Audi"?!?
6.Minute: Zitat des Spieles: "Schiedsrichter braucht die Assistenz seines Assistenten!" -> Anmerkung: Da geht verbal bestimmt noch mehr... also das bisherige Zitat des Spieles. Bisher übrigens keine gelbe Karte.
9. Minute: Erkenntnis: Novakovic hat eine Hitlerfrisur! Anm. GVH: "Die ham`ooch ihren Nazi dabei, der is sogar noch näher am Original!" Recht hat er!
13. Minute: 1:0 Slovenien!! Birsa fackelt auf 20 Metern einen Unhaltbaren in die Maschen! Der Kommentator legt n´mit logischen Höchstleistungen nach: "Ein Klasse-Tor, vielleicht sogar ein Weltklasse-Tor; wir sind ja bei einer Weltmeisterschaft!" Wir nennen ihn somit mal: Den Spock des Tages!
19.Minute: Käffchen mit Erdbeerkuchen!
22.Minute: Der Führer steht im Abseits und vähhhrrrfählt sain Zääähl!
23.Minute: Einigkeit beim Kompetenzteam: Das Spiel ist fantastisch!
24. Minute: Die Amis haben einen der heißt Cäsar. Erkenntnis 2: Cäsar gegen Hitler, das hat schon was. "Lägäooonän stähän hinterrrr mirrr!"
25. Minute: Neuer Vorschlag fürs Zitat des Tages: "Sie haben 1:0 gewonnen, ohne Gegentor!"
30.Minute: Erkenntnis 3: Slovenen-Fans sehen aus wie Ossis aus den 80ern...
32.Minute: Ami-Fans sehen aus wie 1. Hopper 2. Hipp-Hops 3. Verlauste Skaterbande!
36 Minute: Korrektur: Cäsar und Hitler machen gemeinsame Sache... good bye Weltfrieden.
37.Minute: Toller Torres-Freistoß von Hamdanovic klasse gehalten. Die Amis wehren sich gegen die Achse Berlin-Rom!
39. Minute: Eine Großchance der US-Boys. Allerdigns war abgepfiffen... effektiv also KEINE Großchance der US-Boys. Abgepfiffen wegen HAndspieles das keines war. Also doch wieder eine Großchance der US-Boys. ("Großchance der Herzen" zumindest.)
40.Minute: Noch ne Großchance USA.
42.Minute: Ljubljakic beljubeljakict das 2:0.
45 +2. Minute: Abpfiff in einem tollen Spiel. Macht richtig Spaß den beiden Teams zuzusehen. Hoffentlich gehts weiter in diesem Stil.
46. Minute: Die 2. Halbzeit läuft. Eud neu im Spiel. Dann mal los, werte Ballschieber.
47.Minute: Hammertor von Donovan zum 1:2! Der Aminagelt die Pille unter die Querlatte, daß dem Slovenen-Keeper Himmelangst wird. Die 2.Hälfte hält, was die erste versprach. Im Anschluß gleich ein ordnungsgemäßes Foul an einem Slovenen.
50.Minute: Fast der Ausgleich der Amis!
53.Minute: Lecker Fußball-Eis.
58.Minute: Nächste Ami-Chance! Das Spiel entwickelt sich wie der 2. Weltkrieg: In der 2.Hälfte drängten die Amis Hitler und seine Schergen in die Defensive.
61. Minute: Hitler wird deutlich verfehlt und protestiert.
66.Minute: Weiter ein munteres Auf und Ab in Johannesburg.
67.Minute: Erkenntnis 4: Der US-Nazi heißt auch noch Bradley... wie der Panzer! Der sollte Spielführer werden!
69.Minute: Freistoß USA. Das hätte eigentlich Rot geben müssen, war ne klare Notbremse. Donovan scheint zu schießen uuuuuuuuund... im Nachschuß wirds nochmal richtig gefährlich.
73.Minute: Auswechslung Slovenien. Mit Pecnic kommt ein Stabilisator, während Ljubljankic den Platz verläßt... beim anschließenden Einwurf war vom Stabilisator aber noch nix zu sehen.
79.Minute: Slovenien scheint irgendwie keine Lust mehr zu haben... Konter abgebrochen, Ballgeschiebe... und trotzdem ne Fehlpassquote von 25%. Das schafft sonst nur die FDP!
80.Minute: Die Amis geben auf: sie wechseln ihren Gomez ein.
81.Minute: Korrektur: Der Typ heißt Herkules Gomez, somit wäre die geschichtsträchtigste Partie der WM um ein weiteres Highlight bereichert. Aber wird Herkules diese Aufgabe das Spiel zu drehen wirklich stemmen können?!?
82.Minute: KANN ER!!! ODer zumindest sein Teamnazi! Bradley jagt den Ball imk Rutschen zum Ausgleich unter die Latte! Ausgleich zum 2:2 und das, ACHTUNG, "Momentun" ist nun auf Seiten der US-Boys. Die Fans weinen schon... .
85. Minute: Altidori versucht sich im Rücken von Cäsar davon zuschleichen, was der aber nicht zuläßt (verständlicher Weise). Er foult. Daraus das 3:2 der Amis... abgepfiffen wegen wasweißich... krasses Spiel. Wir sind allerdings ratlos, warum das Tor nicht zählte.
88.Minute: Hitler köpft daneben! "Das passt doch!"
90.Minute: Offensive auf beiden Seiten jetzt. Klasse, das Spiel wollen beide Coaches noch gewinnen! WM, wie sie sein soll!
90+3. Minute: Doppelfoul des Balles!Beim Deutschland Schiri hätte die Kugel mindestens gelb gesehen!
90+4. Minute: Abpfiff! 2:2 in einem sehr, sehr ansehnlichen Spiel. das nicht gegebene Tor der USA erzürnt selbige vollkommen zu Recht!
Und hier das offizielle Gesamtfazit der bisherigen beiden Spiele:
"Das zweite Spiel in dem der Schiri der Depp ist! Nachher mit England auf dem Platz wird das nicht passieren!" (GVH)
Dienstag, 15.06.2010
RED FLAG - Brasilien vs. Nordkorea... der Foxymorph WM Ticker
(Billy Talent)
Nach dem Erfolg des letzten Livetickers, gibt es heute den zweiten Teil... den *Trommelwirbel*:
SCHURKENSTAATTICKER!
Brasilien : Nordkorea steht an!
0.Minute: Nordkorea hat Chinesen als Fan-Söldner engagiert, die linientreu ihren Pseudo-Landsleuten zujubeln sollen. Zu allem Überfluß heißt der koreanisch Kapitän auch noch "Honk".
02.Minute: Nordkorea im systemtreuen Rot gleich unter Druck. Der imperialistische Klassenfeind läßt die dekadenten Starkicker gegen die antiimperialistische Abwehrkette anrennen. Lenin sei mit euch, liebe Genossen!
07. Minute: Erster Schuß der Brasilianer auf das Tor der Gegner... das kennen die nur aus der anderen Perspektive.
8.Minute: Fump! Köstritzer geöffnet. IMPERIALISTISCHES Köstritzer... .
10. Minute: Dunga hat nen Seemannsmantel an.
11.Minute: Erster Torschuß Nordkorea! Erwartungsgemäß kam der "auf Mann"!
12.Minute: Wir lernen: Bei Nordkorea gibt es zwei "Pak"'s; den sogenannten "Doppel-Pak"! (Jaja, heute bin ich in Kalauer-Laune!)
18. Minute: Nordkorea wird frech. Torschüsse auf das Gehäuse des Klassenfeindes. Wenn einer davon trifft, kann Kim Jong heute nur auf dem Rücken schlafen.
21. Minute: Laut Jule soll ich "Tschö mit Ö!" tickern. (Der Zusammenhang mit dem Spiel ist zu diesem Zeitpunkt eher unklar... selbst mir.)
25. Minute: Wie Real-Madrid-Star gegen hauptberuflichen Selbstschußanlagenjustierer sieht das Spiel bislang aber nicht aus. Brasilien tut sich sichtlich schwer gegen die Nordkoreaner. Eben sogar ein Hauch von Konter.
27.Minute: Die Brasilianer spielen mit Handschuhen!! Wie will mann denn so die nötige Härte ins Spiel bringen. Der Diktator lacht sich doch nen Ast!
32. Minute: Erstmals werden nach einem Torschuß der Koreaner die chinesischen Jubelsöldner eingeblendet. Enthusiasmus sieht anders aus. Vielleicht hätte Kim-Jong Dollar statt seiner Operettenwährung springen lassen sollen.
39.Minute: Da ist man bei Brasilien : Nordkorea 5 Minuten auf dem Balkon und verpasst kein Tor... wer hätte das gedacht?!?
Halbzeit!!! Das ist DIE Überraschung des bisherigen Turnieres wenn ihr mich fragt. Brasilien kriegts nicht geregelt auch nur ansatzweise gefährlich vors Tor zu kommen, während Nordkorea sich hinten routiniert einmauert und vorn die Nadelstichkonter ins Kapitalistenherz setzt (so ab und an).
46.Minute: weiter gehts mit dem Duell Samba gegen Separatismus.
49. Minute: Das geschulte Expertenauge erkennt bei Nordkorea eine Sechserabwehrkette mit zwei Sechsern vor der Abwehr. Dahinter noch der Torwart... die anderen beiden Spieler riskieren bestimmt grade einen Prozeß wegen "Fahnenfluckt nach vorn"!
50. Minute: Freistoßchance vergeben von Bastos. Dazu die Erkenntnis, daß Diktaturen auch was gutes haben: Die chinesischen Söldner haben keine Vuvuzelas!
55. Minute: Weltklassetor Maicon!!! Zur Sicherheit erst abgezogen, als er die komplette Mannschaft Nordkoreas hinter sich gelassen hatte. Hoffentlich wird jetzt noch kräftig nachgelegt! Wenngleich ich hier nicht drumrum komme zu sagen: Olli Kahn hätte den mit der Mütze gehalten!
62. Minute: Brasilien spielt jetzt langsam wie Brasilien. Momentan zwar noch auf U21-Niveau, aber immerhin.
64.Minute: Luis Fabiano versagt freistehend vorm Tor.
66. Minute: Immer wieder ein geiles Bild: Dieser einheitliche, ordnungsgemäß abgegrenzte Block von uniformierten Chinesen im Nordkorea-Look (OHNE VUVUZELAS!!!)! *doppel-lol*
69. Minute: Darf ein Nordkoreanischer Modellathlet eigentlich überhaupt verletzt ausscheiden? Sich gar per Trage vom Feld befördern lassen?!? NEIN, denkt sich auch Pak-Choi und stürmt hinkenden Fußes zurück aufs Feld! Wer weiß was man dem angedroht hat... .
72. Minute: 2:0 Brasilien!!! Nach einem Traumpass macht Elano seinem Namen alle Ehre und netzt ein. So hat das auszusehen! Außerdem ENDLICH der ruhmreiche FC Barcelona in persona Dani Alves vertreten!
77.Minute: Erkenntnis: Es gibt auch Brasilianer mit Schnauzbart. Aber so schafft mans nur zu Co-Trainer...
80. Minute: Ausflug in die Bundespolitik: Hab grade einen Tweet über die Verabschiedung via Großer Zapfenstreich vom Köhler gelesen. Den Ausdruck "Beleidigter Leberhorst" finde ich genial! :-)
81. Minute: Brasilien mach fleißig weiter Druck. allerdings ohne Zählbares zu erreichen. Außerdem muß ich hier nochmal die koreanischen Söldnerchinesen lobend erwähnen... ihr wißt schon warum: keine Vuvuzelas!!
85.Minute: Nilmar vergibt wieder frei vor dem Tor. Seit dem 1:0 sieht das ganze Dingen hier schon fast aus wie ein Länderspiel.
86.Minute: Yong Ti Se vergibt die Chance zum Anschlußtreffer nach einem blitzsauberen Konter. Ein Nordkoreaner aus Überzeugung; wer bei der Hymne weint, der darf aber auch gerne in Toren zurück zahlen, was das Volk ihm gab!
89.Minute: Ein Volks(republik)held ist geboren! Ji marschiert (hat er bestimmt lange genug geübt) durch die Zuckerhutabwehr und verwandelt zum gar nicht mal so unverdienten 1:2 für unser Klassenkämpfer! Gefühlt wie eine Niederlage für die Brasilianer... leider nur gefühlt.
90.Minute: Das mußt du erstmal bringen: gegen Brasilien zur 90.Minute die Abwehrkette praktisch auf vier Mann halbieren und als "Nordkorea" auf den Ausgleich zu drängen. Respekt!
Abpfiff! Kein gutes, aber ein interessantes Spiel allemal. Die Bewertung überlasse ich Olli Kahn und Katrin "Reichsparteitag" Hohenstein im ZDF (der mußte jetzt sein, Sorry). Ich verabschiede mich dann mal ins Bett. Morgen greifen endlich die Spanier ein, wieder was, auf das man sich freuen kann! :-)
Nach dem Erfolg des letzten Livetickers, gibt es heute den zweiten Teil... den *Trommelwirbel*:
SCHURKENSTAATTICKER!
Brasilien : Nordkorea steht an!
0.Minute: Nordkorea hat Chinesen als Fan-Söldner engagiert, die linientreu ihren Pseudo-Landsleuten zujubeln sollen. Zu allem Überfluß heißt der koreanisch Kapitän auch noch "Honk".
02.Minute: Nordkorea im systemtreuen Rot gleich unter Druck. Der imperialistische Klassenfeind läßt die dekadenten Starkicker gegen die antiimperialistische Abwehrkette anrennen. Lenin sei mit euch, liebe Genossen!
07. Minute: Erster Schuß der Brasilianer auf das Tor der Gegner... das kennen die nur aus der anderen Perspektive.
8.Minute: Fump! Köstritzer geöffnet. IMPERIALISTISCHES Köstritzer... .
10. Minute: Dunga hat nen Seemannsmantel an.
11.Minute: Erster Torschuß Nordkorea! Erwartungsgemäß kam der "auf Mann"!
12.Minute: Wir lernen: Bei Nordkorea gibt es zwei "Pak"'s; den sogenannten "Doppel-Pak"! (Jaja, heute bin ich in Kalauer-Laune!)
18. Minute: Nordkorea wird frech. Torschüsse auf das Gehäuse des Klassenfeindes. Wenn einer davon trifft, kann Kim Jong heute nur auf dem Rücken schlafen.
21. Minute: Laut Jule soll ich "Tschö mit Ö!" tickern. (Der Zusammenhang mit dem Spiel ist zu diesem Zeitpunkt eher unklar... selbst mir.)
25. Minute: Wie Real-Madrid-Star gegen hauptberuflichen Selbstschußanlagenjustierer sieht das Spiel bislang aber nicht aus. Brasilien tut sich sichtlich schwer gegen die Nordkoreaner. Eben sogar ein Hauch von Konter.
27.Minute: Die Brasilianer spielen mit Handschuhen!! Wie will mann denn so die nötige Härte ins Spiel bringen. Der Diktator lacht sich doch nen Ast!
32. Minute: Erstmals werden nach einem Torschuß der Koreaner die chinesischen Jubelsöldner eingeblendet. Enthusiasmus sieht anders aus. Vielleicht hätte Kim-Jong Dollar statt seiner Operettenwährung springen lassen sollen.
39.Minute: Da ist man bei Brasilien : Nordkorea 5 Minuten auf dem Balkon und verpasst kein Tor... wer hätte das gedacht?!?
Halbzeit!!! Das ist DIE Überraschung des bisherigen Turnieres wenn ihr mich fragt. Brasilien kriegts nicht geregelt auch nur ansatzweise gefährlich vors Tor zu kommen, während Nordkorea sich hinten routiniert einmauert und vorn die Nadelstichkonter ins Kapitalistenherz setzt (so ab und an).
46.Minute: weiter gehts mit dem Duell Samba gegen Separatismus.
49. Minute: Das geschulte Expertenauge erkennt bei Nordkorea eine Sechserabwehrkette mit zwei Sechsern vor der Abwehr. Dahinter noch der Torwart... die anderen beiden Spieler riskieren bestimmt grade einen Prozeß wegen "Fahnenfluckt nach vorn"!
50. Minute: Freistoßchance vergeben von Bastos. Dazu die Erkenntnis, daß Diktaturen auch was gutes haben: Die chinesischen Söldner haben keine Vuvuzelas!
55. Minute: Weltklassetor Maicon!!! Zur Sicherheit erst abgezogen, als er die komplette Mannschaft Nordkoreas hinter sich gelassen hatte. Hoffentlich wird jetzt noch kräftig nachgelegt! Wenngleich ich hier nicht drumrum komme zu sagen: Olli Kahn hätte den mit der Mütze gehalten!
62. Minute: Brasilien spielt jetzt langsam wie Brasilien. Momentan zwar noch auf U21-Niveau, aber immerhin.
64.Minute: Luis Fabiano versagt freistehend vorm Tor.
66. Minute: Immer wieder ein geiles Bild: Dieser einheitliche, ordnungsgemäß abgegrenzte Block von uniformierten Chinesen im Nordkorea-Look (OHNE VUVUZELAS!!!)! *doppel-lol*
69. Minute: Darf ein Nordkoreanischer Modellathlet eigentlich überhaupt verletzt ausscheiden? Sich gar per Trage vom Feld befördern lassen?!? NEIN, denkt sich auch Pak-Choi und stürmt hinkenden Fußes zurück aufs Feld! Wer weiß was man dem angedroht hat... .
72. Minute: 2:0 Brasilien!!! Nach einem Traumpass macht Elano seinem Namen alle Ehre und netzt ein. So hat das auszusehen! Außerdem ENDLICH der ruhmreiche FC Barcelona in persona Dani Alves vertreten!
77.Minute: Erkenntnis: Es gibt auch Brasilianer mit Schnauzbart. Aber so schafft mans nur zu Co-Trainer...
80. Minute: Ausflug in die Bundespolitik: Hab grade einen Tweet über die Verabschiedung via Großer Zapfenstreich vom Köhler gelesen. Den Ausdruck "Beleidigter Leberhorst" finde ich genial! :-)
81. Minute: Brasilien mach fleißig weiter Druck. allerdings ohne Zählbares zu erreichen. Außerdem muß ich hier nochmal die koreanischen Söldnerchinesen lobend erwähnen... ihr wißt schon warum: keine Vuvuzelas!!
85.Minute: Nilmar vergibt wieder frei vor dem Tor. Seit dem 1:0 sieht das ganze Dingen hier schon fast aus wie ein Länderspiel.
86.Minute: Yong Ti Se vergibt die Chance zum Anschlußtreffer nach einem blitzsauberen Konter. Ein Nordkoreaner aus Überzeugung; wer bei der Hymne weint, der darf aber auch gerne in Toren zurück zahlen, was das Volk ihm gab!
89.Minute: Ein Volks(republik)held ist geboren! Ji marschiert (hat er bestimmt lange genug geübt) durch die Zuckerhutabwehr und verwandelt zum gar nicht mal so unverdienten 1:2 für unser Klassenkämpfer! Gefühlt wie eine Niederlage für die Brasilianer... leider nur gefühlt.
90.Minute: Das mußt du erstmal bringen: gegen Brasilien zur 90.Minute die Abwehrkette praktisch auf vier Mann halbieren und als "Nordkorea" auf den Ausgleich zu drängen. Respekt!
Abpfiff! Kein gutes, aber ein interessantes Spiel allemal. Die Bewertung überlasse ich Olli Kahn und Katrin "Reichsparteitag" Hohenstein im ZDF (der mußte jetzt sein, Sorry). Ich verabschiede mich dann mal ins Bett. Morgen greifen endlich die Spanier ein, wieder was, auf das man sich freuen kann! :-)
Montag, 14.06.2010
BLITZKRIEG
(Met(a)llica)
*lol* Erster verbaler Einmarsch der öffentlich-rechtlichen! Ich mache ja keinen Hehl daraus, dass ich Katrin Müller-Hohenstein nicht sonderlich mag, respektive, dass ich die Lierhaus um längen besser finde wenn es um Sportmoderation im weitesten Sinne geht. Aber das, was die arme Frau jetzt ertragen muß, das hat sie nun auch nicht verdient. Müller-Hohenstein sprach in der Halbzeitpause der Fußballdemonstration unserer Nationalkicker gegen die Aussies folgenden Satz ins vuvuzelageplagte Mikro:
«Und für Miroslav Klose ein innerer Reichsparteitag, jetzt mal ganz im Ernst, dass er heute hier trifft»
Und prompt kassiert sie dafür Dresche. Für eine Bemerkung, die bei Harald Schmidt als „zu unprovokativ“ aus dem Programm fliegen würde. Aber gut, damit hätte sie halt rechnen müssen, dass das bundesweite Gutmenschentum darauf anspringt. Geht ja auch nicht, dass die da das böse „R“ – Wort ungestraft benutzt. Was nun folgt, ist der übliche Gang nach Canossa durch die Medienlandschaft, mit den vorgedruckten Entschuldigungen und der Asche-auf-mein-Haupt-Gestik, die alle von ihr erwarten. Trotzdem wird sie am Ende nur noch die „Reichsparteitag-Frau“ des ZDF sein und irgendwann ihr Privatleben von Guido Knopp durchleuchten lassen müssen um die Pilotfolge zu „Hitlers Moderatoren“ zu füllen.
Mich regt so was auf! Klar war das eine flapsige Bemerkung, die man sich hätte getrost sparen können wenn man die Reichweite der Sendung bedenkt. Aber dass jetzt auf die Frau eingeprügelt wird, als hätte sie mit Armbinde und Schnurrbart da gestanden, das ist derart übertrieben! Vor allem sind das wahrscheinlich die gleichen Political Correctness Fetischisten, die im nächsten Atemzug von „Negern mit Tröten“ (unbekannter Penny-Markt-Kunde, 2010) sprechen, wohlweißlich, dass DAS dann wieder keiner spitz kriegt in der Öffentlichkeit.
Vergangenheitsbewältigung fängt irgendwo auch damit an, dass man Dinge etwas relaxter sieht. Diese ewige Dünnhäutigkeit beim Thema Drittes Reich schafft nur Tabus und kaum sinnvolle Diskussion. Diese Heinis sollten ihre Doppelmoral stecken lassen und Müller-Hohensteins Kommentar einfach als das stehen lassen, als was er meiner Meinung nach eingeordnet werden sollte: Als einen der viel zu seltenen Ausflüge eines ZDF-Moderators in die ihm unbekannte Welt des „schwarzen Humors“ (und selbst da ist sie nüchtern betrachtet noch nicht mal weit gegangen).
*lol* Erster verbaler Einmarsch der öffentlich-rechtlichen! Ich mache ja keinen Hehl daraus, dass ich Katrin Müller-Hohenstein nicht sonderlich mag, respektive, dass ich die Lierhaus um längen besser finde wenn es um Sportmoderation im weitesten Sinne geht. Aber das, was die arme Frau jetzt ertragen muß, das hat sie nun auch nicht verdient. Müller-Hohenstein sprach in der Halbzeitpause der Fußballdemonstration unserer Nationalkicker gegen die Aussies folgenden Satz ins vuvuzelageplagte Mikro:
«Und für Miroslav Klose ein innerer Reichsparteitag, jetzt mal ganz im Ernst, dass er heute hier trifft»
Und prompt kassiert sie dafür Dresche. Für eine Bemerkung, die bei Harald Schmidt als „zu unprovokativ“ aus dem Programm fliegen würde. Aber gut, damit hätte sie halt rechnen müssen, dass das bundesweite Gutmenschentum darauf anspringt. Geht ja auch nicht, dass die da das böse „R“ – Wort ungestraft benutzt. Was nun folgt, ist der übliche Gang nach Canossa durch die Medienlandschaft, mit den vorgedruckten Entschuldigungen und der Asche-auf-mein-Haupt-Gestik, die alle von ihr erwarten. Trotzdem wird sie am Ende nur noch die „Reichsparteitag-Frau“ des ZDF sein und irgendwann ihr Privatleben von Guido Knopp durchleuchten lassen müssen um die Pilotfolge zu „Hitlers Moderatoren“ zu füllen.
Mich regt so was auf! Klar war das eine flapsige Bemerkung, die man sich hätte getrost sparen können wenn man die Reichweite der Sendung bedenkt. Aber dass jetzt auf die Frau eingeprügelt wird, als hätte sie mit Armbinde und Schnurrbart da gestanden, das ist derart übertrieben! Vor allem sind das wahrscheinlich die gleichen Political Correctness Fetischisten, die im nächsten Atemzug von „Negern mit Tröten“ (unbekannter Penny-Markt-Kunde, 2010) sprechen, wohlweißlich, dass DAS dann wieder keiner spitz kriegt in der Öffentlichkeit.
Vergangenheitsbewältigung fängt irgendwo auch damit an, dass man Dinge etwas relaxter sieht. Diese ewige Dünnhäutigkeit beim Thema Drittes Reich schafft nur Tabus und kaum sinnvolle Diskussion. Diese Heinis sollten ihre Doppelmoral stecken lassen und Müller-Hohensteins Kommentar einfach als das stehen lassen, als was er meiner Meinung nach eingeordnet werden sollte: Als einen der viel zu seltenen Ausflüge eines ZDF-Moderators in die ihm unbekannte Welt des „schwarzen Humors“ (und selbst da ist sie nüchtern betrachtet noch nicht mal weit gegangen).
Sonntag, 13.06.2010
STAND IN SILENCE
...and you will know us by the trail of Dead
So, mir reichts! Vuvuzelas sind HITLER!!!! Und zwar ein HITLER wo man hinten reinpustet.. das ist noch schlimmer! So schauts nämlich aus! Alleine wenn ich dran denke, daß ich dann 90 Minuten wieder dieses Getrööööööte ertragen muß, während Jogi und seine Ballschänder versuchen den Aussies ein Remis abzutrotzen... da wird mir schlecht.
"Vuvuzela" sollte international geächtet werden. Jeder, der mit so einem Ding gesichtet wir, sollte umgehend ausgebürgert werden. Wenn er diese afrikaophile Idiotentröte so toll findet, soll er doch nach Kapstadt gehen und glücklich werden mit seinem akustischen Folterinstrument. Hier mal ein paar populärkulturelle Beiträge zum Thema:
SO WEIT IST ES GEKOMMEN DURCH DIE DINGER: Netzer und Delling lachen ZUSAMMEN... über ein und die selbe Sache. Ohne Vuvuzelas wäre so etwas unwürdiges nie passiert!
Wie man diese Geräuschkulisse ertragen kann, zeigen uns hier ein paar Junge Männer aus irgendwo:
... nur im Suff scheint das zu gehen!
Paul Breitner sagt`s wie`s ist:
Und nun noch die Hymne der Vernünftigen:
Da man ja immer "Alternativen" bringen soll, die in diesm Fall auch klanglich wohltuender sind, möchte ich hiermit die Bohémien-Vuvuzela aus Intellektuellenkreisen als neues, offizielles Stadioninstrument vorschlagen. Das Ding kann sogar Melodien spielen... ME-LO-DIE-EN, das ist genau das, was dem Vuvuzela komplett abgeht:
So, mir reichts! Vuvuzelas sind HITLER!!!! Und zwar ein HITLER wo man hinten reinpustet.. das ist noch schlimmer! So schauts nämlich aus! Alleine wenn ich dran denke, daß ich dann 90 Minuten wieder dieses Getrööööööte ertragen muß, während Jogi und seine Ballschänder versuchen den Aussies ein Remis abzutrotzen... da wird mir schlecht.
"Vuvuzela" sollte international geächtet werden. Jeder, der mit so einem Ding gesichtet wir, sollte umgehend ausgebürgert werden. Wenn er diese afrikaophile Idiotentröte so toll findet, soll er doch nach Kapstadt gehen und glücklich werden mit seinem akustischen Folterinstrument. Hier mal ein paar populärkulturelle Beiträge zum Thema:
SO WEIT IST ES GEKOMMEN DURCH DIE DINGER: Netzer und Delling lachen ZUSAMMEN... über ein und die selbe Sache. Ohne Vuvuzelas wäre so etwas unwürdiges nie passiert!
Wie man diese Geräuschkulisse ertragen kann, zeigen uns hier ein paar Junge Männer aus irgendwo:
... nur im Suff scheint das zu gehen!
Paul Breitner sagt`s wie`s ist:
Und nun noch die Hymne der Vernünftigen:
Da man ja immer "Alternativen" bringen soll, die in diesm Fall auch klanglich wohltuender sind, möchte ich hiermit die Bohémien-Vuvuzela aus Intellektuellenkreisen als neues, offizielles Stadioninstrument vorschlagen. Das Ding kann sogar Melodien spielen... ME-LO-DIE-EN, das ist genau das, was dem Vuvuzela komplett abgeht:
WHOLE LOTTA NOISE - Liveticker Algerien : Slovenien
ACDC
Wilkommen zum Foxymorph-Liveticker der Knallerpartie der Gruppe C! Die international unterschätzten Algerier werden heute von Europas großartigster Power-Fuball-Mannschaft aus Slovenien gefordert. Wer weiß, vielleicht sehen wir ja heute den nenen Weltmeister?!? Vielleicht aber auch nur ein am ende unbedeutendes Gurkenspiel zweier fußballerischer Luftnummern.
0.Minute: herrlich, Hymnen sind was Feises, vor allem, weil diese dämlichen Vuvuzelas verstummen.
1.Minute: Freistoß Slovenien. Souverän vergeigt...
2. Minute: Tolle Freistoßposition für die Algerier. Das wird kein Standardspiel, nein, vielmehr ein Spiel der Standards.
3.Minute: Guter Freistoß. Bel Hadj (Gesundheit) mit einem ersten Ausrufezeichen.
4.Minute: ICH HASSE VUVUZELAS!
6.Minute: Schicker Rasen, fällt mir grad auf.
8.Minute: Die Fehlpassquote erreicht bereits jetzt Hertha BSC - Nieau.
11.Minute: 50% der Algerier sehen aus wie Halbbrüder von Bushido.
12.Minute: ... zur Zeit spielen sie leider auch so.
15.Minute: Das Spiel verflacht derzeit zuhens; es bietet keinerlei Höhepunkte und entspricht den Erwartungen... man könnte auch sagen: Es erinnert an Günther Netzers Frisur.
18.Minute: Jaja, blendet diese Irren mit ihren Tröten ruhig noch ein! Wenn man das Filmmaterial wenigstens für Stadionverbote nutzen würde...
21.Minute: Erkenntnis 1: Slovenen ziehen Freistöße immer direkt aufs Tor. Erkenntnis 2: Algerische Torhüter wissen das!
27. Minute: Was ein Grottenkick bislang... . Dagegen ist Stricken ein Extremsport.
28.Minute: Eine algerische Flanke ins NICHTS.
30. Minute: Schöner Check der Algerier an der Bande... ups, falsche Sportart.
35.Minute: Erst nen Konter jämmerlich vergeigt, dann einen der Bushidos gelbwürdig gefoult und zwei... nein, drei Strafraumszenen gewonnen bzw. überstanden. In dieser Minute war von Slovenien mehr zu sehen als die ganze halbe stude zuvor.
37.Minute: trööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööt!
40. Minute: Gott sei Dank, nur noch fünf Minuten bis zur Pause!
42.Minute: Vor lauter Langeweile und Wehmut über dieses Gegurke da hab ich mir nebenher bei ebay ein schickes Spanientrikot ergattert!
43. Minute: Holla, der Ball kam doch nicht etwa mal aufs Tor?!? Wahnsinn!
45.Minute: Kennt ihr "Das Leben des Brian?!? Stellt euch mal die Steinigungsszene mit Vuvuzelas vor... . ("Jehooova, Jeeeeehoooooova...!") ;-)
45. + 2. Minute: "Es hat bei dieser WM noch kein 0:0 gegeben und wir hoffen, daß das nicht so bleibt!" Lieber Béla Rethy, das war für mich der satz des Tages!!! Wie ging gleich nochmal Uruguay:Frankreich aus?!? Und zur zweiten Aussage: vielleicht sollten wir das mit der doppelten Verneining nochmal üben. Wenn man aber beide Falschaussagen kombiniert, nämlich wir hoffen, daß es nicht nicht so bleibt, wie es allerdings auch nicht ist, dann wünsche ich mir das auch.
Halbzeit: Krass, Urs Maier kann aus der hohlen Hand heraus die Anzahl der gelben Karten aus Vorrundenspielen von 2002 rekapitulieren. So ein Nerd!
46.Minute: Zidane beim Absitzen seiner Strafe auf der Tribüne gesichtet.
52. Minute: Es geht weiter wie gehabt: Das Spiel passt sich der Geräuschkulisse mehr und mehr an.
58. Minute: Ich habe soeben folgenden Test gemacht (passiert ja eh nix in der Glotze): http://www.nzz.ch/nachrichten/wm2010/team-o-mat Ich sollte mich für Spanien und Frankreich interessieren (je 78%, alternativ die Portugiesen mit 76%. Na gut, mit Spanien liegt das Ding ja goldrichtig.
63. Minute: Gott, das ist das langweilig, was die da machen! Um das 0:0 am Ende zu verhindern bedarf es wohl eines englischen Keepers!
66.Minute: Hoffnung keimt auf: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,700405,00.html
70. Minute: Nur noch 20 Minuten, Gott sei Dank. Vielleicht sollte man der MAnnschaft ein Ehrentor zusprechen, deren Ersatzspieler in der verbleibenden Spielzeit die meisten Vuvuzelas einsammelt.
73. Minute: JAAAAAA, HIGHLKIGHT!!!! Gelb-Rot für einen der Bushidos wegen einem der wohl dämlichsten Handspiele seit George Bush und Bundes - Angie! Platzverweis! Platzverweis!!! Endlich bietet das Spiel mal etwas, das mit Fußball zu tun hat!
76. Minute: Vor dem Anpfiff habe ich mich noch aufgeregt, daß das Stadion nur halb voll ist. Jetzt denke ich, daß das Spiel nichtmal das verdient hat.
77. Minute: Riesenbock der Slovenen...! Da läuft einer frei auf den Keeper zu, ohen Gegenwehr befürchten zu müssen hat er einer 100%ige Chance und die... bleibt natürlich ungenutzt.
79. Minute: 1:0 Slovenien! Ich verweise auf Spielminute 63... !
81.Minute: Hoffentlich schafft Algerien den Ausgleich, denn DAS Spiel hat einfach keinen Sieger verdient!
90. Minute: ENDLICH!!!!
90. Minute: Vier Minuten NAchspielzeit sind in diesem Fall unnötige Grausamkeit!
90+3. Minute: Habe ich schon erwähnt, daß Vuvuzeklas verboten gehören?!?!!!!
90+5. Minute: Endlich der Abpfiff. Meine Damen und Herren, wir habe eine geradezu gruselige Veranstaltung ertragen müssen. Ich lasse das mal alles unkommentiert hier... .
Ich habe mir gedacht, ich suche mir mal so ein No-Name-Spiel zum Tickern aus. Vielleicht wird das ja lustig und temporeich. Temporeich am Arsch! Boahh, war das langweilig. Ich gehe jetzt erstmal auf den Balkon meinen Sonnenblumen beim Wachsen zusehen, das ist spannender!
Sodann, zwei Spiele bleiben heute noch. Hoffentlich gehts da ein bissel besser ab als hier. Nach diesem Spiel lege ich mcih mal fest: Weder Slovenien noch Algerien überstehen die Vorrunde.
Wilkommen zum Foxymorph-Liveticker der Knallerpartie der Gruppe C! Die international unterschätzten Algerier werden heute von Europas großartigster Power-Fuball-Mannschaft aus Slovenien gefordert. Wer weiß, vielleicht sehen wir ja heute den nenen Weltmeister?!? Vielleicht aber auch nur ein am ende unbedeutendes Gurkenspiel zweier fußballerischer Luftnummern.
0.Minute: herrlich, Hymnen sind was Feises, vor allem, weil diese dämlichen Vuvuzelas verstummen.
1.Minute: Freistoß Slovenien. Souverän vergeigt...
2. Minute: Tolle Freistoßposition für die Algerier. Das wird kein Standardspiel, nein, vielmehr ein Spiel der Standards.
3.Minute: Guter Freistoß. Bel Hadj (Gesundheit) mit einem ersten Ausrufezeichen.
4.Minute: ICH HASSE VUVUZELAS!
6.Minute: Schicker Rasen, fällt mir grad auf.
8.Minute: Die Fehlpassquote erreicht bereits jetzt Hertha BSC - Nieau.
11.Minute: 50% der Algerier sehen aus wie Halbbrüder von Bushido.
12.Minute: ... zur Zeit spielen sie leider auch so.
15.Minute: Das Spiel verflacht derzeit zuhens; es bietet keinerlei Höhepunkte und entspricht den Erwartungen... man könnte auch sagen: Es erinnert an Günther Netzers Frisur.
18.Minute: Jaja, blendet diese Irren mit ihren Tröten ruhig noch ein! Wenn man das Filmmaterial wenigstens für Stadionverbote nutzen würde...
21.Minute: Erkenntnis 1: Slovenen ziehen Freistöße immer direkt aufs Tor. Erkenntnis 2: Algerische Torhüter wissen das!
27. Minute: Was ein Grottenkick bislang... . Dagegen ist Stricken ein Extremsport.
28.Minute: Eine algerische Flanke ins NICHTS.
30. Minute: Schöner Check der Algerier an der Bande... ups, falsche Sportart.
35.Minute: Erst nen Konter jämmerlich vergeigt, dann einen der Bushidos gelbwürdig gefoult und zwei... nein, drei Strafraumszenen gewonnen bzw. überstanden. In dieser Minute war von Slovenien mehr zu sehen als die ganze halbe stude zuvor.
37.Minute: trööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööt!
40. Minute: Gott sei Dank, nur noch fünf Minuten bis zur Pause!
42.Minute: Vor lauter Langeweile und Wehmut über dieses Gegurke da hab ich mir nebenher bei ebay ein schickes Spanientrikot ergattert!
43. Minute: Holla, der Ball kam doch nicht etwa mal aufs Tor?!? Wahnsinn!
45.Minute: Kennt ihr "Das Leben des Brian?!? Stellt euch mal die Steinigungsszene mit Vuvuzelas vor... . ("Jehooova, Jeeeeehoooooova...!") ;-)
45. + 2. Minute: "Es hat bei dieser WM noch kein 0:0 gegeben und wir hoffen, daß das nicht so bleibt!" Lieber Béla Rethy, das war für mich der satz des Tages!!! Wie ging gleich nochmal Uruguay:Frankreich aus?!? Und zur zweiten Aussage: vielleicht sollten wir das mit der doppelten Verneining nochmal üben. Wenn man aber beide Falschaussagen kombiniert, nämlich wir hoffen, daß es nicht nicht so bleibt, wie es allerdings auch nicht ist, dann wünsche ich mir das auch.
Halbzeit: Krass, Urs Maier kann aus der hohlen Hand heraus die Anzahl der gelben Karten aus Vorrundenspielen von 2002 rekapitulieren. So ein Nerd!
46.Minute: Zidane beim Absitzen seiner Strafe auf der Tribüne gesichtet.
52. Minute: Es geht weiter wie gehabt: Das Spiel passt sich der Geräuschkulisse mehr und mehr an.
58. Minute: Ich habe soeben folgenden Test gemacht (passiert ja eh nix in der Glotze): http://www.nzz.ch/nachrichten/wm2010/team-o-mat Ich sollte mich für Spanien und Frankreich interessieren (je 78%, alternativ die Portugiesen mit 76%. Na gut, mit Spanien liegt das Ding ja goldrichtig.
63. Minute: Gott, das ist das langweilig, was die da machen! Um das 0:0 am Ende zu verhindern bedarf es wohl eines englischen Keepers!
66.Minute: Hoffnung keimt auf: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,700405,00.html
70. Minute: Nur noch 20 Minuten, Gott sei Dank. Vielleicht sollte man der MAnnschaft ein Ehrentor zusprechen, deren Ersatzspieler in der verbleibenden Spielzeit die meisten Vuvuzelas einsammelt.
73. Minute: JAAAAAA, HIGHLKIGHT!!!! Gelb-Rot für einen der Bushidos wegen einem der wohl dämlichsten Handspiele seit George Bush und Bundes - Angie! Platzverweis! Platzverweis!!! Endlich bietet das Spiel mal etwas, das mit Fußball zu tun hat!
76. Minute: Vor dem Anpfiff habe ich mich noch aufgeregt, daß das Stadion nur halb voll ist. Jetzt denke ich, daß das Spiel nichtmal das verdient hat.
77. Minute: Riesenbock der Slovenen...! Da läuft einer frei auf den Keeper zu, ohen Gegenwehr befürchten zu müssen hat er einer 100%ige Chance und die... bleibt natürlich ungenutzt.
79. Minute: 1:0 Slovenien! Ich verweise auf Spielminute 63... !
81.Minute: Hoffentlich schafft Algerien den Ausgleich, denn DAS Spiel hat einfach keinen Sieger verdient!
90. Minute: ENDLICH!!!!
90. Minute: Vier Minuten NAchspielzeit sind in diesem Fall unnötige Grausamkeit!
90+3. Minute: Habe ich schon erwähnt, daß Vuvuzeklas verboten gehören?!?!!!!
90+5. Minute: Endlich der Abpfiff. Meine Damen und Herren, wir habe eine geradezu gruselige Veranstaltung ertragen müssen. Ich lasse das mal alles unkommentiert hier... .
Ich habe mir gedacht, ich suche mir mal so ein No-Name-Spiel zum Tickern aus. Vielleicht wird das ja lustig und temporeich. Temporeich am Arsch! Boahh, war das langweilig. Ich gehe jetzt erstmal auf den Balkon meinen Sonnenblumen beim Wachsen zusehen, das ist spannender!
Sodann, zwei Spiele bleiben heute noch. Hoffentlich gehts da ein bissel besser ab als hier. Nach diesem Spiel lege ich mcih mal fest: Weder Slovenien noch Algerien überstehen die Vorrunde.
Dienstag, 08.06.2010
SWEAT
(Tool - wer 2006 seine Euro-Tour nach dem WM Spielplan geplant hat nur um möglichst viele Spiele mitzunehmen UND DAS ALS US-AMERIKANISCHE BAND (!!!) der hat sich den Titelsong verdient)
Die WM geht los… HAMMER! So langsam kommt sogar bei mir weltmeisterliche Vorfreude auf. Allerdings etwas gedämpfter als 2006. War ja auch was anderes, was ganz besonderes sogar, die WM im eigenen Land. Also jetzt nicht in „meinem“ Land im eigentlichen Sinne… noch nicht… aber zumindest im näheren Umfeld. Was waren das für Fahnenmeere damals, die sich durch die Bundesrepublik zogen. Das öffentliche Leben schien komplett still zu stehen, mal von den heimlichen Steuerdelikten den Deliktsteuerer im Reichstag abgesehen, die so zwischen Viertel-und Halbfinale beschlossen wurden. Man hatte wirklich das Gefühl, dass jeder und alles schwaz-rot-gold vor sich hin flaggte und sich bis zur Unkenntlichkeit angemalt und befanartikelt zu einer der manigfaltigen Public-Viewing-Orgien pilgerte. Das hatte teilweise etwas von einer Bad-Taste-Party… der weltweit größten Bad-Tast-Party; aber war lustig. Und über alldem thronte der Kaiser in seinem Heli (wird wohl auch das erste Mal gewesen sein, dass ein Kaiser sich derart über sein Volk erhob). Hach, schön wars, und nun geht’s am Freitag wieder los.
In der Vorrunde warten auf uns solche Knallerspiele wie Honduras : Chile, Nigeria : Südkorea oder Paraguay gegen Neuseeland. Fußballfeinkost der besonderen Art. Mal ganz ehrlich: 3 Jahre und 11 Monate lang sind uns die Vergleiche dieser Gurkentruppen doch vollkommen mumpe, aber in dem einen Monat, in dem „WM ist“, da werden wir das nicht verpassen! Nein, ich mache da auch keine Ausnahme… das werden vier Wochen brontalster TV-Marathon. Da wird beim Elfenbeinküsterich ebenso mitgefiebert wie beim Engländer… ups, schlechtes Beispiel, ich nehmen mal lieber Honduras! Spielerische Qualität ist einem da egal, Hauptsache WM und vielleicht sieht man ja Leute mit lustigen Frisuren oder Bärten(so beim Halbprofi aus Nordkorea kann beides schon mal in Kombination vorrrkommen). Ansonsten wird nach der Vorrunde erstmal ordnungsgemäß aussortiert und dann geht’s erst richtig rund. Dann kommen ab dem Viertelfinale spätestens die wahren Brüllerspiele. So Dinger wie Holland:Brasilien oder England gegen Deutschland… DAS ist dann das Salz in der vorab noch recht faden WM-Suppe. Dann gehen sie los, die Hitzeschlachten, die über die Verlängerung oder (noch VIEL VIEL BESSER) übers Elfmeterschießen entschieden werden. Ich wünsche mir das förmlich, Knock-Out-Spiele ohne Elferschießen sind großer Mist! Mindestens 5 will ich sehen und mitfiebern! England, ja, England soll gefälligst auch wieder seine Chance zum scheitern vom Punkt haben! Das ist immer so LUSTIG wenn die gegen ihre eigene Unfähigkeit antreten und dann tragisch versagen (meist noch unterstützt von einem ihrer traditionell unfähigen Katastrophenkeeper). Ja, Elfmeterschießen… eine der wenigen Dinge, für die man sich bei der FIFA bedanken kann.
Wenn sich dann zum Halbfinale die Favoriten gegenseitig dezimiert haben, dann wird’s richtig spannend. Mitfiebern bei jedem Ballbesitz, wilde Flüche gegen den unfähigen Schiri und taktische Statements auf Udo-Lattek-Niveau! Himmlisch!
Blöd ist nur, dass ab dem Viertelfinale plötzlich diese „spielfreien Tage“ in unsere Fußball-Trance platzen. Sauerei so was. Eben noch 14 Tage Nonstop-Gekicke erlebt und plötzlich ist Pause… was soll man an so einem Tag machen?!?! Ratlosigkeit, die sich bis zur schieren Verzweiflung auftürmen kann. Am schlimmsten ist dann der Abpfiff des Finales. WAS HAT MAN SICH AUF DIESES SPIEL GEFREUT!!! Streng genommen war die ganze WM ja nix weiter als eine Qualifikationsrunde für dieses Spiel aller Spiele. Sobald dann aber der Weltmeister feststeht und sich drei Dutzend verschwitzte, halbnackte Männer gegenseitig mit Schampus übergießen oder sich eng umschlungen auf dem Rasen wälzen (vielleicht auch beides gleichzeitig), in diesem Augenblick werden uns zweierlei Dinge bewusst: 1. ES IST VORBEI!!!!!! WAS SOLLEN WIR NUN NUR MIT UNSERER FREIZEIT TUN, MÄNNER?!?!?!? *rennt schreiend im Kreis* sowie 2.: Homophobie im Profifußball ist irgendwie unglaubwürdig.
Naja, das steht uns ja alles noch bevor. Also in diesem Sinne wünsche ich euch allen eine schöne, erlebnisreiche WM mit jeder Menge Spaß und Erfolgserlebnisse im Tippspiel, so ihr denn mittippt. Meinen Italienern wünsche ich viel Glück, so wie die sich derzeit anstellen, können die es auch brauchen;
und dem Gründervater H. und mir, dem offiziellen „Kompetenzteam“ von 2006, wünsche ich die größtmögliche Zahl als Spielen, die im Elferschießen entschieden werden.
Prost!
Die WM geht los… HAMMER! So langsam kommt sogar bei mir weltmeisterliche Vorfreude auf. Allerdings etwas gedämpfter als 2006. War ja auch was anderes, was ganz besonderes sogar, die WM im eigenen Land. Also jetzt nicht in „meinem“ Land im eigentlichen Sinne… noch nicht… aber zumindest im näheren Umfeld. Was waren das für Fahnenmeere damals, die sich durch die Bundesrepublik zogen. Das öffentliche Leben schien komplett still zu stehen, mal von den heimlichen Steuerdelikten den Deliktsteuerer im Reichstag abgesehen, die so zwischen Viertel-und Halbfinale beschlossen wurden. Man hatte wirklich das Gefühl, dass jeder und alles schwaz-rot-gold vor sich hin flaggte und sich bis zur Unkenntlichkeit angemalt und befanartikelt zu einer der manigfaltigen Public-Viewing-Orgien pilgerte. Das hatte teilweise etwas von einer Bad-Taste-Party… der weltweit größten Bad-Tast-Party; aber war lustig. Und über alldem thronte der Kaiser in seinem Heli (wird wohl auch das erste Mal gewesen sein, dass ein Kaiser sich derart über sein Volk erhob). Hach, schön wars, und nun geht’s am Freitag wieder los.
In der Vorrunde warten auf uns solche Knallerspiele wie Honduras : Chile, Nigeria : Südkorea oder Paraguay gegen Neuseeland. Fußballfeinkost der besonderen Art. Mal ganz ehrlich: 3 Jahre und 11 Monate lang sind uns die Vergleiche dieser Gurkentruppen doch vollkommen mumpe, aber in dem einen Monat, in dem „WM ist“, da werden wir das nicht verpassen! Nein, ich mache da auch keine Ausnahme… das werden vier Wochen brontalster TV-Marathon. Da wird beim Elfenbeinküsterich ebenso mitgefiebert wie beim Engländer… ups, schlechtes Beispiel, ich nehmen mal lieber Honduras! Spielerische Qualität ist einem da egal, Hauptsache WM und vielleicht sieht man ja Leute mit lustigen Frisuren oder Bärten(so beim Halbprofi aus Nordkorea kann beides schon mal in Kombination vorrrkommen). Ansonsten wird nach der Vorrunde erstmal ordnungsgemäß aussortiert und dann geht’s erst richtig rund. Dann kommen ab dem Viertelfinale spätestens die wahren Brüllerspiele. So Dinger wie Holland:Brasilien oder England gegen Deutschland… DAS ist dann das Salz in der vorab noch recht faden WM-Suppe. Dann gehen sie los, die Hitzeschlachten, die über die Verlängerung oder (noch VIEL VIEL BESSER) übers Elfmeterschießen entschieden werden. Ich wünsche mir das förmlich, Knock-Out-Spiele ohne Elferschießen sind großer Mist! Mindestens 5 will ich sehen und mitfiebern! England, ja, England soll gefälligst auch wieder seine Chance zum scheitern vom Punkt haben! Das ist immer so LUSTIG wenn die gegen ihre eigene Unfähigkeit antreten und dann tragisch versagen (meist noch unterstützt von einem ihrer traditionell unfähigen Katastrophenkeeper). Ja, Elfmeterschießen… eine der wenigen Dinge, für die man sich bei der FIFA bedanken kann.
Wenn sich dann zum Halbfinale die Favoriten gegenseitig dezimiert haben, dann wird’s richtig spannend. Mitfiebern bei jedem Ballbesitz, wilde Flüche gegen den unfähigen Schiri und taktische Statements auf Udo-Lattek-Niveau! Himmlisch!
Blöd ist nur, dass ab dem Viertelfinale plötzlich diese „spielfreien Tage“ in unsere Fußball-Trance platzen. Sauerei so was. Eben noch 14 Tage Nonstop-Gekicke erlebt und plötzlich ist Pause… was soll man an so einem Tag machen?!?! Ratlosigkeit, die sich bis zur schieren Verzweiflung auftürmen kann. Am schlimmsten ist dann der Abpfiff des Finales. WAS HAT MAN SICH AUF DIESES SPIEL GEFREUT!!! Streng genommen war die ganze WM ja nix weiter als eine Qualifikationsrunde für dieses Spiel aller Spiele. Sobald dann aber der Weltmeister feststeht und sich drei Dutzend verschwitzte, halbnackte Männer gegenseitig mit Schampus übergießen oder sich eng umschlungen auf dem Rasen wälzen (vielleicht auch beides gleichzeitig), in diesem Augenblick werden uns zweierlei Dinge bewusst: 1. ES IST VORBEI!!!!!! WAS SOLLEN WIR NUN NUR MIT UNSERER FREIZEIT TUN, MÄNNER?!?!?!? *rennt schreiend im Kreis* sowie 2.: Homophobie im Profifußball ist irgendwie unglaubwürdig.
Naja, das steht uns ja alles noch bevor. Also in diesem Sinne wünsche ich euch allen eine schöne, erlebnisreiche WM mit jeder Menge Spaß und Erfolgserlebnisse im Tippspiel, so ihr denn mittippt. Meinen Italienern wünsche ich viel Glück, so wie die sich derzeit anstellen, können die es auch brauchen;
und dem Gründervater H. und mir, dem offiziellen „Kompetenzteam“ von 2006, wünsche ich die größtmögliche Zahl als Spielen, die im Elferschießen entschieden werden.
Prost!
Sonntag, 06.06.2010
FOXY-WM-TIPPSPIEL RELOADED!
Und so reiten wir in die blutige Schlacht um Ruhm und Ehre, um den güldenen Sachverstandsthron auf dem Kicktipp-Olymp! Auf unseren Streitrössern der Vor(her)sehung galoppieren wir schnurstracks dem Ziel entgegen und derjenige, welcher sich dem runden Leder und seinen Trittmeistern am würdigsten erweist, wird die Fahne des Triumphes auf einem Leichenberg gefallener Tore schwenken und sein Ruhmeslied wird an den Lagerfeuern dieser Welt auf immer erklingen!
Wie alle zwei Jahre kommen wir hier auch 2010 wieder zusammen um die Sommerpause mit einer internationalen Tipprunde zu überbrücken. Das Starterfeld ist illuster, wie nie zuvor. Es treten der amtierende Weltmeister, die amtierende Europameisterin sowie das geschwisterliche Rekordmeister-Duo aus dem Ligaalltag an. Außerdem sind der letztjährige Vizemeister sowie eine All-Star-Auswahl aus dem fernen Karslruhe, die selbst Udo Latteks Fachkompetenz lächerlich erscheinen lässt am Start! Spannung und Tippspielthrill auf höchstem Niveau sind also garantiert. So lasset also die ultimative Fußballschlacht beginnen, betretet das virtuelle Camp-Nou und platziert eure Tipps weise und treffsicher!
http://www.kicktipp.de/foxywm/
Ich für meinen Teil kündige bereits jetzt an, erbarmungslos jede Chance auf den Titel zu nutzen. Wenn einer von euch schwächelt, werde ich boatengesque mit einem 2:3 für die Außenseitermannschaft dazwischen grätschen und den Tages- oder gar Gesamtsieg an mich zu reißen! Doch für wen von uns das Vuvuzela am 11.07.2010 auch erklingen mag: Verdient wird er es haben, das Prädikat:
2010 FOXYMORPH KICKTIPP WELTMEISTER!!!!!
Noch kurz ein paar Worte zu den Regeln:
Punkteregel wie gehabt: 4 (Ergebnis richtig); 3 (Abstand richtig), 2 (Tendenz richtig), 0 (Luftnummer)!
Abgabeschluß ist jeweils 5 Minuten vor Anpfiff; bei den Bonusfragen 5 Minuten vorm Anpfiff des Eröffnungsspiels.
Ab dem Achtelfinale wird das ENDERGEBNIS getippt. Wer also denkt, das Spiel Deutschland gegen England geht im Viertelfinale ins Elfmeterschießen, das England dann gewinnt (*lol*), der tippt z.B. 5:7 für die Insulaner. Wer ab Achtelfinale noch unentschieden tippt, ist quasi selber Schuld.
Bonusfragen: Die Dinger sind jeweils 5 Punkte wert (lässt sich seltsamer Weise nicht ändern… hätte sonst die Weltmeister-Vorhersage mit 5, die Gruppensieger mit je einem Pkt. Gewertet bei dem kurzen Turnier… aber dann gibt’s die Boni halt in bester Investmentbanker – Manier gleich volle Möhre!)
Wer aus irgend welchen Gründen nicht tippen kann (technisch, Urlaub, sonst was) kann als Notlösung die Tipps an mich SMSen oder Mailen. Wichtig ist wie gehabt, dass ich die Tipps vor Spielbeginn haben muß. Werden dann nachgetragen von mir in meiner Funktion als Spielleiter und entsprechend begründet. Diese Begründung kann dann jeder im Logbuch nachschlagen… aber versucht es einfach zu vermeiden. Um Nachfragen vorzubeugen: Als Spielleiter habe ich keinerlei Vorteile, kann weder eure Tipps vor Spielbeginn einsehen noch abändern. Der Tipp-Notfall-Service setzt übrigens Pearl – Jam – bedingt (YEEEEEEEEEHHHHHHAWWWWW!!!!) vom 26.06.2010 – 02.07.2010 aus ;-).
Nun, da wir hier (fast) alle versammelt sind, mache ich die Bude mal dicht. Wer jetzt noch mitmischen will, ist von meiner Zustimmung abhängig (Flo kriegt hier mal nen Freifahrtschein wenn er noch mitmachen will). So neun bis zehn Experten sind eine würdige Runde finde ich!

Wie alle zwei Jahre kommen wir hier auch 2010 wieder zusammen um die Sommerpause mit einer internationalen Tipprunde zu überbrücken. Das Starterfeld ist illuster, wie nie zuvor. Es treten der amtierende Weltmeister, die amtierende Europameisterin sowie das geschwisterliche Rekordmeister-Duo aus dem Ligaalltag an. Außerdem sind der letztjährige Vizemeister sowie eine All-Star-Auswahl aus dem fernen Karslruhe, die selbst Udo Latteks Fachkompetenz lächerlich erscheinen lässt am Start! Spannung und Tippspielthrill auf höchstem Niveau sind also garantiert. So lasset also die ultimative Fußballschlacht beginnen, betretet das virtuelle Camp-Nou und platziert eure Tipps weise und treffsicher!
http://www.kicktipp.de/foxywm/
Ich für meinen Teil kündige bereits jetzt an, erbarmungslos jede Chance auf den Titel zu nutzen. Wenn einer von euch schwächelt, werde ich boatengesque mit einem 2:3 für die Außenseitermannschaft dazwischen grätschen und den Tages- oder gar Gesamtsieg an mich zu reißen! Doch für wen von uns das Vuvuzela am 11.07.2010 auch erklingen mag: Verdient wird er es haben, das Prädikat:
2010 FOXYMORPH KICKTIPP WELTMEISTER!!!!!
Noch kurz ein paar Worte zu den Regeln:
Punkteregel wie gehabt: 4 (Ergebnis richtig); 3 (Abstand richtig), 2 (Tendenz richtig), 0 (Luftnummer)!
Abgabeschluß ist jeweils 5 Minuten vor Anpfiff; bei den Bonusfragen 5 Minuten vorm Anpfiff des Eröffnungsspiels.
Ab dem Achtelfinale wird das ENDERGEBNIS getippt. Wer also denkt, das Spiel Deutschland gegen England geht im Viertelfinale ins Elfmeterschießen, das England dann gewinnt (*lol*), der tippt z.B. 5:7 für die Insulaner. Wer ab Achtelfinale noch unentschieden tippt, ist quasi selber Schuld.
Bonusfragen: Die Dinger sind jeweils 5 Punkte wert (lässt sich seltsamer Weise nicht ändern… hätte sonst die Weltmeister-Vorhersage mit 5, die Gruppensieger mit je einem Pkt. Gewertet bei dem kurzen Turnier… aber dann gibt’s die Boni halt in bester Investmentbanker – Manier gleich volle Möhre!)
Wer aus irgend welchen Gründen nicht tippen kann (technisch, Urlaub, sonst was) kann als Notlösung die Tipps an mich SMSen oder Mailen. Wichtig ist wie gehabt, dass ich die Tipps vor Spielbeginn haben muß. Werden dann nachgetragen von mir in meiner Funktion als Spielleiter und entsprechend begründet. Diese Begründung kann dann jeder im Logbuch nachschlagen… aber versucht es einfach zu vermeiden. Um Nachfragen vorzubeugen: Als Spielleiter habe ich keinerlei Vorteile, kann weder eure Tipps vor Spielbeginn einsehen noch abändern. Der Tipp-Notfall-Service setzt übrigens Pearl – Jam – bedingt (YEEEEEEEEEHHHHHHAWWWWW!!!!) vom 26.06.2010 – 02.07.2010 aus ;-).
Nun, da wir hier (fast) alle versammelt sind, mache ich die Bude mal dicht. Wer jetzt noch mitmischen will, ist von meiner Zustimmung abhängig (Flo kriegt hier mal nen Freifahrtschein wenn er noch mitmachen will). So neun bis zehn Experten sind eine würdige Runde finde ich!

Dienstag, 25.05.2010
LUKIN - Ein Nachschlag zum MSG II
Im Nachgang des US-Legs der Tour hier mal die Erkenntnis, daß man sich auch veritabel neu erfingen kann. Gezeigt am Beispiel "Lukin"
Hier mal das Originalversion vom 2008er Gig in Camden:
Und hier, man mag es kaum glauben, der gleiche Song ein wenig modifiziert... Bitte nehmt das Ding mit nach Europa, das ist der HAMMER!!!
Hier mal das Originalversion vom 2008er Gig in Camden:
Und hier, man mag es kaum glauben, der gleiche Song ein wenig modifiziert... Bitte nehmt das Ding mit nach Europa, das ist der HAMMER!!!
Montag, 24.05.2010
HUNGER STRIKE - New York II 21.05.2010
So, nun sits vorbei mit dem US-Leg der 2010er Pearl Jam Tour. Der zweite Abend im MSG wurde dann, erwartungsgemäß, nochmals zum Paukenschlag. Wenn man den Berichten der Anwesenden glauben darf, war es wirklich das Highlight der bisherigen Tour. Wenn ich die Setlist so lese, wäre auch ich in der tat gern dabei gewesen. Als Opener mit „Corduroy“ mal wieder eine schnellere Nummer und bis zu „Breath“ dann gleich ordentlich nachgelegt ohne groß Tempo raus zu nehmen. „WWS“ lese ich für meinen Teil auch sehr wohlwollend in der setlist. Ist einfach ein toller Song. „Nothingman“-„I`m Open“-„Unthougth Known“ nahm dann wieder die Luft raus, im positiven Sinn, bevor „Grievance“ wieder etwas anzog. „Amongst the Waves“ als Einleitung für das großartige „Present Tense“ passt auch ganz gut. „Not For You“ hinterher geschossen und mit „Rats“ und „Push Me Pull Me“ noch zwei Highlights gesetzt. Das Ende des Mainsets liest sich dann wieder schön rockig, mal abgesehen von „Daughter“. Die Encores haben es mal wieder in sich, liebe Leute! Wieder das String-Quartett ausgepackt und scheinbar eine neu arrangierte Version von „Lukin“ namens „Slow Lukin“ gebracht… würde mich brennend interessieren. „Sweet Lew“ und „Black Red Yellow“ sind dann wieder zwei der Vertreter, die man nun wahrlich NIE auf den Setlsits erwartet hat. Zwei blanke Überraschungen, die da wieder hervor gezaubert wurden. „Spin The Black Circle“ und der Rückspiegel bringen dann ein großes erstes Encore zu einem angemessenen Ende. Das Zweite geht mit „Wasted Reprise“ „Betterman“ und dem traumhaften „Black“ dann so ruhig wue auch monumental los. Gerade Black, was garantiert wieder zu einer sieben Minuten-Nummer ausuferte und den MSG mit „düdüdüdüdüdüdüüüüüüü- düdüdüdüdüdüdüüüüüüüü“’s füllte, ist live ein Erlebnis sonders gleichen. „The Real Me“ zog wieder etwas an, bevor eine weitere heilige Kuh der PJ-Konzertgänger auf offener Bühne geschlachtet wurde: „Hunger Strike“! Wie bei „Smile“ will das jeder mal live erleben! Am Liebsten natürlich im Duett mit Mr. Chris „Ich-hab-ne-Midlife-Crisis-drum-mach`-ich-was-mit-T/Pimp(b)erland“ Cornell, was aber kaum noch geschieht (mal abgesehen von LA 2009). Aber trotzdem soll das ne ganz große Nummer gewesen sein, vor-vorgestern. Ausklingen ließ man den Abend dann mit dem obligatorischen „Alive“, „Kick out the Jams“ (yeaaaahhhh!) und „Yellow Ledbetter / Star Spangled Banner“ liest sich großartig, dieser 34 Songs – Abend. Hoffentlich retten die Jungs diese Form über den großen Teich! Wenns nach mit geht, können Sie in Dublin, Belfast und London noch ein wenig üben, aber in Nijmegen und Berlin sollte dann die Setlistkeule ähnlich ausgepackt werden wie in New York, Noblesville oder Boston!
Main Set:
Corduroy
Hail Hail
Do the Evolution
Worldwide Suicide
Got Some
Breath
Nothingman
I'm Open
Unthought Known
Grievance
Amongst the Waves
Present Tense
Not For You/Modern Girl
Push Me Pull Me
Rats
Daughter/WMA
The Fixer
Why Go
Encore 1:
The End (w/ string quartet)
Just Breathe (w/ string quartet)
Slow Lukin (w/ strings)
Black Red Yellow
Sweet Lew
Given to Fly
Spin the Black Circle
Rearviewmirror
Encore 2:
Wasted Reprise
Betterman
Black/We Belong Together
The Real Me
Hunger Strike
Alive
Kick Out the Jams
Yellow Ledbetter/Star Spangled Banner
Das Poster ist... ne 2+! Für Konsolenkinder mit Tendenz zur 1.
New YOrk II
Personal "NEW SONG" Intex:
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Main Set:
Corduroy
Hail Hail
Do the Evolution
Worldwide Suicide
Got Some
Breath
Nothingman
I'm Open
Unthought Known
Grievance
Amongst the Waves
Present Tense
Not For You/Modern Girl
Push Me Pull Me
Rats
Daughter/WMA
The Fixer
Why Go
Encore 1:
The End (w/ string quartet)
Just Breathe (w/ string quartet)
Slow Lukin (w/ strings)
Black Red Yellow
Sweet Lew
Given to Fly
Spin the Black Circle
Rearviewmirror
Encore 2:
Wasted Reprise
Betterman
Black/We Belong Together
The Real Me
Hunger Strike
Alive
Kick Out the Jams
Yellow Ledbetter/Star Spangled Banner
Das Poster ist... ne 2+! Für Konsolenkinder mit Tendenz zur 1.
New YOrk II

Personal "NEW SONG" Intex:
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Freitag, 21.05.2010
MANKIND - New York I, 20.05.2010
Letzte Nacht wurde es klassisch! In der wohl legendärsten Event-Location der USA stand der erste von zwei aufeinander folgenden Konzertabende an. Pearl Jam kehrten mit 33 Songs in den MSG zurück. Was an sich schon gut klingt, liest sich dann auch recht passabel. Kein Setlist-Schmankerl, aber wiedermal eine stimmige, klasse zusammen gestellte Setlist. Das Mainset kommt dabei noch ohne das Mega-Highlight aus, aber wenn ich mir die Song-Übergänge so anschaue, passt das alles top zusammen. „Breakerfall“ nach „Sometimes“ oder „Low Light“ – „Down“ – „I Got Id“, das ist großes Tennis wenn ihr mich fragt! „Army Reserve“ mal wieder ausgepackt und „Force of Nature“ schon wieder gespielt, das macht Hoffnung für Europa! Bemerkenswert finde ich auch, dass die Jungs selbst im Garden mit einer langsameren Nummer eingestiegen sind.
Die Encores lesen sich dann wieder wie ein Gängemenü. Das String Quartett wieder ausgepackt… auch bei „Lukin“ wohlgemerkt und zwischen „You Are“ und „Porch“ nur Highlight-Songs oder Live-Kracher! Das zweite Zugäbelchen gefällt mir dann sogar noch nen Tick besser! Klar, das Ende mit „Indifference“ braucht keine Lobhudelei mehr, aber „Jeremy“ und „Leash“… „Crazy Mary“ und „I Believe in Miracles“ im selben Block, unterbrochen nur vom musikalischen Signum „Alive“ sind traumhaft! Das Ganze dann noch gewürzt mit „Mankind“, der Freak-Show-Teil des Abends. Mein Fazit wäre also ein solides Mainset mit richtig guter Songzusammenstellung plus zwei ordnungsgemäße Hammer-Zugaben. Wie man so liest, soll das auch für die Anwesenden ein großer Abend gewesen sein. Nicht desto Trotz gibts aber beängstigender Weise noch genug Steigerungsmöglichkeiten für New York II, für heute Nacht und ich prophezeihe mal, dass da noch was nachkommt!
Mainset:
Sometimes
Breakerfall
Last Exit
Animal
The Fixer
Severed Hand
Small Town
I Am Mine
Comatose
Force Of Nature
Even Flow
Low Light
Down
I Got ID
Army Reserve
Insignificance
Unthought Known
Do The Evolution
1st encore:
The End (with string quartet)
Lukin (with string quartet)
Just Breathe (with string quartet)
You Are
Love, Reing O’er Me
State Of Love And Trust
Once
Porch
2nd encore:
Jeremy
Leash
Mankind
Crazy Mary
I Believe In Miracles
Alive
Indifference
Das Poster kriegt wieder ne 1-… dieses überdrehte Design finde ich großartig! "Kranker Scheiß" sage ich nur, sowas würde ich mir ganz weit oben an die Wand hängen!

Personal "NEW-SONG" Index:
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Die Encores lesen sich dann wieder wie ein Gängemenü. Das String Quartett wieder ausgepackt… auch bei „Lukin“ wohlgemerkt und zwischen „You Are“ und „Porch“ nur Highlight-Songs oder Live-Kracher! Das zweite Zugäbelchen gefällt mir dann sogar noch nen Tick besser! Klar, das Ende mit „Indifference“ braucht keine Lobhudelei mehr, aber „Jeremy“ und „Leash“… „Crazy Mary“ und „I Believe in Miracles“ im selben Block, unterbrochen nur vom musikalischen Signum „Alive“ sind traumhaft! Das Ganze dann noch gewürzt mit „Mankind“, der Freak-Show-Teil des Abends. Mein Fazit wäre also ein solides Mainset mit richtig guter Songzusammenstellung plus zwei ordnungsgemäße Hammer-Zugaben. Wie man so liest, soll das auch für die Anwesenden ein großer Abend gewesen sein. Nicht desto Trotz gibts aber beängstigender Weise noch genug Steigerungsmöglichkeiten für New York II, für heute Nacht und ich prophezeihe mal, dass da noch was nachkommt!
Mainset:
Sometimes
Breakerfall
Last Exit
Animal
The Fixer
Severed Hand
Small Town
I Am Mine
Comatose
Force Of Nature
Even Flow
Low Light
Down
I Got ID
Army Reserve
Insignificance
Unthought Known
Do The Evolution
1st encore:
The End (with string quartet)
Lukin (with string quartet)
Just Breathe (with string quartet)
You Are
Love, Reing O’er Me
State Of Love And Trust
Once
Porch
2nd encore:
Jeremy
Leash
Mankind
Crazy Mary
I Believe In Miracles
Alive
Indifference
Das Poster kriegt wieder ne 1-… dieses überdrehte Design finde ich großartig! "Kranker Scheiß" sage ich nur, sowas würde ich mir ganz weit oben an die Wand hängen!

Personal "NEW-SONG" Index:
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Mittwoch, 19.05.2010
FUCK ME IN THE BRAIN (- Ein kurzer Exorzismus zu "Sex and the City 2")
(Pearl Jam... na gut, eher ein besoff`ner Eddie)
So, werte Frauenwelt: Jetzt entweder anschnallen, weglesen oder den Standby-Knopf am Computer malträtieren, DENN WAS JETZT KOMMT, GEFÄHRDET BEI GEFÜHLTEN 90% VON EUCH DEN SEELENFRIEDEN!!!! MASSIVST!
Eben musste ich die Rückkehr des Grauens via Kinotrailer vernehmen! „Sex and the City 2“ kommt in die Lichtspielhäuser! Ist es denn nicht genug, dass wir dieses Ischenquartett geschlagene sechs Staffeln auf Pro Sieben ertragen mussten? Dort nahmen sie den Simpsons wertvolle Sendezeit weg ohne wirklichen Gegenwert zu bieten. Ist es denn nicht genug, dass man im Vermarktungswahn dann noch einen Kinofilm („Sex and the City 1“) hinterher produzierte? Mit dem gleichen sinnleeren Inhalt! Scheinbar nicht… .
Jetzt schnallen die schon arg in die Jahre gekommenen Trullas also wieder die Manolo Blaniks unter die Hacken um sich feist durch die Yuppiewelt des Big Apple zu pimpern! Wahrscheinlich wird auch dieser ominöse „Mr Big“ wieder dabei sein, dieser urbane Deckhengst der geistig Armen und eine dieser dauerwilligen Schicksen nach der anderen begatten. Als Nebeneffekt tragen Miranda, Carrie, Samantha und Charlotte dann wieder irgendwelche Edelfummel auf, welche dann von der real existierenden Damenwelt postwendend als „Trend“ erkannt und über die Taille gewürgt werden… egal wie Angst einflößend das dann aussieht. Die Produzenten dieser Fetzen verdienen sich dann eine goldene Nase damit, diese Konsumopfer mit billigem, glitzernden Tand zu versorgen. Mit Abendkleidern, Jeans, Blousons (nicht zu verwechseln mit Bisons… Bisons rocken!) oder Handtaschen, die so viel kosten wie ein Kleinwagen. Vermutlich werden sogar die Nasen dieser Weiber reißenden Absatz beim Gesichtsschnitzer finden. Nur weil Carrie jetzt das Modell „Sprungschanze mit Stups“ trägt, muß Edeltraud aus Bottrop ihren Kartoffelzinken auch gleich in dieses Plastinat umwandeln lassen. Verabscheuungswürdig ist das! Dieses Gesamtkonstrukt „Sex and the City“, das ist so abgrundtief bösartig, als hätte man im Mittelalter Langstreckenraketen an die Inquisition verteilt. Bahhhh… nee, Teufelswerk! Aber das ist ja noch nicht einmal das Schlimmste. Wenn sie die Damenwelt dieses Machwerk reinziehen will, von mir aus. Ab ins Kino, Tür zu, Licht aus und ich kriege davon im Nachbarsaal nix mit, während „Die Rückkehr der mutierten Weltraum-Nazi-Zombies vom Mars“ im Directors-Cut läuft. Aber nach dem Kino ist’s ja nicht vorbei, nein, dann geht’s ja erst richtig los! Da wird jede praktizierte Stellung dieser Leinwand-Entsafter quiekend und quietschend ausgewertet. Da wird über Schuhe diskutiert… ÜBER SCHUHE!!!! Noch dazu über Schuhe, die für vernunftbegabte Wesen nahezu keinerlei signifikantes Unterscheidungsmerkmal aufweisen! Da werden dann Cosmopolitans in Stakkatotakt der Stalinorgel gekippt, nur um sich sozusagen an die „Society“ der „It-Girls“ heran zu saufen… und das als „Edeltraud aus Bottrop“… sehr realistisch! Das alles geschieht, und DAS ist der Punkt, in aller Öffentlichkeit! Leute wie du und ich, liebenswerte, friedfertige und unschuldige Wesen werden in ihrer Seelenruhe belästigt indem sie diesen Orgien der Aufgetakelten beiwohnen müssen. Man kann ja nicht mal mehr beruhigt in den Saturn gehen um sich ein Killerspiel für die geliebte Wii zu kaufen, ohne diesen Irren in die Arme zu rennen… bloß, weil sich der cinematographische Sündentempel zufälliger Weise im selben Gebäude befindet wie der lokale Elektronikschrein. Ich werde den Saturn meiden bis dieser Mist endlich an uns vorbei gegangen ist… und ich werde nicht der Einzige sein.
Mal ehrlich Mädels: Was zum Henker findet ihr bloß an diesem promiskuitiven Schlampenquartett, das angemalt wie Zirkusclowns auf LSD und in sündhaft teure Lumpen gehüllt jedem dahergelaufenen Macker eins-fix-drei an den Schlüpfer will?!? Was findet ihr an diesem Konsum-Porno so reizvoll? Das reale Leben sieht (Gott sei Dank) anders aus… realer… nicht so deprimierend oberflächlich. Vielleicht solltet ihr euch, bevor ihr euch diesen Film begeistert reinpfeift, oder während ihr mit euren „Mädels“ eine dieser schwarzen Messen der Geschmacklosigkeit (auch bekannt als „Sex and the City Abende“) abhaltet mal eine grundlegende Frage stellen während ihr den Prosecco zur hochglanzlackierten Unterlippe führt:
Was hieltet ihr eigentlich davon, wenn euer Liebster mit einer dieser Ziegen auch nur so was Ähnliches wie „befreundet“ wäre und genau jetzt mit Samantha und deren besten Freundinnen „was unternimmt“ während ihr auf der Couch von Brunhilda festhängt, welche ihr eigentlich zwar gar nicht ausstehen könnt, die sich aber durch den schieren Besitz sämtlicher „Staffeln“ zur Freundin hochqualifiziert hat?!? Genau daran solltet ihr vorm ersten Schluck Kribbelwasser denken!
Ruhige Nächte sehen nämlich anders aus *fg*!
In diesem Sinne: Stööößchen!
Der Onkel
So, werte Frauenwelt: Jetzt entweder anschnallen, weglesen oder den Standby-Knopf am Computer malträtieren, DENN WAS JETZT KOMMT, GEFÄHRDET BEI GEFÜHLTEN 90% VON EUCH DEN SEELENFRIEDEN!!!! MASSIVST!
Eben musste ich die Rückkehr des Grauens via Kinotrailer vernehmen! „Sex and the City 2“ kommt in die Lichtspielhäuser! Ist es denn nicht genug, dass wir dieses Ischenquartett geschlagene sechs Staffeln auf Pro Sieben ertragen mussten? Dort nahmen sie den Simpsons wertvolle Sendezeit weg ohne wirklichen Gegenwert zu bieten. Ist es denn nicht genug, dass man im Vermarktungswahn dann noch einen Kinofilm („Sex and the City 1“) hinterher produzierte? Mit dem gleichen sinnleeren Inhalt! Scheinbar nicht… .
Jetzt schnallen die schon arg in die Jahre gekommenen Trullas also wieder die Manolo Blaniks unter die Hacken um sich feist durch die Yuppiewelt des Big Apple zu pimpern! Wahrscheinlich wird auch dieser ominöse „Mr Big“ wieder dabei sein, dieser urbane Deckhengst der geistig Armen und eine dieser dauerwilligen Schicksen nach der anderen begatten. Als Nebeneffekt tragen Miranda, Carrie, Samantha und Charlotte dann wieder irgendwelche Edelfummel auf, welche dann von der real existierenden Damenwelt postwendend als „Trend“ erkannt und über die Taille gewürgt werden… egal wie Angst einflößend das dann aussieht. Die Produzenten dieser Fetzen verdienen sich dann eine goldene Nase damit, diese Konsumopfer mit billigem, glitzernden Tand zu versorgen. Mit Abendkleidern, Jeans, Blousons (nicht zu verwechseln mit Bisons… Bisons rocken!) oder Handtaschen, die so viel kosten wie ein Kleinwagen. Vermutlich werden sogar die Nasen dieser Weiber reißenden Absatz beim Gesichtsschnitzer finden. Nur weil Carrie jetzt das Modell „Sprungschanze mit Stups“ trägt, muß Edeltraud aus Bottrop ihren Kartoffelzinken auch gleich in dieses Plastinat umwandeln lassen. Verabscheuungswürdig ist das! Dieses Gesamtkonstrukt „Sex and the City“, das ist so abgrundtief bösartig, als hätte man im Mittelalter Langstreckenraketen an die Inquisition verteilt. Bahhhh… nee, Teufelswerk! Aber das ist ja noch nicht einmal das Schlimmste. Wenn sie die Damenwelt dieses Machwerk reinziehen will, von mir aus. Ab ins Kino, Tür zu, Licht aus und ich kriege davon im Nachbarsaal nix mit, während „Die Rückkehr der mutierten Weltraum-Nazi-Zombies vom Mars“ im Directors-Cut läuft. Aber nach dem Kino ist’s ja nicht vorbei, nein, dann geht’s ja erst richtig los! Da wird jede praktizierte Stellung dieser Leinwand-Entsafter quiekend und quietschend ausgewertet. Da wird über Schuhe diskutiert… ÜBER SCHUHE!!!! Noch dazu über Schuhe, die für vernunftbegabte Wesen nahezu keinerlei signifikantes Unterscheidungsmerkmal aufweisen! Da werden dann Cosmopolitans in Stakkatotakt der Stalinorgel gekippt, nur um sich sozusagen an die „Society“ der „It-Girls“ heran zu saufen… und das als „Edeltraud aus Bottrop“… sehr realistisch! Das alles geschieht, und DAS ist der Punkt, in aller Öffentlichkeit! Leute wie du und ich, liebenswerte, friedfertige und unschuldige Wesen werden in ihrer Seelenruhe belästigt indem sie diesen Orgien der Aufgetakelten beiwohnen müssen. Man kann ja nicht mal mehr beruhigt in den Saturn gehen um sich ein Killerspiel für die geliebte Wii zu kaufen, ohne diesen Irren in die Arme zu rennen… bloß, weil sich der cinematographische Sündentempel zufälliger Weise im selben Gebäude befindet wie der lokale Elektronikschrein. Ich werde den Saturn meiden bis dieser Mist endlich an uns vorbei gegangen ist… und ich werde nicht der Einzige sein.
Mal ehrlich Mädels: Was zum Henker findet ihr bloß an diesem promiskuitiven Schlampenquartett, das angemalt wie Zirkusclowns auf LSD und in sündhaft teure Lumpen gehüllt jedem dahergelaufenen Macker eins-fix-drei an den Schlüpfer will?!? Was findet ihr an diesem Konsum-Porno so reizvoll? Das reale Leben sieht (Gott sei Dank) anders aus… realer… nicht so deprimierend oberflächlich. Vielleicht solltet ihr euch, bevor ihr euch diesen Film begeistert reinpfeift, oder während ihr mit euren „Mädels“ eine dieser schwarzen Messen der Geschmacklosigkeit (auch bekannt als „Sex and the City Abende“) abhaltet mal eine grundlegende Frage stellen während ihr den Prosecco zur hochglanzlackierten Unterlippe führt:
Was hieltet ihr eigentlich davon, wenn euer Liebster mit einer dieser Ziegen auch nur so was Ähnliches wie „befreundet“ wäre und genau jetzt mit Samantha und deren besten Freundinnen „was unternimmt“ während ihr auf der Couch von Brunhilda festhängt, welche ihr eigentlich zwar gar nicht ausstehen könnt, die sich aber durch den schieren Besitz sämtlicher „Staffeln“ zur Freundin hochqualifiziert hat?!? Genau daran solltet ihr vorm ersten Schluck Kribbelwasser denken!
Ruhige Nächte sehen nämlich anders aus *fg*!
In diesem Sinne: Stööößchen!
Der Onkel
YOU ARE - 18.05.2010 Newark
In Newark wurde gestern, rein von der Setlist, wieder ordentlich nachgelegt. Zwar kein erneuter Über-Abend für mich (wer kann das schon erwarten), aber dennoch sehr sehr reizende Setlist! Klasse Opener, danach erstmal Gas gegeben und „Alone“ ausgepackt! Mit „Immortality“ einen Hishlightsong rausgehauen. „In Hiding“ hat live auch so seinen Reiz und an „Supersonic“ den Bruder ranzuhängen halte ich auch für eine gute Idee. Weiterer Hammer ist dann das Auftauchen vom „Leatherman“! Großartiger Song, fast schon Folk-Rock-Storytelling die Nummer! Das Ende dann mit Lukin und Once noch mal eindrucksvoll akzelleriert. Dann noch zwei Starke Encores drangehängt. „Footsteps“ und „Indifference“ sind immer ein Erlebnis (bei letzterem Lied leider eines, das ich noch machen muß). Highlight der Encores, für mich sogar der Show, ist dann das fantastische „You Are“. Dieses streckenweise semi-elektronische Cameron-Manifest. Großartig!
Main Set:
Of the Girl
Brain of J
Do the Evolution
The Fixer
Alone
Amongst the Waves
Immortality
In Hiding
Even Flow
Insignificance
Supersonic
Brother
Glorified G
Daughter/WMA tag
Unthought Known
Leatherman
Lukin
Once
Encore 1:
Just Breathe
Footsteps
Inside Job
Got Some
Go
Encore 2:
Jersey Girl (Tom Waits)
You Are
Whipping
Life Wasted
Alive
Indifference
All Along the Watchtower (with Ben from BoH)
Das Poster zu dieser 30 – Song Vorstellung ist von der Grundidee her super (vor allem die Huldigung an den Gitarren-Meister himself, optisch aber für meinen Geschmack etwas mau ausgefallen. 3+!

Personal "NEW-SONG" Index:
Newark: 12
Boston: 13 (!!!)
Hartford: 13 (!!)
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Main Set:
Of the Girl
Brain of J
Do the Evolution
The Fixer
Alone
Amongst the Waves
Immortality
In Hiding
Even Flow
Insignificance
Supersonic
Brother
Glorified G
Daughter/WMA tag
Unthought Known
Leatherman
Lukin
Once
Encore 1:
Just Breathe
Footsteps
Inside Job
Got Some
Go
Encore 2:
Jersey Girl (Tom Waits)
You Are
Whipping
Life Wasted
Alive
Indifference
All Along the Watchtower (with Ben from BoH)
Das Poster zu dieser 30 – Song Vorstellung ist von der Grundidee her super (vor allem die Huldigung an den Gitarren-Meister himself, optisch aber für meinen Geschmack etwas mau ausgefallen. 3+!

Personal "NEW-SONG" Index:
Newark: 12
Boston: 13 (!!!)
Hartford: 13 (!!)
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Dienstag, 18.05.2010
CROWN OF THORNS - 17.05.2010 Boston
Wehe, wenn sie los gelassen!!! Unter dem Motto könnte man die gestrige Show in Boston getrost an das Firmament der ewigen Setlisthighlights heften! Ein erneuter Beweis des „wir überraschen euch immer und immer wieder“ – Grundgedankens. Als Eddie diese Setlist schrieb, war er entweder total stoned, oder ausnahmsweise mal nüchtern. Jedenfalls kam etwas Großartiges dabei raus. Hiermit erkläre ich feierlich, dass „Noblesville“ den Thron des bisherigen Highlights (auf dem Papier) verlässt… ach, was sage ich: es wird hinweg gefegt von 32 auditiven BOMBEN!!!!!
Einstieg mit Release: Traumhaft! Danach mit „Animal“ und „The Fixer“ die Bude kurzerhand und ziemlich knackig auf Betriebstemperatur gebracht. Im Anschluß dann mit dem großmächtigen „In My Tree“ vom Über-Album auch gleich wieder die Bremse eingelegt. „Small Town“ als schicker Sing-Along im Zwischenteil, bevor mit „Force of Nature“ und „Given to Fly“ zwei sehr gut zusammen passende Songs ausgepackt werden. Danach wirds denkwürdig mit „Sad“ (hoch lebe der Soundcheck und seine Vorhersagekraft für kommende abende) und „Unthought Known“, bevor man mit „Pilate“ wieder tief in die Trickkiste griff. Danach dann nur noch Highlights, unterbrochen von „Even Flow“ und „Got Some“, bevor sie die Audience zum Main-Set-Abschluß bei „Why Go“ noch mal die Seele aus dem Leib rocken durfte. Alter Falter, „Push Me, Pull Me“, „Red Mosquito“, „Undone“ und „Solat” in einem halben Mainset unter zu bringen, das muß man sich erstmal trauen!!! Und die Encores kamen ja erst noch! War das erste noch relativ gediegen (mit „Bee Girl“, das schrullige „Rival“ und „Love Reign O’er Me“ liegt hier die Highlight-Quote bei vergleichsweise mickrigen 50%), so kann man das zweite Encore als durchaus verhaltensauffällig beschreiben! Das geht mit „Smile“ los (ohne Worte… SMILE, Leute: S-M-I-L-E!!) und endet mit „Rockin in the Free World“. Bei diesem voran gegangenen Abend der ultimative Setcloser! Bei so einer Show, kann man einfach kein „Indifference“ bringen, so leid es mir tut! Dazwischen wird mit „Betterman“ ein zwar relativ häufig gespielter, aber Live schlicht und ergreifend unbeschreiblich intensiver Song gespielt, aber abgesehen von „Alive“ ist der Rest so was wie das goldene Kalb der PJ-Jünger (OK, zumindest von mir)! Da wird „Soldier of Love“ entstaubt und, als sei das noch nicht genug, packt man mit „Crown of Thorns“ gleich noch einen drauf! Eieiei… den Bostonern muß doch die Kinnlade dermaßen auf Grundeis gegangen sein, als sie das erleben durften… . Wahnsinns-Set! Da waren die Herren mal wieder in Geber-Laune! Der Einfachheit halber werde ich heute mal die “Standard”-Nummer kursiv markieren:
Mainset:
Release
Animal
The Fixer
In My Tree
Elderly Woman Behind the Counter in a Small Town
Force Of Nature
Given To Fly
Sad
Unthought Known
Pilate
Hail Hail
Push Me, Pull Me
Even Flow
Undone
Not For You/Modern Girl
Red Mosquito
Got Some
State Of Love And Trust
Why Go
Encore 1:
Bee Girl
Just Breathe
Love, Reign O’re Me
Rival
Save You
Rearviewmirror
Encore 2:
Smile
Wasted Reprise
Better Man/Save It For Later
Soldier Of Love
Crown Of Thorns
Alive
Rockin’ In The Free World
Das dazu gehörige Poster ist eigentlich ganz schick, solide 2 würde ich sagen.

Boston: 13 (!!!)
Hartford: 13 (!!)
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Einstieg mit Release: Traumhaft! Danach mit „Animal“ und „The Fixer“ die Bude kurzerhand und ziemlich knackig auf Betriebstemperatur gebracht. Im Anschluß dann mit dem großmächtigen „In My Tree“ vom Über-Album auch gleich wieder die Bremse eingelegt. „Small Town“ als schicker Sing-Along im Zwischenteil, bevor mit „Force of Nature“ und „Given to Fly“ zwei sehr gut zusammen passende Songs ausgepackt werden. Danach wirds denkwürdig mit „Sad“ (hoch lebe der Soundcheck und seine Vorhersagekraft für kommende abende) und „Unthought Known“, bevor man mit „Pilate“ wieder tief in die Trickkiste griff. Danach dann nur noch Highlights, unterbrochen von „Even Flow“ und „Got Some“, bevor sie die Audience zum Main-Set-Abschluß bei „Why Go“ noch mal die Seele aus dem Leib rocken durfte. Alter Falter, „Push Me, Pull Me“, „Red Mosquito“, „Undone“ und „Solat” in einem halben Mainset unter zu bringen, das muß man sich erstmal trauen!!! Und die Encores kamen ja erst noch! War das erste noch relativ gediegen (mit „Bee Girl“, das schrullige „Rival“ und „Love Reign O’er Me“ liegt hier die Highlight-Quote bei vergleichsweise mickrigen 50%), so kann man das zweite Encore als durchaus verhaltensauffällig beschreiben! Das geht mit „Smile“ los (ohne Worte… SMILE, Leute: S-M-I-L-E!!) und endet mit „Rockin in the Free World“. Bei diesem voran gegangenen Abend der ultimative Setcloser! Bei so einer Show, kann man einfach kein „Indifference“ bringen, so leid es mir tut! Dazwischen wird mit „Betterman“ ein zwar relativ häufig gespielter, aber Live schlicht und ergreifend unbeschreiblich intensiver Song gespielt, aber abgesehen von „Alive“ ist der Rest so was wie das goldene Kalb der PJ-Jünger (OK, zumindest von mir)! Da wird „Soldier of Love“ entstaubt und, als sei das noch nicht genug, packt man mit „Crown of Thorns“ gleich noch einen drauf! Eieiei… den Bostonern muß doch die Kinnlade dermaßen auf Grundeis gegangen sein, als sie das erleben durften… . Wahnsinns-Set! Da waren die Herren mal wieder in Geber-Laune! Der Einfachheit halber werde ich heute mal die “Standard”-Nummer kursiv markieren:
Mainset:
Release
Animal
The Fixer
In My Tree
Elderly Woman Behind the Counter in a Small Town
Force Of Nature
Given To Fly
Sad
Unthought Known
Pilate
Hail Hail
Push Me, Pull Me
Even Flow
Undone
Not For You/Modern Girl
Red Mosquito
Got Some
State Of Love And Trust
Why Go
Encore 1:
Bee Girl
Just Breathe
Love, Reign O’re Me
Rival
Save You
Rearviewmirror
Encore 2:
Smile
Wasted Reprise
Better Man/Save It For Later
Soldier Of Love
Crown Of Thorns
Alive
Rockin’ In The Free World
Das dazu gehörige Poster ist eigentlich ganz schick, solide 2 würde ich sagen.

Boston: 13 (!!!)
Hartford: 13 (!!)
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Sonntag, 16.05.2010
All Along The Watchtower
Hartford war mal wieder ein feines Konzert, wenn man sich die Setlist so anschaut. Zwar mit 27 Songs (darunter der 50+x-Sekunden-Brecher „Lukin“ sind zwar nicht so wahnsinnig erwähnenswert, aber ab „Dissident“ ging ja dann die Post ab. Bis letztes Jahr in Rotterdam war ich ja der Meinung, dass man „Dissident“ nicht zwingend haben muß, aber live hat der Song mich dann doch überzeugt. Kein Highlight zwar, aber trotzdem ein schöner Live-Song. „Low Light“ ist da schon eher die Kategorie, welche einen ins Träumen bringt, wenn man es dann doch mal in einer Setlist findet. Nach dem Fixpunkt „Even Flow“ wurde dann mit „Nothingman“ ordentlich nachgehakt. Mann, was was das letztes Jahr für ne großartige Überraschung, als der Song direkt im Anschluß an „Sishlist“ kam… unvergesslich. „I got Shit“, „Jeremy“ und natürlich das rotzige „Satans Bed“ runden das Mainset ab, bevor es kurz und knackig via „Lukin“ und „Gonna see my Friend“ beendet wird.
Das erste Encore ist für mich dann, bis auf „State of Love and Trust“ guter Durchschnitt. „Ain`t Talkin bout Love“ kann ich da allerdigns nicht so wirklich beurteilen, weil ich das von den Jungs noch nicht gehört habe. Das 2. Encore liest sich da schon ne ganze Ecke erwähnenswerter. “Crazy Mary” ist so ein richtig schöner, düsterer Song zum Dahintreiben. 2006 in Berlin eines der Hioghlights des Abends… „take a bottle drink it down…“. „Der Abschluß mit „Indifference“ und „All Along the Watchtower“ liest sich dann so richtig lecker! Ich für meinen Teil hätte aber die reihenfolge geändert, ist doch ein Konzertausklang mit „Indifference“ ein weiteres Puzzleteilchen meiner Traum-Setlists.
Mainset:
Unthought Known
Corduroy
Do The Evolution
Got Some
Severed Hand
Dissident
Low Light
Amongst The Waves
Even Flow
Nothingman
Johnny Guitar
I Got Shit
Jeremy
Daughter/WMA
Satan's Bed
Lukin
Gonna See My Friend
Encore 1:
Just Breathe
Speed of Sound
State of Love and Trust
Ain't Talkin' 'Bout Love
Porch
Encore 2:
The Fixer
Crazy Mary
Alive
Indifference
All Along The Watchtower with Ben Bridwell from “Band Of Horses”
Ansonsten wartet Hartford mit dem ersten Einser-Poster der Tour auf! Für dieses Werk gibt’s die Traumnote (mit Minus):

Außerdem soll hier eines nicht unterschlagen werden, der Soundcheck! Wenn das, was da versprochen wird sich auch nur halbwegs bewahrheitet… HALLELUJAH!!!!
Soundcheck:
Rival
Breakerfall
Sad
Satan's bed
a van halen song (war wohl "Aint talkin bout Love")
Love Reign O'er me
Speed of Sound
Push Me Pull Me
Last Exit
Jetzt spielen die schon Van Halen Songs… das hat garantiert der Mikey angeleiert… würde ich zu gern mal hören. Außerdem: THE RETURN OF „SAD“!!!!!
Hartford: 13 (!!)
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Das erste Encore ist für mich dann, bis auf „State of Love and Trust“ guter Durchschnitt. „Ain`t Talkin bout Love“ kann ich da allerdigns nicht so wirklich beurteilen, weil ich das von den Jungs noch nicht gehört habe. Das 2. Encore liest sich da schon ne ganze Ecke erwähnenswerter. “Crazy Mary” ist so ein richtig schöner, düsterer Song zum Dahintreiben. 2006 in Berlin eines der Hioghlights des Abends… „take a bottle drink it down…“. „Der Abschluß mit „Indifference“ und „All Along the Watchtower“ liest sich dann so richtig lecker! Ich für meinen Teil hätte aber die reihenfolge geändert, ist doch ein Konzertausklang mit „Indifference“ ein weiteres Puzzleteilchen meiner Traum-Setlists.
Mainset:
Unthought Known
Corduroy
Do The Evolution
Got Some
Severed Hand
Dissident
Low Light
Amongst The Waves
Even Flow
Nothingman
Johnny Guitar
I Got Shit
Jeremy
Daughter/WMA
Satan's Bed
Lukin
Gonna See My Friend
Encore 1:
Just Breathe
Speed of Sound
State of Love and Trust
Ain't Talkin' 'Bout Love
Porch
Encore 2:
The Fixer
Crazy Mary
Alive
Indifference
All Along The Watchtower with Ben Bridwell from “Band Of Horses”
Ansonsten wartet Hartford mit dem ersten Einser-Poster der Tour auf! Für dieses Werk gibt’s die Traumnote (mit Minus):

Außerdem soll hier eines nicht unterschlagen werden, der Soundcheck! Wenn das, was da versprochen wird sich auch nur halbwegs bewahrheitet… HALLELUJAH!!!!
Soundcheck:
Rival
Breakerfall
Sad
Satan's bed
a van halen song (war wohl "Aint talkin bout Love")
Love Reign O'er me
Speed of Sound
Push Me Pull Me
Last Exit
Jetzt spielen die schon Van Halen Songs… das hat garantiert der Mikey angeleiert… würde ich zu gern mal hören. Außerdem: THE RETURN OF „SAD“!!!!!
Hartford: 13 (!!)
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Freitag, 14.05.2010
ALL THOSE YESTERDAYS - 13.05.2010 Bristow
29 Songs in einer durchaus schmackhaften Zusammenstellung bildeten die PJ-Show gestern, am 13.05.2010 in Bristow. „Elderly Woman“ als Opener ist ne feine Sache, wie ich letztes Jahr in Rotterdam erleben durfte. Schicker Sing-Along-Song gleich zum Einstieg, so gewinnt man die Massen unversehens für sich. Wie auch in Holland, so wurde gleich ein wahrer Rocker hinterher geschossen. Mit „WWS“ und „Got Some“ brachte man den Abend auf Betriebstemperatur, bevor „Brain of J“ (YES!!!!) das erste nennenswerte Setlist-Highlight bildete. Schöner, schneller Beginn, zumals „Save You“ folgte. Nachdem “Given To Fly” leicht die Bremse zog, wurde mit meinem geschätzten “Present Tense”, „Down“ und „Unthought Known“ eine sehr angenehme Entspannungs-Troika angeboten. Die nächsten Highlights kamen dann, nach ein paar ordentlichen Rockern aus dem Stammkatalog der PJ-Setlists, mit „Faithful“ und „All Those Yesterdays“. Daß man vor dem Standardende („The Fixer“ + „DTE“) den Anwesenden noch „Black“ gönnte, kann man nur gutheißen. Black ist so ziemlich die ultimative Ballade, ein Song, der Live alle Grenzen sprengt. Besonders, wenn das Publikum wie 2006 in Berlin oder auch letztes Jahr in Rotterdam direkt mit einsteigt. „Black“ ist kein Lied, es ist an so einem Abend ein Erlebnis!
Zugabenblock Nr. 1 bekommt dann in der Zusammenstellung ein Bienchen von mir! Nicht nur, dass „Garden“ endlich wieder öfter auftaucht, auch der Abschluß mit dem rotzigen „Blood“ verdient aller höchste Wertschätzung. In der zweiten Zugabe stechen für mich vor allem „Sonic Reducer“ und „Spin the Black Circle“ heraus. Sehr schönes Set wie ich finde. Nicht unbedingt das Highlight der bisherigen Tour, aber es spielt auf jeden Fall im oberen Tabellendrittel.
Mainset:
Elderly Woman Behind The Counter in a Small Town
World Wide Suicide
Got Some
Brain of J
Save You
Given to Fly
Present Tense
Down
Unthought Known
Insignificance
Even Flow
Comatose
Faithful
All Those Yesterdays
Black
The Fixer
Do the Evolution
Encore 1:
The End
Just Breathe
Garden
Why Go
Wasted Reprise
Life Wasted
Blood
Encore 2:
Betterman (Save it for Later)
Spin the Black Circle
Alive
Sonic Reducer
Yellow Ledbetter
Dazu dann noch ein starkes Poster, Note 2+ für meinen Geschmack! :-)

Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Zugabenblock Nr. 1 bekommt dann in der Zusammenstellung ein Bienchen von mir! Nicht nur, dass „Garden“ endlich wieder öfter auftaucht, auch der Abschluß mit dem rotzigen „Blood“ verdient aller höchste Wertschätzung. In der zweiten Zugabe stechen für mich vor allem „Sonic Reducer“ und „Spin the Black Circle“ heraus. Sehr schönes Set wie ich finde. Nicht unbedingt das Highlight der bisherigen Tour, aber es spielt auf jeden Fall im oberen Tabellendrittel.
Mainset:
Elderly Woman Behind The Counter in a Small Town
World Wide Suicide
Got Some
Brain of J
Save You
Given to Fly
Present Tense
Down
Unthought Known
Insignificance
Even Flow
Comatose
Faithful
All Those Yesterdays
Black
The Fixer
Do the Evolution
Encore 1:
The End
Just Breathe
Garden
Why Go
Wasted Reprise
Life Wasted
Blood
Encore 2:
Betterman (Save it for Later)
Spin the Black Circle
Alive
Sonic Reducer
Yellow Ledbetter
Dazu dann noch ein starkes Poster, Note 2+ für meinen Geschmack! :-)

Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Donnerstag, 13.05.2010
O`ZAPFT IS!
(Bayern)
Da wir heute Männertag haben und der Großteil meiner Geschlechtsgenossen grade mit nem "Bollerwagen" durch die Lande zieht und erfolgreich die eigene Leber abtötet, dachte ich mir, ich geh`auch erstmal "einen zwitschern":
http://twitter.com/Suomieven
Da wir heute Männertag haben und der Großteil meiner Geschlechtsgenossen grade mit nem "Bollerwagen" durch die Lande zieht und erfolgreich die eigene Leber abtötet, dachte ich mir, ich geh`auch erstmal "einen zwitschern":
http://twitter.com/Suomieven
PARANOID - 07.05.2010, Hellsongs in der Moritzbastei (Leipzig)
(Black Sabbath)

HEEEEELLLLLL YEAHHHHHH, meine Freunde! Der finstere Lord meldet sich in mir zurück und unterbricht die Pearl Jam – Berichterstattung, quasi das Übersee-Stalking der besten Rockband aller Zeiten (ja, soviel Subjektivität muss manchmal eben sein) mit einem weiteren Konzertbericht. Nicht irgendeinem Konzertbericht, nein, einem ganz besonderen Konzertbericht will ich meinen. Erinnert ihr euch noch an die Brant Bjork – Berichterstattung etwa 5 Konzerte weiter unten? Meinte ich da noch, dass ich in einer geradezu niedlichen Venue war, dann lehrte mich die Moritzbastei zu Leipzig, dass es immer noch ne Spur mickriger geht. Lt. Internet bietet die dortige Veranstaltungstonne kuschelige 11 x 7 Meter Platz zum Rocken. (Das sind gefühlte viereinhalb Callmunds…) . Aber nichts desto trotz ergab das wiedermal einen großartigen Abend dort, aber immer der Reihe nach.
Gegen halb sechs schwang ich mich in den Seat meines Seat (fiel mir grade auf, dass man daraus ein Wortspiel kafkaesken Ausmaßes kreieren kann…) und holte meine in Leipzig durchaus ortskundige Begleitung ab. Dies erwies sich insofern als Vorteil, als dass die nordsächsische Messeprovinz weiterhin mit einem Irrgarten aus Baustellen und Umleitungen besticht. Jedenfalls zuckelten wir gut 90 Minuten übers flache und vor allem leere Land. Jene Taigalandschaften, welche sich zwischen Chemnitz und Leipzig schier endlos auf beiden Seiten der PKW-Fenster erstrecken und sich nahezu menschenleer am Horizont verlieren… ach Scheiße, nennen wir das Kind beim Namen: DURCH DIE PAMPA!
Wenn man dann aber in Leipzig (triumphalen) Einzug hält, entschädigt das anstehende Konzerterlebnis dann schon für so einiges. Das war bei Metallica, Monster Magnet, Nightwish und Rammstein schon so und sollte sich auch bei den Hellsongs nicht ändern. Wir fanden einen angemessenen Parkplatz und latschten gen Moritzbastei. Überraschender Weise (für mich) befindet diese sich direkt neben dem Gewandthaus, in welchem ich vor drei Monaten noch zu einem Musicalbesuch weilte. Jedenfalls lümmelten auf den Steinmauern rings um die Bastei etliche langharige, faule Bummelstudenten (ja, da wurde ich richtig nostalgisch) und ließen sich das Leben schmecken… bisweilen gar in Flaschenform. Ein obligatorisches Rauchpäuschen später stiegen wir die steilen Treppen hinab gen Eingang und holten uns brav den Stempel ab um uns in der Folge frei bewegen zu können. Erstmal die Jacken weg gebracht (kostet da nix.. so was ist mir ja schon ewig nicht mehr passiert, Lob der stufe 9) und dann ab an die Bar; oder besser: an eine der Bars. Dort wurde ich dann auch mit meinem obligatorischen Konzertbier versorgt (Köstritzer Schwarzbier! Vorbildlich!!) und wir schlurften gemächlich in das oben bereits beschriebene Gewölbe. Gut, die Decken waren drei Mal so hoch wie im Rosenkeller, aber das wars auch schon mit den Unterschieden. Da es vorbildliche Seitenbänke gab, konnte man sich auch erstmal chillig an die Wand lehnen und dem recht familiär anmutenden Treiben im Kellerchen beiwohnen. Der Beleuchtungs-Heinz residierte eingeengt auf einer nachträglich eingezogenen Empore und ging, wenn er nicht gerade seine Scheinwerfer schwenken musste, eigentlich permanent mit dem Mischmeister eine(n?) rauchen. Ansonsten kam sogar hin und wieder ein weiterer Konzertbesucher reingeschneit und eine Frau mit bunten Armsleeve-Tattoo flirtete mit dem Mann am Mischpult (wenn der nicht gerade rauchen war). Als außer uns noch ca. 20 andere Konzertbesucher, mit Getränken versorgt, die Räumlichkeiten geentert hatten, stürmte eben diese Dame auf die Bühne und schnappte sich zwei Mikros. Allgemeine Überraschung der Marke „Huch, was`n jetzt los?!“ machte sich breit. Hatte man, also ich, doch irgend so nen blonden Singer-Songwriter-Heini als „Vorband“ erwartet. Aber nee, blonder Typ war nicht, stattdessen gab es eine etwas eigenwillige, aber durchaus gute Vorstellung einer Kanadierin. Man möge mir nachsehen, dass ich mir den Namen nicht gemerkt habe, was eigentlich schade ist. Nachdem sie in Mikro Nr. 1. in abgewandelter Beatbox-Manier einen Beat gezwitschert hatte (wurde dann am Mischpult fleißig geloopt und während der Songs um weitere Töne ergänzt) find sie an zu singen. Bei Einem Song gabs sogar ne Gitarre, aber bei den meisten reichten ihr die selbst produzierten Background-Geräusche. Nachdem man sich kurz daran gewöhnt hatte, funktionierte das aber überraschend gut. Man merkte auch förmlich, dass die junge Frau in dem, was sie da fabrizierte vollends aufging. Sehr sympathisch die ganze Show, besonders, als sie sich mit dem Hinweis verabschiedete, dass sie sich fürs Konzert der Hellsongs wieder zu uns vor die Bühne gesellen wird, was sie dann auch tat. Als sie die Bühne wieder verließ, war der Raum auch schon gut gefüllt, was sich bis zum Hauptact auch nicht mehr ändern sollte. Laut Homepage „dürfen“ da 70 Menschen rein, geschätzt hätte ich knapp 100 Anwesende. Jedenfalls ne sehr kleine, aber feine Veranstaltung. Als dann die Hellsongs die Bühne betraten, brandete erster, noch relativ zarter Jubel auf. Der Gitarrist, welcher das schwedische Bildungssystem genossen hat, brachte den von anderen Schweden-Bands bekannten Mischmasch aus Englisch und Deutsch unters Volk, bevor man direkt mit dem Judas Priest Cover „Breaking the Law“ einstieg. Damit wären wir auch schon beim Bandkonzept der Hellsongs: Metal-Klassiker werden mit Keyboard und Akustikgitarre(n) untermalt gecovert. Textlich wird das von einer klaren Frauenstimme dargeboten. Was überrascht, ist, wie man aus solchen brachialen Brettern wie „Seek and Destroy“ oder „Thunderstruck“ solche fragilen, ruhigen und bisweilen schon erschreckend leisen Songgebilde machen kann. Wiedererkennungswert garantiert, stilistisch aber was völlig anderes. Da fällt es gar nicht auf, dass diese Band keinen „eigenen“ Songs spielt, die gecoverten klingen ohnehin wie solche. Nach dem gesetzlosen Einstieg steigerte sich die Stimmung dann von Song zu Song. Für mich kamen dann mit „Seek and Destroy“ und dem anmoderierten „Blackened“ die ersten beiden Highlights. So hat man Metallica noch nie gehört. Klar, Live klingt das Ganze dann doch noch eine Ecke „härter“ und schneller als auf CD und die wild auf der Bühne rummarschierende Sängerin, gekleidet wie eine Mischung aus Discokugel und Waldorfschullehrerin, tat ihr Übriges um die Taktzahl zu erhöhen, aber alleine die Möglichkeit bei einem Slayer-Song wie „Seasons in the Abyss“ mal den Text zu verstehen, war schon ein Erlebnis. ;-) Die Zuschauer gingen dann auch mehr und mehr mit. Vom Publikum her hatte man so den Eindruck, dass sich zwar die oben genannten Studis, aber auch die eine oder andere Leipziger Kulturtouristin der „Generation 68“ in diese Gewölbe verirrt hatten (wohl angelockt vom Hippie-Bus auf dem Tourplakat aber ohne eine genaue Vorstellung, was auf sie zukommt). Nur die Metalheads vermisste ich irgendwie, schade eigentlich.
Etwa zur Mitte des Mainsets, nachdem die Metallica-Fraktion gespielt und die Menge für die Band begeistert war, kündigte man ein „Worshipping of a Grandfather of Heavy Metal“ an. Was kam, war eine Wahnsinns – Interpretation vom alten Black Sabbath-Klassiker „Paranoid“. So traurig und fast schon depressiv vorgetragen, dass man die vier Gestalten auf der Bühne am liebsten in den Arm genommen und getröstet hätte: „… macht nix Jungs, ist nur ein Song! Kopf hoch!“. Unglaublich war aber vor allem, dass das Publikum, als der Song verklungen war, erstmal 2 -3 Sekunden zum Durchatmen brauchte. Man konnte so ein kollektives Seufzen förmlich hören, das dann ungebremst in eine mehrminütige Jubelarie überging. Mit dem Lied hatten die Hellsongs den Saal komplett auf ihre Seite gezogen. Der Rest des Konzertes war dann nur noch eine große Feierlichkeit. Nicht nur, dass man das gerade erst für das kommende Album aufgenommene „Sin City“ ans Licht der Öffentlichkeit zerrte, nein, man legte auch so fleißig nach. „Run To the Hills“ war dann, allerdings erst in der Zugabe, noch so ein Highlight. Iron Maiden können das einfach nicht, was Hellsongs aus dem Song raus holen. (Was Iron Maiden betrifft, ist das sicherlich auch gut so… die sollen mal fein das weiter machen, was sie können). Melancholisch reichte man dann mit „Symphony of Destruction“ noch mal fast bis an „Paranoid“ heran. Dies geschah dann aber schon während der ersten Zugabe. Der Jubel zwang die Hellsongs dann noch zu einem zweiten Extrawürstchen auf die Bühne, bevor das Konzert viel zu schnell beendet war. Gut, es war ein kleines Konzert, einer relativ unbekannten Band aus Schweden, aber dafür jeden einzelnen der 16 investierten Euronen wert. Da ließ sich auch verschmerzen, dass die reine Spielzeit irgendwo um die 70 – 80 Minuten rumkrauchte. Wenn überhaupt, ist das wohl der einzige Kritikpunkt an dem Abend: Er hätte noch 4 – 5 Lieder länger dauern können. Ich für meinen Teil hätte ja liebend gern noch den Motörhead-Brüller „Orgasmatron“ geboten bekommen, aber es hat nicht sollen sein. Wer also Lust auf einen ruhigen Konzertabend hat an dem er die großen Metal-Klassiker gleich noch neu kennen lernt, dem kann ich die Hellsongs nur ans Herz legen.
Wir verließen den Keller jedenfalls bestens unterhalten und gut gelaunt, weshalb ein Blick in den Nachbarsaal, in dem eigentlich eine „Depeche Mode und 80er Party“ toben sollte wie das reinste Kontrastprogramm wirkte. Ein Einsamer DJ hing da mit herabhängenden Mundwinkeln über seinen Turntables und blickte in einen bis aus zwei Personen leeren Raum. Bevor ich einen meiner gewohnt geistreichen Kommentare tätigen konnte, ließ der Knilch eine Wolke von Disconebel auf die Tanzfläche wabern, was angesichts der doch recht… naja, „überschaubaren“ Party Crowd zugegebener Maßen ein wenig lächerlich wirkte. „Realsatire“ nennt man das wohl (eigentlich müsste man dieses Bild als offizielle Definition zulassen). Jedenfalls ließen wir die 80er geflissentlich in ihrer Besucherarmut zurück und strebten wieder gen Chemnitz. Immer noch ein paar Takte dieser unglaublichen „Paranoid“ Interpretation im Ohr, während wir so durch die nachtschwarze Pampa rauschten!

HEEEEELLLLLL YEAHHHHHH, meine Freunde! Der finstere Lord meldet sich in mir zurück und unterbricht die Pearl Jam – Berichterstattung, quasi das Übersee-Stalking der besten Rockband aller Zeiten (ja, soviel Subjektivität muss manchmal eben sein) mit einem weiteren Konzertbericht. Nicht irgendeinem Konzertbericht, nein, einem ganz besonderen Konzertbericht will ich meinen. Erinnert ihr euch noch an die Brant Bjork – Berichterstattung etwa 5 Konzerte weiter unten? Meinte ich da noch, dass ich in einer geradezu niedlichen Venue war, dann lehrte mich die Moritzbastei zu Leipzig, dass es immer noch ne Spur mickriger geht. Lt. Internet bietet die dortige Veranstaltungstonne kuschelige 11 x 7 Meter Platz zum Rocken. (Das sind gefühlte viereinhalb Callmunds…) . Aber nichts desto trotz ergab das wiedermal einen großartigen Abend dort, aber immer der Reihe nach.
Gegen halb sechs schwang ich mich in den Seat meines Seat (fiel mir grade auf, dass man daraus ein Wortspiel kafkaesken Ausmaßes kreieren kann…) und holte meine in Leipzig durchaus ortskundige Begleitung ab. Dies erwies sich insofern als Vorteil, als dass die nordsächsische Messeprovinz weiterhin mit einem Irrgarten aus Baustellen und Umleitungen besticht. Jedenfalls zuckelten wir gut 90 Minuten übers flache und vor allem leere Land. Jene Taigalandschaften, welche sich zwischen Chemnitz und Leipzig schier endlos auf beiden Seiten der PKW-Fenster erstrecken und sich nahezu menschenleer am Horizont verlieren… ach Scheiße, nennen wir das Kind beim Namen: DURCH DIE PAMPA!
Wenn man dann aber in Leipzig (triumphalen) Einzug hält, entschädigt das anstehende Konzerterlebnis dann schon für so einiges. Das war bei Metallica, Monster Magnet, Nightwish und Rammstein schon so und sollte sich auch bei den Hellsongs nicht ändern. Wir fanden einen angemessenen Parkplatz und latschten gen Moritzbastei. Überraschender Weise (für mich) befindet diese sich direkt neben dem Gewandthaus, in welchem ich vor drei Monaten noch zu einem Musicalbesuch weilte. Jedenfalls lümmelten auf den Steinmauern rings um die Bastei etliche langharige, faule Bummelstudenten (ja, da wurde ich richtig nostalgisch) und ließen sich das Leben schmecken… bisweilen gar in Flaschenform. Ein obligatorisches Rauchpäuschen später stiegen wir die steilen Treppen hinab gen Eingang und holten uns brav den Stempel ab um uns in der Folge frei bewegen zu können. Erstmal die Jacken weg gebracht (kostet da nix.. so was ist mir ja schon ewig nicht mehr passiert, Lob der stufe 9) und dann ab an die Bar; oder besser: an eine der Bars. Dort wurde ich dann auch mit meinem obligatorischen Konzertbier versorgt (Köstritzer Schwarzbier! Vorbildlich!!) und wir schlurften gemächlich in das oben bereits beschriebene Gewölbe. Gut, die Decken waren drei Mal so hoch wie im Rosenkeller, aber das wars auch schon mit den Unterschieden. Da es vorbildliche Seitenbänke gab, konnte man sich auch erstmal chillig an die Wand lehnen und dem recht familiär anmutenden Treiben im Kellerchen beiwohnen. Der Beleuchtungs-Heinz residierte eingeengt auf einer nachträglich eingezogenen Empore und ging, wenn er nicht gerade seine Scheinwerfer schwenken musste, eigentlich permanent mit dem Mischmeister eine(n?) rauchen. Ansonsten kam sogar hin und wieder ein weiterer Konzertbesucher reingeschneit und eine Frau mit bunten Armsleeve-Tattoo flirtete mit dem Mann am Mischpult (wenn der nicht gerade rauchen war). Als außer uns noch ca. 20 andere Konzertbesucher, mit Getränken versorgt, die Räumlichkeiten geentert hatten, stürmte eben diese Dame auf die Bühne und schnappte sich zwei Mikros. Allgemeine Überraschung der Marke „Huch, was`n jetzt los?!“ machte sich breit. Hatte man, also ich, doch irgend so nen blonden Singer-Songwriter-Heini als „Vorband“ erwartet. Aber nee, blonder Typ war nicht, stattdessen gab es eine etwas eigenwillige, aber durchaus gute Vorstellung einer Kanadierin. Man möge mir nachsehen, dass ich mir den Namen nicht gemerkt habe, was eigentlich schade ist. Nachdem sie in Mikro Nr. 1. in abgewandelter Beatbox-Manier einen Beat gezwitschert hatte (wurde dann am Mischpult fleißig geloopt und während der Songs um weitere Töne ergänzt) find sie an zu singen. Bei Einem Song gabs sogar ne Gitarre, aber bei den meisten reichten ihr die selbst produzierten Background-Geräusche. Nachdem man sich kurz daran gewöhnt hatte, funktionierte das aber überraschend gut. Man merkte auch förmlich, dass die junge Frau in dem, was sie da fabrizierte vollends aufging. Sehr sympathisch die ganze Show, besonders, als sie sich mit dem Hinweis verabschiedete, dass sie sich fürs Konzert der Hellsongs wieder zu uns vor die Bühne gesellen wird, was sie dann auch tat. Als sie die Bühne wieder verließ, war der Raum auch schon gut gefüllt, was sich bis zum Hauptact auch nicht mehr ändern sollte. Laut Homepage „dürfen“ da 70 Menschen rein, geschätzt hätte ich knapp 100 Anwesende. Jedenfalls ne sehr kleine, aber feine Veranstaltung. Als dann die Hellsongs die Bühne betraten, brandete erster, noch relativ zarter Jubel auf. Der Gitarrist, welcher das schwedische Bildungssystem genossen hat, brachte den von anderen Schweden-Bands bekannten Mischmasch aus Englisch und Deutsch unters Volk, bevor man direkt mit dem Judas Priest Cover „Breaking the Law“ einstieg. Damit wären wir auch schon beim Bandkonzept der Hellsongs: Metal-Klassiker werden mit Keyboard und Akustikgitarre(n) untermalt gecovert. Textlich wird das von einer klaren Frauenstimme dargeboten. Was überrascht, ist, wie man aus solchen brachialen Brettern wie „Seek and Destroy“ oder „Thunderstruck“ solche fragilen, ruhigen und bisweilen schon erschreckend leisen Songgebilde machen kann. Wiedererkennungswert garantiert, stilistisch aber was völlig anderes. Da fällt es gar nicht auf, dass diese Band keinen „eigenen“ Songs spielt, die gecoverten klingen ohnehin wie solche. Nach dem gesetzlosen Einstieg steigerte sich die Stimmung dann von Song zu Song. Für mich kamen dann mit „Seek and Destroy“ und dem anmoderierten „Blackened“ die ersten beiden Highlights. So hat man Metallica noch nie gehört. Klar, Live klingt das Ganze dann doch noch eine Ecke „härter“ und schneller als auf CD und die wild auf der Bühne rummarschierende Sängerin, gekleidet wie eine Mischung aus Discokugel und Waldorfschullehrerin, tat ihr Übriges um die Taktzahl zu erhöhen, aber alleine die Möglichkeit bei einem Slayer-Song wie „Seasons in the Abyss“ mal den Text zu verstehen, war schon ein Erlebnis. ;-) Die Zuschauer gingen dann auch mehr und mehr mit. Vom Publikum her hatte man so den Eindruck, dass sich zwar die oben genannten Studis, aber auch die eine oder andere Leipziger Kulturtouristin der „Generation 68“ in diese Gewölbe verirrt hatten (wohl angelockt vom Hippie-Bus auf dem Tourplakat aber ohne eine genaue Vorstellung, was auf sie zukommt). Nur die Metalheads vermisste ich irgendwie, schade eigentlich.
Etwa zur Mitte des Mainsets, nachdem die Metallica-Fraktion gespielt und die Menge für die Band begeistert war, kündigte man ein „Worshipping of a Grandfather of Heavy Metal“ an. Was kam, war eine Wahnsinns – Interpretation vom alten Black Sabbath-Klassiker „Paranoid“. So traurig und fast schon depressiv vorgetragen, dass man die vier Gestalten auf der Bühne am liebsten in den Arm genommen und getröstet hätte: „… macht nix Jungs, ist nur ein Song! Kopf hoch!“. Unglaublich war aber vor allem, dass das Publikum, als der Song verklungen war, erstmal 2 -3 Sekunden zum Durchatmen brauchte. Man konnte so ein kollektives Seufzen förmlich hören, das dann ungebremst in eine mehrminütige Jubelarie überging. Mit dem Lied hatten die Hellsongs den Saal komplett auf ihre Seite gezogen. Der Rest des Konzertes war dann nur noch eine große Feierlichkeit. Nicht nur, dass man das gerade erst für das kommende Album aufgenommene „Sin City“ ans Licht der Öffentlichkeit zerrte, nein, man legte auch so fleißig nach. „Run To the Hills“ war dann, allerdings erst in der Zugabe, noch so ein Highlight. Iron Maiden können das einfach nicht, was Hellsongs aus dem Song raus holen. (Was Iron Maiden betrifft, ist das sicherlich auch gut so… die sollen mal fein das weiter machen, was sie können). Melancholisch reichte man dann mit „Symphony of Destruction“ noch mal fast bis an „Paranoid“ heran. Dies geschah dann aber schon während der ersten Zugabe. Der Jubel zwang die Hellsongs dann noch zu einem zweiten Extrawürstchen auf die Bühne, bevor das Konzert viel zu schnell beendet war. Gut, es war ein kleines Konzert, einer relativ unbekannten Band aus Schweden, aber dafür jeden einzelnen der 16 investierten Euronen wert. Da ließ sich auch verschmerzen, dass die reine Spielzeit irgendwo um die 70 – 80 Minuten rumkrauchte. Wenn überhaupt, ist das wohl der einzige Kritikpunkt an dem Abend: Er hätte noch 4 – 5 Lieder länger dauern können. Ich für meinen Teil hätte ja liebend gern noch den Motörhead-Brüller „Orgasmatron“ geboten bekommen, aber es hat nicht sollen sein. Wer also Lust auf einen ruhigen Konzertabend hat an dem er die großen Metal-Klassiker gleich noch neu kennen lernt, dem kann ich die Hellsongs nur ans Herz legen.
Wir verließen den Keller jedenfalls bestens unterhalten und gut gelaunt, weshalb ein Blick in den Nachbarsaal, in dem eigentlich eine „Depeche Mode und 80er Party“ toben sollte wie das reinste Kontrastprogramm wirkte. Ein Einsamer DJ hing da mit herabhängenden Mundwinkeln über seinen Turntables und blickte in einen bis aus zwei Personen leeren Raum. Bevor ich einen meiner gewohnt geistreichen Kommentare tätigen konnte, ließ der Knilch eine Wolke von Disconebel auf die Tanzfläche wabern, was angesichts der doch recht… naja, „überschaubaren“ Party Crowd zugegebener Maßen ein wenig lächerlich wirkte. „Realsatire“ nennt man das wohl (eigentlich müsste man dieses Bild als offizielle Definition zulassen). Jedenfalls ließen wir die 80er geflissentlich in ihrer Besucherarmut zurück und strebten wieder gen Chemnitz. Immer noch ein paar Takte dieser unglaublichen „Paranoid“ Interpretation im Ohr, während wir so durch die nachtschwarze Pampa rauschten!
Dienstag, 11.05.2010
Fuckin`Up - Buffalo 10.05.2010
Welcome to Buffalo! Gestern abend spielten die Jungs in der nomenklatorischen Rindvieh-Metropole auf. Zwar nicht so überragend wie die beiden letzten Set, mit 26 Songs auch ein kleines bissel „kurz“, aber in ein, meiner Meinung nach, durchweg gutes, konstantes Set baute man alle paar Meter ein wahres Highlight ein. „Unthought Known“ als Opener ist für mich ne durchaus feine Idee, „Just Breathe“ wäre auch ne Variante wenn ich drüber nachdenke. Jedenfalls setzt sich die Tradition der „langsamen“ Opener bei dieser Tour fort. Generell scheint man im Hause Pearl Jam auch Gefallen an Variationen diesbezüglich gefunden zu haben. Mit „Severed Hand“ an Position zwei kann ich dann auch gut leben, setzt eigentlich den Opener consequent fort ohne zu brachial loszubügeln. Das macht dann das großmächtige „Animal“! Ein erstes, wenngleich schon ansehnliches Highlight wird dann mit dem früher stiefmütterlich missachteten „No Way“ gesetzt, da kommt Neid auf! Die Kombination von „Light Years“ und „Even Flow“ halte ich für genial, wenngleich aber lieber in umgekehrter Reihenfolge. Erwähnen sollte man im Mainset vielleicht noch den „bewegt-endlich-euren-Arsch-Teil“, bestehend aus Not For You, Got Some und DTE… aua! Da flogen garantiert die Fetzen. Ein Setausklang mit „Wasted Reprise“ und „Better Man“ lässt dann ein solides Mainset ausklingen. Die Stärken der Setlist kommen dann für mich ohnehin erst in den Encores. Alleine das erste ist zum Niederknien! „Rearviewmirror“ walzte schon in Berlin 2006 alles um, und da stand das ding relativ am Anfang der Setlist! Das 2. Encore ist zwar kurz, aber grandios. Once und Alive am Stück sind ne ganz großartige Kombination und auf “Fuckin`Up“ warte ich wohl 2010 wieder vergebens, leider.
Mainset:
Unthought Known
Severed Hand
Animal
The Fixer
Elderly Woman Behind the Counter in a Small Town
No Way
Given To Fly
Light Years
Even Flow
Amongst The Waves
Unemployable
Grievance
Not For You
Got Some
Do The Evolution
Wasted Reprise
Better Man/Save It For Later
Encore 1:
Just Breathe
Fatal
Last Kiss
Spin the Black Circle
Rearviewmirror
Encore 2:
Once
Alive
Fuckin' Up
Yellow Ledbetter
Ein relativ unspektakuläres, aber grundsolides Set wie ich finde. (Klar, wenn ich da gewesen wäre, wäre das vom Erlebnis her wahrscheinlich der Über-Gig der ganzen tour gewesen ;-) ). Draufpacken kann man dann nur noch ein feines Pösterchen… und das taten die Herren dann auch. In Schulnoten für mich ne 2 mit leichter Tendenz zum Minus.

Ach ja: die fortgeführte "New Songs" Liste wenn ich dabei gewesen wäre... hätte getutet getan.... ihr wißt schon ;-):
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Mainset:
Unthought Known
Severed Hand
Animal
The Fixer
Elderly Woman Behind the Counter in a Small Town
No Way
Given To Fly
Light Years
Even Flow
Amongst The Waves
Unemployable
Grievance
Not For You
Got Some
Do The Evolution
Wasted Reprise
Better Man/Save It For Later
Encore 1:
Just Breathe
Fatal
Last Kiss
Spin the Black Circle
Rearviewmirror
Encore 2:
Once
Alive
Fuckin' Up
Yellow Ledbetter
Ein relativ unspektakuläres, aber grundsolides Set wie ich finde. (Klar, wenn ich da gewesen wäre, wäre das vom Erlebnis her wahrscheinlich der Über-Gig der ganzen tour gewesen ;-) ). Draufpacken kann man dann nur noch ein feines Pösterchen… und das taten die Herren dann auch. In Schulnoten für mich ne 2 mit leichter Tendenz zum Minus.

Ach ja: die fortgeführte "New Songs" Liste wenn ich dabei gewesen wäre... hätte getutet getan.... ihr wißt schon ;-):
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Montag, 10.05.2010
INDIFFERENCE - 09.05.2010 Cleveland
Da ich heute noch was zu tun habe, nur ein kurzer Eindruck vom Cleveland-Konzi… . 28 Songs und im Vergleich zum letzten kein nennenswerter Abfall im Niveau zu verzeichnen. Die Glücklichen Ohio… aner(?!?) bekamen zum Auftakt gleich mal „Wash“ um die Ohren. Danach ein ordnungsgemäßes Powerset bis zum traumhaften „Immortality“, bevor mit „Go“ wieder der Dragster angeworfen wurde. Schön auch die Rückkehr von „Sleight of Hand“ in die Setlists dieser Tour. Ein durchweg klasse Mainset, von Army Reserve vielleicht mal abgesehen nahezu ohne Verzichtbares. Die Encores ähnlich hochkarätig besetzt. Alleine „Leash“ gefolgt von „Porch“ ist den Konzertbesuch wert gewesen vermute ich mal. Im 2. Encore mit „Smile“ gleich mal den kleinsten gemeinsamen Nenner aller Pearl Jam Fans eingeflochten und, nach dem großartigen The Who-Cover „The Real Me“ den Abend mit meinem persönlichen Highlight (oje, schwere Entscheidung in einem Set mit Smile und Immortality) des Abends: „Indifference“ abgeschlossen. Riesen Set mal wieder meine Herren, ich ziehe den Hut!
Mainset:
Wash
Hail Hail
Corduroy
Got Some
In Hiding
World Wide Suicide
Force Of Nature
Immortality
Go
Even Flow
Army Reserve
Unthought Known
Daughter/WMA
Sleight Of Hand
Johnny Guitar
Do The Evolution
The Fixer
Why Go
Encore 1:
Just Breathe
Given To Fly
Leash
Porch
Encore 2:
Wasted Reprise
Life Wasted
Black
The Real Me
Smile
Alive
Indifference
Das Poster ist zudem auch mal wieder vorzeigbar. Mal was Extravagantes:

Heute Nacht geht’s dann nach Buffalo.
Mainset:
Wash
Hail Hail
Corduroy
Got Some
In Hiding
World Wide Suicide
Force Of Nature
Immortality
Go
Even Flow
Army Reserve
Unthought Known
Daughter/WMA
Sleight Of Hand
Johnny Guitar
Do The Evolution
The Fixer
Why Go
Encore 1:
Just Breathe
Given To Fly
Leash
Porch
Encore 2:
Wasted Reprise
Life Wasted
Black
The Real Me
Smile
Alive
Indifference
Das Poster ist zudem auch mal wieder vorzeigbar. Mal was Extravagantes:

Heute Nacht geht’s dann nach Buffalo.
Samstag, 08.05.2010
RELEASE - 07.05.2010 Noblesville
Nobles*fucking*ville ROCKS!!! Alter Falter, letzte Nacht haben die Jungs sowas wie mein Wunschset für Nijmegen ausgepackt… der HAMMER!!! Schon alleine der Einstieg mit “Release” ist wohl der größte bislang unerfüllte Setlist-Traum, den ich hege. Danach dann die schnelle Reihe von „Last Exit“ bis „Why Go“, schön Fahrt aufnehmen, bevor das großartige „In My Tree“ kam. Da hielt sich ja schon die Befürchtugn, dass der Song aus den Setlsits 2010 wieder rausfliegt, nachdem er letztes Jahr reinkarniert wurde… scheinbar ist dies nicht der Fall. Zum Glück!
Danach dann eine Traumkombination… so was wie ein doppelter Doppelpass mit Abstaubertor: Unthought known – Even Flow – Supersonic – Down! Geile Songfolge! Daughter mit Doppel – Tag kann bestimmt auch so einiges! Danach dann der lokale Einschleimer, gefolgt vom großartigen “Rats”! Weiß noch genau, wie das Dingen 2007 in Düsseldorf als Audience-Wunsch kam und auch zündete. Herrlich! „Wishlist“ ist ohnhin was ganz was Feines, nach wie vor eine meiner Lieblingsstellen auf dem Rotterdam-Bootleg 2009… Wishlist, gefolgt von Nothingman! Ein eigentlich sehr simpler, aber extrem schöner Song! Das Ende des MAinsets recht originell gewählt, Jeremy sticht vor allem heraus und The Fixer hat das ganze durch seine vielen „Yeahhhh, Yeahhhh, Yeahhhhhhhh“’s sicher noch mal stimmungsmäßig abgerundet (der reinste Live-Song ist das… der reinste Live –Song, Leute!).
Über das erste Encore muss man eigentlich nicht viel sagen, stimmig, passt zusammen, mit „Off He Goes“ ein weiteres Highlight eingepackt und das in den Setlists mittlerweile obligatorische „Given to Fly“ wirkt darin schon fast versteckt… fällt kaum auf. Das 2. Encore dann mal wieder ordnungsgemäß mit „Garden“ eröffnet! HOFF-ENT-LICH kommt der Song jetzt wieder öfter! Alive und Baba wieder dran gehängt und quasi als Schnapskirche auf diesem Eisbecher-mit-doppelt-Sahne-und-Schokoraspekl-in-Karamellsoße-Set dann an das nie langweilig werdende „Yellow Ledbetter“ noch das „Star Spangeld Banner“ vom Saitenguru himself! Das Bootleg wird der Wahnsinn…!
Mainset:
Release
Last Exit
Got Some
Why Go
In My Tree
Elderyl Woman Behind the Counter in a Small Town
Unthought Known
Even Flow
Supersonic
Down
Daughter/ WMA/ Blitzkrieg Bop
Goin Back To Indiana
Rats
Wishlist
Insignificance
Force Of Nature
Jeremy
The Fixer
Encore 1:
Just Breathe
Off He Goes
Given To Fly
Lukin
Better Man
Do The Evolution
Encore 2:
Garden
Whipping
Alive
Baba O’Riley
Yellow Ledbetter/Star Spangled Banner
29 Songs sinds diesmal geworden… und WAS FÜR WELCHE!!! Nach dem man sich vorgestern etwas zurücklehnte, feuerte man heute wieder mal ein Bonbon von einer Setlist raus. Hach ja… das wird ein Spaß in den nächsten Monaten. Wenn das so weiter geht, besprechen wir hier noch den gesamten Back-Katalog der Herren. Die variieren ja wahnsinnig viel wenn ich das so mitbekomme. Nur mal so als Richtgöße eine kurze Aufzählung davon, wie viele Songs je absolviertem Konzert „neu“ für mich gewesen wären, also Live noch nicht gehört:
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Das Poster lasse ich heute mal für sich sprechen, hässlich wie die Nacht das Ding!

Danach dann eine Traumkombination… so was wie ein doppelter Doppelpass mit Abstaubertor: Unthought known – Even Flow – Supersonic – Down! Geile Songfolge! Daughter mit Doppel – Tag kann bestimmt auch so einiges! Danach dann der lokale Einschleimer, gefolgt vom großartigen “Rats”! Weiß noch genau, wie das Dingen 2007 in Düsseldorf als Audience-Wunsch kam und auch zündete. Herrlich! „Wishlist“ ist ohnhin was ganz was Feines, nach wie vor eine meiner Lieblingsstellen auf dem Rotterdam-Bootleg 2009… Wishlist, gefolgt von Nothingman! Ein eigentlich sehr simpler, aber extrem schöner Song! Das Ende des MAinsets recht originell gewählt, Jeremy sticht vor allem heraus und The Fixer hat das ganze durch seine vielen „Yeahhhh, Yeahhhh, Yeahhhhhhhh“’s sicher noch mal stimmungsmäßig abgerundet (der reinste Live-Song ist das… der reinste Live –Song, Leute!).
Über das erste Encore muss man eigentlich nicht viel sagen, stimmig, passt zusammen, mit „Off He Goes“ ein weiteres Highlight eingepackt und das in den Setlists mittlerweile obligatorische „Given to Fly“ wirkt darin schon fast versteckt… fällt kaum auf. Das 2. Encore dann mal wieder ordnungsgemäß mit „Garden“ eröffnet! HOFF-ENT-LICH kommt der Song jetzt wieder öfter! Alive und Baba wieder dran gehängt und quasi als Schnapskirche auf diesem Eisbecher-mit-doppelt-Sahne-und-Schokoraspekl-in-Karamellsoße-Set dann an das nie langweilig werdende „Yellow Ledbetter“ noch das „Star Spangeld Banner“ vom Saitenguru himself! Das Bootleg wird der Wahnsinn…!
Mainset:
Release
Last Exit
Got Some
Why Go
In My Tree
Elderyl Woman Behind the Counter in a Small Town
Unthought Known
Even Flow
Supersonic
Down
Daughter/ WMA/ Blitzkrieg Bop
Goin Back To Indiana
Rats
Wishlist
Insignificance
Force Of Nature
Jeremy
The Fixer
Encore 1:
Just Breathe
Off He Goes
Given To Fly
Lukin
Better Man
Do The Evolution
Encore 2:
Garden
Whipping
Alive
Baba O’Riley
Yellow Ledbetter/Star Spangled Banner
29 Songs sinds diesmal geworden… und WAS FÜR WELCHE!!! Nach dem man sich vorgestern etwas zurücklehnte, feuerte man heute wieder mal ein Bonbon von einer Setlist raus. Hach ja… das wird ein Spaß in den nächsten Monaten. Wenn das so weiter geht, besprechen wir hier noch den gesamten Back-Katalog der Herren. Die variieren ja wahnsinnig viel wenn ich das so mitbekomme. Nur mal so als Richtgöße eine kurze Aufzählung davon, wie viele Songs je absolviertem Konzert „neu“ für mich gewesen wären, also Live noch nicht gehört:
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
Das Poster lasse ich heute mal für sich sprechen, hässlich wie die Nacht das Ding!

Freitag, 07.05.2010
OCEANS - 06.05.2010 Columbus
Tag vier der wilden Reise durchs Amiland. Die Setlist mMn insgesamt ist meiner Meinung nach die unspektakulärste der ganzen Tour bislang. Das Konzert fing allerdgings gleich mit einem Kracher an: „Oceans“! Traumauftakt! Im Gegensatz zur sonstigen Vorgehensweise ließ man nicht gleich irgend ein Kantholz folgen, sondern nahm mit „Given to Fly“ langsam Fahrt auf. Danach dann ein grundsolides Programm wie ich finde, mit „Alone“ als zweitem, großen Highlight. DTE wird immer mehr zu so einer Art Standard-Setcloser. Nochmal richtig die Hütte rocken bevor man ins Päuschen zieht… ;-).
Encore Nr. 1 finde ich in der Form schlichtweg großartig! Besonders „Spin the Black Circle“ macht mich neidisch, aber generell passt dieses erste Encore perfekt. Encore Nr. 2 bringt dann das gruselige „Come Back“ wieder zurück auf die Bühne… könnt ihr stecken lassen Jungs; lasst diesen Song bitte in Übersee. Danach nimmt der Abend nochmals Fahrt auf und mit „Crazy Mary“ gibt’s noch ein kleines Highlight.
Mainset:
Oceans
Given To Fly
Corduroy
Got Some
World Wide Suicide
Faithfull
Elderly Woman Behind the Counter in a Small Town
Amongst The Waves
Even Flow
Comatose
Marker In The Sand
Unthought Known
Grievance
Alone
The Fixer
Do The Evolution
1st encore:
Just Breathe
Black
State Of Love And Trust
Spin The Black Circle
Go
2nd encore:
Come Back
Once
Hail Hail
Crazy Mary
Alive
Yellow Ledbetter
27 Songs mal wieder, insgesamt das für mich das bislang unspektakulärste Set, aber man kann auch nicht immer Hochform verlangen. Aber, wie eigentlich immer, ist Pearl Jam auch an so einem Abend für ne Hand voll Schmankerl zu haben.
Ähnliches wie für die Setlist gilt dann auch für das Poster. Obwohl ich abgedrehte Comic-Poster mag, bekommt das Ding von mir bestenfalls eine 3-. Aber seht selbst:

Dieses war der vierte Streich, doch der fünfte, folgt sogleich: Genauer gesagt heute nacht in Noblesville, Indiana!
Encore Nr. 1 finde ich in der Form schlichtweg großartig! Besonders „Spin the Black Circle“ macht mich neidisch, aber generell passt dieses erste Encore perfekt. Encore Nr. 2 bringt dann das gruselige „Come Back“ wieder zurück auf die Bühne… könnt ihr stecken lassen Jungs; lasst diesen Song bitte in Übersee. Danach nimmt der Abend nochmals Fahrt auf und mit „Crazy Mary“ gibt’s noch ein kleines Highlight.
Mainset:
Oceans
Given To Fly
Corduroy
Got Some
World Wide Suicide
Faithfull
Elderly Woman Behind the Counter in a Small Town
Amongst The Waves
Even Flow
Comatose
Marker In The Sand
Unthought Known
Grievance
Alone
The Fixer
Do The Evolution
1st encore:
Just Breathe
Black
State Of Love And Trust
Spin The Black Circle
Go
2nd encore:
Come Back
Once
Hail Hail
Crazy Mary
Alive
Yellow Ledbetter
27 Songs mal wieder, insgesamt das für mich das bislang unspektakulärste Set, aber man kann auch nicht immer Hochform verlangen. Aber, wie eigentlich immer, ist Pearl Jam auch an so einem Abend für ne Hand voll Schmankerl zu haben.
Ähnliches wie für die Setlist gilt dann auch für das Poster. Obwohl ich abgedrehte Comic-Poster mag, bekommt das Ding von mir bestenfalls eine 3-. Aber seht selbst:

Dieses war der vierte Streich, doch der fünfte, folgt sogleich: Genauer gesagt heute nacht in Noblesville, Indiana!
Mittwoch, 05.05.2010
GARDEN - St. Louis 04.05.2010
(Pearl Jam)
Moinsen! :D Das St. Louis Set ist eingetrudel, da brannte heute Nacht wieder irdentlich die Hütte habe ich den Eindruck. All Night mal wieder ausgepackt und ein relativ frühes DTE drangehängt. „Sometimes“ als ruhiger Opener ist jetzt keine Sensation, aber ein feiner Einstieg allemal. Beim nächsten Konzert in Columbus (morgen) wohl wieder ein Rocker eröffnen… wenn ich raten müsste, würde ich spontan auf „Why Go“ tippen.
Weitere, persönliche Highlights werden (wie immer) kursiv markiert. Pilate sollte da nicht unerwähnt bleiben… schöner, sperriger Song, der viel zu selten aufkreuzt. „Not For You“ dann wieder einer meiner persönlichen Favoriten gefolgt von großmächtige „Glorified G“. In diesem Zusammenhang ein Gruß an meine Schwester: Deine spontane Freude, als der Song in Berlin 2009 kam, werde ich wohl so schnell nicht vergessen *fg*.
Daß „Jeremy“ so früh in der Tour aus dem Hut gezogen wird, macht Hoffnung. Bitte mit nach Europa retten den Song! Die zweite Zugabe mit Garden einzuleiten, halte ich auch für einen Geistesblitz sonders Gleichen! Bin ja heute noch sauer, dass Eddie den Song in Düsseldorf 07 von der Playlist strich… Schweinerei!
Mainset:
Sometimes
Corduroy
All Night
Do the Evolution
Why Go
Elderly Woman Behind the Counter in a Small Town
In Hiding
Evenflow
Unthought Known
Save You
Down
Pilate
Severed Hand
Not For You
Glorified G
Half Full
Daughter
The Fixer
Encore 1:
Inside Job
Just Breathe
Jeremy
Got Some
RVM
Encore 2:
Garden
Alive
Baba O'Riley
Yellow Ledbetter
27 Songs heute, guter Durchschnitt! Und wenn ich mir die bisherigen Setlists so anschaue, dann variieren die Jungs schon jetzt ordentlich. Das Pösterchen ist auch wieder ne schicke Angelegenheit.
In Schulnoten würde ich dem Ding eine solide 2 geben. New Orleans hätte ne 3 erhalten, Kansas ne 2-. Also dann, bis übermorgen!
Keep on Rocking!
Edit: Baba is back! :D
Moinsen! :D Das St. Louis Set ist eingetrudel, da brannte heute Nacht wieder irdentlich die Hütte habe ich den Eindruck. All Night mal wieder ausgepackt und ein relativ frühes DTE drangehängt. „Sometimes“ als ruhiger Opener ist jetzt keine Sensation, aber ein feiner Einstieg allemal. Beim nächsten Konzert in Columbus (morgen) wohl wieder ein Rocker eröffnen… wenn ich raten müsste, würde ich spontan auf „Why Go“ tippen.
Weitere, persönliche Highlights werden (wie immer) kursiv markiert. Pilate sollte da nicht unerwähnt bleiben… schöner, sperriger Song, der viel zu selten aufkreuzt. „Not For You“ dann wieder einer meiner persönlichen Favoriten gefolgt von großmächtige „Glorified G“. In diesem Zusammenhang ein Gruß an meine Schwester: Deine spontane Freude, als der Song in Berlin 2009 kam, werde ich wohl so schnell nicht vergessen *fg*.
Daß „Jeremy“ so früh in der Tour aus dem Hut gezogen wird, macht Hoffnung. Bitte mit nach Europa retten den Song! Die zweite Zugabe mit Garden einzuleiten, halte ich auch für einen Geistesblitz sonders Gleichen! Bin ja heute noch sauer, dass Eddie den Song in Düsseldorf 07 von der Playlist strich… Schweinerei!
Mainset:
Sometimes
Corduroy
All Night
Do the Evolution
Why Go
Elderly Woman Behind the Counter in a Small Town
In Hiding
Evenflow
Unthought Known
Save You
Down
Pilate
Severed Hand
Not For You
Glorified G
Half Full
Daughter
The Fixer
Encore 1:
Inside Job
Just Breathe
Jeremy
Got Some
RVM
Encore 2:
Garden
Alive
Baba O'Riley
Yellow Ledbetter
27 Songs heute, guter Durchschnitt! Und wenn ich mir die bisherigen Setlists so anschaue, dann variieren die Jungs schon jetzt ordentlich. Das Pösterchen ist auch wieder ne schicke Angelegenheit.
In Schulnoten würde ich dem Ding eine solide 2 geben. New Orleans hätte ne 3 erhalten, Kansas ne 2-. Also dann, bis übermorgen! Keep on Rocking!
Edit: Baba is back! :D
Dienstag, 04.05.2010
OFF HE GOES (!!!!!) - 03.05.2010 Kansas City
(Pearl Jam)
Trallala! Zweite Show in Kansas City, Tourauftakt für die „normalen“ Konzis. Pearl Jam als alleiniger Herr im Hause und sechsköpfiger Hard-Rocking-Amigo! Und die Jungs beweisen, dass es nicht immer das fette Raritätenset sein muß um eine gute, stimmige Setlist zu liefern.
Main Set:
Of The Girl
Animal
World Wide Suicide
Got Some
Unthought Known
Elderly Woman Behind A Counter In A Small Town
MFC
Johnny Guitar
Amongst The Waves
Even Flow
God's Dice
Present Tense
Daughter
Wishlist
Insignificance
Do The Evolution
Encore 1:
Off He Goes
Just Breathe
Given To Fly
The Fixer
Life Wasted
Porch
Encore 2:
No More
Black/We Belong Together
Better Man
Happy Birthday,
Alive
Rockin' In The Free World
Yellow Ledbetter
Schlanke 30 Stücke… gut, neunundzwanzigeinhalb… Happy Birthday zählen wir mal nicht ganz. Aber mit „Of The Girl“ ein schööööner, sanfter Einstieg, dem das brachiale „Animal hinterhergehämmert wird. Von „Amongst the Waves“ bis hin zu „Wishlist“ eine herrliche Kombination. Zugabe Nr. eins mit dem wunderbaren „Off He Goes“ (da frisst mich der Neid langsam auf, geb ich ehrlich zu. Lieblingssong der Lieblingsplatte… und noch nie live gehört) eingeleitet und „Just Breathe“ hinterher, Wahnsinn! Den Übergang von „Black“ zu „Better Man“ stelle ich mir großartig vor. Hoffentlich hat Eddie das ausklingende „düdüdüdüdüdüdüüüü… düdüdüdüdüdüdüüüüüü“ der Massen nicht durch seinen Gesang abgewürgt (*lol*, dass ich so was mal schreibe… unglaublich ;-) ) sondern direkt in die erste, kollektive Strophe von „Better Man“ einfließen lassen. Falls ja, dann baue ich dem Bootleg einen Schrein! ;-)
Jedenfalls eine Setlist, die von der Stimmigkeit lebt, nicht von selten ausgepackten Raritäten. Ja, gefällt mir! :-) Der nächste Akt folgt dann heute in St. Louis! Bin mal gespannt.
Das Poster ist vom stil her schon eher mein Fall... aber ich mag EMEK-Poster eigentlich generell. Anzuschauen gibts das schicke Dingen hier:
http://www.expressobeans.com/public/detail.php/121745
Trallala! Zweite Show in Kansas City, Tourauftakt für die „normalen“ Konzis. Pearl Jam als alleiniger Herr im Hause und sechsköpfiger Hard-Rocking-Amigo! Und die Jungs beweisen, dass es nicht immer das fette Raritätenset sein muß um eine gute, stimmige Setlist zu liefern.
Main Set:
Of The Girl
Animal
World Wide Suicide
Got Some
Unthought Known
Elderly Woman Behind A Counter In A Small Town
MFC
Johnny Guitar
Amongst The Waves
Even Flow
God's Dice
Present Tense
Daughter
Wishlist
Insignificance
Do The Evolution
Encore 1:
Off He Goes
Just Breathe
Given To Fly
The Fixer
Life Wasted
Porch
Encore 2:
No More
Black/We Belong Together
Better Man
Happy Birthday,
Alive
Rockin' In The Free World
Yellow Ledbetter
Schlanke 30 Stücke… gut, neunundzwanzigeinhalb… Happy Birthday zählen wir mal nicht ganz. Aber mit „Of The Girl“ ein schööööner, sanfter Einstieg, dem das brachiale „Animal hinterhergehämmert wird. Von „Amongst the Waves“ bis hin zu „Wishlist“ eine herrliche Kombination. Zugabe Nr. eins mit dem wunderbaren „Off He Goes“ (da frisst mich der Neid langsam auf, geb ich ehrlich zu. Lieblingssong der Lieblingsplatte… und noch nie live gehört) eingeleitet und „Just Breathe“ hinterher, Wahnsinn! Den Übergang von „Black“ zu „Better Man“ stelle ich mir großartig vor. Hoffentlich hat Eddie das ausklingende „düdüdüdüdüdüdüüüü… düdüdüdüdüdüdüüüüüü“ der Massen nicht durch seinen Gesang abgewürgt (*lol*, dass ich so was mal schreibe… unglaublich ;-) ) sondern direkt in die erste, kollektive Strophe von „Better Man“ einfließen lassen. Falls ja, dann baue ich dem Bootleg einen Schrein! ;-)
Jedenfalls eine Setlist, die von der Stimmigkeit lebt, nicht von selten ausgepackten Raritäten. Ja, gefällt mir! :-) Der nächste Akt folgt dann heute in St. Louis! Bin mal gespannt.
Das Poster ist vom stil her schon eher mein Fall... aber ich mag EMEK-Poster eigentlich generell. Anzuschauen gibts das schicke Dingen hier:
http://www.expressobeans.com/public/detail.php/121745
Montag, 03.05.2010
KICK OUT THE JAMS - 01.05.2010 New Orleans
(MC5 / Pearl Jam)
So, fast wäre es an mir (tatsächlich!) vorbei gegangen, aber am ersten Mai war Tourauftakt der Jungs im fernen New Orleans. Laßt uns, die wir hier auf den Juni harren, ein wenig verfolgen, die Tour. Die Setlists. Die Poster. Die kleinen, aber feinen Besonderheiten der Pearl Jam Konzerte.
Los ging es, wie gesagt, in New Orleans beim „Jazz and Heritage Festival“ Ein Festival also zum Einstieg. Mitunter geraten diese Auftaktkonzis zu soliden Einstiegen. Die Setlist kürzer als auf Einzelgigs, die Songauswahl stark am allgemeinen Geschmack orientiert (was ja nicht zwingend schlecht sein muß bei Pearl Jam). Vorgestern aber, wurde schon ein sehr erlesenes Setlistchen aus dem Hut gezaubert. Klar, es fehlen ein paar Songs, aber ausbaufähig mit der einen oder anderen Überraschung wars dann schon:
Main Set:
So You Want to Be A Rock And Roll Star
Lukin
Corduroy
In My Tree
Got Some
Given To Fly
Even Flow
Severed Hand
Nothingman
Down
Unthought Known
1/2 Full
Daughter
Comatose
Supersonic
Do The Evolution
Why Go.
Encore 1:
Tremor Christ
Just Breathe
Better Man/(Save it for Later)
The Fixer
Alive
Kick Out The Jams
Auch wenns komisch klingt furs Konzert-Fußvolk: “Nur” 23 Songs furs erste. Überraschungs-Opener und –Closer inklusive. Das wunderbare „In My Tree“ hat sich über den Jahreswechsel in den Setlists gehalten (wie es scheint) und dann das Power-Ende des Mainsets! Als Schmankerl noch „Tremor Christ“ *** UNBEDINGT IN BERLIN HÖREN WILL*** sowie Nothingman ***NOCHMAL HÖREN WILL***! Ja, das verspricht so einiges! Der nächste Appetizer lässt auch gar nicht lange auf sich warten: Heute nacht geht’s Kansas City an den Kragen. Freuen wir uns also auf nen tollen Frühsommer! :D
Hier das Poster... naja, mein Fall ist das eher nicht.

So, fast wäre es an mir (tatsächlich!) vorbei gegangen, aber am ersten Mai war Tourauftakt der Jungs im fernen New Orleans. Laßt uns, die wir hier auf den Juni harren, ein wenig verfolgen, die Tour. Die Setlists. Die Poster. Die kleinen, aber feinen Besonderheiten der Pearl Jam Konzerte.
Los ging es, wie gesagt, in New Orleans beim „Jazz and Heritage Festival“ Ein Festival also zum Einstieg. Mitunter geraten diese Auftaktkonzis zu soliden Einstiegen. Die Setlist kürzer als auf Einzelgigs, die Songauswahl stark am allgemeinen Geschmack orientiert (was ja nicht zwingend schlecht sein muß bei Pearl Jam). Vorgestern aber, wurde schon ein sehr erlesenes Setlistchen aus dem Hut gezaubert. Klar, es fehlen ein paar Songs, aber ausbaufähig mit der einen oder anderen Überraschung wars dann schon:
Main Set:
So You Want to Be A Rock And Roll Star
Lukin
Corduroy
In My Tree
Got Some
Given To Fly
Even Flow
Severed Hand
Nothingman
Down
Unthought Known
1/2 Full
Daughter
Comatose
Supersonic
Do The Evolution
Why Go.
Encore 1:
Tremor Christ
Just Breathe
Better Man/(Save it for Later)
The Fixer
Alive
Kick Out The Jams
Auch wenns komisch klingt furs Konzert-Fußvolk: “Nur” 23 Songs furs erste. Überraschungs-Opener und –Closer inklusive. Das wunderbare „In My Tree“ hat sich über den Jahreswechsel in den Setlists gehalten (wie es scheint) und dann das Power-Ende des Mainsets! Als Schmankerl noch „Tremor Christ“ *** UNBEDINGT IN BERLIN HÖREN WILL*** sowie Nothingman ***NOCHMAL HÖREN WILL***! Ja, das verspricht so einiges! Der nächste Appetizer lässt auch gar nicht lange auf sich warten: Heute nacht geht’s Kansas City an den Kragen. Freuen wir uns also auf nen tollen Frühsommer! :D
Hier das Poster... naja, mein Fall ist das eher nicht.

Sonntag, 02.05.2010
FUTURE ROCK (WE GOT IT)
(Brant Bjork & the Bros)

Servus! Mann, Mann, Mann… wird mal wieder Zeit, hier der Chronistenpflicht nachzukommen und meinen Konzertbericht vom 15.04. zum Besten zu geben… bevor ich das noch vergesse. Nun gut, so rein vom Erlebnischarakter her besteht die Gefahr eher nicht, war mal wieder ein schicker Abend, durchaus.
Also lautet ein Beschluß, dass die Wüste rocken muß! Seit den frühen 90er Jahren, macht, fei nach diesem Leitsatz, eine Hand voll müßiggängerischen Genies die Musikszene unsicher. Neben Muscle-Cars, nackten Tatsachen an allen Ecken und Enden ihrer Videoclips (aber immer noch mit dem gewissen Stil versehen, der sie vom Chick-Gehustle der üblichen Rap-Ikonen wohltuend unterscheidet) wird ihr Schaffen vor allem von semilegalen Halluzinogenen bestimmt. Angeheizt mit dieser bisweilen recht explosiven Mischung, wurde vor reichlich anderthalb Dekaden der „Desert Rock“ konkurrenzfähig. Da es dabei mitunter ziemlich bekifft zuging, war man bald auch unter dem Pseudonym „Stoner Rock“ bekannt und die großen, mächtigen Kyuss brachten der Welt bei, dass Gitarren gleichzeitig knurren und furzen können! Seit dem ist, zugegeben, eine Menge Zeit ins Wüstenland rund ums Palm Desert geschlichen. Aus Kyuss gingen QOTSA hervor, ebenso wie eine Hand voll anderer Folgeprojekte. Einer, der bereits kurz vor der Auflösung von Kyuss den Absprung wagte um Fu Manchu ins Bewusstsein der Menschen zu hieven, schaute nun mit seiner eigenen Dröhnikombo im beschaulichen Jena vorbei. Er tat dies, im sogar noch beschaulicheren Rosenkeller. Nachdem meine Schwester mich mit dieser Info versorgte, wurden die Karten sofort in Auftrag gegeben und die virtuelle Mütze der Vorfreude aus dem Schrank geholt. Mit Brant Bjork and the Bros. Würden wir also die nächste Untergrund-Legende erleben!
So begab es sich also, dass ich am 15.04.2010 nach Jena schipperte und meine Schwester von der Uni abholte. Jemand von meiner gesamtgesellschaftlichen Relevanz bleibt aber nicht lange unentdeckt, was dazu führte, dass ich bereits kurz nach meiner Ankunft von der Lokalpresse belagert wurde. Flink diktierte ich einem Schreiberling ein knappes Statement in die spitze Feder und empfahl mich. Am Folgetag lachte ich sodann nahezu jedem alphabetisierten Thüringer von einem Farbfoto entgegen und verkündete ihm meine aufrührerischen Thesen zum Thema „Autobahnvignette“. (Ohne Selbstlob muß ich hier mal festhalten, dass ich mich wohltuend von „Find ich super, angesichts des Umweltschutzes; Hmmmkaaay!“ der Generation „Ökohippi“ aber auch vom „Die da oben machen sich die Taschen voll!“ des Altkaders abhob.
Jedenfalls chillten meine Schwester und ich so gegen 19 Uhr gen Rosenkeller und betraten diesen recht relaxt. Der Rosenkeller an sich ist ne ziemlich feine Sache, zumal er seinem Namen alle Ehre macht. Da sitzt man dann auf massiven Holzbänken, gefühlte 10 Meter unter der Erde und genießt den vorkonzertlichen Gerstensaft. Langsam aber stetig füllte sich dann auch das Gewölbe und wir betraten kurz vor 20 Uhr den eigentlichen Konzertraum. Bislang dürfte das so ziemlich die kleinste Location gewesen sein, in der ich bislang ein Konzert genoss. Schönes, altes Rundgewölbe mit Platz für vielleicht 200 – 300 Leute. Kaum hatten wir den Saal betreten, machte sich mit Iguana auch schon die Vorband frisch ans Werk. Nachdem zunächst die relativ bekannten „My Sleeping Karma“ angekündigt wurden, tauschte man diese kurzfristig gegen eben diese „Iguana“ aus, weiß der Teufel, warum. Aber als schlechter Deal sollte es sich nicht erweisen, im Gegenteil. Persönlich erwartete ich nicht viel von denen. Halt eine Nachwuchsband, die bestenfalls soliden Rock anbietet und einen leidlich für den Hauptact warm rockt. Aber bereits nach den ersten zwei Songs wurde klar, dass das schon eine ordentliche Einstimmung auf den Herrn Bjork und seine Mannen werden würde. Nicht nur, dass sie ihre Stoner-Rock Einflüsse nicht leugnen konnten, nein, sie lieferten auch ne tolle Klangkulisse ab und waren ein Würdiger Einstieg in den Abend. Umso größer war die Überraschung, als die Kerls dann in perfektem Deutsch einige Worte ans Publikum richteten bevor sie ihren Auftritt mit einem ordnungsgemäßen Jam-Session-Auftritt beendeten. Der Hammer war dann aber die Verabschiedung: „Viel Spaß mit Brant Bjork, er ist es wert, dass ihr alle hier seid! Wir sind Iguana aus Chemnitz!“ Holla! Es besteht also noch Hoffnung für mein Heimatstädtchen, man mag es kaum glauben. Auch wenn man, um das mitzubekommen, erst nach Jena in den Keller muß. Feine Sache. Mangels eines Aufenthaltsraumes hinter der Bühne wurden die Kerle dann mitten durchs Publikum von der Bühne geleitet. Wir nutzten die Pause um die ersten Gerstensäfte zu entsorgen, wozu man den so genannten „Promilleweg“ eine mit einer geradezu bösartigen Steigung versehene Steintreppe gen Eingang bezwingen mussten. Danach schnell Nachschub an der Bar geordert und für den Hauptact platzierten wir uns nahe an der Eingangstür zum Saal mit bester Sicht auf die Bühne. Bevor es losgeht, muß ich mich nochmals lobend über die Nerd-Dichte des Konzertes äußern. Während die üblichen Bandshirts von Hermano bis hin zum Pearl Jam – Backspacer Limited Edition Shirt spazieren getragen wurden, sah man auch „Star Trek“ Klamotten und hinter uns erklärte jemand seiner Freundin das Prinzip der Protonenstrahler bei den Ghost Busters. Köstlich!
Mitten in diese angenehme Freakshow hinein platzte dann ohne Vorankündigung Brant Bjork mit seinen Bros. Freilich, wir sahen sie erst lange, nachdem wir sie gerochen hatten. Auch der Hauptact wurde wieder direkt durchs Publikum zur Bühne geführt. Ihnen voran schwappte aber eine Wolke von Grasgeruch ins Gewölbe. Jetzt mal ohne pathetisch zu werden, aber gefühlt haben die Kerls die Jenaer Dealer an diesem Abend grundsaniert. Auf der Bühne angekommen, ließ man sofort die Saiten glühen und das Publikum sprang mehr oder weniger sofort an. Ähnlich getragen und fett, wie der Sound zähflüssig durch das Gewölbe waberte, pflanzten sich auch die Reaktionen der Zuschauer allmählich fort. Zum Einstieg wurde gleich mal eine gehörige Mischung aus Klassikern und Material vom neuen Album „Gods & Goddesses“ gewählt. Der Einstieg mit „Freaks of Nature“ leitete dann gleich zu neuen Schmankerln der Marke „Dr. Special“ oder dem großen „The Future Rock (we got it) über. Überhaupt passten sich die neuen Songs gleich 100%ig ins bisherige Schaffen des ehemaligen Trommlers der Urväter themselves, der übermächtigen Kyuss ein. Auch wenn die streckenweise vorherrschende Aggressivität von Kyuss nicht wirklich erkennbar ist. Aber wer will das auch, wenn er dafür den klareren, entspannenden Soundbrei von Brant Bjork und seinen Bros genießen kann. Erstes Highlight aus meiner Sicht war dann auch das geradezu episch vorgetragene und ausnahmsweise auch mal anmoderierte „Radio Mecca“. Musikalisch eine reine Ohrenwaide, die Herren an den Instrumenten beherrschten selbige ausnahmslos, ohne aber in übertriebenes Gepose zu verfallen. Die nicht gerade sehr sparsam eingestreuten Jam-Parts und Akustikausflüge passten immer perfekt in den Fluß der Songs und des Konzerts an sich. Hinzu kam, dass die Klangkulisse im Keller überraschend gut war. Ich hatte schon störende Echos und ähnlichen Kokolores befürchtet, aber kaum eine Spur davon.
Viel zu schnell schien sich dann das Ende des Konzertes anzukündigen. Getrieben von der breiten Klangwand schien die Zeit in diesem kleinen, abgeschotteten Stückchen Jena viel zu schnell zu verfliegen. Hätte sie sich mal ein Beispiel an den Musikern genommen, welche nicht nur eine innere Ruhe apokalyptischen Ausmaßes, sondern auch ein ganz eigenes Zeitverständnis der Marke „Ham`wa genuch!“ ausstrahlten. So ab dem oben erwähnten „Radio Mecca“ wähnte man sich ohnehin zurück in den goldenen 90ern, irgendwo auf einer schnurgeraden Wüstenstraße auf der man in einem 69er Pontiac GTO mit offenen Fenstern der Sonne entgegen brettert. Neben dem Motorenlärm nur noch begleitet vom hereinwehenden Wüstensand und jener prototypischen Road-Movie-Musik, welche Bjork und Co gerade unters Volk jubelten. „Porto“ mit seinem tarantionohaften Swing und dem leicht bekifften Dröhnen des Brummbasses und der kaum gealterte Altmeister persönlich trieben den Eindruck dann noch mal auf die Spitze. Bjork schüttelte die Lockenmähne über dem olivgrünen Army-Parka und zupfte die Saiten zum einen oder anderen Solo. Traumhaft!
Als dann die Pause nach dem Mainset anstand, traute sich keiner so recht den Raum zu verlassen, was dann auch mit einem geradezu großartigen ersten und gar zweiten Encore belohnt wurde. Persönliche Freude stellte sich ein, zumal man so was ja sonst nur vom musikalischen Nonplusultra aus Seattle gewohnt ist.
Das gediegene „somewhere some woman“ brachte dann noch mal den Keller zum Kollektiven Dösen, während „Too many chiefs… not enough Indians“ die Jam-Session-Qualitäten der Jungs aufs Feinste demonstrierte und für mich das zweite große Highlight darstellte. Als dann schließlich der letzte Ton verklungen war, verschwanden Bjork und Co. Wiederum schnurstracks durch den Zuschauerraum, bevor sich dieser langsam leerte. Ganz großer Abend, wenn ihr mich fragt. Das ganze Konzert wirkte wie aus einem Guss, kaum Brüche oder nennenswerte Stilbrüche zwischen den einzelnen Liedern. Vielmehr ging ein Song sanft in den anderen über, floß ein Low-Tempo-Stück allmählich in eine schnellere Nummer ein; gingen textlose Jams der Marke „Lazy Bones“ in sechs Minuten Burner wie „Low Desert Punk“ über. Großartiges Konzert, besser und länger als erwartet. Unterm Strich standen am Ende über zwei Stunden feinste Live-Musik im Jenaer Untergrund, mit einer lebenden Legende. Durch die kleine, gedrungene Location wirkte alles nur noch intensiver und intimer. Keine großen Gesten, keine gigantomaische Bühnenshow á la Bono, vielmehr 120 Minuten feinster Rock! Die eingedenk der Verdienste des Herrn Bjork lächerlichen 15 Euro, welche man investieren musste, erwiesen sich als goldwerte Anlage. Sollten die Herren in eure Nähe kommen, ergeht hiermit ein Ausgehbefehl des Onkels!
So, nachdem 2009 das Jahr der großen Nummern wie Metallica, Nick Cave, Rammstein, Motörhead und natürlich den unvergleichlichen Pearl Jam war, scheint 2010 bislang unter dem Motto „klein, aber fein“ zu laufen. Am Freitag steht dann mit den schwedischen „Hellsongs“ gleich mal das nächste Highlight an. Bedenkt man, was die so aus den Hard-Rock und Metal-Krachern der Genre-Größen so alles machen, wird das sogar noch relaxter als Brant Bjork. In diesem Sinne, liebe Lesergemeinde: Keep on Rocking!

Servus! Mann, Mann, Mann… wird mal wieder Zeit, hier der Chronistenpflicht nachzukommen und meinen Konzertbericht vom 15.04. zum Besten zu geben… bevor ich das noch vergesse. Nun gut, so rein vom Erlebnischarakter her besteht die Gefahr eher nicht, war mal wieder ein schicker Abend, durchaus.
Also lautet ein Beschluß, dass die Wüste rocken muß! Seit den frühen 90er Jahren, macht, fei nach diesem Leitsatz, eine Hand voll müßiggängerischen Genies die Musikszene unsicher. Neben Muscle-Cars, nackten Tatsachen an allen Ecken und Enden ihrer Videoclips (aber immer noch mit dem gewissen Stil versehen, der sie vom Chick-Gehustle der üblichen Rap-Ikonen wohltuend unterscheidet) wird ihr Schaffen vor allem von semilegalen Halluzinogenen bestimmt. Angeheizt mit dieser bisweilen recht explosiven Mischung, wurde vor reichlich anderthalb Dekaden der „Desert Rock“ konkurrenzfähig. Da es dabei mitunter ziemlich bekifft zuging, war man bald auch unter dem Pseudonym „Stoner Rock“ bekannt und die großen, mächtigen Kyuss brachten der Welt bei, dass Gitarren gleichzeitig knurren und furzen können! Seit dem ist, zugegeben, eine Menge Zeit ins Wüstenland rund ums Palm Desert geschlichen. Aus Kyuss gingen QOTSA hervor, ebenso wie eine Hand voll anderer Folgeprojekte. Einer, der bereits kurz vor der Auflösung von Kyuss den Absprung wagte um Fu Manchu ins Bewusstsein der Menschen zu hieven, schaute nun mit seiner eigenen Dröhnikombo im beschaulichen Jena vorbei. Er tat dies, im sogar noch beschaulicheren Rosenkeller. Nachdem meine Schwester mich mit dieser Info versorgte, wurden die Karten sofort in Auftrag gegeben und die virtuelle Mütze der Vorfreude aus dem Schrank geholt. Mit Brant Bjork and the Bros. Würden wir also die nächste Untergrund-Legende erleben!
So begab es sich also, dass ich am 15.04.2010 nach Jena schipperte und meine Schwester von der Uni abholte. Jemand von meiner gesamtgesellschaftlichen Relevanz bleibt aber nicht lange unentdeckt, was dazu führte, dass ich bereits kurz nach meiner Ankunft von der Lokalpresse belagert wurde. Flink diktierte ich einem Schreiberling ein knappes Statement in die spitze Feder und empfahl mich. Am Folgetag lachte ich sodann nahezu jedem alphabetisierten Thüringer von einem Farbfoto entgegen und verkündete ihm meine aufrührerischen Thesen zum Thema „Autobahnvignette“. (Ohne Selbstlob muß ich hier mal festhalten, dass ich mich wohltuend von „Find ich super, angesichts des Umweltschutzes; Hmmmkaaay!“ der Generation „Ökohippi“ aber auch vom „Die da oben machen sich die Taschen voll!“ des Altkaders abhob.
Jedenfalls chillten meine Schwester und ich so gegen 19 Uhr gen Rosenkeller und betraten diesen recht relaxt. Der Rosenkeller an sich ist ne ziemlich feine Sache, zumal er seinem Namen alle Ehre macht. Da sitzt man dann auf massiven Holzbänken, gefühlte 10 Meter unter der Erde und genießt den vorkonzertlichen Gerstensaft. Langsam aber stetig füllte sich dann auch das Gewölbe und wir betraten kurz vor 20 Uhr den eigentlichen Konzertraum. Bislang dürfte das so ziemlich die kleinste Location gewesen sein, in der ich bislang ein Konzert genoss. Schönes, altes Rundgewölbe mit Platz für vielleicht 200 – 300 Leute. Kaum hatten wir den Saal betreten, machte sich mit Iguana auch schon die Vorband frisch ans Werk. Nachdem zunächst die relativ bekannten „My Sleeping Karma“ angekündigt wurden, tauschte man diese kurzfristig gegen eben diese „Iguana“ aus, weiß der Teufel, warum. Aber als schlechter Deal sollte es sich nicht erweisen, im Gegenteil. Persönlich erwartete ich nicht viel von denen. Halt eine Nachwuchsband, die bestenfalls soliden Rock anbietet und einen leidlich für den Hauptact warm rockt. Aber bereits nach den ersten zwei Songs wurde klar, dass das schon eine ordentliche Einstimmung auf den Herrn Bjork und seine Mannen werden würde. Nicht nur, dass sie ihre Stoner-Rock Einflüsse nicht leugnen konnten, nein, sie lieferten auch ne tolle Klangkulisse ab und waren ein Würdiger Einstieg in den Abend. Umso größer war die Überraschung, als die Kerls dann in perfektem Deutsch einige Worte ans Publikum richteten bevor sie ihren Auftritt mit einem ordnungsgemäßen Jam-Session-Auftritt beendeten. Der Hammer war dann aber die Verabschiedung: „Viel Spaß mit Brant Bjork, er ist es wert, dass ihr alle hier seid! Wir sind Iguana aus Chemnitz!“ Holla! Es besteht also noch Hoffnung für mein Heimatstädtchen, man mag es kaum glauben. Auch wenn man, um das mitzubekommen, erst nach Jena in den Keller muß. Feine Sache. Mangels eines Aufenthaltsraumes hinter der Bühne wurden die Kerle dann mitten durchs Publikum von der Bühne geleitet. Wir nutzten die Pause um die ersten Gerstensäfte zu entsorgen, wozu man den so genannten „Promilleweg“ eine mit einer geradezu bösartigen Steigung versehene Steintreppe gen Eingang bezwingen mussten. Danach schnell Nachschub an der Bar geordert und für den Hauptact platzierten wir uns nahe an der Eingangstür zum Saal mit bester Sicht auf die Bühne. Bevor es losgeht, muß ich mich nochmals lobend über die Nerd-Dichte des Konzertes äußern. Während die üblichen Bandshirts von Hermano bis hin zum Pearl Jam – Backspacer Limited Edition Shirt spazieren getragen wurden, sah man auch „Star Trek“ Klamotten und hinter uns erklärte jemand seiner Freundin das Prinzip der Protonenstrahler bei den Ghost Busters. Köstlich!
Mitten in diese angenehme Freakshow hinein platzte dann ohne Vorankündigung Brant Bjork mit seinen Bros. Freilich, wir sahen sie erst lange, nachdem wir sie gerochen hatten. Auch der Hauptact wurde wieder direkt durchs Publikum zur Bühne geführt. Ihnen voran schwappte aber eine Wolke von Grasgeruch ins Gewölbe. Jetzt mal ohne pathetisch zu werden, aber gefühlt haben die Kerls die Jenaer Dealer an diesem Abend grundsaniert. Auf der Bühne angekommen, ließ man sofort die Saiten glühen und das Publikum sprang mehr oder weniger sofort an. Ähnlich getragen und fett, wie der Sound zähflüssig durch das Gewölbe waberte, pflanzten sich auch die Reaktionen der Zuschauer allmählich fort. Zum Einstieg wurde gleich mal eine gehörige Mischung aus Klassikern und Material vom neuen Album „Gods & Goddesses“ gewählt. Der Einstieg mit „Freaks of Nature“ leitete dann gleich zu neuen Schmankerln der Marke „Dr. Special“ oder dem großen „The Future Rock (we got it) über. Überhaupt passten sich die neuen Songs gleich 100%ig ins bisherige Schaffen des ehemaligen Trommlers der Urväter themselves, der übermächtigen Kyuss ein. Auch wenn die streckenweise vorherrschende Aggressivität von Kyuss nicht wirklich erkennbar ist. Aber wer will das auch, wenn er dafür den klareren, entspannenden Soundbrei von Brant Bjork und seinen Bros genießen kann. Erstes Highlight aus meiner Sicht war dann auch das geradezu episch vorgetragene und ausnahmsweise auch mal anmoderierte „Radio Mecca“. Musikalisch eine reine Ohrenwaide, die Herren an den Instrumenten beherrschten selbige ausnahmslos, ohne aber in übertriebenes Gepose zu verfallen. Die nicht gerade sehr sparsam eingestreuten Jam-Parts und Akustikausflüge passten immer perfekt in den Fluß der Songs und des Konzerts an sich. Hinzu kam, dass die Klangkulisse im Keller überraschend gut war. Ich hatte schon störende Echos und ähnlichen Kokolores befürchtet, aber kaum eine Spur davon.
Viel zu schnell schien sich dann das Ende des Konzertes anzukündigen. Getrieben von der breiten Klangwand schien die Zeit in diesem kleinen, abgeschotteten Stückchen Jena viel zu schnell zu verfliegen. Hätte sie sich mal ein Beispiel an den Musikern genommen, welche nicht nur eine innere Ruhe apokalyptischen Ausmaßes, sondern auch ein ganz eigenes Zeitverständnis der Marke „Ham`wa genuch!“ ausstrahlten. So ab dem oben erwähnten „Radio Mecca“ wähnte man sich ohnehin zurück in den goldenen 90ern, irgendwo auf einer schnurgeraden Wüstenstraße auf der man in einem 69er Pontiac GTO mit offenen Fenstern der Sonne entgegen brettert. Neben dem Motorenlärm nur noch begleitet vom hereinwehenden Wüstensand und jener prototypischen Road-Movie-Musik, welche Bjork und Co gerade unters Volk jubelten. „Porto“ mit seinem tarantionohaften Swing und dem leicht bekifften Dröhnen des Brummbasses und der kaum gealterte Altmeister persönlich trieben den Eindruck dann noch mal auf die Spitze. Bjork schüttelte die Lockenmähne über dem olivgrünen Army-Parka und zupfte die Saiten zum einen oder anderen Solo. Traumhaft!
Als dann die Pause nach dem Mainset anstand, traute sich keiner so recht den Raum zu verlassen, was dann auch mit einem geradezu großartigen ersten und gar zweiten Encore belohnt wurde. Persönliche Freude stellte sich ein, zumal man so was ja sonst nur vom musikalischen Nonplusultra aus Seattle gewohnt ist.
Das gediegene „somewhere some woman“ brachte dann noch mal den Keller zum Kollektiven Dösen, während „Too many chiefs… not enough Indians“ die Jam-Session-Qualitäten der Jungs aufs Feinste demonstrierte und für mich das zweite große Highlight darstellte. Als dann schließlich der letzte Ton verklungen war, verschwanden Bjork und Co. Wiederum schnurstracks durch den Zuschauerraum, bevor sich dieser langsam leerte. Ganz großer Abend, wenn ihr mich fragt. Das ganze Konzert wirkte wie aus einem Guss, kaum Brüche oder nennenswerte Stilbrüche zwischen den einzelnen Liedern. Vielmehr ging ein Song sanft in den anderen über, floß ein Low-Tempo-Stück allmählich in eine schnellere Nummer ein; gingen textlose Jams der Marke „Lazy Bones“ in sechs Minuten Burner wie „Low Desert Punk“ über. Großartiges Konzert, besser und länger als erwartet. Unterm Strich standen am Ende über zwei Stunden feinste Live-Musik im Jenaer Untergrund, mit einer lebenden Legende. Durch die kleine, gedrungene Location wirkte alles nur noch intensiver und intimer. Keine großen Gesten, keine gigantomaische Bühnenshow á la Bono, vielmehr 120 Minuten feinster Rock! Die eingedenk der Verdienste des Herrn Bjork lächerlichen 15 Euro, welche man investieren musste, erwiesen sich als goldwerte Anlage. Sollten die Herren in eure Nähe kommen, ergeht hiermit ein Ausgehbefehl des Onkels!
So, nachdem 2009 das Jahr der großen Nummern wie Metallica, Nick Cave, Rammstein, Motörhead und natürlich den unvergleichlichen Pearl Jam war, scheint 2010 bislang unter dem Motto „klein, aber fein“ zu laufen. Am Freitag steht dann mit den schwedischen „Hellsongs“ gleich mal das nächste Highlight an. Bedenkt man, was die so aus den Hard-Rock und Metal-Krachern der Genre-Größen so alles machen, wird das sogar noch relaxter als Brant Bjork. In diesem Sinne, liebe Lesergemeinde: Keep on Rocking!
Montag, 19.04.2010
IT`S YOURZ! (???)
(Wu-Tang-Clan)
Yo-yo-yo-yoooooo brothers out there! Hier ist wiedermal euer Gu-ru, big bad Onkel straight from daaaaa hoooooooooooooooooooooooooooooooood!!!! Und ich hab ne krass tighte Message an all euch Dudes und Homiez da draußen: Drogen sind schlimm! WOOORD, ALDA!
Außerdem gibt’s noch ne fette Ansage, die euch mal allen die endgeile Truth tellt, ihr Opfa! Als ich grade voll relaxt durch den Cyberspace chillte, fand ich den muthaf***ing Proof, warum es in der Bundeshood so unkonkret bergab geht mit den Stylez und der Credibility der Cops! Yo-yo-yo… checkt mal das konkrete Vid unter dem verlinkten Link ab und ihr habt die voll smoothe Peilung, wie untight der bajuwarische Schutzmann so drauf ist:
http://www.laut.de/Drogenrazzia/Deutsche-Polizei-scheitert-an-Method-Man/19-04-2010
(Für den Inhalt des Links ist der Anbieter verantwortlich. Ich distanziere mich ausdrücklich davon! Mit Klicken auf den o.g. Link verlassen Sie ohnehin den unzurechnungsfähigen Raum!
Jetzt mal im Ernst: Ich mag Method Man. Nicht nur, dass der Mann eine rapende Legende und Mitglied des großen, mächtigen Wu-Tang-Clan ist, nebenbei ist er seit Jahren konstant einer der Vertreter eines aussterbenden Spezies: Niveauvolle Rapper! Ich wünsche Meth nix Schlechtes, im Gegenteil! Schon alleine die postwendende Drogenrazzia nach der Anzeige des Einbruchs spricht doch Bände über die Prioritäten der bajuwarischen Schutzmänner. Aber wer dann, wo er schon so einen kafkaesken (wenn auch nahe liegenden) Kontrollmove initiiert, auch noch zu prasslig ist, einer Horde Rapper aus den USA, die alle auch noch verdächtig entspannt am Geländer lehnen, das Kiffen nachzuweisen… der macht sich nun wirklich komplett zum Obst!
Wie dem auch sei, investiert die 11 Minuten und schaut euch das Video an, ich fand`s höchst amüsant. Beeindruckend auch, wie ernst man als bayrischer Polizist scheinbar von unseren reimenden Freunden aus Übersee genommen wird.
Ach ja: Satz des Tages für mich: "I don`t speak German, but I still have rights!" :-D
Yo-yo-yo-yoooooo brothers out there! Hier ist wiedermal euer Gu-ru, big bad Onkel straight from daaaaa hoooooooooooooooooooooooooooooooood!!!! Und ich hab ne krass tighte Message an all euch Dudes und Homiez da draußen: Drogen sind schlimm! WOOORD, ALDA!
Außerdem gibt’s noch ne fette Ansage, die euch mal allen die endgeile Truth tellt, ihr Opfa! Als ich grade voll relaxt durch den Cyberspace chillte, fand ich den muthaf***ing Proof, warum es in der Bundeshood so unkonkret bergab geht mit den Stylez und der Credibility der Cops! Yo-yo-yo… checkt mal das konkrete Vid unter dem verlinkten Link ab und ihr habt die voll smoothe Peilung, wie untight der bajuwarische Schutzmann so drauf ist:
http://www.laut.de/Drogenrazzia/Deutsche-Polizei-scheitert-an-Method-Man/19-04-2010
(Für den Inhalt des Links ist der Anbieter verantwortlich. Ich distanziere mich ausdrücklich davon! Mit Klicken auf den o.g. Link verlassen Sie ohnehin den unzurechnungsfähigen Raum!
Jetzt mal im Ernst: Ich mag Method Man. Nicht nur, dass der Mann eine rapende Legende und Mitglied des großen, mächtigen Wu-Tang-Clan ist, nebenbei ist er seit Jahren konstant einer der Vertreter eines aussterbenden Spezies: Niveauvolle Rapper! Ich wünsche Meth nix Schlechtes, im Gegenteil! Schon alleine die postwendende Drogenrazzia nach der Anzeige des Einbruchs spricht doch Bände über die Prioritäten der bajuwarischen Schutzmänner. Aber wer dann, wo er schon so einen kafkaesken (wenn auch nahe liegenden) Kontrollmove initiiert, auch noch zu prasslig ist, einer Horde Rapper aus den USA, die alle auch noch verdächtig entspannt am Geländer lehnen, das Kiffen nachzuweisen… der macht sich nun wirklich komplett zum Obst!
Wie dem auch sei, investiert die 11 Minuten und schaut euch das Video an, ich fand`s höchst amüsant. Beeindruckend auch, wie ernst man als bayrischer Polizist scheinbar von unseren reimenden Freunden aus Übersee genommen wird.
Ach ja: Satz des Tages für mich: "I don`t speak German, but I still have rights!" :-D
Dienstag, 13.04.2010
LET THE TRUTH BE KNOWN
(Brant Bjork)
Tach auch! Quizfrage: Was tut man, um nach der Arbeit dem Unterschichtenfernsehen auszuweichen und um sich parallel zu diesem an sich schon recht schwierigen Unterfangen auch noch leidlich zu informieren?!? Klar, man schaltet Phoenix ein. Vielleicht hat man das Glück und erwischt eine der gefühlten 3676 Nachrichtensendungen. Falls nicht, so ist zumindest die Wahrscheinlichkeit groß, auf eine Doku zu stoßen, in der man was Neues über Hitlers Urgroßschwager brüderlicherseits und dessen Einfluß auf spätmittelalterliche Bewässerungstechniken in der Vier-Felder-Wirtschaft erfährt. Formschön präsentiert von KNOPP… DOKTOR GUIDO KNOPP! (Verdammt… zu viel Rainald gehört ;-)!) Na wie dem auch sei, jedenfalls tat ich vor ca 30 Minuten genau das: Ich schaltete Phoenix ein. Anschließend pflanzte ich mich an den Rechner, prüfte Mails, hörte Musik, lud mein Handy und trat nebenbei einer sinnlosen Studi.vz-Gruppe bei. Sachen, die man am Rechner eben so macht… wenn man „ich“ ist.
Plötzlich jedoch bemerkte ich, dass Herrmann Otto Solms und Andreas Pinkwart soeben das neue Steuerentlastungskonzeptsvorschlagsthesenpapier der FDP zeitnah der breiten Öffentlichkeit vorstellten und zu erklären versuchten. Ja, das kann man ihnen nicht vorwerfen, sie versuchten es wenigstens… das Unmögliche. Wie Che Guevara dereinst… GENAU SO! Die Schlagwörter, so dachte ich mir, sollte man mal dokumentieren. Alles, was im Folgenden in Gänsefüßchen steht, sind Zitate der beiden. Vollkommen wertfrei dokumentiert von mir, der ich es vernahm. Zur Erinnerung: Das Konzept sollte VER-EIN-FACHEN! Das sollte man vielleicht im Hinterkopf behalten, wenn man die folgende Liste der zentralen Punkte durchgeht.
1. „Optionaltransparente GmbH“. Sowas soll jetzt „gründbar“ werden. Was zum Henker ist das???? Optionaltransparent, man hat also die Möglichkeit, transparent zu sein. Theoretisch! Man muß aber nicht, wenn man dies aus irgendwelchen Gründen nicht will. Hmm… in Filmen über solche „optionaltransparenten GmbH`s“ spielen übrigens meistens Robert DeNiro und Joe Pesci mit… glaube ich.
„Stufentarif flacht den Mittelstandsbauch ab“ Kausalkette: Stufen -> Steigen -> Bewegung -> Bauch weg!
„kalte Progression“ Die ist, banal gesagt, so richtig Sch**ße! Aber wer kann damit schon was anfangen, wenn er gegen 13 Uhr von RTL ins Bildungsfernsehen zappt?!?
„Fünfstufentarif“ Dachte das sind mehr… siehe Mittelstandsbauch. Kling ineffektiv!
„angebotsseitig erwirkter Selbstfinanzierungseffekt“ Ich glaube, das muß ich nun wirklich niemandem erklären.
„nachfrageorientierter Selbstfinanzierungseffekt für Entlastungsteile des Staates, die nicht an anderer Stelle schon gegenfinanziert sind“ Ja, so sieht`s aus. Grundsätzlich finde ich „Selbstfinanzierungseffekte“ großartig, nur gibt’s die leider nie bei Autos, Weltreisen, Pearl-Jam Fanartikeln oder Großbildfernsehern… die gibt’s scheinbar immer nur bei der FDP!
Der Gipfel war dann, dass der Herr Solms am Ende das ganze Geseier als „hinreichend, einfach und verständlich“ beschrieb. Wenn das die einfache Variante ist, dann will ich die Originalversion gar nicht lesen. Vermutlich wird da dann noch weniger Konkretes ausgesagt, dafür ist der Gesamttext dann aber länger.
Ach ja, eines noch: Pinkwart machte noch, wie er es nannte, „wenigstens einen konkreten Vorschlag“ (Humor haben sie ja, das muß ich sagen) für staatliches Einsparungspotential, nämlich die Abschaffung der Steinkohlesubventionen bereits 2012 statt 2018 (wie geplant). Wahlstrategisch ein absoluter BRÜLLER, so was drei Wochen vor einer Landtagswahl in NRW rauszuhauen!
Tach auch! Quizfrage: Was tut man, um nach der Arbeit dem Unterschichtenfernsehen auszuweichen und um sich parallel zu diesem an sich schon recht schwierigen Unterfangen auch noch leidlich zu informieren?!? Klar, man schaltet Phoenix ein. Vielleicht hat man das Glück und erwischt eine der gefühlten 3676 Nachrichtensendungen. Falls nicht, so ist zumindest die Wahrscheinlichkeit groß, auf eine Doku zu stoßen, in der man was Neues über Hitlers Urgroßschwager brüderlicherseits und dessen Einfluß auf spätmittelalterliche Bewässerungstechniken in der Vier-Felder-Wirtschaft erfährt. Formschön präsentiert von KNOPP… DOKTOR GUIDO KNOPP! (Verdammt… zu viel Rainald gehört ;-)!) Na wie dem auch sei, jedenfalls tat ich vor ca 30 Minuten genau das: Ich schaltete Phoenix ein. Anschließend pflanzte ich mich an den Rechner, prüfte Mails, hörte Musik, lud mein Handy und trat nebenbei einer sinnlosen Studi.vz-Gruppe bei. Sachen, die man am Rechner eben so macht… wenn man „ich“ ist.
Plötzlich jedoch bemerkte ich, dass Herrmann Otto Solms und Andreas Pinkwart soeben das neue Steuerentlastungskonzeptsvorschlagsthesenpapier der FDP zeitnah der breiten Öffentlichkeit vorstellten und zu erklären versuchten. Ja, das kann man ihnen nicht vorwerfen, sie versuchten es wenigstens… das Unmögliche. Wie Che Guevara dereinst… GENAU SO! Die Schlagwörter, so dachte ich mir, sollte man mal dokumentieren. Alles, was im Folgenden in Gänsefüßchen steht, sind Zitate der beiden. Vollkommen wertfrei dokumentiert von mir, der ich es vernahm. Zur Erinnerung: Das Konzept sollte VER-EIN-FACHEN! Das sollte man vielleicht im Hinterkopf behalten, wenn man die folgende Liste der zentralen Punkte durchgeht.
1. „Optionaltransparente GmbH“. Sowas soll jetzt „gründbar“ werden. Was zum Henker ist das???? Optionaltransparent, man hat also die Möglichkeit, transparent zu sein. Theoretisch! Man muß aber nicht, wenn man dies aus irgendwelchen Gründen nicht will. Hmm… in Filmen über solche „optionaltransparenten GmbH`s“ spielen übrigens meistens Robert DeNiro und Joe Pesci mit… glaube ich.
„Stufentarif flacht den Mittelstandsbauch ab“ Kausalkette: Stufen -> Steigen -> Bewegung -> Bauch weg!
„kalte Progression“ Die ist, banal gesagt, so richtig Sch**ße! Aber wer kann damit schon was anfangen, wenn er gegen 13 Uhr von RTL ins Bildungsfernsehen zappt?!?
„Fünfstufentarif“ Dachte das sind mehr… siehe Mittelstandsbauch. Kling ineffektiv!
„angebotsseitig erwirkter Selbstfinanzierungseffekt“ Ich glaube, das muß ich nun wirklich niemandem erklären.
„nachfrageorientierter Selbstfinanzierungseffekt für Entlastungsteile des Staates, die nicht an anderer Stelle schon gegenfinanziert sind“ Ja, so sieht`s aus. Grundsätzlich finde ich „Selbstfinanzierungseffekte“ großartig, nur gibt’s die leider nie bei Autos, Weltreisen, Pearl-Jam Fanartikeln oder Großbildfernsehern… die gibt’s scheinbar immer nur bei der FDP!
Der Gipfel war dann, dass der Herr Solms am Ende das ganze Geseier als „hinreichend, einfach und verständlich“ beschrieb. Wenn das die einfache Variante ist, dann will ich die Originalversion gar nicht lesen. Vermutlich wird da dann noch weniger Konkretes ausgesagt, dafür ist der Gesamttext dann aber länger.
Ach ja, eines noch: Pinkwart machte noch, wie er es nannte, „wenigstens einen konkreten Vorschlag“ (Humor haben sie ja, das muß ich sagen) für staatliches Einsparungspotential, nämlich die Abschaffung der Steinkohlesubventionen bereits 2012 statt 2018 (wie geplant). Wahlstrategisch ein absoluter BRÜLLER, so was drei Wochen vor einer Landtagswahl in NRW rauszuhauen!
Samstag, 20.03.2010
WIENER BLUT
(Rammstein)
Wann hat eigentlich der letzte DSDS Gewinner wenigstens mal sowas Ähnliches wie ne Karriere gestartet? Dieses glattgeleckte Jungchen mit seinem Pseudocharme im Ärmelshirt? Wohl kaum! Mittlerweile eröffnet der wahrscheinlich Baumärkte in Oer-Erkenschwick. Die komische Trulla aus Staffel 2? Nie wieder gesehen. Und das, was danach kam, kann man schon gar nicht mehr aufzählen. Aber trotzdem sammelt der Bohlen Jahr für Jahr das prekärste Präkariat der bundesdeutschen Wohlstandsghettos um sich um den größten aller Vollpfosten zu küren (OK, den zweitgrößten...). Der “Gewinner” darf dann mit dem Schmonzettenkönig ein halbes Jahr durch die Republik touren und Teenies ausnehmen. Danach gehts dann auch für ihn Richtung Baumarkt... .
Das System ist so einfach wie durchschaubar, umso verwunderlicher, dass sich Jahr für Jahr tausende von Hohlrollern um die “Castings” versammeln um von der “großen Karriere” zu träumen. Eigentlich kann man das nur mit einer zunehmenden Kandidatenverdummung erklären. Mit jedem Casting sieht sich RTL gezwungen sich auf die Suche nach der nächstunteren Stufe der Schichtleiter zu begeben um das Humanmaterial für diese Idioten-Battle an Land zu ziehen. Angesichts von solch intellektuellen Knaller-Formaten wie “Mitten im Leben” oder “Die Schulermittler”, welche sich schon lange etabliert haben, mag man es ja kaum glauben, aber: Die Suche scheint immer erfolgreich zu sein!
Dachte man bei den ganzen Bildungsverweigerern und Vernunftsresistenzlingen der letzten Staffel schon “Schlimmer geht`s nimmer!”, so wird man sich seines Irrtums nun schmerzhaft bewusst. Es eine Zickenparade par excellence, plus einen unübertrefflich arroganten Migranten-Ego ohne Schulabschluß und etwas, das gemeinhin als ein “Mänowien” beschimpft wird. Und der Typ, schießt echt den Vogel ab! Leute, wählt den, denn nur der macht es der nächsten Staffel so wirklich schwer das Niveau weiterhin abzusenken, wie der heutige Blick ins Zentralorgan aller Menowins dieses Landes verrät:
“DSDS-Kandidat Menowin Fröhlich - Drei Kinder mit seiner Cousine!”
(Quelle: bild.de)
Wenn der gewinnt, ließt sich die dazu gehörige DPA-Meldung ungefähr so:
“dpa: KÖLN Menowin Fröhlich hat gestern die 78. Staffel von Dieter Bohnes Castingshow “Deutschland sucht den Superstar” gewonnen. Mit seiner Interpretation von Elvis Prestley`s “Jailhouse Rock” verwies er Kandidatin Jähssiga Mowasatomumba - Hackholz- Schapka aus Kaufbeuren deutlich auf den 2. Platz.
Der praktizierende Katholik, der sich im Oktober letzten Jahres beim DSDS-Vorcasting in Satzung durchsetzte, startete als haus-hohler Favorit in die Finalsendung. Fröhlich, der mit seiner Ex-Cousine und zukünftigen Halbschwester seit mehreren Jahren glücklich verwandt ist und mit ihr bereits drei genetisch selbstreferentielle Klonversuche unternahm, äußerte sich nach seinem Erdrutschartigen Sie wie folgt: “Hab üsch müsch gedacht, dass üsch so gut ankömme, Alta! Üsch wüdmö dem Sieg meine Famülüä, weissu`!?!”
Bei der Aftershow-Party wurde Fröhlich, ausgelassen feiernd, von seiner Mutter und Stiefurgroßenkelin in Personalunion, tragischer Weise im eigenen Genpool ersäuft vorgefunden! Bohlen, der sich dennoch keine Sorgen um das Stattfinden der angekündigten Deutschlandtour macht, zu diesem tragischen Unglücksfall gegenüber DPA: “Hirntod liegt bei denen in der Familie... hömma! Meeeeeeegageil!"
(dpa, Köln)
Damit wir auch mal wissen, von was wir hier reden:

Wann hat eigentlich der letzte DSDS Gewinner wenigstens mal sowas Ähnliches wie ne Karriere gestartet? Dieses glattgeleckte Jungchen mit seinem Pseudocharme im Ärmelshirt? Wohl kaum! Mittlerweile eröffnet der wahrscheinlich Baumärkte in Oer-Erkenschwick. Die komische Trulla aus Staffel 2? Nie wieder gesehen. Und das, was danach kam, kann man schon gar nicht mehr aufzählen. Aber trotzdem sammelt der Bohlen Jahr für Jahr das prekärste Präkariat der bundesdeutschen Wohlstandsghettos um sich um den größten aller Vollpfosten zu küren (OK, den zweitgrößten...). Der “Gewinner” darf dann mit dem Schmonzettenkönig ein halbes Jahr durch die Republik touren und Teenies ausnehmen. Danach gehts dann auch für ihn Richtung Baumarkt... .
Das System ist so einfach wie durchschaubar, umso verwunderlicher, dass sich Jahr für Jahr tausende von Hohlrollern um die “Castings” versammeln um von der “großen Karriere” zu träumen. Eigentlich kann man das nur mit einer zunehmenden Kandidatenverdummung erklären. Mit jedem Casting sieht sich RTL gezwungen sich auf die Suche nach der nächstunteren Stufe der Schichtleiter zu begeben um das Humanmaterial für diese Idioten-Battle an Land zu ziehen. Angesichts von solch intellektuellen Knaller-Formaten wie “Mitten im Leben” oder “Die Schulermittler”, welche sich schon lange etabliert haben, mag man es ja kaum glauben, aber: Die Suche scheint immer erfolgreich zu sein!
Dachte man bei den ganzen Bildungsverweigerern und Vernunftsresistenzlingen der letzten Staffel schon “Schlimmer geht`s nimmer!”, so wird man sich seines Irrtums nun schmerzhaft bewusst. Es eine Zickenparade par excellence, plus einen unübertrefflich arroganten Migranten-Ego ohne Schulabschluß und etwas, das gemeinhin als ein “Mänowien” beschimpft wird. Und der Typ, schießt echt den Vogel ab! Leute, wählt den, denn nur der macht es der nächsten Staffel so wirklich schwer das Niveau weiterhin abzusenken, wie der heutige Blick ins Zentralorgan aller Menowins dieses Landes verrät:
“DSDS-Kandidat Menowin Fröhlich - Drei Kinder mit seiner Cousine!”
(Quelle: bild.de)
Wenn der gewinnt, ließt sich die dazu gehörige DPA-Meldung ungefähr so:
“dpa: KÖLN Menowin Fröhlich hat gestern die 78. Staffel von Dieter Bohnes Castingshow “Deutschland sucht den Superstar” gewonnen. Mit seiner Interpretation von Elvis Prestley`s “Jailhouse Rock” verwies er Kandidatin Jähssiga Mowasatomumba - Hackholz- Schapka aus Kaufbeuren deutlich auf den 2. Platz.
Der praktizierende Katholik, der sich im Oktober letzten Jahres beim DSDS-Vorcasting in Satzung durchsetzte, startete als haus-hohler Favorit in die Finalsendung. Fröhlich, der mit seiner Ex-Cousine und zukünftigen Halbschwester seit mehreren Jahren glücklich verwandt ist und mit ihr bereits drei genetisch selbstreferentielle Klonversuche unternahm, äußerte sich nach seinem Erdrutschartigen Sie wie folgt: “Hab üsch müsch gedacht, dass üsch so gut ankömme, Alta! Üsch wüdmö dem Sieg meine Famülüä, weissu`!?!”
Bei der Aftershow-Party wurde Fröhlich, ausgelassen feiernd, von seiner Mutter und Stiefurgroßenkelin in Personalunion, tragischer Weise im eigenen Genpool ersäuft vorgefunden! Bohlen, der sich dennoch keine Sorgen um das Stattfinden der angekündigten Deutschlandtour macht, zu diesem tragischen Unglücksfall gegenüber DPA: “Hirntod liegt bei denen in der Familie... hömma! Meeeeeeegageil!"
(dpa, Köln)
Damit wir auch mal wissen, von was wir hier reden:

Mittwoch, 03.03.2010
AIN`T NO GRAVE
(Johnny Cash)
„Ain`t no grave can hold my body down“ Tja, so sieht`s aus… Gott sei Dank.
Ich stelle hier ja nur höchst selten meine Meinung zu irgendwelchen Musiker und deren Alben rein, die das Pearl Jam Universum nicht wenigstens peripher tangieren. Aber ab und an, ab und an muß es einfach mal sein; insbesondere, wenn einem mal wieder ein Geniestreich in die Hände fällt. Mit „Geniestreichen“ ist es ja so eine Sache. Streng genommen gibt es da nur zwei Varianten, entweder man setzt sie beim betreffenden Künstler voraus, oder es erwische einen dermaßen kalt, dass man nur überrascht und mit herunter geklappter Kinnlade ein „Wow“ hervorröcheln kann. Johnny Cash war bis 2003 in die erste Kategorie einzuordnen. Im Jahr 2010, sechs einhalb Jahre nach seinem Tod schwebt er irgendwie zwischen den Welten. Eine Art musikalischer Sonderfall, der sich auch in der Beurteilung seines Werkes nahezu allen gängigen Schubladen und Floskeln entzieht, die man normaler Weise so ansetzen kann. Bislang galt „Hurt“ als sein „Goodbye, Folks“ an die Musikwelt. Song und Video als Symbiose und musikalischer Grabstein des Man in Black, der von tiefer Melancholie geprägt eine unglaubliche Lebensenergie transportierte… kurz vor dem Ende. Eine Interpretation, die Nick Cave nicht düsterer hinbekommen hätte; ein Geniestreich eben. Jetzt, wurde ohne großes Gewese im Vorfeld mit „Ain`t no Grave“ der letzte Part der „American Recordings“ auf den Markt gebracht. Urplötzlich war er wieder da, der Herr Cash. Auf dem Cover ein Kindheitsfoto, das in so dermaßen diametralen Kontrast zu Albumtitel steht, dass es schon einem rotzigen „Fuck You“ an den Sensenmann gleicht.
Man kann ja über solche postmortalen Album-Releases denken, wie man will. Es gibt jedenfalls genug beispiele für sinn- und blutleere Abzocke. Da wird ein ehemals großer Name nach seinem Ableben von den Rechteinhabern und Erben fröhlich ruiniert, indem eilig irgendwelche Demotapes schludrig abgemischt oder ein halbes Dutzend Greatest Hits Alben zusammengeschustert werden. Das hat dann nichts, aber auch gar nichts mehr mit der Musik am Hut, sondern ist skrupellose Geschäftemacherei von Typen, deren Anteil am verkauften Produkt bestenfalls im Promillebereich liegt. Man denke nur an den würdelosen Michael Jackson Hype der letzten Monate. Statt ihn als „Legende“ zu adeln, wie man vorgibt, trägt vom Musical bis zum Schlüpfergummi alles dazu bei eben jene zu zerstören. Profil schlägt Ethik, so ist das nun mal.
Daß dies mit Cashs musikalischem Nachlass nicht geschah, so zumindest meine Meinung, ist zu einem wesentlichen Teil Produzentenlegende Rick Rubin zu verdanken, der eben jene letzten Bänder erst einmal ein paar Jährchen reifen ließ anstatt sie als halbgares Machwerk eilig in den Läden zu platzieren. Natürlich werden auch jetzt die „Sellout-Stimmen“ wieder aufheulen. „Man darf doch nicht…!“ wird es von den üblichen Bedenkenträgern wieder heißen, ohne dass sie auch nur ein Mal ins Album rein gehört haben. Diese Typen haben dann meist auch noch die Chuzpe, das als „konsequent“ zu bezeichnen. Arme Irre. Ich für meinen Teil sage statt „Man darf doch nicht…!“ gleich mal unverhohlen: „Man muß!“. Leute, hört euch die Scheibe an, keiner, der die zehn Songs einmal gehört hat, wird noch ernsthaft den Standpunkt des „künstlerisch minderwertigen Abzockwerkes“ vertreten. Nee, geht nicht… das ist einfach un-mög-lich! Alleine der Titeltrack steht an Eindringlichkeit dem (mittlerweile) legendären „Hurt“ in nichts nach. Sobald man am ersten Refrain angekommen ist, denkt man reflexartig: „Stimmt!“. Unbewußt lehr man sich zurück und hat irgendwie das Gefühl, nach mehreren Jahren getrennter Wege einen alten Freund zufällig wieder getroffen zu haben, mit dem man dann den ganzen Abend bei einem Bierchen über die „alten Zeiten“ reden kann. Gleichzeitig hat es aber auch etwas sehr bedrückendes, denn die Songs verströmen fast durchgängig Cashs Bewusstsein, dass es seine letzten sein werden. Man kann es schlecht beschreiben, aber man spürt, dass er es wusste. Rubin wusste es auch. Entsprechend ist das hier kein fett produziertes, überladenes Pathos-Album sondern wirkt stimmig und im Mittelpunkt steht immer, ausnahmslos Cashs Stimme. Alle Instrumentarien sind sparsam und schon fast behutsam im Hintergrund platziert. Radiotauglich ist davon nichts, fröhlich kaum etwas, aber das wäre auch zu viel verlangt. Eine gewisse Hoffnung transportiert es dennoch… neun Songs lang, bis man von „Aloha Oe“ schon fast erlöst, ja geradezu belustigt wird. Der letzte Song hebt die Stimmung des Albums noch mal deutlich an, als wolle er nach all der Schwermut noch mal ein „Hey, halb so schlimm“ transportieren. Damit wir uns nicht missverstehen, das Lied ist auch nicht gerade „fröhlich“ im engeren Sinne, aber es sticht dann doch heraus… irgendwie… auf eine ganz seltsame Art und Weise.
Man kann „Ain`t no Grave“ als so etwas wie eine musikalische Autobiographie verstehen, die weniger reflektiert, als sich direkt an die Hörerschaft richtet. Seltsam ist, dass einem die Scheibe vom ersten bis zum letzten Ton gefällt. Man kann, ja man muß dieses Album lieben und genießen; so, wie man einen schweren Rotwein genießt. Loslassen wird es einen so schnell nicht mehr. Und ehe man sich versieht, ist sind die zehn Songs rum. Es wird einem mal wieder bewusst, wie sehr einem Johnny Cash eigentlich gefehlt hat und fehlen wird. Solche Alben wird es nun nicht mehr geben! Es sei denn, Rick Rubin hat noch ein paar Bänder im Köcher von denen wir noch nichts ahnen; aber daran habe ich so meine Zweifel. Wahrscheinlicher ist, dass somit in bester Cash-Manier die Karten auf dem Tisch liegen. Und es ist ein verdammt gutes Blatt!!!
Um noch mal das Bild mit dem Pearl Jam Universum aufzugreifen: Das war auch ein wenig geflunkert gebe ich zu. Eines der schönsten Akustik Cover haben sich die Jungs auch vom Altmeister geliehen. Zu schade, dass es nie zum Duett gekommen ist.
„Ain`t no grave can hold my body down“ Tja, so sieht`s aus… Gott sei Dank.
Ich stelle hier ja nur höchst selten meine Meinung zu irgendwelchen Musiker und deren Alben rein, die das Pearl Jam Universum nicht wenigstens peripher tangieren. Aber ab und an, ab und an muß es einfach mal sein; insbesondere, wenn einem mal wieder ein Geniestreich in die Hände fällt. Mit „Geniestreichen“ ist es ja so eine Sache. Streng genommen gibt es da nur zwei Varianten, entweder man setzt sie beim betreffenden Künstler voraus, oder es erwische einen dermaßen kalt, dass man nur überrascht und mit herunter geklappter Kinnlade ein „Wow“ hervorröcheln kann. Johnny Cash war bis 2003 in die erste Kategorie einzuordnen. Im Jahr 2010, sechs einhalb Jahre nach seinem Tod schwebt er irgendwie zwischen den Welten. Eine Art musikalischer Sonderfall, der sich auch in der Beurteilung seines Werkes nahezu allen gängigen Schubladen und Floskeln entzieht, die man normaler Weise so ansetzen kann. Bislang galt „Hurt“ als sein „Goodbye, Folks“ an die Musikwelt. Song und Video als Symbiose und musikalischer Grabstein des Man in Black, der von tiefer Melancholie geprägt eine unglaubliche Lebensenergie transportierte… kurz vor dem Ende. Eine Interpretation, die Nick Cave nicht düsterer hinbekommen hätte; ein Geniestreich eben. Jetzt, wurde ohne großes Gewese im Vorfeld mit „Ain`t no Grave“ der letzte Part der „American Recordings“ auf den Markt gebracht. Urplötzlich war er wieder da, der Herr Cash. Auf dem Cover ein Kindheitsfoto, das in so dermaßen diametralen Kontrast zu Albumtitel steht, dass es schon einem rotzigen „Fuck You“ an den Sensenmann gleicht.
Man kann ja über solche postmortalen Album-Releases denken, wie man will. Es gibt jedenfalls genug beispiele für sinn- und blutleere Abzocke. Da wird ein ehemals großer Name nach seinem Ableben von den Rechteinhabern und Erben fröhlich ruiniert, indem eilig irgendwelche Demotapes schludrig abgemischt oder ein halbes Dutzend Greatest Hits Alben zusammengeschustert werden. Das hat dann nichts, aber auch gar nichts mehr mit der Musik am Hut, sondern ist skrupellose Geschäftemacherei von Typen, deren Anteil am verkauften Produkt bestenfalls im Promillebereich liegt. Man denke nur an den würdelosen Michael Jackson Hype der letzten Monate. Statt ihn als „Legende“ zu adeln, wie man vorgibt, trägt vom Musical bis zum Schlüpfergummi alles dazu bei eben jene zu zerstören. Profil schlägt Ethik, so ist das nun mal.
Daß dies mit Cashs musikalischem Nachlass nicht geschah, so zumindest meine Meinung, ist zu einem wesentlichen Teil Produzentenlegende Rick Rubin zu verdanken, der eben jene letzten Bänder erst einmal ein paar Jährchen reifen ließ anstatt sie als halbgares Machwerk eilig in den Läden zu platzieren. Natürlich werden auch jetzt die „Sellout-Stimmen“ wieder aufheulen. „Man darf doch nicht…!“ wird es von den üblichen Bedenkenträgern wieder heißen, ohne dass sie auch nur ein Mal ins Album rein gehört haben. Diese Typen haben dann meist auch noch die Chuzpe, das als „konsequent“ zu bezeichnen. Arme Irre. Ich für meinen Teil sage statt „Man darf doch nicht…!“ gleich mal unverhohlen: „Man muß!“. Leute, hört euch die Scheibe an, keiner, der die zehn Songs einmal gehört hat, wird noch ernsthaft den Standpunkt des „künstlerisch minderwertigen Abzockwerkes“ vertreten. Nee, geht nicht… das ist einfach un-mög-lich! Alleine der Titeltrack steht an Eindringlichkeit dem (mittlerweile) legendären „Hurt“ in nichts nach. Sobald man am ersten Refrain angekommen ist, denkt man reflexartig: „Stimmt!“. Unbewußt lehr man sich zurück und hat irgendwie das Gefühl, nach mehreren Jahren getrennter Wege einen alten Freund zufällig wieder getroffen zu haben, mit dem man dann den ganzen Abend bei einem Bierchen über die „alten Zeiten“ reden kann. Gleichzeitig hat es aber auch etwas sehr bedrückendes, denn die Songs verströmen fast durchgängig Cashs Bewusstsein, dass es seine letzten sein werden. Man kann es schlecht beschreiben, aber man spürt, dass er es wusste. Rubin wusste es auch. Entsprechend ist das hier kein fett produziertes, überladenes Pathos-Album sondern wirkt stimmig und im Mittelpunkt steht immer, ausnahmslos Cashs Stimme. Alle Instrumentarien sind sparsam und schon fast behutsam im Hintergrund platziert. Radiotauglich ist davon nichts, fröhlich kaum etwas, aber das wäre auch zu viel verlangt. Eine gewisse Hoffnung transportiert es dennoch… neun Songs lang, bis man von „Aloha Oe“ schon fast erlöst, ja geradezu belustigt wird. Der letzte Song hebt die Stimmung des Albums noch mal deutlich an, als wolle er nach all der Schwermut noch mal ein „Hey, halb so schlimm“ transportieren. Damit wir uns nicht missverstehen, das Lied ist auch nicht gerade „fröhlich“ im engeren Sinne, aber es sticht dann doch heraus… irgendwie… auf eine ganz seltsame Art und Weise.
Man kann „Ain`t no Grave“ als so etwas wie eine musikalische Autobiographie verstehen, die weniger reflektiert, als sich direkt an die Hörerschaft richtet. Seltsam ist, dass einem die Scheibe vom ersten bis zum letzten Ton gefällt. Man kann, ja man muß dieses Album lieben und genießen; so, wie man einen schweren Rotwein genießt. Loslassen wird es einen so schnell nicht mehr. Und ehe man sich versieht, ist sind die zehn Songs rum. Es wird einem mal wieder bewusst, wie sehr einem Johnny Cash eigentlich gefehlt hat und fehlen wird. Solche Alben wird es nun nicht mehr geben! Es sei denn, Rick Rubin hat noch ein paar Bänder im Köcher von denen wir noch nichts ahnen; aber daran habe ich so meine Zweifel. Wahrscheinlicher ist, dass somit in bester Cash-Manier die Karten auf dem Tisch liegen. Und es ist ein verdammt gutes Blatt!!!
Um noch mal das Bild mit dem Pearl Jam Universum aufzugreifen: Das war auch ein wenig geflunkert gebe ich zu. Eines der schönsten Akustik Cover haben sich die Jungs auch vom Altmeister geliehen. Zu schade, dass es nie zum Duett gekommen ist.
Montag, 01.03.2010
Gravity
(A PERFEKT CIRCLE)
**Titelsong gewidmet Anni F. und ihrer innigen Beziehung zur Gravitation**
Soooo, seit gestern, oder besser seit heute Nacht, sind die Olympischen Winterspiele 2010 Geschichte! Jetzt kann der öffentlich-rechtliche Sendebetrieb von mir aus bis zur WM eingestellt werden, kommt eh nix Sinnvolles bei raus. Aber was waren das wieder für Spiele?!?!!!!!!! (**Hehe, wirkt schon recht monumental der Satz, oder?!**) Also: Was waren das eigentlich für Spiele? Gut, unsere Bundesanstalt schaffte es mal wieder sich auf Rang zwei der Plakettenliste hinter den Kanadiern (ohne Steuermann -> vgl. auch Olympiaden-Scherz) vorzumogeln. Aber sonst?!? Keine Ahnung wie es euch da draußen geht, aber so richtig mitreißend war das alles nicht. Die eine oder andere Entscheidung war schon ne feine Sache, aber so insgesamt fand ich das jetzt nicht so prall. Mag daran liegen, dass uns, bis auf wenige Ausnahmen, die großen, kontroversen und dennoch irgendwie charismatischen Sportpersönlichkeiten fehlen. Leider nicht nur „uns“, auch generell scheinen die, nennen wir sie mal: „Mario Baslers auf Skiern“ immer rarer zu werden. Statt ungehobelter Schneeschuh-Rowdys, die auch mal den einen oder anderen Vernunftsverweigerer hinterm Mikro ordnungsgemäß die Meinung geigten, haben wir verstärkt eine Generation aalglatter Pfeifenheinis am Hals, die der Presse brav nach dem Mund reden. Wenn sich da, sagen wir mal, ein empörter Töpperwien vor einem Rennrodler aufbaut um empört nachzuhaken, warum es in der Todesbahn „nur“ zu Silber gelangt hat… das hat eigentlich schon was von Realsatire. Doch anstatt dem Journalistenfrosch offenkundig nahe zu legen, sich seine dämlichen Fragen gefälligst in tageslichtunzugängliche Körperregionen zu befördern, wird da demütig beim Publikum um Verzeihung gebeten, dass man in solch infamer Art und Weise versagt habe. „Nur Silber“, das ist ja auch nicht angemessen… „nur Silber“, das klingt ja wie „nur ein Fünfer im Lotte“… will also heißen kompletter Loser! Hier gehen meiner Meinung nach so langsam die Maßstäbe flöten. Selbst die erste Silbermedaille der Magdalena Neuner wurde medial nicht mit „Magdalena Neuner gewinnt Silber“ sondern mit „Magdalena Neuner an Gold vorbei“ transportiert. Man sollte so langsam mal überlegen, wo man den Bewertungsmaßstab ansetzt. Diese sportiven Allmachtsansprüche an unsere Sportler haben politisch schon etwas sehr fragwürdiges. Nur: Solange sich keiner der Betroffenen wehrt, bleibts wohl dabei. Gut, die Neuner semmelte dann mit Ansage noch zwei Goldene hinterher, aber selbst das bewahrte sie nicht vor neuerlicher Kritik, weil sie das Staffelrennen absagte. Obwohl das nach der pervertierten Presselogik ja nun schon wieder nachvollziehbar ist, gewann das Quartett darauf hin doch „nur Bronze“. Oder besser: „musste sich mit Bronze zufrieden geben“. Das Schärfste ist dann noch, dass diese Meinungsmache vor irgendwelchen vergischteten Lustgreisen betrieben wird, denen wir via GEZ-Gebühr diesen drei wöchigen de-facto-Urlaub im schönen Kanada auch noch finanzieren. Schreibtischtäter! Statt sich selber mal die Schneeschuhe unter die Knick-, Senk- und Spreizfüße zu schnallen und sich den Abhang herunter zu stürzen, verlangen die Knilche allen Ernstes Rechtfertigungen für „3 verlorene Hundertstel“. Wo man die denn bitte schön „liegen gelassen“ habe. Oder ob „man denn mit der Silbermedaille wirklich zufrieden sein könne“! Wenn ihr mich fragt, sollte man denen mal die Wertesysteme zu Recht rücken.
Auf der anderen Seite, und das ist für mich noch ein viel größeres Ärgernis, werden dann Leute hofiert und hochgejubelt, die objektiv betrachtet aber nun mal so wirklich VERSAGT haben. Leistungsprinzip am Arsch! Nehmen wir mal das Eisschnellauf-Gold der Deutschen. Damenteamverfolgung. Wir befinden uns im Halbfinale, ca 100 Meter vorm Ziel. Eine gewisse Frau Friesinger, außer Form und in Vancouver chronisch erfolgsarm, wird von ihren Kolleginnen durch die letzen zwei Runden mehr schlecht als recht mitgeschleppt. Als Dank verhagelt sie Ihnen fast noch den Finaleinzug via „Sturzpech“. (Plötzlich ist da keine Rede mehr von „Fahrfehlern“ oder „schlechter Vorbereitung“) Dafür, dass sie sich wie ein sedierter Frosch über die Ziellinie strampelte, gibt’s dann auch noch Lob von allen Seiten. Im Finale ereilt sie dann das Bankdrückerschicksal… will heißen: Zuschauerrolle! Es war schier unerträglich, wie die Alte sich dann nach dem erfolgreichen Zieleinlauf wieder in den Mittelpunkt der Feierbilder auf dem Eis drängte! So, als hätte sie höchstpersönlich die Kuven erfunden und wäre im Finale fröhlich pfeifend vorne weg gefahren. Nein, sehen wir der Realität mal ins Auge: Die hätte das fast verrissen! Aber wenn man sich für das Zentralorgan der bundesdeutschen Meinungs-Mache nur oft genug mit halbnacktem Arsch ablichten lässt, scheint das dann auch verziehen. Mal ganz davon abgesehen, dass man die Friesinger nun weiß Gott nicht als „Gottes Geschenk an die Männerwelt“ bezeichnen kann (es sei denn, Gott hat Humor), zeigt sich hier eine andere Dimension der medialen Realitätsverzerrung. Eigentlich hätte man der Friesinger für diese Penetranz, mit der sie sich auf jedem Jubelbild in den Vordergrund drängte und sich wie der Mensch gewordene Olympiasieg produzierte, sobald eine Kamera auch nur in Ihre Nähe kam, medial mal den Kopf waschen sollen. Wer von seinen Teamkameraden mehr oder weniger offensichtlich durch den Wettkampf mitgeschleppt wurde, der sollte die Bälle flach halten. Grässlich fand ich das!
So, nun ist aber wieder gut. Aufgeregt hat mich das trotzdem… zumal nicht zugegeben wurde, dass die Trulla akut außer form ist, nein, man hatte sich „verletzt“ als man den bajuwarischen Bauchklatscher aufs olympische Eis legte.
Naja, nun ists vorbei mit Olympia. Bloß gut, dass die Herren Meinungsmacher die Medienmaschinerie schon mal für das nächste Großereignis ölen können: WM in Südafrika. Da werden dann wieder „Fußballzwerge“ erfunden, „Geheimfavoriten“ gekürt und der eine oder andere Nationalspieler rundgemacht, nur weil er die „Hundertprozentige“ (aus 34 Metern mit dem Rücken zum Tor) nicht versenkte. Insofern ist das Ende von Olympia nur der Anfang vom Neubeginn des Diffarmierungskreislaufs. In den nächsten 7 Tagen wird ab und an noch eine Meldung über heimkehrende Olympioniken durch die Gazetten geistern, aber Mitte des Monats wird es schon keine Sau mehr interessieren, wer da „nur Silber“ geholt hat geschweige denn, warum denn dieses „nur“ damals da stand. Dann haben wir Gott sei Dank wieder klare Verhältnisse, dann sind „Silbermedaillengewinner“ auch in der öffentlichen Wahrnehmung auch genau das, nämlich „SilbermedaillenGEWINNER“! Nur die Friesinger wird wohl auf ewig und in diesem oben geschilderten Fall unverdient als „Gold Anni“ verklärt werden. Nur, das traut sich ja wieder keiner zu sagen!
**Titelsong gewidmet Anni F. und ihrer innigen Beziehung zur Gravitation**
Soooo, seit gestern, oder besser seit heute Nacht, sind die Olympischen Winterspiele 2010 Geschichte! Jetzt kann der öffentlich-rechtliche Sendebetrieb von mir aus bis zur WM eingestellt werden, kommt eh nix Sinnvolles bei raus. Aber was waren das wieder für Spiele?!?!!!!!!! (**Hehe, wirkt schon recht monumental der Satz, oder?!**) Also: Was waren das eigentlich für Spiele? Gut, unsere Bundesanstalt schaffte es mal wieder sich auf Rang zwei der Plakettenliste hinter den Kanadiern (ohne Steuermann -> vgl. auch Olympiaden-Scherz) vorzumogeln. Aber sonst?!? Keine Ahnung wie es euch da draußen geht, aber so richtig mitreißend war das alles nicht. Die eine oder andere Entscheidung war schon ne feine Sache, aber so insgesamt fand ich das jetzt nicht so prall. Mag daran liegen, dass uns, bis auf wenige Ausnahmen, die großen, kontroversen und dennoch irgendwie charismatischen Sportpersönlichkeiten fehlen. Leider nicht nur „uns“, auch generell scheinen die, nennen wir sie mal: „Mario Baslers auf Skiern“ immer rarer zu werden. Statt ungehobelter Schneeschuh-Rowdys, die auch mal den einen oder anderen Vernunftsverweigerer hinterm Mikro ordnungsgemäß die Meinung geigten, haben wir verstärkt eine Generation aalglatter Pfeifenheinis am Hals, die der Presse brav nach dem Mund reden. Wenn sich da, sagen wir mal, ein empörter Töpperwien vor einem Rennrodler aufbaut um empört nachzuhaken, warum es in der Todesbahn „nur“ zu Silber gelangt hat… das hat eigentlich schon was von Realsatire. Doch anstatt dem Journalistenfrosch offenkundig nahe zu legen, sich seine dämlichen Fragen gefälligst in tageslichtunzugängliche Körperregionen zu befördern, wird da demütig beim Publikum um Verzeihung gebeten, dass man in solch infamer Art und Weise versagt habe. „Nur Silber“, das ist ja auch nicht angemessen… „nur Silber“, das klingt ja wie „nur ein Fünfer im Lotte“… will also heißen kompletter Loser! Hier gehen meiner Meinung nach so langsam die Maßstäbe flöten. Selbst die erste Silbermedaille der Magdalena Neuner wurde medial nicht mit „Magdalena Neuner gewinnt Silber“ sondern mit „Magdalena Neuner an Gold vorbei“ transportiert. Man sollte so langsam mal überlegen, wo man den Bewertungsmaßstab ansetzt. Diese sportiven Allmachtsansprüche an unsere Sportler haben politisch schon etwas sehr fragwürdiges. Nur: Solange sich keiner der Betroffenen wehrt, bleibts wohl dabei. Gut, die Neuner semmelte dann mit Ansage noch zwei Goldene hinterher, aber selbst das bewahrte sie nicht vor neuerlicher Kritik, weil sie das Staffelrennen absagte. Obwohl das nach der pervertierten Presselogik ja nun schon wieder nachvollziehbar ist, gewann das Quartett darauf hin doch „nur Bronze“. Oder besser: „musste sich mit Bronze zufrieden geben“. Das Schärfste ist dann noch, dass diese Meinungsmache vor irgendwelchen vergischteten Lustgreisen betrieben wird, denen wir via GEZ-Gebühr diesen drei wöchigen de-facto-Urlaub im schönen Kanada auch noch finanzieren. Schreibtischtäter! Statt sich selber mal die Schneeschuhe unter die Knick-, Senk- und Spreizfüße zu schnallen und sich den Abhang herunter zu stürzen, verlangen die Knilche allen Ernstes Rechtfertigungen für „3 verlorene Hundertstel“. Wo man die denn bitte schön „liegen gelassen“ habe. Oder ob „man denn mit der Silbermedaille wirklich zufrieden sein könne“! Wenn ihr mich fragt, sollte man denen mal die Wertesysteme zu Recht rücken.
Auf der anderen Seite, und das ist für mich noch ein viel größeres Ärgernis, werden dann Leute hofiert und hochgejubelt, die objektiv betrachtet aber nun mal so wirklich VERSAGT haben. Leistungsprinzip am Arsch! Nehmen wir mal das Eisschnellauf-Gold der Deutschen. Damenteamverfolgung. Wir befinden uns im Halbfinale, ca 100 Meter vorm Ziel. Eine gewisse Frau Friesinger, außer Form und in Vancouver chronisch erfolgsarm, wird von ihren Kolleginnen durch die letzen zwei Runden mehr schlecht als recht mitgeschleppt. Als Dank verhagelt sie Ihnen fast noch den Finaleinzug via „Sturzpech“. (Plötzlich ist da keine Rede mehr von „Fahrfehlern“ oder „schlechter Vorbereitung“) Dafür, dass sie sich wie ein sedierter Frosch über die Ziellinie strampelte, gibt’s dann auch noch Lob von allen Seiten. Im Finale ereilt sie dann das Bankdrückerschicksal… will heißen: Zuschauerrolle! Es war schier unerträglich, wie die Alte sich dann nach dem erfolgreichen Zieleinlauf wieder in den Mittelpunkt der Feierbilder auf dem Eis drängte! So, als hätte sie höchstpersönlich die Kuven erfunden und wäre im Finale fröhlich pfeifend vorne weg gefahren. Nein, sehen wir der Realität mal ins Auge: Die hätte das fast verrissen! Aber wenn man sich für das Zentralorgan der bundesdeutschen Meinungs-Mache nur oft genug mit halbnacktem Arsch ablichten lässt, scheint das dann auch verziehen. Mal ganz davon abgesehen, dass man die Friesinger nun weiß Gott nicht als „Gottes Geschenk an die Männerwelt“ bezeichnen kann (es sei denn, Gott hat Humor), zeigt sich hier eine andere Dimension der medialen Realitätsverzerrung. Eigentlich hätte man der Friesinger für diese Penetranz, mit der sie sich auf jedem Jubelbild in den Vordergrund drängte und sich wie der Mensch gewordene Olympiasieg produzierte, sobald eine Kamera auch nur in Ihre Nähe kam, medial mal den Kopf waschen sollen. Wer von seinen Teamkameraden mehr oder weniger offensichtlich durch den Wettkampf mitgeschleppt wurde, der sollte die Bälle flach halten. Grässlich fand ich das!
So, nun ist aber wieder gut. Aufgeregt hat mich das trotzdem… zumal nicht zugegeben wurde, dass die Trulla akut außer form ist, nein, man hatte sich „verletzt“ als man den bajuwarischen Bauchklatscher aufs olympische Eis legte.
Naja, nun ists vorbei mit Olympia. Bloß gut, dass die Herren Meinungsmacher die Medienmaschinerie schon mal für das nächste Großereignis ölen können: WM in Südafrika. Da werden dann wieder „Fußballzwerge“ erfunden, „Geheimfavoriten“ gekürt und der eine oder andere Nationalspieler rundgemacht, nur weil er die „Hundertprozentige“ (aus 34 Metern mit dem Rücken zum Tor) nicht versenkte. Insofern ist das Ende von Olympia nur der Anfang vom Neubeginn des Diffarmierungskreislaufs. In den nächsten 7 Tagen wird ab und an noch eine Meldung über heimkehrende Olympioniken durch die Gazetten geistern, aber Mitte des Monats wird es schon keine Sau mehr interessieren, wer da „nur Silber“ geholt hat geschweige denn, warum denn dieses „nur“ damals da stand. Dann haben wir Gott sei Dank wieder klare Verhältnisse, dann sind „Silbermedaillengewinner“ auch in der öffentlichen Wahrnehmung auch genau das, nämlich „SilbermedaillenGEWINNER“! Nur die Friesinger wird wohl auf ewig und in diesem oben geschilderten Fall unverdient als „Gold Anni“ verklärt werden. Nur, das traut sich ja wieder keiner zu sagen!
Samstag, 20.02.2010
RAMMSTEIN (10.02.2010, Arena Chemnitz)
(Rammstein)
Kleine Dinge werden von Großen gerne mal überrollt. So auch das niedliche Chemnitz, das unlängst von der finsteren Rammstein-Lawine überrollt wurde. Die halbe Stadt wurde spontan mal lahm gelegt, wohl gemerkt wegen eines relativ dezentral stattfindenden Konzerts. Es sit ja nicht so, als ob man da auf dem Marktplatz eine Bühne hingesetzt hätte, vor welcher 45.000 Touristen Platz nahmen... nee, vielmehr war es die beschauliche Arena Chemnitz, welche ordnungsgemäß ausverkauf den Ansturm der Rammiletten entgegen fieberte. Da wurden Nebenstraßen gesperrt, Hauptstraßen abgeriegelt, Autobahnausfahrten verstopft und unser freund und Helfer fing unschuldig wirkende Personen ab um ihnen Parkverbote im angrenzenden Wohngebiet auf zu zwängen. Unterm Strich stand die Stadt ordentlich Kopf, an jenem eiskalten Mittwoch.
Jedenfalls dürfe ja weithin bekannt sein, dass wir uns bereits im November nach Leipzig begaben um die Jungs zu bewundern. Damals war galt Chemnitz (was im Übrigen informativ komplett an uns vorbei lief) als restlos ausverkauft. Die Schwarzmarktpreise für die Karten waren bereits explodiert und es bestand eigentlich keine realistische Chance doch noch in die Arena Einzug zu halten. Da Leipzig aber so dermaßen rockte, fand ich das ausnehmend schade!
Jedenfalls rückte der 10. Februar näher und näher. Inspiriert von einem Radiogewinnspiel googelte ich mich am 31.01.2010 durch das Internet und stieß urplötzlich auf den bandeigenen Ticketshop, wo gerade ein Restkontingent an Tickets zum Originalpreis unters Mitgliedervolk gejubelt wurde. Also fix eingeloggt, ein paar Anrufe getätigt und schwuppdiwupp zwei Tickets geordert. So schnell kanns gehen... da ist man urplötzlich nur noch eine anderthalbe Woche vom nächsten Rammstein-Konzert entfernt. Gar nicht übel. Zumal das Gleiche galt wie für Motörhead im Dezember: Das Konzi fand in bequemer Laufdistanz zu meiner Wohnung statt. Quasi direkt vor der Haustür. Diesmal konnte man gar nicht so schnell gucken, wie der Tag des Events angebrochen war. Nachdem man den Nachmittag schon mit dem Verfolgen oben genannten “Katastrophenmeldungen” aus der Heimatstadt verbracht hatte, wurde abends mit Primitivlingsnudeln sowie einer Hopfenkaltschale die direkte Konzertvorbereitung angetreten, bevor wir uns gediegen, so gegen 20 Uhr, auf den Weg zur Halle machten. Da wir um die Unzulänglichkeiten von Combichrist (erneut stellte dieses Volk den “Anheizer” dar) wußten, konnten wir uns diese Verspätung beruhigt erlauben. Lieber keine Vorband als diese! Die erste Überraschung erwartete uns dann auch schon vor der Halle. Schwarzmarkthändler mit ordentlich Karten im Angebot... welche sie allerdings nicht so recht los wurden (naja, bei personalisierten Karten wäre mir das Risiko auch zu groß). Jedenfalls latschten wir entspannt durch die Eingangstür. Keine Schlange, kein Warten... nichts! Nur Karte scannen lassen, Ausweis hinzeigen (und sich dumme Sprüche anhören müssen, weil der Computer meint, man hieße “Stefanie”...) Und man stand schon in der Halle. Unabgetastet möchte ich hinzu fügen. Das ist immer wieder seltsam. Jedenfalls ergatterten wir den so ziemlich letzten Garderobenhaken der ganzen Arena und versorgten uns erst einmal mit dem obligaten Konzert - Bier. Dabei nervte es den Ausschank-Heinz sichtlich, dass wir spezielle Motivbecher verlangten. Man mußte ja die defizitäre Bierbechersammlung aus Leipzig komplettieren. ;-)
So ausgerüstet gings dann in die Halle, ein angenehmes Plätzchen war flux gefunden. Durch unsere disziplinierte Just-in-Time-Anreise dauerte es auch nicht lange, bis das Hallenlicht erlosch und sich die Herren Kruspe und Landers martialisch durch die Deko hackten. Till betrat wieder rot befedert die Bühne und die Reaktionen der Menge waren entsprechend. Diesmal konnte man das Leuchten in seinem Mund auch deutlich erkennen, als er das “Rammlied” zur Eröffnung ins Volk knurrte.

Sehr schön! Die Akustik war zwar deutlich schlechter als in Leipzig, für Arena - Verhältnisse aber in Ordnung. Mit “B*******” und vor allem “Waidmans Heil” wurde wieder anständig einer vorgelegt. Gerade “Waidmans Heil” erhielt durch die deutlich rauere und somit finsterere Stimme von Herrn Lindemann, im Vergleich zu Leipzig , gleich eine etwas andere Qualität. (Diese sollte dann besonders bei “Weißes Fleisch” und “Wiener Blut” so richtig zum Tragen kommen.) Einmal abgesehen von ein paar kleineren Modifikationen war die Setlist nahezu unverändert zu Leipzig. Schade, denn insgeheim hatte ich schon auf “Seemann” oder “Rosenrot” spekuliert. Doch wir wollen hier nicht meckern, sondern deskriptiven Frohsinn transportieren (nach Aschermittwoch ist das Wort wieder wertneutral); also weiter im Text. Die Pyroeffekte setzten dann bei “Feuer frei!” erwatungsgemäß richtig ein. Auffallend war allerdings, dass die opulente Bühnenshow der “LIFAD-Tour” in Chemnitz nur etwas abgespeckt zum Tragen kam. Wahrscheinlich ist die Bühne einfach einen Ticken zu mickrig. Durch die insgesamt aber kleinere und gedrungenere Halle wirkte die Show aber ohnehin intensiver. Highlight des Mainsets wieder das Duo “Frühling in Paris” mit dem folgenden “Wiener Blut” ganz großes Kino! Vor allem passt das Ganze als Break optimal ins Mainset. “Wiener Blut” wie bereits erwähnt so richtig gruselig interpretiert und gekrönt von den explodierenden Baby-Stoffpuppen.
Überraschend auch, dass man “Ich tu Dir weh” wieder mit Text erleben darf. Wo in Leipzig noch eine anmoderierte, zensierte Weichspülversion zu hören war wurde nun, wohl auf irgend einem juristischen Winkelzug basierend, der komplette Text gebracht. Lediglich “Dir” wurde beharrlich durch das Wörtchen “Mir” ersetzt. Das war durchaus eine nette Überraschung, da man es auch erst bemerkte, als der Song bereits lief. Wenn man noch brav die mittlerweile indizierte Original (Deluxe) - Version des Albums sein Eigen nennt, dann fällt einem das gar nicht auf, so sehr hat man sich in die Songs mittlerweile herein gehört.
Jedenfalls wurde mit Benzin der Schlußpart wieder mit ordentlich Hochtempo eingeleitet und Pussy als Setcloser bot wieder eine herrlich schräge Show. Wenngleich der “gut bestückte” Dildo-Mikrofonständer diesmal im Equipment-Koffer blieb. Abschließend schäumte Till die vorderen zwanzig Reihen wieder mit seiner phallusförmigen Schaumkanone ein.
Die Zugabenpause nutzten wir dann für eine kurzen Ausflug gen Bierstand und kehrten gerade richtig zu “Sonne” wieder auf unseren angestammten Platz zurück. Vielleicht sollte ich hier mal auf das größte Kuriosum des Konzertes eingehen: Den Typen vor uns!!! Der Knilch war optisch eine ganz ganz böse Mischung aus Mac Gyver und diesem Escher - Heini vom MDR. Der Stand, in seine schwarze Kunstlederjacke gehüllt geschlagene 2 Stunden fast regungslos (“fast” aber auch nur, weil er phasenweise von einem volltrunkenen Dude angetanzt wurde) auf seinem Platz. Ihr macht euch keine Vorstellung... der Kaschper wagte es nicht einmal zu klatschen, geschweige denn mitzusingen. Der stand da, wie in Stein gemeißelt und verzog keine Mine. Sowas teilnahmsloses habe ich noch nie erlebt... nicht einmal ansatzweise. Selbst die Schunkelomas beim Silbereisen versprühen mehr Elan als Freund Blase da. Seltsame Gestalt... vor solchen Leuten habe ich Angst! Jedenfalls rockte Sonne nochmal ordentlich los und beim “Haifisch” schickte sich Flake, der wiederum das halbe Konzert im Glitzeranzug über sein Laufband latschte, an, seinen Schlauchbootausflug übers Publikum zu machen. Wiede der anwesenden verpassten dann auch das furiose Finale in Gestalt von “Engel”, da sie nach dem Song die Halle verließen. Engel brach jedenfalls nochmal die Dämme und endlich war die ganze Arena (mal ausgenommen von dem Typen vor uns) ansatzweise am Rocken. Im Gegensatz zu Leipzigern sind Chemnitzer scheinbar ein bisschen... naja... schnarchiger. Jedenfalls rockte das Publikum im Faustusstädtchen deutlich besser. Am Ende stand aber nichts desto trotz ein großartiges Konzert. Band und Show überzeugte voll und ganz, hinzu kam die Freude über den doch recht unerwarteten Glücksfall, noch Karten bekommen zu haben. Auch wenn ich am Donnerstag auf Arbeit spürbar schwerer in die Gänge kam, diese Aktion würde ich jederzeit wiederholen. Mal ganz abgesehen davon, dass die Befürchtung, 2010 könnte im Vergleich zu 2009 deutlich absinken was das Konzertniveau angeht, sich nicht zuletzt durch Rammstein gegessen hatte. Neben den Rammiletten stehen nun schon wieder “Brant Björk” und die unumstrittene Referenz in meinem Musikkosmos (in zweifacher Ausführung versteht sich) in meinem Kalender für dieses Jahr. Vorgemerkt sind die “Hellsongs” und “Tocotronic”... ihr werdet also dieses Jahr dann doch noch ab und an etwas zu lesen bekommen. :-)
Ach ja, hab ganz vergessen, in diesem Eintrag das “R” zu rollen... Schande über mich. Aber ich hole es hiermit nach: “RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRLRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR!”
(Na, wer findet im Suchbild den Chinesen?!?)
Kleine Dinge werden von Großen gerne mal überrollt. So auch das niedliche Chemnitz, das unlängst von der finsteren Rammstein-Lawine überrollt wurde. Die halbe Stadt wurde spontan mal lahm gelegt, wohl gemerkt wegen eines relativ dezentral stattfindenden Konzerts. Es sit ja nicht so, als ob man da auf dem Marktplatz eine Bühne hingesetzt hätte, vor welcher 45.000 Touristen Platz nahmen... nee, vielmehr war es die beschauliche Arena Chemnitz, welche ordnungsgemäß ausverkauf den Ansturm der Rammiletten entgegen fieberte. Da wurden Nebenstraßen gesperrt, Hauptstraßen abgeriegelt, Autobahnausfahrten verstopft und unser freund und Helfer fing unschuldig wirkende Personen ab um ihnen Parkverbote im angrenzenden Wohngebiet auf zu zwängen. Unterm Strich stand die Stadt ordentlich Kopf, an jenem eiskalten Mittwoch.
Jedenfalls dürfe ja weithin bekannt sein, dass wir uns bereits im November nach Leipzig begaben um die Jungs zu bewundern. Damals war galt Chemnitz (was im Übrigen informativ komplett an uns vorbei lief) als restlos ausverkauft. Die Schwarzmarktpreise für die Karten waren bereits explodiert und es bestand eigentlich keine realistische Chance doch noch in die Arena Einzug zu halten. Da Leipzig aber so dermaßen rockte, fand ich das ausnehmend schade!
Jedenfalls rückte der 10. Februar näher und näher. Inspiriert von einem Radiogewinnspiel googelte ich mich am 31.01.2010 durch das Internet und stieß urplötzlich auf den bandeigenen Ticketshop, wo gerade ein Restkontingent an Tickets zum Originalpreis unters Mitgliedervolk gejubelt wurde. Also fix eingeloggt, ein paar Anrufe getätigt und schwuppdiwupp zwei Tickets geordert. So schnell kanns gehen... da ist man urplötzlich nur noch eine anderthalbe Woche vom nächsten Rammstein-Konzert entfernt. Gar nicht übel. Zumal das Gleiche galt wie für Motörhead im Dezember: Das Konzi fand in bequemer Laufdistanz zu meiner Wohnung statt. Quasi direkt vor der Haustür. Diesmal konnte man gar nicht so schnell gucken, wie der Tag des Events angebrochen war. Nachdem man den Nachmittag schon mit dem Verfolgen oben genannten “Katastrophenmeldungen” aus der Heimatstadt verbracht hatte, wurde abends mit Primitivlingsnudeln sowie einer Hopfenkaltschale die direkte Konzertvorbereitung angetreten, bevor wir uns gediegen, so gegen 20 Uhr, auf den Weg zur Halle machten. Da wir um die Unzulänglichkeiten von Combichrist (erneut stellte dieses Volk den “Anheizer” dar) wußten, konnten wir uns diese Verspätung beruhigt erlauben. Lieber keine Vorband als diese! Die erste Überraschung erwartete uns dann auch schon vor der Halle. Schwarzmarkthändler mit ordentlich Karten im Angebot... welche sie allerdings nicht so recht los wurden (naja, bei personalisierten Karten wäre mir das Risiko auch zu groß). Jedenfalls latschten wir entspannt durch die Eingangstür. Keine Schlange, kein Warten... nichts! Nur Karte scannen lassen, Ausweis hinzeigen (und sich dumme Sprüche anhören müssen, weil der Computer meint, man hieße “Stefanie”...) Und man stand schon in der Halle. Unabgetastet möchte ich hinzu fügen. Das ist immer wieder seltsam. Jedenfalls ergatterten wir den so ziemlich letzten Garderobenhaken der ganzen Arena und versorgten uns erst einmal mit dem obligaten Konzert - Bier. Dabei nervte es den Ausschank-Heinz sichtlich, dass wir spezielle Motivbecher verlangten. Man mußte ja die defizitäre Bierbechersammlung aus Leipzig komplettieren. ;-)
So ausgerüstet gings dann in die Halle, ein angenehmes Plätzchen war flux gefunden. Durch unsere disziplinierte Just-in-Time-Anreise dauerte es auch nicht lange, bis das Hallenlicht erlosch und sich die Herren Kruspe und Landers martialisch durch die Deko hackten. Till betrat wieder rot befedert die Bühne und die Reaktionen der Menge waren entsprechend. Diesmal konnte man das Leuchten in seinem Mund auch deutlich erkennen, als er das “Rammlied” zur Eröffnung ins Volk knurrte.

Sehr schön! Die Akustik war zwar deutlich schlechter als in Leipzig, für Arena - Verhältnisse aber in Ordnung. Mit “B*******” und vor allem “Waidmans Heil” wurde wieder anständig einer vorgelegt. Gerade “Waidmans Heil” erhielt durch die deutlich rauere und somit finsterere Stimme von Herrn Lindemann, im Vergleich zu Leipzig , gleich eine etwas andere Qualität. (Diese sollte dann besonders bei “Weißes Fleisch” und “Wiener Blut” so richtig zum Tragen kommen.) Einmal abgesehen von ein paar kleineren Modifikationen war die Setlist nahezu unverändert zu Leipzig. Schade, denn insgeheim hatte ich schon auf “Seemann” oder “Rosenrot” spekuliert. Doch wir wollen hier nicht meckern, sondern deskriptiven Frohsinn transportieren (nach Aschermittwoch ist das Wort wieder wertneutral); also weiter im Text. Die Pyroeffekte setzten dann bei “Feuer frei!” erwatungsgemäß richtig ein. Auffallend war allerdings, dass die opulente Bühnenshow der “LIFAD-Tour” in Chemnitz nur etwas abgespeckt zum Tragen kam. Wahrscheinlich ist die Bühne einfach einen Ticken zu mickrig. Durch die insgesamt aber kleinere und gedrungenere Halle wirkte die Show aber ohnehin intensiver. Highlight des Mainsets wieder das Duo “Frühling in Paris” mit dem folgenden “Wiener Blut” ganz großes Kino! Vor allem passt das Ganze als Break optimal ins Mainset. “Wiener Blut” wie bereits erwähnt so richtig gruselig interpretiert und gekrönt von den explodierenden Baby-Stoffpuppen.
Überraschend auch, dass man “Ich tu Dir weh” wieder mit Text erleben darf. Wo in Leipzig noch eine anmoderierte, zensierte Weichspülversion zu hören war wurde nun, wohl auf irgend einem juristischen Winkelzug basierend, der komplette Text gebracht. Lediglich “Dir” wurde beharrlich durch das Wörtchen “Mir” ersetzt. Das war durchaus eine nette Überraschung, da man es auch erst bemerkte, als der Song bereits lief. Wenn man noch brav die mittlerweile indizierte Original (Deluxe) - Version des Albums sein Eigen nennt, dann fällt einem das gar nicht auf, so sehr hat man sich in die Songs mittlerweile herein gehört.
Jedenfalls wurde mit Benzin der Schlußpart wieder mit ordentlich Hochtempo eingeleitet und Pussy als Setcloser bot wieder eine herrlich schräge Show. Wenngleich der “gut bestückte” Dildo-Mikrofonständer diesmal im Equipment-Koffer blieb. Abschließend schäumte Till die vorderen zwanzig Reihen wieder mit seiner phallusförmigen Schaumkanone ein.
Die Zugabenpause nutzten wir dann für eine kurzen Ausflug gen Bierstand und kehrten gerade richtig zu “Sonne” wieder auf unseren angestammten Platz zurück. Vielleicht sollte ich hier mal auf das größte Kuriosum des Konzertes eingehen: Den Typen vor uns!!! Der Knilch war optisch eine ganz ganz böse Mischung aus Mac Gyver und diesem Escher - Heini vom MDR. Der Stand, in seine schwarze Kunstlederjacke gehüllt geschlagene 2 Stunden fast regungslos (“fast” aber auch nur, weil er phasenweise von einem volltrunkenen Dude angetanzt wurde) auf seinem Platz. Ihr macht euch keine Vorstellung... der Kaschper wagte es nicht einmal zu klatschen, geschweige denn mitzusingen. Der stand da, wie in Stein gemeißelt und verzog keine Mine. Sowas teilnahmsloses habe ich noch nie erlebt... nicht einmal ansatzweise. Selbst die Schunkelomas beim Silbereisen versprühen mehr Elan als Freund Blase da. Seltsame Gestalt... vor solchen Leuten habe ich Angst! Jedenfalls rockte Sonne nochmal ordentlich los und beim “Haifisch” schickte sich Flake, der wiederum das halbe Konzert im Glitzeranzug über sein Laufband latschte, an, seinen Schlauchbootausflug übers Publikum zu machen. Wiede der anwesenden verpassten dann auch das furiose Finale in Gestalt von “Engel”, da sie nach dem Song die Halle verließen. Engel brach jedenfalls nochmal die Dämme und endlich war die ganze Arena (mal ausgenommen von dem Typen vor uns) ansatzweise am Rocken. Im Gegensatz zu Leipzigern sind Chemnitzer scheinbar ein bisschen... naja... schnarchiger. Jedenfalls rockte das Publikum im Faustusstädtchen deutlich besser. Am Ende stand aber nichts desto trotz ein großartiges Konzert. Band und Show überzeugte voll und ganz, hinzu kam die Freude über den doch recht unerwarteten Glücksfall, noch Karten bekommen zu haben. Auch wenn ich am Donnerstag auf Arbeit spürbar schwerer in die Gänge kam, diese Aktion würde ich jederzeit wiederholen. Mal ganz abgesehen davon, dass die Befürchtung, 2010 könnte im Vergleich zu 2009 deutlich absinken was das Konzertniveau angeht, sich nicht zuletzt durch Rammstein gegessen hatte. Neben den Rammiletten stehen nun schon wieder “Brant Björk” und die unumstrittene Referenz in meinem Musikkosmos (in zweifacher Ausführung versteht sich) in meinem Kalender für dieses Jahr. Vorgemerkt sind die “Hellsongs” und “Tocotronic”... ihr werdet also dieses Jahr dann doch noch ab und an etwas zu lesen bekommen. :-)
Ach ja, hab ganz vergessen, in diesem Eintrag das “R” zu rollen... Schande über mich. Aber ich hole es hiermit nach: “RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRLRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR!”
(Na, wer findet im Suchbild den Chinesen?!?)
Sonntag, 14.02.2010
AIN`T NO FUN
(AC/DC)
Eigentlich wollte ich dieses Jahr ja mal die Klappe halten und mich nicht über diesen Karnevals-Kokolores aufregen; aber wenn man sich so durch die dritten Programme zappt, dann wird man aggressiv! Dann baut sich so ein innerer Druck auf, der mit jedem besoffenen Jecken, der ein bierseliges „Alaaaaaaaaf“ in die Kamera rülpst und mit jedem dämlichen Kalauer, der von einem dieser Humorresistenzlinge gerissen wird, weiter und weiter steigert. Spätestens wenn die Sturmtruppen der Kamelle dann ihrem Frohsinns-Führer wieder ihren „Orden wider dem tierischen Ernst“, sozusagen das EK1 der Pappnasen, ans kostümierte Revert heften, dann drängt dieser Druck, diese Mischung aus Abscheu und Mitleid gemischt mit einer Prise Fremdschämen, unaufhaltsam nach draußen… und am Ende sitze ich wieder hier und protokolliere meinen eigenen Zorn!
Die haben doch alle einen an der Waffel, diese Schunkelzombies mit den Kaschperhüten. Wie sie da bierselig beisammen sitzen, inhaltsleeren Predigten von irgendwelchen angemalten Mumien lauschen, die alle zwei Zoten von einem wahren Trommelfeuer an Tuschs unterbrochen werden, damit auch der letzte Depp noch kapiert, dass da irgendwo so etwas ähnliches wie eine Pointe gewesen sein soll. Pointe… das Wort an sich verbietet sich ja schon von alleine im Karneval! Was da von der Spaßkanzel gepredigt wird, tangiert das Rütli-Niveau ja bestenfalls peripher… und zwar von unten! Die ganzen Geschädigten, die da ihr eigenes, freudloses Dasein der vergangenen 358 Tage vergeblich in billigen Zoten aufzuarbeiten suchen, sind unterm Strich doch nichts weiter als peinliches Füllmaterial für die Boulevardpresse. Da werden wieder Berichte zusammengeschustert über wildes Fremdknutschen unterm Dom und den neuesten Kostümtrend. Was ist denn 2010 so „in“, wenn man unter all den Grenzdebilen mit ihrem Schminkfetisch durch größtmögliche Konformität bestechen will? Neben dem allgegenwärtigen Clown und diversen verhunzten Fabelwesen und Faunaten (Tiger, Katze und – schon an Selbstironie grenzend – Eseln) ist das vor allem der „Scheich“. Da kleistert sich die 56jährige Aktenschubbse „Irmgard“ aus der Stadtverwaltung Köln-Nippes nen pechschwarzen Vollbart an die aufgeblähten Wohlstandsbäckchen und hüllt sich in den Rest der Mitgift um einen Kaftan vorzutäuschen. In diesem Aufzug rammelt sie dann, in der Hand immer ein gut gefülltes Sektglas (jaja, weil der Araber auch so gerne säuft…), durch die Kölner Innenstadt und zwingt wehrlosen Passanten ein alkoholgeschwängertes „Bützchen“ auf. Kein Wunder, wenn da die Selbstmordrate steigt… in welcher Form auch immer. Irgendwann, so es der Zufall will, stolpert sie dann in einen mittelgroßen Saal, in dem gerade eine der so genannten „Karnevalssitzungen“ abgehalten wird. Das muß man sich rein optisch ungefähr so vorstellen, wie eine Bürgerversammlung in Satzung: Phänotypisch irgendwo zwischen Mutantenfilm und Inzucht. Umgeben von hunderten ähnlich angeheiterter und niveaufreier Spinner lässt sich Scheich-Irmgard auf einer Biertischgarnitur nieder und ordert einen weiteren Prosecco. Das „Abendprogramm“ solcher Happenings besteht dann aus diversen „Alleinunterhaltern“, die so uniform auftreten, dass eine nähere Differenzierung schon von vorn herein unmöglich scheint. Die kommen möglichst trottelig wirkend auf die Bühne gelatscht, haben mit Vorliebe ne rot angemalte Nase und tragen allesamt groß-karierte, viel zu weite Anzüge in den unmöglichsten Farbschemata kombiniert mit einer übergroßen, roten Fliege. Diese Kostümierung soll wahrscheinlich „Humor“ symbolisieren… für mich schreit sie nur die geistige Armut der Träger in die Welt! Diese Heinis bringen dann ihre verbale Diarrhoe unter die Anwesenden, welche fleißig klatschend von den Bierbänken kippen. Das alles wäre jetzt ja nicht soooo tragisch, wenn es wenigstens kaserniert, abgesperrt und abseits der Restbevölkerung stattfinden würde. Aber Dank des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wird dieser Mist auch noch in jedes Wohnzimmer transportiert. Wer will denn so was sehen?!? Die sollten sich lieber die Champions-League-Rechte füs Free-TV sichern als diesem Müll zu übertragen. Sollen die ganzen beknackten in der Domstadt doch ihren karnevalistischen Schrott unter Ausschluß der Öffentlichkeit durchziehen. Von mir aus soll man die ganze Region am 10.11. jeden Jahres abriegeln! Bahnverbindungen einstellen, Flüge canceln, Zufahrtsstraßen sperren und die da mal machen lassen. Am Besten noch Stromzufuhr kappen, damit auch ja keine ARD-Kamera aus Versehen eine dieser widersinnigen Sitzungen übertragen kann. Am Aschermittwoch kann man dann ja mal die GSG 9 ins Krisengebiet schicken um zu gucken, was noch übrig ist... mit Schießbefehl versteht sich! Alles was geistlos seinen roten Gummirüssel in die Zieloptik hält und verkatert ein „Alaaaaaaaaf“ hochwürgt, geht dann den Weg der Evolution.
Aber leider wird das wohl politisch schwer durchsetzbar sein. Wo sich doch auch unsere Volksvertreter bisweilen aufs Peinlichste beim Feiervolk anbiedern, indem sie an diesen Sitzungen teilnehmen und irgendwelche Ansprachen halten, die so etwas wie Selbstironie darstellen sollen, aber unterm Strich nur ein weiterer Grund zum Fremdschämen sind. Man erinnere sich nur an Herrn Westerwelle vor ein paar Jahren… gruselig war das!
Auf offizielle Hilfe kann man also wohl nicht bauen. So müssen wir wohl oder übel die nächsten 3 Tage noch überstehen und danach haben wir erstmal wieder Ruhe vor all dem Elend im Rheinland. Aber der nächste 11.11. kommt bestimmt und mit ihm mein nächster Blog-Eintrag zum Thema. Dieser intrinsische Ekel vor diesen extrovertierten Intelligenzverweigeren und ihren „schwarzen Messen“ wird sich auch in einem Jahr wieder sein Ventil suchen. Vielleicht hat man bis dato wenigstens die GEZ-Gebühr abgeschafft. Denn wenn ich eines aus tiefstem Herzen verabscheue, dann ist es, dass mit meinem Geld dieser geistige Dünnpfiff auch noch gefördert und unterstützt, geschweige denn auch noch bundesweit übertragen wird!
Eigentlich wollte ich dieses Jahr ja mal die Klappe halten und mich nicht über diesen Karnevals-Kokolores aufregen; aber wenn man sich so durch die dritten Programme zappt, dann wird man aggressiv! Dann baut sich so ein innerer Druck auf, der mit jedem besoffenen Jecken, der ein bierseliges „Alaaaaaaaaf“ in die Kamera rülpst und mit jedem dämlichen Kalauer, der von einem dieser Humorresistenzlinge gerissen wird, weiter und weiter steigert. Spätestens wenn die Sturmtruppen der Kamelle dann ihrem Frohsinns-Führer wieder ihren „Orden wider dem tierischen Ernst“, sozusagen das EK1 der Pappnasen, ans kostümierte Revert heften, dann drängt dieser Druck, diese Mischung aus Abscheu und Mitleid gemischt mit einer Prise Fremdschämen, unaufhaltsam nach draußen… und am Ende sitze ich wieder hier und protokolliere meinen eigenen Zorn!
Die haben doch alle einen an der Waffel, diese Schunkelzombies mit den Kaschperhüten. Wie sie da bierselig beisammen sitzen, inhaltsleeren Predigten von irgendwelchen angemalten Mumien lauschen, die alle zwei Zoten von einem wahren Trommelfeuer an Tuschs unterbrochen werden, damit auch der letzte Depp noch kapiert, dass da irgendwo so etwas ähnliches wie eine Pointe gewesen sein soll. Pointe… das Wort an sich verbietet sich ja schon von alleine im Karneval! Was da von der Spaßkanzel gepredigt wird, tangiert das Rütli-Niveau ja bestenfalls peripher… und zwar von unten! Die ganzen Geschädigten, die da ihr eigenes, freudloses Dasein der vergangenen 358 Tage vergeblich in billigen Zoten aufzuarbeiten suchen, sind unterm Strich doch nichts weiter als peinliches Füllmaterial für die Boulevardpresse. Da werden wieder Berichte zusammengeschustert über wildes Fremdknutschen unterm Dom und den neuesten Kostümtrend. Was ist denn 2010 so „in“, wenn man unter all den Grenzdebilen mit ihrem Schminkfetisch durch größtmögliche Konformität bestechen will? Neben dem allgegenwärtigen Clown und diversen verhunzten Fabelwesen und Faunaten (Tiger, Katze und – schon an Selbstironie grenzend – Eseln) ist das vor allem der „Scheich“. Da kleistert sich die 56jährige Aktenschubbse „Irmgard“ aus der Stadtverwaltung Köln-Nippes nen pechschwarzen Vollbart an die aufgeblähten Wohlstandsbäckchen und hüllt sich in den Rest der Mitgift um einen Kaftan vorzutäuschen. In diesem Aufzug rammelt sie dann, in der Hand immer ein gut gefülltes Sektglas (jaja, weil der Araber auch so gerne säuft…), durch die Kölner Innenstadt und zwingt wehrlosen Passanten ein alkoholgeschwängertes „Bützchen“ auf. Kein Wunder, wenn da die Selbstmordrate steigt… in welcher Form auch immer. Irgendwann, so es der Zufall will, stolpert sie dann in einen mittelgroßen Saal, in dem gerade eine der so genannten „Karnevalssitzungen“ abgehalten wird. Das muß man sich rein optisch ungefähr so vorstellen, wie eine Bürgerversammlung in Satzung: Phänotypisch irgendwo zwischen Mutantenfilm und Inzucht. Umgeben von hunderten ähnlich angeheiterter und niveaufreier Spinner lässt sich Scheich-Irmgard auf einer Biertischgarnitur nieder und ordert einen weiteren Prosecco. Das „Abendprogramm“ solcher Happenings besteht dann aus diversen „Alleinunterhaltern“, die so uniform auftreten, dass eine nähere Differenzierung schon von vorn herein unmöglich scheint. Die kommen möglichst trottelig wirkend auf die Bühne gelatscht, haben mit Vorliebe ne rot angemalte Nase und tragen allesamt groß-karierte, viel zu weite Anzüge in den unmöglichsten Farbschemata kombiniert mit einer übergroßen, roten Fliege. Diese Kostümierung soll wahrscheinlich „Humor“ symbolisieren… für mich schreit sie nur die geistige Armut der Träger in die Welt! Diese Heinis bringen dann ihre verbale Diarrhoe unter die Anwesenden, welche fleißig klatschend von den Bierbänken kippen. Das alles wäre jetzt ja nicht soooo tragisch, wenn es wenigstens kaserniert, abgesperrt und abseits der Restbevölkerung stattfinden würde. Aber Dank des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wird dieser Mist auch noch in jedes Wohnzimmer transportiert. Wer will denn so was sehen?!? Die sollten sich lieber die Champions-League-Rechte füs Free-TV sichern als diesem Müll zu übertragen. Sollen die ganzen beknackten in der Domstadt doch ihren karnevalistischen Schrott unter Ausschluß der Öffentlichkeit durchziehen. Von mir aus soll man die ganze Region am 10.11. jeden Jahres abriegeln! Bahnverbindungen einstellen, Flüge canceln, Zufahrtsstraßen sperren und die da mal machen lassen. Am Besten noch Stromzufuhr kappen, damit auch ja keine ARD-Kamera aus Versehen eine dieser widersinnigen Sitzungen übertragen kann. Am Aschermittwoch kann man dann ja mal die GSG 9 ins Krisengebiet schicken um zu gucken, was noch übrig ist... mit Schießbefehl versteht sich! Alles was geistlos seinen roten Gummirüssel in die Zieloptik hält und verkatert ein „Alaaaaaaaaf“ hochwürgt, geht dann den Weg der Evolution.
Aber leider wird das wohl politisch schwer durchsetzbar sein. Wo sich doch auch unsere Volksvertreter bisweilen aufs Peinlichste beim Feiervolk anbiedern, indem sie an diesen Sitzungen teilnehmen und irgendwelche Ansprachen halten, die so etwas wie Selbstironie darstellen sollen, aber unterm Strich nur ein weiterer Grund zum Fremdschämen sind. Man erinnere sich nur an Herrn Westerwelle vor ein paar Jahren… gruselig war das!
Auf offizielle Hilfe kann man also wohl nicht bauen. So müssen wir wohl oder übel die nächsten 3 Tage noch überstehen und danach haben wir erstmal wieder Ruhe vor all dem Elend im Rheinland. Aber der nächste 11.11. kommt bestimmt und mit ihm mein nächster Blog-Eintrag zum Thema. Dieser intrinsische Ekel vor diesen extrovertierten Intelligenzverweigeren und ihren „schwarzen Messen“ wird sich auch in einem Jahr wieder sein Ventil suchen. Vielleicht hat man bis dato wenigstens die GEZ-Gebühr abgeschafft. Denn wenn ich eines aus tiefstem Herzen verabscheue, dann ist es, dass mit meinem Geld dieser geistige Dünnpfiff auch noch gefördert und unterstützt, geschweige denn auch noch bundesweit übertragen wird!
Dienstag, 09.02.2010
SHAPE OF THINGS TO COME
(Audioslave)
Mahlzeit! Nur mal kurz ein paar News von der Pearl Jam – Konzert Front! Wie es aussieht, haben wir unseren Support-Act für Berlin gefunden. Es sind: „Ben Harper & The Relentless 7“! KRAAAAAAWUMMMMMMSSSSSSS!!!!! Ungefähr so schlug die Nachricht ein. Sehr gute Idee, auch wenns dann doch nicht die großen Soundgarden sind, bin ich voll und ganz zfrieden. Mal abgesehen davon, dass so die Wahrscheinlichkeit für eine nette Duett – Version von „Red Mosquito“ drastisch steigt, wird’s dann auch nicht so lahm wie „Gomez“ im letzten Jahr. Sehr schick! Jetzt noch für ordnungsgemäßes Frühsommerwetter beten und dann geht’s ab in die Wuhlheide… Spaß haben!
Überhaupt, mittlerweile ist mir die Location so richtig ans Herz gewachsen. Gut, mag auch mit Berlin zu tun haben, aber auch so habe ich bislang kaum eine vergleichbare Location in der Größenordnung erlebt. (Bevor jetzt irgend so ein Schlauberger mit der Arena di Verona um die Ecke kommt: JAAAAA, STREU NUR NOCH SALZ IN DIE WUNDEN!!!!) Jedenfalls wird das ein feiner Abend vermute ich mal. Ich freue mich jetzt schon darauf, mit einem endlosen Strom von Jamheads durch den Park zu schlendern, mir die 10c – Tickets abzuholen und vorm Konzi wieder beim einen oder anderen Berliner Kindl auf der Wiese zu relaxen. Ben Harper liefert dann ein Aufwärmprogramm nach Maß bevor Eddie und Co den Abend endgültig unter freiluftige Open-Air-Dach hieven. Rock `n Roll vom Feinsten! Ich habe mich die Tage mal hingesetzt und mit meiner schier unerschöpflichen Fachkompetenz eine Setlist erarbeitet, welche ich zwar nicht für die Wahrscheinlichste halte, die aber dafür meinem derzeitigen Wunschdenken recht nahe kommt. Gut, ist jetzt ausnahmsweise etwas Balladenlastiger ausgefallen, was aber wohl auch am traurigen „Jubiläum“ von 10 Jahren Roskilde liegt, auf welches das Konzert fällt. Wie ich die Jungs kenne, wird da schon drauf eingegangen werden. Hier also mal meine Setlist:
Main Set:
Long Road
Love Boat Captain
Alive
Present Tense
Spin the Black Circle
Satans Bed
Severed Hand
Even Flow
Off He Goes
Immortality
Force of Nature
The Fixer
Amongst the Waves
Red Mosquito (mit Ben Harper)
Not For You
Once
Gonna See My Friend
Blood
DTE
Encore 1
Masters of War (mit String Quartett)
In My Tree (mit String Quartett)
The End (mit String Quartett)
No Way
Jeremy
Garden
Porch
Better Man
Encore 2
Release
Black
Smile
Kick Out the Jams
State of Love and Trust
Rockin In the Free World
Indifference
Bei Indifference sollte man aber Ben Harper backstage anketten, das ist ein Song, den kann nur Eddie alleine transportieren. Die Versionen mit Ben sind meiner Meinung nach von einer tiefgreifenden Suboptimalität geprägt! So ungefähr stelle ich mir jene Sommernacht jedenfalls vor. Vermutlich wird das aber ganz anders aussehen am Schluß; anders aber besser!
Bis dato verbleibt der Onkel erstmal mit einem breiten Grinsen und einem Gruß an die Pearl Jam Welt im Allgemeinen und all die Glücklichen, die Ende Juni diese Show erleben dürfen. Ihr seid mit dem göttlichen Durchblick gesegnet unter all den musikalisch Blinden der Gegenwart. Apropos „musikalisch Blinde“: Keine zwei Monate später werden „Ich und Ich“ die arme, bedauernswerte Wuhlheide entweihen. „Pfui deibel!“ kann ich da nur voller Empörung ausrufen! Das ist ja so, als ob man einen 25jährigen „Speyburn“ Single – Malt mit River-Cola mischt!
Mahlzeit! Nur mal kurz ein paar News von der Pearl Jam – Konzert Front! Wie es aussieht, haben wir unseren Support-Act für Berlin gefunden. Es sind: „Ben Harper & The Relentless 7“! KRAAAAAAWUMMMMMMSSSSSSS!!!!! Ungefähr so schlug die Nachricht ein. Sehr gute Idee, auch wenns dann doch nicht die großen Soundgarden sind, bin ich voll und ganz zfrieden. Mal abgesehen davon, dass so die Wahrscheinlichkeit für eine nette Duett – Version von „Red Mosquito“ drastisch steigt, wird’s dann auch nicht so lahm wie „Gomez“ im letzten Jahr. Sehr schick! Jetzt noch für ordnungsgemäßes Frühsommerwetter beten und dann geht’s ab in die Wuhlheide… Spaß haben!
Überhaupt, mittlerweile ist mir die Location so richtig ans Herz gewachsen. Gut, mag auch mit Berlin zu tun haben, aber auch so habe ich bislang kaum eine vergleichbare Location in der Größenordnung erlebt. (Bevor jetzt irgend so ein Schlauberger mit der Arena di Verona um die Ecke kommt: JAAAAA, STREU NUR NOCH SALZ IN DIE WUNDEN!!!!) Jedenfalls wird das ein feiner Abend vermute ich mal. Ich freue mich jetzt schon darauf, mit einem endlosen Strom von Jamheads durch den Park zu schlendern, mir die 10c – Tickets abzuholen und vorm Konzi wieder beim einen oder anderen Berliner Kindl auf der Wiese zu relaxen. Ben Harper liefert dann ein Aufwärmprogramm nach Maß bevor Eddie und Co den Abend endgültig unter freiluftige Open-Air-Dach hieven. Rock `n Roll vom Feinsten! Ich habe mich die Tage mal hingesetzt und mit meiner schier unerschöpflichen Fachkompetenz eine Setlist erarbeitet, welche ich zwar nicht für die Wahrscheinlichste halte, die aber dafür meinem derzeitigen Wunschdenken recht nahe kommt. Gut, ist jetzt ausnahmsweise etwas Balladenlastiger ausgefallen, was aber wohl auch am traurigen „Jubiläum“ von 10 Jahren Roskilde liegt, auf welches das Konzert fällt. Wie ich die Jungs kenne, wird da schon drauf eingegangen werden. Hier also mal meine Setlist:
Main Set:
Long Road
Love Boat Captain
Alive
Present Tense
Spin the Black Circle
Satans Bed
Severed Hand
Even Flow
Off He Goes
Immortality
Force of Nature
The Fixer
Amongst the Waves
Red Mosquito (mit Ben Harper)
Not For You
Once
Gonna See My Friend
Blood
DTE
Encore 1
Masters of War (mit String Quartett)
In My Tree (mit String Quartett)
The End (mit String Quartett)
No Way
Jeremy
Garden
Porch
Better Man
Encore 2
Release
Black
Smile
Kick Out the Jams
State of Love and Trust
Rockin In the Free World
Indifference
Bei Indifference sollte man aber Ben Harper backstage anketten, das ist ein Song, den kann nur Eddie alleine transportieren. Die Versionen mit Ben sind meiner Meinung nach von einer tiefgreifenden Suboptimalität geprägt! So ungefähr stelle ich mir jene Sommernacht jedenfalls vor. Vermutlich wird das aber ganz anders aussehen am Schluß; anders aber besser!
Bis dato verbleibt der Onkel erstmal mit einem breiten Grinsen und einem Gruß an die Pearl Jam Welt im Allgemeinen und all die Glücklichen, die Ende Juni diese Show erleben dürfen. Ihr seid mit dem göttlichen Durchblick gesegnet unter all den musikalisch Blinden der Gegenwart. Apropos „musikalisch Blinde“: Keine zwei Monate später werden „Ich und Ich“ die arme, bedauernswerte Wuhlheide entweihen. „Pfui deibel!“ kann ich da nur voller Empörung ausrufen! Das ist ja so, als ob man einen 25jährigen „Speyburn“ Single – Malt mit River-Cola mischt!
Sonntag, 03.01.2010
SACRIFICE (Motörhead in Chemnitz, 12.12.2009)
(Motörhead)
Es gibt viel zu wenige Gelegenheiten, einer Legende Aug`in Aug`gegenüber zu treten, gerade hier im malerischen „Sunshine State of Chemnitz“. Aber wenn sich denn dan mal eine solche ergibt und der „Godfather of Schnapstrinken“ mit seiner brachialen Seniorenrunde im Dezember an die Arena-Tür klopft… HELL YEAH, dann ist der Onkel schon im Mai am Kartenschalter! Irgendwie kafkaesk, dass der Vertrieb der Tickets ausgerechnet von der „Freien Presse“ übernommen wurde. Zur Erinnerung: Jenes Medium der gezielt niveaufernen Desinformation fungiert im Normalfall als so was ähnliches wie das Zentralorgan der Generation Rheumadecke. Eine wortgewordene Egoschaukel für all jene, die sich öffentlich zum „Großen Überraschungsfest der Volksmusik“ bekennen und den Herrn Silbereisen auch noch ihre Vorkriegsschlüpfer auf die Bühne schleudern… oder zumindest so weit entgegen schubbsen, wie`s das Rheuma eben zulässt. Und jetzt vermarktet deren Lieblingsblatt ein Motörhead – Konzert. Das ist ungefähr so, als ob die Brigitte ein Negerkuss-Wettessen organisiert! ;-)

Wie gesagt, die Karten waren im Wonnemonat geordert, der ungeduldig nachfragenden Schwester zum Ehrentage feierlich überreicht und dann ließen wir sie in der elterlichen Obhut reifen. Man freute sich tierisch, als „Thin Lizzy“ als Support angekündigt wurden und man ärgerte sich ungleich mehr, als diese dann durch „Der W“ ersetzt wurden. Dieser musikalisch vollkommen überflüssige Ex-Onkel mit seinem ohnehin zweifelhaften Ruf sollten ihn in meinen Ohren an diesem Abend weiter ruinieren („und denkst du „schlechter geht`s nicht mehr“ kommt irgendwo ein Weidner her“). Gruselige Vorstellung die der Typ da ablieferte. So, nun, da alle Onkelz-Fans erfolgreich vergrault sein dürften (wenn nicht: Meine Pinwand steht euch offen… der Delete-Schalter sit aber schon poliert), wollen wir zur Tat schreiten!
Am letzten Sonnabend, dem 12.12.2009, fanden sich meine Schwester und ich in meiner bescheidenen Bude ein. Zunächst wurde sich via Guitar Hero warmgerockt. Man muß ja auch in Stimmung kommen. Schließlich brachen wir auf gen Arena. Das Ganze lässt sich bequem in 15 Minuten Fußmarsch bewältigen. So erreichten wir die Arena, wo sich das schwarze, nietenbewärte und teilweise arg angegraute Rockervolkl bereits vor dem Eingang staute. Ein knappes halbes Stündchen in der überraschend angenehm organisierten Schlange und schwupp: Wir waren drin! Wobei die ganze Warterei schon auch was hatte. Vor uns eine Clique besoffener Post-Punks, hinter uns der Herr Anlageberater in den sehr sehr späten 40ern mit der alljährlich herausgekramten Jeans-Jacke. Um uns herum Leute, die man getrost irgendwo dazwischen ansiedeln kann. Jedenfalls betraten wir die Arena und erledigten pflichtbewusst die heilige Dreifaltigkeit des Konzertbesuchs: Merch-Stand, Bierstand, Toilettensituation checken. Ergebnis: Mechandise in Ordnung, Toiletten umfangreich vorhanden (nach der 60 Meter Schlange in Erfurt ein durchaus wichtiger Fakt) und Bierversorgung logistisch brilliant gelöst! Alleine direkt in der Halle 3 Bars, eine auf dem Rückweg von den Toiletten und draußen im Vorraum noch mal zwei. Verdursten konnte man also schon mal nicht! Wäre ja auch absurd, auf einem Motörhead-Konzi! ;-)
Jedenfalls schniekten wir dann, nebst Getränk und Tourshirt, in besagte Halle und stellten uns mitten in die Altrockerfraktion. Dort ließen wir auch „der W“ über uns ergehen. Das Waterloo des Jahres, was die Vorbands dieses Jahres angeht. Uninteressant, anders kann ichs nicht beschreiben. Auch die Dudes um uns herum hielten sich mit gleichgültigen Minen an ihren Bierbechern fest, die, die der Heini interessierte, waren Gott sei Dank weiter vorne. Mehr will ich dazu jetzt nicht sagen,das Beste am „W“ war jedenfalls die Umbaupause als er fertig war. Danach gings dann erstmal die Becher füllen um pünktlich zu Lemmy`s legendärer Ansprache „We are Motörhead! We play Rock and Roll!“ wieder den Platz neben meiner Schwester einzunehmen. YEAH, „Iron Fist“ als Opener, herrlich! Und vor allem: Vorne auf der Bühne das lebende Fossil, der Rock-Dino mit dem toxischen Blut… der Beglücker unzähliger Groupies und personifizierte Drogenbeauftragte der Rockwelt: Lemmy mit seinem Piratenhut! Wie ein Fels stand er wieder vor seinem Mikro, welches wieder gekonnt von unten angegrunzt wurde. Die Beine schulterbreit auseinander, den Monsterbass im Anschlag und das Hemd bis zum Nabel aufgeknöpft. An Bord wieder Nikotin und sein bevorzugtes „Elektrolytgetränk“ namens „Jack Daniels“. Mit 63! Was er mit seinen Mannen dann vom ersten Ton weg gleich wieder entfesselte, war die wohlbekannte „Wand aus Lärm“, die unbarmherzig durch die Halle fegte. Das anschließende „Stay Clean“ steigerte dann noch mal die Dezibelzahl, damit diese dann bei „Be My Baby“ ihr Wohlfühlniveau erreichen konnte. Bereits bei den ersten drei Songs ging vor der Bühne der gewohnte Wahnsinn ab, während wir, in unserer eher chilligen Position im hinteren Hallendrittel (wollten ja das Bier nicht verschweppern ;-)) umringt waren von Altrockern und Hells-Angels-Typen (phänotypisch zumindest), die zufrieden den Schädel kreisen ließen und deren Wohlstandswampe sich offensiv gegen die Snaggletooth-Shirts presste. Schicke Athmosphäre!
Mitten in diese hinein meißelte man dann „Rock Out“ mit seinem Killer-Refrain. Die Halle kochte, und der Onkel eilte anschließend wieder zum Bierstand um das folgende „Metropolis“ nicht zu verpassen. Während dieses Songs brachte es die ersten wieder aus dem Moshpit angedreht. Ein ganzes Konzert da vorne durchzustehen,… das wird ohnehin schwer, zumal die Getränkeversorgung im hinteren Hallenbereich organisiert war. So eilten die verschwitzten, halbnackten Gestalten nach einer Erfrischung dann auch wieder mit gefühlten 34 Bierbechern in der Hand wieder nach vorne. „One Night Stand“ und „I Got Mine“ semmelten dann wieder die nächsten Pogo-Leichen aus der Menge in den Relax-Bereich: Wunden Lecken und zurück! Mit „The Thousand Names of God“ folgte dann ein weiteres Highlight. Sehr druckvolle Version (stilecht nach einem ausgedehnten Gitarrensolo plaziert), die auch noch dem Letzten die Emo der sich in die Arene verirrt hatte (glaubt, mir, ich habe es gesehen…. Das GRAUUUUUUEN) den Kajalstrich bis hinter die Ohren zog! Kulturschock nennt man das dann wohl… nix mit ausgekostetem Weltschmerz, statt dessen wird von „Cradle to the Grave“ direkt in ein wahnsinnig hingerotzes „In the Name of Tradgedy“ übergehämmert. Lemmy brüllte inzwischen die Lyrics in sein Mikro und nahm sich beim nun folgenden Drum-Solo der Urgewalt mit den 2 Knüppeln eine verdiente Auszeit und marinierte die Stimmbänder mit Bourbon. Gleichzeitig stellte das auch die erste „Verschnaufpause“ dar, sofern man überhaupt davon reden kann. Meinerseits wurde wieder der Wasserbecher ordnungsgemäß nachgefüllt und zu „Just `cos You Gott he Power“ und „Shoot em Down“ anständig das Haupt geschüttelt.
Das Gute bei vorhersehbaren Setlsits á la Motörhead ist ja, dass man die Bierholpausen ein wenig timen kann… so stand ich dann auch pünktlich zur apokalyptisch beschleunigten „GOING TO BRAZIL“ – Versilon, auf die ich mich schon seit Wochen freute, in Top-Form wieder in der Menge. Und Motöthead enttäuschten nicht. ;-) Leider neigte sich das Mainset schon wieder dem Ende zu, aber „Killed by Death“ und der meiner Meinung nach perfekte Setcloser „Bomber“ beförderten uns dann in eine nicht mal 10 minütige Verschnaufpause. Zwischen den ganzen „Zu-ga-be, Zu-ga-be“ und „Mo-tör-hear, Mo-tör-head!“ – Rufen sah man ein paar mehr oder minder verstörte Vertreter der Generation U18 die Halle verlassen. Selber schuld!
Als Lemmy und die Seinen mit Akustikklampfen wieder die Halle betraten, wussten wir, dass nun das Stündchen des legendären „Whorehouse Blues“ geschlagen hatte. Musikalisch das komplette Kontrastprogramm zum Mainset, textlich… naja, nennen wir es mal „konsequent“! Eine um Längen bessere Version als damals in Erfurt (und die war schon Klasse), garniert mit ein paar spontanen Textmodifikationen von Lemmy, welche die ganze Sache noch ne Spur dreckiger machten als die Studioversion. Weltklasse!
Danach packte man, schontraditionell, DAS Motörhead-Lied schlechthin aus. „Ace of Spades“ merkte man zwar deutlich an, dass die Jungs schon eine gewisse Routine haben den runterzuspulten, aber lustlos wirkte man dennoch nicht. Die Halle ging noch mal ordentlich mit und durfte sich dann zu „Overkill“ noch mal ausgiebig von Lemmy und Co verabschieden, bevor aufkeimendes Motorengedröhn uns aus der Halle begleitete. Noch schnell den letzten Becherpfand vor Konzi-Ende gen Bühne befördert und sich kurz darauf vor der Halle wiedergefunden.
Noch vollkommen weggetreten machten wir uns dann auf den Heimweg. Klar, Vergleiche zu Erfurt kamen auf, aber unterm Strich ein weiteres, grandiosen Konzerterlebnis und obendrein noch ein würdiger Abschluß für das Konzertjahr 2009. Generell lässt sich aber folgender Rat unters Volk bringen: Wenn ihr die Wahl habt zwischen einer recht modernen Multifunktionshalle und einer abgewrackten, ranzigen „Turnhalle“ (wie 2007) um ein Motörhead-Konzert zu besuchen: Leute, entscheidet euch für die Atmosphäre und nehmt den runtergekommenen Parkettschuppen! ;-) Das passt einfach! Und wenn ihr darüber hinaus noch das Glück habt, zur Location laufen zu können… Prost! ;-)
Setlist:
Iron Fist
Stay Clean
Be My Baby
Rock Out
Metropolis
Over The Top
One Night Stand
I Got Mine
Guitarsolo
The Thousand Names of God
Cradle to the Grave
In The Name Of Tragedy (Drumsolo)
Just ‘Cos You Got the Power
Shoot ‘em Down (TWISTED SISTER cover)
Going to Brazil
Killed By Death
Bomber
ENCORE
Whorehouse Blues
Ace of Spades
Overkill
Es gibt viel zu wenige Gelegenheiten, einer Legende Aug`in Aug`gegenüber zu treten, gerade hier im malerischen „Sunshine State of Chemnitz“. Aber wenn sich denn dan mal eine solche ergibt und der „Godfather of Schnapstrinken“ mit seiner brachialen Seniorenrunde im Dezember an die Arena-Tür klopft… HELL YEAH, dann ist der Onkel schon im Mai am Kartenschalter! Irgendwie kafkaesk, dass der Vertrieb der Tickets ausgerechnet von der „Freien Presse“ übernommen wurde. Zur Erinnerung: Jenes Medium der gezielt niveaufernen Desinformation fungiert im Normalfall als so was ähnliches wie das Zentralorgan der Generation Rheumadecke. Eine wortgewordene Egoschaukel für all jene, die sich öffentlich zum „Großen Überraschungsfest der Volksmusik“ bekennen und den Herrn Silbereisen auch noch ihre Vorkriegsschlüpfer auf die Bühne schleudern… oder zumindest so weit entgegen schubbsen, wie`s das Rheuma eben zulässt. Und jetzt vermarktet deren Lieblingsblatt ein Motörhead – Konzert. Das ist ungefähr so, als ob die Brigitte ein Negerkuss-Wettessen organisiert! ;-)

Wie gesagt, die Karten waren im Wonnemonat geordert, der ungeduldig nachfragenden Schwester zum Ehrentage feierlich überreicht und dann ließen wir sie in der elterlichen Obhut reifen. Man freute sich tierisch, als „Thin Lizzy“ als Support angekündigt wurden und man ärgerte sich ungleich mehr, als diese dann durch „Der W“ ersetzt wurden. Dieser musikalisch vollkommen überflüssige Ex-Onkel mit seinem ohnehin zweifelhaften Ruf sollten ihn in meinen Ohren an diesem Abend weiter ruinieren („und denkst du „schlechter geht`s nicht mehr“ kommt irgendwo ein Weidner her“). Gruselige Vorstellung die der Typ da ablieferte. So, nun, da alle Onkelz-Fans erfolgreich vergrault sein dürften (wenn nicht: Meine Pinwand steht euch offen… der Delete-Schalter sit aber schon poliert), wollen wir zur Tat schreiten!
Am letzten Sonnabend, dem 12.12.2009, fanden sich meine Schwester und ich in meiner bescheidenen Bude ein. Zunächst wurde sich via Guitar Hero warmgerockt. Man muß ja auch in Stimmung kommen. Schließlich brachen wir auf gen Arena. Das Ganze lässt sich bequem in 15 Minuten Fußmarsch bewältigen. So erreichten wir die Arena, wo sich das schwarze, nietenbewärte und teilweise arg angegraute Rockervolkl bereits vor dem Eingang staute. Ein knappes halbes Stündchen in der überraschend angenehm organisierten Schlange und schwupp: Wir waren drin! Wobei die ganze Warterei schon auch was hatte. Vor uns eine Clique besoffener Post-Punks, hinter uns der Herr Anlageberater in den sehr sehr späten 40ern mit der alljährlich herausgekramten Jeans-Jacke. Um uns herum Leute, die man getrost irgendwo dazwischen ansiedeln kann. Jedenfalls betraten wir die Arena und erledigten pflichtbewusst die heilige Dreifaltigkeit des Konzertbesuchs: Merch-Stand, Bierstand, Toilettensituation checken. Ergebnis: Mechandise in Ordnung, Toiletten umfangreich vorhanden (nach der 60 Meter Schlange in Erfurt ein durchaus wichtiger Fakt) und Bierversorgung logistisch brilliant gelöst! Alleine direkt in der Halle 3 Bars, eine auf dem Rückweg von den Toiletten und draußen im Vorraum noch mal zwei. Verdursten konnte man also schon mal nicht! Wäre ja auch absurd, auf einem Motörhead-Konzi! ;-)
Jedenfalls schniekten wir dann, nebst Getränk und Tourshirt, in besagte Halle und stellten uns mitten in die Altrockerfraktion. Dort ließen wir auch „der W“ über uns ergehen. Das Waterloo des Jahres, was die Vorbands dieses Jahres angeht. Uninteressant, anders kann ichs nicht beschreiben. Auch die Dudes um uns herum hielten sich mit gleichgültigen Minen an ihren Bierbechern fest, die, die der Heini interessierte, waren Gott sei Dank weiter vorne. Mehr will ich dazu jetzt nicht sagen,das Beste am „W“ war jedenfalls die Umbaupause als er fertig war. Danach gings dann erstmal die Becher füllen um pünktlich zu Lemmy`s legendärer Ansprache „We are Motörhead! We play Rock and Roll!“ wieder den Platz neben meiner Schwester einzunehmen. YEAH, „Iron Fist“ als Opener, herrlich! Und vor allem: Vorne auf der Bühne das lebende Fossil, der Rock-Dino mit dem toxischen Blut… der Beglücker unzähliger Groupies und personifizierte Drogenbeauftragte der Rockwelt: Lemmy mit seinem Piratenhut! Wie ein Fels stand er wieder vor seinem Mikro, welches wieder gekonnt von unten angegrunzt wurde. Die Beine schulterbreit auseinander, den Monsterbass im Anschlag und das Hemd bis zum Nabel aufgeknöpft. An Bord wieder Nikotin und sein bevorzugtes „Elektrolytgetränk“ namens „Jack Daniels“. Mit 63! Was er mit seinen Mannen dann vom ersten Ton weg gleich wieder entfesselte, war die wohlbekannte „Wand aus Lärm“, die unbarmherzig durch die Halle fegte. Das anschließende „Stay Clean“ steigerte dann noch mal die Dezibelzahl, damit diese dann bei „Be My Baby“ ihr Wohlfühlniveau erreichen konnte. Bereits bei den ersten drei Songs ging vor der Bühne der gewohnte Wahnsinn ab, während wir, in unserer eher chilligen Position im hinteren Hallendrittel (wollten ja das Bier nicht verschweppern ;-)) umringt waren von Altrockern und Hells-Angels-Typen (phänotypisch zumindest), die zufrieden den Schädel kreisen ließen und deren Wohlstandswampe sich offensiv gegen die Snaggletooth-Shirts presste. Schicke Athmosphäre!
Mitten in diese hinein meißelte man dann „Rock Out“ mit seinem Killer-Refrain. Die Halle kochte, und der Onkel eilte anschließend wieder zum Bierstand um das folgende „Metropolis“ nicht zu verpassen. Während dieses Songs brachte es die ersten wieder aus dem Moshpit angedreht. Ein ganzes Konzert da vorne durchzustehen,… das wird ohnehin schwer, zumal die Getränkeversorgung im hinteren Hallenbereich organisiert war. So eilten die verschwitzten, halbnackten Gestalten nach einer Erfrischung dann auch wieder mit gefühlten 34 Bierbechern in der Hand wieder nach vorne. „One Night Stand“ und „I Got Mine“ semmelten dann wieder die nächsten Pogo-Leichen aus der Menge in den Relax-Bereich: Wunden Lecken und zurück! Mit „The Thousand Names of God“ folgte dann ein weiteres Highlight. Sehr druckvolle Version (stilecht nach einem ausgedehnten Gitarrensolo plaziert), die auch noch dem Letzten die Emo der sich in die Arene verirrt hatte (glaubt, mir, ich habe es gesehen…. Das GRAUUUUUUEN) den Kajalstrich bis hinter die Ohren zog! Kulturschock nennt man das dann wohl… nix mit ausgekostetem Weltschmerz, statt dessen wird von „Cradle to the Grave“ direkt in ein wahnsinnig hingerotzes „In the Name of Tradgedy“ übergehämmert. Lemmy brüllte inzwischen die Lyrics in sein Mikro und nahm sich beim nun folgenden Drum-Solo der Urgewalt mit den 2 Knüppeln eine verdiente Auszeit und marinierte die Stimmbänder mit Bourbon. Gleichzeitig stellte das auch die erste „Verschnaufpause“ dar, sofern man überhaupt davon reden kann. Meinerseits wurde wieder der Wasserbecher ordnungsgemäß nachgefüllt und zu „Just `cos You Gott he Power“ und „Shoot em Down“ anständig das Haupt geschüttelt.
Das Gute bei vorhersehbaren Setlsits á la Motörhead ist ja, dass man die Bierholpausen ein wenig timen kann… so stand ich dann auch pünktlich zur apokalyptisch beschleunigten „GOING TO BRAZIL“ – Versilon, auf die ich mich schon seit Wochen freute, in Top-Form wieder in der Menge. Und Motöthead enttäuschten nicht. ;-) Leider neigte sich das Mainset schon wieder dem Ende zu, aber „Killed by Death“ und der meiner Meinung nach perfekte Setcloser „Bomber“ beförderten uns dann in eine nicht mal 10 minütige Verschnaufpause. Zwischen den ganzen „Zu-ga-be, Zu-ga-be“ und „Mo-tör-hear, Mo-tör-head!“ – Rufen sah man ein paar mehr oder minder verstörte Vertreter der Generation U18 die Halle verlassen. Selber schuld!
Als Lemmy und die Seinen mit Akustikklampfen wieder die Halle betraten, wussten wir, dass nun das Stündchen des legendären „Whorehouse Blues“ geschlagen hatte. Musikalisch das komplette Kontrastprogramm zum Mainset, textlich… naja, nennen wir es mal „konsequent“! Eine um Längen bessere Version als damals in Erfurt (und die war schon Klasse), garniert mit ein paar spontanen Textmodifikationen von Lemmy, welche die ganze Sache noch ne Spur dreckiger machten als die Studioversion. Weltklasse!
Danach packte man, schontraditionell, DAS Motörhead-Lied schlechthin aus. „Ace of Spades“ merkte man zwar deutlich an, dass die Jungs schon eine gewisse Routine haben den runterzuspulten, aber lustlos wirkte man dennoch nicht. Die Halle ging noch mal ordentlich mit und durfte sich dann zu „Overkill“ noch mal ausgiebig von Lemmy und Co verabschieden, bevor aufkeimendes Motorengedröhn uns aus der Halle begleitete. Noch schnell den letzten Becherpfand vor Konzi-Ende gen Bühne befördert und sich kurz darauf vor der Halle wiedergefunden.
Noch vollkommen weggetreten machten wir uns dann auf den Heimweg. Klar, Vergleiche zu Erfurt kamen auf, aber unterm Strich ein weiteres, grandiosen Konzerterlebnis und obendrein noch ein würdiger Abschluß für das Konzertjahr 2009. Generell lässt sich aber folgender Rat unters Volk bringen: Wenn ihr die Wahl habt zwischen einer recht modernen Multifunktionshalle und einer abgewrackten, ranzigen „Turnhalle“ (wie 2007) um ein Motörhead-Konzert zu besuchen: Leute, entscheidet euch für die Atmosphäre und nehmt den runtergekommenen Parkettschuppen! ;-) Das passt einfach! Und wenn ihr darüber hinaus noch das Glück habt, zur Location laufen zu können… Prost! ;-)
Setlist:
Iron Fist
Stay Clean
Be My Baby
Rock Out
Metropolis
Over The Top
One Night Stand
I Got Mine
Guitarsolo
The Thousand Names of God
Cradle to the Grave
In The Name Of Tragedy (Drumsolo)
Just ‘Cos You Got the Power
Shoot ‘em Down (TWISTED SISTER cover)
Going to Brazil
Killed By Death
Bomber
ENCORE
Whorehouse Blues
Ace of Spades
Overkill
Samstag, 26.12.2009
DON`T LOOK BACK IN ANGER
(OASIS)
Huiii, da ist schon wieder 2. Weihnachtsfeiertag und das Einzige, was man die vergangenen 72 Stunden auf die Reihe gekriegt hat besteht:
1. im Verdrücken von Unmengen möglichst fetttriefender, aber dennoch schmackhafter, Nahrung;
2. Im erfolgreichen Blitzkrieg gegen die mütterlichen Schnapsreserven (direkte Folge von 1.)
Und 3. Im Verschlafen ganzer Tagesabschnitte auf einem beliebigen Sofa (direkte Folge von 1. Sowie 2.)
Aber was will amn an Weihnachten auch anderes tun? Da trifft sich die Familie ein Mal im Jahr über mehr als 2 Tage komplett und dazu noch stressfrei (naja, weitgehend). Das muß ja im kalorinösen Delirium enden. Außerdem neigt sich, ganz nebenbei, auch wieder einmal ein Jahr dem Ende zu. Nein, nicht nur ein Jahr. Diesmal ist es gar ein Jahrzehnt. Meine Fresse, wie schnell das wieder vorbei wahr. Eben noch sehe ich mich vor 10 Jahren die Weihnachtsnachtschicht im Altenheim schieben... und nun bin ich, nur ein Studium später, hier an diesem PC. Gnadenlos überfressen, aber irgendwie glücklich; selbst wenn ich irgendwie kein Fleisch mehr sehen kann! (Ja, haltet`s mir nur vor wenn ihr wollt ;-) ). Aber ein Jahrzehnt zu begutachten, das wird dann wohl etwas zu umfangreich. Was bleibt also von 2009?!?
Januar
Während der Russe im Januar dem Ukrainer (und damit (un-)willkürlich auch uns) das Gas abdrehte, legalisierte man in Norwegen die gleichgeschlechtliche Ehe (kalt UND einsam ist halt auch irgendwie Scheiße!) Des Weiteren wurde der global als Heilsbringer gefeierte Obama vereidigt. Die nächsten Monate sollte er, neben Euphorie, auch Skepsis schüren. Zu dumm auch, dass nicht mal der Friedensnobelpreis übertünchen kann, wenn man grade zwei Kriege (öhm nee “kriegsähnliche Zustände” meine ich... aber dazu später) am Hals hat. Aber der Barack wirds schon schaukeln; wenn nicht, dann sieht er beim Versagen wenigstens nicht so dusselig aus wie sein Vorgänger. Persönlich? Naja, mal abgesehen von meiner neuen Russenmütze... erstmal nichts Spektakuläres. Auch konzerttechnisch sollten die Highlights ja erst noch kommen.
Februar
Kalr wars, was nicht weiter überrascht. Eher schon, dass Bänker mittlerweile einen schlechteren ruf haben als IKEA-Regale. Im Gegensatz zu IKEA-Regalen aber nicht auf den Niedlichkeitsfaktor bauen können. Nachdem die “HRE” staatlich aus der Scheiße gezerrt und mit öffentlichen Geldern vollgepumpt wurde, dass den Bossen Hören und Sehen verging, wurde man beim Rest des “Finanzmarktstabilisierungsgesetztes” wieder ganz Ohr. “Verstaatlichung von Banken” (im Extremfall)... das durfte doch nicht wahr sein. Dass die “öffentliche Hand” die Herren schon mit dem fünffachen Zeitwert ihrer abgewirtschafteten Zertifikatsklitsche bezuschußt hatte, das fiel wieder keinem der Herren ein. Bloß gut, dass bis auf Guidos Deregulierungsheinis keiner drauf ansprang.
Persönlich? Naja, erstes Konzerthighlight. Mit meiner Mutter (ihr Weihnachtsgeschenk) erst zum Sushi-Mann und dann gediegen zu Rainald Grebe und seiner Kapelle der Versöhnung in die Stadthalle. Großes Unterhaltungstennis fernab jeglicher Ernsthaftigkeit, mal abgesehen von jenen bitterbösen Bezügen zur Realität. Schön wars. :-)
März
Immernoch Finanzkrise und außer den Präsidentschaftswahlen in El Salvador war irgendwie auch nix los! Laaaaaaaaaaang-weilig!
April
Der Frühling kündigte sich an, Zeit um wieder einen zünftigen Camping-Ausflug mit dem ganzen Dorf zu unternehmen! Zumindest riet der Silvio B. Dies seinen Untertanen aus L’Aquila nachdem deren Kaff von einem Erdbeben verwüstet wurde. Bei so viel Dreisigkeit fiel manchen doch glatt der Dom aus dem Gesicht! Ansonsten wurde in der Republik fleißig weiter abgewrackt was das Zeug hielt. So mancher Youngtimer mit fünfstelligem Zeitwert wurde über den automobilen Jordan geschickt nur um Vater Staat zweieinhalb tausend Tacken aus dem Kreuz zu leiern und statt mit dem ollen Bentley standesgemäß mit dem Corsa repräsentieren zu können. Musik? Jo! War wieder was angesagt, nämlich die finnischen Lebersiebe von Eläkälaiset im Karlsruher Substage. Schöne Location, dazu ein paar Bierchen und sich den ganzen Wahnsinn mal angeschaut. Außerdem das Substage gleich mal auf die Liste der “coolen Locations für dreckige Rockkonzerte” gesetzt (zu Schade, dass ich im Mai nicht zu Monster Magnet an diesen Ort zurückkehren konnte... der Wyndorf hat bestimmt seinen Spaß gehabt da drin).
Mai
Alles neu macht der Mai. -> Abwrackprämie weiterhin aktuell. Außerdem darf der Bundeshorst fünf weitere Jahren am Rande des Populismus mit seiner Pseudoeloquenz rumexperimentieren. (Gut, man hatte unterm Strich auch nur die Wahl zwischen Not un Elend wenn ihr mich fragt). Viel Wichtiger, besonders für mich, ist der 150. Geburtstag von Sir Arthur Conan Doyle. Sherlock Holmes ROCKT! Danke Arthur!
Während meine Schwester und ich am 7.Mai in die Leipziger Arena stürzen und uns mit “METALLI*fuckin`*CA” den ersten musikalischen Herzenswunsch 2009 erfüllen (schlanke 90 Tacken haben wir pro Karte hingelegt... und DAS WAR JEDEN CENT WERT!!!!!!!!), kündigt sich für Dezember Motörhead in Chemnitz an -> so früh habe ich wohl noch nie Karten gekauft!
In Dettmold tobt derweil vom 11. - 23. Mai die Weltmeisterschaft im Sportkegeln!
Juni
Europawahl! Gemessen an dem ganzen Bohei ringsherum hat man eigentlich nicht unbedingt den Eindruck, dass sich auch nur ansatzweise etwas geändert hat. Wer bei den Sitzungsterminen abwesend ist, scheint also auch egal zu sein.
Außerdem geht der King of Pop von uns. Als viele, mich eingeschlossen, behauptet haben, dass er die angekündigten Comeback-Konzerte sowieso nicht durchsteht, hatten wir zwar Recht, es aber bestimmt nicht so gemeint wie es dann eintrat. Tragisch, ohne Zweifel. Der Tod einer medial gebeutelten Kunstfigur, an der rein optisch im Jahre 2009 nichts, aber auch gar nichts mehr an den genialen Musiker erinnerte, der uns in den 80ern “Thriller” oder “Bad” schenkte. Oder “Dangerous” Anfang der 90er... mein erstes selbst zusammengespartes Doppelvinyl... hach, ein Hammeralbum. Genau genommen sogar das letzte Große von ihm. Auch wenn Jackson der Wirklichkeit am Ende derart entrückt war, wie er es nunmal war, unterm Strich ist ein ganz Großer von uns gegangen. R.I.P. Michael!
Einen eher seltsamen Tod fügte sich David Caradine zu, seines Zeichens Mr “Kung-Fu” und Bill persönlich. Ein Held des B-Movies starb bei autoerotischen Spielen im Kleiderschrank... mit Strick um den Hals in einem Hotel in Bangkok. Ohne es böse oder zynisch zu meinen: Irgendwie ein passender Abgang. Auch du: R.I.P. David Carradine!
Ansonsten? *Licht aus mach* Nick Cave an The Bad Seeds in einer der schönsten Locations Live gesehen. In der Jungen Garde Dresden. Kleines, aber sehr feines Konzert, Cave in Hochform und die Version von “Stagger Lee” wird für immer hängen bleiben! Bis auf das Tageslicht passte an diesem 21.06.2009 einfach alles!
Juli
Außer, dass wir 40 Jahre Mondlandung feierten, war eigentlich erstmal nicht viel los in der Welt. Finanzkrise und Abwrackprämie braucht man ja eh nicht großartig erwähnen. Aber sonst? Nee, irgendwie traf das Sommerloch dieses Jahr schon nen halben Monat früher ein. Auch so ein Zeichen von Krise, wenn ihr mich fragt.
Ansonsten gab es am 24.07. Mit Emiliana Torrini die Nr. 2. Meiner last.fm - Charts zum absoluten Schnäppchenpreis in der beschaulichen Kulturarena Jena. Gemeinsam mit Schwester und Freundin, dem GVH mit der seinen und dem nervtötenden Teenievolk durchte man einen recht unterhaltsamen Abend verleben. Jungle Drum wurde vond er Emiliana zwar ordnungsgemäß in den Sand gesetzt, aber der Rest des Konzerts entschädigte für so einiges. Denkwürdiger “meißel-mich-in-Stein-Augenblick”: Der Regenbogen links neben der Bühne bei Sunny Road... PERFEKT!!!!
August (!!!!)
Weltgeschehen? Scheiß` drauf! Pear Jam im Rotterdam und Berlin gesehen! Wishlist und Nothingman in Holland in bezaubernden Versionen gehört und in der Wuhlheide dann dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Eine Setlist zum Niederknien! Von “Nothing as it Seems” bis hin zum furiosen Finale mit “Sonic Reducer”, “Rockin In The Free World” und “Yellow Ledbetter” dazwischen solche Setlistträume wie “Bee girl” oder “Untitled/MFC”. “Alive” in der ultimativen Kilelrversion und ein “Betterman” zum Dahinschmelzen. Nee, besser gings nicht in diesem August! Jahresurlaub DELUXE! :-D
Ansonsten: Finanzkrise!
September
Der Onkel wird 29 und gönnt sich erstmal ne Konzertpause! Ansonsten lernen wir, dass in Afghanistan keineswegs Krieg geführt wird... sondern nur “kriegsähnliche Zustände” herrschen. Warum? Weil irgend ein Oberst präventiv mal zwei Tanklaster bombardieren ließ. Im Krieg zu verkraften, unter “kriegsähnlichen Zuständen” eine Affront! Ich wäre ja mal dankbar, wenn man die Differenz mal definieren könnte. Für mich persönlich macht das nämlich keinen allzu großen Unterschied. Wiedermal hat mMn keiner den Arsch in der Hose das Kind beim Namen zu nennen. Im Nachhinein betrachtet kann sowas noch drei bis vier Monate später für manche ein böses Erwachen nach sich ziehen.
Ansonsten: Keine Konzerte (mal ein Monat Pause). Ach ja: Patrick Swayze stirbt nach langer Krankheit - und die Generation “Dirty Dancing” weint.
Oktober
Der Herminator erklärt seinen Rücktritt... “Quelle” irgendwie auch! Wir alle, oder zumindest die Chinsen, feiern 60 Jahre China. Gut, geschichtlich ein etwas zweifelhaftes Weltbild, aber 60 Jahre Volksrepublik dürfens dann schon sein.
Ansonsten verleire ich mein Handy am Tag meines Besuches beim “Mr. Moustache” persönlich und erhalte es einen tag später gegen eine Flasche russischen Sekt und fünf Euro im Kino zurück. (Kafkaesk, was?!? Stimmt aber! ;-)). Außerdem konnte ich nach einem qualitativ hochwertigen Konzertabend die Eagles of Death Metal mit Frontmann-Derwisch Jesse Hughes auf meiner Konzertliste abhaken. Großartig diese Typen!
November
Ei, schon November! Neben dem großmopplig gefeierten Mauerfallsjubiläum (20 Jahre) sticht vor allem der Selbstmord Robert Enkes hervor. Traurig, neben Enkes Schicksal an sich, vor allem, dass 14 Tage später schon wieder Stadionausgänge besetzt und Busse beworfen werden, nur weils mal wieder nicht zum Sieg gelangt hat. Manche lernen es nie, dass das nur Fußball ist worum es hier geht!
Ansonsten? Klar, RAMMSTEIN in Leipzig. Großartige Show, geiles Konzert! Jeder Zeit gerne wieder! Schade nur, dass ich für Chemnitz keine Karte bekommen habe.
Dezember
Jo, in Echtzeit sind wir wieder hier wo alles im Januar begann. An dieser Tastatur, in diesem Zimmer! Der Schumi kommt zurück, toll, was?!? Mich läßt`s eher kalt, aber mal sehen was der alte Mann aus seinem Benz noch rauskitzeln kann. Ansonsten gings bei Motörhead in der Arena rund! Da ich den Bericht aber auf meinem Rechner zu Hause liegen habe (halb fertig), will ich hier nicht weiter vorgreifen. Weihnachten war schön, Syvester wirds hoffentlich auch. Hmm... das wars tatsächlich schon wieder, das Jahr!
2009 geht zu Ende und mit ihm die “Nuller-Jahre”, was meiner Meinung nach so ziemlich der dämlichste Neologismus der letzten Dekade ist! Für 2010 steht schon wieder so einiges an. Neben der Pearl Jam Tour im Juni / Juli auch auch eine Fußball WM nebst Winterolympiade. Na, warten wirs mal ab, was das Jahr bringen wird. Haltet alle die Ohren steif da draußen! :-)
Viele Grüße und einen guten Rutsch wünscht euch...
Der Onkel!
PS: Ein kleiner Nachschlag noch. Folgesde(s) wurde(n) 2009 geehrt:
-Der Braunbrustigel (Wildtier des Jahres)
-Der Fenchel (Arzneipflanze des Jahres)
-Der Gorilla... als nichts “des Jahres”, vielmehr war 2009 gleich “das Jahr des Gorillas”.
-Abwrackprämie (Wort des Jahres)
-Abwrackprämie (Unwort des Jahres... )
Huiii, da ist schon wieder 2. Weihnachtsfeiertag und das Einzige, was man die vergangenen 72 Stunden auf die Reihe gekriegt hat besteht:
1. im Verdrücken von Unmengen möglichst fetttriefender, aber dennoch schmackhafter, Nahrung;
2. Im erfolgreichen Blitzkrieg gegen die mütterlichen Schnapsreserven (direkte Folge von 1.)
Und 3. Im Verschlafen ganzer Tagesabschnitte auf einem beliebigen Sofa (direkte Folge von 1. Sowie 2.)
Aber was will amn an Weihnachten auch anderes tun? Da trifft sich die Familie ein Mal im Jahr über mehr als 2 Tage komplett und dazu noch stressfrei (naja, weitgehend). Das muß ja im kalorinösen Delirium enden. Außerdem neigt sich, ganz nebenbei, auch wieder einmal ein Jahr dem Ende zu. Nein, nicht nur ein Jahr. Diesmal ist es gar ein Jahrzehnt. Meine Fresse, wie schnell das wieder vorbei wahr. Eben noch sehe ich mich vor 10 Jahren die Weihnachtsnachtschicht im Altenheim schieben... und nun bin ich, nur ein Studium später, hier an diesem PC. Gnadenlos überfressen, aber irgendwie glücklich; selbst wenn ich irgendwie kein Fleisch mehr sehen kann! (Ja, haltet`s mir nur vor wenn ihr wollt ;-) ). Aber ein Jahrzehnt zu begutachten, das wird dann wohl etwas zu umfangreich. Was bleibt also von 2009?!?
Januar
Während der Russe im Januar dem Ukrainer (und damit (un-)willkürlich auch uns) das Gas abdrehte, legalisierte man in Norwegen die gleichgeschlechtliche Ehe (kalt UND einsam ist halt auch irgendwie Scheiße!) Des Weiteren wurde der global als Heilsbringer gefeierte Obama vereidigt. Die nächsten Monate sollte er, neben Euphorie, auch Skepsis schüren. Zu dumm auch, dass nicht mal der Friedensnobelpreis übertünchen kann, wenn man grade zwei Kriege (öhm nee “kriegsähnliche Zustände” meine ich... aber dazu später) am Hals hat. Aber der Barack wirds schon schaukeln; wenn nicht, dann sieht er beim Versagen wenigstens nicht so dusselig aus wie sein Vorgänger. Persönlich? Naja, mal abgesehen von meiner neuen Russenmütze... erstmal nichts Spektakuläres. Auch konzerttechnisch sollten die Highlights ja erst noch kommen.
Februar
Kalr wars, was nicht weiter überrascht. Eher schon, dass Bänker mittlerweile einen schlechteren ruf haben als IKEA-Regale. Im Gegensatz zu IKEA-Regalen aber nicht auf den Niedlichkeitsfaktor bauen können. Nachdem die “HRE” staatlich aus der Scheiße gezerrt und mit öffentlichen Geldern vollgepumpt wurde, dass den Bossen Hören und Sehen verging, wurde man beim Rest des “Finanzmarktstabilisierungsgesetztes” wieder ganz Ohr. “Verstaatlichung von Banken” (im Extremfall)... das durfte doch nicht wahr sein. Dass die “öffentliche Hand” die Herren schon mit dem fünffachen Zeitwert ihrer abgewirtschafteten Zertifikatsklitsche bezuschußt hatte, das fiel wieder keinem der Herren ein. Bloß gut, dass bis auf Guidos Deregulierungsheinis keiner drauf ansprang.
Persönlich? Naja, erstes Konzerthighlight. Mit meiner Mutter (ihr Weihnachtsgeschenk) erst zum Sushi-Mann und dann gediegen zu Rainald Grebe und seiner Kapelle der Versöhnung in die Stadthalle. Großes Unterhaltungstennis fernab jeglicher Ernsthaftigkeit, mal abgesehen von jenen bitterbösen Bezügen zur Realität. Schön wars. :-)
März
Immernoch Finanzkrise und außer den Präsidentschaftswahlen in El Salvador war irgendwie auch nix los! Laaaaaaaaaaang-weilig!
April
Der Frühling kündigte sich an, Zeit um wieder einen zünftigen Camping-Ausflug mit dem ganzen Dorf zu unternehmen! Zumindest riet der Silvio B. Dies seinen Untertanen aus L’Aquila nachdem deren Kaff von einem Erdbeben verwüstet wurde. Bei so viel Dreisigkeit fiel manchen doch glatt der Dom aus dem Gesicht! Ansonsten wurde in der Republik fleißig weiter abgewrackt was das Zeug hielt. So mancher Youngtimer mit fünfstelligem Zeitwert wurde über den automobilen Jordan geschickt nur um Vater Staat zweieinhalb tausend Tacken aus dem Kreuz zu leiern und statt mit dem ollen Bentley standesgemäß mit dem Corsa repräsentieren zu können. Musik? Jo! War wieder was angesagt, nämlich die finnischen Lebersiebe von Eläkälaiset im Karlsruher Substage. Schöne Location, dazu ein paar Bierchen und sich den ganzen Wahnsinn mal angeschaut. Außerdem das Substage gleich mal auf die Liste der “coolen Locations für dreckige Rockkonzerte” gesetzt (zu Schade, dass ich im Mai nicht zu Monster Magnet an diesen Ort zurückkehren konnte... der Wyndorf hat bestimmt seinen Spaß gehabt da drin).
Mai
Alles neu macht der Mai. -> Abwrackprämie weiterhin aktuell. Außerdem darf der Bundeshorst fünf weitere Jahren am Rande des Populismus mit seiner Pseudoeloquenz rumexperimentieren. (Gut, man hatte unterm Strich auch nur die Wahl zwischen Not un Elend wenn ihr mich fragt). Viel Wichtiger, besonders für mich, ist der 150. Geburtstag von Sir Arthur Conan Doyle. Sherlock Holmes ROCKT! Danke Arthur!
Während meine Schwester und ich am 7.Mai in die Leipziger Arena stürzen und uns mit “METALLI*fuckin`*CA” den ersten musikalischen Herzenswunsch 2009 erfüllen (schlanke 90 Tacken haben wir pro Karte hingelegt... und DAS WAR JEDEN CENT WERT!!!!!!!!), kündigt sich für Dezember Motörhead in Chemnitz an -> so früh habe ich wohl noch nie Karten gekauft!
In Dettmold tobt derweil vom 11. - 23. Mai die Weltmeisterschaft im Sportkegeln!
Juni
Europawahl! Gemessen an dem ganzen Bohei ringsherum hat man eigentlich nicht unbedingt den Eindruck, dass sich auch nur ansatzweise etwas geändert hat. Wer bei den Sitzungsterminen abwesend ist, scheint also auch egal zu sein.
Außerdem geht der King of Pop von uns. Als viele, mich eingeschlossen, behauptet haben, dass er die angekündigten Comeback-Konzerte sowieso nicht durchsteht, hatten wir zwar Recht, es aber bestimmt nicht so gemeint wie es dann eintrat. Tragisch, ohne Zweifel. Der Tod einer medial gebeutelten Kunstfigur, an der rein optisch im Jahre 2009 nichts, aber auch gar nichts mehr an den genialen Musiker erinnerte, der uns in den 80ern “Thriller” oder “Bad” schenkte. Oder “Dangerous” Anfang der 90er... mein erstes selbst zusammengespartes Doppelvinyl... hach, ein Hammeralbum. Genau genommen sogar das letzte Große von ihm. Auch wenn Jackson der Wirklichkeit am Ende derart entrückt war, wie er es nunmal war, unterm Strich ist ein ganz Großer von uns gegangen. R.I.P. Michael!
Einen eher seltsamen Tod fügte sich David Caradine zu, seines Zeichens Mr “Kung-Fu” und Bill persönlich. Ein Held des B-Movies starb bei autoerotischen Spielen im Kleiderschrank... mit Strick um den Hals in einem Hotel in Bangkok. Ohne es böse oder zynisch zu meinen: Irgendwie ein passender Abgang. Auch du: R.I.P. David Carradine!
Ansonsten? *Licht aus mach* Nick Cave an The Bad Seeds in einer der schönsten Locations Live gesehen. In der Jungen Garde Dresden. Kleines, aber sehr feines Konzert, Cave in Hochform und die Version von “Stagger Lee” wird für immer hängen bleiben! Bis auf das Tageslicht passte an diesem 21.06.2009 einfach alles!
Juli
Außer, dass wir 40 Jahre Mondlandung feierten, war eigentlich erstmal nicht viel los in der Welt. Finanzkrise und Abwrackprämie braucht man ja eh nicht großartig erwähnen. Aber sonst? Nee, irgendwie traf das Sommerloch dieses Jahr schon nen halben Monat früher ein. Auch so ein Zeichen von Krise, wenn ihr mich fragt.
Ansonsten gab es am 24.07. Mit Emiliana Torrini die Nr. 2. Meiner last.fm - Charts zum absoluten Schnäppchenpreis in der beschaulichen Kulturarena Jena. Gemeinsam mit Schwester und Freundin, dem GVH mit der seinen und dem nervtötenden Teenievolk durchte man einen recht unterhaltsamen Abend verleben. Jungle Drum wurde vond er Emiliana zwar ordnungsgemäß in den Sand gesetzt, aber der Rest des Konzerts entschädigte für so einiges. Denkwürdiger “meißel-mich-in-Stein-Augenblick”: Der Regenbogen links neben der Bühne bei Sunny Road... PERFEKT!!!!
August (!!!!)
Weltgeschehen? Scheiß` drauf! Pear Jam im Rotterdam und Berlin gesehen! Wishlist und Nothingman in Holland in bezaubernden Versionen gehört und in der Wuhlheide dann dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Eine Setlist zum Niederknien! Von “Nothing as it Seems” bis hin zum furiosen Finale mit “Sonic Reducer”, “Rockin In The Free World” und “Yellow Ledbetter” dazwischen solche Setlistträume wie “Bee girl” oder “Untitled/MFC”. “Alive” in der ultimativen Kilelrversion und ein “Betterman” zum Dahinschmelzen. Nee, besser gings nicht in diesem August! Jahresurlaub DELUXE! :-D
Ansonsten: Finanzkrise!
September
Der Onkel wird 29 und gönnt sich erstmal ne Konzertpause! Ansonsten lernen wir, dass in Afghanistan keineswegs Krieg geführt wird... sondern nur “kriegsähnliche Zustände” herrschen. Warum? Weil irgend ein Oberst präventiv mal zwei Tanklaster bombardieren ließ. Im Krieg zu verkraften, unter “kriegsähnlichen Zuständen” eine Affront! Ich wäre ja mal dankbar, wenn man die Differenz mal definieren könnte. Für mich persönlich macht das nämlich keinen allzu großen Unterschied. Wiedermal hat mMn keiner den Arsch in der Hose das Kind beim Namen zu nennen. Im Nachhinein betrachtet kann sowas noch drei bis vier Monate später für manche ein böses Erwachen nach sich ziehen.
Ansonsten: Keine Konzerte (mal ein Monat Pause). Ach ja: Patrick Swayze stirbt nach langer Krankheit - und die Generation “Dirty Dancing” weint.
Oktober
Der Herminator erklärt seinen Rücktritt... “Quelle” irgendwie auch! Wir alle, oder zumindest die Chinsen, feiern 60 Jahre China. Gut, geschichtlich ein etwas zweifelhaftes Weltbild, aber 60 Jahre Volksrepublik dürfens dann schon sein.
Ansonsten verleire ich mein Handy am Tag meines Besuches beim “Mr. Moustache” persönlich und erhalte es einen tag später gegen eine Flasche russischen Sekt und fünf Euro im Kino zurück. (Kafkaesk, was?!? Stimmt aber! ;-)). Außerdem konnte ich nach einem qualitativ hochwertigen Konzertabend die Eagles of Death Metal mit Frontmann-Derwisch Jesse Hughes auf meiner Konzertliste abhaken. Großartig diese Typen!
November
Ei, schon November! Neben dem großmopplig gefeierten Mauerfallsjubiläum (20 Jahre) sticht vor allem der Selbstmord Robert Enkes hervor. Traurig, neben Enkes Schicksal an sich, vor allem, dass 14 Tage später schon wieder Stadionausgänge besetzt und Busse beworfen werden, nur weils mal wieder nicht zum Sieg gelangt hat. Manche lernen es nie, dass das nur Fußball ist worum es hier geht!
Ansonsten? Klar, RAMMSTEIN in Leipzig. Großartige Show, geiles Konzert! Jeder Zeit gerne wieder! Schade nur, dass ich für Chemnitz keine Karte bekommen habe.
Dezember
Jo, in Echtzeit sind wir wieder hier wo alles im Januar begann. An dieser Tastatur, in diesem Zimmer! Der Schumi kommt zurück, toll, was?!? Mich läßt`s eher kalt, aber mal sehen was der alte Mann aus seinem Benz noch rauskitzeln kann. Ansonsten gings bei Motörhead in der Arena rund! Da ich den Bericht aber auf meinem Rechner zu Hause liegen habe (halb fertig), will ich hier nicht weiter vorgreifen. Weihnachten war schön, Syvester wirds hoffentlich auch. Hmm... das wars tatsächlich schon wieder, das Jahr!
2009 geht zu Ende und mit ihm die “Nuller-Jahre”, was meiner Meinung nach so ziemlich der dämlichste Neologismus der letzten Dekade ist! Für 2010 steht schon wieder so einiges an. Neben der Pearl Jam Tour im Juni / Juli auch auch eine Fußball WM nebst Winterolympiade. Na, warten wirs mal ab, was das Jahr bringen wird. Haltet alle die Ohren steif da draußen! :-)
Viele Grüße und einen guten Rutsch wünscht euch...
Der Onkel!
PS: Ein kleiner Nachschlag noch. Folgesde(s) wurde(n) 2009 geehrt:
-Der Braunbrustigel (Wildtier des Jahres)
-Der Fenchel (Arzneipflanze des Jahres)
-Der Gorilla... als nichts “des Jahres”, vielmehr war 2009 gleich “das Jahr des Gorillas”.
-Abwrackprämie (Wort des Jahres)
-Abwrackprämie (Unwort des Jahres... )
Samstag, 19.12.2009
EIN LIED ÜBER ZENSUR -> Rammstein am 24.11.2009 in der Arena Leipzig
(Die Ärzte)
Zugegeben, ich war säumig in den letzten drei Wochen! Unentschuldbar ist sowas, gerade wenns um Konzertberichte geht. Da wir aber nicht auch den letzten Metern des Konzertjahres noch den guten Ruf ruinieren wollen, werden meine Tastatur und ich die Lücke jetzt gemeinsam zu schließen wissen. Los gehts mit dem 24.11.2009, an dem es uns in die unendlichen Weiten des Sachsenlandes hinaus verschlug. Ziel war mit der Arena in Leipzig eine gute, alte Bekannte. Tolle Halle, bislang eigentlich immer eine annehmbare Orga und die Konzerte waren obendrein auch immer ne feine Sache. Aus diesem Jahr kann ich da nur an Metallica im Mai erinnern... Hell Yeah! Jedenfalls gings per PKW aus Chemnitz heraus in die suburbane Wildnis, welche so zwischen Heimatstadt und Leipzig liegt. Da ich nicht fahren mußte, konnte schon im Auto das obligate Konzertbier eröffnet werden. An der Halle selbst angekommen waren wir zunächst etwas überrascht... Riesenschlange am Eingang! Nachdem wir uns zunächst brav eingereiht hatten und uns geflissentlich über so einen Heini amüsierten, der versuchte Dosenbier ans wartende Volk zu bringen, entschieden wir uns dann doch zum Vordrängeln. Also die Schlange ca 100 Meter nach vorn geeilt und uns dreist (ich gebs ja zu) direkt am Einlassgitter eingereiht. Neben dem Effekt der Zeitersparnis von mindestens 3 Minuten hatten wir auch das Glück, relativ unbedrängt an Merch- und Bierstand zu gelangen. Dann erstmal in gewohnter Weise die Arena abgeschritten und sich an der überaus angenehmen gastronomischen Situation erfreut. Kurz vor Beginn nahmen wir dann unsere Plätze ein. Ich glaube, bei Rammstein-Konzerten muß man sich nicht wirklich für Sitzplätze entschuldigen, man kann vom Glück reden, wenn man überhaupt ne Karte bekommt. Also ab in die Plasteschale und die Vorband ertragen. Ertragen ist übrigens durchaus das richtige Stichwort... boah, waren die gruselig! “Combichrist” nannte sich dieses Konglomerat von hyperaktiven LSD - Gruftis, vom Klang her konnte man es bestenfalls als Hardcore-Techno mit Mandelentzündung beschreiben. Nee, das war nicht mein Fall. Außerdem ging mit der linke Trommler auf den Keks, der hatte den ganzen Auftritt über nix weiter zu tun, als auf seine Drums einzutreten, bis diese vom Drumkit fielen... dann kam ein hilfsbereiter Roadie und dübelte die Dinger während des Songs wieder an... dann latschte dieser Honk die nächste runter... und so weiter. Jedenfalls waren wir dann froh, also diese Truppe ihre Turntabels wieder einpackte und man sich getrost auf Rammstein vorbereiten konnte. Nach dem nächsten Bierchen, welche im Übrigen in schnieken Sammelbechern mit Motiv ausgegeben wurden, erlosch dann auch unter Jubelschreien endlich das Licht!!! Was nun folgt, wird (den Künstlern zu Ehren) im typischen Rammstein-Ductus geschildert:
Mitten in die Finsterrrnis der Halle platzten plötzlich ein anschwellendes Drrröhnen und Hacken, was darrrin gipfelte, dass sich auf beiden Seiten der Bühne, in geschätzten 4 - 5 Meterrrn Höhe, die Gitarrrrristen mittels einer Axt durch eine stilisierte Wand arrrbeiteten. Am Ende standen die Beiden dann im gleißenden Licht und zwischen ihnen bahnte sich Meisterrr Lindeman mittels eines Schneidbrrrenners seinen Weg durch eine (ebenso imaginärrre) Stahlplatte. Qualm und grrrelles Gegenlicht ließen bestenfalls den seltsamen rrroten Federrrschmuck an seinem Hals errrkennen. Als dann die Musik einsetzte und sich mit “Rammlied” ein schon fast operrrnhaft - epochaler Konzerrrteinstieg ankündigte, rrriss`Lindemann den Mund auf und... leuchtete! Hammerrr, da hat wohl jemand mit LED`s gespielt! ;-) Jedenfalls ein netterrr Einstieg. Da machte es auch kaum einen Unterrrschied, dass die Setlist der Tour kaum varrriiert und der Ablauf somit songtechnisch nicht gerrrade vor Überraschungsmomenten strrrotzt, die Show und das Ganze Drrrumherrrum entschädigen allemal dafür. Jedenfalls wurde dann, als man sich so richtig eingerrrockt hatte und das gerollte “Rrrrrr” dem Till flüssig von den Lippen ging, errrstmal orrrdnungsgemäß nachgelegt. Mit “B*******” und vor allem “Waidmans Heil” (mMn der Beste Song der neuen Platte) brrrachte man die Arena errrstmal zum kochen. Die eine oder anderrre rrrecht grrroßzügig eingesetzte Pyrrrotechnik-Einlage gab dem Ganzen dann noch die gewisse Würrrze. Berrreits zu diesem Zeitpunkt hatten die Jungs die Halle für sich gewonnen. (Wenngleich das Innenrrraumpublikum ab Mitte der Halle seltsam bewegungsarm agierrrte wenn ihr mich frrragt.) Laut warrren wirrr hingegen auf jeden Fall. Als dann mit “Keine Lust” und “Weißes Fleisch” auch noch zwei Stücke hinterherrr gehämmerrrt wurrrden, die getrrrost als Klassikerrr bezeichnet werrrden können, hatte man auch die Nostalgikerfrrraktion am Schlafittchen gepackt. Schöner Rrrefrrrain- Dialog bei “Keine Lust” übrrrigens. Bei “Weißes Fleisch” wurrrden dann die Pyrrros schon mal warrrmgeglüht. Ihr Einsatz sollte dann im folgenden “Feuer Frei” naturrrgemäß verstärrrkt geforrrdert sein. Es ist schon beeindrrruckend, was diese Kerrrle da mittels Pyrrrotechnik, Krrreativität und nerrr Menge grrrenzwerrrtigem Humor so für eine Show auf die Bühne zauberrrn. Alleine dafür lohnte sich der Besuch schon. Vom Knallerrr bis zum Flammenwerrrferrr kam nahezu alles zum Einsatz, was krrracht, blitzt, brrrennt oder stinkt... am Besten natürrrlich alles gleichzeitig. Außerdem wandelte sich die Bühnendeko währrrend des Konzerrrts forrrtlaufend, Beleuchtung noch geschickt eingesetzt und das viel zitierrrte “große Tennis” war umgesetzt.
Nach diesem rrrecht enerrrgiegeladenen Anfangsblock gings dann als nächstes zu den etwas leiserrren Tönen über. Mit “Wiener Blut” stieg man dann in, sagen wir mal “das krrränkste, nicht zensierrrte Stück der LIFAD” ein. Eine RRRICHTIG FINSTERRRE Liveverrrsion obendrrrein. Was der Lindemann alleine mit seiner Stimme an Atmosphärrre schafft, ist nahezu unglaublich. Ausgetobt hatten sich die Herrrrren dann wieder an der Deko: die über die gesamte Bühne verteilten Puppen, die an Strrricken von der Decke hingen, ließ man gegen Ende des Liedes nacheinanderrr explodierrren... . Grrrenzwertig? Vielleicht, aber alles Andere wäre auch eine Überrrrraschung gewesen. Danach wurrrde es mal so rrrichtig “schön”, mit “Frühling in Paris” gabs ein tolles Ballädchen. Hier würrrde ich, in Kombination mit “Wiener Blut”, den Begriff “Highlight” des Konzerrrts setzen.
Beim anschließend folgenden “Ich tu Dir weh” moderrrierte Till mal kurz die berrreits angedeutete Zensurrr(sula) an, welche es Rammstein leider auch verrrbietet, dieses Lied auf deutschem Boden zum Besten zu geben. Also gabs das Ganze mit Kuscheltierrr-Text. Die krrritischen Passagen wurden dann vom verkommenen, zivil ungehorrrsamen Publikum übernommen. Macht man doch nicht *fg*. Beim anschließenden “Liebe ist für alle da” konnte man sich mal zurrrück lehnen und durrrchatmen. Was auch dringend nötig war, sollte doch anschließend doch “Benzin” durch die Arena hämmern. YES! Ein inhaltlich total sinnfrrreierrr Song (es geht im Wesentlichen um... Benzin eben), aber genial trrreibend und Live die rrreinste Wucht! Übrrrigens: Seit “Ich tu Dir Weh”, wo errr als symbolischerrr Zensorrr im Schmelztiegel eingeäscherrrt wurrrde, latschte Keyboarrrderrr Flake unentwegt auf einem sich drrrehenden Laufband vor seinem Instrrrument rrrum. Dazu kam noch jenerrr kafkaeske Disko-Glitzerrrkugel-Ganzkörperanzug in dem errr das tat. Sockenschuß! ;-)
Nach “Benzin” kam man dann zu “Links 2 3 4 “ geschlossen im Stechschritt auf die Bühne marrrschiert um dann in eine nette Verrrsion von Du Hast überrrzugehen. Da rrrockte die Arrrena dann so rrrichtig.
Zum Abschluss des Hauptteils folgte nun noch der showtechnischen Höhepunkt, wenn ihrrr mich frrragt. “Pussy” wurrrde... na nennen wirrr es mal “darrrgeboten”! Till Lindemann trrrällerte den Song zunächst hinterrr einem Mikrrrofon”ständerrr”, welcherrr mit einem Halbkrrreis rrrosa Dildos verrrzierrrt warrr, bevorrr errr dann eine gigantische Penis-Kanone die Bühne entlang schob und die errrsten Rrreihen einschäumte. *LOL* Rrriesen Show!
Nach derrr nun folgenden Pause wurrrde die Halle zu “Sonne” zunächst in warrrmes, grrrellgelbes Licht getaucht. Als dann die errrsten Töne von “Haifisch” errrklangen sah man im Hintergrrrund schon, wie das Schlauchboot prrräparrriert wurde. Der “Glitzergnom” entstieg dem Laufband und schipperte selig überrr den Innenrrraum währrrend seine Bandkollegen den Beat zu Haifisch am Leben hielten. Berrreitwillig schob man das Schlauchboot nach entsprrrechenderrr Geste wieder gen Bühne. Eine Verrrneigung später brrrachte man dieses rrrecht eigenwillige “Mackie Messer” - Cover beeindrrruckend zu Ende. Warrr ja nurrr eine Frrrage der Zeit, wann Rammstein die Drrreigroschenoperrr allgemein, und das Morrritat im speziellen für sich entdecken. ;-) Als letzterrr Song des errrsten Zugabenblocks bekam man dann noch “Ich Will” mit orrrdentlichem Showprrrogramm geboten. Darrrüber Hinaus noch in einerrr Dialog-Verrrsion mit dem Publikum. Schönerrr Abschluss... dachte man! Denn die Kerls betraten die Bühne nochmals und verrrabschiedeten sich mit “Engel” nochmal standesgemäß. Alleine die brrrennenden, überrrdimensionalen Flügel, die man Till umgeschnallt hatte waren beeindrrruckend. Dann noch der gewohnt grrrollig vorrrgetrrragene Song mit sanftem, ja schon fast deprrressivem Ausklang (Till - Kopf hängend - schlurrrft hinterrr die Bühne). Jo, passenderrr, rrrunderrr Abschluss!
Also Fazit könnten man wohl sagen, dass das Konzert jeden Cent wert war. Ich war noch nie bei einer derart durchinszenierten, geplanten und perfekt abgestimmten Show. Zumal das dennoch nicht kasprig und überladen wirkte. Das Ding ging schon eher in Richtung “Theater - Noire” Finster inszeniertes Story-Telling mit einem ansehnlichen Budget für allerlei Brennbares. Das Ergebnis ist einfach nur beeindruckend und pure Unterhaltung. Auch wenn die Jungs (gelinde gesagt) “polarisieren”, eigentlich sollte dieses Spektakel Pflichtprogramm für jeden Rocker sein. Alleine der Moment, wenn auf der Bühne eine Flammenfontäne in die Höhe Schießt und man Bruchteile von Sekunden später von einer Wand auf Hitze getroffen wird... Hammer! Am Ende bleibts aber ner Geschmackssache, mir jedenfalls hat das vorzüglich gemundet! :-)
Zugegeben, ich war säumig in den letzten drei Wochen! Unentschuldbar ist sowas, gerade wenns um Konzertberichte geht. Da wir aber nicht auch den letzten Metern des Konzertjahres noch den guten Ruf ruinieren wollen, werden meine Tastatur und ich die Lücke jetzt gemeinsam zu schließen wissen. Los gehts mit dem 24.11.2009, an dem es uns in die unendlichen Weiten des Sachsenlandes hinaus verschlug. Ziel war mit der Arena in Leipzig eine gute, alte Bekannte. Tolle Halle, bislang eigentlich immer eine annehmbare Orga und die Konzerte waren obendrein auch immer ne feine Sache. Aus diesem Jahr kann ich da nur an Metallica im Mai erinnern... Hell Yeah! Jedenfalls gings per PKW aus Chemnitz heraus in die suburbane Wildnis, welche so zwischen Heimatstadt und Leipzig liegt. Da ich nicht fahren mußte, konnte schon im Auto das obligate Konzertbier eröffnet werden. An der Halle selbst angekommen waren wir zunächst etwas überrascht... Riesenschlange am Eingang! Nachdem wir uns zunächst brav eingereiht hatten und uns geflissentlich über so einen Heini amüsierten, der versuchte Dosenbier ans wartende Volk zu bringen, entschieden wir uns dann doch zum Vordrängeln. Also die Schlange ca 100 Meter nach vorn geeilt und uns dreist (ich gebs ja zu) direkt am Einlassgitter eingereiht. Neben dem Effekt der Zeitersparnis von mindestens 3 Minuten hatten wir auch das Glück, relativ unbedrängt an Merch- und Bierstand zu gelangen. Dann erstmal in gewohnter Weise die Arena abgeschritten und sich an der überaus angenehmen gastronomischen Situation erfreut. Kurz vor Beginn nahmen wir dann unsere Plätze ein. Ich glaube, bei Rammstein-Konzerten muß man sich nicht wirklich für Sitzplätze entschuldigen, man kann vom Glück reden, wenn man überhaupt ne Karte bekommt. Also ab in die Plasteschale und die Vorband ertragen. Ertragen ist übrigens durchaus das richtige Stichwort... boah, waren die gruselig! “Combichrist” nannte sich dieses Konglomerat von hyperaktiven LSD - Gruftis, vom Klang her konnte man es bestenfalls als Hardcore-Techno mit Mandelentzündung beschreiben. Nee, das war nicht mein Fall. Außerdem ging mit der linke Trommler auf den Keks, der hatte den ganzen Auftritt über nix weiter zu tun, als auf seine Drums einzutreten, bis diese vom Drumkit fielen... dann kam ein hilfsbereiter Roadie und dübelte die Dinger während des Songs wieder an... dann latschte dieser Honk die nächste runter... und so weiter. Jedenfalls waren wir dann froh, also diese Truppe ihre Turntabels wieder einpackte und man sich getrost auf Rammstein vorbereiten konnte. Nach dem nächsten Bierchen, welche im Übrigen in schnieken Sammelbechern mit Motiv ausgegeben wurden, erlosch dann auch unter Jubelschreien endlich das Licht!!! Was nun folgt, wird (den Künstlern zu Ehren) im typischen Rammstein-Ductus geschildert:
Mitten in die Finsterrrnis der Halle platzten plötzlich ein anschwellendes Drrröhnen und Hacken, was darrrin gipfelte, dass sich auf beiden Seiten der Bühne, in geschätzten 4 - 5 Meterrrn Höhe, die Gitarrrrristen mittels einer Axt durch eine stilisierte Wand arrrbeiteten. Am Ende standen die Beiden dann im gleißenden Licht und zwischen ihnen bahnte sich Meisterrr Lindeman mittels eines Schneidbrrrenners seinen Weg durch eine (ebenso imaginärrre) Stahlplatte. Qualm und grrrelles Gegenlicht ließen bestenfalls den seltsamen rrroten Federrrschmuck an seinem Hals errrkennen. Als dann die Musik einsetzte und sich mit “Rammlied” ein schon fast operrrnhaft - epochaler Konzerrrteinstieg ankündigte, rrriss`Lindemann den Mund auf und... leuchtete! Hammerrr, da hat wohl jemand mit LED`s gespielt! ;-) Jedenfalls ein netterrr Einstieg. Da machte es auch kaum einen Unterrrschied, dass die Setlist der Tour kaum varrriiert und der Ablauf somit songtechnisch nicht gerrrade vor Überraschungsmomenten strrrotzt, die Show und das Ganze Drrrumherrrum entschädigen allemal dafür. Jedenfalls wurde dann, als man sich so richtig eingerrrockt hatte und das gerollte “Rrrrrr” dem Till flüssig von den Lippen ging, errrstmal orrrdnungsgemäß nachgelegt. Mit “B*******” und vor allem “Waidmans Heil” (mMn der Beste Song der neuen Platte) brrrachte man die Arena errrstmal zum kochen. Die eine oder anderrre rrrecht grrroßzügig eingesetzte Pyrrrotechnik-Einlage gab dem Ganzen dann noch die gewisse Würrrze. Berrreits zu diesem Zeitpunkt hatten die Jungs die Halle für sich gewonnen. (Wenngleich das Innenrrraumpublikum ab Mitte der Halle seltsam bewegungsarm agierrrte wenn ihr mich frrragt.) Laut warrren wirrr hingegen auf jeden Fall. Als dann mit “Keine Lust” und “Weißes Fleisch” auch noch zwei Stücke hinterherrr gehämmerrrt wurrrden, die getrrrost als Klassikerrr bezeichnet werrrden können, hatte man auch die Nostalgikerfrrraktion am Schlafittchen gepackt. Schöner Rrrefrrrain- Dialog bei “Keine Lust” übrrrigens. Bei “Weißes Fleisch” wurrrden dann die Pyrrros schon mal warrrmgeglüht. Ihr Einsatz sollte dann im folgenden “Feuer Frei” naturrrgemäß verstärrrkt geforrrdert sein. Es ist schon beeindrrruckend, was diese Kerrrle da mittels Pyrrrotechnik, Krrreativität und nerrr Menge grrrenzwerrrtigem Humor so für eine Show auf die Bühne zauberrrn. Alleine dafür lohnte sich der Besuch schon. Vom Knallerrr bis zum Flammenwerrrferrr kam nahezu alles zum Einsatz, was krrracht, blitzt, brrrennt oder stinkt... am Besten natürrrlich alles gleichzeitig. Außerdem wandelte sich die Bühnendeko währrrend des Konzerrrts forrrtlaufend, Beleuchtung noch geschickt eingesetzt und das viel zitierrrte “große Tennis” war umgesetzt.
Nach diesem rrrecht enerrrgiegeladenen Anfangsblock gings dann als nächstes zu den etwas leiserrren Tönen über. Mit “Wiener Blut” stieg man dann in, sagen wir mal “das krrränkste, nicht zensierrrte Stück der LIFAD” ein. Eine RRRICHTIG FINSTERRRE Liveverrrsion obendrrrein. Was der Lindemann alleine mit seiner Stimme an Atmosphärrre schafft, ist nahezu unglaublich. Ausgetobt hatten sich die Herrrrren dann wieder an der Deko: die über die gesamte Bühne verteilten Puppen, die an Strrricken von der Decke hingen, ließ man gegen Ende des Liedes nacheinanderrr explodierrren... . Grrrenzwertig? Vielleicht, aber alles Andere wäre auch eine Überrrrraschung gewesen. Danach wurrrde es mal so rrrichtig “schön”, mit “Frühling in Paris” gabs ein tolles Ballädchen. Hier würrrde ich, in Kombination mit “Wiener Blut”, den Begriff “Highlight” des Konzerrrts setzen.
Beim anschließend folgenden “Ich tu Dir weh” moderrrierte Till mal kurz die berrreits angedeutete Zensurrr(sula) an, welche es Rammstein leider auch verrrbietet, dieses Lied auf deutschem Boden zum Besten zu geben. Also gabs das Ganze mit Kuscheltierrr-Text. Die krrritischen Passagen wurden dann vom verkommenen, zivil ungehorrrsamen Publikum übernommen. Macht man doch nicht *fg*. Beim anschließenden “Liebe ist für alle da” konnte man sich mal zurrrück lehnen und durrrchatmen. Was auch dringend nötig war, sollte doch anschließend doch “Benzin” durch die Arena hämmern. YES! Ein inhaltlich total sinnfrrreierrr Song (es geht im Wesentlichen um... Benzin eben), aber genial trrreibend und Live die rrreinste Wucht! Übrrrigens: Seit “Ich tu Dir Weh”, wo errr als symbolischerrr Zensorrr im Schmelztiegel eingeäscherrrt wurrrde, latschte Keyboarrrderrr Flake unentwegt auf einem sich drrrehenden Laufband vor seinem Instrrrument rrrum. Dazu kam noch jenerrr kafkaeske Disko-Glitzerrrkugel-Ganzkörperanzug in dem errr das tat. Sockenschuß! ;-)
Nach “Benzin” kam man dann zu “Links 2 3 4 “ geschlossen im Stechschritt auf die Bühne marrrschiert um dann in eine nette Verrrsion von Du Hast überrrzugehen. Da rrrockte die Arrrena dann so rrrichtig.
Zum Abschluss des Hauptteils folgte nun noch der showtechnischen Höhepunkt, wenn ihrrr mich frrragt. “Pussy” wurrrde... na nennen wirrr es mal “darrrgeboten”! Till Lindemann trrrällerte den Song zunächst hinterrr einem Mikrrrofon”ständerrr”, welcherrr mit einem Halbkrrreis rrrosa Dildos verrrzierrrt warrr, bevorrr errr dann eine gigantische Penis-Kanone die Bühne entlang schob und die errrsten Rrreihen einschäumte. *LOL* Rrriesen Show!
Nach derrr nun folgenden Pause wurrrde die Halle zu “Sonne” zunächst in warrrmes, grrrellgelbes Licht getaucht. Als dann die errrsten Töne von “Haifisch” errrklangen sah man im Hintergrrrund schon, wie das Schlauchboot prrräparrriert wurde. Der “Glitzergnom” entstieg dem Laufband und schipperte selig überrr den Innenrrraum währrrend seine Bandkollegen den Beat zu Haifisch am Leben hielten. Berrreitwillig schob man das Schlauchboot nach entsprrrechenderrr Geste wieder gen Bühne. Eine Verrrneigung später brrrachte man dieses rrrecht eigenwillige “Mackie Messer” - Cover beeindrrruckend zu Ende. Warrr ja nurrr eine Frrrage der Zeit, wann Rammstein die Drrreigroschenoperrr allgemein, und das Morrritat im speziellen für sich entdecken. ;-) Als letzterrr Song des errrsten Zugabenblocks bekam man dann noch “Ich Will” mit orrrdentlichem Showprrrogramm geboten. Darrrüber Hinaus noch in einerrr Dialog-Verrrsion mit dem Publikum. Schönerrr Abschluss... dachte man! Denn die Kerls betraten die Bühne nochmals und verrrabschiedeten sich mit “Engel” nochmal standesgemäß. Alleine die brrrennenden, überrrdimensionalen Flügel, die man Till umgeschnallt hatte waren beeindrrruckend. Dann noch der gewohnt grrrollig vorrrgetrrragene Song mit sanftem, ja schon fast deprrressivem Ausklang (Till - Kopf hängend - schlurrrft hinterrr die Bühne). Jo, passenderrr, rrrunderrr Abschluss!
Also Fazit könnten man wohl sagen, dass das Konzert jeden Cent wert war. Ich war noch nie bei einer derart durchinszenierten, geplanten und perfekt abgestimmten Show. Zumal das dennoch nicht kasprig und überladen wirkte. Das Ding ging schon eher in Richtung “Theater - Noire” Finster inszeniertes Story-Telling mit einem ansehnlichen Budget für allerlei Brennbares. Das Ergebnis ist einfach nur beeindruckend und pure Unterhaltung. Auch wenn die Jungs (gelinde gesagt) “polarisieren”, eigentlich sollte dieses Spektakel Pflichtprogramm für jeden Rocker sein. Alleine der Moment, wenn auf der Bühne eine Flammenfontäne in die Höhe Schießt und man Bruchteile von Sekunden später von einer Wand auf Hitze getroffen wird... Hammer! Am Ende bleibts aber ner Geschmackssache, mir jedenfalls hat das vorzüglich gemundet! :-)
Montag, 07.12.2009
GONNA SEE MY FRIEND
(Pearl Jam)
Man mag`s ja kaum glauben, was sich heute ereignete. Aber am 30.Juni ist der Onkel verhindert, denn: WEITER GEHT DIE WILDE HATZ!
"Pearl Jam announced today that they will play a series of select European festival and headlining tour dates in June and July of 2010. The band's European dates kick off in Dublin, Ireland at the 02 Arena and close at the Optimus Alive Festival in Lisbon, Portugal.
PEARL JAM EUROPE 2010
DATE CITY
22-June * Dublin, Ireland
23-June * Belfast, Ireland
25-June London, England
27-June TBD
30-June * Berlin, Germany
1-July TBD
3-July Arras, France
4-July Werchter, Belgium
6-July TBD
9-July TBD
10-July Oeiras, Portugal
"
Die Sterneln kennzeichnen die bisher bekannten "richtigen" Konzerte, der Rest sind Festivals. Berlin ist selbstredend `ne Pflichtübung, hoffentlich kommt noch ein "ToBeDated" dazu, was man mitnehmen kann! Es darf spekuliert werden... ansonsten merke ich emotionslos und gewohnt trocken - unterkühlt folgendes an:
WOOOOOHOOOOOOOO!!!! Wuhlheide, ich komme! :-D
Man mag`s ja kaum glauben, was sich heute ereignete. Aber am 30.Juni ist der Onkel verhindert, denn: WEITER GEHT DIE WILDE HATZ!
"Pearl Jam announced today that they will play a series of select European festival and headlining tour dates in June and July of 2010. The band's European dates kick off in Dublin, Ireland at the 02 Arena and close at the Optimus Alive Festival in Lisbon, Portugal.
PEARL JAM EUROPE 2010
DATE CITY
22-June * Dublin, Ireland
23-June * Belfast, Ireland
25-June London, England
27-June TBD
30-June * Berlin, Germany
1-July TBD
3-July Arras, France
4-July Werchter, Belgium
6-July TBD
9-July TBD
10-July Oeiras, Portugal
"
Die Sterneln kennzeichnen die bisher bekannten "richtigen" Konzerte, der Rest sind Festivals. Berlin ist selbstredend `ne Pflichtübung, hoffentlich kommt noch ein "ToBeDated" dazu, was man mitnehmen kann! Es darf spekuliert werden... ansonsten merke ich emotionslos und gewohnt trocken - unterkühlt folgendes an:
WOOOOOHOOOOOOOO!!!! Wuhlheide, ich komme! :-D
Dienstag, 10.11.2009
Just Breath
Für die passende Untermalung beim Lesen!
So, liebes Volk! Ich muß jetzt wirklich mal eine Lanze für den Ten-Club brechen(*knack*)! Was haben wir / habe ich mit diesem Haufen da schon alles erlebt in den letzten Jahren?!? Da wurden Bestellungen per Flaschenpost über den großen Teich geschickt, sodaß die Dinger irgendwann nach 3 Monaten einmal eintrudelten; Vinyls wurden in Schutzverpackungen verschickt, welche diesen Namen nichtmal ansatzweise verdient hatten. Auch kam es gerne mal vor, daß man irgend welche Restposten auf dem Speicher fand, deren Verjubelung groß ankündigte, als hätte man wunderwas für Mengen des Washington 2006 - Posters (*den heiligen Postergral der Neuzeit ehrfürchtig anbet'*) gefunden… und dann war der Zauber nach 30 Sekunden vorbei! „Out of Stock“ nennt sich das dann. Oder, noch perfider: „Temporarily out of Stock“! Das hat dann zur Folge, daß man die nächsten zwei Stunden wartend vorm Rechner sitzt, bis das endgültige “Aus” kommt. Auch legendär: Der TC-Karten-Vorverkauf für die 2007er Minitour! Ganz PJ – Deutschland… ach was: -Europa saß einen Abend lang vor nem abgeschmierten Server. Phlegmatisch hämmerte man im 5-Sekunden-Takt auf die F5-Taste ein um ja nix zu verpassen… passieren wollte aber nix! (Durch Zufall und einen findigen Forums-Moderator tat sich am Ende aber doch ein Schleichweg zum Kartenglück auf… na Gott sei Dank!). Sprichwörtlich dagegen schon: Die „Christmas – Single“… jedes Jahr wird der Versand großspurig angekündigt… man wolle dieses Jahr „as soon as possible“ oder „until Christmas“ den Kram vershippen. Wann kommen die Scheiben aber an?! Im April! Ja, man hat schon seine liebe Mühe und Not mit den Herren aus Übersee.
Auf der anderen Seite: Hey, die Jungs machen irgendwo auch nen verdammt guten Job! Wenn mal ne Sendung verloren geht, gibt’s anstandslos die Knete zurück, selbst wenn zu vermuten ist, dass das Päckchen jetzt in irgendeinem Schurkenstaat als Sitzmöbel dient. Dann wären da noch die netten Sondereditionen, die von Zeit zu Zeit aufgelegt werden und exklusiv an die Mitglieder vertickt werden. Auch die Christmas Singles an sich sollten hier lobend erwähnt werden. Mal abgesehen davon, dass einiges von der Songauswahl durchaus diskutabel ist, sind da mitunter echte Perlen dabei. Außerdem ist der Wertzuwachs quasi eingebaut, wenn man den Kollegen ebay bissel im Auge hat und sich anschaut, für welche Unsummen da einige den Besitzer wechseln. Ja, selbst diesen dämlichen „little birdy“, der irgendwelche Tourankündigungen, Album-Releases oder Ähnliches ankündigt, hat man mittlerweile irgendwie lieb gewonnen. Auch wenn das Viech mitunter barbarisch nervt, so erhöht es irgendwie jedes Mal die Spannung und Vorfreude. Aber an aller erster Front sei hier mal das Bootleg-Programm genannt! Jedes Konzert, auf dem man so war (gut, mit Ausnahme von 2007, was ich den Herren immer noch übel nehme *grrrrrrr DÜSSELDORF HABEN WILL*), kann man sich relativ zeitnah in professionell abgemischter Form bestellen und ins CD-Regal stellen. So geschehen auch dieses Jahr, nur eben gleich doppelt!
Nachdem letzten Donnerstag kurz nach 19 Uhr MEZ die Bootlegs der Europatermine im August endlich online gingen (bestellt wurde das Ganze dann 19:11 Uhr ;-)!), trudelten die Scheiben heute schon bei mir ein. Nun stehen in meinem Regal Rotterdam und Berlin vereint und einträchtig nebeneinander. Während das Holland-Boot grade meine Ohren erfreut, bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, wie Berlin so rüber kommt. „Heimspiel“ sage ich nur… Heimspiel! Jedenfalls ist das Hören dieser Dinger so ne Art Verlängerung des Sommerurlaubs, irgendwie fange ich bei „Wishlist“ und „Nothingman“ aus Rotterdam unweigerlich an über beide Ohren hinaus zu grinsen… schön wars! Und bei „Nothing as it Seems“ oder „Rockin in the Free World“ oder gar „Glorified G“ in Berlin wird’s wahrscheinlich kaum anders sein. Weltklasse! Naja, ich verabschiede mich jetzt wieder in meine musikalische Abendgestaltung, ich wollte eigentlich nur mal „Danke“ sagen, lieber Ten-Club! Was die Bootlegs angeht: bitte weiter so! In meiner Vita ist wie in meinem CD-Schrank noch jede Menge Platz für neue Konzerte!
Keep on Rockin’!


Donnerstag, 22.10.2009
TRIBUTE
Tenacious *fuck'in hard rock'in* D! (bitches! ;-) )

PS: Kommentare nur für Inhaber des Passierscheins A38 freigeschaltet! Siehe rosa Formular, zu erhalten an Schalter 6b.

PS: Kommentare nur für Inhaber des Passierscheins A38 freigeschaltet! Siehe rosa Formular, zu erhalten an Schalter 6b.
Dienstag, 20.10.2009
ICH TU DIR WEH
(Rammstein)
Moinsen! Ich muss mich jetzt mal aufregen hier! Es ist ja schon ein alter Hut, dass deutsche Musik, zumindest in der radiorelevanten Breite, nicht sonderlich anspruchsvoll ist. Von Qualität möchte man angesichts der hiesigen Radiolandschaft und ihrer Verbrechen am Trommelfell ja eh kaum mehr reden. Aber von Zeit zu Zeit wird es nun mal besonders grausam! Da sich mein Uralt-Adapter grade frisch verabschiedet hat, bin ich statt auf meinen MP3-Player derzeit auf das Radioprogramm angewiesen. An sich ja nicht schlimm, auch mit der Dauerrotation von den Kings of Leon oder The Gossip könnte ich gut leben (mit diesem „Rusted from the Rain“ Schmonz von Billy Talent zur Not auch noch), aber manches, was da so aufkreuzt, verstößt echt gegen die Genfer Menschenrechtskonventionen. Nehmen wir mal heute Abend. Als ich nach nem mehr oder weniger stressigen Arbeitstag das KfZ betrat, ging die Hand reflexartig zum Radioknopf… das hätte sie mal lieber gelassen! Was mir da entgegenströmte, ja vor lauter Schmiere förmlich aus den Lautsprechern siffte, das machte aggressiv! Wer hat eigentlich festgelegt, dass „Ich und Ich“ eine ernst zu nehmende Band sein sollen, die man mit Verweisen auf „intelligente Texte“ anmoderieren darf! HÖRT MIR BLOß AUF! Die sind die Rosamunde Pilcher für die Ohren… nur halt ohne Irland! Und was macht Rosamunde Pilcher Filme erst sehenswert? – Richtig! – Irland! So einen hoffnungslos dusseligen Haufen von aneinander gereihten Phrasen ohne jedwede Aussagekraft, untermalt mit einem Weichspülbeat der selbst für einen Pop-Song noch zu glatt ist, habe ich ja seit Blue System nicht mehr gehört. GRAU – SAM! Nun gut, vielleicht ist das momentan auch einfalsch der falsche Zeitpunkt um mir so was anzuhören, wo sowohl die neue Alice In Chains als auch das jüngste Rammstein – Machwerk nebst den Eagels of Death Metal (heiiiiii… war das schöööön!) meine Ohren erfreuen. Aber andererseits: Scheißmusik bleibt nun mal Scheißmusik, tut mir leid! Lasst uns mal einen Blick auf die textlichen Auswüchse dieses ganzen Humbugs werfen:
„Ich hatte schon längst keine Hoffnung mehr
Doch jemand hat dich geschickt, von irgendwo her“
Joa… interessant. Redet der Knilch da von der Inspiration? Falls ja, frage ich mich allerdigns auch, wo zum Geier die herkam!
„Ich wusste nicht mehr genau was zählt
Nur: es geht nicht mehr weiter, wenn die Liebe fehlt“
Ei, hier haben wir scheinbar das Leitmotiv entdeckt: Liebe! Das ist ja nun mal ne originelle Idee finde ich, gibt eh zu wenige Pop-Songs die sich um „Liebe“ drehen, da kann man diese Marktlücke schon mal dreist besetzen!
„Du bist das Pflaster für meine Seele
Wenn ich mich nachts im Dunkeln quäle“

„du legst dich zu mir wann immer ich frier’
Im tiefen Tal wenn ich dich rufe, bist du längst da.“
Soso, kalt ists also, wenn Mann schon davon singt, dass Frau ihn wärmen muß, das ist ja so was von „Softie“… schenkt dem Typ Socken! Außerdem entlarvt diese Textzeile auch, wen das „lyrische Ich“ mit Liebe personifiziert, denn: „Drunt im Tal, da sitzt der kleine Ottiliiiiii“

Und nun folgt das absolute HIGHLIGHT des Schwachsinns, textlich gesehen versteht sich. Ja, ich würde es sogar mal als meine „Lieblingsstelle“ bezeichnen. Solch poetische Höchstleistungen fabriziert sonst nur der Dadaismus… nur dass der in gewisser Weise die Sinnleere zum Selbstzweck gemacht hat. Vorhang auf:
„Ich hatte schon längst den Faden verloren,
es fühlte sich an wie umsonst geboren,“
Treffer! Versenkt! Umsonst geboren, is klar! Ist es eigentlich legitim (mal abgesehen davon, dass die Reime generell gequälter rüberkommen als ein Masochistenkongreß in Japan), da nach einer genaueren Definition zu fragen?!? Mir könnte man das ja schon mal erklären, was „umsonst geboren“ ist und vor allem wie sich so was anfühlt. „Dumm geboren“, ja, das könnte ich ja noch einordnen, aber „umsonst“? Kafkaesk!!!
„Und jetzt die Gewissheit, die mir keiner nimmt,
wir waren von Anfang an füreinander bestimmt“
Das ist ja schön… eben noch gejammert, jetzt wird schon wieder fröhlich gesülzt! Come mal back ins Real Live du Noob!
„Bevor du kamst war ich ein Zombie,
gefangen in der Dunkelheit“
So, ein Anflug von Coolness durchstreift das labbrige Songgebilde, „Zombie“, das versprüht einen modrigen Charme, eine gewisse Trashigkeit und blutrünstige Rockerattitüde. Ja, was keiner gemerkt hat: Ich und Ich sind feinstes Doom-Metal! Noch nie wurde der Begriff „Zombie“ so missbraucht!
Zum Abschluß gibt’s dann noch mal einen (den dritten) Hinweis auf die SM – Fixierung des einen Ichs. Unterbewußt wird hier wieder eine Analogie auf die Peitschenpetra eingebaut, die im roten Ledercatsuit die Gerte schwingt um die Verfasser dieses Machwerkes („böser Junge“) angemessen zu maßregeln:
„du holtest mich aus meinem Käfig,
dein heißes Herz hat mich befreit.“
Käfig, ja wäre er doch besser drin geblieben.
Schlimm, das so was derzeit hochgejubelt wird, als wäre es der Weisheit letzter Schluß und das Beste, was die deutsche Musikszene so hervorbringt. Zudem sieht man Kollegen Weichspül mit seiner Mitsing-Ische ja auch noch als „tiefgründig“ an. Nach dieser Nummer ist das für mich vollkommen unverständlich. Da bietet doch die Inhaltsangabe meines Waschmittels mehr Spielraum für sinnvolle Interpretationen als dieses musikalische Verbrechen am guten Geschmack. Passend, dass dieses erbarmungslose Gesülze dann auch noch ohne den Anflug einer melodiösen Steigerung (geschweige denn einer hörbaren Drumline) auskommt. Vielmehr schiebt sich der Klangbrei zäh über die Gehörgänge und schleppt den sinnfreien Text gleich mit, bis beide gemeinsam irgendwo in einem nicht gerade einfallsreichen Fade-Out in der Bedeutungslosigkeit versickern!
Es ist doch nun wirklich nicht zu viel verlangt auch nur halbwegs aussagekräftige Texte zu schreiben… ich meine: Das ist doch deren Muttersprache, damit sollte man doch was anfangen können was über „umsonst geboren“ hinaus geht! Oder ist das zu viel verlangt, lieber „lyrischer Ich“?!?
Moinsen! Ich muss mich jetzt mal aufregen hier! Es ist ja schon ein alter Hut, dass deutsche Musik, zumindest in der radiorelevanten Breite, nicht sonderlich anspruchsvoll ist. Von Qualität möchte man angesichts der hiesigen Radiolandschaft und ihrer Verbrechen am Trommelfell ja eh kaum mehr reden. Aber von Zeit zu Zeit wird es nun mal besonders grausam! Da sich mein Uralt-Adapter grade frisch verabschiedet hat, bin ich statt auf meinen MP3-Player derzeit auf das Radioprogramm angewiesen. An sich ja nicht schlimm, auch mit der Dauerrotation von den Kings of Leon oder The Gossip könnte ich gut leben (mit diesem „Rusted from the Rain“ Schmonz von Billy Talent zur Not auch noch), aber manches, was da so aufkreuzt, verstößt echt gegen die Genfer Menschenrechtskonventionen. Nehmen wir mal heute Abend. Als ich nach nem mehr oder weniger stressigen Arbeitstag das KfZ betrat, ging die Hand reflexartig zum Radioknopf… das hätte sie mal lieber gelassen! Was mir da entgegenströmte, ja vor lauter Schmiere förmlich aus den Lautsprechern siffte, das machte aggressiv! Wer hat eigentlich festgelegt, dass „Ich und Ich“ eine ernst zu nehmende Band sein sollen, die man mit Verweisen auf „intelligente Texte“ anmoderieren darf! HÖRT MIR BLOß AUF! Die sind die Rosamunde Pilcher für die Ohren… nur halt ohne Irland! Und was macht Rosamunde Pilcher Filme erst sehenswert? – Richtig! – Irland! So einen hoffnungslos dusseligen Haufen von aneinander gereihten Phrasen ohne jedwede Aussagekraft, untermalt mit einem Weichspülbeat der selbst für einen Pop-Song noch zu glatt ist, habe ich ja seit Blue System nicht mehr gehört. GRAU – SAM! Nun gut, vielleicht ist das momentan auch einfalsch der falsche Zeitpunkt um mir so was anzuhören, wo sowohl die neue Alice In Chains als auch das jüngste Rammstein – Machwerk nebst den Eagels of Death Metal (heiiiiii… war das schöööön!) meine Ohren erfreuen. Aber andererseits: Scheißmusik bleibt nun mal Scheißmusik, tut mir leid! Lasst uns mal einen Blick auf die textlichen Auswüchse dieses ganzen Humbugs werfen:
„Ich hatte schon längst keine Hoffnung mehr
Doch jemand hat dich geschickt, von irgendwo her“
Joa… interessant. Redet der Knilch da von der Inspiration? Falls ja, frage ich mich allerdigns auch, wo zum Geier die herkam!
„Ich wusste nicht mehr genau was zählt
Nur: es geht nicht mehr weiter, wenn die Liebe fehlt“
Ei, hier haben wir scheinbar das Leitmotiv entdeckt: Liebe! Das ist ja nun mal ne originelle Idee finde ich, gibt eh zu wenige Pop-Songs die sich um „Liebe“ drehen, da kann man diese Marktlücke schon mal dreist besetzen!
„Du bist das Pflaster für meine Seele
Wenn ich mich nachts im Dunkeln quäle“

„du legst dich zu mir wann immer ich frier’
Im tiefen Tal wenn ich dich rufe, bist du längst da.“
Soso, kalt ists also, wenn Mann schon davon singt, dass Frau ihn wärmen muß, das ist ja so was von „Softie“… schenkt dem Typ Socken! Außerdem entlarvt diese Textzeile auch, wen das „lyrische Ich“ mit Liebe personifiziert, denn: „Drunt im Tal, da sitzt der kleine Ottiliiiiii“

Und nun folgt das absolute HIGHLIGHT des Schwachsinns, textlich gesehen versteht sich. Ja, ich würde es sogar mal als meine „Lieblingsstelle“ bezeichnen. Solch poetische Höchstleistungen fabriziert sonst nur der Dadaismus… nur dass der in gewisser Weise die Sinnleere zum Selbstzweck gemacht hat. Vorhang auf:
„Ich hatte schon längst den Faden verloren,
es fühlte sich an wie umsonst geboren,“
Treffer! Versenkt! Umsonst geboren, is klar! Ist es eigentlich legitim (mal abgesehen davon, dass die Reime generell gequälter rüberkommen als ein Masochistenkongreß in Japan), da nach einer genaueren Definition zu fragen?!? Mir könnte man das ja schon mal erklären, was „umsonst geboren“ ist und vor allem wie sich so was anfühlt. „Dumm geboren“, ja, das könnte ich ja noch einordnen, aber „umsonst“? Kafkaesk!!!
„Und jetzt die Gewissheit, die mir keiner nimmt,
wir waren von Anfang an füreinander bestimmt“
Das ist ja schön… eben noch gejammert, jetzt wird schon wieder fröhlich gesülzt! Come mal back ins Real Live du Noob!
„Bevor du kamst war ich ein Zombie,
gefangen in der Dunkelheit“
So, ein Anflug von Coolness durchstreift das labbrige Songgebilde, „Zombie“, das versprüht einen modrigen Charme, eine gewisse Trashigkeit und blutrünstige Rockerattitüde. Ja, was keiner gemerkt hat: Ich und Ich sind feinstes Doom-Metal! Noch nie wurde der Begriff „Zombie“ so missbraucht!
Zum Abschluß gibt’s dann noch mal einen (den dritten) Hinweis auf die SM – Fixierung des einen Ichs. Unterbewußt wird hier wieder eine Analogie auf die Peitschenpetra eingebaut, die im roten Ledercatsuit die Gerte schwingt um die Verfasser dieses Machwerkes („böser Junge“) angemessen zu maßregeln:
„du holtest mich aus meinem Käfig,
dein heißes Herz hat mich befreit.“
Käfig, ja wäre er doch besser drin geblieben.
Schlimm, das so was derzeit hochgejubelt wird, als wäre es der Weisheit letzter Schluß und das Beste, was die deutsche Musikszene so hervorbringt. Zudem sieht man Kollegen Weichspül mit seiner Mitsing-Ische ja auch noch als „tiefgründig“ an. Nach dieser Nummer ist das für mich vollkommen unverständlich. Da bietet doch die Inhaltsangabe meines Waschmittels mehr Spielraum für sinnvolle Interpretationen als dieses musikalische Verbrechen am guten Geschmack. Passend, dass dieses erbarmungslose Gesülze dann auch noch ohne den Anflug einer melodiösen Steigerung (geschweige denn einer hörbaren Drumline) auskommt. Vielmehr schiebt sich der Klangbrei zäh über die Gehörgänge und schleppt den sinnfreien Text gleich mit, bis beide gemeinsam irgendwo in einem nicht gerade einfallsreichen Fade-Out in der Bedeutungslosigkeit versickern!
Es ist doch nun wirklich nicht zu viel verlangt auch nur halbwegs aussagekräftige Texte zu schreiben… ich meine: Das ist doch deren Muttersprache, damit sollte man doch was anfangen können was über „umsonst geboren“ hinaus geht! Oder ist das zu viel verlangt, lieber „lyrischer Ich“?!?
Sonntag, 18.10.2009
DEATH BY SEXY (Eagles of Death Metal am 15.10.2009 in Dresden, Streaße E)
(Eagles of Death Metal)
Ein Hooray an all euch Schnurrbartträger und Tastaturjockeys da draußen vor den Bildschirmen der Republik! Jetzt, da die Bundestagswahl gelaufen und die Steuerentlastungsversprechen der FDP als das entlarvt sind, was sie nun mal darstellen (nämlich riesengroßer Mumpitz!), braucht man die eine oder andere Abwechslung um sich von dem ganzen Ausschuß, der aus den undichten Stellen der Koalitionsverhandlungen trieft, ab und zu in mentale Sicherheit zu retten. Man braucht quasi eine Art denkbefreite Zone des Frohsinns, in welcher man dem „bürgerlichen Lager“ mal den `nen langen Schnurrbart drehen kann!
Und so begab es sich also, dass exakt, also auf den Tag genau, zwei Monate nach dem großen, konzerttechnischen Klimax des Jahres 2009 die wilde Hatz nach den musikalischen Leckerbissen des Rock`n Roll für mich weiter ging. Kurz nach der Mitteilung meiner Schwester, dass sich der Teufel persönlich mit seiner Schalmeienkappelle in unsere Lande wagt, war alles nötige in die Wege geleitet um am 15.10.2009 beruhigt ins Elbflorenz zu pilgern um sich 2009 auch noch die sagenumwobenen „Eagles of Death Metal“ auf die Konzertvita pinseln zu können. Yeahhhhh, was für ein Jahr; man kann es gar nicht oft genug betonen. Jedenfalls kamen Ende September dann auch die Tickets eingetrudelt und verschönerten fortan meine Pinwand.
Im Gegensatz zu vielen anderen Konzerten, bei denen man streng genommen nur am Tag des Gigs fit und aufmerksam in der Menge stehen muß, erfordert so ein EoDM – Konzi auch eine gewissenhafte Vorbereitung; sprich: Man(n) braucht `nen Schnurrbart! Ein Eagles – Konzert ohne Popelbremse ist ungefähr so, wie ein Grillfest ohne Bier! Also, wurde meinerseits erstmal über 14 Tage hinweg ein überaus edler Gesichtsrasen kultiviert, welcher dann am Tage des Konzerts formschön zu einem „Moustache deluxe“ zurechtrasiert wurde. Das wars dann auch schon mit Styling! Jeans und Bandshirt komplettierten dann noch das Outfit und ab gings im Seat Richtung Landeshauptstadt. Meine Schwester war, selbstredend, auch mit am Start und so lenkten ich den Ibiza, ähm… ich meine das Muscle Car *hüstel*, aus den Schnee bedeckten Gipfeln des Erzgebirges hinab ins Tal der Ahnungslosen! ;-)
Beeindruckend war mal wieder die Analogie zum Nick Cave Konzert im Juni: Das Wetter war beschissen! Entsprechend auch die Autobahnfahrt gen Dresden eher eine Qual als ein Vergnügen. Jedenfalls fanden wir die Reithalle gleich im ersten Anlauf, parkten unseren Straßenflitzer in einer Seitenstraße und verweilten zunächst noch ein dreiviertel Stündchen im Auto um dem Regen aus dem Wege zu gehen, welcher jenseits der Autoscheiben auf uns lauerte. Jo, die Vorfreude stieg so langsam an! Wer hätte das gedacht, dass man die Eagles dieses Jahr auch noch vor der Haustür serviert bekommt. Noch dazu mit der neu formierten Combo „Sweethead“, welche sich aus dem überaus kreativen Dunstkreis des Desert-Rock rund um die Rancho de la Luna heraus kristallisierte und die man sich alleine deshalb schon als alleinigen Headliner antun würde.
Nebenbei stand heute noch ein Wiedersehen mit Troy van Leeuwen (Sweethead-Gitarrist) und Mr. Joey Castillo (Trommel-feuerbeauftragter der Eagles) an, welchen wir 2005 ja schon mal auf dem Highfield im wahrsten Sinne des Wortes Aug`in Aug`gegenüber standen. Jedenfalls stapften wir zur angegebenen Einlasszeit vom Auto schnurstracks Richtung Eingang, wo uns, vor verschlossenen Toren, eine tobende Horde von insgesamt 10 Mann erwartete… . Bis die Türen dann zunächst zum Gelände allgemein und schließlich auch zur Halle an sich geöffnet wurden, hatte sich die Zahl immerhin schon verfünffacht! Das Ergebnis war ein recht angenehmer Einlass und ein schneller Zugang zu Garderobe und Bierstand. Zwischendurch noch ein T-Shirt (mit Schnurrbart!) am Merchandisingstand abgestaubt und sich dann gediegen mit dem Kösti (muß man mal wieder lobend erwähnen, dass man da nicht mit irgendeiner Plörre abgespeist wird, sondern auch richtiges Bier erhält) die Halle in Augenschein genommen. Also, ich muß mal sagen: Respekt! Klein, aber fein das Ding. Man ist quasi umzingelt von Bars und selbst von ganz Hinten ist die Sicht auf die Bühne noch richtig klasse. Hinzu kommt noch, dass Saal und Bühne in etwa gleich breit sind, was den Eindruck eines recht intimen Klubkonzerts noch verstärkt. Die Zahl der Anwesenden… hmm… sehr schwer zu schätzen. Ich würde das vielleicht mal so auf knapp 2000 schätzen, aber wie gesagt, so wirklich den Überblick hatte ich nicht.
Wir postierten uns schließlich etwa 20 Meter vor der Bühne in Barnähe. Während der ersten Vorband „This City“ war das noch alles recht luftig da, sollte sich aber selbstredend später ändern. Besagte Engländer lieferten einen recht angenehmen Auftakt in den Abend, schön rockig und beschwingt wurde sich durch den Auftritt gerockt. Das hatte was von „At the Drive In“, mit einem Sänger, der aussieht wie Jim Carrey wohlgemerkt. Aber war eine feine Sache und was Vorbands betrifft durchaus ein kleines Highlight 2009. Als die Herren fertig waren gings dann schließlich in eine erneute Verschnaufpause und der vordere Innenraum um uns herum füllte sich zusehends. Als dann die Umbauarbeiten fertig waren (Anm. d. Red.: Die dübelten da ein paar gigantische High-Hats ans Schlagzeug… unklar), betraten dann die von uns mit so viel Vorfreude erwarteten „Sweethead“ die Bühne: Troy, schick wie immer im schwarzen Anzug und knallrotem Seidenhemd gewandet, die Sängerin – in gewisser Weise analog zu ihrer Stimme – in einem schwarz-goldenem Abendkleid gewandet. Dazu noch ein gediegenes Drumkit nebst Bassist und fertig ist die Band. Jedenfalls schoben Sweethead die Stimmung fleißig weiter nach vorne, sehr gute Band! Klasse Liveperformance. Spätestens als sie zu „Great Disruptors“ ihren musikalischen Abendgruß ins Volk schickten, war die Halle somit auch ordentlich vorgewärmt für die Eagles. Die Umbaupause nutzten die meisten im Saal um sich noch ein bissel weiter gen Bühne zu schieben oder noch mal das konsumierte Bier hygienisch korrekt wieder zu entsorgen. Wir standen unterdessen erwartungsfroh an unserem Platz und beobachteten das hektische Treiben auf der Bühne. Zugegeben, viel musste man nicht umbauen: von Bühnendeko weit und breit keine Spur und die Instrumente sind auch recht spartanisch gehalten. Reduce to the Max. Ein Joey Castillo wirkte zeitweise recht einsam hinter seinem Schlagzeug. Aber was der Kerl dann mit diesem schon fast niedlich anmutenden Stück Instument anstellte war mal wieder über jeden Zweifel erhaben. Außerdem: He gave us MORE COWBELL!
Vielleicht sollte man, kurz bevor es los geht, mal die absurden Auswüchse des Rauchverbots erwähnen. Was in Behörden, öffentlichen Gebäuden und Kindergärten sicherlich Sinn macht, kann auf Rockkonzerten zu recht seltsamen Auswüchsen führen. Da verkrochen sich viele in irgendwelche Ecken und Nischen des Saales, nur um unbeobachtet vom Security-Sepp eine zu rauchen. Dem Sepp wiederum, schien das eigentlich vollkommen mumpe zu sein wer da (was) raucht. Jedenfalls schritt keiner ein und zum Hauptact traute sich dann auch die breite Masse sich eine anzustecken. Das Absurde an der Sache war eher, dass ich nirgends die obligatorischen, 12 Quadratmeter großen „Rauchen verboten“ Schilder entdeckt habe… und trotzdem diese breite Zurückhaltung. Mal ehrlich: Von einem Eagles of Death Metal Konzert nicht zugeräuchert heim zu kommen, das ist wie Duschen ohne nass zu werden!

(The DEVIL - Rampensau der Extraklasse!)
Jedenfalls ging dann irgendwann das Licht aus, die Überbrückungsmusik verstummte (btw: sehr feine Songauswahl Mr. Hughes, Respekt ) und die Eagles of Death Metal, angeführt vom Teufel höchstpersönlich betraten die Bühne! Der Saal find augenblicklich an zu kochen, noch bevor der erste Ton erklungen war. Hätte man es mit einer „normalen“ Band im engen Sinne zu tun gehabt, wäre der Verlauf ungefähr folgender gewesen: 1. ein kurzes „Hallo“, 2. Ein Kracher zum Einstieg, gefolgt von zwei bis drei weiteren Anheizern, 3. erste kurze Pause wenn das erste Dutzend Fans schon aus der Menge gezerrt wurde und der Rest der Audience auf Betriebstemperatur war, 4. sich in eben jener Pause ein bissel vom Publikum feiern lassen. Nicht so bei den Eagles! Jesse „The Devil“ Hughes, Rock`N Roll Inkarnation und Rampensau par excellance in Personalunion trat ins Rampenlicht und tat erstmal… NICHTS! Zumindest nicht aktiv. Wie in Stein gemeißelt stand der Kerl auf der Bühne, die Pilotenbrille lässig in der nach Hinten gekämmten Mähne steckend und streifte erstmal seinen Schnurrbart (den selbstbetitelten „Balken der Liebe“) zurecht und checkte erstmal das Publikum ab. Nachdem er zielsicher alle „Ladies“ im Publikum einzeln begrüßt, die knackengen Jeans gerichtet und sich in seinem extrem dekolletierten Shirt erstmal gefühlte 5 Minuten lang hat feiern lassen, besann er sich auf den eigentlichen Grund seiener Anwesenheit: Musik machen. Der Typ ist einfach eine Urgewalt, da betritt kein Musiker die Bühne, nein, das ist Mr. Cool himself. Der Einstieg gelang dann mit „I`ve Got a Feeling (Just Nineteen)“ auch gleich in famoser Weise. Thematisch, soviel war jetzt schon klar, würde sich das Konzert ohnehin um Sex, Drugs and Rock`N Roll drehen… ergänzt von der Huldigung des Schnurrbartes als männliches Modeaccessiore. Genau das wurde auch im ersten Part des Sets deutlich. Mit „Don`t Speak (I came to make a BANG!“ wurde auch gleich der nächste Testosteronrocker nachgelegt. „Bad Dream Mama“ und „Miss Alissa“ folgten und ließen die Masen förmlich abheben. Unterbrochen wurden die Songs nur von den kurzen Flirts des „Devils“ mit der anwesenden Damenwelt. Bereits nach den ersten Songs war klar, der Kerl hat heute abend noch nichts vor… NOCH nicht! Weltklasse. Bei jedem anderen, sagen wir mal Bono, wäre diese Bühnenshow in ein peinliches, prolliges Intermezzo ausgeartet. Aber bei Jesse erwartet man genau das, zumal er dies auch mit einem geradezu entwaffnenden Charme kombiniert. Kurz bevor mit „Now I`m a Fool“ erstmals der Gashebel ein wenig zurück genommen wurde, gabs mit „You are the best fuckin` crowd we had during this tour! Believe me, I`m not bullshitin` you!“ so was wie den finalen Ritterschlag für uns. Mal abgesehen davon, dass diese Band sicherlich jeden Konzertsaal zum brodeln bringt, kochte die Halle schon ordentlich, so dass ich persönlich geneigt war dem Devil zu glauben. Nachdem „Shasta Beast“ das Tempo noch mal anzog und „Already Died“ wieder für eine kleine Verschnaufpause sorgte, gabs dann erstmal die nächste Testosterondusche vom Bühnenrand. Irgend ein fahrlässiger Zeitgenosse hatte Jesse doch tatsächlich das Wort „Pussycat“ ins Deutsche übersetzt, was dieser nun auch ausgiebig zu benutzen wusste (verbunden mit wahren Kanonaden von Handküssen, die er ins Publikum schoß). Der nächste Song brachte die Halle dann mal so richtig zum brodeln „Stuck in the Metal“ wurde angestimmt, wer „Reservoir Dogs“ gesehen hat: OHR! Jedenfalls wurde mir bei dem Song erstmal bewusst, dass neben Jesse mit Mr. Joey Castillo, Dave Catching und Brian O`Connor noch ein paar andere Hochkaräter auf der Bühne standen. In der One-Man-Show des Devil ging das etwas unter, aber gerade Joey Castillo prügelte diesen Song so unbarmherzig nach oben, dass man gar nicht umhin kam, ihn zu bemerken. Ein Monster an den Drums! Geniale Version jedenfalls und auf der Bühne brach spätestens jetzt die reine Spielfreude aus. Diese erreichte dann bei „Secret Plans“ wieder einen neuen Höhepunkt, bevor man sich (und uns) mit „English Girl“ und „Anything c’ept the truth“ erstmal wieder eine kleine Verschnaufpause gönnte. Bereichert wurden die Pausen weiterhin mit Jesses Ansprachen. Es ist der Hammer, wie dieser Kerl mit jeder Geste den Rock versprüht! Er scheint schier unfähig zu sein, ohne Fliegersonnenbrille und geordnetem Schnauzer auch nur einen Ton aus seiner Klampfe hervor zu bringen. Jede Bewegung wird also zelebriert, jede noch so kleine Zweideutigkeit in den Texten mit einem breiten, bärtigen Grinsen kommentiert. Das einzige Problem war, dass die kurzen, knackigen Songs zwar unbarmherzig zu zünden vermochten, aber wir nun schon das Ende vom Mainset erreicht hatten. Zwei Songs sollten noch kommen… zwei großartige Songs möchte ich hinzufügen. Die ultimative Testosteron-Freakshow erreichte nun mit „Whorehoppin`(shit, goddamn, I`m a Man!)“ Level 10. Die Halle brüllte den Refrain mit, Jesse ging am Mirkofon ab und mir persönlich wurde mein Setlistwunsch Nr. 1 erfüllt (Nr. 2 blieb mir leider versagt, denn „I`m your Torpedo“ wurde nicht hervor gezaubert, soviel sei verraten). Vor dem letzten Song des Hauptteils vergewisserte sich der Devil noch persönlich, wie es denn den „Ladies“ im Saal ging und ließ praktisch jede einzeln antworten. Die Selbstironie folgte dann mit „I want you so Hard (The Boy’s Bad News)“ freilich auf dem Fuße und das Mainset wurde aber so was von rockig beendet! Wahnsinn. Diese Band macht richtig gute Laune, mal abseits von political correctness und sozialkritischen Themen, die irgendwie verwurstet werden um beim Publikum einen Lerneffekt hin zum besseren Menschen zu erwirken. Die Eagles sind purer Unterhaltungsrock auf einem ganz ganz hohen Level! Also war die stimmung auch entsprechend gut, als Jesse die Bühne nach kurzer Pause alleine wieder betrat und sich Song Nr. 1 des Zugabenteils vom Publikum zurufen ließ. „What should I play for you now?“ Klar, dass ihm da der halbe Bandkatalog engegen geschwurbelt kam, letztenendes machte dann „Cherry Cola“ das Rennen und wurde von Mr. Cool alleine performt. Sehr geil, den Song mal nur mit E-Gitarrenuntermalung zu hören. Irgendwann während der 2. Zugabe zeigten dann auch wieder die Deutschstunden Wirkung, indem Jesse das, was er da vorne tat, als „Rock`N Roll with mein Schnauzbart“ bezeichnete und diesen genüsslich zurechtzupfte. Für den Rest des Zugabenteils schien man entschieden zu haben, dass, zusätzlich zur Cowbell, auch noch eine weitere Gitarre nötig ist um uns mal so richtig zu rocken. Also betrat Troy Van Leeuwen erneut die Bühne und stieg bei „I only want You“ gleich mit ein. Die Eagles mit drei Gitarren, weltklasse. Vor allem da mit Troy ein weiterer Könner am Start war und in Verbindung mit Castillo gleich noch mal ne Ecke mehr Druck in die Songs brachte (QOTSA lässt grüßen, da haben die zwei das ja perfektioniert). Im selben Lineup wurde dann „Wannabe in LA“ herungtergebrettert und Jesse verwandelte sich so langsam in einen Derwisch, der wie von der Tarantes gestochen über die Bühne fegte, die ersten Reihen anheizte und wild gestikulierend hinterm Mikro abging. Wahnsinn, besonders das nun (leider) folgende letzte Stück „Speaking in Tongues“. Gitarrensolo von Troy und gen Ende ein Dialog aller drei Saitenbretter waren formschön eingebaut. Nachdem der letzte Ton verklungen war, musste man den Devil, der wie ein Rumpelstilzchen am Bühnenrand entlang wütete förmlich von der Bühne zerren.
Das war Rock in Reinform! Wenn die Kerle so weiter machen, dann kann die Mancademy von Burger King einpacken, denn ohne Eagles Konzi gibt’s dann kein Diplom mehr! Wir standen nach dem Konzert jedenfalls mehr oder weniger geflasht in der Halle, frisch überrollt von einer Walze aus Rock`N Roll der alten Schule und einem Jesse Hughes in Bestform. Schade, dass es so schnell vobei war, aber beim nächsten Mal sind wir auf jeden Fall wieder am Start. Das lasse ich mir dann nicht entgegen! Denn wenn die Eagles den Saal zum Kochen bringen und Jesse die „Ladies“ glorifiziert und den Schnauzer bürstet… (oder umgekehrt), dann ist das Einzige, was diesen Kerl in prasselengen Jeans, mit Sonnenbrille und Schnurrbart noch vom Erringen der Weltherrschaft abhalten kann, wohl Alice Schwarzer als Endgegner im letzten Level! Denn da würde selbst der Devil kapitulieren… denn die bekommt nichtmal er „moustachifiziert“! ;-)
Ein Hooray an all euch Schnurrbartträger und Tastaturjockeys da draußen vor den Bildschirmen der Republik! Jetzt, da die Bundestagswahl gelaufen und die Steuerentlastungsversprechen der FDP als das entlarvt sind, was sie nun mal darstellen (nämlich riesengroßer Mumpitz!), braucht man die eine oder andere Abwechslung um sich von dem ganzen Ausschuß, der aus den undichten Stellen der Koalitionsverhandlungen trieft, ab und zu in mentale Sicherheit zu retten. Man braucht quasi eine Art denkbefreite Zone des Frohsinns, in welcher man dem „bürgerlichen Lager“ mal den `nen langen Schnurrbart drehen kann!
Und so begab es sich also, dass exakt, also auf den Tag genau, zwei Monate nach dem großen, konzerttechnischen Klimax des Jahres 2009 die wilde Hatz nach den musikalischen Leckerbissen des Rock`n Roll für mich weiter ging. Kurz nach der Mitteilung meiner Schwester, dass sich der Teufel persönlich mit seiner Schalmeienkappelle in unsere Lande wagt, war alles nötige in die Wege geleitet um am 15.10.2009 beruhigt ins Elbflorenz zu pilgern um sich 2009 auch noch die sagenumwobenen „Eagles of Death Metal“ auf die Konzertvita pinseln zu können. Yeahhhhh, was für ein Jahr; man kann es gar nicht oft genug betonen. Jedenfalls kamen Ende September dann auch die Tickets eingetrudelt und verschönerten fortan meine Pinwand.
Im Gegensatz zu vielen anderen Konzerten, bei denen man streng genommen nur am Tag des Gigs fit und aufmerksam in der Menge stehen muß, erfordert so ein EoDM – Konzi auch eine gewissenhafte Vorbereitung; sprich: Man(n) braucht `nen Schnurrbart! Ein Eagles – Konzert ohne Popelbremse ist ungefähr so, wie ein Grillfest ohne Bier! Also, wurde meinerseits erstmal über 14 Tage hinweg ein überaus edler Gesichtsrasen kultiviert, welcher dann am Tage des Konzerts formschön zu einem „Moustache deluxe“ zurechtrasiert wurde. Das wars dann auch schon mit Styling! Jeans und Bandshirt komplettierten dann noch das Outfit und ab gings im Seat Richtung Landeshauptstadt. Meine Schwester war, selbstredend, auch mit am Start und so lenkten ich den Ibiza, ähm… ich meine das Muscle Car *hüstel*, aus den Schnee bedeckten Gipfeln des Erzgebirges hinab ins Tal der Ahnungslosen! ;-)
Beeindruckend war mal wieder die Analogie zum Nick Cave Konzert im Juni: Das Wetter war beschissen! Entsprechend auch die Autobahnfahrt gen Dresden eher eine Qual als ein Vergnügen. Jedenfalls fanden wir die Reithalle gleich im ersten Anlauf, parkten unseren Straßenflitzer in einer Seitenstraße und verweilten zunächst noch ein dreiviertel Stündchen im Auto um dem Regen aus dem Wege zu gehen, welcher jenseits der Autoscheiben auf uns lauerte. Jo, die Vorfreude stieg so langsam an! Wer hätte das gedacht, dass man die Eagles dieses Jahr auch noch vor der Haustür serviert bekommt. Noch dazu mit der neu formierten Combo „Sweethead“, welche sich aus dem überaus kreativen Dunstkreis des Desert-Rock rund um die Rancho de la Luna heraus kristallisierte und die man sich alleine deshalb schon als alleinigen Headliner antun würde.
Nebenbei stand heute noch ein Wiedersehen mit Troy van Leeuwen (Sweethead-Gitarrist) und Mr. Joey Castillo (Trommel-feuerbeauftragter der Eagles) an, welchen wir 2005 ja schon mal auf dem Highfield im wahrsten Sinne des Wortes Aug`in Aug`gegenüber standen. Jedenfalls stapften wir zur angegebenen Einlasszeit vom Auto schnurstracks Richtung Eingang, wo uns, vor verschlossenen Toren, eine tobende Horde von insgesamt 10 Mann erwartete… . Bis die Türen dann zunächst zum Gelände allgemein und schließlich auch zur Halle an sich geöffnet wurden, hatte sich die Zahl immerhin schon verfünffacht! Das Ergebnis war ein recht angenehmer Einlass und ein schneller Zugang zu Garderobe und Bierstand. Zwischendurch noch ein T-Shirt (mit Schnurrbart!) am Merchandisingstand abgestaubt und sich dann gediegen mit dem Kösti (muß man mal wieder lobend erwähnen, dass man da nicht mit irgendeiner Plörre abgespeist wird, sondern auch richtiges Bier erhält) die Halle in Augenschein genommen. Also, ich muß mal sagen: Respekt! Klein, aber fein das Ding. Man ist quasi umzingelt von Bars und selbst von ganz Hinten ist die Sicht auf die Bühne noch richtig klasse. Hinzu kommt noch, dass Saal und Bühne in etwa gleich breit sind, was den Eindruck eines recht intimen Klubkonzerts noch verstärkt. Die Zahl der Anwesenden… hmm… sehr schwer zu schätzen. Ich würde das vielleicht mal so auf knapp 2000 schätzen, aber wie gesagt, so wirklich den Überblick hatte ich nicht.
Wir postierten uns schließlich etwa 20 Meter vor der Bühne in Barnähe. Während der ersten Vorband „This City“ war das noch alles recht luftig da, sollte sich aber selbstredend später ändern. Besagte Engländer lieferten einen recht angenehmen Auftakt in den Abend, schön rockig und beschwingt wurde sich durch den Auftritt gerockt. Das hatte was von „At the Drive In“, mit einem Sänger, der aussieht wie Jim Carrey wohlgemerkt. Aber war eine feine Sache und was Vorbands betrifft durchaus ein kleines Highlight 2009. Als die Herren fertig waren gings dann schließlich in eine erneute Verschnaufpause und der vordere Innenraum um uns herum füllte sich zusehends. Als dann die Umbauarbeiten fertig waren (Anm. d. Red.: Die dübelten da ein paar gigantische High-Hats ans Schlagzeug… unklar), betraten dann die von uns mit so viel Vorfreude erwarteten „Sweethead“ die Bühne: Troy, schick wie immer im schwarzen Anzug und knallrotem Seidenhemd gewandet, die Sängerin – in gewisser Weise analog zu ihrer Stimme – in einem schwarz-goldenem Abendkleid gewandet. Dazu noch ein gediegenes Drumkit nebst Bassist und fertig ist die Band. Jedenfalls schoben Sweethead die Stimmung fleißig weiter nach vorne, sehr gute Band! Klasse Liveperformance. Spätestens als sie zu „Great Disruptors“ ihren musikalischen Abendgruß ins Volk schickten, war die Halle somit auch ordentlich vorgewärmt für die Eagles. Die Umbaupause nutzten die meisten im Saal um sich noch ein bissel weiter gen Bühne zu schieben oder noch mal das konsumierte Bier hygienisch korrekt wieder zu entsorgen. Wir standen unterdessen erwartungsfroh an unserem Platz und beobachteten das hektische Treiben auf der Bühne. Zugegeben, viel musste man nicht umbauen: von Bühnendeko weit und breit keine Spur und die Instrumente sind auch recht spartanisch gehalten. Reduce to the Max. Ein Joey Castillo wirkte zeitweise recht einsam hinter seinem Schlagzeug. Aber was der Kerl dann mit diesem schon fast niedlich anmutenden Stück Instument anstellte war mal wieder über jeden Zweifel erhaben. Außerdem: He gave us MORE COWBELL!
Vielleicht sollte man, kurz bevor es los geht, mal die absurden Auswüchse des Rauchverbots erwähnen. Was in Behörden, öffentlichen Gebäuden und Kindergärten sicherlich Sinn macht, kann auf Rockkonzerten zu recht seltsamen Auswüchsen führen. Da verkrochen sich viele in irgendwelche Ecken und Nischen des Saales, nur um unbeobachtet vom Security-Sepp eine zu rauchen. Dem Sepp wiederum, schien das eigentlich vollkommen mumpe zu sein wer da (was) raucht. Jedenfalls schritt keiner ein und zum Hauptact traute sich dann auch die breite Masse sich eine anzustecken. Das Absurde an der Sache war eher, dass ich nirgends die obligatorischen, 12 Quadratmeter großen „Rauchen verboten“ Schilder entdeckt habe… und trotzdem diese breite Zurückhaltung. Mal ehrlich: Von einem Eagles of Death Metal Konzert nicht zugeräuchert heim zu kommen, das ist wie Duschen ohne nass zu werden!

(The DEVIL - Rampensau der Extraklasse!)
Jedenfalls ging dann irgendwann das Licht aus, die Überbrückungsmusik verstummte (btw: sehr feine Songauswahl Mr. Hughes, Respekt ) und die Eagles of Death Metal, angeführt vom Teufel höchstpersönlich betraten die Bühne! Der Saal find augenblicklich an zu kochen, noch bevor der erste Ton erklungen war. Hätte man es mit einer „normalen“ Band im engen Sinne zu tun gehabt, wäre der Verlauf ungefähr folgender gewesen: 1. ein kurzes „Hallo“, 2. Ein Kracher zum Einstieg, gefolgt von zwei bis drei weiteren Anheizern, 3. erste kurze Pause wenn das erste Dutzend Fans schon aus der Menge gezerrt wurde und der Rest der Audience auf Betriebstemperatur war, 4. sich in eben jener Pause ein bissel vom Publikum feiern lassen. Nicht so bei den Eagles! Jesse „The Devil“ Hughes, Rock`N Roll Inkarnation und Rampensau par excellance in Personalunion trat ins Rampenlicht und tat erstmal… NICHTS! Zumindest nicht aktiv. Wie in Stein gemeißelt stand der Kerl auf der Bühne, die Pilotenbrille lässig in der nach Hinten gekämmten Mähne steckend und streifte erstmal seinen Schnurrbart (den selbstbetitelten „Balken der Liebe“) zurecht und checkte erstmal das Publikum ab. Nachdem er zielsicher alle „Ladies“ im Publikum einzeln begrüßt, die knackengen Jeans gerichtet und sich in seinem extrem dekolletierten Shirt erstmal gefühlte 5 Minuten lang hat feiern lassen, besann er sich auf den eigentlichen Grund seiener Anwesenheit: Musik machen. Der Typ ist einfach eine Urgewalt, da betritt kein Musiker die Bühne, nein, das ist Mr. Cool himself. Der Einstieg gelang dann mit „I`ve Got a Feeling (Just Nineteen)“ auch gleich in famoser Weise. Thematisch, soviel war jetzt schon klar, würde sich das Konzert ohnehin um Sex, Drugs and Rock`N Roll drehen… ergänzt von der Huldigung des Schnurrbartes als männliches Modeaccessiore. Genau das wurde auch im ersten Part des Sets deutlich. Mit „Don`t Speak (I came to make a BANG!“ wurde auch gleich der nächste Testosteronrocker nachgelegt. „Bad Dream Mama“ und „Miss Alissa“ folgten und ließen die Masen förmlich abheben. Unterbrochen wurden die Songs nur von den kurzen Flirts des „Devils“ mit der anwesenden Damenwelt. Bereits nach den ersten Songs war klar, der Kerl hat heute abend noch nichts vor… NOCH nicht! Weltklasse. Bei jedem anderen, sagen wir mal Bono, wäre diese Bühnenshow in ein peinliches, prolliges Intermezzo ausgeartet. Aber bei Jesse erwartet man genau das, zumal er dies auch mit einem geradezu entwaffnenden Charme kombiniert. Kurz bevor mit „Now I`m a Fool“ erstmals der Gashebel ein wenig zurück genommen wurde, gabs mit „You are the best fuckin` crowd we had during this tour! Believe me, I`m not bullshitin` you!“ so was wie den finalen Ritterschlag für uns. Mal abgesehen davon, dass diese Band sicherlich jeden Konzertsaal zum brodeln bringt, kochte die Halle schon ordentlich, so dass ich persönlich geneigt war dem Devil zu glauben. Nachdem „Shasta Beast“ das Tempo noch mal anzog und „Already Died“ wieder für eine kleine Verschnaufpause sorgte, gabs dann erstmal die nächste Testosterondusche vom Bühnenrand. Irgend ein fahrlässiger Zeitgenosse hatte Jesse doch tatsächlich das Wort „Pussycat“ ins Deutsche übersetzt, was dieser nun auch ausgiebig zu benutzen wusste (verbunden mit wahren Kanonaden von Handküssen, die er ins Publikum schoß). Der nächste Song brachte die Halle dann mal so richtig zum brodeln „Stuck in the Metal“ wurde angestimmt, wer „Reservoir Dogs“ gesehen hat: OHR! Jedenfalls wurde mir bei dem Song erstmal bewusst, dass neben Jesse mit Mr. Joey Castillo, Dave Catching und Brian O`Connor noch ein paar andere Hochkaräter auf der Bühne standen. In der One-Man-Show des Devil ging das etwas unter, aber gerade Joey Castillo prügelte diesen Song so unbarmherzig nach oben, dass man gar nicht umhin kam, ihn zu bemerken. Ein Monster an den Drums! Geniale Version jedenfalls und auf der Bühne brach spätestens jetzt die reine Spielfreude aus. Diese erreichte dann bei „Secret Plans“ wieder einen neuen Höhepunkt, bevor man sich (und uns) mit „English Girl“ und „Anything c’ept the truth“ erstmal wieder eine kleine Verschnaufpause gönnte. Bereichert wurden die Pausen weiterhin mit Jesses Ansprachen. Es ist der Hammer, wie dieser Kerl mit jeder Geste den Rock versprüht! Er scheint schier unfähig zu sein, ohne Fliegersonnenbrille und geordnetem Schnauzer auch nur einen Ton aus seiner Klampfe hervor zu bringen. Jede Bewegung wird also zelebriert, jede noch so kleine Zweideutigkeit in den Texten mit einem breiten, bärtigen Grinsen kommentiert. Das einzige Problem war, dass die kurzen, knackigen Songs zwar unbarmherzig zu zünden vermochten, aber wir nun schon das Ende vom Mainset erreicht hatten. Zwei Songs sollten noch kommen… zwei großartige Songs möchte ich hinzufügen. Die ultimative Testosteron-Freakshow erreichte nun mit „Whorehoppin`(shit, goddamn, I`m a Man!)“ Level 10. Die Halle brüllte den Refrain mit, Jesse ging am Mirkofon ab und mir persönlich wurde mein Setlistwunsch Nr. 1 erfüllt (Nr. 2 blieb mir leider versagt, denn „I`m your Torpedo“ wurde nicht hervor gezaubert, soviel sei verraten). Vor dem letzten Song des Hauptteils vergewisserte sich der Devil noch persönlich, wie es denn den „Ladies“ im Saal ging und ließ praktisch jede einzeln antworten. Die Selbstironie folgte dann mit „I want you so Hard (The Boy’s Bad News)“ freilich auf dem Fuße und das Mainset wurde aber so was von rockig beendet! Wahnsinn. Diese Band macht richtig gute Laune, mal abseits von political correctness und sozialkritischen Themen, die irgendwie verwurstet werden um beim Publikum einen Lerneffekt hin zum besseren Menschen zu erwirken. Die Eagles sind purer Unterhaltungsrock auf einem ganz ganz hohen Level! Also war die stimmung auch entsprechend gut, als Jesse die Bühne nach kurzer Pause alleine wieder betrat und sich Song Nr. 1 des Zugabenteils vom Publikum zurufen ließ. „What should I play for you now?“ Klar, dass ihm da der halbe Bandkatalog engegen geschwurbelt kam, letztenendes machte dann „Cherry Cola“ das Rennen und wurde von Mr. Cool alleine performt. Sehr geil, den Song mal nur mit E-Gitarrenuntermalung zu hören. Irgendwann während der 2. Zugabe zeigten dann auch wieder die Deutschstunden Wirkung, indem Jesse das, was er da vorne tat, als „Rock`N Roll with mein Schnauzbart“ bezeichnete und diesen genüsslich zurechtzupfte. Für den Rest des Zugabenteils schien man entschieden zu haben, dass, zusätzlich zur Cowbell, auch noch eine weitere Gitarre nötig ist um uns mal so richtig zu rocken. Also betrat Troy Van Leeuwen erneut die Bühne und stieg bei „I only want You“ gleich mit ein. Die Eagles mit drei Gitarren, weltklasse. Vor allem da mit Troy ein weiterer Könner am Start war und in Verbindung mit Castillo gleich noch mal ne Ecke mehr Druck in die Songs brachte (QOTSA lässt grüßen, da haben die zwei das ja perfektioniert). Im selben Lineup wurde dann „Wannabe in LA“ herungtergebrettert und Jesse verwandelte sich so langsam in einen Derwisch, der wie von der Tarantes gestochen über die Bühne fegte, die ersten Reihen anheizte und wild gestikulierend hinterm Mikro abging. Wahnsinn, besonders das nun (leider) folgende letzte Stück „Speaking in Tongues“. Gitarrensolo von Troy und gen Ende ein Dialog aller drei Saitenbretter waren formschön eingebaut. Nachdem der letzte Ton verklungen war, musste man den Devil, der wie ein Rumpelstilzchen am Bühnenrand entlang wütete förmlich von der Bühne zerren.
Das war Rock in Reinform! Wenn die Kerle so weiter machen, dann kann die Mancademy von Burger King einpacken, denn ohne Eagles Konzi gibt’s dann kein Diplom mehr! Wir standen nach dem Konzert jedenfalls mehr oder weniger geflasht in der Halle, frisch überrollt von einer Walze aus Rock`N Roll der alten Schule und einem Jesse Hughes in Bestform. Schade, dass es so schnell vobei war, aber beim nächsten Mal sind wir auf jeden Fall wieder am Start. Das lasse ich mir dann nicht entgegen! Denn wenn die Eagles den Saal zum Kochen bringen und Jesse die „Ladies“ glorifiziert und den Schnauzer bürstet… (oder umgekehrt), dann ist das Einzige, was diesen Kerl in prasselengen Jeans, mit Sonnenbrille und Schnurrbart noch vom Erringen der Weltherrschaft abhalten kann, wohl Alice Schwarzer als Endgegner im letzten Level! Denn da würde selbst der Devil kapitulieren… denn die bekommt nichtmal er „moustachifiziert“! ;-)
Dienstag, 15.09.2009
BAD DREAM MAMA
(Eagles of Death Metal)
Guten Tag, liebe Fernsehwelt! Heute, zur Abwechslung zu all den Lobhudeleien auf us-amerikanische Schalmeienkapellen, möchte ich mich mal wieder der guten, alten Flimmerkiste widmen… und vor allem dem Wahnsinn, der sich darin abspielt! Der Vernunftmensch ist ja schon viel Elend gewohnt! Da wird vom „Partyluder“ bis hin zur „Society-Lady“ alles medial verwurstet, was bei drei nicht auf den Bäumen ist (meist mangels mathematischer Kenntnisse). Hauptsache möglichst nackt, hohl und primitiv! Solange die Message ordentlich sinnleer ist, darf sich jeder C-Promi mal vor die Kamera zerren lassen um Sätze wie „ich trage heute „Lui Fotton und einen zwölfgranätigen Verlobungsring von Loddar“ in die Linse zu hauchen, bevor er/sie sich den 12.000$ Schampus über den Nerzmantel kippt. Dazu noch ein paar Gewichtsprobleme der Marke „totale Kalorienverweigerung“ und fertig ist eine abendfüllende Moderation von Frauke Ludowig. (Was uns alles erspart bliebe, wenn die einfach Sportreporter geworden wäre… stellt euch das mal vor!) Freilich kann man nicht verlangen, dass man, zumal auf RTL, von sämtlichen Dummfug verschont bleibt. Tja, das dachte sich auch o.g. Sender und entwarf das Format „Schwiegertochter gesucht“. Mittlerweile muß man nicht mal mehr semiprominent sein um sich vor einem Millionenpublikum komplett vom Obst machen zu dürfen! Nein, man muß nur noch solo sein (meistens MIT OFFEBNSICHTLICHEM GRUND), bei Mama wohnen und sollte darüber das Interesse am weiblichen Geschlecht, egal wie rudimentär es nur noch ausgeprägt sein mag, noch nicht ganz verloren haben. Wenn man das alles erfüllt, schickt RTL seinen Moderationshamster ins traute Heim und man darf sich dann aus den umfangreichen Zuschriften die zwei passenden Lebensabschnittsgefährtinskandidatinnen aussuchen. Die dürfen dann den Nerd und seine Mama ein paar Wochen besuchen und sich dabei eine epische Schlacht um die Gunst des Angebeteten liefern. Am Ende entscheidet sich dann der Typ für eine dieser Uschis, die andere wird heulend wieder in den Regionalexpress nach Castrop-Rauxel gesetzt und Mutti ist froh, dass sie nun zwei hoffnungslose Fälle bekochen darf! So oder so ähnlich steht’s wohl im Sendekonzept.
Als ich letzte Woche beim Zappen da hängen blieb, dachte ich mir: „Mensch, das kuckst du dir jetzt mal an! Hast eh grade massiven Bock auf Fremdschämen!“ Gesagt, getan! Glücklicher Weise war das auch noch Sendung Nr. 1, wo die ganzen Heinis da schmalztriefend vorgestellt wurden. Das klang dann alles ungefähr so:
„Das ist Friedhelm. Friedhelm ist 56 Jahre als, kommt aus Ammershausen und wohnt mit Elsbeth, seiner 83jährigen Mutter auf einem malerischen Gehöft. In seiner Freizeit spielt unser pensionierter Schlafwagenkapitän mit dem großen Herz gerne Hallenhalma oder lässt es im Folkloreverein so richtig krachen. Dabei, so berichtete uns Friedhelm, geht es auch schon manchmal recht lustig zur Sache (** kurze Einblendung eines am Tisch sitzenden, seinen Kaffee „schwarz“ trinkenden Friedhelm der verwegen grinst… im Hintergrund ertönt Semino Rossi m/ **). Doch trotz seiner offenen, freundlichen Art hat der sympathische Draufgänger die Frau fürs Leben noch nicht gefunden, dabei sehnt er sich doch so sehr nach einer lieben Gefährtin, die mit ihm das Leben und noch viel mehr teilt (**an dem Punkt wird’s für Leute mit zu viel Phantasie so langsam eklig!**) Denn Friedhelm hatte in seinem Leben noch keine Freundin (**Einspieler eines traurig dreinblickenden Friedhelm und im Hintergrund „Hurt“ von Johnny Cash für die entsprechende Stimmung**)!“
Jetzt folgen noch ein paar mit Schlager- und Herzschmerzmusik untermalte Szenen von Friedhelm, wie er durch sein Kuhdorf latscht und schmachtend in den Sonnenuntergang schaut bevor er zu Mutti und der frischen Hausmannskost zurück kehrt. Anbei noch das Wunschprofil der Angebeteten: „lieb“ soll sie schon sein und sonst zählen eh nur die inneren Werte! Aber kochen können sollte sie „wie Mutti“ und auch bereit sein zu ihm in die suburbane Inzuchtzone zu ziehen. Außerdem wäre „reich“ und trotzdem „genügsam“ noch nett. Wenn sie dann auch noch aussieht wie die agrikulturelle Version von Paris Hilton, dann könne man sich die Alte ja schon mal ankucken… oder Mama?!? Naja, jedenfalls bekommt der Typ dann Besuch von der moderierenden Heimsuchung des Privatfernsehens, die natürlich das ganze Elend, was dessen Lebensalltag so auszeichnet, auch noch ganz witzig zu finden scheint (so wie die dauernd ins Antlitz des Suchenden grinst). Die hat dann einen Postsack mit allen Zuschriften für den betreffenden Kandidaten dabei, aus dem er freie Auswahl hat. Bei einem der Typen waren dies im Übrigen spektakuläre drei Briefe! Streng genommen konnte der sich nicht zwei aussuchen, sondern musste nur entscheiden, welche er weg lässt! Kurz darauf werden die Ischen dann via Interregio ins Hinterland gekarrt und die Freakshow beginnt erst so richtig!
„Margot und Wilhelmine freunden sich bei einer Tasse Tee mit Friedhelms Mutti an. Die stürmische Margot, die sofort seine Hand ergreift, hat es Friedhelm besonders angetan (**Einblendung Friedhelm: „Die Margot, die hat`s mir besonders angetan mit ihrer stürmischen Art!“ *debiles Grinsen*), während Elsbeth noch skeptisch ist. „Die Wilhelmine finde ich sehr nett. Die kann für meinen Friedhelm sorgen, wenn ich mal nicht mehr bin! … wie? … ach ja, die Margot… die Margot ist auch nett!“. (**Klartext: Margot hat schon verloren; vom Hausdrachen rigoros aussortiert!**).
So wird sich dann bei Kaffee und Kuchen durch die Belanglosigkeiten gesmaltalkt, bis Friedhelm sich unter wütenden Blicken seiner Mutter Margot krallt und einen romantischen Spaziergang durchs Dorf wagt. Dabei latscht man über ein Heuwiese, trinkt aus nem Bach und wenn die Trulla Glück hat, gibt noch ne Blume ins auftoupierte Haupthaar gesteckt. Dann eine einminütige Szene, wo die Kamera beide von hinten filmt, wie sie Hand in Hand auf das Friedhelmsche Gut zu wandern. Aus dem Off ertönt „One Moment in time“ und der Moderationskaschper säuselt: „Friedhelm und die selbstständige Hundefrisöse scheinen sich auf Anhieb zu verstehen. Schon nach einer halben Stunde gemeinsamen Spaziergangs ist der Funke übergesprungen! ** Einblendung Friedhelm „Der Funke ist schon sofort irgendwie … ja… übergesprungen, kann man schon… sagt man das so? Ich kann mir eine Zukunft mit Margot vorstellen, und vielleicht auch Kinder!“ Das elsbethsche Damoklesschwert, welches über der „jungen Liebe“ schwebt wird getrost verschwiegen. Daheim angekommen sitzen Wilhelmine und die Mutter mit vorwurfsvollen Blicken in der Bauernküche und trinken Kaffee aus potthässlichen Porzellantassen. Friedhelm, lädt auf Drängen seiner Mutter nun auch Elsbeth zu einem Spaziergang ein. Margot verbleibt mit Mutter in der Küche…!
„Wilhelmine und Friedhelm besuchen seinen Kumpel Karlheinz im Nachbardorf. Dabei haben sich unser Junggeselle und die 42jährige Zitronenfalterin sehr viel zu erzählen.“ Objektiv gesehen laufen die beiden wortlos nebeneinander her seit Friedhelm zunächst sein Frauenbild (anno 1492) und anschließend seine Vorliebe für Gummischlüpfer mit Noppenstruktur erwähnte… aber so was kann man dem TV-Volk ja „schönmoderieren“. Bei Karlheinz angekommen bekommt Wilhelmine zunächst auch von diesem ein paar sexistische Sprüche gedrückt, bevor sie mit zwei Körben selbstgezogenen Kohlrabi aus Karlheinz` selbst gedüngter Privatzucht den Heimweg antreten (die Körbe trägt natürlich sie)! Wieder zu Hause angekommen, hat sie die Schmähung aus lauter Kamerageilheit aber schon wieder vergessen und biedert sich ihrem Peiniger fröhlich lachend weiter an. Margot ist inzwischen „abgereist“. Friedhelm, der sich beiläufig über den frischen Erdhügel im Garten wundert, ist enttäuscht von ihr und beschließt nun, Wilhelmine zu ehelichen (**** Einblendung Friedhelm „Der Funke ist schon sofort irgendwie … ja… übergesprungen, kann man schon… sagt man das so? Ich kann mir eine Zukunft mit Wilhelmine vorstellen, und vielleicht auch Kinder!**) Mutter Elsbeth beglückwünscht ihn noch, während sie die blutige Axt wieder zurück in die Kammer stellt. Anschließend noch ein paar abstoßende Kußbilder der beiden Delinquenten und ein Rotfilter über die Kamera gelegt. Dann wird schwammig zum nächsten Vollheinz übergeblendet, welcher nach selbem Strickmuster mit einer Leidensgefährtin versorgt werden soll!
Boahhhhhh, war das GRUSELIG!!! Also man hält es gar nicht für möglich, was für Typen in diesem Land wohnen! Und vor allem noch nicht entmündigt sind! Das ist alles mal wieder Volksverdummung erster Kategorie! Ich gebe auch zu, dass das Ganze irgendwie unterhaltsam war, das hatte so was wie die „Faszination des Abartigen“! Man muß sich das ungefähr so vorstellen wie Norman Bates in „Psycho“… nur halt ohne Altersbeschränkung!
Guten Tag, liebe Fernsehwelt! Heute, zur Abwechslung zu all den Lobhudeleien auf us-amerikanische Schalmeienkapellen, möchte ich mich mal wieder der guten, alten Flimmerkiste widmen… und vor allem dem Wahnsinn, der sich darin abspielt! Der Vernunftmensch ist ja schon viel Elend gewohnt! Da wird vom „Partyluder“ bis hin zur „Society-Lady“ alles medial verwurstet, was bei drei nicht auf den Bäumen ist (meist mangels mathematischer Kenntnisse). Hauptsache möglichst nackt, hohl und primitiv! Solange die Message ordentlich sinnleer ist, darf sich jeder C-Promi mal vor die Kamera zerren lassen um Sätze wie „ich trage heute „Lui Fotton und einen zwölfgranätigen Verlobungsring von Loddar“ in die Linse zu hauchen, bevor er/sie sich den 12.000$ Schampus über den Nerzmantel kippt. Dazu noch ein paar Gewichtsprobleme der Marke „totale Kalorienverweigerung“ und fertig ist eine abendfüllende Moderation von Frauke Ludowig. (Was uns alles erspart bliebe, wenn die einfach Sportreporter geworden wäre… stellt euch das mal vor!) Freilich kann man nicht verlangen, dass man, zumal auf RTL, von sämtlichen Dummfug verschont bleibt. Tja, das dachte sich auch o.g. Sender und entwarf das Format „Schwiegertochter gesucht“. Mittlerweile muß man nicht mal mehr semiprominent sein um sich vor einem Millionenpublikum komplett vom Obst machen zu dürfen! Nein, man muß nur noch solo sein (meistens MIT OFFEBNSICHTLICHEM GRUND), bei Mama wohnen und sollte darüber das Interesse am weiblichen Geschlecht, egal wie rudimentär es nur noch ausgeprägt sein mag, noch nicht ganz verloren haben. Wenn man das alles erfüllt, schickt RTL seinen Moderationshamster ins traute Heim und man darf sich dann aus den umfangreichen Zuschriften die zwei passenden Lebensabschnittsgefährtinskandidatinnen aussuchen. Die dürfen dann den Nerd und seine Mama ein paar Wochen besuchen und sich dabei eine epische Schlacht um die Gunst des Angebeteten liefern. Am Ende entscheidet sich dann der Typ für eine dieser Uschis, die andere wird heulend wieder in den Regionalexpress nach Castrop-Rauxel gesetzt und Mutti ist froh, dass sie nun zwei hoffnungslose Fälle bekochen darf! So oder so ähnlich steht’s wohl im Sendekonzept.
Als ich letzte Woche beim Zappen da hängen blieb, dachte ich mir: „Mensch, das kuckst du dir jetzt mal an! Hast eh grade massiven Bock auf Fremdschämen!“ Gesagt, getan! Glücklicher Weise war das auch noch Sendung Nr. 1, wo die ganzen Heinis da schmalztriefend vorgestellt wurden. Das klang dann alles ungefähr so:
„Das ist Friedhelm. Friedhelm ist 56 Jahre als, kommt aus Ammershausen und wohnt mit Elsbeth, seiner 83jährigen Mutter auf einem malerischen Gehöft. In seiner Freizeit spielt unser pensionierter Schlafwagenkapitän mit dem großen Herz gerne Hallenhalma oder lässt es im Folkloreverein so richtig krachen. Dabei, so berichtete uns Friedhelm, geht es auch schon manchmal recht lustig zur Sache (** kurze Einblendung eines am Tisch sitzenden, seinen Kaffee „schwarz“ trinkenden Friedhelm der verwegen grinst… im Hintergrund ertönt Semino Rossi m/ **). Doch trotz seiner offenen, freundlichen Art hat der sympathische Draufgänger die Frau fürs Leben noch nicht gefunden, dabei sehnt er sich doch so sehr nach einer lieben Gefährtin, die mit ihm das Leben und noch viel mehr teilt (**an dem Punkt wird’s für Leute mit zu viel Phantasie so langsam eklig!**) Denn Friedhelm hatte in seinem Leben noch keine Freundin (**Einspieler eines traurig dreinblickenden Friedhelm und im Hintergrund „Hurt“ von Johnny Cash für die entsprechende Stimmung**)!“
Jetzt folgen noch ein paar mit Schlager- und Herzschmerzmusik untermalte Szenen von Friedhelm, wie er durch sein Kuhdorf latscht und schmachtend in den Sonnenuntergang schaut bevor er zu Mutti und der frischen Hausmannskost zurück kehrt. Anbei noch das Wunschprofil der Angebeteten: „lieb“ soll sie schon sein und sonst zählen eh nur die inneren Werte! Aber kochen können sollte sie „wie Mutti“ und auch bereit sein zu ihm in die suburbane Inzuchtzone zu ziehen. Außerdem wäre „reich“ und trotzdem „genügsam“ noch nett. Wenn sie dann auch noch aussieht wie die agrikulturelle Version von Paris Hilton, dann könne man sich die Alte ja schon mal ankucken… oder Mama?!? Naja, jedenfalls bekommt der Typ dann Besuch von der moderierenden Heimsuchung des Privatfernsehens, die natürlich das ganze Elend, was dessen Lebensalltag so auszeichnet, auch noch ganz witzig zu finden scheint (so wie die dauernd ins Antlitz des Suchenden grinst). Die hat dann einen Postsack mit allen Zuschriften für den betreffenden Kandidaten dabei, aus dem er freie Auswahl hat. Bei einem der Typen waren dies im Übrigen spektakuläre drei Briefe! Streng genommen konnte der sich nicht zwei aussuchen, sondern musste nur entscheiden, welche er weg lässt! Kurz darauf werden die Ischen dann via Interregio ins Hinterland gekarrt und die Freakshow beginnt erst so richtig!
„Margot und Wilhelmine freunden sich bei einer Tasse Tee mit Friedhelms Mutti an. Die stürmische Margot, die sofort seine Hand ergreift, hat es Friedhelm besonders angetan (**Einblendung Friedhelm: „Die Margot, die hat`s mir besonders angetan mit ihrer stürmischen Art!“ *debiles Grinsen*), während Elsbeth noch skeptisch ist. „Die Wilhelmine finde ich sehr nett. Die kann für meinen Friedhelm sorgen, wenn ich mal nicht mehr bin! … wie? … ach ja, die Margot… die Margot ist auch nett!“. (**Klartext: Margot hat schon verloren; vom Hausdrachen rigoros aussortiert!**).
So wird sich dann bei Kaffee und Kuchen durch die Belanglosigkeiten gesmaltalkt, bis Friedhelm sich unter wütenden Blicken seiner Mutter Margot krallt und einen romantischen Spaziergang durchs Dorf wagt. Dabei latscht man über ein Heuwiese, trinkt aus nem Bach und wenn die Trulla Glück hat, gibt noch ne Blume ins auftoupierte Haupthaar gesteckt. Dann eine einminütige Szene, wo die Kamera beide von hinten filmt, wie sie Hand in Hand auf das Friedhelmsche Gut zu wandern. Aus dem Off ertönt „One Moment in time“ und der Moderationskaschper säuselt: „Friedhelm und die selbstständige Hundefrisöse scheinen sich auf Anhieb zu verstehen. Schon nach einer halben Stunde gemeinsamen Spaziergangs ist der Funke übergesprungen! ** Einblendung Friedhelm „Der Funke ist schon sofort irgendwie … ja… übergesprungen, kann man schon… sagt man das so? Ich kann mir eine Zukunft mit Margot vorstellen, und vielleicht auch Kinder!“ Das elsbethsche Damoklesschwert, welches über der „jungen Liebe“ schwebt wird getrost verschwiegen. Daheim angekommen sitzen Wilhelmine und die Mutter mit vorwurfsvollen Blicken in der Bauernküche und trinken Kaffee aus potthässlichen Porzellantassen. Friedhelm, lädt auf Drängen seiner Mutter nun auch Elsbeth zu einem Spaziergang ein. Margot verbleibt mit Mutter in der Küche…!
„Wilhelmine und Friedhelm besuchen seinen Kumpel Karlheinz im Nachbardorf. Dabei haben sich unser Junggeselle und die 42jährige Zitronenfalterin sehr viel zu erzählen.“ Objektiv gesehen laufen die beiden wortlos nebeneinander her seit Friedhelm zunächst sein Frauenbild (anno 1492) und anschließend seine Vorliebe für Gummischlüpfer mit Noppenstruktur erwähnte… aber so was kann man dem TV-Volk ja „schönmoderieren“. Bei Karlheinz angekommen bekommt Wilhelmine zunächst auch von diesem ein paar sexistische Sprüche gedrückt, bevor sie mit zwei Körben selbstgezogenen Kohlrabi aus Karlheinz` selbst gedüngter Privatzucht den Heimweg antreten (die Körbe trägt natürlich sie)! Wieder zu Hause angekommen, hat sie die Schmähung aus lauter Kamerageilheit aber schon wieder vergessen und biedert sich ihrem Peiniger fröhlich lachend weiter an. Margot ist inzwischen „abgereist“. Friedhelm, der sich beiläufig über den frischen Erdhügel im Garten wundert, ist enttäuscht von ihr und beschließt nun, Wilhelmine zu ehelichen (**** Einblendung Friedhelm „Der Funke ist schon sofort irgendwie … ja… übergesprungen, kann man schon… sagt man das so? Ich kann mir eine Zukunft mit Wilhelmine vorstellen, und vielleicht auch Kinder!**) Mutter Elsbeth beglückwünscht ihn noch, während sie die blutige Axt wieder zurück in die Kammer stellt. Anschließend noch ein paar abstoßende Kußbilder der beiden Delinquenten und ein Rotfilter über die Kamera gelegt. Dann wird schwammig zum nächsten Vollheinz übergeblendet, welcher nach selbem Strickmuster mit einer Leidensgefährtin versorgt werden soll!
Boahhhhhh, war das GRUSELIG!!! Also man hält es gar nicht für möglich, was für Typen in diesem Land wohnen! Und vor allem noch nicht entmündigt sind! Das ist alles mal wieder Volksverdummung erster Kategorie! Ich gebe auch zu, dass das Ganze irgendwie unterhaltsam war, das hatte so was wie die „Faszination des Abartigen“! Man muß sich das ungefähr so vorstellen wie Norman Bates in „Psycho“… nur halt ohne Altersbeschränkung!
Montag, 07.09.2009
NEW DARK AGES
(BAD RELIGION)
Jaja, es ist mal wieder so weit: der Wahltag rückt näher! Am 27.09.2009 wählen wir unseren Cheffe… oder die Chefin (wies derzeit ausschaut). Jetzt fangen sie wieder an, die Tage des verbalen Donners. Da wird, Koalition hin oder her, unbarmherzig aufeinander eingeprügelt und sich gegenseitig die ohnehin nur rudimentäre Kompetenz abspenstig gemacht… Moment… irgendwie doch nicht! Man hat das Gefühl, dass gerade die Kanzlerin ihre Kontrahenten totkuscheln will. Nix mit „böse, unfähige SPD“, viel mehr prangt die Angie mit der Sicherheit der eigenen Eindrittelmehrheit von den Pappschildern und schweigt in Richtung „FW“. Aber darum solls mir hier gar nicht gehen, viel mehr um diese ganzen Splittergruppen und ehemaligen FDP – Ortsvereine, die sich irgendwann selbstständig machten (*rofl*). Denn, reden wir nicht drumrum: Bei uns kann mittlerweile jeder Schmock seine eigenen Interessenvertretung gründen. So kommt es dann zu so drolligen Dingen wie der „Biertrinkerpartei“ oder, was ich viel putziger finde: den „Violenten“… nee… Moment… die „Violetten“ meine ich. Die fliederfarbenen Kuscheldemokraten. Da wir, als mündige Bürger, als Souverän, als Wahlzettelausfüller erster Ordnung, uns aber auch über die informieren sollten, bevor wir am Ende vollkommen unüberlegt eine ernst zu nehmende Partei wählen, haben wir quasi die Pflicht uns mit denen mal auseinander zu setzen. Genauer gesagt: Mit deren Programmen. Die Violetten haben da nen ziemlich einfachen Slogan „Für spirituelle Politik“ Hmm, kein Witz, DAS MEINEN DIE ERNST! Innenpolitisch mag das ja noch harmlos sein, wenn man da die Krankenkassenbeiträge geflissentlich nach unten meditiert und demnächst statt den bösen, bösen Soldaten Kompanien von Yogis ins Oderbruch schickt wenn da mal wieder der Deich wackelt. Aber außenpolitisch kann man das doch nicht bringen. Schick so einen verdrehten Heini mit seinen Räucherstäbchen mal nach Teheran um dem Mahmoud seine Bomben auszureden… der denkt doch wir betteln um den Erstschlag! Dabei betteln die doch eigentlich um Frieden… kafkaesk! Ansonsten findet sich bei denen aber nicht viel Verwertbares auf der Seite… mal abgesehen von einer Weltsicht, die eine breiige Mischung aus „All you nee dis Love“ und dem neuen Testament zu sein scheint… kafkaesk. Was ich dabei aber so RICHTIG faszinierend finde, ist folgender Leitsatz:
„Die Schöpfung entspringt einer geistigen Quelle, die unter verschiedenen Namen wie z.B. Gott, Göttin, Vater-Mutter-Gott, Allah, JHWH, Brahma, Schöpfergeist, Universelle Intelligenz, Tao oder Es bekannt ist.“ (HP der Violetten)
Für mich haben die Typen sich mit genau diesem Leitsatz aber entlarvt… außer dass er recht einseitig ist, bezieht er auch die Möglichkeit ein, dass ES der Schöpfer ist!

"ES"
Und genau an dem Punkt wird mir als altem King-Leser Himmelangst!
Anderes, nicht weniger abschreckendes Beispiel: Die Tierschutzpartei. Süß. Da gibt`s dann den Karnickelminister und die Ab- und Umsattelprämie für Profireiter damit die wieder zu Fuß gehen. Fleisch können wir uns gleich abschminken, dann gibt’s nur noch Beilagen! So wie wir heute zum Tanken ins Ausland pilgern, werden wir dann wohl freiwillig gen Österreich pilgern, nur um mal wieder ein anständiges Wiener Schnitzel zu bekommen. Und auf dem Rückweg werden wir dann vom Zoll gefilzt… mit vegan ernährten Schnitzelhunden, die, unterernährt wie sie sind, auch noch das letzte Stückchen Gulasch im Sitzpolster aufspüren. Viel schlimmer wird dann aber das Gefühl der gesellschaftlichen Ächtung sein die uns, uns harmlosen Carnivoren, dann entgegen schlagen wird. Fahlhäutige, blätterlutschende vom Skorbut zerfressene Teilexistenzen werden plötzlich das gesellschaftliche Leitbild sein. Kein Mensch wird mehr Kontakt mit Nutzvieh haben, es sei denn im Streichelzoo (wenn der überhaupt noch genehm ist…). Von Fleisch und den ganzen, gesundheitspräventiv wirkenden Antibiotika darin mal ganz zu schweigen! Gute Nacht, wenn dann die Schweinegrippe zuschl… ähm… die Vogelgrippe zuschl… BSE zu… ach Scheiße! Killerbienen! Genau… GUTE NACHT, WENN DANN DIE KILLERBIENEN ZUSCHLAGEN!!!!!
Die Trilogie der Unvernunft soll nun aber mit der PBC abgerundet werden. Die Partei der Bibeltreuen Christen. Ja, die gibt’s auch, nur WARUM ist mir nicht klar. Wofür die stehen? Nunja, orgiastische Swingerparties und Black Metal werden es wohl kaum sein. Viel mehr, wen wunderts, christliche Werte in der Hardcore-Version. Hardcore deshalb, weil das mit Vernunft und gesundem Menschenverstand in einer aufgeklärten Gesellschaft nix zu tun hat. Allem voran der propagierte „Ausstieg aus der Homosexualität“. „Untermauert“ von allerlei Bibelzitaten wird da eine derart unterschwellige Art von Hetze betrieben, Gott bewahre dass die hier jemals was zu sagen haben! Die Säkularisierung soll komplett aufgehoben werden und Deutschland de facto zum „Gottesstaat“ umgemodelt werden. Bevor jetzt wieder Streitereien über die Analogie zum Islamismus los gehen: Welcher Gott die Politik macht ist im Grunde genommen doch egal. Auch auf den übrigen Gebieten haben die nicht wirklich viel Sinnvolles zu bieten. Wer innenpolitisch nicht mindestens ein Mal das Wort „Länderfinanzausgleich“ benutzt, der ist doch sowieso nicht ernst zu nehmen. Statt dessen redet man zielsicher an der Realität vorbei. Was zum Beispiel soll uns der wirtschaftspolitische Leitsatz sagen, der da lautet: „Die Wirtschaftspolitik der PBC, Partei Bibeltreuer Christen, richtet sich nach den Maßstäben der Bibel: „Du sollst Gott deinen Herrn lieben und deinen Nächsten lieben wie dich selbst.““?!?!? Das, meine Damen und Herren, ist die hohe Kunst des Nichts-Sagens! Jeder Kredithai hätte doch seinen Spaß mit denen, die unterschreiben einem doch alles, wenn man nur versichert, dass man es gut meint! Und das mit dem „Liebe deinen Nächsten“ ist auch relativ… sogar intrakonfessionell! Kleines Beispiel gefällig?!? Gerne, denn gegen Katholiken hat man als Bibeltreuer scheinbar was:
„Wir sagen NEIN zur Entmündigung von rund 500 Millionen EU-Bürgern (mit Ausnahme der Iren) (…)“ (PBC Wahlprogrammauszug)
Soso, ausgerechnet bei den eigenen Glaubensbrüdern auch noch zickig werden! Das haben wir ja gerne! Alles in allem ein riesengroßer Kokolores! Von mir aus kann ja grundsätzlich jeder das glauben, was er will! Jedenfalls so lange, wie er nicht andere damit belästigt oder gar gefährdet! Wo ist denn da der biblische Gedanke von Nächstenliebe? Abgewrackt?!
Noch nie war ich so froh über die 5% Hürde wie gerade jetzt, da ich die Browserfenster der Homepages dieser politischen Untergrundorganisationen wieder schließen kann! Die einen haben einfach nur spiritistisch einen an der Klatsche und die anderen wollen selbige der Fliegen zuliebe ganz abschaffen! Daß die Bibeltreuen am Ende in den Bundestag einziehen… da fällt mir nur eins ein: GOTT BEWAHRE!!
Jaja, es ist mal wieder so weit: der Wahltag rückt näher! Am 27.09.2009 wählen wir unseren Cheffe… oder die Chefin (wies derzeit ausschaut). Jetzt fangen sie wieder an, die Tage des verbalen Donners. Da wird, Koalition hin oder her, unbarmherzig aufeinander eingeprügelt und sich gegenseitig die ohnehin nur rudimentäre Kompetenz abspenstig gemacht… Moment… irgendwie doch nicht! Man hat das Gefühl, dass gerade die Kanzlerin ihre Kontrahenten totkuscheln will. Nix mit „böse, unfähige SPD“, viel mehr prangt die Angie mit der Sicherheit der eigenen Eindrittelmehrheit von den Pappschildern und schweigt in Richtung „FW“. Aber darum solls mir hier gar nicht gehen, viel mehr um diese ganzen Splittergruppen und ehemaligen FDP – Ortsvereine, die sich irgendwann selbstständig machten (*rofl*). Denn, reden wir nicht drumrum: Bei uns kann mittlerweile jeder Schmock seine eigenen Interessenvertretung gründen. So kommt es dann zu so drolligen Dingen wie der „Biertrinkerpartei“ oder, was ich viel putziger finde: den „Violenten“… nee… Moment… die „Violetten“ meine ich. Die fliederfarbenen Kuscheldemokraten. Da wir, als mündige Bürger, als Souverän, als Wahlzettelausfüller erster Ordnung, uns aber auch über die informieren sollten, bevor wir am Ende vollkommen unüberlegt eine ernst zu nehmende Partei wählen, haben wir quasi die Pflicht uns mit denen mal auseinander zu setzen. Genauer gesagt: Mit deren Programmen. Die Violetten haben da nen ziemlich einfachen Slogan „Für spirituelle Politik“ Hmm, kein Witz, DAS MEINEN DIE ERNST! Innenpolitisch mag das ja noch harmlos sein, wenn man da die Krankenkassenbeiträge geflissentlich nach unten meditiert und demnächst statt den bösen, bösen Soldaten Kompanien von Yogis ins Oderbruch schickt wenn da mal wieder der Deich wackelt. Aber außenpolitisch kann man das doch nicht bringen. Schick so einen verdrehten Heini mit seinen Räucherstäbchen mal nach Teheran um dem Mahmoud seine Bomben auszureden… der denkt doch wir betteln um den Erstschlag! Dabei betteln die doch eigentlich um Frieden… kafkaesk! Ansonsten findet sich bei denen aber nicht viel Verwertbares auf der Seite… mal abgesehen von einer Weltsicht, die eine breiige Mischung aus „All you nee dis Love“ und dem neuen Testament zu sein scheint… kafkaesk. Was ich dabei aber so RICHTIG faszinierend finde, ist folgender Leitsatz:
„Die Schöpfung entspringt einer geistigen Quelle, die unter verschiedenen Namen wie z.B. Gott, Göttin, Vater-Mutter-Gott, Allah, JHWH, Brahma, Schöpfergeist, Universelle Intelligenz, Tao oder Es bekannt ist.“ (HP der Violetten)
Für mich haben die Typen sich mit genau diesem Leitsatz aber entlarvt… außer dass er recht einseitig ist, bezieht er auch die Möglichkeit ein, dass ES der Schöpfer ist!

"ES"
Und genau an dem Punkt wird mir als altem King-Leser Himmelangst!
Anderes, nicht weniger abschreckendes Beispiel: Die Tierschutzpartei. Süß. Da gibt`s dann den Karnickelminister und die Ab- und Umsattelprämie für Profireiter damit die wieder zu Fuß gehen. Fleisch können wir uns gleich abschminken, dann gibt’s nur noch Beilagen! So wie wir heute zum Tanken ins Ausland pilgern, werden wir dann wohl freiwillig gen Österreich pilgern, nur um mal wieder ein anständiges Wiener Schnitzel zu bekommen. Und auf dem Rückweg werden wir dann vom Zoll gefilzt… mit vegan ernährten Schnitzelhunden, die, unterernährt wie sie sind, auch noch das letzte Stückchen Gulasch im Sitzpolster aufspüren. Viel schlimmer wird dann aber das Gefühl der gesellschaftlichen Ächtung sein die uns, uns harmlosen Carnivoren, dann entgegen schlagen wird. Fahlhäutige, blätterlutschende vom Skorbut zerfressene Teilexistenzen werden plötzlich das gesellschaftliche Leitbild sein. Kein Mensch wird mehr Kontakt mit Nutzvieh haben, es sei denn im Streichelzoo (wenn der überhaupt noch genehm ist…). Von Fleisch und den ganzen, gesundheitspräventiv wirkenden Antibiotika darin mal ganz zu schweigen! Gute Nacht, wenn dann die Schweinegrippe zuschl… ähm… die Vogelgrippe zuschl… BSE zu… ach Scheiße! Killerbienen! Genau… GUTE NACHT, WENN DANN DIE KILLERBIENEN ZUSCHLAGEN!!!!!
Die Trilogie der Unvernunft soll nun aber mit der PBC abgerundet werden. Die Partei der Bibeltreuen Christen. Ja, die gibt’s auch, nur WARUM ist mir nicht klar. Wofür die stehen? Nunja, orgiastische Swingerparties und Black Metal werden es wohl kaum sein. Viel mehr, wen wunderts, christliche Werte in der Hardcore-Version. Hardcore deshalb, weil das mit Vernunft und gesundem Menschenverstand in einer aufgeklärten Gesellschaft nix zu tun hat. Allem voran der propagierte „Ausstieg aus der Homosexualität“. „Untermauert“ von allerlei Bibelzitaten wird da eine derart unterschwellige Art von Hetze betrieben, Gott bewahre dass die hier jemals was zu sagen haben! Die Säkularisierung soll komplett aufgehoben werden und Deutschland de facto zum „Gottesstaat“ umgemodelt werden. Bevor jetzt wieder Streitereien über die Analogie zum Islamismus los gehen: Welcher Gott die Politik macht ist im Grunde genommen doch egal. Auch auf den übrigen Gebieten haben die nicht wirklich viel Sinnvolles zu bieten. Wer innenpolitisch nicht mindestens ein Mal das Wort „Länderfinanzausgleich“ benutzt, der ist doch sowieso nicht ernst zu nehmen. Statt dessen redet man zielsicher an der Realität vorbei. Was zum Beispiel soll uns der wirtschaftspolitische Leitsatz sagen, der da lautet: „Die Wirtschaftspolitik der PBC, Partei Bibeltreuer Christen, richtet sich nach den Maßstäben der Bibel: „Du sollst Gott deinen Herrn lieben und deinen Nächsten lieben wie dich selbst.““?!?!? Das, meine Damen und Herren, ist die hohe Kunst des Nichts-Sagens! Jeder Kredithai hätte doch seinen Spaß mit denen, die unterschreiben einem doch alles, wenn man nur versichert, dass man es gut meint! Und das mit dem „Liebe deinen Nächsten“ ist auch relativ… sogar intrakonfessionell! Kleines Beispiel gefällig?!? Gerne, denn gegen Katholiken hat man als Bibeltreuer scheinbar was:
„Wir sagen NEIN zur Entmündigung von rund 500 Millionen EU-Bürgern (mit Ausnahme der Iren) (…)“ (PBC Wahlprogrammauszug)
Soso, ausgerechnet bei den eigenen Glaubensbrüdern auch noch zickig werden! Das haben wir ja gerne! Alles in allem ein riesengroßer Kokolores! Von mir aus kann ja grundsätzlich jeder das glauben, was er will! Jedenfalls so lange, wie er nicht andere damit belästigt oder gar gefährdet! Wo ist denn da der biblische Gedanke von Nächstenliebe? Abgewrackt?!
Noch nie war ich so froh über die 5% Hürde wie gerade jetzt, da ich die Browserfenster der Homepages dieser politischen Untergrundorganisationen wieder schließen kann! Die einen haben einfach nur spiritistisch einen an der Klatsche und die anderen wollen selbige der Fliegen zuliebe ganz abschaffen! Daß die Bibeltreuen am Ende in den Bundestag einziehen… da fällt mir nur eins ein: GOTT BEWAHRE!!
Sonntag, 30.08.2009
HEIMSPIEL -> Pearl Jam 15.08.2009 Berlin, Wuhlheide
Wie versprochen: Weiter geht die wilde Hatz durch Europa… immer dem Eddie hinterher. Nach dem bereits beschriebenen Rotterdam – Konzert, was an sich ja schon ein ziemlicher Hammer war, blieben uns nur ein knappes dutzend Stunden um uns wieder Richtung Berlin aufzumachen. Nachdem wir aber dem Ahoy so frisch und vor allem begeistert entstiegen waren genehmigten wir uns erstmal noch ein kleines McFress Menu und traten dann die Rückfahrt ins Ruhrgebiet an. Nach gut 7 Stunden Schlaf bestiegen wir wiederum das Auto um gen Bundeshauptstadt zu streben. Stau sei Dank brauchten wir dafür dann auch reichlich 6 Stunden.
Da wir uns standesgemäß (hey, wir waren auf Band-hinterher-reise-Urlaub) in einem Hostel eingenistet hatten für die kommenden Tage, war das mit der Verspätung auch recht unproblematisch. Nachdem wir also unser recht spartanisches aber unterm Strich schon passendes Zimmer bezogen hatten, trudelte auch meine Schwester, welche die Anreise separat verwirklichte, schon ein. Gemeinsam trollten wir uns dann in den angrenzenden Norma um die Nahrungs- und Genussmittelversorgung sicher zu stellen. Nach einem gemeinsamen Picknick mit der angehenden Jungfamilie Z. (Grüße an euch ;-) ), welche am Folgetag auch das Konzert genießen sollte, ließen wir den Tag dann im Hostel mit einem gepflegten „Pivo“ ausklingen.
Aufstehen war dann eine halbe Stunde vor Frühstücksdeadline angesagt, also schnell den wässrigen Kaffee gekippt und das eine oder andere Brötchen reingedreht und wieder aufs Zimmer; Mittagsruhe halten. Die Mädels waren ja eh shoppen. Zwischendurch noch fix den frisch installierten „Bierschrank“ im Norma aufgefüllt und dann gechillt und innerlich noch mal Rotterdam Revue passieren lassen. Aufbruch gen Wuhlheide war für ca. 14 Uhr geplant, was sich als eine elend lange Zeit des Wartens heraus stellte. Jedenfalls schmissen wir uns dann in Schale (meine geliebten Chucks und das dunkelblaue Bandwagon – Shirt bildeten meine Garderobe. Da unsere Unterkunft recht günstig zur Wuhlheide lag, brauchten wir nur ca. 20 Minuten und ein Umsteigeintermezzo mit der S Bahn, bevor wir an der Wuhlheide angelangten.

Am Ziel!
Es war also noch nicht einmal 15 Uhr nachmittags, als wir uns zu viert auf den Weg Richtung Veranstaltungsort machten. Wir schwammen mit einem minütlich anschwellenden Strom von Pearl Jam Fans durch den lichtdurchfluteten Wald. Spätestens als wir dann das Eingangstor sahen, vor welchem meine Schwester und ich vor mittlerweile fast 3 Jahren geschlagene 7 Stunden verharrten um auch ja noch in den FOS Bereich zu all den TenClubbern zu kommen, spätestens da waren wir angekommen am Sommerabend! Nun, da wir dieses Jahr aber 10C – Karten hatten, ließen wir jenes legendäre Tor (und auch zwei besoffene Italiener auf einem Tretauto *rofl*) im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und umrundeten die halbe Location um zu unserem Extraeingang zu gelangen. Die Ausschilderung war quasi nonexistent, weshalb ich einen dieser Securityheinis um Rat bat. Nach weiteren 15 Minuten Fußmarsch kamen wir dann auch am FEZ an, vor dessen Toren der Fanclubeingang dann auch platziert war. Schnell waren die Karten nebst der „Special – Entry“ – Bändchen (in einem schnieken Grün diesmal) abgeholt und es ging in typischer PJ – Vorkonzertmanier zum Relaxen auf die Wiese. Schön relaxte Stimmung, vom Ambiente her sogar noch eine Ecke chilliger als Rotterdam, was sich aber beim Einlass leicht änderte. Zwischen Bierchen und Bulette noch das eine oder andere Schwätzchen mit den Leutchens aus dem Forum gehalten. (Btw.: Ich weiß, dass das bissel versnobt rüberkommt, aber VERDAMMT, es war einfach geil, wenn man mal die Fragen nach dem voran gegangenen Konzert nicht stellt, sondern beantwortet! ;-) ). Als wir uns irgendwann kurz vor 17 Uhr dann langsam gen Schlange bewegten wurde uns klar, dass mit der Organisation des Fanclub Einlasses irgendwas schief gelaufen sein muß. Die gewohnte, reibungslose Abfertigung, die für den 10C sogar im Organisationssodom Düsseldorf halbwegs geklappt hatte, funktionierte nicht so recht. Early Entry konnte man quasi knicken, wir waren zwar mit die Ersten, aber das Normalvolk mischte sich auch so langsam unter uns „Auserwählte“. ;-) Jedenfalls suchten wir uns eine recht bühnennahe Position auf Mikeys Seite und als diese Position gesichert war, war erstmal Mercandise Zeit! Also auf in den Kampf am Merch-Stand und zwei der so herrlich schrägen Kunstrucke eingeheimst. Bis ich diese dann aber in der Hand hielt, musste ich erstmal so eine Art Moshpit überstehen… ein Eldorado für Frotteure war das… . Aber es hat sich ja gelohnt, am Ende hängt der in Eichenlaub gerahmte, totenköpfige, blutverschmierte Schnurrbartmetzger mit gigantomanischem Fleischerbeil jetzt gerahmt schräg über mit. Ach ja, Würste sind auch drauf *lol*. Feines Poster, rein künstlerisch bestimmt nicht so komplex wie Rotterdam, aber dafür mit einem doppelten Gaga-Bonus meinerseits versehen!

Männerposter!
Praktischer Weise gab es die Posterrolle wieder dazu, wenngleich die Quantität der losgetretenen Poster schon etwas wehmütig stimmt. In Düsseldorf musste man die Poster selbst als Tencluber hart erkämpfen bevor die relativ geringe Anzahl ausverkauft war. In Berlin war davon keine Spur mehr, sodaß die Dinger wohl langfristig keinen Wertzuwachs á la D-Dorf hinlegen werden. ;-) Aber egal, jedenfalls ging’s dann zurück in den Innenraum. Das Warten auf die Band wurde langsam unerträglich. Wetter war perfekt, wir waren da… es konnte also los gehen! Aber was machten die Jungs: Ließen uns noch zwei Stunden schmoren. Dazu noch mit ein paar leicht bemesserten Polen in unserer Nähe. Aber was nimmt man nicht alles auf sich?!? Außerdem...
...wußten wir uns schon die Zeit zu vertreiben! ;-)
Als dann endlich Gomez die Bühne betraten setzte die erste Welle der Erleichterung ein. Nicht etwa, weil die so gut sind (auch wenn ich das Berlin-Set um Längen unterhaltsamer fand als den Auftritt in Rotterdam) sondern viel mehr, weil man die in 30 Minuten somit auch abhaken konnte. Noch mal: Schlecht sind Gomez nicht, nur als Einheizer halt ungeeignet. Jedenfalls groovten wir so gut es ging mit (Highlight des Sets mit Abstand wieder „How we Operate“) und als die Kerls die Bühne wieder räumten stimmten wir in den obligatorischen „Opener – Ratespaß“ ein. Ich war mir ja so was von sicher, dass heute die Stunde von „Release“ schlagen würde… ENDLICH. Weiter waren noch „Long Road“ und ggf. ein hingesummtes „Sometimes“ in der Verlosung wenn man sich mal so grob umhörte. Daß es am Ende nicht Release war, mag nicht unbedingt überraschen bei der Bandbreite, welche die Jungs so hinlegen bei Konzerten; wesentlich überraschender ist wohl, dass ich das mit dem abstand von 2 Wochen auch ganz gut so finde. Release wäre zwar als Song wahnsinnig toll gewesen, wenn wir ihn als Opener bekommen hätten, nur hätte das irgendwie nicht zum Konzert gepasst. Ebenso wenig, wie sie hätten mit Indifference aufhören „können“. Beides will ich unbedingt noch mal hören, aber dass es in Berlin nicht geschah, war unterm Strich gut so!

Ungefähre Standortangabe in Rot!
Jedenfalls warteten wir diesmal nicht ganz so lange wie in Holland, aber immer noch lange genug bis die Jungs die Bühne endlich betraten. Da waren sie wieder, zwei Tage nachdem wir sie frenetisch aus Rotterdam verabschiedeten standen sie wieder auf einer Bühne vor uns. Jedenfalls wurde diesmal statt einer ruhigen Begrüßung wieder die Rockerkeule ausgepackt. Ähnlich wie 2006, als mit „Go“ gleich richtig losgespurtet wurde, packte man mit „Why Go“ wieder eine schnellere Nummer aus. Mit dem kleinen Unterschied vielleicht, dass „Why Go“ noch ein wenig hymnenhafter ist. Bewundernswert, dass die Menge gleich voll da war. Refrain und vor allem die zum Mitklatschen animierende Basslastigkeit des Songs ließen die ganze Wuhlheide gleich mal anständig abgehen! Selbst dass es noch hell war als diese Töne einsetzten konnte da nicht wirklich stören, zumal der Genosse McCready schon beim ersten Solo unterstrich, dass er im Vergleich zu Rotterdam wohl nichts an Spielfreude eingebüßt hatte. Yes! Was folgte war nun mit „Hail Hail“ der ultimative Rocker der „No Code“. Noch so ein Kandidat von der persönlichen Wunschliste gleich zum Beginn. Der Zuschauerchor sang sich zudem so langsam ein und Eddie, der sichtlich nüchterner die Bühne betrat als in Rotterdam, strahlte gleich bei den ersten zwei Songs jede Menge Spaß aus.
Weiter gings mit einem recht frühen „Fixer“. Also der Song ist Live eine Bombe! Gut, das mag an den anfangs so ungewohnten „Yeah-yeahhh-yeahhhh`s“ liegen, die Live einfach mal zünden, aber mittlerweile halte ich den für ne ganz tolle Nummer! Auch wenn das Album erst Mitte September raus kommt, die Nummer zündete trotzdem schon verblüffend gut. Nach diesen drei Brettern zum Einstieg gabs nun ein „Guten Abend“ von Eddie und mit „Corduroy“ den nächsten Sing-Along. Wenn man sich so umschaute, sah man überall tanzende Menschen und emporgereckte Arme. Als 17.000 Anwesende rhythmisch klatschten um Mikeys nächstes Killersolo zum Abschluß des Songs einzuleiten, konnte man so für sich selbst das Zwischenfazit ziehen, dass die ganze Veranstaltung hier dem Jahr 2006 nicht sonderlich hinterher hinken wird. Eddie verlaß vor dem nun kommenden ruhigeren Block wieder ein paar Worte in holprigem Deutsch und dann nahm die Band mit „I am Mine“ erstmal den Fuß vom Gas. Was auf das herrliche Midtempostück der Riot Act folgte war nun aber der HAMMER! Die Jungs haben ein recht ausuferndes Repertoire an Balladen die nach I am Mine passen würden, aber sie zogen mit „Nothing as it Seems“ gleich mal wieder einen meiner absoluten Lieblingssongs aus dem Zylinder! Seit 2001 schaffte er es lediglich bei 27 Konzerten auf die Setlist und ward in Europa zuletzt am 29.Juni 2000 in Oslo gehört. Eine dieser fast schon hypnotischen Balladen der Jungs, die einen einfach nur durch das Konzert treiben lässt. Vom Erklingen des ersten Tons bis zum letzten Saitenanschlag durch Mikey träumte man sich durch den Song. Zumal man nicht wirklich merkte, dass der schon relativ lange nicht mehr gespielt wurde… tolle Version! Am besten trifft einen so was immer noch überraschend.
Im Anschluß gabs mit „Untitled“ und „MFC“ die fast schon zusammengeschweißten Brüder im Geiste. Wenn es bei Pearl Jam so was wie „Easy Listening“ gibt, dann wohl MFC. Man wurde aus der dann doch schon so dunkel – süßen Umklammerung von „Nothing as it Seems“ recht angenehm wieder heraus gerockt. Großartig. Und weil wir grade dabei waren abzugehen, gabs mit „Gods Dice“ und vor allem dem unvergänglichen „Even Flow“ nebst Drum-Solo fröhlich weiter auf die Mütze. War schon irgendwie beruhigend, Even Flow wieder als Konstante bei den Konzerten zu haben, ein Konzi (Düsseldorf) ohne das Lied reicht dann auch. Außerdem ist das Dingen nach Alive der ultimative Mitsinger der Jungs, da kocht dann jede Location! Vor Even Flow gabs übrigens eine ziemlich einmalige Sache. Eddie ließ auf Grund Platzmangel (Stichwort: Fehlender FOS – Bereich) die gesamten Massen mal kollektiv drei Schritte zurücktreten… und es klappte! Kopenhagen hin oder her, ich hätte nicht gedacht, dass das funktioniert.
Mit „Unemployable“ und „Severed Hand“ war dann wieder Avocado-Time. Während ersterer schön rockte und Live auch wesentlich markanter und mitreißender ist als auf CD, zeigte sich bei Severed Hand mal wieder wie unglaublich gut die Jungs zusammenspielen können. Unfassbar, man merkt denen den Spaß an dem, was sie machen richtig an.
Mit „Light Years“ wurde dann gleich schön hochqualitativ weiter gemacht. Toller Song, der zudem wieder etwas das Tempo raus nahm. Man konnte im wahrsten Sinne des Wortes erstmal wieder Luft holen. Schon der leichtfüßig eingespielte Einstieg war genial gewählt um etwas die Spannung raus zu nehmen.
Um vor dem großen Finale des Mainsets aber noch ein bissel mehr Luft schnappen zu können, gönnte man uns Daughter (mit Blitzkrieg Bop – Tag). Großartige Version, auch dass Eddie das Tag ein wenig vernachlässigte um statt dessen seinen Spaß mit dem Publikum zu haben (Motto „Ich mach` Blödsinn, wer macht mit?“) störte da nicht wirklich, im Gegenteil. Die Wuhlheide jedenfalls schien in diesen Momenten ein einziger Chor zu sein! Zu schade, dass „Black“ nicht kam, das wäre bei dem Potential an Stimmen und Stimmung zur Naturgewalt ausgeufert.
Wie versprochen: Der Ausstieg aus dem Mainset fiel dann wieder eine Runde rockiger aus. Nach dem neuen „Got Some“, das wie erwartet wieder die Masse in Schwung setzte, konnte mit dem seltenen aber in meinen Ohren großartigen „Glorified G“ (sorry Klenne, aber da musstest du durch) erneut gepunktet werden. Für die Nostalgiker gabs dann noch mit „Brother“ eine Artefakt aus längst vergangenen tagen, was wohl durch die Arbeiten an der neu abgemischten „Ten“ wieder Einzug in den Bühnenkatalog fand. Danach dann das große Finale mit „Insignificance“ (jaja, nach Düsseldorf zum 2. Mal gehört) und als Abschlußkracher dann „Do the Evolution“ WOOOO-HOOOO da gings noch mal so richtig ab. DTE, was mittlerweile, als einer der wenigen Songs der Jungs, in die Setlist einzementiert ist, prügelte die Stimmung unbarmherzig nach vorne. Und so verabschiedeten wir die Band mit einem geradezu irren Chor in die kurze Spielpause. Wenn man das Bootleg hört wird einem erst mal bewusst, wie es da abging! Von vorne bis hinten ist diese Version einfach nur geil! Der „Hallelujah“ – Chor von Stone persönlich angestachelt – topt in meinen Ohren alle vier anderen Konzerte noch, das beste DTE was ich bisher gehört habe! Wie immer war der Song viel zu schnell vorbei. Zu einem Zwischenfazit kam ich gar nicht wirklich, erstmal war man ohnehin viel zu sehr geflasht von der Spielfreude und der überaus schmackhaften Songsauswahl, andererseits musste man sich auf das Kommende vorbereiten… soweit das überhaupt ging. Die Jungs öffneten an diesem Abend wiedermal die eine wahre Setlist – Wundertüte. Da fiel es schwer irgendwelche Prognosen über die Encores zu treffen. Wie zum Beweis betrat Eddie mit Jeff zunächst alleine die Bühne. Jeff, seines Zeichens eigentlich Bassistengott vom Dienst, schnappte sich eine akustische Gitarre und nachdem Eddie sich erstmal für den bislang so angenehmen Abend bedankte (Scherzkeks… das müsste eher andersrum laufen), stiegen die beiden ausgerechnet mit „Bee Girl“ ein. Bee Girl…. Alter! BEE GIRL!!!! :-D Spitze! Und danach der direkte Übergang zu „Betterman“ in Form eines unglaublichen Wuhlheide-Chors. Gänsehautfeeling pur war das. Rotterdam bekam schon eine top Version von Betterman präsentiert. Dadurch, dass Eddie in Berlin den Massen aber nicht ins Wort fiel und wir die erste Strophe komplett alleine sangen, wurde der ganze Song noch mal um eine ganze Ecke gepusht. Unglaublich, wie dieses erste Encore startete. „Betterman“ war und ist für mich die beste Version des Songs bisher… das toppt Madrid 2006, wo der Song als Opener ähnlich gut ankam, noch mal um Längen! Auch das „Save it for Later“ Tag schlug bombastisch ein. Es war so richtig schade, als das Lied vorbei war.
"Betterman"... ohne Worte! (PS: Achtet mal auf Stonie, wie Schmidtchen Schleicher ;-)
Die Jungs hatten sich offenbar einen gemäßigten Einstieg in den ersten Zugabenblock vorgenommen, denn sie ließen „Given to Fly“ folgen. Die Wuhlheide war mittlerweile ein kollektive Party geworden. GTF wurde zudem zwei frisch vermählten gewidmet. Eddie brachte es mit seinem leicht dahingelallten „viel Glugk“ wohl auf den Punkt. ;-) Alle die den Song für „tot gespielt“ halten: Schande über euch! Klar kommt der auf fast jedem Konzert mittlerweile, aber wer bei GTF im Innenraum steht und DAS erlebt, was in berlin los war, der kann eigentlich nichts dagegen haben, wenn das Lied hin uns wieder live ausgepackt wird.
Jetzt wurde aber bis zum Ende des Abends der Raritätentresor gaaaaaanz ganz weit geöffnet! Den Anfang machte die 32. ever played version of „Hard to Imagine“. Sooo schön der Song! Wieder was zum treiben lassen und im Rhythmus schwelgen. Irgendwann auch mal lauthals mitsingen und, so intensiv wie die Jungs das Ding spielten, fast schon mitleiden. Die instrumentellen Parts getragen von Mikeys Top-Form! Unter anderem gabs heute wieder eine kleine Einlage der Marke „ich kann euch auch hinterrücks die Hammerriffs spielen“… Mr. Mike McCready, der Lionel Messi der Plektren! Wahnsinn! Auch dass die Jungs dem Song fast 2 Minuten zum Ausklingen ließen, begleitet vom Klatschen der Massen, war ein weiterer Grund diesen Moment auf den Olymp der bisher gehörten PJ – Songs zu hieven! Da kann er es sich dann mit den ca 3 Dutzend anderen Songs gemütlich machen! ;-)
Als „Rausschmeißer“ aus dem ersten Zugabenblock folgte nun Die Hymne schlechthin: „Alive“! Der ultimative Mitsinghöhepunkt des Abends. Diesen Refrain aus ca 17000 Kehlen zu hören ist einfach un-glaub-lich. Vorn auf der Bühne stürzt dazu noch der Eddie wir von der Tarantel gestochen über die Bühne. Weltklasse; unsere „Hey-Hey-Hey“`s muß man doch noch bis Potsdam gehört haben….
Hier mal der Beweis für unsere Form bei Alive! Ich hab bewußt mal ne Aufnahme bei youtube gesucht, wo das, was im Publikum abging zumindest zu erahnen ist!
Leider endete der Song halt in der 2. Encore Break. Wieder eine kleine Verschnaufpause, die aber durch die selbst gewählte Form der Bandbegrüßung verkürzt wurde. Die Jungs wurden mit dem guten, alten „Ooooooooooooooooohhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh“ in fußballeresquer Manier wieder auf der Bühne willkommen geheißen. Eddie, der den Sinn dieser Übung immer noch nicht so ganz erfasst hat, betrat wieder sichtlich gerührt die Bühne und spielte ein wenig mit der Tonhöhe der Masse herum. Ich glaube ihm gefällt das Spielchen, aber er sollte sich langsam mal erklären lassen was wir eigentlich von ihm wollen. ;-) Jedenfalls beeindruckte ihn der ganze Spaß so sehr, dass er Berlin quasi den Persilschein für anstehende Tourplanungen ausstellte.
Nun wurde es aber… kafkaesk!! Man stieg mit „Angie“ von den Stones ins 2. Encore ein (BTW: seit 1993 zum erst dritten Mal gebracht die Nummer)! Aber als Überleitung zum anstehenden „Elderly Woman“ perfekt das Ganze. Zumal nach einer kleinen Phase der Irritation das Publikum auch bei Angie textsicher einstieg (naja, Kunststück…). Jedenfalls war „Elderly Woman“ dann auch umso mitsing – intensiver und vor dem anstehenden Power-Goodbye der letzte Moment der Ruhe der uns gegönnt wurde! ;-)
Dank eines unbekannten Helden mit einem riesigen „Faithful“ – Schild bekamen wir diesen Hammersong dann als nächstes zu hören. Dafür wurde dann zwar „Green Disease“ von der Setlist gestrichen, womit meinereiner aber bei dem Ersatz ganz gut leben kann. Außerdem hatte ich Green Disease schon vor 3 Jahren in Berlin erleben dürfen. Faithful dagegen war neu und entsprechend toll war es dann auch diese Nummer zu Hören zu bekommen. Meiner Meinung nach einer dieser vollkommen zu Unrecht missachteten Songs der Band! Der geht auf der Yield irgendwie unter, wasw eigentlich sehr sehr schade ist.
Nun, soviel sei schon mal verraten, standen die letzten drei Songs eines unglaublichen Abends an, der gewohnheitstreu mit „Yellow Ledbetter“ enden sollte. Vorher wurde aber noch mal so richtig am Gashebel gezogen und seit 1993 erstmals wieder „Sonic Reducer“ in Europa ausgepackt. Ein Powersong, der einem kaum Verschnaufpausen lässt und unablässig nach vorne marschiert. Nochmal ordentlich abgehen war angesagt… aber als Eddie dann mit „Ich glaube ihn hier zu spielen hat eine große Bedeutung“ ausgerechnet „Rocking in The Free World“ ansagte, da packte die Menge noch mal die geschundenen Stimmbänder bei der Ehre und verwandelte den Song zu einer wahren Wahnsinnsversion! Keine Ahnung ob es nun an der grundsätzlich grandios aufgelegten Band lag, den voran gegangenen zweieinhalb Stunden puren Konzertwahnsinns oder einfach daran, dass Berlin die Nummer 20 Jahre nach dem Mauerfall quasi geschenkt bekommt… RITFW ging unvergleichlich ab! Werde ich nie vergessen diese sieben Minuten! Danke!
Das erwähnte „Yellow Ledbetter“ ließ dann noch mal die ganze Wuhlheide den großen Abschiedschor zelebrieren. Die Nummer ist immer ein wenig traurig, egal wie toll der Song an sich auch ist. Also schwelgten alle noch mal in den frischen Erinnerungen an das eben gemeinsam durchlebte Konzert und ließen die Band mit lautem Getöse ihren wohl verdiensten Feierabend antreten, freilich erst, nachdem „Mr. Spielfreude“ gut zwei Minuten lang mit dem Hauptriff spielte und sowohl den Song als auch den ganzen Abend sanft zur Ruhe legte. In diesem Moment verstand man auch, warum Eddie sich plötzlich vor dem noch versonnen spielenden Mike auf die Knie warf und sich verbeugte. Stellvertretend für alle Anwesenden quasi.
NAIS, Hail Hail, Hard to Imagine, Faithful, Glorified G, Light Years, Sonic Reducer und RITFW in EINEM Konzert, dazu noch ein Dutzend Hammersongs und KEIN „Come Back“… hätte mir das einer vor dem Konzert gesagt, ich hätte nur noch gefragt wo man das kaufen kann, was der Typ nimmt! ;-) Selbst mit 15 Tagen Abstand ist das Konzert noch unfassbar grandios gelaufen. Die Setlist alleine, egal wie großartig sie auch aussieht (und mal ehrlich, die ist einfach der Hammer) kann das Konzert nicht wirklich beschreiben. Es war zwar nicht zu erwarten, aber im Vergleich zu Rotterdam wurde hier noch ordentlich eine Schippe drauf gelegt… und Rotterdam war schon ein wahnsinnig toller Abend.
Jedes Konzert der Jungs ist irgendwie anders und daher auch nur schwer vergleichbar. Das sind keine Setlistperfektionisten, die pro Tour eine Setlist entwerfen, die dann auf Teufel komm raus durchgezogen wird (gelle, Mr. McCartney?!?). Nur mal so als Hinweis: Berlin war mein mittlerweile viertel Konzert der Jungs, auf dem ich immer noch 15 Songs geboten bekam (von insgesamt gespielten 30!), die ich vorher live noch nicht erleben durfte. Von insgesamt 116 gespielten Stücken auf besagten vier Konzis waren 73 unterschiedliche Songs dabei. Die Quote ist einfach mal geil! :-D Aber egal, so wie das klingt haben die Jungs sich ernsthaft mit dem Gedanken angefreundet nächstes oder spätestens übernächstes Jahr wieder zu kommen. Dann freilich mit dem „Backspacer“ im Gepäck. Aber wenn ich da von „The Fixer“ oder „Got Some“ ausgehe, muss man sich um das Album wahrlich keine Sorgen machen.
Unterm Strich bleibt ein wahrhaft großartiger Urlaub mit zwei denkwürdigen Konzerten. Ich fange jetzt mal lieber an mit Sparen für die angekündigte Euro-Tour ;-)… Jungs, sagt mir wo und wann und DER ONKEL GEHT WIEDER AUF TOUR!!!!
Setlist:
Mainset:
Why Go
Hail Hail
The Fixer
Corduroy
I Am Mine
Nothing As it Seems
Untitled
MFC
Gods' Dice
Even Flow
Unemployable
Severed Hand
Light Years
Daughter(Blitzkrieg Bop)
Got Some
Glorified G
Brother
Insignificance
Do The Evolution
Encore 1
Bee Girl
Better Man(Save it for Later)
Given To Fly
Hard To Imagine
Alive
Encore 2
Angie
Elderly Woman Behind The Counter In A Small Town
Faithful
Sonic Reducer
Rockin' In The Free World
Yellow Ledbetter
Da wir uns standesgemäß (hey, wir waren auf Band-hinterher-reise-Urlaub) in einem Hostel eingenistet hatten für die kommenden Tage, war das mit der Verspätung auch recht unproblematisch. Nachdem wir also unser recht spartanisches aber unterm Strich schon passendes Zimmer bezogen hatten, trudelte auch meine Schwester, welche die Anreise separat verwirklichte, schon ein. Gemeinsam trollten wir uns dann in den angrenzenden Norma um die Nahrungs- und Genussmittelversorgung sicher zu stellen. Nach einem gemeinsamen Picknick mit der angehenden Jungfamilie Z. (Grüße an euch ;-) ), welche am Folgetag auch das Konzert genießen sollte, ließen wir den Tag dann im Hostel mit einem gepflegten „Pivo“ ausklingen.
Aufstehen war dann eine halbe Stunde vor Frühstücksdeadline angesagt, also schnell den wässrigen Kaffee gekippt und das eine oder andere Brötchen reingedreht und wieder aufs Zimmer; Mittagsruhe halten. Die Mädels waren ja eh shoppen. Zwischendurch noch fix den frisch installierten „Bierschrank“ im Norma aufgefüllt und dann gechillt und innerlich noch mal Rotterdam Revue passieren lassen. Aufbruch gen Wuhlheide war für ca. 14 Uhr geplant, was sich als eine elend lange Zeit des Wartens heraus stellte. Jedenfalls schmissen wir uns dann in Schale (meine geliebten Chucks und das dunkelblaue Bandwagon – Shirt bildeten meine Garderobe. Da unsere Unterkunft recht günstig zur Wuhlheide lag, brauchten wir nur ca. 20 Minuten und ein Umsteigeintermezzo mit der S Bahn, bevor wir an der Wuhlheide angelangten.

Am Ziel!
Es war also noch nicht einmal 15 Uhr nachmittags, als wir uns zu viert auf den Weg Richtung Veranstaltungsort machten. Wir schwammen mit einem minütlich anschwellenden Strom von Pearl Jam Fans durch den lichtdurchfluteten Wald. Spätestens als wir dann das Eingangstor sahen, vor welchem meine Schwester und ich vor mittlerweile fast 3 Jahren geschlagene 7 Stunden verharrten um auch ja noch in den FOS Bereich zu all den TenClubbern zu kommen, spätestens da waren wir angekommen am Sommerabend! Nun, da wir dieses Jahr aber 10C – Karten hatten, ließen wir jenes legendäre Tor (und auch zwei besoffene Italiener auf einem Tretauto *rofl*) im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und umrundeten die halbe Location um zu unserem Extraeingang zu gelangen. Die Ausschilderung war quasi nonexistent, weshalb ich einen dieser Securityheinis um Rat bat. Nach weiteren 15 Minuten Fußmarsch kamen wir dann auch am FEZ an, vor dessen Toren der Fanclubeingang dann auch platziert war. Schnell waren die Karten nebst der „Special – Entry“ – Bändchen (in einem schnieken Grün diesmal) abgeholt und es ging in typischer PJ – Vorkonzertmanier zum Relaxen auf die Wiese. Schön relaxte Stimmung, vom Ambiente her sogar noch eine Ecke chilliger als Rotterdam, was sich aber beim Einlass leicht änderte. Zwischen Bierchen und Bulette noch das eine oder andere Schwätzchen mit den Leutchens aus dem Forum gehalten. (Btw.: Ich weiß, dass das bissel versnobt rüberkommt, aber VERDAMMT, es war einfach geil, wenn man mal die Fragen nach dem voran gegangenen Konzert nicht stellt, sondern beantwortet! ;-) ). Als wir uns irgendwann kurz vor 17 Uhr dann langsam gen Schlange bewegten wurde uns klar, dass mit der Organisation des Fanclub Einlasses irgendwas schief gelaufen sein muß. Die gewohnte, reibungslose Abfertigung, die für den 10C sogar im Organisationssodom Düsseldorf halbwegs geklappt hatte, funktionierte nicht so recht. Early Entry konnte man quasi knicken, wir waren zwar mit die Ersten, aber das Normalvolk mischte sich auch so langsam unter uns „Auserwählte“. ;-) Jedenfalls suchten wir uns eine recht bühnennahe Position auf Mikeys Seite und als diese Position gesichert war, war erstmal Mercandise Zeit! Also auf in den Kampf am Merch-Stand und zwei der so herrlich schrägen Kunstrucke eingeheimst. Bis ich diese dann aber in der Hand hielt, musste ich erstmal so eine Art Moshpit überstehen… ein Eldorado für Frotteure war das… . Aber es hat sich ja gelohnt, am Ende hängt der in Eichenlaub gerahmte, totenköpfige, blutverschmierte Schnurrbartmetzger mit gigantomanischem Fleischerbeil jetzt gerahmt schräg über mit. Ach ja, Würste sind auch drauf *lol*. Feines Poster, rein künstlerisch bestimmt nicht so komplex wie Rotterdam, aber dafür mit einem doppelten Gaga-Bonus meinerseits versehen!

Männerposter!
Praktischer Weise gab es die Posterrolle wieder dazu, wenngleich die Quantität der losgetretenen Poster schon etwas wehmütig stimmt. In Düsseldorf musste man die Poster selbst als Tencluber hart erkämpfen bevor die relativ geringe Anzahl ausverkauft war. In Berlin war davon keine Spur mehr, sodaß die Dinger wohl langfristig keinen Wertzuwachs á la D-Dorf hinlegen werden. ;-) Aber egal, jedenfalls ging’s dann zurück in den Innenraum. Das Warten auf die Band wurde langsam unerträglich. Wetter war perfekt, wir waren da… es konnte also los gehen! Aber was machten die Jungs: Ließen uns noch zwei Stunden schmoren. Dazu noch mit ein paar leicht bemesserten Polen in unserer Nähe. Aber was nimmt man nicht alles auf sich?!? Außerdem...
...wußten wir uns schon die Zeit zu vertreiben! ;-)
Als dann endlich Gomez die Bühne betraten setzte die erste Welle der Erleichterung ein. Nicht etwa, weil die so gut sind (auch wenn ich das Berlin-Set um Längen unterhaltsamer fand als den Auftritt in Rotterdam) sondern viel mehr, weil man die in 30 Minuten somit auch abhaken konnte. Noch mal: Schlecht sind Gomez nicht, nur als Einheizer halt ungeeignet. Jedenfalls groovten wir so gut es ging mit (Highlight des Sets mit Abstand wieder „How we Operate“) und als die Kerls die Bühne wieder räumten stimmten wir in den obligatorischen „Opener – Ratespaß“ ein. Ich war mir ja so was von sicher, dass heute die Stunde von „Release“ schlagen würde… ENDLICH. Weiter waren noch „Long Road“ und ggf. ein hingesummtes „Sometimes“ in der Verlosung wenn man sich mal so grob umhörte. Daß es am Ende nicht Release war, mag nicht unbedingt überraschen bei der Bandbreite, welche die Jungs so hinlegen bei Konzerten; wesentlich überraschender ist wohl, dass ich das mit dem abstand von 2 Wochen auch ganz gut so finde. Release wäre zwar als Song wahnsinnig toll gewesen, wenn wir ihn als Opener bekommen hätten, nur hätte das irgendwie nicht zum Konzert gepasst. Ebenso wenig, wie sie hätten mit Indifference aufhören „können“. Beides will ich unbedingt noch mal hören, aber dass es in Berlin nicht geschah, war unterm Strich gut so!

Ungefähre Standortangabe in Rot!
Jedenfalls warteten wir diesmal nicht ganz so lange wie in Holland, aber immer noch lange genug bis die Jungs die Bühne endlich betraten. Da waren sie wieder, zwei Tage nachdem wir sie frenetisch aus Rotterdam verabschiedeten standen sie wieder auf einer Bühne vor uns. Jedenfalls wurde diesmal statt einer ruhigen Begrüßung wieder die Rockerkeule ausgepackt. Ähnlich wie 2006, als mit „Go“ gleich richtig losgespurtet wurde, packte man mit „Why Go“ wieder eine schnellere Nummer aus. Mit dem kleinen Unterschied vielleicht, dass „Why Go“ noch ein wenig hymnenhafter ist. Bewundernswert, dass die Menge gleich voll da war. Refrain und vor allem die zum Mitklatschen animierende Basslastigkeit des Songs ließen die ganze Wuhlheide gleich mal anständig abgehen! Selbst dass es noch hell war als diese Töne einsetzten konnte da nicht wirklich stören, zumal der Genosse McCready schon beim ersten Solo unterstrich, dass er im Vergleich zu Rotterdam wohl nichts an Spielfreude eingebüßt hatte. Yes! Was folgte war nun mit „Hail Hail“ der ultimative Rocker der „No Code“. Noch so ein Kandidat von der persönlichen Wunschliste gleich zum Beginn. Der Zuschauerchor sang sich zudem so langsam ein und Eddie, der sichtlich nüchterner die Bühne betrat als in Rotterdam, strahlte gleich bei den ersten zwei Songs jede Menge Spaß aus.
Weiter gings mit einem recht frühen „Fixer“. Also der Song ist Live eine Bombe! Gut, das mag an den anfangs so ungewohnten „Yeah-yeahhh-yeahhhh`s“ liegen, die Live einfach mal zünden, aber mittlerweile halte ich den für ne ganz tolle Nummer! Auch wenn das Album erst Mitte September raus kommt, die Nummer zündete trotzdem schon verblüffend gut. Nach diesen drei Brettern zum Einstieg gabs nun ein „Guten Abend“ von Eddie und mit „Corduroy“ den nächsten Sing-Along. Wenn man sich so umschaute, sah man überall tanzende Menschen und emporgereckte Arme. Als 17.000 Anwesende rhythmisch klatschten um Mikeys nächstes Killersolo zum Abschluß des Songs einzuleiten, konnte man so für sich selbst das Zwischenfazit ziehen, dass die ganze Veranstaltung hier dem Jahr 2006 nicht sonderlich hinterher hinken wird. Eddie verlaß vor dem nun kommenden ruhigeren Block wieder ein paar Worte in holprigem Deutsch und dann nahm die Band mit „I am Mine“ erstmal den Fuß vom Gas. Was auf das herrliche Midtempostück der Riot Act folgte war nun aber der HAMMER! Die Jungs haben ein recht ausuferndes Repertoire an Balladen die nach I am Mine passen würden, aber sie zogen mit „Nothing as it Seems“ gleich mal wieder einen meiner absoluten Lieblingssongs aus dem Zylinder! Seit 2001 schaffte er es lediglich bei 27 Konzerten auf die Setlist und ward in Europa zuletzt am 29.Juni 2000 in Oslo gehört. Eine dieser fast schon hypnotischen Balladen der Jungs, die einen einfach nur durch das Konzert treiben lässt. Vom Erklingen des ersten Tons bis zum letzten Saitenanschlag durch Mikey träumte man sich durch den Song. Zumal man nicht wirklich merkte, dass der schon relativ lange nicht mehr gespielt wurde… tolle Version! Am besten trifft einen so was immer noch überraschend.
Im Anschluß gabs mit „Untitled“ und „MFC“ die fast schon zusammengeschweißten Brüder im Geiste. Wenn es bei Pearl Jam so was wie „Easy Listening“ gibt, dann wohl MFC. Man wurde aus der dann doch schon so dunkel – süßen Umklammerung von „Nothing as it Seems“ recht angenehm wieder heraus gerockt. Großartig. Und weil wir grade dabei waren abzugehen, gabs mit „Gods Dice“ und vor allem dem unvergänglichen „Even Flow“ nebst Drum-Solo fröhlich weiter auf die Mütze. War schon irgendwie beruhigend, Even Flow wieder als Konstante bei den Konzerten zu haben, ein Konzi (Düsseldorf) ohne das Lied reicht dann auch. Außerdem ist das Dingen nach Alive der ultimative Mitsinger der Jungs, da kocht dann jede Location! Vor Even Flow gabs übrigens eine ziemlich einmalige Sache. Eddie ließ auf Grund Platzmangel (Stichwort: Fehlender FOS – Bereich) die gesamten Massen mal kollektiv drei Schritte zurücktreten… und es klappte! Kopenhagen hin oder her, ich hätte nicht gedacht, dass das funktioniert.
Mit „Unemployable“ und „Severed Hand“ war dann wieder Avocado-Time. Während ersterer schön rockte und Live auch wesentlich markanter und mitreißender ist als auf CD, zeigte sich bei Severed Hand mal wieder wie unglaublich gut die Jungs zusammenspielen können. Unfassbar, man merkt denen den Spaß an dem, was sie machen richtig an.
Mit „Light Years“ wurde dann gleich schön hochqualitativ weiter gemacht. Toller Song, der zudem wieder etwas das Tempo raus nahm. Man konnte im wahrsten Sinne des Wortes erstmal wieder Luft holen. Schon der leichtfüßig eingespielte Einstieg war genial gewählt um etwas die Spannung raus zu nehmen.
Um vor dem großen Finale des Mainsets aber noch ein bissel mehr Luft schnappen zu können, gönnte man uns Daughter (mit Blitzkrieg Bop – Tag). Großartige Version, auch dass Eddie das Tag ein wenig vernachlässigte um statt dessen seinen Spaß mit dem Publikum zu haben (Motto „Ich mach` Blödsinn, wer macht mit?“) störte da nicht wirklich, im Gegenteil. Die Wuhlheide jedenfalls schien in diesen Momenten ein einziger Chor zu sein! Zu schade, dass „Black“ nicht kam, das wäre bei dem Potential an Stimmen und Stimmung zur Naturgewalt ausgeufert.
Wie versprochen: Der Ausstieg aus dem Mainset fiel dann wieder eine Runde rockiger aus. Nach dem neuen „Got Some“, das wie erwartet wieder die Masse in Schwung setzte, konnte mit dem seltenen aber in meinen Ohren großartigen „Glorified G“ (sorry Klenne, aber da musstest du durch) erneut gepunktet werden. Für die Nostalgiker gabs dann noch mit „Brother“ eine Artefakt aus längst vergangenen tagen, was wohl durch die Arbeiten an der neu abgemischten „Ten“ wieder Einzug in den Bühnenkatalog fand. Danach dann das große Finale mit „Insignificance“ (jaja, nach Düsseldorf zum 2. Mal gehört) und als Abschlußkracher dann „Do the Evolution“ WOOOO-HOOOO da gings noch mal so richtig ab. DTE, was mittlerweile, als einer der wenigen Songs der Jungs, in die Setlist einzementiert ist, prügelte die Stimmung unbarmherzig nach vorne. Und so verabschiedeten wir die Band mit einem geradezu irren Chor in die kurze Spielpause. Wenn man das Bootleg hört wird einem erst mal bewusst, wie es da abging! Von vorne bis hinten ist diese Version einfach nur geil! Der „Hallelujah“ – Chor von Stone persönlich angestachelt – topt in meinen Ohren alle vier anderen Konzerte noch, das beste DTE was ich bisher gehört habe! Wie immer war der Song viel zu schnell vorbei. Zu einem Zwischenfazit kam ich gar nicht wirklich, erstmal war man ohnehin viel zu sehr geflasht von der Spielfreude und der überaus schmackhaften Songsauswahl, andererseits musste man sich auf das Kommende vorbereiten… soweit das überhaupt ging. Die Jungs öffneten an diesem Abend wiedermal die eine wahre Setlist – Wundertüte. Da fiel es schwer irgendwelche Prognosen über die Encores zu treffen. Wie zum Beweis betrat Eddie mit Jeff zunächst alleine die Bühne. Jeff, seines Zeichens eigentlich Bassistengott vom Dienst, schnappte sich eine akustische Gitarre und nachdem Eddie sich erstmal für den bislang so angenehmen Abend bedankte (Scherzkeks… das müsste eher andersrum laufen), stiegen die beiden ausgerechnet mit „Bee Girl“ ein. Bee Girl…. Alter! BEE GIRL!!!! :-D Spitze! Und danach der direkte Übergang zu „Betterman“ in Form eines unglaublichen Wuhlheide-Chors. Gänsehautfeeling pur war das. Rotterdam bekam schon eine top Version von Betterman präsentiert. Dadurch, dass Eddie in Berlin den Massen aber nicht ins Wort fiel und wir die erste Strophe komplett alleine sangen, wurde der ganze Song noch mal um eine ganze Ecke gepusht. Unglaublich, wie dieses erste Encore startete. „Betterman“ war und ist für mich die beste Version des Songs bisher… das toppt Madrid 2006, wo der Song als Opener ähnlich gut ankam, noch mal um Längen! Auch das „Save it for Later“ Tag schlug bombastisch ein. Es war so richtig schade, als das Lied vorbei war.
"Betterman"... ohne Worte! (PS: Achtet mal auf Stonie, wie Schmidtchen Schleicher ;-)
Die Jungs hatten sich offenbar einen gemäßigten Einstieg in den ersten Zugabenblock vorgenommen, denn sie ließen „Given to Fly“ folgen. Die Wuhlheide war mittlerweile ein kollektive Party geworden. GTF wurde zudem zwei frisch vermählten gewidmet. Eddie brachte es mit seinem leicht dahingelallten „viel Glugk“ wohl auf den Punkt. ;-) Alle die den Song für „tot gespielt“ halten: Schande über euch! Klar kommt der auf fast jedem Konzert mittlerweile, aber wer bei GTF im Innenraum steht und DAS erlebt, was in berlin los war, der kann eigentlich nichts dagegen haben, wenn das Lied hin uns wieder live ausgepackt wird.
Jetzt wurde aber bis zum Ende des Abends der Raritätentresor gaaaaaanz ganz weit geöffnet! Den Anfang machte die 32. ever played version of „Hard to Imagine“. Sooo schön der Song! Wieder was zum treiben lassen und im Rhythmus schwelgen. Irgendwann auch mal lauthals mitsingen und, so intensiv wie die Jungs das Ding spielten, fast schon mitleiden. Die instrumentellen Parts getragen von Mikeys Top-Form! Unter anderem gabs heute wieder eine kleine Einlage der Marke „ich kann euch auch hinterrücks die Hammerriffs spielen“… Mr. Mike McCready, der Lionel Messi der Plektren! Wahnsinn! Auch dass die Jungs dem Song fast 2 Minuten zum Ausklingen ließen, begleitet vom Klatschen der Massen, war ein weiterer Grund diesen Moment auf den Olymp der bisher gehörten PJ – Songs zu hieven! Da kann er es sich dann mit den ca 3 Dutzend anderen Songs gemütlich machen! ;-)
Als „Rausschmeißer“ aus dem ersten Zugabenblock folgte nun Die Hymne schlechthin: „Alive“! Der ultimative Mitsinghöhepunkt des Abends. Diesen Refrain aus ca 17000 Kehlen zu hören ist einfach un-glaub-lich. Vorn auf der Bühne stürzt dazu noch der Eddie wir von der Tarantel gestochen über die Bühne. Weltklasse; unsere „Hey-Hey-Hey“`s muß man doch noch bis Potsdam gehört haben….
Hier mal der Beweis für unsere Form bei Alive! Ich hab bewußt mal ne Aufnahme bei youtube gesucht, wo das, was im Publikum abging zumindest zu erahnen ist!
Leider endete der Song halt in der 2. Encore Break. Wieder eine kleine Verschnaufpause, die aber durch die selbst gewählte Form der Bandbegrüßung verkürzt wurde. Die Jungs wurden mit dem guten, alten „Ooooooooooooooooohhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh“ in fußballeresquer Manier wieder auf der Bühne willkommen geheißen. Eddie, der den Sinn dieser Übung immer noch nicht so ganz erfasst hat, betrat wieder sichtlich gerührt die Bühne und spielte ein wenig mit der Tonhöhe der Masse herum. Ich glaube ihm gefällt das Spielchen, aber er sollte sich langsam mal erklären lassen was wir eigentlich von ihm wollen. ;-) Jedenfalls beeindruckte ihn der ganze Spaß so sehr, dass er Berlin quasi den Persilschein für anstehende Tourplanungen ausstellte.
Nun wurde es aber… kafkaesk!! Man stieg mit „Angie“ von den Stones ins 2. Encore ein (BTW: seit 1993 zum erst dritten Mal gebracht die Nummer)! Aber als Überleitung zum anstehenden „Elderly Woman“ perfekt das Ganze. Zumal nach einer kleinen Phase der Irritation das Publikum auch bei Angie textsicher einstieg (naja, Kunststück…). Jedenfalls war „Elderly Woman“ dann auch umso mitsing – intensiver und vor dem anstehenden Power-Goodbye der letzte Moment der Ruhe der uns gegönnt wurde! ;-)
Dank eines unbekannten Helden mit einem riesigen „Faithful“ – Schild bekamen wir diesen Hammersong dann als nächstes zu hören. Dafür wurde dann zwar „Green Disease“ von der Setlist gestrichen, womit meinereiner aber bei dem Ersatz ganz gut leben kann. Außerdem hatte ich Green Disease schon vor 3 Jahren in Berlin erleben dürfen. Faithful dagegen war neu und entsprechend toll war es dann auch diese Nummer zu Hören zu bekommen. Meiner Meinung nach einer dieser vollkommen zu Unrecht missachteten Songs der Band! Der geht auf der Yield irgendwie unter, wasw eigentlich sehr sehr schade ist.
Nun, soviel sei schon mal verraten, standen die letzten drei Songs eines unglaublichen Abends an, der gewohnheitstreu mit „Yellow Ledbetter“ enden sollte. Vorher wurde aber noch mal so richtig am Gashebel gezogen und seit 1993 erstmals wieder „Sonic Reducer“ in Europa ausgepackt. Ein Powersong, der einem kaum Verschnaufpausen lässt und unablässig nach vorne marschiert. Nochmal ordentlich abgehen war angesagt… aber als Eddie dann mit „Ich glaube ihn hier zu spielen hat eine große Bedeutung“ ausgerechnet „Rocking in The Free World“ ansagte, da packte die Menge noch mal die geschundenen Stimmbänder bei der Ehre und verwandelte den Song zu einer wahren Wahnsinnsversion! Keine Ahnung ob es nun an der grundsätzlich grandios aufgelegten Band lag, den voran gegangenen zweieinhalb Stunden puren Konzertwahnsinns oder einfach daran, dass Berlin die Nummer 20 Jahre nach dem Mauerfall quasi geschenkt bekommt… RITFW ging unvergleichlich ab! Werde ich nie vergessen diese sieben Minuten! Danke!
Das erwähnte „Yellow Ledbetter“ ließ dann noch mal die ganze Wuhlheide den großen Abschiedschor zelebrieren. Die Nummer ist immer ein wenig traurig, egal wie toll der Song an sich auch ist. Also schwelgten alle noch mal in den frischen Erinnerungen an das eben gemeinsam durchlebte Konzert und ließen die Band mit lautem Getöse ihren wohl verdiensten Feierabend antreten, freilich erst, nachdem „Mr. Spielfreude“ gut zwei Minuten lang mit dem Hauptriff spielte und sowohl den Song als auch den ganzen Abend sanft zur Ruhe legte. In diesem Moment verstand man auch, warum Eddie sich plötzlich vor dem noch versonnen spielenden Mike auf die Knie warf und sich verbeugte. Stellvertretend für alle Anwesenden quasi.
NAIS, Hail Hail, Hard to Imagine, Faithful, Glorified G, Light Years, Sonic Reducer und RITFW in EINEM Konzert, dazu noch ein Dutzend Hammersongs und KEIN „Come Back“… hätte mir das einer vor dem Konzert gesagt, ich hätte nur noch gefragt wo man das kaufen kann, was der Typ nimmt! ;-) Selbst mit 15 Tagen Abstand ist das Konzert noch unfassbar grandios gelaufen. Die Setlist alleine, egal wie großartig sie auch aussieht (und mal ehrlich, die ist einfach der Hammer) kann das Konzert nicht wirklich beschreiben. Es war zwar nicht zu erwarten, aber im Vergleich zu Rotterdam wurde hier noch ordentlich eine Schippe drauf gelegt… und Rotterdam war schon ein wahnsinnig toller Abend.
Jedes Konzert der Jungs ist irgendwie anders und daher auch nur schwer vergleichbar. Das sind keine Setlistperfektionisten, die pro Tour eine Setlist entwerfen, die dann auf Teufel komm raus durchgezogen wird (gelle, Mr. McCartney?!?). Nur mal so als Hinweis: Berlin war mein mittlerweile viertel Konzert der Jungs, auf dem ich immer noch 15 Songs geboten bekam (von insgesamt gespielten 30!), die ich vorher live noch nicht erleben durfte. Von insgesamt 116 gespielten Stücken auf besagten vier Konzis waren 73 unterschiedliche Songs dabei. Die Quote ist einfach mal geil! :-D Aber egal, so wie das klingt haben die Jungs sich ernsthaft mit dem Gedanken angefreundet nächstes oder spätestens übernächstes Jahr wieder zu kommen. Dann freilich mit dem „Backspacer“ im Gepäck. Aber wenn ich da von „The Fixer“ oder „Got Some“ ausgehe, muss man sich um das Album wahrlich keine Sorgen machen.
Unterm Strich bleibt ein wahrhaft großartiger Urlaub mit zwei denkwürdigen Konzerten. Ich fange jetzt mal lieber an mit Sparen für die angekündigte Euro-Tour ;-)… Jungs, sagt mir wo und wann und DER ONKEL GEHT WIEDER AUF TOUR!!!!
Setlist:
Mainset:
Why Go
Hail Hail
The Fixer
Corduroy
I Am Mine
Nothing As it Seems
Untitled
MFC
Gods' Dice
Even Flow
Unemployable
Severed Hand
Light Years
Daughter(Blitzkrieg Bop)
Got Some
Glorified G
Brother
Insignificance
Do The Evolution
Encore 1
Bee Girl
Better Man(Save it for Later)
Given To Fly
Hard To Imagine
Alive
Encore 2
Angie
Elderly Woman Behind The Counter In A Small Town
Faithful
Sonic Reducer
Rockin' In The Free World
Yellow Ledbetter
Sonntag, 23.08.2009
HALF FULL
(PEARL JAM)
Na Servus. Jetzt, da das Event schon fast 14 Tage zurück liegt, kommt endlich der versprochene Blogg-Eintrag zu meinem kleinen Mini-Tour- Urlaub mit Pearl Jam. Besser spät als nie denke ich! :-) Außerdem ist so auch gewährleistet, daß ich nebenher so ganz geschmeidig das Bootleg vom Berlin Konzert hören und wieder in Stimmung kommen kann! Was waren das für zwei Abende, der Wahnsinn! :-D
Fangen wir der Einfachheit halber mit Rotterdam an. Rotterdam, Sportpalais Ahoy am 13.08.2009. Ausgangspunkt unserer langen reise war das malerische Ruhrgebiet, von wo aus wir über eine der gefühlten 47 Autobahnen, welche sich da pro Quadratkilometer tummeln, gen Drogensumpf düsten. Wir brachen früh auf, da wir uns mit einem "Tag am Meer" in die richtige Konzertstimmung bringen wollten, sprich relaxt an die ganze Sache ran gehen. So kam es dann auch, daß wir zunächst einmal die Nordseeküste ansteuerten, uns dem langen Marsch durch die Dünen stellten und ein paar entspannende Stunden am und im Wasser verbrachten! Immer im Hinterkopf die kommenden Ereignisse, welche keine 45 Autominuten entfernt in Rotterdam auf uns warteten. Als wir gegen 15 Uhr wieder aufbrachen, chilligen Gemütes und optimal entspannt, verflogen die wenigen Kilometer vom Strand bis zum Ahoy (btw: klasse Ausschilderung, Daumen hoch liebe Tomatenschänder!) geradezu. Als wir dann in der noch recht überschaubaren Schlange zum Parkplatz standen, erwischten wir, Murphy sei Dank, mal wieder den langsamsten Schalter. Beim freundlichen und leicht hyperaktiv angehauchten Schrankenbediensungsheinz angekommen wurde auch klar woran das lag... der Kerl war einer von der kommunikativen Sorte! Und so kam es dann, daß wir zunächst eine bandspezifische Fangfrage beantworten mußten, bevor der Knilch uns die Zufahrt gewährte. Dank meinem groben Übersichtswissen Pearl Jam betreffend stellte diese erste Prüfung aber auch keine wirkliche Hürde dar. Den Skoda wegrollsicher abgestellt und dann zog es mich schon magisch zur Halle hin. Zuerst aber noch die obligatorische Beinkleidung angelegt (ohne meine Chucks geht bei PJ - Konzis NIX) und dann latschten wir schon auf den sich langsam bevölkernden Vorplatz des Ahoy zu. Vorbei an der spärlich gefüllten 10c - Schlange, welche sich größtenteils in der prallen Sonne und mit Hopfenkaltschalen auf den Pflastersteinen lümmelte. Joa, dachte ich, gute Idee! Und nachdem wir sodann auch in unserer Schlange (vorerst) Platz genommen hatten, erkundete ich das unweit von uns "tobende" Volksfest und organisierte erstmal ein Heineken nebst Cola. Wir ließen uns das jeweilige Getränk im Sonnenschein munden, beobachteten 50jährige Knispel bei Kiffen (kein Scherz, der Opi hat sich da wirklich einen rein gezogen) und genossen die entspannte Vorkonzertstimmung, die PJ Konzerten irgendwie eigen ist. Da wird nicht 4 Stunden vor Einlaß bereits gedrängelt, nein, da sitzt man eher bei nem Bierchen irgendwo auf der Wiese und fachsimpelt. Jedenfalls schniekten wir dann ca. ne halbe stunde vor Einlaß in „unsere“ Schlange und ließen uns in aller Ruhe in die Halle spülen. Die Irritationen kamen daher, dass wir ja nur noch Sitzplatzkarten ergattern konnten, keine Innenraumkarten, aber selbstverständlich zunächst in der Innenraumschlange landeten. Aber da wir das noch zeitnah mitkriegten nahm sich das von der Wartezeit her nicht viel. Im Ahoy angekommen zunächst mal schnurstracks zum Merchandisestand gerammelt und sich das Poster gesichert. Ein sehr schickes Teil, was Ames Bros da zusammengezimmert hat.

Schickes Teil: Rotterdam 2009 Pösterchen
Zur Sicherheit auch gleich mit Posterrolle aus stabiler Pappe, diese 2 Euro Extrainvestition sollten sich im Laufe des Abends noch mehrfach lohnen. Als das alles erledigt war, suchten wir unsere Sitzplätze auf. Den Befürchtungen zum Trotz waren die eigentlich top, seitlich der Bühne, erste Reihe und optimale Sicht auf Mikey, seine Saitengottheit himself. Aber irgendwas fehlte noch… Bier! Genau, also diesen Missstand auch noch fix beseitigt und dann dem Beginn entgegen gefiebert. Die Halle war vielleicht zur Hälfte gefüllt, als mit Gomez die Vorband die Bühne betrat. Hmm… ich möchte den Herren ja nicht zu nahe treten, aber von allen Openern, welche die Jungs in den letzten Jahren so anboten, waren die echt die schnarchigsten. Schlecht waren sie nicht, nur halt als Vorband irgendwie fehl am Platze. Streng genommen wartete ich nur darauf, dass die endlich fertig wurden um die Bühne den Göttern zu räumen. Das geschah dann auch relativ fix, also nach nicht mal 30 Minuten hatte sich „Gomez“ schon wieder backstage zur „Mortisha“ geschert und die Umbauten auf der Bühne setzten hektisch ein.
Nun folgte aber leider eine etwas lange Pause bevor die Jungs sich endlich blicken ließen. Spannend war, dass zunächst die Setlists verteilt und dann scheinbar 10 Minuten später wieder „korrigiert“ wurden (wie gesagt, wir hatten für solcherlei Beobachtungen sozusagen Logenplätze). Als Eddie dann seinen Wein neben das Mic gestellt bekam war die Spannung dann schon fast unerträglich… als dieser vom Roadie XY dann aber wieder backstage gebracht wurde, war sie dann nicht mehr auszuhalten. Aber keine 5 Minuten Später ertönte das neue Orgelintro und die Jungs betraten die Bühne… wobei „betreten“ in Eddies Fall wohl eher ein Euphemismus ist. Streng genommen torkelte Ed die Stufen empor, und stellte den Traubensaft dann wild gestikulierend wieder neben das Mikro. Eieiei, der hatte schon ordentlich was geladen, angesichts der Tatsache, dass wir uns in den Niederlanden befanden, war auch nicht allzu schwer heraus zu finden, was dies sein könnte. ;-) Jedenfalls war dies dann der Moment, in welchem die große „Opener Frage“, welche man sich vor jedem Gig stellt, mehr denn je brannte. Es wurde spekuliert und die vergangenen Shows heran gezogen (doppelt Opener gibt’s eher selten… oder doch nicht?!?). Spannung! Ich für meinen Teil hätte mich über ein gediegenes „Release“ im Vorfeld gefreut… oder „Long Road“ und nur zwei zu nennen. Aber wie es nun mal so ist, man liegt bei PJ immer ganz weit daneben wenn man da vermutet und so wurde mit „Elderly Woman behind the Counter in a Small Town“ eröffnet. Das, muß man vielleicht dazu sagen, geschieht nicht so wirklich oft. Aber die ersten Töne waren angeklungen und… mir gings gut :-D ! Da freut man sich ein halbes Jahr auf seinen Urlaub und die kleine Konzertreise und als es dann los geht, ist schon der erste Song Anzeichen genug, dass das ein ganz ein toller Urlaub wird! Small Town wurde seitens der Band richtig zelebriert und ohne Eile gespielt. Highlight die Textzeile „I just want to scream „Hello!““. Ich habe keine Ahnung wie viele in dieses Ahoy rein passen, aber die, die da waren, die kannten den Text. Sehr schön! Auch der Sound war klasse, was 2007 ja so etwas das Problem gewesen war (wir hatten Gott sei Dank einen guten Platz erwischt damals). Jedenfalls war jetzt gleich mal klar, dass die kommenden Stunden ne richtig feine Sache werden würden. Nach dem ruhigen Beginn wurde dann „Last Exit“ ausgepackt. Es wurde schnell, es wurde laut, es wurde gerockt! Nebenbei auch noch der erste „ungehörte“ Song für mich, sprich, einer den ich Live noch nie erleben durfte. Daß von der Sorte in Rotterdam insgesamt 13 und in Berlin (trotz Rotterdam) noch mal 15 kommen würden, davon wagte ich nicht mal zu träumen! Aber so kam es. Als die Massen so langsam warm gerockt waren, wurde „Animal“ ausgepackt! YES! Das Ding ging los und mich hielt es nicht mehr auf dem Sitz! Man muss vielleicht dazu sagen, dass man da akutes Aufstehverbot erteilt bekam. Sobald man sich erhob kam einer der Ordner die Treppen herunter geflitzt um einen wieder in den Schalensitz zu zwingen. Ja, das war Mist, gebe ich zu. Zumal ich nach „The Fixer“ (erster neuer Song vom kommenden Album und Live ne richtig feine Nummer) und ¾ von „Given To Fly“ dann wieder besagten Ordner-Heinz an der Backe hatte. Widerwillig ließ ich mich dann nieder. Bloß gut, dass das folgende „Severed Hand“ auch im Sitzen ein Genuß war. Wer allerdings denkt, ich hätte den Rest des Abends sitzend verbringen müssen, der irrt sich gewaltig. Kaum war „Severed Hand“ verklungen rissen die ersten Takte von „Why Go“ alle unstehenden Leute aus den Schalensitzen… in welche wir uns dann auch nicht wieder zurück verirrten bis das Konzert zu Ende war. Die Ordner kapitulierten dann wohl vor so viel zivilem Ungehorsam… Gott sei Dank! Jedenfalls konnte zu „Why Go“ dann so richtig gerockt werden. Eine tolle Version, den FOS-Berich mal von oben zu beobachten, statt selbst drinnen zu stehen hatte auch was, aber ein wenig Wehmut kam natürlich auch auf, als man sah, wie die da unter direkt vor Eddie abgingen. Aber es gab ja noch Berlin und bis jetzt wars auf der Tribüne auch ganz muckelig. Highlight war jedes Mal, wenn Mikey zu einem seiner Soli ansetzte… mein Gott, war der gut drauf an dem Tag! Was der mit der Klampfe anstellte… Wahnsinn! Außerdem flirtete der Mann wieder massiv mit dem Publikum, unsere Seite adoptierte er fast (nachdem wir lauter waren als die von Stone).
Vor dem nächsten Highlight („Brother“) wurde noch „Dissident“ eingebaut. Ich gebe ja zu, dass der Song nicht so wirklich mein Fall ist, live hat er aber schon was. Brother wiederum ließ mich mit dem seltsamen Gefühl des „nicht - textsicher - Seins“ zurück, was mir bei PJ normalerweise nicht so schnell passiert. Aber bis vor ein paar Monaten war der Song nun mal nur als Instrumental bekannt. Aber schön wars auf jeden Fall! Mit „Gone“ wurde dann die erste Christmas – Single ausgepackt (gut, schaffte es dann sogar bis auf die Avocado das Ding). Ich mag Gone, schönes Midtempo-Stück, das dann so langsam aber sicher Fahrt aufnimmt. Ähnlich wie das heilige „Present Tense“. Danach wurde wieder hymnisch gerockt zu „Even Flow“, ganz großer Moment für mich! Ich liebe diesen Song einfach seit den frühen 90ern. Mike packte wieder ein tolles Solo aus und auch Matt an der Schießbude trommelte sich bei seinem Einzeleinsatz brav nen Wolf. Ganz großes Tennis. Als die letzten Takte verklungen waren wurden auf der Bühne Instrumente gewechselt und die entstehende, kleine Pause zum Lufthohlen genutzt. Was nun kam (was wir natürlich noch nicht ahnen konnten), war einfach nur der Hammer! 3 Songs die man nicht erwartet hatte, über die man sich deshalb nur umso mehr freute und die auch noch bombastisch einschlugen! Los ging diese Trilogie mit „Wishlist“. Super Version, toll gespielt und schon bei den ersten Tönen ging ein enormes Raunen durchs Publikum. Eddie „schleimte“ sich dann noch mit einer Zusatzstrophe bei Rotterdam ein. Als, während Ed die letzten Töne ins Mikro nuschelte, Jeff zu seinem Standbass griff, sah ich schon die Zeit für „Daughter“ gekommen… aber Pustekuchen. Mit „Nothingman“ wurde eine weitere Rarität ausgepackt. Eine geradezu göttliche Ballade, die viel zu selten live ausgepackt wird. Eine wahre Hammerversion obendrein! Die Jungs ließen sich förmlich vom Song tragen und die Spielfreude, welche man ihnen den ganzen Abend schon überdeutlich anmerkte, erreichte einen ersten Höhepunkt. Großartig! Das ganze Ahoy schien vor sich hin zu träumen und den Song zu genießen. Wahnsinn. Als dann auch noch „Half Full“ hinterher geschossen wurde war das Mainset bereits als „großartig“ in die Geschichtsbücher gemeißelt. Spitze! Und wo wir alle schon so in balladesquer Tagträumereien versunken waren wurde mit „Black“ auch noch mal unbarmherzig nachgehakt. Naturgemäß entwickelte sich der Song dann zu einem kollektiven „Sing – Along“ und das minutenlange „düdüdüdü-düdüdüüüüü…. Düdüdüdü-düdüdüüüü…“ durchzog die Halle zum Abschluß. Drittes Konzert, drittes Mal „Black“ so was nennt man wohl „Glücksschwein“! ;-) Mit „Got Some“ und dem Brecher „Go“ wurde das Mainset dann noch mal energetisch abgeschlossen. Ersteres als zweiter Song vom neuen Album mit ungeheurem Live-Faktor und bei „Go“ wurden dann Erinnerungen an Berlin 2006 wach, wo die Jungs uns mit diesem Kracher begrüßten. Geiler Abschluß und durch die erste Encore-Break auch genug Zeit zum Luft schnappen bevor es weiter ging. Während die Halle die Rückkehr der Jungs auf die Bühne lauthals einforderte fragte ich mich, wie das denn noch weiter gehen sollte heute, Eddie, Mike, Stone, Jeff, Matt und der gute Boom setzten einfach mal einen grandiosen Standard für die kommenden Tage.
Eddie schlurfte nebst dem Rest der Band irgendwann wieder auf die Bühne und moderierte ein in die holländische Luft gehämmertes „Life Wasted“ an. Schnell, hart, energiegeladen! Nachdem nun jedem klar war, dass es ohne jedweden Verlust an Power weiter ging, wurden die Hymnen ausgepackt! Mit „Betterman“ wurde mir wiederum ein Songwunsch der Priorität 1 erfüllt. Eddie vermasselte, ähnlich wie beim darauf folgenden „Daughter“ zwar den Einsatz ein wenig, aber der Chor der tausenden Anwesenden kompensierte das locker. Richtig schöne Songauswahl und am Ende von Daughter noch ordentlich das Publikum einbezogen, das Konzert wollte gar nicht aufhören besser zu werden. Auch wenn man sich schon im ersten Zugabenblock befand dachte man keinen Moment an das unweigerlich näher rückende „Yellow Ledbetter“ und das einhergehende Ende des Abends… mal voraus gesetzt, dass „YL“ überhaupt gespielt wurde… an einem Abend wie heute wäre auch ein „Indifference“ *schmacht* als Closer möglich. Aber so weit waren wir noch nicht. Mit „Lukin“ und „Comatose“ wurde noch mal so richtig eingeheizt bevor das hymnische „Alive“ fast schon traditionell die erste Zugabe beendete. Außerdem kochte die Halle dabei noch mal so richtig, kein Wunder. In den letzten Jahren scheinen die Jungs den Song auch wieder so richtig genießen zu können, schön zu sehen wie da vorne die Bühne in voller Breite ausgenutzt wird um der Halle auch das letzte Tröpfchen Schweiß aus den Poren zu quetschen. Ein grandioser Abschluß war das. Für den zweiten Zugabenteil hatte ich mich irgendwie schon mit einer „Standard“ Setlist abgefunden (was jetzt nicht schlimm sein muß, aber angesichts der bisher gespielten Songs… was sollte da noch kommen?!? Nun, wie wäre es zum Beispiel mit einer erstklassigen COVER – ORGIE?!? Los ging es mit Eddie Solo und „Hide your Love Away“, Gänsehautfeeling in Rotterdam. Das ist nebenbei bemerkt so ein Song, bei dem ich seit Jahren immer neidisch auf die US-Setlisten geschielt habe… „Warum wird so was nie in Europa gespielt?!?“… nun, wird’s doch! Was nun folgte war mit „Love Reign O'er Me“ eine weitere Christmas Single und ein The Who – Cover. Daß ich das noch erleben durfte… grandios! Eddie hing sich voll rein, Mikey trieb das Lied unbarmherzig voran und die Halle kochte mal wieder… unklar wo die Jungs diese Kraft her nehmen! Das sollte aber nicht das einzige Who – Cover bleiben! Bevor man mit „The Real Me“ den Abend perfekt und meine Standardsetlistspekulationen komplett nutzlos machte, wurde dem Affen mit „Do the Evolution“ noch mal ordentlich Zucker gegeben! DTE, mittlerweile ein Stammgast in der Setlist, ist auch einer dieser Anheizer. Ganz groß dabei wieder mal der „Hallelujah“ – Chor der versammelten Massen. „The Real Me“ nahm dann den rockigen Unterton nahtlos auf und ließ die Halle ein letztes Mal explodieren. Mike tat es ihr gleich und ging ab wie ein Zäpfchen, was der Kerl mit seiner Gitarre anstellte… nicht rational erklärbar!
Leider waren wir hiermit am Ende des Konzertes angelangt… „Yellow Ledbetter“ geleitete uns aus einem gut zweieinhalbstündigen Rausch heraus in die Realität. Wie jedes Mal konnte man zum Ende von YL noch mal Mike in Höchstform erleben, wie er die Grundmelodie langsam und in immer neuen Interpretationen ausklingen ließ.

Der Beweis unserer Anwesenheit unter Eddies Achsel!
Als die Jungs sich dann noch verabschiedet hatten strebten wir noch total geflasht dem Ausgang entgegen. „Bloß gut“ dachte ich mir, „dass ich die Kerle übermorgen noch mal erleben darf!“. Wir waren in den Abend zwar schon mit großen Erwartungen gegangen, aber insgeheim gingen wir davon aus, dass Berlin noch eine Ecke schärfer, ja „besser“ werden würde. Nun, da wir diese Urgewalt einer Rockshow erlebt hatten, kamen uns daran Zweifel. Es war nicht so recht klar, wie man das hier noch nennenswert besser machen will! Wir Normalsterblichen rechneten halt nicht mit dem Ideenreichtum der Jungs! Denn, soviel sei schon mal verraten, in Berlin packten sie tatsächlich noch mal einen drauf! Aber davon werde ich euch die Tage berichten… ich gehe erstmal meine Tastatur kühlen! ;-)
PS: Hier nochmal die komplette Setlist zum Träumen für alle die da gewesen sind und all jene, die dies (leider) nicht konnten:
Main Set:
Elderly Woman
Last Exit
Animal
The Fixer
Given to fly
Severed Hand
Why Go
Dissident
Brother
Gone
Even Flow
Wishlist
Nothingman
1/2 Full
Black
Got Some
Go
Encore 1:
Life wasted
Betterman
Daughter
Lukin
Comatose
Alive
Encore 2:
Hide Your Love Away
Love Reign O'er Me
DTE
The Real Me
Yelllow Ledbetter
Na Servus. Jetzt, da das Event schon fast 14 Tage zurück liegt, kommt endlich der versprochene Blogg-Eintrag zu meinem kleinen Mini-Tour- Urlaub mit Pearl Jam. Besser spät als nie denke ich! :-) Außerdem ist so auch gewährleistet, daß ich nebenher so ganz geschmeidig das Bootleg vom Berlin Konzert hören und wieder in Stimmung kommen kann! Was waren das für zwei Abende, der Wahnsinn! :-D
Fangen wir der Einfachheit halber mit Rotterdam an. Rotterdam, Sportpalais Ahoy am 13.08.2009. Ausgangspunkt unserer langen reise war das malerische Ruhrgebiet, von wo aus wir über eine der gefühlten 47 Autobahnen, welche sich da pro Quadratkilometer tummeln, gen Drogensumpf düsten. Wir brachen früh auf, da wir uns mit einem "Tag am Meer" in die richtige Konzertstimmung bringen wollten, sprich relaxt an die ganze Sache ran gehen. So kam es dann auch, daß wir zunächst einmal die Nordseeküste ansteuerten, uns dem langen Marsch durch die Dünen stellten und ein paar entspannende Stunden am und im Wasser verbrachten! Immer im Hinterkopf die kommenden Ereignisse, welche keine 45 Autominuten entfernt in Rotterdam auf uns warteten. Als wir gegen 15 Uhr wieder aufbrachen, chilligen Gemütes und optimal entspannt, verflogen die wenigen Kilometer vom Strand bis zum Ahoy (btw: klasse Ausschilderung, Daumen hoch liebe Tomatenschänder!) geradezu. Als wir dann in der noch recht überschaubaren Schlange zum Parkplatz standen, erwischten wir, Murphy sei Dank, mal wieder den langsamsten Schalter. Beim freundlichen und leicht hyperaktiv angehauchten Schrankenbediensungsheinz angekommen wurde auch klar woran das lag... der Kerl war einer von der kommunikativen Sorte! Und so kam es dann, daß wir zunächst eine bandspezifische Fangfrage beantworten mußten, bevor der Knilch uns die Zufahrt gewährte. Dank meinem groben Übersichtswissen Pearl Jam betreffend stellte diese erste Prüfung aber auch keine wirkliche Hürde dar. Den Skoda wegrollsicher abgestellt und dann zog es mich schon magisch zur Halle hin. Zuerst aber noch die obligatorische Beinkleidung angelegt (ohne meine Chucks geht bei PJ - Konzis NIX) und dann latschten wir schon auf den sich langsam bevölkernden Vorplatz des Ahoy zu. Vorbei an der spärlich gefüllten 10c - Schlange, welche sich größtenteils in der prallen Sonne und mit Hopfenkaltschalen auf den Pflastersteinen lümmelte. Joa, dachte ich, gute Idee! Und nachdem wir sodann auch in unserer Schlange (vorerst) Platz genommen hatten, erkundete ich das unweit von uns "tobende" Volksfest und organisierte erstmal ein Heineken nebst Cola. Wir ließen uns das jeweilige Getränk im Sonnenschein munden, beobachteten 50jährige Knispel bei Kiffen (kein Scherz, der Opi hat sich da wirklich einen rein gezogen) und genossen die entspannte Vorkonzertstimmung, die PJ Konzerten irgendwie eigen ist. Da wird nicht 4 Stunden vor Einlaß bereits gedrängelt, nein, da sitzt man eher bei nem Bierchen irgendwo auf der Wiese und fachsimpelt. Jedenfalls schniekten wir dann ca. ne halbe stunde vor Einlaß in „unsere“ Schlange und ließen uns in aller Ruhe in die Halle spülen. Die Irritationen kamen daher, dass wir ja nur noch Sitzplatzkarten ergattern konnten, keine Innenraumkarten, aber selbstverständlich zunächst in der Innenraumschlange landeten. Aber da wir das noch zeitnah mitkriegten nahm sich das von der Wartezeit her nicht viel. Im Ahoy angekommen zunächst mal schnurstracks zum Merchandisestand gerammelt und sich das Poster gesichert. Ein sehr schickes Teil, was Ames Bros da zusammengezimmert hat.

Schickes Teil: Rotterdam 2009 Pösterchen
Zur Sicherheit auch gleich mit Posterrolle aus stabiler Pappe, diese 2 Euro Extrainvestition sollten sich im Laufe des Abends noch mehrfach lohnen. Als das alles erledigt war, suchten wir unsere Sitzplätze auf. Den Befürchtungen zum Trotz waren die eigentlich top, seitlich der Bühne, erste Reihe und optimale Sicht auf Mikey, seine Saitengottheit himself. Aber irgendwas fehlte noch… Bier! Genau, also diesen Missstand auch noch fix beseitigt und dann dem Beginn entgegen gefiebert. Die Halle war vielleicht zur Hälfte gefüllt, als mit Gomez die Vorband die Bühne betrat. Hmm… ich möchte den Herren ja nicht zu nahe treten, aber von allen Openern, welche die Jungs in den letzten Jahren so anboten, waren die echt die schnarchigsten. Schlecht waren sie nicht, nur halt als Vorband irgendwie fehl am Platze. Streng genommen wartete ich nur darauf, dass die endlich fertig wurden um die Bühne den Göttern zu räumen. Das geschah dann auch relativ fix, also nach nicht mal 30 Minuten hatte sich „Gomez“ schon wieder backstage zur „Mortisha“ geschert und die Umbauten auf der Bühne setzten hektisch ein.
Nun folgte aber leider eine etwas lange Pause bevor die Jungs sich endlich blicken ließen. Spannend war, dass zunächst die Setlists verteilt und dann scheinbar 10 Minuten später wieder „korrigiert“ wurden (wie gesagt, wir hatten für solcherlei Beobachtungen sozusagen Logenplätze). Als Eddie dann seinen Wein neben das Mic gestellt bekam war die Spannung dann schon fast unerträglich… als dieser vom Roadie XY dann aber wieder backstage gebracht wurde, war sie dann nicht mehr auszuhalten. Aber keine 5 Minuten Später ertönte das neue Orgelintro und die Jungs betraten die Bühne… wobei „betreten“ in Eddies Fall wohl eher ein Euphemismus ist. Streng genommen torkelte Ed die Stufen empor, und stellte den Traubensaft dann wild gestikulierend wieder neben das Mikro. Eieiei, der hatte schon ordentlich was geladen, angesichts der Tatsache, dass wir uns in den Niederlanden befanden, war auch nicht allzu schwer heraus zu finden, was dies sein könnte. ;-) Jedenfalls war dies dann der Moment, in welchem die große „Opener Frage“, welche man sich vor jedem Gig stellt, mehr denn je brannte. Es wurde spekuliert und die vergangenen Shows heran gezogen (doppelt Opener gibt’s eher selten… oder doch nicht?!?). Spannung! Ich für meinen Teil hätte mich über ein gediegenes „Release“ im Vorfeld gefreut… oder „Long Road“ und nur zwei zu nennen. Aber wie es nun mal so ist, man liegt bei PJ immer ganz weit daneben wenn man da vermutet und so wurde mit „Elderly Woman behind the Counter in a Small Town“ eröffnet. Das, muß man vielleicht dazu sagen, geschieht nicht so wirklich oft. Aber die ersten Töne waren angeklungen und… mir gings gut :-D ! Da freut man sich ein halbes Jahr auf seinen Urlaub und die kleine Konzertreise und als es dann los geht, ist schon der erste Song Anzeichen genug, dass das ein ganz ein toller Urlaub wird! Small Town wurde seitens der Band richtig zelebriert und ohne Eile gespielt. Highlight die Textzeile „I just want to scream „Hello!““. Ich habe keine Ahnung wie viele in dieses Ahoy rein passen, aber die, die da waren, die kannten den Text. Sehr schön! Auch der Sound war klasse, was 2007 ja so etwas das Problem gewesen war (wir hatten Gott sei Dank einen guten Platz erwischt damals). Jedenfalls war jetzt gleich mal klar, dass die kommenden Stunden ne richtig feine Sache werden würden. Nach dem ruhigen Beginn wurde dann „Last Exit“ ausgepackt. Es wurde schnell, es wurde laut, es wurde gerockt! Nebenbei auch noch der erste „ungehörte“ Song für mich, sprich, einer den ich Live noch nie erleben durfte. Daß von der Sorte in Rotterdam insgesamt 13 und in Berlin (trotz Rotterdam) noch mal 15 kommen würden, davon wagte ich nicht mal zu träumen! Aber so kam es. Als die Massen so langsam warm gerockt waren, wurde „Animal“ ausgepackt! YES! Das Ding ging los und mich hielt es nicht mehr auf dem Sitz! Man muss vielleicht dazu sagen, dass man da akutes Aufstehverbot erteilt bekam. Sobald man sich erhob kam einer der Ordner die Treppen herunter geflitzt um einen wieder in den Schalensitz zu zwingen. Ja, das war Mist, gebe ich zu. Zumal ich nach „The Fixer“ (erster neuer Song vom kommenden Album und Live ne richtig feine Nummer) und ¾ von „Given To Fly“ dann wieder besagten Ordner-Heinz an der Backe hatte. Widerwillig ließ ich mich dann nieder. Bloß gut, dass das folgende „Severed Hand“ auch im Sitzen ein Genuß war. Wer allerdings denkt, ich hätte den Rest des Abends sitzend verbringen müssen, der irrt sich gewaltig. Kaum war „Severed Hand“ verklungen rissen die ersten Takte von „Why Go“ alle unstehenden Leute aus den Schalensitzen… in welche wir uns dann auch nicht wieder zurück verirrten bis das Konzert zu Ende war. Die Ordner kapitulierten dann wohl vor so viel zivilem Ungehorsam… Gott sei Dank! Jedenfalls konnte zu „Why Go“ dann so richtig gerockt werden. Eine tolle Version, den FOS-Berich mal von oben zu beobachten, statt selbst drinnen zu stehen hatte auch was, aber ein wenig Wehmut kam natürlich auch auf, als man sah, wie die da unter direkt vor Eddie abgingen. Aber es gab ja noch Berlin und bis jetzt wars auf der Tribüne auch ganz muckelig. Highlight war jedes Mal, wenn Mikey zu einem seiner Soli ansetzte… mein Gott, war der gut drauf an dem Tag! Was der mit der Klampfe anstellte… Wahnsinn! Außerdem flirtete der Mann wieder massiv mit dem Publikum, unsere Seite adoptierte er fast (nachdem wir lauter waren als die von Stone).
Vor dem nächsten Highlight („Brother“) wurde noch „Dissident“ eingebaut. Ich gebe ja zu, dass der Song nicht so wirklich mein Fall ist, live hat er aber schon was. Brother wiederum ließ mich mit dem seltsamen Gefühl des „nicht - textsicher - Seins“ zurück, was mir bei PJ normalerweise nicht so schnell passiert. Aber bis vor ein paar Monaten war der Song nun mal nur als Instrumental bekannt. Aber schön wars auf jeden Fall! Mit „Gone“ wurde dann die erste Christmas – Single ausgepackt (gut, schaffte es dann sogar bis auf die Avocado das Ding). Ich mag Gone, schönes Midtempo-Stück, das dann so langsam aber sicher Fahrt aufnimmt. Ähnlich wie das heilige „Present Tense“. Danach wurde wieder hymnisch gerockt zu „Even Flow“, ganz großer Moment für mich! Ich liebe diesen Song einfach seit den frühen 90ern. Mike packte wieder ein tolles Solo aus und auch Matt an der Schießbude trommelte sich bei seinem Einzeleinsatz brav nen Wolf. Ganz großes Tennis. Als die letzten Takte verklungen waren wurden auf der Bühne Instrumente gewechselt und die entstehende, kleine Pause zum Lufthohlen genutzt. Was nun kam (was wir natürlich noch nicht ahnen konnten), war einfach nur der Hammer! 3 Songs die man nicht erwartet hatte, über die man sich deshalb nur umso mehr freute und die auch noch bombastisch einschlugen! Los ging diese Trilogie mit „Wishlist“. Super Version, toll gespielt und schon bei den ersten Tönen ging ein enormes Raunen durchs Publikum. Eddie „schleimte“ sich dann noch mit einer Zusatzstrophe bei Rotterdam ein. Als, während Ed die letzten Töne ins Mikro nuschelte, Jeff zu seinem Standbass griff, sah ich schon die Zeit für „Daughter“ gekommen… aber Pustekuchen. Mit „Nothingman“ wurde eine weitere Rarität ausgepackt. Eine geradezu göttliche Ballade, die viel zu selten live ausgepackt wird. Eine wahre Hammerversion obendrein! Die Jungs ließen sich förmlich vom Song tragen und die Spielfreude, welche man ihnen den ganzen Abend schon überdeutlich anmerkte, erreichte einen ersten Höhepunkt. Großartig! Das ganze Ahoy schien vor sich hin zu träumen und den Song zu genießen. Wahnsinn. Als dann auch noch „Half Full“ hinterher geschossen wurde war das Mainset bereits als „großartig“ in die Geschichtsbücher gemeißelt. Spitze! Und wo wir alle schon so in balladesquer Tagträumereien versunken waren wurde mit „Black“ auch noch mal unbarmherzig nachgehakt. Naturgemäß entwickelte sich der Song dann zu einem kollektiven „Sing – Along“ und das minutenlange „düdüdüdü-düdüdüüüüü…. Düdüdüdü-düdüdüüüü…“ durchzog die Halle zum Abschluß. Drittes Konzert, drittes Mal „Black“ so was nennt man wohl „Glücksschwein“! ;-) Mit „Got Some“ und dem Brecher „Go“ wurde das Mainset dann noch mal energetisch abgeschlossen. Ersteres als zweiter Song vom neuen Album mit ungeheurem Live-Faktor und bei „Go“ wurden dann Erinnerungen an Berlin 2006 wach, wo die Jungs uns mit diesem Kracher begrüßten. Geiler Abschluß und durch die erste Encore-Break auch genug Zeit zum Luft schnappen bevor es weiter ging. Während die Halle die Rückkehr der Jungs auf die Bühne lauthals einforderte fragte ich mich, wie das denn noch weiter gehen sollte heute, Eddie, Mike, Stone, Jeff, Matt und der gute Boom setzten einfach mal einen grandiosen Standard für die kommenden Tage.
Eddie schlurfte nebst dem Rest der Band irgendwann wieder auf die Bühne und moderierte ein in die holländische Luft gehämmertes „Life Wasted“ an. Schnell, hart, energiegeladen! Nachdem nun jedem klar war, dass es ohne jedweden Verlust an Power weiter ging, wurden die Hymnen ausgepackt! Mit „Betterman“ wurde mir wiederum ein Songwunsch der Priorität 1 erfüllt. Eddie vermasselte, ähnlich wie beim darauf folgenden „Daughter“ zwar den Einsatz ein wenig, aber der Chor der tausenden Anwesenden kompensierte das locker. Richtig schöne Songauswahl und am Ende von Daughter noch ordentlich das Publikum einbezogen, das Konzert wollte gar nicht aufhören besser zu werden. Auch wenn man sich schon im ersten Zugabenblock befand dachte man keinen Moment an das unweigerlich näher rückende „Yellow Ledbetter“ und das einhergehende Ende des Abends… mal voraus gesetzt, dass „YL“ überhaupt gespielt wurde… an einem Abend wie heute wäre auch ein „Indifference“ *schmacht* als Closer möglich. Aber so weit waren wir noch nicht. Mit „Lukin“ und „Comatose“ wurde noch mal so richtig eingeheizt bevor das hymnische „Alive“ fast schon traditionell die erste Zugabe beendete. Außerdem kochte die Halle dabei noch mal so richtig, kein Wunder. In den letzten Jahren scheinen die Jungs den Song auch wieder so richtig genießen zu können, schön zu sehen wie da vorne die Bühne in voller Breite ausgenutzt wird um der Halle auch das letzte Tröpfchen Schweiß aus den Poren zu quetschen. Ein grandioser Abschluß war das. Für den zweiten Zugabenteil hatte ich mich irgendwie schon mit einer „Standard“ Setlist abgefunden (was jetzt nicht schlimm sein muß, aber angesichts der bisher gespielten Songs… was sollte da noch kommen?!? Nun, wie wäre es zum Beispiel mit einer erstklassigen COVER – ORGIE?!? Los ging es mit Eddie Solo und „Hide your Love Away“, Gänsehautfeeling in Rotterdam. Das ist nebenbei bemerkt so ein Song, bei dem ich seit Jahren immer neidisch auf die US-Setlisten geschielt habe… „Warum wird so was nie in Europa gespielt?!?“… nun, wird’s doch! Was nun folgte war mit „Love Reign O'er Me“ eine weitere Christmas Single und ein The Who – Cover. Daß ich das noch erleben durfte… grandios! Eddie hing sich voll rein, Mikey trieb das Lied unbarmherzig voran und die Halle kochte mal wieder… unklar wo die Jungs diese Kraft her nehmen! Das sollte aber nicht das einzige Who – Cover bleiben! Bevor man mit „The Real Me“ den Abend perfekt und meine Standardsetlistspekulationen komplett nutzlos machte, wurde dem Affen mit „Do the Evolution“ noch mal ordentlich Zucker gegeben! DTE, mittlerweile ein Stammgast in der Setlist, ist auch einer dieser Anheizer. Ganz groß dabei wieder mal der „Hallelujah“ – Chor der versammelten Massen. „The Real Me“ nahm dann den rockigen Unterton nahtlos auf und ließ die Halle ein letztes Mal explodieren. Mike tat es ihr gleich und ging ab wie ein Zäpfchen, was der Kerl mit seiner Gitarre anstellte… nicht rational erklärbar!
Leider waren wir hiermit am Ende des Konzertes angelangt… „Yellow Ledbetter“ geleitete uns aus einem gut zweieinhalbstündigen Rausch heraus in die Realität. Wie jedes Mal konnte man zum Ende von YL noch mal Mike in Höchstform erleben, wie er die Grundmelodie langsam und in immer neuen Interpretationen ausklingen ließ.

Der Beweis unserer Anwesenheit unter Eddies Achsel!
Als die Jungs sich dann noch verabschiedet hatten strebten wir noch total geflasht dem Ausgang entgegen. „Bloß gut“ dachte ich mir, „dass ich die Kerle übermorgen noch mal erleben darf!“. Wir waren in den Abend zwar schon mit großen Erwartungen gegangen, aber insgeheim gingen wir davon aus, dass Berlin noch eine Ecke schärfer, ja „besser“ werden würde. Nun, da wir diese Urgewalt einer Rockshow erlebt hatten, kamen uns daran Zweifel. Es war nicht so recht klar, wie man das hier noch nennenswert besser machen will! Wir Normalsterblichen rechneten halt nicht mit dem Ideenreichtum der Jungs! Denn, soviel sei schon mal verraten, in Berlin packten sie tatsächlich noch mal einen drauf! Aber davon werde ich euch die Tage berichten… ich gehe erstmal meine Tastatur kühlen! ;-)
PS: Hier nochmal die komplette Setlist zum Träumen für alle die da gewesen sind und all jene, die dies (leider) nicht konnten:
Main Set:
Elderly Woman
Last Exit
Animal
The Fixer
Given to fly
Severed Hand
Why Go
Dissident
Brother
Gone
Even Flow
Wishlist
Nothingman
1/2 Full
Black
Got Some
Go
Encore 1:
Life wasted
Betterman
Daughter
Lukin
Comatose
Alive
Encore 2:
Hide Your Love Away
Love Reign O'er Me
DTE
The Real Me
Yelllow Ledbetter
Mittwoch, 12.08.2009
OH HAPPY DAY (S)
(von irgend so 'ner Gospeltruppe... who cares... ;-))
Ein kurzer Vorfreudenblogg: Ich lese grad nebenbei den Forumsticker zum Sherperds Bush - Konzi der Jungs und bin begeistert!!!! Die Setlist lässt für Donnerstag und Sonnabend echt einiges hoffen und erwarten. Das Wichtigste: RELEASE IST ALS OPENER NOCH RESERVIERT!!! :-D Ansonsten ne Menge Perlen dabei, die sie dieses Jahr im Liveprogramm haben. Ich gebe mal den kompletten Überblick:
Sometimes, Interstellar Overdrive/Corduroy, The Fixer, All Along The Watchtower (mit Ron wood), Why Go, Dissident, Severed Hand, Given To Fly, Low Light, Even Flow, Present Tense, Save You, Down, Small Town, Brother, Do The Evolution, Got Some (verspielt), Got Some (2. Versuch)
Encore 1:
The End (Ed solo, gewidmet Yusuf), Inside Job, Betterman/Save it for later, Alive
Encore 2:
Soldier Of Love, Solat, The Real Me, Yellow Ledbetter
Die (persönlichen) Highlights mal fett gedruckt. Leute, übermorgen gehts los, da geht der Onkel auf Konzerturlaub und die Jungs werden garantiert einiges aus dem Repertoire gekonnt darbieten... ICK FREU` MIR sowas von, das glaubt ihr gar nicht! :-D Der Blogg zu den Konzerten wird wohl bei Zeiten den Ruf einer Legende erhelten, das ist jetzt schon sicher! Naja, ich gehe mal vorschlafen, damit ich die anstehende Minitour auch genießen kann.
Grüße aus den malerischen Ruhrpott in die foxymorphe Leserwelt.
Ein kurzer Vorfreudenblogg: Ich lese grad nebenbei den Forumsticker zum Sherperds Bush - Konzi der Jungs und bin begeistert!!!! Die Setlist lässt für Donnerstag und Sonnabend echt einiges hoffen und erwarten. Das Wichtigste: RELEASE IST ALS OPENER NOCH RESERVIERT!!! :-D Ansonsten ne Menge Perlen dabei, die sie dieses Jahr im Liveprogramm haben. Ich gebe mal den kompletten Überblick:
Sometimes, Interstellar Overdrive/Corduroy, The Fixer, All Along The Watchtower (mit Ron wood), Why Go, Dissident, Severed Hand, Given To Fly, Low Light, Even Flow, Present Tense, Save You, Down, Small Town, Brother, Do The Evolution, Got Some (verspielt), Got Some (2. Versuch)
Encore 1:
The End (Ed solo, gewidmet Yusuf), Inside Job, Betterman/Save it for later, Alive
Encore 2:
Soldier Of Love, Solat, The Real Me, Yellow Ledbetter
Die (persönlichen) Highlights mal fett gedruckt. Leute, übermorgen gehts los, da geht der Onkel auf Konzerturlaub und die Jungs werden garantiert einiges aus dem Repertoire gekonnt darbieten... ICK FREU` MIR sowas von, das glaubt ihr gar nicht! :-D Der Blogg zu den Konzerten wird wohl bei Zeiten den Ruf einer Legende erhelten, das ist jetzt schon sicher! Naja, ich gehe mal vorschlafen, damit ich die anstehende Minitour auch genießen kann.
Grüße aus den malerischen Ruhrpott in die foxymorphe Leserwelt.
Sonntag, 02.08.2009
HEARED IT ALL BEFORE
(Emiliana Torrini)
Wozu wurden denn gleich nochmal Wochenenden erschaffen? Flatrate-Parties, Extrembergsteigen (nackt und barfuß in den Dolomiten) oder doch eher Löffelschnitzen in Rupprechts Namen? Nein, Wochenenden sind ein Hort der Ruhe, das Ende des Stress und... endlich mal genug Zeit um einen Konzertbericht zu schreiben! :-) Die gesamte Woche über fehlten mir entweder Zeit oder Inspiration... und biedes sollte man haben wenn man sich ein Emiliana Torrini Konzert wieder ins Gedächtnis zurück ruft und niederschreibt.
Vorweg muß ich hier aber mal was anprangern: *Anprangermodus EIN* Im Netz findet man keinerlei vernünftige Setlist! *Anprangermodus AUS* Im Ernst, bei jedem anderen Act (außer Motörhead... da dauerte es auch 14 Tage) tauchte innerhalb der ersten Woche irgend eine semioffizielle Setlist auf, an der man sich beim Berichten so halbwes orientieren konnte. Bei Pearl Jam bekommt man die sogar nebst Live -Bootleg am Folgetag. Aber bei der guten Emiliana... NADA! Also habe ich mich mal selber hin gesetzt und mehr schlecht als recht folgendes eruiert:
Fireheads
Lifesaver
Heartstopper
Nothing Brings Me Down
Big Jumps
Today Has Been OK
Sunny Road
Tuna Fish
Ha Ha
Jungle Drum
Summerbreeze
Gun
Heard it all Before
Hold Heart
Encore:
Unemployed in Summertime
Me and Armini
To Be Free
Beggar's Prayer
Encore 2:
To Be Free
Bleeder
Alles frei Schnauze und gedächtnisbasiert... mit kleine Hilfe aus dem Studi.vz (bei 3 Songs, bei denen ich mich bei einem eh schwarz ärgern könnte, wie ich es geschafft habe den zu vergessen!). Also ohne irgend einen Anspruch auf Vollständigkeit oder gar richtige Reihenefolge. Wer das Dingen noch ergänzen will oder umordnen, der soll das bitte hier tun:
http://www.setlist.fm/setlist/emiliana-torrini/2009/theatervorplatz-jena-germany-2bd6409a.html
So, da ich mich eh nicht an der Setlist langhangeln will (nicht bei Emiliana... nö, das machen wir mal nicht so technisch ;-) ) wäre meine "Chronistenpflicht", wie der Gründervater H. immer so treffend sprach, erfüllt. Nun also zum Konzert an sich. Schön wars... und da ging schon da los, als mein Rechner im Büro sich in den Wochenendschlaf verabschiedete und ich mich flinken Reifens nach Hause machte um meine Freundin abzuholen. Nach einer entsprechend chilligen Packsession hüpften wir dann fröhlich in den erstbesten blauen Seat und cruisten gemütlich gen Jena. Zeit war genug und so sammelten wir dann meine Schwester in der Innenstadt ein und schauten nocomal kurz beim Kaufland vorbei. BTW: Eine wahrlich SEHR gute Gelegenheit sich einen Kasten Leikeim Lager auf Vorrat zu bunkern, lecker das Zeug! :-)
Dann schnell ne Pizza reingepfiffen, meiner Schwester schweren Herzens, aber feierlich, den Kicktipppokal überreicht und dann gings auch schon auf Schusters Rappen zur Kulturarena. Das Wetter war... naja, es war suboptimal. Hin und wieder einwenig Regen, zwischendurch auch mal ein Schauer... ansonsten trocken! (Anm. des Autors: Was rede ich hier eigentlich wieder für `nen Blödsinn zusammen, ist ja fürchterlich). Unterwegs noch den Gründervater H. nebst Gefährtin getroffen und fertig war unsere kleine aber feine Fünfergruppe. Alsbald betraten wir dann auch gemeinsam die Kulturarena. Ähnlich wie bei Reinald Grebe letztes Jahr war eine enorm chillige Sache. Man spazierte so hinein, vollkommen ohne abgetastet zu werden, und steuerte erstmal den Bierastand an, wo man sein dunkles Kösti (die Zapfhahnverwalterin wollte mir erst ein Pils andrehen, Schande über sie) stilecht in einem Gals (ja, ein Glas aus... Glas) gereicht bekam. Also stießen wir fröhlich an und schniekten gemütlich in den Innenraum. Sitzplätze waren schon aus (wollten wir eh nicht hin, zu den Luschen! ;-)) also suchten wir uns ein schickes Plätzel irgendwo im Mittelfeld. Einen kurzen Schauer überbrückten wir dann wieder mit lustigem Schirmchenhalten und, ich gebs ja zu, Lästern! Es gibt aber auch ein paar Vögel auf Gottes grünem Acker... faszinierend! :-D
Irgendwann gegen 20:15 (Prime Time) betrat dann Emiliana Torrini nebst Band, nachdem "Dead Duck" den Einmarsch von Band begleitete, die Bühne. Yes, endlich gings los! (Wenngleich sich von Anfang an eine, für meine Verhältnisse vollkommen konzertuntypische, Gelassenheit eingestellt hatte.) Ihr Kleid, so wurde mir von unserem unabhängigen, dreiköpfigen Expertengremium bestätigt, war toll! Stimmt, sah wirklich lustig aus. Aber eigentlich war die Frau ja auch zum Singen da, also wurde gleich mal mit dem verträumten Fireheads eingestiegen. Schöner Start auf jeden Fall, langsam reindriften ins Konzert, das böse böse Tageslicht vergessen und den Regen kurz ausblenden. Tja, hat auch ganz gut geklappt. :-) Während der ersten paar Songs stellte sich so eine innere Ruhe ein, man konnte das Konzert so richtig schön auf sich wirken lassen und genießen. Kleine Highlights waren dann auch die Ansagen zwischen den Songs. Jeweils in Deutsch und mit dem so angenehm witzigen nordischen Akzent vorgetragen. Außerdem hat die Frau eine recht drollige Art mit ihrem Publikum zu kommunizieren, von den ganzen Top-Model-Opfern mal abgesehen, zog sie so den Rest der Leute größtenteils in ihren Bann und verstärkte diese Relaxstimmung nur. Das hatte von der Grundstimmung eher was von einem Club-Konzert vor 150 Leuten, als von einer 3000 - Mann Show. Irgendwo zwischen Big Jumps und Today Has Been OK tauchte dann über der Kulturarena neben der Sonne auch ein schicker Regenbogen auf. Das passte atmosphärisch perfekt! Wahnsinn! Und dann noch mit Sunny Road das erste Highlight in der Setlist, dazu noch klasse rüber gebracht! Also spätestens da war wohl der Großteil des Publikums im Konzert angekommen.
Mit einer wiederum sehr amüsanten Ansprache wurde dann auch Tuna Fish angkündigt, worauf ich ja persönlich gehofft hatte. Das Lied ist für mich so ziemlich perfekt, da passt alles! Ich wüßte spontan nicht, wo man da hätte irgend etwas besser machen können. Live auch der Hammer, zumal fast jeder Song noch instrumentarisch etwas aufgehübscht wurde. Das störte aber nich, ganz im Gegentiel. Da passte alles zusammen und brachte jeweils ein wenig neuen Schwung in die Stücke. Tuna Fish jedenfall war live ein Erlebnis!!! Ähnlich großartig kam auch Summerbreeze an und Gun wurde, bei einsetzender Dunkelheit, duch die neue Instrumentierung nochmal ordentlich nach vorne gepusht! Überhaupt, dieser einzige "Rocker" des Abends bot einen schönen Kontrast zum Rest des Programms. Man konnte zur Abwechslung mal fünf Minuten lang aus dieser sanften Soundwelle auftauchen und angenehm mitgrooven. Tolles Ding! :-)
Die Encore-Breaks fallen, nur damit ihr es wißt, bei Emiliana auch recht kurz aus. Mag daran liegen, daß sie kein so starker Raucher ist wie die Herren Vedder und Cave, welche die Päuschen erstmal mit Fluppe hinter der Bühne zellebrieren und dann mit Nr.2 wieder selbige betreten. Jedenfalls geriet die erste Zugabe zu einer sehr unterhaltsamen Angelegenheit. Zunächst gestand sie, daß sie ob der Erwartungshaltung des Publikums schon ein wenig Angst gehabt hätte. Kein Wunder, da kommt jemand aus dem beschaulichen Island, wo man zwar alle 10 Minuten einen Geysir, aber kaum jemanden zum Reden trifft und wird hier an jeder Ecke um ein "Rung-te-ke-te-ke-tung-tung" angebettelt. Wahrscheinlich noch von so Leuten, die man am treffensten noch als die "Töpperwiens" des Musikjournalismus zu beschreiben hat. Aber alles in allem schien dieser Druck da schon weitestgehend von ihr abgefallen, weshalb wir auch einen recht lockeren, fröhlichen ersten Zugabenblock erlebten. Me and Armini... klasse! Unemployed in Summertime, Highlight! :-D Und als dann "Beggars Prayer" noch mehr oder weniger abgebrochen werden mußte, weil Frau Torrini ihren Lachflash nicht mehr unter Kontrolle halten konnte... *lol* klasse! Auch wenn sie den Song dadurch mal so ganz klassisch verrissen hatte, sorgte sie somit für den wohl niedlichsten Konzertmoment, den ein Großteil der Anwesenden je erlebt hat. (Bei mir nur noch zu toppen durch Stone Gossard im Kleid während "Gremmie out of Control"... du hast zwei Chancen dieses Jahr Stonie ;-)!)
Jedenfalls ganz großes Kino! Kurz nachdem sie, auf Grund des Kontrollverlustes über das eigene Zwerchfell, die Bühne nahezu fluchtartig verließ, kehrte sie zurück. Das zweite Encore schickte uns dann schließlich mit Bleeder stilecht und ganz Emiliana-like nach Hause. Ähnlich vorsichtig, wie wir in den Abend geleitet wurden, wurden wir auch wieder verabschiedet. Wieder ein wenig nachdenklicher und ruhiger. Zack... schöner Abend! :-)
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich jemals so ein chilliges Konzert erlebt habe. Hier guings nicht um "abgehen" '(-> 13.08.2009 + 15.08.2009) oder "gröhlen" (dazu gibts ja außerdem den 12.12.2009), sondern darum einfach einen schönen, ausgeglichenen Abend zu haben. Im Gegensatz zu vielen Veranstaltungen, wo man irgendwie dem Diktat der Perfektion zu unterliegen scheint, wirkte das alles eigentümlich natürlich und schon fast beängstigend familiär. Das mit der Perfektion muß ja nichts schlechtes sein, ich erinnere da nur an Nick Cave... der ob seiner Mitarbeiterführung wohl nicht gerade einen Gewerkschaftsorden verliehen bekommen wird; aber bei Emiliana Torrini passt gerade dieses Imparfait in der Darbietung wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge!
Bevor ich es vergesse: Jungle Drum wurde natürlich auch gespielt, aber man merkte ihr irgendwie an, daß es ihr in gewisser Weise unheimlich ist, was hier für ein Bohei um das Lied gemacht wird. Das war eigentlich schade, denn der Song ist großartig, darum ist es umso bedauernswerter, daß die sichtlich etwas nervöse Emiliana ihn mehr oder weniger runterspulte. Jungle Drum fehlte genau das, was die anderen Lieder reichlich hatten: Platz! Während sich Sunny Road schön ausweiten durfte und To Be Free sich fast zu tode atmen konnte, wirkte Jungle Drum irgendwie zu eingeengt. Aber gut, irgendwie habe ich es den dann doch anwesenden TV-Lemmingen aber auch gegönnt. Man versetze sich mal in deren Lage: Da hat man sich die 10 Mäuse fürs Konzert zusammen geschnorrt, will streng genommen nur ein Lied hören von jemandem, von dem man vorher noch nie was gehört hat und dann versemmelt die auch noch ausgerechnet beim Mega-Super-Duper-Hit den Text *lol*! Köstlich! Als ich so durchs Netz surfte und die Setlist suchte, da las ich auch den einen oder anderen Blogg- oder Forumseintrag übers Konzi. Sehr aufschlußreich! Die "Generation Casting Show" wunderte sich im Allgemeinen, wie "langweilig" der Rest ihrer Songs ist ("langweilig" sollte hier wohl mit "hochwertig" übersetzt werden). Tja, man könnte sich ja vorher auch mal informieren oder wenigstens den Anstand besitzen, sich mal das letzte Album zu organisieren statt nur ein Lied übers Spar-Abo zu ordern! Und das auch nur, weils jeder grade hört...! So erklärt sich dann auch der Kommentar von schräg hinter uns: "Bei Germanys Next Top-Model war das Lied irgendwie länger...!" Ohhhhhhh, ne Dose Mitleid! Armer Irrer, geh auf die A4 spielen, du Pfosten!
Die andere Fraktion stellen da die Rock-Dudes dar, die sich das halt mal anschauen wollten. Da ist der Tenor im Wesentlichen: "schöne Musik, aber zu wenig High Hats!" -> das kann man akzeptieren ;-)! Da greift dann das mit der "Geschmackssache", aber nicht beim Kollegen "Immerhipp" mit seinen klingeltongesteuerten Interessenlagen!
Wie dem auch sei, das war ein ganz ein großer Abend sage ich mal. Eine besonders gegen Ende sehr lockere Emiliana machte mir ihrer ruhigen, relaxenden Musik die Kulturarena zu einer Wohlfühlarea, wo jeder sich gefühlt in seinen Ledersessel lümmelte und nur noch Havanna und Cognacschwenker zur totalen Entspannung fehlten. Genau deshalb mag ich auch ihre Musik, das ist komplettes Kontrastprogramm zu dem, was ich sonst höre... und das ohne irgendwie schnulzig zu wirken!
War mal eine sehr nette Abwechslung, wiederholen werde ich das sicherlich auch bei Gelegenheit... die Frau gibt richtig schöne Konzerte! Hat sich gelohnt das Ticket, vor allem weil Emiliana Torrini nach den bisherigen und noch anstehenden Veranstaltungen 2009 für mich so bissel wie das kleine i-Tüpfelchen auf dem Konzertjahr war... die Schnapsbeere auf der musikalischen Schwarzwälder-Kirschtorte quasi! :-) Sodann... bis zum nächsten Mal, ich geht jetzt packen für die Torte: PEARL JAM!!!!!!!!!!! :-D
Wozu wurden denn gleich nochmal Wochenenden erschaffen? Flatrate-Parties, Extrembergsteigen (nackt und barfuß in den Dolomiten) oder doch eher Löffelschnitzen in Rupprechts Namen? Nein, Wochenenden sind ein Hort der Ruhe, das Ende des Stress und... endlich mal genug Zeit um einen Konzertbericht zu schreiben! :-) Die gesamte Woche über fehlten mir entweder Zeit oder Inspiration... und biedes sollte man haben wenn man sich ein Emiliana Torrini Konzert wieder ins Gedächtnis zurück ruft und niederschreibt.
Vorweg muß ich hier aber mal was anprangern: *Anprangermodus EIN* Im Netz findet man keinerlei vernünftige Setlist! *Anprangermodus AUS* Im Ernst, bei jedem anderen Act (außer Motörhead... da dauerte es auch 14 Tage) tauchte innerhalb der ersten Woche irgend eine semioffizielle Setlist auf, an der man sich beim Berichten so halbwes orientieren konnte. Bei Pearl Jam bekommt man die sogar nebst Live -Bootleg am Folgetag. Aber bei der guten Emiliana... NADA! Also habe ich mich mal selber hin gesetzt und mehr schlecht als recht folgendes eruiert:
Fireheads
Lifesaver
Heartstopper
Nothing Brings Me Down
Big Jumps
Today Has Been OK
Sunny Road
Tuna Fish
Ha Ha
Jungle Drum
Summerbreeze
Gun
Heard it all Before
Hold Heart
Encore:
Unemployed in Summertime
Me and Armini
To Be Free
Beggar's Prayer
Encore 2:
To Be Free
Bleeder
Alles frei Schnauze und gedächtnisbasiert... mit kleine Hilfe aus dem Studi.vz (bei 3 Songs, bei denen ich mich bei einem eh schwarz ärgern könnte, wie ich es geschafft habe den zu vergessen!). Also ohne irgend einen Anspruch auf Vollständigkeit oder gar richtige Reihenefolge. Wer das Dingen noch ergänzen will oder umordnen, der soll das bitte hier tun:
http://www.setlist.fm/setlist/emiliana-torrini/2009/theatervorplatz-jena-germany-2bd6409a.html
So, da ich mich eh nicht an der Setlist langhangeln will (nicht bei Emiliana... nö, das machen wir mal nicht so technisch ;-) ) wäre meine "Chronistenpflicht", wie der Gründervater H. immer so treffend sprach, erfüllt. Nun also zum Konzert an sich. Schön wars... und da ging schon da los, als mein Rechner im Büro sich in den Wochenendschlaf verabschiedete und ich mich flinken Reifens nach Hause machte um meine Freundin abzuholen. Nach einer entsprechend chilligen Packsession hüpften wir dann fröhlich in den erstbesten blauen Seat und cruisten gemütlich gen Jena. Zeit war genug und so sammelten wir dann meine Schwester in der Innenstadt ein und schauten nocomal kurz beim Kaufland vorbei. BTW: Eine wahrlich SEHR gute Gelegenheit sich einen Kasten Leikeim Lager auf Vorrat zu bunkern, lecker das Zeug! :-)
Dann schnell ne Pizza reingepfiffen, meiner Schwester schweren Herzens, aber feierlich, den Kicktipppokal überreicht und dann gings auch schon auf Schusters Rappen zur Kulturarena. Das Wetter war... naja, es war suboptimal. Hin und wieder einwenig Regen, zwischendurch auch mal ein Schauer... ansonsten trocken! (Anm. des Autors: Was rede ich hier eigentlich wieder für `nen Blödsinn zusammen, ist ja fürchterlich). Unterwegs noch den Gründervater H. nebst Gefährtin getroffen und fertig war unsere kleine aber feine Fünfergruppe. Alsbald betraten wir dann auch gemeinsam die Kulturarena. Ähnlich wie bei Reinald Grebe letztes Jahr war eine enorm chillige Sache. Man spazierte so hinein, vollkommen ohne abgetastet zu werden, und steuerte erstmal den Bierastand an, wo man sein dunkles Kösti (die Zapfhahnverwalterin wollte mir erst ein Pils andrehen, Schande über sie) stilecht in einem Gals (ja, ein Glas aus... Glas) gereicht bekam. Also stießen wir fröhlich an und schniekten gemütlich in den Innenraum. Sitzplätze waren schon aus (wollten wir eh nicht hin, zu den Luschen! ;-)) also suchten wir uns ein schickes Plätzel irgendwo im Mittelfeld. Einen kurzen Schauer überbrückten wir dann wieder mit lustigem Schirmchenhalten und, ich gebs ja zu, Lästern! Es gibt aber auch ein paar Vögel auf Gottes grünem Acker... faszinierend! :-D
Irgendwann gegen 20:15 (Prime Time) betrat dann Emiliana Torrini nebst Band, nachdem "Dead Duck" den Einmarsch von Band begleitete, die Bühne. Yes, endlich gings los! (Wenngleich sich von Anfang an eine, für meine Verhältnisse vollkommen konzertuntypische, Gelassenheit eingestellt hatte.) Ihr Kleid, so wurde mir von unserem unabhängigen, dreiköpfigen Expertengremium bestätigt, war toll! Stimmt, sah wirklich lustig aus. Aber eigentlich war die Frau ja auch zum Singen da, also wurde gleich mal mit dem verträumten Fireheads eingestiegen. Schöner Start auf jeden Fall, langsam reindriften ins Konzert, das böse böse Tageslicht vergessen und den Regen kurz ausblenden. Tja, hat auch ganz gut geklappt. :-) Während der ersten paar Songs stellte sich so eine innere Ruhe ein, man konnte das Konzert so richtig schön auf sich wirken lassen und genießen. Kleine Highlights waren dann auch die Ansagen zwischen den Songs. Jeweils in Deutsch und mit dem so angenehm witzigen nordischen Akzent vorgetragen. Außerdem hat die Frau eine recht drollige Art mit ihrem Publikum zu kommunizieren, von den ganzen Top-Model-Opfern mal abgesehen, zog sie so den Rest der Leute größtenteils in ihren Bann und verstärkte diese Relaxstimmung nur. Das hatte von der Grundstimmung eher was von einem Club-Konzert vor 150 Leuten, als von einer 3000 - Mann Show. Irgendwo zwischen Big Jumps und Today Has Been OK tauchte dann über der Kulturarena neben der Sonne auch ein schicker Regenbogen auf. Das passte atmosphärisch perfekt! Wahnsinn! Und dann noch mit Sunny Road das erste Highlight in der Setlist, dazu noch klasse rüber gebracht! Also spätestens da war wohl der Großteil des Publikums im Konzert angekommen.
Mit einer wiederum sehr amüsanten Ansprache wurde dann auch Tuna Fish angkündigt, worauf ich ja persönlich gehofft hatte. Das Lied ist für mich so ziemlich perfekt, da passt alles! Ich wüßte spontan nicht, wo man da hätte irgend etwas besser machen können. Live auch der Hammer, zumal fast jeder Song noch instrumentarisch etwas aufgehübscht wurde. Das störte aber nich, ganz im Gegentiel. Da passte alles zusammen und brachte jeweils ein wenig neuen Schwung in die Stücke. Tuna Fish jedenfall war live ein Erlebnis!!! Ähnlich großartig kam auch Summerbreeze an und Gun wurde, bei einsetzender Dunkelheit, duch die neue Instrumentierung nochmal ordentlich nach vorne gepusht! Überhaupt, dieser einzige "Rocker" des Abends bot einen schönen Kontrast zum Rest des Programms. Man konnte zur Abwechslung mal fünf Minuten lang aus dieser sanften Soundwelle auftauchen und angenehm mitgrooven. Tolles Ding! :-)
Die Encore-Breaks fallen, nur damit ihr es wißt, bei Emiliana auch recht kurz aus. Mag daran liegen, daß sie kein so starker Raucher ist wie die Herren Vedder und Cave, welche die Päuschen erstmal mit Fluppe hinter der Bühne zellebrieren und dann mit Nr.2 wieder selbige betreten. Jedenfalls geriet die erste Zugabe zu einer sehr unterhaltsamen Angelegenheit. Zunächst gestand sie, daß sie ob der Erwartungshaltung des Publikums schon ein wenig Angst gehabt hätte. Kein Wunder, da kommt jemand aus dem beschaulichen Island, wo man zwar alle 10 Minuten einen Geysir, aber kaum jemanden zum Reden trifft und wird hier an jeder Ecke um ein "Rung-te-ke-te-ke-tung-tung" angebettelt. Wahrscheinlich noch von so Leuten, die man am treffensten noch als die "Töpperwiens" des Musikjournalismus zu beschreiben hat. Aber alles in allem schien dieser Druck da schon weitestgehend von ihr abgefallen, weshalb wir auch einen recht lockeren, fröhlichen ersten Zugabenblock erlebten. Me and Armini... klasse! Unemployed in Summertime, Highlight! :-D Und als dann "Beggars Prayer" noch mehr oder weniger abgebrochen werden mußte, weil Frau Torrini ihren Lachflash nicht mehr unter Kontrolle halten konnte... *lol* klasse! Auch wenn sie den Song dadurch mal so ganz klassisch verrissen hatte, sorgte sie somit für den wohl niedlichsten Konzertmoment, den ein Großteil der Anwesenden je erlebt hat. (Bei mir nur noch zu toppen durch Stone Gossard im Kleid während "Gremmie out of Control"... du hast zwei Chancen dieses Jahr Stonie ;-)!)
Jedenfalls ganz großes Kino! Kurz nachdem sie, auf Grund des Kontrollverlustes über das eigene Zwerchfell, die Bühne nahezu fluchtartig verließ, kehrte sie zurück. Das zweite Encore schickte uns dann schließlich mit Bleeder stilecht und ganz Emiliana-like nach Hause. Ähnlich vorsichtig, wie wir in den Abend geleitet wurden, wurden wir auch wieder verabschiedet. Wieder ein wenig nachdenklicher und ruhiger. Zack... schöner Abend! :-)
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich jemals so ein chilliges Konzert erlebt habe. Hier guings nicht um "abgehen" '(-> 13.08.2009 + 15.08.2009) oder "gröhlen" (dazu gibts ja außerdem den 12.12.2009), sondern darum einfach einen schönen, ausgeglichenen Abend zu haben. Im Gegensatz zu vielen Veranstaltungen, wo man irgendwie dem Diktat der Perfektion zu unterliegen scheint, wirkte das alles eigentümlich natürlich und schon fast beängstigend familiär. Das mit der Perfektion muß ja nichts schlechtes sein, ich erinnere da nur an Nick Cave... der ob seiner Mitarbeiterführung wohl nicht gerade einen Gewerkschaftsorden verliehen bekommen wird; aber bei Emiliana Torrini passt gerade dieses Imparfait in der Darbietung wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge!
Bevor ich es vergesse: Jungle Drum wurde natürlich auch gespielt, aber man merkte ihr irgendwie an, daß es ihr in gewisser Weise unheimlich ist, was hier für ein Bohei um das Lied gemacht wird. Das war eigentlich schade, denn der Song ist großartig, darum ist es umso bedauernswerter, daß die sichtlich etwas nervöse Emiliana ihn mehr oder weniger runterspulte. Jungle Drum fehlte genau das, was die anderen Lieder reichlich hatten: Platz! Während sich Sunny Road schön ausweiten durfte und To Be Free sich fast zu tode atmen konnte, wirkte Jungle Drum irgendwie zu eingeengt. Aber gut, irgendwie habe ich es den dann doch anwesenden TV-Lemmingen aber auch gegönnt. Man versetze sich mal in deren Lage: Da hat man sich die 10 Mäuse fürs Konzert zusammen geschnorrt, will streng genommen nur ein Lied hören von jemandem, von dem man vorher noch nie was gehört hat und dann versemmelt die auch noch ausgerechnet beim Mega-Super-Duper-Hit den Text *lol*! Köstlich! Als ich so durchs Netz surfte und die Setlist suchte, da las ich auch den einen oder anderen Blogg- oder Forumseintrag übers Konzi. Sehr aufschlußreich! Die "Generation Casting Show" wunderte sich im Allgemeinen, wie "langweilig" der Rest ihrer Songs ist ("langweilig" sollte hier wohl mit "hochwertig" übersetzt werden). Tja, man könnte sich ja vorher auch mal informieren oder wenigstens den Anstand besitzen, sich mal das letzte Album zu organisieren statt nur ein Lied übers Spar-Abo zu ordern! Und das auch nur, weils jeder grade hört...! So erklärt sich dann auch der Kommentar von schräg hinter uns: "Bei Germanys Next Top-Model war das Lied irgendwie länger...!" Ohhhhhhh, ne Dose Mitleid! Armer Irrer, geh auf die A4 spielen, du Pfosten!
Die andere Fraktion stellen da die Rock-Dudes dar, die sich das halt mal anschauen wollten. Da ist der Tenor im Wesentlichen: "schöne Musik, aber zu wenig High Hats!" -> das kann man akzeptieren ;-)! Da greift dann das mit der "Geschmackssache", aber nicht beim Kollegen "Immerhipp" mit seinen klingeltongesteuerten Interessenlagen!
Wie dem auch sei, das war ein ganz ein großer Abend sage ich mal. Eine besonders gegen Ende sehr lockere Emiliana machte mir ihrer ruhigen, relaxenden Musik die Kulturarena zu einer Wohlfühlarea, wo jeder sich gefühlt in seinen Ledersessel lümmelte und nur noch Havanna und Cognacschwenker zur totalen Entspannung fehlten. Genau deshalb mag ich auch ihre Musik, das ist komplettes Kontrastprogramm zu dem, was ich sonst höre... und das ohne irgendwie schnulzig zu wirken!
War mal eine sehr nette Abwechslung, wiederholen werde ich das sicherlich auch bei Gelegenheit... die Frau gibt richtig schöne Konzerte! Hat sich gelohnt das Ticket, vor allem weil Emiliana Torrini nach den bisherigen und noch anstehenden Veranstaltungen 2009 für mich so bissel wie das kleine i-Tüpfelchen auf dem Konzertjahr war... die Schnapsbeere auf der musikalischen Schwarzwälder-Kirschtorte quasi! :-) Sodann... bis zum nächsten Mal, ich geht jetzt packen für die Torte: PEARL JAM!!!!!!!!!!! :-D
Mittwoch, 29.07.2009
ALL OR NONE
(Pearl Jam)
Gott zum Gruße, werte Tippgemeinde! Wie jedes Jahr folgt zu Ehren des neu gestarteten Tippspiels auch 2009 anno domini ein kurzes Blogeinträgelchen zum Thema Rasensport! Vor ein paar Tagen habe ich mal die Saison 2009/10 hervor gekramt und die "alte" in die Weiten des datentechnischen Nirvana verabschiedet... sprich gelöscht!
DOCH WAS WAR DAS FÜR EIN JAHR?!?!!! Baby Duck, ihres Zeichens Schwester des Rekordmeisters, lieferte sich eine apokalyptische Prädiktionsschlacht mit seiner amtierenden Weltmeisterlichkeit himself! Da wurde erbarmungslos getippt, kognitiv analysiert bie sie Synapen glühten und, falls der andere mal einen Spieltag holte, zum nächsten dann erbarmungslos "zurückgetippt"! Welch Duell! Welch Spannung! Zu guter Letzt hatten wir alle unseren Meister in Baby Duck gefunden und vollkommen verdient darf sie den ehrenhaft erworbenen "FOXYMORPH KICKTIPP POKAL" *stellt euch eine angemessene Fanfare vor* für zunächst eine Saison ihr Eigen nennen. Doch, liebe Schwester, jetzt gehts wieder los! Die Gegnerschaft wetzt schon die Kicker - Bundesliga - Stecktabellen und bleckt die Zähne! Shun, der Olli (hoffentlich) und deine brüderliche Rekordmeisterlichkeit werden sich dir und deiner Titelverteidugung mit allem was wir haben in den Weg werfen! Also mach dich auf einen haten Kampf gefaßt! Denn auch ehrhaft erworbene Titel wollen verteidigt sein!
So, nun ist der Schlachtruf ertönt, der Titeltverteidiger angemessen gelobhudelt... was fehlt denn noch?!? Ach richtig, die Feststellung, daß es VERDAMMT NOCH MAL ZEIT WIRD, daß sich hier beim Tippspiel wieder was tut! Diese Sommermonate hat echt was gefehlt. Die Spannung war raus, zumal so ohne WM oder EM! Aber nun gehts ja wieder los, endlich! Hier nochmal die Fakten:
-Punkteregeln wie gehabt
-Bonusfragen sind die Selben
-Tippabgabe bis 5 Minuten vor Anpfiff
-Sonderfälle: Mail SMS oder sonstwas zeitnah an mich und ich trage nach... SONDERFÄLLE wohlgemerkt!
-Champions League (*hach*) kommt auch noch dazu
-Preis neben Ruhm und Ehre: DER Pokal!
-potentielle Neueinsteiger / WiedereinsteigerINNEN bitte an mich wenden zur Freischaltung! ;-)
Neuerung dieses Jahr: Es wird nen eigenen CL-Pokal geben, als kleinen Bruder des befringsten Gattusocups quasi!
Wenn die CL dann endlich steht, kommt noch die Bonusfrage nach ihrem Sieger hinzu. So, nun dürfte ja alles geklärt sein! Dann wetzt die Messer und auf ins Vergnügen!
PS: Baby Duck, pass mir gut auf den Pokal auf, den will ich wohl behalten wiederhaben... im Mai! *den Ibrahimovicmove mach* ;-)
Gott zum Gruße, werte Tippgemeinde! Wie jedes Jahr folgt zu Ehren des neu gestarteten Tippspiels auch 2009 anno domini ein kurzes Blogeinträgelchen zum Thema Rasensport! Vor ein paar Tagen habe ich mal die Saison 2009/10 hervor gekramt und die "alte" in die Weiten des datentechnischen Nirvana verabschiedet... sprich gelöscht!
DOCH WAS WAR DAS FÜR EIN JAHR?!?!!! Baby Duck, ihres Zeichens Schwester des Rekordmeisters, lieferte sich eine apokalyptische Prädiktionsschlacht mit seiner amtierenden Weltmeisterlichkeit himself! Da wurde erbarmungslos getippt, kognitiv analysiert bie sie Synapen glühten und, falls der andere mal einen Spieltag holte, zum nächsten dann erbarmungslos "zurückgetippt"! Welch Duell! Welch Spannung! Zu guter Letzt hatten wir alle unseren Meister in Baby Duck gefunden und vollkommen verdient darf sie den ehrenhaft erworbenen "FOXYMORPH KICKTIPP POKAL" *stellt euch eine angemessene Fanfare vor* für zunächst eine Saison ihr Eigen nennen. Doch, liebe Schwester, jetzt gehts wieder los! Die Gegnerschaft wetzt schon die Kicker - Bundesliga - Stecktabellen und bleckt die Zähne! Shun, der Olli (hoffentlich) und deine brüderliche Rekordmeisterlichkeit werden sich dir und deiner Titelverteidugung mit allem was wir haben in den Weg werfen! Also mach dich auf einen haten Kampf gefaßt! Denn auch ehrhaft erworbene Titel wollen verteidigt sein!
So, nun ist der Schlachtruf ertönt, der Titeltverteidiger angemessen gelobhudelt... was fehlt denn noch?!? Ach richtig, die Feststellung, daß es VERDAMMT NOCH MAL ZEIT WIRD, daß sich hier beim Tippspiel wieder was tut! Diese Sommermonate hat echt was gefehlt. Die Spannung war raus, zumal so ohne WM oder EM! Aber nun gehts ja wieder los, endlich! Hier nochmal die Fakten:
-Punkteregeln wie gehabt
-Bonusfragen sind die Selben
-Tippabgabe bis 5 Minuten vor Anpfiff
-Sonderfälle: Mail SMS oder sonstwas zeitnah an mich und ich trage nach... SONDERFÄLLE wohlgemerkt!
-Champions League (*hach*) kommt auch noch dazu
-Preis neben Ruhm und Ehre: DER Pokal!
-potentielle Neueinsteiger / WiedereinsteigerINNEN bitte an mich wenden zur Freischaltung! ;-)
Neuerung dieses Jahr: Es wird nen eigenen CL-Pokal geben, als kleinen Bruder des befringsten Gattusocups quasi!
Wenn die CL dann endlich steht, kommt noch die Bonusfrage nach ihrem Sieger hinzu. So, nun dürfte ja alles geklärt sein! Dann wetzt die Messer und auf ins Vergnügen!
PS: Baby Duck, pass mir gut auf den Pokal auf, den will ich wohl behalten wiederhaben... im Mai! *den Ibrahimovicmove mach* ;-)
Freitag, 10.07.2009
TALES FROM THE FOREST OF GNOMES
(Wolfmother)
Tief in den finsteren Wäldern wuchert so mach seltsam` Kraut! Und so mache Magd, in der Früh` vom Knecht zum Wasser holen an den Brunnen geschickt, fand ihr End` in der dunklen Wildnis! Jenseits der Stadtgrenzen wuchert das das Grauen, jenseits der Landesgrenzen gar noch schlimmeres Geäst! Und hinter diesem verbirgt sich nicht selten noch Schlimmeres, liebe Leut'! So nehmet` euch in Acht, wenn eure Haut euch lieb ist!
Lasset mich euch eine Geschichte erzählen; eine Geschichte voller Mysterien und geradezu beltzebub'scher Doppelzüngigkeit, aufdaß auch ihr zukünftig erkennet den schmalen Grat, welcher gar` köstlich Speis` vom Mordbub' trennet.
So begab es sich, daß ich dereinst durch die Wälder wandelte. Mannigfaltig Abenteuer überstehend, welche ich dank der Schärfe meines gar vortrefflich geschmiedeten Schwertes und nicht zuletzt Gottes Gunst, welche mir die Hand bei jedem Streich gegen die Unholde, Raubritter und Tagedieb` am Wegesrand führte, lebend überstand, gelangte ich auf krummen wegen ins Badenland. Im fernen Badenlande, so wisset meine Freunde, da gehen gar` seltsam Dinge vor, denen sich ein jeder Wanderer zu stellen hat. Mut`gen Herzens und die die Klinge halb gezückt trat sich dann auch ein in jene Wildnis, welche dem schwarzen Walde vorgelagert scheinet. Vernehmet' also meinen Bericht und staunet, Burschen!
In tiefster Nacht, meine Füße schmerzten und mein Geist war von Müdigkeit geplagt, gelangte ich an eine einsame Hütte. Auf mein Begehr` um Einlass hin öffnete mir eine holde Maid die Pforte und bot mir Speis und Trank sowie ein gar vortrefflich' Lager für die Nacht. Dankend nahm ich jene Geste des Großmutes an. Am Ofenfeuer berichtete mir die Maid dann von einem Wunderbrei, welchen nur sie zuzubereiten verstünde, dessen Name allerdings nicht ausgesprochen werden dürfe. Von Neugier geplagt bat ich sie, mir von dieser Köstlichkeit einen bescheidenen Happen zuzubereiten, freudig stimmte sie zu. Wie es der Zufall wollte, stand auf dem Herd noch ein köstlich dampfendes Geschirre an dessen erquickend` Inhalt ich mich zu laben getraute. Als der Topf gelehrt und mein Bauch gefüllt war, sprach ich:
"Holde Maid, zu kochen verstehet ihr für wahr! Nie aß ich solch wundersam' Dinge wie bei euch. Gänzlich unbekannt erscheinet es mir, was soeben meinen Gaumen erfreute!! Dabei kostete ich bereits von fast jeder Kreatur der Wiesen und der Wälder, nicht zu vergessen von jenem Wesen der Meere und Lüfte, aber solch seltsam Labsal genoß ich bis heut` noch nie! So verratet mir noch bitte, auf welchen Namen diese Kostbarkeit hört, damit ich die Kunde in die Welt hinaus tragen und ihren Ruhm verbreiten kann!"
Da blickte die Maid verschreckt auf und wortete ant: "Gern würd' ich, oh Wandersmann, aber es ist uns bei Todesstrafe untersagt auszusprechen jenes schändlich Wort." verstohlen flüsterte sie mir ins Ohr: "So ich den Namen nenne, rufe ich unversehens den finstersten Schrecken der Wälder herbei, welcher unglückseliger Weise den selben Namen trägt wie dieser gar himmlische Magenfüller. Ihn herauf zu beschwören wäre unser Tod, oh Pilger aus fernen Landen! Also schweiget, aufdaß der Troll des Grauens nicht erwachet aus seiner Modergruft und kommet um uns zu holen! Zu viele hat er schon dahingemetzelt ohn' Unterlass und Verstand!" Vom Heldenmut gepackt sprang ich auf, zog Dolch und Klinge aus dem Waffengurt und rief lauthals jenes Verhängnis aus dem Forste an, dessen Namen mir wohl bekannt war, sich mir zu stellen!
Unversehend verfinsterte sich die Nacht und die Kerzen erloschen. Ein tiefes Grollen erhob sich über die Wipfel und näherte sich mit bedrohlichem Schritt! Die quietschend Rüstung stolz am Leibe tragend harrte ich dem Unheil, welches unabwendbar nahte. Rot glühend trat es sodann aus dem Schatten des Waldes, jenes götzengleiche Monstrum! Ein finsterer Waldestroll, so groß wie drei Männer hoch sind, so stark wie mindestens 5 Stiere, so schwer wie 12 dicke Mönche und dennoch flink und wendig wie ein Wiesel! Die Haut verhornt, sodaß keines Sterblichen Pfeil sie zu durchdringen vermochte! Die wohl gut anderthalb Ellen langen Fangzähne in meine Richtung bleckend. Auf seinem Haupte ragten 2 diabolisch gespitzte Hörner in den Himmel und weder Schopf noch der Rest des höllenhaften Gesellen hatte wohl während der letzten drei dutzend Dekaden der Seife wohlig Essenzen verspüret! Es roch nach Hölle und Verderben nach Schwefel und Atheismus! Als es zu mir sprach, bemerkte ich die Schädel jener unglückseligen Bauersleut und Knechte, welche es sich als Zeichen seiner Gottlosigkeit in den dichten, strähnigen Bart geflochten hatte, nachdem jene ihm als grausig' Mahl gedient hatten! Die Gebeine wackelten und klapperten gar grausig bei jedem Wort im fettverklebten Bartkleid. Es sprach zu mir folgende Worte: "Du gedenkst dich mir zu stellen?! Du Wurm! Ich bin so groß wie drei Männer hoch sind, so stark wie mindestens 5 Mönche, so schwer wie 12 dicke Wiesel. Du Winzling forderst mich heraus? Nundenn, so sei es!" Während es die mächtige, schartige Streitaxt teuflisch durch die Lüfte schwang und seine schwarze Lederkluft dabei bedrohlich knarzte schleuderte ich ihm noch ein giftiges "Wohlan, oh strohdummer Unhold, begegne deinem Meister!" entgegen, bevor Axt und Klinge sich in einem Regen gelber Funken das erste Mal mit apokalypischem Dröhnen kreuzten!
Ganze vier Tage und siebenundzwanzig Nächte kämpften wir ohn` Unterlass und Pause in den Tiefen der badischen Märchewälder gegeneinander, wo Tag und Nacht keine Bedeutung haben und die Zeit verschwindet zwischen Stamm und Borke. Streich um Streich fügte ich dem Burschen klaffende Wunden bei, aber zu besiegen vermochte ich ihn nicht! Schließlich traf einer meiner Hiebe, kraftvoll geführt von kompromissloser Hand, das Monster am vernarbten Schädel, trennte eines der teuflischen Hörner ab und streckte es nieder! Wild sprudelten Fontänen schwarzen Blutes aus dem frisch erschaffenen Stumpfe und entweihten den Boden auf dem ich stand, schändeten die Luft die ich zu atmen gezwungen war! Ein Gestank erhob sich, wie ihn keine Menschenseel' gekannt und keine Nase je zu riechen vermocht hatte. Ich holte unverzagt mit gar wuchtiger Gewalt zum Todesstoße aus und trennte mit einem unverzagtem Streich des gloreichen Mutes dem Troll den Schädel vom Rumpfe ab! Ich hatte ihn besiegt, den sagenumwobenen, gefürchteten und finsteren BULGUR von BADEN!!!!
Tief in den finsteren Wäldern wuchert so mach seltsam` Kraut! Und so mache Magd, in der Früh` vom Knecht zum Wasser holen an den Brunnen geschickt, fand ihr End` in der dunklen Wildnis! Jenseits der Stadtgrenzen wuchert das das Grauen, jenseits der Landesgrenzen gar noch schlimmeres Geäst! Und hinter diesem verbirgt sich nicht selten noch Schlimmeres, liebe Leut'! So nehmet` euch in Acht, wenn eure Haut euch lieb ist!
Lasset mich euch eine Geschichte erzählen; eine Geschichte voller Mysterien und geradezu beltzebub'scher Doppelzüngigkeit, aufdaß auch ihr zukünftig erkennet den schmalen Grat, welcher gar` köstlich Speis` vom Mordbub' trennet.
So begab es sich, daß ich dereinst durch die Wälder wandelte. Mannigfaltig Abenteuer überstehend, welche ich dank der Schärfe meines gar vortrefflich geschmiedeten Schwertes und nicht zuletzt Gottes Gunst, welche mir die Hand bei jedem Streich gegen die Unholde, Raubritter und Tagedieb` am Wegesrand führte, lebend überstand, gelangte ich auf krummen wegen ins Badenland. Im fernen Badenlande, so wisset meine Freunde, da gehen gar` seltsam Dinge vor, denen sich ein jeder Wanderer zu stellen hat. Mut`gen Herzens und die die Klinge halb gezückt trat sich dann auch ein in jene Wildnis, welche dem schwarzen Walde vorgelagert scheinet. Vernehmet' also meinen Bericht und staunet, Burschen!
In tiefster Nacht, meine Füße schmerzten und mein Geist war von Müdigkeit geplagt, gelangte ich an eine einsame Hütte. Auf mein Begehr` um Einlass hin öffnete mir eine holde Maid die Pforte und bot mir Speis und Trank sowie ein gar vortrefflich' Lager für die Nacht. Dankend nahm ich jene Geste des Großmutes an. Am Ofenfeuer berichtete mir die Maid dann von einem Wunderbrei, welchen nur sie zuzubereiten verstünde, dessen Name allerdings nicht ausgesprochen werden dürfe. Von Neugier geplagt bat ich sie, mir von dieser Köstlichkeit einen bescheidenen Happen zuzubereiten, freudig stimmte sie zu. Wie es der Zufall wollte, stand auf dem Herd noch ein köstlich dampfendes Geschirre an dessen erquickend` Inhalt ich mich zu laben getraute. Als der Topf gelehrt und mein Bauch gefüllt war, sprach ich:
"Holde Maid, zu kochen verstehet ihr für wahr! Nie aß ich solch wundersam' Dinge wie bei euch. Gänzlich unbekannt erscheinet es mir, was soeben meinen Gaumen erfreute!! Dabei kostete ich bereits von fast jeder Kreatur der Wiesen und der Wälder, nicht zu vergessen von jenem Wesen der Meere und Lüfte, aber solch seltsam Labsal genoß ich bis heut` noch nie! So verratet mir noch bitte, auf welchen Namen diese Kostbarkeit hört, damit ich die Kunde in die Welt hinaus tragen und ihren Ruhm verbreiten kann!"
Da blickte die Maid verschreckt auf und wortete ant: "Gern würd' ich, oh Wandersmann, aber es ist uns bei Todesstrafe untersagt auszusprechen jenes schändlich Wort." verstohlen flüsterte sie mir ins Ohr: "So ich den Namen nenne, rufe ich unversehens den finstersten Schrecken der Wälder herbei, welcher unglückseliger Weise den selben Namen trägt wie dieser gar himmlische Magenfüller. Ihn herauf zu beschwören wäre unser Tod, oh Pilger aus fernen Landen! Also schweiget, aufdaß der Troll des Grauens nicht erwachet aus seiner Modergruft und kommet um uns zu holen! Zu viele hat er schon dahingemetzelt ohn' Unterlass und Verstand!" Vom Heldenmut gepackt sprang ich auf, zog Dolch und Klinge aus dem Waffengurt und rief lauthals jenes Verhängnis aus dem Forste an, dessen Namen mir wohl bekannt war, sich mir zu stellen!
Unversehend verfinsterte sich die Nacht und die Kerzen erloschen. Ein tiefes Grollen erhob sich über die Wipfel und näherte sich mit bedrohlichem Schritt! Die quietschend Rüstung stolz am Leibe tragend harrte ich dem Unheil, welches unabwendbar nahte. Rot glühend trat es sodann aus dem Schatten des Waldes, jenes götzengleiche Monstrum! Ein finsterer Waldestroll, so groß wie drei Männer hoch sind, so stark wie mindestens 5 Stiere, so schwer wie 12 dicke Mönche und dennoch flink und wendig wie ein Wiesel! Die Haut verhornt, sodaß keines Sterblichen Pfeil sie zu durchdringen vermochte! Die wohl gut anderthalb Ellen langen Fangzähne in meine Richtung bleckend. Auf seinem Haupte ragten 2 diabolisch gespitzte Hörner in den Himmel und weder Schopf noch der Rest des höllenhaften Gesellen hatte wohl während der letzten drei dutzend Dekaden der Seife wohlig Essenzen verspüret! Es roch nach Hölle und Verderben nach Schwefel und Atheismus! Als es zu mir sprach, bemerkte ich die Schädel jener unglückseligen Bauersleut und Knechte, welche es sich als Zeichen seiner Gottlosigkeit in den dichten, strähnigen Bart geflochten hatte, nachdem jene ihm als grausig' Mahl gedient hatten! Die Gebeine wackelten und klapperten gar grausig bei jedem Wort im fettverklebten Bartkleid. Es sprach zu mir folgende Worte: "Du gedenkst dich mir zu stellen?! Du Wurm! Ich bin so groß wie drei Männer hoch sind, so stark wie mindestens 5 Mönche, so schwer wie 12 dicke Wiesel. Du Winzling forderst mich heraus? Nundenn, so sei es!" Während es die mächtige, schartige Streitaxt teuflisch durch die Lüfte schwang und seine schwarze Lederkluft dabei bedrohlich knarzte schleuderte ich ihm noch ein giftiges "Wohlan, oh strohdummer Unhold, begegne deinem Meister!" entgegen, bevor Axt und Klinge sich in einem Regen gelber Funken das erste Mal mit apokalypischem Dröhnen kreuzten!
Ganze vier Tage und siebenundzwanzig Nächte kämpften wir ohn` Unterlass und Pause in den Tiefen der badischen Märchewälder gegeneinander, wo Tag und Nacht keine Bedeutung haben und die Zeit verschwindet zwischen Stamm und Borke. Streich um Streich fügte ich dem Burschen klaffende Wunden bei, aber zu besiegen vermochte ich ihn nicht! Schließlich traf einer meiner Hiebe, kraftvoll geführt von kompromissloser Hand, das Monster am vernarbten Schädel, trennte eines der teuflischen Hörner ab und streckte es nieder! Wild sprudelten Fontänen schwarzen Blutes aus dem frisch erschaffenen Stumpfe und entweihten den Boden auf dem ich stand, schändeten die Luft die ich zu atmen gezwungen war! Ein Gestank erhob sich, wie ihn keine Menschenseel' gekannt und keine Nase je zu riechen vermocht hatte. Ich holte unverzagt mit gar wuchtiger Gewalt zum Todesstoße aus und trennte mit einem unverzagtem Streich des gloreichen Mutes dem Troll den Schädel vom Rumpfe ab! Ich hatte ihn besiegt, den sagenumwobenen, gefürchteten und finsteren BULGUR von BADEN!!!!
Donnerstag, 02.07.2009
REVIVAL
(The Atomic Bitchwax)
Revivals sind sowas wie das Salz in der Suppe des Zeitgeistes. Mittlerweile ist das aber eine ziemlich vegane Suppe, die da vor sich hin blubbert. Stellen wir und das Ganze als so einen graugünen, blassen Einheitsbrei vor, der auf einem Biogasofen sanft vor sich hin zieht und dabei riecht wie eine Mischung aus Schweißfuß und Stinktier auf Brautschau.Darin sind Biotomaten und Weizenkeimlinge, jedoch keinerlei peppiges Coolness-Gewürz enthalten. Ein zerkochter Schleim, der den geistigen Asketen der Generation Sido unverständlicher Weise fortwährend als Inspiration für modische Verbrechen dient. Koste von der Pampe und deine Seele gehört Ed Hardy!
Seit ettlichen Jahren wird Jahrzehnt um Jahrzehnt, egal wie schrecklich es war, fröhlich aus der verdienten Versenkung empor gehoben und im Sinne oben erwähntes Zeitgeistes wieder aufgewärmt. Besonders schlimm war es damals, als die 80er wieder hervor geholt wurden. Hatte man dieses Jahrzehnt der optischen Sünde grade erfolgreich verdrängt, so wurde einem das Ausmaß der Katastrophe doch umso schmerzlicher wieder ins Bewußtsein gerufen. Plötzlich rammelten Hinz und Kunz wieder in MC-Hammer-Gedächtnishosen durch die Assitempel dieser Republik und hampelten sich zu den Black Eyed Peas die ecstacygeschwängerten Tanzbeine wund. Da war es nur konsequent, daß man auch die musikalischen Zombies dieser Zeit wieder schamlos reanimierte und solche Gestalten wie Aha oder diese komische Girls-just-wanna-have-fun-Tussi wieder den einen oder anderen Pseudohit produzierten, der am Ende auch nur wie eine Coverversion von sich selbst klang. Angeheizt wurde das dann alles wieder durch die passenden TV Shows, in denen Olli Geissen sich mit den üblichen Verdächteigen umgab und sie von "ihrer Zeit" erzählen ließ. Wäre ich in den 80ern Teenager gewesen und hätte diesen ganzen Kokolores mitverbrochen, ich würde mich schämen!!!! Verstecken würde ich mich und hoffen, daß das nicht raus kommt. Vielleicht würde ich mich auch in den Underground retten und mich zur Ehrenrettung auf die damalige Hair-Metal-Szene berufen, das ist nicht ganz so peinlich wie Typen, die sich ein weiß lackiertes Keyboard umschnallen und so tun als wäre das ne Gitarre. Aber ich würde mich GANZ BESTIMMT NICHT neben den Geissen setzen und so Sätze von mir geben wie "Modern Talking fanden wir alle damals soooo süüüüüß!" Igittigitt! Ist ja eklig!
Aber das Selbe ging dann ja auch mit den 90ern über die Bühne. Bedenkt man, daß die grauenhaften 80er sich zeitgeschichtlich wie eine Weltkriegsschuld verhalten (sie wirken verdammt lange nach), konnte man die erste Hälfte dieses Jahrzehnts ja auch eher knicken. Und die, die Modernd Torkeln auch da noch "sooo süüüß" fanden, die gehören nun wirklich langsam mal eingewiesen! Da waren so Leute wie David "Mauerfall" Hasselhoff "in". Irgendwie auch nicht viel besser als J.R. Ewing und seine Intrigantenbande... aber wenigstens hatte der ein cooles Auto!
Die 70er waren zwischenzeitlich auch mal dran und die Hippiemanie der 60er wird ohnehin in recht überschaubaren Intervallen neu ausgerufen. "Weltfrieden" ist ja auch zeitlos. Genauso wie dieses weichspülpädagogische Idealbild vom antiautoritär erzogenen Blag, wohin das alles führt, sieht man am Langhans mit seiner Gruftikommune, der auch im greisen Alter der Promiskuität weiterhin fleißig "die Stange hält".
Kurzum: Alles kommt wieder, interessanter Weise aber immer genau das, was man nun weiß Gott nicht nochmal erleiden will. Die guten Seiten der betreffenden Dekaden werden fleißig ausgeblendet, schließlich sind die nicht unbedingt Jamba-kompatibel. In den 70ern gings mit so Sachen wir ACDC oder Motörhead los, die 80er brachten Metallica und U2 hervor (viel mehr positives fällt mir aber auch nicht ein) und was aus Seattle in den 90ern über den großen Teich schwappte war musikalisch ohnehin über jeden Zweifel erhaben. In den späten 60ern gabs durchaus coole Autos und die Schnauzbartmode der obendrein kotelettengeschwängerten 70er war im Vergleich zur schwuchteligen Pseudo-Pimp-Schei*e von heute noch pures Testosteron! Warum also immer nur das aufwärmen, wofür man sich gestern noch meinte schämen zu müssen?!? Vielleicht, weil man genau diesen Schrott der verkommenen Jugend von heute besonders effektiv andrehen kann; aber die kaufen doch eh alles, sobald irgend ein Ochsenkecht es auf dem Bravo-Cover empfiehlt. Daß all die "Justins" und "Jacquelines" dabe einen höchst grenzdebilen Eindruck vermitteln, stört sie selber am aller wenigsten. Nee, ich versteh diesen ganzen Irrsin so langsam nicht mehr. Mal sehen, was die aus dem 2000ern machen, ich fürchte, das wird die "Nacht der lebenden Furbys". Zumindest wird sich das optisch so anfühlen... vom olfaktorischen Grauen eines Wiederauflebens der Metrosexualität ganz zu schweigen. Schreckliche Aussichten sind das!
Verzweifelt möchte ich nur ausrufen: Menschheit: Halt`ein! Revivals sind zwar schön und gut, aber das, was man uns da andrehen will ist doch zumeist genau der Kram, den die kulturelle Evolution schon längst aussortiert hat. Beispiel Musik: Motörhead rocken NOCH IMMER, ACDC sind seit 30 jahren schon unsterblich. Dagegen der viel zitierte "Synthie-Pop"? MEEEEP: anonymes Urnengrab auf dem Gottesacker der One-Hit-Wonder!
Aus den 60ern bleiben auch so manch` positive Eindrücke, alleine für die Inthronisierung der WGs sollte man den Hippies ja ewig dankbar sein. Und neben den heißen Schlitten und obercoolen Afro-Cops die in selbigen durch die TV-Gangviertel heizten bleiben von den späten 60er und 70er Jahren vor allem die Bärte in Erinnerung. Da sahen Männer noch aus wie Männer und nicht so, als würden sie heimlich Manolo Blaniks tragen! Ich grüße in diesem Zusammenhang abschließend all die (Schnurr-)Bartträger da draußen, die wie ich davon träumen in einem 69'er Ford Mustang Boss 302 (in apokalyptischem Schwarz) durch die Innenstädte zu fegen und sich dabei "Highway to Hell" reinzupfeifen während die Emos und Hobby-Sidos dieser Welt vor der Küherhaube und der knurrenden Motorleistung der Vernunft nur so zur Seite springen und unversehens geläutert werden! Besondere Grüße ergehen dabei an Jesse Hughes und seinen "Balken der Liebe" (nein, nicht was ihr gleich wieder denkt...)... HE`S THE KING! *Pommesgabel*
Revivals sind sowas wie das Salz in der Suppe des Zeitgeistes. Mittlerweile ist das aber eine ziemlich vegane Suppe, die da vor sich hin blubbert. Stellen wir und das Ganze als so einen graugünen, blassen Einheitsbrei vor, der auf einem Biogasofen sanft vor sich hin zieht und dabei riecht wie eine Mischung aus Schweißfuß und Stinktier auf Brautschau.Darin sind Biotomaten und Weizenkeimlinge, jedoch keinerlei peppiges Coolness-Gewürz enthalten. Ein zerkochter Schleim, der den geistigen Asketen der Generation Sido unverständlicher Weise fortwährend als Inspiration für modische Verbrechen dient. Koste von der Pampe und deine Seele gehört Ed Hardy!
Seit ettlichen Jahren wird Jahrzehnt um Jahrzehnt, egal wie schrecklich es war, fröhlich aus der verdienten Versenkung empor gehoben und im Sinne oben erwähntes Zeitgeistes wieder aufgewärmt. Besonders schlimm war es damals, als die 80er wieder hervor geholt wurden. Hatte man dieses Jahrzehnt der optischen Sünde grade erfolgreich verdrängt, so wurde einem das Ausmaß der Katastrophe doch umso schmerzlicher wieder ins Bewußtsein gerufen. Plötzlich rammelten Hinz und Kunz wieder in MC-Hammer-Gedächtnishosen durch die Assitempel dieser Republik und hampelten sich zu den Black Eyed Peas die ecstacygeschwängerten Tanzbeine wund. Da war es nur konsequent, daß man auch die musikalischen Zombies dieser Zeit wieder schamlos reanimierte und solche Gestalten wie Aha oder diese komische Girls-just-wanna-have-fun-Tussi wieder den einen oder anderen Pseudohit produzierten, der am Ende auch nur wie eine Coverversion von sich selbst klang. Angeheizt wurde das dann alles wieder durch die passenden TV Shows, in denen Olli Geissen sich mit den üblichen Verdächteigen umgab und sie von "ihrer Zeit" erzählen ließ. Wäre ich in den 80ern Teenager gewesen und hätte diesen ganzen Kokolores mitverbrochen, ich würde mich schämen!!!! Verstecken würde ich mich und hoffen, daß das nicht raus kommt. Vielleicht würde ich mich auch in den Underground retten und mich zur Ehrenrettung auf die damalige Hair-Metal-Szene berufen, das ist nicht ganz so peinlich wie Typen, die sich ein weiß lackiertes Keyboard umschnallen und so tun als wäre das ne Gitarre. Aber ich würde mich GANZ BESTIMMT NICHT neben den Geissen setzen und so Sätze von mir geben wie "Modern Talking fanden wir alle damals soooo süüüüüß!" Igittigitt! Ist ja eklig!
Aber das Selbe ging dann ja auch mit den 90ern über die Bühne. Bedenkt man, daß die grauenhaften 80er sich zeitgeschichtlich wie eine Weltkriegsschuld verhalten (sie wirken verdammt lange nach), konnte man die erste Hälfte dieses Jahrzehnts ja auch eher knicken. Und die, die Modernd Torkeln auch da noch "sooo süüüß" fanden, die gehören nun wirklich langsam mal eingewiesen! Da waren so Leute wie David "Mauerfall" Hasselhoff "in". Irgendwie auch nicht viel besser als J.R. Ewing und seine Intrigantenbande... aber wenigstens hatte der ein cooles Auto!
Die 70er waren zwischenzeitlich auch mal dran und die Hippiemanie der 60er wird ohnehin in recht überschaubaren Intervallen neu ausgerufen. "Weltfrieden" ist ja auch zeitlos. Genauso wie dieses weichspülpädagogische Idealbild vom antiautoritär erzogenen Blag, wohin das alles führt, sieht man am Langhans mit seiner Gruftikommune, der auch im greisen Alter der Promiskuität weiterhin fleißig "die Stange hält".
Kurzum: Alles kommt wieder, interessanter Weise aber immer genau das, was man nun weiß Gott nicht nochmal erleiden will. Die guten Seiten der betreffenden Dekaden werden fleißig ausgeblendet, schließlich sind die nicht unbedingt Jamba-kompatibel. In den 70ern gings mit so Sachen wir ACDC oder Motörhead los, die 80er brachten Metallica und U2 hervor (viel mehr positives fällt mir aber auch nicht ein) und was aus Seattle in den 90ern über den großen Teich schwappte war musikalisch ohnehin über jeden Zweifel erhaben. In den späten 60ern gabs durchaus coole Autos und die Schnauzbartmode der obendrein kotelettengeschwängerten 70er war im Vergleich zur schwuchteligen Pseudo-Pimp-Schei*e von heute noch pures Testosteron! Warum also immer nur das aufwärmen, wofür man sich gestern noch meinte schämen zu müssen?!? Vielleicht, weil man genau diesen Schrott der verkommenen Jugend von heute besonders effektiv andrehen kann; aber die kaufen doch eh alles, sobald irgend ein Ochsenkecht es auf dem Bravo-Cover empfiehlt. Daß all die "Justins" und "Jacquelines" dabe einen höchst grenzdebilen Eindruck vermitteln, stört sie selber am aller wenigsten. Nee, ich versteh diesen ganzen Irrsin so langsam nicht mehr. Mal sehen, was die aus dem 2000ern machen, ich fürchte, das wird die "Nacht der lebenden Furbys". Zumindest wird sich das optisch so anfühlen... vom olfaktorischen Grauen eines Wiederauflebens der Metrosexualität ganz zu schweigen. Schreckliche Aussichten sind das!
Verzweifelt möchte ich nur ausrufen: Menschheit: Halt`ein! Revivals sind zwar schön und gut, aber das, was man uns da andrehen will ist doch zumeist genau der Kram, den die kulturelle Evolution schon längst aussortiert hat. Beispiel Musik: Motörhead rocken NOCH IMMER, ACDC sind seit 30 jahren schon unsterblich. Dagegen der viel zitierte "Synthie-Pop"? MEEEEP: anonymes Urnengrab auf dem Gottesacker der One-Hit-Wonder!
Aus den 60ern bleiben auch so manch` positive Eindrücke, alleine für die Inthronisierung der WGs sollte man den Hippies ja ewig dankbar sein. Und neben den heißen Schlitten und obercoolen Afro-Cops die in selbigen durch die TV-Gangviertel heizten bleiben von den späten 60er und 70er Jahren vor allem die Bärte in Erinnerung. Da sahen Männer noch aus wie Männer und nicht so, als würden sie heimlich Manolo Blaniks tragen! Ich grüße in diesem Zusammenhang abschließend all die (Schnurr-)Bartträger da draußen, die wie ich davon träumen in einem 69'er Ford Mustang Boss 302 (in apokalyptischem Schwarz) durch die Innenstädte zu fegen und sich dabei "Highway to Hell" reinzupfeifen während die Emos und Hobby-Sidos dieser Welt vor der Küherhaube und der knurrenden Motorleistung der Vernunft nur so zur Seite springen und unversehens geläutert werden! Besondere Grüße ergehen dabei an Jesse Hughes und seinen "Balken der Liebe" (nein, nicht was ihr gleich wieder denkt...)... HE`S THE KING! *Pommesgabel*
Mittwoch, 01.07.2009
Nachricht an den SPAMHEINZ
<- JAJA, LOKALISIERTE VERSIONEN... WAS ICH DIESEN MIST SCHON VON MEINER KOMMENTARLEISTE GELÖSCHT HABE, UN-GLAUB-LICH! MIT DIESEM SEMI-LEGALEN ROTZ KANNST DU MIR MAL GESTOHLEN BLEIBEN, DU VOGEL!!!!!!
Donnerstag, 25.06.2009
IDIOTS PRAYER
(Nick Cave & the Bad Seeds)
Eigentlich wollte ich ja jetzt, da ich von der Arbeit heim gekehrt bin (endlich), nichts weiter machen, als in Ruhe mein Hähnchen vertilgen, Fussi kucken und mir ein bissel Stimmugnsmusik in den Player knallen. Aber dann machte ich einen Fehler! Klar, Fehler sind dazu da, daß man sie macht; nur muß man sie nicht unbedingt machen, wenn einem von einem weiteren Tag an der PC- Tastatur ohnehin das Nagelbett qualmt. Denn die Art von Fehler, die ich gerade begangen habe, ist nunmal in dieser Hinsicht besonders dämlich! Ich meldete mich mal eben beim studi.vz an und (ACHTUNG: nun kommt der eigentliche Fehlgriff) klickte auf die obligatorisch empfohlene Blödsinnsgruppe links!! Warum ich das tat? Naja, da stand irgendwas mit "Du Vogel"! Da dachte ich mir in meinem jugendlichen Übermut: Mann, das klingt witzig und vor allem bissel beknackt! Das mußt du dir mal anschauen! Also, ab zur Gruppe, ist ja praktischer Weise direkt verlinkt. Was ich da dann lesen mußte, war allerdings mal wieder bezeichnend für die, wie ich sie immer nenne "verkommene Jugend von heute"! Als Gruppenbeschreibung stand und steht da folgendes:
"Boah ich halte diese Gruppe hier für echt nötig, weil ich hasse diese Affen, die immer denken sie müssten mitreden, wenn man gar kein bock darauf hat.
Jeder kennt das! man ist sich am Unterhalten, will sich eigentlich nur ins Gespräch vertiefen, eine schöne diskussion führen und dann immer dieses Geräusch im Hintergrund...
Und meistens wissen die Leute dann noch alles besser oh mein gott fuckt das ab...
Also Leute in diesem Sinne " Einfach mal die Fresse halten ;)"
Na wenn das mal nicht ne krass fette Message ist, die da transportiert wird!!!! Den Namen dieses Verbalverbrechers kann man zwar einsehen, aber aus Humanitäts- und Datenschutzgründen nenne ich den mal lieber wertneutral "den Pfosten"! Jemand der so etwas verzapft, der hat doch kolossal einen an der Mumel! Interpunktion: MANGELHAFT! Orthographie (jaja, schlag`s ruhig nach, Kollege "Pfosten"): Beschissen! Vom Inhalt wollen wir mal gar nicht anfangen. Gesamtnote? Hat er sich eingentlich keine verdient! Vorläufiges Gesamtfazit: "Drogen sind schlimm, Hmmmkaaaay?!?"
Nehmen wir das also mal auseinander!
"Boah ich halte diese Gruppe hier für echt nötig, weil ich hasse diese Affen, die immer denken sie müssten mitreden, wenn man gar kein bock darauf hat."
Ja, auf die nächst höhere Evolutionsstufe ist man von Natur aus schlecht zu sprechen, durchaus verständlich! Aber was ist "Boah" denn für eine Einleitung!? Das klingt ja, als ob der legendäre Serienbatman aus den 60ern nen Schurken verwammst. Außerdem, wenn schon "Boah", dann entweder mit Komma danach, oder noch besser: mit anschließendem "ey". (Königsdisziplin im Übrigen: "Boah ey, Allllldaaaaaa!"). Daß "Pfosten" diese Gruppe für "nötig" hält, das ehrt ihn, aber unter der alphabetisierten Bevölkerung steht der mit der Meinung hoffentlich alleine da. Geht man zudem mal von ner halbwegs logischen Argumentationsstruktur aus, muß man sich fragen, was "obwohl man gar kein bock drauf hat" für eine Begründung ist. Erstmal, ist mit dem Bock (<- Achtung, NOMEN, mein lieber
Pfosten: NOOOOOOMEN!!!!) bereits das zweite Vieh in einem Satz repräsentiert und zweitens, was interessiert mich denn worauf der Typ "Bock hat"?!? Wenn der im "Real Life" genau so bemessert ist, wie er sich anhand von sechs Zeilen im virtuellen Raum selber darstellt, dann ist mir doch seine Bedürfnishierarchie total mumpe! Dann will ich nur noch, daß der WEG GEHT!!!
"Jeder kennt das! man (Anm. d. Autors: Und jetzt der Hammer:) ist sich am Unterhalten (...)."
... ist sich am Unterhalten! IST SICH AM UNTERHALTEN!!!!! Von meiner Freundin habe ich gelernt, daß da aus stilistischen Gründen noch ein "dran" dran gehört. Aber das, was der da fabriziert hat, ist doch ein Fanal; eine Kriegserklärung an die Sprache der Dichter und Denker! So ein Verbrecher!!! Wenn der sich "am Unterhalten dran ist", dann will ich lieber nicht in der Nähe sein; Fremdschämen ist nämlich auch irgendwie peinlich!
"(...) und dann immer dieses Geräusch im Hintergrund".
Ja nee, is`klar! Vielleicht mal die eine oder andere Pille weniger einwerfen, dann geht das auch wieder weg. Ansonsten immer schön mit dem Kopf gegen die Wand, glaub mir, das hilft!
"Und meistens wissen die Leute dann noch alles besser (...)"
Da würde ich mir mal Gedanken machen, Zufall kann das nicht sein, lieber "Pfosten"!
"oh mein Gott fuckt das ab!"
Das lasse ich einfach mal so stehen, werter Herr Verbalpoet. Entlarvender kann eine Aussage ja nicht sein! "... fuckt das ab!"... ICH GLAUB` ES HACKT?!?!!!!
"Also Leute in diesem Sinne " Einfach mal die Fresse halten ;)""
Ja, Ratschläge verteilen kann er ja der Genossen Obercool. "Fresse halten" ist ja schön und gut, aber wenn man auf Leute wie ihn hören würde, dann sprächen am Ende nur noch die Idioten! Im Sinne der Evolution kann sowas auch nicht sein. Hohlroller! Nee, sowas regt mich auf, wenn ausgerechnet die, die eigentlich ganz, ganz still sein müßten beim Thema die großen Töne spucken und dann auch noch ne Gruppe eröffnen und den Wahnsinn in die Welt tragen. Nee, das mußte jetzt mal raus... sowas regt mich auf!!
Eine Sache allerdings hat die Gruppenbeschreibung von Freund "Pfosten" mit der Weltliteratur dann doch gemein: Die wirklich weisen Worte sind immer die letzten!
Eigentlich wollte ich ja jetzt, da ich von der Arbeit heim gekehrt bin (endlich), nichts weiter machen, als in Ruhe mein Hähnchen vertilgen, Fussi kucken und mir ein bissel Stimmugnsmusik in den Player knallen. Aber dann machte ich einen Fehler! Klar, Fehler sind dazu da, daß man sie macht; nur muß man sie nicht unbedingt machen, wenn einem von einem weiteren Tag an der PC- Tastatur ohnehin das Nagelbett qualmt. Denn die Art von Fehler, die ich gerade begangen habe, ist nunmal in dieser Hinsicht besonders dämlich! Ich meldete mich mal eben beim studi.vz an und (ACHTUNG: nun kommt der eigentliche Fehlgriff) klickte auf die obligatorisch empfohlene Blödsinnsgruppe links!! Warum ich das tat? Naja, da stand irgendwas mit "Du Vogel"! Da dachte ich mir in meinem jugendlichen Übermut: Mann, das klingt witzig und vor allem bissel beknackt! Das mußt du dir mal anschauen! Also, ab zur Gruppe, ist ja praktischer Weise direkt verlinkt. Was ich da dann lesen mußte, war allerdings mal wieder bezeichnend für die, wie ich sie immer nenne "verkommene Jugend von heute"! Als Gruppenbeschreibung stand und steht da folgendes:
"Boah ich halte diese Gruppe hier für echt nötig, weil ich hasse diese Affen, die immer denken sie müssten mitreden, wenn man gar kein bock darauf hat.
Jeder kennt das! man ist sich am Unterhalten, will sich eigentlich nur ins Gespräch vertiefen, eine schöne diskussion führen und dann immer dieses Geräusch im Hintergrund...
Und meistens wissen die Leute dann noch alles besser oh mein gott fuckt das ab...
Also Leute in diesem Sinne " Einfach mal die Fresse halten ;)"
Na wenn das mal nicht ne krass fette Message ist, die da transportiert wird!!!! Den Namen dieses Verbalverbrechers kann man zwar einsehen, aber aus Humanitäts- und Datenschutzgründen nenne ich den mal lieber wertneutral "den Pfosten"! Jemand der so etwas verzapft, der hat doch kolossal einen an der Mumel! Interpunktion: MANGELHAFT! Orthographie (jaja, schlag`s ruhig nach, Kollege "Pfosten"): Beschissen! Vom Inhalt wollen wir mal gar nicht anfangen. Gesamtnote? Hat er sich eingentlich keine verdient! Vorläufiges Gesamtfazit: "Drogen sind schlimm, Hmmmkaaaay?!?"
Nehmen wir das also mal auseinander!
"Boah ich halte diese Gruppe hier für echt nötig, weil ich hasse diese Affen, die immer denken sie müssten mitreden, wenn man gar kein bock darauf hat."
Ja, auf die nächst höhere Evolutionsstufe ist man von Natur aus schlecht zu sprechen, durchaus verständlich! Aber was ist "Boah" denn für eine Einleitung!? Das klingt ja, als ob der legendäre Serienbatman aus den 60ern nen Schurken verwammst. Außerdem, wenn schon "Boah", dann entweder mit Komma danach, oder noch besser: mit anschließendem "ey". (Königsdisziplin im Übrigen: "Boah ey, Allllldaaaaaa!"). Daß "Pfosten" diese Gruppe für "nötig" hält, das ehrt ihn, aber unter der alphabetisierten Bevölkerung steht der mit der Meinung hoffentlich alleine da. Geht man zudem mal von ner halbwegs logischen Argumentationsstruktur aus, muß man sich fragen, was "obwohl man gar kein bock drauf hat" für eine Begründung ist. Erstmal, ist mit dem Bock (<- Achtung, NOMEN, mein lieber
Pfosten: NOOOOOOMEN!!!!) bereits das zweite Vieh in einem Satz repräsentiert und zweitens, was interessiert mich denn worauf der Typ "Bock hat"?!? Wenn der im "Real Life" genau so bemessert ist, wie er sich anhand von sechs Zeilen im virtuellen Raum selber darstellt, dann ist mir doch seine Bedürfnishierarchie total mumpe! Dann will ich nur noch, daß der WEG GEHT!!!
"Jeder kennt das! man (Anm. d. Autors: Und jetzt der Hammer:) ist sich am Unterhalten (...)."
... ist sich am Unterhalten! IST SICH AM UNTERHALTEN!!!!! Von meiner Freundin habe ich gelernt, daß da aus stilistischen Gründen noch ein "dran" dran gehört. Aber das, was der da fabriziert hat, ist doch ein Fanal; eine Kriegserklärung an die Sprache der Dichter und Denker! So ein Verbrecher!!! Wenn der sich "am Unterhalten dran ist", dann will ich lieber nicht in der Nähe sein; Fremdschämen ist nämlich auch irgendwie peinlich!
"(...) und dann immer dieses Geräusch im Hintergrund".
Ja nee, is`klar! Vielleicht mal die eine oder andere Pille weniger einwerfen, dann geht das auch wieder weg. Ansonsten immer schön mit dem Kopf gegen die Wand, glaub mir, das hilft!
"Und meistens wissen die Leute dann noch alles besser (...)"
Da würde ich mir mal Gedanken machen, Zufall kann das nicht sein, lieber "Pfosten"!
"oh mein Gott fuckt das ab!"
Das lasse ich einfach mal so stehen, werter Herr Verbalpoet. Entlarvender kann eine Aussage ja nicht sein! "... fuckt das ab!"... ICH GLAUB` ES HACKT?!?!!!!
"Also Leute in diesem Sinne " Einfach mal die Fresse halten ;)""
Ja, Ratschläge verteilen kann er ja der Genossen Obercool. "Fresse halten" ist ja schön und gut, aber wenn man auf Leute wie ihn hören würde, dann sprächen am Ende nur noch die Idioten! Im Sinne der Evolution kann sowas auch nicht sein. Hohlroller! Nee, sowas regt mich auf, wenn ausgerechnet die, die eigentlich ganz, ganz still sein müßten beim Thema die großen Töne spucken und dann auch noch ne Gruppe eröffnen und den Wahnsinn in die Welt tragen. Nee, das mußte jetzt mal raus... sowas regt mich auf!!
Eine Sache allerdings hat die Gruppenbeschreibung von Freund "Pfosten" mit der Weltliteratur dann doch gemein: Die wirklich weisen Worte sind immer die letzten!
Montag, 22.06.2009
THERE SHE GOES MY BEAUTIFUL WORLD
(Nick Cave & the Bad Seeds)
Hallöle alle zusammen. Auch wenns langsam nervt: aber der Onkel kommt mal wieder mit nem Konzertbericht um die Ecke. ;-) Irgendwie ist es ja schon erstaunlich, dieses Jahr 2009. Wer und was da alles vor allem wohin kommt... Hammer. Jedenfalls sind wir nun, spätestens seit Metallica, in die heiße Phase eingetreten. Und damit vor der großartigen Emiliana Torrini und den gottgleichen Messias-Rockern aus der Space-Needle-Metropole die Spannung auch über den Juni nicht nennenswert abflaut, wurde im Frühling die Chance gunutzt, ein musikalisches Brückentier der Extraklasse in den persönlichen Highlightkalender hinein zu pfropfen: Nick Cave and the Bad Seeds in der Jungen Garde Dresden!
Und so begab es sich denn dann auch, daß ich mich mit meiner Schwester mal wieder in den PWK schwang und wir am frühen Nachmittag des 21.06.2009 (btw: exakt 2 Jahre anch Pearl Jam in Düsseldorf :-D) zuerst Chemnitz und dann unverzagt die Landeshauptstadt ansteuerten. Die Wetterbedingungen machten zunächst eher wenig Hoffnung, daß wir den Abend trockenen Fußes überstehn könnten. Alleine was auf der A4 an Platzregen runter kam... abartig. Zwischenzeitlich mußte man aus optischen Gründen das Tempo auf 50 limitieren (man könnte auch sagen "bremsen", klingt aber doof!). Als wir dann, nach kurzer Fahrt in Dresden einrollten, war wenigstens das Auto sauber. Der Regen hatte sich zum Glück auch den einen oder anderen Gang zurück genommen und so konnten wir uns erst einmal der Wegfindeung widmen. Also unabhängig von unserem Orientierungssinn: Unter organisatorischen Gesichtspunkten haben die Dresdner ihr Kabuff aber nun mal wirklich nicht im Griff! Wir verzweifelten zunächst auf der Suche nach der "Caspar David Friedrich Straße" um sie dann schließlich zu finden. Mußten allerdings feststellen, daß dies nichtmal ansatzweise jene "Caspar Davis Freidrich Straße" war, die wir suchten und sie sinniger Weise in einer Sackgasse endete. Klasse... und nun?!? Immer der Nase nach und erstmal zu nächst größeren Hauptstraße; und siehe da: Die Kaschper-Avenue setzte sich förmisch aus dem Nichts kommend urplötzlich wieder als schicke, breite Hauptstraße fort. Was zunächst noch zwischen Mittelstandsvillen in der Bedeutungslosigkeit versackte, bekam nun wieder wegweisenden Charakter! Der Rest war dann einfach, der Weg fand sich förmlich von selbst. Aber mir bleibt trotzdem unergründlich, warum man im Elbflorenz ausgerechnet dieser Schnarchnase von einem Maler die offenbar mysteriöseste Straßenführung widmet. Wenn man sich des Kaschpers` Bilder mal ansieht, mag man eher unentwegt gähnen als sich genötigt zu fühlen, irgendwechen Rissen im Raum-Zeit -Kontinuum (und nichts anderes kann meiner Meinung nach als Entschuldigung für dieses städteplanerischen Humbug her halten) nachzujagen. Jedenfalls stellten wir dann das Gefährt in einer Seitenstraße ab. Da unser Eintreffen glücklicher Weise auch zeitlich mit dem endgültigen Abebben des Niederschlages korellierte (*hohoho... ein Traumsatz!*), konnten wir auch den Schirm im Auto lassen und uns gemütlich in Richtung Jung Garde aufmachen. Vor den Toren angekommen, warteten wir erstmal ein halbes Stündchen, bevor der Security-Sepp die Schleusen öffnete und wir uns von den drängelnden Massen.... Moment... falscher Text! Also der Sepp macht die Türe auf und alles chillt gesittet gen Eingang, so müßte das heißen. War wirklich entspannt das Ganze. Man schnieke halt so richtig mellow durch die Kontrollen (nichtmal anzüglich abgefummelt wurde man am Einlaß... ich fühlte mich mal wieder richtig "unevil" :-( ). Über den Umweg Merch-Stand (Ein Tourshirt mit 2 gekreuzten Knarren!!!! *yeah*. Da fühlt man sich gleich wieder "eviliger") nahmen wir dann erstmal die Location in Augenschein. Das ganze Ding ist so ne Mischung aus Wuhlheide und Karlsruher Schloss... nur halt jewals um 70% kleiner. Niedlich und sehr, sehr chick! Im abgesenkten Rund fand sich sogar Platz für einen Stehplatzbereich vor der Bühne... für etwa 50 Leute. Der Rest nahm dann auf optisch recht zweifelhaften, aber durchaus bequemen Holzbänken Platz. Wir hatten uns in etwa für die 10. Reihe (Sitzplatz) entschieden, sodaß aus niemand der Hardcore-Stehplätzler (bzw. seine Frisur... ) in die optische Quere kommen konnte. Positiv gilt dann noch heraus zu heben, daß man sich als Konzertbier auch ein angemessenes Kösti schmecken lassen konnte (und ließ). So verharrten wir ne Weile, bis sich die Garde so langsam füllte und mit Les Hommes Sauvage eine recht annehmbare Vorband die Bühne betrat. Musikalisch irgendwo zwischen Dresden Dolls und einem Quentin Tarantino Road-Movie-Soundtrack angesiedelt chansonierten sich die Dudes durchs Vorprogramm. Sehr nett, rockig und vor allem auch nen Schuß freakig! :-) Jedenfalls gestaltete man das ganze Einheizprogramm mit dermaßen viel Selbstironie un Witz, daß ichs schon fast wieder schade fand, daß die Kerle fertig waren. Aber half ja nix. Auf der Bühne wuselten sich die Umbau-Heinis `nen Wolf während über unseren Köpfen der Himmel wieder erblaute. Die Minuten verstrichen und alles wartete darauf, daß der große Meister des düster-makaberen Liedgutes mit seinen Schergen endlich die Bühne betreten möge! Als dann die Bühne entsprechend stand, dauerte es noch etwa 10 Minuten bis der Herr Cave mit seinen Bad Seeds hinter dem in farbenfrohem Schwarz gehaltenen Vorhang am hinteren Bühnenrand hervor trat und den Slalom durch die dicht gedrängt stehenden Instrumente antrat. Der aufbrandende Jubel ließ, mal an der Reaktion der Bandmitglieder gemessen, auch gleich mal keine Zweifel daran aufkommen, wer hier heute abend "Competition macht"! ;-)
Jedenfalls geriet der Eisntieg verhältnismäßig flott und eine der ersten Amtshandlugnen des Herrn Cave bestand darin, sich über de vorherrschende Helligkeit zu beschweren. Objektiv betrachtet hatte er auch Recht, Konzertbeginn ne Stunde später wäre gerade bei Nick Cave wohl athmosphärischer gewesen. Aber wie dem auch sei. Nachdem mit "Tupelo" ein flotter Auftakt geglückt war, gings (nach kleinen Problemen mit des Meisters Klampfe) direkt in "Dig Lazarus Dig" über. Unnötig zu erwähnen, daß mit dem ersten Takt ohnehin niemand mehr saß. Die folgenden 2 Stunden verbrachten wir alle stehend. Spätestens bei Red Right Hand merkte man, wie mit der zaghaft einsetzenden Dämmerung auch Band und Publikum langsam aufblühten und die ganze Sache ins Rollen kam! War wirklich schön mitzuerleben. Nick Cave hat, das wurde schon in der ersten halben Stunde klar, eine absolut teuflische Bühnenpräsenz! Während der Rest der Bad Seed, mal abgesehen vom Waldschrat an der E-Geige, brav an seinem Platz bleibt rammelt der teilweise wie von der Tarantel gestochen über die Bühne. Wild gestikulierend und mitunter mehr mit dem Habitus eines verschlagenen Geschichtenerzählers als dem eines Rockstars ausgestattet. Jedenfalls großartiges Konzert soweit! :-)
Etwas ruhigere Töne schlug man dann mit zwei meiner Wunschsongs an. Zunächst mit dem wunderbar melancholischen "Ship Song", dicht gefolgt von "Henry Lee". Ersterer war leider viel zu schnell vorbei und bei "Henry Lee" konnte auch die ganze Eindringlichkeit mit der Nick Cave ihn vortrug nicht dieses Gefühl übertünchen, daß da was Elementares fehlte. Da Tüpfelchen auf dem "i", nämlich seine Duettpartnerin PJ Harvey. Ließ sich aber leicht verschmerzen, denn man konnte ja nicht davon ausgehen, daß die gute Polly Jean ihrem Ex für einen Song aus dem anglikanischen Exil nachreiste. In der Folge jagte dann ein traumhaft vorgetragenes Highlight das Nächste, die voranschreitende Dunkelheit tat dem Konzert und sichtlich auch Nick Cave gut. Der Spagat zwischen Melancholie, Schwung und kontrollierter Anarchie gelang Cave und Co immer besser. Mein persönliches Highlight des Mainsets war dann eindeutig "Love Letter" von der wohl finstersten Scheibe der Seeds "And no More Shall we part". Nick Cave am Piano und der Song schwebte förmlich durch das weite Rund. Das Publikum verstummte, ja erstarrte förmlich bis zum letzten Ton des Songs um sich dann jubelnd zu bedanken. Schade, daß es die einzige Nummer von der Platte blieb. Zu gerne hätte ich "Halleluja" gehört, am Besten als Closer des ganzen Konzertes. Aber das blieb uns trotz "ruft-mir-was-zu-und-ich-schaue-mal-was-sich-machen-läßt-Zugabenteil" leider verwehrt. Aber man soll sich ja noch was aufheben fürs nächste Treffen!
Gegen Ende des Mainsets wurde dann mit dem "Weeping Song" und "There She goes my Beautiful World" noch zwei richtig tolle Nummern ausgepackt. Bevor ich es vergesse: "Stagger Lee" war der Hammer! Man spürte förmlich, wie Nick in dem Song aufging an dem Abend. Jedes Schimpfwort, jede Hasstirade sowie die Gewaltausbrüche des lyrischen Ichs (was habe ich das gehasst im Deutschunterricht) wurden zelebriert. Auch das im Live-Teil improvisierte Ende (Stichwort "Mord am Teufel") wurde nochmal so richtig genossen. Als die Band dann die Bühne verließ, wars angemessen dunkel und die 5 Minütchen bis zum Wiederbetreten überbrückte das Publikum mit Jubelstürmen, Nick Cave tat dies lässig mit ner Kippe, welche er dann beim Anmoderieren der Zugabe noch genüsslich zu Ende rauchte. Leider brach er ein Klavierstück nach den ersten Takten mit einem lapidaren "Fuck it!" ab und stieg dann in ein ordentlich schwungvolles Encore ein. Nach den wenigen Tönen zu urteilen hätte das durhaus "God is in the House" gewesen sein können, das uns da entging... OCH MENNO!!!!!! Begonnen wurde statt dessen mit "Breathless", der wohl beschwingteste und mit Abstand positivste Song des Abends. Am Ende stand die Extrawurst dem Hauptteil in nichts nach, wurde mitunter sogar noch schwungvoller rausgehauen. "Get ready for Love" kickte nochmal die Stimmung an bevor "We call upon the Author" zum Schluß nochmals die perfekte Mischung aus Genie und Wahnsinn transportierte.
Unterm Strich ein genialer Abend. Vor allem, weil man nach anfänglichen, tageslichtbedingten Anlaufschwierigkeiten am Ende genau das bekam, was man sich erhoffte und auch von Nick Cave und seinen Bad Seeds erwartet hat: perfektes Entertainment in der musikalischen Zwischenwelt. Eines der letzten großen Genies der Musikwelt! Einer von der Sorte, die man nicht kopieren kann, und die in ihrer Einzigartigkeit wohl noch bis ins hohe Alter ihren Platz in der Musiklandschaft haben werden. Ich sehe ihn, wie Johnny Cash damals, noch mit weit in die 70 an einem Klavier hocken und die Menge begeistern. Selbst wenn die noch so einzigartige und eindringliche Stimme dann gelitten haben wird, die Aura die diesen Mann umschwurbelt ist schier UNGLAUBLICH und wird ihn auch in 20 Jahren noch durch die Konzerte tragen, wenn er es denn will. Bis dahin müssen wir uns eigentlich keine Sorgen weiter machen, Nick Cave wird auch weiterhin konsequent an seiner eigenen Legende sticken und solche Abende wie gestern abliefern! Schade, daß es das einzige "alleinige" Konzert von ihm und seinen Bad Seeds war in diesem Jahr.Ein Abstecher zwischen der Festivaltour der Band, der sich am Ende sowohl für uns, wie auch für ihn gelohnt zu haben schien. Er fühlte sich sichtlich wohl und entledigte sich zu den Zugaben gar seines Maßanzuges... gut in Form für seine runden 50 Lenze kann man da nur konstatieren! Also wer jemals die Chance haben sollte ihn live zu sehen, den kann ich nur zuraten! So ein Konzert vergißt man nicht so schnell... die ganze Performance hat irgendwas Einzigartiges, dem man sich so ohne weiteres nicht entziehen kann. Ein Entertainer wider Willen! :-)
Hallöle alle zusammen. Auch wenns langsam nervt: aber der Onkel kommt mal wieder mit nem Konzertbericht um die Ecke. ;-) Irgendwie ist es ja schon erstaunlich, dieses Jahr 2009. Wer und was da alles vor allem wohin kommt... Hammer. Jedenfalls sind wir nun, spätestens seit Metallica, in die heiße Phase eingetreten. Und damit vor der großartigen Emiliana Torrini und den gottgleichen Messias-Rockern aus der Space-Needle-Metropole die Spannung auch über den Juni nicht nennenswert abflaut, wurde im Frühling die Chance gunutzt, ein musikalisches Brückentier der Extraklasse in den persönlichen Highlightkalender hinein zu pfropfen: Nick Cave and the Bad Seeds in der Jungen Garde Dresden!
Und so begab es sich denn dann auch, daß ich mich mit meiner Schwester mal wieder in den PWK schwang und wir am frühen Nachmittag des 21.06.2009 (btw: exakt 2 Jahre anch Pearl Jam in Düsseldorf :-D) zuerst Chemnitz und dann unverzagt die Landeshauptstadt ansteuerten. Die Wetterbedingungen machten zunächst eher wenig Hoffnung, daß wir den Abend trockenen Fußes überstehn könnten. Alleine was auf der A4 an Platzregen runter kam... abartig. Zwischenzeitlich mußte man aus optischen Gründen das Tempo auf 50 limitieren (man könnte auch sagen "bremsen", klingt aber doof!). Als wir dann, nach kurzer Fahrt in Dresden einrollten, war wenigstens das Auto sauber. Der Regen hatte sich zum Glück auch den einen oder anderen Gang zurück genommen und so konnten wir uns erst einmal der Wegfindeung widmen. Also unabhängig von unserem Orientierungssinn: Unter organisatorischen Gesichtspunkten haben die Dresdner ihr Kabuff aber nun mal wirklich nicht im Griff! Wir verzweifelten zunächst auf der Suche nach der "Caspar David Friedrich Straße" um sie dann schließlich zu finden. Mußten allerdings feststellen, daß dies nichtmal ansatzweise jene "Caspar Davis Freidrich Straße" war, die wir suchten und sie sinniger Weise in einer Sackgasse endete. Klasse... und nun?!? Immer der Nase nach und erstmal zu nächst größeren Hauptstraße; und siehe da: Die Kaschper-Avenue setzte sich förmisch aus dem Nichts kommend urplötzlich wieder als schicke, breite Hauptstraße fort. Was zunächst noch zwischen Mittelstandsvillen in der Bedeutungslosigkeit versackte, bekam nun wieder wegweisenden Charakter! Der Rest war dann einfach, der Weg fand sich förmlich von selbst. Aber mir bleibt trotzdem unergründlich, warum man im Elbflorenz ausgerechnet dieser Schnarchnase von einem Maler die offenbar mysteriöseste Straßenführung widmet. Wenn man sich des Kaschpers` Bilder mal ansieht, mag man eher unentwegt gähnen als sich genötigt zu fühlen, irgendwechen Rissen im Raum-Zeit -Kontinuum (und nichts anderes kann meiner Meinung nach als Entschuldigung für dieses städteplanerischen Humbug her halten) nachzujagen. Jedenfalls stellten wir dann das Gefährt in einer Seitenstraße ab. Da unser Eintreffen glücklicher Weise auch zeitlich mit dem endgültigen Abebben des Niederschlages korellierte (*hohoho... ein Traumsatz!*), konnten wir auch den Schirm im Auto lassen und uns gemütlich in Richtung Jung Garde aufmachen. Vor den Toren angekommen, warteten wir erstmal ein halbes Stündchen, bevor der Security-Sepp die Schleusen öffnete und wir uns von den drängelnden Massen.... Moment... falscher Text! Also der Sepp macht die Türe auf und alles chillt gesittet gen Eingang, so müßte das heißen. War wirklich entspannt das Ganze. Man schnieke halt so richtig mellow durch die Kontrollen (nichtmal anzüglich abgefummelt wurde man am Einlaß... ich fühlte mich mal wieder richtig "unevil" :-( ). Über den Umweg Merch-Stand (Ein Tourshirt mit 2 gekreuzten Knarren!!!! *yeah*. Da fühlt man sich gleich wieder "eviliger") nahmen wir dann erstmal die Location in Augenschein. Das ganze Ding ist so ne Mischung aus Wuhlheide und Karlsruher Schloss... nur halt jewals um 70% kleiner. Niedlich und sehr, sehr chick! Im abgesenkten Rund fand sich sogar Platz für einen Stehplatzbereich vor der Bühne... für etwa 50 Leute. Der Rest nahm dann auf optisch recht zweifelhaften, aber durchaus bequemen Holzbänken Platz. Wir hatten uns in etwa für die 10. Reihe (Sitzplatz) entschieden, sodaß aus niemand der Hardcore-Stehplätzler (bzw. seine Frisur... ) in die optische Quere kommen konnte. Positiv gilt dann noch heraus zu heben, daß man sich als Konzertbier auch ein angemessenes Kösti schmecken lassen konnte (und ließ). So verharrten wir ne Weile, bis sich die Garde so langsam füllte und mit Les Hommes Sauvage eine recht annehmbare Vorband die Bühne betrat. Musikalisch irgendwo zwischen Dresden Dolls und einem Quentin Tarantino Road-Movie-Soundtrack angesiedelt chansonierten sich die Dudes durchs Vorprogramm. Sehr nett, rockig und vor allem auch nen Schuß freakig! :-) Jedenfalls gestaltete man das ganze Einheizprogramm mit dermaßen viel Selbstironie un Witz, daß ichs schon fast wieder schade fand, daß die Kerle fertig waren. Aber half ja nix. Auf der Bühne wuselten sich die Umbau-Heinis `nen Wolf während über unseren Köpfen der Himmel wieder erblaute. Die Minuten verstrichen und alles wartete darauf, daß der große Meister des düster-makaberen Liedgutes mit seinen Schergen endlich die Bühne betreten möge! Als dann die Bühne entsprechend stand, dauerte es noch etwa 10 Minuten bis der Herr Cave mit seinen Bad Seeds hinter dem in farbenfrohem Schwarz gehaltenen Vorhang am hinteren Bühnenrand hervor trat und den Slalom durch die dicht gedrängt stehenden Instrumente antrat. Der aufbrandende Jubel ließ, mal an der Reaktion der Bandmitglieder gemessen, auch gleich mal keine Zweifel daran aufkommen, wer hier heute abend "Competition macht"! ;-)
Jedenfalls geriet der Eisntieg verhältnismäßig flott und eine der ersten Amtshandlugnen des Herrn Cave bestand darin, sich über de vorherrschende Helligkeit zu beschweren. Objektiv betrachtet hatte er auch Recht, Konzertbeginn ne Stunde später wäre gerade bei Nick Cave wohl athmosphärischer gewesen. Aber wie dem auch sei. Nachdem mit "Tupelo" ein flotter Auftakt geglückt war, gings (nach kleinen Problemen mit des Meisters Klampfe) direkt in "Dig Lazarus Dig" über. Unnötig zu erwähnen, daß mit dem ersten Takt ohnehin niemand mehr saß. Die folgenden 2 Stunden verbrachten wir alle stehend. Spätestens bei Red Right Hand merkte man, wie mit der zaghaft einsetzenden Dämmerung auch Band und Publikum langsam aufblühten und die ganze Sache ins Rollen kam! War wirklich schön mitzuerleben. Nick Cave hat, das wurde schon in der ersten halben Stunde klar, eine absolut teuflische Bühnenpräsenz! Während der Rest der Bad Seed, mal abgesehen vom Waldschrat an der E-Geige, brav an seinem Platz bleibt rammelt der teilweise wie von der Tarantel gestochen über die Bühne. Wild gestikulierend und mitunter mehr mit dem Habitus eines verschlagenen Geschichtenerzählers als dem eines Rockstars ausgestattet. Jedenfalls großartiges Konzert soweit! :-)
Etwas ruhigere Töne schlug man dann mit zwei meiner Wunschsongs an. Zunächst mit dem wunderbar melancholischen "Ship Song", dicht gefolgt von "Henry Lee". Ersterer war leider viel zu schnell vorbei und bei "Henry Lee" konnte auch die ganze Eindringlichkeit mit der Nick Cave ihn vortrug nicht dieses Gefühl übertünchen, daß da was Elementares fehlte. Da Tüpfelchen auf dem "i", nämlich seine Duettpartnerin PJ Harvey. Ließ sich aber leicht verschmerzen, denn man konnte ja nicht davon ausgehen, daß die gute Polly Jean ihrem Ex für einen Song aus dem anglikanischen Exil nachreiste. In der Folge jagte dann ein traumhaft vorgetragenes Highlight das Nächste, die voranschreitende Dunkelheit tat dem Konzert und sichtlich auch Nick Cave gut. Der Spagat zwischen Melancholie, Schwung und kontrollierter Anarchie gelang Cave und Co immer besser. Mein persönliches Highlight des Mainsets war dann eindeutig "Love Letter" von der wohl finstersten Scheibe der Seeds "And no More Shall we part". Nick Cave am Piano und der Song schwebte förmlich durch das weite Rund. Das Publikum verstummte, ja erstarrte förmlich bis zum letzten Ton des Songs um sich dann jubelnd zu bedanken. Schade, daß es die einzige Nummer von der Platte blieb. Zu gerne hätte ich "Halleluja" gehört, am Besten als Closer des ganzen Konzertes. Aber das blieb uns trotz "ruft-mir-was-zu-und-ich-schaue-mal-was-sich-machen-läßt-Zugabenteil" leider verwehrt. Aber man soll sich ja noch was aufheben fürs nächste Treffen!
Gegen Ende des Mainsets wurde dann mit dem "Weeping Song" und "There She goes my Beautiful World" noch zwei richtig tolle Nummern ausgepackt. Bevor ich es vergesse: "Stagger Lee" war der Hammer! Man spürte förmlich, wie Nick in dem Song aufging an dem Abend. Jedes Schimpfwort, jede Hasstirade sowie die Gewaltausbrüche des lyrischen Ichs (was habe ich das gehasst im Deutschunterricht) wurden zelebriert. Auch das im Live-Teil improvisierte Ende (Stichwort "Mord am Teufel") wurde nochmal so richtig genossen. Als die Band dann die Bühne verließ, wars angemessen dunkel und die 5 Minütchen bis zum Wiederbetreten überbrückte das Publikum mit Jubelstürmen, Nick Cave tat dies lässig mit ner Kippe, welche er dann beim Anmoderieren der Zugabe noch genüsslich zu Ende rauchte. Leider brach er ein Klavierstück nach den ersten Takten mit einem lapidaren "Fuck it!" ab und stieg dann in ein ordentlich schwungvolles Encore ein. Nach den wenigen Tönen zu urteilen hätte das durhaus "God is in the House" gewesen sein können, das uns da entging... OCH MENNO!!!!!! Begonnen wurde statt dessen mit "Breathless", der wohl beschwingteste und mit Abstand positivste Song des Abends. Am Ende stand die Extrawurst dem Hauptteil in nichts nach, wurde mitunter sogar noch schwungvoller rausgehauen. "Get ready for Love" kickte nochmal die Stimmung an bevor "We call upon the Author" zum Schluß nochmals die perfekte Mischung aus Genie und Wahnsinn transportierte.
Unterm Strich ein genialer Abend. Vor allem, weil man nach anfänglichen, tageslichtbedingten Anlaufschwierigkeiten am Ende genau das bekam, was man sich erhoffte und auch von Nick Cave und seinen Bad Seeds erwartet hat: perfektes Entertainment in der musikalischen Zwischenwelt. Eines der letzten großen Genies der Musikwelt! Einer von der Sorte, die man nicht kopieren kann, und die in ihrer Einzigartigkeit wohl noch bis ins hohe Alter ihren Platz in der Musiklandschaft haben werden. Ich sehe ihn, wie Johnny Cash damals, noch mit weit in die 70 an einem Klavier hocken und die Menge begeistern. Selbst wenn die noch so einzigartige und eindringliche Stimme dann gelitten haben wird, die Aura die diesen Mann umschwurbelt ist schier UNGLAUBLICH und wird ihn auch in 20 Jahren noch durch die Konzerte tragen, wenn er es denn will. Bis dahin müssen wir uns eigentlich keine Sorgen weiter machen, Nick Cave wird auch weiterhin konsequent an seiner eigenen Legende sticken und solche Abende wie gestern abliefern! Schade, daß es das einzige "alleinige" Konzert von ihm und seinen Bad Seeds war in diesem Jahr.Ein Abstecher zwischen der Festivaltour der Band, der sich am Ende sowohl für uns, wie auch für ihn gelohnt zu haben schien. Er fühlte sich sichtlich wohl und entledigte sich zu den Zugaben gar seines Maßanzuges... gut in Form für seine runden 50 Lenze kann man da nur konstatieren! Also wer jemals die Chance haben sollte ihn live zu sehen, den kann ich nur zuraten! So ein Konzert vergißt man nicht so schnell... die ganze Performance hat irgendwas Einzigartiges, dem man sich so ohne weiteres nicht entziehen kann. Ein Entertainer wider Willen! :-)
Mittwoch, 17.06.2009
THINKING OUT LOUD
(Emiliana Torrini)
"Selig sind die geistig Armen, denn ihnen ist das Himmelreich!" Das wußte schon Jesus... ob er allerdigs so genau wußte, was er da übertragen auf das 21. Jahrhundert verlangte; ich weiß es nicht! Ehrlich gesagt, will ich es auch gar nicht wissen! Denn wenn ausgerechnet all die Schakke-lines und Kevins der Neuzeit selig werden, dann bricht im Himmel bald der Bildungsnotstand aus. Und was für einer! Man braucht sich doch nur mal umzuschauen was da draußen so rumrennt und schon bekommt man es mit der Angst zu tun was einem dann im Jenseits mal blüht. Also wenn das dann da so weiter geht wie hier, dann nimmt das vernunftbegabte Wesen doch freiwillig und laut lachend die Ausfahrt zum Highway to Hell. Wir wollen das mal an einem konkreten Beispiel durchexerzieren!
Am 24.07.2009, einem Freitag, gibt sich Emiliana Torrini in Jena die Ehre und gibt in der Kulturarena ein kleines aber feines Gastspielchen. Zum sozialverträglichen Low-Budget-Preis von schlanken 13 Euro für uns Nicht(mehr)immatrikulierte. Bis vor 3 Wochen sah ich dem Event noch bedingungslos optimistisch entgegen... ja, freute mich richtig! Zumal das Dingen, von zwei Festivalauftritten abgesehen, auch noch das einzige Deutschlandterminchen (Solokonzert) ist. Da das Ganze zudem in einer klassischen Universitätsstadt und in der "Kulturarena" stattfindet, freute man sich auf ein friedliches Konzert, mit einer überdurchschnittlichen Dichte an intelligenten Leuten. Klingt gut, was?!? Zumal die Frau Torrini es trotz ihrer großartigen Musik irgendwie geschafft hat, in Deutschland als Geheimtipp zu gelten (immerhin hat sie schon den "Gollum Song" zu Herr der Ringe auf der Haben-Seite... da ist "unbekannt sein" schon ein Kunststück). Aber wie dem auch sei, vor besagten drei Wochen kam es den Machern von "Germanys Next dürre Klapperische" in den Sinn, daß man doch mit "Jungle Drum" mal eines ihrer Liedchen als Hintergrundmusik vergewaltigen könne. Der dadurch los getretene Hype um das Lied wird zwar dem Song selber gerecht (der ist nunmal klasse, aber das weiß meinereiner schon seit Januar) aber macht einem doch irgendwie Angst. Am letzten Wochenende blieb mir beim Grillen der halb gekaute Tierkadaver fast im Halse stecken, als im nebenbei vor sich hin dudelnden Radio eben jenes Jungle Drum anmoderiert wurde. Da war dann die Rede von der "super süßen Isländerin" die mit ihrem "schnuckeligen Turbohit" nicht nur "Zuschauer" von Heidis Brechreiz - Boulevard, sondern die ganze Rebublik "verzaubern" würde. Und daß es ne Isländerin ist, das kann man ja sowieso nicht glauben, aber dafür trüge halt ihr Vater die Verantwortung (das ist wie im Fußball... wenn man sich was nicht erklären kann, gibt man präventiv erstmal den Italienern die Schuld). *WÜÜÜÜÜÜÜRG* Die ganze Moderation war fein säuberlich darauf abgestimmt, all die Verwirrten weiter anzufixen, die schon beim Defilé der Brechreizbrazzen begeistert mitfieberten. Erstmal schnellstmöglich nen schönen Charthype aufbauen, damit das desorientierte Jungvolk auch ja nicht vom nächsten verhaltensgestörten Klingeltonviehch als Käuferschicht abgezogen wird (nach dem Hasen, dem Kücken und dem ganzen Schmonz wäre übrigens mal ein bisexuelles Wiesel mit Sprachfehler dran, daß die Nationalhymne Tuvalus furzt... finde ich zumindest). Apropos Klingelton: Mich gruselts bei dem Gedanken, daß Jungle Drum bald im Jamba Sparabo angeboten wird.
Auch wenn ich es der Emiliana von Herzen gönne, daß sie auch bei uns mal finanziell bissel was abräumt und jetzt den Erfolg einheimst, den sie schon mit den alten Alben verdient gehabt hätte, aber irgendwie will man sie auch nicht mit diesen Vollpfosten da draußen teilen müssen! Nee, das ist doof! Zumal es diese ganze Brut doch eh nach 3 Monaten zum nächsten Trend verschlägt... (Stichwort: bisexuelles Wiesel). Und, auch wenn die Typen alle dumm sind (und ich meine nicht diese romantisierte, sympathische Vorstellung von "dumm", nein, ich meine DUMM!!!), irgendwie tut es einem halt schon leid daß sie da grade so verwurstet wird, weil das einfach mal nicht die angepeilte Käuferschicht sein kann. Die Gefahr einer, nennen wir es mal "Zielgruppenannäherung" á la Nelly Furtado besteht bei Emiliana zwar ganz sicher nicht, aber man hat halt auch so seine Urängste! Eine davon ist halt bei mir, daß ich in Jena dann plötzlich mitten in einem Pulk kreischender Teenies stehe, die bis auf Jungle Drum schier keinen Song kennen und dann bei eben jenem Lied komplett abdrehen und kreischend irgendwelche Plüschviehcher auf die Bühne werfen. Am Ende hat das ganze intelligenzneutrale Pack dann auch noch seine inoffizielle Idiotenuniform an (Glitzerschädelshirt vom Hardy - Ed, schiefes Käppi und Pokemon-Frisur) und bemüht sich, trotz der nicht zu übersehenden Androgynität auch noch "hart" dreinzublicken. Schauder! Mit diesem Klientel möchte ich auf nem Konzert nix zu tun haben! Wir haben es hier schließlich mit einer Generation zu tun, die Jimmy Blue Ochsenknecht für einen "coolen Gangsta" hält... da siehts mit der geistigen Gesundheit eher mies aus; und zwar flächendeckend.
Bezeichnend ist ja auch, daß sich diese Heinis zwar fleißg die Singel kaufen bzw. downloaden (aktuell gesamt 10. Platz, Download-Charts gar 1.), aber das Album irgendwie komplett ignorieren. Schadenfreude ist in dem Fall aber angebracht, denn die wissen ja gar nicht, was ihnen da entgeht (oder besser: was vor ihnen verschont bleibt).
Nun haben wir so viel über die geistig Armen schwadroniert, daß ich irgendwie erleichtert bin (mußte halt mal raus), es mir aber auch wieder schwer fällt, den Bogen zurück zu schlagen zu Jesus. Hmm... wie gesagt, der hätte vielleicht sagen sollen " Selig sind die geistig Armen, denn ihnen ist das Himmelreich! - Diese Angaben sind, wie immer, ohne Gewähr!" Aber so... jetzt kommt er aus der Nummer nicht mehr raus! Armer Jesus... man muß sich mal vergegenwärtigen, daß er damals auch für die Sünden dieser Vögel gestorben ist. So langsam wird klar, daß das ne sehr, sehr, SEHR blutige Sache gewesen sein muß um das alles auch nur ansatzweise auszugleichen was die so verzapfen!
"Selig sind die geistig Armen, denn ihnen ist das Himmelreich!" Das wußte schon Jesus... ob er allerdigs so genau wußte, was er da übertragen auf das 21. Jahrhundert verlangte; ich weiß es nicht! Ehrlich gesagt, will ich es auch gar nicht wissen! Denn wenn ausgerechnet all die Schakke-lines und Kevins der Neuzeit selig werden, dann bricht im Himmel bald der Bildungsnotstand aus. Und was für einer! Man braucht sich doch nur mal umzuschauen was da draußen so rumrennt und schon bekommt man es mit der Angst zu tun was einem dann im Jenseits mal blüht. Also wenn das dann da so weiter geht wie hier, dann nimmt das vernunftbegabte Wesen doch freiwillig und laut lachend die Ausfahrt zum Highway to Hell. Wir wollen das mal an einem konkreten Beispiel durchexerzieren!
Am 24.07.2009, einem Freitag, gibt sich Emiliana Torrini in Jena die Ehre und gibt in der Kulturarena ein kleines aber feines Gastspielchen. Zum sozialverträglichen Low-Budget-Preis von schlanken 13 Euro für uns Nicht(mehr)immatrikulierte. Bis vor 3 Wochen sah ich dem Event noch bedingungslos optimistisch entgegen... ja, freute mich richtig! Zumal das Dingen, von zwei Festivalauftritten abgesehen, auch noch das einzige Deutschlandterminchen (Solokonzert) ist. Da das Ganze zudem in einer klassischen Universitätsstadt und in der "Kulturarena" stattfindet, freute man sich auf ein friedliches Konzert, mit einer überdurchschnittlichen Dichte an intelligenten Leuten. Klingt gut, was?!? Zumal die Frau Torrini es trotz ihrer großartigen Musik irgendwie geschafft hat, in Deutschland als Geheimtipp zu gelten (immerhin hat sie schon den "Gollum Song" zu Herr der Ringe auf der Haben-Seite... da ist "unbekannt sein" schon ein Kunststück). Aber wie dem auch sei, vor besagten drei Wochen kam es den Machern von "Germanys Next dürre Klapperische" in den Sinn, daß man doch mit "Jungle Drum" mal eines ihrer Liedchen als Hintergrundmusik vergewaltigen könne. Der dadurch los getretene Hype um das Lied wird zwar dem Song selber gerecht (der ist nunmal klasse, aber das weiß meinereiner schon seit Januar) aber macht einem doch irgendwie Angst. Am letzten Wochenende blieb mir beim Grillen der halb gekaute Tierkadaver fast im Halse stecken, als im nebenbei vor sich hin dudelnden Radio eben jenes Jungle Drum anmoderiert wurde. Da war dann die Rede von der "super süßen Isländerin" die mit ihrem "schnuckeligen Turbohit" nicht nur "Zuschauer" von Heidis Brechreiz - Boulevard, sondern die ganze Rebublik "verzaubern" würde. Und daß es ne Isländerin ist, das kann man ja sowieso nicht glauben, aber dafür trüge halt ihr Vater die Verantwortung (das ist wie im Fußball... wenn man sich was nicht erklären kann, gibt man präventiv erstmal den Italienern die Schuld). *WÜÜÜÜÜÜÜRG* Die ganze Moderation war fein säuberlich darauf abgestimmt, all die Verwirrten weiter anzufixen, die schon beim Defilé der Brechreizbrazzen begeistert mitfieberten. Erstmal schnellstmöglich nen schönen Charthype aufbauen, damit das desorientierte Jungvolk auch ja nicht vom nächsten verhaltensgestörten Klingeltonviehch als Käuferschicht abgezogen wird (nach dem Hasen, dem Kücken und dem ganzen Schmonz wäre übrigens mal ein bisexuelles Wiesel mit Sprachfehler dran, daß die Nationalhymne Tuvalus furzt... finde ich zumindest). Apropos Klingelton: Mich gruselts bei dem Gedanken, daß Jungle Drum bald im Jamba Sparabo angeboten wird.
Auch wenn ich es der Emiliana von Herzen gönne, daß sie auch bei uns mal finanziell bissel was abräumt und jetzt den Erfolg einheimst, den sie schon mit den alten Alben verdient gehabt hätte, aber irgendwie will man sie auch nicht mit diesen Vollpfosten da draußen teilen müssen! Nee, das ist doof! Zumal es diese ganze Brut doch eh nach 3 Monaten zum nächsten Trend verschlägt... (Stichwort: bisexuelles Wiesel). Und, auch wenn die Typen alle dumm sind (und ich meine nicht diese romantisierte, sympathische Vorstellung von "dumm", nein, ich meine DUMM!!!), irgendwie tut es einem halt schon leid daß sie da grade so verwurstet wird, weil das einfach mal nicht die angepeilte Käuferschicht sein kann. Die Gefahr einer, nennen wir es mal "Zielgruppenannäherung" á la Nelly Furtado besteht bei Emiliana zwar ganz sicher nicht, aber man hat halt auch so seine Urängste! Eine davon ist halt bei mir, daß ich in Jena dann plötzlich mitten in einem Pulk kreischender Teenies stehe, die bis auf Jungle Drum schier keinen Song kennen und dann bei eben jenem Lied komplett abdrehen und kreischend irgendwelche Plüschviehcher auf die Bühne werfen. Am Ende hat das ganze intelligenzneutrale Pack dann auch noch seine inoffizielle Idiotenuniform an (Glitzerschädelshirt vom Hardy - Ed, schiefes Käppi und Pokemon-Frisur) und bemüht sich, trotz der nicht zu übersehenden Androgynität auch noch "hart" dreinzublicken. Schauder! Mit diesem Klientel möchte ich auf nem Konzert nix zu tun haben! Wir haben es hier schließlich mit einer Generation zu tun, die Jimmy Blue Ochsenknecht für einen "coolen Gangsta" hält... da siehts mit der geistigen Gesundheit eher mies aus; und zwar flächendeckend.
Bezeichnend ist ja auch, daß sich diese Heinis zwar fleißg die Singel kaufen bzw. downloaden (aktuell gesamt 10. Platz, Download-Charts gar 1.), aber das Album irgendwie komplett ignorieren. Schadenfreude ist in dem Fall aber angebracht, denn die wissen ja gar nicht, was ihnen da entgeht (oder besser: was vor ihnen verschont bleibt).
Nun haben wir so viel über die geistig Armen schwadroniert, daß ich irgendwie erleichtert bin (mußte halt mal raus), es mir aber auch wieder schwer fällt, den Bogen zurück zu schlagen zu Jesus. Hmm... wie gesagt, der hätte vielleicht sagen sollen " Selig sind die geistig Armen, denn ihnen ist das Himmelreich! - Diese Angaben sind, wie immer, ohne Gewähr!" Aber so... jetzt kommt er aus der Nummer nicht mehr raus! Armer Jesus... man muß sich mal vergegenwärtigen, daß er damals auch für die Sünden dieser Vögel gestorben ist. So langsam wird klar, daß das ne sehr, sehr, SEHR blutige Sache gewesen sein muß um das alles auch nur ansatzweise auszugleichen was die so verzapfen!
Montag, 25.05.2009
CREEPING DEATH
(Met(a)llica)
Hallöchen! Hier ist er wieder, euer Hirte in schweren Zeiten. Die mentale Arche Noah des Blödsinns, welche euch zu geleiten gedenkt durch die Fluten des sinnleeren Alltags. Hindurch durch Meere anspruchslosen Schwachsinns, welcher durch die medialen Schleusen geleitet unser aller Leben zu umspülen droht! Gestern wars schon schlimm, von heute will ich gar nicht erst reden und morgen; ja MORGEN siehts dann aber nu wirklich GANZ GANZ finster aus!!! Zumindest wenn es so weiter geht!
Nun mag der eine oder andere primär die viel zitierte Wirtschafts- und Bankenkrise im Hinterkopf haben... aber das ist erst der Anfang! Der Ursprung allen Übels wenn man so will. Nur mal nebenbei: Wenn hier Abermilliarden an den Finanzmärkten "verbrannt" werden oder "verloren" gehen, sei die Frage gestattet: Wohin eigentlich!? Im Physikunterricht habe ich mal gelernt "Energie geht nicht verloren, sie wird immer nur umgewandelt!" Und hatte man das Sprüchlein nicht auf Abruf griffbereit: SECHS, SETZEN! Mit Geld sollte es doch ähnlich sein sollte man meinen. Geld geht nicht verloren, es wird immer nur umgewandelt. Grad eben habe ich zum Beispiel 1.69 Euronen mittels des Reaktionskatalysators "ALDI" in 8 Batterien umgewandelt! Toll, was? Das Geld liegt jetzt beim ALDI-Heinz im Kassenapparat und wartet auf ... na egal. Jedenfalls ist es bedauerlicherweise nicht mehr meines und somit uninteressant. Am Finanzmarkt scheint das alles etwas anders zu funktionieren, da hätte ich für meine 1,69€ vor nem Jahr vielleicht noch ne 6985215 qm Wohnung im 71.Stock des Empire State Buildings bekommen, inklusive Schirmchendrink zur Begrüßung, jetzt kommt man sich so vor, als ob sich der ALDI-Markt sobald man das Geld auf den Tisch legt spontan dematerialisiert. Nebst der Kohle versteht sich... und die Socken nimmt er auch gleich noch mit. Jedenfalls scheint sich in diesem Fall Geld irgendwie seltsam umzuwandeln... nämlich in "nichts". Ein beschissener Deal wenn ihr mich fragt!
Aber egal, diesen abgedrehten Handelsplatz für hochgradige Simulakren (hoho - Soziologenscherz) versteht eh keiner mehr. VIEL VIEL SCHLIMMER nimmt sich da doch die andere Apokalyse aus, die unweigerlich auf uns zurollt. Oder zu zurollen droht... geau genommen "zu zurollen drohte"... oder noch besser "die in einem Worst-Case-Szenario, das von mützenstrickenden Aliens in rosa Windeln handgeklöppelt wurde, eventuell hätten eintreten können". Dir Rede ist von der Schweinegrippe! Man mag sich ja fragen, wo das noch alles hin führt. Vogelgrippe, Schweinegrippe... Kinderkrippe!!! (OK, ich gebe zu, der war schwach...) Jedenfalls tauchte das Ding medial auf und man meinte, daß uns wiedermal die ultimative Pandemie drohte. Chaos auf den Straßen in Folge der mangelnden Impfstoffversorgung bahnte sich an, Plünderungen, gewaltsame Regierungsumstürze!!! Ja, sogar die Machtübernahme eines Militärregimes im Vatikan schien denkbar. Aber was passierte??? Nüscht! Hier und da fiel ein grippal geplagter Eber von der Zuchtsau und blieb liegen, aber sonst... sonst war das mal wieder die übliche Panikmache. An dieser Stelle muss meinerseits nochmal erwähnt werden, daß der erste Verdachtsfall in Deutschland ausg
Hallöchen! Hier ist er wieder, euer Hirte in schweren Zeiten. Die mentale Arche Noah des Blödsinns, welche euch zu geleiten gedenkt durch die Fluten des sinnleeren Alltags. Hindurch durch Meere anspruchslosen Schwachsinns, welcher durch die medialen Schleusen geleitet unser aller Leben zu umspülen droht! Gestern wars schon schlimm, von heute will ich gar nicht erst reden und morgen; ja MORGEN siehts dann aber nu wirklich GANZ GANZ finster aus!!! Zumindest wenn es so weiter geht!
Nun mag der eine oder andere primär die viel zitierte Wirtschafts- und Bankenkrise im Hinterkopf haben... aber das ist erst der Anfang! Der Ursprung allen Übels wenn man so will. Nur mal nebenbei: Wenn hier Abermilliarden an den Finanzmärkten "verbrannt" werden oder "verloren" gehen, sei die Frage gestattet: Wohin eigentlich!? Im Physikunterricht habe ich mal gelernt "Energie geht nicht verloren, sie wird immer nur umgewandelt!" Und hatte man das Sprüchlein nicht auf Abruf griffbereit: SECHS, SETZEN! Mit Geld sollte es doch ähnlich sein sollte man meinen. Geld geht nicht verloren, es wird immer nur umgewandelt. Grad eben habe ich zum Beispiel 1.69 Euronen mittels des Reaktionskatalysators "ALDI" in 8 Batterien umgewandelt! Toll, was? Das Geld liegt jetzt beim ALDI-Heinz im Kassenapparat und wartet auf ... na egal. Jedenfalls ist es bedauerlicherweise nicht mehr meines und somit uninteressant. Am Finanzmarkt scheint das alles etwas anders zu funktionieren, da hätte ich für meine 1,69€ vor nem Jahr vielleicht noch ne 6985215 qm Wohnung im 71.Stock des Empire State Buildings bekommen, inklusive Schirmchendrink zur Begrüßung, jetzt kommt man sich so vor, als ob sich der ALDI-Markt sobald man das Geld auf den Tisch legt spontan dematerialisiert. Nebst der Kohle versteht sich... und die Socken nimmt er auch gleich noch mit. Jedenfalls scheint sich in diesem Fall Geld irgendwie seltsam umzuwandeln... nämlich in "nichts". Ein beschissener Deal wenn ihr mich fragt!
Aber egal, diesen abgedrehten Handelsplatz für hochgradige Simulakren (hoho - Soziologenscherz) versteht eh keiner mehr. VIEL VIEL SCHLIMMER nimmt sich da doch die andere Apokalyse aus, die unweigerlich auf uns zurollt. Oder zu zurollen droht... geau genommen "zu zurollen drohte"... oder noch besser "die in einem Worst-Case-Szenario, das von mützenstrickenden Aliens in rosa Windeln handgeklöppelt wurde, eventuell hätten eintreten können". Dir Rede ist von der Schweinegrippe! Man mag sich ja fragen, wo das noch alles hin führt. Vogelgrippe, Schweinegrippe... Kinderkrippe!!! (OK, ich gebe zu, der war schwach...) Jedenfalls tauchte das Ding medial auf und man meinte, daß uns wiedermal die ultimative Pandemie drohte. Chaos auf den Straßen in Folge der mangelnden Impfstoffversorgung bahnte sich an, Plünderungen, gewaltsame Regierungsumstürze!!! Ja, sogar die Machtübernahme eines Militärregimes im Vatikan schien denkbar. Aber was passierte??? Nüscht! Hier und da fiel ein grippal geplagter Eber von der Zuchtsau und blieb liegen, aber sonst... sonst war das mal wieder die übliche Panikmache. An dieser Stelle muss meinerseits nochmal erwähnt werden, daß der erste Verdachtsfall in Deutschland ausg