Mittwoch, 03.03.2010
AIN`T NO GRAVE
(Johnny Cash)
„Ain`t no grave can hold my body down“ Tja, so sieht`s aus… Gott sei Dank.
Ich stelle hier ja nur höchst selten meine Meinung zu irgendwelchen Musiker und deren Alben rein, die das Pearl Jam Universum nicht wenigstens peripher tangieren. Aber ab und an, ab und an muß es einfach mal sein; insbesondere, wenn einem mal wieder ein Geniestreich in die Hände fällt. Mit „Geniestreichen“ ist es ja so eine Sache. Streng genommen gibt es da nur zwei Varianten, entweder man setzt sie beim betreffenden Künstler voraus, oder es erwische einen dermaßen kalt, dass man nur überrascht und mit herunter geklappter Kinnlade ein „Wow“ hervorröcheln kann. Johnny Cash war bis 2003 in die erste Kategorie einzuordnen. Im Jahr 2010, sechs einhalb Jahre nach seinem Tod schwebt er irgendwie zwischen den Welten. Eine Art musikalischer Sonderfall, der sich auch in der Beurteilung seines Werkes nahezu allen gängigen Schubladen und Floskeln entzieht, die man normaler Weise so ansetzen kann. Bislang galt „Hurt“ als sein „Goodbye, Folks“ an die Musikwelt. Song und Video als Symbiose und musikalischer Grabstein des Man in Black, der von tiefer Melancholie geprägt eine unglaubliche Lebensenergie transportierte… kurz vor dem Ende. Eine Interpretation, die Nick Cave nicht düsterer hinbekommen hätte; ein Geniestreich eben. Jetzt, wurde ohne großes Gewese im Vorfeld mit „Ain`t no Grave“ der letzte Part der „American Recordings“ auf den Markt gebracht. Urplötzlich war er wieder da, der Herr Cash. Auf dem Cover ein Kindheitsfoto, das in so dermaßen diametralen Kontrast zu Albumtitel steht, dass es schon einem rotzigen „Fuck You“ an den Sensenmann gleicht.
Man kann ja über solche postmortalen Album-Releases denken, wie man will. Es gibt jedenfalls genug beispiele für sinn- und blutleere Abzocke. Da wird ein ehemals großer Name nach seinem Ableben von den Rechteinhabern und Erben fröhlich ruiniert, indem eilig irgendwelche Demotapes schludrig abgemischt oder ein halbes Dutzend Greatest Hits Alben zusammengeschustert werden. Das hat dann nichts, aber auch gar nichts mehr mit der Musik am Hut, sondern ist skrupellose Geschäftemacherei von Typen, deren Anteil am verkauften Produkt bestenfalls im Promillebereich liegt. Man denke nur an den würdelosen Michael Jackson Hype der letzten Monate. Statt ihn als „Legende“ zu adeln, wie man vorgibt, trägt vom Musical bis zum Schlüpfergummi alles dazu bei eben jene zu zerstören. Profil schlägt Ethik, so ist das nun mal.
Daß dies mit Cashs musikalischem Nachlass nicht geschah, so zumindest meine Meinung, ist zu einem wesentlichen Teil Produzentenlegende Rick Rubin zu verdanken, der eben jene letzten Bänder erst einmal ein paar Jährchen reifen ließ anstatt sie als halbgares Machwerk eilig in den Läden zu platzieren. Natürlich werden auch jetzt die „Sellout-Stimmen“ wieder aufheulen. „Man darf doch nicht…!“ wird es von den üblichen Bedenkenträgern wieder heißen, ohne dass sie auch nur ein Mal ins Album rein gehört haben. Diese Typen haben dann meist auch noch die Chuzpe, das als „konsequent“ zu bezeichnen. Arme Irre. Ich für meinen Teil sage statt „Man darf doch nicht…!“ gleich mal unverhohlen: „Man muß!“. Leute, hört euch die Scheibe an, keiner, der die zehn Songs einmal gehört hat, wird noch ernsthaft den Standpunkt des „künstlerisch minderwertigen Abzockwerkes“ vertreten. Nee, geht nicht… das ist einfach un-mög-lich! Alleine der Titeltrack steht an Eindringlichkeit dem (mittlerweile) legendären „Hurt“ in nichts nach. Sobald man am ersten Refrain angekommen ist, denkt man reflexartig: „Stimmt!“. Unbewußt lehr man sich zurück und hat irgendwie das Gefühl, nach mehreren Jahren getrennter Wege einen alten Freund zufällig wieder getroffen zu haben, mit dem man dann den ganzen Abend bei einem Bierchen über die „alten Zeiten“ reden kann. Gleichzeitig hat es aber auch etwas sehr bedrückendes, denn die Songs verströmen fast durchgängig Cashs Bewusstsein, dass es seine letzten sein werden. Man kann es schlecht beschreiben, aber man spürt, dass er es wusste. Rubin wusste es auch. Entsprechend ist das hier kein fett produziertes, überladenes Pathos-Album sondern wirkt stimmig und im Mittelpunkt steht immer, ausnahmslos Cashs Stimme. Alle Instrumentarien sind sparsam und schon fast behutsam im Hintergrund platziert. Radiotauglich ist davon nichts, fröhlich kaum etwas, aber das wäre auch zu viel verlangt. Eine gewisse Hoffnung transportiert es dennoch… neun Songs lang, bis man von „Aloha Oe“ schon fast erlöst, ja geradezu belustigt wird. Der letzte Song hebt die Stimmung des Albums noch mal deutlich an, als wolle er nach all der Schwermut noch mal ein „Hey, halb so schlimm“ transportieren. Damit wir uns nicht missverstehen, das Lied ist auch nicht gerade „fröhlich“ im engeren Sinne, aber es sticht dann doch heraus… irgendwie… auf eine ganz seltsame Art und Weise.
Man kann „Ain`t no Grave“ als so etwas wie eine musikalische Autobiographie verstehen, die weniger reflektiert, als sich direkt an die Hörerschaft richtet. Seltsam ist, dass einem die Scheibe vom ersten bis zum letzten Ton gefällt. Man kann, ja man muß dieses Album lieben und genießen; so, wie man einen schweren Rotwein genießt. Loslassen wird es einen so schnell nicht mehr. Und ehe man sich versieht, ist sind die zehn Songs rum. Es wird einem mal wieder bewusst, wie sehr einem Johnny Cash eigentlich gefehlt hat und fehlen wird. Solche Alben wird es nun nicht mehr geben! Es sei denn, Rick Rubin hat noch ein paar Bänder im Köcher von denen wir noch nichts ahnen; aber daran habe ich so meine Zweifel. Wahrscheinlicher ist, dass somit in bester Cash-Manier die Karten auf dem Tisch liegen. Und es ist ein verdammt gutes Blatt!!!
Um noch mal das Bild mit dem Pearl Jam Universum aufzugreifen: Das war auch ein wenig geflunkert gebe ich zu. Eines der schönsten Akustik Cover haben sich die Jungs auch vom Altmeister geliehen. Zu schade, dass es nie zum Duett gekommen ist.
„Ain`t no grave can hold my body down“ Tja, so sieht`s aus… Gott sei Dank.
Ich stelle hier ja nur höchst selten meine Meinung zu irgendwelchen Musiker und deren Alben rein, die das Pearl Jam Universum nicht wenigstens peripher tangieren. Aber ab und an, ab und an muß es einfach mal sein; insbesondere, wenn einem mal wieder ein Geniestreich in die Hände fällt. Mit „Geniestreichen“ ist es ja so eine Sache. Streng genommen gibt es da nur zwei Varianten, entweder man setzt sie beim betreffenden Künstler voraus, oder es erwische einen dermaßen kalt, dass man nur überrascht und mit herunter geklappter Kinnlade ein „Wow“ hervorröcheln kann. Johnny Cash war bis 2003 in die erste Kategorie einzuordnen. Im Jahr 2010, sechs einhalb Jahre nach seinem Tod schwebt er irgendwie zwischen den Welten. Eine Art musikalischer Sonderfall, der sich auch in der Beurteilung seines Werkes nahezu allen gängigen Schubladen und Floskeln entzieht, die man normaler Weise so ansetzen kann. Bislang galt „Hurt“ als sein „Goodbye, Folks“ an die Musikwelt. Song und Video als Symbiose und musikalischer Grabstein des Man in Black, der von tiefer Melancholie geprägt eine unglaubliche Lebensenergie transportierte… kurz vor dem Ende. Eine Interpretation, die Nick Cave nicht düsterer hinbekommen hätte; ein Geniestreich eben. Jetzt, wurde ohne großes Gewese im Vorfeld mit „Ain`t no Grave“ der letzte Part der „American Recordings“ auf den Markt gebracht. Urplötzlich war er wieder da, der Herr Cash. Auf dem Cover ein Kindheitsfoto, das in so dermaßen diametralen Kontrast zu Albumtitel steht, dass es schon einem rotzigen „Fuck You“ an den Sensenmann gleicht.
Man kann ja über solche postmortalen Album-Releases denken, wie man will. Es gibt jedenfalls genug beispiele für sinn- und blutleere Abzocke. Da wird ein ehemals großer Name nach seinem Ableben von den Rechteinhabern und Erben fröhlich ruiniert, indem eilig irgendwelche Demotapes schludrig abgemischt oder ein halbes Dutzend Greatest Hits Alben zusammengeschustert werden. Das hat dann nichts, aber auch gar nichts mehr mit der Musik am Hut, sondern ist skrupellose Geschäftemacherei von Typen, deren Anteil am verkauften Produkt bestenfalls im Promillebereich liegt. Man denke nur an den würdelosen Michael Jackson Hype der letzten Monate. Statt ihn als „Legende“ zu adeln, wie man vorgibt, trägt vom Musical bis zum Schlüpfergummi alles dazu bei eben jene zu zerstören. Profil schlägt Ethik, so ist das nun mal.
Daß dies mit Cashs musikalischem Nachlass nicht geschah, so zumindest meine Meinung, ist zu einem wesentlichen Teil Produzentenlegende Rick Rubin zu verdanken, der eben jene letzten Bänder erst einmal ein paar Jährchen reifen ließ anstatt sie als halbgares Machwerk eilig in den Läden zu platzieren. Natürlich werden auch jetzt die „Sellout-Stimmen“ wieder aufheulen. „Man darf doch nicht…!“ wird es von den üblichen Bedenkenträgern wieder heißen, ohne dass sie auch nur ein Mal ins Album rein gehört haben. Diese Typen haben dann meist auch noch die Chuzpe, das als „konsequent“ zu bezeichnen. Arme Irre. Ich für meinen Teil sage statt „Man darf doch nicht…!“ gleich mal unverhohlen: „Man muß!“. Leute, hört euch die Scheibe an, keiner, der die zehn Songs einmal gehört hat, wird noch ernsthaft den Standpunkt des „künstlerisch minderwertigen Abzockwerkes“ vertreten. Nee, geht nicht… das ist einfach un-mög-lich! Alleine der Titeltrack steht an Eindringlichkeit dem (mittlerweile) legendären „Hurt“ in nichts nach. Sobald man am ersten Refrain angekommen ist, denkt man reflexartig: „Stimmt!“. Unbewußt lehr man sich zurück und hat irgendwie das Gefühl, nach mehreren Jahren getrennter Wege einen alten Freund zufällig wieder getroffen zu haben, mit dem man dann den ganzen Abend bei einem Bierchen über die „alten Zeiten“ reden kann. Gleichzeitig hat es aber auch etwas sehr bedrückendes, denn die Songs verströmen fast durchgängig Cashs Bewusstsein, dass es seine letzten sein werden. Man kann es schlecht beschreiben, aber man spürt, dass er es wusste. Rubin wusste es auch. Entsprechend ist das hier kein fett produziertes, überladenes Pathos-Album sondern wirkt stimmig und im Mittelpunkt steht immer, ausnahmslos Cashs Stimme. Alle Instrumentarien sind sparsam und schon fast behutsam im Hintergrund platziert. Radiotauglich ist davon nichts, fröhlich kaum etwas, aber das wäre auch zu viel verlangt. Eine gewisse Hoffnung transportiert es dennoch… neun Songs lang, bis man von „Aloha Oe“ schon fast erlöst, ja geradezu belustigt wird. Der letzte Song hebt die Stimmung des Albums noch mal deutlich an, als wolle er nach all der Schwermut noch mal ein „Hey, halb so schlimm“ transportieren. Damit wir uns nicht missverstehen, das Lied ist auch nicht gerade „fröhlich“ im engeren Sinne, aber es sticht dann doch heraus… irgendwie… auf eine ganz seltsame Art und Weise.
Man kann „Ain`t no Grave“ als so etwas wie eine musikalische Autobiographie verstehen, die weniger reflektiert, als sich direkt an die Hörerschaft richtet. Seltsam ist, dass einem die Scheibe vom ersten bis zum letzten Ton gefällt. Man kann, ja man muß dieses Album lieben und genießen; so, wie man einen schweren Rotwein genießt. Loslassen wird es einen so schnell nicht mehr. Und ehe man sich versieht, ist sind die zehn Songs rum. Es wird einem mal wieder bewusst, wie sehr einem Johnny Cash eigentlich gefehlt hat und fehlen wird. Solche Alben wird es nun nicht mehr geben! Es sei denn, Rick Rubin hat noch ein paar Bänder im Köcher von denen wir noch nichts ahnen; aber daran habe ich so meine Zweifel. Wahrscheinlicher ist, dass somit in bester Cash-Manier die Karten auf dem Tisch liegen. Und es ist ein verdammt gutes Blatt!!!
Um noch mal das Bild mit dem Pearl Jam Universum aufzugreifen: Das war auch ein wenig geflunkert gebe ich zu. Eines der schönsten Akustik Cover haben sich die Jungs auch vom Altmeister geliehen. Zu schade, dass es nie zum Duett gekommen ist.
Montag, 01.03.2010
Gravity
(A PERFEKT CIRCLE)
**Titelsong gewidmet Anni F. und ihrer innigen Beziehung zur Gravitation**
Soooo, seit gestern, oder besser seit heute Nacht, sind die Olympischen Winterspiele 2010 Geschichte! Jetzt kann der öffentlich-rechtliche Sendebetrieb von mir aus bis zur WM eingestellt werden, kommt eh nix Sinnvolles bei raus. Aber was waren das wieder für Spiele?!?!!!!!!! (**Hehe, wirkt schon recht monumental der Satz, oder?!**) Also: Was waren das eigentlich für Spiele? Gut, unsere Bundesanstalt schaffte es mal wieder sich auf Rang zwei der Plakettenliste hinter den Kanadiern (ohne Steuermann -> vgl. auch Olympiaden-Scherz) vorzumogeln. Aber sonst?!? Keine Ahnung wie es euch da draußen geht, aber so richtig mitreißend war das alles nicht. Die eine oder andere Entscheidung war schon ne feine Sache, aber so insgesamt fand ich das jetzt nicht so prall. Mag daran liegen, dass uns, bis auf wenige Ausnahmen, die großen, kontroversen und dennoch irgendwie charismatischen Sportpersönlichkeiten fehlen. Leider nicht nur „uns“, auch generell scheinen die, nennen wir sie mal: „Mario Baslers auf Skiern“ immer rarer zu werden. Statt ungehobelter Schneeschuh-Rowdys, die auch mal den einen oder anderen Vernunftsverweigerer hinterm Mikro ordnungsgemäß die Meinung geigten, haben wir verstärkt eine Generation aalglatter Pfeifenheinis am Hals, die der Presse brav nach dem Mund reden. Wenn sich da, sagen wir mal, ein empörter Töpperwien vor einem Rennrodler aufbaut um empört nachzuhaken, warum es in der Todesbahn „nur“ zu Silber gelangt hat… das hat eigentlich schon was von Realsatire. Doch anstatt dem Journalistenfrosch offenkundig nahe zu legen, sich seine dämlichen Fragen gefälligst in tageslichtunzugängliche Körperregionen zu befördern, wird da demütig beim Publikum um Verzeihung gebeten, dass man in solch infamer Art und Weise versagt habe. „Nur Silber“, das ist ja auch nicht angemessen… „nur Silber“, das klingt ja wie „nur ein Fünfer im Lotte“… will also heißen kompletter Loser! Hier gehen meiner Meinung nach so langsam die Maßstäbe flöten. Selbst die erste Silbermedaille der Magdalena Neuner wurde medial nicht mit „Magdalena Neuner gewinnt Silber“ sondern mit „Magdalena Neuner an Gold vorbei“ transportiert. Man sollte so langsam mal überlegen, wo man den Bewertungsmaßstab ansetzt. Diese sportiven Allmachtsansprüche an unsere Sportler haben politisch schon etwas sehr fragwürdiges. Nur: Solange sich keiner der Betroffenen wehrt, bleibts wohl dabei. Gut, die Neuner semmelte dann mit Ansage noch zwei Goldene hinterher, aber selbst das bewahrte sie nicht vor neuerlicher Kritik, weil sie das Staffelrennen absagte. Obwohl das nach der pervertierten Presselogik ja nun schon wieder nachvollziehbar ist, gewann das Quartett darauf hin doch „nur Bronze“. Oder besser: „musste sich mit Bronze zufrieden geben“. Das Schärfste ist dann noch, dass diese Meinungsmache vor irgendwelchen vergischteten Lustgreisen betrieben wird, denen wir via GEZ-Gebühr diesen drei wöchigen de-facto-Urlaub im schönen Kanada auch noch finanzieren. Schreibtischtäter! Statt sich selber mal die Schneeschuhe unter die Knick-, Senk- und Spreizfüße zu schnallen und sich den Abhang herunter zu stürzen, verlangen die Knilche allen Ernstes Rechtfertigungen für „3 verlorene Hundertstel“. Wo man die denn bitte schön „liegen gelassen“ habe. Oder ob „man denn mit der Silbermedaille wirklich zufrieden sein könne“! Wenn ihr mich fragt, sollte man denen mal die Wertesysteme zu Recht rücken.
Auf der anderen Seite, und das ist für mich noch ein viel größeres Ärgernis, werden dann Leute hofiert und hochgejubelt, die objektiv betrachtet aber nun mal so wirklich VERSAGT haben. Leistungsprinzip am Arsch! Nehmen wir mal das Eisschnellauf-Gold der Deutschen. Damenteamverfolgung. Wir befinden uns im Halbfinale, ca 100 Meter vorm Ziel. Eine gewisse Frau Friesinger, außer Form und in Vancouver chronisch erfolgsarm, wird von ihren Kolleginnen durch die letzen zwei Runden mehr schlecht als recht mitgeschleppt. Als Dank verhagelt sie Ihnen fast noch den Finaleinzug via „Sturzpech“. (Plötzlich ist da keine Rede mehr von „Fahrfehlern“ oder „schlechter Vorbereitung“) Dafür, dass sie sich wie ein sedierter Frosch über die Ziellinie strampelte, gibt’s dann auch noch Lob von allen Seiten. Im Finale ereilt sie dann das Bankdrückerschicksal… will heißen: Zuschauerrolle! Es war schier unerträglich, wie die Alte sich dann nach dem erfolgreichen Zieleinlauf wieder in den Mittelpunkt der Feierbilder auf dem Eis drängte! So, als hätte sie höchstpersönlich die Kuven erfunden und wäre im Finale fröhlich pfeifend vorne weg gefahren. Nein, sehen wir der Realität mal ins Auge: Die hätte das fast verrissen! Aber wenn man sich für das Zentralorgan der bundesdeutschen Meinungs-Mache nur oft genug mit halbnacktem Arsch ablichten lässt, scheint das dann auch verziehen. Mal ganz davon abgesehen, dass man die Friesinger nun weiß Gott nicht als „Gottes Geschenk an die Männerwelt“ bezeichnen kann (es sei denn, Gott hat Humor), zeigt sich hier eine andere Dimension der medialen Realitätsverzerrung. Eigentlich hätte man der Friesinger für diese Penetranz, mit der sie sich auf jedem Jubelbild in den Vordergrund drängte und sich wie der Mensch gewordene Olympiasieg produzierte, sobald eine Kamera auch nur in Ihre Nähe kam, medial mal den Kopf waschen sollen. Wer von seinen Teamkameraden mehr oder weniger offensichtlich durch den Wettkampf mitgeschleppt wurde, der sollte die Bälle flach halten. Grässlich fand ich das!
So, nun ist aber wieder gut. Aufgeregt hat mich das trotzdem… zumal nicht zugegeben wurde, dass die Trulla akut außer form ist, nein, man hatte sich „verletzt“ als man den bajuwarischen Bauchklatscher aufs olympische Eis legte.
Naja, nun ists vorbei mit Olympia. Bloß gut, dass die Herren Meinungsmacher die Medienmaschinerie schon mal für das nächste Großereignis ölen können: WM in Südafrika. Da werden dann wieder „Fußballzwerge“ erfunden, „Geheimfavoriten“ gekürt und der eine oder andere Nationalspieler rundgemacht, nur weil er die „Hundertprozentige“ (aus 34 Metern mit dem Rücken zum Tor) nicht versenkte. Insofern ist das Ende von Olympia nur der Anfang vom Neubeginn des Diffarmierungskreislaufs. In den nächsten 7 Tagen wird ab und an noch eine Meldung über heimkehrende Olympioniken durch die Gazetten geistern, aber Mitte des Monats wird es schon keine Sau mehr interessieren, wer da „nur Silber“ geholt hat geschweige denn, warum denn dieses „nur“ damals da stand. Dann haben wir Gott sei Dank wieder klare Verhältnisse, dann sind „Silbermedaillengewinner“ auch in der öffentlichen Wahrnehmung auch genau das, nämlich „SilbermedaillenGEWINNER“! Nur die Friesinger wird wohl auf ewig und in diesem oben geschilderten Fall unverdient als „Gold Anni“ verklärt werden. Nur, das traut sich ja wieder keiner zu sagen!
**Titelsong gewidmet Anni F. und ihrer innigen Beziehung zur Gravitation**
Soooo, seit gestern, oder besser seit heute Nacht, sind die Olympischen Winterspiele 2010 Geschichte! Jetzt kann der öffentlich-rechtliche Sendebetrieb von mir aus bis zur WM eingestellt werden, kommt eh nix Sinnvolles bei raus. Aber was waren das wieder für Spiele?!?!!!!!!! (**Hehe, wirkt schon recht monumental der Satz, oder?!**) Also: Was waren das eigentlich für Spiele? Gut, unsere Bundesanstalt schaffte es mal wieder sich auf Rang zwei der Plakettenliste hinter den Kanadiern (ohne Steuermann -> vgl. auch Olympiaden-Scherz) vorzumogeln. Aber sonst?!? Keine Ahnung wie es euch da draußen geht, aber so richtig mitreißend war das alles nicht. Die eine oder andere Entscheidung war schon ne feine Sache, aber so insgesamt fand ich das jetzt nicht so prall. Mag daran liegen, dass uns, bis auf wenige Ausnahmen, die großen, kontroversen und dennoch irgendwie charismatischen Sportpersönlichkeiten fehlen. Leider nicht nur „uns“, auch generell scheinen die, nennen wir sie mal: „Mario Baslers auf Skiern“ immer rarer zu werden. Statt ungehobelter Schneeschuh-Rowdys, die auch mal den einen oder anderen Vernunftsverweigerer hinterm Mikro ordnungsgemäß die Meinung geigten, haben wir verstärkt eine Generation aalglatter Pfeifenheinis am Hals, die der Presse brav nach dem Mund reden. Wenn sich da, sagen wir mal, ein empörter Töpperwien vor einem Rennrodler aufbaut um empört nachzuhaken, warum es in der Todesbahn „nur“ zu Silber gelangt hat… das hat eigentlich schon was von Realsatire. Doch anstatt dem Journalistenfrosch offenkundig nahe zu legen, sich seine dämlichen Fragen gefälligst in tageslichtunzugängliche Körperregionen zu befördern, wird da demütig beim Publikum um Verzeihung gebeten, dass man in solch infamer Art und Weise versagt habe. „Nur Silber“, das ist ja auch nicht angemessen… „nur Silber“, das klingt ja wie „nur ein Fünfer im Lotte“… will also heißen kompletter Loser! Hier gehen meiner Meinung nach so langsam die Maßstäbe flöten. Selbst die erste Silbermedaille der Magdalena Neuner wurde medial nicht mit „Magdalena Neuner gewinnt Silber“ sondern mit „Magdalena Neuner an Gold vorbei“ transportiert. Man sollte so langsam mal überlegen, wo man den Bewertungsmaßstab ansetzt. Diese sportiven Allmachtsansprüche an unsere Sportler haben politisch schon etwas sehr fragwürdiges. Nur: Solange sich keiner der Betroffenen wehrt, bleibts wohl dabei. Gut, die Neuner semmelte dann mit Ansage noch zwei Goldene hinterher, aber selbst das bewahrte sie nicht vor neuerlicher Kritik, weil sie das Staffelrennen absagte. Obwohl das nach der pervertierten Presselogik ja nun schon wieder nachvollziehbar ist, gewann das Quartett darauf hin doch „nur Bronze“. Oder besser: „musste sich mit Bronze zufrieden geben“. Das Schärfste ist dann noch, dass diese Meinungsmache vor irgendwelchen vergischteten Lustgreisen betrieben wird, denen wir via GEZ-Gebühr diesen drei wöchigen de-facto-Urlaub im schönen Kanada auch noch finanzieren. Schreibtischtäter! Statt sich selber mal die Schneeschuhe unter die Knick-, Senk- und Spreizfüße zu schnallen und sich den Abhang herunter zu stürzen, verlangen die Knilche allen Ernstes Rechtfertigungen für „3 verlorene Hundertstel“. Wo man die denn bitte schön „liegen gelassen“ habe. Oder ob „man denn mit der Silbermedaille wirklich zufrieden sein könne“! Wenn ihr mich fragt, sollte man denen mal die Wertesysteme zu Recht rücken.
Auf der anderen Seite, und das ist für mich noch ein viel größeres Ärgernis, werden dann Leute hofiert und hochgejubelt, die objektiv betrachtet aber nun mal so wirklich VERSAGT haben. Leistungsprinzip am Arsch! Nehmen wir mal das Eisschnellauf-Gold der Deutschen. Damenteamverfolgung. Wir befinden uns im Halbfinale, ca 100 Meter vorm Ziel. Eine gewisse Frau Friesinger, außer Form und in Vancouver chronisch erfolgsarm, wird von ihren Kolleginnen durch die letzen zwei Runden mehr schlecht als recht mitgeschleppt. Als Dank verhagelt sie Ihnen fast noch den Finaleinzug via „Sturzpech“. (Plötzlich ist da keine Rede mehr von „Fahrfehlern“ oder „schlechter Vorbereitung“) Dafür, dass sie sich wie ein sedierter Frosch über die Ziellinie strampelte, gibt’s dann auch noch Lob von allen Seiten. Im Finale ereilt sie dann das Bankdrückerschicksal… will heißen: Zuschauerrolle! Es war schier unerträglich, wie die Alte sich dann nach dem erfolgreichen Zieleinlauf wieder in den Mittelpunkt der Feierbilder auf dem Eis drängte! So, als hätte sie höchstpersönlich die Kuven erfunden und wäre im Finale fröhlich pfeifend vorne weg gefahren. Nein, sehen wir der Realität mal ins Auge: Die hätte das fast verrissen! Aber wenn man sich für das Zentralorgan der bundesdeutschen Meinungs-Mache nur oft genug mit halbnacktem Arsch ablichten lässt, scheint das dann auch verziehen. Mal ganz davon abgesehen, dass man die Friesinger nun weiß Gott nicht als „Gottes Geschenk an die Männerwelt“ bezeichnen kann (es sei denn, Gott hat Humor), zeigt sich hier eine andere Dimension der medialen Realitätsverzerrung. Eigentlich hätte man der Friesinger für diese Penetranz, mit der sie sich auf jedem Jubelbild in den Vordergrund drängte und sich wie der Mensch gewordene Olympiasieg produzierte, sobald eine Kamera auch nur in Ihre Nähe kam, medial mal den Kopf waschen sollen. Wer von seinen Teamkameraden mehr oder weniger offensichtlich durch den Wettkampf mitgeschleppt wurde, der sollte die Bälle flach halten. Grässlich fand ich das!
So, nun ist aber wieder gut. Aufgeregt hat mich das trotzdem… zumal nicht zugegeben wurde, dass die Trulla akut außer form ist, nein, man hatte sich „verletzt“ als man den bajuwarischen Bauchklatscher aufs olympische Eis legte.
Naja, nun ists vorbei mit Olympia. Bloß gut, dass die Herren Meinungsmacher die Medienmaschinerie schon mal für das nächste Großereignis ölen können: WM in Südafrika. Da werden dann wieder „Fußballzwerge“ erfunden, „Geheimfavoriten“ gekürt und der eine oder andere Nationalspieler rundgemacht, nur weil er die „Hundertprozentige“ (aus 34 Metern mit dem Rücken zum Tor) nicht versenkte. Insofern ist das Ende von Olympia nur der Anfang vom Neubeginn des Diffarmierungskreislaufs. In den nächsten 7 Tagen wird ab und an noch eine Meldung über heimkehrende Olympioniken durch die Gazetten geistern, aber Mitte des Monats wird es schon keine Sau mehr interessieren, wer da „nur Silber“ geholt hat geschweige denn, warum denn dieses „nur“ damals da stand. Dann haben wir Gott sei Dank wieder klare Verhältnisse, dann sind „Silbermedaillengewinner“ auch in der öffentlichen Wahrnehmung auch genau das, nämlich „SilbermedaillenGEWINNER“! Nur die Friesinger wird wohl auf ewig und in diesem oben geschilderten Fall unverdient als „Gold Anni“ verklärt werden. Nur, das traut sich ja wieder keiner zu sagen!
Samstag, 20.02.2010
RAMMSTEIN (10.02.2010, Arena Chemnitz)
(Rammstein)
Kleine Dinge werden von Großen gerne mal überrollt. So auch das niedliche Chemnitz, das unlängst von der finsteren Rammstein-Lawine überrollt wurde. Die halbe Stadt wurde spontan mal lahm gelegt, wohl gemerkt wegen eines relativ dezentral stattfindenden Konzerts. Es sit ja nicht so, als ob man da auf dem Marktplatz eine Bühne hingesetzt hätte, vor welcher 45.000 Touristen Platz nahmen... nee, vielmehr war es die beschauliche Arena Chemnitz, welche ordnungsgemäß ausverkauf den Ansturm der Rammiletten entgegen fieberte. Da wurden Nebenstraßen gesperrt, Hauptstraßen abgeriegelt, Autobahnausfahrten verstopft und unser freund und Helfer fing unschuldig wirkende Personen ab um ihnen Parkverbote im angrenzenden Wohngebiet auf zu zwängen. Unterm Strich stand die Stadt ordentlich Kopf, an jenem eiskalten Mittwoch.
Jedenfalls dürfe ja weithin bekannt sein, dass wir uns bereits im November nach Leipzig begaben um die Jungs zu bewundern. Damals war galt Chemnitz (was im Übrigen informativ komplett an uns vorbei lief) als restlos ausverkauft. Die Schwarzmarktpreise für die Karten waren bereits explodiert und es bestand eigentlich keine realistische Chance doch noch in die Arena Einzug zu halten. Da Leipzig aber so dermaßen rockte, fand ich das ausnehmend schade!
Jedenfalls rückte der 10. Februar näher und näher. Inspiriert von einem Radiogewinnspiel googelte ich mich am 31.01.2010 durch das Internet und stieß urplötzlich auf den bandeigenen Ticketshop, wo gerade ein Restkontingent an Tickets zum Originalpreis unters Mitgliedervolk gejubelt wurde. Also fix eingeloggt, ein paar Anrufe getätigt und schwuppdiwupp zwei Tickets geordert. So schnell kanns gehen... da ist man urplötzlich nur noch eine anderthalbe Woche vom nächsten Rammstein-Konzert entfernt. Gar nicht übel. Zumal das Gleiche galt wie für Motörhead im Dezember: Das Konzi fand in bequemer Laufdistanz zu meiner Wohnung statt. Quasi direkt vor der Haustür. Diesmal konnte man gar nicht so schnell gucken, wie der Tag des Events angebrochen war. Nachdem man den Nachmittag schon mit dem Verfolgen oben genannten “Katastrophenmeldungen” aus der Heimatstadt verbracht hatte, wurde abends mit Primitivlingsnudeln sowie einer Hopfenkaltschale die direkte Konzertvorbereitung angetreten, bevor wir uns gediegen, so gegen 20 Uhr, auf den Weg zur Halle machten. Da wir um die Unzulänglichkeiten von Combichrist (erneut stellte dieses Volk den “Anheizer” dar) wußten, konnten wir uns diese Verspätung beruhigt erlauben. Lieber keine Vorband als diese! Die erste Überraschung erwartete uns dann auch schon vor der Halle. Schwarzmarkthändler mit ordentlich Karten im Angebot... welche sie allerdings nicht so recht los wurden (naja, bei personalisierten Karten wäre mir das Risiko auch zu groß). Jedenfalls latschten wir entspannt durch die Eingangstür. Keine Schlange, kein Warten... nichts! Nur Karte scannen lassen, Ausweis hinzeigen (und sich dumme Sprüche anhören müssen, weil der Computer meint, man hieße “Stefanie”...) Und man stand schon in der Halle. Unabgetastet möchte ich hinzu fügen. Das ist immer wieder seltsam. Jedenfalls ergatterten wir den so ziemlich letzten Garderobenhaken der ganzen Arena und versorgten uns erst einmal mit dem obligaten Konzert - Bier. Dabei nervte es den Ausschank-Heinz sichtlich, dass wir spezielle Motivbecher verlangten. Man mußte ja die defizitäre Bierbechersammlung aus Leipzig komplettieren. ;-)
So ausgerüstet gings dann in die Halle, ein angenehmes Plätzchen war flux gefunden. Durch unsere disziplinierte Just-in-Time-Anreise dauerte es auch nicht lange, bis das Hallenlicht erlosch und sich die Herren Kruspe und Landers martialisch durch die Deko hackten. Till betrat wieder rot befedert die Bühne und die Reaktionen der Menge waren entsprechend. Diesmal konnte man das Leuchten in seinem Mund auch deutlich erkennen, als er das “Rammlied” zur Eröffnung ins Volk knurrte.

Sehr schön! Die Akustik war zwar deutlich schlechter als in Leipzig, für Arena - Verhältnisse aber in Ordnung. Mit “B*******” und vor allem “Waidmans Heil” wurde wieder anständig einer vorgelegt. Gerade “Waidmans Heil” erhielt durch die deutlich rauere und somit finsterere Stimme von Herrn Lindemann, im Vergleich zu Leipzig , gleich eine etwas andere Qualität. (Diese sollte dann besonders bei “Weißes Fleisch” und “Wiener Blut” so richtig zum Tragen kommen.) Einmal abgesehen von ein paar kleineren Modifikationen war die Setlist nahezu unverändert zu Leipzig. Schade, denn insgeheim hatte ich schon auf “Seemann” oder “Rosenrot” spekuliert. Doch wir wollen hier nicht meckern, sondern deskriptiven Frohsinn transportieren (nach Aschermittwoch ist das Wort wieder wertneutral); also weiter im Text. Die Pyroeffekte setzten dann bei “Feuer frei!” erwatungsgemäß richtig ein. Auffallend war allerdings, dass die opulente Bühnenshow der “LIFAD-Tour” in Chemnitz nur etwas abgespeckt zum Tragen kam. Wahrscheinlich ist die Bühne einfach einen Ticken zu mickrig. Durch die insgesamt aber kleinere und gedrungenere Halle wirkte die Show aber ohnehin intensiver. Highlight des Mainsets wieder das Duo “Frühling in Paris” mit dem folgenden “Wiener Blut” ganz großes Kino! Vor allem passt das Ganze als Break optimal ins Mainset. “Wiener Blut” wie bereits erwähnt so richtig gruselig interpretiert und gekrönt von den explodierenden Baby-Stoffpuppen.
Überraschend auch, dass man “Ich tu Dir weh” wieder mit Text erleben darf. Wo in Leipzig noch eine anmoderierte, zensierte Weichspülversion zu hören war wurde nun, wohl auf irgend einem juristischen Winkelzug basierend, der komplette Text gebracht. Lediglich “Dir” wurde beharrlich durch das Wörtchen “Mir” ersetzt. Das war durchaus eine nette Überraschung, da man es auch erst bemerkte, als der Song bereits lief. Wenn man noch brav die mittlerweile indizierte Original (Deluxe) - Version des Albums sein Eigen nennt, dann fällt einem das gar nicht auf, so sehr hat man sich in die Songs mittlerweile herein gehört.
Jedenfalls wurde mit Benzin der Schlußpart wieder mit ordentlich Hochtempo eingeleitet und Pussy als Setcloser bot wieder eine herrlich schräge Show. Wenngleich der “gut bestückte” Dildo-Mikrofonständer diesmal im Equipment-Koffer blieb. Abschließend schäumte Till die vorderen zwanzig Reihen wieder mit seiner phallusförmigen Schaumkanone ein.
Die Zugabenpause nutzten wir dann für eine kurzen Ausflug gen Bierstand und kehrten gerade richtig zu “Sonne” wieder auf unseren angestammten Platz zurück. Vielleicht sollte ich hier mal auf das größte Kuriosum des Konzertes eingehen: Den Typen vor uns!!! Der Knilch war optisch eine ganz ganz böse Mischung aus Mac Gyver und diesem Escher - Heini vom MDR. Der Stand, in seine schwarze Kunstlederjacke gehüllt geschlagene 2 Stunden fast regungslos (“fast” aber auch nur, weil er phasenweise von einem volltrunkenen Dude angetanzt wurde) auf seinem Platz. Ihr macht euch keine Vorstellung... der Kaschper wagte es nicht einmal zu klatschen, geschweige denn mitzusingen. Der stand da, wie in Stein gemeißelt und verzog keine Mine. Sowas teilnahmsloses habe ich noch nie erlebt... nicht einmal ansatzweise. Selbst die Schunkelomas beim Silbereisen versprühen mehr Elan als Freund Blase da. Seltsame Gestalt... vor solchen Leuten habe ich Angst! Jedenfalls rockte Sonne nochmal ordentlich los und beim “Haifisch” schickte sich Flake, der wiederum das halbe Konzert im Glitzeranzug über sein Laufband latschte, an, seinen Schlauchbootausflug übers Publikum zu machen. Wiede der anwesenden verpassten dann auch das furiose Finale in Gestalt von “Engel”, da sie nach dem Song die Halle verließen. Engel brach jedenfalls nochmal die Dämme und endlich war die ganze Arena (mal ausgenommen von dem Typen vor uns) ansatzweise am Rocken. Im Gegensatz zu Leipzigern sind Chemnitzer scheinbar ein bisschen... naja... schnarchiger. Jedenfalls rockte das Publikum im Faustusstädtchen deutlich besser. Am Ende stand aber nichts desto trotz ein großartiges Konzert. Band und Show überzeugte voll und ganz, hinzu kam die Freude über den doch recht unerwarteten Glücksfall, noch Karten bekommen zu haben. Auch wenn ich am Donnerstag auf Arbeit spürbar schwerer in die Gänge kam, diese Aktion würde ich jederzeit wiederholen. Mal ganz abgesehen davon, dass die Befürchtung, 2010 könnte im Vergleich zu 2009 deutlich absinken was das Konzertniveau angeht, sich nicht zuletzt durch Rammstein gegessen hatte. Neben den Rammiletten stehen nun schon wieder “Brant Björk” und die unumstrittene Referenz in meinem Musikkosmos (in zweifacher Ausführung versteht sich) in meinem Kalender für dieses Jahr. Vorgemerkt sind die “Hellsongs” und “Tocotronic”... ihr werdet also dieses Jahr dann doch noch ab und an etwas zu lesen bekommen. :-)
Ach ja, hab ganz vergessen, in diesem Eintrag das “R” zu rollen... Schande über mich. Aber ich hole es hiermit nach: “RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRLRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR!”
(Na, wer findet im Suchbild den Chinesen?!?)
Kleine Dinge werden von Großen gerne mal überrollt. So auch das niedliche Chemnitz, das unlängst von der finsteren Rammstein-Lawine überrollt wurde. Die halbe Stadt wurde spontan mal lahm gelegt, wohl gemerkt wegen eines relativ dezentral stattfindenden Konzerts. Es sit ja nicht so, als ob man da auf dem Marktplatz eine Bühne hingesetzt hätte, vor welcher 45.000 Touristen Platz nahmen... nee, vielmehr war es die beschauliche Arena Chemnitz, welche ordnungsgemäß ausverkauf den Ansturm der Rammiletten entgegen fieberte. Da wurden Nebenstraßen gesperrt, Hauptstraßen abgeriegelt, Autobahnausfahrten verstopft und unser freund und Helfer fing unschuldig wirkende Personen ab um ihnen Parkverbote im angrenzenden Wohngebiet auf zu zwängen. Unterm Strich stand die Stadt ordentlich Kopf, an jenem eiskalten Mittwoch.
Jedenfalls dürfe ja weithin bekannt sein, dass wir uns bereits im November nach Leipzig begaben um die Jungs zu bewundern. Damals war galt Chemnitz (was im Übrigen informativ komplett an uns vorbei lief) als restlos ausverkauft. Die Schwarzmarktpreise für die Karten waren bereits explodiert und es bestand eigentlich keine realistische Chance doch noch in die Arena Einzug zu halten. Da Leipzig aber so dermaßen rockte, fand ich das ausnehmend schade!
Jedenfalls rückte der 10. Februar näher und näher. Inspiriert von einem Radiogewinnspiel googelte ich mich am 31.01.2010 durch das Internet und stieß urplötzlich auf den bandeigenen Ticketshop, wo gerade ein Restkontingent an Tickets zum Originalpreis unters Mitgliedervolk gejubelt wurde. Also fix eingeloggt, ein paar Anrufe getätigt und schwuppdiwupp zwei Tickets geordert. So schnell kanns gehen... da ist man urplötzlich nur noch eine anderthalbe Woche vom nächsten Rammstein-Konzert entfernt. Gar nicht übel. Zumal das Gleiche galt wie für Motörhead im Dezember: Das Konzi fand in bequemer Laufdistanz zu meiner Wohnung statt. Quasi direkt vor der Haustür. Diesmal konnte man gar nicht so schnell gucken, wie der Tag des Events angebrochen war. Nachdem man den Nachmittag schon mit dem Verfolgen oben genannten “Katastrophenmeldungen” aus der Heimatstadt verbracht hatte, wurde abends mit Primitivlingsnudeln sowie einer Hopfenkaltschale die direkte Konzertvorbereitung angetreten, bevor wir uns gediegen, so gegen 20 Uhr, auf den Weg zur Halle machten. Da wir um die Unzulänglichkeiten von Combichrist (erneut stellte dieses Volk den “Anheizer” dar) wußten, konnten wir uns diese Verspätung beruhigt erlauben. Lieber keine Vorband als diese! Die erste Überraschung erwartete uns dann auch schon vor der Halle. Schwarzmarkthändler mit ordentlich Karten im Angebot... welche sie allerdings nicht so recht los wurden (naja, bei personalisierten Karten wäre mir das Risiko auch zu groß). Jedenfalls latschten wir entspannt durch die Eingangstür. Keine Schlange, kein Warten... nichts! Nur Karte scannen lassen, Ausweis hinzeigen (und sich dumme Sprüche anhören müssen, weil der Computer meint, man hieße “Stefanie”...) Und man stand schon in der Halle. Unabgetastet möchte ich hinzu fügen. Das ist immer wieder seltsam. Jedenfalls ergatterten wir den so ziemlich letzten Garderobenhaken der ganzen Arena und versorgten uns erst einmal mit dem obligaten Konzert - Bier. Dabei nervte es den Ausschank-Heinz sichtlich, dass wir spezielle Motivbecher verlangten. Man mußte ja die defizitäre Bierbechersammlung aus Leipzig komplettieren. ;-)
So ausgerüstet gings dann in die Halle, ein angenehmes Plätzchen war flux gefunden. Durch unsere disziplinierte Just-in-Time-Anreise dauerte es auch nicht lange, bis das Hallenlicht erlosch und sich die Herren Kruspe und Landers martialisch durch die Deko hackten. Till betrat wieder rot befedert die Bühne und die Reaktionen der Menge waren entsprechend. Diesmal konnte man das Leuchten in seinem Mund auch deutlich erkennen, als er das “Rammlied” zur Eröffnung ins Volk knurrte.

Sehr schön! Die Akustik war zwar deutlich schlechter als in Leipzig, für Arena - Verhältnisse aber in Ordnung. Mit “B*******” und vor allem “Waidmans Heil” wurde wieder anständig einer vorgelegt. Gerade “Waidmans Heil” erhielt durch die deutlich rauere und somit finsterere Stimme von Herrn Lindemann, im Vergleich zu Leipzig , gleich eine etwas andere Qualität. (Diese sollte dann besonders bei “Weißes Fleisch” und “Wiener Blut” so richtig zum Tragen kommen.) Einmal abgesehen von ein paar kleineren Modifikationen war die Setlist nahezu unverändert zu Leipzig. Schade, denn insgeheim hatte ich schon auf “Seemann” oder “Rosenrot” spekuliert. Doch wir wollen hier nicht meckern, sondern deskriptiven Frohsinn transportieren (nach Aschermittwoch ist das Wort wieder wertneutral); also weiter im Text. Die Pyroeffekte setzten dann bei “Feuer frei!” erwatungsgemäß richtig ein. Auffallend war allerdings, dass die opulente Bühnenshow der “LIFAD-Tour” in Chemnitz nur etwas abgespeckt zum Tragen kam. Wahrscheinlich ist die Bühne einfach einen Ticken zu mickrig. Durch die insgesamt aber kleinere und gedrungenere Halle wirkte die Show aber ohnehin intensiver. Highlight des Mainsets wieder das Duo “Frühling in Paris” mit dem folgenden “Wiener Blut” ganz großes Kino! Vor allem passt das Ganze als Break optimal ins Mainset. “Wiener Blut” wie bereits erwähnt so richtig gruselig interpretiert und gekrönt von den explodierenden Baby-Stoffpuppen.
Überraschend auch, dass man “Ich tu Dir weh” wieder mit Text erleben darf. Wo in Leipzig noch eine anmoderierte, zensierte Weichspülversion zu hören war wurde nun, wohl auf irgend einem juristischen Winkelzug basierend, der komplette Text gebracht. Lediglich “Dir” wurde beharrlich durch das Wörtchen “Mir” ersetzt. Das war durchaus eine nette Überraschung, da man es auch erst bemerkte, als der Song bereits lief. Wenn man noch brav die mittlerweile indizierte Original (Deluxe) - Version des Albums sein Eigen nennt, dann fällt einem das gar nicht auf, so sehr hat man sich in die Songs mittlerweile herein gehört.
Jedenfalls wurde mit Benzin der Schlußpart wieder mit ordentlich Hochtempo eingeleitet und Pussy als Setcloser bot wieder eine herrlich schräge Show. Wenngleich der “gut bestückte” Dildo-Mikrofonständer diesmal im Equipment-Koffer blieb. Abschließend schäumte Till die vorderen zwanzig Reihen wieder mit seiner phallusförmigen Schaumkanone ein.
Die Zugabenpause nutzten wir dann für eine kurzen Ausflug gen Bierstand und kehrten gerade richtig zu “Sonne” wieder auf unseren angestammten Platz zurück. Vielleicht sollte ich hier mal auf das größte Kuriosum des Konzertes eingehen: Den Typen vor uns!!! Der Knilch war optisch eine ganz ganz böse Mischung aus Mac Gyver und diesem Escher - Heini vom MDR. Der Stand, in seine schwarze Kunstlederjacke gehüllt geschlagene 2 Stunden fast regungslos (“fast” aber auch nur, weil er phasenweise von einem volltrunkenen Dude angetanzt wurde) auf seinem Platz. Ihr macht euch keine Vorstellung... der Kaschper wagte es nicht einmal zu klatschen, geschweige denn mitzusingen. Der stand da, wie in Stein gemeißelt und verzog keine Mine. Sowas teilnahmsloses habe ich noch nie erlebt... nicht einmal ansatzweise. Selbst die Schunkelomas beim Silbereisen versprühen mehr Elan als Freund Blase da. Seltsame Gestalt... vor solchen Leuten habe ich Angst! Jedenfalls rockte Sonne nochmal ordentlich los und beim “Haifisch” schickte sich Flake, der wiederum das halbe Konzert im Glitzeranzug über sein Laufband latschte, an, seinen Schlauchbootausflug übers Publikum zu machen. Wiede der anwesenden verpassten dann auch das furiose Finale in Gestalt von “Engel”, da sie nach dem Song die Halle verließen. Engel brach jedenfalls nochmal die Dämme und endlich war die ganze Arena (mal ausgenommen von dem Typen vor uns) ansatzweise am Rocken. Im Gegensatz zu Leipzigern sind Chemnitzer scheinbar ein bisschen... naja... schnarchiger. Jedenfalls rockte das Publikum im Faustusstädtchen deutlich besser. Am Ende stand aber nichts desto trotz ein großartiges Konzert. Band und Show überzeugte voll und ganz, hinzu kam die Freude über den doch recht unerwarteten Glücksfall, noch Karten bekommen zu haben. Auch wenn ich am Donnerstag auf Arbeit spürbar schwerer in die Gänge kam, diese Aktion würde ich jederzeit wiederholen. Mal ganz abgesehen davon, dass die Befürchtung, 2010 könnte im Vergleich zu 2009 deutlich absinken was das Konzertniveau angeht, sich nicht zuletzt durch Rammstein gegessen hatte. Neben den Rammiletten stehen nun schon wieder “Brant Björk” und die unumstrittene Referenz in meinem Musikkosmos (in zweifacher Ausführung versteht sich) in meinem Kalender für dieses Jahr. Vorgemerkt sind die “Hellsongs” und “Tocotronic”... ihr werdet also dieses Jahr dann doch noch ab und an etwas zu lesen bekommen. :-)
Ach ja, hab ganz vergessen, in diesem Eintrag das “R” zu rollen... Schande über mich. Aber ich hole es hiermit nach: “RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRLRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR!”
(Na, wer findet im Suchbild den Chinesen?!?)
Sonntag, 14.02.2010
AIN`T NO FUN
(AC/DC)
Eigentlich wollte ich dieses Jahr ja mal die Klappe halten und mich nicht über diesen Karnevals-Kokolores aufregen; aber wenn man sich so durch die dritten Programme zappt, dann wird man aggressiv! Dann baut sich so ein innerer Druck auf, der mit jedem besoffenen Jecken, der ein bierseliges „Alaaaaaaaaf“ in die Kamera rülpst und mit jedem dämlichen Kalauer, der von einem dieser Humorresistenzlinge gerissen wird, weiter und weiter steigert. Spätestens wenn die Sturmtruppen der Kamelle dann ihrem Frohsinns-Führer wieder ihren „Orden wider dem tierischen Ernst“, sozusagen das EK1 der Pappnasen, ans kostümierte Revert heften, dann drängt dieser Druck, diese Mischung aus Abscheu und Mitleid gemischt mit einer Prise Fremdschämen, unaufhaltsam nach draußen… und am Ende sitze ich wieder hier und protokolliere meinen eigenen Zorn!
Die haben doch alle einen an der Waffel, diese Schunkelzombies mit den Kaschperhüten. Wie sie da bierselig beisammen sitzen, inhaltsleeren Predigten von irgendwelchen angemalten Mumien lauschen, die alle zwei Zoten von einem wahren Trommelfeuer an Tuschs unterbrochen werden, damit auch der letzte Depp noch kapiert, dass da irgendwo so etwas ähnliches wie eine Pointe gewesen sein soll. Pointe… das Wort an sich verbietet sich ja schon von alleine im Karneval! Was da von der Spaßkanzel gepredigt wird, tangiert das Rütli-Niveau ja bestenfalls peripher… und zwar von unten! Die ganzen Geschädigten, die da ihr eigenes, freudloses Dasein der vergangenen 358 Tage vergeblich in billigen Zoten aufzuarbeiten suchen, sind unterm Strich doch nichts weiter als peinliches Füllmaterial für die Boulevardpresse. Da werden wieder Berichte zusammengeschustert über wildes Fremdknutschen unterm Dom und den neuesten Kostümtrend. Was ist denn 2010 so „in“, wenn man unter all den Grenzdebilen mit ihrem Schminkfetisch durch größtmögliche Konformität bestechen will? Neben dem allgegenwärtigen Clown und diversen verhunzten Fabelwesen und Faunaten (Tiger, Katze und – schon an Selbstironie grenzend – Eseln) ist das vor allem der „Scheich“. Da kleistert sich die 56jährige Aktenschubbse „Irmgard“ aus der Stadtverwaltung Köln-Nippes nen pechschwarzen Vollbart an die aufgeblähten Wohlstandsbäckchen und hüllt sich in den Rest der Mitgift um einen Kaftan vorzutäuschen. In diesem Aufzug rammelt sie dann, in der Hand immer ein gut gefülltes Sektglas (jaja, weil der Araber auch so gerne säuft…), durch die Kölner Innenstadt und zwingt wehrlosen Passanten ein alkoholgeschwängertes „Bützchen“ auf. Kein Wunder, wenn da die Selbstmordrate steigt… in welcher Form auch immer. Irgendwann, so es der Zufall will, stolpert sie dann in einen mittelgroßen Saal, in dem gerade eine der so genannten „Karnevalssitzungen“ abgehalten wird. Das muß man sich rein optisch ungefähr so vorstellen, wie eine Bürgerversammlung in Satzung: Phänotypisch irgendwo zwischen Mutantenfilm und Inzucht. Umgeben von hunderten ähnlich angeheiterter und niveaufreier Spinner lässt sich Scheich-Irmgard auf einer Biertischgarnitur nieder und ordert einen weiteren Prosecco. Das „Abendprogramm“ solcher Happenings besteht dann aus diversen „Alleinunterhaltern“, die so uniform auftreten, dass eine nähere Differenzierung schon von vorn herein unmöglich scheint. Die kommen möglichst trottelig wirkend auf die Bühne gelatscht, haben mit Vorliebe ne rot angemalte Nase und tragen allesamt groß-karierte, viel zu weite Anzüge in den unmöglichsten Farbschemata kombiniert mit einer übergroßen, roten Fliege. Diese Kostümierung soll wahrscheinlich „Humor“ symbolisieren… für mich schreit sie nur die geistige Armut der Träger in die Welt! Diese Heinis bringen dann ihre verbale Diarrhoe unter die Anwesenden, welche fleißig klatschend von den Bierbänken kippen. Das alles wäre jetzt ja nicht soooo tragisch, wenn es wenigstens kaserniert, abgesperrt und abseits der Restbevölkerung stattfinden würde. Aber Dank des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wird dieser Mist auch noch in jedes Wohnzimmer transportiert. Wer will denn so was sehen?!? Die sollten sich lieber die Champions-League-Rechte füs Free-TV sichern als diesem Müll zu übertragen. Sollen die ganzen beknackten in der Domstadt doch ihren karnevalistischen Schrott unter Ausschluß der Öffentlichkeit durchziehen. Von mir aus soll man die ganze Region am 10.11. jeden Jahres abriegeln! Bahnverbindungen einstellen, Flüge canceln, Zufahrtsstraßen sperren und die da mal machen lassen. Am Besten noch Stromzufuhr kappen, damit auch ja keine ARD-Kamera aus Versehen eine dieser widersinnigen Sitzungen übertragen kann. Am Aschermittwoch kann man dann ja mal die GSG 9 ins Krisengebiet schicken um zu gucken, was noch übrig ist... mit Schießbefehl versteht sich! Alles was geistlos seinen roten Gummirüssel in die Zieloptik hält und verkatert ein „Alaaaaaaaaf“ hochwürgt, geht dann den Weg der Evolution.
Aber leider wird das wohl politisch schwer durchsetzbar sein. Wo sich doch auch unsere Volksvertreter bisweilen aufs Peinlichste beim Feiervolk anbiedern, indem sie an diesen Sitzungen teilnehmen und irgendwelche Ansprachen halten, die so etwas wie Selbstironie darstellen sollen, aber unterm Strich nur ein weiterer Grund zum Fremdschämen sind. Man erinnere sich nur an Herrn Westerwelle vor ein paar Jahren… gruselig war das!
Auf offizielle Hilfe kann man also wohl nicht bauen. So müssen wir wohl oder übel die nächsten 3 Tage noch überstehen und danach haben wir erstmal wieder Ruhe vor all dem Elend im Rheinland. Aber der nächste 11.11. kommt bestimmt und mit ihm mein nächster Blog-Eintrag zum Thema. Dieser intrinsische Ekel vor diesen extrovertierten Intelligenzverweigeren und ihren „schwarzen Messen“ wird sich auch in einem Jahr wieder sein Ventil suchen. Vielleicht hat man bis dato wenigstens die GEZ-Gebühr abgeschafft. Denn wenn ich eines aus tiefstem Herzen verabscheue, dann ist es, dass mit meinem Geld dieser geistige Dünnpfiff auch noch gefördert und unterstützt, geschweige denn auch noch bundesweit übertragen wird!
Eigentlich wollte ich dieses Jahr ja mal die Klappe halten und mich nicht über diesen Karnevals-Kokolores aufregen; aber wenn man sich so durch die dritten Programme zappt, dann wird man aggressiv! Dann baut sich so ein innerer Druck auf, der mit jedem besoffenen Jecken, der ein bierseliges „Alaaaaaaaaf“ in die Kamera rülpst und mit jedem dämlichen Kalauer, der von einem dieser Humorresistenzlinge gerissen wird, weiter und weiter steigert. Spätestens wenn die Sturmtruppen der Kamelle dann ihrem Frohsinns-Führer wieder ihren „Orden wider dem tierischen Ernst“, sozusagen das EK1 der Pappnasen, ans kostümierte Revert heften, dann drängt dieser Druck, diese Mischung aus Abscheu und Mitleid gemischt mit einer Prise Fremdschämen, unaufhaltsam nach draußen… und am Ende sitze ich wieder hier und protokolliere meinen eigenen Zorn!
Die haben doch alle einen an der Waffel, diese Schunkelzombies mit den Kaschperhüten. Wie sie da bierselig beisammen sitzen, inhaltsleeren Predigten von irgendwelchen angemalten Mumien lauschen, die alle zwei Zoten von einem wahren Trommelfeuer an Tuschs unterbrochen werden, damit auch der letzte Depp noch kapiert, dass da irgendwo so etwas ähnliches wie eine Pointe gewesen sein soll. Pointe… das Wort an sich verbietet sich ja schon von alleine im Karneval! Was da von der Spaßkanzel gepredigt wird, tangiert das Rütli-Niveau ja bestenfalls peripher… und zwar von unten! Die ganzen Geschädigten, die da ihr eigenes, freudloses Dasein der vergangenen 358 Tage vergeblich in billigen Zoten aufzuarbeiten suchen, sind unterm Strich doch nichts weiter als peinliches Füllmaterial für die Boulevardpresse. Da werden wieder Berichte zusammengeschustert über wildes Fremdknutschen unterm Dom und den neuesten Kostümtrend. Was ist denn 2010 so „in“, wenn man unter all den Grenzdebilen mit ihrem Schminkfetisch durch größtmögliche Konformität bestechen will? Neben dem allgegenwärtigen Clown und diversen verhunzten Fabelwesen und Faunaten (Tiger, Katze und – schon an Selbstironie grenzend – Eseln) ist das vor allem der „Scheich“. Da kleistert sich die 56jährige Aktenschubbse „Irmgard“ aus der Stadtverwaltung Köln-Nippes nen pechschwarzen Vollbart an die aufgeblähten Wohlstandsbäckchen und hüllt sich in den Rest der Mitgift um einen Kaftan vorzutäuschen. In diesem Aufzug rammelt sie dann, in der Hand immer ein gut gefülltes Sektglas (jaja, weil der Araber auch so gerne säuft…), durch die Kölner Innenstadt und zwingt wehrlosen Passanten ein alkoholgeschwängertes „Bützchen“ auf. Kein Wunder, wenn da die Selbstmordrate steigt… in welcher Form auch immer. Irgendwann, so es der Zufall will, stolpert sie dann in einen mittelgroßen Saal, in dem gerade eine der so genannten „Karnevalssitzungen“ abgehalten wird. Das muß man sich rein optisch ungefähr so vorstellen, wie eine Bürgerversammlung in Satzung: Phänotypisch irgendwo zwischen Mutantenfilm und Inzucht. Umgeben von hunderten ähnlich angeheiterter und niveaufreier Spinner lässt sich Scheich-Irmgard auf einer Biertischgarnitur nieder und ordert einen weiteren Prosecco. Das „Abendprogramm“ solcher Happenings besteht dann aus diversen „Alleinunterhaltern“, die so uniform auftreten, dass eine nähere Differenzierung schon von vorn herein unmöglich scheint. Die kommen möglichst trottelig wirkend auf die Bühne gelatscht, haben mit Vorliebe ne rot angemalte Nase und tragen allesamt groß-karierte, viel zu weite Anzüge in den unmöglichsten Farbschemata kombiniert mit einer übergroßen, roten Fliege. Diese Kostümierung soll wahrscheinlich „Humor“ symbolisieren… für mich schreit sie nur die geistige Armut der Träger in die Welt! Diese Heinis bringen dann ihre verbale Diarrhoe unter die Anwesenden, welche fleißig klatschend von den Bierbänken kippen. Das alles wäre jetzt ja nicht soooo tragisch, wenn es wenigstens kaserniert, abgesperrt und abseits der Restbevölkerung stattfinden würde. Aber Dank des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wird dieser Mist auch noch in jedes Wohnzimmer transportiert. Wer will denn so was sehen?!? Die sollten sich lieber die Champions-League-Rechte füs Free-TV sichern als diesem Müll zu übertragen. Sollen die ganzen beknackten in der Domstadt doch ihren karnevalistischen Schrott unter Ausschluß der Öffentlichkeit durchziehen. Von mir aus soll man die ganze Region am 10.11. jeden Jahres abriegeln! Bahnverbindungen einstellen, Flüge canceln, Zufahrtsstraßen sperren und die da mal machen lassen. Am Besten noch Stromzufuhr kappen, damit auch ja keine ARD-Kamera aus Versehen eine dieser widersinnigen Sitzungen übertragen kann. Am Aschermittwoch kann man dann ja mal die GSG 9 ins Krisengebiet schicken um zu gucken, was noch übrig ist... mit Schießbefehl versteht sich! Alles was geistlos seinen roten Gummirüssel in die Zieloptik hält und verkatert ein „Alaaaaaaaaf“ hochwürgt, geht dann den Weg der Evolution.
Aber leider wird das wohl politisch schwer durchsetzbar sein. Wo sich doch auch unsere Volksvertreter bisweilen aufs Peinlichste beim Feiervolk anbiedern, indem sie an diesen Sitzungen teilnehmen und irgendwelche Ansprachen halten, die so etwas wie Selbstironie darstellen sollen, aber unterm Strich nur ein weiterer Grund zum Fremdschämen sind. Man erinnere sich nur an Herrn Westerwelle vor ein paar Jahren… gruselig war das!
Auf offizielle Hilfe kann man also wohl nicht bauen. So müssen wir wohl oder übel die nächsten 3 Tage noch überstehen und danach haben wir erstmal wieder Ruhe vor all dem Elend im Rheinland. Aber der nächste 11.11. kommt bestimmt und mit ihm mein nächster Blog-Eintrag zum Thema. Dieser intrinsische Ekel vor diesen extrovertierten Intelligenzverweigeren und ihren „schwarzen Messen“ wird sich auch in einem Jahr wieder sein Ventil suchen. Vielleicht hat man bis dato wenigstens die GEZ-Gebühr abgeschafft. Denn wenn ich eines aus tiefstem Herzen verabscheue, dann ist es, dass mit meinem Geld dieser geistige Dünnpfiff auch noch gefördert und unterstützt, geschweige denn auch noch bundesweit übertragen wird!
Dienstag, 09.02.2010
SHAPE OF THINGS TO COME
(Audioslave)
Mahlzeit! Nur mal kurz ein paar News von der Pearl Jam – Konzert Front! Wie es aussieht, haben wir unseren Support-Act für Berlin gefunden. Es sind: „Ben Harper & The Relentless 7“! KRAAAAAAWUMMMMMMSSSSSSS!!!!! Ungefähr so schlug die Nachricht ein. Sehr gute Idee, auch wenns dann doch nicht die großen Soundgarden sind, bin ich voll und ganz zfrieden. Mal abgesehen davon, dass so die Wahrscheinlichkeit für eine nette Duett – Version von „Red Mosquito“ drastisch steigt, wird’s dann auch nicht so lahm wie „Gomez“ im letzten Jahr. Sehr schick! Jetzt noch für ordnungsgemäßes Frühsommerwetter beten und dann geht’s ab in die Wuhlheide… Spaß haben!
Überhaupt, mittlerweile ist mir die Location so richtig ans Herz gewachsen. Gut, mag auch mit Berlin zu tun haben, aber auch so habe ich bislang kaum eine vergleichbare Location in der Größenordnung erlebt. (Bevor jetzt irgend so ein Schlauberger mit der Arena di Verona um die Ecke kommt: JAAAAA, STREU NUR NOCH SALZ IN DIE WUNDEN!!!!) Jedenfalls wird das ein feiner Abend vermute ich mal. Ich freue mich jetzt schon darauf, mit einem endlosen Strom von Jamheads durch den Park zu schlendern, mir die 10c – Tickets abzuholen und vorm Konzi wieder beim einen oder anderen Berliner Kindl auf der Wiese zu relaxen. Ben Harper liefert dann ein Aufwärmprogramm nach Maß bevor Eddie und Co den Abend endgültig unter freiluftige Open-Air-Dach hieven. Rock `n Roll vom Feinsten! Ich habe mich die Tage mal hingesetzt und mit meiner schier unerschöpflichen Fachkompetenz eine Setlist erarbeitet, welche ich zwar nicht für die Wahrscheinlichste halte, die aber dafür meinem derzeitigen Wunschdenken recht nahe kommt. Gut, ist jetzt ausnahmsweise etwas Balladenlastiger ausgefallen, was aber wohl auch am traurigen „Jubiläum“ von 10 Jahren Roskilde liegt, auf welches das Konzert fällt. Wie ich die Jungs kenne, wird da schon drauf eingegangen werden. Hier also mal meine Setlist:
Main Set:
Long Road
Love Boat Captain
Alive
Present Tense
Spin the Black Circle
Satans Bed
Severed Hand
Even Flow
Off He Goes
Immortality
Force of Nature
The Fixer
Amongst the Waves
Red Mosquito (mit Ben Harper)
Not For You
Once
Gonna See My Friend
Blood
DTE
Encore 1
Masters of War (mit String Quartett)
In My Tree (mit String Quartett)
The End (mit String Quartett)
No Way
Jeremy
Garden
Porch
Better Man
Encore 2
Release
Black
Smile
Kick Out the Jams
State of Love and Trust
Rockin In the Free World
Indifference
Bei Indifference sollte man aber Ben Harper backstage anketten, das ist ein Song, den kann nur Eddie alleine transportieren. Die Versionen mit Ben sind meiner Meinung nach von einer tiefgreifenden Suboptimalität geprägt! So ungefähr stelle ich mir jene Sommernacht jedenfalls vor. Vermutlich wird das aber ganz anders aussehen am Schluß; anders aber besser!
Bis dato verbleibt der Onkel erstmal mit einem breiten Grinsen und einem Gruß an die Pearl Jam Welt im Allgemeinen und all die Glücklichen, die Ende Juni diese Show erleben dürfen. Ihr seid mit dem göttlichen Durchblick gesegnet unter all den musikalisch Blinden der Gegenwart. Apropos „musikalisch Blinde“: Keine zwei Monate später werden „Ich und Ich“ die arme, bedauernswerte Wuhlheide entweihen. „Pfui deibel!“ kann ich da nur voller Empörung ausrufen! Das ist ja so, als ob man einen 25jährigen „Speyburn“ Single – Malt mit River-Cola mischt!
Mahlzeit! Nur mal kurz ein paar News von der Pearl Jam – Konzert Front! Wie es aussieht, haben wir unseren Support-Act für Berlin gefunden. Es sind: „Ben Harper & The Relentless 7“! KRAAAAAAWUMMMMMMSSSSSSS!!!!! Ungefähr so schlug die Nachricht ein. Sehr gute Idee, auch wenns dann doch nicht die großen Soundgarden sind, bin ich voll und ganz zfrieden. Mal abgesehen davon, dass so die Wahrscheinlichkeit für eine nette Duett – Version von „Red Mosquito“ drastisch steigt, wird’s dann auch nicht so lahm wie „Gomez“ im letzten Jahr. Sehr schick! Jetzt noch für ordnungsgemäßes Frühsommerwetter beten und dann geht’s ab in die Wuhlheide… Spaß haben!
Überhaupt, mittlerweile ist mir die Location so richtig ans Herz gewachsen. Gut, mag auch mit Berlin zu tun haben, aber auch so habe ich bislang kaum eine vergleichbare Location in der Größenordnung erlebt. (Bevor jetzt irgend so ein Schlauberger mit der Arena di Verona um die Ecke kommt: JAAAAA, STREU NUR NOCH SALZ IN DIE WUNDEN!!!!) Jedenfalls wird das ein feiner Abend vermute ich mal. Ich freue mich jetzt schon darauf, mit einem endlosen Strom von Jamheads durch den Park zu schlendern, mir die 10c – Tickets abzuholen und vorm Konzi wieder beim einen oder anderen Berliner Kindl auf der Wiese zu relaxen. Ben Harper liefert dann ein Aufwärmprogramm nach Maß bevor Eddie und Co den Abend endgültig unter freiluftige Open-Air-Dach hieven. Rock `n Roll vom Feinsten! Ich habe mich die Tage mal hingesetzt und mit meiner schier unerschöpflichen Fachkompetenz eine Setlist erarbeitet, welche ich zwar nicht für die Wahrscheinlichste halte, die aber dafür meinem derzeitigen Wunschdenken recht nahe kommt. Gut, ist jetzt ausnahmsweise etwas Balladenlastiger ausgefallen, was aber wohl auch am traurigen „Jubiläum“ von 10 Jahren Roskilde liegt, auf welches das Konzert fällt. Wie ich die Jungs kenne, wird da schon drauf eingegangen werden. Hier also mal meine Setlist:
Main Set:
Long Road
Love Boat Captain
Alive
Present Tense
Spin the Black Circle
Satans Bed
Severed Hand
Even Flow
Off He Goes
Immortality
Force of Nature
The Fixer
Amongst the Waves
Red Mosquito (mit Ben Harper)
Not For You
Once
Gonna See My Friend
Blood
DTE
Encore 1
Masters of War (mit String Quartett)
In My Tree (mit String Quartett)
The End (mit String Quartett)
No Way
Jeremy
Garden
Porch
Better Man
Encore 2
Release
Black
Smile
Kick Out the Jams
State of Love and Trust
Rockin In the Free World
Indifference
Bei Indifference sollte man aber Ben Harper backstage anketten, das ist ein Song, den kann nur Eddie alleine transportieren. Die Versionen mit Ben sind meiner Meinung nach von einer tiefgreifenden Suboptimalität geprägt! So ungefähr stelle ich mir jene Sommernacht jedenfalls vor. Vermutlich wird das aber ganz anders aussehen am Schluß; anders aber besser!
Bis dato verbleibt der Onkel erstmal mit einem breiten Grinsen und einem Gruß an die Pearl Jam Welt im Allgemeinen und all die Glücklichen, die Ende Juni diese Show erleben dürfen. Ihr seid mit dem göttlichen Durchblick gesegnet unter all den musikalisch Blinden der Gegenwart. Apropos „musikalisch Blinde“: Keine zwei Monate später werden „Ich und Ich“ die arme, bedauernswerte Wuhlheide entweihen. „Pfui deibel!“ kann ich da nur voller Empörung ausrufen! Das ist ja so, als ob man einen 25jährigen „Speyburn“ Single – Malt mit River-Cola mischt!
Sonntag, 03.01.2010
SACRIFICE (Motörhead in Chemnitz, 12.12.2009)
(Motörhead)
Es gibt viel zu wenige Gelegenheiten, einer Legende Aug`in Aug`gegenüber zu treten, gerade hier im malerischen „Sunshine State of Chemnitz“. Aber wenn sich denn dan mal eine solche ergibt und der „Godfather of Schnapstrinken“ mit seiner brachialen Seniorenrunde im Dezember an die Arena-Tür klopft… HELL YEAH, dann ist der Onkel schon im Mai am Kartenschalter! Irgendwie kafkaesk, dass der Vertrieb der Tickets ausgerechnet von der „Freien Presse“ übernommen wurde. Zur Erinnerung: Jenes Medium der gezielt niveaufernen Desinformation fungiert im Normalfall als so was ähnliches wie das Zentralorgan der Generation Rheumadecke. Eine wortgewordene Egoschaukel für all jene, die sich öffentlich zum „Großen Überraschungsfest der Volksmusik“ bekennen und den Herrn Silbereisen auch noch ihre Vorkriegsschlüpfer auf die Bühne schleudern… oder zumindest so weit entgegen schubbsen, wie`s das Rheuma eben zulässt. Und jetzt vermarktet deren Lieblingsblatt ein Motörhead – Konzert. Das ist ungefähr so, als ob die Brigitte ein Negerkuss-Wettessen organisiert! ;-)

Wie gesagt, die Karten waren im Wonnemonat geordert, der ungeduldig nachfragenden Schwester zum Ehrentage feierlich überreicht und dann ließen wir sie in der elterlichen Obhut reifen. Man freute sich tierisch, als „Thin Lizzy“ als Support angekündigt wurden und man ärgerte sich ungleich mehr, als diese dann durch „Der W“ ersetzt wurden. Dieser musikalisch vollkommen überflüssige Ex-Onkel mit seinem ohnehin zweifelhaften Ruf sollten ihn in meinen Ohren an diesem Abend weiter ruinieren („und denkst du „schlechter geht`s nicht mehr“ kommt irgendwo ein Weidner her“). Gruselige Vorstellung die der Typ da ablieferte. So, nun, da alle Onkelz-Fans erfolgreich vergrault sein dürften (wenn nicht: Meine Pinwand steht euch offen… der Delete-Schalter sit aber schon poliert), wollen wir zur Tat schreiten!
Am letzten Sonnabend, dem 12.12.2009, fanden sich meine Schwester und ich in meiner bescheidenen Bude ein. Zunächst wurde sich via Guitar Hero warmgerockt. Man muß ja auch in Stimmung kommen. Schließlich brachen wir auf gen Arena. Das Ganze lässt sich bequem in 15 Minuten Fußmarsch bewältigen. So erreichten wir die Arena, wo sich das schwarze, nietenbewärte und teilweise arg angegraute Rockervolkl bereits vor dem Eingang staute. Ein knappes halbes Stündchen in der überraschend angenehm organisierten Schlange und schwupp: Wir waren drin! Wobei die ganze Warterei schon auch was hatte. Vor uns eine Clique besoffener Post-Punks, hinter uns der Herr Anlageberater in den sehr sehr späten 40ern mit der alljährlich herausgekramten Jeans-Jacke. Um uns herum Leute, die man getrost irgendwo dazwischen ansiedeln kann. Jedenfalls betraten wir die Arena und erledigten pflichtbewusst die heilige Dreifaltigkeit des Konzertbesuchs: Merch-Stand, Bierstand, Toilettensituation checken. Ergebnis: Mechandise in Ordnung, Toiletten umfangreich vorhanden (nach der 60 Meter Schlange in Erfurt ein durchaus wichtiger Fakt) und Bierversorgung logistisch brilliant gelöst! Alleine direkt in der Halle 3 Bars, eine auf dem Rückweg von den Toiletten und draußen im Vorraum noch mal zwei. Verdursten konnte man also schon mal nicht! Wäre ja auch absurd, auf einem Motörhead-Konzi! ;-)
Jedenfalls schniekten wir dann, nebst Getränk und Tourshirt, in besagte Halle und stellten uns mitten in die Altrockerfraktion. Dort ließen wir auch „der W“ über uns ergehen. Das Waterloo des Jahres, was die Vorbands dieses Jahres angeht. Uninteressant, anders kann ichs nicht beschreiben. Auch die Dudes um uns herum hielten sich mit gleichgültigen Minen an ihren Bierbechern fest, die, die der Heini interessierte, waren Gott sei Dank weiter vorne. Mehr will ich dazu jetzt nicht sagen,das Beste am „W“ war jedenfalls die Umbaupause als er fertig war. Danach gings dann erstmal die Becher füllen um pünktlich zu Lemmy`s legendärer Ansprache „We are Motörhead! We play Rock and Roll!“ wieder den Platz neben meiner Schwester einzunehmen. YEAH, „Iron Fist“ als Opener, herrlich! Und vor allem: Vorne auf der Bühne das lebende Fossil, der Rock-Dino mit dem toxischen Blut… der Beglücker unzähliger Groupies und personifizierte Drogenbeauftragte der Rockwelt: Lemmy mit seinem Piratenhut! Wie ein Fels stand er wieder vor seinem Mikro, welches wieder gekonnt von unten angegrunzt wurde. Die Beine schulterbreit auseinander, den Monsterbass im Anschlag und das Hemd bis zum Nabel aufgeknöpft. An Bord wieder Nikotin und sein bevorzugtes „Elektrolytgetränk“ namens „Jack Daniels“. Mit 63! Was er mit seinen Mannen dann vom ersten Ton weg gleich wieder entfesselte, war die wohlbekannte „Wand aus Lärm“, die unbarmherzig durch die Halle fegte. Das anschließende „Stay Clean“ steigerte dann noch mal die Dezibelzahl, damit diese dann bei „Be My Baby“ ihr Wohlfühlniveau erreichen konnte. Bereits bei den ersten drei Songs ging vor der Bühne der gewohnte Wahnsinn ab, während wir, in unserer eher chilligen Position im hinteren Hallendrittel (wollten ja das Bier nicht verschweppern ;-)) umringt waren von Altrockern und Hells-Angels-Typen (phänotypisch zumindest), die zufrieden den Schädel kreisen ließen und deren Wohlstandswampe sich offensiv gegen die Snaggletooth-Shirts presste. Schicke Athmosphäre!
Mitten in diese hinein meißelte man dann „Rock Out“ mit seinem Killer-Refrain. Die Halle kochte, und der Onkel eilte anschließend wieder zum Bierstand um das folgende „Metropolis“ nicht zu verpassen. Während dieses Songs brachte es die ersten wieder aus dem Moshpit angedreht. Ein ganzes Konzert da vorne durchzustehen,… das wird ohnehin schwer, zumal die Getränkeversorgung im hinteren Hallenbereich organisiert war. So eilten die verschwitzten, halbnackten Gestalten nach einer Erfrischung dann auch wieder mit gefühlten 34 Bierbechern in der Hand wieder nach vorne. „One Night Stand“ und „I Got Mine“ semmelten dann wieder die nächsten Pogo-Leichen aus der Menge in den Relax-Bereich: Wunden Lecken und zurück! Mit „The Thousand Names of God“ folgte dann ein weiteres Highlight. Sehr druckvolle Version (stilecht nach einem ausgedehnten Gitarrensolo plaziert), die auch noch dem Letzten die Emo der sich in die Arene verirrt hatte (glaubt, mir, ich habe es gesehen…. Das GRAUUUUUUEN) den Kajalstrich bis hinter die Ohren zog! Kulturschock nennt man das dann wohl… nix mit ausgekostetem Weltschmerz, statt dessen wird von „Cradle to the Grave“ direkt in ein wahnsinnig hingerotzes „In the Name of Tradgedy“ übergehämmert. Lemmy brüllte inzwischen die Lyrics in sein Mikro und nahm sich beim nun folgenden Drum-Solo der Urgewalt mit den 2 Knüppeln eine verdiente Auszeit und marinierte die Stimmbänder mit Bourbon. Gleichzeitig stellte das auch die erste „Verschnaufpause“ dar, sofern man überhaupt davon reden kann. Meinerseits wurde wieder der Wasserbecher ordnungsgemäß nachgefüllt und zu „Just `cos You Gott he Power“ und „Shoot em Down“ anständig das Haupt geschüttelt.
Das Gute bei vorhersehbaren Setlsits á la Motörhead ist ja, dass man die Bierholpausen ein wenig timen kann… so stand ich dann auch pünktlich zur apokalyptisch beschleunigten „GOING TO BRAZIL“ – Versilon, auf die ich mich schon seit Wochen freute, in Top-Form wieder in der Menge. Und Motöthead enttäuschten nicht. ;-) Leider neigte sich das Mainset schon wieder dem Ende zu, aber „Killed by Death“ und der meiner Meinung nach perfekte Setcloser „Bomber“ beförderten uns dann in eine nicht mal 10 minütige Verschnaufpause. Zwischen den ganzen „Zu-ga-be, Zu-ga-be“ und „Mo-tör-hear, Mo-tör-head!“ – Rufen sah man ein paar mehr oder minder verstörte Vertreter der Generation U18 die Halle verlassen. Selber schuld!
Als Lemmy und die Seinen mit Akustikklampfen wieder die Halle betraten, wussten wir, dass nun das Stündchen des legendären „Whorehouse Blues“ geschlagen hatte. Musikalisch das komplette Kontrastprogramm zum Mainset, textlich… naja, nennen wir es mal „konsequent“! Eine um Längen bessere Version als damals in Erfurt (und die war schon Klasse), garniert mit ein paar spontanen Textmodifikationen von Lemmy, welche die ganze Sache noch ne Spur dreckiger machten als die Studioversion. Weltklasse!
Danach packte man, schontraditionell, DAS Motörhead-Lied schlechthin aus. „Ace of Spades“ merkte man zwar deutlich an, dass die Jungs schon eine gewisse Routine haben den runterzuspulten, aber lustlos wirkte man dennoch nicht. Die Halle ging noch mal ordentlich mit und durfte sich dann zu „Overkill“ noch mal ausgiebig von Lemmy und Co verabschieden, bevor aufkeimendes Motorengedröhn uns aus der Halle begleitete. Noch schnell den letzten Becherpfand vor Konzi-Ende gen Bühne befördert und sich kurz darauf vor der Halle wiedergefunden.
Noch vollkommen weggetreten machten wir uns dann auf den Heimweg. Klar, Vergleiche zu Erfurt kamen auf, aber unterm Strich ein weiteres, grandiosen Konzerterlebnis und obendrein noch ein würdiger Abschluß für das Konzertjahr 2009. Generell lässt sich aber folgender Rat unters Volk bringen: Wenn ihr die Wahl habt zwischen einer recht modernen Multifunktionshalle und einer abgewrackten, ranzigen „Turnhalle“ (wie 2007) um ein Motörhead-Konzert zu besuchen: Leute, entscheidet euch für die Atmosphäre und nehmt den runtergekommenen Parkettschuppen! ;-) Das passt einfach! Und wenn ihr darüber hinaus noch das Glück habt, zur Location laufen zu können… Prost! ;-)
Setlist:
Iron Fist
Stay Clean
Be My Baby
Rock Out
Metropolis
Over The Top
One Night Stand
I Got Mine
Guitarsolo
The Thousand Names of God
Cradle to the Grave
In The Name Of Tragedy (Drumsolo)
Just ‘Cos You Got the Power
Shoot ‘em Down (TWISTED SISTER cover)
Going to Brazil
Killed By Death
Bomber
ENCORE
Whorehouse Blues
Ace of Spades
Overkill
Es gibt viel zu wenige Gelegenheiten, einer Legende Aug`in Aug`gegenüber zu treten, gerade hier im malerischen „Sunshine State of Chemnitz“. Aber wenn sich denn dan mal eine solche ergibt und der „Godfather of Schnapstrinken“ mit seiner brachialen Seniorenrunde im Dezember an die Arena-Tür klopft… HELL YEAH, dann ist der Onkel schon im Mai am Kartenschalter! Irgendwie kafkaesk, dass der Vertrieb der Tickets ausgerechnet von der „Freien Presse“ übernommen wurde. Zur Erinnerung: Jenes Medium der gezielt niveaufernen Desinformation fungiert im Normalfall als so was ähnliches wie das Zentralorgan der Generation Rheumadecke. Eine wortgewordene Egoschaukel für all jene, die sich öffentlich zum „Großen Überraschungsfest der Volksmusik“ bekennen und den Herrn Silbereisen auch noch ihre Vorkriegsschlüpfer auf die Bühne schleudern… oder zumindest so weit entgegen schubbsen, wie`s das Rheuma eben zulässt. Und jetzt vermarktet deren Lieblingsblatt ein Motörhead – Konzert. Das ist ungefähr so, als ob die Brigitte ein Negerkuss-Wettessen organisiert! ;-)

Wie gesagt, die Karten waren im Wonnemonat geordert, der ungeduldig nachfragenden Schwester zum Ehrentage feierlich überreicht und dann ließen wir sie in der elterlichen Obhut reifen. Man freute sich tierisch, als „Thin Lizzy“ als Support angekündigt wurden und man ärgerte sich ungleich mehr, als diese dann durch „Der W“ ersetzt wurden. Dieser musikalisch vollkommen überflüssige Ex-Onkel mit seinem ohnehin zweifelhaften Ruf sollten ihn in meinen Ohren an diesem Abend weiter ruinieren („und denkst du „schlechter geht`s nicht mehr“ kommt irgendwo ein Weidner her“). Gruselige Vorstellung die der Typ da ablieferte. So, nun, da alle Onkelz-Fans erfolgreich vergrault sein dürften (wenn nicht: Meine Pinwand steht euch offen… der Delete-Schalter sit aber schon poliert), wollen wir zur Tat schreiten!
Am letzten Sonnabend, dem 12.12.2009, fanden sich meine Schwester und ich in meiner bescheidenen Bude ein. Zunächst wurde sich via Guitar Hero warmgerockt. Man muß ja auch in Stimmung kommen. Schließlich brachen wir auf gen Arena. Das Ganze lässt sich bequem in 15 Minuten Fußmarsch bewältigen. So erreichten wir die Arena, wo sich das schwarze, nietenbewärte und teilweise arg angegraute Rockervolkl bereits vor dem Eingang staute. Ein knappes halbes Stündchen in der überraschend angenehm organisierten Schlange und schwupp: Wir waren drin! Wobei die ganze Warterei schon auch was hatte. Vor uns eine Clique besoffener Post-Punks, hinter uns der Herr Anlageberater in den sehr sehr späten 40ern mit der alljährlich herausgekramten Jeans-Jacke. Um uns herum Leute, die man getrost irgendwo dazwischen ansiedeln kann. Jedenfalls betraten wir die Arena und erledigten pflichtbewusst die heilige Dreifaltigkeit des Konzertbesuchs: Merch-Stand, Bierstand, Toilettensituation checken. Ergebnis: Mechandise in Ordnung, Toiletten umfangreich vorhanden (nach der 60 Meter Schlange in Erfurt ein durchaus wichtiger Fakt) und Bierversorgung logistisch brilliant gelöst! Alleine direkt in der Halle 3 Bars, eine auf dem Rückweg von den Toiletten und draußen im Vorraum noch mal zwei. Verdursten konnte man also schon mal nicht! Wäre ja auch absurd, auf einem Motörhead-Konzi! ;-)
Jedenfalls schniekten wir dann, nebst Getränk und Tourshirt, in besagte Halle und stellten uns mitten in die Altrockerfraktion. Dort ließen wir auch „der W“ über uns ergehen. Das Waterloo des Jahres, was die Vorbands dieses Jahres angeht. Uninteressant, anders kann ichs nicht beschreiben. Auch die Dudes um uns herum hielten sich mit gleichgültigen Minen an ihren Bierbechern fest, die, die der Heini interessierte, waren Gott sei Dank weiter vorne. Mehr will ich dazu jetzt nicht sagen,das Beste am „W“ war jedenfalls die Umbaupause als er fertig war. Danach gings dann erstmal die Becher füllen um pünktlich zu Lemmy`s legendärer Ansprache „We are Motörhead! We play Rock and Roll!“ wieder den Platz neben meiner Schwester einzunehmen. YEAH, „Iron Fist“ als Opener, herrlich! Und vor allem: Vorne auf der Bühne das lebende Fossil, der Rock-Dino mit dem toxischen Blut… der Beglücker unzähliger Groupies und personifizierte Drogenbeauftragte der Rockwelt: Lemmy mit seinem Piratenhut! Wie ein Fels stand er wieder vor seinem Mikro, welches wieder gekonnt von unten angegrunzt wurde. Die Beine schulterbreit auseinander, den Monsterbass im Anschlag und das Hemd bis zum Nabel aufgeknöpft. An Bord wieder Nikotin und sein bevorzugtes „Elektrolytgetränk“ namens „Jack Daniels“. Mit 63! Was er mit seinen Mannen dann vom ersten Ton weg gleich wieder entfesselte, war die wohlbekannte „Wand aus Lärm“, die unbarmherzig durch die Halle fegte. Das anschließende „Stay Clean“ steigerte dann noch mal die Dezibelzahl, damit diese dann bei „Be My Baby“ ihr Wohlfühlniveau erreichen konnte. Bereits bei den ersten drei Songs ging vor der Bühne der gewohnte Wahnsinn ab, während wir, in unserer eher chilligen Position im hinteren Hallendrittel (wollten ja das Bier nicht verschweppern ;-)) umringt waren von Altrockern und Hells-Angels-Typen (phänotypisch zumindest), die zufrieden den Schädel kreisen ließen und deren Wohlstandswampe sich offensiv gegen die Snaggletooth-Shirts presste. Schicke Athmosphäre!
Mitten in diese hinein meißelte man dann „Rock Out“ mit seinem Killer-Refrain. Die Halle kochte, und der Onkel eilte anschließend wieder zum Bierstand um das folgende „Metropolis“ nicht zu verpassen. Während dieses Songs brachte es die ersten wieder aus dem Moshpit angedreht. Ein ganzes Konzert da vorne durchzustehen,… das wird ohnehin schwer, zumal die Getränkeversorgung im hinteren Hallenbereich organisiert war. So eilten die verschwitzten, halbnackten Gestalten nach einer Erfrischung dann auch wieder mit gefühlten 34 Bierbechern in der Hand wieder nach vorne. „One Night Stand“ und „I Got Mine“ semmelten dann wieder die nächsten Pogo-Leichen aus der Menge in den Relax-Bereich: Wunden Lecken und zurück! Mit „The Thousand Names of God“ folgte dann ein weiteres Highlight. Sehr druckvolle Version (stilecht nach einem ausgedehnten Gitarrensolo plaziert), die auch noch dem Letzten die Emo der sich in die Arene verirrt hatte (glaubt, mir, ich habe es gesehen…. Das GRAUUUUUUEN) den Kajalstrich bis hinter die Ohren zog! Kulturschock nennt man das dann wohl… nix mit ausgekostetem Weltschmerz, statt dessen wird von „Cradle to the Grave“ direkt in ein wahnsinnig hingerotzes „In the Name of Tradgedy“ übergehämmert. Lemmy brüllte inzwischen die Lyrics in sein Mikro und nahm sich beim nun folgenden Drum-Solo der Urgewalt mit den 2 Knüppeln eine verdiente Auszeit und marinierte die Stimmbänder mit Bourbon. Gleichzeitig stellte das auch die erste „Verschnaufpause“ dar, sofern man überhaupt davon reden kann. Meinerseits wurde wieder der Wasserbecher ordnungsgemäß nachgefüllt und zu „Just `cos You Gott he Power“ und „Shoot em Down“ anständig das Haupt geschüttelt.
Das Gute bei vorhersehbaren Setlsits á la Motörhead ist ja, dass man die Bierholpausen ein wenig timen kann… so stand ich dann auch pünktlich zur apokalyptisch beschleunigten „GOING TO BRAZIL“ – Versilon, auf die ich mich schon seit Wochen freute, in Top-Form wieder in der Menge. Und Motöthead enttäuschten nicht. ;-) Leider neigte sich das Mainset schon wieder dem Ende zu, aber „Killed by Death“ und der meiner Meinung nach perfekte Setcloser „Bomber“ beförderten uns dann in eine nicht mal 10 minütige Verschnaufpause. Zwischen den ganzen „Zu-ga-be, Zu-ga-be“ und „Mo-tör-hear, Mo-tör-head!“ – Rufen sah man ein paar mehr oder minder verstörte Vertreter der Generation U18 die Halle verlassen. Selber schuld!
Als Lemmy und die Seinen mit Akustikklampfen wieder die Halle betraten, wussten wir, dass nun das Stündchen des legendären „Whorehouse Blues“ geschlagen hatte. Musikalisch das komplette Kontrastprogramm zum Mainset, textlich… naja, nennen wir es mal „konsequent“! Eine um Längen bessere Version als damals in Erfurt (und die war schon Klasse), garniert mit ein paar spontanen Textmodifikationen von Lemmy, welche die ganze Sache noch ne Spur dreckiger machten als die Studioversion. Weltklasse!
Danach packte man, schontraditionell, DAS Motörhead-Lied schlechthin aus. „Ace of Spades“ merkte man zwar deutlich an, dass die Jungs schon eine gewisse Routine haben den runterzuspulten, aber lustlos wirkte man dennoch nicht. Die Halle ging noch mal ordentlich mit und durfte sich dann zu „Overkill“ noch mal ausgiebig von Lemmy und Co verabschieden, bevor aufkeimendes Motorengedröhn uns aus der Halle begleitete. Noch schnell den letzten Becherpfand vor Konzi-Ende gen Bühne befördert und sich kurz darauf vor der Halle wiedergefunden.
Noch vollkommen weggetreten machten wir uns dann auf den Heimweg. Klar, Vergleiche zu Erfurt kamen auf, aber unterm Strich ein weiteres, grandiosen Konzerterlebnis und obendrein noch ein würdiger Abschluß für das Konzertjahr 2009. Generell lässt sich aber folgender Rat unters Volk bringen: Wenn ihr die Wahl habt zwischen einer recht modernen Multifunktionshalle und einer abgewrackten, ranzigen „Turnhalle“ (wie 2007) um ein Motörhead-Konzert zu besuchen: Leute, entscheidet euch für die Atmosphäre und nehmt den runtergekommenen Parkettschuppen! ;-) Das passt einfach! Und wenn ihr darüber hinaus noch das Glück habt, zur Location laufen zu können… Prost! ;-)
Setlist:
Iron Fist
Stay Clean
Be My Baby
Rock Out
Metropolis
Over The Top
One Night Stand
I Got Mine
Guitarsolo
The Thousand Names of God
Cradle to the Grave
In The Name Of Tragedy (Drumsolo)
Just ‘Cos You Got the Power
Shoot ‘em Down (TWISTED SISTER cover)
Going to Brazil
Killed By Death
Bomber
ENCORE
Whorehouse Blues
Ace of Spades
Overkill
Samstag, 26.12.2009
DON`T LOOK BACK IN ANGER
(OASIS)
Huiii, da ist schon wieder 2. Weihnachtsfeiertag und das Einzige, was man die vergangenen 72 Stunden auf die Reihe gekriegt hat besteht:
1. im Verdrücken von Unmengen möglichst fetttriefender, aber dennoch schmackhafter, Nahrung;
2. Im erfolgreichen Blitzkrieg gegen die mütterlichen Schnapsreserven (direkte Folge von 1.)
Und 3. Im Verschlafen ganzer Tagesabschnitte auf einem beliebigen Sofa (direkte Folge von 1. Sowie 2.)
Aber was will amn an Weihnachten auch anderes tun? Da trifft sich die Familie ein Mal im Jahr über mehr als 2 Tage komplett und dazu noch stressfrei (naja, weitgehend). Das muß ja im kalorinösen Delirium enden. Außerdem neigt sich, ganz nebenbei, auch wieder einmal ein Jahr dem Ende zu. Nein, nicht nur ein Jahr. Diesmal ist es gar ein Jahrzehnt. Meine Fresse, wie schnell das wieder vorbei wahr. Eben noch sehe ich mich vor 10 Jahren die Weihnachtsnachtschicht im Altenheim schieben... und nun bin ich, nur ein Studium später, hier an diesem PC. Gnadenlos überfressen, aber irgendwie glücklich; selbst wenn ich irgendwie kein Fleisch mehr sehen kann! (Ja, haltet`s mir nur vor wenn ihr wollt ;-) ). Aber ein Jahrzehnt zu begutachten, das wird dann wohl etwas zu umfangreich. Was bleibt also von 2009?!?
Januar
Während der Russe im Januar dem Ukrainer (und damit (un-)willkürlich auch uns) das Gas abdrehte, legalisierte man in Norwegen die gleichgeschlechtliche Ehe (kalt UND einsam ist halt auch irgendwie Scheiße!) Des Weiteren wurde der global als Heilsbringer gefeierte Obama vereidigt. Die nächsten Monate sollte er, neben Euphorie, auch Skepsis schüren. Zu dumm auch, dass nicht mal der Friedensnobelpreis übertünchen kann, wenn man grade zwei Kriege (öhm nee “kriegsähnliche Zustände” meine ich... aber dazu später) am Hals hat. Aber der Barack wirds schon schaukeln; wenn nicht, dann sieht er beim Versagen wenigstens nicht so dusselig aus wie sein Vorgänger. Persönlich? Naja, mal abgesehen von meiner neuen Russenmütze... erstmal nichts Spektakuläres. Auch konzerttechnisch sollten die Highlights ja erst noch kommen.
Februar
Kalr wars, was nicht weiter überrascht. Eher schon, dass Bänker mittlerweile einen schlechteren ruf haben als IKEA-Regale. Im Gegensatz zu IKEA-Regalen aber nicht auf den Niedlichkeitsfaktor bauen können. Nachdem die “HRE” staatlich aus der Scheiße gezerrt und mit öffentlichen Geldern vollgepumpt wurde, dass den Bossen Hören und Sehen verging, wurde man beim Rest des “Finanzmarktstabilisierungsgesetztes” wieder ganz Ohr. “Verstaatlichung von Banken” (im Extremfall)... das durfte doch nicht wahr sein. Dass die “öffentliche Hand” die Herren schon mit dem fünffachen Zeitwert ihrer abgewirtschafteten Zertifikatsklitsche bezuschußt hatte, das fiel wieder keinem der Herren ein. Bloß gut, dass bis auf Guidos Deregulierungsheinis keiner drauf ansprang.
Persönlich? Naja, erstes Konzerthighlight. Mit meiner Mutter (ihr Weihnachtsgeschenk) erst zum Sushi-Mann und dann gediegen zu Rainald Grebe und seiner Kapelle der Versöhnung in die Stadthalle. Großes Unterhaltungstennis fernab jeglicher Ernsthaftigkeit, mal abgesehen von jenen bitterbösen Bezügen zur Realität. Schön wars. :-)
März
Immernoch Finanzkrise und außer den Präsidentschaftswahlen in El Salvador war irgendwie auch nix los! Laaaaaaaaaaang-weilig!
April
Der Frühling kündigte sich an, Zeit um wieder einen zünftigen Camping-Ausflug mit dem ganzen Dorf zu unternehmen! Zumindest riet der Silvio B. Dies seinen Untertanen aus L’Aquila nachdem deren Kaff von einem Erdbeben verwüstet wurde. Bei so viel Dreisigkeit fiel manchen doch glatt der Dom aus dem Gesicht! Ansonsten wurde in der Republik fleißig weiter abgewrackt was das Zeug hielt. So mancher Youngtimer mit fünfstelligem Zeitwert wurde über den automobilen Jordan geschickt nur um Vater Staat zweieinhalb tausend Tacken aus dem Kreuz zu leiern und statt mit dem ollen Bentley standesgemäß mit dem Corsa repräsentieren zu können. Musik? Jo! War wieder was angesagt, nämlich die finnischen Lebersiebe von Eläkälaiset im Karlsruher Substage. Schöne Location, dazu ein paar Bierchen und sich den ganzen Wahnsinn mal angeschaut. Außerdem das Substage gleich mal auf die Liste der “coolen Locations für dreckige Rockkonzerte” gesetzt (zu Schade, dass ich im Mai nicht zu Monster Magnet an diesen Ort zurückkehren konnte... der Wyndorf hat bestimmt seinen Spaß gehabt da drin).
Mai
Alles neu macht der Mai. -> Abwrackprämie weiterhin aktuell. Außerdem darf der Bundeshorst fünf weitere Jahren am Rande des Populismus mit seiner Pseudoeloquenz rumexperimentieren. (Gut, man hatte unterm Strich auch nur die Wahl zwischen Not un Elend wenn ihr mich fragt). Viel Wichtiger, besonders für mich, ist der 150. Geburtstag von Sir Arthur Conan Doyle. Sherlock Holmes ROCKT! Danke Arthur!
Während meine Schwester und ich am 7.Mai in die Leipziger Arena stürzen und uns mit “METALLI*fuckin`*CA” den ersten musikalischen Herzenswunsch 2009 erfüllen (schlanke 90 Tacken haben wir pro Karte hingelegt... und DAS WAR JEDEN CENT WERT!!!!!!!!), kündigt sich für Dezember Motörhead in Chemnitz an -> so früh habe ich wohl noch nie Karten gekauft!
In Dettmold tobt derweil vom 11. - 23. Mai die Weltmeisterschaft im Sportkegeln!
Juni
Europawahl! Gemessen an dem ganzen Bohei ringsherum hat man eigentlich nicht unbedingt den Eindruck, dass sich auch nur ansatzweise etwas geändert hat. Wer bei den Sitzungsterminen abwesend ist, scheint also auch egal zu sein.
Außerdem geht der King of Pop von uns. Als viele, mich eingeschlossen, behauptet haben, dass er die angekündigten Comeback-Konzerte sowieso nicht durchsteht, hatten wir zwar Recht, es aber bestimmt nicht so gemeint wie es dann eintrat. Tragisch, ohne Zweifel. Der Tod einer medial gebeutelten Kunstfigur, an der rein optisch im Jahre 2009 nichts, aber auch gar nichts mehr an den genialen Musiker erinnerte, der uns in den 80ern “Thriller” oder “Bad” schenkte. Oder “Dangerous” Anfang der 90er... mein erstes selbst zusammengespartes Doppelvinyl... hach, ein Hammeralbum. Genau genommen sogar das letzte Große von ihm. Auch wenn Jackson der Wirklichkeit am Ende derart entrückt war, wie er es nunmal war, unterm Strich ist ein ganz Großer von uns gegangen. R.I.P. Michael!
Einen eher seltsamen Tod fügte sich David Caradine zu, seines Zeichens Mr “Kung-Fu” und Bill persönlich. Ein Held des B-Movies starb bei autoerotischen Spielen im Kleiderschrank... mit Strick um den Hals in einem Hotel in Bangkok. Ohne es böse oder zynisch zu meinen: Irgendwie ein passender Abgang. Auch du: R.I.P. David Carradine!
Ansonsten? *Licht aus mach* Nick Cave an The Bad Seeds in einer der schönsten Locations Live gesehen. In der Jungen Garde Dresden. Kleines, aber sehr feines Konzert, Cave in Hochform und die Version von “Stagger Lee” wird für immer hängen bleiben! Bis auf das Tageslicht passte an diesem 21.06.2009 einfach alles!
Juli
Außer, dass wir 40 Jahre Mondlandung feierten, war eigentlich erstmal nicht viel los in der Welt. Finanzkrise und Abwrackprämie braucht man ja eh nicht großartig erwähnen. Aber sonst? Nee, irgendwie traf das Sommerloch dieses Jahr schon nen halben Monat früher ein. Auch so ein Zeichen von Krise, wenn ihr mich fragt.
Ansonsten gab es am 24.07. Mit Emiliana Torrini die Nr. 2. Meiner last.fm - Charts zum absoluten Schnäppchenpreis in der beschaulichen Kulturarena Jena. Gemeinsam mit Schwester und Freundin, dem GVH mit der seinen und dem nervtötenden Teenievolk durchte man einen recht unterhaltsamen Abend verleben. Jungle Drum wurde vond er Emiliana zwar ordnungsgemäß in den Sand gesetzt, aber der Rest des Konzerts entschädigte für so einiges. Denkwürdiger “meißel-mich-in-Stein-Augenblick”: Der Regenbogen links neben der Bühne bei Sunny Road... PERFEKT!!!!
August (!!!!)
Weltgeschehen? Scheiß` drauf! Pear Jam im Rotterdam und Berlin gesehen! Wishlist und Nothingman in Holland in bezaubernden Versionen gehört und in der Wuhlheide dann dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Eine Setlist zum Niederknien! Von “Nothing as it Seems” bis hin zum furiosen Finale mit “Sonic Reducer”, “Rockin In The Free World” und “Yellow Ledbetter” dazwischen solche Setlistträume wie “Bee girl” oder “Untitled/MFC”. “Alive” in der ultimativen Kilelrversion und ein “Betterman” zum Dahinschmelzen. Nee, besser gings nicht in diesem August! Jahresurlaub DELUXE! :-D
Ansonsten: Finanzkrise!
September
Der Onkel wird 29 und gönnt sich erstmal ne Konzertpause! Ansonsten lernen wir, dass in Afghanistan keineswegs Krieg geführt wird... sondern nur “kriegsähnliche Zustände” herrschen. Warum? Weil irgend ein Oberst präventiv mal zwei Tanklaster bombardieren ließ. Im Krieg zu verkraften, unter “kriegsähnlichen Zuständen” eine Affront! Ich wäre ja mal dankbar, wenn man die Differenz mal definieren könnte. Für mich persönlich macht das nämlich keinen allzu großen Unterschied. Wiedermal hat mMn keiner den Arsch in der Hose das Kind beim Namen zu nennen. Im Nachhinein betrachtet kann sowas noch drei bis vier Monate später für manche ein böses Erwachen nach sich ziehen.
Ansonsten: Keine Konzerte (mal ein Monat Pause). Ach ja: Patrick Swayze stirbt nach langer Krankheit - und die Generation “Dirty Dancing” weint.
Oktober
Der Herminator erklärt seinen Rücktritt... “Quelle” irgendwie auch! Wir alle, oder zumindest die Chinsen, feiern 60 Jahre China. Gut, geschichtlich ein etwas zweifelhaftes Weltbild, aber 60 Jahre Volksrepublik dürfens dann schon sein.
Ansonsten verleire ich mein Handy am Tag meines Besuches beim “Mr. Moustache” persönlich und erhalte es einen tag später gegen eine Flasche russischen Sekt und fünf Euro im Kino zurück. (Kafkaesk, was?!? Stimmt aber! ;-)). Außerdem konnte ich nach einem qualitativ hochwertigen Konzertabend die Eagles of Death Metal mit Frontmann-Derwisch Jesse Hughes auf meiner Konzertliste abhaken. Großartig diese Typen!
November
Ei, schon November! Neben dem großmopplig gefeierten Mauerfallsjubiläum (20 Jahre) sticht vor allem der Selbstmord Robert Enkes hervor. Traurig, neben Enkes Schicksal an sich, vor allem, dass 14 Tage später schon wieder Stadionausgänge besetzt und Busse beworfen werden, nur weils mal wieder nicht zum Sieg gelangt hat. Manche lernen es nie, dass das nur Fußball ist worum es hier geht!
Ansonsten? Klar, RAMMSTEIN in Leipzig. Großartige Show, geiles Konzert! Jeder Zeit gerne wieder! Schade nur, dass ich für Chemnitz keine Karte bekommen habe.
Dezember
Jo, in Echtzeit sind wir wieder hier wo alles im Januar begann. An dieser Tastatur, in diesem Zimmer! Der Schumi kommt zurück, toll, was?!? Mich läßt`s eher kalt, aber mal sehen was der alte Mann aus seinem Benz noch rauskitzeln kann. Ansonsten gings bei Motörhead in der Arena rund! Da ich den Bericht aber auf meinem Rechner zu Hause liegen habe (halb fertig), will ich hier nicht weiter vorgreifen. Weihnachten war schön, Syvester wirds hoffentlich auch. Hmm... das wars tatsächlich schon wieder, das Jahr!
2009 geht zu Ende und mit ihm die “Nuller-Jahre”, was meiner Meinung nach so ziemlich der dämlichste Neologismus der letzten Dekade ist! Für 2010 steht schon wieder so einiges an. Neben der Pearl Jam Tour im Juni / Juli auch auch eine Fußball WM nebst Winterolympiade. Na, warten wirs mal ab, was das Jahr bringen wird. Haltet alle die Ohren steif da draußen! :-)
Viele Grüße und einen guten Rutsch wünscht euch...
Der Onkel!
PS: Ein kleiner Nachschlag noch. Folgesde(s) wurde(n) 2009 geehrt:
-Der Braunbrustigel (Wildtier des Jahres)
-Der Fenchel (Arzneipflanze des Jahres)
-Der Gorilla... als nichts “des Jahres”, vielmehr war 2009 gleich “das Jahr des Gorillas”.
-Abwrackprämie (Wort des Jahres)
-Abwrackprämie (Unwort des Jahres... )
Huiii, da ist schon wieder 2. Weihnachtsfeiertag und das Einzige, was man die vergangenen 72 Stunden auf die Reihe gekriegt hat besteht:
1. im Verdrücken von Unmengen möglichst fetttriefender, aber dennoch schmackhafter, Nahrung;
2. Im erfolgreichen Blitzkrieg gegen die mütterlichen Schnapsreserven (direkte Folge von 1.)
Und 3. Im Verschlafen ganzer Tagesabschnitte auf einem beliebigen Sofa (direkte Folge von 1. Sowie 2.)
Aber was will amn an Weihnachten auch anderes tun? Da trifft sich die Familie ein Mal im Jahr über mehr als 2 Tage komplett und dazu noch stressfrei (naja, weitgehend). Das muß ja im kalorinösen Delirium enden. Außerdem neigt sich, ganz nebenbei, auch wieder einmal ein Jahr dem Ende zu. Nein, nicht nur ein Jahr. Diesmal ist es gar ein Jahrzehnt. Meine Fresse, wie schnell das wieder vorbei wahr. Eben noch sehe ich mich vor 10 Jahren die Weihnachtsnachtschicht im Altenheim schieben... und nun bin ich, nur ein Studium später, hier an diesem PC. Gnadenlos überfressen, aber irgendwie glücklich; selbst wenn ich irgendwie kein Fleisch mehr sehen kann! (Ja, haltet`s mir nur vor wenn ihr wollt ;-) ). Aber ein Jahrzehnt zu begutachten, das wird dann wohl etwas zu umfangreich. Was bleibt also von 2009?!?
Januar
Während der Russe im Januar dem Ukrainer (und damit (un-)willkürlich auch uns) das Gas abdrehte, legalisierte man in Norwegen die gleichgeschlechtliche Ehe (kalt UND einsam ist halt auch irgendwie Scheiße!) Des Weiteren wurde der global als Heilsbringer gefeierte Obama vereidigt. Die nächsten Monate sollte er, neben Euphorie, auch Skepsis schüren. Zu dumm auch, dass nicht mal der Friedensnobelpreis übertünchen kann, wenn man grade zwei Kriege (öhm nee “kriegsähnliche Zustände” meine ich... aber dazu später) am Hals hat. Aber der Barack wirds schon schaukeln; wenn nicht, dann sieht er beim Versagen wenigstens nicht so dusselig aus wie sein Vorgänger. Persönlich? Naja, mal abgesehen von meiner neuen Russenmütze... erstmal nichts Spektakuläres. Auch konzerttechnisch sollten die Highlights ja erst noch kommen.
Februar
Kalr wars, was nicht weiter überrascht. Eher schon, dass Bänker mittlerweile einen schlechteren ruf haben als IKEA-Regale. Im Gegensatz zu IKEA-Regalen aber nicht auf den Niedlichkeitsfaktor bauen können. Nachdem die “HRE” staatlich aus der Scheiße gezerrt und mit öffentlichen Geldern vollgepumpt wurde, dass den Bossen Hören und Sehen verging, wurde man beim Rest des “Finanzmarktstabilisierungsgesetztes” wieder ganz Ohr. “Verstaatlichung von Banken” (im Extremfall)... das durfte doch nicht wahr sein. Dass die “öffentliche Hand” die Herren schon mit dem fünffachen Zeitwert ihrer abgewirtschafteten Zertifikatsklitsche bezuschußt hatte, das fiel wieder keinem der Herren ein. Bloß gut, dass bis auf Guidos Deregulierungsheinis keiner drauf ansprang.
Persönlich? Naja, erstes Konzerthighlight. Mit meiner Mutter (ihr Weihnachtsgeschenk) erst zum Sushi-Mann und dann gediegen zu Rainald Grebe und seiner Kapelle der Versöhnung in die Stadthalle. Großes Unterhaltungstennis fernab jeglicher Ernsthaftigkeit, mal abgesehen von jenen bitterbösen Bezügen zur Realität. Schön wars. :-)
März
Immernoch Finanzkrise und außer den Präsidentschaftswahlen in El Salvador war irgendwie auch nix los! Laaaaaaaaaaang-weilig!
April
Der Frühling kündigte sich an, Zeit um wieder einen zünftigen Camping-Ausflug mit dem ganzen Dorf zu unternehmen! Zumindest riet der Silvio B. Dies seinen Untertanen aus L’Aquila nachdem deren Kaff von einem Erdbeben verwüstet wurde. Bei so viel Dreisigkeit fiel manchen doch glatt der Dom aus dem Gesicht! Ansonsten wurde in der Republik fleißig weiter abgewrackt was das Zeug hielt. So mancher Youngtimer mit fünfstelligem Zeitwert wurde über den automobilen Jordan geschickt nur um Vater Staat zweieinhalb tausend Tacken aus dem Kreuz zu leiern und statt mit dem ollen Bentley standesgemäß mit dem Corsa repräsentieren zu können. Musik? Jo! War wieder was angesagt, nämlich die finnischen Lebersiebe von Eläkälaiset im Karlsruher Substage. Schöne Location, dazu ein paar Bierchen und sich den ganzen Wahnsinn mal angeschaut. Außerdem das Substage gleich mal auf die Liste der “coolen Locations für dreckige Rockkonzerte” gesetzt (zu Schade, dass ich im Mai nicht zu Monster Magnet an diesen Ort zurückkehren konnte... der Wyndorf hat bestimmt seinen Spaß gehabt da drin).
Mai
Alles neu macht der Mai. -> Abwrackprämie weiterhin aktuell. Außerdem darf der Bundeshorst fünf weitere Jahren am Rande des Populismus mit seiner Pseudoeloquenz rumexperimentieren. (Gut, man hatte unterm Strich auch nur die Wahl zwischen Not un Elend wenn ihr mich fragt). Viel Wichtiger, besonders für mich, ist der 150. Geburtstag von Sir Arthur Conan Doyle. Sherlock Holmes ROCKT! Danke Arthur!
Während meine Schwester und ich am 7.Mai in die Leipziger Arena stürzen und uns mit “METALLI*fuckin`*CA” den ersten musikalischen Herzenswunsch 2009 erfüllen (schlanke 90 Tacken haben wir pro Karte hingelegt... und DAS WAR JEDEN CENT WERT!!!!!!!!), kündigt sich für Dezember Motörhead in Chemnitz an -> so früh habe ich wohl noch nie Karten gekauft!
In Dettmold tobt derweil vom 11. - 23. Mai die Weltmeisterschaft im Sportkegeln!
Juni
Europawahl! Gemessen an dem ganzen Bohei ringsherum hat man eigentlich nicht unbedingt den Eindruck, dass sich auch nur ansatzweise etwas geändert hat. Wer bei den Sitzungsterminen abwesend ist, scheint also auch egal zu sein.
Außerdem geht der King of Pop von uns. Als viele, mich eingeschlossen, behauptet haben, dass er die angekündigten Comeback-Konzerte sowieso nicht durchsteht, hatten wir zwar Recht, es aber bestimmt nicht so gemeint wie es dann eintrat. Tragisch, ohne Zweifel. Der Tod einer medial gebeutelten Kunstfigur, an der rein optisch im Jahre 2009 nichts, aber auch gar nichts mehr an den genialen Musiker erinnerte, der uns in den 80ern “Thriller” oder “Bad” schenkte. Oder “Dangerous” Anfang der 90er... mein erstes selbst zusammengespartes Doppelvinyl... hach, ein Hammeralbum. Genau genommen sogar das letzte Große von ihm. Auch wenn Jackson der Wirklichkeit am Ende derart entrückt war, wie er es nunmal war, unterm Strich ist ein ganz Großer von uns gegangen. R.I.P. Michael!
Einen eher seltsamen Tod fügte sich David Caradine zu, seines Zeichens Mr “Kung-Fu” und Bill persönlich. Ein Held des B-Movies starb bei autoerotischen Spielen im Kleiderschrank... mit Strick um den Hals in einem Hotel in Bangkok. Ohne es böse oder zynisch zu meinen: Irgendwie ein passender Abgang. Auch du: R.I.P. David Carradine!
Ansonsten? *Licht aus mach* Nick Cave an The Bad Seeds in einer der schönsten Locations Live gesehen. In der Jungen Garde Dresden. Kleines, aber sehr feines Konzert, Cave in Hochform und die Version von “Stagger Lee” wird für immer hängen bleiben! Bis auf das Tageslicht passte an diesem 21.06.2009 einfach alles!
Juli
Außer, dass wir 40 Jahre Mondlandung feierten, war eigentlich erstmal nicht viel los in der Welt. Finanzkrise und Abwrackprämie braucht man ja eh nicht großartig erwähnen. Aber sonst? Nee, irgendwie traf das Sommerloch dieses Jahr schon nen halben Monat früher ein. Auch so ein Zeichen von Krise, wenn ihr mich fragt.
Ansonsten gab es am 24.07. Mit Emiliana Torrini die Nr. 2. Meiner last.fm - Charts zum absoluten Schnäppchenpreis in der beschaulichen Kulturarena Jena. Gemeinsam mit Schwester und Freundin, dem GVH mit der seinen und dem nervtötenden Teenievolk durchte man einen recht unterhaltsamen Abend verleben. Jungle Drum wurde vond er Emiliana zwar ordnungsgemäß in den Sand gesetzt, aber der Rest des Konzerts entschädigte für so einiges. Denkwürdiger “meißel-mich-in-Stein-Augenblick”: Der Regenbogen links neben der Bühne bei Sunny Road... PERFEKT!!!!
August (!!!!)
Weltgeschehen? Scheiß` drauf! Pear Jam im Rotterdam und Berlin gesehen! Wishlist und Nothingman in Holland in bezaubernden Versionen gehört und in der Wuhlheide dann dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Eine Setlist zum Niederknien! Von “Nothing as it Seems” bis hin zum furiosen Finale mit “Sonic Reducer”, “Rockin In The Free World” und “Yellow Ledbetter” dazwischen solche Setlistträume wie “Bee girl” oder “Untitled/MFC”. “Alive” in der ultimativen Kilelrversion und ein “Betterman” zum Dahinschmelzen. Nee, besser gings nicht in diesem August! Jahresurlaub DELUXE! :-D
Ansonsten: Finanzkrise!
September
Der Onkel wird 29 und gönnt sich erstmal ne Konzertpause! Ansonsten lernen wir, dass in Afghanistan keineswegs Krieg geführt wird... sondern nur “kriegsähnliche Zustände” herrschen. Warum? Weil irgend ein Oberst präventiv mal zwei Tanklaster bombardieren ließ. Im Krieg zu verkraften, unter “kriegsähnlichen Zuständen” eine Affront! Ich wäre ja mal dankbar, wenn man die Differenz mal definieren könnte. Für mich persönlich macht das nämlich keinen allzu großen Unterschied. Wiedermal hat mMn keiner den Arsch in der Hose das Kind beim Namen zu nennen. Im Nachhinein betrachtet kann sowas noch drei bis vier Monate später für manche ein böses Erwachen nach sich ziehen.
Ansonsten: Keine Konzerte (mal ein Monat Pause). Ach ja: Patrick Swayze stirbt nach langer Krankheit - und die Generation “Dirty Dancing” weint.
Oktober
Der Herminator erklärt seinen Rücktritt... “Quelle” irgendwie auch! Wir alle, oder zumindest die Chinsen, feiern 60 Jahre China. Gut, geschichtlich ein etwas zweifelhaftes Weltbild, aber 60 Jahre Volksrepublik dürfens dann schon sein.
Ansonsten verleire ich mein Handy am Tag meines Besuches beim “Mr. Moustache” persönlich und erhalte es einen tag später gegen eine Flasche russischen Sekt und fünf Euro im Kino zurück. (Kafkaesk, was?!? Stimmt aber! ;-)). Außerdem konnte ich nach einem qualitativ hochwertigen Konzertabend die Eagles of Death Metal mit Frontmann-Derwisch Jesse Hughes auf meiner Konzertliste abhaken. Großartig diese Typen!
November
Ei, schon November! Neben dem großmopplig gefeierten Mauerfallsjubiläum (20 Jahre) sticht vor allem der Selbstmord Robert Enkes hervor. Traurig, neben Enkes Schicksal an sich, vor allem, dass 14 Tage später schon wieder Stadionausgänge besetzt und Busse beworfen werden, nur weils mal wieder nicht zum Sieg gelangt hat. Manche lernen es nie, dass das nur Fußball ist worum es hier geht!
Ansonsten? Klar, RAMMSTEIN in Leipzig. Großartige Show, geiles Konzert! Jeder Zeit gerne wieder! Schade nur, dass ich für Chemnitz keine Karte bekommen habe.
Dezember
Jo, in Echtzeit sind wir wieder hier wo alles im Januar begann. An dieser Tastatur, in diesem Zimmer! Der Schumi kommt zurück, toll, was?!? Mich läßt`s eher kalt, aber mal sehen was der alte Mann aus seinem Benz noch rauskitzeln kann. Ansonsten gings bei Motörhead in der Arena rund! Da ich den Bericht aber auf meinem Rechner zu Hause liegen habe (halb fertig), will ich hier nicht weiter vorgreifen. Weihnachten war schön, Syvester wirds hoffentlich auch. Hmm... das wars tatsächlich schon wieder, das Jahr!
2009 geht zu Ende und mit ihm die “Nuller-Jahre”, was meiner Meinung nach so ziemlich der dämlichste Neologismus der letzten Dekade ist! Für 2010 steht schon wieder so einiges an. Neben der Pearl Jam Tour im Juni / Juli auch auch eine Fußball WM nebst Winterolympiade. Na, warten wirs mal ab, was das Jahr bringen wird. Haltet alle die Ohren steif da draußen! :-)
Viele Grüße und einen guten Rutsch wünscht euch...
Der Onkel!
PS: Ein kleiner Nachschlag noch. Folgesde(s) wurde(n) 2009 geehrt:
-Der Braunbrustigel (Wildtier des Jahres)
-Der Fenchel (Arzneipflanze des Jahres)
-Der Gorilla... als nichts “des Jahres”, vielmehr war 2009 gleich “das Jahr des Gorillas”.
-Abwrackprämie (Wort des Jahres)
-Abwrackprämie (Unwort des Jahres... )
Samstag, 19.12.2009
EIN LIED ÜBER ZENSUR -> Rammstein am 24.11.2009 in der Arena Leipzig
(Die Ärzte)
Zugegeben, ich war säumig in den letzten drei Wochen! Unentschuldbar ist sowas, gerade wenns um Konzertberichte geht. Da wir aber nicht auch den letzten Metern des Konzertjahres noch den guten Ruf ruinieren wollen, werden meine Tastatur und ich die Lücke jetzt gemeinsam zu schließen wissen. Los gehts mit dem 24.11.2009, an dem es uns in die unendlichen Weiten des Sachsenlandes hinaus verschlug. Ziel war mit der Arena in Leipzig eine gute, alte Bekannte. Tolle Halle, bislang eigentlich immer eine annehmbare Orga und die Konzerte waren obendrein auch immer ne feine Sache. Aus diesem Jahr kann ich da nur an Metallica im Mai erinnern... Hell Yeah! Jedenfalls gings per PKW aus Chemnitz heraus in die suburbane Wildnis, welche so zwischen Heimatstadt und Leipzig liegt. Da ich nicht fahren mußte, konnte schon im Auto das obligate Konzertbier eröffnet werden. An der Halle selbst angekommen waren wir zunächst etwas überrascht... Riesenschlange am Eingang! Nachdem wir uns zunächst brav eingereiht hatten und uns geflissentlich über so einen Heini amüsierten, der versuchte Dosenbier ans wartende Volk zu bringen, entschieden wir uns dann doch zum Vordrängeln. Also die Schlange ca 100 Meter nach vorn geeilt und uns dreist (ich gebs ja zu) direkt am Einlassgitter eingereiht. Neben dem Effekt der Zeitersparnis von mindestens 3 Minuten hatten wir auch das Glück, relativ unbedrängt an Merch- und Bierstand zu gelangen. Dann erstmal in gewohnter Weise die Arena abgeschritten und sich an der überaus angenehmen gastronomischen Situation erfreut. Kurz vor Beginn nahmen wir dann unsere Plätze ein. Ich glaube, bei Rammstein-Konzerten muß man sich nicht wirklich für Sitzplätze entschuldigen, man kann vom Glück reden, wenn man überhaupt ne Karte bekommt. Also ab in die Plasteschale und die Vorband ertragen. Ertragen ist übrigens durchaus das richtige Stichwort... boah, waren die gruselig! “Combichrist” nannte sich dieses Konglomerat von hyperaktiven LSD - Gruftis, vom Klang her konnte man es bestenfalls als Hardcore-Techno mit Mandelentzündung beschreiben. Nee, das war nicht mein Fall. Außerdem ging mit der linke Trommler auf den Keks, der hatte den ganzen Auftritt über nix weiter zu tun, als auf seine Drums einzutreten, bis diese vom Drumkit fielen... dann kam ein hilfsbereiter Roadie und dübelte die Dinger während des Songs wieder an... dann latschte dieser Honk die nächste runter... und so weiter. Jedenfalls waren wir dann froh, also diese Truppe ihre Turntabels wieder einpackte und man sich getrost auf Rammstein vorbereiten konnte. Nach dem nächsten Bierchen, welche im Übrigen in schnieken Sammelbechern mit Motiv ausgegeben wurden, erlosch dann auch unter Jubelschreien endlich das Licht!!! Was nun folgt, wird (den Künstlern zu Ehren) im typischen Rammstein-Ductus geschildert:
Mitten in die Finsterrrnis der Halle platzten plötzlich ein anschwellendes Drrröhnen und Hacken, was darrrin gipfelte, dass sich auf beiden Seiten der Bühne, in geschätzten 4 - 5 Meterrrn Höhe, die Gitarrrrristen mittels einer Axt durch eine stilisierte Wand arrrbeiteten. Am Ende standen die Beiden dann im gleißenden Licht und zwischen ihnen bahnte sich Meisterrr Lindeman mittels eines Schneidbrrrenners seinen Weg durch eine (ebenso imaginärrre) Stahlplatte. Qualm und grrrelles Gegenlicht ließen bestenfalls den seltsamen rrroten Federrrschmuck an seinem Hals errrkennen. Als dann die Musik einsetzte und sich mit “Rammlied” ein schon fast operrrnhaft - epochaler Konzerrrteinstieg ankündigte, rrriss`Lindemann den Mund auf und... leuchtete! Hammerrr, da hat wohl jemand mit LED`s gespielt! ;-) Jedenfalls ein netterrr Einstieg. Da machte es auch kaum einen Unterrrschied, dass die Setlist der Tour kaum varrriiert und der Ablauf somit songtechnisch nicht gerrrade vor Überraschungsmomenten strrrotzt, die Show und das Ganze Drrrumherrrum entschädigen allemal dafür. Jedenfalls wurde dann, als man sich so richtig eingerrrockt hatte und das gerollte “Rrrrrr” dem Till flüssig von den Lippen ging, errrstmal orrrdnungsgemäß nachgelegt. Mit “B*******” und vor allem “Waidmans Heil” (mMn der Beste Song der neuen Platte) brrrachte man die Arena errrstmal zum kochen. Die eine oder anderrre rrrecht grrroßzügig eingesetzte Pyrrrotechnik-Einlage gab dem Ganzen dann noch die gewisse Würrrze. Berrreits zu diesem Zeitpunkt hatten die Jungs die Halle für sich gewonnen. (Wenngleich das Innenrrraumpublikum ab Mitte der Halle seltsam bewegungsarm agierrrte wenn ihr mich frrragt.) Laut warrren wirrr hingegen auf jeden Fall. Als dann mit “Keine Lust” und “Weißes Fleisch” auch noch zwei Stücke hinterherrr gehämmerrrt wurrrden, die getrrrost als Klassikerrr bezeichnet werrrden können, hatte man auch die Nostalgikerfrrraktion am Schlafittchen gepackt. Schöner Rrrefrrrain- Dialog bei “Keine Lust” übrrrigens. Bei “Weißes Fleisch” wurrrden dann die Pyrrros schon mal warrrmgeglüht. Ihr Einsatz sollte dann im folgenden “Feuer Frei” naturrrgemäß verstärrrkt geforrrdert sein. Es ist schon beeindrrruckend, was diese Kerrrle da mittels Pyrrrotechnik, Krrreativität und nerrr Menge grrrenzwerrrtigem Humor so für eine Show auf die Bühne zauberrrn. Alleine dafür lohnte sich der Besuch schon. Vom Knallerrr bis zum Flammenwerrrferrr kam nahezu alles zum Einsatz, was krrracht, blitzt, brrrennt oder stinkt... am Besten natürrrlich alles gleichzeitig. Außerdem wandelte sich die Bühnendeko währrrend des Konzerrrts forrrtlaufend, Beleuchtung noch geschickt eingesetzt und das viel zitierrrte “große Tennis” war umgesetzt.
Nach diesem rrrecht enerrrgiegeladenen Anfangsblock gings dann als nächstes zu den etwas leiserrren Tönen über. Mit “Wiener Blut” stieg man dann in, sagen wir mal “das krrränkste, nicht zensierrrte Stück der LIFAD” ein. Eine RRRICHTIG FINSTERRRE Liveverrrsion obendrrrein. Was der Lindemann alleine mit seiner Stimme an Atmosphärrre schafft, ist nahezu unglaublich. Ausgetobt hatten sich die Herrrrren dann wieder an der Deko: die über die gesamte Bühne verteilten Puppen, die an Strrricken von der Decke hingen, ließ man gegen Ende des Liedes nacheinanderrr explodierrren... . Grrrenzwertig? Vielleicht, aber alles Andere wäre auch eine Überrrrraschung gewesen. Danach wurrrde es mal so rrrichtig “schön”, mit “Frühling in Paris” gabs ein tolles Ballädchen. Hier würrrde ich, in Kombination mit “Wiener Blut”, den Begriff “Highlight” des Konzerrrts setzen.
Beim anschließend folgenden “Ich tu Dir weh” moderrrierte Till mal kurz die berrreits angedeutete Zensurrr(sula) an, welche es Rammstein leider auch verrrbietet, dieses Lied auf deutschem Boden zum Besten zu geben. Also gabs das Ganze mit Kuscheltierrr-Text. Die krrritischen Passagen wurden dann vom verkommenen, zivil ungehorrrsamen Publikum übernommen. Macht man doch nicht *fg*. Beim anschließenden “Liebe ist für alle da” konnte man sich mal zurrrück lehnen und durrrchatmen. Was auch dringend nötig war, sollte doch anschließend doch “Benzin” durch die Arena hämmern. YES! Ein inhaltlich total sinnfrrreierrr Song (es geht im Wesentlichen um... Benzin eben), aber genial trrreibend und Live die rrreinste Wucht! Übrrrigens: Seit “Ich tu Dir Weh”, wo errr als symbolischerrr Zensorrr im Schmelztiegel eingeäscherrrt wurrrde, latschte Keyboarrrderrr Flake unentwegt auf einem sich drrrehenden Laufband vor seinem Instrrrument rrrum. Dazu kam noch jenerrr kafkaeske Disko-Glitzerrrkugel-Ganzkörperanzug in dem errr das tat. Sockenschuß! ;-)
Nach “Benzin” kam man dann zu “Links 2 3 4 “ geschlossen im Stechschritt auf die Bühne marrrschiert um dann in eine nette Verrrsion von Du Hast überrrzugehen. Da rrrockte die Arrrena dann so rrrichtig.
Zum Abschluss des Hauptteils folgte nun noch der showtechnischen Höhepunkt, wenn ihrrr mich frrragt. “Pussy” wurrrde... na nennen wirrr es mal “darrrgeboten”! Till Lindemann trrrällerte den Song zunächst hinterrr einem Mikrrrofon”ständerrr”, welcherrr mit einem Halbkrrreis rrrosa Dildos verrrzierrrt warrr, bevorrr errr dann eine gigantische Penis-Kanone die Bühne entlang schob und die errrsten Rrreihen einschäumte. *LOL* Rrriesen Show!
Nach derrr nun folgenden Pause wurrrde die Halle zu “Sonne” zunächst in warrrmes, grrrellgelbes Licht getaucht. Als dann die errrsten Töne von “Haifisch” errrklangen sah man im Hintergrrrund schon, wie das Schlauchboot prrräparrriert wurde. Der “Glitzergnom” entstieg dem Laufband und schipperte selig überrr den Innenrrraum währrrend seine Bandkollegen den Beat zu Haifisch am Leben hielten. Berrreitwillig schob man das Schlauchboot nach entsprrrechenderrr Geste wieder gen Bühne. Eine Verrrneigung später brrrachte man dieses rrrecht eigenwillige “Mackie Messer” - Cover beeindrrruckend zu Ende. Warrr ja nurrr eine Frrrage der Zeit, wann Rammstein die Drrreigroschenoperrr allgemein, und das Morrritat im speziellen für sich entdecken. ;-) Als letzterrr Song des errrsten Zugabenblocks bekam man dann noch “Ich Will” mit orrrdentlichem Showprrrogramm geboten. Darrrüber Hinaus noch in einerrr Dialog-Verrrsion mit dem Publikum. Schönerrr Abschluss... dachte man! Denn die Kerls betraten die Bühne nochmals und verrrabschiedeten sich mit “Engel” nochmal standesgemäß. Alleine die brrrennenden, überrrdimensionalen Flügel, die man Till umgeschnallt hatte waren beeindrrruckend. Dann noch der gewohnt grrrollig vorrrgetrrragene Song mit sanftem, ja schon fast deprrressivem Ausklang (Till - Kopf hängend - schlurrrft hinterrr die Bühne). Jo, passenderrr, rrrunderrr Abschluss!
Also Fazit könnten man wohl sagen, dass das Konzert jeden Cent wert war. Ich war noch nie bei einer derart durchinszenierten, geplanten und perfekt abgestimmten Show. Zumal das dennoch nicht kasprig und überladen wirkte. Das Ding ging schon eher in Richtung “Theater - Noire” Finster inszeniertes Story-Telling mit einem ansehnlichen Budget für allerlei Brennbares. Das Ergebnis ist einfach nur beeindruckend und pure Unterhaltung. Auch wenn die Jungs (gelinde gesagt) “polarisieren”, eigentlich sollte dieses Spektakel Pflichtprogramm für jeden Rocker sein. Alleine der Moment, wenn auf der Bühne eine Flammenfontäne in die Höhe Schießt und man Bruchteile von Sekunden später von einer Wand auf Hitze getroffen wird... Hammer! Am Ende bleibts aber ner Geschmackssache, mir jedenfalls hat das vorzüglich gemundet! :-)
Zugegeben, ich war säumig in den letzten drei Wochen! Unentschuldbar ist sowas, gerade wenns um Konzertberichte geht. Da wir aber nicht auch den letzten Metern des Konzertjahres noch den guten Ruf ruinieren wollen, werden meine Tastatur und ich die Lücke jetzt gemeinsam zu schließen wissen. Los gehts mit dem 24.11.2009, an dem es uns in die unendlichen Weiten des Sachsenlandes hinaus verschlug. Ziel war mit der Arena in Leipzig eine gute, alte Bekannte. Tolle Halle, bislang eigentlich immer eine annehmbare Orga und die Konzerte waren obendrein auch immer ne feine Sache. Aus diesem Jahr kann ich da nur an Metallica im Mai erinnern... Hell Yeah! Jedenfalls gings per PKW aus Chemnitz heraus in die suburbane Wildnis, welche so zwischen Heimatstadt und Leipzig liegt. Da ich nicht fahren mußte, konnte schon im Auto das obligate Konzertbier eröffnet werden. An der Halle selbst angekommen waren wir zunächst etwas überrascht... Riesenschlange am Eingang! Nachdem wir uns zunächst brav eingereiht hatten und uns geflissentlich über so einen Heini amüsierten, der versuchte Dosenbier ans wartende Volk zu bringen, entschieden wir uns dann doch zum Vordrängeln. Also die Schlange ca 100 Meter nach vorn geeilt und uns dreist (ich gebs ja zu) direkt am Einlassgitter eingereiht. Neben dem Effekt der Zeitersparnis von mindestens 3 Minuten hatten wir auch das Glück, relativ unbedrängt an Merch- und Bierstand zu gelangen. Dann erstmal in gewohnter Weise die Arena abgeschritten und sich an der überaus angenehmen gastronomischen Situation erfreut. Kurz vor Beginn nahmen wir dann unsere Plätze ein. Ich glaube, bei Rammstein-Konzerten muß man sich nicht wirklich für Sitzplätze entschuldigen, man kann vom Glück reden, wenn man überhaupt ne Karte bekommt. Also ab in die Plasteschale und die Vorband ertragen. Ertragen ist übrigens durchaus das richtige Stichwort... boah, waren die gruselig! “Combichrist” nannte sich dieses Konglomerat von hyperaktiven LSD - Gruftis, vom Klang her konnte man es bestenfalls als Hardcore-Techno mit Mandelentzündung beschreiben. Nee, das war nicht mein Fall. Außerdem ging mit der linke Trommler auf den Keks, der hatte den ganzen Auftritt über nix weiter zu tun, als auf seine Drums einzutreten, bis diese vom Drumkit fielen... dann kam ein hilfsbereiter Roadie und dübelte die Dinger während des Songs wieder an... dann latschte dieser Honk die nächste runter... und so weiter. Jedenfalls waren wir dann froh, also diese Truppe ihre Turntabels wieder einpackte und man sich getrost auf Rammstein vorbereiten konnte. Nach dem nächsten Bierchen, welche im Übrigen in schnieken Sammelbechern mit Motiv ausgegeben wurden, erlosch dann auch unter Jubelschreien endlich das Licht!!! Was nun folgt, wird (den Künstlern zu Ehren) im typischen Rammstein-Ductus geschildert:
Mitten in die Finsterrrnis der Halle platzten plötzlich ein anschwellendes Drrröhnen und Hacken, was darrrin gipfelte, dass sich auf beiden Seiten der Bühne, in geschätzten 4 - 5 Meterrrn Höhe, die Gitarrrrristen mittels einer Axt durch eine stilisierte Wand arrrbeiteten. Am Ende standen die Beiden dann im gleißenden Licht und zwischen ihnen bahnte sich Meisterrr Lindeman mittels eines Schneidbrrrenners seinen Weg durch eine (ebenso imaginärrre) Stahlplatte. Qualm und grrrelles Gegenlicht ließen bestenfalls den seltsamen rrroten Federrrschmuck an seinem Hals errrkennen. Als dann die Musik einsetzte und sich mit “Rammlied” ein schon fast operrrnhaft - epochaler Konzerrrteinstieg ankündigte, rrriss`Lindemann den Mund auf und... leuchtete! Hammerrr, da hat wohl jemand mit LED`s gespielt! ;-) Jedenfalls ein netterrr Einstieg. Da machte es auch kaum einen Unterrrschied, dass die Setlist der Tour kaum varrriiert und der Ablauf somit songtechnisch nicht gerrrade vor Überraschungsmomenten strrrotzt, die Show und das Ganze Drrrumherrrum entschädigen allemal dafür. Jedenfalls wurde dann, als man sich so richtig eingerrrockt hatte und das gerollte “Rrrrrr” dem Till flüssig von den Lippen ging, errrstmal orrrdnungsgemäß nachgelegt. Mit “B*******” und vor allem “Waidmans Heil” (mMn der Beste Song der neuen Platte) brrrachte man die Arena errrstmal zum kochen. Die eine oder anderrre rrrecht grrroßzügig eingesetzte Pyrrrotechnik-Einlage gab dem Ganzen dann noch die gewisse Würrrze. Berrreits zu diesem Zeitpunkt hatten die Jungs die Halle für sich gewonnen. (Wenngleich das Innenrrraumpublikum ab Mitte der Halle seltsam bewegungsarm agierrrte wenn ihr mich frrragt.) Laut warrren wirrr hingegen auf jeden Fall. Als dann mit “Keine Lust” und “Weißes Fleisch” auch noch zwei Stücke hinterherrr gehämmerrrt wurrrden, die getrrrost als Klassikerrr bezeichnet werrrden können, hatte man auch die Nostalgikerfrrraktion am Schlafittchen gepackt. Schöner Rrrefrrrain- Dialog bei “Keine Lust” übrrrigens. Bei “Weißes Fleisch” wurrrden dann die Pyrrros schon mal warrrmgeglüht. Ihr Einsatz sollte dann im folgenden “Feuer Frei” naturrrgemäß verstärrrkt geforrrdert sein. Es ist schon beeindrrruckend, was diese Kerrrle da mittels Pyrrrotechnik, Krrreativität und nerrr Menge grrrenzwerrrtigem Humor so für eine Show auf die Bühne zauberrrn. Alleine dafür lohnte sich der Besuch schon. Vom Knallerrr bis zum Flammenwerrrferrr kam nahezu alles zum Einsatz, was krrracht, blitzt, brrrennt oder stinkt... am Besten natürrrlich alles gleichzeitig. Außerdem wandelte sich die Bühnendeko währrrend des Konzerrrts forrrtlaufend, Beleuchtung noch geschickt eingesetzt und das viel zitierrrte “große Tennis” war umgesetzt.
Nach diesem rrrecht enerrrgiegeladenen Anfangsblock gings dann als nächstes zu den etwas leiserrren Tönen über. Mit “Wiener Blut” stieg man dann in, sagen wir mal “das krrränkste, nicht zensierrrte Stück der LIFAD” ein. Eine RRRICHTIG FINSTERRRE Liveverrrsion obendrrrein. Was der Lindemann alleine mit seiner Stimme an Atmosphärrre schafft, ist nahezu unglaublich. Ausgetobt hatten sich die Herrrrren dann wieder an der Deko: die über die gesamte Bühne verteilten Puppen, die an Strrricken von der Decke hingen, ließ man gegen Ende des Liedes nacheinanderrr explodierrren... . Grrrenzwertig? Vielleicht, aber alles Andere wäre auch eine Überrrrraschung gewesen. Danach wurrrde es mal so rrrichtig “schön”, mit “Frühling in Paris” gabs ein tolles Ballädchen. Hier würrrde ich, in Kombination mit “Wiener Blut”, den Begriff “Highlight” des Konzerrrts setzen.
Beim anschließend folgenden “Ich tu Dir weh” moderrrierte Till mal kurz die berrreits angedeutete Zensurrr(sula) an, welche es Rammstein leider auch verrrbietet, dieses Lied auf deutschem Boden zum Besten zu geben. Also gabs das Ganze mit Kuscheltierrr-Text. Die krrritischen Passagen wurden dann vom verkommenen, zivil ungehorrrsamen Publikum übernommen. Macht man doch nicht *fg*. Beim anschließenden “Liebe ist für alle da” konnte man sich mal zurrrück lehnen und durrrchatmen. Was auch dringend nötig war, sollte doch anschließend doch “Benzin” durch die Arena hämmern. YES! Ein inhaltlich total sinnfrrreierrr Song (es geht im Wesentlichen um... Benzin eben), aber genial trrreibend und Live die rrreinste Wucht! Übrrrigens: Seit “Ich tu Dir Weh”, wo errr als symbolischerrr Zensorrr im Schmelztiegel eingeäscherrrt wurrrde, latschte Keyboarrrderrr Flake unentwegt auf einem sich drrrehenden Laufband vor seinem Instrrrument rrrum. Dazu kam noch jenerrr kafkaeske Disko-Glitzerrrkugel-Ganzkörperanzug in dem errr das tat. Sockenschuß! ;-)
Nach “Benzin” kam man dann zu “Links 2 3 4 “ geschlossen im Stechschritt auf die Bühne marrrschiert um dann in eine nette Verrrsion von Du Hast überrrzugehen. Da rrrockte die Arrrena dann so rrrichtig.
Zum Abschluss des Hauptteils folgte nun noch der showtechnischen Höhepunkt, wenn ihrrr mich frrragt. “Pussy” wurrrde... na nennen wirrr es mal “darrrgeboten”! Till Lindemann trrrällerte den Song zunächst hinterrr einem Mikrrrofon”ständerrr”, welcherrr mit einem Halbkrrreis rrrosa Dildos verrrzierrrt warrr, bevorrr errr dann eine gigantische Penis-Kanone die Bühne entlang schob und die errrsten Rrreihen einschäumte. *LOL* Rrriesen Show!
Nach derrr nun folgenden Pause wurrrde die Halle zu “Sonne” zunächst in warrrmes, grrrellgelbes Licht getaucht. Als dann die errrsten Töne von “Haifisch” errrklangen sah man im Hintergrrrund schon, wie das Schlauchboot prrräparrriert wurde. Der “Glitzergnom” entstieg dem Laufband und schipperte selig überrr den Innenrrraum währrrend seine Bandkollegen den Beat zu Haifisch am Leben hielten. Berrreitwillig schob man das Schlauchboot nach entsprrrechenderrr Geste wieder gen Bühne. Eine Verrrneigung später brrrachte man dieses rrrecht eigenwillige “Mackie Messer” - Cover beeindrrruckend zu Ende. Warrr ja nurrr eine Frrrage der Zeit, wann Rammstein die Drrreigroschenoperrr allgemein, und das Morrritat im speziellen für sich entdecken. ;-) Als letzterrr Song des errrsten Zugabenblocks bekam man dann noch “Ich Will” mit orrrdentlichem Showprrrogramm geboten. Darrrüber Hinaus noch in einerrr Dialog-Verrrsion mit dem Publikum. Schönerrr Abschluss... dachte man! Denn die Kerls betraten die Bühne nochmals und verrrabschiedeten sich mit “Engel” nochmal standesgemäß. Alleine die brrrennenden, überrrdimensionalen Flügel, die man Till umgeschnallt hatte waren beeindrrruckend. Dann noch der gewohnt grrrollig vorrrgetrrragene Song mit sanftem, ja schon fast deprrressivem Ausklang (Till - Kopf hängend - schlurrrft hinterrr die Bühne). Jo, passenderrr, rrrunderrr Abschluss!
Also Fazit könnten man wohl sagen, dass das Konzert jeden Cent wert war. Ich war noch nie bei einer derart durchinszenierten, geplanten und perfekt abgestimmten Show. Zumal das dennoch nicht kasprig und überladen wirkte. Das Ding ging schon eher in Richtung “Theater - Noire” Finster inszeniertes Story-Telling mit einem ansehnlichen Budget für allerlei Brennbares. Das Ergebnis ist einfach nur beeindruckend und pure Unterhaltung. Auch wenn die Jungs (gelinde gesagt) “polarisieren”, eigentlich sollte dieses Spektakel Pflichtprogramm für jeden Rocker sein. Alleine der Moment, wenn auf der Bühne eine Flammenfontäne in die Höhe Schießt und man Bruchteile von Sekunden später von einer Wand auf Hitze getroffen wird... Hammer! Am Ende bleibts aber ner Geschmackssache, mir jedenfalls hat das vorzüglich gemundet! :-)
Montag, 07.12.2009
GONNA SEE MY FRIEND
(Pearl Jam)
Man mag`s ja kaum glauben, was sich heute ereignete. Aber am 30.Juni ist der Onkel verhindert, denn: WEITER GEHT DIE WILDE HATZ!
"Pearl Jam announced today that they will play a series of select European festival and headlining tour dates in June and July of 2010. The band's European dates kick off in Dublin, Ireland at the 02 Arena and close at the Optimus Alive Festival in Lisbon, Portugal.
PEARL JAM EUROPE 2010
DATE CITY
22-June * Dublin, Ireland
23-June * Belfast, Ireland
25-June London, England
27-June TBD
30-June * Berlin, Germany
1-July TBD
3-July Arras, France
4-July Werchter, Belgium
6-July TBD
9-July TBD
10-July Oeiras, Portugal
"
Die Sterneln kennzeichnen die bisher bekannten "richtigen" Konzerte, der Rest sind Festivals. Berlin ist selbstredend `ne Pflichtübung, hoffentlich kommt noch ein "ToBeDated" dazu, was man mitnehmen kann! Es darf spekuliert werden... ansonsten merke ich emotionslos und gewohnt trocken - unterkühlt folgendes an:
WOOOOOHOOOOOOOO!!!! Wuhlheide, ich komme! :-D
Man mag`s ja kaum glauben, was sich heute ereignete. Aber am 30.Juni ist der Onkel verhindert, denn: WEITER GEHT DIE WILDE HATZ!
"Pearl Jam announced today that they will play a series of select European festival and headlining tour dates in June and July of 2010. The band's European dates kick off in Dublin, Ireland at the 02 Arena and close at the Optimus Alive Festival in Lisbon, Portugal.
PEARL JAM EUROPE 2010
DATE CITY
22-June * Dublin, Ireland
23-June * Belfast, Ireland
25-June London, England
27-June TBD
30-June * Berlin, Germany
1-July TBD
3-July Arras, France
4-July Werchter, Belgium
6-July TBD
9-July TBD
10-July Oeiras, Portugal
"
Die Sterneln kennzeichnen die bisher bekannten "richtigen" Konzerte, der Rest sind Festivals. Berlin ist selbstredend `ne Pflichtübung, hoffentlich kommt noch ein "ToBeDated" dazu, was man mitnehmen kann! Es darf spekuliert werden... ansonsten merke ich emotionslos und gewohnt trocken - unterkühlt folgendes an:
WOOOOOHOOOOOOOO!!!! Wuhlheide, ich komme! :-D
Dienstag, 10.11.2009
Just Breath
Für die passende Untermalung beim Lesen!
So, liebes Volk! Ich muß jetzt wirklich mal eine Lanze für den Ten-Club brechen(*knack*)! Was haben wir / habe ich mit diesem Haufen da schon alles erlebt in den letzten Jahren?!? Da wurden Bestellungen per Flaschenpost über den großen Teich geschickt, sodaß die Dinger irgendwann nach 3 Monaten einmal eintrudelten; Vinyls wurden in Schutzverpackungen verschickt, welche diesen Namen nichtmal ansatzweise verdient hatten. Auch kam es gerne mal vor, daß man irgend welche Restposten auf dem Speicher fand, deren Verjubelung groß ankündigte, als hätte man wunderwas für Mengen des Washington 2006 - Posters (*den heiligen Postergral der Neuzeit ehrfürchtig anbet'*) gefunden… und dann war der Zauber nach 30 Sekunden vorbei! „Out of Stock“ nennt sich das dann. Oder, noch perfider: „Temporarily out of Stock“! Das hat dann zur Folge, daß man die nächsten zwei Stunden wartend vorm Rechner sitzt, bis das endgültige “Aus” kommt. Auch legendär: Der TC-Karten-Vorverkauf für die 2007er Minitour! Ganz PJ – Deutschland… ach was: -Europa saß einen Abend lang vor nem abgeschmierten Server. Phlegmatisch hämmerte man im 5-Sekunden-Takt auf die F5-Taste ein um ja nix zu verpassen… passieren wollte aber nix! (Durch Zufall und einen findigen Forums-Moderator tat sich am Ende aber doch ein Schleichweg zum Kartenglück auf… na Gott sei Dank!). Sprichwörtlich dagegen schon: Die „Christmas – Single“… jedes Jahr wird der Versand großspurig angekündigt… man wolle dieses Jahr „as soon as possible“ oder „until Christmas“ den Kram vershippen. Wann kommen die Scheiben aber an?! Im April! Ja, man hat schon seine liebe Mühe und Not mit den Herren aus Übersee.
Auf der anderen Seite: Hey, die Jungs machen irgendwo auch nen verdammt guten Job! Wenn mal ne Sendung verloren geht, gibt’s anstandslos die Knete zurück, selbst wenn zu vermuten ist, dass das Päckchen jetzt in irgendeinem Schurkenstaat als Sitzmöbel dient. Dann wären da noch die netten Sondereditionen, die von Zeit zu Zeit aufgelegt werden und exklusiv an die Mitglieder vertickt werden. Auch die Christmas Singles an sich sollten hier lobend erwähnt werden. Mal abgesehen davon, dass einiges von der Songauswahl durchaus diskutabel ist, sind da mitunter echte Perlen dabei. Außerdem ist der Wertzuwachs quasi eingebaut, wenn man den Kollegen ebay bissel im Auge hat und sich anschaut, für welche Unsummen da einige den Besitzer wechseln. Ja, selbst diesen dämlichen „little birdy“, der irgendwelche Tourankündigungen, Album-Releases oder Ähnliches ankündigt, hat man mittlerweile irgendwie lieb gewonnen. Auch wenn das Viech mitunter barbarisch nervt, so erhöht es irgendwie jedes Mal die Spannung und Vorfreude. Aber an aller erster Front sei hier mal das Bootleg-Programm genannt! Jedes Konzert, auf dem man so war (gut, mit Ausnahme von 2007, was ich den Herren immer noch übel nehme *grrrrrrr DÜSSELDORF HABEN WILL*), kann man sich relativ zeitnah in professionell abgemischter Form bestellen und ins CD-Regal stellen. So geschehen auch dieses Jahr, nur eben gleich doppelt!
Nachdem letzten Donnerstag kurz nach 19 Uhr MEZ die Bootlegs der Europatermine im August endlich online gingen (bestellt wurde das Ganze dann 19:11 Uhr ;-)!), trudelten die Scheiben heute schon bei mir ein. Nun stehen in meinem Regal Rotterdam und Berlin vereint und einträchtig nebeneinander. Während das Holland-Boot grade meine Ohren erfreut, bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, wie Berlin so rüber kommt. „Heimspiel“ sage ich nur… Heimspiel! Jedenfalls ist das Hören dieser Dinger so ne Art Verlängerung des Sommerurlaubs, irgendwie fange ich bei „Wishlist“ und „Nothingman“ aus Rotterdam unweigerlich an über beide Ohren hinaus zu grinsen… schön wars! Und bei „Nothing as it Seems“ oder „Rockin in the Free World“ oder gar „Glorified G“ in Berlin wird’s wahrscheinlich kaum anders sein. Weltklasse! Naja, ich verabschiede mich jetzt wieder in meine musikalische Abendgestaltung, ich wollte eigentlich nur mal „Danke“ sagen, lieber Ten-Club! Was die Bootlegs angeht: bitte weiter so! In meiner Vita ist wie in meinem CD-Schrank noch jede Menge Platz für neue Konzerte!
Keep on Rockin’!


Donnerstag, 22.10.2009
TRIBUTE
Tenacious *fuck'in hard rock'in* D! (bitches! ;-) )

PS: Kommentare nur für Inhaber des Passierscheins A38 freigeschaltet! Siehe rosa Formular, zu erhalten an Schalter 6b.

PS: Kommentare nur für Inhaber des Passierscheins A38 freigeschaltet! Siehe rosa Formular, zu erhalten an Schalter 6b.
Dienstag, 20.10.2009
ICH TU DIR WEH
(Rammstein)
Moinsen! Ich muss mich jetzt mal aufregen hier! Es ist ja schon ein alter Hut, dass deutsche Musik, zumindest in der radiorelevanten Breite, nicht sonderlich anspruchsvoll ist. Von Qualität möchte man angesichts der hiesigen Radiolandschaft und ihrer Verbrechen am Trommelfell ja eh kaum mehr reden. Aber von Zeit zu Zeit wird es nun mal besonders grausam! Da sich mein Uralt-Adapter grade frisch verabschiedet hat, bin ich statt auf meinen MP3-Player derzeit auf das Radioprogramm angewiesen. An sich ja nicht schlimm, auch mit der Dauerrotation von den Kings of Leon oder The Gossip könnte ich gut leben (mit diesem „Rusted from the Rain“ Schmonz von Billy Talent zur Not auch noch), aber manches, was da so aufkreuzt, verstößt echt gegen die Genfer Menschenrechtskonventionen. Nehmen wir mal heute Abend. Als ich nach nem mehr oder weniger stressigen Arbeitstag das KfZ betrat, ging die Hand reflexartig zum Radioknopf… das hätte sie mal lieber gelassen! Was mir da entgegenströmte, ja vor lauter Schmiere förmlich aus den Lautsprechern siffte, das machte aggressiv! Wer hat eigentlich festgelegt, dass „Ich und Ich“ eine ernst zu nehmende Band sein sollen, die man mit Verweisen auf „intelligente Texte“ anmoderieren darf! HÖRT MIR BLOß AUF! Die sind die Rosamunde Pilcher für die Ohren… nur halt ohne Irland! Und was macht Rosamunde Pilcher Filme erst sehenswert? – Richtig! – Irland! So einen hoffnungslos dusseligen Haufen von aneinander gereihten Phrasen ohne jedwede Aussagekraft, untermalt mit einem Weichspülbeat der selbst für einen Pop-Song noch zu glatt ist, habe ich ja seit Blue System nicht mehr gehört. GRAU – SAM! Nun gut, vielleicht ist das momentan auch einfalsch der falsche Zeitpunkt um mir so was anzuhören, wo sowohl die neue Alice In Chains als auch das jüngste Rammstein – Machwerk nebst den Eagels of Death Metal (heiiiiii… war das schöööön!) meine Ohren erfreuen. Aber andererseits: Scheißmusik bleibt nun mal Scheißmusik, tut mir leid! Lasst uns mal einen Blick auf die textlichen Auswüchse dieses ganzen Humbugs werfen:
„Ich hatte schon längst keine Hoffnung mehr
Doch jemand hat dich geschickt, von irgendwo her“
Joa… interessant. Redet der Knilch da von der Inspiration? Falls ja, frage ich mich allerdigns auch, wo zum Geier die herkam!
„Ich wusste nicht mehr genau was zählt
Nur: es geht nicht mehr weiter, wenn die Liebe fehlt“
Ei, hier haben wir scheinbar das Leitmotiv entdeckt: Liebe! Das ist ja nun mal ne originelle Idee finde ich, gibt eh zu wenige Pop-Songs die sich um „Liebe“ drehen, da kann man diese Marktlücke schon mal dreist besetzen!
„Du bist das Pflaster für meine Seele
Wenn ich mich nachts im Dunkeln quäle“

„du legst dich zu mir wann immer ich frier’
Im tiefen Tal wenn ich dich rufe, bist du längst da.“
Soso, kalt ists also, wenn Mann schon davon singt, dass Frau ihn wärmen muß, das ist ja so was von „Softie“… schenkt dem Typ Socken! Außerdem entlarvt diese Textzeile auch, wen das „lyrische Ich“ mit Liebe personifiziert, denn: „Drunt im Tal, da sitzt der kleine Ottiliiiiii“

Und nun folgt das absolute HIGHLIGHT des Schwachsinns, textlich gesehen versteht sich. Ja, ich würde es sogar mal als meine „Lieblingsstelle“ bezeichnen. Solch poetische Höchstleistungen fabriziert sonst nur der Dadaismus… nur dass der in gewisser Weise die Sinnleere zum Selbstzweck gemacht hat. Vorhang auf:
„Ich hatte schon längst den Faden verloren,
es fühlte sich an wie umsonst geboren,“
Treffer! Versenkt! Umsonst geboren, is klar! Ist es eigentlich legitim (mal abgesehen davon, dass die Reime generell gequälter rüberkommen als ein Masochistenkongreß in Japan), da nach einer genaueren Definition zu fragen?!? Mir könnte man das ja schon mal erklären, was „umsonst geboren“ ist und vor allem wie sich so was anfühlt. „Dumm geboren“, ja, das könnte ich ja noch einordnen, aber „umsonst“? Kafkaesk!!!
„Und jetzt die Gewissheit, die mir keiner nimmt,
wir waren von Anfang an füreinander bestimmt“
Das ist ja schön… eben noch gejammert, jetzt wird schon wieder fröhlich gesülzt! Come mal back ins Real Live du Noob!
„Bevor du kamst war ich ein Zombie,
gefangen in der Dunkelheit“
So, ein Anflug von Coolness durchstreift das labbrige Songgebilde, „Zombie“, das versprüht einen modrigen Charme, eine gewisse Trashigkeit und blutrünstige Rockerattitüde. Ja, was keiner gemerkt hat: Ich und Ich sind feinstes Doom-Metal! Noch nie wurde der Begriff „Zombie“ so missbraucht!
Zum Abschluß gibt’s dann noch mal einen (den dritten) Hinweis auf die SM – Fixierung des einen Ichs. Unterbewußt wird hier wieder eine Analogie auf die Peitschenpetra eingebaut, die im roten Ledercatsuit die Gerte schwingt um die Verfasser dieses Machwerkes („böser Junge“) angemessen zu maßregeln:
„du holtest mich aus meinem Käfig,
dein heißes Herz hat mich befreit.“
Käfig, ja wäre er doch besser drin geblieben.
Schlimm, das so was derzeit hochgejubelt wird, als wäre es der Weisheit letzter Schluß und das Beste, was die deutsche Musikszene so hervorbringt. Zudem sieht man Kollegen Weichspül mit seiner Mitsing-Ische ja auch noch als „tiefgründig“ an. Nach dieser Nummer ist das für mich vollkommen unverständlich. Da bietet doch die Inhaltsangabe meines Waschmittels mehr Spielraum für sinnvolle Interpretationen als dieses musikalische Verbrechen am guten Geschmack. Passend, dass dieses erbarmungslose Gesülze dann auch noch ohne den Anflug einer melodiösen Steigerung (geschweige denn einer hörbaren Drumline) auskommt. Vielmehr schiebt sich der Klangbrei zäh über die Gehörgänge und schleppt den sinnfreien Text gleich mit, bis beide gemeinsam irgendwo in einem nicht gerade einfallsreichen Fade-Out in der Bedeutungslosigkeit versickern!
Es ist doch nun wirklich nicht zu viel verlangt auch nur halbwegs aussagekräftige Texte zu schreiben… ich meine: Das ist doch deren Muttersprache, damit sollte man doch was anfangen können was über „umsonst geboren“ hinaus geht! Oder ist das zu viel verlangt, lieber „lyrischer Ich“?!?
Moinsen! Ich muss mich jetzt mal aufregen hier! Es ist ja schon ein alter Hut, dass deutsche Musik, zumindest in der radiorelevanten Breite, nicht sonderlich anspruchsvoll ist. Von Qualität möchte man angesichts der hiesigen Radiolandschaft und ihrer Verbrechen am Trommelfell ja eh kaum mehr reden. Aber von Zeit zu Zeit wird es nun mal besonders grausam! Da sich mein Uralt-Adapter grade frisch verabschiedet hat, bin ich statt auf meinen MP3-Player derzeit auf das Radioprogramm angewiesen. An sich ja nicht schlimm, auch mit der Dauerrotation von den Kings of Leon oder The Gossip könnte ich gut leben (mit diesem „Rusted from the Rain“ Schmonz von Billy Talent zur Not auch noch), aber manches, was da so aufkreuzt, verstößt echt gegen die Genfer Menschenrechtskonventionen. Nehmen wir mal heute Abend. Als ich nach nem mehr oder weniger stressigen Arbeitstag das KfZ betrat, ging die Hand reflexartig zum Radioknopf… das hätte sie mal lieber gelassen! Was mir da entgegenströmte, ja vor lauter Schmiere förmlich aus den Lautsprechern siffte, das machte aggressiv! Wer hat eigentlich festgelegt, dass „Ich und Ich“ eine ernst zu nehmende Band sein sollen, die man mit Verweisen auf „intelligente Texte“ anmoderieren darf! HÖRT MIR BLOß AUF! Die sind die Rosamunde Pilcher für die Ohren… nur halt ohne Irland! Und was macht Rosamunde Pilcher Filme erst sehenswert? – Richtig! – Irland! So einen hoffnungslos dusseligen Haufen von aneinander gereihten Phrasen ohne jedwede Aussagekraft, untermalt mit einem Weichspülbeat der selbst für einen Pop-Song noch zu glatt ist, habe ich ja seit Blue System nicht mehr gehört. GRAU – SAM! Nun gut, vielleicht ist das momentan auch einfalsch der falsche Zeitpunkt um mir so was anzuhören, wo sowohl die neue Alice In Chains als auch das jüngste Rammstein – Machwerk nebst den Eagels of Death Metal (heiiiiii… war das schöööön!) meine Ohren erfreuen. Aber andererseits: Scheißmusik bleibt nun mal Scheißmusik, tut mir leid! Lasst uns mal einen Blick auf die textlichen Auswüchse dieses ganzen Humbugs werfen:
„Ich hatte schon längst keine Hoffnung mehr
Doch jemand hat dich geschickt, von irgendwo her“
Joa… interessant. Redet der Knilch da von der Inspiration? Falls ja, frage ich mich allerdigns auch, wo zum Geier die herkam!
„Ich wusste nicht mehr genau was zählt
Nur: es geht nicht mehr weiter, wenn die Liebe fehlt“
Ei, hier haben wir scheinbar das Leitmotiv entdeckt: Liebe! Das ist ja nun mal ne originelle Idee finde ich, gibt eh zu wenige Pop-Songs die sich um „Liebe“ drehen, da kann man diese Marktlücke schon mal dreist besetzen!
„Du bist das Pflaster für meine Seele
Wenn ich mich nachts im Dunkeln quäle“

„du legst dich zu mir wann immer ich frier’
Im tiefen Tal wenn ich dich rufe, bist du längst da.“
Soso, kalt ists also, wenn Mann schon davon singt, dass Frau ihn wärmen muß, das ist ja so was von „Softie“… schenkt dem Typ Socken! Außerdem entlarvt diese Textzeile auch, wen das „lyrische Ich“ mit Liebe personifiziert, denn: „Drunt im Tal, da sitzt der kleine Ottiliiiiii“

Und nun folgt das absolute HIGHLIGHT des Schwachsinns, textlich gesehen versteht sich. Ja, ich würde es sogar mal als meine „Lieblingsstelle“ bezeichnen. Solch poetische Höchstleistungen fabriziert sonst nur der Dadaismus… nur dass der in gewisser Weise die Sinnleere zum Selbstzweck gemacht hat. Vorhang auf:
„Ich hatte schon längst den Faden verloren,
es fühlte sich an wie umsonst geboren,“
Treffer! Versenkt! Umsonst geboren, is klar! Ist es eigentlich legitim (mal abgesehen davon, dass die Reime generell gequälter rüberkommen als ein Masochistenkongreß in Japan), da nach einer genaueren Definition zu fragen?!? Mir könnte man das ja schon mal erklären, was „umsonst geboren“ ist und vor allem wie sich so was anfühlt. „Dumm geboren“, ja, das könnte ich ja noch einordnen, aber „umsonst“? Kafkaesk!!!
„Und jetzt die Gewissheit, die mir keiner nimmt,
wir waren von Anfang an füreinander bestimmt“
Das ist ja schön… eben noch gejammert, jetzt wird schon wieder fröhlich gesülzt! Come mal back ins Real Live du Noob!
„Bevor du kamst war ich ein Zombie,
gefangen in der Dunkelheit“
So, ein Anflug von Coolness durchstreift das labbrige Songgebilde, „Zombie“, das versprüht einen modrigen Charme, eine gewisse Trashigkeit und blutrünstige Rockerattitüde. Ja, was keiner gemerkt hat: Ich und Ich sind feinstes Doom-Metal! Noch nie wurde der Begriff „Zombie“ so missbraucht!
Zum Abschluß gibt’s dann noch mal einen (den dritten) Hinweis auf die SM – Fixierung des einen Ichs. Unterbewußt wird hier wieder eine Analogie auf die Peitschenpetra eingebaut, die im roten Ledercatsuit die Gerte schwingt um die Verfasser dieses Machwerkes („böser Junge“) angemessen zu maßregeln:
„du holtest mich aus meinem Käfig,
dein heißes Herz hat mich befreit.“
Käfig, ja wäre er doch besser drin geblieben.
Schlimm, das so was derzeit hochgejubelt wird, als wäre es der Weisheit letzter Schluß und das Beste, was die deutsche Musikszene so hervorbringt. Zudem sieht man Kollegen Weichspül mit seiner Mitsing-Ische ja auch noch als „tiefgründig“ an. Nach dieser Nummer ist das für mich vollkommen unverständlich. Da bietet doch die Inhaltsangabe meines Waschmittels mehr Spielraum für sinnvolle Interpretationen als dieses musikalische Verbrechen am guten Geschmack. Passend, dass dieses erbarmungslose Gesülze dann auch noch ohne den Anflug einer melodiösen Steigerung (geschweige denn einer hörbaren Drumline) auskommt. Vielmehr schiebt sich der Klangbrei zäh über die Gehörgänge und schleppt den sinnfreien Text gleich mit, bis beide gemeinsam irgendwo in einem nicht gerade einfallsreichen Fade-Out in der Bedeutungslosigkeit versickern!
Es ist doch nun wirklich nicht zu viel verlangt auch nur halbwegs aussagekräftige Texte zu schreiben… ich meine: Das ist doch deren Muttersprache, damit sollte man doch was anfangen können was über „umsonst geboren“ hinaus geht! Oder ist das zu viel verlangt, lieber „lyrischer Ich“?!?
Sonntag, 18.10.2009
DEATH BY SEXY (Eagles of Death Metal am 15.10.2009 in Dresden, Streaße E)
(Eagles of Death Metal)
Ein Hooray an all euch Schnurrbartträger und Tastaturjockeys da draußen vor den Bildschirmen der Republik! Jetzt, da die Bundestagswahl gelaufen und die Steuerentlastungsversprechen der FDP als das entlarvt sind, was sie nun mal darstellen (nämlich riesengroßer Mumpitz!), braucht man die eine oder andere Abwechslung um sich von dem ganzen Ausschuß, der aus den undichten Stellen der Koalitionsverhandlungen trieft, ab und zu in mentale Sicherheit zu retten. Man braucht quasi eine Art denkbefreite Zone des Frohsinns, in welcher man dem „bürgerlichen Lager“ mal den `nen langen Schnurrbart drehen kann!
Und so begab es sich also, dass exakt, also auf den Tag genau, zwei Monate nach dem großen, konzerttechnischen Klimax des Jahres 2009 die wilde Hatz nach den musikalischen Leckerbissen des Rock`n Roll für mich weiter ging. Kurz nach der Mitteilung meiner Schwester, dass sich der Teufel persönlich mit seiner Schalmeienkappelle in unsere Lande wagt, war alles nötige in die Wege geleitet um am 15.10.2009 beruhigt ins Elbflorenz zu pilgern um sich 2009 auch noch die sagenumwobenen „Eagles of Death Metal“ auf die Konzertvita pinseln zu können. Yeahhhhh, was für ein Jahr; man kann es gar nicht oft genug betonen. Jedenfalls kamen Ende September dann auch die Tickets eingetrudelt und verschönerten fortan meine Pinwand.
Im Gegensatz zu vielen anderen Konzerten, bei denen man streng genommen nur am Tag des Gigs fit und aufmerksam in der Menge stehen muß, erfordert so ein EoDM – Konzi auch eine gewissenhafte Vorbereitung; sprich: Man(n) braucht `nen Schnurrbart! Ein Eagles – Konzert ohne Popelbremse ist ungefähr so, wie ein Grillfest ohne Bier! Also, wurde meinerseits erstmal über 14 Tage hinweg ein überaus edler Gesichtsrasen kultiviert, welcher dann am Tage des Konzerts formschön zu einem „Moustache deluxe“ zurechtrasiert wurde. Das wars dann auch schon mit Styling! Jeans und Bandshirt komplettierten dann noch das Outfit und ab gings im Seat Richtung Landeshauptstadt. Meine Schwester war, selbstredend, auch mit am Start und so lenkten ich den Ibiza, ähm… ich meine das Muscle Car *hüstel*, aus den Schnee bedeckten Gipfeln des Erzgebirges hinab ins Tal der Ahnungslosen! ;-)
Beeindruckend war mal wieder die Analogie zum Nick Cave Konzert im Juni: Das Wetter war beschissen! Entsprechend auch die Autobahnfahrt gen Dresden eher eine Qual als ein Vergnügen. Jedenfalls fanden wir die Reithalle gleich im ersten Anlauf, parkten unseren Straßenflitzer in einer Seitenstraße und verweilten zunächst noch ein dreiviertel Stündchen im Auto um dem Regen aus dem Wege zu gehen, welcher jenseits der Autoscheiben auf uns lauerte. Jo, die Vorfreude stieg so langsam an! Wer hätte das gedacht, dass man die Eagles dieses Jahr auch noch vor der Haustür serviert bekommt. Noch dazu mit der neu formierten Combo „Sweethead“, welche sich aus dem überaus kreativen Dunstkreis des Desert-Rock rund um die Rancho de la Luna heraus kristallisierte und die man sich alleine deshalb schon als alleinigen Headliner antun würde.
Nebenbei stand heute noch ein Wiedersehen mit Troy van Leeuwen (Sweethead-Gitarrist) und Mr. Joey Castillo (Trommel-feuerbeauftragter der Eagles) an, welchen wir 2005 ja schon mal auf dem Highfield im wahrsten Sinne des Wortes Aug`in Aug`gegenüber standen. Jedenfalls stapften wir zur angegebenen Einlasszeit vom Auto schnurstracks Richtung Eingang, wo uns, vor verschlossenen Toren, eine tobende Horde von insgesamt 10 Mann erwartete… . Bis die Türen dann zunächst zum Gelände allgemein und schließlich auch zur Halle an sich geöffnet wurden, hatte sich die Zahl immerhin schon verfünffacht! Das Ergebnis war ein recht angenehmer Einlass und ein schneller Zugang zu Garderobe und Bierstand. Zwischendurch noch ein T-Shirt (mit Schnurrbart!) am Merchandisingstand abgestaubt und sich dann gediegen mit dem Kösti (muß man mal wieder lobend erwähnen, dass man da nicht mit irgendeiner Plörre abgespeist wird, sondern auch richtiges Bier erhält) die Halle in Augenschein genommen. Also, ich muß mal sagen: Respekt! Klein, aber fein das Ding. Man ist quasi umzingelt von Bars und selbst von ganz Hinten ist die Sicht auf die Bühne noch richtig klasse. Hinzu kommt noch, dass Saal und Bühne in etwa gleich breit sind, was den Eindruck eines recht intimen Klubkonzerts noch verstärkt. Die Zahl der Anwesenden… hmm… sehr schwer zu schätzen. Ich würde das vielleicht mal so auf knapp 2000 schätzen, aber wie gesagt, so wirklich den Überblick hatte ich nicht.
Wir postierten uns schließlich etwa 20 Meter vor der Bühne in Barnähe. Während der ersten Vorband „This City“ war das noch alles recht luftig da, sollte sich aber selbstredend später ändern. Besagte Engländer lieferten einen recht angenehmen Auftakt in den Abend, schön rockig und beschwingt wurde sich durch den Auftritt gerockt. Das hatte was von „At the Drive In“, mit einem Sänger, der aussieht wie Jim Carrey wohlgemerkt. Aber war eine feine Sache und was Vorbands betrifft durchaus ein kleines Highlight 2009. Als die Herren fertig waren gings dann schließlich in eine erneute Verschnaufpause und der vordere Innenraum um uns herum füllte sich zusehends. Als dann die Umbauarbeiten fertig waren (Anm. d. Red.: Die dübelten da ein paar gigantische High-Hats ans Schlagzeug… unklar), betraten dann die von uns mit so viel Vorfreude erwarteten „Sweethead“ die Bühne: Troy, schick wie immer im schwarzen Anzug und knallrotem Seidenhemd gewandet, die Sängerin – in gewisser Weise analog zu ihrer Stimme – in einem schwarz-goldenem Abendkleid gewandet. Dazu noch ein gediegenes Drumkit nebst Bassist und fertig ist die Band. Jedenfalls schoben Sweethead die Stimmung fleißig weiter nach vorne, sehr gute Band! Klasse Liveperformance. Spätestens als sie zu „Great Disruptors“ ihren musikalischen Abendgruß ins Volk schickten, war die Halle somit auch ordentlich vorgewärmt für die Eagles. Die Umbaupause nutzten die meisten im Saal um sich noch ein bissel weiter gen Bühne zu schieben oder noch mal das konsumierte Bier hygienisch korrekt wieder zu entsorgen. Wir standen unterdessen erwartungsfroh an unserem Platz und beobachteten das hektische Treiben auf der Bühne. Zugegeben, viel musste man nicht umbauen: von Bühnendeko weit und breit keine Spur und die Instrumente sind auch recht spartanisch gehalten. Reduce to the Max. Ein Joey Castillo wirkte zeitweise recht einsam hinter seinem Schlagzeug. Aber was der Kerl dann mit diesem schon fast niedlich anmutenden Stück Instument anstellte war mal wieder über jeden Zweifel erhaben. Außerdem: He gave us MORE COWBELL!
Vielleicht sollte man, kurz bevor es los geht, mal die absurden Auswüchse des Rauchverbots erwähnen. Was in Behörden, öffentlichen Gebäuden und Kindergärten sicherlich Sinn macht, kann auf Rockkonzerten zu recht seltsamen Auswüchsen führen. Da verkrochen sich viele in irgendwelche Ecken und Nischen des Saales, nur um unbeobachtet vom Security-Sepp eine zu rauchen. Dem Sepp wiederum, schien das eigentlich vollkommen mumpe zu sein wer da (was) raucht. Jedenfalls schritt keiner ein und zum Hauptact traute sich dann auch die breite Masse sich eine anzustecken. Das Absurde an der Sache war eher, dass ich nirgends die obligatorischen, 12 Quadratmeter großen „Rauchen verboten“ Schilder entdeckt habe… und trotzdem diese breite Zurückhaltung. Mal ehrlich: Von einem Eagles of Death Metal Konzert nicht zugeräuchert heim zu kommen, das ist wie Duschen ohne nass zu werden!

(The DEVIL - Rampensau der Extraklasse!)
Jedenfalls ging dann irgendwann das Licht aus, die Überbrückungsmusik verstummte (btw: sehr feine Songauswahl Mr. Hughes, Respekt ) und die Eagles of Death Metal, angeführt vom Teufel höchstpersönlich betraten die Bühne! Der Saal find augenblicklich an zu kochen, noch bevor der erste Ton erklungen war. Hätte man es mit einer „normalen“ Band im engen Sinne zu tun gehabt, wäre der Verlauf ungefähr folgender gewesen: 1. ein kurzes „Hallo“, 2. Ein Kracher zum Einstieg, gefolgt von zwei bis drei weiteren Anheizern, 3. erste kurze Pause wenn das erste Dutzend Fans schon aus der Menge gezerrt wurde und der Rest der Audience auf Betriebstemperatur war, 4. sich in eben jener Pause ein bissel vom Publikum feiern lassen. Nicht so bei den Eagles! Jesse „The Devil“ Hughes, Rock`N Roll Inkarnation und Rampensau par excellance in Personalunion trat ins Rampenlicht und tat erstmal… NICHTS! Zumindest nicht aktiv. Wie in Stein gemeißelt stand der Kerl auf der Bühne, die Pilotenbrille lässig in der nach Hinten gekämmten Mähne steckend und streifte erstmal seinen Schnurrbart (den selbstbetitelten „Balken der Liebe“) zurecht und checkte erstmal das Publikum ab. Nachdem er zielsicher alle „Ladies“ im Publikum einzeln begrüßt, die knackengen Jeans gerichtet und sich in seinem extrem dekolletierten Shirt erstmal gefühlte 5 Minuten lang hat feiern lassen, besann er sich auf den eigentlichen Grund seiener Anwesenheit: Musik machen. Der Typ ist einfach eine Urgewalt, da betritt kein Musiker die Bühne, nein, das ist Mr. Cool himself. Der Einstieg gelang dann mit „I`ve Got a Feeling (Just Nineteen)“ auch gleich in famoser Weise. Thematisch, soviel war jetzt schon klar, würde sich das Konzert ohnehin um Sex, Drugs and Rock`N Roll drehen… ergänzt von der Huldigung des Schnurrbartes als männliches Modeaccessiore. Genau das wurde auch im ersten Part des Sets deutlich. Mit „Don`t Speak (I came to make a BANG!“ wurde auch gleich der nächste Testosteronrocker nachgelegt. „Bad Dream Mama“ und „Miss Alissa“ folgten und ließen die Masen förmlich abheben. Unterbrochen wurden die Songs nur von den kurzen Flirts des „Devils“ mit der anwesenden Damenwelt. Bereits nach den ersten Songs war klar, der Kerl hat heute abend noch nichts vor… NOCH nicht! Weltklasse. Bei jedem anderen, sagen wir mal Bono, wäre diese Bühnenshow in ein peinliches, prolliges Intermezzo ausgeartet. Aber bei Jesse erwartet man genau das, zumal er dies auch mit einem geradezu entwaffnenden Charme kombiniert. Kurz bevor mit „Now I`m a Fool“ erstmals der Gashebel ein wenig zurück genommen wurde, gabs mit „You are the best fuckin` crowd we had during this tour! Believe me, I`m not bullshitin` you!“ so was wie den finalen Ritterschlag für uns. Mal abgesehen davon, dass diese Band sicherlich jeden Konzertsaal zum brodeln bringt, kochte die Halle schon ordentlich, so dass ich persönlich geneigt war dem Devil zu glauben. Nachdem „Shasta Beast“ das Tempo noch mal anzog und „Already Died“ wieder für eine kleine Verschnaufpause sorgte, gabs dann erstmal die nächste Testosterondusche vom Bühnenrand. Irgend ein fahrlässiger Zeitgenosse hatte Jesse doch tatsächlich das Wort „Pussycat“ ins Deutsche übersetzt, was dieser nun auch ausgiebig zu benutzen wusste (verbunden mit wahren Kanonaden von Handküssen, die er ins Publikum schoß). Der nächste Song brachte die Halle dann mal so richtig zum brodeln „Stuck in the Metal“ wurde angestimmt, wer „Reservoir Dogs“ gesehen hat: OHR! Jedenfalls wurde mir bei dem Song erstmal bewusst, dass neben Jesse mit Mr. Joey Castillo, Dave Catching und Brian O`Connor noch ein paar andere Hochkaräter auf der Bühne standen. In der One-Man-Show des Devil ging das etwas unter, aber gerade Joey Castillo prügelte diesen Song so unbarmherzig nach oben, dass man gar nicht umhin kam, ihn zu bemerken. Ein Monster an den Drums! Geniale Version jedenfalls und auf der Bühne brach spätestens jetzt die reine Spielfreude aus. Diese erreichte dann bei „Secret Plans“ wieder einen neuen Höhepunkt, bevor man sich (und uns) mit „English Girl“ und „Anything c’ept the truth“ erstmal wieder eine kleine Verschnaufpause gönnte. Bereichert wurden die Pausen weiterhin mit Jesses Ansprachen. Es ist der Hammer, wie dieser Kerl mit jeder Geste den Rock versprüht! Er scheint schier unfähig zu sein, ohne Fliegersonnenbrille und geordnetem Schnauzer auch nur einen Ton aus seiner Klampfe hervor zu bringen. Jede Bewegung wird also zelebriert, jede noch so kleine Zweideutigkeit in den Texten mit einem breiten, bärtigen Grinsen kommentiert. Das einzige Problem war, dass die kurzen, knackigen Songs zwar unbarmherzig zu zünden vermochten, aber wir nun schon das Ende vom Mainset erreicht hatten. Zwei Songs sollten noch kommen… zwei großartige Songs möchte ich hinzufügen. Die ultimative Testosteron-Freakshow erreichte nun mit „Whorehoppin`(shit, goddamn, I`m a Man!)“ Level 10. Die Halle brüllte den Refrain mit, Jesse ging am Mirkofon ab und mir persönlich wurde mein Setlistwunsch Nr. 1 erfüllt (Nr. 2 blieb mir leider versagt, denn „I`m your Torpedo“ wurde nicht hervor gezaubert, soviel sei verraten). Vor dem letzten Song des Hauptteils vergewisserte sich der Devil noch persönlich, wie es denn den „Ladies“ im Saal ging und ließ praktisch jede einzeln antworten. Die Selbstironie folgte dann mit „I want you so Hard (The Boy’s Bad News)“ freilich auf dem Fuße und das Mainset wurde aber so was von rockig beendet! Wahnsinn. Diese Band macht richtig gute Laune, mal abseits von political correctness und sozialkritischen Themen, die irgendwie verwurstet werden um beim Publikum einen Lerneffekt hin zum besseren Menschen zu erwirken. Die Eagles sind purer Unterhaltungsrock auf einem ganz ganz hohen Level! Also war die stimmung auch entsprechend gut, als Jesse die Bühne nach kurzer Pause alleine wieder betrat und sich Song Nr. 1 des Zugabenteils vom Publikum zurufen ließ. „What should I play for you now?“ Klar, dass ihm da der halbe Bandkatalog engegen geschwurbelt kam, letztenendes machte dann „Cherry Cola“ das Rennen und wurde von Mr. Cool alleine performt. Sehr geil, den Song mal nur mit E-Gitarrenuntermalung zu hören. Irgendwann während der 2. Zugabe zeigten dann auch wieder die Deutschstunden Wirkung, indem Jesse das, was er da vorne tat, als „Rock`N Roll with mein Schnauzbart“ bezeichnete und diesen genüsslich zurechtzupfte. Für den Rest des Zugabenteils schien man entschieden zu haben, dass, zusätzlich zur Cowbell, auch noch eine weitere Gitarre nötig ist um uns mal so richtig zu rocken. Also betrat Troy Van Leeuwen erneut die Bühne und stieg bei „I only want You“ gleich mit ein. Die Eagles mit drei Gitarren, weltklasse. Vor allem da mit Troy ein weiterer Könner am Start war und in Verbindung mit Castillo gleich noch mal ne Ecke mehr Druck in die Songs brachte (QOTSA lässt grüßen, da haben die zwei das ja perfektioniert). Im selben Lineup wurde dann „Wannabe in LA“ herungtergebrettert und Jesse verwandelte sich so langsam in einen Derwisch, der wie von der Tarantes gestochen über die Bühne fegte, die ersten Reihen anheizte und wild gestikulierend hinterm Mikro abging. Wahnsinn, besonders das nun (leider) folgende letzte Stück „Speaking in Tongues“. Gitarrensolo von Troy und gen Ende ein Dialog aller drei Saitenbretter waren formschön eingebaut. Nachdem der letzte Ton verklungen war, musste man den Devil, der wie ein Rumpelstilzchen am Bühnenrand entlang wütete förmlich von der Bühne zerren.
Das war Rock in Reinform! Wenn die Kerle so weiter machen, dann kann die Mancademy von Burger King einpacken, denn ohne Eagles Konzi gibt’s dann kein Diplom mehr! Wir standen nach dem Konzert jedenfalls mehr oder weniger geflasht in der Halle, frisch überrollt von einer Walze aus Rock`N Roll der alten Schule und einem Jesse Hughes in Bestform. Schade, dass es so schnell vobei war, aber beim nächsten Mal sind wir auf jeden Fall wieder am Start. Das lasse ich mir dann nicht entgegen! Denn wenn die Eagles den Saal zum Kochen bringen und Jesse die „Ladies“ glorifiziert und den Schnauzer bürstet… (oder umgekehrt), dann ist das Einzige, was diesen Kerl in prasselengen Jeans, mit Sonnenbrille und Schnurrbart noch vom Erringen der Weltherrschaft abhalten kann, wohl Alice Schwarzer als Endgegner im letzten Level! Denn da würde selbst der Devil kapitulieren… denn die bekommt nichtmal er „moustachifiziert“! ;-)
Ein Hooray an all euch Schnurrbartträger und Tastaturjockeys da draußen vor den Bildschirmen der Republik! Jetzt, da die Bundestagswahl gelaufen und die Steuerentlastungsversprechen der FDP als das entlarvt sind, was sie nun mal darstellen (nämlich riesengroßer Mumpitz!), braucht man die eine oder andere Abwechslung um sich von dem ganzen Ausschuß, der aus den undichten Stellen der Koalitionsverhandlungen trieft, ab und zu in mentale Sicherheit zu retten. Man braucht quasi eine Art denkbefreite Zone des Frohsinns, in welcher man dem „bürgerlichen Lager“ mal den `nen langen Schnurrbart drehen kann!
Und so begab es sich also, dass exakt, also auf den Tag genau, zwei Monate nach dem großen, konzerttechnischen Klimax des Jahres 2009 die wilde Hatz nach den musikalischen Leckerbissen des Rock`n Roll für mich weiter ging. Kurz nach der Mitteilung meiner Schwester, dass sich der Teufel persönlich mit seiner Schalmeienkappelle in unsere Lande wagt, war alles nötige in die Wege geleitet um am 15.10.2009 beruhigt ins Elbflorenz zu pilgern um sich 2009 auch noch die sagenumwobenen „Eagles of Death Metal“ auf die Konzertvita pinseln zu können. Yeahhhhh, was für ein Jahr; man kann es gar nicht oft genug betonen. Jedenfalls kamen Ende September dann auch die Tickets eingetrudelt und verschönerten fortan meine Pinwand.
Im Gegensatz zu vielen anderen Konzerten, bei denen man streng genommen nur am Tag des Gigs fit und aufmerksam in der Menge stehen muß, erfordert so ein EoDM – Konzi auch eine gewissenhafte Vorbereitung; sprich: Man(n) braucht `nen Schnurrbart! Ein Eagles – Konzert ohne Popelbremse ist ungefähr so, wie ein Grillfest ohne Bier! Also, wurde meinerseits erstmal über 14 Tage hinweg ein überaus edler Gesichtsrasen kultiviert, welcher dann am Tage des Konzerts formschön zu einem „Moustache deluxe“ zurechtrasiert wurde. Das wars dann auch schon mit Styling! Jeans und Bandshirt komplettierten dann noch das Outfit und ab gings im Seat Richtung Landeshauptstadt. Meine Schwester war, selbstredend, auch mit am Start und so lenkten ich den Ibiza, ähm… ich meine das Muscle Car *hüstel*, aus den Schnee bedeckten Gipfeln des Erzgebirges hinab ins Tal der Ahnungslosen! ;-)
Beeindruckend war mal wieder die Analogie zum Nick Cave Konzert im Juni: Das Wetter war beschissen! Entsprechend auch die Autobahnfahrt gen Dresden eher eine Qual als ein Vergnügen. Jedenfalls fanden wir die Reithalle gleich im ersten Anlauf, parkten unseren Straßenflitzer in einer Seitenstraße und verweilten zunächst noch ein dreiviertel Stündchen im Auto um dem Regen aus dem Wege zu gehen, welcher jenseits der Autoscheiben auf uns lauerte. Jo, die Vorfreude stieg so langsam an! Wer hätte das gedacht, dass man die Eagles dieses Jahr auch noch vor der Haustür serviert bekommt. Noch dazu mit der neu formierten Combo „Sweethead“, welche sich aus dem überaus kreativen Dunstkreis des Desert-Rock rund um die Rancho de la Luna heraus kristallisierte und die man sich alleine deshalb schon als alleinigen Headliner antun würde.
Nebenbei stand heute noch ein Wiedersehen mit Troy van Leeuwen (Sweethead-Gitarrist) und Mr. Joey Castillo (Trommel-feuerbeauftragter der Eagles) an, welchen wir 2005 ja schon mal auf dem Highfield im wahrsten Sinne des Wortes Aug`in Aug`gegenüber standen. Jedenfalls stapften wir zur angegebenen Einlasszeit vom Auto schnurstracks Richtung Eingang, wo uns, vor verschlossenen Toren, eine tobende Horde von insgesamt 10 Mann erwartete… . Bis die Türen dann zunächst zum Gelände allgemein und schließlich auch zur Halle an sich geöffnet wurden, hatte sich die Zahl immerhin schon verfünffacht! Das Ergebnis war ein recht angenehmer Einlass und ein schneller Zugang zu Garderobe und Bierstand. Zwischendurch noch ein T-Shirt (mit Schnurrbart!) am Merchandisingstand abgestaubt und sich dann gediegen mit dem Kösti (muß man mal wieder lobend erwähnen, dass man da nicht mit irgendeiner Plörre abgespeist wird, sondern auch richtiges Bier erhält) die Halle in Augenschein genommen. Also, ich muß mal sagen: Respekt! Klein, aber fein das Ding. Man ist quasi umzingelt von Bars und selbst von ganz Hinten ist die Sicht auf die Bühne noch richtig klasse. Hinzu kommt noch, dass Saal und Bühne in etwa gleich breit sind, was den Eindruck eines recht intimen Klubkonzerts noch verstärkt. Die Zahl der Anwesenden… hmm… sehr schwer zu schätzen. Ich würde das vielleicht mal so auf knapp 2000 schätzen, aber wie gesagt, so wirklich den Überblick hatte ich nicht.
Wir postierten uns schließlich etwa 20 Meter vor der Bühne in Barnähe. Während der ersten Vorband „This City“ war das noch alles recht luftig da, sollte sich aber selbstredend später ändern. Besagte Engländer lieferten einen recht angenehmen Auftakt in den Abend, schön rockig und beschwingt wurde sich durch den Auftritt gerockt. Das hatte was von „At the Drive In“, mit einem Sänger, der aussieht wie Jim Carrey wohlgemerkt. Aber war eine feine Sache und was Vorbands betrifft durchaus ein kleines Highlight 2009. Als die Herren fertig waren gings dann schließlich in eine erneute Verschnaufpause und der vordere Innenraum um uns herum füllte sich zusehends. Als dann die Umbauarbeiten fertig waren (Anm. d. Red.: Die dübelten da ein paar gigantische High-Hats ans Schlagzeug… unklar), betraten dann die von uns mit so viel Vorfreude erwarteten „Sweethead“ die Bühne: Troy, schick wie immer im schwarzen Anzug und knallrotem Seidenhemd gewandet, die Sängerin – in gewisser Weise analog zu ihrer Stimme – in einem schwarz-goldenem Abendkleid gewandet. Dazu noch ein gediegenes Drumkit nebst Bassist und fertig ist die Band. Jedenfalls schoben Sweethead die Stimmung fleißig weiter nach vorne, sehr gute Band! Klasse Liveperformance. Spätestens als sie zu „Great Disruptors“ ihren musikalischen Abendgruß ins Volk schickten, war die Halle somit auch ordentlich vorgewärmt für die Eagles. Die Umbaupause nutzten die meisten im Saal um sich noch ein bissel weiter gen Bühne zu schieben oder noch mal das konsumierte Bier hygienisch korrekt wieder zu entsorgen. Wir standen unterdessen erwartungsfroh an unserem Platz und beobachteten das hektische Treiben auf der Bühne. Zugegeben, viel musste man nicht umbauen: von Bühnendeko weit und breit keine Spur und die Instrumente sind auch recht spartanisch gehalten. Reduce to the Max. Ein Joey Castillo wirkte zeitweise recht einsam hinter seinem Schlagzeug. Aber was der Kerl dann mit diesem schon fast niedlich anmutenden Stück Instument anstellte war mal wieder über jeden Zweifel erhaben. Außerdem: He gave us MORE COWBELL!
Vielleicht sollte man, kurz bevor es los geht, mal die absurden Auswüchse des Rauchverbots erwähnen. Was in Behörden, öffentlichen Gebäuden und Kindergärten sicherlich Sinn macht, kann auf Rockkonzerten zu recht seltsamen Auswüchsen führen. Da verkrochen sich viele in irgendwelche Ecken und Nischen des Saales, nur um unbeobachtet vom Security-Sepp eine zu rauchen. Dem Sepp wiederum, schien das eigentlich vollkommen mumpe zu sein wer da (was) raucht. Jedenfalls schritt keiner ein und zum Hauptact traute sich dann auch die breite Masse sich eine anzustecken. Das Absurde an der Sache war eher, dass ich nirgends die obligatorischen, 12 Quadratmeter großen „Rauchen verboten“ Schilder entdeckt habe… und trotzdem diese breite Zurückhaltung. Mal ehrlich: Von einem Eagles of Death Metal Konzert nicht zugeräuchert heim zu kommen, das ist wie Duschen ohne nass zu werden!

(The DEVIL - Rampensau der Extraklasse!)
Jedenfalls ging dann irgendwann das Licht aus, die Überbrückungsmusik verstummte (btw: sehr feine Songauswahl Mr. Hughes, Respekt ) und die Eagles of Death Metal, angeführt vom Teufel höchstpersönlich betraten die Bühne! Der Saal find augenblicklich an zu kochen, noch bevor der erste Ton erklungen war. Hätte man es mit einer „normalen“ Band im engen Sinne zu tun gehabt, wäre der Verlauf ungefähr folgender gewesen: 1. ein kurzes „Hallo“, 2. Ein Kracher zum Einstieg, gefolgt von zwei bis drei weiteren Anheizern, 3. erste kurze Pause wenn das erste Dutzend Fans schon aus der Menge gezerrt wurde und der Rest der Audience auf Betriebstemperatur war, 4. sich in eben jener Pause ein bissel vom Publikum feiern lassen. Nicht so bei den Eagles! Jesse „The Devil“ Hughes, Rock`N Roll Inkarnation und Rampensau par excellance in Personalunion trat ins Rampenlicht und tat erstmal… NICHTS! Zumindest nicht aktiv. Wie in Stein gemeißelt stand der Kerl auf der Bühne, die Pilotenbrille lässig in der nach Hinten gekämmten Mähne steckend und streifte erstmal seinen Schnurrbart (den selbstbetitelten „Balken der Liebe“) zurecht und checkte erstmal das Publikum ab. Nachdem er zielsicher alle „Ladies“ im Publikum einzeln begrüßt, die knackengen Jeans gerichtet und sich in seinem extrem dekolletierten Shirt erstmal gefühlte 5 Minuten lang hat feiern lassen, besann er sich auf den eigentlichen Grund seiener Anwesenheit: Musik machen. Der Typ ist einfach eine Urgewalt, da betritt kein Musiker die Bühne, nein, das ist Mr. Cool himself. Der Einstieg gelang dann mit „I`ve Got a Feeling (Just Nineteen)“ auch gleich in famoser Weise. Thematisch, soviel war jetzt schon klar, würde sich das Konzert ohnehin um Sex, Drugs and Rock`N Roll drehen… ergänzt von der Huldigung des Schnurrbartes als männliches Modeaccessiore. Genau das wurde auch im ersten Part des Sets deutlich. Mit „Don`t Speak (I came to make a BANG!“ wurde auch gleich der nächste Testosteronrocker nachgelegt. „Bad Dream Mama“ und „Miss Alissa“ folgten und ließen die Masen förmlich abheben. Unterbrochen wurden die Songs nur von den kurzen Flirts des „Devils“ mit der anwesenden Damenwelt. Bereits nach den ersten Songs war klar, der Kerl hat heute abend noch nichts vor… NOCH nicht! Weltklasse. Bei jedem anderen, sagen wir mal Bono, wäre diese Bühnenshow in ein peinliches, prolliges Intermezzo ausgeartet. Aber bei Jesse erwartet man genau das, zumal er dies auch mit einem geradezu entwaffnenden Charme kombiniert. Kurz bevor mit „Now I`m a Fool“ erstmals der Gashebel ein wenig zurück genommen wurde, gabs mit „You are the best fuckin` crowd we had during this tour! Believe me, I`m not bullshitin` you!“ so was wie den finalen Ritterschlag für uns. Mal abgesehen davon, dass diese Band sicherlich jeden Konzertsaal zum brodeln bringt, kochte die Halle schon ordentlich, so dass ich persönlich geneigt war dem Devil zu glauben. Nachdem „Shasta Beast“ das Tempo noch mal anzog und „Already Died“ wieder für eine kleine Verschnaufpause sorgte, gabs dann erstmal die nächste Testosterondusche vom Bühnenrand. Irgend ein fahrlässiger Zeitgenosse hatte Jesse doch tatsächlich das Wort „Pussycat“ ins Deutsche übersetzt, was dieser nun auch ausgiebig zu benutzen wusste (verbunden mit wahren Kanonaden von Handküssen, die er ins Publikum schoß). Der nächste Song brachte die Halle dann mal so richtig zum brodeln „Stuck in the Metal“ wurde angestimmt, wer „Reservoir Dogs“ gesehen hat: OHR! Jedenfalls wurde mir bei dem Song erstmal bewusst, dass neben Jesse mit Mr. Joey Castillo, Dave Catching und Brian O`Connor noch ein paar andere Hochkaräter auf der Bühne standen. In der One-Man-Show des Devil ging das etwas unter, aber gerade Joey Castillo prügelte diesen Song so unbarmherzig nach oben, dass man gar nicht umhin kam, ihn zu bemerken. Ein Monster an den Drums! Geniale Version jedenfalls und auf der Bühne brach spätestens jetzt die reine Spielfreude aus. Diese erreichte dann bei „Secret Plans“ wieder einen neuen Höhepunkt, bevor man sich (und uns) mit „English Girl“ und „Anything c’ept the truth“ erstmal wieder eine kleine Verschnaufpause gönnte. Bereichert wurden die Pausen weiterhin mit Jesses Ansprachen. Es ist der Hammer, wie dieser Kerl mit jeder Geste den Rock versprüht! Er scheint schier unfähig zu sein, ohne Fliegersonnenbrille und geordnetem Schnauzer auch nur einen Ton aus seiner Klampfe hervor zu bringen. Jede Bewegung wird also zelebriert, jede noch so kleine Zweideutigkeit in den Texten mit einem breiten, bärtigen Grinsen kommentiert. Das einzige Problem war, dass die kurzen, knackigen Songs zwar unbarmherzig zu zünden vermochten, aber wir nun schon das Ende vom Mainset erreicht hatten. Zwei Songs sollten noch kommen… zwei großartige Songs möchte ich hinzufügen. Die ultimative Testosteron-Freakshow erreichte nun mit „Whorehoppin`(shit, goddamn, I`m a Man!)“ Level 10. Die Halle brüllte den Refrain mit, Jesse ging am Mirkofon ab und mir persönlich wurde mein Setlistwunsch Nr. 1 erfüllt (Nr. 2 blieb mir leider versagt, denn „I`m your Torpedo“ wurde nicht hervor gezaubert, soviel sei verraten). Vor dem letzten Song des Hauptteils vergewisserte sich der Devil noch persönlich, wie es denn den „Ladies“ im Saal ging und ließ praktisch jede einzeln antworten. Die Selbstironie folgte dann mit „I want you so Hard (The Boy’s Bad News)“ freilich auf dem Fuße und das Mainset wurde aber so was von rockig beendet! Wahnsinn. Diese Band macht richtig gute Laune, mal abseits von political correctness und sozialkritischen Themen, die irgendwie verwurstet werden um beim Publikum einen Lerneffekt hin zum besseren Menschen zu erwirken. Die Eagles sind purer Unterhaltungsrock auf einem ganz ganz hohen Level! Also war die stimmung auch entsprechend gut, als Jesse die Bühne nach kurzer Pause alleine wieder betrat und sich Song Nr. 1 des Zugabenteils vom Publikum zurufen ließ. „What should I play for you now?“ Klar, dass ihm da der halbe Bandkatalog engegen geschwurbelt kam, letztenendes machte dann „Cherry Cola“ das Rennen und wurde von Mr. Cool alleine performt. Sehr geil, den Song mal nur mit E-Gitarrenuntermalung zu hören. Irgendwann während der 2. Zugabe zeigten dann auch wieder die Deutschstunden Wirkung, indem Jesse das, was er da vorne tat, als „Rock`N Roll with mein Schnauzbart“ bezeichnete und diesen genüsslich zurechtzupfte. Für den Rest des Zugabenteils schien man entschieden zu haben, dass, zusätzlich zur Cowbell, auch noch eine weitere Gitarre nötig ist um uns mal so richtig zu rocken. Also betrat Troy Van Leeuwen erneut die Bühne und stieg bei „I only want You“ gleich mit ein. Die Eagles mit drei Gitarren, weltklasse. Vor allem da mit Troy ein weiterer Könner am Start war und in Verbindung mit Castillo gleich noch mal ne Ecke mehr Druck in die Songs brachte (QOTSA lässt grüßen, da haben die zwei das ja perfektioniert). Im selben Lineup wurde dann „Wannabe in LA“ herungtergebrettert und Jesse verwandelte sich so langsam in einen Derwisch, der wie von der Tarantes gestochen über die Bühne fegte, die ersten Reihen anheizte und wild gestikulierend hinterm Mikro abging. Wahnsinn, besonders das nun (leider) folgende letzte Stück „Speaking in Tongues“. Gitarrensolo von Troy und gen Ende ein Dialog aller drei Saitenbretter waren formschön eingebaut. Nachdem der letzte Ton verklungen war, musste man den Devil, der wie ein Rumpelstilzchen am Bühnenrand entlang wütete förmlich von der Bühne zerren.
Das war Rock in Reinform! Wenn die Kerle so weiter machen, dann kann die Mancademy von Burger King einpacken, denn ohne Eagles Konzi gibt’s dann kein Diplom mehr! Wir standen nach dem Konzert jedenfalls mehr oder weniger geflasht in der Halle, frisch überrollt von einer Walze aus Rock`N Roll der alten Schule und einem Jesse Hughes in Bestform. Schade, dass es so schnell vobei war, aber beim nächsten Mal sind wir auf jeden Fall wieder am Start. Das lasse ich mir dann nicht entgegen! Denn wenn die Eagles den Saal zum Kochen bringen und Jesse die „Ladies“ glorifiziert und den Schnauzer bürstet… (oder umgekehrt), dann ist das Einzige, was diesen Kerl in prasselengen Jeans, mit Sonnenbrille und Schnurrbart noch vom Erringen der Weltherrschaft abhalten kann, wohl Alice Schwarzer als Endgegner im letzten Level! Denn da würde selbst der Devil kapitulieren… denn die bekommt nichtmal er „moustachifiziert“! ;-)
Dienstag, 15.09.2009
BAD DREAM MAMA
(Eagles of Death Metal)
Guten Tag, liebe Fernsehwelt! Heute, zur Abwechslung zu all den Lobhudeleien auf us-amerikanische Schalmeienkapellen, möchte ich mich mal wieder der guten, alten Flimmerkiste widmen… und vor allem dem Wahnsinn, der sich darin abspielt! Der Vernunftmensch ist ja schon viel Elend gewohnt! Da wird vom „Partyluder“ bis hin zur „Society-Lady“ alles medial verwurstet, was bei drei nicht auf den Bäumen ist (meist mangels mathematischer Kenntnisse). Hauptsache möglichst nackt, hohl und primitiv! Solange die Message ordentlich sinnleer ist, darf sich jeder C-Promi mal vor die Kamera zerren lassen um Sätze wie „ich trage heute „Lui Fotton und einen zwölfgranätigen Verlobungsring von Loddar“ in die Linse zu hauchen, bevor er/sie sich den 12.000$ Schampus über den Nerzmantel kippt. Dazu noch ein paar Gewichtsprobleme der Marke „totale Kalorienverweigerung“ und fertig ist eine abendfüllende Moderation von Frauke Ludowig. (Was uns alles erspart bliebe, wenn die einfach Sportreporter geworden wäre… stellt euch das mal vor!) Freilich kann man nicht verlangen, dass man, zumal auf RTL, von sämtlichen Dummfug verschont bleibt. Tja, das dachte sich auch o.g. Sender und entwarf das Format „Schwiegertochter gesucht“. Mittlerweile muß man nicht mal mehr semiprominent sein um sich vor einem Millionenpublikum komplett vom Obst machen zu dürfen! Nein, man muß nur noch solo sein (meistens MIT OFFEBNSICHTLICHEM GRUND), bei Mama wohnen und sollte darüber das Interesse am weiblichen Geschlecht, egal wie rudimentär es nur noch ausgeprägt sein mag, noch nicht ganz verloren haben. Wenn man das alles erfüllt, schickt RTL seinen Moderationshamster ins traute Heim und man darf sich dann aus den umfangreichen Zuschriften die zwei passenden Lebensabschnittsgefährtinskandidatinnen aussuchen. Die dürfen dann den Nerd und seine Mama ein paar Wochen besuchen und sich dabei eine epische Schlacht um die Gunst des Angebeteten liefern. Am Ende entscheidet sich dann der Typ für eine dieser Uschis, die andere wird heulend wieder in den Regionalexpress nach Castrop-Rauxel gesetzt und Mutti ist froh, dass sie nun zwei hoffnungslose Fälle bekochen darf! So oder so ähnlich steht’s wohl im Sendekonzept.
Als ich letzte Woche beim Zappen da hängen blieb, dachte ich mir: „Mensch, das kuckst du dir jetzt mal an! Hast eh grade massiven Bock auf Fremdschämen!“ Gesagt, getan! Glücklicher Weise war das auch noch Sendung Nr. 1, wo die ganzen Heinis da schmalztriefend vorgestellt wurden. Das klang dann alles ungefähr so:
„Das ist Friedhelm. Friedhelm ist 56 Jahre als, kommt aus Ammershausen und wohnt mit Elsbeth, seiner 83jährigen Mutter auf einem malerischen Gehöft. In seiner Freizeit spielt unser pensionierter Schlafwagenkapitän mit dem großen Herz gerne Hallenhalma oder lässt es im Folkloreverein so richtig krachen. Dabei, so berichtete uns Friedhelm, geht es auch schon manchmal recht lustig zur Sache (** kurze Einblendung eines am Tisch sitzenden, seinen Kaffee „schwarz“ trinkenden Friedhelm der verwegen grinst… im Hintergrund ertönt Semino Rossi m/ **). Doch trotz seiner offenen, freundlichen Art hat der sympathische Draufgänger die Frau fürs Leben noch nicht gefunden, dabei sehnt er sich doch so sehr nach einer lieben Gefährtin, die mit ihm das Leben und noch viel mehr teilt (**an dem Punkt wird’s für Leute mit zu viel Phantasie so langsam eklig!**) Denn Friedhelm hatte in seinem Leben noch keine Freundin (**Einspieler eines traurig dreinblickenden Friedhelm und im Hintergrund „Hurt“ von Johnny Cash für die entsprechende Stimmung**)!“
Jetzt folgen noch ein paar mit Schlager- und Herzschmerzmusik untermalte Szenen von Friedhelm, wie er durch sein Kuhdorf latscht und schmachtend in den Sonnenuntergang schaut bevor er zu Mutti und der frischen Hausmannskost zurück kehrt. Anbei noch das Wunschprofil der Angebeteten: „lieb“ soll sie schon sein und sonst zählen eh nur die inneren Werte! Aber kochen können sollte sie „wie Mutti“ und auch bereit sein zu ihm in die suburbane Inzuchtzone zu ziehen. Außerdem wäre „reich“ und trotzdem „genügsam“ noch nett. Wenn sie dann auch noch aussieht wie die agrikulturelle Version von Paris Hilton, dann könne man sich die Alte ja schon mal ankucken… oder Mama?!? Naja, jedenfalls bekommt der Typ dann Besuch von der moderierenden Heimsuchung des Privatfernsehens, die natürlich das ganze Elend, was dessen Lebensalltag so auszeichnet, auch noch ganz witzig zu finden scheint (so wie die dauernd ins Antlitz des Suchenden grinst). Die hat dann einen Postsack mit allen Zuschriften für den betreffenden Kandidaten dabei, aus dem er freie Auswahl hat. Bei einem der Typen waren dies im Übrigen spektakuläre drei Briefe! Streng genommen konnte der sich nicht zwei aussuchen, sondern musste nur entscheiden, welche er weg lässt! Kurz darauf werden die Ischen dann via Interregio ins Hinterland gekarrt und die Freakshow beginnt erst so richtig!
„Margot und Wilhelmine freunden sich bei einer Tasse Tee mit Friedhelms Mutti an. Die stürmische Margot, die sofort seine Hand ergreift, hat es Friedhelm besonders angetan (**Einblendung Friedhelm: „Die Margot, die hat`s mir besonders angetan mit ihrer stürmischen Art!“ *debiles Grinsen*), während Elsbeth noch skeptisch ist. „Die Wilhelmine finde ich sehr nett. Die kann für meinen Friedhelm sorgen, wenn ich mal nicht mehr bin! … wie? … ach ja, die Margot… die Margot ist auch nett!“. (**Klartext: Margot hat schon verloren; vom Hausdrachen rigoros aussortiert!**).
So wird sich dann bei Kaffee und Kuchen durch die Belanglosigkeiten gesmaltalkt, bis Friedhelm sich unter wütenden Blicken seiner Mutter Margot krallt und einen romantischen Spaziergang durchs Dorf wagt. Dabei latscht man über ein Heuwiese, trinkt aus nem Bach und wenn die Trulla Glück hat, gibt noch ne Blume ins auftoupierte Haupthaar gesteckt. Dann eine einminütige Szene, wo die Kamera beide von hinten filmt, wie sie Hand in Hand auf das Friedhelmsche Gut zu wandern. Aus dem Off ertönt „One Moment in time“ und der Moderationskaschper säuselt: „Friedhelm und die selbstständige Hundefrisöse scheinen sich auf Anhieb zu verstehen. Schon nach einer halben Stunde gemeinsamen Spaziergangs ist der Funke übergesprungen! ** Einblendung Friedhelm „Der Funke ist schon sofort irgendwie … ja… übergesprungen, kann man schon… sagt man das so? Ich kann mir eine Zukunft mit Margot vorstellen, und vielleicht auch Kinder!“ Das elsbethsche Damoklesschwert, welches über der „jungen Liebe“ schwebt wird getrost verschwiegen. Daheim angekommen sitzen Wilhelmine und die Mutter mit vorwurfsvollen Blicken in der Bauernküche und trinken Kaffee aus potthässlichen Porzellantassen. Friedhelm, lädt auf Drängen seiner Mutter nun auch Elsbeth zu einem Spaziergang ein. Margot verbleibt mit Mutter in der Küche…!
„Wilhelmine und Friedhelm besuchen seinen Kumpel Karlheinz im Nachbardorf. Dabei haben sich unser Junggeselle und die 42jährige Zitronenfalterin sehr viel zu erzählen.“ Objektiv gesehen laufen die beiden wortlos nebeneinander her seit Friedhelm zunächst sein Frauenbild (anno 1492) und anschließend seine Vorliebe für Gummischlüpfer mit Noppenstruktur erwähnte… aber so was kann man dem TV-Volk ja „schönmoderieren“. Bei Karlheinz angekommen bekommt Wilhelmine zunächst auch von diesem ein paar sexistische Sprüche gedrückt, bevor sie mit zwei Körben selbstgezogenen Kohlrabi aus Karlheinz` selbst gedüngter Privatzucht den Heimweg antreten (die Körbe trägt natürlich sie)! Wieder zu Hause angekommen, hat sie die Schmähung aus lauter Kamerageilheit aber schon wieder vergessen und biedert sich ihrem Peiniger fröhlich lachend weiter an. Margot ist inzwischen „abgereist“. Friedhelm, der sich beiläufig über den frischen Erdhügel im Garten wundert, ist enttäuscht von ihr und beschließt nun, Wilhelmine zu ehelichen (**** Einblendung Friedhelm „Der Funke ist schon sofort irgendwie … ja… übergesprungen, kann man schon… sagt man das so? Ich kann mir eine Zukunft mit Wilhelmine vorstellen, und vielleicht auch Kinder!**) Mutter Elsbeth beglückwünscht ihn noch, während sie die blutige Axt wieder zurück in die Kammer stellt. Anschließend noch ein paar abstoßende Kußbilder der beiden Delinquenten und ein Rotfilter über die Kamera gelegt. Dann wird schwammig zum nächsten Vollheinz übergeblendet, welcher nach selbem Strickmuster mit einer Leidensgefährtin versorgt werden soll!
Boahhhhhh, war das GRUSELIG!!! Also man hält es gar nicht für möglich, was für Typen in diesem Land wohnen! Und vor allem noch nicht entmündigt sind! Das ist alles mal wieder Volksverdummung erster Kategorie! Ich gebe auch zu, dass das Ganze irgendwie unterhaltsam war, das hatte so was wie die „Faszination des Abartigen“! Man muß sich das ungefähr so vorstellen wie Norman Bates in „Psycho“… nur halt ohne Altersbeschränkung!
Guten Tag, liebe Fernsehwelt! Heute, zur Abwechslung zu all den Lobhudeleien auf us-amerikanische Schalmeienkapellen, möchte ich mich mal wieder der guten, alten Flimmerkiste widmen… und vor allem dem Wahnsinn, der sich darin abspielt! Der Vernunftmensch ist ja schon viel Elend gewohnt! Da wird vom „Partyluder“ bis hin zur „Society-Lady“ alles medial verwurstet, was bei drei nicht auf den Bäumen ist (meist mangels mathematischer Kenntnisse). Hauptsache möglichst nackt, hohl und primitiv! Solange die Message ordentlich sinnleer ist, darf sich jeder C-Promi mal vor die Kamera zerren lassen um Sätze wie „ich trage heute „Lui Fotton und einen zwölfgranätigen Verlobungsring von Loddar“ in die Linse zu hauchen, bevor er/sie sich den 12.000$ Schampus über den Nerzmantel kippt. Dazu noch ein paar Gewichtsprobleme der Marke „totale Kalorienverweigerung“ und fertig ist eine abendfüllende Moderation von Frauke Ludowig. (Was uns alles erspart bliebe, wenn die einfach Sportreporter geworden wäre… stellt euch das mal vor!) Freilich kann man nicht verlangen, dass man, zumal auf RTL, von sämtlichen Dummfug verschont bleibt. Tja, das dachte sich auch o.g. Sender und entwarf das Format „Schwiegertochter gesucht“. Mittlerweile muß man nicht mal mehr semiprominent sein um sich vor einem Millionenpublikum komplett vom Obst machen zu dürfen! Nein, man muß nur noch solo sein (meistens MIT OFFEBNSICHTLICHEM GRUND), bei Mama wohnen und sollte darüber das Interesse am weiblichen Geschlecht, egal wie rudimentär es nur noch ausgeprägt sein mag, noch nicht ganz verloren haben. Wenn man das alles erfüllt, schickt RTL seinen Moderationshamster ins traute Heim und man darf sich dann aus den umfangreichen Zuschriften die zwei passenden Lebensabschnittsgefährtinskandidatinnen aussuchen. Die dürfen dann den Nerd und seine Mama ein paar Wochen besuchen und sich dabei eine epische Schlacht um die Gunst des Angebeteten liefern. Am Ende entscheidet sich dann der Typ für eine dieser Uschis, die andere wird heulend wieder in den Regionalexpress nach Castrop-Rauxel gesetzt und Mutti ist froh, dass sie nun zwei hoffnungslose Fälle bekochen darf! So oder so ähnlich steht’s wohl im Sendekonzept.
Als ich letzte Woche beim Zappen da hängen blieb, dachte ich mir: „Mensch, das kuckst du dir jetzt mal an! Hast eh grade massiven Bock auf Fremdschämen!“ Gesagt, getan! Glücklicher Weise war das auch noch Sendung Nr. 1, wo die ganzen Heinis da schmalztriefend vorgestellt wurden. Das klang dann alles ungefähr so:
„Das ist Friedhelm. Friedhelm ist 56 Jahre als, kommt aus Ammershausen und wohnt mit Elsbeth, seiner 83jährigen Mutter auf einem malerischen Gehöft. In seiner Freizeit spielt unser pensionierter Schlafwagenkapitän mit dem großen Herz gerne Hallenhalma oder lässt es im Folkloreverein so richtig krachen. Dabei, so berichtete uns Friedhelm, geht es auch schon manchmal recht lustig zur Sache (** kurze Einblendung eines am Tisch sitzenden, seinen Kaffee „schwarz“ trinkenden Friedhelm der verwegen grinst… im Hintergrund ertönt Semino Rossi m/ **). Doch trotz seiner offenen, freundlichen Art hat der sympathische Draufgänger die Frau fürs Leben noch nicht gefunden, dabei sehnt er sich doch so sehr nach einer lieben Gefährtin, die mit ihm das Leben und noch viel mehr teilt (**an dem Punkt wird’s für Leute mit zu viel Phantasie so langsam eklig!**) Denn Friedhelm hatte in seinem Leben noch keine Freundin (**Einspieler eines traurig dreinblickenden Friedhelm und im Hintergrund „Hurt“ von Johnny Cash für die entsprechende Stimmung**)!“
Jetzt folgen noch ein paar mit Schlager- und Herzschmerzmusik untermalte Szenen von Friedhelm, wie er durch sein Kuhdorf latscht und schmachtend in den Sonnenuntergang schaut bevor er zu Mutti und der frischen Hausmannskost zurück kehrt. Anbei noch das Wunschprofil der Angebeteten: „lieb“ soll sie schon sein und sonst zählen eh nur die inneren Werte! Aber kochen können sollte sie „wie Mutti“ und auch bereit sein zu ihm in die suburbane Inzuchtzone zu ziehen. Außerdem wäre „reich“ und trotzdem „genügsam“ noch nett. Wenn sie dann auch noch aussieht wie die agrikulturelle Version von Paris Hilton, dann könne man sich die Alte ja schon mal ankucken… oder Mama?!? Naja, jedenfalls bekommt der Typ dann Besuch von der moderierenden Heimsuchung des Privatfernsehens, die natürlich das ganze Elend, was dessen Lebensalltag so auszeichnet, auch noch ganz witzig zu finden scheint (so wie die dauernd ins Antlitz des Suchenden grinst). Die hat dann einen Postsack mit allen Zuschriften für den betreffenden Kandidaten dabei, aus dem er freie Auswahl hat. Bei einem der Typen waren dies im Übrigen spektakuläre drei Briefe! Streng genommen konnte der sich nicht zwei aussuchen, sondern musste nur entscheiden, welche er weg lässt! Kurz darauf werden die Ischen dann via Interregio ins Hinterland gekarrt und die Freakshow beginnt erst so richtig!
„Margot und Wilhelmine freunden sich bei einer Tasse Tee mit Friedhelms Mutti an. Die stürmische Margot, die sofort seine Hand ergreift, hat es Friedhelm besonders angetan (**Einblendung Friedhelm: „Die Margot, die hat`s mir besonders angetan mit ihrer stürmischen Art!“ *debiles Grinsen*), während Elsbeth noch skeptisch ist. „Die Wilhelmine finde ich sehr nett. Die kann für meinen Friedhelm sorgen, wenn ich mal nicht mehr bin! … wie? … ach ja, die Margot… die Margot ist auch nett!“. (**Klartext: Margot hat schon verloren; vom Hausdrachen rigoros aussortiert!**).
So wird sich dann bei Kaffee und Kuchen durch die Belanglosigkeiten gesmaltalkt, bis Friedhelm sich unter wütenden Blicken seiner Mutter Margot krallt und einen romantischen Spaziergang durchs Dorf wagt. Dabei latscht man über ein Heuwiese, trinkt aus nem Bach und wenn die Trulla Glück hat, gibt noch ne Blume ins auftoupierte Haupthaar gesteckt. Dann eine einminütige Szene, wo die Kamera beide von hinten filmt, wie sie Hand in Hand auf das Friedhelmsche Gut zu wandern. Aus dem Off ertönt „One Moment in time“ und der Moderationskaschper säuselt: „Friedhelm und die selbstständige Hundefrisöse scheinen sich auf Anhieb zu verstehen. Schon nach einer halben Stunde gemeinsamen Spaziergangs ist der Funke übergesprungen! ** Einblendung Friedhelm „Der Funke ist schon sofort irgendwie … ja… übergesprungen, kann man schon… sagt man das so? Ich kann mir eine Zukunft mit Margot vorstellen, und vielleicht auch Kinder!“ Das elsbethsche Damoklesschwert, welches über der „jungen Liebe“ schwebt wird getrost verschwiegen. Daheim angekommen sitzen Wilhelmine und die Mutter mit vorwurfsvollen Blicken in der Bauernküche und trinken Kaffee aus potthässlichen Porzellantassen. Friedhelm, lädt auf Drängen seiner Mutter nun auch Elsbeth zu einem Spaziergang ein. Margot verbleibt mit Mutter in der Küche…!
„Wilhelmine und Friedhelm besuchen seinen Kumpel Karlheinz im Nachbardorf. Dabei haben sich unser Junggeselle und die 42jährige Zitronenfalterin sehr viel zu erzählen.“ Objektiv gesehen laufen die beiden wortlos nebeneinander her seit Friedhelm zunächst sein Frauenbild (anno 1492) und anschließend seine Vorliebe für Gummischlüpfer mit Noppenstruktur erwähnte… aber so was kann man dem TV-Volk ja „schönmoderieren“. Bei Karlheinz angekommen bekommt Wilhelmine zunächst auch von diesem ein paar sexistische Sprüche gedrückt, bevor sie mit zwei Körben selbstgezogenen Kohlrabi aus Karlheinz` selbst gedüngter Privatzucht den Heimweg antreten (die Körbe trägt natürlich sie)! Wieder zu Hause angekommen, hat sie die Schmähung aus lauter Kamerageilheit aber schon wieder vergessen und biedert sich ihrem Peiniger fröhlich lachend weiter an. Margot ist inzwischen „abgereist“. Friedhelm, der sich beiläufig über den frischen Erdhügel im Garten wundert, ist enttäuscht von ihr und beschließt nun, Wilhelmine zu ehelichen (**** Einblendung Friedhelm „Der Funke ist schon sofort irgendwie … ja… übergesprungen, kann man schon… sagt man das so? Ich kann mir eine Zukunft mit Wilhelmine vorstellen, und vielleicht auch Kinder!**) Mutter Elsbeth beglückwünscht ihn noch, während sie die blutige Axt wieder zurück in die Kammer stellt. Anschließend noch ein paar abstoßende Kußbilder der beiden Delinquenten und ein Rotfilter über die Kamera gelegt. Dann wird schwammig zum nächsten Vollheinz übergeblendet, welcher nach selbem Strickmuster mit einer Leidensgefährtin versorgt werden soll!
Boahhhhhh, war das GRUSELIG!!! Also man hält es gar nicht für möglich, was für Typen in diesem Land wohnen! Und vor allem noch nicht entmündigt sind! Das ist alles mal wieder Volksverdummung erster Kategorie! Ich gebe auch zu, dass das Ganze irgendwie unterhaltsam war, das hatte so was wie die „Faszination des Abartigen“! Man muß sich das ungefähr so vorstellen wie Norman Bates in „Psycho“… nur halt ohne Altersbeschränkung!
Montag, 07.09.2009
NEW DARK AGES
(BAD RELIGION)
Jaja, es ist mal wieder so weit: der Wahltag rückt näher! Am 27.09.2009 wählen wir unseren Cheffe… oder die Chefin (wies derzeit ausschaut). Jetzt fangen sie wieder an, die Tage des verbalen Donners. Da wird, Koalition hin oder her, unbarmherzig aufeinander eingeprügelt und sich gegenseitig die ohnehin nur rudimentäre Kompetenz abspenstig gemacht… Moment… irgendwie doch nicht! Man hat das Gefühl, dass gerade die Kanzlerin ihre Kontrahenten totkuscheln will. Nix mit „böse, unfähige SPD“, viel mehr prangt die Angie mit der Sicherheit der eigenen Eindrittelmehrheit von den Pappschildern und schweigt in Richtung „FW“. Aber darum solls mir hier gar nicht gehen, viel mehr um diese ganzen Splittergruppen und ehemaligen FDP – Ortsvereine, die sich irgendwann selbstständig machten (*rofl*). Denn, reden wir nicht drumrum: Bei uns kann mittlerweile jeder Schmock seine eigenen Interessenvertretung gründen. So kommt es dann zu so drolligen Dingen wie der „Biertrinkerpartei“ oder, was ich viel putziger finde: den „Violenten“… nee… Moment… die „Violetten“ meine ich. Die fliederfarbenen Kuscheldemokraten. Da wir, als mündige Bürger, als Souverän, als Wahlzettelausfüller erster Ordnung, uns aber auch über die informieren sollten, bevor wir am Ende vollkommen unüberlegt eine ernst zu nehmende Partei wählen, haben wir quasi die Pflicht uns mit denen mal auseinander zu setzen. Genauer gesagt: Mit deren Programmen. Die Violetten haben da nen ziemlich einfachen Slogan „Für spirituelle Politik“ Hmm, kein Witz, DAS MEINEN DIE ERNST! Innenpolitisch mag das ja noch harmlos sein, wenn man da die Krankenkassenbeiträge geflissentlich nach unten meditiert und demnächst statt den bösen, bösen Soldaten Kompanien von Yogis ins Oderbruch schickt wenn da mal wieder der Deich wackelt. Aber außenpolitisch kann man das doch nicht bringen. Schick so einen verdrehten Heini mit seinen Räucherstäbchen mal nach Teheran um dem Mahmoud seine Bomben auszureden… der denkt doch wir betteln um den Erstschlag! Dabei betteln die doch eigentlich um Frieden… kafkaesk! Ansonsten findet sich bei denen aber nicht viel Verwertbares auf der Seite… mal abgesehen von einer Weltsicht, die eine breiige Mischung aus „All you nee dis Love“ und dem neuen Testament zu sein scheint… kafkaesk. Was ich dabei aber so RICHTIG faszinierend finde, ist folgender Leitsatz:
„Die Schöpfung entspringt einer geistigen Quelle, die unter verschiedenen Namen wie z.B. Gott, Göttin, Vater-Mutter-Gott, Allah, JHWH, Brahma, Schöpfergeist, Universelle Intelligenz, Tao oder Es bekannt ist.“ (HP der Violetten)
Für mich haben die Typen sich mit genau diesem Leitsatz aber entlarvt… außer dass er recht einseitig ist, bezieht er auch die Möglichkeit ein, dass ES der Schöpfer ist!

"ES"
Und genau an dem Punkt wird mir als altem King-Leser Himmelangst!
Anderes, nicht weniger abschreckendes Beispiel: Die Tierschutzpartei. Süß. Da gibt`s dann den Karnickelminister und die Ab- und Umsattelprämie für Profireiter damit die wieder zu Fuß gehen. Fleisch können wir uns gleich abschminken, dann gibt’s nur noch Beilagen! So wie wir heute zum Tanken ins Ausland pilgern, werden wir dann wohl freiwillig gen Österreich pilgern, nur um mal wieder ein anständiges Wiener Schnitzel zu bekommen. Und auf dem Rückweg werden wir dann vom Zoll gefilzt… mit vegan ernährten Schnitzelhunden, die, unterernährt wie sie sind, auch noch das letzte Stückchen Gulasch im Sitzpolster aufspüren. Viel schlimmer wird dann aber das Gefühl der gesellschaftlichen Ächtung sein die uns, uns harmlosen Carnivoren, dann entgegen schlagen wird. Fahlhäutige, blätterlutschende vom Skorbut zerfressene Teilexistenzen werden plötzlich das gesellschaftliche Leitbild sein. Kein Mensch wird mehr Kontakt mit Nutzvieh haben, es sei denn im Streichelzoo (wenn der überhaupt noch genehm ist…). Von Fleisch und den ganzen, gesundheitspräventiv wirkenden Antibiotika darin mal ganz zu schweigen! Gute Nacht, wenn dann die Schweinegrippe zuschl… ähm… die Vogelgrippe zuschl… BSE zu… ach Scheiße! Killerbienen! Genau… GUTE NACHT, WENN DANN DIE KILLERBIENEN ZUSCHLAGEN!!!!!
Die Trilogie der Unvernunft soll nun aber mit der PBC abgerundet werden. Die Partei der Bibeltreuen Christen. Ja, die gibt’s auch, nur WARUM ist mir nicht klar. Wofür die stehen? Nunja, orgiastische Swingerparties und Black Metal werden es wohl kaum sein. Viel mehr, wen wunderts, christliche Werte in der Hardcore-Version. Hardcore deshalb, weil das mit Vernunft und gesundem Menschenverstand in einer aufgeklärten Gesellschaft nix zu tun hat. Allem voran der propagierte „Ausstieg aus der Homosexualität“. „Untermauert“ von allerlei Bibelzitaten wird da eine derart unterschwellige Art von Hetze betrieben, Gott bewahre dass die hier jemals was zu sagen haben! Die Säkularisierung soll komplett aufgehoben werden und Deutschland de facto zum „Gottesstaat“ umgemodelt werden. Bevor jetzt wieder Streitereien über die Analogie zum Islamismus los gehen: Welcher Gott die Politik macht ist im Grunde genommen doch egal. Auch auf den übrigen Gebieten haben die nicht wirklich viel Sinnvolles zu bieten. Wer innenpolitisch nicht mindestens ein Mal das Wort „Länderfinanzausgleich“ benutzt, der ist doch sowieso nicht ernst zu nehmen. Statt dessen redet man zielsicher an der Realität vorbei. Was zum Beispiel soll uns der wirtschaftspolitische Leitsatz sagen, der da lautet: „Die Wirtschaftspolitik der PBC, Partei Bibeltreuer Christen, richtet sich nach den Maßstäben der Bibel: „Du sollst Gott deinen Herrn lieben und deinen Nächsten lieben wie dich selbst.““?!?!? Das, meine Damen und Herren, ist die hohe Kunst des Nichts-Sagens! Jeder Kredithai hätte doch seinen Spaß mit denen, die unterschreiben einem doch alles, wenn man nur versichert, dass man es gut meint! Und das mit dem „Liebe deinen Nächsten“ ist auch relativ… sogar intrakonfessionell! Kleines Beispiel gefällig?!? Gerne, denn gegen Katholiken hat man als Bibeltreuer scheinbar was:
„Wir sagen NEIN zur Entmündigung von rund 500 Millionen EU-Bürgern (mit Ausnahme der Iren) (…)“ (PBC Wahlprogrammauszug)
Soso, ausgerechnet bei den eigenen Glaubensbrüdern auch noch zickig werden! Das haben wir ja gerne! Alles in allem ein riesengroßer Kokolores! Von mir aus kann ja grundsätzlich jeder das glauben, was er will! Jedenfalls so lange, wie er nicht andere damit belästigt oder gar gefährdet! Wo ist denn da der biblische Gedanke von Nächstenliebe? Abgewrackt?!
Noch nie war ich so froh über die 5% Hürde wie gerade jetzt, da ich die Browserfenster der Homepages dieser politischen Untergrundorganisationen wieder schließen kann! Die einen haben einfach nur spiritistisch einen an der Klatsche und die anderen wollen selbige der Fliegen zuliebe ganz abschaffen! Daß die Bibeltreuen am Ende in den Bundestag einziehen… da fällt mir nur eins ein: GOTT BEWAHRE!!
Jaja, es ist mal wieder so weit: der Wahltag rückt näher! Am 27.09.2009 wählen wir unseren Cheffe… oder die Chefin (wies derzeit ausschaut). Jetzt fangen sie wieder an, die Tage des verbalen Donners. Da wird, Koalition hin oder her, unbarmherzig aufeinander eingeprügelt und sich gegenseitig die ohnehin nur rudimentäre Kompetenz abspenstig gemacht… Moment… irgendwie doch nicht! Man hat das Gefühl, dass gerade die Kanzlerin ihre Kontrahenten totkuscheln will. Nix mit „böse, unfähige SPD“, viel mehr prangt die Angie mit der Sicherheit der eigenen Eindrittelmehrheit von den Pappschildern und schweigt in Richtung „FW“. Aber darum solls mir hier gar nicht gehen, viel mehr um diese ganzen Splittergruppen und ehemaligen FDP – Ortsvereine, die sich irgendwann selbstständig machten (*rofl*). Denn, reden wir nicht drumrum: Bei uns kann mittlerweile jeder Schmock seine eigenen Interessenvertretung gründen. So kommt es dann zu so drolligen Dingen wie der „Biertrinkerpartei“ oder, was ich viel putziger finde: den „Violenten“… nee… Moment… die „Violetten“ meine ich. Die fliederfarbenen Kuscheldemokraten. Da wir, als mündige Bürger, als Souverän, als Wahlzettelausfüller erster Ordnung, uns aber auch über die informieren sollten, bevor wir am Ende vollkommen unüberlegt eine ernst zu nehmende Partei wählen, haben wir quasi die Pflicht uns mit denen mal auseinander zu setzen. Genauer gesagt: Mit deren Programmen. Die Violetten haben da nen ziemlich einfachen Slogan „Für spirituelle Politik“ Hmm, kein Witz, DAS MEINEN DIE ERNST! Innenpolitisch mag das ja noch harmlos sein, wenn man da die Krankenkassenbeiträge geflissentlich nach unten meditiert und demnächst statt den bösen, bösen Soldaten Kompanien von Yogis ins Oderbruch schickt wenn da mal wieder der Deich wackelt. Aber außenpolitisch kann man das doch nicht bringen. Schick so einen verdrehten Heini mit seinen Räucherstäbchen mal nach Teheran um dem Mahmoud seine Bomben auszureden… der denkt doch wir betteln um den Erstschlag! Dabei betteln die doch eigentlich um Frieden… kafkaesk! Ansonsten findet sich bei denen aber nicht viel Verwertbares auf der Seite… mal abgesehen von einer Weltsicht, die eine breiige Mischung aus „All you nee dis Love“ und dem neuen Testament zu sein scheint… kafkaesk. Was ich dabei aber so RICHTIG faszinierend finde, ist folgender Leitsatz:
„Die Schöpfung entspringt einer geistigen Quelle, die unter verschiedenen Namen wie z.B. Gott, Göttin, Vater-Mutter-Gott, Allah, JHWH, Brahma, Schöpfergeist, Universelle Intelligenz, Tao oder Es bekannt ist.“ (HP der Violetten)
Für mich haben die Typen sich mit genau diesem Leitsatz aber entlarvt… außer dass er recht einseitig ist, bezieht er auch die Möglichkeit ein, dass ES der Schöpfer ist!

"ES"
Und genau an dem Punkt wird mir als altem King-Leser Himmelangst!
Anderes, nicht weniger abschreckendes Beispiel: Die Tierschutzpartei. Süß. Da gibt`s dann den Karnickelminister und die Ab- und Umsattelprämie für Profireiter damit die wieder zu Fuß gehen. Fleisch können wir uns gleich abschminken, dann gibt’s nur noch Beilagen! So wie wir heute zum Tanken ins Ausland pilgern, werden wir dann wohl freiwillig gen Österreich pilgern, nur um mal wieder ein anständiges Wiener Schnitzel zu bekommen. Und auf dem Rückweg werden wir dann vom Zoll gefilzt… mit vegan ernährten Schnitzelhunden, die, unterernährt wie sie sind, auch noch das letzte Stückchen Gulasch im Sitzpolster aufspüren. Viel schlimmer wird dann aber das Gefühl der gesellschaftlichen Ächtung sein die uns, uns harmlosen Carnivoren, dann entgegen schlagen wird. Fahlhäutige, blätterlutschende vom Skorbut zerfressene Teilexistenzen werden plötzlich das gesellschaftliche Leitbild sein. Kein Mensch wird mehr Kontakt mit Nutzvieh haben, es sei denn im Streichelzoo (wenn der überhaupt noch genehm ist…). Von Fleisch und den ganzen, gesundheitspräventiv wirkenden Antibiotika darin mal ganz zu schweigen! Gute Nacht, wenn dann die Schweinegrippe zuschl… ähm… die Vogelgrippe zuschl… BSE zu… ach Scheiße! Killerbienen! Genau… GUTE NACHT, WENN DANN DIE KILLERBIENEN ZUSCHLAGEN!!!!!
Die Trilogie der Unvernunft soll nun aber mit der PBC abgerundet werden. Die Partei der Bibeltreuen Christen. Ja, die gibt’s auch, nur WARUM ist mir nicht klar. Wofür die stehen? Nunja, orgiastische Swingerparties und Black Metal werden es wohl kaum sein. Viel mehr, wen wunderts, christliche Werte in der Hardcore-Version. Hardcore deshalb, weil das mit Vernunft und gesundem Menschenverstand in einer aufgeklärten Gesellschaft nix zu tun hat. Allem voran der propagierte „Ausstieg aus der Homosexualität“. „Untermauert“ von allerlei Bibelzitaten wird da eine derart unterschwellige Art von Hetze betrieben, Gott bewahre dass die hier jemals was zu sagen haben! Die Säkularisierung soll komplett aufgehoben werden und Deutschland de facto zum „Gottesstaat“ umgemodelt werden. Bevor jetzt wieder Streitereien über die Analogie zum Islamismus los gehen: Welcher Gott die Politik macht ist im Grunde genommen doch egal. Auch auf den übrigen Gebieten haben die nicht wirklich viel Sinnvolles zu bieten. Wer innenpolitisch nicht mindestens ein Mal das Wort „Länderfinanzausgleich“ benutzt, der ist doch sowieso nicht ernst zu nehmen. Statt dessen redet man zielsicher an der Realität vorbei. Was zum Beispiel soll uns der wirtschaftspolitische Leitsatz sagen, der da lautet: „Die Wirtschaftspolitik der PBC, Partei Bibeltreuer Christen, richtet sich nach den Maßstäben der Bibel: „Du sollst Gott deinen Herrn lieben und deinen Nächsten lieben wie dich selbst.““?!?!? Das, meine Damen und Herren, ist die hohe Kunst des Nichts-Sagens! Jeder Kredithai hätte doch seinen Spaß mit denen, die unterschreiben einem doch alles, wenn man nur versichert, dass man es gut meint! Und das mit dem „Liebe deinen Nächsten“ ist auch relativ… sogar intrakonfessionell! Kleines Beispiel gefällig?!? Gerne, denn gegen Katholiken hat man als Bibeltreuer scheinbar was:
„Wir sagen NEIN zur Entmündigung von rund 500 Millionen EU-Bürgern (mit Ausnahme der Iren) (…)“ (PBC Wahlprogrammauszug)
Soso, ausgerechnet bei den eigenen Glaubensbrüdern auch noch zickig werden! Das haben wir ja gerne! Alles in allem ein riesengroßer Kokolores! Von mir aus kann ja grundsätzlich jeder das glauben, was er will! Jedenfalls so lange, wie er nicht andere damit belästigt oder gar gefährdet! Wo ist denn da der biblische Gedanke von Nächstenliebe? Abgewrackt?!
Noch nie war ich so froh über die 5% Hürde wie gerade jetzt, da ich die Browserfenster der Homepages dieser politischen Untergrundorganisationen wieder schließen kann! Die einen haben einfach nur spiritistisch einen an der Klatsche und die anderen wollen selbige der Fliegen zuliebe ganz abschaffen! Daß die Bibeltreuen am Ende in den Bundestag einziehen… da fällt mir nur eins ein: GOTT BEWAHRE!!
Sonntag, 30.08.2009
HEIMSPIEL -> Pearl Jam 15.08.2009 Berlin, Wuhlheide
Wie versprochen: Weiter geht die wilde Hatz durch Europa… immer dem Eddie hinterher. Nach dem bereits beschriebenen Rotterdam – Konzert, was an sich ja schon ein ziemlicher Hammer war, blieben uns nur ein knappes dutzend Stunden um uns wieder Richtung Berlin aufzumachen. Nachdem wir aber dem Ahoy so frisch und vor allem begeistert entstiegen waren genehmigten wir uns erstmal noch ein kleines McFress Menu und traten dann die Rückfahrt ins Ruhrgebiet an. Nach gut 7 Stunden Schlaf bestiegen wir wiederum das Auto um gen Bundeshauptstadt zu streben. Stau sei Dank brauchten wir dafür dann auch reichlich 6 Stunden.
Da wir uns standesgemäß (hey, wir waren auf Band-hinterher-reise-Urlaub) in einem Hostel eingenistet hatten für die kommenden Tage, war das mit der Verspätung auch recht unproblematisch. Nachdem wir also unser recht spartanisches aber unterm Strich schon passendes Zimmer bezogen hatten, trudelte auch meine Schwester, welche die Anreise separat verwirklichte, schon ein. Gemeinsam trollten wir uns dann in den angrenzenden Norma um die Nahrungs- und Genussmittelversorgung sicher zu stellen. Nach einem gemeinsamen Picknick mit der angehenden Jungfamilie Z. (Grüße an euch ;-) ), welche am Folgetag auch das Konzert genießen sollte, ließen wir den Tag dann im Hostel mit einem gepflegten „Pivo“ ausklingen.
Aufstehen war dann eine halbe Stunde vor Frühstücksdeadline angesagt, also schnell den wässrigen Kaffee gekippt und das eine oder andere Brötchen reingedreht und wieder aufs Zimmer; Mittagsruhe halten. Die Mädels waren ja eh shoppen. Zwischendurch noch fix den frisch installierten „Bierschrank“ im Norma aufgefüllt und dann gechillt und innerlich noch mal Rotterdam Revue passieren lassen. Aufbruch gen Wuhlheide war für ca. 14 Uhr geplant, was sich als eine elend lange Zeit des Wartens heraus stellte. Jedenfalls schmissen wir uns dann in Schale (meine geliebten Chucks und das dunkelblaue Bandwagon – Shirt bildeten meine Garderobe. Da unsere Unterkunft recht günstig zur Wuhlheide lag, brauchten wir nur ca. 20 Minuten und ein Umsteigeintermezzo mit der S Bahn, bevor wir an der Wuhlheide angelangten.

Am Ziel!
Es war also noch nicht einmal 15 Uhr nachmittags, als wir uns zu viert auf den Weg Richtung Veranstaltungsort machten. Wir schwammen mit einem minütlich anschwellenden Strom von Pearl Jam Fans durch den lichtdurchfluteten Wald. Spätestens als wir dann das Eingangstor sahen, vor welchem meine Schwester und ich vor mittlerweile fast 3 Jahren geschlagene 7 Stunden verharrten um auch ja noch in den FOS Bereich zu all den TenClubbern zu kommen, spätestens da waren wir angekommen am Sommerabend! Nun, da wir dieses Jahr aber 10C – Karten hatten, ließen wir jenes legendäre Tor (und auch zwei besoffene Italiener auf einem Tretauto *rofl*) im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und umrundeten die halbe Location um zu unserem Extraeingang zu gelangen. Die Ausschilderung war quasi nonexistent, weshalb ich einen dieser Securityheinis um Rat bat. Nach weiteren 15 Minuten Fußmarsch kamen wir dann auch am FEZ an, vor dessen Toren der Fanclubeingang dann auch platziert war. Schnell waren die Karten nebst der „Special – Entry“ – Bändchen (in einem schnieken Grün diesmal) abgeholt und es ging in typischer PJ – Vorkonzertmanier zum Relaxen auf die Wiese. Schön relaxte Stimmung, vom Ambiente her sogar noch eine Ecke chilliger als Rotterdam, was sich aber beim Einlass leicht änderte. Zwischen Bierchen und Bulette noch das eine oder andere Schwätzchen mit den Leutchens aus dem Forum gehalten. (Btw.: Ich weiß, dass das bissel versnobt rüberkommt, aber VERDAMMT, es war einfach geil, wenn man mal die Fragen nach dem voran gegangenen Konzert nicht stellt, sondern beantwortet! ;-) ). Als wir uns irgendwann kurz vor 17 Uhr dann langsam gen Schlange bewegten wurde uns klar, dass mit der Organisation des Fanclub Einlasses irgendwas schief gelaufen sein muß. Die gewohnte, reibungslose Abfertigung, die für den 10C sogar im Organisationssodom Düsseldorf halbwegs geklappt hatte, funktionierte nicht so recht. Early Entry konnte man quasi knicken, wir waren zwar mit die Ersten, aber das Normalvolk mischte sich auch so langsam unter uns „Auserwählte“. ;-) Jedenfalls suchten wir uns eine recht bühnennahe Position auf Mikeys Seite und als diese Position gesichert war, war erstmal Mercandise Zeit! Also auf in den Kampf am Merch-Stand und zwei der so herrlich schrägen Kunstrucke eingeheimst. Bis ich diese dann aber in der Hand hielt, musste ich erstmal so eine Art Moshpit überstehen… ein Eldorado für Frotteure war das… . Aber es hat sich ja gelohnt, am Ende hängt der in Eichenlaub gerahmte, totenköpfige, blutverschmierte Schnurrbartmetzger mit gigantomanischem Fleischerbeil jetzt gerahmt schräg über mit. Ach ja, Würste sind auch drauf *lol*. Feines Poster, rein künstlerisch bestimmt nicht so komplex wie Rotterdam, aber dafür mit einem doppelten Gaga-Bonus meinerseits versehen!

Männerposter!
Praktischer Weise gab es die Posterrolle wieder dazu, wenngleich die Quantität der losgetretenen Poster schon etwas wehmütig stimmt. In Düsseldorf musste man die Poster selbst als Tencluber hart erkämpfen bevor die relativ geringe Anzahl ausverkauft war. In Berlin war davon keine Spur mehr, sodaß die Dinger wohl langfristig keinen Wertzuwachs á la D-Dorf hinlegen werden. ;-) Aber egal, jedenfalls ging’s dann zurück in den Innenraum. Das Warten auf die Band wurde langsam unerträglich. Wetter war perfekt, wir waren da… es konnte also los gehen! Aber was machten die Jungs: Ließen uns noch zwei Stunden schmoren. Dazu noch mit ein paar leicht bemesserten Polen in unserer Nähe. Aber was nimmt man nicht alles auf sich?!? Außerdem...
...wußten wir uns schon die Zeit zu vertreiben! ;-)
Als dann endlich Gomez die Bühne betraten setzte die erste Welle der Erleichterung ein. Nicht etwa, weil die so gut sind (auch wenn ich das Berlin-Set um Längen unterhaltsamer fand als den Auftritt in Rotterdam) sondern viel mehr, weil man die in 30 Minuten somit auch abhaken konnte. Noch mal: Schlecht sind Gomez nicht, nur als Einheizer halt ungeeignet. Jedenfalls groovten wir so gut es ging mit (Highlight des Sets mit Abstand wieder „How we Operate“) und als die Kerls die Bühne wieder räumten stimmten wir in den obligatorischen „Opener – Ratespaß“ ein. Ich war mir ja so was von sicher, dass heute die Stunde von „Release“ schlagen würde… ENDLICH. Weiter waren noch „Long Road“ und ggf. ein hingesummtes „Sometimes“ in der Verlosung wenn man sich mal so grob umhörte. Daß es am Ende nicht Release war, mag nicht unbedingt überraschen bei der Bandbreite, welche die Jungs so hinlegen bei Konzerten; wesentlich überraschender ist wohl, dass ich das mit dem abstand von 2 Wochen auch ganz gut so finde. Release wäre zwar als Song wahnsinnig toll gewesen, wenn wir ihn als Opener bekommen hätten, nur hätte das irgendwie nicht zum Konzert gepasst. Ebenso wenig, wie sie hätten mit Indifference aufhören „können“. Beides will ich unbedingt noch mal hören, aber dass es in Berlin nicht geschah, war unterm Strich gut so!

Ungefähre Standortangabe in Rot!
Jedenfalls warteten wir diesmal nicht ganz so lange wie in Holland, aber immer noch lange genug bis die Jungs die Bühne endlich betraten. Da waren sie wieder, zwei Tage nachdem wir sie frenetisch aus Rotterdam verabschiedeten standen sie wieder auf einer Bühne vor uns. Jedenfalls wurde diesmal statt einer ruhigen Begrüßung wieder die Rockerkeule ausgepackt. Ähnlich wie 2006, als mit „Go“ gleich richtig losgespurtet wurde, packte man mit „Why Go“ wieder eine schnellere Nummer aus. Mit dem kleinen Unterschied vielleicht, dass „Why Go“ noch ein wenig hymnenhafter ist. Bewundernswert, dass die Menge gleich voll da war. Refrain und vor allem die zum Mitklatschen animierende Basslastigkeit des Songs ließen die ganze Wuhlheide gleich mal anständig abgehen! Selbst dass es noch hell war als diese Töne einsetzten konnte da nicht wirklich stören, zumal der Genosse McCready schon beim ersten Solo unterstrich, dass er im Vergleich zu Rotterdam wohl nichts an Spielfreude eingebüßt hatte. Yes! Was folgte war nun mit „Hail Hail“ der ultimative Rocker der „No Code“. Noch so ein Kandidat von der persönlichen Wunschliste gleich zum Beginn. Der Zuschauerchor sang sich zudem so langsam ein und Eddie, der sichtlich nüchterner die Bühne betrat als in Rotterdam, strahlte gleich bei den ersten zwei Songs jede Menge Spaß aus.
Weiter gings mit einem recht frühen „Fixer“. Also der Song ist Live eine Bombe! Gut, das mag an den anfangs so ungewohnten „Yeah-yeahhh-yeahhhh`s“ liegen, die Live einfach mal zünden, aber mittlerweile halte ich den für ne ganz tolle Nummer! Auch wenn das Album erst Mitte September raus kommt, die Nummer zündete trotzdem schon verblüffend gut. Nach diesen drei Brettern zum Einstieg gabs nun ein „Guten Abend“ von Eddie und mit „Corduroy“ den nächsten Sing-Along. Wenn man sich so umschaute, sah man überall tanzende Menschen und emporgereckte Arme. Als 17.000 Anwesende rhythmisch klatschten um Mikeys nächstes Killersolo zum Abschluß des Songs einzuleiten, konnte man so für sich selbst das Zwischenfazit ziehen, dass die ganze Veranstaltung hier dem Jahr 2006 nicht sonderlich hinterher hinken wird. Eddie verlaß vor dem nun kommenden ruhigeren Block wieder ein paar Worte in holprigem Deutsch und dann nahm die Band mit „I am Mine“ erstmal den Fuß vom Gas. Was auf das herrliche Midtempostück der Riot Act folgte war nun aber der HAMMER! Die Jungs haben ein recht ausuferndes Repertoire an Balladen die nach I am Mine passen würden, aber sie zogen mit „Nothing as it Seems“ gleich mal wieder einen meiner absoluten Lieblingssongs aus dem Zylinder! Seit 2001 schaffte er es lediglich bei 27 Konzerten auf die Setlist und ward in Europa zuletzt am 29.Juni 2000 in Oslo gehört. Eine dieser fast schon hypnotischen Balladen der Jungs, die einen einfach nur durch das Konzert treiben lässt. Vom Erklingen des ersten Tons bis zum letzten Saitenanschlag durch Mikey träumte man sich durch den Song. Zumal man nicht wirklich merkte, dass der schon relativ lange nicht mehr gespielt wurde… tolle Version! Am besten trifft einen so was immer noch überraschend.
Im Anschluß gabs mit „Untitled“ und „MFC“ die fast schon zusammengeschweißten Brüder im Geiste. Wenn es bei Pearl Jam so was wie „Easy Listening“ gibt, dann wohl MFC. Man wurde aus der dann doch schon so dunkel – süßen Umklammerung von „Nothing as it Seems“ recht angenehm wieder heraus gerockt. Großartig. Und weil wir grade dabei waren abzugehen, gabs mit „Gods Dice“ und vor allem dem unvergänglichen „Even Flow“ nebst Drum-Solo fröhlich weiter auf die Mütze. War schon irgendwie beruhigend, Even Flow wieder als Konstante bei den Konzerten zu haben, ein Konzi (Düsseldorf) ohne das Lied reicht dann auch. Außerdem ist das Dingen nach Alive der ultimative Mitsinger der Jungs, da kocht dann jede Location! Vor Even Flow gabs übrigens eine ziemlich einmalige Sache. Eddie ließ auf Grund Platzmangel (Stichwort: Fehlender FOS – Bereich) die gesamten Massen mal kollektiv drei Schritte zurücktreten… und es klappte! Kopenhagen hin oder her, ich hätte nicht gedacht, dass das funktioniert.
Mit „Unemployable“ und „Severed Hand“ war dann wieder Avocado-Time. Während ersterer schön rockte und Live auch wesentlich markanter und mitreißender ist als auf CD, zeigte sich bei Severed Hand mal wieder wie unglaublich gut die Jungs zusammenspielen können. Unfassbar, man merkt denen den Spaß an dem, was sie machen richtig an.
Mit „Light Years“ wurde dann gleich schön hochqualitativ weiter gemacht. Toller Song, der zudem wieder etwas das Tempo raus nahm. Man konnte im wahrsten Sinne des Wortes erstmal wieder Luft holen. Schon der leichtfüßig eingespielte Einstieg war genial gewählt um etwas die Spannung raus zu nehmen.
Um vor dem großen Finale des Mainsets aber noch ein bissel mehr Luft schnappen zu können, gönnte man uns Daughter (mit Blitzkrieg Bop – Tag). Großartige Version, auch dass Eddie das Tag ein wenig vernachlässigte um statt dessen seinen Spaß mit dem Publikum zu haben (Motto „Ich mach` Blödsinn, wer macht mit?“) störte da nicht wirklich, im Gegenteil. Die Wuhlheide jedenfalls schien in diesen Momenten ein einziger Chor zu sein! Zu schade, dass „Black“ nicht kam, das wäre bei dem Potential an Stimmen und Stimmung zur Naturgewalt ausgeufert.
Wie versprochen: Der Ausstieg aus dem Mainset fiel dann wieder eine Runde rockiger aus. Nach dem neuen „Got Some“, das wie erwartet wieder die Masse in Schwung setzte, konnte mit dem seltenen aber in meinen Ohren großartigen „Glorified G“ (sorry Klenne, aber da musstest du durch) erneut gepunktet werden. Für die Nostalgiker gabs dann noch mit „Brother“ eine Artefakt aus längst vergangenen tagen, was wohl durch die Arbeiten an der neu abgemischten „Ten“ wieder Einzug in den Bühnenkatalog fand. Danach dann das große Finale mit „Insignificance“ (jaja, nach Düsseldorf zum 2. Mal gehört) und als Abschlußkracher dann „Do the Evolution“ WOOOO-HOOOO da gings noch mal so richtig ab. DTE, was mittlerweile, als einer der wenigen Songs der Jungs, in die Setlist einzementiert ist, prügelte die Stimmung unbarmherzig nach vorne. Und so verabschiedeten wir die Band mit einem geradezu irren Chor in die kurze Spielpause. Wenn man das Bootleg hört wird einem erst mal bewusst, wie es da abging! Von vorne bis hinten ist diese Version einfach nur geil! Der „Hallelujah“ – Chor von Stone persönlich angestachelt – topt in meinen Ohren alle vier anderen Konzerte noch, das beste DTE was ich bisher gehört habe! Wie immer war der Song viel zu schnell vorbei. Zu einem Zwischenfazit kam ich gar nicht wirklich, erstmal war man ohnehin viel zu sehr geflasht von der Spielfreude und der überaus schmackhaften Songsauswahl, andererseits musste man sich auf das Kommende vorbereiten… soweit das überhaupt ging. Die Jungs öffneten an diesem Abend wiedermal die eine wahre Setlist – Wundertüte. Da fiel es schwer irgendwelche Prognosen über die Encores zu treffen. Wie zum Beweis betrat Eddie mit Jeff zunächst alleine die Bühne. Jeff, seines Zeichens eigentlich Bassistengott vom Dienst, schnappte sich eine akustische Gitarre und nachdem Eddie sich erstmal für den bislang so angenehmen Abend bedankte (Scherzkeks… das müsste eher andersrum laufen), stiegen die beiden ausgerechnet mit „Bee Girl“ ein. Bee Girl…. Alter! BEE GIRL!!!! :-D Spitze! Und danach der direkte Übergang zu „Betterman“ in Form eines unglaublichen Wuhlheide-Chors. Gänsehautfeeling pur war das. Rotterdam bekam schon eine top Version von Betterman präsentiert. Dadurch, dass Eddie in Berlin den Massen aber nicht ins Wort fiel und wir die erste Strophe komplett alleine sangen, wurde der ganze Song noch mal um eine ganze Ecke gepusht. Unglaublich, wie dieses erste Encore startete. „Betterman“ war und ist für mich die beste Version des Songs bisher… das toppt Madrid 2006, wo der Song als Opener ähnlich gut ankam, noch mal um Längen! Auch das „Save it for Later“ Tag schlug bombastisch ein. Es war so richtig schade, als das Lied vorbei war.
"Betterman"... ohne Worte! (PS: Achtet mal auf Stonie, wie Schmidtchen Schleicher ;-)
Die Jungs hatten sich offenbar einen gemäßigten Einstieg in den ersten Zugabenblock vorgenommen, denn sie ließen „Given to Fly“ folgen. Die Wuhlheide war mittlerweile ein kollektive Party geworden. GTF wurde zudem zwei frisch vermählten gewidmet. Eddie brachte es mit seinem leicht dahingelallten „viel Glugk“ wohl auf den Punkt. ;-) Alle die den Song für „tot gespielt“ halten: Schande über euch! Klar kommt der auf fast jedem Konzert mittlerweile, aber wer bei GTF im Innenraum steht und DAS erlebt, was in berlin los war, der kann eigentlich nichts dagegen haben, wenn das Lied hin uns wieder live ausgepackt wird.
Jetzt wurde aber bis zum Ende des Abends der Raritätentresor gaaaaaanz ganz weit geöffnet! Den Anfang machte die 32. ever played version of „Hard to Imagine“. Sooo schön der Song! Wieder was zum treiben lassen und im Rhythmus schwelgen. Irgendwann auch mal lauthals mitsingen und, so intensiv wie die Jungs das Ding spielten, fast schon mitleiden. Die instrumentellen Parts getragen von Mikeys Top-Form! Unter anderem gabs heute wieder eine kleine Einlage der Marke „ich kann euch auch hinterrücks die Hammerriffs spielen“… Mr. Mike McCready, der Lionel Messi der Plektren! Wahnsinn! Auch dass die Jungs dem Song fast 2 Minuten zum Ausklingen ließen, begleitet vom Klatschen der Massen, war ein weiterer Grund diesen Moment auf den Olymp der bisher gehörten PJ – Songs zu hieven! Da kann er es sich dann mit den ca 3 Dutzend anderen Songs gemütlich machen! ;-)
Als „Rausschmeißer“ aus dem ersten Zugabenblock folgte nun Die Hymne schlechthin: „Alive“! Der ultimative Mitsinghöhepunkt des Abends. Diesen Refrain aus ca 17000 Kehlen zu hören ist einfach un-glaub-lich. Vorn auf der Bühne stürzt dazu noch der Eddie wir von der Tarantel gestochen über die Bühne. Weltklasse; unsere „Hey-Hey-Hey“`s muß man doch noch bis Potsdam gehört haben….
Hier mal der Beweis für unsere Form bei Alive! Ich hab bewußt mal ne Aufnahme bei youtube gesucht, wo das, was im Publikum abging zumindest zu erahnen ist!
Leider endete der Song halt in der 2. Encore Break. Wieder eine kleine Verschnaufpause, die aber durch die selbst gewählte Form der Bandbegrüßung verkürzt wurde. Die Jungs wurden mit dem guten, alten „Ooooooooooooooooohhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh“ in fußballeresquer Manier wieder auf der Bühne willkommen geheißen. Eddie, der den Sinn dieser Übung immer noch nicht so ganz erfasst hat, betrat wieder sichtlich gerührt die Bühne und spielte ein wenig mit der Tonhöhe der Masse herum. Ich glaube ihm gefällt das Spielchen, aber er sollte sich langsam mal erklären lassen was wir eigentlich von ihm wollen. ;-) Jedenfalls beeindruckte ihn der ganze Spaß so sehr, dass er Berlin quasi den Persilschein für anstehende Tourplanungen ausstellte.
Nun wurde es aber… kafkaesk!! Man stieg mit „Angie“ von den Stones ins 2. Encore ein (BTW: seit 1993 zum erst dritten Mal gebracht die Nummer)! Aber als Überleitung zum anstehenden „Elderly Woman“ perfekt das Ganze. Zumal nach einer kleinen Phase der Irritation das Publikum auch bei Angie textsicher einstieg (naja, Kunststück…). Jedenfalls war „Elderly Woman“ dann auch umso mitsing – intensiver und vor dem anstehenden Power-Goodbye der letzte Moment der Ruhe der uns gegönnt wurde! ;-)
Dank eines unbekannten Helden mit einem riesigen „Faithful“ – Schild bekamen wir diesen Hammersong dann als nächstes zu hören. Dafür wurde dann zwar „Green Disease“ von der Setlist gestrichen, womit meinereiner aber bei dem Ersatz ganz gut leben kann. Außerdem hatte ich Green Disease schon vor 3 Jahren in Berlin erleben dürfen. Faithful dagegen war neu und entsprechend toll war es dann auch diese Nummer zu Hören zu bekommen. Meiner Meinung nach einer dieser vollkommen zu Unrecht missachteten Songs der Band! Der geht auf der Yield irgendwie unter, wasw eigentlich sehr sehr schade ist.
Nun, soviel sei schon mal verraten, standen die letzten drei Songs eines unglaublichen Abends an, der gewohnheitstreu mit „Yellow Ledbetter“ enden sollte. Vorher wurde aber noch mal so richtig am Gashebel gezogen und seit 1993 erstmals wieder „Sonic Reducer“ in Europa ausgepackt. Ein Powersong, der einem kaum Verschnaufpausen lässt und unablässig nach vorne marschiert. Nochmal ordentlich abgehen war angesagt… aber als Eddie dann mit „Ich glaube ihn hier zu spielen hat eine große Bedeutung“ ausgerechnet „Rocking in The Free World“ ansagte, da packte die Menge noch mal die geschundenen Stimmbänder bei der Ehre und verwandelte den Song zu einer wahren Wahnsinnsversion! Keine Ahnung ob es nun an der grundsätzlich grandios aufgelegten Band lag, den voran gegangenen zweieinhalb Stunden puren Konzertwahnsinns oder einfach daran, dass Berlin die Nummer 20 Jahre nach dem Mauerfall quasi geschenkt bekommt… RITFW ging unvergleichlich ab! Werde ich nie vergessen diese sieben Minuten! Danke!
Das erwähnte „Yellow Ledbetter“ ließ dann noch mal die ganze Wuhlheide den großen Abschiedschor zelebrieren. Die Nummer ist immer ein wenig traurig, egal wie toll der Song an sich auch ist. Also schwelgten alle noch mal in den frischen Erinnerungen an das eben gemeinsam durchlebte Konzert und ließen die Band mit lautem Getöse ihren wohl verdiensten Feierabend antreten, freilich erst, nachdem „Mr. Spielfreude“ gut zwei Minuten lang mit dem Hauptriff spielte und sowohl den Song als auch den ganzen Abend sanft zur Ruhe legte. In diesem Moment verstand man auch, warum Eddie sich plötzlich vor dem noch versonnen spielenden Mike auf die Knie warf und sich verbeugte. Stellvertretend für alle Anwesenden quasi.
NAIS, Hail Hail, Hard to Imagine, Faithful, Glorified G, Light Years, Sonic Reducer und RITFW in EINEM Konzert, dazu noch ein Dutzend Hammersongs und KEIN „Come Back“… hätte mir das einer vor dem Konzert gesagt, ich hätte nur noch gefragt wo man das kaufen kann, was der Typ nimmt! ;-) Selbst mit 15 Tagen Abstand ist das Konzert noch unfassbar grandios gelaufen. Die Setlist alleine, egal wie großartig sie auch aussieht (und mal ehrlich, die ist einfach der Hammer) kann das Konzert nicht wirklich beschreiben. Es war zwar nicht zu erwarten, aber im Vergleich zu Rotterdam wurde hier noch ordentlich eine Schippe drauf gelegt… und Rotterdam war schon ein wahnsinnig toller Abend.
Jedes Konzert der Jungs ist irgendwie anders und daher auch nur schwer vergleichbar. Das sind keine Setlistperfektionisten, die pro Tour eine Setlist entwerfen, die dann auf Teufel komm raus durchgezogen wird (gelle, Mr. McCartney?!?). Nur mal so als Hinweis: Berlin war mein mittlerweile viertel Konzert der Jungs, auf dem ich immer noch 15 Songs geboten bekam (von insgesamt gespielten 30!), die ich vorher live noch nicht erleben durfte. Von insgesamt 116 gespielten Stücken auf besagten vier Konzis waren 73 unterschiedliche Songs dabei. Die Quote ist einfach mal geil! :-D Aber egal, so wie das klingt haben die Jungs sich ernsthaft mit dem Gedanken angefreundet nächstes oder spätestens übernächstes Jahr wieder zu kommen. Dann freilich mit dem „Backspacer“ im Gepäck. Aber wenn ich da von „The Fixer“ oder „Got Some“ ausgehe, muss man sich um das Album wahrlich keine Sorgen machen.
Unterm Strich bleibt ein wahrhaft großartiger Urlaub mit zwei denkwürdigen Konzerten. Ich fange jetzt mal lieber an mit Sparen für die angekündigte Euro-Tour ;-)… Jungs, sagt mir wo und wann und DER ONKEL GEHT WIEDER AUF TOUR!!!!
Setlist:
Mainset:
Why Go
Hail Hail
The Fixer
Corduroy
I Am Mine
Nothing As it Seems
Untitled
MFC
Gods' Dice
Even Flow
Unemployable
Severed Hand
Light Years
Daughter(Blitzkrieg Bop)
Got Some
Glorified G
Brother
Insignificance
Do The Evolution
Encore 1
Bee Girl
Better Man(Save it for Later)
Given To Fly
Hard To Imagine
Alive
Encore 2
Angie
Elderly Woman Behind The Counter In A Small Town
Faithful
Sonic Reducer
Rockin' In The Free World
Yellow Ledbetter
Da wir uns standesgemäß (hey, wir waren auf Band-hinterher-reise-Urlaub) in einem Hostel eingenistet hatten für die kommenden Tage, war das mit der Verspätung auch recht unproblematisch. Nachdem wir also unser recht spartanisches aber unterm Strich schon passendes Zimmer bezogen hatten, trudelte auch meine Schwester, welche die Anreise separat verwirklichte, schon ein. Gemeinsam trollten wir uns dann in den angrenzenden Norma um die Nahrungs- und Genussmittelversorgung sicher zu stellen. Nach einem gemeinsamen Picknick mit der angehenden Jungfamilie Z. (Grüße an euch ;-) ), welche am Folgetag auch das Konzert genießen sollte, ließen wir den Tag dann im Hostel mit einem gepflegten „Pivo“ ausklingen.
Aufstehen war dann eine halbe Stunde vor Frühstücksdeadline angesagt, also schnell den wässrigen Kaffee gekippt und das eine oder andere Brötchen reingedreht und wieder aufs Zimmer; Mittagsruhe halten. Die Mädels waren ja eh shoppen. Zwischendurch noch fix den frisch installierten „Bierschrank“ im Norma aufgefüllt und dann gechillt und innerlich noch mal Rotterdam Revue passieren lassen. Aufbruch gen Wuhlheide war für ca. 14 Uhr geplant, was sich als eine elend lange Zeit des Wartens heraus stellte. Jedenfalls schmissen wir uns dann in Schale (meine geliebten Chucks und das dunkelblaue Bandwagon – Shirt bildeten meine Garderobe. Da unsere Unterkunft recht günstig zur Wuhlheide lag, brauchten wir nur ca. 20 Minuten und ein Umsteigeintermezzo mit der S Bahn, bevor wir an der Wuhlheide angelangten.

Am Ziel!
Es war also noch nicht einmal 15 Uhr nachmittags, als wir uns zu viert auf den Weg Richtung Veranstaltungsort machten. Wir schwammen mit einem minütlich anschwellenden Strom von Pearl Jam Fans durch den lichtdurchfluteten Wald. Spätestens als wir dann das Eingangstor sahen, vor welchem meine Schwester und ich vor mittlerweile fast 3 Jahren geschlagene 7 Stunden verharrten um auch ja noch in den FOS Bereich zu all den TenClubbern zu kommen, spätestens da waren wir angekommen am Sommerabend! Nun, da wir dieses Jahr aber 10C – Karten hatten, ließen wir jenes legendäre Tor (und auch zwei besoffene Italiener auf einem Tretauto *rofl*) im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und umrundeten die halbe Location um zu unserem Extraeingang zu gelangen. Die Ausschilderung war quasi nonexistent, weshalb ich einen dieser Securityheinis um Rat bat. Nach weiteren 15 Minuten Fußmarsch kamen wir dann auch am FEZ an, vor dessen Toren der Fanclubeingang dann auch platziert war. Schnell waren die Karten nebst der „Special – Entry“ – Bändchen (in einem schnieken Grün diesmal) abgeholt und es ging in typischer PJ – Vorkonzertmanier zum Relaxen auf die Wiese. Schön relaxte Stimmung, vom Ambiente her sogar noch eine Ecke chilliger als Rotterdam, was sich aber beim Einlass leicht änderte. Zwischen Bierchen und Bulette noch das eine oder andere Schwätzchen mit den Leutchens aus dem Forum gehalten. (Btw.: Ich weiß, dass das bissel versnobt rüberkommt, aber VERDAMMT, es war einfach geil, wenn man mal die Fragen nach dem voran gegangenen Konzert nicht stellt, sondern beantwortet! ;-) ). Als wir uns irgendwann kurz vor 17 Uhr dann langsam gen Schlange bewegten wurde uns klar, dass mit der Organisation des Fanclub Einlasses irgendwas schief gelaufen sein muß. Die gewohnte, reibungslose Abfertigung, die für den 10C sogar im Organisationssodom Düsseldorf halbwegs geklappt hatte, funktionierte nicht so recht. Early Entry konnte man quasi knicken, wir waren zwar mit die Ersten, aber das Normalvolk mischte sich auch so langsam unter uns „Auserwählte“. ;-) Jedenfalls suchten wir uns eine recht bühnennahe Position auf Mikeys Seite und als diese Position gesichert war, war erstmal Mercandise Zeit! Also auf in den Kampf am Merch-Stand und zwei der so herrlich schrägen Kunstrucke eingeheimst. Bis ich diese dann aber in der Hand hielt, musste ich erstmal so eine Art Moshpit überstehen… ein Eldorado für Frotteure war das… . Aber es hat sich ja gelohnt, am Ende hängt der in Eichenlaub gerahmte, totenköpfige, blutverschmierte Schnurrbartmetzger mit gigantomanischem Fleischerbeil jetzt gerahmt schräg über mit. Ach ja, Würste sind auch drauf *lol*. Feines Poster, rein künstlerisch bestimmt nicht so komplex wie Rotterdam, aber dafür mit einem doppelten Gaga-Bonus meinerseits versehen!

Männerposter!
Praktischer Weise gab es die Posterrolle wieder dazu, wenngleich die Quantität der losgetretenen Poster schon etwas wehmütig stimmt. In Düsseldorf musste man die Poster selbst als Tencluber hart erkämpfen bevor die relativ geringe Anzahl ausverkauft war. In Berlin war davon keine Spur mehr, sodaß die Dinger wohl langfristig keinen Wertzuwachs á la D-Dorf hinlegen werden. ;-) Aber egal, jedenfalls ging’s dann zurück in den Innenraum. Das Warten auf die Band wurde langsam unerträglich. Wetter war perfekt, wir waren da… es konnte also los gehen! Aber was machten die Jungs: Ließen uns noch zwei Stunden schmoren. Dazu noch mit ein paar leicht bemesserten Polen in unserer Nähe. Aber was nimmt man nicht alles auf sich?!? Außerdem...
...wußten wir uns schon die Zeit zu vertreiben! ;-)
Als dann endlich Gomez die Bühne betraten setzte die erste Welle der Erleichterung ein. Nicht etwa, weil die so gut sind (auch wenn ich das Berlin-Set um Längen unterhaltsamer fand als den Auftritt in Rotterdam) sondern viel mehr, weil man die in 30 Minuten somit auch abhaken konnte. Noch mal: Schlecht sind Gomez nicht, nur als Einheizer halt ungeeignet. Jedenfalls groovten wir so gut es ging mit (Highlight des Sets mit Abstand wieder „How we Operate“) und als die Kerls die Bühne wieder räumten stimmten wir in den obligatorischen „Opener – Ratespaß“ ein. Ich war mir ja so was von sicher, dass heute die Stunde von „Release“ schlagen würde… ENDLICH. Weiter waren noch „Long Road“ und ggf. ein hingesummtes „Sometimes“ in der Verlosung wenn man sich mal so grob umhörte. Daß es am Ende nicht Release war, mag nicht unbedingt überraschen bei der Bandbreite, welche die Jungs so hinlegen bei Konzerten; wesentlich überraschender ist wohl, dass ich das mit dem abstand von 2 Wochen auch ganz gut so finde. Release wäre zwar als Song wahnsinnig toll gewesen, wenn wir ihn als Opener bekommen hätten, nur hätte das irgendwie nicht zum Konzert gepasst. Ebenso wenig, wie sie hätten mit Indifference aufhören „können“. Beides will ich unbedingt noch mal hören, aber dass es in Berlin nicht geschah, war unterm Strich gut so!

Ungefähre Standortangabe in Rot!
Jedenfalls warteten wir diesmal nicht ganz so lange wie in Holland, aber immer noch lange genug bis die Jungs die Bühne endlich betraten. Da waren sie wieder, zwei Tage nachdem wir sie frenetisch aus Rotterdam verabschiedeten standen sie wieder auf einer Bühne vor uns. Jedenfalls wurde diesmal statt einer ruhigen Begrüßung wieder die Rockerkeule ausgepackt. Ähnlich wie 2006, als mit „Go“ gleich richtig losgespurtet wurde, packte man mit „Why Go“ wieder eine schnellere Nummer aus. Mit dem kleinen Unterschied vielleicht, dass „Why Go“ noch ein wenig hymnenhafter ist. Bewundernswert, dass die Menge gleich voll da war. Refrain und vor allem die zum Mitklatschen animierende Basslastigkeit des Songs ließen die ganze Wuhlheide gleich mal anständig abgehen! Selbst dass es noch hell war als diese Töne einsetzten konnte da nicht wirklich stören, zumal der Genosse McCready schon beim ersten Solo unterstrich, dass er im Vergleich zu Rotterdam wohl nichts an Spielfreude eingebüßt hatte. Yes! Was folgte war nun mit „Hail Hail“ der ultimative Rocker der „No Code“. Noch so ein Kandidat von der persönlichen Wunschliste gleich zum Beginn. Der Zuschauerchor sang sich zudem so langsam ein und Eddie, der sichtlich nüchterner die Bühne betrat als in Rotterdam, strahlte gleich bei den ersten zwei Songs jede Menge Spaß aus.
Weiter gings mit einem recht frühen „Fixer“. Also der Song ist Live eine Bombe! Gut, das mag an den anfangs so ungewohnten „Yeah-yeahhh-yeahhhh`s“ liegen, die Live einfach mal zünden, aber mittlerweile halte ich den für ne ganz tolle Nummer! Auch wenn das Album erst Mitte September raus kommt, die Nummer zündete trotzdem schon verblüffend gut. Nach diesen drei Brettern zum Einstieg gabs nun ein „Guten Abend“ von Eddie und mit „Corduroy“ den nächsten Sing-Along. Wenn man sich so umschaute, sah man überall tanzende Menschen und emporgereckte Arme. Als 17.000 Anwesende rhythmisch klatschten um Mikeys nächstes Killersolo zum Abschluß des Songs einzuleiten, konnte man so für sich selbst das Zwischenfazit ziehen, dass die ganze Veranstaltung hier dem Jahr 2006 nicht sonderlich hinterher hinken wird. Eddie verlaß vor dem nun kommenden ruhigeren Block wieder ein paar Worte in holprigem Deutsch und dann nahm die Band mit „I am Mine“ erstmal den Fuß vom Gas. Was auf das herrliche Midtempostück der Riot Act folgte war nun aber der HAMMER! Die Jungs haben ein recht ausuferndes Repertoire an Balladen die nach I am Mine passen würden, aber sie zogen mit „Nothing as it Seems“ gleich mal wieder einen meiner absoluten Lieblingssongs aus dem Zylinder! Seit 2001 schaffte er es lediglich bei 27 Konzerten auf die Setlist und ward in Europa zuletzt am 29.Juni 2000 in Oslo gehört. Eine dieser fast schon hypnotischen Balladen der Jungs, die einen einfach nur durch das Konzert treiben lässt. Vom Erklingen des ersten Tons bis zum letzten Saitenanschlag durch Mikey träumte man sich durch den Song. Zumal man nicht wirklich merkte, dass der schon relativ lange nicht mehr gespielt wurde… tolle Version! Am besten trifft einen so was immer noch überraschend.
Im Anschluß gabs mit „Untitled“ und „MFC“ die fast schon zusammengeschweißten Brüder im Geiste. Wenn es bei Pearl Jam so was wie „Easy Listening“ gibt, dann wohl MFC. Man wurde aus der dann doch schon so dunkel – süßen Umklammerung von „Nothing as it Seems“ recht angenehm wieder heraus gerockt. Großartig. Und weil wir grade dabei waren abzugehen, gabs mit „Gods Dice“ und vor allem dem unvergänglichen „Even Flow“ nebst Drum-Solo fröhlich weiter auf die Mütze. War schon irgendwie beruhigend, Even Flow wieder als Konstante bei den Konzerten zu haben, ein Konzi (Düsseldorf) ohne das Lied reicht dann auch. Außerdem ist das Dingen nach Alive der ultimative Mitsinger der Jungs, da kocht dann jede Location! Vor Even Flow gabs übrigens eine ziemlich einmalige Sache. Eddie ließ auf Grund Platzmangel (Stichwort: Fehlender FOS – Bereich) die gesamten Massen mal kollektiv drei Schritte zurücktreten… und es klappte! Kopenhagen hin oder her, ich hätte nicht gedacht, dass das funktioniert.
Mit „Unemployable“ und „Severed Hand“ war dann wieder Avocado-Time. Während ersterer schön rockte und Live auch wesentlich markanter und mitreißender ist als auf CD, zeigte sich bei Severed Hand mal wieder wie unglaublich gut die Jungs zusammenspielen können. Unfassbar, man merkt denen den Spaß an dem, was sie machen richtig an.
Mit „Light Years“ wurde dann gleich schön hochqualitativ weiter gemacht. Toller Song, der zudem wieder etwas das Tempo raus nahm. Man konnte im wahrsten Sinne des Wortes erstmal wieder Luft holen. Schon der leichtfüßig eingespielte Einstieg war genial gewählt um etwas die Spannung raus zu nehmen.
Um vor dem großen Finale des Mainsets aber noch ein bissel mehr Luft schnappen zu können, gönnte man uns Daughter (mit Blitzkrieg Bop – Tag). Großartige Version, auch dass Eddie das Tag ein wenig vernachlässigte um statt dessen seinen Spaß mit dem Publikum zu haben (Motto „Ich mach` Blödsinn, wer macht mit?“) störte da nicht wirklich, im Gegenteil. Die Wuhlheide jedenfalls schien in diesen Momenten ein einziger Chor zu sein! Zu schade, dass „Black“ nicht kam, das wäre bei dem Potential an Stimmen und Stimmung zur Naturgewalt ausgeufert.
Wie versprochen: Der Ausstieg aus dem Mainset fiel dann wieder eine Runde rockiger aus. Nach dem neuen „Got Some“, das wie erwartet wieder die Masse in Schwung setzte, konnte mit dem seltenen aber in meinen Ohren großartigen „Glorified G“ (sorry Klenne, aber da musstest du durch) erneut gepunktet werden. Für die Nostalgiker gabs dann noch mit „Brother“ eine Artefakt aus längst vergangenen tagen, was wohl durch die Arbeiten an der neu abgemischten „Ten“ wieder Einzug in den Bühnenkatalog fand. Danach dann das große Finale mit „Insignificance“ (jaja, nach Düsseldorf zum 2. Mal gehört) und als Abschlußkracher dann „Do the Evolution“ WOOOO-HOOOO da gings noch mal so richtig ab. DTE, was mittlerweile, als einer der wenigen Songs der Jungs, in die Setlist einzementiert ist, prügelte die Stimmung unbarmherzig nach vorne. Und so verabschiedeten wir die Band mit einem geradezu irren Chor in die kurze Spielpause. Wenn man das Bootleg hört wird einem erst mal bewusst, wie es da abging! Von vorne bis hinten ist diese Version einfach nur geil! Der „Hallelujah“ – Chor von Stone persönlich angestachelt – topt in meinen Ohren alle vier anderen Konzerte noch, das beste DTE was ich bisher gehört habe! Wie immer war der Song viel zu schnell vorbei. Zu einem Zwischenfazit kam ich gar nicht wirklich, erstmal war man ohnehin viel zu sehr geflasht von der Spielfreude und der überaus schmackhaften Songsauswahl, andererseits musste man sich auf das Kommende vorbereiten… soweit das überhaupt ging. Die Jungs öffneten an diesem Abend wiedermal die eine wahre Setlist – Wundertüte. Da fiel es schwer irgendwelche Prognosen über die Encores zu treffen. Wie zum Beweis betrat Eddie mit Jeff zunächst alleine die Bühne. Jeff, seines Zeichens eigentlich Bassistengott vom Dienst, schnappte sich eine akustische Gitarre und nachdem Eddie sich erstmal für den bislang so angenehmen Abend bedankte (Scherzkeks… das müsste eher andersrum laufen), stiegen die beiden ausgerechnet mit „Bee Girl“ ein. Bee Girl…. Alter! BEE GIRL!!!! :-D Spitze! Und danach der direkte Übergang zu „Betterman“ in Form eines unglaublichen Wuhlheide-Chors. Gänsehautfeeling pur war das. Rotterdam bekam schon eine top Version von Betterman präsentiert. Dadurch, dass Eddie in Berlin den Massen aber nicht ins Wort fiel und wir die erste Strophe komplett alleine sangen, wurde der ganze Song noch mal um eine ganze Ecke gepusht. Unglaublich, wie dieses erste Encore startete. „Betterman“ war und ist für mich die beste Version des Songs bisher… das toppt Madrid 2006, wo der Song als Opener ähnlich gut ankam, noch mal um Längen! Auch das „Save it for Later“ Tag schlug bombastisch ein. Es war so richtig schade, als das Lied vorbei war.
"Betterman"... ohne Worte! (PS: Achtet mal auf Stonie, wie Schmidtchen Schleicher ;-)
Die Jungs hatten sich offenbar einen gemäßigten Einstieg in den ersten Zugabenblock vorgenommen, denn sie ließen „Given to Fly“ folgen. Die Wuhlheide war mittlerweile ein kollektive Party geworden. GTF wurde zudem zwei frisch vermählten gewidmet. Eddie brachte es mit seinem leicht dahingelallten „viel Glugk“ wohl auf den Punkt. ;-) Alle die den Song für „tot gespielt“ halten: Schande über euch! Klar kommt der auf fast jedem Konzert mittlerweile, aber wer bei GTF im Innenraum steht und DAS erlebt, was in berlin los war, der kann eigentlich nichts dagegen haben, wenn das Lied hin uns wieder live ausgepackt wird.
Jetzt wurde aber bis zum Ende des Abends der Raritätentresor gaaaaaanz ganz weit geöffnet! Den Anfang machte die 32. ever played version of „Hard to Imagine“. Sooo schön der Song! Wieder was zum treiben lassen und im Rhythmus schwelgen. Irgendwann auch mal lauthals mitsingen und, so intensiv wie die Jungs das Ding spielten, fast schon mitleiden. Die instrumentellen Parts getragen von Mikeys Top-Form! Unter anderem gabs heute wieder eine kleine Einlage der Marke „ich kann euch auch hinterrücks die Hammerriffs spielen“… Mr. Mike McCready, der Lionel Messi der Plektren! Wahnsinn! Auch dass die Jungs dem Song fast 2 Minuten zum Ausklingen ließen, begleitet vom Klatschen der Massen, war ein weiterer Grund diesen Moment auf den Olymp der bisher gehörten PJ – Songs zu hieven! Da kann er es sich dann mit den ca 3 Dutzend anderen Songs gemütlich machen! ;-)
Als „Rausschmeißer“ aus dem ersten Zugabenblock folgte nun Die Hymne schlechthin: „Alive“! Der ultimative Mitsinghöhepunkt des Abends. Diesen Refrain aus ca 17000 Kehlen zu hören ist einfach un-glaub-lich. Vorn auf der Bühne stürzt dazu noch der Eddie wir von der Tarantel gestochen über die Bühne. Weltklasse; unsere „Hey-Hey-Hey“`s muß man doch noch bis Potsdam gehört haben….
Hier mal der Beweis für unsere Form bei Alive! Ich hab bewußt mal ne Aufnahme bei youtube gesucht, wo das, was im Publikum abging zumindest zu erahnen ist!
Leider endete der Song halt in der 2. Encore Break. Wieder eine kleine Verschnaufpause, die aber durch die selbst gewählte Form der Bandbegrüßung verkürzt wurde. Die Jungs wurden mit dem guten, alten „Ooooooooooooooooohhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh“ in fußballeresquer Manier wieder auf der Bühne willkommen geheißen. Eddie, der den Sinn dieser Übung immer noch nicht so ganz erfasst hat, betrat wieder sichtlich gerührt die Bühne und spielte ein wenig mit der Tonhöhe der Masse herum. Ich glaube ihm gefällt das Spielchen, aber er sollte sich langsam mal erklären lassen was wir eigentlich von ihm wollen. ;-) Jedenfalls beeindruckte ihn der ganze Spaß so sehr, dass er Berlin quasi den Persilschein für anstehende Tourplanungen ausstellte.
Nun wurde es aber… kafkaesk!! Man stieg mit „Angie“ von den Stones ins 2. Encore ein (BTW: seit 1993 zum erst dritten Mal gebracht die Nummer)! Aber als Überleitung zum anstehenden „Elderly Woman“ perfekt das Ganze. Zumal nach einer kleinen Phase der Irritation das Publikum auch bei Angie textsicher einstieg (naja, Kunststück…). Jedenfalls war „Elderly Woman“ dann auch umso mitsing – intensiver und vor dem anstehenden Power-Goodbye der letzte Moment der Ruhe der uns gegönnt wurde! ;-)
Dank eines unbekannten Helden mit einem riesigen „Faithful“ – Schild bekamen wir diesen Hammersong dann als nächstes zu hören. Dafür wurde dann zwar „Green Disease“ von der Setlist gestrichen, womit meinereiner aber bei dem Ersatz ganz gut leben kann. Außerdem hatte ich Green Disease schon vor 3 Jahren in Berlin erleben dürfen. Faithful dagegen war neu und entsprechend toll war es dann auch diese Nummer zu Hören zu bekommen. Meiner Meinung nach einer dieser vollkommen zu Unrecht missachteten Songs der Band! Der geht auf der Yield irgendwie unter, wasw eigentlich sehr sehr schade ist.
Nun, soviel sei schon mal verraten, standen die letzten drei Songs eines unglaublichen Abends an, der gewohnheitstreu mit „Yellow Ledbetter“ enden sollte. Vorher wurde aber noch mal so richtig am Gashebel gezogen und seit 1993 erstmals wieder „Sonic Reducer“ in Europa ausgepackt. Ein Powersong, der einem kaum Verschnaufpausen lässt und unablässig nach vorne marschiert. Nochmal ordentlich abgehen war angesagt… aber als Eddie dann mit „Ich glaube ihn hier zu spielen hat eine große Bedeutung“ ausgerechnet „Rocking in The Free World“ ansagte, da packte die Menge noch mal die geschundenen Stimmbänder bei der Ehre und verwandelte den Song zu einer wahren Wahnsinnsversion! Keine Ahnung ob es nun an der grundsätzlich grandios aufgelegten Band lag, den voran gegangenen zweieinhalb Stunden puren Konzertwahnsinns oder einfach daran, dass Berlin die Nummer 20 Jahre nach dem Mauerfall quasi geschenkt bekommt… RITFW ging unvergleichlich ab! Werde ich nie vergessen diese sieben Minuten! Danke!
Das erwähnte „Yellow Ledbetter“ ließ dann noch mal die ganze Wuhlheide den großen Abschiedschor zelebrieren. Die Nummer ist immer ein wenig traurig, egal wie toll der Song an sich auch ist. Also schwelgten alle noch mal in den frischen Erinnerungen an das eben gemeinsam durchlebte Konzert und ließen die Band mit lautem Getöse ihren wohl verdiensten Feierabend antreten, freilich erst, nachdem „Mr. Spielfreude“ gut zwei Minuten lang mit dem Hauptriff spielte und sowohl den Song als auch den ganzen Abend sanft zur Ruhe legte. In diesem Moment verstand man auch, warum Eddie sich plötzlich vor dem noch versonnen spielenden Mike auf die Knie warf und sich verbeugte. Stellvertretend für alle Anwesenden quasi.
NAIS, Hail Hail, Hard to Imagine, Faithful, Glorified G, Light Years, Sonic Reducer und RITFW in EINEM Konzert, dazu noch ein Dutzend Hammersongs und KEIN „Come Back“… hätte mir das einer vor dem Konzert gesagt, ich hätte nur noch gefragt wo man das kaufen kann, was der Typ nimmt! ;-) Selbst mit 15 Tagen Abstand ist das Konzert noch unfassbar grandios gelaufen. Die Setlist alleine, egal wie großartig sie auch aussieht (und mal ehrlich, die ist einfach der Hammer) kann das Konzert nicht wirklich beschreiben. Es war zwar nicht zu erwarten, aber im Vergleich zu Rotterdam wurde hier noch ordentlich eine Schippe drauf gelegt… und Rotterdam war schon ein wahnsinnig toller Abend.
Jedes Konzert der Jungs ist irgendwie anders und daher auch nur schwer vergleichbar. Das sind keine Setlistperfektionisten, die pro Tour eine Setlist entwerfen, die dann auf Teufel komm raus durchgezogen wird (gelle, Mr. McCartney?!?). Nur mal so als Hinweis: Berlin war mein mittlerweile viertel Konzert der Jungs, auf dem ich immer noch 15 Songs geboten bekam (von insgesamt gespielten 30!), die ich vorher live noch nicht erleben durfte. Von insgesamt 116 gespielten Stücken auf besagten vier Konzis waren 73 unterschiedliche Songs dabei. Die Quote ist einfach mal geil! :-D Aber egal, so wie das klingt haben die Jungs sich ernsthaft mit dem Gedanken angefreundet nächstes oder spätestens übernächstes Jahr wieder zu kommen. Dann freilich mit dem „Backspacer“ im Gepäck. Aber wenn ich da von „The Fixer“ oder „Got Some“ ausgehe, muss man sich um das Album wahrlich keine Sorgen machen.
Unterm Strich bleibt ein wahrhaft großartiger Urlaub mit zwei denkwürdigen Konzerten. Ich fange jetzt mal lieber an mit Sparen für die angekündigte Euro-Tour ;-)… Jungs, sagt mir wo und wann und DER ONKEL GEHT WIEDER AUF TOUR!!!!
Setlist:
Mainset:
Why Go
Hail Hail
The Fixer
Corduroy
I Am Mine
Nothing As it Seems
Untitled
MFC
Gods' Dice
Even Flow
Unemployable
Severed Hand
Light Years
Daughter(Blitzkrieg Bop)
Got Some
Glorified G
Brother
Insignificance
Do The Evolution
Encore 1
Bee Girl
Better Man(Save it for Later)
Given To Fly
Hard To Imagine
Alive
Encore 2
Angie
Elderly Woman Behind The Counter In A Small Town
Faithful
Sonic Reducer
Rockin' In The Free World
Yellow Ledbetter
Sonntag, 23.08.2009
HALF FULL
(PEARL JAM)
Na Servus. Jetzt, da das Event schon fast 14 Tage zurück liegt, kommt endlich der versprochene Blogg-Eintrag zu meinem kleinen Mini-Tour- Urlaub mit Pearl Jam. Besser spät als nie denke ich! :-) Außerdem ist so auch gewährleistet, daß ich nebenher so ganz geschmeidig das Bootleg vom Berlin Konzert hören und wieder in Stimmung kommen kann! Was waren das für zwei Abende, der Wahnsinn! :-D
Fangen wir der Einfachheit halber mit Rotterdam an. Rotterdam, Sportpalais Ahoy am 13.08.2009. Ausgangspunkt unserer langen reise war das malerische Ruhrgebiet, von wo aus wir über eine der gefühlten 47 Autobahnen, welche sich da pro Quadratkilometer tummeln, gen Drogensumpf düsten. Wir brachen früh auf, da wir uns mit einem "Tag am Meer" in die richtige Konzertstimmung bringen wollten, sprich relaxt an die ganze Sache ran gehen. So kam es dann auch, daß wir zunächst einmal die Nordseeküste ansteuerten, uns dem langen Marsch durch die Dünen stellten und ein paar entspannende Stunden am und im Wasser verbrachten! Immer im Hinterkopf die kommenden Ereignisse, welche keine 45 Autominuten entfernt in Rotterdam auf uns warteten. Als wir gegen 15 Uhr wieder aufbrachen, chilligen Gemütes und optimal entspannt, verflogen die wenigen Kilometer vom Strand bis zum Ahoy (btw: klasse Ausschilderung, Daumen hoch liebe Tomatenschänder!) geradezu. Als wir dann in der noch recht überschaubaren Schlange zum Parkplatz standen, erwischten wir, Murphy sei Dank, mal wieder den langsamsten Schalter. Beim freundlichen und leicht hyperaktiv angehauchten Schrankenbediensungsheinz angekommen wurde auch klar woran das lag... der Kerl war einer von der kommunikativen Sorte! Und so kam es dann, daß wir zunächst eine bandspezifische Fangfrage beantworten mußten, bevor der Knilch uns die Zufahrt gewährte. Dank meinem groben Übersichtswissen Pearl Jam betreffend stellte diese erste Prüfung aber auch keine wirkliche Hürde dar. Den Skoda wegrollsicher abgestellt und dann zog es mich schon magisch zur Halle hin. Zuerst aber noch die obligatorische Beinkleidung angelegt (ohne meine Chucks geht bei PJ - Konzis NIX) und dann latschten wir schon auf den sich langsam bevölkernden Vorplatz des Ahoy zu. Vorbei an der spärlich gefüllten 10c - Schlange, welche sich größtenteils in der prallen Sonne und mit Hopfenkaltschalen auf den Pflastersteinen lümmelte. Joa, dachte ich, gute Idee! Und nachdem wir sodann auch in unserer Schlange (vorerst) Platz genommen hatten, erkundete ich das unweit von uns "tobende" Volksfest und organisierte erstmal ein Heineken nebst Cola. Wir ließen uns das jeweilige Getränk im Sonnenschein munden, beobachteten 50jährige Knispel bei Kiffen (kein Scherz, der Opi hat sich da wirklich einen rein gezogen) und genossen die entspannte Vorkonzertstimmung, die PJ Konzerten irgendwie eigen ist. Da wird nicht 4 Stunden vor Einlaß bereits gedrängelt, nein, da sitzt man eher bei nem Bierchen irgendwo auf der Wiese und fachsimpelt. Jedenfalls schniekten wir dann ca. ne halbe stunde vor Einlaß in „unsere“ Schlange und ließen uns in aller Ruhe in die Halle spülen. Die Irritationen kamen daher, dass wir ja nur noch Sitzplatzkarten ergattern konnten, keine Innenraumkarten, aber selbstverständlich zunächst in der Innenraumschlange landeten. Aber da wir das noch zeitnah mitkriegten nahm sich das von der Wartezeit her nicht viel. Im Ahoy angekommen zunächst mal schnurstracks zum Merchandisestand gerammelt und sich das Poster gesichert. Ein sehr schickes Teil, was Ames Bros da zusammengezimmert hat.

Schickes Teil: Rotterdam 2009 Pösterchen
Zur Sicherheit auch gleich mit Posterrolle aus stabiler Pappe, diese 2 Euro Extrainvestition sollten sich im Laufe des Abends noch mehrfach lohnen. Als das alles erledigt war, suchten wir unsere Sitzplätze auf. Den Befürchtungen zum Trotz waren die eigentlich top, seitlich der Bühne, erste Reihe und optimale Sicht auf Mikey, seine Saitengottheit himself. Aber irgendwas fehlte noch… Bier! Genau, also diesen Missstand auch noch fix beseitigt und dann dem Beginn entgegen gefiebert. Die Halle war vielleicht zur Hälfte gefüllt, als mit Gomez die Vorband die Bühne betrat. Hmm… ich möchte den Herren ja nicht zu nahe treten, aber von allen Openern, welche die Jungs in den letzten Jahren so anboten, waren die echt die schnarchigsten. Schlecht waren sie nicht, nur halt als Vorband irgendwie fehl am Platze. Streng genommen wartete ich nur darauf, dass die endlich fertig wurden um die Bühne den Göttern zu räumen. Das geschah dann auch relativ fix, also nach nicht mal 30 Minuten hatte sich „Gomez“ schon wieder backstage zur „Mortisha“ geschert und die Umbauten auf der Bühne setzten hektisch ein.
Nun folgte aber leider eine etwas lange Pause bevor die Jungs sich endlich blicken ließen. Spannend war, dass zunächst die Setlists verteilt und dann scheinbar 10 Minuten später wieder „korrigiert“ wurden (wie gesagt, wir hatten für solcherlei Beobachtungen sozusagen Logenplätze). Als Eddie dann seinen Wein neben das Mic gestellt bekam war die Spannung dann schon fast unerträglich… als dieser vom Roadie XY dann aber wieder backstage gebracht wurde, war sie dann nicht mehr auszuhalten. Aber keine 5 Minuten Später ertönte das neue Orgelintro und die Jungs betraten die Bühne… wobei „betreten“ in Eddies Fall wohl eher ein Euphemismus ist. Streng genommen torkelte Ed die Stufen empor, und stellte den Traubensaft dann wild gestikulierend wieder neben das Mikro. Eieiei, der hatte schon ordentlich was geladen, angesichts der Tatsache, dass wir uns in den Niederlanden befanden, war auch nicht allzu schwer heraus zu finden, was dies sein könnte. ;-) Jedenfalls war dies dann der Moment, in welchem die große „Opener Frage“, welche man sich vor jedem Gig stellt, mehr denn je brannte. Es wurde spekuliert und die vergangenen Shows heran gezogen (doppelt Opener gibt’s eher selten… oder doch nicht?!?). Spannung! Ich für meinen Teil hätte mich über ein gediegenes „Release“ im Vorfeld gefreut… oder „Long Road“ und nur zwei zu nennen. Aber wie es nun mal so ist, man liegt bei PJ immer ganz weit daneben wenn man da vermutet und so wurde mit „Elderly Woman behind the Counter in a Small Town“ eröffnet. Das, muß man vielleicht dazu sagen, geschieht nicht so wirklich oft. Aber die ersten Töne waren angeklungen und… mir gings gut :-D ! Da freut man sich ein halbes Jahr auf seinen Urlaub und die kleine Konzertreise und als es dann los geht, ist schon der erste Song Anzeichen genug, dass das ein ganz ein toller Urlaub wird! Small Town wurde seitens der Band richtig zelebriert und ohne Eile gespielt. Highlight die Textzeile „I just want to scream „Hello!““. Ich habe keine Ahnung wie viele in dieses Ahoy rein passen, aber die, die da waren, die kannten den Text. Sehr schön! Auch der Sound war klasse, was 2007 ja so etwas das Problem gewesen war (wir hatten Gott sei Dank einen guten Platz erwischt damals). Jedenfalls war jetzt gleich mal klar, dass die kommenden Stunden ne richtig feine Sache werden würden. Nach dem ruhigen Beginn wurde dann „Last Exit“ ausgepackt. Es wurde schnell, es wurde laut, es wurde gerockt! Nebenbei auch noch der erste „ungehörte“ Song für mich, sprich, einer den ich Live noch nie erleben durfte. Daß von der Sorte in Rotterdam insgesamt 13 und in Berlin (trotz Rotterdam) noch mal 15 kommen würden, davon wagte ich nicht mal zu träumen! Aber so kam es. Als die Massen so langsam warm gerockt waren, wurde „Animal“ ausgepackt! YES! Das Ding ging los und mich hielt es nicht mehr auf dem Sitz! Man muss vielleicht dazu sagen, dass man da akutes Aufstehverbot erteilt bekam. Sobald man sich erhob kam einer der Ordner die Treppen herunter geflitzt um einen wieder in den Schalensitz zu zwingen. Ja, das war Mist, gebe ich zu. Zumal ich nach „The Fixer“ (erster neuer Song vom kommenden Album und Live ne richtig feine Nummer) und ¾ von „Given To Fly“ dann wieder besagten Ordner-Heinz an der Backe hatte. Widerwillig ließ ich mich dann nieder. Bloß gut, dass das folgende „Severed Hand“ auch im Sitzen ein Genuß war. Wer allerdings denkt, ich hätte den Rest des Abends sitzend verbringen müssen, der irrt sich gewaltig. Kaum war „Severed Hand“ verklungen rissen die ersten Takte von „Why Go“ alle unstehenden Leute aus den Schalensitzen… in welche wir uns dann auch nicht wieder zurück verirrten bis das Konzert zu Ende war. Die Ordner kapitulierten dann wohl vor so viel zivilem Ungehorsam… Gott sei Dank! Jedenfalls konnte zu „Why Go“ dann so richtig gerockt werden. Eine tolle Version, den FOS-Berich mal von oben zu beobachten, statt selbst drinnen zu stehen hatte auch was, aber ein wenig Wehmut kam natürlich auch auf, als man sah, wie die da unter direkt vor Eddie abgingen. Aber es gab ja noch Berlin und bis jetzt wars auf der Tribüne auch ganz muckelig. Highlight war jedes Mal, wenn Mikey zu einem seiner Soli ansetzte… mein Gott, war der gut drauf an dem Tag! Was der mit der Klampfe anstellte… Wahnsinn! Außerdem flirtete der Mann wieder massiv mit dem Publikum, unsere Seite adoptierte er fast (nachdem wir lauter waren als die von Stone).
Vor dem nächsten Highlight („Brother“) wurde noch „Dissident“ eingebaut. Ich gebe ja zu, dass der Song nicht so wirklich mein Fall ist, live hat er aber schon was. Brother wiederum ließ mich mit dem seltsamen Gefühl des „nicht - textsicher - Seins“ zurück, was mir bei PJ normalerweise nicht so schnell passiert. Aber bis vor ein paar Monaten war der Song nun mal nur als Instrumental bekannt. Aber schön wars auf jeden Fall! Mit „Gone“ wurde dann die erste Christmas – Single ausgepackt (gut, schaffte es dann sogar bis auf die Avocado das Ding). Ich mag Gone, schönes Midtempo-Stück, das dann so langsam aber sicher Fahrt aufnimmt. Ähnlich wie das heilige „Present Tense“. Danach wurde wieder hymnisch gerockt zu „Even Flow“, ganz großer Moment für mich! Ich liebe diesen Song einfach seit den frühen 90ern. Mike packte wieder ein tolles Solo aus und auch Matt an der Schießbude trommelte sich bei seinem Einzeleinsatz brav nen Wolf. Ganz großes Tennis. Als die letzten Takte verklungen waren wurden auf der Bühne Instrumente gewechselt und die entstehende, kleine Pause zum Lufthohlen genutzt. Was nun kam (was wir natürlich noch nicht ahnen konnten), war einfach nur der Hammer! 3 Songs die man nicht erwartet hatte, über die man sich deshalb nur umso mehr freute und die auch noch bombastisch einschlugen! Los ging diese Trilogie mit „Wishlist“. Super Version, toll gespielt und schon bei den ersten Tönen ging ein enormes Raunen durchs Publikum. Eddie „schleimte“ sich dann noch mit einer Zusatzstrophe bei Rotterdam ein. Als, während Ed die letzten Töne ins Mikro nuschelte, Jeff zu seinem Standbass griff, sah ich schon die Zeit für „Daughter“ gekommen… aber Pustekuchen. Mit „Nothingman“ wurde eine weitere Rarität ausgepackt. Eine geradezu göttliche Ballade, die viel zu selten live ausgepackt wird. Eine wahre Hammerversion obendrein! Die Jungs ließen sich förmlich vom Song tragen und die Spielfreude, welche man ihnen den ganzen Abend schon überdeutlich anmerkte, erreichte einen ersten Höhepunkt. Großartig! Das ganze Ahoy schien vor sich hin zu träumen und den Song zu genießen. Wahnsinn. Als dann auch noch „Half Full“ hinterher geschossen wurde war das Mainset bereits als „großartig“ in die Geschichtsbücher gemeißelt. Spitze! Und wo wir alle schon so in balladesquer Tagträumereien versunken waren wurde mit „Black“ auch noch mal unbarmherzig nachgehakt. Naturgemäß entwickelte sich der Song dann zu einem kollektiven „Sing – Along“ und das minutenlange „düdüdüdü-düdüdüüüüü…. Düdüdüdü-düdüdüüüü…“ durchzog die Halle zum Abschluß. Drittes Konzert, drittes Mal „Black“ so was nennt man wohl „Glücksschwein“! ;-) Mit „Got Some“ und dem Brecher „Go“ wurde das Mainset dann noch mal energetisch abgeschlossen. Ersteres als zweiter Song vom neuen Album mit ungeheurem Live-Faktor und bei „Go“ wurden dann Erinnerungen an Berlin 2006 wach, wo die Jungs uns mit diesem Kracher begrüßten. Geiler Abschluß und durch die erste Encore-Break auch genug Zeit zum Luft schnappen bevor es weiter ging. Während die Halle die Rückkehr der Jungs auf die Bühne lauthals einforderte fragte ich mich, wie das denn noch weiter gehen sollte heute, Eddie, Mike, Stone, Jeff, Matt und der gute Boom setzten einfach mal einen grandiosen Standard für die kommenden Tage.
Eddie schlurfte nebst dem Rest der Band irgendwann wieder auf die Bühne und moderierte ein in die holländische Luft gehämmertes „Life Wasted“ an. Schnell, hart, energiegeladen! Nachdem nun jedem klar war, dass es ohne jedweden Verlust an Power weiter ging, wurden die Hymnen ausgepackt! Mit „Betterman“ wurde mir wiederum ein Songwunsch der Priorität 1 erfüllt. Eddie vermasselte, ähnlich wie beim darauf folgenden „Daughter“ zwar den Einsatz ein wenig, aber der Chor der tausenden Anwesenden kompensierte das locker. Richtig schöne Songauswahl und am Ende von Daughter noch ordentlich das Publikum einbezogen, das Konzert wollte gar nicht aufhören besser zu werden. Auch wenn man sich schon im ersten Zugabenblock befand dachte man keinen Moment an das unweigerlich näher rückende „Yellow Ledbetter“ und das einhergehende Ende des Abends… mal voraus gesetzt, dass „YL“ überhaupt gespielt wurde… an einem Abend wie heute wäre auch ein „Indifference“ *schmacht* als Closer möglich. Aber so weit waren wir noch nicht. Mit „Lukin“ und „Comatose“ wurde noch mal so richtig eingeheizt bevor das hymnische „Alive“ fast schon traditionell die erste Zugabe beendete. Außerdem kochte die Halle dabei noch mal so richtig, kein Wunder. In den letzten Jahren scheinen die Jungs den Song auch wieder so richtig genießen zu können, schön zu sehen wie da vorne die Bühne in voller Breite ausgenutzt wird um der Halle auch das letzte Tröpfchen Schweiß aus den Poren zu quetschen. Ein grandioser Abschluß war das. Für den zweiten Zugabenteil hatte ich mich irgendwie schon mit einer „Standard“ Setlist abgefunden (was jetzt nicht schlimm sein muß, aber angesichts der bisher gespielten Songs… was sollte da noch kommen?!? Nun, wie wäre es zum Beispiel mit einer erstklassigen COVER – ORGIE?!? Los ging es mit Eddie Solo und „Hide your Love Away“, Gänsehautfeeling in Rotterdam. Das ist nebenbei bemerkt so ein Song, bei dem ich seit Jahren immer neidisch auf die US-Setlisten geschielt habe… „Warum wird so was nie in Europa gespielt?!?“… nun, wird’s doch! Was nun folgte war mit „Love Reign O'er Me“ eine weitere Christmas Single und ein The Who – Cover. Daß ich das noch erleben durfte… grandios! Eddie hing sich voll rein, Mikey trieb das Lied unbarmherzig voran und die Halle kochte mal wieder… unklar wo die Jungs diese Kraft her nehmen! Das sollte aber nicht das einzige Who – Cover bleiben! Bevor man mit „The Real Me“ den Abend perfekt und meine Standardsetlistspekulationen komplett nutzlos machte, wurde dem Affen mit „Do the Evolution“ noch mal ordentlich Zucker gegeben! DTE, mittlerweile ein Stammgast in der Setlist, ist auch einer dieser Anheizer. Ganz groß dabei wieder mal der „Hallelujah“ – Chor der versammelten Massen. „The Real Me“ nahm dann den rockigen Unterton nahtlos auf und ließ die Halle ein letztes Mal explodieren. Mike tat es ihr gleich und ging ab wie ein Zäpfchen, was der Kerl mit seiner Gitarre anstellte… nicht rational erklärbar!
Leider waren wir hiermit am Ende des Konzertes angelangt… „Yellow Ledbetter“ geleitete uns aus einem gut zweieinhalbstündigen Rausch heraus in die Realität. Wie jedes Mal konnte man zum Ende von YL noch mal Mike in Höchstform erleben, wie er die Grundmelodie langsam und in immer neuen Interpretationen ausklingen ließ.

Der Beweis unserer Anwesenheit unter Eddies Achsel!
Als die Jungs sich dann noch verabschiedet hatten strebten wir noch total geflasht dem Ausgang entgegen. „Bloß gut“ dachte ich mir, „dass ich die Kerle übermorgen noch mal erleben darf!“. Wir waren in den Abend zwar schon mit großen Erwartungen gegangen, aber insgeheim gingen wir davon aus, dass Berlin noch eine Ecke schärfer, ja „besser“ werden würde. Nun, da wir diese Urgewalt einer Rockshow erlebt hatten, kamen uns daran Zweifel. Es war nicht so recht klar, wie man das hier noch nennenswert besser machen will! Wir Normalsterblichen rechneten halt nicht mit dem Ideenreichtum der Jungs! Denn, soviel sei schon mal verraten, in Berlin packten sie tatsächlich noch mal einen drauf! Aber davon werde ich euch die Tage berichten… ich gehe erstmal meine Tastatur kühlen! ;-)
PS: Hier nochmal die komplette Setlist zum Träumen für alle die da gewesen sind und all jene, die dies (leider) nicht konnten:
Main Set:
Elderly Woman
Last Exit
Animal
The Fixer
Given to fly
Severed Hand
Why Go
Dissident
Brother
Gone
Even Flow
Wishlist
Nothingman
1/2 Full
Black
Got Some
Go
Encore 1:
Life wasted
Betterman
Daughter
Lukin
Comatose
Alive
Encore 2:
Hide Your Love Away
Love Reign O'er Me
DTE
The Real Me
Yelllow Ledbetter
Na Servus. Jetzt, da das Event schon fast 14 Tage zurück liegt, kommt endlich der versprochene Blogg-Eintrag zu meinem kleinen Mini-Tour- Urlaub mit Pearl Jam. Besser spät als nie denke ich! :-) Außerdem ist so auch gewährleistet, daß ich nebenher so ganz geschmeidig das Bootleg vom Berlin Konzert hören und wieder in Stimmung kommen kann! Was waren das für zwei Abende, der Wahnsinn! :-D
Fangen wir der Einfachheit halber mit Rotterdam an. Rotterdam, Sportpalais Ahoy am 13.08.2009. Ausgangspunkt unserer langen reise war das malerische Ruhrgebiet, von wo aus wir über eine der gefühlten 47 Autobahnen, welche sich da pro Quadratkilometer tummeln, gen Drogensumpf düsten. Wir brachen früh auf, da wir uns mit einem "Tag am Meer" in die richtige Konzertstimmung bringen wollten, sprich relaxt an die ganze Sache ran gehen. So kam es dann auch, daß wir zunächst einmal die Nordseeküste ansteuerten, uns dem langen Marsch durch die Dünen stellten und ein paar entspannende Stunden am und im Wasser verbrachten! Immer im Hinterkopf die kommenden Ereignisse, welche keine 45 Autominuten entfernt in Rotterdam auf uns warteten. Als wir gegen 15 Uhr wieder aufbrachen, chilligen Gemütes und optimal entspannt, verflogen die wenigen Kilometer vom Strand bis zum Ahoy (btw: klasse Ausschilderung, Daumen hoch liebe Tomatenschänder!) geradezu. Als wir dann in der noch recht überschaubaren Schlange zum Parkplatz standen, erwischten wir, Murphy sei Dank, mal wieder den langsamsten Schalter. Beim freundlichen und leicht hyperaktiv angehauchten Schrankenbediensungsheinz angekommen wurde auch klar woran das lag... der Kerl war einer von der kommunikativen Sorte! Und so kam es dann, daß wir zunächst eine bandspezifische Fangfrage beantworten mußten, bevor der Knilch uns die Zufahrt gewährte. Dank meinem groben Übersichtswissen Pearl Jam betreffend stellte diese erste Prüfung aber auch keine wirkliche Hürde dar. Den Skoda wegrollsicher abgestellt und dann zog es mich schon magisch zur Halle hin. Zuerst aber noch die obligatorische Beinkleidung angelegt (ohne meine Chucks geht bei PJ - Konzis NIX) und dann latschten wir schon auf den sich langsam bevölkernden Vorplatz des Ahoy zu. Vorbei an der spärlich gefüllten 10c - Schlange, welche sich größtenteils in der prallen Sonne und mit Hopfenkaltschalen auf den Pflastersteinen lümmelte. Joa, dachte ich, gute Idee! Und nachdem wir sodann auch in unserer Schlange (vorerst) Platz genommen hatten, erkundete ich das unweit von uns "tobende" Volksfest und organisierte erstmal ein Heineken nebst Cola. Wir ließen uns das jeweilige Getränk im Sonnenschein munden, beobachteten 50jährige Knispel bei Kiffen (kein Scherz, der Opi hat sich da wirklich einen rein gezogen) und genossen die entspannte Vorkonzertstimmung, die PJ Konzerten irgendwie eigen ist. Da wird nicht 4 Stunden vor Einlaß bereits gedrängelt, nein, da sitzt man eher bei nem Bierchen irgendwo auf der Wiese und fachsimpelt. Jedenfalls schniekten wir dann ca. ne halbe stunde vor Einlaß in „unsere“ Schlange und ließen uns in aller Ruhe in die Halle spülen. Die Irritationen kamen daher, dass wir ja nur noch Sitzplatzkarten ergattern konnten, keine Innenraumkarten, aber selbstverständlich zunächst in der Innenraumschlange landeten. Aber da wir das noch zeitnah mitkriegten nahm sich das von der Wartezeit her nicht viel. Im Ahoy angekommen zunächst mal schnurstracks zum Merchandisestand gerammelt und sich das Poster gesichert. Ein sehr schickes Teil, was Ames Bros da zusammengezimmert hat.

Schickes Teil: Rotterdam 2009 Pösterchen
Zur Sicherheit auch gleich mit Posterrolle aus stabiler Pappe, diese 2 Euro Extrainvestition sollten sich im Laufe des Abends noch mehrfach lohnen. Als das alles erledigt war, suchten wir unsere Sitzplätze auf. Den Befürchtungen zum Trotz waren die eigentlich top, seitlich der Bühne, erste Reihe und optimale Sicht auf Mikey, seine Saitengottheit himself. Aber irgendwas fehlte noch… Bier! Genau, also diesen Missstand auch noch fix beseitigt und dann dem Beginn entgegen gefiebert. Die Halle war vielleicht zur Hälfte gefüllt, als mit Gomez die Vorband die Bühne betrat. Hmm… ich möchte den Herren ja nicht zu nahe treten, aber von allen Openern, welche die Jungs in den letzten Jahren so anboten, waren die echt die schnarchigsten. Schlecht waren sie nicht, nur halt als Vorband irgendwie fehl am Platze. Streng genommen wartete ich nur darauf, dass die endlich fertig wurden um die Bühne den Göttern zu räumen. Das geschah dann auch relativ fix, also nach nicht mal 30 Minuten hatte sich „Gomez“ schon wieder backstage zur „Mortisha“ geschert und die Umbauten auf der Bühne setzten hektisch ein.
Nun folgte aber leider eine etwas lange Pause bevor die Jungs sich endlich blicken ließen. Spannend war, dass zunächst die Setlists verteilt und dann scheinbar 10 Minuten später wieder „korrigiert“ wurden (wie gesagt, wir hatten für solcherlei Beobachtungen sozusagen Logenplätze). Als Eddie dann seinen Wein neben das Mic gestellt bekam war die Spannung dann schon fast unerträglich… als dieser vom Roadie XY dann aber wieder backstage gebracht wurde, war sie dann nicht mehr auszuhalten. Aber keine 5 Minuten Später ertönte das neue Orgelintro und die Jungs betraten die Bühne… wobei „betreten“ in Eddies Fall wohl eher ein Euphemismus ist. Streng genommen torkelte Ed die Stufen empor, und stellte den Traubensaft dann wild gestikulierend wieder neben das Mikro. Eieiei, der hatte schon ordentlich was geladen, angesichts der Tatsache, dass wir uns in den Niederlanden befanden, war auch nicht allzu schwer heraus zu finden, was dies sein könnte. ;-) Jedenfalls war dies dann der Moment, in welchem die große „Opener Frage“, welche man sich vor jedem Gig stellt, mehr denn je brannte. Es wurde spekuliert und die vergangenen Shows heran gezogen (doppelt Opener gibt’s eher selten… oder doch nicht?!?). Spannung! Ich für meinen Teil hätte mich über ein gediegenes „Release“ im Vorfeld gefreut… oder „Long Road“ und nur zwei zu nennen. Aber wie es nun mal so ist, man liegt bei PJ immer ganz weit daneben wenn man da vermutet und so wurde mit „Elderly Woman behind the Counter in a Small Town“ eröffnet. Das, muß man vielleicht dazu sagen, geschieht nicht so wirklich oft. Aber die ersten Töne waren angeklungen und… mir gings gut :-D ! Da freut man sich ein halbes Jahr auf seinen Urlaub und die kleine Konzertreise und als es dann los geht, ist schon der erste Song Anzeichen genug, dass das ein ganz ein toller Urlaub wird! Small Town wurde seitens der Band richtig zelebriert und ohne Eile gespielt. Highlight die Textzeile „I just want to scream „Hello!““. Ich habe keine Ahnung wie viele in dieses Ahoy rein passen, aber die, die da waren, die kannten den Text. Sehr schön! Auch der Sound war klasse, was 2007 ja so etwas das Problem gewesen war (wir hatten Gott sei Dank einen guten Platz erwischt damals). Jedenfalls war jetzt gleich mal klar, dass die kommenden Stunden ne richtig feine Sache werden würden. Nach dem ruhigen Beginn wurde dann „Last Exit“ ausgepackt. Es wurde schnell, es wurde laut, es wurde gerockt! Nebenbei auch noch der erste „ungehörte“ Song für mich, sprich, einer den ich Live noch nie erleben durfte. Daß von der Sorte in Rotterdam insgesamt 13 und in Berlin (trotz Rotterdam) noch mal 15 kommen würden, davon wagte ich nicht mal zu träumen! Aber so kam es. Als die Massen so langsam warm gerockt waren, wurde „Animal“ ausgepackt! YES! Das Ding ging los und mich hielt es nicht mehr auf dem Sitz! Man muss vielleicht dazu sagen, dass man da akutes Aufstehverbot erteilt bekam. Sobald man sich erhob kam einer der Ordner die Treppen herunter geflitzt um einen wieder in den Schalensitz zu zwingen. Ja, das war Mist, gebe ich zu. Zumal ich nach „The Fixer“ (erster neuer Song vom kommenden Album und Live ne richtig feine Nummer) und ¾ von „Given To Fly“ dann wieder besagten Ordner-Heinz an der Backe hatte. Widerwillig ließ ich mich dann nieder. Bloß gut, dass das folgende „Severed Hand“ auch im Sitzen ein Genuß war. Wer allerdings denkt, ich hätte den Rest des Abends sitzend verbringen müssen, der irrt sich gewaltig. Kaum war „Severed Hand“ verklungen rissen die ersten Takte von „Why Go“ alle unstehenden Leute aus den Schalensitzen… in welche wir uns dann auch nicht wieder zurück verirrten bis das Konzert zu Ende war. Die Ordner kapitulierten dann wohl vor so viel zivilem Ungehorsam… Gott sei Dank! Jedenfalls konnte zu „Why Go“ dann so richtig gerockt werden. Eine tolle Version, den FOS-Berich mal von oben zu beobachten, statt selbst drinnen zu stehen hatte auch was, aber ein wenig Wehmut kam natürlich auch auf, als man sah, wie die da unter direkt vor Eddie abgingen. Aber es gab ja noch Berlin und bis jetzt wars auf der Tribüne auch ganz muckelig. Highlight war jedes Mal, wenn Mikey zu einem seiner Soli ansetzte… mein Gott, war der gut drauf an dem Tag! Was der mit der Klampfe anstellte… Wahnsinn! Außerdem flirtete der Mann wieder massiv mit dem Publikum, unsere Seite adoptierte er fast (nachdem wir lauter waren als die von Stone).
Vor dem nächsten Highlight („Brother“) wurde noch „Dissident“ eingebaut. Ich gebe ja zu, dass der Song nicht so wirklich mein Fall ist, live hat er aber schon was. Brother wiederum ließ mich mit dem seltsamen Gefühl des „nicht - textsicher - Seins“ zurück, was mir bei PJ normalerweise nicht so schnell passiert. Aber bis vor ein paar Monaten war der Song nun mal nur als Instrumental bekannt. Aber schön wars auf jeden Fall! Mit „Gone“ wurde dann die erste Christmas – Single ausgepackt (gut, schaffte es dann sogar bis auf die Avocado das Ding). Ich mag Gone, schönes Midtempo-Stück, das dann so langsam aber sicher Fahrt aufnimmt. Ähnlich wie das heilige „Present Tense“. Danach wurde wieder hymnisch gerockt zu „Even Flow“, ganz großer Moment für mich! Ich liebe diesen Song einfach seit den frühen 90ern. Mike packte wieder ein tolles Solo aus und auch Matt an der Schießbude trommelte sich bei seinem Einzeleinsatz brav nen Wolf. Ganz großes Tennis. Als die letzten Takte verklungen waren wurden auf der Bühne Instrumente gewechselt und die entstehende, kleine Pause zum Lufthohlen genutzt. Was nun kam (was wir natürlich noch nicht ahnen konnten), war einfach nur der Hammer! 3 Songs die man nicht erwartet hatte, über die man sich deshalb nur umso mehr freute und die auch noch bombastisch einschlugen! Los ging diese Trilogie mit „Wishlist“. Super Version, toll gespielt und schon bei den ersten Tönen ging ein enormes Raunen durchs Publikum. Eddie „schleimte“ sich dann noch mit einer Zusatzstrophe bei Rotterdam ein. Als, während Ed die letzten Töne ins Mikro nuschelte, Jeff zu seinem Standbass griff, sah ich schon die Zeit für „Daughter“ gekommen… aber Pustekuchen. Mit „Nothingman“ wurde eine weitere Rarität ausgepackt. Eine geradezu göttliche Ballade, die viel zu selten live ausgepackt wird. Eine wahre Hammerversion obendrein! Die Jungs ließen sich förmlich vom Song tragen und die Spielfreude, welche man ihnen den ganzen Abend schon überdeutlich anmerkte, erreichte einen ersten Höhepunkt. Großartig! Das ganze Ahoy schien vor sich hin zu träumen und den Song zu genießen. Wahnsinn. Als dann auch noch „Half Full“ hinterher geschossen wurde war das Mainset bereits als „großartig“ in die Geschichtsbücher gemeißelt. Spitze! Und wo wir alle schon so in balladesquer Tagträumereien versunken waren wurde mit „Black“ auch noch mal unbarmherzig nachgehakt. Naturgemäß entwickelte sich der Song dann zu einem kollektiven „Sing – Along“ und das minutenlange „düdüdüdü-düdüdüüüüü…. Düdüdüdü-düdüdüüüü…“ durchzog die Halle zum Abschluß. Drittes Konzert, drittes Mal „Black“ so was nennt man wohl „Glücksschwein“! ;-) Mit „Got Some“ und dem Brecher „Go“ wurde das Mainset dann noch mal energetisch abgeschlossen. Ersteres als zweiter Song vom neuen Album mit ungeheurem Live-Faktor und bei „Go“ wurden dann Erinnerungen an Berlin 2006 wach, wo die Jungs uns mit diesem Kracher begrüßten. Geiler Abschluß und durch die erste Encore-Break auch genug Zeit zum Luft schnappen bevor es weiter ging. Während die Halle die Rückkehr der Jungs auf die Bühne lauthals einforderte fragte ich mich, wie das denn noch weiter gehen sollte heute, Eddie, Mike, Stone, Jeff, Matt und der gute Boom setzten einfach mal einen grandiosen Standard für die kommenden Tage.
Eddie schlurfte nebst dem Rest der Band irgendwann wieder auf die Bühne und moderierte ein in die holländische Luft gehämmertes „Life Wasted“ an. Schnell, hart, energiegeladen! Nachdem nun jedem klar war, dass es ohne jedweden Verlust an Power weiter ging, wurden die Hymnen ausgepackt! Mit „Betterman“ wurde mir wiederum ein Songwunsch der Priorität 1 erfüllt. Eddie vermasselte, ähnlich wie beim darauf folgenden „Daughter“ zwar den Einsatz ein wenig, aber der Chor der tausenden Anwesenden kompensierte das locker. Richtig schöne Songauswahl und am Ende von Daughter noch ordentlich das Publikum einbezogen, das Konzert wollte gar nicht aufhören besser zu werden. Auch wenn man sich schon im ersten Zugabenblock befand dachte man keinen Moment an das unweigerlich näher rückende „Yellow Ledbetter“ und das einhergehende Ende des Abends… mal voraus gesetzt, dass „YL“ überhaupt gespielt wurde… an einem Abend wie heute wäre auch ein „Indifference“ *schmacht* als Closer möglich. Aber so weit waren wir noch nicht. Mit „Lukin“ und „Comatose“ wurde noch mal so richtig eingeheizt bevor das hymnische „Alive“ fast schon traditionell die erste Zugabe beendete. Außerdem kochte die Halle dabei noch mal so richtig, kein Wunder. In den letzten Jahren scheinen die Jungs den Song auch wieder so richtig genießen zu können, schön zu sehen wie da vorne die Bühne in voller Breite ausgenutzt wird um der Halle auch das letzte Tröpfchen Schweiß aus den Poren zu quetschen. Ein grandioser Abschluß war das. Für den zweiten Zugabenteil hatte ich mich irgendwie schon mit einer „Standard“ Setlist abgefunden (was jetzt nicht schlimm sein muß, aber angesichts der bisher gespielten Songs… was sollte da noch kommen?!? Nun, wie wäre es zum Beispiel mit einer erstklassigen COVER – ORGIE?!? Los ging es mit Eddie Solo und „Hide your Love Away“, Gänsehautfeeling in Rotterdam. Das ist nebenbei bemerkt so ein Song, bei dem ich seit Jahren immer neidisch auf die US-Setlisten geschielt habe… „Warum wird so was nie in Europa gespielt?!?“… nun, wird’s doch! Was nun folgte war mit „Love Reign O'er Me“ eine weitere Christmas Single und ein The Who – Cover. Daß ich das noch erleben durfte… grandios! Eddie hing sich voll rein, Mikey trieb das Lied unbarmherzig voran und die Halle kochte mal wieder… unklar wo die Jungs diese Kraft her nehmen! Das sollte aber nicht das einzige Who – Cover bleiben! Bevor man mit „The Real Me“ den Abend perfekt und meine Standardsetlistspekulationen komplett nutzlos machte, wurde dem Affen mit „Do the Evolution“ noch mal ordentlich Zucker gegeben! DTE, mittlerweile ein Stammgast in der Setlist, ist auch einer dieser Anheizer. Ganz groß dabei wieder mal der „Hallelujah“ – Chor der versammelten Massen. „The Real Me“ nahm dann den rockigen Unterton nahtlos auf und ließ die Halle ein letztes Mal explodieren. Mike tat es ihr gleich und ging ab wie ein Zäpfchen, was der Kerl mit seiner Gitarre anstellte… nicht rational erklärbar!
Leider waren wir hiermit am Ende des Konzertes angelangt… „Yellow Ledbetter“ geleitete uns aus einem gut zweieinhalbstündigen Rausch heraus in die Realität. Wie jedes Mal konnte man zum Ende von YL noch mal Mike in Höchstform erleben, wie er die Grundmelodie langsam und in immer neuen Interpretationen ausklingen ließ.

Der Beweis unserer Anwesenheit unter Eddies Achsel!
Als die Jungs sich dann noch verabschiedet hatten strebten wir noch total geflasht dem Ausgang entgegen. „Bloß gut“ dachte ich mir, „dass ich die Kerle übermorgen noch mal erleben darf!“. Wir waren in den Abend zwar schon mit großen Erwartungen gegangen, aber insgeheim gingen wir davon aus, dass Berlin noch eine Ecke schärfer, ja „besser“ werden würde. Nun, da wir diese Urgewalt einer Rockshow erlebt hatten, kamen uns daran Zweifel. Es war nicht so recht klar, wie man das hier noch nennenswert besser machen will! Wir Normalsterblichen rechneten halt nicht mit dem Ideenreichtum der Jungs! Denn, soviel sei schon mal verraten, in Berlin packten sie tatsächlich noch mal einen drauf! Aber davon werde ich euch die Tage berichten… ich gehe erstmal meine Tastatur kühlen! ;-)
PS: Hier nochmal die komplette Setlist zum Träumen für alle die da gewesen sind und all jene, die dies (leider) nicht konnten:
Main Set:
Elderly Woman
Last Exit
Animal
The Fixer
Given to fly
Severed Hand
Why Go
Dissident
Brother
Gone
Even Flow
Wishlist
Nothingman
1/2 Full
Black
Got Some
Go
Encore 1:
Life wasted
Betterman
Daughter
Lukin
Comatose
Alive
Encore 2:
Hide Your Love Away
Love Reign O'er Me
DTE
The Real Me
Yelllow Ledbetter
Mittwoch, 12.08.2009
OH HAPPY DAY (S)
(von irgend so 'ner Gospeltruppe... who cares... ;-))
Ein kurzer Vorfreudenblogg: Ich lese grad nebenbei den Forumsticker zum Sherperds Bush - Konzi der Jungs und bin begeistert!!!! Die Setlist lässt für Donnerstag und Sonnabend echt einiges hoffen und erwarten. Das Wichtigste: RELEASE IST ALS OPENER NOCH RESERVIERT!!! :-D Ansonsten ne Menge Perlen dabei, die sie dieses Jahr im Liveprogramm haben. Ich gebe mal den kompletten Überblick:
Sometimes, Interstellar Overdrive/Corduroy, The Fixer, All Along The Watchtower (mit Ron wood), Why Go, Dissident, Severed Hand, Given To Fly, Low Light, Even Flow, Present Tense, Save You, Down, Small Town, Brother, Do The Evolution, Got Some (verspielt), Got Some (2. Versuch)
Encore 1:
The End (Ed solo, gewidmet Yusuf), Inside Job, Betterman/Save it for later, Alive
Encore 2:
Soldier Of Love, Solat, The Real Me, Yellow Ledbetter
Die (persönlichen) Highlights mal fett gedruckt. Leute, übermorgen gehts los, da geht der Onkel auf Konzerturlaub und die Jungs werden garantiert einiges aus dem Repertoire gekonnt darbieten... ICK FREU` MIR sowas von, das glaubt ihr gar nicht! :-D Der Blogg zu den Konzerten wird wohl bei Zeiten den Ruf einer Legende erhelten, das ist jetzt schon sicher! Naja, ich gehe mal vorschlafen, damit ich die anstehende Minitour auch genießen kann.
Grüße aus den malerischen Ruhrpott in die foxymorphe Leserwelt.
Ein kurzer Vorfreudenblogg: Ich lese grad nebenbei den Forumsticker zum Sherperds Bush - Konzi der Jungs und bin begeistert!!!! Die Setlist lässt für Donnerstag und Sonnabend echt einiges hoffen und erwarten. Das Wichtigste: RELEASE IST ALS OPENER NOCH RESERVIERT!!! :-D Ansonsten ne Menge Perlen dabei, die sie dieses Jahr im Liveprogramm haben. Ich gebe mal den kompletten Überblick:
Sometimes, Interstellar Overdrive/Corduroy, The Fixer, All Along The Watchtower (mit Ron wood), Why Go, Dissident, Severed Hand, Given To Fly, Low Light, Even Flow, Present Tense, Save You, Down, Small Town, Brother, Do The Evolution, Got Some (verspielt), Got Some (2. Versuch)
Encore 1:
The End (Ed solo, gewidmet Yusuf), Inside Job, Betterman/Save it for later, Alive
Encore 2:
Soldier Of Love, Solat, The Real Me, Yellow Ledbetter
Die (persönlichen) Highlights mal fett gedruckt. Leute, übermorgen gehts los, da geht der Onkel auf Konzerturlaub und die Jungs werden garantiert einiges aus dem Repertoire gekonnt darbieten... ICK FREU` MIR sowas von, das glaubt ihr gar nicht! :-D Der Blogg zu den Konzerten wird wohl bei Zeiten den Ruf einer Legende erhelten, das ist jetzt schon sicher! Naja, ich gehe mal vorschlafen, damit ich die anstehende Minitour auch genießen kann.
Grüße aus den malerischen Ruhrpott in die foxymorphe Leserwelt.
Sonntag, 02.08.2009
HEARED IT ALL BEFORE
(Emiliana Torrini)
Wozu wurden denn gleich nochmal Wochenenden erschaffen? Flatrate-Parties, Extrembergsteigen (nackt und barfuß in den Dolomiten) oder doch eher Löffelschnitzen in Rupprechts Namen? Nein, Wochenenden sind ein Hort der Ruhe, das Ende des Stress und... endlich mal genug Zeit um einen Konzertbericht zu schreiben! :-) Die gesamte Woche über fehlten mir entweder Zeit oder Inspiration... und biedes sollte man haben wenn man sich ein Emiliana Torrini Konzert wieder ins Gedächtnis zurück ruft und niederschreibt.
Vorweg muß ich hier aber mal was anprangern: *Anprangermodus EIN* Im Netz findet man keinerlei vernünftige Setlist! *Anprangermodus AUS* Im Ernst, bei jedem anderen Act (außer Motörhead... da dauerte es auch 14 Tage) tauchte innerhalb der ersten Woche irgend eine semioffizielle Setlist auf, an der man sich beim Berichten so halbwes orientieren konnte. Bei Pearl Jam bekommt man die sogar nebst Live -Bootleg am Folgetag. Aber bei der guten Emiliana... NADA! Also habe ich mich mal selber hin gesetzt und mehr schlecht als recht folgendes eruiert:
Fireheads
Lifesaver
Heartstopper
Nothing Brings Me Down
Big Jumps
Today Has Been OK
Sunny Road
Tuna Fish
Ha Ha
Jungle Drum
Summerbreeze
Gun
Heard it all Before
Hold Heart
Encore:
Unemployed in Summertime
Me and Armini
To Be Free
Beggar's Prayer
Encore 2:
To Be Free
Bleeder
Alles frei Schnauze und gedächtnisbasiert... mit kleine Hilfe aus dem Studi.vz (bei 3 Songs, bei denen ich mich bei einem eh schwarz ärgern könnte, wie ich es geschafft habe den zu vergessen!). Also ohne irgend einen Anspruch auf Vollständigkeit oder gar richtige Reihenefolge. Wer das Dingen noch ergänzen will oder umordnen, der soll das bitte hier tun:
http://www.setlist.fm/setlist/emiliana-torrini/2009/theatervorplatz-jena-germany-2bd6409a.html
So, da ich mich eh nicht an der Setlist langhangeln will (nicht bei Emiliana... nö, das machen wir mal nicht so technisch ;-) ) wäre meine "Chronistenpflicht", wie der Gründervater H. immer so treffend sprach, erfüllt. Nun also zum Konzert an sich. Schön wars... und da ging schon da los, als mein Rechner im Büro sich in den Wochenendschlaf verabschiedete und ich mich flinken Reifens nach Hause machte um meine Freundin abzuholen. Nach einer entsprechend chilligen Packsession hüpften wir dann fröhlich in den erstbesten blauen Seat und cruisten gemütlich gen Jena. Zeit war genug und so sammelten wir dann meine Schwester in der Innenstadt ein und schauten nocomal kurz beim Kaufland vorbei. BTW: Eine wahrlich SEHR gute Gelegenheit sich einen Kasten Leikeim Lager auf Vorrat zu bunkern, lecker das Zeug! :-)
Dann schnell ne Pizza reingepfiffen, meiner Schwester schweren Herzens, aber feierlich, den Kicktipppokal überreicht und dann gings auch schon auf Schusters Rappen zur Kulturarena. Das Wetter war... naja, es war suboptimal. Hin und wieder einwenig Regen, zwischendurch auch mal ein Schauer... ansonsten trocken! (Anm. des Autors: Was rede ich hier eigentlich wieder für `nen Blödsinn zusammen, ist ja fürchterlich). Unterwegs noch den Gründervater H. nebst Gefährtin getroffen und fertig war unsere kleine aber feine Fünfergruppe. Alsbald betraten wir dann auch gemeinsam die Kulturarena. Ähnlich wie bei Reinald Grebe letztes Jahr war eine enorm chillige Sache. Man spazierte so hinein, vollkommen ohne abgetastet zu werden, und steuerte erstmal den Bierastand an, wo man sein dunkles Kösti (die Zapfhahnverwalterin wollte mir erst ein Pils andrehen, Schande über sie) stilecht in einem Gals (ja, ein Glas aus... Glas) gereicht bekam. Also stießen wir fröhlich an und schniekten gemütlich in den Innenraum. Sitzplätze waren schon aus (wollten wir eh nicht hin, zu den Luschen! ;-)) also suchten wir uns ein schickes Plätzel irgendwo im Mittelfeld. Einen kurzen Schauer überbrückten wir dann wieder mit lustigem Schirmchenhalten und, ich gebs ja zu, Lästern! Es gibt aber auch ein paar Vögel auf Gottes grünem Acker... faszinierend! :-D
Irgendwann gegen 20:15 (Prime Time) betrat dann Emiliana Torrini nebst Band, nachdem "Dead Duck" den Einmarsch von Band begleitete, die Bühne. Yes, endlich gings los! (Wenngleich sich von Anfang an eine, für meine Verhältnisse vollkommen konzertuntypische, Gelassenheit eingestellt hatte.) Ihr Kleid, so wurde mir von unserem unabhängigen, dreiköpfigen Expertengremium bestätigt, war toll! Stimmt, sah wirklich lustig aus. Aber eigentlich war die Frau ja auch zum Singen da, also wurde gleich mal mit dem verträumten Fireheads eingestiegen. Schöner Start auf jeden Fall, langsam reindriften ins Konzert, das böse böse Tageslicht vergessen und den Regen kurz ausblenden. Tja, hat auch ganz gut geklappt. :-) Während der ersten paar Songs stellte sich so eine innere Ruhe ein, man konnte das Konzert so richtig schön auf sich wirken lassen und genießen. Kleine Highlights waren dann auch die Ansagen zwischen den Songs. Jeweils in Deutsch und mit dem so angenehm witzigen nordischen Akzent vorgetragen. Außerdem hat die Frau eine recht drollige Art mit ihrem Publikum zu kommunizieren, von den ganzen Top-Model-Opfern mal abgesehen, zog sie so den Rest der Leute größtenteils in ihren Bann und verstärkte diese Relaxstimmung nur. Das hatte von der Grundstimmung eher was von einem Club-Konzert vor 150 Leuten, als von einer 3000 - Mann Show. Irgendwo zwischen Big Jumps und Today Has Been OK tauchte dann über der Kulturarena neben der Sonne auch ein schicker Regenbogen auf. Das passte atmosphärisch perfekt! Wahnsinn! Und dann noch mit Sunny Road das erste Highlight in der Setlist, dazu noch klasse rüber gebracht! Also spätestens da war wohl der Großteil des Publikums im Konzert angekommen.
Mit einer wiederum sehr amüsanten Ansprache wurde dann auch Tuna Fish angkündigt, worauf ich ja persönlich gehofft hatte. Das Lied ist für mich so ziemlich perfekt, da passt alles! Ich wüßte spontan nicht, wo man da hätte irgend etwas besser machen können. Live auch der Hammer, zumal fast jeder Song noch instrumentarisch etwas aufgehübscht wurde. Das störte aber nich, ganz im Gegentiel. Da passte alles zusammen und brachte jeweils ein wenig neuen Schwung in die Stücke. Tuna Fish jedenfall war live ein Erlebnis!!! Ähnlich großartig kam auch Summerbreeze an und Gun wurde, bei einsetzender Dunkelheit, duch die neue Instrumentierung nochmal ordentlich nach vorne gepusht! Überhaupt, dieser einzige "Rocker" des Abends bot einen schönen Kontrast zum Rest des Programms. Man konnte zur Abwechslung mal fünf Minuten lang aus dieser sanften Soundwelle auftauchen und angenehm mitgrooven. Tolles Ding! :-)
Die Encore-Breaks fallen, nur damit ihr es wißt, bei Emiliana auch recht kurz aus. Mag daran liegen, daß sie kein so starker Raucher ist wie die Herren Vedder und Cave, welche die Päuschen erstmal mit Fluppe hinter der Bühne zellebrieren und dann mit Nr.2 wieder selbige betreten. Jedenfalls geriet die erste Zugabe zu einer sehr unterhaltsamen Angelegenheit. Zunächst gestand sie, daß sie ob der Erwartungshaltung des Publikums schon ein wenig Angst gehabt hätte. Kein Wunder, da kommt jemand aus dem beschaulichen Island, wo man zwar alle 10 Minuten einen Geysir, aber kaum jemanden zum Reden trifft und wird hier an jeder Ecke um ein "Rung-te-ke-te-ke-tung-tung" angebettelt. Wahrscheinlich noch von so Leuten, die man am treffensten noch als die "Töpperwiens" des Musikjournalismus zu beschreiben hat. Aber alles in allem schien dieser Druck da schon weitestgehend von ihr abgefallen, weshalb wir auch einen recht lockeren, fröhlichen ersten Zugabenblock erlebten. Me and Armini... klasse! Unemployed in Summertime, Highlight! :-D Und als dann "Beggars Prayer" noch mehr oder weniger abgebrochen werden mußte, weil Frau Torrini ihren Lachflash nicht mehr unter Kontrolle halten konnte... *lol* klasse! Auch wenn sie den Song dadurch mal so ganz klassisch verrissen hatte, sorgte sie somit für den wohl niedlichsten Konzertmoment, den ein Großteil der Anwesenden je erlebt hat. (Bei mir nur noch zu toppen durch Stone Gossard im Kleid während "Gremmie out of Control"... du hast zwei Chancen dieses Jahr Stonie ;-)!)
Jedenfalls ganz großes Kino! Kurz nachdem sie, auf Grund des Kontrollverlustes über das eigene Zwerchfell, die Bühne nahezu fluchtartig verließ, kehrte sie zurück. Das zweite Encore schickte uns dann schließlich mit Bleeder stilecht und ganz Emiliana-like nach Hause. Ähnlich vorsichtig, wie wir in den Abend geleitet wurden, wurden wir auch wieder verabschiedet. Wieder ein wenig nachdenklicher und ruhiger. Zack... schöner Abend! :-)
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich jemals so ein chilliges Konzert erlebt habe. Hier guings nicht um "abgehen" '(-> 13.08.2009 + 15.08.2009) oder "gröhlen" (dazu gibts ja außerdem den 12.12.2009), sondern darum einfach einen schönen, ausgeglichenen Abend zu haben. Im Gegensatz zu vielen Veranstaltungen, wo man irgendwie dem Diktat der Perfektion zu unterliegen scheint, wirkte das alles eigentümlich natürlich und schon fast beängstigend familiär. Das mit der Perfektion muß ja nichts schlechtes sein, ich erinnere da nur an Nick Cave... der ob seiner Mitarbeiterführung wohl nicht gerade einen Gewerkschaftsorden verliehen bekommen wird; aber bei Emiliana Torrini passt gerade dieses Imparfait in der Darbietung wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge!
Bevor ich es vergesse: Jungle Drum wurde natürlich auch gespielt, aber man merkte ihr irgendwie an, daß es ihr in gewisser Weise unheimlich ist, was hier für ein Bohei um das Lied gemacht wird. Das war eigentlich schade, denn der Song ist großartig, darum ist es umso bedauernswerter, daß die sichtlich etwas nervöse Emiliana ihn mehr oder weniger runterspulte. Jungle Drum fehlte genau das, was die anderen Lieder reichlich hatten: Platz! Während sich Sunny Road schön ausweiten durfte und To Be Free sich fast zu tode atmen konnte, wirkte Jungle Drum irgendwie zu eingeengt. Aber gut, irgendwie habe ich es den dann doch anwesenden TV-Lemmingen aber auch gegönnt. Man versetze sich mal in deren Lage: Da hat man sich die 10 Mäuse fürs Konzert zusammen geschnorrt, will streng genommen nur ein Lied hören von jemandem, von dem man vorher noch nie was gehört hat und dann versemmelt die auch noch ausgerechnet beim Mega-Super-Duper-Hit den Text *lol*! Köstlich! Als ich so durchs Netz surfte und die Setlist suchte, da las ich auch den einen oder anderen Blogg- oder Forumseintrag übers Konzi. Sehr aufschlußreich! Die "Generation Casting Show" wunderte sich im Allgemeinen, wie "langweilig" der Rest ihrer Songs ist ("langweilig" sollte hier wohl mit "hochwertig" übersetzt werden). Tja, man könnte sich ja vorher auch mal informieren oder wenigstens den Anstand besitzen, sich mal das letzte Album zu organisieren statt nur ein Lied übers Spar-Abo zu ordern! Und das auch nur, weils jeder grade hört...! So erklärt sich dann auch der Kommentar von schräg hinter uns: "Bei Germanys Next Top-Model war das Lied irgendwie länger...!" Ohhhhhhh, ne Dose Mitleid! Armer Irrer, geh auf die A4 spielen, du Pfosten!
Die andere Fraktion stellen da die Rock-Dudes dar, die sich das halt mal anschauen wollten. Da ist der Tenor im Wesentlichen: "schöne Musik, aber zu wenig High Hats!" -> das kann man akzeptieren ;-)! Da greift dann das mit der "Geschmackssache", aber nicht beim Kollegen "Immerhipp" mit seinen klingeltongesteuerten Interessenlagen!
Wie dem auch sei, das war ein ganz ein großer Abend sage ich mal. Eine besonders gegen Ende sehr lockere Emiliana machte mir ihrer ruhigen, relaxenden Musik die Kulturarena zu einer Wohlfühlarea, wo jeder sich gefühlt in seinen Ledersessel lümmelte und nur noch Havanna und Cognacschwenker zur totalen Entspannung fehlten. Genau deshalb mag ich auch ihre Musik, das ist komplettes Kontrastprogramm zu dem, was ich sonst höre... und das ohne irgendwie schnulzig zu wirken!
War mal eine sehr nette Abwechslung, wiederholen werde ich das sicherlich auch bei Gelegenheit... die Frau gibt richtig schöne Konzerte! Hat sich gelohnt das Ticket, vor allem weil Emiliana Torrini nach den bisherigen und noch anstehenden Veranstaltungen 2009 für mich so bissel wie das kleine i-Tüpfelchen auf dem Konzertjahr war... die Schnapsbeere auf der musikalischen Schwarzwälder-Kirschtorte quasi! :-) Sodann... bis zum nächsten Mal, ich geht jetzt packen für die Torte: PEARL JAM!!!!!!!!!!! :-D
Wozu wurden denn gleich nochmal Wochenenden erschaffen? Flatrate-Parties, Extrembergsteigen (nackt und barfuß in den Dolomiten) oder doch eher Löffelschnitzen in Rupprechts Namen? Nein, Wochenenden sind ein Hort der Ruhe, das Ende des Stress und... endlich mal genug Zeit um einen Konzertbericht zu schreiben! :-) Die gesamte Woche über fehlten mir entweder Zeit oder Inspiration... und biedes sollte man haben wenn man sich ein Emiliana Torrini Konzert wieder ins Gedächtnis zurück ruft und niederschreibt.
Vorweg muß ich hier aber mal was anprangern: *Anprangermodus EIN* Im Netz findet man keinerlei vernünftige Setlist! *Anprangermodus AUS* Im Ernst, bei jedem anderen Act (außer Motörhead... da dauerte es auch 14 Tage) tauchte innerhalb der ersten Woche irgend eine semioffizielle Setlist auf, an der man sich beim Berichten so halbwes orientieren konnte. Bei Pearl Jam bekommt man die sogar nebst Live -Bootleg am Folgetag. Aber bei der guten Emiliana... NADA! Also habe ich mich mal selber hin gesetzt und mehr schlecht als recht folgendes eruiert:
Fireheads
Lifesaver
Heartstopper
Nothing Brings Me Down
Big Jumps
Today Has Been OK
Sunny Road
Tuna Fish
Ha Ha
Jungle Drum
Summerbreeze
Gun
Heard it all Before
Hold Heart
Encore:
Unemployed in Summertime
Me and Armini
To Be Free
Beggar's Prayer
Encore 2:
To Be Free
Bleeder
Alles frei Schnauze und gedächtnisbasiert... mit kleine Hilfe aus dem Studi.vz (bei 3 Songs, bei denen ich mich bei einem eh schwarz ärgern könnte, wie ich es geschafft habe den zu vergessen!). Also ohne irgend einen Anspruch auf Vollständigkeit oder gar richtige Reihenefolge. Wer das Dingen noch ergänzen will oder umordnen, der soll das bitte hier tun:
http://www.setlist.fm/setlist/emiliana-torrini/2009/theatervorplatz-jena-germany-2bd6409a.html
So, da ich mich eh nicht an der Setlist langhangeln will (nicht bei Emiliana... nö, das machen wir mal nicht so technisch ;-) ) wäre meine "Chronistenpflicht", wie der Gründervater H. immer so treffend sprach, erfüllt. Nun also zum Konzert an sich. Schön wars... und da ging schon da los, als mein Rechner im Büro sich in den Wochenendschlaf verabschiedete und ich mich flinken Reifens nach Hause machte um meine Freundin abzuholen. Nach einer entsprechend chilligen Packsession hüpften wir dann fröhlich in den erstbesten blauen Seat und cruisten gemütlich gen Jena. Zeit war genug und so sammelten wir dann meine Schwester in der Innenstadt ein und schauten nocomal kurz beim Kaufland vorbei. BTW: Eine wahrlich SEHR gute Gelegenheit sich einen Kasten Leikeim Lager auf Vorrat zu bunkern, lecker das Zeug! :-)
Dann schnell ne Pizza reingepfiffen, meiner Schwester schweren Herzens, aber feierlich, den Kicktipppokal überreicht und dann gings auch schon auf Schusters Rappen zur Kulturarena. Das Wetter war... naja, es war suboptimal. Hin und wieder einwenig Regen, zwischendurch auch mal ein Schauer... ansonsten trocken! (Anm. des Autors: Was rede ich hier eigentlich wieder für `nen Blödsinn zusammen, ist ja fürchterlich). Unterwegs noch den Gründervater H. nebst Gefährtin getroffen und fertig war unsere kleine aber feine Fünfergruppe. Alsbald betraten wir dann auch gemeinsam die Kulturarena. Ähnlich wie bei Reinald Grebe letztes Jahr war eine enorm chillige Sache. Man spazierte so hinein, vollkommen ohne abgetastet zu werden, und steuerte erstmal den Bierastand an, wo man sein dunkles Kösti (die Zapfhahnverwalterin wollte mir erst ein Pils andrehen, Schande über sie) stilecht in einem Gals (ja, ein Glas aus... Glas) gereicht bekam. Also stießen wir fröhlich an und schniekten gemütlich in den Innenraum. Sitzplätze waren schon aus (wollten wir eh nicht hin, zu den Luschen! ;-)) also suchten wir uns ein schickes Plätzel irgendwo im Mittelfeld. Einen kurzen Schauer überbrückten wir dann wieder mit lustigem Schirmchenhalten und, ich gebs ja zu, Lästern! Es gibt aber auch ein paar Vögel auf Gottes grünem Acker... faszinierend! :-D
Irgendwann gegen 20:15 (Prime Time) betrat dann Emiliana Torrini nebst Band, nachdem "Dead Duck" den Einmarsch von Band begleitete, die Bühne. Yes, endlich gings los! (Wenngleich sich von Anfang an eine, für meine Verhältnisse vollkommen konzertuntypische, Gelassenheit eingestellt hatte.) Ihr Kleid, so wurde mir von unserem unabhängigen, dreiköpfigen Expertengremium bestätigt, war toll! Stimmt, sah wirklich lustig aus. Aber eigentlich war die Frau ja auch zum Singen da, also wurde gleich mal mit dem verträumten Fireheads eingestiegen. Schöner Start auf jeden Fall, langsam reindriften ins Konzert, das böse böse Tageslicht vergessen und den Regen kurz ausblenden. Tja, hat auch ganz gut geklappt. :-) Während der ersten paar Songs stellte sich so eine innere Ruhe ein, man konnte das Konzert so richtig schön auf sich wirken lassen und genießen. Kleine Highlights waren dann auch die Ansagen zwischen den Songs. Jeweils in Deutsch und mit dem so angenehm witzigen nordischen Akzent vorgetragen. Außerdem hat die Frau eine recht drollige Art mit ihrem Publikum zu kommunizieren, von den ganzen Top-Model-Opfern mal abgesehen, zog sie so den Rest der Leute größtenteils in ihren Bann und verstärkte diese Relaxstimmung nur. Das hatte von der Grundstimmung eher was von einem Club-Konzert vor 150 Leuten, als von einer 3000 - Mann Show. Irgendwo zwischen Big Jumps und Today Has Been OK tauchte dann über der Kulturarena neben der Sonne auch ein schicker Regenbogen auf. Das passte atmosphärisch perfekt! Wahnsinn! Und dann noch mit Sunny Road das erste Highlight in der Setlist, dazu noch klasse rüber gebracht! Also spätestens da war wohl der Großteil des Publikums im Konzert angekommen.
Mit einer wiederum sehr amüsanten Ansprache wurde dann auch Tuna Fish angkündigt, worauf ich ja persönlich gehofft hatte. Das Lied ist für mich so ziemlich perfekt, da passt alles! Ich wüßte spontan nicht, wo man da hätte irgend etwas besser machen können. Live auch der Hammer, zumal fast jeder Song noch instrumentarisch etwas aufgehübscht wurde. Das störte aber nich, ganz im Gegentiel. Da passte alles zusammen und brachte jeweils ein wenig neuen Schwung in die Stücke. Tuna Fish jedenfall war live ein Erlebnis!!! Ähnlich großartig kam auch Summerbreeze an und Gun wurde, bei einsetzender Dunkelheit, duch die neue Instrumentierung nochmal ordentlich nach vorne gepusht! Überhaupt, dieser einzige "Rocker" des Abends bot einen schönen Kontrast zum Rest des Programms. Man konnte zur Abwechslung mal fünf Minuten lang aus dieser sanften Soundwelle auftauchen und angenehm mitgrooven. Tolles Ding! :-)
Die Encore-Breaks fallen, nur damit ihr es wißt, bei Emiliana auch recht kurz aus. Mag daran liegen, daß sie kein so starker Raucher ist wie die Herren Vedder und Cave, welche die Päuschen erstmal mit Fluppe hinter der Bühne zellebrieren und dann mit Nr.2 wieder selbige betreten. Jedenfalls geriet die erste Zugabe zu einer sehr unterhaltsamen Angelegenheit. Zunächst gestand sie, daß sie ob der Erwartungshaltung des Publikums schon ein wenig Angst gehabt hätte. Kein Wunder, da kommt jemand aus dem beschaulichen Island, wo man zwar alle 10 Minuten einen Geysir, aber kaum jemanden zum Reden trifft und wird hier an jeder Ecke um ein "Rung-te-ke-te-ke-tung-tung" angebettelt. Wahrscheinlich noch von so Leuten, die man am treffensten noch als die "Töpperwiens" des Musikjournalismus zu beschreiben hat. Aber alles in allem schien dieser Druck da schon weitestgehend von ihr abgefallen, weshalb wir auch einen recht lockeren, fröhlichen ersten Zugabenblock erlebten. Me and Armini... klasse! Unemployed in Summertime, Highlight! :-D Und als dann "Beggars Prayer" noch mehr oder weniger abgebrochen werden mußte, weil Frau Torrini ihren Lachflash nicht mehr unter Kontrolle halten konnte... *lol* klasse! Auch wenn sie den Song dadurch mal so ganz klassisch verrissen hatte, sorgte sie somit für den wohl niedlichsten Konzertmoment, den ein Großteil der Anwesenden je erlebt hat. (Bei mir nur noch zu toppen durch Stone Gossard im Kleid während "Gremmie out of Control"... du hast zwei Chancen dieses Jahr Stonie ;-)!)
Jedenfalls ganz großes Kino! Kurz nachdem sie, auf Grund des Kontrollverlustes über das eigene Zwerchfell, die Bühne nahezu fluchtartig verließ, kehrte sie zurück. Das zweite Encore schickte uns dann schließlich mit Bleeder stilecht und ganz Emiliana-like nach Hause. Ähnlich vorsichtig, wie wir in den Abend geleitet wurden, wurden wir auch wieder verabschiedet. Wieder ein wenig nachdenklicher und ruhiger. Zack... schöner Abend! :-)
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich jemals so ein chilliges Konzert erlebt habe. Hier guings nicht um "abgehen" '(-> 13.08.2009 + 15.08.2009) oder "gröhlen" (dazu gibts ja außerdem den 12.12.2009), sondern darum einfach einen schönen, ausgeglichenen Abend zu haben. Im Gegensatz zu vielen Veranstaltungen, wo man irgendwie dem Diktat der Perfektion zu unterliegen scheint, wirkte das alles eigentümlich natürlich und schon fast beängstigend familiär. Das mit der Perfektion muß ja nichts schlechtes sein, ich erinnere da nur an Nick Cave... der ob seiner Mitarbeiterführung wohl nicht gerade einen Gewerkschaftsorden verliehen bekommen wird; aber bei Emiliana Torrini passt gerade dieses Imparfait in der Darbietung wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge!
Bevor ich es vergesse: Jungle Drum wurde natürlich auch gespielt, aber man merkte ihr irgendwie an, daß es ihr in gewisser Weise unheimlich ist, was hier für ein Bohei um das Lied gemacht wird. Das war eigentlich schade, denn der Song ist großartig, darum ist es umso bedauernswerter, daß die sichtlich etwas nervöse Emiliana ihn mehr oder weniger runterspulte. Jungle Drum fehlte genau das, was die anderen Lieder reichlich hatten: Platz! Während sich Sunny Road schön ausweiten durfte und To Be Free sich fast zu tode atmen konnte, wirkte Jungle Drum irgendwie zu eingeengt. Aber gut, irgendwie habe ich es den dann doch anwesenden TV-Lemmingen aber auch gegönnt. Man versetze sich mal in deren Lage: Da hat man sich die 10 Mäuse fürs Konzert zusammen geschnorrt, will streng genommen nur ein Lied hören von jemandem, von dem man vorher noch nie was gehört hat und dann versemmelt die auch noch ausgerechnet beim Mega-Super-Duper-Hit den Text *lol*! Köstlich! Als ich so durchs Netz surfte und die Setlist suchte, da las ich auch den einen oder anderen Blogg- oder Forumseintrag übers Konzi. Sehr aufschlußreich! Die "Generation Casting Show" wunderte sich im Allgemeinen, wie "langweilig" der Rest ihrer Songs ist ("langweilig" sollte hier wohl mit "hochwertig" übersetzt werden). Tja, man könnte sich ja vorher auch mal informieren oder wenigstens den Anstand besitzen, sich mal das letzte Album zu organisieren statt nur ein Lied übers Spar-Abo zu ordern! Und das auch nur, weils jeder grade hört...! So erklärt sich dann auch der Kommentar von schräg hinter uns: "Bei Germanys Next Top-Model war das Lied irgendwie länger...!" Ohhhhhhh, ne Dose Mitleid! Armer Irrer, geh auf die A4 spielen, du Pfosten!
Die andere Fraktion stellen da die Rock-Dudes dar, die sich das halt mal anschauen wollten. Da ist der Tenor im Wesentlichen: "schöne Musik, aber zu wenig High Hats!" -> das kann man akzeptieren ;-)! Da greift dann das mit der "Geschmackssache", aber nicht beim Kollegen "Immerhipp" mit seinen klingeltongesteuerten Interessenlagen!
Wie dem auch sei, das war ein ganz ein großer Abend sage ich mal. Eine besonders gegen Ende sehr lockere Emiliana machte mir ihrer ruhigen, relaxenden Musik die Kulturarena zu einer Wohlfühlarea, wo jeder sich gefühlt in seinen Ledersessel lümmelte und nur noch Havanna und Cognacschwenker zur totalen Entspannung fehlten. Genau deshalb mag ich auch ihre Musik, das ist komplettes Kontrastprogramm zu dem, was ich sonst höre... und das ohne irgendwie schnulzig zu wirken!
War mal eine sehr nette Abwechslung, wiederholen werde ich das sicherlich auch bei Gelegenheit... die Frau gibt richtig schöne Konzerte! Hat sich gelohnt das Ticket, vor allem weil Emiliana Torrini nach den bisherigen und noch anstehenden Veranstaltungen 2009 für mich so bissel wie das kleine i-Tüpfelchen auf dem Konzertjahr war... die Schnapsbeere auf der musikalischen Schwarzwälder-Kirschtorte quasi! :-) Sodann... bis zum nächsten Mal, ich geht jetzt packen für die Torte: PEARL JAM!!!!!!!!!!! :-D
Mittwoch, 29.07.2009
ALL OR NONE
(Pearl Jam)
Gott zum Gruße, werte Tippgemeinde! Wie jedes Jahr folgt zu Ehren des neu gestarteten Tippspiels auch 2009 anno domini ein kurzes Blogeinträgelchen zum Thema Rasensport! Vor ein paar Tagen habe ich mal die Saison 2009/10 hervor gekramt und die "alte" in die Weiten des datentechnischen Nirvana verabschiedet... sprich gelöscht!
DOCH WAS WAR DAS FÜR EIN JAHR?!?!!! Baby Duck, ihres Zeichens Schwester des Rekordmeisters, lieferte sich eine apokalyptische Prädiktionsschlacht mit seiner amtierenden Weltmeisterlichkeit himself! Da wurde erbarmungslos getippt, kognitiv analysiert bie sie Synapen glühten und, falls der andere mal einen Spieltag holte, zum nächsten dann erbarmungslos "zurückgetippt"! Welch Duell! Welch Spannung! Zu guter Letzt hatten wir alle unseren Meister in Baby Duck gefunden und vollkommen verdient darf sie den ehrenhaft erworbenen "FOXYMORPH KICKTIPP POKAL" *stellt euch eine angemessene Fanfare vor* für zunächst eine Saison ihr Eigen nennen. Doch, liebe Schwester, jetzt gehts wieder los! Die Gegnerschaft wetzt schon die Kicker - Bundesliga - Stecktabellen und bleckt die Zähne! Shun, der Olli (hoffentlich) und deine brüderliche Rekordmeisterlichkeit werden sich dir und deiner Titelverteidugung mit allem was wir haben in den Weg werfen! Also mach dich auf einen haten Kampf gefaßt! Denn auch ehrhaft erworbene Titel wollen verteidigt sein!
So, nun ist der Schlachtruf ertönt, der Titeltverteidiger angemessen gelobhudelt... was fehlt denn noch?!? Ach richtig, die Feststellung, daß es VERDAMMT NOCH MAL ZEIT WIRD, daß sich hier beim Tippspiel wieder was tut! Diese Sommermonate hat echt was gefehlt. Die Spannung war raus, zumal so ohne WM oder EM! Aber nun gehts ja wieder los, endlich! Hier nochmal die Fakten:
-Punkteregeln wie gehabt
-Bonusfragen sind die Selben
-Tippabgabe bis 5 Minuten vor Anpfiff
-Sonderfälle: Mail SMS oder sonstwas zeitnah an mich und ich trage nach... SONDERFÄLLE wohlgemerkt!
-Champions League (*hach*) kommt auch noch dazu
-Preis neben Ruhm und Ehre: DER Pokal!
-potentielle Neueinsteiger / WiedereinsteigerINNEN bitte an mich wenden zur Freischaltung! ;-)
Neuerung dieses Jahr: Es wird nen eigenen CL-Pokal geben, als kleinen Bruder des befringsten Gattusocups quasi!
Wenn die CL dann endlich steht, kommt noch die Bonusfrage nach ihrem Sieger hinzu. So, nun dürfte ja alles geklärt sein! Dann wetzt die Messer und auf ins Vergnügen!
PS: Baby Duck, pass mir gut auf den Pokal auf, den will ich wohl behalten wiederhaben... im Mai! *den Ibrahimovicmove mach* ;-)
Gott zum Gruße, werte Tippgemeinde! Wie jedes Jahr folgt zu Ehren des neu gestarteten Tippspiels auch 2009 anno domini ein kurzes Blogeinträgelchen zum Thema Rasensport! Vor ein paar Tagen habe ich mal die Saison 2009/10 hervor gekramt und die "alte" in die Weiten des datentechnischen Nirvana verabschiedet... sprich gelöscht!
DOCH WAS WAR DAS FÜR EIN JAHR?!?!!! Baby Duck, ihres Zeichens Schwester des Rekordmeisters, lieferte sich eine apokalyptische Prädiktionsschlacht mit seiner amtierenden Weltmeisterlichkeit himself! Da wurde erbarmungslos getippt, kognitiv analysiert bie sie Synapen glühten und, falls der andere mal einen Spieltag holte, zum nächsten dann erbarmungslos "zurückgetippt"! Welch Duell! Welch Spannung! Zu guter Letzt hatten wir alle unseren Meister in Baby Duck gefunden und vollkommen verdient darf sie den ehrenhaft erworbenen "FOXYMORPH KICKTIPP POKAL" *stellt euch eine angemessene Fanfare vor* für zunächst eine Saison ihr Eigen nennen. Doch, liebe Schwester, jetzt gehts wieder los! Die Gegnerschaft wetzt schon die Kicker - Bundesliga - Stecktabellen und bleckt die Zähne! Shun, der Olli (hoffentlich) und deine brüderliche Rekordmeisterlichkeit werden sich dir und deiner Titelverteidugung mit allem was wir haben in den Weg werfen! Also mach dich auf einen haten Kampf gefaßt! Denn auch ehrhaft erworbene Titel wollen verteidigt sein!
So, nun ist der Schlachtruf ertönt, der Titeltverteidiger angemessen gelobhudelt... was fehlt denn noch?!? Ach richtig, die Feststellung, daß es VERDAMMT NOCH MAL ZEIT WIRD, daß sich hier beim Tippspiel wieder was tut! Diese Sommermonate hat echt was gefehlt. Die Spannung war raus, zumal so ohne WM oder EM! Aber nun gehts ja wieder los, endlich! Hier nochmal die Fakten:
-Punkteregeln wie gehabt
-Bonusfragen sind die Selben
-Tippabgabe bis 5 Minuten vor Anpfiff
-Sonderfälle: Mail SMS oder sonstwas zeitnah an mich und ich trage nach... SONDERFÄLLE wohlgemerkt!
-Champions League (*hach*) kommt auch noch dazu
-Preis neben Ruhm und Ehre: DER Pokal!
-potentielle Neueinsteiger / WiedereinsteigerINNEN bitte an mich wenden zur Freischaltung! ;-)
Neuerung dieses Jahr: Es wird nen eigenen CL-Pokal geben, als kleinen Bruder des befringsten Gattusocups quasi!
Wenn die CL dann endlich steht, kommt noch die Bonusfrage nach ihrem Sieger hinzu. So, nun dürfte ja alles geklärt sein! Dann wetzt die Messer und auf ins Vergnügen!
PS: Baby Duck, pass mir gut auf den Pokal auf, den will ich wohl behalten wiederhaben... im Mai! *den Ibrahimovicmove mach* ;-)
Freitag, 10.07.2009
TALES FROM THE FOREST OF GNOMES
(Wolfmother)
Tief in den finsteren Wäldern wuchert so mach seltsam` Kraut! Und so mache Magd, in der Früh` vom Knecht zum Wasser holen an den Brunnen geschickt, fand ihr End` in der dunklen Wildnis! Jenseits der Stadtgrenzen wuchert das das Grauen, jenseits der Landesgrenzen gar noch schlimmeres Geäst! Und hinter diesem verbirgt sich nicht selten noch Schlimmeres, liebe Leut'! So nehmet` euch in Acht, wenn eure Haut euch lieb ist!
Lasset mich euch eine Geschichte erzählen; eine Geschichte voller Mysterien und geradezu beltzebub'scher Doppelzüngigkeit, aufdaß auch ihr zukünftig erkennet den schmalen Grat, welcher gar` köstlich Speis` vom Mordbub' trennet.
So begab es sich, daß ich dereinst durch die Wälder wandelte. Mannigfaltig Abenteuer überstehend, welche ich dank der Schärfe meines gar vortrefflich geschmiedeten Schwertes und nicht zuletzt Gottes Gunst, welche mir die Hand bei jedem Streich gegen die Unholde, Raubritter und Tagedieb` am Wegesrand führte, lebend überstand, gelangte ich auf krummen wegen ins Badenland. Im fernen Badenlande, so wisset meine Freunde, da gehen gar` seltsam Dinge vor, denen sich ein jeder Wanderer zu stellen hat. Mut`gen Herzens und die die Klinge halb gezückt trat sich dann auch ein in jene Wildnis, welche dem schwarzen Walde vorgelagert scheinet. Vernehmet' also meinen Bericht und staunet, Burschen!
In tiefster Nacht, meine Füße schmerzten und mein Geist war von Müdigkeit geplagt, gelangte ich an eine einsame Hütte. Auf mein Begehr` um Einlass hin öffnete mir eine holde Maid die Pforte und bot mir Speis und Trank sowie ein gar vortrefflich' Lager für die Nacht. Dankend nahm ich jene Geste des Großmutes an. Am Ofenfeuer berichtete mir die Maid dann von einem Wunderbrei, welchen nur sie zuzubereiten verstünde, dessen Name allerdings nicht ausgesprochen werden dürfe. Von Neugier geplagt bat ich sie, mir von dieser Köstlichkeit einen bescheidenen Happen zuzubereiten, freudig stimmte sie zu. Wie es der Zufall wollte, stand auf dem Herd noch ein köstlich dampfendes Geschirre an dessen erquickend` Inhalt ich mich zu laben getraute. Als der Topf gelehrt und mein Bauch gefüllt war, sprach ich:
"Holde Maid, zu kochen verstehet ihr für wahr! Nie aß ich solch wundersam' Dinge wie bei euch. Gänzlich unbekannt erscheinet es mir, was soeben meinen Gaumen erfreute!! Dabei kostete ich bereits von fast jeder Kreatur der Wiesen und der Wälder, nicht zu vergessen von jenem Wesen der Meere und Lüfte, aber solch seltsam Labsal genoß ich bis heut` noch nie! So verratet mir noch bitte, auf welchen Namen diese Kostbarkeit hört, damit ich die Kunde in die Welt hinaus tragen und ihren Ruhm verbreiten kann!"
Da blickte die Maid verschreckt auf und wortete ant: "Gern würd' ich, oh Wandersmann, aber es ist uns bei Todesstrafe untersagt auszusprechen jenes schändlich Wort." verstohlen flüsterte sie mir ins Ohr: "So ich den Namen nenne, rufe ich unversehens den finstersten Schrecken der Wälder herbei, welcher unglückseliger Weise den selben Namen trägt wie dieser gar himmlische Magenfüller. Ihn herauf zu beschwören wäre unser Tod, oh Pilger aus fernen Landen! Also schweiget, aufdaß der Troll des Grauens nicht erwachet aus seiner Modergruft und kommet um uns zu holen! Zu viele hat er schon dahingemetzelt ohn' Unterlass und Verstand!" Vom Heldenmut gepackt sprang ich auf, zog Dolch und Klinge aus dem Waffengurt und rief lauthals jenes Verhängnis aus dem Forste an, dessen Namen mir wohl bekannt war, sich mir zu stellen!
Unversehend verfinsterte sich die Nacht und die Kerzen erloschen. Ein tiefes Grollen erhob sich über die Wipfel und näherte sich mit bedrohlichem Schritt! Die quietschend Rüstung stolz am Leibe tragend harrte ich dem Unheil, welches unabwendbar nahte. Rot glühend trat es sodann aus dem Schatten des Waldes, jenes götzengleiche Monstrum! Ein finsterer Waldestroll, so groß wie drei Männer hoch sind, so stark wie mindestens 5 Stiere, so schwer wie 12 dicke Mönche und dennoch flink und wendig wie ein Wiesel! Die Haut verhornt, sodaß keines Sterblichen Pfeil sie zu durchdringen vermochte! Die wohl gut anderthalb Ellen langen Fangzähne in meine Richtung bleckend. Auf seinem Haupte ragten 2 diabolisch gespitzte Hörner in den Himmel und weder Schopf noch der Rest des höllenhaften Gesellen hatte wohl während der letzten drei dutzend Dekaden der Seife wohlig Essenzen verspüret! Es roch nach Hölle und Verderben nach Schwefel und Atheismus! Als es zu mir sprach, bemerkte ich die Schädel jener unglückseligen Bauersleut und Knechte, welche es sich als Zeichen seiner Gottlosigkeit in den dichten, strähnigen Bart geflochten hatte, nachdem jene ihm als grausig' Mahl gedient hatten! Die Gebeine wackelten und klapperten gar grausig bei jedem Wort im fettverklebten Bartkleid. Es sprach zu mir folgende Worte: "Du gedenkst dich mir zu stellen?! Du Wurm! Ich bin so groß wie drei Männer hoch sind, so stark wie mindestens 5 Mönche, so schwer wie 12 dicke Wiesel. Du Winzling forderst mich heraus? Nundenn, so sei es!" Während es die mächtige, schartige Streitaxt teuflisch durch die Lüfte schwang und seine schwarze Lederkluft dabei bedrohlich knarzte schleuderte ich ihm noch ein giftiges "Wohlan, oh strohdummer Unhold, begegne deinem Meister!" entgegen, bevor Axt und Klinge sich in einem Regen gelber Funken das erste Mal mit apokalypischem Dröhnen kreuzten!
Ganze vier Tage und siebenundzwanzig Nächte kämpften wir ohn` Unterlass und Pause in den Tiefen der badischen Märchewälder gegeneinander, wo Tag und Nacht keine Bedeutung haben und die Zeit verschwindet zwischen Stamm und Borke. Streich um Streich fügte ich dem Burschen klaffende Wunden bei, aber zu besiegen vermochte ich ihn nicht! Schließlich traf einer meiner Hiebe, kraftvoll geführt von kompromissloser Hand, das Monster am vernarbten Schädel, trennte eines der teuflischen Hörner ab und streckte es nieder! Wild sprudelten Fontänen schwarzen Blutes aus dem frisch erschaffenen Stumpfe und entweihten den Boden auf dem ich stand, schändeten die Luft die ich zu atmen gezwungen war! Ein Gestank erhob sich, wie ihn keine Menschenseel' gekannt und keine Nase je zu riechen vermocht hatte. Ich holte unverzagt mit gar wuchtiger Gewalt zum Todesstoße aus und trennte mit einem unverzagtem Streich des gloreichen Mutes dem Troll den Schädel vom Rumpfe ab! Ich hatte ihn besiegt, den sagenumwobenen, gefürchteten und finsteren BULGUR von BADEN!!!!
Tief in den finsteren Wäldern wuchert so mach seltsam` Kraut! Und so mache Magd, in der Früh` vom Knecht zum Wasser holen an den Brunnen geschickt, fand ihr End` in der dunklen Wildnis! Jenseits der Stadtgrenzen wuchert das das Grauen, jenseits der Landesgrenzen gar noch schlimmeres Geäst! Und hinter diesem verbirgt sich nicht selten noch Schlimmeres, liebe Leut'! So nehmet` euch in Acht, wenn eure Haut euch lieb ist!
Lasset mich euch eine Geschichte erzählen; eine Geschichte voller Mysterien und geradezu beltzebub'scher Doppelzüngigkeit, aufdaß auch ihr zukünftig erkennet den schmalen Grat, welcher gar` köstlich Speis` vom Mordbub' trennet.
So begab es sich, daß ich dereinst durch die Wälder wandelte. Mannigfaltig Abenteuer überstehend, welche ich dank der Schärfe meines gar vortrefflich geschmiedeten Schwertes und nicht zuletzt Gottes Gunst, welche mir die Hand bei jedem Streich gegen die Unholde, Raubritter und Tagedieb` am Wegesrand führte, lebend überstand, gelangte ich auf krummen wegen ins Badenland. Im fernen Badenlande, so wisset meine Freunde, da gehen gar` seltsam Dinge vor, denen sich ein jeder Wanderer zu stellen hat. Mut`gen Herzens und die die Klinge halb gezückt trat sich dann auch ein in jene Wildnis, welche dem schwarzen Walde vorgelagert scheinet. Vernehmet' also meinen Bericht und staunet, Burschen!
In tiefster Nacht, meine Füße schmerzten und mein Geist war von Müdigkeit geplagt, gelangte ich an eine einsame Hütte. Auf mein Begehr` um Einlass hin öffnete mir eine holde Maid die Pforte und bot mir Speis und Trank sowie ein gar vortrefflich' Lager für die Nacht. Dankend nahm ich jene Geste des Großmutes an. Am Ofenfeuer berichtete mir die Maid dann von einem Wunderbrei, welchen nur sie zuzubereiten verstünde, dessen Name allerdings nicht ausgesprochen werden dürfe. Von Neugier geplagt bat ich sie, mir von dieser Köstlichkeit einen bescheidenen Happen zuzubereiten, freudig stimmte sie zu. Wie es der Zufall wollte, stand auf dem Herd noch ein köstlich dampfendes Geschirre an dessen erquickend` Inhalt ich mich zu laben getraute. Als der Topf gelehrt und mein Bauch gefüllt war, sprach ich:
"Holde Maid, zu kochen verstehet ihr für wahr! Nie aß ich solch wundersam' Dinge wie bei euch. Gänzlich unbekannt erscheinet es mir, was soeben meinen Gaumen erfreute!! Dabei kostete ich bereits von fast jeder Kreatur der Wiesen und der Wälder, nicht zu vergessen von jenem Wesen der Meere und Lüfte, aber solch seltsam Labsal genoß ich bis heut` noch nie! So verratet mir noch bitte, auf welchen Namen diese Kostbarkeit hört, damit ich die Kunde in die Welt hinaus tragen und ihren Ruhm verbreiten kann!"
Da blickte die Maid verschreckt auf und wortete ant: "Gern würd' ich, oh Wandersmann, aber es ist uns bei Todesstrafe untersagt auszusprechen jenes schändlich Wort." verstohlen flüsterte sie mir ins Ohr: "So ich den Namen nenne, rufe ich unversehens den finstersten Schrecken der Wälder herbei, welcher unglückseliger Weise den selben Namen trägt wie dieser gar himmlische Magenfüller. Ihn herauf zu beschwören wäre unser Tod, oh Pilger aus fernen Landen! Also schweiget, aufdaß der Troll des Grauens nicht erwachet aus seiner Modergruft und kommet um uns zu holen! Zu viele hat er schon dahingemetzelt ohn' Unterlass und Verstand!" Vom Heldenmut gepackt sprang ich auf, zog Dolch und Klinge aus dem Waffengurt und rief lauthals jenes Verhängnis aus dem Forste an, dessen Namen mir wohl bekannt war, sich mir zu stellen!
Unversehend verfinsterte sich die Nacht und die Kerzen erloschen. Ein tiefes Grollen erhob sich über die Wipfel und näherte sich mit bedrohlichem Schritt! Die quietschend Rüstung stolz am Leibe tragend harrte ich dem Unheil, welches unabwendbar nahte. Rot glühend trat es sodann aus dem Schatten des Waldes, jenes götzengleiche Monstrum! Ein finsterer Waldestroll, so groß wie drei Männer hoch sind, so stark wie mindestens 5 Stiere, so schwer wie 12 dicke Mönche und dennoch flink und wendig wie ein Wiesel! Die Haut verhornt, sodaß keines Sterblichen Pfeil sie zu durchdringen vermochte! Die wohl gut anderthalb Ellen langen Fangzähne in meine Richtung bleckend. Auf seinem Haupte ragten 2 diabolisch gespitzte Hörner in den Himmel und weder Schopf noch der Rest des höllenhaften Gesellen hatte wohl während der letzten drei dutzend Dekaden der Seife wohlig Essenzen verspüret! Es roch nach Hölle und Verderben nach Schwefel und Atheismus! Als es zu mir sprach, bemerkte ich die Schädel jener unglückseligen Bauersleut und Knechte, welche es sich als Zeichen seiner Gottlosigkeit in den dichten, strähnigen Bart geflochten hatte, nachdem jene ihm als grausig' Mahl gedient hatten! Die Gebeine wackelten und klapperten gar grausig bei jedem Wort im fettverklebten Bartkleid. Es sprach zu mir folgende Worte: "Du gedenkst dich mir zu stellen?! Du Wurm! Ich bin so groß wie drei Männer hoch sind, so stark wie mindestens 5 Mönche, so schwer wie 12 dicke Wiesel. Du Winzling forderst mich heraus? Nundenn, so sei es!" Während es die mächtige, schartige Streitaxt teuflisch durch die Lüfte schwang und seine schwarze Lederkluft dabei bedrohlich knarzte schleuderte ich ihm noch ein giftiges "Wohlan, oh strohdummer Unhold, begegne deinem Meister!" entgegen, bevor Axt und Klinge sich in einem Regen gelber Funken das erste Mal mit apokalypischem Dröhnen kreuzten!
Ganze vier Tage und siebenundzwanzig Nächte kämpften wir ohn` Unterlass und Pause in den Tiefen der badischen Märchewälder gegeneinander, wo Tag und Nacht keine Bedeutung haben und die Zeit verschwindet zwischen Stamm und Borke. Streich um Streich fügte ich dem Burschen klaffende Wunden bei, aber zu besiegen vermochte ich ihn nicht! Schließlich traf einer meiner Hiebe, kraftvoll geführt von kompromissloser Hand, das Monster am vernarbten Schädel, trennte eines der teuflischen Hörner ab und streckte es nieder! Wild sprudelten Fontänen schwarzen Blutes aus dem frisch erschaffenen Stumpfe und entweihten den Boden auf dem ich stand, schändeten die Luft die ich zu atmen gezwungen war! Ein Gestank erhob sich, wie ihn keine Menschenseel' gekannt und keine Nase je zu riechen vermocht hatte. Ich holte unverzagt mit gar wuchtiger Gewalt zum Todesstoße aus und trennte mit einem unverzagtem Streich des gloreichen Mutes dem Troll den Schädel vom Rumpfe ab! Ich hatte ihn besiegt, den sagenumwobenen, gefürchteten und finsteren BULGUR von BADEN!!!!
Donnerstag, 02.07.2009
REVIVAL
(The Atomic Bitchwax)
Revivals sind sowas wie das Salz in der Suppe des Zeitgeistes. Mittlerweile ist das aber eine ziemlich vegane Suppe, die da vor sich hin blubbert. Stellen wir und das Ganze als so einen graugünen, blassen Einheitsbrei vor, der auf einem Biogasofen sanft vor sich hin zieht und dabei riecht wie eine Mischung aus Schweißfuß und Stinktier auf Brautschau.Darin sind Biotomaten und Weizenkeimlinge, jedoch keinerlei peppiges Coolness-Gewürz enthalten. Ein zerkochter Schleim, der den geistigen Asketen der Generation Sido unverständlicher Weise fortwährend als Inspiration für modische Verbrechen dient. Koste von der Pampe und deine Seele gehört Ed Hardy!
Seit ettlichen Jahren wird Jahrzehnt um Jahrzehnt, egal wie schrecklich es war, fröhlich aus der verdienten Versenkung empor gehoben und im Sinne oben erwähntes Zeitgeistes wieder aufgewärmt. Besonders schlimm war es damals, als die 80er wieder hervor geholt wurden. Hatte man dieses Jahrzehnt der optischen Sünde grade erfolgreich verdrängt, so wurde einem das Ausmaß der Katastrophe doch umso schmerzlicher wieder ins Bewußtsein gerufen. Plötzlich rammelten Hinz und Kunz wieder in MC-Hammer-Gedächtnishosen durch die Assitempel dieser Republik und hampelten sich zu den Black Eyed Peas die ecstacygeschwängerten Tanzbeine wund. Da war es nur konsequent, daß man auch die musikalischen Zombies dieser Zeit wieder schamlos reanimierte und solche Gestalten wie Aha oder diese komische Girls-just-wanna-have-fun-Tussi wieder den einen oder anderen Pseudohit produzierten, der am Ende auch nur wie eine Coverversion von sich selbst klang. Angeheizt wurde das dann alles wieder durch die passenden TV Shows, in denen Olli Geissen sich mit den üblichen Verdächteigen umgab und sie von "ihrer Zeit" erzählen ließ. Wäre ich in den 80ern Teenager gewesen und hätte diesen ganzen Kokolores mitverbrochen, ich würde mich schämen!!!! Verstecken würde ich mich und hoffen, daß das nicht raus kommt. Vielleicht würde ich mich auch in den Underground retten und mich zur Ehrenrettung auf die damalige Hair-Metal-Szene berufen, das ist nicht ganz so peinlich wie Typen, die sich ein weiß lackiertes Keyboard umschnallen und so tun als wäre das ne Gitarre. Aber ich würde mich GANZ BESTIMMT NICHT neben den Geissen setzen und so Sätze von mir geben wie "Modern Talking fanden wir alle damals soooo süüüüüß!" Igittigitt! Ist ja eklig!
Aber das Selbe ging dann ja auch mit den 90ern über die Bühne. Bedenkt man, daß die grauenhaften 80er sich zeitgeschichtlich wie eine Weltkriegsschuld verhalten (sie wirken verdammt lange nach), konnte man die erste Hälfte dieses Jahrzehnts ja auch eher knicken. Und die, die Modernd Torkeln auch da noch "sooo süüüß" fanden, die gehören nun wirklich langsam mal eingewiesen! Da waren so Leute wie David "Mauerfall" Hasselhoff "in". Irgendwie auch nicht viel besser als J.R. Ewing und seine Intrigantenbande... aber wenigstens hatte der ein cooles Auto!
Die 70er waren zwischenzeitlich auch mal dran und die Hippiemanie der 60er wird ohnehin in recht überschaubaren Intervallen neu ausgerufen. "Weltfrieden" ist ja auch zeitlos. Genauso wie dieses weichspülpädagogische Idealbild vom antiautoritär erzogenen Blag, wohin das alles führt, sieht man am Langhans mit seiner Gruftikommune, der auch im greisen Alter der Promiskuität weiterhin fleißig "die Stange hält".
Kurzum: Alles kommt wieder, interessanter Weise aber immer genau das, was man nun weiß Gott nicht nochmal erleiden will. Die guten Seiten der betreffenden Dekaden werden fleißig ausgeblendet, schließlich sind die nicht unbedingt Jamba-kompatibel. In den 70ern gings mit so Sachen wir ACDC oder Motörhead los, die 80er brachten Metallica und U2 hervor (viel mehr positives fällt mir aber auch nicht ein) und was aus Seattle in den 90ern über den großen Teich schwappte war musikalisch ohnehin über jeden Zweifel erhaben. In den späten 60ern gabs durchaus coole Autos und die Schnauzbartmode der obendrein kotelettengeschwängerten 70er war im Vergleich zur schwuchteligen Pseudo-Pimp-Schei*e von heute noch pures Testosteron! Warum also immer nur das aufwärmen, wofür man sich gestern noch meinte schämen zu müssen?!? Vielleicht, weil man genau diesen Schrott der verkommenen Jugend von heute besonders effektiv andrehen kann; aber die kaufen doch eh alles, sobald irgend ein Ochsenkecht es auf dem Bravo-Cover empfiehlt. Daß all die "Justins" und "Jacquelines" dabe einen höchst grenzdebilen Eindruck vermitteln, stört sie selber am aller wenigsten. Nee, ich versteh diesen ganzen Irrsin so langsam nicht mehr. Mal sehen, was die aus dem 2000ern machen, ich fürchte, das wird die "Nacht der lebenden Furbys". Zumindest wird sich das optisch so anfühlen... vom olfaktorischen Grauen eines Wiederauflebens der Metrosexualität ganz zu schweigen. Schreckliche Aussichten sind das!
Verzweifelt möchte ich nur ausrufen: Menschheit: Halt`ein! Revivals sind zwar schön und gut, aber das, was man uns da andrehen will ist doch zumeist genau der Kram, den die kulturelle Evolution schon längst aussortiert hat. Beispiel Musik: Motörhead rocken NOCH IMMER, ACDC sind seit 30 jahren schon unsterblich. Dagegen der viel zitierte "Synthie-Pop"? MEEEEP: anonymes Urnengrab auf dem Gottesacker der One-Hit-Wonder!
Aus den 60ern bleiben auch so manch` positive Eindrücke, alleine für die Inthronisierung der WGs sollte man den Hippies ja ewig dankbar sein. Und neben den heißen Schlitten und obercoolen Afro-Cops die in selbigen durch die TV-Gangviertel heizten bleiben von den späten 60er und 70er Jahren vor allem die Bärte in Erinnerung. Da sahen Männer noch aus wie Männer und nicht so, als würden sie heimlich Manolo Blaniks tragen! Ich grüße in diesem Zusammenhang abschließend all die (Schnurr-)Bartträger da draußen, die wie ich davon träumen in einem 69'er Ford Mustang Boss 302 (in apokalyptischem Schwarz) durch die Innenstädte zu fegen und sich dabei "Highway to Hell" reinzupfeifen während die Emos und Hobby-Sidos dieser Welt vor der Küherhaube und der knurrenden Motorleistung der Vernunft nur so zur Seite springen und unversehens geläutert werden! Besondere Grüße ergehen dabei an Jesse Hughes und seinen "Balken der Liebe" (nein, nicht was ihr gleich wieder denkt...)... HE`S THE KING! *Pommesgabel*
Revivals sind sowas wie das Salz in der Suppe des Zeitgeistes. Mittlerweile ist das aber eine ziemlich vegane Suppe, die da vor sich hin blubbert. Stellen wir und das Ganze als so einen graugünen, blassen Einheitsbrei vor, der auf einem Biogasofen sanft vor sich hin zieht und dabei riecht wie eine Mischung aus Schweißfuß und Stinktier auf Brautschau.Darin sind Biotomaten und Weizenkeimlinge, jedoch keinerlei peppiges Coolness-Gewürz enthalten. Ein zerkochter Schleim, der den geistigen Asketen der Generation Sido unverständlicher Weise fortwährend als Inspiration für modische Verbrechen dient. Koste von der Pampe und deine Seele gehört Ed Hardy!
Seit ettlichen Jahren wird Jahrzehnt um Jahrzehnt, egal wie schrecklich es war, fröhlich aus der verdienten Versenkung empor gehoben und im Sinne oben erwähntes Zeitgeistes wieder aufgewärmt. Besonders schlimm war es damals, als die 80er wieder hervor geholt wurden. Hatte man dieses Jahrzehnt der optischen Sünde grade erfolgreich verdrängt, so wurde einem das Ausmaß der Katastrophe doch umso schmerzlicher wieder ins Bewußtsein gerufen. Plötzlich rammelten Hinz und Kunz wieder in MC-Hammer-Gedächtnishosen durch die Assitempel dieser Republik und hampelten sich zu den Black Eyed Peas die ecstacygeschwängerten Tanzbeine wund. Da war es nur konsequent, daß man auch die musikalischen Zombies dieser Zeit wieder schamlos reanimierte und solche Gestalten wie Aha oder diese komische Girls-just-wanna-have-fun-Tussi wieder den einen oder anderen Pseudohit produzierten, der am Ende auch nur wie eine Coverversion von sich selbst klang. Angeheizt wurde das dann alles wieder durch die passenden TV Shows, in denen Olli Geissen sich mit den üblichen Verdächteigen umgab und sie von "ihrer Zeit" erzählen ließ. Wäre ich in den 80ern Teenager gewesen und hätte diesen ganzen Kokolores mitverbrochen, ich würde mich schämen!!!! Verstecken würde ich mich und hoffen, daß das nicht raus kommt. Vielleicht würde ich mich auch in den Underground retten und mich zur Ehrenrettung auf die damalige Hair-Metal-Szene berufen, das ist nicht ganz so peinlich wie Typen, die sich ein weiß lackiertes Keyboard umschnallen und so tun als wäre das ne Gitarre. Aber ich würde mich GANZ BESTIMMT NICHT neben den Geissen setzen und so Sätze von mir geben wie "Modern Talking fanden wir alle damals soooo süüüüüß!" Igittigitt! Ist ja eklig!
Aber das Selbe ging dann ja auch mit den 90ern über die Bühne. Bedenkt man, daß die grauenhaften 80er sich zeitgeschichtlich wie eine Weltkriegsschuld verhalten (sie wirken verdammt lange nach), konnte man die erste Hälfte dieses Jahrzehnts ja auch eher knicken. Und die, die Modernd Torkeln auch da noch "sooo süüüß" fanden, die gehören nun wirklich langsam mal eingewiesen! Da waren so Leute wie David "Mauerfall" Hasselhoff "in". Irgendwie auch nicht viel besser als J.R. Ewing und seine Intrigantenbande... aber wenigstens hatte der ein cooles Auto!
Die 70er waren zwischenzeitlich auch mal dran und die Hippiemanie der 60er wird ohnehin in recht überschaubaren Intervallen neu ausgerufen. "Weltfrieden" ist ja auch zeitlos. Genauso wie dieses weichspülpädagogische Idealbild vom antiautoritär erzogenen Blag, wohin das alles führt, sieht man am Langhans mit seiner Gruftikommune, der auch im greisen Alter der Promiskuität weiterhin fleißig "die Stange hält".
Kurzum: Alles kommt wieder, interessanter Weise aber immer genau das, was man nun weiß Gott nicht nochmal erleiden will. Die guten Seiten der betreffenden Dekaden werden fleißig ausgeblendet, schließlich sind die nicht unbedingt Jamba-kompatibel. In den 70ern gings mit so Sachen wir ACDC oder Motörhead los, die 80er brachten Metallica und U2 hervor (viel mehr positives fällt mir aber auch nicht ein) und was aus Seattle in den 90ern über den großen Teich schwappte war musikalisch ohnehin über jeden Zweifel erhaben. In den späten 60ern gabs durchaus coole Autos und die Schnauzbartmode der obendrein kotelettengeschwängerten 70er war im Vergleich zur schwuchteligen Pseudo-Pimp-Schei*e von heute noch pures Testosteron! Warum also immer nur das aufwärmen, wofür man sich gestern noch meinte schämen zu müssen?!? Vielleicht, weil man genau diesen Schrott der verkommenen Jugend von heute besonders effektiv andrehen kann; aber die kaufen doch eh alles, sobald irgend ein Ochsenkecht es auf dem Bravo-Cover empfiehlt. Daß all die "Justins" und "Jacquelines" dabe einen höchst grenzdebilen Eindruck vermitteln, stört sie selber am aller wenigsten. Nee, ich versteh diesen ganzen Irrsin so langsam nicht mehr. Mal sehen, was die aus dem 2000ern machen, ich fürchte, das wird die "Nacht der lebenden Furbys". Zumindest wird sich das optisch so anfühlen... vom olfaktorischen Grauen eines Wiederauflebens der Metrosexualität ganz zu schweigen. Schreckliche Aussichten sind das!
Verzweifelt möchte ich nur ausrufen: Menschheit: Halt`ein! Revivals sind zwar schön und gut, aber das, was man uns da andrehen will ist doch zumeist genau der Kram, den die kulturelle Evolution schon längst aussortiert hat. Beispiel Musik: Motörhead rocken NOCH IMMER, ACDC sind seit 30 jahren schon unsterblich. Dagegen der viel zitierte "Synthie-Pop"? MEEEEP: anonymes Urnengrab auf dem Gottesacker der One-Hit-Wonder!
Aus den 60ern bleiben auch so manch` positive Eindrücke, alleine für die Inthronisierung der WGs sollte man den Hippies ja ewig dankbar sein. Und neben den heißen Schlitten und obercoolen Afro-Cops die in selbigen durch die TV-Gangviertel heizten bleiben von den späten 60er und 70er Jahren vor allem die Bärte in Erinnerung. Da sahen Männer noch aus wie Männer und nicht so, als würden sie heimlich Manolo Blaniks tragen! Ich grüße in diesem Zusammenhang abschließend all die (Schnurr-)Bartträger da draußen, die wie ich davon träumen in einem 69'er Ford Mustang Boss 302 (in apokalyptischem Schwarz) durch die Innenstädte zu fegen und sich dabei "Highway to Hell" reinzupfeifen während die Emos und Hobby-Sidos dieser Welt vor der Küherhaube und der knurrenden Motorleistung der Vernunft nur so zur Seite springen und unversehens geläutert werden! Besondere Grüße ergehen dabei an Jesse Hughes und seinen "Balken der Liebe" (nein, nicht was ihr gleich wieder denkt...)... HE`S THE KING! *Pommesgabel*
Mittwoch, 01.07.2009
Nachricht an den SPAMHEINZ
<- JAJA, LOKALISIERTE VERSIONEN... WAS ICH DIESEN MIST SCHON VON MEINER KOMMENTARLEISTE GELÖSCHT HABE, UN-GLAUB-LICH! MIT DIESEM SEMI-LEGALEN ROTZ KANNST DU MIR MAL GESTOHLEN BLEIBEN, DU VOGEL!!!!!!
Donnerstag, 25.06.2009
IDIOTS PRAYER
(Nick Cave & the Bad Seeds)
Eigentlich wollte ich ja jetzt, da ich von der Arbeit heim gekehrt bin (endlich), nichts weiter machen, als in Ruhe mein Hähnchen vertilgen, Fussi kucken und mir ein bissel Stimmugnsmusik in den Player knallen. Aber dann machte ich einen Fehler! Klar, Fehler sind dazu da, daß man sie macht; nur muß man sie nicht unbedingt machen, wenn einem von einem weiteren Tag an der PC- Tastatur ohnehin das Nagelbett qualmt. Denn die Art von Fehler, die ich gerade begangen habe, ist nunmal in dieser Hinsicht besonders dämlich! Ich meldete mich mal eben beim studi.vz an und (ACHTUNG: nun kommt der eigentliche Fehlgriff) klickte auf die obligatorisch empfohlene Blödsinnsgruppe links!! Warum ich das tat? Naja, da stand irgendwas mit "Du Vogel"! Da dachte ich mir in meinem jugendlichen Übermut: Mann, das klingt witzig und vor allem bissel beknackt! Das mußt du dir mal anschauen! Also, ab zur Gruppe, ist ja praktischer Weise direkt verlinkt. Was ich da dann lesen mußte, war allerdings mal wieder bezeichnend für die, wie ich sie immer nenne "verkommene Jugend von heute"! Als Gruppenbeschreibung stand und steht da folgendes:
"Boah ich halte diese Gruppe hier für echt nötig, weil ich hasse diese Affen, die immer denken sie müssten mitreden, wenn man gar kein bock darauf hat.
Jeder kennt das! man ist sich am Unterhalten, will sich eigentlich nur ins Gespräch vertiefen, eine schöne diskussion führen und dann immer dieses Geräusch im Hintergrund...
Und meistens wissen die Leute dann noch alles besser oh mein gott fuckt das ab...
Also Leute in diesem Sinne " Einfach mal die Fresse halten ;)"
Na wenn das mal nicht ne krass fette Message ist, die da transportiert wird!!!! Den Namen dieses Verbalverbrechers kann man zwar einsehen, aber aus Humanitäts- und Datenschutzgründen nenne ich den mal lieber wertneutral "den Pfosten"! Jemand der so etwas verzapft, der hat doch kolossal einen an der Mumel! Interpunktion: MANGELHAFT! Orthographie (jaja, schlag`s ruhig nach, Kollege "Pfosten"): Beschissen! Vom Inhalt wollen wir mal gar nicht anfangen. Gesamtnote? Hat er sich eingentlich keine verdient! Vorläufiges Gesamtfazit: "Drogen sind schlimm, Hmmmkaaaay?!?"
Nehmen wir das also mal auseinander!
"Boah ich halte diese Gruppe hier für echt nötig, weil ich hasse diese Affen, die immer denken sie müssten mitreden, wenn man gar kein bock darauf hat."
Ja, auf die nächst höhere Evolutionsstufe ist man von Natur aus schlecht zu sprechen, durchaus verständlich! Aber was ist "Boah" denn für eine Einleitung!? Das klingt ja, als ob der legendäre Serienbatman aus den 60ern nen Schurken verwammst. Außerdem, wenn schon "Boah", dann entweder mit Komma danach, oder noch besser: mit anschließendem "ey". (Königsdisziplin im Übrigen: "Boah ey, Allllldaaaaaa!"). Daß "Pfosten" diese Gruppe für "nötig" hält, das ehrt ihn, aber unter der alphabetisierten Bevölkerung steht der mit der Meinung hoffentlich alleine da. Geht man zudem mal von ner halbwegs logischen Argumentationsstruktur aus, muß man sich fragen, was "obwohl man gar kein bock drauf hat" für eine Begründung ist. Erstmal, ist mit dem Bock (<- Achtung, NOMEN, mein lieber
Pfosten: NOOOOOOMEN!!!!) bereits das zweite Vieh in einem Satz repräsentiert und zweitens, was interessiert mich denn worauf der Typ "Bock hat"?!? Wenn der im "Real Life" genau so bemessert ist, wie er sich anhand von sechs Zeilen im virtuellen Raum selber darstellt, dann ist mir doch seine Bedürfnishierarchie total mumpe! Dann will ich nur noch, daß der WEG GEHT!!!
"Jeder kennt das! man (Anm. d. Autors: Und jetzt der Hammer:) ist sich am Unterhalten (...)."
... ist sich am Unterhalten! IST SICH AM UNTERHALTEN!!!!! Von meiner Freundin habe ich gelernt, daß da aus stilistischen Gründen noch ein "dran" dran gehört. Aber das, was der da fabriziert hat, ist doch ein Fanal; eine Kriegserklärung an die Sprache der Dichter und Denker! So ein Verbrecher!!! Wenn der sich "am Unterhalten dran ist", dann will ich lieber nicht in der Nähe sein; Fremdschämen ist nämlich auch irgendwie peinlich!
"(...) und dann immer dieses Geräusch im Hintergrund".
Ja nee, is`klar! Vielleicht mal die eine oder andere Pille weniger einwerfen, dann geht das auch wieder weg. Ansonsten immer schön mit dem Kopf gegen die Wand, glaub mir, das hilft!
"Und meistens wissen die Leute dann noch alles besser (...)"
Da würde ich mir mal Gedanken machen, Zufall kann das nicht sein, lieber "Pfosten"!
"oh mein Gott fuckt das ab!"
Das lasse ich einfach mal so stehen, werter Herr Verbalpoet. Entlarvender kann eine Aussage ja nicht sein! "... fuckt das ab!"... ICH GLAUB` ES HACKT?!?!!!!
"Also Leute in diesem Sinne " Einfach mal die Fresse halten ;)""
Ja, Ratschläge verteilen kann er ja der Genossen Obercool. "Fresse halten" ist ja schön und gut, aber wenn man auf Leute wie ihn hören würde, dann sprächen am Ende nur noch die Idioten! Im Sinne der Evolution kann sowas auch nicht sein. Hohlroller! Nee, sowas regt mich auf, wenn ausgerechnet die, die eigentlich ganz, ganz still sein müßten beim Thema die großen Töne spucken und dann auch noch ne Gruppe eröffnen und den Wahnsinn in die Welt tragen. Nee, das mußte jetzt mal raus... sowas regt mich auf!!
Eine Sache allerdings hat die Gruppenbeschreibung von Freund "Pfosten" mit der Weltliteratur dann doch gemein: Die wirklich weisen Worte sind immer die letzten!
Eigentlich wollte ich ja jetzt, da ich von der Arbeit heim gekehrt bin (endlich), nichts weiter machen, als in Ruhe mein Hähnchen vertilgen, Fussi kucken und mir ein bissel Stimmugnsmusik in den Player knallen. Aber dann machte ich einen Fehler! Klar, Fehler sind dazu da, daß man sie macht; nur muß man sie nicht unbedingt machen, wenn einem von einem weiteren Tag an der PC- Tastatur ohnehin das Nagelbett qualmt. Denn die Art von Fehler, die ich gerade begangen habe, ist nunmal in dieser Hinsicht besonders dämlich! Ich meldete mich mal eben beim studi.vz an und (ACHTUNG: nun kommt der eigentliche Fehlgriff) klickte auf die obligatorisch empfohlene Blödsinnsgruppe links!! Warum ich das tat? Naja, da stand irgendwas mit "Du Vogel"! Da dachte ich mir in meinem jugendlichen Übermut: Mann, das klingt witzig und vor allem bissel beknackt! Das mußt du dir mal anschauen! Also, ab zur Gruppe, ist ja praktischer Weise direkt verlinkt. Was ich da dann lesen mußte, war allerdings mal wieder bezeichnend für die, wie ich sie immer nenne "verkommene Jugend von heute"! Als Gruppenbeschreibung stand und steht da folgendes:
"Boah ich halte diese Gruppe hier für echt nötig, weil ich hasse diese Affen, die immer denken sie müssten mitreden, wenn man gar kein bock darauf hat.
Jeder kennt das! man ist sich am Unterhalten, will sich eigentlich nur ins Gespräch vertiefen, eine schöne diskussion führen und dann immer dieses Geräusch im Hintergrund...
Und meistens wissen die Leute dann noch alles besser oh mein gott fuckt das ab...
Also Leute in diesem Sinne " Einfach mal die Fresse halten ;)"
Na wenn das mal nicht ne krass fette Message ist, die da transportiert wird!!!! Den Namen dieses Verbalverbrechers kann man zwar einsehen, aber aus Humanitäts- und Datenschutzgründen nenne ich den mal lieber wertneutral "den Pfosten"! Jemand der so etwas verzapft, der hat doch kolossal einen an der Mumel! Interpunktion: MANGELHAFT! Orthographie (jaja, schlag`s ruhig nach, Kollege "Pfosten"): Beschissen! Vom Inhalt wollen wir mal gar nicht anfangen. Gesamtnote? Hat er sich eingentlich keine verdient! Vorläufiges Gesamtfazit: "Drogen sind schlimm, Hmmmkaaaay?!?"
Nehmen wir das also mal auseinander!
"Boah ich halte diese Gruppe hier für echt nötig, weil ich hasse diese Affen, die immer denken sie müssten mitreden, wenn man gar kein bock darauf hat."
Ja, auf die nächst höhere Evolutionsstufe ist man von Natur aus schlecht zu sprechen, durchaus verständlich! Aber was ist "Boah" denn für eine Einleitung!? Das klingt ja, als ob der legendäre Serienbatman aus den 60ern nen Schurken verwammst. Außerdem, wenn schon "Boah", dann entweder mit Komma danach, oder noch besser: mit anschließendem "ey". (Königsdisziplin im Übrigen: "Boah ey, Allllldaaaaaa!"). Daß "Pfosten" diese Gruppe für "nötig" hält, das ehrt ihn, aber unter der alphabetisierten Bevölkerung steht der mit der Meinung hoffentlich alleine da. Geht man zudem mal von ner halbwegs logischen Argumentationsstruktur aus, muß man sich fragen, was "obwohl man gar kein bock drauf hat" für eine Begründung ist. Erstmal, ist mit dem Bock (<- Achtung, NOMEN, mein lieber
Pfosten: NOOOOOOMEN!!!!) bereits das zweite Vieh in einem Satz repräsentiert und zweitens, was interessiert mich denn worauf der Typ "Bock hat"?!? Wenn der im "Real Life" genau so bemessert ist, wie er sich anhand von sechs Zeilen im virtuellen Raum selber darstellt, dann ist mir doch seine Bedürfnishierarchie total mumpe! Dann will ich nur noch, daß der WEG GEHT!!!
"Jeder kennt das! man (Anm. d. Autors: Und jetzt der Hammer:) ist sich am Unterhalten (...)."
... ist sich am Unterhalten! IST SICH AM UNTERHALTEN!!!!! Von meiner Freundin habe ich gelernt, daß da aus stilistischen Gründen noch ein "dran" dran gehört. Aber das, was der da fabriziert hat, ist doch ein Fanal; eine Kriegserklärung an die Sprache der Dichter und Denker! So ein Verbrecher!!! Wenn der sich "am Unterhalten dran ist", dann will ich lieber nicht in der Nähe sein; Fremdschämen ist nämlich auch irgendwie peinlich!
"(...) und dann immer dieses Geräusch im Hintergrund".
Ja nee, is`klar! Vielleicht mal die eine oder andere Pille weniger einwerfen, dann geht das auch wieder weg. Ansonsten immer schön mit dem Kopf gegen die Wand, glaub mir, das hilft!
"Und meistens wissen die Leute dann noch alles besser (...)"
Da würde ich mir mal Gedanken machen, Zufall kann das nicht sein, lieber "Pfosten"!
"oh mein Gott fuckt das ab!"
Das lasse ich einfach mal so stehen, werter Herr Verbalpoet. Entlarvender kann eine Aussage ja nicht sein! "... fuckt das ab!"... ICH GLAUB` ES HACKT?!?!!!!
"Also Leute in diesem Sinne " Einfach mal die Fresse halten ;)""
Ja, Ratschläge verteilen kann er ja der Genossen Obercool. "Fresse halten" ist ja schön und gut, aber wenn man auf Leute wie ihn hören würde, dann sprächen am Ende nur noch die Idioten! Im Sinne der Evolution kann sowas auch nicht sein. Hohlroller! Nee, sowas regt mich auf, wenn ausgerechnet die, die eigentlich ganz, ganz still sein müßten beim Thema die großen Töne spucken und dann auch noch ne Gruppe eröffnen und den Wahnsinn in die Welt tragen. Nee, das mußte jetzt mal raus... sowas regt mich auf!!
Eine Sache allerdings hat die Gruppenbeschreibung von Freund "Pfosten" mit der Weltliteratur dann doch gemein: Die wirklich weisen Worte sind immer die letzten!
Montag, 22.06.2009
THERE SHE GOES MY BEAUTIFUL WORLD
(Nick Cave & the Bad Seeds)
Hallöle alle zusammen. Auch wenns langsam nervt: aber der Onkel kommt mal wieder mit nem Konzertbericht um die Ecke. ;-) Irgendwie ist es ja schon erstaunlich, dieses Jahr 2009. Wer und was da alles vor allem wohin kommt... Hammer. Jedenfalls sind wir nun, spätestens seit Metallica, in die heiße Phase eingetreten. Und damit vor der großartigen Emiliana Torrini und den gottgleichen Messias-Rockern aus der Space-Needle-Metropole die Spannung auch über den Juni nicht nennenswert abflaut, wurde im Frühling die Chance gunutzt, ein musikalisches Brückentier der Extraklasse in den persönlichen Highlightkalender hinein zu pfropfen: Nick Cave and the Bad Seeds in der Jungen Garde Dresden!
Und so begab es sich denn dann auch, daß ich mich mit meiner Schwester mal wieder in den PWK schwang und wir am frühen Nachmittag des 21.06.2009 (btw: exakt 2 Jahre anch Pearl Jam in Düsseldorf :-D) zuerst Chemnitz und dann unverzagt die Landeshauptstadt ansteuerten. Die Wetterbedingungen machten zunächst eher wenig Hoffnung, daß wir den Abend trockenen Fußes überstehn könnten. Alleine was auf der A4 an Platzregen runter kam... abartig. Zwischenzeitlich mußte man aus optischen Gründen das Tempo auf 50 limitieren (man könnte auch sagen "bremsen", klingt aber doof!). Als wir dann, nach kurzer Fahrt in Dresden einrollten, war wenigstens das Auto sauber. Der Regen hatte sich zum Glück auch den einen oder anderen Gang zurück genommen und so konnten wir uns erst einmal der Wegfindeung widmen. Also unabhängig von unserem Orientierungssinn: Unter organisatorischen Gesichtspunkten haben die Dresdner ihr Kabuff aber nun mal wirklich nicht im Griff! Wir verzweifelten zunächst auf der Suche nach der "Caspar David Friedrich Straße" um sie dann schließlich zu finden. Mußten allerdings feststellen, daß dies nichtmal ansatzweise jene "Caspar Davis Freidrich Straße" war, die wir suchten und sie sinniger Weise in einer Sackgasse endete. Klasse... und nun?!? Immer der Nase nach und erstmal zu nächst größeren Hauptstraße; und siehe da: Die Kaschper-Avenue setzte sich förmisch aus dem Nichts kommend urplötzlich wieder als schicke, breite Hauptstraße fort. Was zunächst noch zwischen Mittelstandsvillen in der Bedeutungslosigkeit versackte, bekam nun wieder wegweisenden Charakter! Der Rest war dann einfach, der Weg fand sich förmlich von selbst. Aber mir bleibt trotzdem unergründlich, warum man im Elbflorenz ausgerechnet dieser Schnarchnase von einem Maler die offenbar mysteriöseste Straßenführung widmet. Wenn man sich des Kaschpers` Bilder mal ansieht, mag man eher unentwegt gähnen als sich genötigt zu fühlen, irgendwechen Rissen im Raum-Zeit -Kontinuum (und nichts anderes kann meiner Meinung nach als Entschuldigung für dieses städteplanerischen Humbug her halten) nachzujagen. Jedenfalls stellten wir dann das Gefährt in einer Seitenstraße ab. Da unser Eintreffen glücklicher Weise auch zeitlich mit dem endgültigen Abebben des Niederschlages korellierte (*hohoho... ein Traumsatz!*), konnten wir auch den Schirm im Auto lassen und uns gemütlich in Richtung Jung Garde aufmachen. Vor den Toren angekommen, warteten wir erstmal ein halbes Stündchen, bevor der Security-Sepp die Schleusen öffnete und wir uns von den drängelnden Massen.... Moment... falscher Text! Also der Sepp macht die Türe auf und alles chillt gesittet gen Eingang, so müßte das heißen. War wirklich entspannt das Ganze. Man schnieke halt so richtig mellow durch die Kontrollen (nichtmal anzüglich abgefummelt wurde man am Einlaß... ich fühlte mich mal wieder richtig "unevil" :-( ). Über den Umweg Merch-Stand (Ein Tourshirt mit 2 gekreuzten Knarren!!!! *yeah*. Da fühlt man sich gleich wieder "eviliger") nahmen wir dann erstmal die Location in Augenschein. Das ganze Ding ist so ne Mischung aus Wuhlheide und Karlsruher Schloss... nur halt jewals um 70% kleiner. Niedlich und sehr, sehr chick! Im abgesenkten Rund fand sich sogar Platz für einen Stehplatzbereich vor der Bühne... für etwa 50 Leute. Der Rest nahm dann auf optisch recht zweifelhaften, aber durchaus bequemen Holzbänken Platz. Wir hatten uns in etwa für die 10. Reihe (Sitzplatz) entschieden, sodaß aus niemand der Hardcore-Stehplätzler (bzw. seine Frisur... ) in die optische Quere kommen konnte. Positiv gilt dann noch heraus zu heben, daß man sich als Konzertbier auch ein angemessenes Kösti schmecken lassen konnte (und ließ). So verharrten wir ne Weile, bis sich die Garde so langsam füllte und mit Les Hommes Sauvage eine recht annehmbare Vorband die Bühne betrat. Musikalisch irgendwo zwischen Dresden Dolls und einem Quentin Tarantino Road-Movie-Soundtrack angesiedelt chansonierten sich die Dudes durchs Vorprogramm. Sehr nett, rockig und vor allem auch nen Schuß freakig! :-) Jedenfalls gestaltete man das ganze Einheizprogramm mit dermaßen viel Selbstironie un Witz, daß ichs schon fast wieder schade fand, daß die Kerle fertig waren. Aber half ja nix. Auf der Bühne wuselten sich die Umbau-Heinis `nen Wolf während über unseren Köpfen der Himmel wieder erblaute. Die Minuten verstrichen und alles wartete darauf, daß der große Meister des düster-makaberen Liedgutes mit seinen Schergen endlich die Bühne betreten möge! Als dann die Bühne entsprechend stand, dauerte es noch etwa 10 Minuten bis der Herr Cave mit seinen Bad Seeds hinter dem in farbenfrohem Schwarz gehaltenen Vorhang am hinteren Bühnenrand hervor trat und den Slalom durch die dicht gedrängt stehenden Instrumente antrat. Der aufbrandende Jubel ließ, mal an der Reaktion der Bandmitglieder gemessen, auch gleich mal keine Zweifel daran aufkommen, wer hier heute abend "Competition macht"! ;-)
Jedenfalls geriet der Eisntieg verhältnismäßig flott und eine der ersten Amtshandlugnen des Herrn Cave bestand darin, sich über de vorherrschende Helligkeit zu beschweren. Objektiv betrachtet hatte er auch Recht, Konzertbeginn ne Stunde später wäre gerade bei Nick Cave wohl athmosphärischer gewesen. Aber wie dem auch sei. Nachdem mit "Tupelo" ein flotter Auftakt geglückt war, gings (nach kleinen Problemen mit des Meisters Klampfe) direkt in "Dig Lazarus Dig" über. Unnötig zu erwähnen, daß mit dem ersten Takt ohnehin niemand mehr saß. Die folgenden 2 Stunden verbrachten wir alle stehend. Spätestens bei Red Right Hand merkte man, wie mit der zaghaft einsetzenden Dämmerung auch Band und Publikum langsam aufblühten und die ganze Sache ins Rollen kam! War wirklich schön mitzuerleben. Nick Cave hat, das wurde schon in der ersten halben Stunde klar, eine absolut teuflische Bühnenpräsenz! Während der Rest der Bad Seed, mal abgesehen vom Waldschrat an der E-Geige, brav an seinem Platz bleibt rammelt der teilweise wie von der Tarantel gestochen über die Bühne. Wild gestikulierend und mitunter mehr mit dem Habitus eines verschlagenen Geschichtenerzählers als dem eines Rockstars ausgestattet. Jedenfalls großartiges Konzert soweit! :-)
Etwas ruhigere Töne schlug man dann mit zwei meiner Wunschsongs an. Zunächst mit dem wunderbar melancholischen "Ship Song", dicht gefolgt von "Henry Lee". Ersterer war leider viel zu schnell vorbei und bei "Henry Lee" konnte auch die ganze Eindringlichkeit mit der Nick Cave ihn vortrug nicht dieses Gefühl übertünchen, daß da was Elementares fehlte. Da Tüpfelchen auf dem "i", nämlich seine Duettpartnerin PJ Harvey. Ließ sich aber leicht verschmerzen, denn man konnte ja nicht davon ausgehen, daß die gute Polly Jean ihrem Ex für einen Song aus dem anglikanischen Exil nachreiste. In der Folge jagte dann ein traumhaft vorgetragenes Highlight das Nächste, die voranschreitende Dunkelheit tat dem Konzert und sichtlich auch Nick Cave gut. Der Spagat zwischen Melancholie, Schwung und kontrollierter Anarchie gelang Cave und Co immer besser. Mein persönliches Highlight des Mainsets war dann eindeutig "Love Letter" von der wohl finstersten Scheibe der Seeds "And no More Shall we part". Nick Cave am Piano und der Song schwebte förmlich durch das weite Rund. Das Publikum verstummte, ja erstarrte förmlich bis zum letzten Ton des Songs um sich dann jubelnd zu bedanken. Schade, daß es die einzige Nummer von der Platte blieb. Zu gerne hätte ich "Halleluja" gehört, am Besten als Closer des ganzen Konzertes. Aber das blieb uns trotz "ruft-mir-was-zu-und-ich-schaue-mal-was-sich-machen-läßt-Zugabenteil" leider verwehrt. Aber man soll sich ja noch was aufheben fürs nächste Treffen!
Gegen Ende des Mainsets wurde dann mit dem "Weeping Song" und "There She goes my Beautiful World" noch zwei richtig tolle Nummern ausgepackt. Bevor ich es vergesse: "Stagger Lee" war der Hammer! Man spürte förmlich, wie Nick in dem Song aufging an dem Abend. Jedes Schimpfwort, jede Hasstirade sowie die Gewaltausbrüche des lyrischen Ichs (was habe ich das gehasst im Deutschunterricht) wurden zelebriert. Auch das im Live-Teil improvisierte Ende (Stichwort "Mord am Teufel") wurde nochmal so richtig genossen. Als die Band dann die Bühne verließ, wars angemessen dunkel und die 5 Minütchen bis zum Wiederbetreten überbrückte das Publikum mit Jubelstürmen, Nick Cave tat dies lässig mit ner Kippe, welche er dann beim Anmoderieren der Zugabe noch genüsslich zu Ende rauchte. Leider brach er ein Klavierstück nach den ersten Takten mit einem lapidaren "Fuck it!" ab und stieg dann in ein ordentlich schwungvolles Encore ein. Nach den wenigen Tönen zu urteilen hätte das durhaus "God is in the House" gewesen sein können, das uns da entging... OCH MENNO!!!!!! Begonnen wurde statt dessen mit "Breathless", der wohl beschwingteste und mit Abstand positivste Song des Abends. Am Ende stand die Extrawurst dem Hauptteil in nichts nach, wurde mitunter sogar noch schwungvoller rausgehauen. "Get ready for Love" kickte nochmal die Stimmung an bevor "We call upon the Author" zum Schluß nochmals die perfekte Mischung aus Genie und Wahnsinn transportierte.
Unterm Strich ein genialer Abend. Vor allem, weil man nach anfänglichen, tageslichtbedingten Anlaufschwierigkeiten am Ende genau das bekam, was man sich erhoffte und auch von Nick Cave und seinen Bad Seeds erwartet hat: perfektes Entertainment in der musikalischen Zwischenwelt. Eines der letzten großen Genies der Musikwelt! Einer von der Sorte, die man nicht kopieren kann, und die in ihrer Einzigartigkeit wohl noch bis ins hohe Alter ihren Platz in der Musiklandschaft haben werden. Ich sehe ihn, wie Johnny Cash damals, noch mit weit in die 70 an einem Klavier hocken und die Menge begeistern. Selbst wenn die noch so einzigartige und eindringliche Stimme dann gelitten haben wird, die Aura die diesen Mann umschwurbelt ist schier UNGLAUBLICH und wird ihn auch in 20 Jahren noch durch die Konzerte tragen, wenn er es denn will. Bis dahin müssen wir uns eigentlich keine Sorgen weiter machen, Nick Cave wird auch weiterhin konsequent an seiner eigenen Legende sticken und solche Abende wie gestern abliefern! Schade, daß es das einzige "alleinige" Konzert von ihm und seinen Bad Seeds war in diesem Jahr.Ein Abstecher zwischen der Festivaltour der Band, der sich am Ende sowohl für uns, wie auch für ihn gelohnt zu haben schien. Er fühlte sich sichtlich wohl und entledigte sich zu den Zugaben gar seines Maßanzuges... gut in Form für seine runden 50 Lenze kann man da nur konstatieren! Also wer jemals die Chance haben sollte ihn live zu sehen, den kann ich nur zuraten! So ein Konzert vergißt man nicht so schnell... die ganze Performance hat irgendwas Einzigartiges, dem man sich so ohne weiteres nicht entziehen kann. Ein Entertainer wider Willen! :-)
Hallöle alle zusammen. Auch wenns langsam nervt: aber der Onkel kommt mal wieder mit nem Konzertbericht um die Ecke. ;-) Irgendwie ist es ja schon erstaunlich, dieses Jahr 2009. Wer und was da alles vor allem wohin kommt... Hammer. Jedenfalls sind wir nun, spätestens seit Metallica, in die heiße Phase eingetreten. Und damit vor der großartigen Emiliana Torrini und den gottgleichen Messias-Rockern aus der Space-Needle-Metropole die Spannung auch über den Juni nicht nennenswert abflaut, wurde im Frühling die Chance gunutzt, ein musikalisches Brückentier der Extraklasse in den persönlichen Highlightkalender hinein zu pfropfen: Nick Cave and the Bad Seeds in der Jungen Garde Dresden!
Und so begab es sich denn dann auch, daß ich mich mit meiner Schwester mal wieder in den PWK schwang und wir am frühen Nachmittag des 21.06.2009 (btw: exakt 2 Jahre anch Pearl Jam in Düsseldorf :-D) zuerst Chemnitz und dann unverzagt die Landeshauptstadt ansteuerten. Die Wetterbedingungen machten zunächst eher wenig Hoffnung, daß wir den Abend trockenen Fußes überstehn könnten. Alleine was auf der A4 an Platzregen runter kam... abartig. Zwischenzeitlich mußte man aus optischen Gründen das Tempo auf 50 limitieren (man könnte auch sagen "bremsen", klingt aber doof!). Als wir dann, nach kurzer Fahrt in Dresden einrollten, war wenigstens das Auto sauber. Der Regen hatte sich zum Glück auch den einen oder anderen Gang zurück genommen und so konnten wir uns erst einmal der Wegfindeung widmen. Also unabhängig von unserem Orientierungssinn: Unter organisatorischen Gesichtspunkten haben die Dresdner ihr Kabuff aber nun mal wirklich nicht im Griff! Wir verzweifelten zunächst auf der Suche nach der "Caspar David Friedrich Straße" um sie dann schließlich zu finden. Mußten allerdings feststellen, daß dies nichtmal ansatzweise jene "Caspar Davis Freidrich Straße" war, die wir suchten und sie sinniger Weise in einer Sackgasse endete. Klasse... und nun?!? Immer der Nase nach und erstmal zu nächst größeren Hauptstraße; und siehe da: Die Kaschper-Avenue setzte sich förmisch aus dem Nichts kommend urplötzlich wieder als schicke, breite Hauptstraße fort. Was zunächst noch zwischen Mittelstandsvillen in der Bedeutungslosigkeit versackte, bekam nun wieder wegweisenden Charakter! Der Rest war dann einfach, der Weg fand sich förmlich von selbst. Aber mir bleibt trotzdem unergründlich, warum man im Elbflorenz ausgerechnet dieser Schnarchnase von einem Maler die offenbar mysteriöseste Straßenführung widmet. Wenn man sich des Kaschpers` Bilder mal ansieht, mag man eher unentwegt gähnen als sich genötigt zu fühlen, irgendwechen Rissen im Raum-Zeit -Kontinuum (und nichts anderes kann meiner Meinung nach als Entschuldigung für dieses städteplanerischen Humbug her halten) nachzujagen. Jedenfalls stellten wir dann das Gefährt in einer Seitenstraße ab. Da unser Eintreffen glücklicher Weise auch zeitlich mit dem endgültigen Abebben des Niederschlages korellierte (*hohoho... ein Traumsatz!*), konnten wir auch den Schirm im Auto lassen und uns gemütlich in Richtung Jung Garde aufmachen. Vor den Toren angekommen, warteten wir erstmal ein halbes Stündchen, bevor der Security-Sepp die Schleusen öffnete und wir uns von den drängelnden Massen.... Moment... falscher Text! Also der Sepp macht die Türe auf und alles chillt gesittet gen Eingang, so müßte das heißen. War wirklich entspannt das Ganze. Man schnieke halt so richtig mellow durch die Kontrollen (nichtmal anzüglich abgefummelt wurde man am Einlaß... ich fühlte mich mal wieder richtig "unevil" :-( ). Über den Umweg Merch-Stand (Ein Tourshirt mit 2 gekreuzten Knarren!!!! *yeah*. Da fühlt man sich gleich wieder "eviliger") nahmen wir dann erstmal die Location in Augenschein. Das ganze Ding ist so ne Mischung aus Wuhlheide und Karlsruher Schloss... nur halt jewals um 70% kleiner. Niedlich und sehr, sehr chick! Im abgesenkten Rund fand sich sogar Platz für einen Stehplatzbereich vor der Bühne... für etwa 50 Leute. Der Rest nahm dann auf optisch recht zweifelhaften, aber durchaus bequemen Holzbänken Platz. Wir hatten uns in etwa für die 10. Reihe (Sitzplatz) entschieden, sodaß aus niemand der Hardcore-Stehplätzler (bzw. seine Frisur... ) in die optische Quere kommen konnte. Positiv gilt dann noch heraus zu heben, daß man sich als Konzertbier auch ein angemessenes Kösti schmecken lassen konnte (und ließ). So verharrten wir ne Weile, bis sich die Garde so langsam füllte und mit Les Hommes Sauvage eine recht annehmbare Vorband die Bühne betrat. Musikalisch irgendwo zwischen Dresden Dolls und einem Quentin Tarantino Road-Movie-Soundtrack angesiedelt chansonierten sich die Dudes durchs Vorprogramm. Sehr nett, rockig und vor allem auch nen Schuß freakig! :-) Jedenfalls gestaltete man das ganze Einheizprogramm mit dermaßen viel Selbstironie un Witz, daß ichs schon fast wieder schade fand, daß die Kerle fertig waren. Aber half ja nix. Auf der Bühne wuselten sich die Umbau-Heinis `nen Wolf während über unseren Köpfen der Himmel wieder erblaute. Die Minuten verstrichen und alles wartete darauf, daß der große Meister des düster-makaberen Liedgutes mit seinen Schergen endlich die Bühne betreten möge! Als dann die Bühne entsprechend stand, dauerte es noch etwa 10 Minuten bis der Herr Cave mit seinen Bad Seeds hinter dem in farbenfrohem Schwarz gehaltenen Vorhang am hinteren Bühnenrand hervor trat und den Slalom durch die dicht gedrängt stehenden Instrumente antrat. Der aufbrandende Jubel ließ, mal an der Reaktion der Bandmitglieder gemessen, auch gleich mal keine Zweifel daran aufkommen, wer hier heute abend "Competition macht"! ;-)
Jedenfalls geriet der Eisntieg verhältnismäßig flott und eine der ersten Amtshandlugnen des Herrn Cave bestand darin, sich über de vorherrschende Helligkeit zu beschweren. Objektiv betrachtet hatte er auch Recht, Konzertbeginn ne Stunde später wäre gerade bei Nick Cave wohl athmosphärischer gewesen. Aber wie dem auch sei. Nachdem mit "Tupelo" ein flotter Auftakt geglückt war, gings (nach kleinen Problemen mit des Meisters Klampfe) direkt in "Dig Lazarus Dig" über. Unnötig zu erwähnen, daß mit dem ersten Takt ohnehin niemand mehr saß. Die folgenden 2 Stunden verbrachten wir alle stehend. Spätestens bei Red Right Hand merkte man, wie mit der zaghaft einsetzenden Dämmerung auch Band und Publikum langsam aufblühten und die ganze Sache ins Rollen kam! War wirklich schön mitzuerleben. Nick Cave hat, das wurde schon in der ersten halben Stunde klar, eine absolut teuflische Bühnenpräsenz! Während der Rest der Bad Seed, mal abgesehen vom Waldschrat an der E-Geige, brav an seinem Platz bleibt rammelt der teilweise wie von der Tarantel gestochen über die Bühne. Wild gestikulierend und mitunter mehr mit dem Habitus eines verschlagenen Geschichtenerzählers als dem eines Rockstars ausgestattet. Jedenfalls großartiges Konzert soweit! :-)
Etwas ruhigere Töne schlug man dann mit zwei meiner Wunschsongs an. Zunächst mit dem wunderbar melancholischen "Ship Song", dicht gefolgt von "Henry Lee". Ersterer war leider viel zu schnell vorbei und bei "Henry Lee" konnte auch die ganze Eindringlichkeit mit der Nick Cave ihn vortrug nicht dieses Gefühl übertünchen, daß da was Elementares fehlte. Da Tüpfelchen auf dem "i", nämlich seine Duettpartnerin PJ Harvey. Ließ sich aber leicht verschmerzen, denn man konnte ja nicht davon ausgehen, daß die gute Polly Jean ihrem Ex für einen Song aus dem anglikanischen Exil nachreiste. In der Folge jagte dann ein traumhaft vorgetragenes Highlight das Nächste, die voranschreitende Dunkelheit tat dem Konzert und sichtlich auch Nick Cave gut. Der Spagat zwischen Melancholie, Schwung und kontrollierter Anarchie gelang Cave und Co immer besser. Mein persönliches Highlight des Mainsets war dann eindeutig "Love Letter" von der wohl finstersten Scheibe der Seeds "And no More Shall we part". Nick Cave am Piano und der Song schwebte förmlich durch das weite Rund. Das Publikum verstummte, ja erstarrte förmlich bis zum letzten Ton des Songs um sich dann jubelnd zu bedanken. Schade, daß es die einzige Nummer von der Platte blieb. Zu gerne hätte ich "Halleluja" gehört, am Besten als Closer des ganzen Konzertes. Aber das blieb uns trotz "ruft-mir-was-zu-und-ich-schaue-mal-was-sich-machen-läßt-Zugabenteil" leider verwehrt. Aber man soll sich ja noch was aufheben fürs nächste Treffen!
Gegen Ende des Mainsets wurde dann mit dem "Weeping Song" und "There She goes my Beautiful World" noch zwei richtig tolle Nummern ausgepackt. Bevor ich es vergesse: "Stagger Lee" war der Hammer! Man spürte förmlich, wie Nick in dem Song aufging an dem Abend. Jedes Schimpfwort, jede Hasstirade sowie die Gewaltausbrüche des lyrischen Ichs (was habe ich das gehasst im Deutschunterricht) wurden zelebriert. Auch das im Live-Teil improvisierte Ende (Stichwort "Mord am Teufel") wurde nochmal so richtig genossen. Als die Band dann die Bühne verließ, wars angemessen dunkel und die 5 Minütchen bis zum Wiederbetreten überbrückte das Publikum mit Jubelstürmen, Nick Cave tat dies lässig mit ner Kippe, welche er dann beim Anmoderieren der Zugabe noch genüsslich zu Ende rauchte. Leider brach er ein Klavierstück nach den ersten Takten mit einem lapidaren "Fuck it!" ab und stieg dann in ein ordentlich schwungvolles Encore ein. Nach den wenigen Tönen zu urteilen hätte das durhaus "God is in the House" gewesen sein können, das uns da entging... OCH MENNO!!!!!! Begonnen wurde statt dessen mit "Breathless", der wohl beschwingteste und mit Abstand positivste Song des Abends. Am Ende stand die Extrawurst dem Hauptteil in nichts nach, wurde mitunter sogar noch schwungvoller rausgehauen. "Get ready for Love" kickte nochmal die Stimmung an bevor "We call upon the Author" zum Schluß nochmals die perfekte Mischung aus Genie und Wahnsinn transportierte.
Unterm Strich ein genialer Abend. Vor allem, weil man nach anfänglichen, tageslichtbedingten Anlaufschwierigkeiten am Ende genau das bekam, was man sich erhoffte und auch von Nick Cave und seinen Bad Seeds erwartet hat: perfektes Entertainment in der musikalischen Zwischenwelt. Eines der letzten großen Genies der Musikwelt! Einer von der Sorte, die man nicht kopieren kann, und die in ihrer Einzigartigkeit wohl noch bis ins hohe Alter ihren Platz in der Musiklandschaft haben werden. Ich sehe ihn, wie Johnny Cash damals, noch mit weit in die 70 an einem Klavier hocken und die Menge begeistern. Selbst wenn die noch so einzigartige und eindringliche Stimme dann gelitten haben wird, die Aura die diesen Mann umschwurbelt ist schier UNGLAUBLICH und wird ihn auch in 20 Jahren noch durch die Konzerte tragen, wenn er es denn will. Bis dahin müssen wir uns eigentlich keine Sorgen weiter machen, Nick Cave wird auch weiterhin konsequent an seiner eigenen Legende sticken und solche Abende wie gestern abliefern! Schade, daß es das einzige "alleinige" Konzert von ihm und seinen Bad Seeds war in diesem Jahr.Ein Abstecher zwischen der Festivaltour der Band, der sich am Ende sowohl für uns, wie auch für ihn gelohnt zu haben schien. Er fühlte sich sichtlich wohl und entledigte sich zu den Zugaben gar seines Maßanzuges... gut in Form für seine runden 50 Lenze kann man da nur konstatieren! Also wer jemals die Chance haben sollte ihn live zu sehen, den kann ich nur zuraten! So ein Konzert vergißt man nicht so schnell... die ganze Performance hat irgendwas Einzigartiges, dem man sich so ohne weiteres nicht entziehen kann. Ein Entertainer wider Willen! :-)
Mittwoch, 17.06.2009
THINKING OUT LOUD
(Emiliana Torrini)
"Selig sind die geistig Armen, denn ihnen ist das Himmelreich!" Das wußte schon Jesus... ob er allerdigs so genau wußte, was er da übertragen auf das 21. Jahrhundert verlangte; ich weiß es nicht! Ehrlich gesagt, will ich es auch gar nicht wissen! Denn wenn ausgerechnet all die Schakke-lines und Kevins der Neuzeit selig werden, dann bricht im Himmel bald der Bildungsnotstand aus. Und was für einer! Man braucht sich doch nur mal umzuschauen was da draußen so rumrennt und schon bekommt man es mit der Angst zu tun was einem dann im Jenseits mal blüht. Also wenn das dann da so weiter geht wie hier, dann nimmt das vernunftbegabte Wesen doch freiwillig und laut lachend die Ausfahrt zum Highway to Hell. Wir wollen das mal an einem konkreten Beispiel durchexerzieren!
Am 24.07.2009, einem Freitag, gibt sich Emiliana Torrini in Jena die Ehre und gibt in der Kulturarena ein kleines aber feines Gastspielchen. Zum sozialverträglichen Low-Budget-Preis von schlanken 13 Euro für uns Nicht(mehr)immatrikulierte. Bis vor 3 Wochen sah ich dem Event noch bedingungslos optimistisch entgegen... ja, freute mich richtig! Zumal das Dingen, von zwei Festivalauftritten abgesehen, auch noch das einzige Deutschlandterminchen (Solokonzert) ist. Da das Ganze zudem in einer klassischen Universitätsstadt und in der "Kulturarena" stattfindet, freute man sich auf ein friedliches Konzert, mit einer überdurchschnittlichen Dichte an intelligenten Leuten. Klingt gut, was?!? Zumal die Frau Torrini es trotz ihrer großartigen Musik irgendwie geschafft hat, in Deutschland als Geheimtipp zu gelten (immerhin hat sie schon den "Gollum Song" zu Herr der Ringe auf der Haben-Seite... da ist "unbekannt sein" schon ein Kunststück). Aber wie dem auch sei, vor besagten drei Wochen kam es den Machern von "Germanys Next dürre Klapperische" in den Sinn, daß man doch mit "Jungle Drum" mal eines ihrer Liedchen als Hintergrundmusik vergewaltigen könne. Der dadurch los getretene Hype um das Lied wird zwar dem Song selber gerecht (der ist nunmal klasse, aber das weiß meinereiner schon seit Januar) aber macht einem doch irgendwie Angst. Am letzten Wochenende blieb mir beim Grillen der halb gekaute Tierkadaver fast im Halse stecken, als im nebenbei vor sich hin dudelnden Radio eben jenes Jungle Drum anmoderiert wurde. Da war dann die Rede von der "super süßen Isländerin" die mit ihrem "schnuckeligen Turbohit" nicht nur "Zuschauer" von Heidis Brechreiz - Boulevard, sondern die ganze Rebublik "verzaubern" würde. Und daß es ne Isländerin ist, das kann man ja sowieso nicht glauben, aber dafür trüge halt ihr Vater die Verantwortung (das ist wie im Fußball... wenn man sich was nicht erklären kann, gibt man präventiv erstmal den Italienern die Schuld). *WÜÜÜÜÜÜÜRG* Die ganze Moderation war fein säuberlich darauf abgestimmt, all die Verwirrten weiter anzufixen, die schon beim Defilé der Brechreizbrazzen begeistert mitfieberten. Erstmal schnellstmöglich nen schönen Charthype aufbauen, damit das desorientierte Jungvolk auch ja nicht vom nächsten verhaltensgestörten Klingeltonviehch als Käuferschicht abgezogen wird (nach dem Hasen, dem Kücken und dem ganzen Schmonz wäre übrigens mal ein bisexuelles Wiesel mit Sprachfehler dran, daß die Nationalhymne Tuvalus furzt... finde ich zumindest). Apropos Klingelton: Mich gruselts bei dem Gedanken, daß Jungle Drum bald im Jamba Sparabo angeboten wird.
Auch wenn ich es der Emiliana von Herzen gönne, daß sie auch bei uns mal finanziell bissel was abräumt und jetzt den Erfolg einheimst, den sie schon mit den alten Alben verdient gehabt hätte, aber irgendwie will man sie auch nicht mit diesen Vollpfosten da draußen teilen müssen! Nee, das ist doof! Zumal es diese ganze Brut doch eh nach 3 Monaten zum nächsten Trend verschlägt... (Stichwort: bisexuelles Wiesel). Und, auch wenn die Typen alle dumm sind (und ich meine nicht diese romantisierte, sympathische Vorstellung von "dumm", nein, ich meine DUMM!!!), irgendwie tut es einem halt schon leid daß sie da grade so verwurstet wird, weil das einfach mal nicht die angepeilte Käuferschicht sein kann. Die Gefahr einer, nennen wir es mal "Zielgruppenannäherung" á la Nelly Furtado besteht bei Emiliana zwar ganz sicher nicht, aber man hat halt auch so seine Urängste! Eine davon ist halt bei mir, daß ich in Jena dann plötzlich mitten in einem Pulk kreischender Teenies stehe, die bis auf Jungle Drum schier keinen Song kennen und dann bei eben jenem Lied komplett abdrehen und kreischend irgendwelche Plüschviehcher auf die Bühne werfen. Am Ende hat das ganze intelligenzneutrale Pack dann auch noch seine inoffizielle Idiotenuniform an (Glitzerschädelshirt vom Hardy - Ed, schiefes Käppi und Pokemon-Frisur) und bemüht sich, trotz der nicht zu übersehenden Androgynität auch noch "hart" dreinzublicken. Schauder! Mit diesem Klientel möchte ich auf nem Konzert nix zu tun haben! Wir haben es hier schließlich mit einer Generation zu tun, die Jimmy Blue Ochsenknecht für einen "coolen Gangsta" hält... da siehts mit der geistigen Gesundheit eher mies aus; und zwar flächendeckend.
Bezeichnend ist ja auch, daß sich diese Heinis zwar fleißg die Singel kaufen bzw. downloaden (aktuell gesamt 10. Platz, Download-Charts gar 1.), aber das Album irgendwie komplett ignorieren. Schadenfreude ist in dem Fall aber angebracht, denn die wissen ja gar nicht, was ihnen da entgeht (oder besser: was vor ihnen verschont bleibt).
Nun haben wir so viel über die geistig Armen schwadroniert, daß ich irgendwie erleichtert bin (mußte halt mal raus), es mir aber auch wieder schwer fällt, den Bogen zurück zu schlagen zu Jesus. Hmm... wie gesagt, der hätte vielleicht sagen sollen " Selig sind die geistig Armen, denn ihnen ist das Himmelreich! - Diese Angaben sind, wie immer, ohne Gewähr!" Aber so... jetzt kommt er aus der Nummer nicht mehr raus! Armer Jesus... man muß sich mal vergegenwärtigen, daß er damals auch für die Sünden dieser Vögel gestorben ist. So langsam wird klar, daß das ne sehr, sehr, SEHR blutige Sache gewesen sein muß um das alles auch nur ansatzweise auszugleichen was die so verzapfen!
"Selig sind die geistig Armen, denn ihnen ist das Himmelreich!" Das wußte schon Jesus... ob er allerdigs so genau wußte, was er da übertragen auf das 21. Jahrhundert verlangte; ich weiß es nicht! Ehrlich gesagt, will ich es auch gar nicht wissen! Denn wenn ausgerechnet all die Schakke-lines und Kevins der Neuzeit selig werden, dann bricht im Himmel bald der Bildungsnotstand aus. Und was für einer! Man braucht sich doch nur mal umzuschauen was da draußen so rumrennt und schon bekommt man es mit der Angst zu tun was einem dann im Jenseits mal blüht. Also wenn das dann da so weiter geht wie hier, dann nimmt das vernunftbegabte Wesen doch freiwillig und laut lachend die Ausfahrt zum Highway to Hell. Wir wollen das mal an einem konkreten Beispiel durchexerzieren!
Am 24.07.2009, einem Freitag, gibt sich Emiliana Torrini in Jena die Ehre und gibt in der Kulturarena ein kleines aber feines Gastspielchen. Zum sozialverträglichen Low-Budget-Preis von schlanken 13 Euro für uns Nicht(mehr)immatrikulierte. Bis vor 3 Wochen sah ich dem Event noch bedingungslos optimistisch entgegen... ja, freute mich richtig! Zumal das Dingen, von zwei Festivalauftritten abgesehen, auch noch das einzige Deutschlandterminchen (Solokonzert) ist. Da das Ganze zudem in einer klassischen Universitätsstadt und in der "Kulturarena" stattfindet, freute man sich auf ein friedliches Konzert, mit einer überdurchschnittlichen Dichte an intelligenten Leuten. Klingt gut, was?!? Zumal die Frau Torrini es trotz ihrer großartigen Musik irgendwie geschafft hat, in Deutschland als Geheimtipp zu gelten (immerhin hat sie schon den "Gollum Song" zu Herr der Ringe auf der Haben-Seite... da ist "unbekannt sein" schon ein Kunststück). Aber wie dem auch sei, vor besagten drei Wochen kam es den Machern von "Germanys Next dürre Klapperische" in den Sinn, daß man doch mit "Jungle Drum" mal eines ihrer Liedchen als Hintergrundmusik vergewaltigen könne. Der dadurch los getretene Hype um das Lied wird zwar dem Song selber gerecht (der ist nunmal klasse, aber das weiß meinereiner schon seit Januar) aber macht einem doch irgendwie Angst. Am letzten Wochenende blieb mir beim Grillen der halb gekaute Tierkadaver fast im Halse stecken, als im nebenbei vor sich hin dudelnden Radio eben jenes Jungle Drum anmoderiert wurde. Da war dann die Rede von der "super süßen Isländerin" die mit ihrem "schnuckeligen Turbohit" nicht nur "Zuschauer" von Heidis Brechreiz - Boulevard, sondern die ganze Rebublik "verzaubern" würde. Und daß es ne Isländerin ist, das kann man ja sowieso nicht glauben, aber dafür trüge halt ihr Vater die Verantwortung (das ist wie im Fußball... wenn man sich was nicht erklären kann, gibt man präventiv erstmal den Italienern die Schuld). *WÜÜÜÜÜÜÜRG* Die ganze Moderation war fein säuberlich darauf abgestimmt, all die Verwirrten weiter anzufixen, die schon beim Defilé der Brechreizbrazzen begeistert mitfieberten. Erstmal schnellstmöglich nen schönen Charthype aufbauen, damit das desorientierte Jungvolk auch ja nicht vom nächsten verhaltensgestörten Klingeltonviehch als Käuferschicht abgezogen wird (nach dem Hasen, dem Kücken und dem ganzen Schmonz wäre übrigens mal ein bisexuelles Wiesel mit Sprachfehler dran, daß die Nationalhymne Tuvalus furzt... finde ich zumindest). Apropos Klingelton: Mich gruselts bei dem Gedanken, daß Jungle Drum bald im Jamba Sparabo angeboten wird.
Auch wenn ich es der Emiliana von Herzen gönne, daß sie auch bei uns mal finanziell bissel was abräumt und jetzt den Erfolg einheimst, den sie schon mit den alten Alben verdient gehabt hätte, aber irgendwie will man sie auch nicht mit diesen Vollpfosten da draußen teilen müssen! Nee, das ist doof! Zumal es diese ganze Brut doch eh nach 3 Monaten zum nächsten Trend verschlägt... (Stichwort: bisexuelles Wiesel). Und, auch wenn die Typen alle dumm sind (und ich meine nicht diese romantisierte, sympathische Vorstellung von "dumm", nein, ich meine DUMM!!!), irgendwie tut es einem halt schon leid daß sie da grade so verwurstet wird, weil das einfach mal nicht die angepeilte Käuferschicht sein kann. Die Gefahr einer, nennen wir es mal "Zielgruppenannäherung" á la Nelly Furtado besteht bei Emiliana zwar ganz sicher nicht, aber man hat halt auch so seine Urängste! Eine davon ist halt bei mir, daß ich in Jena dann plötzlich mitten in einem Pulk kreischender Teenies stehe, die bis auf Jungle Drum schier keinen Song kennen und dann bei eben jenem Lied komplett abdrehen und kreischend irgendwelche Plüschviehcher auf die Bühne werfen. Am Ende hat das ganze intelligenzneutrale Pack dann auch noch seine inoffizielle Idiotenuniform an (Glitzerschädelshirt vom Hardy - Ed, schiefes Käppi und Pokemon-Frisur) und bemüht sich, trotz der nicht zu übersehenden Androgynität auch noch "hart" dreinzublicken. Schauder! Mit diesem Klientel möchte ich auf nem Konzert nix zu tun haben! Wir haben es hier schließlich mit einer Generation zu tun, die Jimmy Blue Ochsenknecht für einen "coolen Gangsta" hält... da siehts mit der geistigen Gesundheit eher mies aus; und zwar flächendeckend.
Bezeichnend ist ja auch, daß sich diese Heinis zwar fleißg die Singel kaufen bzw. downloaden (aktuell gesamt 10. Platz, Download-Charts gar 1.), aber das Album irgendwie komplett ignorieren. Schadenfreude ist in dem Fall aber angebracht, denn die wissen ja gar nicht, was ihnen da entgeht (oder besser: was vor ihnen verschont bleibt).
Nun haben wir so viel über die geistig Armen schwadroniert, daß ich irgendwie erleichtert bin (mußte halt mal raus), es mir aber auch wieder schwer fällt, den Bogen zurück zu schlagen zu Jesus. Hmm... wie gesagt, der hätte vielleicht sagen sollen " Selig sind die geistig Armen, denn ihnen ist das Himmelreich! - Diese Angaben sind, wie immer, ohne Gewähr!" Aber so... jetzt kommt er aus der Nummer nicht mehr raus! Armer Jesus... man muß sich mal vergegenwärtigen, daß er damals auch für die Sünden dieser Vögel gestorben ist. So langsam wird klar, daß das ne sehr, sehr, SEHR blutige Sache gewesen sein muß um das alles auch nur ansatzweise auszugleichen was die so verzapfen!
Montag, 25.05.2009
CREEPING DEATH
(Met(a)llica)
Hallöchen! Hier ist er wieder, euer Hirte in schweren Zeiten. Die mentale Arche Noah des Blödsinns, welche euch zu geleiten gedenkt durch die Fluten des sinnleeren Alltags. Hindurch durch Meere anspruchslosen Schwachsinns, welcher durch die medialen Schleusen geleitet unser aller Leben zu umspülen droht! Gestern wars schon schlimm, von heute will ich gar nicht erst reden und morgen; ja MORGEN siehts dann aber nu wirklich GANZ GANZ finster aus!!! Zumindest wenn es so weiter geht!
Nun mag der eine oder andere primär die viel zitierte Wirtschafts- und Bankenkrise im Hinterkopf haben... aber das ist erst der Anfang! Der Ursprung allen Übels wenn man so will. Nur mal nebenbei: Wenn hier Abermilliarden an den Finanzmärkten "verbrannt" werden oder "verloren" gehen, sei die Frage gestattet: Wohin eigentlich!? Im Physikunterricht habe ich mal gelernt "Energie geht nicht verloren, sie wird immer nur umgewandelt!" Und hatte man das Sprüchlein nicht auf Abruf griffbereit: SECHS, SETZEN! Mit Geld sollte es doch ähnlich sein sollte man meinen. Geld geht nicht verloren, es wird immer nur umgewandelt. Grad eben habe ich zum Beispiel 1.69 Euronen mittels des Reaktionskatalysators "ALDI" in 8 Batterien umgewandelt! Toll, was? Das Geld liegt jetzt beim ALDI-Heinz im Kassenapparat und wartet auf ... na egal. Jedenfalls ist es bedauerlicherweise nicht mehr meines und somit uninteressant. Am Finanzmarkt scheint das alles etwas anders zu funktionieren, da hätte ich für meine 1,69€ vor nem Jahr vielleicht noch ne 6985215 qm Wohnung im 71.Stock des Empire State Buildings bekommen, inklusive Schirmchendrink zur Begrüßung, jetzt kommt man sich so vor, als ob sich der ALDI-Markt sobald man das Geld auf den Tisch legt spontan dematerialisiert. Nebst der Kohle versteht sich... und die Socken nimmt er auch gleich noch mit. Jedenfalls scheint sich in diesem Fall Geld irgendwie seltsam umzuwandeln... nämlich in "nichts". Ein beschissener Deal wenn ihr mich fragt!
Aber egal, diesen abgedrehten Handelsplatz für hochgradige Simulakren (hoho - Soziologenscherz) versteht eh keiner mehr. VIEL VIEL SCHLIMMER nimmt sich da doch die andere Apokalyse aus, die unweigerlich auf uns zurollt. Oder zu zurollen droht... geau genommen "zu zurollen drohte"... oder noch besser "die in einem Worst-Case-Szenario, das von mützenstrickenden Aliens in rosa Windeln handgeklöppelt wurde, eventuell hätten eintreten können". Dir Rede ist von der Schweinegrippe! Man mag sich ja fragen, wo das noch alles hin führt. Vogelgrippe, Schweinegrippe... Kinderkrippe!!! (OK, ich gebe zu, der war schwach...) Jedenfalls tauchte das Ding medial auf und man meinte, daß uns wiedermal die ultimative Pandemie drohte. Chaos auf den Straßen in Folge der mangelnden Impfstoffversorgung bahnte sich an, Plünderungen, gewaltsame Regierungsumstürze!!! Ja, sogar die Machtübernahme eines Militärregimes im Vatikan schien denkbar. Aber was passierte??? Nüscht! Hier und da fiel ein grippal geplagter Eber von der Zuchtsau und blieb liegen, aber sonst... sonst war das mal wieder die übliche Panikmache. An dieser Stelle muss meinerseits nochmal erwähnt werden, daß der erste Verdachtsfall in Deutschland ausgerechnet in jenem Phantom auftrat, welches da unter dem Namen "Bielefeld" schon seit Jahren durch die Gazetten der aufgeklärten Menschheit geistert. Mal nebenbei: Bei den Vöglen sehe ich ja noch ein, wie so ein Virus plötzlich mitten in Deutschland auftauchen kann, aber ich hab noch nie ein "Zugschwein" über Deutschland fliegen und sein Häufchen über dessen Kernland fallen lassen sehen um seine Artgenossen anzustecken.
Natürlich zerschlug sich der Verdacht, aber der Samen des Mißtrauens war in den Geist eines wankelmütigen Volkes von Drama-Queens (sorry, aber genau das sind wir) gepflanzt worden. Und die Saat ging schneller auf als der Mond in der Polarnacht! Angeheizt von investigativen Schlagzeilen der Anspruchsmedien ("Die TODESGRIPPE kommt") oder entsprechenden Onlineumfragen ("Killergrippe - Haben sie Angst?") erstarrte ein 82 Mio - Staat in Ehrfurcht vor einem Virus. Einem ziemlich mickrigen Virus, wenn man bedenkt daß Ebola - Infizierte, die meinten irgendwo im Kongo nen Gorilla streicheln zu müssen um anschließend todkrank ins heimische Bottrop zurück zu kehren, und ihr Quarantäne-Siechtum lediglich unter "Vermischtes" landen. Ganz gleich, wie vielen Flugbegleitern sie ihren blutigen Auswurf herzhaft ins Gesicht genießt haben.
Warum sollte man auch vernünftig reagieren, wenns doch so viel Spaß macht hysterisch schreiend im Kreis zu laufen!?
Das Perfideste an der Schweinegrippen - Bombe ist ja, daß sie mitten in die beginnende Grillsaison hinein platzte! Fu*k!!!! Was soll man denn dann noch auf den glühend heißen Rost legen und über den orange glimmenden Kohlen butzeln lassen, wenn nach Kuh und Huhn nun auch unser aller Hausschwein komprimitiert ist?!? Große Scheiße! Gemüsespieße wären eine Lösung, können aber als solche auch nicht wirklich ernst genommen werden. Zumindest nicht von mir! Fisch wäre die andere Variante, aber da die nicht niesen können, würde uns die am Horizont heraufziehende "Fischgrippe - H5N24" wohl aus heiterem Himmel und somit nur um so vernichtender treffen! Die einzigen, denen das gefallen wird, das sind die Veganer. Kann mir richtig vorstellen wie diese blassen, ausgemärgelten Gestalten mit einem schadenfrohen Grinsen vor ihrem Teller angewelkter Beilagen sitzen und sich die vom Skorbut gezeichneten Knochenfinger reiben um ihren vermeintlichen Endsieg zu feiern. Wahrscheinlich denken diese "Mein Freund das Rind" - Aktivisten sogar, daß ihnen jetzt alle Bundesbürger reuhmütig in die kulinarische Selbstkasteiung folgen. So gaga kann man auch nur sein, ein einem die tierischen Eiweiße fehlen!
Da mir das ganze Bohei allerdings egal ist, wird auch weiterhin das eine oder andere Nutztier-Leichenteil auf dem Grillrost landen. Schon bei Kuh und Huhn hat sich dieses "Auslöffeln" der Krise bewährt, da kanns beim Schwein auch nicht falsch sein. Zumal es ja um die Schweinegrippe verdächtig ruhig geworden ist. Keine Meldungen über pestilenzartige Verlustquoten an Einwohnerzahlen kommen den vollmundigen Ankündigungen hinterher geschossen, nichtmal aus "Bielefeld" wird irgend ein weiterer "Verdachtsfall" gemeldet! Kafkaesk!
Also Jungs und Mädels, laßt euch nicht verrückt machen; Schweinefleisch ist gut! Schweinefleisch ist unser Freund! Blickt weiterhin liebevoll auf euere Schnitzel herab, bevor ihr sie in die Friteuse werft und der zartrosa Schimmer der breitgeklopften Muskelfasern wird euch zuflüstern: "Ja, oh großmächtiger Verzehrer, ich will es doch auch! PANIER` MICH"!
Und dann, oh Bürger, tu`wie dir geheißen und danke dem dahin geschiedenen Viehch für sein Opfer. Denn es gab sein Leben um dir einen grippefreien Gaumenschmauß zu bereiten! Und so verwerfe er den Rucola und greife er an seiner Statt zum Kotelett!
Denn, sein wir mal ehrlich: Veganismus (nee, das klingt noch zu wenig nach Störung oder Krankheit *grübel*...) "Veganie" (schon besser) ist keine Lösung! Für mich persönlich wäre das im wahrsten Sinne des Wortes "Zwangsernährung"!
P.S.: Irgendwie bin ich stolz darauf, daß ich "Rucola" erst nachschlagen mußte! ;-)
Hallöchen! Hier ist er wieder, euer Hirte in schweren Zeiten. Die mentale Arche Noah des Blödsinns, welche euch zu geleiten gedenkt durch die Fluten des sinnleeren Alltags. Hindurch durch Meere anspruchslosen Schwachsinns, welcher durch die medialen Schleusen geleitet unser aller Leben zu umspülen droht! Gestern wars schon schlimm, von heute will ich gar nicht erst reden und morgen; ja MORGEN siehts dann aber nu wirklich GANZ GANZ finster aus!!! Zumindest wenn es so weiter geht!
Nun mag der eine oder andere primär die viel zitierte Wirtschafts- und Bankenkrise im Hinterkopf haben... aber das ist erst der Anfang! Der Ursprung allen Übels wenn man so will. Nur mal nebenbei: Wenn hier Abermilliarden an den Finanzmärkten "verbrannt" werden oder "verloren" gehen, sei die Frage gestattet: Wohin eigentlich!? Im Physikunterricht habe ich mal gelernt "Energie geht nicht verloren, sie wird immer nur umgewandelt!" Und hatte man das Sprüchlein nicht auf Abruf griffbereit: SECHS, SETZEN! Mit Geld sollte es doch ähnlich sein sollte man meinen. Geld geht nicht verloren, es wird immer nur umgewandelt. Grad eben habe ich zum Beispiel 1.69 Euronen mittels des Reaktionskatalysators "ALDI" in 8 Batterien umgewandelt! Toll, was? Das Geld liegt jetzt beim ALDI-Heinz im Kassenapparat und wartet auf ... na egal. Jedenfalls ist es bedauerlicherweise nicht mehr meines und somit uninteressant. Am Finanzmarkt scheint das alles etwas anders zu funktionieren, da hätte ich für meine 1,69€ vor nem Jahr vielleicht noch ne 6985215 qm Wohnung im 71.Stock des Empire State Buildings bekommen, inklusive Schirmchendrink zur Begrüßung, jetzt kommt man sich so vor, als ob sich der ALDI-Markt sobald man das Geld auf den Tisch legt spontan dematerialisiert. Nebst der Kohle versteht sich... und die Socken nimmt er auch gleich noch mit. Jedenfalls scheint sich in diesem Fall Geld irgendwie seltsam umzuwandeln... nämlich in "nichts". Ein beschissener Deal wenn ihr mich fragt!
Aber egal, diesen abgedrehten Handelsplatz für hochgradige Simulakren (hoho - Soziologenscherz) versteht eh keiner mehr. VIEL VIEL SCHLIMMER nimmt sich da doch die andere Apokalyse aus, die unweigerlich auf uns zurollt. Oder zu zurollen droht... geau genommen "zu zurollen drohte"... oder noch besser "die in einem Worst-Case-Szenario, das von mützenstrickenden Aliens in rosa Windeln handgeklöppelt wurde, eventuell hätten eintreten können". Dir Rede ist von der Schweinegrippe! Man mag sich ja fragen, wo das noch alles hin führt. Vogelgrippe, Schweinegrippe... Kinderkrippe!!! (OK, ich gebe zu, der war schwach...) Jedenfalls tauchte das Ding medial auf und man meinte, daß uns wiedermal die ultimative Pandemie drohte. Chaos auf den Straßen in Folge der mangelnden Impfstoffversorgung bahnte sich an, Plünderungen, gewaltsame Regierungsumstürze!!! Ja, sogar die Machtübernahme eines Militärregimes im Vatikan schien denkbar. Aber was passierte??? Nüscht! Hier und da fiel ein grippal geplagter Eber von der Zuchtsau und blieb liegen, aber sonst... sonst war das mal wieder die übliche Panikmache. An dieser Stelle muss meinerseits nochmal erwähnt werden, daß der erste Verdachtsfall in Deutschland ausgerechnet in jenem Phantom auftrat, welches da unter dem Namen "Bielefeld" schon seit Jahren durch die Gazetten der aufgeklärten Menschheit geistert. Mal nebenbei: Bei den Vöglen sehe ich ja noch ein, wie so ein Virus plötzlich mitten in Deutschland auftauchen kann, aber ich hab noch nie ein "Zugschwein" über Deutschland fliegen und sein Häufchen über dessen Kernland fallen lassen sehen um seine Artgenossen anzustecken.
Natürlich zerschlug sich der Verdacht, aber der Samen des Mißtrauens war in den Geist eines wankelmütigen Volkes von Drama-Queens (sorry, aber genau das sind wir) gepflanzt worden. Und die Saat ging schneller auf als der Mond in der Polarnacht! Angeheizt von investigativen Schlagzeilen der Anspruchsmedien ("Die TODESGRIPPE kommt") oder entsprechenden Onlineumfragen ("Killergrippe - Haben sie Angst?") erstarrte ein 82 Mio - Staat in Ehrfurcht vor einem Virus. Einem ziemlich mickrigen Virus, wenn man bedenkt daß Ebola - Infizierte, die meinten irgendwo im Kongo nen Gorilla streicheln zu müssen um anschließend todkrank ins heimische Bottrop zurück zu kehren, und ihr Quarantäne-Siechtum lediglich unter "Vermischtes" landen. Ganz gleich, wie vielen Flugbegleitern sie ihren blutigen Auswurf herzhaft ins Gesicht genießt haben.
Warum sollte man auch vernünftig reagieren, wenns doch so viel Spaß macht hysterisch schreiend im Kreis zu laufen!?
Das Perfideste an der Schweinegrippen - Bombe ist ja, daß sie mitten in die beginnende Grillsaison hinein platzte! Fu*k!!!! Was soll man denn dann noch auf den glühend heißen Rost legen und über den orange glimmenden Kohlen butzeln lassen, wenn nach Kuh und Huhn nun auch unser aller Hausschwein komprimitiert ist?!? Große Scheiße! Gemüsespieße wären eine Lösung, können aber als solche auch nicht wirklich ernst genommen werden. Zumindest nicht von mir! Fisch wäre die andere Variante, aber da die nicht niesen können, würde uns die am Horizont heraufziehende "Fischgrippe - H5N24" wohl aus heiterem Himmel und somit nur um so vernichtender treffen! Die einzigen, denen das gefallen wird, das sind die Veganer. Kann mir richtig vorstellen wie diese blassen, ausgemärgelten Gestalten mit einem schadenfrohen Grinsen vor ihrem Teller angewelkter Beilagen sitzen und sich die vom Skorbut gezeichneten Knochenfinger reiben um ihren vermeintlichen Endsieg zu feiern. Wahrscheinlich denken diese "Mein Freund das Rind" - Aktivisten sogar, daß ihnen jetzt alle Bundesbürger reuhmütig in die kulinarische Selbstkasteiung folgen. So gaga kann man auch nur sein, ein einem die tierischen Eiweiße fehlen!
Da mir das ganze Bohei allerdings egal ist, wird auch weiterhin das eine oder andere Nutztier-Leichenteil auf dem Grillrost landen. Schon bei Kuh und Huhn hat sich dieses "Auslöffeln" der Krise bewährt, da kanns beim Schwein auch nicht falsch sein. Zumal es ja um die Schweinegrippe verdächtig ruhig geworden ist. Keine Meldungen über pestilenzartige Verlustquoten an Einwohnerzahlen kommen den vollmundigen Ankündigungen hinterher geschossen, nichtmal aus "Bielefeld" wird irgend ein weiterer "Verdachtsfall" gemeldet! Kafkaesk!
Also Jungs und Mädels, laßt euch nicht verrückt machen; Schweinefleisch ist gut! Schweinefleisch ist unser Freund! Blickt weiterhin liebevoll auf euere Schnitzel herab, bevor ihr sie in die Friteuse werft und der zartrosa Schimmer der breitgeklopften Muskelfasern wird euch zuflüstern: "Ja, oh großmächtiger Verzehrer, ich will es doch auch! PANIER` MICH"!
Und dann, oh Bürger, tu`wie dir geheißen und danke dem dahin geschiedenen Viehch für sein Opfer. Denn es gab sein Leben um dir einen grippefreien Gaumenschmauß zu bereiten! Und so verwerfe er den Rucola und greife er an seiner Statt zum Kotelett!
Denn, sein wir mal ehrlich: Veganismus (nee, das klingt noch zu wenig nach Störung oder Krankheit *grübel*...) "Veganie" (schon besser) ist keine Lösung! Für mich persönlich wäre das im wahrsten Sinne des Wortes "Zwangsernährung"!
P.S.: Irgendwie bin ich stolz darauf, daß ich "Rucola" erst nachschlagen mußte! ;-)
Dienstag, 19.05.2009
OSLO BLOODBATH
(Turbonegro)
Wiedermal ein Fundstück... einfach anklicken, aufrufen und die Eskalation genießen! :-D DAS BESTE KOMMT ZUM SCHLUß!!!!!!
Viel Spaß!
Mich räumt`s weg!
Wiedermal ein Fundstück... einfach anklicken, aufrufen und die Eskalation genießen! :-D DAS BESTE KOMMT ZUM SCHLUß!!!!!!
Viel Spaß!
Mich räumt`s weg!
Samstag, 16.05.2009
HARD TO IMAGINE
(Pearl Jam)
Yeeehawww....! Ich wollte hiermit nur mal die Welt der uneingeschränkten Spinnerei und des Wunschdenkens betreten, aber dann stellte ich fest, dass ich hier von der Realität von übermorgen spreche und mit wurde realistisch!
Nix verstanden? Macht nüscht! Der Papa erklärts euch gleich, also nehmt mal alle fein platz, schnappt euch ein Schnitzel und hört zu! :-)
Der April ist ja mal wieder so ein Monat der Ungewissheit und des Rätselratens gewesen. Angestachelt von unser aller TenClub, der mal wieder Gerüchte streute, Hinweise dezent zurück hielt und am Ende aber doch irgendwie durchschaut wurde. Seit die Ankündigung des neuen Pearl Jam Albums irgendwann letztes Jahr behutsam durch irgendwelche Regionalsender in Seattle forciert wurde, geriet die Spekulationslawine in gewohnter Manier ins Rollen. (Mittlerweile sollen ja 14 Songs im Kasten sein um auf dem Avocado-Nachfolger die Fanbase zu verzücken.) Da nun jeder Musikliebhaber die Gesetze des Marktes kennt, wurde zunächst die gute, alte Kausalkette bemüht um sich die Zukunft zusammen zu phantasieren: Album führt zur Tour! War ja auch wahrscheinlich, dass man im Hause Pearl Jam nicht nochmal auf die äußerst schmackhafte Schnapsidee einer Just-for-Fun Rundreise durch die Arenen dieser Welt ohne aktuelles Material im Gepäck kommt. Also glühten sie heiß, die Ideenschmieden der Band-Propheten. Aussie-Tour ist ja wohl mal wieder Pflicht, in Südamerika sollte man sich auch mal wieder blicken lassen und der Süden der USA wurde zuletzt ja auch eher stiefmütterlich behandelt. Wo da noch für das arme, mickrige Europa Platz sein sollte? Irgendwann im Herbst 2010! Eher nicht! Da war man sich sicher! Ja, man konnte mitunter das Gefühl bekommen, dass die ganze Entwicklung mit einer generellen Skepsis betrachtet wurde. Aber spätestens als dann Mitte / Ende April diesen Jahres der TenClub mal wieder das beliebte Vogel - Spielchen spielte, drehten eh wieder alle am Rad!
Für alle, die nicht so brachial einen an der Klatsche haben wie ich, wenn es um diese Band geht, sei das mal erläutert: Der Fanclub gibt, sobald was größeres ansteht (Tourankündigung, Bekanntgabe Albumrelease oder sonstwas Geniales) immer im offiziellen Forum (dem Insider unter anderem unter dem Decknamen “Message Pit” bekannt) seit Jahren ein und die selbe grenzdebile Nachricht bekannt. Sinngemäß hat sich dem Verfasser dieses Beitrages jeweils irgend ein “little birdy” aufs Schulterchen gesetzt und gesungen (in Mafiakreisen läge der Flattermann bei “bei die Fische”). Mehr als “haltet mal die Augen und Ohren offen, in den nächsten Tagen kommt was Großes!” hat das Vieh aber nicht zu sagen! Eigentlich ne gute Nachricht, aber da der Kollege nie was Definitives zwitschert, hat sich sein Ruf in der Gemeinde mittlerweile irgendwo um den absoluten Nullpunkt eingepegelt. Jedenfalls kam diese Ankündigung wieder rein, nachdem schon Eddie einige Solo-Konzis bekannt gegeben hatte, gingen die Vermutungen erstmal Richtung Album Release oder ner schmucken US-Tour (:-P)! So langsam machten sich dann aber doch Gerüchte über europäische Termine breit. Auch da steuerten die Vermutungen dann wieder in genau jene Richtung, die zwar wahrscheinlich, am Ende dann aber gnadenlos falsch war! Statt der vermuteten Festival-Auftritte gabs dann doch eine Mini-Tour durch Europa, bestehend auch vier Konzerten im August. Organisatorisch war aber auch diese Bekanntgabe typisch TenClub: die kam einen Tag, nachdem sie angekündigt war und der Kartenvorverkauf startete zu allem Überfluß DIREKT nach Bekanntgabe!
Hier erstmal die Termine:
2009-08-13
Sportspaleis Ahoy
Rotterdam, Netherlands
2009-08-15
Wuhlheide
Berlin, Germany
2009-08-17
Manchester Evening News Arena
Manchester, England
2009-08-18
O2 Arena
London, UK
Na, ich hab doch gesagt: Klein, aber fein! Jedenfalls war in einer Telefonkonferenz zwischen Karlsruhe, Jena und dem malerischen Sunshine-State Chemnitz dann schnell der Zuschlag für TC - Tix für Berlin klar gemacht. Nochmal vielen Dank an Jule für die angemessen zügige Informationspolitik! :-)
Das eigentlich Fiese bei der ganzen Sache war ja mal wieder, dass die Information “Berlin, 15. August” schon ein paar Tage vorher durchsickerte (ja, wenns um Konzerttermine geht, hat die Jamily ein Ohr an jeder Veranstaltertür! ;-) ). So wurde dies sowohl auf meiner Heimatplattform (vitalogy.de) etwas verklausuliert angedeutet (http://www.vitalogy.de/nc/nachrichten/ansicht/detail/25/april/2009/artikel//21/bericht-aus-berlin.html) ; bzw dann schonungslos offen, ja fast schon exibizionistisch dirket über einen eventim-twitter (hier nachzulesen: http://twitter.com/eventimblog/status/1620314129) . Nunja, Karten waren gesichert (man sollte bei Fanclubkarten ja erbarmungslos zuschlagen, solange die da sind).
An diesem Tag stand also fest, dass es nach Berlin geht, zu viert und in angemessener Huldigungstracht! Hach, was freue ich mich da schon drauf! Da werden direkt Erinnerungen an jenen unvergesslichen Septembertag im September wach!! Septembriger gings ja schon gar nicht mehr! Wie wir da doch den ganzen Tag im warmen Sonnenlicht eines malerischen Spätsommertages vor dem Eingangstor rumlungerten (wir hatten es damals nicht zum Olymp der TC - Tickets geschafft, weshalb wir es einfach mal 9 Stunden vor Einlaß da waren). NATÜRLICH waren wir so ziemlich die Ersten und NATÜRLICH schafften wir es somit in die erste Welle! :-) Was danach kam, kann gerne nachgelesen werden, steht auch hier drinne (meine Fresse... soooooo lange belästige ich euch schon mit diesem Blogg?!? Wahnsinn!). Jedenfalls wird uns das mit der frühen Anreise in Berlin wohl diesmal (theoretisch) erspart bleiben. Der TC - Einlaß garantiert uns ja, dass wir ein viertel Stündchen vor dem Fußvolk, vor dem Pöbel, dem Mob (*fg* ;-) ) in die Wuhlheide gelassen werden. :-D! Ja, das wird ne feine Sache!
Aber der Onkel Even wäre nicht der Onkel Even, wenn ihm im Jahre 2009, wo gewissermaßen die Rahmenbedingungen stimmen, nicht nach noch nem Konzi zumute gewesen wäre! Das Problem der Urlaubs-Verlagerung war schnell besprochen und mindestens ebenso schnell gelöst. Ich möchte aber festgehalten wissen, dass Jule mich in meinem blinden Fanatismus unterstützte! Die Idee mit Holland wurde von mir vielleicht eher gedacht, am Telefon arttikulierte sie sie aber zuerst. Da die Gegenwehr meinerseits erwartungsgemäß gering ausfiel, stand einem Ausbau der Tourpläne nix mehr im Wege. Ergo: Rotterdam wurde ins Auge gefasst! Problematisch war allerdings die Ticket-Situation, die TC-Tix waren schon weg und der offizielle VVK, naja, sagen wir mal “Chaos” war da noch ein Euphemismus! Jedenfalls schnallte ich mich da vorm Rechner fest, registrierte mich bei eventim.nl und wartet den Nachmittag darauf, dass halbwegs brauchbare Tickets aufkreuzten. Ein Geduldsspiel! Aber letzten Endes schlug ich dann zu, als zwei nette Sitzplatzkarten erste Reihe der Sitzränge in unmittelbarer Bühnennähe zu haben waren und SCHUPP!!!!! Ich nehm` die halbe Tour mit! ;-) Zu erwähnen ist noch, dass es zwar etwas seltsam, aber durchaus machbar ist sich in dieser Goudasprache zurecht zu finden (Die Option “Englisch” haben die natürlich nicht! Überhaupt scheinen die Holländer ziemlcih anglophob, denn bei der HP der Ahoy Arena existiert die Option zwar, allerdings kann man dann nix mehr anklicken! ;-) Man surft dann quasi auf einem übersetzen Screenshot!
Es ist zwar komisch, mir ein PJ-Konzert auf einem Sitzplatz vorzustellen. Aber 1. Besser als gar nicht dabei und 2. Hat der Gedanke auch irgend was sehr reizvolles! Ich lasse das einfach mal auf mich zukommen und hoffe, dass ich den ganzen Spaß mal so RICHTIG genießen kann! :-) Außerdem war ich noch nie in Holland (ich muß mir noch schnell ein deutsches Nationalmannschaftstrikot von Bernd Hölzenbein besorgen fällt mir dabei auf *fg*). Na egal. Jedenfalls geht da die Tour los und das macht die Veranstaltung nur umso interessanter! Wenn ich so recht drüber nachdenke, ist das schon doof, dass man noch 3 Monate auf dem Trockenen sitzt und fiebern muß. Oder darf man fiebern? Hmm... eigentlich gehört diese Vorfreude ja auch dazu. Zumal mich die Aussicht auf das Berlin-Konzert 2006 (Damals wurden die Tix schon ein halbes Jahr vorher verschachert) ja teilweise quasi über die Diplomarbeit gerettet hat). Also packe ich mal die Vorfreude aus!
Unklar sind nun noch ganze zwei Hauptfragen! 1. Vorbands, und 2. Die Setlists. Beides kommt selbstredend vor jedem Konzert auf und während Nr. 1 meist schon ein paar Wochen, wenn nicht gar Monate im Vorfeld beantwortet wird, wird Nr. 2 erst im Laufe des Abends geklärt. Normalerweise!!! Denn mein Kung-Fu ist so mächtig, dass ich all diese elementaren Fragen, auf die selbst ein Stephen Hawking keine Antwort aus der Nußschale zaubern kann, mit links beantworte. So höret denn her und lauschet den Worten des großen Meisters, welcher euch von einer Zukunft berichten wird; einer Zukunft so leuchtend schön und soundstartk, dass ihr es nicht für möglich halten werdet!
Fangen wir mal in Rotterdam an! Rotterdam wird das Erste Konzi, die Rückkehr quasi! Als Vorband werden (endlich mal) die “Strokes” fungieren! Man hats endlich mal geschafft beide unter einen Hut zu bringen! Die Setlist wird wie folgt aussehen:
Main Set:
1 Jeremy
2 Go
3 Why Go
4 Habit
5 Even Flow (mit Drumsolo bitte)
6 Inside Job
7 You Are
8 Better Man
9 Nothingman
10 Leather Man
11 Man of the Hour
12 Spin the Black Circle
13 NEW SONG!!!!!!
14 Rearviewmirror
15 Not for You (14 und 15 am Stück... BÜDDE!)
16 Blood
17 Alive
Encore 1
18 Present Tense (mein Present Tense... hehe! Muß einfach nochmal sein nach Berlin 06)
19 Long Road
20 Black (Daugher Tag... hehe)
21 Crazy Mary
Encore 2
22 Gods Dice
23 Comatose
24 Baba O`Riley
25 Yellow Ledbetter
Encore 3 (lauthals eingefordert vom Publikum)
26 Indifference
Für Berlin hab ich mir da Folgendes vorgestellt: Nach der Vorband, welche angemessener Weise die BEATSTEAKS sind (dann stehen die nicht wie 2006 unten mit uns im FOS - Bereich rum ;-) ), werden die Götter die Planken des Ruhmes betreten und uns mit folgendem Programm erfreuen:
Preset (wollte ich schon immer mal eines erleben):
0 Eddie "Blue Red and Grey"
Main Set:
1 Release (Wäre der WAHNSINN! Ich sage nur: Arnheim 2006 - Bootleg!!!!!!!)
2 Comatose
3 Hail Hail
4 WWS
5 Corduroy
6 Mankind (LET STONE SING!!! LET STONE SING!!!!)
7 Down
8 Even Flow
9 I got Shit
10 Oceans
11 Gone
12 Leash
13 Blood
14 Life Wasted
15 Satans Bed
16 Glorified G (Sorry Klenne, aber du hast die Wahl: DAS oder Come Back *sic*)
17 Once
encore 1:
18 Wash
19 Cloe Dancer / Crown of Thorns
20 Daugher (mit It`s OK Tag)
21 Nothing as it Seems
22 Fuckin Up
encore 2:
23 Smile
24 Love Reign o' er me (Squeeze-Box als Tag eingebaut)
25 Education
26 Keep on Rockin`
27 Immortality
So, noch Fragen Kienzle?!? :-) Ende August können wir ja mal Bilanz ziehen und vergleichen wo ich, was zugegebener Maßen höchst unwahrscheinlich ist, daneben lag. Die Teilnehmenden Konzertbesucher, insbesondere jene, die mit mir unterwegs sein werden (ja kleine Schwester, du auch) können ja mal kurz ihre Zustimmung zu den Setlists kund tun! Von mir auch auch alternative Entwerfen! :-)
PS: Der Fakt, daß außer Berlin alles Indoor stattfindet, spricht wohl dafür, daß den Jungs die Wuhlheide generell fetzt; außerdem haben wir 2006 die Hütte einfach mal so unglaublich GEROCKT, daß PJ nicht mehr dran vorbei kommen in Zukunft! ;-)

Yeeehawww....! Ich wollte hiermit nur mal die Welt der uneingeschränkten Spinnerei und des Wunschdenkens betreten, aber dann stellte ich fest, dass ich hier von der Realität von übermorgen spreche und mit wurde realistisch!
Nix verstanden? Macht nüscht! Der Papa erklärts euch gleich, also nehmt mal alle fein platz, schnappt euch ein Schnitzel und hört zu! :-)
Der April ist ja mal wieder so ein Monat der Ungewissheit und des Rätselratens gewesen. Angestachelt von unser aller TenClub, der mal wieder Gerüchte streute, Hinweise dezent zurück hielt und am Ende aber doch irgendwie durchschaut wurde. Seit die Ankündigung des neuen Pearl Jam Albums irgendwann letztes Jahr behutsam durch irgendwelche Regionalsender in Seattle forciert wurde, geriet die Spekulationslawine in gewohnter Manier ins Rollen. (Mittlerweile sollen ja 14 Songs im Kasten sein um auf dem Avocado-Nachfolger die Fanbase zu verzücken.) Da nun jeder Musikliebhaber die Gesetze des Marktes kennt, wurde zunächst die gute, alte Kausalkette bemüht um sich die Zukunft zusammen zu phantasieren: Album führt zur Tour! War ja auch wahrscheinlich, dass man im Hause Pearl Jam nicht nochmal auf die äußerst schmackhafte Schnapsidee einer Just-for-Fun Rundreise durch die Arenen dieser Welt ohne aktuelles Material im Gepäck kommt. Also glühten sie heiß, die Ideenschmieden der Band-Propheten. Aussie-Tour ist ja wohl mal wieder Pflicht, in Südamerika sollte man sich auch mal wieder blicken lassen und der Süden der USA wurde zuletzt ja auch eher stiefmütterlich behandelt. Wo da noch für das arme, mickrige Europa Platz sein sollte? Irgendwann im Herbst 2010! Eher nicht! Da war man sich sicher! Ja, man konnte mitunter das Gefühl bekommen, dass die ganze Entwicklung mit einer generellen Skepsis betrachtet wurde. Aber spätestens als dann Mitte / Ende April diesen Jahres der TenClub mal wieder das beliebte Vogel - Spielchen spielte, drehten eh wieder alle am Rad!
Für alle, die nicht so brachial einen an der Klatsche haben wie ich, wenn es um diese Band geht, sei das mal erläutert: Der Fanclub gibt, sobald was größeres ansteht (Tourankündigung, Bekanntgabe Albumrelease oder sonstwas Geniales) immer im offiziellen Forum (dem Insider unter anderem unter dem Decknamen “Message Pit” bekannt) seit Jahren ein und die selbe grenzdebile Nachricht bekannt. Sinngemäß hat sich dem Verfasser dieses Beitrages jeweils irgend ein “little birdy” aufs Schulterchen gesetzt und gesungen (in Mafiakreisen läge der Flattermann bei “bei die Fische”). Mehr als “haltet mal die Augen und Ohren offen, in den nächsten Tagen kommt was Großes!” hat das Vieh aber nicht zu sagen! Eigentlich ne gute Nachricht, aber da der Kollege nie was Definitives zwitschert, hat sich sein Ruf in der Gemeinde mittlerweile irgendwo um den absoluten Nullpunkt eingepegelt. Jedenfalls kam diese Ankündigung wieder rein, nachdem schon Eddie einige Solo-Konzis bekannt gegeben hatte, gingen die Vermutungen erstmal Richtung Album Release oder ner schmucken US-Tour (:-P)! So langsam machten sich dann aber doch Gerüchte über europäische Termine breit. Auch da steuerten die Vermutungen dann wieder in genau jene Richtung, die zwar wahrscheinlich, am Ende dann aber gnadenlos falsch war! Statt der vermuteten Festival-Auftritte gabs dann doch eine Mini-Tour durch Europa, bestehend auch vier Konzerten im August. Organisatorisch war aber auch diese Bekanntgabe typisch TenClub: die kam einen Tag, nachdem sie angekündigt war und der Kartenvorverkauf startete zu allem Überfluß DIREKT nach Bekanntgabe!
Hier erstmal die Termine:
2009-08-13
Sportspaleis Ahoy
Rotterdam, Netherlands
2009-08-15
Wuhlheide
Berlin, Germany
2009-08-17
Manchester Evening News Arena
Manchester, England
2009-08-18
O2 Arena
London, UK
Na, ich hab doch gesagt: Klein, aber fein! Jedenfalls war in einer Telefonkonferenz zwischen Karlsruhe, Jena und dem malerischen Sunshine-State Chemnitz dann schnell der Zuschlag für TC - Tix für Berlin klar gemacht. Nochmal vielen Dank an Jule für die angemessen zügige Informationspolitik! :-)
Das eigentlich Fiese bei der ganzen Sache war ja mal wieder, dass die Information “Berlin, 15. August” schon ein paar Tage vorher durchsickerte (ja, wenns um Konzerttermine geht, hat die Jamily ein Ohr an jeder Veranstaltertür! ;-) ). So wurde dies sowohl auf meiner Heimatplattform (vitalogy.de) etwas verklausuliert angedeutet (http://www.vitalogy.de/nc/nachrichten/ansicht/detail/25/april/2009/artikel//21/bericht-aus-berlin.html) ; bzw dann schonungslos offen, ja fast schon exibizionistisch dirket über einen eventim-twitter (hier nachzulesen: http://twitter.com/eventimblog/status/1620314129) . Nunja, Karten waren gesichert (man sollte bei Fanclubkarten ja erbarmungslos zuschlagen, solange die da sind).
An diesem Tag stand also fest, dass es nach Berlin geht, zu viert und in angemessener Huldigungstracht! Hach, was freue ich mich da schon drauf! Da werden direkt Erinnerungen an jenen unvergesslichen Septembertag im September wach!! Septembriger gings ja schon gar nicht mehr! Wie wir da doch den ganzen Tag im warmen Sonnenlicht eines malerischen Spätsommertages vor dem Eingangstor rumlungerten (wir hatten es damals nicht zum Olymp der TC - Tickets geschafft, weshalb wir es einfach mal 9 Stunden vor Einlaß da waren). NATÜRLICH waren wir so ziemlich die Ersten und NATÜRLICH schafften wir es somit in die erste Welle! :-) Was danach kam, kann gerne nachgelesen werden, steht auch hier drinne (meine Fresse... soooooo lange belästige ich euch schon mit diesem Blogg?!? Wahnsinn!). Jedenfalls wird uns das mit der frühen Anreise in Berlin wohl diesmal (theoretisch) erspart bleiben. Der TC - Einlaß garantiert uns ja, dass wir ein viertel Stündchen vor dem Fußvolk, vor dem Pöbel, dem Mob (*fg* ;-) ) in die Wuhlheide gelassen werden. :-D! Ja, das wird ne feine Sache!
Aber der Onkel Even wäre nicht der Onkel Even, wenn ihm im Jahre 2009, wo gewissermaßen die Rahmenbedingungen stimmen, nicht nach noch nem Konzi zumute gewesen wäre! Das Problem der Urlaubs-Verlagerung war schnell besprochen und mindestens ebenso schnell gelöst. Ich möchte aber festgehalten wissen, dass Jule mich in meinem blinden Fanatismus unterstützte! Die Idee mit Holland wurde von mir vielleicht eher gedacht, am Telefon arttikulierte sie sie aber zuerst. Da die Gegenwehr meinerseits erwartungsgemäß gering ausfiel, stand einem Ausbau der Tourpläne nix mehr im Wege. Ergo: Rotterdam wurde ins Auge gefasst! Problematisch war allerdings die Ticket-Situation, die TC-Tix waren schon weg und der offizielle VVK, naja, sagen wir mal “Chaos” war da noch ein Euphemismus! Jedenfalls schnallte ich mich da vorm Rechner fest, registrierte mich bei eventim.nl und wartet den Nachmittag darauf, dass halbwegs brauchbare Tickets aufkreuzten. Ein Geduldsspiel! Aber letzten Endes schlug ich dann zu, als zwei nette Sitzplatzkarten erste Reihe der Sitzränge in unmittelbarer Bühnennähe zu haben waren und SCHUPP!!!!! Ich nehm` die halbe Tour mit! ;-) Zu erwähnen ist noch, dass es zwar etwas seltsam, aber durchaus machbar ist sich in dieser Goudasprache zurecht zu finden (Die Option “Englisch” haben die natürlich nicht! Überhaupt scheinen die Holländer ziemlcih anglophob, denn bei der HP der Ahoy Arena existiert die Option zwar, allerdings kann man dann nix mehr anklicken! ;-) Man surft dann quasi auf einem übersetzen Screenshot!
Es ist zwar komisch, mir ein PJ-Konzert auf einem Sitzplatz vorzustellen. Aber 1. Besser als gar nicht dabei und 2. Hat der Gedanke auch irgend was sehr reizvolles! Ich lasse das einfach mal auf mich zukommen und hoffe, dass ich den ganzen Spaß mal so RICHTIG genießen kann! :-) Außerdem war ich noch nie in Holland (ich muß mir noch schnell ein deutsches Nationalmannschaftstrikot von Bernd Hölzenbein besorgen fällt mir dabei auf *fg*). Na egal. Jedenfalls geht da die Tour los und das macht die Veranstaltung nur umso interessanter! Wenn ich so recht drüber nachdenke, ist das schon doof, dass man noch 3 Monate auf dem Trockenen sitzt und fiebern muß. Oder darf man fiebern? Hmm... eigentlich gehört diese Vorfreude ja auch dazu. Zumal mich die Aussicht auf das Berlin-Konzert 2006 (Damals wurden die Tix schon ein halbes Jahr vorher verschachert) ja teilweise quasi über die Diplomarbeit gerettet hat). Also packe ich mal die Vorfreude aus!
Unklar sind nun noch ganze zwei Hauptfragen! 1. Vorbands, und 2. Die Setlists. Beides kommt selbstredend vor jedem Konzert auf und während Nr. 1 meist schon ein paar Wochen, wenn nicht gar Monate im Vorfeld beantwortet wird, wird Nr. 2 erst im Laufe des Abends geklärt. Normalerweise!!! Denn mein Kung-Fu ist so mächtig, dass ich all diese elementaren Fragen, auf die selbst ein Stephen Hawking keine Antwort aus der Nußschale zaubern kann, mit links beantworte. So höret denn her und lauschet den Worten des großen Meisters, welcher euch von einer Zukunft berichten wird; einer Zukunft so leuchtend schön und soundstartk, dass ihr es nicht für möglich halten werdet!
Fangen wir mal in Rotterdam an! Rotterdam wird das Erste Konzi, die Rückkehr quasi! Als Vorband werden (endlich mal) die “Strokes” fungieren! Man hats endlich mal geschafft beide unter einen Hut zu bringen! Die Setlist wird wie folgt aussehen:
Main Set:
1 Jeremy
2 Go
3 Why Go
4 Habit
5 Even Flow (mit Drumsolo bitte)
6 Inside Job
7 You Are
8 Better Man
9 Nothingman
10 Leather Man
11 Man of the Hour
12 Spin the Black Circle
13 NEW SONG!!!!!!
14 Rearviewmirror
15 Not for You (14 und 15 am Stück... BÜDDE!)
16 Blood
17 Alive
Encore 1
18 Present Tense (mein Present Tense... hehe! Muß einfach nochmal sein nach Berlin 06)
19 Long Road
20 Black (Daugher Tag... hehe)
21 Crazy Mary
Encore 2
22 Gods Dice
23 Comatose
24 Baba O`Riley
25 Yellow Ledbetter
Encore 3 (lauthals eingefordert vom Publikum)
26 Indifference
Für Berlin hab ich mir da Folgendes vorgestellt: Nach der Vorband, welche angemessener Weise die BEATSTEAKS sind (dann stehen die nicht wie 2006 unten mit uns im FOS - Bereich rum ;-) ), werden die Götter die Planken des Ruhmes betreten und uns mit folgendem Programm erfreuen:
Preset (wollte ich schon immer mal eines erleben):
0 Eddie "Blue Red and Grey"
Main Set:
1 Release (Wäre der WAHNSINN! Ich sage nur: Arnheim 2006 - Bootleg!!!!!!!)
2 Comatose
3 Hail Hail
4 WWS
5 Corduroy
6 Mankind (LET STONE SING!!! LET STONE SING!!!!)
7 Down
8 Even Flow
9 I got Shit
10 Oceans
11 Gone
12 Leash
13 Blood
14 Life Wasted
15 Satans Bed
16 Glorified G (Sorry Klenne, aber du hast die Wahl: DAS oder Come Back *sic*)
17 Once
encore 1:
18 Wash
19 Cloe Dancer / Crown of Thorns
20 Daugher (mit It`s OK Tag)
21 Nothing as it Seems
22 Fuckin Up
encore 2:
23 Smile
24 Love Reign o' er me (Squeeze-Box als Tag eingebaut)
25 Education
26 Keep on Rockin`
27 Immortality
So, noch Fragen Kienzle?!? :-) Ende August können wir ja mal Bilanz ziehen und vergleichen wo ich, was zugegebener Maßen höchst unwahrscheinlich ist, daneben lag. Die Teilnehmenden Konzertbesucher, insbesondere jene, die mit mir unterwegs sein werden (ja kleine Schwester, du auch) können ja mal kurz ihre Zustimmung zu den Setlists kund tun! Von mir auch auch alternative Entwerfen! :-)
PS: Der Fakt, daß außer Berlin alles Indoor stattfindet, spricht wohl dafür, daß den Jungs die Wuhlheide generell fetzt; außerdem haben wir 2006 die Hütte einfach mal so unglaublich GEROCKT, daß PJ nicht mehr dran vorbei kommen in Zukunft! ;-)

Sonntag, 10.05.2009
RIDE THE LIGHTNING
(METALLICA)
*HELL YE-HE-HE-HEEAAAAAAHHHHHH* werte Fangemeinde! Heute hagelt es mal wieder einen Konzertbericht! Was heißt hier “einen” Konzertbericht... unterm Strich einen “ganz besonderen Konzertbericht”! Und da derer dieses Jahr noch mindestens drei (!!!!!!) Folgen werden, sollte ich das Ganze mal spezifizieren und euch von dero Pilgerfahrt berichten, welche den Onkel ins gar nicht mal so ferne Land der Muster - Messe pilgern ließ. 07.05.2009, METALLICA in der Arena!!!! Die kleine Schwester wurde natürlich auch wieder mitgeschleift.
Los gings, Urlaub sei Dank, mitten am Tag. Die Wegbeschreibung war mal wieder etwas, naja, nennen wir es “eigenwillig”, sodaß ich entweder Zweifel an physikalisch - astronomischen Konstanten, bzw. An der Korrektheit des “Falk” - Routenplaners habe. (Die Strecke zwischen Kreisverkehr und Arena ist auf dem Hinweg fast drei mal so lang ausgeschildert wie auf der Rückfahrt... .) Aber wie dem auch sei. Die Hinfahrt verlief relativ unspektakulär, die Einöde, welche sich zwischen Chemnitz und Leipzig erstreckt, wurde schnell und effektiv überwunden. Auch Löwen sehen wir kaum. An der Arena angekommen durften wir dreister Weise erstmal 5 Ocken für den Parkplatzdienst abdrücken. Aber wenigstens konnte man so in der Illusion leben, dass das Auto sicher bewacht wurde. (Auch wenn ich glaube, dass der spindeldürre Einweisungs-Heinz, trotz Security-Weste, nicht wirklich eine Chance gehabt haben würde, wenn da eine Horde geifernder Hooligans beschlossen hätte meinen hilflosen Seat zu schänden. Aber dem war ja Gott sei Dank nun nicht so, und so konnte ich dem offiziellen “ich-komme-bei-nem-Heavy-Metal-Konzert-an” - Ritual frönen (Aussteigen, Kippe an, Bierbude suchen). Um uns herum purzelten sodann die Langlotschen nur so aus ihren Autos, streiften ihre aufnäherbewährten Jeanswesten über und frönten ebenfalls oben genanntem Ritual. Wir sortierten uns noch ein bissel und schniekten dann in aller Ruhe zur Arena. Dort angekommen folgte eine Orientierungsphase, während der wir beschlossen erstmal den Merchandising-Stand aufzusuchen. Für mich standen so einige formvollendete Tourshirts zur Wahl, wobei ich mal die Idee eines schwarzen Metallica-Shirts mit goldener (!!!) Aufschrift anprangern muß! Das Motiv an sich wäre ja nett gewesen (Schriftzug, Schädel)... aber GOLD?!!! Meine Wahl fiel dann also auf ein in sanftem Anthrazit gehaltenes Kleidungsstück, welches ein magnetischer Sarg nebst Tourdaten ziert... m/! :-)
So ausgestattet konnte es dann auch in die Halle gehen. Die Verbotsschilder hinsichtlich Digitalkameras noch geflissentlich ignoriert und ab in die Halle wo sich “The Sword” bereits einen abschrammelten. Dass wir diese Schergen größtenteils verpassten, stellte sich am Ende als nicht sonderlich tragisch heraus, waren nicht so der Brüller. Da waren Machine Head schon eine andere Hausnummer. Selbige erlebten wir dann von unserer Innenraumposition (schalla-la-la-la) aus mit einem Becher Gerstensaft in der Hand. Gingen ab die Jungs und die in der Mitte der Arena aufgebaute Bühne zahlte sich sogleich aus. Als Machine Head fertig waren und das Licht in der Halle wieder anging, konnten wir erstmal die Deko sowie die geradezu monströse PA begutachten. Im Saal hingen 10 überdimensionale Särge, welche für die Beleuchtung zuständig waren, jene vier auf der Bühne waren sogar schwenk- und herablassbar. Ansonsten hatte das Schlagzeug des “Kleinen” eine Rotationsfunktion. Interessanter Aufbau... . Ein paar Zweifel ob des Sounds blieben allerdings bestehen, da bei Machin Head selbiger, trotz Monsteranlage, etwas schwammig daher kam. Aber die Sorge wurde bei den ersten Herzschlägen des Openers “That was Just your Life” zerstreut. Eine kleine Lasershow durchschnitt die Mischung aus Dunkelheit und (illegal ausgestoßenem) Zigarettenrauch (muharrr-harrr... Rauchverbot auf Metalkonzerten... wer glaubt dass das wirkt, der ist mit dem Klammersack gepudert). Und nach einem schnieken Intro stieg die Band brachial in den Song ein! Der Sound, wurde im Verlaufe des Liedes immer klarer und pegelte sich dann spätestens zum zweiten Song in der näheren Umgebung von “perfekt” ein. Mit derart soundgewaltiger Unterstützung geleitete uns der Herr Hetfield mit einer “Hey-Hey-Hey”-Animation direkt hinüber zu “The End of the Line”. Und das ging dann gleich direkt durch die Decke! Unglaublich, wie James und Kirk live die Riffs durch die Verstärker prügeln können! Der Innenraum war eine Horde von headbangenden Freaks während der Song mehr und mehr an Fahrt gewann und schließlich durch einen tief grunzenden Hetfield abgeschlossen wurde. Im Anschluss war dann der Death Magnetic Einstieg abgeschlossen und die Herren auf der Bühne angemessen begeistert von den abgehenden Massen zu ihren Füßen. Nachdem also die ersten Stücke vom neuen Album eingeschlagen hatten wurde es nun Zeit für den “Old Stuff”. Dafür wurde nichts geringeres auserkoren als “Ride The Lighning”. Die Reaktion der Menge war wieder entsprechend euphorisch.... der Chor bei “Now ist time to diiiiiieeeeeeee....” kommt auf dem Bootleg nicht annähernd angemessen rüber. Aber es wurde und wurde immer besser, von Song zu Song. Spätestens jetzt bewährte sich auch die “wandernde” Band. Irgendwer turnte immer vor einem rum, ob nun der James einem die charakteristischen “Yeah`s” direkt ins Gesicht brüllte, der Kirk mal während eines Solos vorbei schaute oder der Rob (im Folgenden nur “BVM” genannt - Insider) in seinem Entengang rumstakste während der seinen Bass malträtierte. War schon sehr geil! So neigte sich denn dann auch der Blitzritt dem Ende zu, die Nackenmuskulatur meinerseits war mittlerweile warm gelaufen und Zeige- sowie kleiner Finger
hatten auch ihre ordnungsgemäße Metal-Position in der Hallenluft eingenommen. Das war auch gut so, denn mit Fuel wurde das nächste Brett ausgepackt und uns um die Ohren geschwurbelt. Hammer!!! Was da um uns herum los war, Wahnsinn! Anschließend wurde es wieder nostalgisch bis halbschnell, mit “One” und den erstmals exzessiv eingesetzten Pyroeffekten! Eingeläutet von Schüssen und Explosionen begann One gewohnt langsam um sich dann wie eine Walze auf dem Skihang unweigerlich in Fahrt zu setzen und gegen Ende alles im Wege befindliche unweigerlich zu plätten! Spontan musste ich ans Video denken, wie der Herr Newsted damals mit seiner Matte noch den Bass zupfte... hach, war auch ein Guter! :-) Aber mit dem BVM hat man sich, was spätestens hier klar wurde, ein wahres Tier in die Band geholt. So ausgeglichen un nett der Kerl auch rüberkommen mag: häng dem nen Bass auf Kniehöhe um der Mensch ist nicht mehr zu bremsen!
Das konnte er auch bei “Broken, Beat and Scarred” im Anschluss gleich wieder beweisen! Mal so nebenher erwähnt eines meiner Wunschstücke von der Death Magnetic! Umso toller, dass die Jungs das wirklich auspackten! Stilistisch wohl noch am nächsten an der St. Anger dran (deshalb gefällts mir bestimmt auch so). Jedenfalls ging das Ding schon übel ab... ungefähr an diesem Punkt des Konzertes verabschiedete sich dann auch das Nervensystem meiner NAckenmuskulatur... aus Selbstschutz! Es sollte erst am folgenden Morgen wütend zurück kehren. Aber wie heißt es im Text so passend “What don`t kill ya, make ya more strong!”
Und so wurden wir mit “Leipzig... DIE HARD” aus dem Song entlassen und mit der Gretchenfrage (hehe... Gretchenfrage in Leipzig, ein Intellektuellenscherz ;-) ) konfrontiert. Der gute James wollte wissen, obs denn nun etwas langsamer weiter gehen sollte, oder dann doch wieder die Keule ausgepackt werden soll. Die Antwort war ebenso eindeutig wie vorhersehbar. My Apokalypse erfüllte dann auch die Erwartungen voll und ganz. Bis auf Battery haben die Jungs IMO keinen weiteren Song im Programm, der vom Rhythmus her so brachial gradlinig nach vorne marschiert! Danach dann ein paar Sekunden Verschnaufpause... welche auch mehr als angebracht waren. Die Schwester wurde kurz zum Bierstand abkommandiert und James kommunizierte mal wieder mit der Audience. Das Ergebnis des resultierenden Dialoges war die Feststellung, dass scheinbar alle Anwesenden Spaß hatten, unabhängig vom Standpunkt. (Was mich eher weniger überrascht). Jedenfalls wurde dann die versammelte Gemeinde “von James auch gerne “one big Metallica - Family” genannt) erneut gefragt, ob wir denn “Heavy” wollen! Und ob!!! nach der präzisen Antwort “Metallica gives you HEAVY” hämmerte uns Sad But True entgegen. Ein weiterer dieser Nackendehner. Hammer!!! Der stand auch ganz oben auf meiner persönlichen Wunschliste!!! Wer den Titel kennt, der wird sich annähernd vorstellen können, was dann in der Halle los ging; wie die Haare flatterten und die Arme zum gebrüllten Refrain mit erhobener Pommesgabel in die Höhe schnellten. (Gut, bei mir wars nur ein Arm, im Anderen war ja nun ein Bier!)
Das Anschließende Turn the Page war dann wieder eine kleine Verschnaufpause, zudem eine überraschende. Mit dem Song konnte man nicht wirklich rechnen. Sehr schön... aber der Übergang zu The Judas Kiss geriet dann mal wiederum brachial. Nachdem die letzten Takte verklungen waren wurde mit lautem Getöse umgeschwenkt und der ohnehin schon rauhe Song wurde live noch ne Ecke sperriger geschmirgelt. Abgehen zwingend erforderlich um diese Energieladung da auszuhalten. Spätestens beim hasserfüllt gegrunzten Refrain kochte die Menge rings herum. Erholung versprach eines jener legendären Soli von Kirk, welches im Anschluss dargeboten wurde. Schon geil den Kerl mal live zu erleben und das, was er da mit seiner Klampfe veranstalten kann. :-) Was Soli angeht ist der Mensch ein Gott!!!
Nach dem Midtempo-Stück The Day that never Comes, mit eingebautem Single-Potential, folgte dann der nächste Niederknie-Moment! Die Herren packten das legendäre “Master of Puppets” wieder aus, beim Einstiegsriff brach die Hölle los um uns herum! Mann, was ist das aber auch für ein geiles Gefühl wenn dieser Song los geht!!! :-) Und dann noch die ausgedehnten Chor-Passagen des Publikums! Wahnsinn!!! Leider kommt das auf dem Bootleg nicht annähernd so großartig rüber wie live! (Lars, prinzipiell ist das aber möglich das zu transportieren... “Pearl Jam would do that!” ;-) ) Absoluter Irrsinn der Song! Und danach gings auch gleich im selben Stil weiter mit einer Lektion in Brandbekämpfung für den geneigten Jungfeuerwehrmann (ich bin sicher, da waren ungefähr 4 davon anwesend): Fight Fire with Fire stand seinem Vorgänger in nichts nach und ließ den Schweiß beim Publikum fröhlich weiter fließen. Sehr geil! Mittlerweile standen wir auch in einer Pfütze, in welcher sich Bier und Transpirat vermischten, man könnte auch sagen, die Atmosphäre war mittlerweile komplett abgerundet und angemessen! :-) Nach so viel Prügel fürs Trommelfell war denn das zweite Hammett - Solo, welches uns gediegen ins nun folgende Nothing Else Matters hinüber geleitete auch mehr als nötig um die richtige Grundstimmung zu erzeugen. Schön das Feuerzeug in den Hallenhimmel gereckt und das Liedchen genossen. :-) Man kennt das ja, der Song ist wohl der kommerziell erfolgreichste der Band, zudem noch eine nie für möglich gehaltene Ballade. Aber bevor ich hier den großen Independent-Underground und Back-to-the-Roots Spielverderber spiele, der nur “das ganz alte Zeug” hören will, möchte ich mal betonen, dass das abseits des ganzen Beiwerks einfach mal ein Song allererste Güte ist! Dem entsprechend auch die reinste Freude den Live zu hören. Mögen diese ganzen “Underground”-Wichte doch weiterhin in ihrer Scheinwelt leben und überholten Idealen nacheifern. Ich fands spitze! Außerdem wurde gleich mal direkt zu Enter Sandman übergeleitet. Man sollte dabei übrigens nicht unbedingt versuchen an den Abendgruß zu denken... so ein “Sandman” wäre damals vom Erich noch persönlich an die BRD verschachert worden nachdem er den kleinen Blagen den Schlafsand beidfäustig hinter die Pupillen gejagt hätte. Das Mainset wurde damit auch standesgemäß abgeschlossen. Während die Band mit ein paar “Oh Yeaaahrs” zum Abschied vorerst die Bühne verließ machte sich schon die Spannung ob des Zugabenblockes breit. Dieser sollte dann auch schön überraschend ausfallen. Eingestiegen wurde, nach zugegeben recht kurzer Pause, mit The Small Hours, einem Holocaust-Cover was schwer daher getrampelt kommt und sich anhört wie ein musikalischer Godzilla. Jedenfalls brachte das die Menge nochmal richtig zum Kochen bevor man dann ins brüllende Trapped under Ice einstieg und die Stimmung nochmal so richtig nach oben marschierte! Hammersong, toll vorgetragen und die Halle tat noch ihr übriges zum Gelingen! Man sollte meinen, dass es, nachdem die letzten Takte verklungen waren, so langsam ausgreizt war, was Stimmung und Energie anging. Aber nach entsprechendem Aufruf von James, nachdem wir die Band gefühlte 200 Minuten hochleben ließen und feierten, gabs zum Abschluss noch einen, oder besser gesagt DEN Rausschmeißer! Für den Refrain wurden wir nochmal in die Pflicht genommen. “Three simple words you need to know! Three!!! SEEK AND DESTROOOOOOOY!” Als das Ding los ging, war endgültig Sense mit geordnetem Ablauf! Damit das sich anbahnende Chaos auch von der Bühne aus beobachtet werden konnte, wurde gleich mal das Hallenlicht angedreht und ungebremst losgelegt. Was da nochmal losgetreten wurde war unglaublich. Rings um einen herum kochte die Halle, selber war man entweder mit headbangen oder brüllen beschäftigt und ca 10 Meter Luftlinie vor einem ließ einen der Hetfield aus der Nummer auch nicht mehr so einfach raus sondern trieb die Menge mehr und mehr an auch ja weiter zu machen und die Jungs auch angemessen zu verabschieden! Kirk packte nochmal die flinken Finger aus zum Abschiedssolo und so fand der Abend also auch einen angemessen feurigen Abschluss! Nachdem sich die Jungs noch ca 20 Minuten vom Publikum verabschiedeten wars dann auch schon vorbei mit dem heiß ersehnten Erlebnis “Metallica Konzi”. Wir benötigten noch die komplette Heimfahrt um so halbwegs wieder runter zu kommen, den berühmten Konzertdruck auf den Ohren wurde man erst im Laufe der nächsten 2 Tage los. Aber wer die Möglichkeit hat, die Knilche noch live zu erleben, der sollte das UN-BE-DINGT machen, zur Not auch auf Sitzplätzen, aber schaut sie euch an!!!! :-) Ich für meinen Teil werde die nächsten Tage damit verbringen das Bootleg fröhlich auf Heavy Rotation zu schicken. Als Randnotiz sollte noch festgehalten werden, dass bei den Ansprachen ans Publikum ausgerechnet Kirk “Schöngeist” Hammett die höchste Fluchquote aufwies (“Yeahh Leipzig.,.. You motherfuckers are motherfucking`loud!”). Selbiges hätte man zwar eher vom “Kleinen” erwartet, aber gut... so hatte man wenigstens was zum Grinsen am Ende.
Abschließend komme ich aber nicht umher nochmal das verdutzte Statement von Machine Head gen Weißwurschtäquator zu schreien: “Leipzig! You really fuckin kick Munichs ASSS!!! Prrrrrrrrost!!”
*HELL YE-HE-HE-HEEAAAAAAHHHHHH* werte Fangemeinde! Heute hagelt es mal wieder einen Konzertbericht! Was heißt hier “einen” Konzertbericht... unterm Strich einen “ganz besonderen Konzertbericht”! Und da derer dieses Jahr noch mindestens drei (!!!!!!) Folgen werden, sollte ich das Ganze mal spezifizieren und euch von dero Pilgerfahrt berichten, welche den Onkel ins gar nicht mal so ferne Land der Muster - Messe pilgern ließ. 07.05.2009, METALLICA in der Arena!!!! Die kleine Schwester wurde natürlich auch wieder mitgeschleift.
Los gings, Urlaub sei Dank, mitten am Tag. Die Wegbeschreibung war mal wieder etwas, naja, nennen wir es “eigenwillig”, sodaß ich entweder Zweifel an physikalisch - astronomischen Konstanten, bzw. An der Korrektheit des “Falk” - Routenplaners habe. (Die Strecke zwischen Kreisverkehr und Arena ist auf dem Hinweg fast drei mal so lang ausgeschildert wie auf der Rückfahrt... .) Aber wie dem auch sei. Die Hinfahrt verlief relativ unspektakulär, die Einöde, welche sich zwischen Chemnitz und Leipzig erstreckt, wurde schnell und effektiv überwunden. Auch Löwen sehen wir kaum. An der Arena angekommen durften wir dreister Weise erstmal 5 Ocken für den Parkplatzdienst abdrücken. Aber wenigstens konnte man so in der Illusion leben, dass das Auto sicher bewacht wurde. (Auch wenn ich glaube, dass der spindeldürre Einweisungs-Heinz, trotz Security-Weste, nicht wirklich eine Chance gehabt haben würde, wenn da eine Horde geifernder Hooligans beschlossen hätte meinen hilflosen Seat zu schänden. Aber dem war ja Gott sei Dank nun nicht so, und so konnte ich dem offiziellen “ich-komme-bei-nem-Heavy-Metal-Konzert-an” - Ritual frönen (Aussteigen, Kippe an, Bierbude suchen). Um uns herum purzelten sodann die Langlotschen nur so aus ihren Autos, streiften ihre aufnäherbewährten Jeanswesten über und frönten ebenfalls oben genanntem Ritual. Wir sortierten uns noch ein bissel und schniekten dann in aller Ruhe zur Arena. Dort angekommen folgte eine Orientierungsphase, während der wir beschlossen erstmal den Merchandising-Stand aufzusuchen. Für mich standen so einige formvollendete Tourshirts zur Wahl, wobei ich mal die Idee eines schwarzen Metallica-Shirts mit goldener (!!!) Aufschrift anprangern muß! Das Motiv an sich wäre ja nett gewesen (Schriftzug, Schädel)... aber GOLD?!!! Meine Wahl fiel dann also auf ein in sanftem Anthrazit gehaltenes Kleidungsstück, welches ein magnetischer Sarg nebst Tourdaten ziert... m/! :-)
So ausgestattet konnte es dann auch in die Halle gehen. Die Verbotsschilder hinsichtlich Digitalkameras noch geflissentlich ignoriert und ab in die Halle wo sich “The Sword” bereits einen abschrammelten. Dass wir diese Schergen größtenteils verpassten, stellte sich am Ende als nicht sonderlich tragisch heraus, waren nicht so der Brüller. Da waren Machine Head schon eine andere Hausnummer. Selbige erlebten wir dann von unserer Innenraumposition (schalla-la-la-la) aus mit einem Becher Gerstensaft in der Hand. Gingen ab die Jungs und die in der Mitte der Arena aufgebaute Bühne zahlte sich sogleich aus. Als Machine Head fertig waren und das Licht in der Halle wieder anging, konnten wir erstmal die Deko sowie die geradezu monströse PA begutachten. Im Saal hingen 10 überdimensionale Särge, welche für die Beleuchtung zuständig waren, jene vier auf der Bühne waren sogar schwenk- und herablassbar. Ansonsten hatte das Schlagzeug des “Kleinen” eine Rotationsfunktion. Interessanter Aufbau... . Ein paar Zweifel ob des Sounds blieben allerdings bestehen, da bei Machin Head selbiger, trotz Monsteranlage, etwas schwammig daher kam. Aber die Sorge wurde bei den ersten Herzschlägen des Openers “That was Just your Life” zerstreut. Eine kleine Lasershow durchschnitt die Mischung aus Dunkelheit und (illegal ausgestoßenem) Zigarettenrauch (muharrr-harrr... Rauchverbot auf Metalkonzerten... wer glaubt dass das wirkt, der ist mit dem Klammersack gepudert). Und nach einem schnieken Intro stieg die Band brachial in den Song ein! Der Sound, wurde im Verlaufe des Liedes immer klarer und pegelte sich dann spätestens zum zweiten Song in der näheren Umgebung von “perfekt” ein. Mit derart soundgewaltiger Unterstützung geleitete uns der Herr Hetfield mit einer “Hey-Hey-Hey”-Animation direkt hinüber zu “The End of the Line”. Und das ging dann gleich direkt durch die Decke! Unglaublich, wie James und Kirk live die Riffs durch die Verstärker prügeln können! Der Innenraum war eine Horde von headbangenden Freaks während der Song mehr und mehr an Fahrt gewann und schließlich durch einen tief grunzenden Hetfield abgeschlossen wurde. Im Anschluss war dann der Death Magnetic Einstieg abgeschlossen und die Herren auf der Bühne angemessen begeistert von den abgehenden Massen zu ihren Füßen. Nachdem also die ersten Stücke vom neuen Album eingeschlagen hatten wurde es nun Zeit für den “Old Stuff”. Dafür wurde nichts geringeres auserkoren als “Ride The Lighning”. Die Reaktion der Menge war wieder entsprechend euphorisch.... der Chor bei “Now ist time to diiiiiieeeeeeee....” kommt auf dem Bootleg nicht annähernd angemessen rüber. Aber es wurde und wurde immer besser, von Song zu Song. Spätestens jetzt bewährte sich auch die “wandernde” Band. Irgendwer turnte immer vor einem rum, ob nun der James einem die charakteristischen “Yeah`s” direkt ins Gesicht brüllte, der Kirk mal während eines Solos vorbei schaute oder der Rob (im Folgenden nur “BVM” genannt - Insider) in seinem Entengang rumstakste während der seinen Bass malträtierte. War schon sehr geil! So neigte sich denn dann auch der Blitzritt dem Ende zu, die Nackenmuskulatur meinerseits war mittlerweile warm gelaufen und Zeige- sowie kleiner Finger
hatten auch ihre ordnungsgemäße Metal-Position in der Hallenluft eingenommen. Das war auch gut so, denn mit Fuel wurde das nächste Brett ausgepackt und uns um die Ohren geschwurbelt. Hammer!!! Was da um uns herum los war, Wahnsinn! Anschließend wurde es wieder nostalgisch bis halbschnell, mit “One” und den erstmals exzessiv eingesetzten Pyroeffekten! Eingeläutet von Schüssen und Explosionen begann One gewohnt langsam um sich dann wie eine Walze auf dem Skihang unweigerlich in Fahrt zu setzen und gegen Ende alles im Wege befindliche unweigerlich zu plätten! Spontan musste ich ans Video denken, wie der Herr Newsted damals mit seiner Matte noch den Bass zupfte... hach, war auch ein Guter! :-) Aber mit dem BVM hat man sich, was spätestens hier klar wurde, ein wahres Tier in die Band geholt. So ausgeglichen un nett der Kerl auch rüberkommen mag: häng dem nen Bass auf Kniehöhe um der Mensch ist nicht mehr zu bremsen!
Das konnte er auch bei “Broken, Beat and Scarred” im Anschluss gleich wieder beweisen! Mal so nebenher erwähnt eines meiner Wunschstücke von der Death Magnetic! Umso toller, dass die Jungs das wirklich auspackten! Stilistisch wohl noch am nächsten an der St. Anger dran (deshalb gefällts mir bestimmt auch so). Jedenfalls ging das Ding schon übel ab... ungefähr an diesem Punkt des Konzertes verabschiedete sich dann auch das Nervensystem meiner NAckenmuskulatur... aus Selbstschutz! Es sollte erst am folgenden Morgen wütend zurück kehren. Aber wie heißt es im Text so passend “What don`t kill ya, make ya more strong!”
Und so wurden wir mit “Leipzig... DIE HARD” aus dem Song entlassen und mit der Gretchenfrage (hehe... Gretchenfrage in Leipzig, ein Intellektuellenscherz ;-) ) konfrontiert. Der gute James wollte wissen, obs denn nun etwas langsamer weiter gehen sollte, oder dann doch wieder die Keule ausgepackt werden soll. Die Antwort war ebenso eindeutig wie vorhersehbar. My Apokalypse erfüllte dann auch die Erwartungen voll und ganz. Bis auf Battery haben die Jungs IMO keinen weiteren Song im Programm, der vom Rhythmus her so brachial gradlinig nach vorne marschiert! Danach dann ein paar Sekunden Verschnaufpause... welche auch mehr als angebracht waren. Die Schwester wurde kurz zum Bierstand abkommandiert und James kommunizierte mal wieder mit der Audience. Das Ergebnis des resultierenden Dialoges war die Feststellung, dass scheinbar alle Anwesenden Spaß hatten, unabhängig vom Standpunkt. (Was mich eher weniger überrascht). Jedenfalls wurde dann die versammelte Gemeinde “von James auch gerne “one big Metallica - Family” genannt) erneut gefragt, ob wir denn “Heavy” wollen! Und ob!!! nach der präzisen Antwort “Metallica gives you HEAVY” hämmerte uns Sad But True entgegen. Ein weiterer dieser Nackendehner. Hammer!!! Der stand auch ganz oben auf meiner persönlichen Wunschliste!!! Wer den Titel kennt, der wird sich annähernd vorstellen können, was dann in der Halle los ging; wie die Haare flatterten und die Arme zum gebrüllten Refrain mit erhobener Pommesgabel in die Höhe schnellten. (Gut, bei mir wars nur ein Arm, im Anderen war ja nun ein Bier!)
Das Anschließende Turn the Page war dann wieder eine kleine Verschnaufpause, zudem eine überraschende. Mit dem Song konnte man nicht wirklich rechnen. Sehr schön... aber der Übergang zu The Judas Kiss geriet dann mal wiederum brachial. Nachdem die letzten Takte verklungen waren wurde mit lautem Getöse umgeschwenkt und der ohnehin schon rauhe Song wurde live noch ne Ecke sperriger geschmirgelt. Abgehen zwingend erforderlich um diese Energieladung da auszuhalten. Spätestens beim hasserfüllt gegrunzten Refrain kochte die Menge rings herum. Erholung versprach eines jener legendären Soli von Kirk, welches im Anschluss dargeboten wurde. Schon geil den Kerl mal live zu erleben und das, was er da mit seiner Klampfe veranstalten kann. :-) Was Soli angeht ist der Mensch ein Gott!!!
Nach dem Midtempo-Stück The Day that never Comes, mit eingebautem Single-Potential, folgte dann der nächste Niederknie-Moment! Die Herren packten das legendäre “Master of Puppets” wieder aus, beim Einstiegsriff brach die Hölle los um uns herum! Mann, was ist das aber auch für ein geiles Gefühl wenn dieser Song los geht!!! :-) Und dann noch die ausgedehnten Chor-Passagen des Publikums! Wahnsinn!!! Leider kommt das auf dem Bootleg nicht annähernd so großartig rüber wie live! (Lars, prinzipiell ist das aber möglich das zu transportieren... “Pearl Jam would do that!” ;-) ) Absoluter Irrsinn der Song! Und danach gings auch gleich im selben Stil weiter mit einer Lektion in Brandbekämpfung für den geneigten Jungfeuerwehrmann (ich bin sicher, da waren ungefähr 4 davon anwesend): Fight Fire with Fire stand seinem Vorgänger in nichts nach und ließ den Schweiß beim Publikum fröhlich weiter fließen. Sehr geil! Mittlerweile standen wir auch in einer Pfütze, in welcher sich Bier und Transpirat vermischten, man könnte auch sagen, die Atmosphäre war mittlerweile komplett abgerundet und angemessen! :-) Nach so viel Prügel fürs Trommelfell war denn das zweite Hammett - Solo, welches uns gediegen ins nun folgende Nothing Else Matters hinüber geleitete auch mehr als nötig um die richtige Grundstimmung zu erzeugen. Schön das Feuerzeug in den Hallenhimmel gereckt und das Liedchen genossen. :-) Man kennt das ja, der Song ist wohl der kommerziell erfolgreichste der Band, zudem noch eine nie für möglich gehaltene Ballade. Aber bevor ich hier den großen Independent-Underground und Back-to-the-Roots Spielverderber spiele, der nur “das ganz alte Zeug” hören will, möchte ich mal betonen, dass das abseits des ganzen Beiwerks einfach mal ein Song allererste Güte ist! Dem entsprechend auch die reinste Freude den Live zu hören. Mögen diese ganzen “Underground”-Wichte doch weiterhin in ihrer Scheinwelt leben und überholten Idealen nacheifern. Ich fands spitze! Außerdem wurde gleich mal direkt zu Enter Sandman übergeleitet. Man sollte dabei übrigens nicht unbedingt versuchen an den Abendgruß zu denken... so ein “Sandman” wäre damals vom Erich noch persönlich an die BRD verschachert worden nachdem er den kleinen Blagen den Schlafsand beidfäustig hinter die Pupillen gejagt hätte. Das Mainset wurde damit auch standesgemäß abgeschlossen. Während die Band mit ein paar “Oh Yeaaahrs” zum Abschied vorerst die Bühne verließ machte sich schon die Spannung ob des Zugabenblockes breit. Dieser sollte dann auch schön überraschend ausfallen. Eingestiegen wurde, nach zugegeben recht kurzer Pause, mit The Small Hours, einem Holocaust-Cover was schwer daher getrampelt kommt und sich anhört wie ein musikalischer Godzilla. Jedenfalls brachte das die Menge nochmal richtig zum Kochen bevor man dann ins brüllende Trapped under Ice einstieg und die Stimmung nochmal so richtig nach oben marschierte! Hammersong, toll vorgetragen und die Halle tat noch ihr übriges zum Gelingen! Man sollte meinen, dass es, nachdem die letzten Takte verklungen waren, so langsam ausgreizt war, was Stimmung und Energie anging. Aber nach entsprechendem Aufruf von James, nachdem wir die Band gefühlte 200 Minuten hochleben ließen und feierten, gabs zum Abschluss noch einen, oder besser gesagt DEN Rausschmeißer! Für den Refrain wurden wir nochmal in die Pflicht genommen. “Three simple words you need to know! Three!!! SEEK AND DESTROOOOOOOY!” Als das Ding los ging, war endgültig Sense mit geordnetem Ablauf! Damit das sich anbahnende Chaos auch von der Bühne aus beobachtet werden konnte, wurde gleich mal das Hallenlicht angedreht und ungebremst losgelegt. Was da nochmal losgetreten wurde war unglaublich. Rings um einen herum kochte die Halle, selber war man entweder mit headbangen oder brüllen beschäftigt und ca 10 Meter Luftlinie vor einem ließ einen der Hetfield aus der Nummer auch nicht mehr so einfach raus sondern trieb die Menge mehr und mehr an auch ja weiter zu machen und die Jungs auch angemessen zu verabschieden! Kirk packte nochmal die flinken Finger aus zum Abschiedssolo und so fand der Abend also auch einen angemessen feurigen Abschluss! Nachdem sich die Jungs noch ca 20 Minuten vom Publikum verabschiedeten wars dann auch schon vorbei mit dem heiß ersehnten Erlebnis “Metallica Konzi”. Wir benötigten noch die komplette Heimfahrt um so halbwegs wieder runter zu kommen, den berühmten Konzertdruck auf den Ohren wurde man erst im Laufe der nächsten 2 Tage los. Aber wer die Möglichkeit hat, die Knilche noch live zu erleben, der sollte das UN-BE-DINGT machen, zur Not auch auf Sitzplätzen, aber schaut sie euch an!!!! :-) Ich für meinen Teil werde die nächsten Tage damit verbringen das Bootleg fröhlich auf Heavy Rotation zu schicken. Als Randnotiz sollte noch festgehalten werden, dass bei den Ansprachen ans Publikum ausgerechnet Kirk “Schöngeist” Hammett die höchste Fluchquote aufwies (“Yeahh Leipzig.,.. You motherfuckers are motherfucking`loud!”). Selbiges hätte man zwar eher vom “Kleinen” erwartet, aber gut... so hatte man wenigstens was zum Grinsen am Ende.
Abschließend komme ich aber nicht umher nochmal das verdutzte Statement von Machine Head gen Weißwurschtäquator zu schreien: “Leipzig! You really fuckin kick Munichs ASSS!!! Prrrrrrrrost!!”
Samstag, 28.02.2009
MY PSYCHOANALYST IS AN IDIOT
Georg Kreisler
Freud, ALALYZE THIS: *LOL*

Freud, ALALYZE THIS: *LOL*

Samstag, 17.01.2009
VIBRATOR
(Motörhead)
Moinsen! Nicht erschrecken: ich bin`s schon wieder! Eigentlich wäre ich, wenn man mal die Frequenz meiner letzten sagen wir 20 Beiträge betrachtet, erst zu Ostern wieder moralisch verpflichtet neuerlichen Dummfug zu verzapfen, aber es gibt Sachen... naja, Sachen gibt’s halt... die gibt`s gar nicht! Als ich eben den Pro 7 - Videotext auf Seite 135 aufblätterte mußte ich mir gleich mal ein virtuelles Eselsohr in die brownsche Röhre dübeln um folgenden Text fortan für die Nachwelt zu konservieren. Denn DAS kann so ein verrückter Hund, wie ich es nunmal bin, einfach nicht unkommentiert lassen...! Also hier mal eine Abschrift der jetzt schon von mir zur inoffiziellen MELDUNG DES JAHRES erklärten Subventionsforderung:
“Pornoindustrie will “Staatsknete”
Auch die deutsche Sex- und Pornoindustrie wünscht sich finanzielle Unterstützung vom Staat. “Wirtschaftliche Hilfe wäre sinnvoll”, sagte Uwe Kaltenberg vom Bundesverband Erotik-Handel der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Die Branche bestehe vor allem aus kleinen und mittelständischen Betrieben, die finanzielle Hilfe gut gebrauchen könnten, etwa für Fortbildungen. Allerdings geht Kaltenberg nicht davon aus, dass die Politik dem Wunsch der Pornobranche nachkommt.”
(Quelle: Pro 7 Videotext, Seite 135 am 16.01.2009; Stand 20:55Uhr MEZ)
WIE - GEIL - IST - DAS - DENN?!?!?!!!
Erstmal ist es ja schon interessant, dass es einen “Bundesverband Erotik-Handel” gibt, was zugegebener Maßen auch einem gigantischen Euphemismus gleicht. Jedenfalls ein Statement, das für “Erregung” sorgt, zweifelsohne Aber nehmen wir dieses Luftschloß mal Stein für Stein auseinander, von der Wehrmauer mit ihren “Spitzen”, bis hinunter ins finsterste SM-Verließ!
Beginnen wir mit einer sozialwissenschaftlichen Begriffsklärung, was ja die Grundlage dafür bildet, sich die Auswüchse der Realität mal unter sinnhaften Gesichtspunkten zur “Brust” zu “nehmen”!
In einer Industriegesellschaft, was wir ja nicht mehr sind, aber irgendwie immer noch sein wollen (“Die Autoindustrie ist das Herz der deutschen Wirtschaft!” sage ich nur) strebt man ja den Handel an um seinen Kladaradatsch auch möglichst umfangreich ans Konsumvieh zu verhökern. Handel heißt Warenkreislauf, heißt unterm Strich Tausch”beziehungen” einzugehen. Getauscht wurde früher Ware gegen Ware. Sagen wir: A hat zwei Hühner und friert. B hat zwei Mäntel und Hunger -> A tauscht mit B Huhn gegen Mantel und beiden ging`s gut (für die Jüngeren soll mal folgendes Beispiel zur Veranschaulichung dienen: Man gab damals sein Hirn ab und erhielt dafür DIREKT seine Ed Hardy - Jacke).
Heute tut man sowas nicht mehr, heute gibt es das Geld als allgegenwärtiges Tauschmedium. Das ist jetzt keine alte Schachtel die in ihre Kristallkugel “gafft” und einem einen vom Pferd erzählt, sondern einfach so `ne Art Zwischengut -> A verkauft Huhn für Geld an C; geht damit zu B und gibt B das Geld für den Gehrock; dieser geht dann mit dem Geld zu B, gibt es ihm und erhält das Huhn... welches alsbald in köstlicher Soße auf seinem Teller schwimmt! Fazit: A hat nen Gehrock, B hat das Huhn und C das Geld. (Für die Jüngeren: Ed Hardy Jacken kosten jetzt außerdem noch Geld, das mit dem Hirn bleibt so)! Der Fortschritt besteht nun darin, dass von dem Huhn und dem Mantel nicht mehr nur 2, sondern 3 Leute was haben! Den ganzen “Akt” bezeichnete man von diesem Zeitpunkt an, vereinfacht gesagt, als Handel! Handeln konnte man also mit Gütern und mit Geld... (manche übertrieben in der Folge vor allem letzteres maßlos und sitzen deshalb jetzt gewaltig in der Tinte, aber das ist ein anderes Thema).
Worum es mit eigentlich geht, ist, dass die Mitglieder diesen komischen Ferkelfilmverbandes doch nun wirklich keine “Erotik” verkaufen. OK könnte man sagen, dann bieten sie halt Dienstleistungen an. Solche, welche der “Befriedigung” gewisser Bedürfnisse “dienen”. Aber das kann`s doch auch nicht sein, schließlich beinhaltet der Begriff ja die Worte “Dienst” und “Leistung”. Ersterer wird geleistet, letztere Erbracht. Das mit dem “Dienst” mag ja im einen oder anderen Film (je nach Gusto des Betrachters) noch grob hin kommen, für die “Leistung” ist der Konsument am Ende dann aber selbst verantwortlich. Kafkaesk, nicht wahr?!? Also was verkaufen die Heinis denn nun? Die Antwort ist so simpel wie einfach: Pornos! So, nicht Erotik, schlicht und ergreifend: PORNOS!!! Supi, hätten wir das geklärt (fragt mich jetzt bloß nicht, was ihr mit dieser Antwort nach all dem halbgaren soziologischen Geschwafel anfangen sollt... nehmt`s einfach hin und erfreut euch daran - wie auch immer. Pornos also. Und die sollen nun subventioniert werden. Aber klar doch, es gibt ja sonst nichts wichtigeres zu tun! Betrachtet man die eine oder andere Branchengröße könnte hier wahlweise auch die frisch beschlossene Verschrottungsprämie Anwendung finden! Während die Entlassungs-Influenza die Ökonomie “flachlegt” sollen Filme mit Titeln wie “Eiskalte Schwengel”, “Spiel mir das Lied vom Glied”, “Schwanz im Glück” oder gar “General Anal” nun auch noch subventioniert werden. (BTW: gebt bei google mal einfach “dumme Pornotitel” ein und ihr werdet sehen, dass es noch wesentlich schlimmer geht während ihr euch durch die Links klickt... da ist “A Clockwork Orgy” schon noch ein Meilenstein der poetischen Umschreibung gegen das meiste was da sonst noch so offeriert wird)!
Wer braucht denn schon eine subventionierte Infrastrukturmaßnahme, wenn man für das selbe Geld die Titel “Arschibald der Pornobuttler” Teil 3 bis 97 in Dolby Digital haben kann?!? Also SO einen Unfug von Forderung habe ich nun schon lange nicht mehr gehört, wahrlich Als ob es Porno - Peter mit seinem Intim-Imperium schlecht gehen könnte. Das ist wohl einer der wenigen Wirtschaftssektoren, der seine Absatzzahlen immer erreichen dürfte. Aber gut, wo man schon den Banken und der Autoindustrie fröhlich die Steuermilliarden in den Zockerrachen wirft, kann man bei den Kopulationskünstlern so eine Finanz”spritze” auch ganz gut gebrauchen. “Für Fortbildungen” natürlich... NATÜRLICH! Auf das Seminarprogramm wäre ich ohnehin mal gespannt, alleine die Veranstaltungstitel dürften von latentem Hormonstau geprägt sein und der FSK 18 unterliegen! Und am Ende wird man(n) dann wahrscheinlich zum “Big Bouncer” ehrenhalber und auf Lebenszeit gekürt und erhält die güldene Aufblaspuppe an der Kordel. Alles finanziert aus der Kirchensteuer! Ganz großes Tennis, da streike ja selbst ich als Atheist! Außerdem: wer will den schon am Ende von... sagen wir von “RoboCock” eingeblendet sehen, dass das “Ding” von der CDU gesponsert wurde?!? Richtig: NIEMAND! Vorstellen will man sich das schon gar nicht!
Als ob es einen Zwang gebe, jeden Mittelständer... Mittelständler meine ich, gleich mit dem Zuckerbrot der Subvention zu mästen, hin und wieder sollte man gerade im Boomgeschäft Fortpflanzungsanimation auch mal die knallharte Peitsche der wirtschaftlichen Realität auf dem Allerwertesten zu spüren bekommen... sonst haben sie damit ja auch kein Problem! Den ganzen Tag machen die ja nun unterm "Strich" nix anderes, als im Bett liegen uns Spaß haben... aber man kann ja vorsichtshalber mal Subventionsbedarf anmelden. Falls der süditalienische Mackerhengst, den man sich trotz Sprachbarriere angeheuert hat um ein Dutzend austauschbarer Wasserstoffblondinen zu begatten doch mal keinen hoch kriegt, dann soll wider die Regierung helfen, oder was?!? Erektionshilfe aus dem so genannten Staats”säckel” quasi. Beängstigend diese Vorstellung!
Aber unterm “Strich” ist`s doch niedlich, wie jetzt Hinz und Kunz subventioniert werden wollen. Auch wenn es hier und da vielleicht sinnvoll wäre, Meldungen wie diese kann ich irgendwie nicht ernst nehmen! Wenigstens ist der Typ realistisch genug, die Chancen auf Erfolg von Anfang an als gering einzustufen. Abschließend stellt sich mir noch die Frage, ob wir alle überhaupt wollen, dass sich der Staat nun auch noch in diesem Bereich des Privatlebens einmischt?!?! Ich habe da so meine Zweifel, denn Politik ist per se schon nicht wirklich “sexy”! Das Ende wäre, rein hypothetisch natürlich, dass es der Pornoindustrie vom Image her geht wie der Bahn: Der Ruf ist irgendwann sogar NOCH schlechter als das angebotene Produkt (ich sage nur: “Warum liegt denn hier Stroh?!?”) und am Ende "kommt" die Kundschaft trotz Millionensubventionen des Staates zu spät! Für die Pornobranche wäre das selbstredend noch wesentlich dramatischer als für Mehdorns Bummelbahn. Dieser “Schuß” kann somit eigentlich nur nach “hinten” los gehen!
Wenn ihr also das nächste mal im Videoladen eures Vertrauens irgend einen “Animationsfilm” ausleiht, macht euch drauf gefasst, dass mitten in der schlüpfrigen Orgienszene (mit 28 ganzkörpertätowierten Beteiligten in Neoprenanzügen, statt findend auf einer Sanitärwarenmesse in Tokio) plötzlich ein Wahlwerbespor der Partei der Bibeltreuen Christen läuft... oder alternativ auch der Grauen Panther (sind wahrscheinlich eh eher die Zielgruppe). Da sage ich dann nur: Nicht wundern; ABWÄHLEN! ;-)
Moinsen! Nicht erschrecken: ich bin`s schon wieder! Eigentlich wäre ich, wenn man mal die Frequenz meiner letzten sagen wir 20 Beiträge betrachtet, erst zu Ostern wieder moralisch verpflichtet neuerlichen Dummfug zu verzapfen, aber es gibt Sachen... naja, Sachen gibt’s halt... die gibt`s gar nicht! Als ich eben den Pro 7 - Videotext auf Seite 135 aufblätterte mußte ich mir gleich mal ein virtuelles Eselsohr in die brownsche Röhre dübeln um folgenden Text fortan für die Nachwelt zu konservieren. Denn DAS kann so ein verrückter Hund, wie ich es nunmal bin, einfach nicht unkommentiert lassen...! Also hier mal eine Abschrift der jetzt schon von mir zur inoffiziellen MELDUNG DES JAHRES erklärten Subventionsforderung:
“Pornoindustrie will “Staatsknete”
Auch die deutsche Sex- und Pornoindustrie wünscht sich finanzielle Unterstützung vom Staat. “Wirtschaftliche Hilfe wäre sinnvoll”, sagte Uwe Kaltenberg vom Bundesverband Erotik-Handel der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Die Branche bestehe vor allem aus kleinen und mittelständischen Betrieben, die finanzielle Hilfe gut gebrauchen könnten, etwa für Fortbildungen. Allerdings geht Kaltenberg nicht davon aus, dass die Politik dem Wunsch der Pornobranche nachkommt.”
(Quelle: Pro 7 Videotext, Seite 135 am 16.01.2009; Stand 20:55Uhr MEZ)
WIE - GEIL - IST - DAS - DENN?!?!?!!!
Erstmal ist es ja schon interessant, dass es einen “Bundesverband Erotik-Handel” gibt, was zugegebener Maßen auch einem gigantischen Euphemismus gleicht. Jedenfalls ein Statement, das für “Erregung” sorgt, zweifelsohne Aber nehmen wir dieses Luftschloß mal Stein für Stein auseinander, von der Wehrmauer mit ihren “Spitzen”, bis hinunter ins finsterste SM-Verließ!
Beginnen wir mit einer sozialwissenschaftlichen Begriffsklärung, was ja die Grundlage dafür bildet, sich die Auswüchse der Realität mal unter sinnhaften Gesichtspunkten zur “Brust” zu “nehmen”!
In einer Industriegesellschaft, was wir ja nicht mehr sind, aber irgendwie immer noch sein wollen (“Die Autoindustrie ist das Herz der deutschen Wirtschaft!” sage ich nur) strebt man ja den Handel an um seinen Kladaradatsch auch möglichst umfangreich ans Konsumvieh zu verhökern. Handel heißt Warenkreislauf, heißt unterm Strich Tausch”beziehungen” einzugehen. Getauscht wurde früher Ware gegen Ware. Sagen wir: A hat zwei Hühner und friert. B hat zwei Mäntel und Hunger -> A tauscht mit B Huhn gegen Mantel und beiden ging`s gut (für die Jüngeren soll mal folgendes Beispiel zur Veranschaulichung dienen: Man gab damals sein Hirn ab und erhielt dafür DIREKT seine Ed Hardy - Jacke).
Heute tut man sowas nicht mehr, heute gibt es das Geld als allgegenwärtiges Tauschmedium. Das ist jetzt keine alte Schachtel die in ihre Kristallkugel “gafft” und einem einen vom Pferd erzählt, sondern einfach so `ne Art Zwischengut -> A verkauft Huhn für Geld an C; geht damit zu B und gibt B das Geld für den Gehrock; dieser geht dann mit dem Geld zu B, gibt es ihm und erhält das Huhn... welches alsbald in köstlicher Soße auf seinem Teller schwimmt! Fazit: A hat nen Gehrock, B hat das Huhn und C das Geld. (Für die Jüngeren: Ed Hardy Jacken kosten jetzt außerdem noch Geld, das mit dem Hirn bleibt so)! Der Fortschritt besteht nun darin, dass von dem Huhn und dem Mantel nicht mehr nur 2, sondern 3 Leute was haben! Den ganzen “Akt” bezeichnete man von diesem Zeitpunkt an, vereinfacht gesagt, als Handel! Handeln konnte man also mit Gütern und mit Geld... (manche übertrieben in der Folge vor allem letzteres maßlos und sitzen deshalb jetzt gewaltig in der Tinte, aber das ist ein anderes Thema).
Worum es mit eigentlich geht, ist, dass die Mitglieder diesen komischen Ferkelfilmverbandes doch nun wirklich keine “Erotik” verkaufen. OK könnte man sagen, dann bieten sie halt Dienstleistungen an. Solche, welche der “Befriedigung” gewisser Bedürfnisse “dienen”. Aber das kann`s doch auch nicht sein, schließlich beinhaltet der Begriff ja die Worte “Dienst” und “Leistung”. Ersterer wird geleistet, letztere Erbracht. Das mit dem “Dienst” mag ja im einen oder anderen Film (je nach Gusto des Betrachters) noch grob hin kommen, für die “Leistung” ist der Konsument am Ende dann aber selbst verantwortlich. Kafkaesk, nicht wahr?!? Also was verkaufen die Heinis denn nun? Die Antwort ist so simpel wie einfach: Pornos! So, nicht Erotik, schlicht und ergreifend: PORNOS!!! Supi, hätten wir das geklärt (fragt mich jetzt bloß nicht, was ihr mit dieser Antwort nach all dem halbgaren soziologischen Geschwafel anfangen sollt... nehmt`s einfach hin und erfreut euch daran - wie auch immer. Pornos also. Und die sollen nun subventioniert werden. Aber klar doch, es gibt ja sonst nichts wichtigeres zu tun! Betrachtet man die eine oder andere Branchengröße könnte hier wahlweise auch die frisch beschlossene Verschrottungsprämie Anwendung finden! Während die Entlassungs-Influenza die Ökonomie “flachlegt” sollen Filme mit Titeln wie “Eiskalte Schwengel”, “Spiel mir das Lied vom Glied”, “Schwanz im Glück” oder gar “General Anal” nun auch noch subventioniert werden. (BTW: gebt bei google mal einfach “dumme Pornotitel” ein und ihr werdet sehen, dass es noch wesentlich schlimmer geht während ihr euch durch die Links klickt... da ist “A Clockwork Orgy” schon noch ein Meilenstein der poetischen Umschreibung gegen das meiste was da sonst noch so offeriert wird)!
Wer braucht denn schon eine subventionierte Infrastrukturmaßnahme, wenn man für das selbe Geld die Titel “Arschibald der Pornobuttler” Teil 3 bis 97 in Dolby Digital haben kann?!? Also SO einen Unfug von Forderung habe ich nun schon lange nicht mehr gehört, wahrlich Als ob es Porno - Peter mit seinem Intim-Imperium schlecht gehen könnte. Das ist wohl einer der wenigen Wirtschaftssektoren, der seine Absatzzahlen immer erreichen dürfte. Aber gut, wo man schon den Banken und der Autoindustrie fröhlich die Steuermilliarden in den Zockerrachen wirft, kann man bei den Kopulationskünstlern so eine Finanz”spritze” auch ganz gut gebrauchen. “Für Fortbildungen” natürlich... NATÜRLICH! Auf das Seminarprogramm wäre ich ohnehin mal gespannt, alleine die Veranstaltungstitel dürften von latentem Hormonstau geprägt sein und der FSK 18 unterliegen! Und am Ende wird man(n) dann wahrscheinlich zum “Big Bouncer” ehrenhalber und auf Lebenszeit gekürt und erhält die güldene Aufblaspuppe an der Kordel. Alles finanziert aus der Kirchensteuer! Ganz großes Tennis, da streike ja selbst ich als Atheist! Außerdem: wer will den schon am Ende von... sagen wir von “RoboCock” eingeblendet sehen, dass das “Ding” von der CDU gesponsert wurde?!? Richtig: NIEMAND! Vorstellen will man sich das schon gar nicht!
Als ob es einen Zwang gebe, jeden Mittelständer... Mittelständler meine ich, gleich mit dem Zuckerbrot der Subvention zu mästen, hin und wieder sollte man gerade im Boomgeschäft Fortpflanzungsanimation auch mal die knallharte Peitsche der wirtschaftlichen Realität auf dem Allerwertesten zu spüren bekommen... sonst haben sie damit ja auch kein Problem! Den ganzen Tag machen die ja nun unterm "Strich" nix anderes, als im Bett liegen uns Spaß haben... aber man kann ja vorsichtshalber mal Subventionsbedarf anmelden. Falls der süditalienische Mackerhengst, den man sich trotz Sprachbarriere angeheuert hat um ein Dutzend austauschbarer Wasserstoffblondinen zu begatten doch mal keinen hoch kriegt, dann soll wider die Regierung helfen, oder was?!? Erektionshilfe aus dem so genannten Staats”säckel” quasi. Beängstigend diese Vorstellung!
Aber unterm “Strich” ist`s doch niedlich, wie jetzt Hinz und Kunz subventioniert werden wollen. Auch wenn es hier und da vielleicht sinnvoll wäre, Meldungen wie diese kann ich irgendwie nicht ernst nehmen! Wenigstens ist der Typ realistisch genug, die Chancen auf Erfolg von Anfang an als gering einzustufen. Abschließend stellt sich mir noch die Frage, ob wir alle überhaupt wollen, dass sich der Staat nun auch noch in diesem Bereich des Privatlebens einmischt?!?! Ich habe da so meine Zweifel, denn Politik ist per se schon nicht wirklich “sexy”! Das Ende wäre, rein hypothetisch natürlich, dass es der Pornoindustrie vom Image her geht wie der Bahn: Der Ruf ist irgendwann sogar NOCH schlechter als das angebotene Produkt (ich sage nur: “Warum liegt denn hier Stroh?!?”) und am Ende "kommt" die Kundschaft trotz Millionensubventionen des Staates zu spät! Für die Pornobranche wäre das selbstredend noch wesentlich dramatischer als für Mehdorns Bummelbahn. Dieser “Schuß” kann somit eigentlich nur nach “hinten” los gehen!
Wenn ihr also das nächste mal im Videoladen eures Vertrauens irgend einen “Animationsfilm” ausleiht, macht euch drauf gefasst, dass mitten in der schlüpfrigen Orgienszene (mit 28 ganzkörpertätowierten Beteiligten in Neoprenanzügen, statt findend auf einer Sanitärwarenmesse in Tokio) plötzlich ein Wahlwerbespor der Partei der Bibeltreuen Christen läuft... oder alternativ auch der Grauen Panther (sind wahrscheinlich eh eher die Zielgruppe). Da sage ich dann nur: Nicht wundern; ABWÄHLEN! ;-)
Samstag, 10.01.2009
EVIL (IS GOING ON)
(Monster Magnet)
Grausame Grüße ans Wählervolk! Es ist nun soweit, nachdem uns die unweigerliche Abwahl unseres politischen Lieblingsfeindbildes 2008 schon mal ein gehöriges Warm - Up verpasste, steht es nun vor der Tür: DAS SUPERWAHLJAHR 2008!!!! SUPERWAHLJAHR... jeder 5jähige weiß, dass wenn da “SUPER” davor steht, etwas ganz besonders großartiges ins Haus steht. So ein SUPERwahljahr sollte also mindestens über halbwegs unfassbare Superkräfte verfügen. Wenn es schon nicht alle Erwartungen erfüllen wird, was nebenbei gesagt wahrscheinlich ist, sollte es wenigstens fliegen können oder mittels Röntgenblick Ottfied Fischer nackt sehen können! Superwahljahr olè , olè !!!
Aber was macht nun so ein “Superwahljahr” erst zu einem “SUPERwahljahr”? Irgend so `ne popelige Bundestagswahl? Nein, das kanns ja nicht sein! Landtagswahlen???? Ist doch alles kalter Kaffee... wen interessiert denn schon wirklich, wen sich das Saarland, Sachsen oder etwa das weltbekannte Thüüüü-hühühüüüü-ringen als neuen Provinzfürsten auskaschpern?!? Das ist doch alles so vorhersehbar wie ein Date von Dieter Bohlen mit `ner 19jährigen! Lediglich in Hessen, wo der Chef seit jeher sein eigenes Süppchen “kocht” wird der Vernunft wohl wieder die Koalitionssuppe versalzen werden (um`s mal möglichst wertneutral auszudrücken)! Bin mal gespannt, ob man dann im Land des Äbbelwoi weiterhin fröhlich vor sich hin stagniert, oder ob man sich endlich mal wieder traut sich auf eine Regierung fest zu legen. Spannend, spannend!
Aber an dieser Geschichte sind nun wiederum die Mehrheit der Bundesbürger auch wieder nicht direkt beteiligt, was da auch schon wieder etwas die Luft raus nimmt.
Unbestrittenes Highlight des SUPERwahljahres scheint somit die Wahl des Dschungelkönigs zu werden. Und das gleich aus mehreren Gründen: Da darf jeder mitstimmen; statt sich “nur” zwischen Not und Elend entscheiden zu müssen wird einem gleich die gesamte Pallette des menschlichen Wohlstandsschmerzes vorgeführt (daraus dann zu wählen, wer der größt mögliche Honk ist, ist wirklich nicht leicht) und, was man ja auch nicht vergessen darf: JEDE STIMME DES PUBLIKUMS LÄßT DIE PROTAGONISTEN UNERMESSLICH LEIDEN!!!! Gut, das war jetzt bei der letzten Hessenwahl auch nicht anders, aber im Dschungelcamp kann man dafür sorgen, dass die Auserwählten an so allerlei lustigem Krabbelgetier rumknuspern können oder durch Bottiche voll siedendem Hirschkäferkot zu tauchen haben um sich ihr tägliches Spiegelei zu verdienen. (In der Regel sind sie nach der Prüfung eh schon pappsatt!) Will heißen: Hier kann der Zuschauer (der so genannte “kleine Mann”) auch direkt beobachten was seine Stimme anrichtet... ohne allerdings selbst betroffen zu sein. Und so wird RTL wohl auch wieder dieses Jahr Einschaltquoten jenseits der 150% erreichen.
Ich bin jetzt, das sollte ich der Fairness halber erwähnen, keiner dieser Typen, die hier einen auf moralisch integerer Medienkritiker machen ohne zu wissen wovon sie reden. Diese so genannten Niveauflummis, welche ganzjährig zwischen Mailänder Scala und Bayreuth hin und her springen um die Kultur in sich aufzusaugen, sind am Ende auch irgendwo erkenntnisresistent! Außerdem sollte man schon wissen, worüber man sich echauffiert! Also hier mal ein Geständnis: Ja, ich kucke ab und zu “Ich bin ein Star, holt mich hier raus”!! So, nun ist es gesagt! Sonja Zietlow (gewohnt zickig und mit dieser Aura irgendwo zwischen Schneekönigin und Alice Schwarzer) mit dieser kleinen, runden (gestern rosafarbenen) Moderatorenmurmel namens Dirk Bach im Schlepptau! Hier sei mal erwähnt, dass ich Dirk Bach großartig finde!!! Dirk Bach rockt wie Sau *die Pommesgabel zeig*! Wer ein von ihm gelesenes Walther Moers Hörbuch sein Eigen nennt, der kann nicht anders als den Kerl zu mögen. Weltweit findet man keinen, und ich meine KEINEN, besseren Stollentroll als Dirk Bach! Also somit ist zumindest schon das Moderatorenduo zu 50% cool... aber Bach strahlt sogar auf die Zietlow positiv ab, sodaß die beiden ganz unterhaltsam sein können wenn sie mal niveaumäßig oberhalb der Gürtellinie (zugegeben: sonderlich weit drüber kommen sie nicht) interagieren. Die beiden hüten quasi alljährlich ein knappes Dutzend C-Promis, welches tatsächlich zu meinen scheint, “an seine Grenzen zu gehen” oder “ein Abenteuer zu bestehen”! So ein Kokolores! Ich frage mich dann immer, ob die wirklich nicht erkennen, dass sie nur als so eine Art Ekelgladiatoren für die breite Masse der Gesellschaft herhalten müssen. Wirklich gefährlich wird das doch eh nie (huhuuuuu böse Fauchschaben und Babykrokodile... ich mach`mir ins Hemd)! Das eigentlich beeindruckende an dem Sendekonzept ist wohl, dass es funktioniert wie ein Autounfall: Wenn man es erst einmal bemerkt hat, kann man nicht mehr weg sehen! So stehen uns nun also wieder mehrere Wochen TV-Crash bevor, in welchen RTL in jede, aber auch wirklich JEDE seiner sonstigen Sendungen irgendwelche Querverweise einbauen wird. Vermutlich wird sogar im Wetterbericht noch mal kurz geschaut, wie es denn grade in Australien aussieht. Eine Aussicht, die gefühlte 99,999999999999999573% der bundesdeutschen Bevölkerung nichtmal ansatzweise peripher tangiert! Aber Hauptsache 82 Millionen Menschen wissen, ob der Herr Lorenzo (ich weigere mich diese Gestalt anders zu nennen) Gefahr läuft, von Zeus einen gewaltigen Blitz in den Allerwertesten gejagt zu bekommen! Ganz großes Tennis! Überhaupt: “Ich bin ein Star (...)!”, dieser Teil des Titels verliert auch immer mehr an Treffsicherheit. Was sich da jetzt so allabendlich in die Hängematte kuschelt ist doch vom Promifaktor schon derart abgewrackt, da fehlt eigentlich nur noch Gunter Gabriel! Wer oder was ist zum Beispiel dieses blonde... DING, das da so schönlingshaft rum stöckelt und angeblich aus Jena kommen soll??? Größter Star Jenas ist und bleibt Bernd Schneider - wesentlich mehr gibts da nicht! Oder Peter Bond, der Mann, der anno dazumal eine gewisse Maren Gilzer die Konsonanten umklappen ließ. Ich fand Frederic Meißner damals schon cooler (jedenfalls bis ich von Bonds voran gegangener “Filmkarriere” erfuhr *fg*, von da an hatte er zumindest den Bonus des sprichwörtlichen “nackten Grauens”). Gundis Zambo...da sage ich nur: ABSTIEG!!! Früher fand ich sie sympathisch, heute wünsche ich ihr, dass sie da schnell raus gewählt wird weil man das doch nicht mit anschauen kann, wie die von Bond angegeilt wird! Und sonst... OK, diese “Mausi” kenne ich noch. Weiß der Henker wie die Frau wirklich heißt, aber medial tauchte sie mit ihrem Ex-Macker ja mindestens ein Mal jährlich auf. Der Rest ist Schweigen im Walde!!! Lorenzo kenne ich auch noch, weil dieser spindeldürre Grinsekasper schon 2003 beim Bohlen unangenehm auffiel mit seinem Gehampel. Aber außer bei DSDS rauszufliegen hat der doch auch noch nix Nützliches für die Gesellschaft geleistet. Dass er jetzt “Lorielle London” heißt und sich hat Gummi-Boobies implantieren lassen, das ändert auch nix an seinem Nervfaktor! Hätte man sich nicht einen coolen Transsexuellen holen können? Oder, wenn schon das nicht, wenigstens Olivia Jones, deren beißende Kommentare zu seinen Mitinsassen hätten wenigstens was Belustigendes gehabt. Nee, es muß ja Lorenzo sein... und der/die/das ist dann auch noch meschugge genug zu zusagen! Nix is`mit lichtem Moment! Wenn ihr mich fragt, soll sich dieser Typ jetzt nicht beschweren, wenn er täglich am Würmerbuffet antreten darf um sich durch die australische Fauna zu kauen! Na mal sehen, wer da am Ende übrig bleibt. Ich würde ja mal, ist jetzt nur so ein Gefühl, auf diese blonde Schachtel da tippen die aussieht mit Mitte achtzig.
Abschließend sollte ich vielleicht noch eine kleine Bringschuld begleichen, nämlich meine aktuelle Idealbesetzung für`s Dschungelcamp. Meine persönlichen “10 Topstars”, welche ich in die Schlacht schicken würde! Überflüssig zu erwähnen, dass das bei mir ein Survival - Camp der Marke “Battle Royal” wäre: Lebend käme da nur der Gewinner raus und selbst der müßte dann zu Fuß heim! Meine Kandidaten wären:
10) Paris Hilton
9) Bill Kaulitz
8) Boris Becker
7) Dieter Bohlen
6) Christopf Daum
5) Den Biathlon - Co-Kommentator der ARD (dieses “rechts-tief, links hoch..... ahhhhhh rechts tief.....meeeeek meeek” geht mir auf den Zeiger, WER TRIFFT HAT RECHT, DU PFOSTEN!)
4) Das Kind aus der Froop - Werbung
3) Osama Bin Laden
2) den Friedmann
1)und die sympathische Mutantenfamilie aus “The Hills Have Eyes 1 & 2"... die sind genetisch so dermaßen deckungsgleich, dass die mit einem Startplatz auskommen!
UND DANN BIN ICH MAL GESPANNT, WER DA AM ENDE ALS DSCHUNGELKÖNIG ÜBRIGBLEIBT! Als Dschungelprüfungen würde ich dann vorschlagen, dass die Plätze 2 - 10 abwechselnd die Mutanten ärgern! Dann die Sendezeit auf 23:55 verlagert, ne “FSK: keine Jugendfreigabe” verhängt und der Onkel würde sich mit nem Kübel Chips vor der Glotze prächtig amüsieren! Das käme doch einer Erlösung für die Medienlandschaft gleich und würde, mangels Klatschmeldungen, gleich die Hälfte der Sendezeit fürs Bildungsfernsehen frei schaufeln! Reich - Ranicki wäre begeistert!!!! Aber leider Gottes ist dieses Konzept, so verlockend es sich auch anhört, selbst und GERADE im Superwahljahr ungefähr so realistisch wie `ne absolute Mehrheit für die FDP!
In diesem Sinne: Frohen Urnengang, liebe demoskopische Zielgruppe!
**Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen sind rein zufällig und ungewollt... der Autor ist sich seiner eigenen Unzurechnungsfähigkeit bewusst!* *
Grausame Grüße ans Wählervolk! Es ist nun soweit, nachdem uns die unweigerliche Abwahl unseres politischen Lieblingsfeindbildes 2008 schon mal ein gehöriges Warm - Up verpasste, steht es nun vor der Tür: DAS SUPERWAHLJAHR 2008!!!! SUPERWAHLJAHR... jeder 5jähige weiß, dass wenn da “SUPER” davor steht, etwas ganz besonders großartiges ins Haus steht. So ein SUPERwahljahr sollte also mindestens über halbwegs unfassbare Superkräfte verfügen. Wenn es schon nicht alle Erwartungen erfüllen wird, was nebenbei gesagt wahrscheinlich ist, sollte es wenigstens fliegen können oder mittels Röntgenblick Ottfied Fischer nackt sehen können! Superwahljahr olè , olè !!!
Aber was macht nun so ein “Superwahljahr” erst zu einem “SUPERwahljahr”? Irgend so `ne popelige Bundestagswahl? Nein, das kanns ja nicht sein! Landtagswahlen???? Ist doch alles kalter Kaffee... wen interessiert denn schon wirklich, wen sich das Saarland, Sachsen oder etwa das weltbekannte Thüüüü-hühühüüüü-ringen als neuen Provinzfürsten auskaschpern?!? Das ist doch alles so vorhersehbar wie ein Date von Dieter Bohlen mit `ner 19jährigen! Lediglich in Hessen, wo der Chef seit jeher sein eigenes Süppchen “kocht” wird der Vernunft wohl wieder die Koalitionssuppe versalzen werden (um`s mal möglichst wertneutral auszudrücken)! Bin mal gespannt, ob man dann im Land des Äbbelwoi weiterhin fröhlich vor sich hin stagniert, oder ob man sich endlich mal wieder traut sich auf eine Regierung fest zu legen. Spannend, spannend!
Aber an dieser Geschichte sind nun wiederum die Mehrheit der Bundesbürger auch wieder nicht direkt beteiligt, was da auch schon wieder etwas die Luft raus nimmt.
Unbestrittenes Highlight des SUPERwahljahres scheint somit die Wahl des Dschungelkönigs zu werden. Und das gleich aus mehreren Gründen: Da darf jeder mitstimmen; statt sich “nur” zwischen Not und Elend entscheiden zu müssen wird einem gleich die gesamte Pallette des menschlichen Wohlstandsschmerzes vorgeführt (daraus dann zu wählen, wer der größt mögliche Honk ist, ist wirklich nicht leicht) und, was man ja auch nicht vergessen darf: JEDE STIMME DES PUBLIKUMS LÄßT DIE PROTAGONISTEN UNERMESSLICH LEIDEN!!!! Gut, das war jetzt bei der letzten Hessenwahl auch nicht anders, aber im Dschungelcamp kann man dafür sorgen, dass die Auserwählten an so allerlei lustigem Krabbelgetier rumknuspern können oder durch Bottiche voll siedendem Hirschkäferkot zu tauchen haben um sich ihr tägliches Spiegelei zu verdienen. (In der Regel sind sie nach der Prüfung eh schon pappsatt!) Will heißen: Hier kann der Zuschauer (der so genannte “kleine Mann”) auch direkt beobachten was seine Stimme anrichtet... ohne allerdings selbst betroffen zu sein. Und so wird RTL wohl auch wieder dieses Jahr Einschaltquoten jenseits der 150% erreichen.
Ich bin jetzt, das sollte ich der Fairness halber erwähnen, keiner dieser Typen, die hier einen auf moralisch integerer Medienkritiker machen ohne zu wissen wovon sie reden. Diese so genannten Niveauflummis, welche ganzjährig zwischen Mailänder Scala und Bayreuth hin und her springen um die Kultur in sich aufzusaugen, sind am Ende auch irgendwo erkenntnisresistent! Außerdem sollte man schon wissen, worüber man sich echauffiert! Also hier mal ein Geständnis: Ja, ich kucke ab und zu “Ich bin ein Star, holt mich hier raus”!! So, nun ist es gesagt! Sonja Zietlow (gewohnt zickig und mit dieser Aura irgendwo zwischen Schneekönigin und Alice Schwarzer) mit dieser kleinen, runden (gestern rosafarbenen) Moderatorenmurmel namens Dirk Bach im Schlepptau! Hier sei mal erwähnt, dass ich Dirk Bach großartig finde!!! Dirk Bach rockt wie Sau *die Pommesgabel zeig*! Wer ein von ihm gelesenes Walther Moers Hörbuch sein Eigen nennt, der kann nicht anders als den Kerl zu mögen. Weltweit findet man keinen, und ich meine KEINEN, besseren Stollentroll als Dirk Bach! Also somit ist zumindest schon das Moderatorenduo zu 50% cool... aber Bach strahlt sogar auf die Zietlow positiv ab, sodaß die beiden ganz unterhaltsam sein können wenn sie mal niveaumäßig oberhalb der Gürtellinie (zugegeben: sonderlich weit drüber kommen sie nicht) interagieren. Die beiden hüten quasi alljährlich ein knappes Dutzend C-Promis, welches tatsächlich zu meinen scheint, “an seine Grenzen zu gehen” oder “ein Abenteuer zu bestehen”! So ein Kokolores! Ich frage mich dann immer, ob die wirklich nicht erkennen, dass sie nur als so eine Art Ekelgladiatoren für die breite Masse der Gesellschaft herhalten müssen. Wirklich gefährlich wird das doch eh nie (huhuuuuu böse Fauchschaben und Babykrokodile... ich mach`mir ins Hemd)! Das eigentlich beeindruckende an dem Sendekonzept ist wohl, dass es funktioniert wie ein Autounfall: Wenn man es erst einmal bemerkt hat, kann man nicht mehr weg sehen! So stehen uns nun also wieder mehrere Wochen TV-Crash bevor, in welchen RTL in jede, aber auch wirklich JEDE seiner sonstigen Sendungen irgendwelche Querverweise einbauen wird. Vermutlich wird sogar im Wetterbericht noch mal kurz geschaut, wie es denn grade in Australien aussieht. Eine Aussicht, die gefühlte 99,999999999999999573% der bundesdeutschen Bevölkerung nichtmal ansatzweise peripher tangiert! Aber Hauptsache 82 Millionen Menschen wissen, ob der Herr Lorenzo (ich weigere mich diese Gestalt anders zu nennen) Gefahr läuft, von Zeus einen gewaltigen Blitz in den Allerwertesten gejagt zu bekommen! Ganz großes Tennis! Überhaupt: “Ich bin ein Star (...)!”, dieser Teil des Titels verliert auch immer mehr an Treffsicherheit. Was sich da jetzt so allabendlich in die Hängematte kuschelt ist doch vom Promifaktor schon derart abgewrackt, da fehlt eigentlich nur noch Gunter Gabriel! Wer oder was ist zum Beispiel dieses blonde... DING, das da so schönlingshaft rum stöckelt und angeblich aus Jena kommen soll??? Größter Star Jenas ist und bleibt Bernd Schneider - wesentlich mehr gibts da nicht! Oder Peter Bond, der Mann, der anno dazumal eine gewisse Maren Gilzer die Konsonanten umklappen ließ. Ich fand Frederic Meißner damals schon cooler (jedenfalls bis ich von Bonds voran gegangener “Filmkarriere” erfuhr *fg*, von da an hatte er zumindest den Bonus des sprichwörtlichen “nackten Grauens”). Gundis Zambo...da sage ich nur: ABSTIEG!!! Früher fand ich sie sympathisch, heute wünsche ich ihr, dass sie da schnell raus gewählt wird weil man das doch nicht mit anschauen kann, wie die von Bond angegeilt wird! Und sonst... OK, diese “Mausi” kenne ich noch. Weiß der Henker wie die Frau wirklich heißt, aber medial tauchte sie mit ihrem Ex-Macker ja mindestens ein Mal jährlich auf. Der Rest ist Schweigen im Walde!!! Lorenzo kenne ich auch noch, weil dieser spindeldürre Grinsekasper schon 2003 beim Bohlen unangenehm auffiel mit seinem Gehampel. Aber außer bei DSDS rauszufliegen hat der doch auch noch nix Nützliches für die Gesellschaft geleistet. Dass er jetzt “Lorielle London” heißt und sich hat Gummi-Boobies implantieren lassen, das ändert auch nix an seinem Nervfaktor! Hätte man sich nicht einen coolen Transsexuellen holen können? Oder, wenn schon das nicht, wenigstens Olivia Jones, deren beißende Kommentare zu seinen Mitinsassen hätten wenigstens was Belustigendes gehabt. Nee, es muß ja Lorenzo sein... und der/die/das ist dann auch noch meschugge genug zu zusagen! Nix is`mit lichtem Moment! Wenn ihr mich fragt, soll sich dieser Typ jetzt nicht beschweren, wenn er täglich am Würmerbuffet antreten darf um sich durch die australische Fauna zu kauen! Na mal sehen, wer da am Ende übrig bleibt. Ich würde ja mal, ist jetzt nur so ein Gefühl, auf diese blonde Schachtel da tippen die aussieht mit Mitte achtzig.
Abschließend sollte ich vielleicht noch eine kleine Bringschuld begleichen, nämlich meine aktuelle Idealbesetzung für`s Dschungelcamp. Meine persönlichen “10 Topstars”, welche ich in die Schlacht schicken würde! Überflüssig zu erwähnen, dass das bei mir ein Survival - Camp der Marke “Battle Royal” wäre: Lebend käme da nur der Gewinner raus und selbst der müßte dann zu Fuß heim! Meine Kandidaten wären:
10) Paris Hilton
9) Bill Kaulitz
8) Boris Becker
7) Dieter Bohlen
6) Christopf Daum
5) Den Biathlon - Co-Kommentator der ARD (dieses “rechts-tief, links hoch..... ahhhhhh rechts tief.....meeeeek meeek” geht mir auf den Zeiger, WER TRIFFT HAT RECHT, DU PFOSTEN!)
4) Das Kind aus der Froop - Werbung
3) Osama Bin Laden
2) den Friedmann
1)und die sympathische Mutantenfamilie aus “The Hills Have Eyes 1 & 2"... die sind genetisch so dermaßen deckungsgleich, dass die mit einem Startplatz auskommen!
UND DANN BIN ICH MAL GESPANNT, WER DA AM ENDE ALS DSCHUNGELKÖNIG ÜBRIGBLEIBT! Als Dschungelprüfungen würde ich dann vorschlagen, dass die Plätze 2 - 10 abwechselnd die Mutanten ärgern! Dann die Sendezeit auf 23:55 verlagert, ne “FSK: keine Jugendfreigabe” verhängt und der Onkel würde sich mit nem Kübel Chips vor der Glotze prächtig amüsieren! Das käme doch einer Erlösung für die Medienlandschaft gleich und würde, mangels Klatschmeldungen, gleich die Hälfte der Sendezeit fürs Bildungsfernsehen frei schaufeln! Reich - Ranicki wäre begeistert!!!! Aber leider Gottes ist dieses Konzept, so verlockend es sich auch anhört, selbst und GERADE im Superwahljahr ungefähr so realistisch wie `ne absolute Mehrheit für die FDP!
In diesem Sinne: Frohen Urnengang, liebe demoskopische Zielgruppe!
**Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen sind rein zufällig und ungewollt... der Autor ist sich seiner eigenen Unzurechnungsfähigkeit bewusst!* *
Donnerstag, 25.12.2008
EGO, THE LIVING PLANET
(MONSTER MAGNET)
Willkommen im musikalischen Drogensumpf.... wo die Planeten noch sprechen und der Traktor noch sanft über den Schlafmohn tuckert! Ja, DAS sind Monster Magnet, das sind ihre Texte. Gesund ists zwar nicht, aber dafür herrlich schräg und unterhaltsam, wenn einem das Unikat Dave Wyndorf vorsingt, wie er mit geöffneter Vene auf der Drogenfarm den Traktor fährt! Wer auf psychedelischen und intergalaktisch beeinflußten Hardrock steht, der kommt an der Instanz Monster Magnet nicht vorbei. Vom Motor über Skorpione, Schädel, Raketen, nackte Ischen, einen Satanskopf und Kometen haben sie schließlich so alles auf das Cover ihrer letzten Platte gepackt, was ihr Image ausmacht.
Ich habe es bereits angekündigt, nun ist es endlich soweit: Ein Konzertbericht der Superlative wird mitten aus dem Universum direkt in den Blog gebeamt. Wie bereits erwähnt war der Onkel ja in der glücklichen Situation noch ein paar Tage Urlaubsanspruch vernichten zu dürfen/müssen. Diese konnte ich dann unter anderem für ein Monster Magnet Konzert nutzen, welches ich bereits seit August ins Auge gefasst, aber eigentlich schon abgehakt hatte (Mitten in der Woche, auch noch Dienstags, etc.). Aber gut, die Karte war dank eventim schnell geordert, die 25€ investiert und die alten Scheiben der Herren Wyndorf und Co zur Vorbereitung ebenso zügig wieder aus den Untiefen der Plattensammlung heraus gekramt. Es ist mitunter verblüffend, wie man Musik neu entdecken kann, wenn man sie ne Weile nicht mehr im Ohr hatte. Klar, die Monster Magneten waren schon immer ein gern gesehener Gast in meinem Innenohr, aber wenn man nach ein paar Monaten erstmals wieder
“Tractor”, “Monolithic” oder das so herrlich vor sich hin wabernde “Baby Götterdämmerung!” genießt, dann kann das einen schon mitreißen. Da kommen Erinnerungen hoch, wie man damals als vor sich hin pubertierender Wanst so Dinger wie “Spine of God”, “Space Lord” oder den unvermeidlichen “Powertrip” auf sich einhämmern ließ. Ganz groß!!! Das waren noch Zeiten. Naja, jedenfalls soll es in folgenden Zeilen um genau dieses Konzert gehen, ne kleine Zusammenfassung eben, wie man sie von mir mittlerweile gewohnt ist! :-)
Es begab sich also, anno domini 2009 (minus 1), am 9. Dezember, dass ich mich gegen 17 Uhr in meinKraftfahrzeug schwang und mehr oder weniger ruhigen Reifend Richtung Messestadt tuckerte. Also Outfit (ist ja bei Rockkonzerten auch wichtig, man kann ja wohl kaum im Samtanzug da auflaufen) diente ein QOTSA - Shirt (naja, Insider wissen warum), die obligatorische Rock `N Roll - Jeans und ein Jäckchen... falls es kalt wird. Die Fahrt an sich verlief dann zunächst unspektakulär und Routenplaner sei dank kam ich auch wohl behalten und Umwegfrei an meinem Ziel an. Beginn war für 20 Uhr angepeilt und ich beschloss, mich so gegen 19 Uhr in die Halle zu begeben. 19 Uhr wäre, so meinte ich, ne ganz gute Zeit. Man ist nicht der erste der dann übermotiviert sabbernd an der ersten Absperrung klebt und vom Rest der Meute leicht belächelt wird, da es ihm durch seinen Fanatismus unmöglich ist die einsetzende Dehydrierung mit Gerstensaft zu bekämpfen. Der Letzte ist man 19 Uhr, also eine Stunde vor beginn auch noch nicht, sodaß ma sich bequem zunächst an den Merch-Stand, von diesem zur Bar und abschließend noch auf einen der vorderen Plätze treiben lassen kann. OK, soweit die Theorie! Die Realität sah mal wieder ganz anders aus, wenn auch nicht unbedingt schlechter! :-)
Als ich mich dazu entschloß, mich aus der Leipziger Kälte in die Halle zu begeben (vielleicht sollte ich hinzu sagen, dass “Werk II - Halle A” als Location diente) lungerten noch erstaunlich wenige Leute vor dem Eingang rum. Ich schnippste noch in bester Rockermanier die Kippe quer über die Querstraße um meine Street Credibility gen Ozonschicht zu steigern und stellte mich der, wie ich meinte, unvermeidlichen Fummelsession der Herren Securityheinis am Eingangsportal. Ich mußte nicht mal anstehen. Der optische Bulldozer, welcher normalerweise meine Physiognomie nach versteckten Cruise - Missiles abzutasten gehabt hätte, drückte mir nur freundlich lächelnd einen Stempel auf den Handrücken (“Hi, hier, falls Du mal raus willst!”) und überreichte mir feierlich einen Sepultura-Flyer (14.02.09, Leipzig). Einerseits fand ich dies ganz angenehm, andererseits... naja, man glaubt nciht wirklich daran, dass man “EVIL” rüberkommt, wenn man nichtmal ansatzweise gefilzt wird. Street Credibility dann scheinbar doch ungenügend... nächstes Mal muß ich mir also was NOCH zerstörerisches einfallen lassen um die Sicherheitsleute auf meine gemeingefährliche Natur hin zu weisen *grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr*!!!!
Aber egal, nun war ich einmal drinne, unberührt quasi (was die meisten Menschinnen die mit dem Herrn Wyndorf postkonzertären Kontakt hatten nicht mehr von sich behaupten dürfen). Erste Maßnahme, raus aus dem Eingangsbereich, rein in die Halle. Halle... klingt ja erstmal weiträumig, also mit einem gewissen Fassungsvermögen gesegnet. Was die Halle A des Werk II betrifft, sollte man da schon etwas kleinere Maßstäbe ansetzen. Wenn man das Mischpult für den Tonheini abzieht hatte das Ding ungefähr 3/4 turnhallengröße (und wir reden hier von einer bestenfalls durchschnittleichen Turnhalle... dem 1. FC Köln unter den Turnhallen wenn man so will). Da war außer mir bislang kaum jemand. Rechts lungerten zwei ziemlich gelangweilte Verfechter des alternativen Haarschnitts an einem gähnend leeren Merchandisingstand rum, zwei studentische Aushilfen (optischer Eindruck) warteten an der Garderobe unmotiviert auf überreichte Lederjacken. Links prangte eine lange, gut gefüllte Bar. Nix wie hin dachte ich mir, schließlich hatte ich mich schon die ganze Autofahrt auf mein obligatorisches Konzertbierchen gefreut und, mal ehrlich: Monster Magnet so komplett nüchtern erleben... sowas MACHT MAN EINFACH NICHT! Also tauschte ich etwas Hartgeld gegen Flüssiges und deckte mich (und meine nicht anwesende Schwester) anschließend noch am spärlich gefüllten Merchandising - Stand mit Memorabilien ein. Selbige wanderten dann umgehend in die Taschen meiner Lederjacke und alsbald ins die Garderobe. Nur mal so am Rande: Als Garderobentussnelda würde ich mich ohnehin weigern andere Kleidungsstücke entgegen zu nehmen an solchen Abenden! Ich will das nur mal erwähnt haben, weil zwischen der Horde langlotscher Bombenleger (also den vernunftbegabten Wesen), fielen drei Gestalten in schneeweißen Wolljacken und mit diesen dämlichen Ed Hardy-Basecaps gleich mal negativ auf. Was die genau da zu suchen hatten, werden sie wohl selber nicht wissen, nach der zweiten Vorband verzogen sie sich eingeschüchtert ohnehin ins hintere Drittel der “Halle”. ( Zu diesem Ed Hardy - Quatsch sage ich jetzt mal nix weiter... Totenköpfe aus Glitzersteinchen mit Rosengedöns... alles Pussys!)
Jedenfalls chillte ich dann mit meinem Becherchen vor zur Bühne (dauerte ja nur 10 Schritte) und ließ mich da zu Vorband Nr. 1, die Gottlob schon gegen 19:30 losdudelte, als außer mit vll. Noch 30 weitere Leute in der Halle verweilten, halbrechts, 5 Meter vor der Bühne nieder. Also streng genommen stand ich da rum... mitten im freien Raum. Besagte Vorband hörte auf den leicht bibelforscheresquen Rufnamen “The Pilgrim Fathers” und war ganz nett... mehr aber meiner Meinung nach auch nicht. Vom Sound her waren die sowas wie eine Mischung aus den Black Keys, Wolfmother und einem Störsender. Jedenfalls führte die arg überschaubare, aber noch recht leer Halle dazu, dass der Lead - Gitarrist einem am Ende des Auftritts persönlich zuprostete wenn man ihm seinen halbleeren Becher Gerstensaft, mit einem anerkennenden Nicken verbunden, entgegenstreckte. (Australier eben... wenns um Bier geht wissen die was sich gehört ;-) ). Jedenfalls ne nette Geste des Herren. Danach ließ ich mich dann auf einen ziemlichen Blödsinn ein. Im Nachhinein denke ich, dass das so ziemlich die dämlichste Idee war, die ich seit langem hatte. Ich versuchte mich schlicht und einfach an das Rauchverbot zu halten... und latschte treudoof durch das Ausgangsportal nach draußen (hatte ja meinen Stempel “falls ich mal raus will”). Dort lungerte schon die Hälfte der bisher anwesenden mit ähnlichen Absichten herum. Also wer dieses Gesetz rausgehauen hat, der sollte schleunigst vom Verfassungsschutz unterwandert werden! So ein Blödsinn! Ähnlich wie der Rest der “Ausgewanderten” beschloss ich mich für die nächsten Stunden über dieses Gesetz dreist hinweg zu setzen (Yeah, fuck the system!!! -> Street Credibility + 10!!!!). Kleinkriminelles Anpaffen gegen obrigkeitsstaatliche Bevormundung! Da ist man schonmal in einem veritabel herunter gerissenen Rockschuppen und geht zum Rauchen vor die Tür... HALLO!?!?? geht`s noch??!!!
Jedenfalls füllte sich die Location so langsam und ich trudelte rechtzeitig zu Nebula, Vorband zwei, wieder vor der Bühne ein. Mein Plätzchen war frei geblieben und ich beschloss, mich da jetzt nicht mehr hinweg zu bewegen. Nebula waren schon eher mein Fall, ziemlich fetter Sound und schön laut. Das Anheizen nahm also seinen Lauf und der Onkel kam auch so langsam in Stimmung und lockerte schonmal seine Nackenmuskulatur um beim Hauptact auch ordentlich abgehen zu können. Dann war Nebula durch, eine Mischung aus Höflichkeitsapplaus und Anerkennung geleitete sie von der Bühne, welche daraufhin von Rowdies... nee... Roadies geentert und massiv umgestaltet wurde. Alsobald wurde das Drumkitt enthüllt, der feuerspeiende “Bullgod” nebst Auspüffen grinste uns bedrohlich an während kurze Zeit später die Lichtshow einsetzte. Auf einer großen Leinwand im Hintergrund wechselten sich Bilder von Monstern, halbnackten Frauen und Panzern im Rhythmus des Vorgedudels ab, was auch während des ganzen Konzertes so bleiben sollte. Die Monster wurden im Konzertverlauf immer fürchterlicher, die Panzer größer und die Frauen nackter... eigentlich nicht wirklich verwunderlich. Damit sei nun auch vorab die Frage beantwortet, ob der Dave sich wieder `ne Hand voll Bikinimodells in knappe Lederklamotten gesteckt und seine “künstlerische Aussage” unterstreichend an GoGo-Stangen herumwackeln ließ wie vor ein paar Jahren... leider nicht, aber dafür gabs halt diesmal puren Schweinerock um die Ohren!!! Jedenfalls war die Bühne inzwischen vorbereitet, hektisch eilte nur noch einer der Roadies wieder auf die Bühne und schraubte das Mikro ca. 20 cm tiefer (jaja, der Wyndorf wirkt nunmal größer als er ist, das macht diese finstere Aura des halluzinogen verschwurbelten Alternativpriesters.) Jedenfalls schlurfte die Band dann kurz darauf chillig auf die Bühne, schnappten sich die Instrumente und... naja, warteten erstmal. Warteten auf Dave. Selbiger kam nach ein paar Sekunden des irritierten Wartens recht aggro auf die Bühne gewalzt (sorry, man kann das einfach nicht mehr anders sagen) und blaffte ein knappes Begrüßungs - “Let`s Go!” ins extra herunter geschraubte Mikro bevor er und seine Freunde gleich mit einem donnernden “Dopes to Infinity” den Abend eröffneten. Dave, von manigfaltigen Entzugsversuchen und angeblich auch Antidepressiva mittlerweile bestenfalls noch als “klein und rund” zu umschreiben, war im ersten Moment noch ein etwas ungewohnter Anblick. Kannte man ihn doch seit jeher nur als drahtigen Mittvierziger, der bis oben hin zugedröhnt im Teufelskostüm über die Bühne wütet und anschließend backstage `ne Hand voll Twens vernascht. Aber bereits beim ersten Song wurde klar, dass sich daran (bis auf das “Zugedröhnt”) wahrscheinlich NICHTS geändert hat. Spätestens zur Mitte von “Negasonic Teenage Warhead” hatte man sich an den etwas voluminöseren Dave gewöhnt der sich da vorne, keine 10 Meter von mir entfernt den Arsch abrockte und bisweilen dem Publikum mit Stagedives drohte. Für die Musik, die Monster Magnet machen, war der Sound ganz OK, zumindest dort wo ich stand (seit Düsseldorf weiß man ja, dass man da auch bissel Glück haben muß). Jedenfalls trug einen der magische Geräuschteppich , welcher den Boxen entströmte, schnell in den Abend hinein und wenn meine Mutter Wyndorf da vorne hätte rumgeistern sehen, wäre der Kommentar wohl “Ohhh, wie ein böses Ding!!!” gewesen. Sehr geil jedenfalls! Ehe man es sich versah befand man sich schon mitten in “Powertrip” und gröhlte kollektiv den Refrain in die mittlerweile nun doch recht verräucherte Hallenatmosphäre. Langsam aber sicher beruhigte sich Dave auch, man könnte auch besser sagen, dass er sich abreagiert hatte. Die Aggrostimmung war abgeklungen und man merkte förmlich, wie er sich plötzlich mitten im Konzert befand und sich sichtlich wohler fühlte. Das Mainset wurde somit auch nicht von allzu vielen Laberpausen unterbrochen, sondern Brett auf Brett wurde uns um die Ohren geschleudert. Bei Space Lord kochte dann wieder der ganze Saal und Dame, der in seinem übergroßen Hoodie und dem Pullover irgendwie “heimatvertrieben” aussah, musste mittlerweile schon ne halbe Schachtel leergequalmt haben, bevor er sich bei “Zodiac Lung”endlich mal eine kleine Ruhepause gönnte. Lässig auf den Mikrofonständer gelehnt hatte sein Intro schon was Sinatrahaftes bevor der Song dann in gewohnter Art detonierte. Das kleine Päuschen hatte er sich auch redlich verdient, man denke nur an “Crop Circle” und sein Bewegungspensum oder das permanente Rumgeflirte mit der ersten Reihe, wenn es wieder einen der spacigen Instrumentalparts in den Songs gab und Dave dem Publikum wahlweise seine Zigarette anbot oder sie spontan mit seiner Gitarre bewerfen wollte. Sehr geil auf jeden Fall das Ganze!!!
Mittlerweile, oder besser gesagt seit Konzertbeginn, war die Halle auch relativ voll, zumindest das vordere Drittel in welchem ich mich naturgemäß aufhielt, war schon ordentlich vollgepackt mit schwitzenden, rockenden und headbangenden Leuten. Stimmung stimmte also, was sich auch wie ein Ping - Pong - Ball auf die Band und von ihr wiederum auf die Audience übertrug. Gegenseitiges Hochschaukeln. Bemerkenswert war schon im Hauptteil die Setlist, an der sich auch im Zugabenblock nix ändern sollte: Keine neuen Nummern von “4 Way Diablo”, nur das gute alte Zeug wurde gespielt! Und wie!!!! Klar, einige der persönlichen Lieblinge blieben auf der Strecke, aber dafür ging bei anderen Nummern doppelt die Lucy ab. Space Lord war so eine Nummer, ein Highlight des Abends wenn ihr mich fragt! Auch “Spine of God” wurde zelebrieret. Irgendwann, das sollte ich für die wahren Nerds die das Lesen vielleicht dazu sagen, verschwammen dann auch die Grenzen zwischen Hauptblock und Encore... also nagelt mich nicht auf Chronologie, geschweige denn Vollständigkeit der Setlist fest (das könnt ihr dann wieder bei Pearl Jam machen ;-) )! Jedenfalls kam die Pause dann schon ganz gelegen um mal etwas die mittlerweile leicht überspannten Metaller-Muskeln im Nacken zu lockern und sich für die Zugabe zu präparieren. Ansatzlos gings weiter, wo der Hauptteil abgebrochen hatte. Immer volles Rohr nach vorne. Mittlerweile war die projizierte Bühnendeko bei “Atombombentests” und “vollkommen nackt” angekommen... die Monster sparte man sich inzwischen und blendete Screens von US-Comics ein. Besagtes “Spine of God” kam nochmal so richtig großartig rüber, bevor Dave uns noch mit einer anständigen Überraschung zu verabschieden gedachte. Kurze Ansprache ans Fanvolk mit der Feststellung, dass wir uns momentan alle im Zentrum des Universums befänden, und dann setzte er man eben mit einem Don McLean Cover ein, DEM Don McLean Cover: “American Pie”. Auch nett, spätestens als die Band dazustieß wurde darauf der gewohnte, psychedelische Soundbrei, der rücksichtslos durch die Halle bretterte und schließlich das ganze Publikum aus der Halle spülte. Mal wieder verließ man anständig weggetreten, mit Druck auf den Ohren und Milchsäure im Halsmuskel eine Konzerthalle... Mann, was haben denn da der 52jährige Typ mit seiner Combo da grade abgezogen?!? Alleine der Einstieg mit “Dopes to Infinity” war schon Wahnsinn (und passend... ) und danach ließ man auch nicht nach, eher im Gegenteil. Jedenfalls mußte ich erstmal ein paar Minuten die Trance abschütteln, bevor ich mich beruhigt wieder hinters Steuer setzen konnte. Ein “Good - old - Times” - Set mit lauter Meilensteinen der Bandgeschichte lag hinter mir. Den kugelrunden Wyndorf hatte man da schon längst vergessen, irgendwann wird er schon wieder in seine flammenbestickten Lederwesten passen und dann bin ich auch wieder dabei!!!! Denn diese 25 € waren einfach mal perfekt investiert, Kosten - Nutzen - Relation schlicht und ergreifend Weltklasse. Wieder ein paar Rockdinos live erlebt, hoffentlich nicht das letzte Mal! Bis dahin fallen dem Dame bestimmt auch noch ein paar abgedrehte Dialoge mit Planeten ein, die er dann mit dröhnender Gitarre vertonen kann... oder er fährt wieder Traktor!
Willkommen im musikalischen Drogensumpf.... wo die Planeten noch sprechen und der Traktor noch sanft über den Schlafmohn tuckert! Ja, DAS sind Monster Magnet, das sind ihre Texte. Gesund ists zwar nicht, aber dafür herrlich schräg und unterhaltsam, wenn einem das Unikat Dave Wyndorf vorsingt, wie er mit geöffneter Vene auf der Drogenfarm den Traktor fährt! Wer auf psychedelischen und intergalaktisch beeinflußten Hardrock steht, der kommt an der Instanz Monster Magnet nicht vorbei. Vom Motor über Skorpione, Schädel, Raketen, nackte Ischen, einen Satanskopf und Kometen haben sie schließlich so alles auf das Cover ihrer letzten Platte gepackt, was ihr Image ausmacht.
Ich habe es bereits angekündigt, nun ist es endlich soweit: Ein Konzertbericht der Superlative wird mitten aus dem Universum direkt in den Blog gebeamt. Wie bereits erwähnt war der Onkel ja in der glücklichen Situation noch ein paar Tage Urlaubsanspruch vernichten zu dürfen/müssen. Diese konnte ich dann unter anderem für ein Monster Magnet Konzert nutzen, welches ich bereits seit August ins Auge gefasst, aber eigentlich schon abgehakt hatte (Mitten in der Woche, auch noch Dienstags, etc.). Aber gut, die Karte war dank eventim schnell geordert, die 25€ investiert und die alten Scheiben der Herren Wyndorf und Co zur Vorbereitung ebenso zügig wieder aus den Untiefen der Plattensammlung heraus gekramt. Es ist mitunter verblüffend, wie man Musik neu entdecken kann, wenn man sie ne Weile nicht mehr im Ohr hatte. Klar, die Monster Magneten waren schon immer ein gern gesehener Gast in meinem Innenohr, aber wenn man nach ein paar Monaten erstmals wieder
“Tractor”, “Monolithic” oder das so herrlich vor sich hin wabernde “Baby Götterdämmerung!” genießt, dann kann das einen schon mitreißen. Da kommen Erinnerungen hoch, wie man damals als vor sich hin pubertierender Wanst so Dinger wie “Spine of God”, “Space Lord” oder den unvermeidlichen “Powertrip” auf sich einhämmern ließ. Ganz groß!!! Das waren noch Zeiten. Naja, jedenfalls soll es in folgenden Zeilen um genau dieses Konzert gehen, ne kleine Zusammenfassung eben, wie man sie von mir mittlerweile gewohnt ist! :-)
Es begab sich also, anno domini 2009 (minus 1), am 9. Dezember, dass ich mich gegen 17 Uhr in meinKraftfahrzeug schwang und mehr oder weniger ruhigen Reifend Richtung Messestadt tuckerte. Also Outfit (ist ja bei Rockkonzerten auch wichtig, man kann ja wohl kaum im Samtanzug da auflaufen) diente ein QOTSA - Shirt (naja, Insider wissen warum), die obligatorische Rock `N Roll - Jeans und ein Jäckchen... falls es kalt wird. Die Fahrt an sich verlief dann zunächst unspektakulär und Routenplaner sei dank kam ich auch wohl behalten und Umwegfrei an meinem Ziel an. Beginn war für 20 Uhr angepeilt und ich beschloss, mich so gegen 19 Uhr in die Halle zu begeben. 19 Uhr wäre, so meinte ich, ne ganz gute Zeit. Man ist nicht der erste der dann übermotiviert sabbernd an der ersten Absperrung klebt und vom Rest der Meute leicht belächelt wird, da es ihm durch seinen Fanatismus unmöglich ist die einsetzende Dehydrierung mit Gerstensaft zu bekämpfen. Der Letzte ist man 19 Uhr, also eine Stunde vor beginn auch noch nicht, sodaß ma sich bequem zunächst an den Merch-Stand, von diesem zur Bar und abschließend noch auf einen der vorderen Plätze treiben lassen kann. OK, soweit die Theorie! Die Realität sah mal wieder ganz anders aus, wenn auch nicht unbedingt schlechter! :-)
Als ich mich dazu entschloß, mich aus der Leipziger Kälte in die Halle zu begeben (vielleicht sollte ich hinzu sagen, dass “Werk II - Halle A” als Location diente) lungerten noch erstaunlich wenige Leute vor dem Eingang rum. Ich schnippste noch in bester Rockermanier die Kippe quer über die Querstraße um meine Street Credibility gen Ozonschicht zu steigern und stellte mich der, wie ich meinte, unvermeidlichen Fummelsession der Herren Securityheinis am Eingangsportal. Ich mußte nicht mal anstehen. Der optische Bulldozer, welcher normalerweise meine Physiognomie nach versteckten Cruise - Missiles abzutasten gehabt hätte, drückte mir nur freundlich lächelnd einen Stempel auf den Handrücken (“Hi, hier, falls Du mal raus willst!”) und überreichte mir feierlich einen Sepultura-Flyer (14.02.09, Leipzig). Einerseits fand ich dies ganz angenehm, andererseits... naja, man glaubt nciht wirklich daran, dass man “EVIL” rüberkommt, wenn man nichtmal ansatzweise gefilzt wird. Street Credibility dann scheinbar doch ungenügend... nächstes Mal muß ich mir also was NOCH zerstörerisches einfallen lassen um die Sicherheitsleute auf meine gemeingefährliche Natur hin zu weisen *grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr*!!!!
Aber egal, nun war ich einmal drinne, unberührt quasi (was die meisten Menschinnen die mit dem Herrn Wyndorf postkonzertären Kontakt hatten nicht mehr von sich behaupten dürfen). Erste Maßnahme, raus aus dem Eingangsbereich, rein in die Halle. Halle... klingt ja erstmal weiträumig, also mit einem gewissen Fassungsvermögen gesegnet. Was die Halle A des Werk II betrifft, sollte man da schon etwas kleinere Maßstäbe ansetzen. Wenn man das Mischpult für den Tonheini abzieht hatte das Ding ungefähr 3/4 turnhallengröße (und wir reden hier von einer bestenfalls durchschnittleichen Turnhalle... dem 1. FC Köln unter den Turnhallen wenn man so will). Da war außer mir bislang kaum jemand. Rechts lungerten zwei ziemlich gelangweilte Verfechter des alternativen Haarschnitts an einem gähnend leeren Merchandisingstand rum, zwei studentische Aushilfen (optischer Eindruck) warteten an der Garderobe unmotiviert auf überreichte Lederjacken. Links prangte eine lange, gut gefüllte Bar. Nix wie hin dachte ich mir, schließlich hatte ich mich schon die ganze Autofahrt auf mein obligatorisches Konzertbierchen gefreut und, mal ehrlich: Monster Magnet so komplett nüchtern erleben... sowas MACHT MAN EINFACH NICHT! Also tauschte ich etwas Hartgeld gegen Flüssiges und deckte mich (und meine nicht anwesende Schwester) anschließend noch am spärlich gefüllten Merchandising - Stand mit Memorabilien ein. Selbige wanderten dann umgehend in die Taschen meiner Lederjacke und alsbald ins die Garderobe. Nur mal so am Rande: Als Garderobentussnelda würde ich mich ohnehin weigern andere Kleidungsstücke entgegen zu nehmen an solchen Abenden! Ich will das nur mal erwähnt haben, weil zwischen der Horde langlotscher Bombenleger (also den vernunftbegabten Wesen), fielen drei Gestalten in schneeweißen Wolljacken und mit diesen dämlichen Ed Hardy-Basecaps gleich mal negativ auf. Was die genau da zu suchen hatten, werden sie wohl selber nicht wissen, nach der zweiten Vorband verzogen sie sich eingeschüchtert ohnehin ins hintere Drittel der “Halle”. ( Zu diesem Ed Hardy - Quatsch sage ich jetzt mal nix weiter... Totenköpfe aus Glitzersteinchen mit Rosengedöns... alles Pussys!)
Jedenfalls chillte ich dann mit meinem Becherchen vor zur Bühne (dauerte ja nur 10 Schritte) und ließ mich da zu Vorband Nr. 1, die Gottlob schon gegen 19:30 losdudelte, als außer mit vll. Noch 30 weitere Leute in der Halle verweilten, halbrechts, 5 Meter vor der Bühne nieder. Also streng genommen stand ich da rum... mitten im freien Raum. Besagte Vorband hörte auf den leicht bibelforscheresquen Rufnamen “The Pilgrim Fathers” und war ganz nett... mehr aber meiner Meinung nach auch nicht. Vom Sound her waren die sowas wie eine Mischung aus den Black Keys, Wolfmother und einem Störsender. Jedenfalls führte die arg überschaubare, aber noch recht leer Halle dazu, dass der Lead - Gitarrist einem am Ende des Auftritts persönlich zuprostete wenn man ihm seinen halbleeren Becher Gerstensaft, mit einem anerkennenden Nicken verbunden, entgegenstreckte. (Australier eben... wenns um Bier geht wissen die was sich gehört ;-) ). Jedenfalls ne nette Geste des Herren. Danach ließ ich mich dann auf einen ziemlichen Blödsinn ein. Im Nachhinein denke ich, dass das so ziemlich die dämlichste Idee war, die ich seit langem hatte. Ich versuchte mich schlicht und einfach an das Rauchverbot zu halten... und latschte treudoof durch das Ausgangsportal nach draußen (hatte ja meinen Stempel “falls ich mal raus will”). Dort lungerte schon die Hälfte der bisher anwesenden mit ähnlichen Absichten herum. Also wer dieses Gesetz rausgehauen hat, der sollte schleunigst vom Verfassungsschutz unterwandert werden! So ein Blödsinn! Ähnlich wie der Rest der “Ausgewanderten” beschloss ich mich für die nächsten Stunden über dieses Gesetz dreist hinweg zu setzen (Yeah, fuck the system!!! -> Street Credibility + 10!!!!). Kleinkriminelles Anpaffen gegen obrigkeitsstaatliche Bevormundung! Da ist man schonmal in einem veritabel herunter gerissenen Rockschuppen und geht zum Rauchen vor die Tür... HALLO!?!?? geht`s noch??!!!
Jedenfalls füllte sich die Location so langsam und ich trudelte rechtzeitig zu Nebula, Vorband zwei, wieder vor der Bühne ein. Mein Plätzchen war frei geblieben und ich beschloss, mich da jetzt nicht mehr hinweg zu bewegen. Nebula waren schon eher mein Fall, ziemlich fetter Sound und schön laut. Das Anheizen nahm also seinen Lauf und der Onkel kam auch so langsam in Stimmung und lockerte schonmal seine Nackenmuskulatur um beim Hauptact auch ordentlich abgehen zu können. Dann war Nebula durch, eine Mischung aus Höflichkeitsapplaus und Anerkennung geleitete sie von der Bühne, welche daraufhin von Rowdies... nee... Roadies geentert und massiv umgestaltet wurde. Alsobald wurde das Drumkitt enthüllt, der feuerspeiende “Bullgod” nebst Auspüffen grinste uns bedrohlich an während kurze Zeit später die Lichtshow einsetzte. Auf einer großen Leinwand im Hintergrund wechselten sich Bilder von Monstern, halbnackten Frauen und Panzern im Rhythmus des Vorgedudels ab, was auch während des ganzen Konzertes so bleiben sollte. Die Monster wurden im Konzertverlauf immer fürchterlicher, die Panzer größer und die Frauen nackter... eigentlich nicht wirklich verwunderlich. Damit sei nun auch vorab die Frage beantwortet, ob der Dave sich wieder `ne Hand voll Bikinimodells in knappe Lederklamotten gesteckt und seine “künstlerische Aussage” unterstreichend an GoGo-Stangen herumwackeln ließ wie vor ein paar Jahren... leider nicht, aber dafür gabs halt diesmal puren Schweinerock um die Ohren!!! Jedenfalls war die Bühne inzwischen vorbereitet, hektisch eilte nur noch einer der Roadies wieder auf die Bühne und schraubte das Mikro ca. 20 cm tiefer (jaja, der Wyndorf wirkt nunmal größer als er ist, das macht diese finstere Aura des halluzinogen verschwurbelten Alternativpriesters.) Jedenfalls schlurfte die Band dann kurz darauf chillig auf die Bühne, schnappten sich die Instrumente und... naja, warteten erstmal. Warteten auf Dave. Selbiger kam nach ein paar Sekunden des irritierten Wartens recht aggro auf die Bühne gewalzt (sorry, man kann das einfach nicht mehr anders sagen) und blaffte ein knappes Begrüßungs - “Let`s Go!” ins extra herunter geschraubte Mikro bevor er und seine Freunde gleich mit einem donnernden “Dopes to Infinity” den Abend eröffneten. Dave, von manigfaltigen Entzugsversuchen und angeblich auch Antidepressiva mittlerweile bestenfalls noch als “klein und rund” zu umschreiben, war im ersten Moment noch ein etwas ungewohnter Anblick. Kannte man ihn doch seit jeher nur als drahtigen Mittvierziger, der bis oben hin zugedröhnt im Teufelskostüm über die Bühne wütet und anschließend backstage `ne Hand voll Twens vernascht. Aber bereits beim ersten Song wurde klar, dass sich daran (bis auf das “Zugedröhnt”) wahrscheinlich NICHTS geändert hat. Spätestens zur Mitte von “Negasonic Teenage Warhead” hatte man sich an den etwas voluminöseren Dave gewöhnt der sich da vorne, keine 10 Meter von mir entfernt den Arsch abrockte und bisweilen dem Publikum mit Stagedives drohte. Für die Musik, die Monster Magnet machen, war der Sound ganz OK, zumindest dort wo ich stand (seit Düsseldorf weiß man ja, dass man da auch bissel Glück haben muß). Jedenfalls trug einen der magische Geräuschteppich , welcher den Boxen entströmte, schnell in den Abend hinein und wenn meine Mutter Wyndorf da vorne hätte rumgeistern sehen, wäre der Kommentar wohl “Ohhh, wie ein böses Ding!!!” gewesen. Sehr geil jedenfalls! Ehe man es sich versah befand man sich schon mitten in “Powertrip” und gröhlte kollektiv den Refrain in die mittlerweile nun doch recht verräucherte Hallenatmosphäre. Langsam aber sicher beruhigte sich Dave auch, man könnte auch besser sagen, dass er sich abreagiert hatte. Die Aggrostimmung war abgeklungen und man merkte förmlich, wie er sich plötzlich mitten im Konzert befand und sich sichtlich wohler fühlte. Das Mainset wurde somit auch nicht von allzu vielen Laberpausen unterbrochen, sondern Brett auf Brett wurde uns um die Ohren geschleudert. Bei Space Lord kochte dann wieder der ganze Saal und Dame, der in seinem übergroßen Hoodie und dem Pullover irgendwie “heimatvertrieben” aussah, musste mittlerweile schon ne halbe Schachtel leergequalmt haben, bevor er sich bei “Zodiac Lung”endlich mal eine kleine Ruhepause gönnte. Lässig auf den Mikrofonständer gelehnt hatte sein Intro schon was Sinatrahaftes bevor der Song dann in gewohnter Art detonierte. Das kleine Päuschen hatte er sich auch redlich verdient, man denke nur an “Crop Circle” und sein Bewegungspensum oder das permanente Rumgeflirte mit der ersten Reihe, wenn es wieder einen der spacigen Instrumentalparts in den Songs gab und Dave dem Publikum wahlweise seine Zigarette anbot oder sie spontan mit seiner Gitarre bewerfen wollte. Sehr geil auf jeden Fall das Ganze!!!
Mittlerweile, oder besser gesagt seit Konzertbeginn, war die Halle auch relativ voll, zumindest das vordere Drittel in welchem ich mich naturgemäß aufhielt, war schon ordentlich vollgepackt mit schwitzenden, rockenden und headbangenden Leuten. Stimmung stimmte also, was sich auch wie ein Ping - Pong - Ball auf die Band und von ihr wiederum auf die Audience übertrug. Gegenseitiges Hochschaukeln. Bemerkenswert war schon im Hauptteil die Setlist, an der sich auch im Zugabenblock nix ändern sollte: Keine neuen Nummern von “4 Way Diablo”, nur das gute alte Zeug wurde gespielt! Und wie!!!! Klar, einige der persönlichen Lieblinge blieben auf der Strecke, aber dafür ging bei anderen Nummern doppelt die Lucy ab. Space Lord war so eine Nummer, ein Highlight des Abends wenn ihr mich fragt! Auch “Spine of God” wurde zelebrieret. Irgendwann, das sollte ich für die wahren Nerds die das Lesen vielleicht dazu sagen, verschwammen dann auch die Grenzen zwischen Hauptblock und Encore... also nagelt mich nicht auf Chronologie, geschweige denn Vollständigkeit der Setlist fest (das könnt ihr dann wieder bei Pearl Jam machen ;-) )! Jedenfalls kam die Pause dann schon ganz gelegen um mal etwas die mittlerweile leicht überspannten Metaller-Muskeln im Nacken zu lockern und sich für die Zugabe zu präparieren. Ansatzlos gings weiter, wo der Hauptteil abgebrochen hatte. Immer volles Rohr nach vorne. Mittlerweile war die projizierte Bühnendeko bei “Atombombentests” und “vollkommen nackt” angekommen... die Monster sparte man sich inzwischen und blendete Screens von US-Comics ein. Besagtes “Spine of God” kam nochmal so richtig großartig rüber, bevor Dave uns noch mit einer anständigen Überraschung zu verabschieden gedachte. Kurze Ansprache ans Fanvolk mit der Feststellung, dass wir uns momentan alle im Zentrum des Universums befänden, und dann setzte er man eben mit einem Don McLean Cover ein, DEM Don McLean Cover: “American Pie”. Auch nett, spätestens als die Band dazustieß wurde darauf der gewohnte, psychedelische Soundbrei, der rücksichtslos durch die Halle bretterte und schließlich das ganze Publikum aus der Halle spülte. Mal wieder verließ man anständig weggetreten, mit Druck auf den Ohren und Milchsäure im Halsmuskel eine Konzerthalle... Mann, was haben denn da der 52jährige Typ mit seiner Combo da grade abgezogen?!? Alleine der Einstieg mit “Dopes to Infinity” war schon Wahnsinn (und passend... ) und danach ließ man auch nicht nach, eher im Gegenteil. Jedenfalls mußte ich erstmal ein paar Minuten die Trance abschütteln, bevor ich mich beruhigt wieder hinters Steuer setzen konnte. Ein “Good - old - Times” - Set mit lauter Meilensteinen der Bandgeschichte lag hinter mir. Den kugelrunden Wyndorf hatte man da schon längst vergessen, irgendwann wird er schon wieder in seine flammenbestickten Lederwesten passen und dann bin ich auch wieder dabei!!!! Denn diese 25 € waren einfach mal perfekt investiert, Kosten - Nutzen - Relation schlicht und ergreifend Weltklasse. Wieder ein paar Rockdinos live erlebt, hoffentlich nicht das letzte Mal! Bis dahin fallen dem Dame bestimmt auch noch ein paar abgedrehte Dialoge mit Planeten ein, die er dann mit dröhnender Gitarre vertonen kann... oder er fährt wieder Traktor!
Sonntag, 30.11.2008
RUNAROUND MAN
(Motörhead)
Tach auch liebe Meute! :-) Da ich leider nicht mehr viel Zeit habe heute, nach dem Kahvi quasi wieder schnurstracks gen Chemnitz verschwinden werde, möchte ich die Gelegenheit lediglich dazu nutzen, euch allen einen kleinen cineastischen Leckerbissen für 2009 ans Herz zu legen. Und zwar GANZ GANZ NAH ans Herz zu legen. Die eine oder andere wird den Link schon kennen (ja, in meinem privaten Umfeld bin ich NOCH engagierter darin Nonsens zu verbreiten als online), was aber nix macht, denn man sollte sich ruhig mal hin und wieder erinnern. Hach, was freue ich mich schon darauf! Eigentlich müßte man in Lederkluft, Cowboystiefeln und ner Flasche Jacky nebst Packung Malle auf `ner Harley ins Kino einreiten um sich das Filmchen schmecken zu lassen. Abschließend dann kollektiv das Kino zerlegen und in zur Regeneration in die nächstgelegene Eckkneipe einfacllen!!! Aber...*seufz*... diese moderne Welt ist dazu mit ihren starren Normen und sozialen Erwünschtheiten einfach zu unflexibel fürchte ich! Um mal die Monty Pythons zu zitieren: "Hilfe, Hilfe, ich werde unterdrückt!"
Also Freunde... klickt einfach mal hier:
http://www.lemmymovie.com/
P.S.: Dave, die alte Rampensau! ;-)
Tach auch liebe Meute! :-) Da ich leider nicht mehr viel Zeit habe heute, nach dem Kahvi quasi wieder schnurstracks gen Chemnitz verschwinden werde, möchte ich die Gelegenheit lediglich dazu nutzen, euch allen einen kleinen cineastischen Leckerbissen für 2009 ans Herz zu legen. Und zwar GANZ GANZ NAH ans Herz zu legen. Die eine oder andere wird den Link schon kennen (ja, in meinem privaten Umfeld bin ich NOCH engagierter darin Nonsens zu verbreiten als online), was aber nix macht, denn man sollte sich ruhig mal hin und wieder erinnern. Hach, was freue ich mich schon darauf! Eigentlich müßte man in Lederkluft, Cowboystiefeln und ner Flasche Jacky nebst Packung Malle auf `ner Harley ins Kino einreiten um sich das Filmchen schmecken zu lassen. Abschließend dann kollektiv das Kino zerlegen und in zur Regeneration in die nächstgelegene Eckkneipe einfacllen!!! Aber...*seufz*... diese moderne Welt ist dazu mit ihren starren Normen und sozialen Erwünschtheiten einfach zu unflexibel fürchte ich! Um mal die Monty Pythons zu zitieren: "Hilfe, Hilfe, ich werde unterdrückt!"
Also Freunde... klickt einfach mal hier:
http://www.lemmymovie.com/
P.S.: Dave, die alte Rampensau! ;-)
Sonntag, 23.11.2008
MONOLITHIC
(Monster Magnet)

Moinsen nochmal. Wochenende (*hurraaaaa*) und Bewußtwerdungsprozeß überschneiden sich grade bei mir. Is schon ein nettes Gefühl, wenn man so halb verschlafen am Rechner sitzt und Sonntags irgendwie ziellos vor sich hin gammelt. Aus den übergroßen Kopfhörern, welche mich vor der Programmwahl des Freundes meiner Mutter schützen (Musikantenstasi auf MDR... “der Ostsender”... wenn ihr mich fragt: Ostsender am Arsch! *fg*) dröhnt lauthals Monster Magnet. Thematisch unterhalten sich da gerade irgendwelche Planeten miteinander, untermalt von einer Melodieführung, welche so hirnbreit vor sich hin groovt, daß sie einem eine vage Ahnung von den Substanzen gibt, die gerade in Dave Wyndorfs Blutbahn zirkulieren. Aber ohne diese wäre Monster Magnet nicht Monster Magnet... und Dave wäre... naja, Dave wäre clean! Was das jetzt mit Bewußtwerdung zu tun hat? Ganz einfach: Der Onkel hat noch ein Kärtchen für den Gig in Leipzig abgefasst... 09.12.2008 (und das noch zum Vorzugspreis von grade mal 25 Euronen). Und was noch besser ist: Clubkonzert!!!!! Ich sehe das schon vor mir: Auf einer relativ kleinen Bühne mitten in einer verräucherten Spelunkt räkelt sich ein veritabel bedröhnter Mittfünfziger nebst seiner Kollegen vor dem Bildnis eines Teufelsschädels mit flammenspeienden Auspüffen an Stelle der Hörner. Der Moshpit vor der Bühne, nicht weniger bedröhnt als die Protagonisten, pogt sich gerade zu “Slut Mashine” einen ab, während ich noch fix mein obligatorisches Konzertbierchen leere, dem Barmann das von seinem Inhalt befreite Gefäß zuschiebe und mich spätestens bei “4 way diablo” ebenfalls in die Menge stürze! Das wird ein Spaß :-). Wenn man bedenkt, dass ich das Konzi schon längst abgehakt hatte und eigentlich, abgesehen von einer 50% Chance auf Motörhead, das Konzertjahr schon für beendet erklärt hatte, kann man sich da nicht beschweren! Wie letztes Jahr (damals Motörhead in einer 4-Band-Hardrock/Heavy Metal - MONSTERshow in Erfurt) geht erwähntes Konzertjahr also wieder mit einem Pauken... nein, Gongschlag zu Ende! Zustände, an die man sich gewöhnen will!
Jedenfalls wird hier wohl an dieser Stelle auch ein veritabler Konzertbericht aufkreuzen, mal sehen was man da so alles erlebt! Im Moment freue ich mich jedenfalls total drauf!!! Diesmal, Kenner der Szene wird`s verwundern, findet das Konzi leider ohne meine Schwester statt. Dank ihrer universitären Verpflichtungen wird der Onkel sich alleine auf diesen musikalischen Trip begeben müssen. Wird also nicht ganz so lustig wie sonst, aber keine Angst Kurze: Die kommen wieder! (Denke nur mal an Pulp Fiction: Wo kam da der beste Stoff des Dealers von Vince Vega gleich noch mal her??? Röchtöch; um Sachsen kommt der Wyndorf also nicht drumrum!) ;-) Vielleicht gelingt es mir ja, einem der ansässigen Marketender da ein kleines Souvenir für Dich abzuluchsen, Shirt, Feuerzeug, Bußgeldkatalog... wir werden sehen. Ansonsten kannst du dich ja noch mit dem 07.05.2009 trösten! ;-) (By the way: pass mir ja gut auf die beiden Schätzelein auf, wehe denen passiert was!!!!)
YEAAAAHHHH... mir geht`s grade gut! Wird sich wahrscheinlich in dem Moment ändern, in dem ich mich ins Auto setze und über die verschneiten, mit Verlaub gesagt ARSCHGLATTEN Straßen wieder Richtung Chemnitz schlittere, aber momentan ist das Leben schön! :-) Zumal ich gerade zum dritten Mal am Stück “Monolithic” höre... eine Basslinie, die wie der Wyndorf`sche Schädel in einer intergalaktischen Breite daherbrummt... rhythmischer Wahnsinn halt! So, das wars eigentlich schon wieder... wollte nur mal fix meine momentane Freude ins Internet hinaus brüllen... ich weiß wohl, dass es hier interessantere Einträge gab, lustigere obendrein, relevantere und inhaltvollere sowieso. Aber kaum welche, mit soooooo viel GROOOVE!!! ;-)

Moinsen nochmal. Wochenende (*hurraaaaa*) und Bewußtwerdungsprozeß überschneiden sich grade bei mir. Is schon ein nettes Gefühl, wenn man so halb verschlafen am Rechner sitzt und Sonntags irgendwie ziellos vor sich hin gammelt. Aus den übergroßen Kopfhörern, welche mich vor der Programmwahl des Freundes meiner Mutter schützen (Musikantenstasi auf MDR... “der Ostsender”... wenn ihr mich fragt: Ostsender am Arsch! *fg*) dröhnt lauthals Monster Magnet. Thematisch unterhalten sich da gerade irgendwelche Planeten miteinander, untermalt von einer Melodieführung, welche so hirnbreit vor sich hin groovt, daß sie einem eine vage Ahnung von den Substanzen gibt, die gerade in Dave Wyndorfs Blutbahn zirkulieren. Aber ohne diese wäre Monster Magnet nicht Monster Magnet... und Dave wäre... naja, Dave wäre clean! Was das jetzt mit Bewußtwerdung zu tun hat? Ganz einfach: Der Onkel hat noch ein Kärtchen für den Gig in Leipzig abgefasst... 09.12.2008 (und das noch zum Vorzugspreis von grade mal 25 Euronen). Und was noch besser ist: Clubkonzert!!!!! Ich sehe das schon vor mir: Auf einer relativ kleinen Bühne mitten in einer verräucherten Spelunkt räkelt sich ein veritabel bedröhnter Mittfünfziger nebst seiner Kollegen vor dem Bildnis eines Teufelsschädels mit flammenspeienden Auspüffen an Stelle der Hörner. Der Moshpit vor der Bühne, nicht weniger bedröhnt als die Protagonisten, pogt sich gerade zu “Slut Mashine” einen ab, während ich noch fix mein obligatorisches Konzertbierchen leere, dem Barmann das von seinem Inhalt befreite Gefäß zuschiebe und mich spätestens bei “4 way diablo” ebenfalls in die Menge stürze! Das wird ein Spaß :-). Wenn man bedenkt, dass ich das Konzi schon längst abgehakt hatte und eigentlich, abgesehen von einer 50% Chance auf Motörhead, das Konzertjahr schon für beendet erklärt hatte, kann man sich da nicht beschweren! Wie letztes Jahr (damals Motörhead in einer 4-Band-Hardrock/Heavy Metal - MONSTERshow in Erfurt) geht erwähntes Konzertjahr also wieder mit einem Pauken... nein, Gongschlag zu Ende! Zustände, an die man sich gewöhnen will!
Jedenfalls wird hier wohl an dieser Stelle auch ein veritabler Konzertbericht aufkreuzen, mal sehen was man da so alles erlebt! Im Moment freue ich mich jedenfalls total drauf!!! Diesmal, Kenner der Szene wird`s verwundern, findet das Konzi leider ohne meine Schwester statt. Dank ihrer universitären Verpflichtungen wird der Onkel sich alleine auf diesen musikalischen Trip begeben müssen. Wird also nicht ganz so lustig wie sonst, aber keine Angst Kurze: Die kommen wieder! (Denke nur mal an Pulp Fiction: Wo kam da der beste Stoff des Dealers von Vince Vega gleich noch mal her??? Röchtöch; um Sachsen kommt der Wyndorf also nicht drumrum!) ;-) Vielleicht gelingt es mir ja, einem der ansässigen Marketender da ein kleines Souvenir für Dich abzuluchsen, Shirt, Feuerzeug, Bußgeldkatalog... wir werden sehen. Ansonsten kannst du dich ja noch mit dem 07.05.2009 trösten! ;-) (By the way: pass mir ja gut auf die beiden Schätzelein auf, wehe denen passiert was!!!!)
YEAAAAHHHH... mir geht`s grade gut! Wird sich wahrscheinlich in dem Moment ändern, in dem ich mich ins Auto setze und über die verschneiten, mit Verlaub gesagt ARSCHGLATTEN Straßen wieder Richtung Chemnitz schlittere, aber momentan ist das Leben schön! :-) Zumal ich gerade zum dritten Mal am Stück “Monolithic” höre... eine Basslinie, die wie der Wyndorf`sche Schädel in einer intergalaktischen Breite daherbrummt... rhythmischer Wahnsinn halt! So, das wars eigentlich schon wieder... wollte nur mal fix meine momentane Freude ins Internet hinaus brüllen... ich weiß wohl, dass es hier interessantere Einträge gab, lustigere obendrein, relevantere und inhaltvollere sowieso. Aber kaum welche, mit soooooo viel GROOOVE!!! ;-)
Mittwoch, 19.11.2008
THINKING OUT LOUD
(Emiliana Torrini)
Soderle... ich mal wieder! Mal wieder online, mal wieder mit etwas Zeit ausgestattet, mal wieder schreiblustig und... mal wieder was zu sagen!!! Zwar dürfte das Ganze jetzt nicht allzu lang geraten, denn SO viel habe ich dann auch wieder nicht mitzuteilen, aber immerhin wird es mal wieder eine neue Zielscheibe für die Viagraexporteure im Ostblock ergeben um diesen wunderschönen Blog erneut mit ihrem Werbemist zu zuspamen! “Pfui, schämt euch!” mag ich da nur lauthals ins interstellare Medium hinaus rufen, auf dass die kleinen grünen Männchen aus “Mars Attacks” das hören und diesen Heinis mal mit ihren martialischen Verdampfungsstrahlern ordentlich Feuer unterm Hintern machen! Aber andererseits... irgendwie ist es ja auch bezeichnend, dass mich dieser Spam (soeben übrigens frisch gelöscht) eigentlich auch schon wieder auf das Thema der heutigen Schulstunde bringt... Werbung. OK, Werbung nur indirekt, aber irgendwie dann doch. Ach Papperlapapp, streng genommen geht`s um Bücher... Bücher über Werbung um genau zu sein... um noch genauer zu sein EIN Buch über Werbung von einem Autor der in selbiger tätig war. Genug Verwirrung gestiftet? Gut! Also lasst es mich im Folgenden mal auf den Punkt bringen: Der Onkel hat `nen Literaturtipp für euch! ;-) “Neununddreißigneunzig” von Frédéric Beigbeder.

Es mag zwar verwundern, aber dieser hat ausnahmsweise mal nix mit Zwergen, Zauberern oder irgend welchen lauwarmen Waldelfen zu tun, die sich geflissentlich und mit scharfer Klinge durch den Zauberwald metzeln. Klar stehe ich auf dieses Fantasyzeug und werde es wohl auch weiterhin lesen, aber ab und an kommt sogar in mir mal so eine Art von Realitätssehnsucht auf (welche dann freilich ganz schnell wieder verfliegt sobald ich merke was hier eigentlich los ist).
Und so kam es, dass ich dereinst, lassen wir es vor runden 5 Wochen gewesen sein, mal wieder am Grabbeltisch der Thalia - Buchhandlung endete und mich durch die verschiedenen Schund- und Frauenromane (ganz schlimm... glaubt mir! Wer Bücher liest, auf deren Einband ein muskulöser Macker im zerrissenen Hemd ne Prinzessin im Arm hält und dem Leser sein unbestoppeltes Heldenkinn entgegen reckt und die dann noch irgend sowas wie “Garten der Sehnsucht” heißen.... wer sowas liest, der findet auch Christiano Ronaldo scharf!). Irgendwann hatte ich die literarischen brandbeschleuniger bei Seite geräumt und hielt doch tatsächlich mal ein sinnvolles Buch in der Hand (mit dem malerischen Titel “Wie Dick muß ich werden um kugelsicher zu sein), da ich dieses aber schon seit einem guten Jahr besitze (selber Grabbeltisch, andere Aktion), wühlte ich fröhlich weiter. Nachdem ich mich schon zum Kauf des “Zwergenbuches” (ja, da isse wieder meine Fantasyvorliebe) durchgerungen hatte, fand ich das, was ich euch hier beruhigt und guten Gewissens empfehlen kann und will. Ich gebe ja zu, dass auch die Einbandgestaltung eine gewisse Rolle spielte bei der Entscheidung dieses Büchlein zu erwerben, aber viel mehr als das auf 50er Jahre getrimmte Pin-Up, welches sich nebst Telefon auf seiner Couch räkelt (selbstredend alles schön in Ölfarben gemalt... wie so ein Werbeschild damals halt aussah) überzeugte mich der zugegebener Maßen recht knapp gehaltene Exzerpt auf der Rückseite. Sowas soll ja im allgemeinen dazu dienen den Inhalt kurz zu umreißen, ja ggf. Sogar zusammen zu fassen. Wenn ich allerdings auf 5 groß geschriebenen, fett gedruckten Zeilen die Worte “Alkohol”, “Koks”, “Nutten”, “Zynismus” UND “grausame Bluttat” lese, dann investiere ich die geforderten 2,50€ doch gerne! ;-) Inhaltlich geht es darin um einen Yuppie, welcher in den Anfangsjahren dieses Jahrzehnts in einer Pariser Werbeagentur vor sich hin lebte und dabei irgendwann geistig bankrott geht. Dabei wird nicht nur ein erstaunlich treffendes Zitat nach dem anderen heraus gearbeitet (Beispiel: “Der Euro wurde nur erfunden um unsere obszönen Gehälter nur noch halb so obszön aussehen zu lassen!” oder “Die Werbung verkauf ihnen nicht Zufriedenheit, denn wenn sie sich das was wir ihnen gestern angepriesen haben heute endlich leisten können, stehen wir schon längst mit etwas neuem in den Startlöchern was wir ihnen andrehen wollen...”), vielmehr ist der ganze Roman von einer schon fast schonungslosen Offenheit geprägt. Frédéric Beigbeder, so heißt im Übrigen der Autor, schöpft aus seiner persönlichen Erfahrung in dieser Branche, in welcher er über Jahre tätig war und schreibt in der ersten Hälfte des Buches schon fast eine Autobiographie. Schockierend offen, nah an der Realität und damit schon zwangsläufig zynisch. Aber unterhaltsam!! Beigbeder zu lesen wird nicht langweilig, auch wenn ausgefeilte Charaktere eher Mangelware sind (in dieser Yuppieumgebung wohl auch zwangsläufig... ähnlich wie in “American Psycho” hat da jeder mit jedem irgend eine mehr oder weniger kranke sexuelle Verbindung, allerdings ohne dass man voneinander auch nur irgendwas weiß). Aber wenn man, wie es Armin von den Beatsteaks mal ausdrückte “den ganzen Tag nur koksend und fickend durch die Gegend rennt”, verliert man nicht nur den Bezug zur Realität sondern bisweilen auch sämtliche Wertesysteme um das eigene Handeln einzuschätzen. Und da setzt “Neununddreißigneunzig” an. Ganz großes Tennis wenn ihr mich fragt, bisweilen hart an der Grenze, aber anders geht`s wohl auch nicht wenn man den abgehobenen Wahnsinn in jener Branche darzustellen versucht. Spätestens wenn man so etwa ab der Hälfte des Buches den Bruch zwischen Biographie und (nun beginnender) Fiktion mitbekommt, wird das böse Ende absehbar und unausweichlich (nur das wie und wer ist dann überraschend... aber ich will mal nix vorweg nehmen, nur für den Fall, dass sich doch jemand das Büchlein zulegen will. Für jene, die mich kennen: Das Teil kann gerne angefragt werden bei mir, Ausleihe möglich! ;-) Wer zuerst kommt... naja, kennt das ja. Der große Rest... an euch ergeht ein KAUFBEFEHL! So, da hätten wir das auch noch geklärt. ;-)
Abschließend sei vielleicht noch erwähnt, dass ich neulich, Sonntag vor `ner Woche um genau zu sein, wiederum vor einem Wühltisch stand... diesmal vor der Bahnhofsbuchhandlung. Wie der Zufall so spielte wedelte meine Schwester mir plötzlich mit einem blau eingeschlagenen Paperback vor der Nase rum. (Meine Schwester, das muß jetzt mal erwähnt werden, ist literarisch sowieso über jeden Zweifel erhaben. Ich warte ja immer noch auf den Tag wo ich ihr mal ein gutes Buch empfehle und sie mich ob des Titels oder des Autors erstmal mit einer Mischung aus Ahnungslosigkeit und kompletter Unkenntnis (in der Kurzform auch “HÄÄÄÄHHHH?!??”) anschaut. Irgendwie bekomme ich das nicht hin, selbst als ich mit “Neununddreißigneunzig” angedackelt kam und mich schon darauf freute ihr mal ein Buch ohne Zwerge unter die Nase zu reiben, welches sie ganz bestimmt noch nicht in ihrem Repertoire hat und das sie zweifeldfrei auch interessieren könnte, zauberte sie das Buch ebenfalls aus ihrem Bücherregal hervor und fertigte mich mit “Das hättest du auch von mir haben können, allerdings ohne die Nack`sche auf dem Einband; war ja klar dass Du das kaufst!” ab (da stand ich mal wieder da und machte “HÄÄÄÄHHHH?!??” ;-)) ! Manchmal ist es schon deprimierend, das gebe ich zu... aber ich gebe es nicht auf! Eines Tages werde ich einen hyperrealen, gesellschaftskritischen und wenns geht noch nobelpreisverdächtigen Roman eines taiwanesischen Independentautors, welcher sich seit 20 Jahren mit einem kaukasischen Bergvolk (zur Untermiete) den Wigwam teilt und nur handgeritzt auf Birkenrinde veröffentlicht, entdecken und sie wird KEINE, aber auch GAR KEINE Ahnung haben um was es geht, wenn ich Titel und Autor nenne... das wird ein Fest! :-) Jedenfalls wedelte sie mir mit jenem blauen Buch vor der Nase rum. Autor: Frédéric Beigbeder, Titel “Windows on the World”. Diesmal waren die 3€ glatt mal blind investiert. Der Einband wurde gleich mal ignoriert und erst zu Hause in Augenschein genommen... ein semifiktives Buch zum Thema 9/11. Ich habe erst ein gutes Drittel hinter mir, aber nicht zu viel erwartet soweit ich das bis jetzt beurteilen kann! Großartig was der Herr da so verzapft. Irgendwie scheinen beide Bücher vom Grundtenor her so eine Mischung aus (traditionell recht radikaler) französischer Gesellschaftskritik und persönlich wiedererlangter Vernunft nach den Jahren in einer dekadenten Branche zu sein, mit dieser Mixtur wird dann reflektiert, bewertet und schonungslos kritisiert was das Zeug hält. Erst die eigene Vergangenheit, dann der 11. September. Also nochmal, macht Spaß zu lesen und clevere Gedankengänge lauern auch auf jeder Seite. Kann ich nur empfehlen... den Freddy! ;-) Bis in Bälde werte Leserschaft und “gut Buch”! :-)
Soderle... ich mal wieder! Mal wieder online, mal wieder mit etwas Zeit ausgestattet, mal wieder schreiblustig und... mal wieder was zu sagen!!! Zwar dürfte das Ganze jetzt nicht allzu lang geraten, denn SO viel habe ich dann auch wieder nicht mitzuteilen, aber immerhin wird es mal wieder eine neue Zielscheibe für die Viagraexporteure im Ostblock ergeben um diesen wunderschönen Blog erneut mit ihrem Werbemist zu zuspamen! “Pfui, schämt euch!” mag ich da nur lauthals ins interstellare Medium hinaus rufen, auf dass die kleinen grünen Männchen aus “Mars Attacks” das hören und diesen Heinis mal mit ihren martialischen Verdampfungsstrahlern ordentlich Feuer unterm Hintern machen! Aber andererseits... irgendwie ist es ja auch bezeichnend, dass mich dieser Spam (soeben übrigens frisch gelöscht) eigentlich auch schon wieder auf das Thema der heutigen Schulstunde bringt... Werbung. OK, Werbung nur indirekt, aber irgendwie dann doch. Ach Papperlapapp, streng genommen geht`s um Bücher... Bücher über Werbung um genau zu sein... um noch genauer zu sein EIN Buch über Werbung von einem Autor der in selbiger tätig war. Genug Verwirrung gestiftet? Gut! Also lasst es mich im Folgenden mal auf den Punkt bringen: Der Onkel hat `nen Literaturtipp für euch! ;-) “Neununddreißigneunzig” von Frédéric Beigbeder.

Es mag zwar verwundern, aber dieser hat ausnahmsweise mal nix mit Zwergen, Zauberern oder irgend welchen lauwarmen Waldelfen zu tun, die sich geflissentlich und mit scharfer Klinge durch den Zauberwald metzeln. Klar stehe ich auf dieses Fantasyzeug und werde es wohl auch weiterhin lesen, aber ab und an kommt sogar in mir mal so eine Art von Realitätssehnsucht auf (welche dann freilich ganz schnell wieder verfliegt sobald ich merke was hier eigentlich los ist).
Und so kam es, dass ich dereinst, lassen wir es vor runden 5 Wochen gewesen sein, mal wieder am Grabbeltisch der Thalia - Buchhandlung endete und mich durch die verschiedenen Schund- und Frauenromane (ganz schlimm... glaubt mir! Wer Bücher liest, auf deren Einband ein muskulöser Macker im zerrissenen Hemd ne Prinzessin im Arm hält und dem Leser sein unbestoppeltes Heldenkinn entgegen reckt und die dann noch irgend sowas wie “Garten der Sehnsucht” heißen.... wer sowas liest, der findet auch Christiano Ronaldo scharf!). Irgendwann hatte ich die literarischen brandbeschleuniger bei Seite geräumt und hielt doch tatsächlich mal ein sinnvolles Buch in der Hand (mit dem malerischen Titel “Wie Dick muß ich werden um kugelsicher zu sein), da ich dieses aber schon seit einem guten Jahr besitze (selber Grabbeltisch, andere Aktion), wühlte ich fröhlich weiter. Nachdem ich mich schon zum Kauf des “Zwergenbuches” (ja, da isse wieder meine Fantasyvorliebe) durchgerungen hatte, fand ich das, was ich euch hier beruhigt und guten Gewissens empfehlen kann und will. Ich gebe ja zu, dass auch die Einbandgestaltung eine gewisse Rolle spielte bei der Entscheidung dieses Büchlein zu erwerben, aber viel mehr als das auf 50er Jahre getrimmte Pin-Up, welches sich nebst Telefon auf seiner Couch räkelt (selbstredend alles schön in Ölfarben gemalt... wie so ein Werbeschild damals halt aussah) überzeugte mich der zugegebener Maßen recht knapp gehaltene Exzerpt auf der Rückseite. Sowas soll ja im allgemeinen dazu dienen den Inhalt kurz zu umreißen, ja ggf. Sogar zusammen zu fassen. Wenn ich allerdings auf 5 groß geschriebenen, fett gedruckten Zeilen die Worte “Alkohol”, “Koks”, “Nutten”, “Zynismus” UND “grausame Bluttat” lese, dann investiere ich die geforderten 2,50€ doch gerne! ;-) Inhaltlich geht es darin um einen Yuppie, welcher in den Anfangsjahren dieses Jahrzehnts in einer Pariser Werbeagentur vor sich hin lebte und dabei irgendwann geistig bankrott geht. Dabei wird nicht nur ein erstaunlich treffendes Zitat nach dem anderen heraus gearbeitet (Beispiel: “Der Euro wurde nur erfunden um unsere obszönen Gehälter nur noch halb so obszön aussehen zu lassen!” oder “Die Werbung verkauf ihnen nicht Zufriedenheit, denn wenn sie sich das was wir ihnen gestern angepriesen haben heute endlich leisten können, stehen wir schon längst mit etwas neuem in den Startlöchern was wir ihnen andrehen wollen...”), vielmehr ist der ganze Roman von einer schon fast schonungslosen Offenheit geprägt. Frédéric Beigbeder, so heißt im Übrigen der Autor, schöpft aus seiner persönlichen Erfahrung in dieser Branche, in welcher er über Jahre tätig war und schreibt in der ersten Hälfte des Buches schon fast eine Autobiographie. Schockierend offen, nah an der Realität und damit schon zwangsläufig zynisch. Aber unterhaltsam!! Beigbeder zu lesen wird nicht langweilig, auch wenn ausgefeilte Charaktere eher Mangelware sind (in dieser Yuppieumgebung wohl auch zwangsläufig... ähnlich wie in “American Psycho” hat da jeder mit jedem irgend eine mehr oder weniger kranke sexuelle Verbindung, allerdings ohne dass man voneinander auch nur irgendwas weiß). Aber wenn man, wie es Armin von den Beatsteaks mal ausdrückte “den ganzen Tag nur koksend und fickend durch die Gegend rennt”, verliert man nicht nur den Bezug zur Realität sondern bisweilen auch sämtliche Wertesysteme um das eigene Handeln einzuschätzen. Und da setzt “Neununddreißigneunzig” an. Ganz großes Tennis wenn ihr mich fragt, bisweilen hart an der Grenze, aber anders geht`s wohl auch nicht wenn man den abgehobenen Wahnsinn in jener Branche darzustellen versucht. Spätestens wenn man so etwa ab der Hälfte des Buches den Bruch zwischen Biographie und (nun beginnender) Fiktion mitbekommt, wird das böse Ende absehbar und unausweichlich (nur das wie und wer ist dann überraschend... aber ich will mal nix vorweg nehmen, nur für den Fall, dass sich doch jemand das Büchlein zulegen will. Für jene, die mich kennen: Das Teil kann gerne angefragt werden bei mir, Ausleihe möglich! ;-) Wer zuerst kommt... naja, kennt das ja. Der große Rest... an euch ergeht ein KAUFBEFEHL! So, da hätten wir das auch noch geklärt. ;-)
Abschließend sei vielleicht noch erwähnt, dass ich neulich, Sonntag vor `ner Woche um genau zu sein, wiederum vor einem Wühltisch stand... diesmal vor der Bahnhofsbuchhandlung. Wie der Zufall so spielte wedelte meine Schwester mir plötzlich mit einem blau eingeschlagenen Paperback vor der Nase rum. (Meine Schwester, das muß jetzt mal erwähnt werden, ist literarisch sowieso über jeden Zweifel erhaben. Ich warte ja immer noch auf den Tag wo ich ihr mal ein gutes Buch empfehle und sie mich ob des Titels oder des Autors erstmal mit einer Mischung aus Ahnungslosigkeit und kompletter Unkenntnis (in der Kurzform auch “HÄÄÄÄHHHH?!??”) anschaut. Irgendwie bekomme ich das nicht hin, selbst als ich mit “Neununddreißigneunzig” angedackelt kam und mich schon darauf freute ihr mal ein Buch ohne Zwerge unter die Nase zu reiben, welches sie ganz bestimmt noch nicht in ihrem Repertoire hat und das sie zweifeldfrei auch interessieren könnte, zauberte sie das Buch ebenfalls aus ihrem Bücherregal hervor und fertigte mich mit “Das hättest du auch von mir haben können, allerdings ohne die Nack`sche auf dem Einband; war ja klar dass Du das kaufst!” ab (da stand ich mal wieder da und machte “HÄÄÄÄHHHH?!??” ;-)) ! Manchmal ist es schon deprimierend, das gebe ich zu... aber ich gebe es nicht auf! Eines Tages werde ich einen hyperrealen, gesellschaftskritischen und wenns geht noch nobelpreisverdächtigen Roman eines taiwanesischen Independentautors, welcher sich seit 20 Jahren mit einem kaukasischen Bergvolk (zur Untermiete) den Wigwam teilt und nur handgeritzt auf Birkenrinde veröffentlicht, entdecken und sie wird KEINE, aber auch GAR KEINE Ahnung haben um was es geht, wenn ich Titel und Autor nenne... das wird ein Fest! :-) Jedenfalls wedelte sie mir mit jenem blauen Buch vor der Nase rum. Autor: Frédéric Beigbeder, Titel “Windows on the World”. Diesmal waren die 3€ glatt mal blind investiert. Der Einband wurde gleich mal ignoriert und erst zu Hause in Augenschein genommen... ein semifiktives Buch zum Thema 9/11. Ich habe erst ein gutes Drittel hinter mir, aber nicht zu viel erwartet soweit ich das bis jetzt beurteilen kann! Großartig was der Herr da so verzapft. Irgendwie scheinen beide Bücher vom Grundtenor her so eine Mischung aus (traditionell recht radikaler) französischer Gesellschaftskritik und persönlich wiedererlangter Vernunft nach den Jahren in einer dekadenten Branche zu sein, mit dieser Mixtur wird dann reflektiert, bewertet und schonungslos kritisiert was das Zeug hält. Erst die eigene Vergangenheit, dann der 11. September. Also nochmal, macht Spaß zu lesen und clevere Gedankengänge lauern auch auf jeder Seite. Kann ich nur empfehlen... den Freddy! ;-) Bis in Bälde werte Leserschaft und “gut Buch”! :-)
Sonntag, 28.09.2008
MY APOCALYPSE
(Met(a)llica von neuen Wahnsinnsalbum "Death MAgnetic")
Hallöchen! Hiermit melde ich mich (nebst meinem Blog) gleich mal aus der Versenkung empor. Nachdem ich gestern schon dafür gesorgt habe, dass dieser russische Spam von meinem Kommentarboard verschwand, soll heute nun auch mal ein neuer Eintrag hier die Tristesse vertreiben, welche schon seit August hier auf der Seite herrscht. Themen gibts eigentlich genug, alleine dass der CSU die letzten Wochen so herrlich die Düse ging wäre schon einen deskriptiven Verriss der aktualpolitischen Verhältnisse wert. Mal sehen was heute raus kommt... wenn man den Beckstein so hörte, konnte man ja meinen, denen droht Rot-Rot! Aber, lieber Günther, so wird nach 60 langen Jahren auch in eurem Freistaat die Demokratie eingeführt. Alleinherrschaft ist dann erstmal passé. Die anderen Parteien hatten im Bayernland bisher ja ohnehin einen Bedeutungshorizont, welchen jenem der Blockparteien in der DDR gleichkam (schon seltsam wie sich Geschichte manchmal wiederholt *fg*)! Aber nö, irgendwie finde ich es dann doch müßig jetzt über den Wahlausgang zu schwadronieren... Hauptsache unterm Strich wird morgen diese unsägliche Demokratur da unten beendet.
Was mich mehr aufgeregt hat, ist mal wieder jener Wahnsinn, welcher uns medial untergejubelt wird. Nicht, dass man an die “Ultimativen Chartshow” irgendwelche hohen Erwartungen knüpfen, oder ihr sogar musikalischen Geschmack unterstellen könnte, aber was einem da als “beste Rockballaden aller Zeiten” untergejubelt werden sollte, darf man doch Getrost unter Ulk verbuchen. Klar, wenn die Jury aus solchen Gestalten wie Jeannette Biedermann (DIE deutsche Rockerbraut schlechthin) oder jenen Verstandsleichen der DSDS-Jury besteht, dann soll man sich nicht wundern wenn das alles zur Realsatire ausartet. Wobei... irgendwie ist das immer noch besser als Variante 2, nämlich die Hochrechnung auf Grundlage von Chartplatzierungen.
Hier erstmal was Grundsätzliches: Den Musikgeschmack eines Landes, in welchem “Schni-Schna-Schnappi”, Modernd Torkeln (mehrfach) oder jüngst Lützenskirchen`s “3 Tage Wach” die Charts anführen, kann man einfach nicht ernst nehmen! Laßt es mich mal am letzten Bespiel etwas näher erläutern. Musik sollte ne Message haben, da sind wir uns doch einigermaßen einig unterstelle ich mal. Selbige sollte im Idealfall (welchen ich hier mal dreist unterstellen möchte) auch über “druff druff druff druff druff” hinaus gehen. Nehmen wir an dieser Stelle mal die “Lyrics” des Machwerkes auseinander; vieles spricht ohnehin für sich selbst! Los geht der ganze Kladderadatsch mit:
“Pille, Palle, alle pralle
druff, druff, druff, druff, druff.
Verpeilt und verschallert, alle verballert.
druff, druff, druff, druff, druff.
Pille, Palle, alle pralle
druff, druff, druff, druff, druff..
Verpeilt und verschallert, alle verballert.
druff, druff, druff, druff, druff.”
Finde da mal jemand irgend ein ernst zu nehmendes stilistisches Mittel heraus... geschweige denn einen Sinn! Mir würde ja schon der Anflug von Vernunft reichen, aber selbst DAS ist ja noch zu viel verlangt! Ein paar weniger Drogen würden helfen meine ich. Weiter gehts dann mit dem, was wohl die “Handlung” des Liedes darstellen soll:
“Auf geht’s, ab geht’s 3 Tage wach, nächste Party kommt bestimmt 3 Tage wach.
Afterhour vor der Hour, weitergemacht.
3 Tage wach, jetzt wirst du langsam schwach.
Volle Kanne Einwurf, 3 Tage wach
Paniert und Ding Dong Ding Dong, 3 Tage wach.
Bunte Pille Fete, 3 Tage wach
Puls wie ne Rakete, 3 Tage wach
Punkt Punkt komma klar, 3 Tage wach
Du warst gestern auch schon da 3 Tage wach.
Spieglein an der Wand wer ist 3 Tage wach?
Du und deine Oma sind 3 Tage wach.
Teller bis zum Unterkiefer, 3 Tage wach
In der Hose Ungeziefer, 3 Tage wach
Flasche leer Feuerwehr, 3 Tage wach
Laufen geht jetzt auch nicht mehr, 3 Tage wach.”
Hmm... höchst interessant! Ob`s da wohl um Drogen geht? Ich lasse das auch mal so für sich sthen, ich glaube das schreckt schon genug ab. Enden tut der ganze Schwachsinn dann wie folgt:
“Notfall-Apotheke, 3 Tage wach
Rotz auf der Tapete, 3 Tage wach
Verplant, Paniert, 3 Tage wach
Völlig Ungeniert 3 Tage wach.”
Und diese letzte Passage wird dann auch noch zwei Mal wiederholt. Nee, Leute Leute... das kann doch nicht der Sinn der Evolution gewesen sein, dass ihre Lieblingskinder eines Tages solchen MIST fabrizieren! Man überlege es sich doch mal, über Abertausende von Jahren fand eine genetische Selektion statt. Säbelzahntiger, Stammeskriege und der eine oder andere dämliche Stunt der männlichen Erbgutsträger (Literaturempfehlung dazu: “Darwin Awards”, “Die neuesten Darwin Awards” etc.) haben, so sollte man meinen, schon die Größte Dummheit aus der spezies heraus selektiert! Aber trotzdem passiert noch sowas! Da muß doch irgend was schief gelaufen sein! Traurig, traurig! Wenn ich als Urmensch, meine Keule lässig über Schulter geschwungen durch meinen Urwald wandern würde... nur mal angenommen... und mir würde der Knilch, der das da verbrochen hat über den Jägerweg laufen.... DRUFF DRUFF DRUFF DRUFF DRUFF!!!
Aber ich schweife schon wieder ab! Eigentlich wollte ich mir aus dieser Show ja die größten Krampen raus picken. Alleine der Fakt, dass es Gestalten wie die Scorpions, Mister Big oder Meat Loaf in eine Liste mit der Überschrift “Rock” geschafft haben ist schon streng zu verurteilen! Dass selbige dann auch noch von Brian Adams angeführt wird, werte ich persönlich als Blasphemie! Hallo... Brian Adams (und ja, ich weiß, dass er sich “Bryan” schreibt, aber ich will ihn ärgern)... das ist doch.... was is das denn?!? Schauen wir uns die Top 10 alleine einmal an, da wird dann klar, was ich meine!
1 Bryan Adams ( Everything I Do) I Do It For You
2 Meat Loaf I'd Do Anything For Love (But I Won't Do That)
3 Mr. Big To Be With You
4 Aerosmith I Don't Want To Miss A Thing
5 Procol Harum A Whiter Shade Of Pale
6 Ozzy Osbourne Dreamer
7 Alannah Myles Black Velvet
8 Guns N' Roses Knockin' On Heaven's Door
9 Limp Bizkit Behind Blue Eyes
10 Bon Jovi Always
So, wir gehen von Rockballaden aus und schauen uns das mal von hinten her an. Auf 10 sind die unglaublich harten Rocker von Bon Jovi. Dieses Always-Geningel hatte ich fast schon erfolgreich verdrängt, ebenso wie das glatt rasierte, bubihafte Gesicht des Front”mannes”! Diese Gestalt spielt für mich in der selben, rockfernen Liga wie Brian Adams, nur mit dem Unterschied, dass Adams wenigstens ein realistisches selbstbild hat und sich nicht dauernd versucht mit den großen Jungs zu spielen.
Auf 9 dann ein Cover, wer das Original von the Who kennt, der MUß hier sein Vetorecht exzessiv in den virtuellen Raum schmeißen. Mag der Fred Durst noch so herzhaft an der Halle Berry rumschlabbern im Video, unterm Strich kommt er nichtmal ansatzweise ans Original heran!
Platz 8... na gut, G`NR ist OK, aber über den Titel kann man streiten. Für mich eindeutig besser: November Rain!
Platz 7... naja, klingt ganz nett, hat aber in einer Top 10 der Rockballaden eigentlich nix zu suchen. Und wenn wir schon mal dabei sind, kann Procol Harum auf Platz 5 gleich mit gehen... danke!
Platz 6. Ozzy... mal ehrlich, wenns um Qualität geht ist der Song deplatziert hier. Ich mag das Stück auch, aber es ist doch eher ein Treppenwitz als ernst zu nehmende Rockballade. Ozzy war mal ganz groß... WAR!
Mit Nummer vier bin ich sogar grob einverstanden, würde es allerdings weiter hinten eingruppieren. Der Herr Tyler mit seiner Mumiencombo rockt schon irgendwie... Originale halt.
Mr. Big auf drei. Und NEIN, das ist nicht dieser 30 Zentimeter-Hengst aus Sex and the City... wäre ja noch schöner. Ich mochte Mr. Big noch nie... also raus damit, auch wenn gerade da sicherlich einige intervenieren werden. Aber is ja mein Blog hier, als kalmiert euch... Unwürdige! ;-)
Zu den ersten beiden Plätzen habe ich schon genug gesagt. Meat Loaf soll lieber weiter schräge Filme á la “The 51st State” drehen als zu singen. Dieser Schmachtepop ist doch peinlich, ich bitte euch! Bryan “don`t call me Brian” Adams gehört in die Pop-Ecke, ebenso wie Peter Maffay (wenn wir schon mal dabei sind, können wir das gleich mal klar stellen)!!! In diesem Land wird doch jeder, der eine Lederjacke trägt gleich als Rocker diffarmiert, ist ja schlimm hier! Aber um hier mal ein bissel Struktur rein zu bringen möchte ich abschließend noch mein Gegenmodell einer Top 10 der größten Rockballaden bisher (aller Zeiten ist etwas verfrüht wie ich finde) präsentieren. Das kann dann gerne auch auseinander geschraubt werden, aber DAS DA OBEN, das konnte ich nicht so stehen lassen!
10) Mother Love Bone - (Cloe Dancer) Crown of Thorns
09) The Who - Behind Blue Exes
08) Alice In Chains - Down in a Hole
07) Nick Cave Kylie Minogue - Where The Wild Roses Grow
06)Motörhead - Whorehouse Blues
05) Nirvana - Plateau
04) Metallica - Nothing Else Matters
03) Mark Lanegan - Lexington Slow Down
02)Pearl Jam - Indifference
01) Johnny Cash - Hurt
HUGH, ICH HABE GESPROCHEN! Alternative Listen sind gerne als Kommentar willkommen. Aber das ist bei mir so der Status Quo. Wobei ich vor allem bei Metallica Unforgiven auch nur hauchdünn hinter Nothing Else sehe. Wenn man sich erst einmal von der popkulturellen Fehlannahme befreit hat, dass Balladen immer von möglichst viel Herzschmerz zu handeln haben, weil das lyrische Ich von seiner Ische in den Wind geschossen wurde oder anders herum, dann kann man auch mal sinnvolle Listen machen! Und wenn ihr mir bei RTL nochmal mein Lieblingsgenre so verunhunzt, dann ... naja ihr wißt Bescheid: DRUFF DRUFF DRUFF DRUFF DRUFF!!! ;-)
Hallöchen! Hiermit melde ich mich (nebst meinem Blog) gleich mal aus der Versenkung empor. Nachdem ich gestern schon dafür gesorgt habe, dass dieser russische Spam von meinem Kommentarboard verschwand, soll heute nun auch mal ein neuer Eintrag hier die Tristesse vertreiben, welche schon seit August hier auf der Seite herrscht. Themen gibts eigentlich genug, alleine dass der CSU die letzten Wochen so herrlich die Düse ging wäre schon einen deskriptiven Verriss der aktualpolitischen Verhältnisse wert. Mal sehen was heute raus kommt... wenn man den Beckstein so hörte, konnte man ja meinen, denen droht Rot-Rot! Aber, lieber Günther, so wird nach 60 langen Jahren auch in eurem Freistaat die Demokratie eingeführt. Alleinherrschaft ist dann erstmal passé. Die anderen Parteien hatten im Bayernland bisher ja ohnehin einen Bedeutungshorizont, welchen jenem der Blockparteien in der DDR gleichkam (schon seltsam wie sich Geschichte manchmal wiederholt *fg*)! Aber nö, irgendwie finde ich es dann doch müßig jetzt über den Wahlausgang zu schwadronieren... Hauptsache unterm Strich wird morgen diese unsägliche Demokratur da unten beendet.
Was mich mehr aufgeregt hat, ist mal wieder jener Wahnsinn, welcher uns medial untergejubelt wird. Nicht, dass man an die “Ultimativen Chartshow” irgendwelche hohen Erwartungen knüpfen, oder ihr sogar musikalischen Geschmack unterstellen könnte, aber was einem da als “beste Rockballaden aller Zeiten” untergejubelt werden sollte, darf man doch Getrost unter Ulk verbuchen. Klar, wenn die Jury aus solchen Gestalten wie Jeannette Biedermann (DIE deutsche Rockerbraut schlechthin) oder jenen Verstandsleichen der DSDS-Jury besteht, dann soll man sich nicht wundern wenn das alles zur Realsatire ausartet. Wobei... irgendwie ist das immer noch besser als Variante 2, nämlich die Hochrechnung auf Grundlage von Chartplatzierungen.
Hier erstmal was Grundsätzliches: Den Musikgeschmack eines Landes, in welchem “Schni-Schna-Schnappi”, Modernd Torkeln (mehrfach) oder jüngst Lützenskirchen`s “3 Tage Wach” die Charts anführen, kann man einfach nicht ernst nehmen! Laßt es mich mal am letzten Bespiel etwas näher erläutern. Musik sollte ne Message haben, da sind wir uns doch einigermaßen einig unterstelle ich mal. Selbige sollte im Idealfall (welchen ich hier mal dreist unterstellen möchte) auch über “druff druff druff druff druff” hinaus gehen. Nehmen wir an dieser Stelle mal die “Lyrics” des Machwerkes auseinander; vieles spricht ohnehin für sich selbst! Los geht der ganze Kladderadatsch mit:
“Pille, Palle, alle pralle
druff, druff, druff, druff, druff.
Verpeilt und verschallert, alle verballert.
druff, druff, druff, druff, druff.
Pille, Palle, alle pralle
druff, druff, druff, druff, druff..
Verpeilt und verschallert, alle verballert.
druff, druff, druff, druff, druff.”
Finde da mal jemand irgend ein ernst zu nehmendes stilistisches Mittel heraus... geschweige denn einen Sinn! Mir würde ja schon der Anflug von Vernunft reichen, aber selbst DAS ist ja noch zu viel verlangt! Ein paar weniger Drogen würden helfen meine ich. Weiter gehts dann mit dem, was wohl die “Handlung” des Liedes darstellen soll:
“Auf geht’s, ab geht’s 3 Tage wach, nächste Party kommt bestimmt 3 Tage wach.
Afterhour vor der Hour, weitergemacht.
3 Tage wach, jetzt wirst du langsam schwach.
Volle Kanne Einwurf, 3 Tage wach
Paniert und Ding Dong Ding Dong, 3 Tage wach.
Bunte Pille Fete, 3 Tage wach
Puls wie ne Rakete, 3 Tage wach
Punkt Punkt komma klar, 3 Tage wach
Du warst gestern auch schon da 3 Tage wach.
Spieglein an der Wand wer ist 3 Tage wach?
Du und deine Oma sind 3 Tage wach.
Teller bis zum Unterkiefer, 3 Tage wach
In der Hose Ungeziefer, 3 Tage wach
Flasche leer Feuerwehr, 3 Tage wach
Laufen geht jetzt auch nicht mehr, 3 Tage wach.”
Hmm... höchst interessant! Ob`s da wohl um Drogen geht? Ich lasse das auch mal so für sich sthen, ich glaube das schreckt schon genug ab. Enden tut der ganze Schwachsinn dann wie folgt:
“Notfall-Apotheke, 3 Tage wach
Rotz auf der Tapete, 3 Tage wach
Verplant, Paniert, 3 Tage wach
Völlig Ungeniert 3 Tage wach.”
Und diese letzte Passage wird dann auch noch zwei Mal wiederholt. Nee, Leute Leute... das kann doch nicht der Sinn der Evolution gewesen sein, dass ihre Lieblingskinder eines Tages solchen MIST fabrizieren! Man überlege es sich doch mal, über Abertausende von Jahren fand eine genetische Selektion statt. Säbelzahntiger, Stammeskriege und der eine oder andere dämliche Stunt der männlichen Erbgutsträger (Literaturempfehlung dazu: “Darwin Awards”, “Die neuesten Darwin Awards” etc.) haben, so sollte man meinen, schon die Größte Dummheit aus der spezies heraus selektiert! Aber trotzdem passiert noch sowas! Da muß doch irgend was schief gelaufen sein! Traurig, traurig! Wenn ich als Urmensch, meine Keule lässig über Schulter geschwungen durch meinen Urwald wandern würde... nur mal angenommen... und mir würde der Knilch, der das da verbrochen hat über den Jägerweg laufen.... DRUFF DRUFF DRUFF DRUFF DRUFF!!!
Aber ich schweife schon wieder ab! Eigentlich wollte ich mir aus dieser Show ja die größten Krampen raus picken. Alleine der Fakt, dass es Gestalten wie die Scorpions, Mister Big oder Meat Loaf in eine Liste mit der Überschrift “Rock” geschafft haben ist schon streng zu verurteilen! Dass selbige dann auch noch von Brian Adams angeführt wird, werte ich persönlich als Blasphemie! Hallo... Brian Adams (und ja, ich weiß, dass er sich “Bryan” schreibt, aber ich will ihn ärgern)... das ist doch.... was is das denn?!? Schauen wir uns die Top 10 alleine einmal an, da wird dann klar, was ich meine!
1 Bryan Adams ( Everything I Do) I Do It For You
2 Meat Loaf I'd Do Anything For Love (But I Won't Do That)
3 Mr. Big To Be With You
4 Aerosmith I Don't Want To Miss A Thing
5 Procol Harum A Whiter Shade Of Pale
6 Ozzy Osbourne Dreamer
7 Alannah Myles Black Velvet
8 Guns N' Roses Knockin' On Heaven's Door
9 Limp Bizkit Behind Blue Eyes
10 Bon Jovi Always
So, wir gehen von Rockballaden aus und schauen uns das mal von hinten her an. Auf 10 sind die unglaublich harten Rocker von Bon Jovi. Dieses Always-Geningel hatte ich fast schon erfolgreich verdrängt, ebenso wie das glatt rasierte, bubihafte Gesicht des Front”mannes”! Diese Gestalt spielt für mich in der selben, rockfernen Liga wie Brian Adams, nur mit dem Unterschied, dass Adams wenigstens ein realistisches selbstbild hat und sich nicht dauernd versucht mit den großen Jungs zu spielen.
Auf 9 dann ein Cover, wer das Original von the Who kennt, der MUß hier sein Vetorecht exzessiv in den virtuellen Raum schmeißen. Mag der Fred Durst noch so herzhaft an der Halle Berry rumschlabbern im Video, unterm Strich kommt er nichtmal ansatzweise ans Original heran!
Platz 8... na gut, G`NR ist OK, aber über den Titel kann man streiten. Für mich eindeutig besser: November Rain!
Platz 7... naja, klingt ganz nett, hat aber in einer Top 10 der Rockballaden eigentlich nix zu suchen. Und wenn wir schon mal dabei sind, kann Procol Harum auf Platz 5 gleich mit gehen... danke!
Platz 6. Ozzy... mal ehrlich, wenns um Qualität geht ist der Song deplatziert hier. Ich mag das Stück auch, aber es ist doch eher ein Treppenwitz als ernst zu nehmende Rockballade. Ozzy war mal ganz groß... WAR!
Mit Nummer vier bin ich sogar grob einverstanden, würde es allerdings weiter hinten eingruppieren. Der Herr Tyler mit seiner Mumiencombo rockt schon irgendwie... Originale halt.
Mr. Big auf drei. Und NEIN, das ist nicht dieser 30 Zentimeter-Hengst aus Sex and the City... wäre ja noch schöner. Ich mochte Mr. Big noch nie... also raus damit, auch wenn gerade da sicherlich einige intervenieren werden. Aber is ja mein Blog hier, als kalmiert euch... Unwürdige! ;-)
Zu den ersten beiden Plätzen habe ich schon genug gesagt. Meat Loaf soll lieber weiter schräge Filme á la “The 51st State” drehen als zu singen. Dieser Schmachtepop ist doch peinlich, ich bitte euch! Bryan “don`t call me Brian” Adams gehört in die Pop-Ecke, ebenso wie Peter Maffay (wenn wir schon mal dabei sind, können wir das gleich mal klar stellen)!!! In diesem Land wird doch jeder, der eine Lederjacke trägt gleich als Rocker diffarmiert, ist ja schlimm hier! Aber um hier mal ein bissel Struktur rein zu bringen möchte ich abschließend noch mein Gegenmodell einer Top 10 der größten Rockballaden bisher (aller Zeiten ist etwas verfrüht wie ich finde) präsentieren. Das kann dann gerne auch auseinander geschraubt werden, aber DAS DA OBEN, das konnte ich nicht so stehen lassen!
10) Mother Love Bone - (Cloe Dancer) Crown of Thorns
09) The Who - Behind Blue Exes
08) Alice In Chains - Down in a Hole
07) Nick Cave Kylie Minogue - Where The Wild Roses Grow
06)Motörhead - Whorehouse Blues
05) Nirvana - Plateau
04) Metallica - Nothing Else Matters
03) Mark Lanegan - Lexington Slow Down
02)Pearl Jam - Indifference
01) Johnny Cash - Hurt
HUGH, ICH HABE GESPROCHEN! Alternative Listen sind gerne als Kommentar willkommen. Aber das ist bei mir so der Status Quo. Wobei ich vor allem bei Metallica Unforgiven auch nur hauchdünn hinter Nothing Else sehe. Wenn man sich erst einmal von der popkulturellen Fehlannahme befreit hat, dass Balladen immer von möglichst viel Herzschmerz zu handeln haben, weil das lyrische Ich von seiner Ische in den Wind geschossen wurde oder anders herum, dann kann man auch mal sinnvolle Listen machen! Und wenn ihr mir bei RTL nochmal mein Lieblingsgenre so verunhunzt, dann ... naja ihr wißt Bescheid: DRUFF DRUFF DRUFF DRUFF DRUFF!!! ;-)
Mittwoch, 13.08.2008
Protestsong
Los doctores
Hallöchen! Mittlerweile olympiat es im fernen Chinesenland gar so fröhlich vor sich hin, dass es an der Zeit ist, mal ein kleines Kontrastprogramm zu bieten! Erstens bekommt man ja eh nix mit, passiert ja alles nachts oder früh am Morgen, zweitens kann ich es auch nicht mehr hören, dieses ewige Fordern nach bzw. Warten auf "politische Proteste" der Aktiven! Die gute Frau Maischberger zelebrierte das ja schon bei der Eröffnungsfeier nach Herzenslust. Alle 20 Minuten wurde konstatiert, dass man ja auch bei der Delegation aus Niederkleinostkasperstan ja "keinen politischen Protest ausmachen könne! Schade!" Wenn 204 Nationen ins Stadion einmarschieren, kann das auf die Dauer schon ganz schön nerven... . Vielleicht sollte die Frau Maischberger und ihre hyperkorrekten, vom Wahn nach political correctness geradezu zerfressenen Moderatorenkollegen mal darüber klar werden, dass es sich hier primär um ein sportliches Ereignis handelt, nicht etwa um ein politisches! Warum sollen Sportler plötzlich ihren Kopf für Dinge hin halten, welche die Politik in Jahrzehnten nicht geregelt bekam. Von den Athleten kann man das nicht verlangen (gut... andererseits gab`s ausgerechnet in China damals auch den Boxer-Aufstand... aber das ist wieder `ne andere Geschichte ;-) ), und wenn man es tut, muß man sich auch nicht wundern, wenn man am Ende des Tages enttäuscht nach Hause geht. Nein, kritische Öffentlichkeit sollte sich auch da bilden, wo sie hin gehört: Außerhalb dieses ganzen Brimboriums. Im Stadion werden keine tibetanischen Mönche verdroschen, keine Delinquenten exekutiert (zumindest nicht bis Ende August) und auch keine kleinen Kinder verkauft. Das geschieht alles außerhalb der Spiele und von da erhoffe ich mir auch die sinnvollsten Impulse. Eine fundiert recherchierte Reportage/Artikel/whatever bewirkt wohl mehr öffentlichen Druck als irgend so ein Heini, der in seiner Randsportart gerade Bronze gewonnen hat und plötzlich meint, mit der Tibetflagge rum wedeln zu müssen! Symbolische Zeichen sind ja schön und gut, aber bitte, denkt auch mal an die Effektivität und heischt nicht sensationsgeil nach den reißerischsten Headlines, welche nach zwei tagen eh wieder von Dieter Bohlen abgelöst werden... liebe Medien... das wäre soooo toll... man könnte sich fast überlegen euch ausnahmsweise mal wieder ernst zu nehmen.
Wahrscheinlich wird es im Nachlauf der Spiele aber wieder die üblichen 08/15 Reportagen in den typischen Revolverformaten geben, gegen welche die investigativen Beiträge im massenmedialen Lärm untergehen! Man achte also einmal mehr auf die kleinen, nicht so kunterbunt angekündigten Meldungen, denn mal ehrlich: Mit Berichten über die seltsamen kulinarischen Vorlieben der Chinesen kann man doch schon längst keinen Hund mehr hinterm` Ofen hervor locken!
Aber egal, Ablenkung kündigte ich an... und zwar solche, die Not tut! Also erkläre ich hiermit die Foxymorph-Kicktipp-Saison 2008/09 für eröffnet!!! :-) Viel Spaß beim Tippen allen, wer sich noch fix anmelden will, kann dies tun. Allerdings werde ich den/die Glückliche/n nicht vor Freitag Nachmittag autorisieren können; nur zur Info.) :-)
Also dann Leute, hier nochmal der altbekannte Link:
http://www.kicktipp.de/foxy/
Bonusfragen nicht vergessen und den Titelverteidiger jagen! ;-)
Es grüßt
Der Rekordmeister! ;-)
Hallöchen! Mittlerweile olympiat es im fernen Chinesenland gar so fröhlich vor sich hin, dass es an der Zeit ist, mal ein kleines Kontrastprogramm zu bieten! Erstens bekommt man ja eh nix mit, passiert ja alles nachts oder früh am Morgen, zweitens kann ich es auch nicht mehr hören, dieses ewige Fordern nach bzw. Warten auf "politische Proteste" der Aktiven! Die gute Frau Maischberger zelebrierte das ja schon bei der Eröffnungsfeier nach Herzenslust. Alle 20 Minuten wurde konstatiert, dass man ja auch bei der Delegation aus Niederkleinostkasperstan ja "keinen politischen Protest ausmachen könne! Schade!" Wenn 204 Nationen ins Stadion einmarschieren, kann das auf die Dauer schon ganz schön nerven... . Vielleicht sollte die Frau Maischberger und ihre hyperkorrekten, vom Wahn nach political correctness geradezu zerfressenen Moderatorenkollegen mal darüber klar werden, dass es sich hier primär um ein sportliches Ereignis handelt, nicht etwa um ein politisches! Warum sollen Sportler plötzlich ihren Kopf für Dinge hin halten, welche die Politik in Jahrzehnten nicht geregelt bekam. Von den Athleten kann man das nicht verlangen (gut... andererseits gab`s ausgerechnet in China damals auch den Boxer-Aufstand... aber das ist wieder `ne andere Geschichte ;-) ), und wenn man es tut, muß man sich auch nicht wundern, wenn man am Ende des Tages enttäuscht nach Hause geht. Nein, kritische Öffentlichkeit sollte sich auch da bilden, wo sie hin gehört: Außerhalb dieses ganzen Brimboriums. Im Stadion werden keine tibetanischen Mönche verdroschen, keine Delinquenten exekutiert (zumindest nicht bis Ende August) und auch keine kleinen Kinder verkauft. Das geschieht alles außerhalb der Spiele und von da erhoffe ich mir auch die sinnvollsten Impulse. Eine fundiert recherchierte Reportage/Artikel/whatever bewirkt wohl mehr öffentlichen Druck als irgend so ein Heini, der in seiner Randsportart gerade Bronze gewonnen hat und plötzlich meint, mit der Tibetflagge rum wedeln zu müssen! Symbolische Zeichen sind ja schön und gut, aber bitte, denkt auch mal an die Effektivität und heischt nicht sensationsgeil nach den reißerischsten Headlines, welche nach zwei tagen eh wieder von Dieter Bohlen abgelöst werden... liebe Medien... das wäre soooo toll... man könnte sich fast überlegen euch ausnahmsweise mal wieder ernst zu nehmen.
Wahrscheinlich wird es im Nachlauf der Spiele aber wieder die üblichen 08/15 Reportagen in den typischen Revolverformaten geben, gegen welche die investigativen Beiträge im massenmedialen Lärm untergehen! Man achte also einmal mehr auf die kleinen, nicht so kunterbunt angekündigten Meldungen, denn mal ehrlich: Mit Berichten über die seltsamen kulinarischen Vorlieben der Chinesen kann man doch schon längst keinen Hund mehr hinterm` Ofen hervor locken!
Aber egal, Ablenkung kündigte ich an... und zwar solche, die Not tut! Also erkläre ich hiermit die Foxymorph-Kicktipp-Saison 2008/09 für eröffnet!!! :-) Viel Spaß beim Tippen allen, wer sich noch fix anmelden will, kann dies tun. Allerdings werde ich den/die Glückliche/n nicht vor Freitag Nachmittag autorisieren können; nur zur Info.) :-)
Also dann Leute, hier nochmal der altbekannte Link:
http://www.kicktipp.de/foxy/
Bonusfragen nicht vergessen und den Titelverteidiger jagen! ;-)
Es grüßt
Der Rekordmeister! ;-)
Sonntag, 13.07.2008
AUTO PILOT
(Queens of the Stone Age)
Folgender Beitrag entstand am 4.7.2008 im Zug, Strecke Chemnitz - Karlsruhe zwischen 16 und 21 Uhr (etappenweises Schreiben). :-)
“Willkommen im Land der Bekloppten und bescheuerten!” So, oder zumindest so ähnlich, begrüßte uns im Fritz - Frühstyxradio dereinst Dietmar Wischmeyer zu seinen allwöchentlichen Gegenwartsbetrachtungen einer durch und durch bemesserten Gesellschaft... unserer Gesellschaft! Nun, da ich mal wieder eine Reise antrete, welche mich vom malerischen Chemnitz ins Ferne, nicht minder pittoreske Karsruhe führt, kommt mir diese Parole spontan wieder in den Sonn. Bei all dem Elend, welches mir bereits auf dem Weg zum Bahnhof begegnete, ist das auch kein Wunder! Aber immer der Reihe nach!
Von Arbeit aus praktisch direkt zum Bahnhof geeilt, motorisiert versteht sich, denn Turnschuhe sind ja auch teuer! Jedenfalls verlief dies noch relativ nervenschonend, war man doch von seinen mitunter grenzdebilen Mitmenschen und deren Unzulänglichkeiten durch die beruhigende Präsenz des Seitenfensters (von der Frontscheibe mal ganz zu schweigen) getrennt. Außerdem huschten all die “Kevins” und “Dschastins” in geradezu wohltuender Geschwindigkeit durch mein Blickfeld; sodass ich sie gar nicht im vollem Umfang erleiden mußte. Die Probleme, wie sollte es anders sein, fingen mal wieder genau in dem Moment an, da ich mich aus dem Auto schwang und mich quasi selber auf die Menschheit los ließ. Ungefiltert und in Normaltempo! Der Einfachheit halber nummeriere ich meine Beobachtungen mal lieber durch , sonst kommt man hier noch durcheinander bei dem ganzen Irrsinn!
BEOBACHTUNG NUMMER 1: BIERFLASCHEN
Vorweg sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass die von mir getätigte Feldstudie so zwischen 15 und 16 Uhr statt fand; man kann dies aber bequem auf den Rest des Tages übertragen, was ja auch die eigentliche Tragödie ist! Frisch dem Auto entsprungen, wie gesagt, liefen mir auch schon zwei dieser Hobby-Sidos über den Weg, die heutzutage das Straßenbild unentwegt verschandeln. In den Wurstfingern dieser bagybepanteten, Goldketten tragenden Pseudoghettoisten prangte je ein “Sternburg Export”! Jenes Gesöff, dem man getrost den Rang des Genußmittels aberkennen kann. Auf dem Bahnhof selbst liefen mir dann noch zwei bis drei andere solche Gestalten über den Weg. Jetzt mal vom edlen Sternburg abgesehen: Irgendwie ist es schon ziemlich asozial um diese Tageszeit mit ner Bierflasche in der Hand durch den öffentlichen Raum zu geistern... und wenn es nicht asozial ist, dann wirkt es zumindest so! Bierflaschen sind heute scheinbar dann doch mehr als nur ein praktisches Aufbewahrungs- und Transportgefäß für ein deutsches Kulturgetränk, für dessen Herstellung irgendwelche Mönche verantwortlich zeichnen, für die es aus dem frankophilen TRIO “Wein, Weib und Gesang” das erlesenste DUO zu ersetzen hatte! Früher war Bier ein Getränk, Genußmittel bzw. Die ganz private Feierabendbelohnung des so genannten “Otto-Normalverbrauchers” (wäre auch mal ne Analyse wert das Wort). Heute kommt dem Gerstensaft hingegen scheinbar schon eine Status zuweisende Funktion zu. Wer nach Schulschluss nicht schnellstens den halben Liter Sternburg zur Hand hat, wird wahrscheinlich schon als “alphabetisiert” gedisst. Und so nem durchschnittlichen Sechstklässler (dem so genannte “Otto-Normal-Sechstklässler”) kann dieser Vorwurf schon enorm zusetzen; Rufmord ist das! Können diese Vögel nicht ne Fanta trinken, oder nen zünftigen Melisse-Anis-Kümmeltee?!? Das würde doch gleich ein besseres Bild abgeben und dem Beobachter, also in diesem Falle mir, nicht den Eindruck aufzwingen, sich in einer Welt voller besoffener Grundschüler zu bewegen. “Besoffener und obendrein schwanger Grundschüler” mag man ab und zu ergänzen wollen, wenn man hört, dass schon wieder eine 14jährige ihre Mutter mit 29 zur Oma gemacht hat (jaja, früher war das noch ganz anders liebe Leute!). Wo soll denn das noch hin führen? Stellen wir uns doch einfach mal vor, dass in 12 - 15 Jahren eine dieser Gestalten, so wie ich jetzt, hier im Zug sitzt (sagen wir mal nach.... pfff... keine Ahnung, wo fährt so `ne Schnapsleiche denn hin... sagen wir... sagen wir einfach, nach Bielefeld) und sich vor lauter Langeweile dazu entschließt, seine Gedanken über die “Jugend von heute”, was de facto für uns ja noch die “Jugend von morgen”ist, für welche die “Jugend von heute”, welche wiederum für die “Jugend von morgen” die “Jugend von gestern” darstellt, während wir (also ich und ihr vor den Rechnern) aus Perspektive der “Jugend von morgen” ja schon selbige “von vorgestern” sind, praktisch also schon scheintot! Verwirrend, was?!?
Jedenfalls beschließt er, seine Gedanken aufzuschreiben; worüber will der sich denn noch, vom moralischen Standpunkt aus, noch berechtigt echauffieren?!?!! Vielleicht sitzen dann ja schon die 10jährigen mit ner Flasche Doppelkorn vor den Spielhallen rum wenns grade mal nix zu dealen gibt, oder das Wort “Schultüte” hat gar bei den ABC-Schützen bereits einen gravierenden Bedeutungswandel durchlaufen. Aber letzten Endes wären das doch nur konsequente Weiterentwicklungen des pseudocoolen Proletenhabitus seiner eigenen (also der heute schon “heutigen”) Jugend. Wenn der Typ dann so im Zug sitzt, mit seinem Sternburg in der Hand, hat er eigentlich jegliche Legitimation verloren sich über seine “Nachfolger” auszulassen. Wahrscheinlich könnte er es eh nicht, denn “alphabetisiert” waren ja eh nur die Bierlosen!
So, bevor ich zum zweiten “manifesten Problem” der Gegenwartsgesellschaft übergehe, drängen sich mir zunächst noch 3 (DREI) Fragen auf. Man muß wissen, dass ich inzwischen umgestiegen bin (bei dem Gewackel im IRE konnte ich nicht durchgängig schreiben, tut mir leid) Erste Frage: Warum stehen eigentlich im Zug alle ca. 5 Minuten vor Erreichen des Zielbahnhofes (ENDHALTESTELLE!!!) Auf und versammeln sich vor den Ausstiegsluken? Herrscht etwa der Irrglaube vor, dass sich der Zugführer bei diesem sanften Druck der Masse extra beeilt? Oder gibt es gar ein physikalisches Gesetz, das diese Einschätzung bestärkt? So etwas wie
t(zugfahrt gesamt) = t(normal) - l(schlange an tür)
Wobei der Einfachheit halber angenommen wird, da0 “Meter” und “Minute” komplett uns willkürlich austauschbare Maßeinheiten sind. Vielleicht handelt es sich auch nur um irgend eine seltsame Endzeitsekte, deren Mitglieder durch den Happening-Akt des “sich fünf Minuten eher an die Tür Stellens in Zügen” auf subversivem Wege die Weltherrschaft an sich zu reißen gedenken! Doch halt, der Zug hat ja mit “Bielefeld” nix zu tun... möglicherweise ist es ja eine Splittergruppe?!?
Frage 2: Was kostet es an Aufpreis, wenn man mit seinem Frettchen verreißt?
Frage 3: Wieso nimmt man bei der Bahn, genauer gesagt auf deren Werbeplakaten, an, dass Odysseus und seine Griechen so abgrundtief dämlich waren und ein Häuschen oben auf das trojanische Pferd bauten? Wenn das dennoch geklappt hat, haben die Trojaner den Untergang aber wahrlich verdient gehabt.... den Untergang und einen Darwin-Award gleich obendrauf versteht sich. Und überhaupt: Warum heißt beim Computer der “Trojaner” eigentlich “Trojaner”? “Grieche” wäre passender fällt mir eben auf!
Aber weiter im Text; mein IC rollt soeben an und befördert mich somit hoffentlich recht pünktlich nach Karlsruhe. Vielleicht stelle ich mich da auch mal 5 Minuten eher an die Tür, könnte ja sein, dass ich diese merkwürdigen Leute dann verstehe bzw. Gar die Weltherrschaft an mich reiße!
Beobachtung Nummer Zwei: Sonnenbrillen from hell! Im gleißenden Licht des Bahnhofes sind selbige natürlich unverzichtbar; aber mir geht es hier nicht um den Durchschnittstypen der fröhlich seine Horatio-Caine-Gedächtnisbrille durch die Pathologie chauffiert, sondern viel mehr um den abartigen Trend zu diesen “Skimasken”, der seit ein oder zwei Jahren grassiert. Nur weil es der eine oder andere C-Promi vorgekaschpert hat springt halb Deutschland auf diesen Zug auf (in meiner momentanen Situation einfach eine geile Metapher wie ich finde)! Große, runde Gläser mit breiten Rahmen, welche sowohl das Jochbein, als auch die komplette Stirn abdecken. Die Leute sehen alle aus wie Hummeln!!!!!! Bloß um einen Hauch von “Celebrity” abzubekommen macht sich die stilbewußte Modeschickse oder ihr “männliches” Trendsetterpendant komplett zum Obst. Der Ausbund an Hässlichkeit wird dabei von jenen Modellen gebildet, die dann auch noch mit irgendwelchen Glitzersteinen (sollen wirken wie Swarovski-Kristalle, sind aber unter Hochdruck recyclete Joghurtbecher von Aldi) beklebt sind. Die Diamanten der Vernunftsverweigerer sage ich mal! GANZ SCHLIMM! Wenn dich dann noch eines dieser Wesen unter einem fadenscheinigen Vorwand anspricht, weißt du erst gar nicht, ob es unter diesen beiden Kunststoffplatten auch nur über annähernd so etwas wie menschliche Gesichtszüge verfügt; oder ob du jetzt vom gefürchteten Inge-Borg schonend von deiner unmittelbar bevorstehenden Assimilierung unterrichtet wirst. Ich, Pessimist der ich bin, gehe immer von letzterem aus und stimme bisweilen auch mal das Liedchen von der “Biene Maja” an, vielleicht beschwichtigt man “ES” ja mit Neuigkeiten von seiner Verwandtschaft!
BEOBACHTUNG NUMMER drei: BÖLD DÄRR DAINE MAINONG!
Hitler hats mal wieder, wie ich am Kiosk sah, auf das Cover der BLÖD geschafft. Für einen, der seit 63 Jahren von Satan allabendlich eine ************ (wer “Little Nicky” gesehen hat, weiß wie es hier weiter geht) gar nicht mal so schlecht. Einstein war nicht so oft Cover- Boy der BLÖD.... und der war nicht nur bei seinen Zeitgenossen wesentlich beliebter. Grund dieser unverdienten Aufmerksamkeit ist übrigens Hitlers wächserner Doppelgänger bei Mme Tussauds in Berlin. Kontroversen entflammen, ob man den Sterin-Führer mitten in der Hauptstadt aufstellen darf oder lieber nicht. Es geschah und nun ist, bildlich gesprochen, Polen offen! (Anm des Autors: einen tag nachdem ich dies niederschrieb köpfte ein arbeitsloser Ex-Polizist und Hobbyautonomer besagte Figur). Als ob es nix Wichtigeres zu tun gibt, als zu diskutieren, ob man den Gröfatz in einer Ausstellung wichtiger historischer Persönlichkeiten für Deutschland aufstellen darf. Alleine der Fakt, dass man damit so nen Aufruhr machen kann, sollte doch klar stellen, dass man objektiv betrachtet keine andere Wahl hat. Viel gefährlicher ist es meiner Meinung nach, dass die BLÖD der entsprechenden Klientel in regelmäßigen Abständen neues Bildmaterial ihres eineiigen Abgottes (quasi als ideologische Wichsvorlage) liefert. Aber man kann halt Auflage machen mit diesem Ösi, schlimm! Kaum steht da in fetten, weißen Lettern (vor gewohnt schwarzem Hintergrund der böse Name auf dem Titelblatt, schon nehmen gefühlte 500.000 Leute das Wurstblatt zusätzlich mit; wahrscheinlich zu ihrem Kasten Sternburg ;-). Warum, frage ich mich da, macht das eigentlich die FAZ nicht, oder die “Zeit”? Auflage wollen die sicherlich auch machen, aber wohl nicht um jeden Preis. Meiner Meinung nach ist das auch der wesentlich informativere Weg um mit solchen Sachen umzugehen: Berichten ja, aber sachlich und ohne gleich ein Center-Fold-haftes Portrait von der Unperson der europäischen Geschichte mitzuliefern. Aber wie wir alle wissen sin “BLÖD” und “sachlich” ja die geborenen Antagonismen. Die Ärzte haben unlängst den Inhalt dieses Revolverblattes in “Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht” identifiziert, treffender gehts kaum. Aber eines hat auch die BLÖD-Redaktion bisher nicht hin bekommen, nämlich eine TOTAL negativ besetzte Schlagzeile zusammen zu phantasieren. Ein bedeutungsneutrales Wort war bisher immer dabei, wie auch bei der bisherigen Sternstunde der Volksverdummung, welche da lautete: “UFO-Sekte will Hitler klonen!” Unübertroffen dämlich, NOCH!
Naja, jedenfalls hätte ich noch einiges zu berichten, was auf den gesunden Menschenverstand zutiefst verstörend wirkt, aber leider tut mir mittlerweile der Finger weh und so recht Lust verspüre ich zudem auch nicht mehr mich über meine Mitmenschen auszulassen. Vielmehr werde ich mich die letzten beiden Stunden der Fahrzeit relaxt in den Sitz schmiegen und mich von Motörhead oder Mastodon sanft in den Sekundenschlaf trällern lassen. Mal sehen, vielleicht tippe ich den ganzen Humbug hier bei Gelegenheit mal in meinem Blog ab. Bis dato: Viel Glück und gute Nerven, die braucht man hier auch, hier, im “Land der Bekloppten und Bescheuerten”!
Folgender Beitrag entstand am 4.7.2008 im Zug, Strecke Chemnitz - Karlsruhe zwischen 16 und 21 Uhr (etappenweises Schreiben). :-)
“Willkommen im Land der Bekloppten und bescheuerten!” So, oder zumindest so ähnlich, begrüßte uns im Fritz - Frühstyxradio dereinst Dietmar Wischmeyer zu seinen allwöchentlichen Gegenwartsbetrachtungen einer durch und durch bemesserten Gesellschaft... unserer Gesellschaft! Nun, da ich mal wieder eine Reise antrete, welche mich vom malerischen Chemnitz ins Ferne, nicht minder pittoreske Karsruhe führt, kommt mir diese Parole spontan wieder in den Sonn. Bei all dem Elend, welches mir bereits auf dem Weg zum Bahnhof begegnete, ist das auch kein Wunder! Aber immer der Reihe nach!
Von Arbeit aus praktisch direkt zum Bahnhof geeilt, motorisiert versteht sich, denn Turnschuhe sind ja auch teuer! Jedenfalls verlief dies noch relativ nervenschonend, war man doch von seinen mitunter grenzdebilen Mitmenschen und deren Unzulänglichkeiten durch die beruhigende Präsenz des Seitenfensters (von der Frontscheibe mal ganz zu schweigen) getrennt. Außerdem huschten all die “Kevins” und “Dschastins” in geradezu wohltuender Geschwindigkeit durch mein Blickfeld; sodass ich sie gar nicht im vollem Umfang erleiden mußte. Die Probleme, wie sollte es anders sein, fingen mal wieder genau in dem Moment an, da ich mich aus dem Auto schwang und mich quasi selber auf die Menschheit los ließ. Ungefiltert und in Normaltempo! Der Einfachheit halber nummeriere ich meine Beobachtungen mal lieber durch , sonst kommt man hier noch durcheinander bei dem ganzen Irrsinn!
BEOBACHTUNG NUMMER 1: BIERFLASCHEN
Vorweg sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass die von mir getätigte Feldstudie so zwischen 15 und 16 Uhr statt fand; man kann dies aber bequem auf den Rest des Tages übertragen, was ja auch die eigentliche Tragödie ist! Frisch dem Auto entsprungen, wie gesagt, liefen mir auch schon zwei dieser Hobby-Sidos über den Weg, die heutzutage das Straßenbild unentwegt verschandeln. In den Wurstfingern dieser bagybepanteten, Goldketten tragenden Pseudoghettoisten prangte je ein “Sternburg Export”! Jenes Gesöff, dem man getrost den Rang des Genußmittels aberkennen kann. Auf dem Bahnhof selbst liefen mir dann noch zwei bis drei andere solche Gestalten über den Weg. Jetzt mal vom edlen Sternburg abgesehen: Irgendwie ist es schon ziemlich asozial um diese Tageszeit mit ner Bierflasche in der Hand durch den öffentlichen Raum zu geistern... und wenn es nicht asozial ist, dann wirkt es zumindest so! Bierflaschen sind heute scheinbar dann doch mehr als nur ein praktisches Aufbewahrungs- und Transportgefäß für ein deutsches Kulturgetränk, für dessen Herstellung irgendwelche Mönche verantwortlich zeichnen, für die es aus dem frankophilen TRIO “Wein, Weib und Gesang” das erlesenste DUO zu ersetzen hatte! Früher war Bier ein Getränk, Genußmittel bzw. Die ganz private Feierabendbelohnung des so genannten “Otto-Normalverbrauchers” (wäre auch mal ne Analyse wert das Wort). Heute kommt dem Gerstensaft hingegen scheinbar schon eine Status zuweisende Funktion zu. Wer nach Schulschluss nicht schnellstens den halben Liter Sternburg zur Hand hat, wird wahrscheinlich schon als “alphabetisiert” gedisst. Und so nem durchschnittlichen Sechstklässler (dem so genannte “Otto-Normal-Sechstklässler”) kann dieser Vorwurf schon enorm zusetzen; Rufmord ist das! Können diese Vögel nicht ne Fanta trinken, oder nen zünftigen Melisse-Anis-Kümmeltee?!? Das würde doch gleich ein besseres Bild abgeben und dem Beobachter, also in diesem Falle mir, nicht den Eindruck aufzwingen, sich in einer Welt voller besoffener Grundschüler zu bewegen. “Besoffener und obendrein schwanger Grundschüler” mag man ab und zu ergänzen wollen, wenn man hört, dass schon wieder eine 14jährige ihre Mutter mit 29 zur Oma gemacht hat (jaja, früher war das noch ganz anders liebe Leute!). Wo soll denn das noch hin führen? Stellen wir uns doch einfach mal vor, dass in 12 - 15 Jahren eine dieser Gestalten, so wie ich jetzt, hier im Zug sitzt (sagen wir mal nach.... pfff... keine Ahnung, wo fährt so `ne Schnapsleiche denn hin... sagen wir... sagen wir einfach, nach Bielefeld) und sich vor lauter Langeweile dazu entschließt, seine Gedanken über die “Jugend von heute”, was de facto für uns ja noch die “Jugend von morgen”ist, für welche die “Jugend von heute”, welche wiederum für die “Jugend von morgen” die “Jugend von gestern” darstellt, während wir (also ich und ihr vor den Rechnern) aus Perspektive der “Jugend von morgen” ja schon selbige “von vorgestern” sind, praktisch also schon scheintot! Verwirrend, was?!?
Jedenfalls beschließt er, seine Gedanken aufzuschreiben; worüber will der sich denn noch, vom moralischen Standpunkt aus, noch berechtigt echauffieren?!?!! Vielleicht sitzen dann ja schon die 10jährigen mit ner Flasche Doppelkorn vor den Spielhallen rum wenns grade mal nix zu dealen gibt, oder das Wort “Schultüte” hat gar bei den ABC-Schützen bereits einen gravierenden Bedeutungswandel durchlaufen. Aber letzten Endes wären das doch nur konsequente Weiterentwicklungen des pseudocoolen Proletenhabitus seiner eigenen (also der heute schon “heutigen”) Jugend. Wenn der Typ dann so im Zug sitzt, mit seinem Sternburg in der Hand, hat er eigentlich jegliche Legitimation verloren sich über seine “Nachfolger” auszulassen. Wahrscheinlich könnte er es eh nicht, denn “alphabetisiert” waren ja eh nur die Bierlosen!
So, bevor ich zum zweiten “manifesten Problem” der Gegenwartsgesellschaft übergehe, drängen sich mir zunächst noch 3 (DREI) Fragen auf. Man muß wissen, dass ich inzwischen umgestiegen bin (bei dem Gewackel im IRE konnte ich nicht durchgängig schreiben, tut mir leid) Erste Frage: Warum stehen eigentlich im Zug alle ca. 5 Minuten vor Erreichen des Zielbahnhofes (ENDHALTESTELLE!!!) Auf und versammeln sich vor den Ausstiegsluken? Herrscht etwa der Irrglaube vor, dass sich der Zugführer bei diesem sanften Druck der Masse extra beeilt? Oder gibt es gar ein physikalisches Gesetz, das diese Einschätzung bestärkt? So etwas wie
t(zugfahrt gesamt) = t(normal) - l(schlange an tür)
Wobei der Einfachheit halber angenommen wird, da0 “Meter” und “Minute” komplett uns willkürlich austauschbare Maßeinheiten sind. Vielleicht handelt es sich auch nur um irgend eine seltsame Endzeitsekte, deren Mitglieder durch den Happening-Akt des “sich fünf Minuten eher an die Tür Stellens in Zügen” auf subversivem Wege die Weltherrschaft an sich zu reißen gedenken! Doch halt, der Zug hat ja mit “Bielefeld” nix zu tun... möglicherweise ist es ja eine Splittergruppe?!?
Frage 2: Was kostet es an Aufpreis, wenn man mit seinem Frettchen verreißt?
Frage 3: Wieso nimmt man bei der Bahn, genauer gesagt auf deren Werbeplakaten, an, dass Odysseus und seine Griechen so abgrundtief dämlich waren und ein Häuschen oben auf das trojanische Pferd bauten? Wenn das dennoch geklappt hat, haben die Trojaner den Untergang aber wahrlich verdient gehabt.... den Untergang und einen Darwin-Award gleich obendrauf versteht sich. Und überhaupt: Warum heißt beim Computer der “Trojaner” eigentlich “Trojaner”? “Grieche” wäre passender fällt mir eben auf!
Aber weiter im Text; mein IC rollt soeben an und befördert mich somit hoffentlich recht pünktlich nach Karlsruhe. Vielleicht stelle ich mich da auch mal 5 Minuten eher an die Tür, könnte ja sein, dass ich diese merkwürdigen Leute dann verstehe bzw. Gar die Weltherrschaft an mich reiße!
Beobachtung Nummer Zwei: Sonnenbrillen from hell! Im gleißenden Licht des Bahnhofes sind selbige natürlich unverzichtbar; aber mir geht es hier nicht um den Durchschnittstypen der fröhlich seine Horatio-Caine-Gedächtnisbrille durch die Pathologie chauffiert, sondern viel mehr um den abartigen Trend zu diesen “Skimasken”, der seit ein oder zwei Jahren grassiert. Nur weil es der eine oder andere C-Promi vorgekaschpert hat springt halb Deutschland auf diesen Zug auf (in meiner momentanen Situation einfach eine geile Metapher wie ich finde)! Große, runde Gläser mit breiten Rahmen, welche sowohl das Jochbein, als auch die komplette Stirn abdecken. Die Leute sehen alle aus wie Hummeln!!!!!! Bloß um einen Hauch von “Celebrity” abzubekommen macht sich die stilbewußte Modeschickse oder ihr “männliches” Trendsetterpendant komplett zum Obst. Der Ausbund an Hässlichkeit wird dabei von jenen Modellen gebildet, die dann auch noch mit irgendwelchen Glitzersteinen (sollen wirken wie Swarovski-Kristalle, sind aber unter Hochdruck recyclete Joghurtbecher von Aldi) beklebt sind. Die Diamanten der Vernunftsverweigerer sage ich mal! GANZ SCHLIMM! Wenn dich dann noch eines dieser Wesen unter einem fadenscheinigen Vorwand anspricht, weißt du erst gar nicht, ob es unter diesen beiden Kunststoffplatten auch nur über annähernd so etwas wie menschliche Gesichtszüge verfügt; oder ob du jetzt vom gefürchteten Inge-Borg schonend von deiner unmittelbar bevorstehenden Assimilierung unterrichtet wirst. Ich, Pessimist der ich bin, gehe immer von letzterem aus und stimme bisweilen auch mal das Liedchen von der “Biene Maja” an, vielleicht beschwichtigt man “ES” ja mit Neuigkeiten von seiner Verwandtschaft!
BEOBACHTUNG NUMMER drei: BÖLD DÄRR DAINE MAINONG!
Hitler hats mal wieder, wie ich am Kiosk sah, auf das Cover der BLÖD geschafft. Für einen, der seit 63 Jahren von Satan allabendlich eine ************ (wer “Little Nicky” gesehen hat, weiß wie es hier weiter geht) gar nicht mal so schlecht. Einstein war nicht so oft Cover- Boy der BLÖD.... und der war nicht nur bei seinen Zeitgenossen wesentlich beliebter. Grund dieser unverdienten Aufmerksamkeit ist übrigens Hitlers wächserner Doppelgänger bei Mme Tussauds in Berlin. Kontroversen entflammen, ob man den Sterin-Führer mitten in der Hauptstadt aufstellen darf oder lieber nicht. Es geschah und nun ist, bildlich gesprochen, Polen offen! (Anm des Autors: einen tag nachdem ich dies niederschrieb köpfte ein arbeitsloser Ex-Polizist und Hobbyautonomer besagte Figur). Als ob es nix Wichtigeres zu tun gibt, als zu diskutieren, ob man den Gröfatz in einer Ausstellung wichtiger historischer Persönlichkeiten für Deutschland aufstellen darf. Alleine der Fakt, dass man damit so nen Aufruhr machen kann, sollte doch klar stellen, dass man objektiv betrachtet keine andere Wahl hat. Viel gefährlicher ist es meiner Meinung nach, dass die BLÖD der entsprechenden Klientel in regelmäßigen Abständen neues Bildmaterial ihres eineiigen Abgottes (quasi als ideologische Wichsvorlage) liefert. Aber man kann halt Auflage machen mit diesem Ösi, schlimm! Kaum steht da in fetten, weißen Lettern (vor gewohnt schwarzem Hintergrund der böse Name auf dem Titelblatt, schon nehmen gefühlte 500.000 Leute das Wurstblatt zusätzlich mit; wahrscheinlich zu ihrem Kasten Sternburg ;-). Warum, frage ich mich da, macht das eigentlich die FAZ nicht, oder die “Zeit”? Auflage wollen die sicherlich auch machen, aber wohl nicht um jeden Preis. Meiner Meinung nach ist das auch der wesentlich informativere Weg um mit solchen Sachen umzugehen: Berichten ja, aber sachlich und ohne gleich ein Center-Fold-haftes Portrait von der Unperson der europäischen Geschichte mitzuliefern. Aber wie wir alle wissen sin “BLÖD” und “sachlich” ja die geborenen Antagonismen. Die Ärzte haben unlängst den Inhalt dieses Revolverblattes in “Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht” identifiziert, treffender gehts kaum. Aber eines hat auch die BLÖD-Redaktion bisher nicht hin bekommen, nämlich eine TOTAL negativ besetzte Schlagzeile zusammen zu phantasieren. Ein bedeutungsneutrales Wort war bisher immer dabei, wie auch bei der bisherigen Sternstunde der Volksverdummung, welche da lautete: “UFO-Sekte will Hitler klonen!” Unübertroffen dämlich, NOCH!
Naja, jedenfalls hätte ich noch einiges zu berichten, was auf den gesunden Menschenverstand zutiefst verstörend wirkt, aber leider tut mir mittlerweile der Finger weh und so recht Lust verspüre ich zudem auch nicht mehr mich über meine Mitmenschen auszulassen. Vielmehr werde ich mich die letzten beiden Stunden der Fahrzeit relaxt in den Sitz schmiegen und mich von Motörhead oder Mastodon sanft in den Sekundenschlaf trällern lassen. Mal sehen, vielleicht tippe ich den ganzen Humbug hier bei Gelegenheit mal in meinem Blog ab. Bis dato: Viel Glück und gute Nerven, die braucht man hier auch, hier, im “Land der Bekloppten und Bescheuerten”!
Montag, 30.06.2008
EUPHORIE
(Madsen... SIE HABEN SICH VOR DER CAMPUS INVASION IN JENA "LOVE STORY" GEKAUFT... wir haben es genau gesehen!!!!! ;-))
Soooooo, das war sie dann auch schon wieder die EM! Da wird über Monate hinweg eine Marketingmaschine über unseren Kontinent hinweg geschickt, welche alles, aber auch wirklich alles zu einem schwarz-rot-goldenen Einheitsbrei verwalzt (gut, in Spanien oder Italien ist der Einheitsbrei anders koloriert). Und dann ist nach `ner Hand voll Spiele und 3 viel zu kurzen Wochen schon wieder alles vorbei! Mal sehen, wann unser Ländle aus dem Post-EM-Kater erwacht, kann schon noch ne Weile dauern. Nennenswerte Meldungen gibts momentan ja eh nicht zu verkünden in der Presse, da muß die ballacksche Wade wohl noch ein wenig her halten als Zeilenfüller. Nachberichte nennt man das dann wohl. Jedenfalls wird man noch etwa eine Woche damit beschäftigt sein die letzte Meldung aus der EM heraus zu kitzeln bevor dann endgültig Schicht ist im Schacht. Was danach kommt? Also ich bin enttäuscht.... wohl keine Zeitung gelesen die letzten Jahre, was?!? In der ersten Juliwoche bricht er ja wieder aus, der selbstgerechte “Anti”-Doping - Krieg der Medienwelt. Wenn sich Spargeltarzan XY von der Mannschaft “Ratio-Farm” in seinen Gelsattel schwingt um die Grande Nation zu durchradeln, dann hat er doch mittlerweile ne Hundertschaft Chemiker nebst persönlichem BLÖD-Kolumnist im Schlepptau.
Da es nun aber mal zu einfach wäre, auf die Dopingsünder der diesjährigen Tour zu tippen, soll es hier mal um die Huldigung des ruhmreichen Foxymorph-EM-Kicktipp-Triumphators gehen (Kristin wird es mir nachsehen, aber “Triumphatorin” sieht noch schlimmer aus als es klingt... dieses Unwort)! Also: Wir haben eine Europameisterin, der es Respekt und Anerkennung zu zollen gilt. Auf Rang zwei dann gleich der nächste chromosomale Doppel-X-Rebell: Baby Duck. War doch eine ganz nette Tipprunde, spannend und abwechslungsreich das Ganze. Außer dem schönen Fußball gabs auch am PC den gewissen Thrill... so solls sein wenn ihr mich fragt! :-)
Bevor ich das BL-Tippspiel neu starte warte ich noch ein bis zwei Wochen, dann kann jeder nochmal in Ruhe die Statistiken durchgehen, Tabellen auswerten und seine Schlüsse ziehen für die nächste Saison. Sich mental mit “högschter Kontschentratsion” auf die neue Tipprunde vorbereiten. Vom Modus her wird es wohl keine Veränderungen geben denke ich, diese Bundesliga plus ChampionsLeague - Formel hat sich letztes Jahr doch bewährt wie ich finde. Never change a running Tippspiel!
In diesem Sinne: Nochmal herzlichen Glückwunsch an Kristin und Ciao!
Der Rekordmeister!
P.S.: Ein ganz besonderer Dank soll hier noch an Jule ergehen, die an jenem unsäglichen 22.06.2008 tapfer an meiner Seite ausharrte und das katastrophale, unverdiente und natürlich ob der drückenden Feldüberlegenheit mehr als ungerechte Ausscheiden der ruhmreichen Squaddra Azzura für mich ein wenig angenehmer gestaltete! Danke nochmal :-)!
Soooooo, das war sie dann auch schon wieder die EM! Da wird über Monate hinweg eine Marketingmaschine über unseren Kontinent hinweg geschickt, welche alles, aber auch wirklich alles zu einem schwarz-rot-goldenen Einheitsbrei verwalzt (gut, in Spanien oder Italien ist der Einheitsbrei anders koloriert). Und dann ist nach `ner Hand voll Spiele und 3 viel zu kurzen Wochen schon wieder alles vorbei! Mal sehen, wann unser Ländle aus dem Post-EM-Kater erwacht, kann schon noch ne Weile dauern. Nennenswerte Meldungen gibts momentan ja eh nicht zu verkünden in der Presse, da muß die ballacksche Wade wohl noch ein wenig her halten als Zeilenfüller. Nachberichte nennt man das dann wohl. Jedenfalls wird man noch etwa eine Woche damit beschäftigt sein die letzte Meldung aus der EM heraus zu kitzeln bevor dann endgültig Schicht ist im Schacht. Was danach kommt? Also ich bin enttäuscht.... wohl keine Zeitung gelesen die letzten Jahre, was?!? In der ersten Juliwoche bricht er ja wieder aus, der selbstgerechte “Anti”-Doping - Krieg der Medienwelt. Wenn sich Spargeltarzan XY von der Mannschaft “Ratio-Farm” in seinen Gelsattel schwingt um die Grande Nation zu durchradeln, dann hat er doch mittlerweile ne Hundertschaft Chemiker nebst persönlichem BLÖD-Kolumnist im Schlepptau.
Da es nun aber mal zu einfach wäre, auf die Dopingsünder der diesjährigen Tour zu tippen, soll es hier mal um die Huldigung des ruhmreichen Foxymorph-EM-Kicktipp-Triumphators gehen (Kristin wird es mir nachsehen, aber “Triumphatorin” sieht noch schlimmer aus als es klingt... dieses Unwort)! Also: Wir haben eine Europameisterin, der es Respekt und Anerkennung zu zollen gilt. Auf Rang zwei dann gleich der nächste chromosomale Doppel-X-Rebell: Baby Duck. War doch eine ganz nette Tipprunde, spannend und abwechslungsreich das Ganze. Außer dem schönen Fußball gabs auch am PC den gewissen Thrill... so solls sein wenn ihr mich fragt! :-)
Bevor ich das BL-Tippspiel neu starte warte ich noch ein bis zwei Wochen, dann kann jeder nochmal in Ruhe die Statistiken durchgehen, Tabellen auswerten und seine Schlüsse ziehen für die nächste Saison. Sich mental mit “högschter Kontschentratsion” auf die neue Tipprunde vorbereiten. Vom Modus her wird es wohl keine Veränderungen geben denke ich, diese Bundesliga plus ChampionsLeague - Formel hat sich letztes Jahr doch bewährt wie ich finde. Never change a running Tippspiel!
In diesem Sinne: Nochmal herzlichen Glückwunsch an Kristin und Ciao!
Der Rekordmeister!
P.S.: Ein ganz besonderer Dank soll hier noch an Jule ergehen, die an jenem unsäglichen 22.06.2008 tapfer an meiner Seite ausharrte und das katastrophale, unverdiente und natürlich ob der drückenden Feldüberlegenheit mehr als ungerechte Ausscheiden der ruhmreichen Squaddra Azzura für mich ein wenig angenehmer gestaltete! Danke nochmal :-)!
Sonntag, 08.06.2008
THESE AREN`T THE DROIDS YOU ARE LOOKING FOR
(Queens of the Stone Age) ... heute mal völlig oohne Bezug zum Text... ich finde nur den Titel schräg! ;-)
So Leute, als speziellen Service gibt’s mal eine Kurzzusammenfassung des ersten EM-Spieltages. Habe grade etwas Zeit, da ich auf ‘nen Anruf warte und außer Musikhören nix zu tun habe, was meinen Multitaskinggeist auslastet.
Ich möchte gar nicht wissen, wie viel Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung die Abendstunden des heutigen Tages im Garten verbrachten, die Glotze auf den Gartentisch gewuchtet und nebenher noch die Bratwürste rotieren ließen. Denn wenn wir hier “EM” sagen, dann meinen wir unterschwellig ja eigentlich eher laue Sommerabende am Freiluftbräter mit dem einen oder anderen abgehangenen Kadaverstück (Gruß an die Veganer) und nem frisch dahinsprudelnden Getränk. Ein Ereignis wird sozusagen zum Synonym seines eigenen Beiwerks... es gibt Schlimmeres.
Nachdem wir während der letzten Wochen den gewöhnlichen Marketingwahnsinn überstanden haben, war der gros der Deutschen mit dem heutigen Anpfiff sicherlich gewappnet. Und während die schwizo-austrianischen Gastgeber da ihre leicht schnarchige und hausbacken wirkende Eröffnungs”show” abzogen, wurde wohl bereits das eine oder andere Ballack-Trikot mit Grillsoße und Gerstensaft befleckt. OK, ich gebe zu, dass ich dies nicht tat... was schon im Mangel eines Ballack-Trikots begründet sein dürfte, aber froh war ich trotzdem, als diese merkwürdige Würfel-Choreografie endlich überstanden war. Auch wenn ich Selbstironie mag, aber so phantasielos wie unsere Alpennachbarn da ein Klischee nach dem anderen herunter beteten, welches der durchschnittliche Nichtbergmensch so über sie hegt... da bietet ja Derrick einen höheren Spannungsbogen! Aber egal, das Gehampfel war vorbei und schon war Anpfiff. Schweiz ganz nett, Tschechen anfangs wenigstens taktisch clever. Torlos zur Halbzeit, aber der Herr Frei tat einem irgendwie leid. Schon bitter, wahrscheinlich noch ne Ecke schlimmer als für Cannavaro; so im Eröffnungsspiel als Gastgeber... . Danach tapfere Schweizer, die den Sieg verdient gehabt hätten... aber da muss man schon das Runde im Eckigen unterbringen fürchte ich. Das wiederum taten die Tschechen dann nach einer “Traumkombination”. Die Schweiz erholte sich nicht mehr so recht, rannte aber tapfer an. Ein Wadenschlenzer brachte unseren böhmischen Nachbarn den ersten Dreier... wenn sie ehrlich sind, haben sie das selber nicht erwartet bis zur 70. Minute.
Danach kurzes Laberintermezzo der Kommentatoren und Moderatoren. Die wesentliche Erkenntnis daraus bestand aber weniger in bahnbrechenden Einblicken in die Taktik der teilnehmenden Mannschaften, sondern viel mehr darin, dass man Klopp und Urs Meier vermissen wird wenn sie aufhören. Eigentlich sollten die zwei heiraten finde ich... ist doch mittlerweile sogar legal! :-)
Aber da war die Überbrückungsschwafelei auch schon an ihrem sinnleeren Ende angelangt und das zweite Spiel stand vor der Tür. Portugal gegen die Türkei. Während sich bei den einen alles nur um ihren androgynen Übersteigerkönig zu drehen scheint, hält man es ja kaum für möglich, dass die anderen noch ungestraft in die Schweiz einreisen durften, erinnert man sich an die WM Quali 2006. Das Spiel war dann auch wesentlich ansehnlich, ja, man möchte schon fast behaupten: schön! Kombinationen, Kurzpassspiel und Dribbling en Masse. Dazu ne Hand voll Pfostentreffer und zwei “echte” Tore. Schön heraus kombiniert obendrein und quasi als Bonus durfte man noch Gene Hackmann bewundern, wie er einen in die Jahre gekommenen Nationaltrainer spielt - ganz großes Kino!. Ja, konnte man anschauen fand ich. :-) Schlimm nur, dass man sich im Anschluss daran noch den Steinbrecher beim Löw-Interview antun musste. Also ich prophezeie den Portugiesen mal, dass sie weit kommen können wenn die so weiter spielen. Aber eigentlich, mal unter uns Pastorentöchtern, eigentlich geht die EM doch erst morgen so richtig los. GANZ eigentlich, also aus meiner Perspektive betrachtet, sogar erst übermorgen. Bleibt nur zu hoffen, dass Jogi und seine “högscht dischziplinierten” Balltreter sich morgen gegen Polen nicht allzu sehr blamieren. Ansonsten droht ja dieses ganze, so mühsam selbst zusammengelogene Konstrukt der Sommermärchenstimmung 2008 denen um die Ohren fliegen, die am wenigstens für diesen Mist können: der Mannschaft. Denn wer sagt denn, dass Dtl. nicht schon nach der Vorrunde die Segel streicht? So nach dem Motto “aller guten Dinge sind drei”? Passieren kann das alles... daher abwarten und Tee trinken würde ich sagen, bevor man sich hier schon wieder selbst zum Turniersieger kürt. Generell muß man dazu ja nach Polen, Kroaten und Ösis auch noch drei andere Teams aus dem Weg räumen und da ist dann mit ziemlicher Sicherheit mindestens ein echter Kracher dabei. Hoffentlich bleibt mir aber, zumindest bis zum Finale, die Paarung Deutschland gegen Italien erspart. Das war bei der WM schon schwer genug mit dem eigenen Gewissen klar zu kommen. Und dann auch noch dieses Herzschlagfinale... GRANDE GROSSO, GRANDE GROSSO!!!!!!!!!!!! Ja, war schon was. :-) Aber hören wir mir den Spekulationen auf! Wir müssen erstmal Holland oder die Franzosen ausschalten und für die Deutschen führt der Weg zum ewigen Ruhm zunächst einmal über Polen! (Hmm... warum kommt mir der Satz denn eigentlich so seltsam vor?!? Ach egal... !) Jedenfalls sollte man jeweils erstmal das Auftaktmatch gewinnen bevor man weiter denkt! :-)
In drei Tagen wissen wir also erst einmal mehr, zumindest hat man da einen andeutungsweisen Überblick. In diesem Sinne also allen viel Spaß und ein schönes Turnier. Außerdem noch Glückwünsche an BabyDuck, die mit der Maximalpunktzahl ins Tippspiel startete, da hat aber jemand einen Ergebnisriecher ibrahimovic`schen Ausmaßes bewiesen! ;-) Bis demnächst!
So Leute, als speziellen Service gibt’s mal eine Kurzzusammenfassung des ersten EM-Spieltages. Habe grade etwas Zeit, da ich auf ‘nen Anruf warte und außer Musikhören nix zu tun habe, was meinen Multitaskinggeist auslastet.
Ich möchte gar nicht wissen, wie viel Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung die Abendstunden des heutigen Tages im Garten verbrachten, die Glotze auf den Gartentisch gewuchtet und nebenher noch die Bratwürste rotieren ließen. Denn wenn wir hier “EM” sagen, dann meinen wir unterschwellig ja eigentlich eher laue Sommerabende am Freiluftbräter mit dem einen oder anderen abgehangenen Kadaverstück (Gruß an die Veganer) und nem frisch dahinsprudelnden Getränk. Ein Ereignis wird sozusagen zum Synonym seines eigenen Beiwerks... es gibt Schlimmeres.
Nachdem wir während der letzten Wochen den gewöhnlichen Marketingwahnsinn überstanden haben, war der gros der Deutschen mit dem heutigen Anpfiff sicherlich gewappnet. Und während die schwizo-austrianischen Gastgeber da ihre leicht schnarchige und hausbacken wirkende Eröffnungs”show” abzogen, wurde wohl bereits das eine oder andere Ballack-Trikot mit Grillsoße und Gerstensaft befleckt. OK, ich gebe zu, dass ich dies nicht tat... was schon im Mangel eines Ballack-Trikots begründet sein dürfte, aber froh war ich trotzdem, als diese merkwürdige Würfel-Choreografie endlich überstanden war. Auch wenn ich Selbstironie mag, aber so phantasielos wie unsere Alpennachbarn da ein Klischee nach dem anderen herunter beteten, welches der durchschnittliche Nichtbergmensch so über sie hegt... da bietet ja Derrick einen höheren Spannungsbogen! Aber egal, das Gehampfel war vorbei und schon war Anpfiff. Schweiz ganz nett, Tschechen anfangs wenigstens taktisch clever. Torlos zur Halbzeit, aber der Herr Frei tat einem irgendwie leid. Schon bitter, wahrscheinlich noch ne Ecke schlimmer als für Cannavaro; so im Eröffnungsspiel als Gastgeber... . Danach tapfere Schweizer, die den Sieg verdient gehabt hätten... aber da muss man schon das Runde im Eckigen unterbringen fürchte ich. Das wiederum taten die Tschechen dann nach einer “Traumkombination”. Die Schweiz erholte sich nicht mehr so recht, rannte aber tapfer an. Ein Wadenschlenzer brachte unseren böhmischen Nachbarn den ersten Dreier... wenn sie ehrlich sind, haben sie das selber nicht erwartet bis zur 70. Minute.
Danach kurzes Laberintermezzo der Kommentatoren und Moderatoren. Die wesentliche Erkenntnis daraus bestand aber weniger in bahnbrechenden Einblicken in die Taktik der teilnehmenden Mannschaften, sondern viel mehr darin, dass man Klopp und Urs Meier vermissen wird wenn sie aufhören. Eigentlich sollten die zwei heiraten finde ich... ist doch mittlerweile sogar legal! :-)
Aber da war die Überbrückungsschwafelei auch schon an ihrem sinnleeren Ende angelangt und das zweite Spiel stand vor der Tür. Portugal gegen die Türkei. Während sich bei den einen alles nur um ihren androgynen Übersteigerkönig zu drehen scheint, hält man es ja kaum für möglich, dass die anderen noch ungestraft in die Schweiz einreisen durften, erinnert man sich an die WM Quali 2006. Das Spiel war dann auch wesentlich ansehnlich, ja, man möchte schon fast behaupten: schön! Kombinationen, Kurzpassspiel und Dribbling en Masse. Dazu ne Hand voll Pfostentreffer und zwei “echte” Tore. Schön heraus kombiniert obendrein und quasi als Bonus durfte man noch Gene Hackmann bewundern, wie er einen in die Jahre gekommenen Nationaltrainer spielt - ganz großes Kino!. Ja, konnte man anschauen fand ich. :-) Schlimm nur, dass man sich im Anschluss daran noch den Steinbrecher beim Löw-Interview antun musste. Also ich prophezeie den Portugiesen mal, dass sie weit kommen können wenn die so weiter spielen. Aber eigentlich, mal unter uns Pastorentöchtern, eigentlich geht die EM doch erst morgen so richtig los. GANZ eigentlich, also aus meiner Perspektive betrachtet, sogar erst übermorgen. Bleibt nur zu hoffen, dass Jogi und seine “högscht dischziplinierten” Balltreter sich morgen gegen Polen nicht allzu sehr blamieren. Ansonsten droht ja dieses ganze, so mühsam selbst zusammengelogene Konstrukt der Sommermärchenstimmung 2008 denen um die Ohren fliegen, die am wenigstens für diesen Mist können: der Mannschaft. Denn wer sagt denn, dass Dtl. nicht schon nach der Vorrunde die Segel streicht? So nach dem Motto “aller guten Dinge sind drei”? Passieren kann das alles... daher abwarten und Tee trinken würde ich sagen, bevor man sich hier schon wieder selbst zum Turniersieger kürt. Generell muß man dazu ja nach Polen, Kroaten und Ösis auch noch drei andere Teams aus dem Weg räumen und da ist dann mit ziemlicher Sicherheit mindestens ein echter Kracher dabei. Hoffentlich bleibt mir aber, zumindest bis zum Finale, die Paarung Deutschland gegen Italien erspart. Das war bei der WM schon schwer genug mit dem eigenen Gewissen klar zu kommen. Und dann auch noch dieses Herzschlagfinale... GRANDE GROSSO, GRANDE GROSSO!!!!!!!!!!!! Ja, war schon was. :-) Aber hören wir mir den Spekulationen auf! Wir müssen erstmal Holland oder die Franzosen ausschalten und für die Deutschen führt der Weg zum ewigen Ruhm zunächst einmal über Polen! (Hmm... warum kommt mir der Satz denn eigentlich so seltsam vor?!? Ach egal... !) Jedenfalls sollte man jeweils erstmal das Auftaktmatch gewinnen bevor man weiter denkt! :-)
In drei Tagen wissen wir also erst einmal mehr, zumindest hat man da einen andeutungsweisen Überblick. In diesem Sinne also allen viel Spaß und ein schönes Turnier. Außerdem noch Glückwünsche an BabyDuck, die mit der Maximalpunktzahl ins Tippspiel startete, da hat aber jemand einen Ergebnisriecher ibrahimovic`schen Ausmaßes bewiesen! ;-) Bis demnächst!
Freitag, 06.06.2008
MIT DEM SCHWERT NACH POLEN (WARUM RENÉ?)
(Die Ärzte)
So Mädels, morgen geht’s dann also los! Seit Monaten herbeigesehnt, seit Jahren insgeheim belächelt und trotzdem unterschwellig gefürchtet: Die EM in der Schweiz (geht ja noch) und der Fußballweltmacht Österreich (*LMAO*)! Also lautet ein Beschluss, dass der Onkel tippen muss! Gut, das tue ich in unserem erlesenen Expertenkreis ohnehin und zeitnah, aber wer erinnert sich nicht an die WM, wo meine prophetische Gabe den Turnierverlauf (fast) perfekt und vor allem in Bloggform vorhersagte und mit der ruhmreichen Squaddra Azzura auch den letzendlichen Weltmeister hervor brachte. Nun gut, dieses Husarenstück will ich nun versuchen zu toppen. Diesmal allerdings etwas anders, aber dazu später.
Zuerst möchte ich warme Grüße an unsere polnischen Nachbarn schicken. Ist es nicht süß, wie man sich in unserem Nachbarland schon frühzeitig ins Hemd macht?!?! Als Frustbewältigung werden dann seitens der polnischen Boulevardpresse (“Boulevardskipresski”)... so geschmacklose wie überflüssige “Karikaturen” produziert. Klar, man sollte lieber die Klappe halten so lange man nicht die Reaktion der BLÖD gesehen hat, potentiell kann diese ja ähnlich dummhohl ausfallen, aber Leute: Bleibt mal locker! Nachdem eine barbusige Kanzlerin (wer will denn sowas eigentlich sehen?!?) die (ehemaligen) monozygoten Herrschaftszwerge säugen mußte, wird nun ausgerechnet ein Holländer (der das ebenso geschmacklos findet wie der Rest Europas) mit den abgeschlagenen Köpfen von Ballack und dem Bundesjogi dargestellt. SUUUUPER, ganz großes Tennis Herr Propagan... äh... Karikaturist! Hinzu kommt noch jede Menge martialisches Gehabe, welches heutzutage eigentlich Geschichte sein sollte. So wird der letzte militärische Sieg gegen Deutschland (das freilich damals noch gar nicht existierte... streng genommen gibt es “uns” ja ohnehin erst seit 1990) beschworen um sich literarisch Mut anzusaufen. Bezeichnend, dass selbiger “erst” aus dem Jahr 1410 datiert und Polen da zwar den deutschen Orden ordentlich verdrosch, allerdings mit litauischer Hilfe. Genau diese haben sie am Sonntag naturgemäß nicht! Außerdem empfinde ich das doch als lächerlich und geschmacklos dass man dauernd diese (Welt)kriegs Erinnerungen über die Oder schickt. Irgendwann ist ja auch mal gut; zumal das doch mit Fussi nix zu tun hat. Mal ein gut gemeinter Rat an unsere Nachbarn, frei nach Monty Python: “Setz Dich, nimm`Dir nen Keks!” Aber vor allem, kommt runter und genießt die EM. Immerhin habt ihr volle drei Spiele Zeit eurer Mannschaft beim Ausscheiden zuzusehen! *fg* Ach ja, noch was: Diese geschmacklosen Bildchen wurden von politischer Seite mit dem “sprichwörtlichen Temperament” der Polen und dem “Hang zum Drama” erklärt, was dieser Nation ureigen wäre. Tut mir leid, aber wenn das stimmt, was haben denn dann die Italiener? So ein Schmarrn! Auf der einen Seite ein Team von 23 Dramaturgen, welche durch ihren emotionalen Ausdruckstanz und ihr offen zur Schau gestelltes Leiden bei jedem gegen sie gegebenen Einwurf in jedem Shakespeare-Bühnenstück bestehen würden. Eine Horde gestikulierender und bisweilen nicht sonderlich standfester Herzblutfußballer in azurblau, die jeden Ballverlust als Weltuntergang begreifen und zum großen Materazzi beten, dass er den Unhold schnellstmöglich nicht nur von, sondern wenn möglich gleich aus den Socken holen soll! Und auf der anderen Seite: Die objektiv betrachtet immer leicht bräsig wirkenden Polen. Tut mir leid, aber da gibt es nicht die geringste Gemeinsamkeit! Mal plakativ gesprochen: Wenn ein Italiener eine Schwalbe fabriziert, spürt er den Schmerz wirklich! ;-)
Also gut, nun will ich mal langsam zur Prophezeiung kommen hier. Am liebsten wäre es mir natürlich, wenn der Europameister wieder im adriablauem Gewandt angeschwebt käme. Wie 2006 mitleiden, bei jedem Grätschen eines Gattuso mit der Zunge schnalzen, jeden Ohrschrauber des Luca Toni begeistert betrachten und am Ende dem großen Cannavaro für seine göttliche Abwehrarbeit danken, welche diese souverän dahergelittene 1:0 Klatsche für den Gegner erst ermöglichte. Denn mal ehrlich: Der Shiri, das Stadion, die Kommentatoren der südostusbekischen Rundfunksender und sogar die gegnerische Mannschaft war gegen uns, was gibt es schöneres, als da auch noch zu gewinnen!?! Aber diesmal sieht es, fürchte ich, etwas finster aus: Canna ist verletzt und Donadoni... naja... wer einen wie Cassano nominiert kann sich eigentlich gleich zu den Südostusbeken setzen... als Gastmoderator. Aber warten wir es ab, vielleicht wird ja am Ende doch alles gut. :-)
Na fein, dann schauen wir mal. Das Prozedere diesmal ist denkbar einfach: Ich würfele die Ergebnisse einfach aus. OK, die werden da recht stattlich, aber mal sehen wie diese Methode unterm Strich abschneidet! Außerdem passts ja auch irgendwie zum Namen der Tipprunde (“God`s Dice 2008').
Gruppe A: Nettes Ergebnis: Portugal vor der Schweiz mit je 6 Punkten. Der Schlager Türkei : Schweiz endete 4:2 fürs Alpenland. Zusätzlich würfelte ich mit dem roten Verteidigerwürfel die Platzverweise für diese Partie: 6! Ansonsten scheint sich Christiano Ronaldo mit seinem mittlerweile doch recht effektiven Gekaschper (wenn er gerade mal keine wichtigen Elfmeter in Finalspielen verspackt)durchzusetzen.
Gruppe B: Die Deutsche Gruppe! Nachdem Jogis Mannen unsere “Halsabschneider” aus dem Nachbarland mit 6:1 gedemütigt haben, reichte es nur noch zu zwei Remis, aber trotzdem zu Gruppenplatz 2 hinter den Kroaten. Ganz nett, wäre doch ein annehmbarer Start ins Turnier wie ich finde! :-)
Gruppe C: Drama, Tränen, Verzweiflung, Wehklagen... all das wird am Apennin erklingen, denn die ruhmreiche Squaddra Azzura muss bereits nach der Vorrunde die Segel streichen (hatte ich schon erwähnt, dass ich diese Würfel hasse?!!!!)! Einziger Trost: Erzfeind Frankreich darf gleich mit abreisen, der Tordifferenz sei Dank. Weiter kommen Rumänien und Holland.
Gruppe D: Den GVH wirds freuen: Schweden setzt sich vor den Spaniern durch, welche den Otto ebenfalls nur durch die Tordifferenz zurück nach Athen schicken. Dort wird ihm nach dieser Schmach wahrscheinlich die Ehrengriechenwürde auf Lebenszeit wieder aberkannt und man schuppst ihn vom Olymp! ;-)
Damit ergeben sich folgende Viertelfinals (bei unentschieden würfele ich einfach nochmal):
Rumänien - Deutschland: 5:6!!! Nach dem ersten Wurf wurde mir schon Angst und Bange, aber dann ballackte sich Jogis Elf souverän ins Halbfinale. Die fünf Gegentreffer gehen wahrscheinlich alle auf Lehmanns Kappe, der seinen Zivi nicht schnell genug dazu auffordern konnte ihn in die entsprechende Ecke zu werfen!
Kroatien - Schweiz: 1:6!!! Na da langten die Eidgenossen aber ganz schön hin. Slaven Bilic wird seine Rock-Band wohl aus Frust darüber nun auf Death-Metal umstellen.
Rumänien - Spanien: 1:6 (schon wieder). Wieder ein Beweis dafür, dass Würfel lügen: Spanien weiter als ein Viertelfinale?!? So ein Mumpitz!
Schweden : Holland: 4:6!!! Was ist denn mit unseren orangen Nachbarländern los? Schade, aber Hauptsache wir konnten den Larsson nochmal spielen sehen, und vielleicht das eine oder andere Kunststück des Vorzeigeschweden Ibrahimovic bewundern! ;-)
Sooooo, damit kommen wir zu den Halbfinals. Bis hier hin gibt es zwar die eine oder andere Überraschung, aber unterm Strich haben die Würfel doch ein ganz realistisches Bild abgegeben. Die vier Halbfinalisten sind durchaus im Bereich des Möglichen! Also Die Spiele werden wie folgt enden:
Deutschland - Schweiz: 2:5!!!! Tja, vom Gastgeber vermöbelt. Aber sicherlich ein zufrieden stellendes Ergebnis! Vielleicht läd man unsere Jungs ja zu einem Käsefondue der Vergebung ein, als kleines Trostpflaster sozusagen! ;-)
Spanien - Holland: 4:1!!!! Nicht schlecht, die Iberer wollens scheinbar wirklich nochmal wissen!
Und nun das große Finale:
SCHWEIZ - SPANIEN: 4:3! Sensation... laut dem Zufallsgott werden ausgerechnet die rot bekreuzten Alpenländer Europameister. Spanien muss mal wieder anderen beim Feiern zuschauen sollte sich langsam mal überlegen, ob man vielleicht den Landesnamen spontan ändert um den Fluch abzulegen. Solange man sich nicht “Schalke” nennt gewinnt man dann bestimmt auch mal was! ;-)
So, das war dann mal mein kleiner, privater Würfeltipp! Als EM-Fazit bliebe, dass es mal wieder eine Überraschung gab; Donadoni (Gott sei Dank) wieder dem Godfather of italian Calcio, Marcello Lippi, weichen muss; Jogi mit “högschter Dischziplin...” die WM 2010 ins Visier nehmen kann und dass die Polen laut Würfeltabelle sogar einen Punkt hinter den Ösis Gruppenletzter wurden (wohl über die eigene Guillotine gestolpert, was?”?) ;-)!
Warten wir den Lauf der Dinge erst einmal ab, aber solange die Realität sich nicht anders entscheidet, beansprucht dieser theoretische Ausblick Allgemeingültigkeit! Viel Spaß euch allen und frohes Tippen! :-)
So Mädels, morgen geht’s dann also los! Seit Monaten herbeigesehnt, seit Jahren insgeheim belächelt und trotzdem unterschwellig gefürchtet: Die EM in der Schweiz (geht ja noch) und der Fußballweltmacht Österreich (*LMAO*)! Also lautet ein Beschluss, dass der Onkel tippen muss! Gut, das tue ich in unserem erlesenen Expertenkreis ohnehin und zeitnah, aber wer erinnert sich nicht an die WM, wo meine prophetische Gabe den Turnierverlauf (fast) perfekt und vor allem in Bloggform vorhersagte und mit der ruhmreichen Squaddra Azzura auch den letzendlichen Weltmeister hervor brachte. Nun gut, dieses Husarenstück will ich nun versuchen zu toppen. Diesmal allerdings etwas anders, aber dazu später.
Zuerst möchte ich warme Grüße an unsere polnischen Nachbarn schicken. Ist es nicht süß, wie man sich in unserem Nachbarland schon frühzeitig ins Hemd macht?!?! Als Frustbewältigung werden dann seitens der polnischen Boulevardpresse (“Boulevardskipresski”)... so geschmacklose wie überflüssige “Karikaturen” produziert. Klar, man sollte lieber die Klappe halten so lange man nicht die Reaktion der BLÖD gesehen hat, potentiell kann diese ja ähnlich dummhohl ausfallen, aber Leute: Bleibt mal locker! Nachdem eine barbusige Kanzlerin (wer will denn sowas eigentlich sehen?!?) die (ehemaligen) monozygoten Herrschaftszwerge säugen mußte, wird nun ausgerechnet ein Holländer (der das ebenso geschmacklos findet wie der Rest Europas) mit den abgeschlagenen Köpfen von Ballack und dem Bundesjogi dargestellt. SUUUUPER, ganz großes Tennis Herr Propagan... äh... Karikaturist! Hinzu kommt noch jede Menge martialisches Gehabe, welches heutzutage eigentlich Geschichte sein sollte. So wird der letzte militärische Sieg gegen Deutschland (das freilich damals noch gar nicht existierte... streng genommen gibt es “uns” ja ohnehin erst seit 1990) beschworen um sich literarisch Mut anzusaufen. Bezeichnend, dass selbiger “erst” aus dem Jahr 1410 datiert und Polen da zwar den deutschen Orden ordentlich verdrosch, allerdings mit litauischer Hilfe. Genau diese haben sie am Sonntag naturgemäß nicht! Außerdem empfinde ich das doch als lächerlich und geschmacklos dass man dauernd diese (Welt)kriegs Erinnerungen über die Oder schickt. Irgendwann ist ja auch mal gut; zumal das doch mit Fussi nix zu tun hat. Mal ein gut gemeinter Rat an unsere Nachbarn, frei nach Monty Python: “Setz Dich, nimm`Dir nen Keks!” Aber vor allem, kommt runter und genießt die EM. Immerhin habt ihr volle drei Spiele Zeit eurer Mannschaft beim Ausscheiden zuzusehen! *fg* Ach ja, noch was: Diese geschmacklosen Bildchen wurden von politischer Seite mit dem “sprichwörtlichen Temperament” der Polen und dem “Hang zum Drama” erklärt, was dieser Nation ureigen wäre. Tut mir leid, aber wenn das stimmt, was haben denn dann die Italiener? So ein Schmarrn! Auf der einen Seite ein Team von 23 Dramaturgen, welche durch ihren emotionalen Ausdruckstanz und ihr offen zur Schau gestelltes Leiden bei jedem gegen sie gegebenen Einwurf in jedem Shakespeare-Bühnenstück bestehen würden. Eine Horde gestikulierender und bisweilen nicht sonderlich standfester Herzblutfußballer in azurblau, die jeden Ballverlust als Weltuntergang begreifen und zum großen Materazzi beten, dass er den Unhold schnellstmöglich nicht nur von, sondern wenn möglich gleich aus den Socken holen soll! Und auf der anderen Seite: Die objektiv betrachtet immer leicht bräsig wirkenden Polen. Tut mir leid, aber da gibt es nicht die geringste Gemeinsamkeit! Mal plakativ gesprochen: Wenn ein Italiener eine Schwalbe fabriziert, spürt er den Schmerz wirklich! ;-)
Also gut, nun will ich mal langsam zur Prophezeiung kommen hier. Am liebsten wäre es mir natürlich, wenn der Europameister wieder im adriablauem Gewandt angeschwebt käme. Wie 2006 mitleiden, bei jedem Grätschen eines Gattuso mit der Zunge schnalzen, jeden Ohrschrauber des Luca Toni begeistert betrachten und am Ende dem großen Cannavaro für seine göttliche Abwehrarbeit danken, welche diese souverän dahergelittene 1:0 Klatsche für den Gegner erst ermöglichte. Denn mal ehrlich: Der Shiri, das Stadion, die Kommentatoren der südostusbekischen Rundfunksender und sogar die gegnerische Mannschaft war gegen uns, was gibt es schöneres, als da auch noch zu gewinnen!?! Aber diesmal sieht es, fürchte ich, etwas finster aus: Canna ist verletzt und Donadoni... naja... wer einen wie Cassano nominiert kann sich eigentlich gleich zu den Südostusbeken setzen... als Gastmoderator. Aber warten wir es ab, vielleicht wird ja am Ende doch alles gut. :-)
Na fein, dann schauen wir mal. Das Prozedere diesmal ist denkbar einfach: Ich würfele die Ergebnisse einfach aus. OK, die werden da recht stattlich, aber mal sehen wie diese Methode unterm Strich abschneidet! Außerdem passts ja auch irgendwie zum Namen der Tipprunde (“God`s Dice 2008').
Gruppe A: Nettes Ergebnis: Portugal vor der Schweiz mit je 6 Punkten. Der Schlager Türkei : Schweiz endete 4:2 fürs Alpenland. Zusätzlich würfelte ich mit dem roten Verteidigerwürfel die Platzverweise für diese Partie: 6! Ansonsten scheint sich Christiano Ronaldo mit seinem mittlerweile doch recht effektiven Gekaschper (wenn er gerade mal keine wichtigen Elfmeter in Finalspielen verspackt)durchzusetzen.
Gruppe B: Die Deutsche Gruppe! Nachdem Jogis Mannen unsere “Halsabschneider” aus dem Nachbarland mit 6:1 gedemütigt haben, reichte es nur noch zu zwei Remis, aber trotzdem zu Gruppenplatz 2 hinter den Kroaten. Ganz nett, wäre doch ein annehmbarer Start ins Turnier wie ich finde! :-)
Gruppe C: Drama, Tränen, Verzweiflung, Wehklagen... all das wird am Apennin erklingen, denn die ruhmreiche Squaddra Azzura muss bereits nach der Vorrunde die Segel streichen (hatte ich schon erwähnt, dass ich diese Würfel hasse?!!!!)! Einziger Trost: Erzfeind Frankreich darf gleich mit abreisen, der Tordifferenz sei Dank. Weiter kommen Rumänien und Holland.
Gruppe D: Den GVH wirds freuen: Schweden setzt sich vor den Spaniern durch, welche den Otto ebenfalls nur durch die Tordifferenz zurück nach Athen schicken. Dort wird ihm nach dieser Schmach wahrscheinlich die Ehrengriechenwürde auf Lebenszeit wieder aberkannt und man schuppst ihn vom Olymp! ;-)
Damit ergeben sich folgende Viertelfinals (bei unentschieden würfele ich einfach nochmal):
Rumänien - Deutschland: 5:6!!! Nach dem ersten Wurf wurde mir schon Angst und Bange, aber dann ballackte sich Jogis Elf souverän ins Halbfinale. Die fünf Gegentreffer gehen wahrscheinlich alle auf Lehmanns Kappe, der seinen Zivi nicht schnell genug dazu auffordern konnte ihn in die entsprechende Ecke zu werfen!
Kroatien - Schweiz: 1:6!!! Na da langten die Eidgenossen aber ganz schön hin. Slaven Bilic wird seine Rock-Band wohl aus Frust darüber nun auf Death-Metal umstellen.
Rumänien - Spanien: 1:6 (schon wieder). Wieder ein Beweis dafür, dass Würfel lügen: Spanien weiter als ein Viertelfinale?!? So ein Mumpitz!
Schweden : Holland: 4:6!!! Was ist denn mit unseren orangen Nachbarländern los? Schade, aber Hauptsache wir konnten den Larsson nochmal spielen sehen, und vielleicht das eine oder andere Kunststück des Vorzeigeschweden Ibrahimovic bewundern! ;-)
Sooooo, damit kommen wir zu den Halbfinals. Bis hier hin gibt es zwar die eine oder andere Überraschung, aber unterm Strich haben die Würfel doch ein ganz realistisches Bild abgegeben. Die vier Halbfinalisten sind durchaus im Bereich des Möglichen! Also Die Spiele werden wie folgt enden:
Deutschland - Schweiz: 2:5!!!! Tja, vom Gastgeber vermöbelt. Aber sicherlich ein zufrieden stellendes Ergebnis! Vielleicht läd man unsere Jungs ja zu einem Käsefondue der Vergebung ein, als kleines Trostpflaster sozusagen! ;-)
Spanien - Holland: 4:1!!!! Nicht schlecht, die Iberer wollens scheinbar wirklich nochmal wissen!
Und nun das große Finale:
SCHWEIZ - SPANIEN: 4:3! Sensation... laut dem Zufallsgott werden ausgerechnet die rot bekreuzten Alpenländer Europameister. Spanien muss mal wieder anderen beim Feiern zuschauen sollte sich langsam mal überlegen, ob man vielleicht den Landesnamen spontan ändert um den Fluch abzulegen. Solange man sich nicht “Schalke” nennt gewinnt man dann bestimmt auch mal was! ;-)
So, das war dann mal mein kleiner, privater Würfeltipp! Als EM-Fazit bliebe, dass es mal wieder eine Überraschung gab; Donadoni (Gott sei Dank) wieder dem Godfather of italian Calcio, Marcello Lippi, weichen muss; Jogi mit “högschter Dischziplin...” die WM 2010 ins Visier nehmen kann und dass die Polen laut Würfeltabelle sogar einen Punkt hinter den Ösis Gruppenletzter wurden (wohl über die eigene Guillotine gestolpert, was?”?) ;-)!
Warten wir den Lauf der Dinge erst einmal ab, aber solange die Realität sich nicht anders entscheidet, beansprucht dieser theoretische Ausblick Allgemeingültigkeit! Viel Spaß euch allen und frohes Tippen! :-)
Donnerstag, 22.05.2008
NO VACATION
(Monster Magnet) ...is ja bald schon wieder EM ;-)
So, es wird wieder mal Zeit für den alljährlichen Tippspiel-Abschluss-Bloggeintrag! Seit gestern heißt es “alea iacta est” im Tippkickuniversum. Ein fulminantes Finale zwischen ManU und Chelsea beendete die Saison. Vieles, wie etwa den Titel der Bayern, konnte man sich selbst mit wenig Phantasie bereits vor der Saison lebhaft vorstellen, einiges, wie etwa der Klassenerhalt der Bielefelder Ballschänder, kam dann doch etwas überraschend. Am Ende bleibt, dass es mir für`n “Müscha aus Gemnütz” schon etwas leid tut, dass es gestern nicht geklappt hat. Chelsea gönnt wohl mindestens halb Europa diese Niederlage. Aber selber Schuld, wenn man nen Engländer zum potentiell entscheidenden Elfer schickt muß man damit rechnen dass der versagt und es weiter geht im Shootout. So war dieser arrogant-verkaschperte Schuß von, man glaubt es kaum, Christiano Ronaldo unterm Strich nur weiterer Hohn für Chelsea. Man konnte ihn nicht nutzen.
So, nun aber wieder zum Tippspiel selbst. Die Saison war spannend und lang, diesmal erstmals auch mit alles CL-Begegnungen versehen, was sich wie ich finde auch bewährt hat. Ist halt auch mal schön wenn man ManU : Roma oder Milan : Arsenal tippen kann statt eine ganze Hinrunde lang ausschließlich auf solche Knallerpartien wie Bielefeld : Duisburg angewiesen zu sein. Will heißen: nächste Saison wird es diese Kombination wohl wieder geben, vielleicht macht es das Programm dann ja auch möglich den CL-Sieger mit in die Bonusfragen auf zu nehmen, wäre doch nett. Ansonsten wird sich organisatorisch nix ändern denke ich.
Der Saisonverlauf war dieses Jahr etwas statischer, es gab weniger Positionswechsel als letztes Jahr, aber spannend war es trotzdem bis zum Schluss. Am Ende rette ich mich eher ins Ziel, als dass ich es souverän erreichte. Zur Winterpause sah es noch ganz nett und vor allem eindeutig aus, aber in der Rückrunde war dann die Luft raus. Besonders Oli legte eine Rückrunde hin, die sich gewaschen hatte und machte mir die letzten Spieltage gemeinsam mit Shun das Leben ganz schön schwer. Großes Kompliment auch an die Mädels in der Tipprunde. BabyDuck schlug sich tapfer (trotz ihrer viel zu kurzen Arme ;-)) und Pitti konnte sogar 4 Bundesligaspieltage am Stück gewinnen und war gemeinsam mit Shun zweitbester Rückrundentipper. Von daher kann es nächstes Jahr wieder richtig spannend werden!!! :-)
Wie dem auch sei, temporär will ich nun erst einmal den Ruhm (der ja ach so schnell verblasst) genießen und mich auf dem nächstbesten Rathausbalkon mit Weißbier übergießen lassen, so viel Zeit muss sein. Dann jedoch, wird die Trophäe des Ruhmes von mir in einer noch nicht festgelegten Farbe (letztes Jahr war es aus musikalischen Gründen “Avocadoblau”) beschriftet und wieder auf ihrem Ehrenplatz zur Ruhe gebettet, schließlich soll/will sie nächstes Jahr erneut errungen werden. Dann geht`s wieder bei Null los ich kann nur hoffen, dass sich meine fußballprophetische Legasthenie dann gelegt hat, sonst sieht`s aber ganz, ganz finster aus mit der Titelverteidigung ;-)! Also lasst uns auf eine spannende und abwechslungsreiche Tippspielzeit 2008/09 hoffen und virtuell anstoßen! *klong* :-)
Jetzt steht erst einmal die EM vor der Tür und somit die Möglichkeit, auf internationaler Bühne den Ruhm zu ernten. Zur Erinnerung: 2006, bei unserer Heim-WM (“Heim”-WM... klingt irgendwie nach Zivisport), konnte Shun den Triumph einfahren und sich seit dem und noch für 2 weitere Jahre, mit Fug und Recht “Foxymorph - Kicktipp-Weltmeister” nennen. Die EM gilt es nun erstmals zu tippen, ich bin schon einmal gespannt was dabei heraus kommt. Bei nur 31 Spielen können auch die Bonuspunkte eine gewaltige Rolle spielen in der Endabrechnung und von denen sind maximal 60 möglich. Wie dem auch sei: alle Tippern viel Erfolg bei dem Turnier und mögen es schöne, mitreißende Spiele werden und die Tipprunde bis zum Ende offen! :-) Der Link zur Anmeldung dürfte ja bekannt sein mittlerweile. Mal sehen, wer am Ende den internationalen Pokal voll Stolz in die Höhe recken kann... umjubelt von zig tausenden begeisterter Bits und Bytes hier in der virtuellen “100111010010-Arena”! (Apropos, das mit dem Pokal müssen wir auch noch mal regeln, sprach der Weltmeister da nicht vor vielen Monden seine Bastelbereitschaft aus ;-) ? ) Na kein Stress, ist ja auch noch genug Zeit bis zum angedachten Titelgewinn der Squaddra. Bis dato eine gute Nacht euch allen und eine erfolgreich EM-Vorbereitung!
Es grüßt der GVM - Rekordmeister! ;-)
PS: Und hier nochmal traditionsgemäß die Abschlußtagbelle:
TIPPER PUNKTE (Bonuspunkte)
1. Suomieven 561 (30)
2. Shun 548 (35)
3. Oliver 543 (25)
4. BabyDuck 505 (25)
5. Pitti 479 (5)
So, es wird wieder mal Zeit für den alljährlichen Tippspiel-Abschluss-Bloggeintrag! Seit gestern heißt es “alea iacta est” im Tippkickuniversum. Ein fulminantes Finale zwischen ManU und Chelsea beendete die Saison. Vieles, wie etwa den Titel der Bayern, konnte man sich selbst mit wenig Phantasie bereits vor der Saison lebhaft vorstellen, einiges, wie etwa der Klassenerhalt der Bielefelder Ballschänder, kam dann doch etwas überraschend. Am Ende bleibt, dass es mir für`n “Müscha aus Gemnütz” schon etwas leid tut, dass es gestern nicht geklappt hat. Chelsea gönnt wohl mindestens halb Europa diese Niederlage. Aber selber Schuld, wenn man nen Engländer zum potentiell entscheidenden Elfer schickt muß man damit rechnen dass der versagt und es weiter geht im Shootout. So war dieser arrogant-verkaschperte Schuß von, man glaubt es kaum, Christiano Ronaldo unterm Strich nur weiterer Hohn für Chelsea. Man konnte ihn nicht nutzen.
So, nun aber wieder zum Tippspiel selbst. Die Saison war spannend und lang, diesmal erstmals auch mit alles CL-Begegnungen versehen, was sich wie ich finde auch bewährt hat. Ist halt auch mal schön wenn man ManU : Roma oder Milan : Arsenal tippen kann statt eine ganze Hinrunde lang ausschließlich auf solche Knallerpartien wie Bielefeld : Duisburg angewiesen zu sein. Will heißen: nächste Saison wird es diese Kombination wohl wieder geben, vielleicht macht es das Programm dann ja auch möglich den CL-Sieger mit in die Bonusfragen auf zu nehmen, wäre doch nett. Ansonsten wird sich organisatorisch nix ändern denke ich.
Der Saisonverlauf war dieses Jahr etwas statischer, es gab weniger Positionswechsel als letztes Jahr, aber spannend war es trotzdem bis zum Schluss. Am Ende rette ich mich eher ins Ziel, als dass ich es souverän erreichte. Zur Winterpause sah es noch ganz nett und vor allem eindeutig aus, aber in der Rückrunde war dann die Luft raus. Besonders Oli legte eine Rückrunde hin, die sich gewaschen hatte und machte mir die letzten Spieltage gemeinsam mit Shun das Leben ganz schön schwer. Großes Kompliment auch an die Mädels in der Tipprunde. BabyDuck schlug sich tapfer (trotz ihrer viel zu kurzen Arme ;-)) und Pitti konnte sogar 4 Bundesligaspieltage am Stück gewinnen und war gemeinsam mit Shun zweitbester Rückrundentipper. Von daher kann es nächstes Jahr wieder richtig spannend werden!!! :-)
Wie dem auch sei, temporär will ich nun erst einmal den Ruhm (der ja ach so schnell verblasst) genießen und mich auf dem nächstbesten Rathausbalkon mit Weißbier übergießen lassen, so viel Zeit muss sein. Dann jedoch, wird die Trophäe des Ruhmes von mir in einer noch nicht festgelegten Farbe (letztes Jahr war es aus musikalischen Gründen “Avocadoblau”) beschriftet und wieder auf ihrem Ehrenplatz zur Ruhe gebettet, schließlich soll/will sie nächstes Jahr erneut errungen werden. Dann geht`s wieder bei Null los ich kann nur hoffen, dass sich meine fußballprophetische Legasthenie dann gelegt hat, sonst sieht`s aber ganz, ganz finster aus mit der Titelverteidigung ;-)! Also lasst uns auf eine spannende und abwechslungsreiche Tippspielzeit 2008/09 hoffen und virtuell anstoßen! *klong* :-)
Jetzt steht erst einmal die EM vor der Tür und somit die Möglichkeit, auf internationaler Bühne den Ruhm zu ernten. Zur Erinnerung: 2006, bei unserer Heim-WM (“Heim”-WM... klingt irgendwie nach Zivisport), konnte Shun den Triumph einfahren und sich seit dem und noch für 2 weitere Jahre, mit Fug und Recht “Foxymorph - Kicktipp-Weltmeister” nennen. Die EM gilt es nun erstmals zu tippen, ich bin schon einmal gespannt was dabei heraus kommt. Bei nur 31 Spielen können auch die Bonuspunkte eine gewaltige Rolle spielen in der Endabrechnung und von denen sind maximal 60 möglich. Wie dem auch sei: alle Tippern viel Erfolg bei dem Turnier und mögen es schöne, mitreißende Spiele werden und die Tipprunde bis zum Ende offen! :-) Der Link zur Anmeldung dürfte ja bekannt sein mittlerweile. Mal sehen, wer am Ende den internationalen Pokal voll Stolz in die Höhe recken kann... umjubelt von zig tausenden begeisterter Bits und Bytes hier in der virtuellen “100111010010-Arena”! (Apropos, das mit dem Pokal müssen wir auch noch mal regeln, sprach der Weltmeister da nicht vor vielen Monden seine Bastelbereitschaft aus ;-) ? ) Na kein Stress, ist ja auch noch genug Zeit bis zum angedachten Titelgewinn der Squaddra. Bis dato eine gute Nacht euch allen und eine erfolgreich EM-Vorbereitung!
Es grüßt der GVM - Rekordmeister! ;-)
PS: Und hier nochmal traditionsgemäß die Abschlußtagbelle:
TIPPER PUNKTE (Bonuspunkte)
1. Suomieven 561 (30)
2. Shun 548 (35)
3. Oliver 543 (25)
4. BabyDuck 505 (25)
5. Pitti 479 (5)
Donnerstag, 08.05.2008
BERLIN, DU BIST SO WUNDERBAR
Kaiserbase... die Saupreissn``)
Musste nur mal kurz den Spam entfernen und entschloß mich bei der Gelegenheit, spontan und mutwillig, dem neuen deutschen Meister angemessen zu huldigen! Nach einer an Spannung kaum noch zu überbietenden Bundesligasaison, gelang es dem rum... ähm `tschuldigung: ruhmreichen ÄFF ZEH Bayern sich, angeführt vom angehenden Europameister Luca Toni, in letzter Sekunde zum Meistertitel zu zittern.
Aus diesem Anlaß, laßt uns die "Roten" lobpreisen und auf den marmornen Sockel der ewigen Unbezwingbarkeit erheben... denn dieser FC Bayern hat (achtung Wortspiel:) den ZENIT NOCH NICHT ÜBERSCHRITTEN! *fg*
Aber egal, um den deutschen Meister zu Ehren will ich mal kurz die Top 3 Videolinks zum Thema "Bayern" präsentieren.
AUF PLATZ 3: Der ewige Klassiker, geliefert vom gefühlten Gründer Bayerns: http://youtube.com/watch?v=YI1djfF6NP0
AUF PLATZ 2: Die Bierdusche des Grauens: http://youtube.com/watch?v=VWpuPxQP5gI
UND DIE UNANGEFOCHTENE NUMMER 1 (die ich mal kommentarlos auf euch wirken lasse ;-) ): http://youtube.com/watch?v=tUEyYuZkjVI
Viel Spaß damit!
Musste nur mal kurz den Spam entfernen und entschloß mich bei der Gelegenheit, spontan und mutwillig, dem neuen deutschen Meister angemessen zu huldigen! Nach einer an Spannung kaum noch zu überbietenden Bundesligasaison, gelang es dem rum... ähm `tschuldigung: ruhmreichen ÄFF ZEH Bayern sich, angeführt vom angehenden Europameister Luca Toni, in letzter Sekunde zum Meistertitel zu zittern.
Aus diesem Anlaß, laßt uns die "Roten" lobpreisen und auf den marmornen Sockel der ewigen Unbezwingbarkeit erheben... denn dieser FC Bayern hat (achtung Wortspiel:) den ZENIT NOCH NICHT ÜBERSCHRITTEN! *fg*
Aber egal, um den deutschen Meister zu Ehren will ich mal kurz die Top 3 Videolinks zum Thema "Bayern" präsentieren.
AUF PLATZ 3: Der ewige Klassiker, geliefert vom gefühlten Gründer Bayerns: http://youtube.com/watch?v=YI1djfF6NP0
AUF PLATZ 2: Die Bierdusche des Grauens: http://youtube.com/watch?v=VWpuPxQP5gI
UND DIE UNANGEFOCHTENE NUMMER 1 (die ich mal kommentarlos auf euch wirken lasse ;-) ): http://youtube.com/watch?v=tUEyYuZkjVI
Viel Spaß damit!
Samstag, 19.04.2008
SMILING LIKE A KILLER
(Motörhead)
Moinsen! Heute wirds man östrogenreich hier im Blogg. Am heutigen Tage läuft mir gleich in doppelter Hinsicht die feminine Laus über die verbale Leber. Fangen wir mal mit der dicken Tine an. Unlängst erhielt ich von einem meiner liebsten Untergrundinformanten einen Link in die Parallelwet... ähm... pralle Welt meinte ich zugespielt. “Pralle Welt?!?” mag sich der eine oder andere Blasphem fragen, “das klingt doch nach einem drittklassigen Softporno aus Schweden!”. Nix da, es handelt sich unterm Strich um nichts anderes als den Onlineshop des rosafarbenen Dekobällchens von RTL. In der Vergangenheit fiel selbige mit erschreckender Regelmäßigkeit in bundesdeutsche Wohnungen ein um sie vom gelsenkirchner Barock zu befreien und mit allerlei quietschbuntem Tand vollzustopfen. Die armen Irren, welche sich diese Heimsuchung zumeist auch noch selbst ins traute Heim bestellt hatten, durften sich dann zumeist über den neu gewonnenen “Stauraum” freuen und nach Drehschluß dann das rosarote Chaos beseitigen, welches Frau Wittler mit ihrem Terrorkommando hinterließ. OK, bei einigen war es angesichts der ursprünglichen Wohnverhältnisse streng genommen schon ein Upgrade, wenn sie ihre Reizwäsche nun nicht mehr aus dem Lidl-Beutel unterm Küchenschrank hervorzaubern mußten sondern aus einer maßgeschneiderten, mit lustigen Käfern verzierten Sperrholzkommode. Jedoch mußten selbige Individuen um zu dieser zu kommen, zumeist einen regelrechten Slalom um Blumengebinde, plüschumwickelte Duftkerzen und anderen Dekoramsch, welchen der pinkfarbenen Irrwisch hinterließ, hinlegen. Nun also gibts für all diesen Kokolores auch nen Onlineshop. Zugegeben, einiges ist praktisch... und der Rest hat zumindest komische Namen! Begeben wir uns doch einmal auf eine Reise durch das kafkaeske Universum der Frau Tine und schauen uns mal an, was sie dem geneigten Stammzuschauer ihrer Show so versucht unterzujubeln.
Gleich auf der Startseite prangt ein Portraitfoto der Protagonistin, die Ähnlichkeit mit dem ES-Clown ist, wenn ihr mich fragt, erschreckend! Vom Schlüsselband bis zum Täschchen sind gleich alle Top-Seller auf der startseite versammelt. Alles schön bunt und ebenso überteuert (na gut, Merchandising halt...). Das eigentlich phänomenale allerdings ist, dass die Artikelbezeichnungen nur so vor Wortwitz triefen! Das Dekokissen “Totenkopf” sei explizit ausgeklammert... denn der Name beschreibt zu etwa 66% genau, um was es sich handelt. Anonsten prangen da solche poetischen Schenkelklopfer wie das Brillenetui “sehriös” oder der Couchdiener “sofahält” im virtuellen Warenkatalog. Wenigstens würzt die gute Frau ihren Ramschladen mit einer angemessenen “Portion” Slelbstironie, wie das Tischset “mahlzeit2" illustriert. Wer also schon die Tim Mälzer Knoblauchpressenkollektion sein eigen nennt und das damit das im waschechten Jamie Oliver Wok zubereitete Griesbreidessert transilvanischer Art verfeinert, kann diesen kulinarischen Supergau nun auch mit dem angemessen semiprominenten Touch vertilgen. Es entsteht eine Verwertungskette nonsensualen Markenirrsinns, wo eigentlich nur noch fehlt, dass einer der Namensgeber zum Vorkauen vorbei schaut. Aber gut, wer es braucht, soll zuschlagen! Wenn ich ehrlich bin, liegt einigen der angebotenen Produkte ja sogar eine ganz brauchbare Idee zu Grunde, aber das darf ich hier ja nicht öffentlich zugeben ;-)! Bevor ich noch auf das aus verbalästhetischer Sicht wohl angsteinflößendste Produkt hinweise, möchte ich noch folgende Frage in den Raum stellen: Wie kann man ernsthaft rechtfertigen, dass eine 30cm hohe, schimmelgrüne Kerze, welche darüber hinaus noch aus sieht wie ein mißglücktes Phallussymbol, 20€ kostet?! Ich verstehe das nicht... das Ding ist so abgrundtief HÄSSLICH, dass es für mich einen durchaus plausiblen Scheidungsgrund darstellen würde! Na egal, ich wünsche der Frau dicke Tine trotzdem viel Erfolg mit diesem virtuellen Ramschladen da, irgendwie ist die Frau ja auch ein Original, welche uns mit ihrer Sendung den 345. Aufguss einer Gerichtsshow erspart hat. Außerdem: Leute, welche sich einen Artikel mit dem Namen “Bohrlochblüte Mieterglück” ausdenken, werden von mir per se schon mal mit einem grundlegenden Sympathie- und Nonsensbonus bedacht! ;-)
So... nun mag der eine oder andere fragen, was denn das zweite Thema sein soll über welches ich hier berichten will. Nun, während ich hier schreibsel, läuft nebenbei das (Fußball-) Pokalfinale der Frauen. Ja, diese nähere Eingrenzung ist nötig, denn soooooo offensichtlich ist das weiß Gott nicht, was die Mädels da im Berliner Olympiastadion machen. Seit “wir”letztes Jahr Fussballweltmeisterinnen geworden sind, greift wieder einer dieser unsäglichen Mechanismen der bundesdeutschen Volksseele: Political Correctness bis zur Selbstverleugnung. Mittlerweile MUSS man Frauenfußball ja toll finden, andernfalls gilt man ja schon als vom Machismo zerfressener Neidhammel. “Was die Männer 2006 im eigenen Land nicht geschafft haben erreichten die Frauen in China!” hieß es damals. Ja gut, muß ich diesen Schmonz jetzt gleich gut finden, nur weil meine Landsfrauen da Weltmeister sind? Es wird so gatan, als sei Frauenfussi jetzt das Nonplusultra der Sportwelt... aber ich finde das hoffnungslos überbewertet! Doppelweltmeister ist ja schön und gut, und verdient wars auch, aber man soll doch mal die Kirche im Dorf lassen und mit diesen Vergleichen zum Männerfußball aufhören... das ist doch ein ganz anderer Sport! Alleine diese erste Hälfte vom Pokalfinale war ja bezeichnend... von Abwehrverhalten sollte man auf beiden Seiten nicht unbedingt sprechen und der versemmelte Elfer... eieiei, da schießen ja selbst die Engländer präziser! Wann erkennt man mal, dass es noch ziemlich weit hin ist, bis man spielerisch und taktisch ernsthafte Vergleiche zwischen den Geschlechtern ziehen kann was Fußball angeht. Statt sich angsterfüllt hinter geheuchelter Wertschätzung zu verstecken um ja nicht anzuecken, sollte es doch gestattet sein diesen Hurra-Journalismus mal offen anzuprangern. Außerdem tut man den Damen da sicherlich auch keinen Gefallen mit diesem Anspruchsdenken. Naja, war mir halt mal ein Anliegen das hier zu sagen, weil dieser vollkommen grundlagenlose Hype mir tierisch auf den Keks geht. Objektiv betrachtet ist Frauenfußball langsamer, unintensiver und braver als das männliche Pendant. Unemotionaler obendrein; mir ist es lieber da grätscht ein Irrwisch von Gattuso per Revanchefoul den Übersteigerheinz aus Portugal zum wiederholten Male ab und belöffelt den dann noch nach Herzenslust, als wenn da die Kontrahentinnen sich nur zaghaften Geleitschutz zum 16er geben um dann zuschauen zu müssen, wie das Leder aus aussichtsreicher Position sowohl an der vollkommen überforderten Torfrau, als auch am Pfosten vorbei kullert. Medial nennt sich das dann zwar “Spielzug”, aber objektiv betrachtet sieht man sowas sonst nur bei Arminia Bielefeld oder dem ersten FC Köln (wenn die denn mal nen guten Tag erwischen). Daher mal mein Plädoyer für mehr Objektivität in der Sportberichterstattung, gerade wenns um Frauenfussball geht. Die Mädels sind Weltmeister, aber deshalb noch lange nicht besser als die Männer, egal wie zwanghaft man versucht das herbei zu schreiben. Es gibt nun mal noch keinen weiblichen Ronaldo... einen weibischen dagegen schon! *fg*
Moinsen! Heute wirds man östrogenreich hier im Blogg. Am heutigen Tage läuft mir gleich in doppelter Hinsicht die feminine Laus über die verbale Leber. Fangen wir mal mit der dicken Tine an. Unlängst erhielt ich von einem meiner liebsten Untergrundinformanten einen Link in die Parallelwet... ähm... pralle Welt meinte ich zugespielt. “Pralle Welt?!?” mag sich der eine oder andere Blasphem fragen, “das klingt doch nach einem drittklassigen Softporno aus Schweden!”. Nix da, es handelt sich unterm Strich um nichts anderes als den Onlineshop des rosafarbenen Dekobällchens von RTL. In der Vergangenheit fiel selbige mit erschreckender Regelmäßigkeit in bundesdeutsche Wohnungen ein um sie vom gelsenkirchner Barock zu befreien und mit allerlei quietschbuntem Tand vollzustopfen. Die armen Irren, welche sich diese Heimsuchung zumeist auch noch selbst ins traute Heim bestellt hatten, durften sich dann zumeist über den neu gewonnenen “Stauraum” freuen und nach Drehschluß dann das rosarote Chaos beseitigen, welches Frau Wittler mit ihrem Terrorkommando hinterließ. OK, bei einigen war es angesichts der ursprünglichen Wohnverhältnisse streng genommen schon ein Upgrade, wenn sie ihre Reizwäsche nun nicht mehr aus dem Lidl-Beutel unterm Küchenschrank hervorzaubern mußten sondern aus einer maßgeschneiderten, mit lustigen Käfern verzierten Sperrholzkommode. Jedoch mußten selbige Individuen um zu dieser zu kommen, zumeist einen regelrechten Slalom um Blumengebinde, plüschumwickelte Duftkerzen und anderen Dekoramsch, welchen der pinkfarbenen Irrwisch hinterließ, hinlegen. Nun also gibts für all diesen Kokolores auch nen Onlineshop. Zugegeben, einiges ist praktisch... und der Rest hat zumindest komische Namen! Begeben wir uns doch einmal auf eine Reise durch das kafkaeske Universum der Frau Tine und schauen uns mal an, was sie dem geneigten Stammzuschauer ihrer Show so versucht unterzujubeln.
Gleich auf der Startseite prangt ein Portraitfoto der Protagonistin, die Ähnlichkeit mit dem ES-Clown ist, wenn ihr mich fragt, erschreckend! Vom Schlüsselband bis zum Täschchen sind gleich alle Top-Seller auf der startseite versammelt. Alles schön bunt und ebenso überteuert (na gut, Merchandising halt...). Das eigentlich phänomenale allerdings ist, dass die Artikelbezeichnungen nur so vor Wortwitz triefen! Das Dekokissen “Totenkopf” sei explizit ausgeklammert... denn der Name beschreibt zu etwa 66% genau, um was es sich handelt. Anonsten prangen da solche poetischen Schenkelklopfer wie das Brillenetui “sehriös” oder der Couchdiener “sofahält” im virtuellen Warenkatalog. Wenigstens würzt die gute Frau ihren Ramschladen mit einer angemessenen “Portion” Slelbstironie, wie das Tischset “mahlzeit2" illustriert. Wer also schon die Tim Mälzer Knoblauchpressenkollektion sein eigen nennt und das damit das im waschechten Jamie Oliver Wok zubereitete Griesbreidessert transilvanischer Art verfeinert, kann diesen kulinarischen Supergau nun auch mit dem angemessen semiprominenten Touch vertilgen. Es entsteht eine Verwertungskette nonsensualen Markenirrsinns, wo eigentlich nur noch fehlt, dass einer der Namensgeber zum Vorkauen vorbei schaut. Aber gut, wer es braucht, soll zuschlagen! Wenn ich ehrlich bin, liegt einigen der angebotenen Produkte ja sogar eine ganz brauchbare Idee zu Grunde, aber das darf ich hier ja nicht öffentlich zugeben ;-)! Bevor ich noch auf das aus verbalästhetischer Sicht wohl angsteinflößendste Produkt hinweise, möchte ich noch folgende Frage in den Raum stellen: Wie kann man ernsthaft rechtfertigen, dass eine 30cm hohe, schimmelgrüne Kerze, welche darüber hinaus noch aus sieht wie ein mißglücktes Phallussymbol, 20€ kostet?! Ich verstehe das nicht... das Ding ist so abgrundtief HÄSSLICH, dass es für mich einen durchaus plausiblen Scheidungsgrund darstellen würde! Na egal, ich wünsche der Frau dicke Tine trotzdem viel Erfolg mit diesem virtuellen Ramschladen da, irgendwie ist die Frau ja auch ein Original, welche uns mit ihrer Sendung den 345. Aufguss einer Gerichtsshow erspart hat. Außerdem: Leute, welche sich einen Artikel mit dem Namen “Bohrlochblüte Mieterglück” ausdenken, werden von mir per se schon mal mit einem grundlegenden Sympathie- und Nonsensbonus bedacht! ;-)
So... nun mag der eine oder andere fragen, was denn das zweite Thema sein soll über welches ich hier berichten will. Nun, während ich hier schreibsel, läuft nebenbei das (Fußball-) Pokalfinale der Frauen. Ja, diese nähere Eingrenzung ist nötig, denn soooooo offensichtlich ist das weiß Gott nicht, was die Mädels da im Berliner Olympiastadion machen. Seit “wir”letztes Jahr Fussballweltmeisterinnen geworden sind, greift wieder einer dieser unsäglichen Mechanismen der bundesdeutschen Volksseele: Political Correctness bis zur Selbstverleugnung. Mittlerweile MUSS man Frauenfußball ja toll finden, andernfalls gilt man ja schon als vom Machismo zerfressener Neidhammel. “Was die Männer 2006 im eigenen Land nicht geschafft haben erreichten die Frauen in China!” hieß es damals. Ja gut, muß ich diesen Schmonz jetzt gleich gut finden, nur weil meine Landsfrauen da Weltmeister sind? Es wird so gatan, als sei Frauenfussi jetzt das Nonplusultra der Sportwelt... aber ich finde das hoffnungslos überbewertet! Doppelweltmeister ist ja schön und gut, und verdient wars auch, aber man soll doch mal die Kirche im Dorf lassen und mit diesen Vergleichen zum Männerfußball aufhören... das ist doch ein ganz anderer Sport! Alleine diese erste Hälfte vom Pokalfinale war ja bezeichnend... von Abwehrverhalten sollte man auf beiden Seiten nicht unbedingt sprechen und der versemmelte Elfer... eieiei, da schießen ja selbst die Engländer präziser! Wann erkennt man mal, dass es noch ziemlich weit hin ist, bis man spielerisch und taktisch ernsthafte Vergleiche zwischen den Geschlechtern ziehen kann was Fußball angeht. Statt sich angsterfüllt hinter geheuchelter Wertschätzung zu verstecken um ja nicht anzuecken, sollte es doch gestattet sein diesen Hurra-Journalismus mal offen anzuprangern. Außerdem tut man den Damen da sicherlich auch keinen Gefallen mit diesem Anspruchsdenken. Naja, war mir halt mal ein Anliegen das hier zu sagen, weil dieser vollkommen grundlagenlose Hype mir tierisch auf den Keks geht. Objektiv betrachtet ist Frauenfußball langsamer, unintensiver und braver als das männliche Pendant. Unemotionaler obendrein; mir ist es lieber da grätscht ein Irrwisch von Gattuso per Revanchefoul den Übersteigerheinz aus Portugal zum wiederholten Male ab und belöffelt den dann noch nach Herzenslust, als wenn da die Kontrahentinnen sich nur zaghaften Geleitschutz zum 16er geben um dann zuschauen zu müssen, wie das Leder aus aussichtsreicher Position sowohl an der vollkommen überforderten Torfrau, als auch am Pfosten vorbei kullert. Medial nennt sich das dann zwar “Spielzug”, aber objektiv betrachtet sieht man sowas sonst nur bei Arminia Bielefeld oder dem ersten FC Köln (wenn die denn mal nen guten Tag erwischen). Daher mal mein Plädoyer für mehr Objektivität in der Sportberichterstattung, gerade wenns um Frauenfussball geht. Die Mädels sind Weltmeister, aber deshalb noch lange nicht besser als die Männer, egal wie zwanghaft man versucht das herbei zu schreiben. Es gibt nun mal noch keinen weiblichen Ronaldo... einen weibischen dagegen schon! *fg*
Dienstag, 26.02.2008
EREMAAJÄRVI
(Nightwish)
Mahlzeit! Es ist mal wieder Zeit für einen meiner mehr oder weniger legendären Konzertberichte an dieser Stelle. Diesmal führten die verschlungenen Pfade des musikalischen Erlebnistourismus (oder Katastrophentourismus - aber dazu später mehr) ins gar nicht mal so ferne Leipzig. "Mich" ist in diesem Fall im wahrsten Sinne des Wortes nur die halbe Wahrheit, schließlich reiste ich mit meinem Freund und Gründervaterkollegen, dem sagenumwobenen GVH, in die fernen, ehemals tiefenseeschen Gestade jenseits der Nußknackerberge. Zu huldigen galt es diesmal nicht etwa, wie zuletzt in Erfurt, dem tief dekoltierten Whiskygrab aus GB mit seiner Schmirgelstimme, sondern eher seinen stimmlichen wie auch optischen (ohhh ja, optischen definitiv) Antagonisten von Nightwish. Nachdem man hoch droben im finstren Finnenland vor einigen Jahren erst die etwas zu schicksig gewordene Ex-Sängerin höflich aber bestimmt im brasilianischen Exil endgelagert hatte, ließ man sich ordentlich Zeit um eine entsprechende Nachfolgerin für das ehemalige Fräulein Stimmwunder zu suchen und fand diese dann auch im benachbarten Schweden.
Fortan nahm man fröhlich das Album 1 der nach-turunenschen-Ära auf und kommt nun, als Bestandteil einer enorm ausgedehnten Welttour, auch in unser bescheidenes Ländle.
Für den GVH kam dies einem “Besuchsbefehl” gleich, welchem ich mich sodann auch anschloss. 2004 sahen wir Nightwish ja bereits auf dem Woodstage nahe Chemnitz. Der Auftritt war damals schon klasse, wenngleich mir das "neue" Nightwish live besser gefällt... die sind einfach besser drauf, das Ambiente damals war ungleich skurril. Hinzu kamen noch das anwesende Festivalpublikum... wer sich nicht die fromme Leichenblässe ins Gesicht geschminkt hatte, zog zumindest seine Lebensabschnittsgefährtin an einer Edelstahlkette hinter sich her ;-). Aber war ein toller Tag mit toller Musik damals und der Blödsinn gedieh nebenbei auch prächtig. Mehr will ich dazu an dieser Stelle nicht sagen, schließlich soll es vorrangig um den Sonnabend gehen.
Wir starteten also in good old Chemnitz und schwangen uns in jene Höllenmaschine, welche dereinst auf den Namen “Auto” getauft wurde. Gang rein; auf gings. Dem Straßenverlauf ordnungsgemäß folgend verließen wir das städtische Hoheitsgebiet von Chemnitz und zuckelten gemütlich auf dem bundesländischen Verkehrsknotenpunkt und Infrastrukturknubbel zu. Als wir dann das Ortseingangsschild von “Leipzig” passierten, galt es zunächst die Halle (Arena) zu finden. Dank Routenplaner hatten wir zwar eine grobe Ahnung wo das Ding sein mußte, mehr aber auch nicht. Nachdem wir zwei Mal mehr oder weniger beliebig abbogen, beschlossen wir unserem Ruf als “moderne Männer” gerecht zu werden und nach dem Weg zu fragen. Also noch geschwind eine Ampel überwunden und kurz angehalten. Die Antwort, welche wir von den konsultierten Eingeborenen erhielten, war so erfreulich wie spektakulär: wir befanden uns exakt 2 Auto-Minuten vom Ziel entfernt. Fix den Seat abgestellt und sich kurz gesammelt bevor wir den letzten Akt aktiver Konzertvorbereitung in Angriff nahmen: Wir besuchten Ali Baba! Genauer gesagt den “Ali Baba Dönermann”. Schon alleine der Name ist ja Erlebnisgastronomie pur. Wir betraten seinen Sesam durch die Kundentür und orderten je eine seiner essbaren Kreationen (ein Dürüm und ein Döner; angesichts des erwähnten Besitzers dieses Freßtempels und der zu erwartenden “Beschaffungsmethoden” der Rohstoffe kann man hier geflissentlich von “Beutekunst” sprechen ;-)). Frisch gesättigt wünschten wir dem guten Ali Baba abschließend noch einen angenehmen Abend und entschwanden seiner Behausung auf unbestimmte Zeit. Frisch gestärkt schlenderten wir wieder Richtung Auto wo wir unsere Outfits komplettierten und unnötigen Ballast in die mitgeführten Rucksäcke “abwarfen”. Noch ein Schluck Wasser und ab gings zur Arena. Bei selbiger angelangt, bot sich uns ein auf den ersten Blick recht erschreckendes Bild: eine etwa 100 Meter lange Schlange am Einlaß. Dies relativierte sich aber alsbald und ich muß gestehen, dass ich noch NIE einen so relaxten Einlaß bei `nem Konzi erlebt habe. Dagegen war die TenClub-Schlange in Düsseldorf letztes Jahr ja der reinste Moshpit! Jedenfalls stand man gesittet in Zweierreihe an, rückte langsam aber stetig voran und bereits nach ca 20 Minuten hatten wir den Einlaß erreicht. Nicht einmal direkt vor bzw. in den Einlassschleusen kam auch nur annähernd Hektik auf... der Kartenabreiß-Dude grüßte noch höflich, dann wurde man von seinem (leicht fummeligen) Kollegen noch nach Sprengstoffgürteln abgetastet und schwupp war man drin. Also bis hierhin gibts schon mal ein Bienchen extra ins konzerteigene Muttiheft!!! :-D Sehr angenehm das Ganze. Als wir beide die Einlasskontrolle passiert hatten wurden kurz Merchandisestand und Bierversorgung lokalisiert (kann es sein, dass 30 Euro je Tourshirt langsam “normal” werden?!? Find ich jetzt nicht so prall muß ich sagen) und anschließend brachte ich meine Jacke an der Garderobe unter. Nach einem ersten kurzen Rundgang wurde dann auch das obligatorische Konzertbier eingenommen. Man hatte da die Wahl zwischen Hasseröder und... ja... Hasseröder... die restlichen Getränke waren sozusagen alles “Unbiere”. Da es aber Schlimmeres gibt überlegten wir nicht lange und griffen zu. Nachdem wir nun biertrinkend durch die Halle wanderten fiel uns erst einmal die Ausstattung dieser auf... klasse das Teil! Neben den Gastro-Ständen, welche alleine ja schon mehr als ausreichend gewesen wären um die Bedürfnisse durchschnittlicher Konzertbesucher abzudecken, gab es ein Bistro, einen Eisstand und 4 Toiletten mit direktem Innenraumzugang. Leise drängte sich mir der Vergleich zur Thüringenhalle, jener Großraumturnhalle in welcher ich Motörhead unlängst sehen durfte, auf. ;-) Trotz der klaren Vorteile in der B-Note für die Arena würde ich zumindest bei Motörhead immer wieder auf die Thüringenhalle zurück greifen, die Jungs passen da einfach hin wie der Rooney nach England! Aber für Nightwish und wohl auch 90% aller anderen Bands ist die Arena die eindeutig bessere Wahl. Als wir dieses Luxusanwesen erkundet hatten vertrieben wir uns die Zeit noch mit tiefsinnigen Gesprächen und trieben natürlich allerlei Schabernack (man sagt uns nach, dies sei bei uns nahezu unvermeidlich)! Pünktlich 20 Uhr wurden wir via Lautsprecherdurchsage offiziell begrüßt (hmm... noch so ein Novum), mußten allerdings noch gut 20 Minuten auf den Auftritt der ersten Vorband warten. Deren geradezu malerischer Name deutete schon jene Poesie an, welche ihre lyrischen Auswürfe binnen der folgenden 25 Minuten versprühten: “Krieger”! Krieger muss man sich wie so eine Art halbgares Billy Talent für Arme ... nein, halbgares Billy Talent für SEHR SEHR Arme vorstellen: Riffs, Basslinie und auch die Drums waren zwar von der Erleuchtung ein gutes Stück entfernt, waren aber an sich ganz OK. Als Vorband hätten die somit schon was her gemacht, wenn, ja wenn da nicht der Sänger gewesen wäre! Sobald der Herr (ich kenne seinen Namen nicht und will es ehrlich gesagt auch nicht) anfing seine selbst verbrochen Paarreime (als Optimist konnte man ab und an einen solchen erahnen) in heiserer Ruhrpottstimme ins Mikrofon zu raspeln konnte man eigentlich nur noch weghören! Nicht nur dass es nicht besonders erquickend war wie der Typ da sang, nein, viel abschreckender war ja, WAS der Typ da oben auf der Bühne so verbrach! Da wurde man mit Weisheiten der Marke
“Nach uns kommt nur der Wind, weil wir wie Krieger unsterblich sind”
zugeballert oder mit irgendwelchen zurecht gequälten Reimen über einen freiwilligen Feuertod des “lyrischen Ichs” (in diesem Fall kann ich selbiges mehr als nur verstehen) bombardiert. Ganz, ganz Schlimm Leute, glaubt mir! Wir setzten uns im hinteren Teil der Halle kopfschüttelnd hin und hofften, dass es schnell vorbei gehen möge. Dies tat es dann Gott sei Dank auch, da sich diese Gestalten nur mit einem “Wir waren Krieger!” verabschiedeten bevor sie plötzlich und schier fluchtartig die Bühne verließen. Die Mehrheit der Anwesenden war ihnen dafür ausgesprochen dankbar! Zuvor ließen sie uns aber noch am poetischen Nullpunkt des Abend teil haben. Einem stilistischen Erkenntniskonstrukt, das selbst den letzten Daktylus vor Verzweiflung noch in die Heroinsucht treibt wenn er es vernimmt. Gleichwohl schildert es die “Leistung” dieser Heinze als Vorband schon in solch bezeichnender Art und Weise, dass es keiner weiteren Worte bedarf um vor ihnen zu warnen als eben:
“Manchmal geh`ich in mich und keiner ist da”
Schnell vergessen dachten wir... bloß schnell vergessen dieses Elend! Während die Umbaupause vor Vorband Nummer zwei immer länger und länger wurde wanderten wir wieder durch die Arena und beschlossen schließlich wieder Platz zu nehmen als plötzlich das Nightwish-Logo illuminiert wurde und ein Intro erklang, was irgendwie “verdächtig” anmutete. Wir sprangen also auf und schoben uns in die Menge. Als die Mannen dann die Bühne betraten stoppten wir kurz und krachend gings mit “Bye bye Beautiful” los. Schöner knackiger Einstieg vom neuen Album und somit auch stimmlich ein Heimspiel für Anette. Kurz bevor es dann mit “Cadence of her Last Breath” gleich weiter ging wühlten wir uns im Pulk noch etwas weiter nach vorne, bis wir so etwa 20 Meter vor der Bühne angelangt waren. Der Sound war ziemlich gut, für diejenigen weiter hinten vielleicht einen Tick zu leise, aber was sollte es uns jucken?!? Wir konnten die Pyrotechnik riechen!!!! Hehe! Während Dark Chest of Wonders hatte man das Gefühl, dass das Publikum nun auch auf den hinteren Plätzen so langsam Fahrt aufnahm. Danach folgte das beste Stück am Abend für meine Begriffe: “Ever Dream”. Der Beginn nur mit Anette und Mastermind Tuomas an den Keyboards schlug schon fast in eine Akustikversion um. Der Hammer wie intensiv das rüberkam und gleichzeitig auch die letzten Zweifel ausräumte, dass sie die alten Sachen adäquat rüber bringen könne. Jedenfalls stieg die Band dann ein und der Song entwickelte sich zum ersten Highlight; für mich DAS Highlight des Abends wie gesagt! :-) Nach einem kurzen Verbalflirt mit dem Publikum kam mit “Whoever brings the Night” ein weiteres Stück vom neuen Album und mit “Amaranth” anschließend die erste Single-Auskopplung aus diesem, welche auch sehr gut funktionierte. Toller Song, der auch wie ich finde dieses “neue” Nightwish gut transportiert: Die Leadsängerin nicht mehr so brachial im Vordergrund, alles etwas rockiger und der Backgroundsänger deutlich mehr eingebaut... sehr toll! Nach einer kleinen Umbau- und wir-müssen–technische-Probleme-fix-mal-beheben-Pause betrat man mit Akustikgitarren bewaffnet die Bühne und zelebrierte “The Islander” förmlich. Mittelalterlich anmutende Klänge und wieder der Beweis, dass der gute Marco mit seinem Stimmchen ein Gewinn für die Band ist und zudem auch deutlich mehr in den Vordergrund gerückt ist als zu Tarjas Zeiten; sehr geil der Song, für mich Höhepunkt Nummer 2 des Abends. Nach dem doch recht schwungvollen Konzert bis hier her ein toller Kontrast! :-) Anschließend wurden wir auch noch aufgeklärt, was denn eigtentlich aus Vorband Nummer zwei wurde. Tags zuvor gerieten eben jene in einen “Streetfight” und haben wohl gehörig auf die Mütze bekommen. Während ein Gitarrist mit ner Gehirnerschütterung davon kam, erlitt der Sänger mehrere Schnitte im Gesicht... die Band heißt übrigens "Pain"! Ein Schelm wer böses dabei denkt. Jedenfalls folgte mit “The Poet and the Pendulum” ein dreizehn (!!!) Minuten Stück... der überraschende Opener des neuen Albums. Tolles Erlebnis dieses Stück, schon auf dem Silberling rieb man sich nur verwundert die Augen, aber dass man dieses Mammutwerk dann auch live erleben darf... nicht schlecht! ;-) Dead to the World und Sahara folgten, aber irgendwie steckte einem dieses “Poet and the Pendulum” noch ne Weile in den Kleidern... war einfach zu krass diese Melodie- und Stimmungswechsel... diese Länge. :-) Dead to the World war dabei schon ne tolle Nummer :-), zumal noch relativ unerwartet. Zum Ende des Mainsets gabs dann noch “Nemo”. Kurz anmoderiert und dann ähnlich toll gespielt wie alle bisherigen Songs auch schon. Meiner Meinung nach war Nemo auch der Song, der für Anette die wohl größte stimmliche Herausforderung stellen sollte, welche sie aber mit Bravour meisterte. Als sie ihn als “last Song” ankündigte, schickte sie noch eine kurze Gebrauchsanweisung für “Zugaben” hinterher und legte los. Leider war auch das Liedchen dann zu schnell verklungen und die Band verlies erstmal die Bühne. Wir konnten erst einmal wieder durchatmen, uns sammeln und mal kurz bilanzieren. Neben den erwähnten Änderungen war noch auffällig, dass einige Songs leicht umgeschrieben wurden; ein modifiziertes Intro hier, ein neues Outro da... mal ein paar neue Harmonien vorsichtig eingefügt... was den Stücken aber in Verbindung mit der “neuen” Stimme mehr als gut tat.
Dies traf auch auf “Wishmaster” zu, den ersten Song der Zugabe. Auch hier wurde vorsichtig aber gezielt verändert und der Song wurde ein top Einstieg in den Good-Bye-Teil. Selbiger hatte leider mit dem zweiten Zugabenstück schon sein Ende erreicht, welches es aber dafür dann nochmal richtig in sich hatte. Wir wurden mit “I wish I had an Angel” aus der Halle geschickt. Nochmal richtig gut abgehen, rocken und die Bässe durch die Halle wabern spüren... ein toller Abschluss auf jeden Fall. Die Versuche die Band zu einer zweiten Zugabe zu überreden schlugen leider fehl, also ging es nach gut 90 Minuten Konzertspektakel schon wieder gen Ausgang. (Manchmal muss man sich schon zu der Erkenntnis zwingen, daß man als Pearl Jam Fan mitunter mit überirdisch langen Setlists vom guten Eddie gebauchmiezelt wird. ;-) )
An der Garderobe dann noch das Genie des Abends getroffen (Holt auf nem Rock/Metalkonzert seine Klamotten ab, deutet auf die übervollen Garderobenhaken und überreicht der Klamottendame seine Marke mit den Worten “Das ist die Lederjacke!”) und dann langsam zum Auto geschlendert.
FAZIT 1:
Was bleibt ist ein toller Konzertabend, an dem einem sämtliche “die Neue passt nicht zur Band”-Bedenken die das ohnehin schon großartige Album überlebt haben endgültig ausgetrieben wurden. In der Besetzung kann da noch ne Menge tolle Musik aus Finnland kommen, ab jetzt halt nur mit schwedischem Stimmchen! :-) Außerdem habe ich mir die Arena mal dick vorgemerkt; als Venue ist das Ding schon toll muß ich sagen. Ein Samstagsausflug der sich wirklich lohnte. Nightwishkonzis sind empfehlenswert und werden es hoffentlich auch noch ne Weile bleiben. Nur mit den Vorbands sollte sich die Band bzw. Ihr Management mal etwas mehr Mühe geben; die einen sind schlicht und ergreifend grottig, die anderen können diesen Eindruck von ihren Vorgängern nicht wieder rausreißen, weil sie unlängst böse verhauen wurden (es trifft auf dieser Welt wohl immer die Falschen!?!*fg*).
FAZIT 2:
Ich konnte endlich einen Bloggeintrag verfassen, in welchem sowohl "Schabernack", als auch "gebauchmiezelt" vorkommt... KAFKAESK!!!!!
Mahlzeit! Es ist mal wieder Zeit für einen meiner mehr oder weniger legendären Konzertberichte an dieser Stelle. Diesmal führten die verschlungenen Pfade des musikalischen Erlebnistourismus (oder Katastrophentourismus - aber dazu später mehr) ins gar nicht mal so ferne Leipzig. "Mich" ist in diesem Fall im wahrsten Sinne des Wortes nur die halbe Wahrheit, schließlich reiste ich mit meinem Freund und Gründervaterkollegen, dem sagenumwobenen GVH, in die fernen, ehemals tiefenseeschen Gestade jenseits der Nußknackerberge. Zu huldigen galt es diesmal nicht etwa, wie zuletzt in Erfurt, dem tief dekoltierten Whiskygrab aus GB mit seiner Schmirgelstimme, sondern eher seinen stimmlichen wie auch optischen (ohhh ja, optischen definitiv) Antagonisten von Nightwish. Nachdem man hoch droben im finstren Finnenland vor einigen Jahren erst die etwas zu schicksig gewordene Ex-Sängerin höflich aber bestimmt im brasilianischen Exil endgelagert hatte, ließ man sich ordentlich Zeit um eine entsprechende Nachfolgerin für das ehemalige Fräulein Stimmwunder zu suchen und fand diese dann auch im benachbarten Schweden.
Fortan nahm man fröhlich das Album 1 der nach-turunenschen-Ära auf und kommt nun, als Bestandteil einer enorm ausgedehnten Welttour, auch in unser bescheidenes Ländle.
Für den GVH kam dies einem “Besuchsbefehl” gleich, welchem ich mich sodann auch anschloss. 2004 sahen wir Nightwish ja bereits auf dem Woodstage nahe Chemnitz. Der Auftritt war damals schon klasse, wenngleich mir das "neue" Nightwish live besser gefällt... die sind einfach besser drauf, das Ambiente damals war ungleich skurril. Hinzu kamen noch das anwesende Festivalpublikum... wer sich nicht die fromme Leichenblässe ins Gesicht geschminkt hatte, zog zumindest seine Lebensabschnittsgefährtin an einer Edelstahlkette hinter sich her ;-). Aber war ein toller Tag mit toller Musik damals und der Blödsinn gedieh nebenbei auch prächtig. Mehr will ich dazu an dieser Stelle nicht sagen, schließlich soll es vorrangig um den Sonnabend gehen.
Wir starteten also in good old Chemnitz und schwangen uns in jene Höllenmaschine, welche dereinst auf den Namen “Auto” getauft wurde. Gang rein; auf gings. Dem Straßenverlauf ordnungsgemäß folgend verließen wir das städtische Hoheitsgebiet von Chemnitz und zuckelten gemütlich auf dem bundesländischen Verkehrsknotenpunkt und Infrastrukturknubbel zu. Als wir dann das Ortseingangsschild von “Leipzig” passierten, galt es zunächst die Halle (Arena) zu finden. Dank Routenplaner hatten wir zwar eine grobe Ahnung wo das Ding sein mußte, mehr aber auch nicht. Nachdem wir zwei Mal mehr oder weniger beliebig abbogen, beschlossen wir unserem Ruf als “moderne Männer” gerecht zu werden und nach dem Weg zu fragen. Also noch geschwind eine Ampel überwunden und kurz angehalten. Die Antwort, welche wir von den konsultierten Eingeborenen erhielten, war so erfreulich wie spektakulär: wir befanden uns exakt 2 Auto-Minuten vom Ziel entfernt. Fix den Seat abgestellt und sich kurz gesammelt bevor wir den letzten Akt aktiver Konzertvorbereitung in Angriff nahmen: Wir besuchten Ali Baba! Genauer gesagt den “Ali Baba Dönermann”. Schon alleine der Name ist ja Erlebnisgastronomie pur. Wir betraten seinen Sesam durch die Kundentür und orderten je eine seiner essbaren Kreationen (ein Dürüm und ein Döner; angesichts des erwähnten Besitzers dieses Freßtempels und der zu erwartenden “Beschaffungsmethoden” der Rohstoffe kann man hier geflissentlich von “Beutekunst” sprechen ;-)). Frisch gesättigt wünschten wir dem guten Ali Baba abschließend noch einen angenehmen Abend und entschwanden seiner Behausung auf unbestimmte Zeit. Frisch gestärkt schlenderten wir wieder Richtung Auto wo wir unsere Outfits komplettierten und unnötigen Ballast in die mitgeführten Rucksäcke “abwarfen”. Noch ein Schluck Wasser und ab gings zur Arena. Bei selbiger angelangt, bot sich uns ein auf den ersten Blick recht erschreckendes Bild: eine etwa 100 Meter lange Schlange am Einlaß. Dies relativierte sich aber alsbald und ich muß gestehen, dass ich noch NIE einen so relaxten Einlaß bei `nem Konzi erlebt habe. Dagegen war die TenClub-Schlange in Düsseldorf letztes Jahr ja der reinste Moshpit! Jedenfalls stand man gesittet in Zweierreihe an, rückte langsam aber stetig voran und bereits nach ca 20 Minuten hatten wir den Einlaß erreicht. Nicht einmal direkt vor bzw. in den Einlassschleusen kam auch nur annähernd Hektik auf... der Kartenabreiß-Dude grüßte noch höflich, dann wurde man von seinem (leicht fummeligen) Kollegen noch nach Sprengstoffgürteln abgetastet und schwupp war man drin. Also bis hierhin gibts schon mal ein Bienchen extra ins konzerteigene Muttiheft!!! :-D Sehr angenehm das Ganze. Als wir beide die Einlasskontrolle passiert hatten wurden kurz Merchandisestand und Bierversorgung lokalisiert (kann es sein, dass 30 Euro je Tourshirt langsam “normal” werden?!? Find ich jetzt nicht so prall muß ich sagen) und anschließend brachte ich meine Jacke an der Garderobe unter. Nach einem ersten kurzen Rundgang wurde dann auch das obligatorische Konzertbier eingenommen. Man hatte da die Wahl zwischen Hasseröder und... ja... Hasseröder... die restlichen Getränke waren sozusagen alles “Unbiere”. Da es aber Schlimmeres gibt überlegten wir nicht lange und griffen zu. Nachdem wir nun biertrinkend durch die Halle wanderten fiel uns erst einmal die Ausstattung dieser auf... klasse das Teil! Neben den Gastro-Ständen, welche alleine ja schon mehr als ausreichend gewesen wären um die Bedürfnisse durchschnittlicher Konzertbesucher abzudecken, gab es ein Bistro, einen Eisstand und 4 Toiletten mit direktem Innenraumzugang. Leise drängte sich mir der Vergleich zur Thüringenhalle, jener Großraumturnhalle in welcher ich Motörhead unlängst sehen durfte, auf. ;-) Trotz der klaren Vorteile in der B-Note für die Arena würde ich zumindest bei Motörhead immer wieder auf die Thüringenhalle zurück greifen, die Jungs passen da einfach hin wie der Rooney nach England! Aber für Nightwish und wohl auch 90% aller anderen Bands ist die Arena die eindeutig bessere Wahl. Als wir dieses Luxusanwesen erkundet hatten vertrieben wir uns die Zeit noch mit tiefsinnigen Gesprächen und trieben natürlich allerlei Schabernack (man sagt uns nach, dies sei bei uns nahezu unvermeidlich)! Pünktlich 20 Uhr wurden wir via Lautsprecherdurchsage offiziell begrüßt (hmm... noch so ein Novum), mußten allerdings noch gut 20 Minuten auf den Auftritt der ersten Vorband warten. Deren geradezu malerischer Name deutete schon jene Poesie an, welche ihre lyrischen Auswürfe binnen der folgenden 25 Minuten versprühten: “Krieger”! Krieger muss man sich wie so eine Art halbgares Billy Talent für Arme ... nein, halbgares Billy Talent für SEHR SEHR Arme vorstellen: Riffs, Basslinie und auch die Drums waren zwar von der Erleuchtung ein gutes Stück entfernt, waren aber an sich ganz OK. Als Vorband hätten die somit schon was her gemacht, wenn, ja wenn da nicht der Sänger gewesen wäre! Sobald der Herr (ich kenne seinen Namen nicht und will es ehrlich gesagt auch nicht) anfing seine selbst verbrochen Paarreime (als Optimist konnte man ab und an einen solchen erahnen) in heiserer Ruhrpottstimme ins Mikrofon zu raspeln konnte man eigentlich nur noch weghören! Nicht nur dass es nicht besonders erquickend war wie der Typ da sang, nein, viel abschreckender war ja, WAS der Typ da oben auf der Bühne so verbrach! Da wurde man mit Weisheiten der Marke
“Nach uns kommt nur der Wind, weil wir wie Krieger unsterblich sind”
zugeballert oder mit irgendwelchen zurecht gequälten Reimen über einen freiwilligen Feuertod des “lyrischen Ichs” (in diesem Fall kann ich selbiges mehr als nur verstehen) bombardiert. Ganz, ganz Schlimm Leute, glaubt mir! Wir setzten uns im hinteren Teil der Halle kopfschüttelnd hin und hofften, dass es schnell vorbei gehen möge. Dies tat es dann Gott sei Dank auch, da sich diese Gestalten nur mit einem “Wir waren Krieger!” verabschiedeten bevor sie plötzlich und schier fluchtartig die Bühne verließen. Die Mehrheit der Anwesenden war ihnen dafür ausgesprochen dankbar! Zuvor ließen sie uns aber noch am poetischen Nullpunkt des Abend teil haben. Einem stilistischen Erkenntniskonstrukt, das selbst den letzten Daktylus vor Verzweiflung noch in die Heroinsucht treibt wenn er es vernimmt. Gleichwohl schildert es die “Leistung” dieser Heinze als Vorband schon in solch bezeichnender Art und Weise, dass es keiner weiteren Worte bedarf um vor ihnen zu warnen als eben:
“Manchmal geh`ich in mich und keiner ist da”
Schnell vergessen dachten wir... bloß schnell vergessen dieses Elend! Während die Umbaupause vor Vorband Nummer zwei immer länger und länger wurde wanderten wir wieder durch die Arena und beschlossen schließlich wieder Platz zu nehmen als plötzlich das Nightwish-Logo illuminiert wurde und ein Intro erklang, was irgendwie “verdächtig” anmutete. Wir sprangen also auf und schoben uns in die Menge. Als die Mannen dann die Bühne betraten stoppten wir kurz und krachend gings mit “Bye bye Beautiful” los. Schöner knackiger Einstieg vom neuen Album und somit auch stimmlich ein Heimspiel für Anette. Kurz bevor es dann mit “Cadence of her Last Breath” gleich weiter ging wühlten wir uns im Pulk noch etwas weiter nach vorne, bis wir so etwa 20 Meter vor der Bühne angelangt waren. Der Sound war ziemlich gut, für diejenigen weiter hinten vielleicht einen Tick zu leise, aber was sollte es uns jucken?!? Wir konnten die Pyrotechnik riechen!!!! Hehe! Während Dark Chest of Wonders hatte man das Gefühl, dass das Publikum nun auch auf den hinteren Plätzen so langsam Fahrt aufnahm. Danach folgte das beste Stück am Abend für meine Begriffe: “Ever Dream”. Der Beginn nur mit Anette und Mastermind Tuomas an den Keyboards schlug schon fast in eine Akustikversion um. Der Hammer wie intensiv das rüberkam und gleichzeitig auch die letzten Zweifel ausräumte, dass sie die alten Sachen adäquat rüber bringen könne. Jedenfalls stieg die Band dann ein und der Song entwickelte sich zum ersten Highlight; für mich DAS Highlight des Abends wie gesagt! :-) Nach einem kurzen Verbalflirt mit dem Publikum kam mit “Whoever brings the Night” ein weiteres Stück vom neuen Album und mit “Amaranth” anschließend die erste Single-Auskopplung aus diesem, welche auch sehr gut funktionierte. Toller Song, der auch wie ich finde dieses “neue” Nightwish gut transportiert: Die Leadsängerin nicht mehr so brachial im Vordergrund, alles etwas rockiger und der Backgroundsänger deutlich mehr eingebaut... sehr toll! Nach einer kleinen Umbau- und wir-müssen–technische-Probleme-fix-mal-beheben-Pause betrat man mit Akustikgitarren bewaffnet die Bühne und zelebrierte “The Islander” förmlich. Mittelalterlich anmutende Klänge und wieder der Beweis, dass der gute Marco mit seinem Stimmchen ein Gewinn für die Band ist und zudem auch deutlich mehr in den Vordergrund gerückt ist als zu Tarjas Zeiten; sehr geil der Song, für mich Höhepunkt Nummer 2 des Abends. Nach dem doch recht schwungvollen Konzert bis hier her ein toller Kontrast! :-) Anschließend wurden wir auch noch aufgeklärt, was denn eigtentlich aus Vorband Nummer zwei wurde. Tags zuvor gerieten eben jene in einen “Streetfight” und haben wohl gehörig auf die Mütze bekommen. Während ein Gitarrist mit ner Gehirnerschütterung davon kam, erlitt der Sänger mehrere Schnitte im Gesicht... die Band heißt übrigens "Pain"! Ein Schelm wer böses dabei denkt. Jedenfalls folgte mit “The Poet and the Pendulum” ein dreizehn (!!!) Minuten Stück... der überraschende Opener des neuen Albums. Tolles Erlebnis dieses Stück, schon auf dem Silberling rieb man sich nur verwundert die Augen, aber dass man dieses Mammutwerk dann auch live erleben darf... nicht schlecht! ;-) Dead to the World und Sahara folgten, aber irgendwie steckte einem dieses “Poet and the Pendulum” noch ne Weile in den Kleidern... war einfach zu krass diese Melodie- und Stimmungswechsel... diese Länge. :-) Dead to the World war dabei schon ne tolle Nummer :-), zumal noch relativ unerwartet. Zum Ende des Mainsets gabs dann noch “Nemo”. Kurz anmoderiert und dann ähnlich toll gespielt wie alle bisherigen Songs auch schon. Meiner Meinung nach war Nemo auch der Song, der für Anette die wohl größte stimmliche Herausforderung stellen sollte, welche sie aber mit Bravour meisterte. Als sie ihn als “last Song” ankündigte, schickte sie noch eine kurze Gebrauchsanweisung für “Zugaben” hinterher und legte los. Leider war auch das Liedchen dann zu schnell verklungen und die Band verlies erstmal die Bühne. Wir konnten erst einmal wieder durchatmen, uns sammeln und mal kurz bilanzieren. Neben den erwähnten Änderungen war noch auffällig, dass einige Songs leicht umgeschrieben wurden; ein modifiziertes Intro hier, ein neues Outro da... mal ein paar neue Harmonien vorsichtig eingefügt... was den Stücken aber in Verbindung mit der “neuen” Stimme mehr als gut tat.
Dies traf auch auf “Wishmaster” zu, den ersten Song der Zugabe. Auch hier wurde vorsichtig aber gezielt verändert und der Song wurde ein top Einstieg in den Good-Bye-Teil. Selbiger hatte leider mit dem zweiten Zugabenstück schon sein Ende erreicht, welches es aber dafür dann nochmal richtig in sich hatte. Wir wurden mit “I wish I had an Angel” aus der Halle geschickt. Nochmal richtig gut abgehen, rocken und die Bässe durch die Halle wabern spüren... ein toller Abschluss auf jeden Fall. Die Versuche die Band zu einer zweiten Zugabe zu überreden schlugen leider fehl, also ging es nach gut 90 Minuten Konzertspektakel schon wieder gen Ausgang. (Manchmal muss man sich schon zu der Erkenntnis zwingen, daß man als Pearl Jam Fan mitunter mit überirdisch langen Setlists vom guten Eddie gebauchmiezelt wird. ;-) )
An der Garderobe dann noch das Genie des Abends getroffen (Holt auf nem Rock/Metalkonzert seine Klamotten ab, deutet auf die übervollen Garderobenhaken und überreicht der Klamottendame seine Marke mit den Worten “Das ist die Lederjacke!”) und dann langsam zum Auto geschlendert.
FAZIT 1:
Was bleibt ist ein toller Konzertabend, an dem einem sämtliche “die Neue passt nicht zur Band”-Bedenken die das ohnehin schon großartige Album überlebt haben endgültig ausgetrieben wurden. In der Besetzung kann da noch ne Menge tolle Musik aus Finnland kommen, ab jetzt halt nur mit schwedischem Stimmchen! :-) Außerdem habe ich mir die Arena mal dick vorgemerkt; als Venue ist das Ding schon toll muß ich sagen. Ein Samstagsausflug der sich wirklich lohnte. Nightwishkonzis sind empfehlenswert und werden es hoffentlich auch noch ne Weile bleiben. Nur mit den Vorbands sollte sich die Band bzw. Ihr Management mal etwas mehr Mühe geben; die einen sind schlicht und ergreifend grottig, die anderen können diesen Eindruck von ihren Vorgängern nicht wieder rausreißen, weil sie unlängst böse verhauen wurden (es trifft auf dieser Welt wohl immer die Falschen!?!*fg*).
FAZIT 2:
Ich konnte endlich einen Bloggeintrag verfassen, in welchem sowohl "Schabernack", als auch "gebauchmiezelt" vorkommt... KAFKAESK!!!!!
Mittwoch, 19.12.2007
BATMAN
(THEME... die Serie...aus den60ern... mit *ZING* und *BOING*... remember?;-) )
Ho-Ho-Ho liebe Gemeinde. Der heutige Eintrag, da warne ich lieber schon mal vor, entsteht zutiefst spontan! Dem entsprechend geht`s hier auch nicht, wie einige glauben mögen, um die Halbzeit im mittlerweile schon legendären foxymorph-Kicktipp und dessen ruhmreichen Herbstmeister (;-) Sorry, aber der Seitenhieb mußte einfach noch sein); auch habe ich mit Weihnachten als Thematik nur bedingt etwas am gründerväterlichen Hut! Vielmehr möchte ich mal Dampf ablassen über etwas, das seit MO-NA-TEN durch die sächsischen Gazetten schwurbelt und heute, am 19.12. im Jahre des Herren 2007 reif ist um von mir endlich mal dem zugeführt zu werden, dem es wieder zugeführt gehört: einer Betrachtung mit GESUNDEM Menschenverstand.
Es ist keine 10 Minuten her, da verfolgte ich einen Fernsehbericht über eine Hand voll Ökoaktivisten, welche sich derzeit auf einem Baum befinden... um zu verhindern, dass selbiger gefällt wird. An sich noch nix Besonderes, das kommt halt vor und am Ende verliert meist trotzdem der Baum und Malte, Merte, Sören und wie sie alle heißen, stehen in ihrem bunt bemalten Jutesack daneben und betrauern das schicksalhaft dahingeaxtete Gehölz. Mal nebenbei bemerkt: Ich weiß gar nicht was das soll, woraus macht man denn das viel zitierte Holzspielzeug für klein Baumhild?!? Na egal, jedenfalls sitzen derzeit in unserer hiesigen Landeshauptstadt wieder ein paar dieser Gestalten hoch droben im Baumwipfel und spielen Ökopolizei. Aber was hier eigentlich interessiert, ist das WARUM, nicht das WAS! Ich mache es kurz, denn dank der letzten, nervtötend lang gezogenen Diskussionswochen, kann man mit nur einem Wort klären, was das Diskussionsstündlein mal wieder geschlagen hat! Wohlan, es dreht sich, wie in Dresden mittlerweile fast alles (von spektakulären Landesbankpleiten mal abgesehen) um nix anderes als die:
WALDSCHLÖßCHENBRÜCKE!!!! Na ihr lieben Sachsen unter den Blogg-Besuchern, spürt ihr auch, wie alleine dieses Wort ausreicht um euch einen eisigkalten Horrorschauer den Rücken herab kriechen zu lassen? Das schafft der beste Horrofilm nicht! Seit Monaten, ach, was sage ich... seit JAHREN wird sich da eine Platte gemacht wegen einer Brücke, welche den Dresdner Verkehrsfluss wieder als solchen erkennbar machen soll. Gut, dass dadurch eventuell der Status des Weltkulturerbes flöten geht, das hat mir anfangs auch nicht gefallen. Zu Beginn dieser ganzen Diskussion war ich auch der Meinung, dass man dieses Brückenteil dann doch lieber sein lassen sollte und lieber eine Alternative suchen sollte (es gäbe da ja auch noch Tunnel... die sieht man kaum und der Wirkungsgrad ist ähnlich dem der Brücke). Mittlerweile aber muß ich sagen, dass man diese scheiß Brücke (`tschuldigung) doch einfach bauen soll damit hier endlich Ruhe einkehrt! Das ist doch nicht mehr mit anzusehen, dieses lächerliche Kaschperltheater um eine Brücke...! Die Brücke war ja beschlossene Sache, sogar per Gerichtsbeschluß hieß es: Im Namen des Volkes kommt da `ne Brücke hin! Zack! Eigentlich der ideale Moment um die Bulldozerkolonne anrücken zu lassen und die ersten Pfeiler hoch zu ziehen! Bis zu diesem Punkt war übrigens schon mehr als genug Sendezeit vergeudet und Zeitungspapier bunt und vor allen nutzlos bedruckt, um da, an exakt diesem Punkt, zur Vernunft zurück zu kehren und zu sagen: “OK, dann baut die Brücke und tragt die Konsequenzen! Am Ende haben wir zwar kein Weltkulturerbe mehr, aber wenigstens eine Brücke die ihren Zweck dann auch erfüllt! War nett hier, aber leider erfolglos! Leute, trinken wir noch unseren letzten Mate-Tee und der Letzte macht dann das Licht (Ökostrom) aus!” Nein, an diesem Punkt wurde man statt vernünftig, plötzlich kreativ! Obwohl: Sonderlich kreativ ist es nun auch wieder nicht, wenn man sich angesichts der Niederlage irgend ein x-beliebiges Vieh sucht, welches es zu schützen gilt! In Fall der Waldschlößchenbrücke war es dann die “Hufeisennase”! Klingt im ersten Moment wie ein Picasso, ist aber `ne Fledermaus, sagt man zumindest. Wenn man nun die Brücke baut, so die “Waldschlößchenbrückenbaugegner” (Meiner Meinung nach ganz klar das “Unwort des Jahres”), dann stört man diese hoch sensiblen und scheuen Tiere in ihrem Lebensraum! Und zack, schon hatte man eine einstweilige Verfügung erwirkt! Gesehen hat freilich noch niemand eine Hufeisennase, zumindest nicht am Brückenbauplatz und schon gar kein unabhängiger Gutachter. (Da sieht man mal, wie unermeßlich sensibel und scheu die Tiere sind!) Damit ging der ganze Spaß wieder vor Gericht, welches sich damit zu beschäftigen hatte, ob eine eventuell dort lebende Fledermaus (“Das Phantom der Brücke” sag`ich mal) unter Umständen durch den Bau dieser überwässrigen Umgehung in seinem Sexual- oder was-auch-immer-Trieb gestört wird und ob sich der Bau der Brücke, angesichts dieser dramatischen Entwicklungen, noch ethisch vertreten läßt. Auch das Gericht konnte nun die Existenz dieses bauhemmenden Flattermanns nicht nachweisen, präventiv wurde aber ein Tempolimit von 30 auf der Brücke angeordnet. Man muß sich das mal vorstellen: Rein hypothetisch existierende Fledermäuse zwingen eine ganze Stadt dazu, eine als verkehrsentlastende Maßnahme gebaute Brücke nahezu komplett sinn- und zweck zu entfremden, indem man nur noch im schleichgang drüber rollt. Es könnte sonst sein, dass man unter Umständen eine Fledermaus belästigt, welche man, so man sie belästigen will, auch erst einmal finden muß (scheu und sensibel sag`ich nur)! Unterm Strich kann man festhalten, dass vernachlässigte Kinder in diesem Land fast gar keine Lobby haben, in ihrer Existenz hypothetisch angenommene Fledermäuse dagegen schon. Hail hail Zivilgesellschaft, viva la Wertesystem! Aber ist es denn ein Wunder bei all dem Öko- und Klima-Hokuspokus der hier in den letzten Monaten so abging? Man traut sich ja schon kaum noch die Heizung anzuschalten, weil man befürchten muß, dass Greenpeace spontan ne Gegendemo organisiert. Besonders niedlich diese “5 Minuten Licht aus”-Geste vor 14 Tagen... sicherlich gut gemeint aber vollkommen nutzlos! (In Lyon wurde übrigens am selben Wochenende die ganze Stadt mit Kunstwerken zum Thema “Licht” erleuchtet.)
Na egal, jedenfalls ging dieser raffinierte Fledermaus-Plan gründlich nach hinten los, die Brücke sollte trotzdem gebaut werden. Angeblich setzten diese Heinis dann noch ein Rudel Biologen darauf an, im Baugebiet einen möglichst seltenen Käfer (wenn`s geht “scheu und sensibel”) zu finden, der dann die Fühler für einen erneuten Bauaufschub hinhalten sollte, was aber anscheinend im Sande verlief. Käfer sind halt nicht so sympathisch wie Hufeisennasen und dürfen gesellschaftlich akzeptiert über die darwinsche Klinge springen. (Sie sind somit scheinbar sowas wie die Finanzbeamten der Evolution! ;-))
Stand der Dinge war, nach der Käferpleite, somit, dass man eine Brücke baut die nicht wirklich was nützt (man kann sein Auto auch gleich mit abgestellten Motor drüber schieben... ) und dass das Weltkulturerbe trotzdem flöten geht weil`s optisch nun mal keinen Unterschied macht ob eine Brücke mit 60 oder nur mit 30 Sachen überfahren wird. In der Ausgangsversion bekam wenigstens noch einer was er will (die Verkehrsplaner ne ordentliche Bücke), während nur die Brückengegner enttäuscht waren (Kulturerbe weg und schlaflose, fiktive Fledermäuse)!
Dass es nun so einen halbgaren Weichspülkompromiss gibt, nützt niemandem. Typisch ist es trotzdem, man kann auch alles tot diskutieren. Der Kompromiss als Problemlösestrategie ist manchmal einfach unbrauchbar und mehr als nur kontraproduktiv! In diesem Fall ist schlicht KEINEM mit dieser Wischiwaschi-Lösung geholfen. Für mich stand die Entscheidung zwischen “Wir sind Weltkulturerbe” und “Wir haben eine anständige Brücke”! Wie erwähnt, hätte ich auf die Brücke gut verzichten können, aber wenn man sich dann entschließt das Ding zu bauen, dann doch bitte richtig! Wenn keiner bekommt was er will haben in diesem Falle alle verloren! Aber so antiautoritär man auch erzogen worden ist (mit all dem Holzspielzeug), am Ende weiß der Herr Aktivist nicht wann`s gut ist, wann man aus reinen Vernunftsgründen besser mal die Klappe hält. “Es geht ja ums Prinzip!” heißt es dann... Prinzip, Prinzip... wenn man sowohl das Weltkulturerbe, als auch Millionen an Baukosten (und mit ihnen auch den Sinn der Brücke an sich dank der sinnfreien Sanktionen) nur deshalb in den Wind schießt, weil manche Leute “aus Prinzip” nicht wissen wann`s gut ist, dann sollte man diese Brücke meiner Meinung nach schon aus Trotz als zwölfspurige Autobahn bauen... und zwar auf drei Etagen wenns geht! Oben drauf kommen dann mit Starkstrom betriebene Fledermaus-Abwehrzäune, welche den sensiblen Flattermann bei nem Vorbeiflug in 2 Metern Abstand schier atomisieren! Denn so kann “AUS PRINZIP” eben auch aussehen! Hippies...!
So, das mußte mal raus! Habe ich was vergessen? Ach ja, die Typen im Baum! Denen geht`s nämlich gar nicht um den Baum, auch wenn die das sagen, nein, vielmehr ist die Brücke mal wieder Ziel der Anfeindungen. Besagtes Gehölz soll nämlich genau der neuen Straßenführung für die Brücke weichen... da wird es halt kurzerhand besetzt. Das Ergebnis ist, dass jetzt ne Hand voll “Aktivisten” im Wipfel hockt, aus Prinzip versteht sich, und wahrscheinlich bolivianische Arbeiterlieber jodelt! Wenn ich dran denke, dass draußen gute minus 9 Grad sind, dann würde ich dir Typen noch die eine oder andere Woche schmoren lassen bevor die GSG9 den Baum stürmt. Das haben sie sich redlich verdient. Des weiteren bin ich mal gespannt, was als nächstes versucht wird, ich sehe ja schon die Headlines: “20 Waldschlößchenbrückenbaugegner beim Versuch sich an Fische zu ketten in der Elbe ersoffen”! Na dann gute Nacht gesunder Menschenverstand und Hallihallo Absurdistan!
Ho-Ho-Ho liebe Gemeinde. Der heutige Eintrag, da warne ich lieber schon mal vor, entsteht zutiefst spontan! Dem entsprechend geht`s hier auch nicht, wie einige glauben mögen, um die Halbzeit im mittlerweile schon legendären foxymorph-Kicktipp und dessen ruhmreichen Herbstmeister (;-) Sorry, aber der Seitenhieb mußte einfach noch sein); auch habe ich mit Weihnachten als Thematik nur bedingt etwas am gründerväterlichen Hut! Vielmehr möchte ich mal Dampf ablassen über etwas, das seit MO-NA-TEN durch die sächsischen Gazetten schwurbelt und heute, am 19.12. im Jahre des Herren 2007 reif ist um von mir endlich mal dem zugeführt zu werden, dem es wieder zugeführt gehört: einer Betrachtung mit GESUNDEM Menschenverstand.
Es ist keine 10 Minuten her, da verfolgte ich einen Fernsehbericht über eine Hand voll Ökoaktivisten, welche sich derzeit auf einem Baum befinden... um zu verhindern, dass selbiger gefällt wird. An sich noch nix Besonderes, das kommt halt vor und am Ende verliert meist trotzdem der Baum und Malte, Merte, Sören und wie sie alle heißen, stehen in ihrem bunt bemalten Jutesack daneben und betrauern das schicksalhaft dahingeaxtete Gehölz. Mal nebenbei bemerkt: Ich weiß gar nicht was das soll, woraus macht man denn das viel zitierte Holzspielzeug für klein Baumhild?!? Na egal, jedenfalls sitzen derzeit in unserer hiesigen Landeshauptstadt wieder ein paar dieser Gestalten hoch droben im Baumwipfel und spielen Ökopolizei. Aber was hier eigentlich interessiert, ist das WARUM, nicht das WAS! Ich mache es kurz, denn dank der letzten, nervtötend lang gezogenen Diskussionswochen, kann man mit nur einem Wort klären, was das Diskussionsstündlein mal wieder geschlagen hat! Wohlan, es dreht sich, wie in Dresden mittlerweile fast alles (von spektakulären Landesbankpleiten mal abgesehen) um nix anderes als die:
WALDSCHLÖßCHENBRÜCKE!!!! Na ihr lieben Sachsen unter den Blogg-Besuchern, spürt ihr auch, wie alleine dieses Wort ausreicht um euch einen eisigkalten Horrorschauer den Rücken herab kriechen zu lassen? Das schafft der beste Horrofilm nicht! Seit Monaten, ach, was sage ich... seit JAHREN wird sich da eine Platte gemacht wegen einer Brücke, welche den Dresdner Verkehrsfluss wieder als solchen erkennbar machen soll. Gut, dass dadurch eventuell der Status des Weltkulturerbes flöten geht, das hat mir anfangs auch nicht gefallen. Zu Beginn dieser ganzen Diskussion war ich auch der Meinung, dass man dieses Brückenteil dann doch lieber sein lassen sollte und lieber eine Alternative suchen sollte (es gäbe da ja auch noch Tunnel... die sieht man kaum und der Wirkungsgrad ist ähnlich dem der Brücke). Mittlerweile aber muß ich sagen, dass man diese scheiß Brücke (`tschuldigung) doch einfach bauen soll damit hier endlich Ruhe einkehrt! Das ist doch nicht mehr mit anzusehen, dieses lächerliche Kaschperltheater um eine Brücke...! Die Brücke war ja beschlossene Sache, sogar per Gerichtsbeschluß hieß es: Im Namen des Volkes kommt da `ne Brücke hin! Zack! Eigentlich der ideale Moment um die Bulldozerkolonne anrücken zu lassen und die ersten Pfeiler hoch zu ziehen! Bis zu diesem Punkt war übrigens schon mehr als genug Sendezeit vergeudet und Zeitungspapier bunt und vor allen nutzlos bedruckt, um da, an exakt diesem Punkt, zur Vernunft zurück zu kehren und zu sagen: “OK, dann baut die Brücke und tragt die Konsequenzen! Am Ende haben wir zwar kein Weltkulturerbe mehr, aber wenigstens eine Brücke die ihren Zweck dann auch erfüllt! War nett hier, aber leider erfolglos! Leute, trinken wir noch unseren letzten Mate-Tee und der Letzte macht dann das Licht (Ökostrom) aus!” Nein, an diesem Punkt wurde man statt vernünftig, plötzlich kreativ! Obwohl: Sonderlich kreativ ist es nun auch wieder nicht, wenn man sich angesichts der Niederlage irgend ein x-beliebiges Vieh sucht, welches es zu schützen gilt! In Fall der Waldschlößchenbrücke war es dann die “Hufeisennase”! Klingt im ersten Moment wie ein Picasso, ist aber `ne Fledermaus, sagt man zumindest. Wenn man nun die Brücke baut, so die “Waldschlößchenbrückenbaugegner” (Meiner Meinung nach ganz klar das “Unwort des Jahres”), dann stört man diese hoch sensiblen und scheuen Tiere in ihrem Lebensraum! Und zack, schon hatte man eine einstweilige Verfügung erwirkt! Gesehen hat freilich noch niemand eine Hufeisennase, zumindest nicht am Brückenbauplatz und schon gar kein unabhängiger Gutachter. (Da sieht man mal, wie unermeßlich sensibel und scheu die Tiere sind!) Damit ging der ganze Spaß wieder vor Gericht, welches sich damit zu beschäftigen hatte, ob eine eventuell dort lebende Fledermaus (“Das Phantom der Brücke” sag`ich mal) unter Umständen durch den Bau dieser überwässrigen Umgehung in seinem Sexual- oder was-auch-immer-Trieb gestört wird und ob sich der Bau der Brücke, angesichts dieser dramatischen Entwicklungen, noch ethisch vertreten läßt. Auch das Gericht konnte nun die Existenz dieses bauhemmenden Flattermanns nicht nachweisen, präventiv wurde aber ein Tempolimit von 30 auf der Brücke angeordnet. Man muß sich das mal vorstellen: Rein hypothetisch existierende Fledermäuse zwingen eine ganze Stadt dazu, eine als verkehrsentlastende Maßnahme gebaute Brücke nahezu komplett sinn- und zweck zu entfremden, indem man nur noch im schleichgang drüber rollt. Es könnte sonst sein, dass man unter Umständen eine Fledermaus belästigt, welche man, so man sie belästigen will, auch erst einmal finden muß (scheu und sensibel sag`ich nur)! Unterm Strich kann man festhalten, dass vernachlässigte Kinder in diesem Land fast gar keine Lobby haben, in ihrer Existenz hypothetisch angenommene Fledermäuse dagegen schon. Hail hail Zivilgesellschaft, viva la Wertesystem! Aber ist es denn ein Wunder bei all dem Öko- und Klima-Hokuspokus der hier in den letzten Monaten so abging? Man traut sich ja schon kaum noch die Heizung anzuschalten, weil man befürchten muß, dass Greenpeace spontan ne Gegendemo organisiert. Besonders niedlich diese “5 Minuten Licht aus”-Geste vor 14 Tagen... sicherlich gut gemeint aber vollkommen nutzlos! (In Lyon wurde übrigens am selben Wochenende die ganze Stadt mit Kunstwerken zum Thema “Licht” erleuchtet.)
Na egal, jedenfalls ging dieser raffinierte Fledermaus-Plan gründlich nach hinten los, die Brücke sollte trotzdem gebaut werden. Angeblich setzten diese Heinis dann noch ein Rudel Biologen darauf an, im Baugebiet einen möglichst seltenen Käfer (wenn`s geht “scheu und sensibel”) zu finden, der dann die Fühler für einen erneuten Bauaufschub hinhalten sollte, was aber anscheinend im Sande verlief. Käfer sind halt nicht so sympathisch wie Hufeisennasen und dürfen gesellschaftlich akzeptiert über die darwinsche Klinge springen. (Sie sind somit scheinbar sowas wie die Finanzbeamten der Evolution! ;-))
Stand der Dinge war, nach der Käferpleite, somit, dass man eine Brücke baut die nicht wirklich was nützt (man kann sein Auto auch gleich mit abgestellten Motor drüber schieben... ) und dass das Weltkulturerbe trotzdem flöten geht weil`s optisch nun mal keinen Unterschied macht ob eine Brücke mit 60 oder nur mit 30 Sachen überfahren wird. In der Ausgangsversion bekam wenigstens noch einer was er will (die Verkehrsplaner ne ordentliche Bücke), während nur die Brückengegner enttäuscht waren (Kulturerbe weg und schlaflose, fiktive Fledermäuse)!
Dass es nun so einen halbgaren Weichspülkompromiss gibt, nützt niemandem. Typisch ist es trotzdem, man kann auch alles tot diskutieren. Der Kompromiss als Problemlösestrategie ist manchmal einfach unbrauchbar und mehr als nur kontraproduktiv! In diesem Fall ist schlicht KEINEM mit dieser Wischiwaschi-Lösung geholfen. Für mich stand die Entscheidung zwischen “Wir sind Weltkulturerbe” und “Wir haben eine anständige Brücke”! Wie erwähnt, hätte ich auf die Brücke gut verzichten können, aber wenn man sich dann entschließt das Ding zu bauen, dann doch bitte richtig! Wenn keiner bekommt was er will haben in diesem Falle alle verloren! Aber so antiautoritär man auch erzogen worden ist (mit all dem Holzspielzeug), am Ende weiß der Herr Aktivist nicht wann`s gut ist, wann man aus reinen Vernunftsgründen besser mal die Klappe hält. “Es geht ja ums Prinzip!” heißt es dann... Prinzip, Prinzip... wenn man sowohl das Weltkulturerbe, als auch Millionen an Baukosten (und mit ihnen auch den Sinn der Brücke an sich dank der sinnfreien Sanktionen) nur deshalb in den Wind schießt, weil manche Leute “aus Prinzip” nicht wissen wann`s gut ist, dann sollte man diese Brücke meiner Meinung nach schon aus Trotz als zwölfspurige Autobahn bauen... und zwar auf drei Etagen wenns geht! Oben drauf kommen dann mit Starkstrom betriebene Fledermaus-Abwehrzäune, welche den sensiblen Flattermann bei nem Vorbeiflug in 2 Metern Abstand schier atomisieren! Denn so kann “AUS PRINZIP” eben auch aussehen! Hippies...!
So, das mußte mal raus! Habe ich was vergessen? Ach ja, die Typen im Baum! Denen geht`s nämlich gar nicht um den Baum, auch wenn die das sagen, nein, vielmehr ist die Brücke mal wieder Ziel der Anfeindungen. Besagtes Gehölz soll nämlich genau der neuen Straßenführung für die Brücke weichen... da wird es halt kurzerhand besetzt. Das Ergebnis ist, dass jetzt ne Hand voll “Aktivisten” im Wipfel hockt, aus Prinzip versteht sich, und wahrscheinlich bolivianische Arbeiterlieber jodelt! Wenn ich dran denke, dass draußen gute minus 9 Grad sind, dann würde ich dir Typen noch die eine oder andere Woche schmoren lassen bevor die GSG9 den Baum stürmt. Das haben sie sich redlich verdient. Des weiteren bin ich mal gespannt, was als nächstes versucht wird, ich sehe ja schon die Headlines: “20 Waldschlößchenbrückenbaugegner beim Versuch sich an Fische zu ketten in der Elbe ersoffen”! Na dann gute Nacht gesunder Menschenverstand und Hallihallo Absurdistan!
Freitag, 07.12.2007
(WE ARE) THE ROAD CREW
(Motörhead)
Prost! Na dann... dem ganzen Rumgespame zum Trotz möchte ich hier mal die informationelle Unterversorgung brechen und als musikalischer Kriegsberichterstatter fungieren. Es gibt nicht mehr viele Abendteuer auf unserer heutigen welt. Der Nordpol ist durchwandert, der Südpol nicht minder, auf dem Everest haben mittlerweile schon Hubschrauber geparkt und selbst auf dem Mond hat der großimperiale Vernunftverweigerer im Nationalstaatlichen Pelz sein Streifenfähnchen nebst Besternung gehisst. Erbarmungslos ALLES wurde entdeckt, durchwandert, erobert, kartografiert und am Ende oftmals sogar meistbietend versteigert. Und da dies zumeist (Sorry Frau Schwarzer, aber die Geschichte können nicht mal sie ändern) von Männern getan wurde, etablierte sich mit der Zeit so ein “conquestadorisches Defizit” bei uns Bartstoppelfetischisten. Da steht man nun mittlerweile da mit seinem überhöhten Testosteronspiegel und guckt, bildlich gesprochen, wie die Sau ins Uhrwerk... kein Berg noch unbestiegen, keine Wüste undurchwandert und kein Ozean mehr, den es zu überpaddeln gilt. Blöd... saublöd sogar. Was bleibt denn dann noch um sich von der schweinchenrosa “gedressten” Masse dieser faltengecremten Gucci-Metros abzuheben? Wo kann Mann heute noch Mann sein, ohne sich gleich mit einem Rudel Feministen rumplagen zu müssen, welche hysterisch “Unterdrückung” kreischen, nur weil man irgendwo das politisch korrekte “/-innen” hinter “Vollwaschautomat” vergessen hat?!? Viele gibts da nicht mehr, aber nichts desto trotz gibt es sie noch, diese archaisch anmutenden Rückzugsorte des patriarchalen Habitus. Worauf will ich nun hinaus? Naja, am 30.11.2007, also letzten Freitag, war mal wieder Konzertzeit beim Onkel! Wie fast immer besuchten meine Schwester und ich gemeinsam ein musikalisches Event der Superlative, allerdings eines, was dem Außenstehenden nicht als solches auffallen würde... und zum Henker nochmal: das ist auch gut so! Es ging nach Erfurt, es ging in die Thüringenhalle, es ging zu Motörhead!
So begaben wir uns dann auch gegen Abend zunächst auf die Autobahn gen Erfurt und schließlich dann auch zur erwähnten Thüringenhalle, im Schlepptau eine Autoladung Freiberger, welche uns als Konzertgänger identifiziert hatten und uns sogar dann folgten, wenn wir uns spektakulär verfuhren! Am Ende jedenfalls rollten wir sicher und zeitnah vor der Thüringenhalle ein und fanden noch ein lauschiges Plätzchen zum Parken; gegenüber turnten drei Typen auf ihrem alten VW rum und fotografierten sich gegenseitig dabei, wie sie bierselig vom geschundenen Gefährt herunter winkten. Meine Schwester beschlichen leichte Zweifel ob das wirklich eine so gute Idee war sich diese Karten zuzulegen. ;-) Also wir das Auto verließen um die nähere Umgebung zu erkunden, kamen so leise Festivalerinnerungen hoch muß ich zugeben... überall Autos, überall gröhlende, halbbesoffene Gestalten in Lederjacken bzw. Jeanswesten und die Zäune um den Parkplatz herum waren gesäumt von... na ihr könnt`s euch sicherlich denken! ;-) Jedenfalls warteten wir noch ab, bis der erste Ansturm auf die Einlaßtüren vorbei war bevor wir die Halle betraten. Kurz noch vom optisch recht faschistoid anmutenden Security-Heiner nach Waffen abfummeln lassen und schon stand man am Fuße einer Treppe; und genau hier ging es dann eigentlich so richtig los, das “Erlebnis Motörhead”! :-)
Wie erwähnt standen wir am Fuße dieser Treppe und blickten auf zwei weit geöffnete Flügeltüren aus denen dicker, blaugelber Qualm quoll. Selbiger wurde von ein paar Bühnenscheinwerfern noch illuminiert und von plärrenden Trash-Metal-Bässen von Vallient Thorr, der ersten der drei angekündigten Vorbands, durchschnitten. Der Weg die Treppen hinauf hatte etwas seltsam Befreiendes, die Metapher vom Licht am Ende des Tunnels traf, rein optisch, ziemlich genau zu. Als wir die Tür durchschritten fanden wir uns prompt in einer anderen Welt wieder. “Schön hier” dachte ich... “wo ist der Bierstand?” Nach alt bewährter Manier mal kurz die Lage gescheckt... aha: Merchandise rechts, Bier links! Mehr muß man eigentlich erstmal nicht wissen auf einem Motörhead-Konzert. Eigentlich gehört die Reihenfolge noch umgekehrt... oder noch besser: Bier links, Bier rechts! Das würde auch genügen. ;-) Na jedenfalls durchwanderten wir zunächst die Halle und schnappten uns jeweils ein wohl temperiertes Kösti (Vorbildcharakter: gutes Bier auf Rock-Konzerten!!!) Und mischten uns während Vorband Nummer 2, Skew Siskin, unters Volk. Nette Musik, schön dreckig!! ;-). Dann war das Bier alsbald leer, ein weiteres gabs nicht, ich mußte ja fahren, und bevor mit Overkill die letzten Einheizer die Bühne betraten, sah ich mich gezwungen die sanitären Einrichtungen zu erkunden. Dies nahm auch die komplette Umbau-Pause in Anspruch, bei vll. 3500 Zuschauern, von denen gefühlte 3400 männlich waren, kam es zu gewissen Verzögerungserscheinungen. Doch auch dieses Abenteuer war am Ende gemeistert und so gesellte ich mich wieder zu meiner Schwester und wir ließen Overkill über uns ergehen. Schlecht waren sie nicht, wirklich, aber langsam wollte man dann doch den Genossen Kilmister die Bühne betreten sehen... zumindest gings mir so. ;-) Overkill, so viel sei noch gesagt, klingen rein musikalisch etwas wie die frühen Metallica, nur der Gesang ist dann etwas abgedrehter. Zum Schluß ihrer Performance durften wir, the audience, den auch schon recht betagten Mannen da vorne noch kollektiv das eine oder andere “Fuck You” entgegen brüllen... die wollten`s so, kann ich auch nix dafür! ;-) Es war aber schon schön die Kerls dann verschwinden zu sehen und mitzuerleben wie langsam aber sicher der Main Event nahte.
Ein geradezu monströses Drumkitt wurde enthüllt, zwei Mikros in Gefühlten zweimeterzwanzig` Höhe aufgestellt und über allem thronte dieses undefinierbare Vieh (wie soll mans denn sonst nennen?!?), welches seit gut 30 Jahren als Bandlogo herhalten muß. Herrlich... langsam breitete sich auch im gesamten Publikumsraum eine gewisse Unruhe aus. Ach ja, es muß vielleicht noch kurz erwähnt werden, dass das, was sich “Thüringenhalle” nennt, unterm strich nichts weiter ist als eine große Turnhalle mit Bühnentrakt. Schön abgewrackt, schön schmutzig und zum Anlass vor allem PASSEND! Die Horde der Langlot`schen um uns herum begann jetzt Bier zu bunkern, ich will im Nachhinein nicht wissen, wie viele Dudes uns mit einem halben Durtzend Bierbecher in der Hand passierten und nach vorne pilgerten... es waren jedenfalls ne Menge. Ich, der ich auch ohne Bier extrem evil wirken wollte, aß inzwischen Mentos! ;-)
Das Licht erlosch dann alsbald und da kamen sie endlich auf die Bühne gelatscht. Lemmy, rockendes Unikum und warzengespicktes Synonym für seine eigene Band allen voran. Er trat ans Mikro und... naja, stellt euch vor ein Bulldozer hätte Stimmbänder. Jedenfalls klang das obligatorische “We are Motörhead!! And we play Rock `n Roll!” nicht gerade wie vom Mann aus der Bertolli-Werbung dahin gesäuselt ;-)! Das wars dann erstmal schon mit Begrüßung, was folgte war eine Wand aus Schall! “Dr. Rock” fegte durch die Halle... laut wars, das wußten wir, aber wir hatten es lauter erwartet muß ich gestehen. Nach diversen Warnungen von Motörhead-Veteranen hatten wir sicherheitshalber Oropax erworben um uns im Fall der Fälle zu schützen (der zwar eintrat, von uns aber tapfer ignoriert wurde). Aber es ging ja auch, NOCH... denn nach dem Dritten Song wurde eine Steigerung angekündigt und auch umgesetzt. Lemmy malträtierte seinen Bass, knurrte ins Mikro und ölte sein Stimmchen bei Bedarf mit dem bereit stehenden Jacky nach... HELL YEAHR!!!! Genau DAS, was wir erleben wollten. Der Hallenboden um mich herum schien sich binnen der ersten 5 Songs nur so mit Plastikbechern gefüllt zu haben. Außerdem roch es überall nach Bier und das Parkett klebte elendig. Das Ambiente hatte sich der Band sukzessive angeglichen und nach wenigen Songs konnte man nur zufrieden lächelnd fest stellen, dass das alles noch klischeehafter war als man es sich vorzustellen wagte; und dass das auch verdammt gut so war! Um einen herum verschwammen die langhaarigen, Bierbecher haltenden und moshenden Gestalten in einem Brei aus Zigarettenqualm und Bühnenrauch, man watete fast knöcheltief im Gerstensaft und vor einem prügelte einem die “hässlichste Band der Welt” (Kommentar Lemmy auf die Frage hin, ob ihm diese Wahl weh`tut: “No, it`s obvious!” *am Whiskey nipp*) “Born to Raise Hell” entgegen. Nebenbei bemerkt eines der Highlights für mich, da dieses Teil auf meiner Wunschliste ganz oben rangierte. Ich möchte hier jetzt nicht die ganze Setlist wieder herbeten, ehrlich gesagt bekomme ich das sowieso nicht hin, dazu fehlt mir auch ein Stück weit die Kenntnis aller gut 20 Studioalben... außerdem sollte das dann doch den Pearl Jam Konzerten vorbehalten bleiben. :-) Ein paar Perlen seien aber doch erwähnt. Zumal mich, wie eben bei “Born to Raise Hell”, mein Setlistglück mal wieder nicht im Stich ließ. Abgesehen von Düsseldorf (“Betterman”) bekam ich irgendwie immer meinen Nr. 1 Song vorgedudelt am entsprechenden Abend. (In Düsseldorf war eh alles anders, da kamen Sachen, an die man nicht mal gewagt hat zu denken... von daher zählt das eigentlich nicht wirklich).
Man kann Lemmy und Co nicht vorwerfen, Zeit mit Gelaber zu verschwenden, hin und wieder wurde etwas Semiverständliches vom großen Meister ins Mikro genuschelt (vorzugsweise um genug Zeit zu haben ausgiebig am Jacky zu nippen) bevor uns das nächste Brett um die Ohren geschossen wurde. Besonders bei “Killers” gings dann zur Sache, schön druckvoll vorgetragen, und Schrankwand Lemmy stand nahezu regungslos am Mikro während er die Vocals heiser ins Mikro röhrte. Sehr niedlich war im Übrigen die Lightshow, OK, die Lampen bewegten sich ein wenig, aber selbst das taten sie vollkommen asynchron zu Musik. Doch das stört nicht, erstens weil es eben ins Bild dieser rohen, dreckigen, aufs nötigste reduzierten und das dann aber auch exzessiv auslebenden Rock `n Roll Band passt; und zweitens weil Motörhead das auch gar nicht nötig haben mit irgendwelchem technischen Gepose zu hantieren. Irgendwann nach “Iron Fist”, wahrscheinlich in der Pause vor dem Zugabenblock, kam man dann dazu ein erstes Resümee zu ziehen, seine Ohren zu suchen (wider erwarten waren beide noch da) und sich mental auf einen brachialen Einstieg ins Encore vorzubereiten. Erwähnenswert wäre vielleicht noch Mikkey Dee, der Drummer. Bei seinem ausgiebigen, bestimmt 7 minütigen Drumsolo, blieb einem schlicht und ergreifend die Spucke weg. Gut, wer Dave Grohl schon mal live an der Schießbude erlebt hat (STRIKE!!! :-) ), der hat schon einen schier unüberbietbaren Referenzpunkt im Schädel...; aber was dieser Schwede da veranstaltete, das war auch ganz großes Tennis. Nachdem er während seines Solos ein gutes Dutzend Drumsticks verschliss (kein Scherz... die Dinger flogen von seinem Hochsitz wie Raketen aus ner Stalinorgel), kochte die Halle. Aber wir waren beim Zugabenblock, dieser begann allerdings nicht wie erwartet mit noch mehr Haue für das Trommelfell, sondern (man mags ja kaum glauben), damit, dass Lemmy und seine zwei Schergen mit Akustikgitarren die Bühne betraten und gesittet Platz nahmen. Wir schauten uns nur irritiert an, damit hatten wir schlichtweg nicht gerechnet. Was nun kam, war einfach nur köstlich: Mr. Kilmister raspelte uns beschwingt den “Whorehouse Blues” in die Gehörgänge und griff dabei auch noch zur Mundharmonika. Sehr geil!!!
Zum Ausklang des Abends gabs dann aber noch zwei Mal musikalische Roh-kost, unter anderem “Ace of Spades”, was die Halle selbstredend wieder zum sieden brachte. Am Schluß erging noch, neben der Bandvorstellung, der Aufruf: “Don`t forget us! We are Motörhead... and we play Rock and fucking Roll!!!” mit der obligatorischen “You`ve been the best audience of the tour!”-Lobhudelei (Natürlich, meine Schwester und ich waren ja da, das adelt per se schon mal JEDE audience! ;-) ). Den Ausklang bildete dann infernalisches Motorengekreisch und Gequietsche (ebenfalls traditionell versteht sich). Wir verließen nach der Show die Halle und wunderten uns zu allererst, dass es auch Luft gibt, die man nicht kauen kann. Die Heimfahrt war dann mit einem leiden Nachpfeifen im Ohr und einer umfangreichen Auswertung dieses Abends, nein, nennen wir es ruhig ABENTEUERS verbunden. Vergeßt doch den Everest oder das sinnfreie Durchwaten von irgend welchen Wüsten, ohne Ohrstöpsel bei Motörhead... DAS sind die wahrhaft Harten! ;-)
Auch wenn ich mich hier wiederhole, aber die Entscheidung sich diese Urgesteine mal persönlich anzuschauen, die kann gar nicht falsch gewesen sein! Sowas muß man eigentlich mal erlebt haben, anders kann man es nicht sagen. Der ganze Text da oben ist unterm Strich nicht annähernd dazu geeignet ein Motörhead-Konzert auch nur halbwegs treffend zu beschreiben. Lange keinen so herrlich dreckigen Konzertabend mehr erlebt, Schweinerock at ist Best! Außerdem wurde mal wieder deutlich, was der heutigen Jugend fehlt: ein angemessenes Bild von Männlichkeit! Wenn man bedenkt, dass da vorne drei 60jährige, angeführt von einem langhaarigen Engländer mit aufgeknöpftem Hemd, Cowboystiefeln und nem Brummbass in der Hand, die Thüringenhalle ohne große Gesten in einen Testosteronspringbrunnen verwandeln... dann wirkt doch das, was heute als “Vorbild” fungiert dagegen lächerlich. Dieser Sido und die ganze Hip-Hopper-Brut, welche sich Masken aufsetzt, pseudofinster ins Mikro schaut und irgendwelche Proletentexte zur Schau trägt in ihren Baggypants und all den brilliantenbesetzten Goldketten, das sind doch im besten Fall noch massenmediale Drag Queens gegen Motörhead! Der Lächerlichkeit preis gegeben durch selbst verschuldete Kasprigkeit! Während ein beliebiger, weil austauschbarer, Möchtegerngangster aus der Aggro-Welt in seinem kunterbunten Kitschvideo davon schwärmt wie er drei “Bitches” im “Club mit Fuffies” bewirft, bis diese ihm in seiner Limo zu Diensten sind, nimmt der Lemmy doch stillschweigend die ganze erste Groupiereihe backstage mit unter die Dusche. Der Unterschied ist nur, dass er seine Energie nicht auf dieses zwangsneurotische Gepose verschwendet, der konzentriert sich noch aufs Wesentliche *fg*... Lemmy ist so, Lemmy bleibt so! Man nimmt den Kerls das halt alles ab, im Gegensatz zu den rappenden Wohlstandsghettoisten aus der Hauptstadt... affektierte Heinis!
Na wie dem auch sei, wenn Motörhead in eure Nähe kommen: schaut`s euch an, hört`s euch an, dann wißt ihr was ich meine! Mein letztes Motörhead-Konzert wird es hoffentlich nicht gewesen sein, meine Schwester sieht`s ähnlich. Also dann Leute... Rock`n Roll!!!!!! ;-)
Prost! Na dann... dem ganzen Rumgespame zum Trotz möchte ich hier mal die informationelle Unterversorgung brechen und als musikalischer Kriegsberichterstatter fungieren. Es gibt nicht mehr viele Abendteuer auf unserer heutigen welt. Der Nordpol ist durchwandert, der Südpol nicht minder, auf dem Everest haben mittlerweile schon Hubschrauber geparkt und selbst auf dem Mond hat der großimperiale Vernunftverweigerer im Nationalstaatlichen Pelz sein Streifenfähnchen nebst Besternung gehisst. Erbarmungslos ALLES wurde entdeckt, durchwandert, erobert, kartografiert und am Ende oftmals sogar meistbietend versteigert. Und da dies zumeist (Sorry Frau Schwarzer, aber die Geschichte können nicht mal sie ändern) von Männern getan wurde, etablierte sich mit der Zeit so ein “conquestadorisches Defizit” bei uns Bartstoppelfetischisten. Da steht man nun mittlerweile da mit seinem überhöhten Testosteronspiegel und guckt, bildlich gesprochen, wie die Sau ins Uhrwerk... kein Berg noch unbestiegen, keine Wüste undurchwandert und kein Ozean mehr, den es zu überpaddeln gilt. Blöd... saublöd sogar. Was bleibt denn dann noch um sich von der schweinchenrosa “gedressten” Masse dieser faltengecremten Gucci-Metros abzuheben? Wo kann Mann heute noch Mann sein, ohne sich gleich mit einem Rudel Feministen rumplagen zu müssen, welche hysterisch “Unterdrückung” kreischen, nur weil man irgendwo das politisch korrekte “/-innen” hinter “Vollwaschautomat” vergessen hat?!? Viele gibts da nicht mehr, aber nichts desto trotz gibt es sie noch, diese archaisch anmutenden Rückzugsorte des patriarchalen Habitus. Worauf will ich nun hinaus? Naja, am 30.11.2007, also letzten Freitag, war mal wieder Konzertzeit beim Onkel! Wie fast immer besuchten meine Schwester und ich gemeinsam ein musikalisches Event der Superlative, allerdings eines, was dem Außenstehenden nicht als solches auffallen würde... und zum Henker nochmal: das ist auch gut so! Es ging nach Erfurt, es ging in die Thüringenhalle, es ging zu Motörhead!
So begaben wir uns dann auch gegen Abend zunächst auf die Autobahn gen Erfurt und schließlich dann auch zur erwähnten Thüringenhalle, im Schlepptau eine Autoladung Freiberger, welche uns als Konzertgänger identifiziert hatten und uns sogar dann folgten, wenn wir uns spektakulär verfuhren! Am Ende jedenfalls rollten wir sicher und zeitnah vor der Thüringenhalle ein und fanden noch ein lauschiges Plätzchen zum Parken; gegenüber turnten drei Typen auf ihrem alten VW rum und fotografierten sich gegenseitig dabei, wie sie bierselig vom geschundenen Gefährt herunter winkten. Meine Schwester beschlichen leichte Zweifel ob das wirklich eine so gute Idee war sich diese Karten zuzulegen. ;-) Also wir das Auto verließen um die nähere Umgebung zu erkunden, kamen so leise Festivalerinnerungen hoch muß ich zugeben... überall Autos, überall gröhlende, halbbesoffene Gestalten in Lederjacken bzw. Jeanswesten und die Zäune um den Parkplatz herum waren gesäumt von... na ihr könnt`s euch sicherlich denken! ;-) Jedenfalls warteten wir noch ab, bis der erste Ansturm auf die Einlaßtüren vorbei war bevor wir die Halle betraten. Kurz noch vom optisch recht faschistoid anmutenden Security-Heiner nach Waffen abfummeln lassen und schon stand man am Fuße einer Treppe; und genau hier ging es dann eigentlich so richtig los, das “Erlebnis Motörhead”! :-)
Wie erwähnt standen wir am Fuße dieser Treppe und blickten auf zwei weit geöffnete Flügeltüren aus denen dicker, blaugelber Qualm quoll. Selbiger wurde von ein paar Bühnenscheinwerfern noch illuminiert und von plärrenden Trash-Metal-Bässen von Vallient Thorr, der ersten der drei angekündigten Vorbands, durchschnitten. Der Weg die Treppen hinauf hatte etwas seltsam Befreiendes, die Metapher vom Licht am Ende des Tunnels traf, rein optisch, ziemlich genau zu. Als wir die Tür durchschritten fanden wir uns prompt in einer anderen Welt wieder. “Schön hier” dachte ich... “wo ist der Bierstand?” Nach alt bewährter Manier mal kurz die Lage gescheckt... aha: Merchandise rechts, Bier links! Mehr muß man eigentlich erstmal nicht wissen auf einem Motörhead-Konzert. Eigentlich gehört die Reihenfolge noch umgekehrt... oder noch besser: Bier links, Bier rechts! Das würde auch genügen. ;-) Na jedenfalls durchwanderten wir zunächst die Halle und schnappten uns jeweils ein wohl temperiertes Kösti (Vorbildcharakter: gutes Bier auf Rock-Konzerten!!!) Und mischten uns während Vorband Nummer 2, Skew Siskin, unters Volk. Nette Musik, schön dreckig!! ;-). Dann war das Bier alsbald leer, ein weiteres gabs nicht, ich mußte ja fahren, und bevor mit Overkill die letzten Einheizer die Bühne betraten, sah ich mich gezwungen die sanitären Einrichtungen zu erkunden. Dies nahm auch die komplette Umbau-Pause in Anspruch, bei vll. 3500 Zuschauern, von denen gefühlte 3400 männlich waren, kam es zu gewissen Verzögerungserscheinungen. Doch auch dieses Abenteuer war am Ende gemeistert und so gesellte ich mich wieder zu meiner Schwester und wir ließen Overkill über uns ergehen. Schlecht waren sie nicht, wirklich, aber langsam wollte man dann doch den Genossen Kilmister die Bühne betreten sehen... zumindest gings mir so. ;-) Overkill, so viel sei noch gesagt, klingen rein musikalisch etwas wie die frühen Metallica, nur der Gesang ist dann etwas abgedrehter. Zum Schluß ihrer Performance durften wir, the audience, den auch schon recht betagten Mannen da vorne noch kollektiv das eine oder andere “Fuck You” entgegen brüllen... die wollten`s so, kann ich auch nix dafür! ;-) Es war aber schon schön die Kerls dann verschwinden zu sehen und mitzuerleben wie langsam aber sicher der Main Event nahte.
Ein geradezu monströses Drumkitt wurde enthüllt, zwei Mikros in Gefühlten zweimeterzwanzig` Höhe aufgestellt und über allem thronte dieses undefinierbare Vieh (wie soll mans denn sonst nennen?!?), welches seit gut 30 Jahren als Bandlogo herhalten muß. Herrlich... langsam breitete sich auch im gesamten Publikumsraum eine gewisse Unruhe aus. Ach ja, es muß vielleicht noch kurz erwähnt werden, dass das, was sich “Thüringenhalle” nennt, unterm strich nichts weiter ist als eine große Turnhalle mit Bühnentrakt. Schön abgewrackt, schön schmutzig und zum Anlass vor allem PASSEND! Die Horde der Langlot`schen um uns herum begann jetzt Bier zu bunkern, ich will im Nachhinein nicht wissen, wie viele Dudes uns mit einem halben Durtzend Bierbecher in der Hand passierten und nach vorne pilgerten... es waren jedenfalls ne Menge. Ich, der ich auch ohne Bier extrem evil wirken wollte, aß inzwischen Mentos! ;-)
Das Licht erlosch dann alsbald und da kamen sie endlich auf die Bühne gelatscht. Lemmy, rockendes Unikum und warzengespicktes Synonym für seine eigene Band allen voran. Er trat ans Mikro und... naja, stellt euch vor ein Bulldozer hätte Stimmbänder. Jedenfalls klang das obligatorische “We are Motörhead!! And we play Rock `n Roll!” nicht gerade wie vom Mann aus der Bertolli-Werbung dahin gesäuselt ;-)! Das wars dann erstmal schon mit Begrüßung, was folgte war eine Wand aus Schall! “Dr. Rock” fegte durch die Halle... laut wars, das wußten wir, aber wir hatten es lauter erwartet muß ich gestehen. Nach diversen Warnungen von Motörhead-Veteranen hatten wir sicherheitshalber Oropax erworben um uns im Fall der Fälle zu schützen (der zwar eintrat, von uns aber tapfer ignoriert wurde). Aber es ging ja auch, NOCH... denn nach dem Dritten Song wurde eine Steigerung angekündigt und auch umgesetzt. Lemmy malträtierte seinen Bass, knurrte ins Mikro und ölte sein Stimmchen bei Bedarf mit dem bereit stehenden Jacky nach... HELL YEAHR!!!! Genau DAS, was wir erleben wollten. Der Hallenboden um mich herum schien sich binnen der ersten 5 Songs nur so mit Plastikbechern gefüllt zu haben. Außerdem roch es überall nach Bier und das Parkett klebte elendig. Das Ambiente hatte sich der Band sukzessive angeglichen und nach wenigen Songs konnte man nur zufrieden lächelnd fest stellen, dass das alles noch klischeehafter war als man es sich vorzustellen wagte; und dass das auch verdammt gut so war! Um einen herum verschwammen die langhaarigen, Bierbecher haltenden und moshenden Gestalten in einem Brei aus Zigarettenqualm und Bühnenrauch, man watete fast knöcheltief im Gerstensaft und vor einem prügelte einem die “hässlichste Band der Welt” (Kommentar Lemmy auf die Frage hin, ob ihm diese Wahl weh`tut: “No, it`s obvious!” *am Whiskey nipp*) “Born to Raise Hell” entgegen. Nebenbei bemerkt eines der Highlights für mich, da dieses Teil auf meiner Wunschliste ganz oben rangierte. Ich möchte hier jetzt nicht die ganze Setlist wieder herbeten, ehrlich gesagt bekomme ich das sowieso nicht hin, dazu fehlt mir auch ein Stück weit die Kenntnis aller gut 20 Studioalben... außerdem sollte das dann doch den Pearl Jam Konzerten vorbehalten bleiben. :-) Ein paar Perlen seien aber doch erwähnt. Zumal mich, wie eben bei “Born to Raise Hell”, mein Setlistglück mal wieder nicht im Stich ließ. Abgesehen von Düsseldorf (“Betterman”) bekam ich irgendwie immer meinen Nr. 1 Song vorgedudelt am entsprechenden Abend. (In Düsseldorf war eh alles anders, da kamen Sachen, an die man nicht mal gewagt hat zu denken... von daher zählt das eigentlich nicht wirklich).
Man kann Lemmy und Co nicht vorwerfen, Zeit mit Gelaber zu verschwenden, hin und wieder wurde etwas Semiverständliches vom großen Meister ins Mikro genuschelt (vorzugsweise um genug Zeit zu haben ausgiebig am Jacky zu nippen) bevor uns das nächste Brett um die Ohren geschossen wurde. Besonders bei “Killers” gings dann zur Sache, schön druckvoll vorgetragen, und Schrankwand Lemmy stand nahezu regungslos am Mikro während er die Vocals heiser ins Mikro röhrte. Sehr niedlich war im Übrigen die Lightshow, OK, die Lampen bewegten sich ein wenig, aber selbst das taten sie vollkommen asynchron zu Musik. Doch das stört nicht, erstens weil es eben ins Bild dieser rohen, dreckigen, aufs nötigste reduzierten und das dann aber auch exzessiv auslebenden Rock `n Roll Band passt; und zweitens weil Motörhead das auch gar nicht nötig haben mit irgendwelchem technischen Gepose zu hantieren. Irgendwann nach “Iron Fist”, wahrscheinlich in der Pause vor dem Zugabenblock, kam man dann dazu ein erstes Resümee zu ziehen, seine Ohren zu suchen (wider erwarten waren beide noch da) und sich mental auf einen brachialen Einstieg ins Encore vorzubereiten. Erwähnenswert wäre vielleicht noch Mikkey Dee, der Drummer. Bei seinem ausgiebigen, bestimmt 7 minütigen Drumsolo, blieb einem schlicht und ergreifend die Spucke weg. Gut, wer Dave Grohl schon mal live an der Schießbude erlebt hat (STRIKE!!! :-) ), der hat schon einen schier unüberbietbaren Referenzpunkt im Schädel...; aber was dieser Schwede da veranstaltete, das war auch ganz großes Tennis. Nachdem er während seines Solos ein gutes Dutzend Drumsticks verschliss (kein Scherz... die Dinger flogen von seinem Hochsitz wie Raketen aus ner Stalinorgel), kochte die Halle. Aber wir waren beim Zugabenblock, dieser begann allerdings nicht wie erwartet mit noch mehr Haue für das Trommelfell, sondern (man mags ja kaum glauben), damit, dass Lemmy und seine zwei Schergen mit Akustikgitarren die Bühne betraten und gesittet Platz nahmen. Wir schauten uns nur irritiert an, damit hatten wir schlichtweg nicht gerechnet. Was nun kam, war einfach nur köstlich: Mr. Kilmister raspelte uns beschwingt den “Whorehouse Blues” in die Gehörgänge und griff dabei auch noch zur Mundharmonika. Sehr geil!!!
Zum Ausklang des Abends gabs dann aber noch zwei Mal musikalische Roh-kost, unter anderem “Ace of Spades”, was die Halle selbstredend wieder zum sieden brachte. Am Schluß erging noch, neben der Bandvorstellung, der Aufruf: “Don`t forget us! We are Motörhead... and we play Rock and fucking Roll!!!” mit der obligatorischen “You`ve been the best audience of the tour!”-Lobhudelei (Natürlich, meine Schwester und ich waren ja da, das adelt per se schon mal JEDE audience! ;-) ). Den Ausklang bildete dann infernalisches Motorengekreisch und Gequietsche (ebenfalls traditionell versteht sich). Wir verließen nach der Show die Halle und wunderten uns zu allererst, dass es auch Luft gibt, die man nicht kauen kann. Die Heimfahrt war dann mit einem leiden Nachpfeifen im Ohr und einer umfangreichen Auswertung dieses Abends, nein, nennen wir es ruhig ABENTEUERS verbunden. Vergeßt doch den Everest oder das sinnfreie Durchwaten von irgend welchen Wüsten, ohne Ohrstöpsel bei Motörhead... DAS sind die wahrhaft Harten! ;-)
Auch wenn ich mich hier wiederhole, aber die Entscheidung sich diese Urgesteine mal persönlich anzuschauen, die kann gar nicht falsch gewesen sein! Sowas muß man eigentlich mal erlebt haben, anders kann man es nicht sagen. Der ganze Text da oben ist unterm Strich nicht annähernd dazu geeignet ein Motörhead-Konzert auch nur halbwegs treffend zu beschreiben. Lange keinen so herrlich dreckigen Konzertabend mehr erlebt, Schweinerock at ist Best! Außerdem wurde mal wieder deutlich, was der heutigen Jugend fehlt: ein angemessenes Bild von Männlichkeit! Wenn man bedenkt, dass da vorne drei 60jährige, angeführt von einem langhaarigen Engländer mit aufgeknöpftem Hemd, Cowboystiefeln und nem Brummbass in der Hand, die Thüringenhalle ohne große Gesten in einen Testosteronspringbrunnen verwandeln... dann wirkt doch das, was heute als “Vorbild” fungiert dagegen lächerlich. Dieser Sido und die ganze Hip-Hopper-Brut, welche sich Masken aufsetzt, pseudofinster ins Mikro schaut und irgendwelche Proletentexte zur Schau trägt in ihren Baggypants und all den brilliantenbesetzten Goldketten, das sind doch im besten Fall noch massenmediale Drag Queens gegen Motörhead! Der Lächerlichkeit preis gegeben durch selbst verschuldete Kasprigkeit! Während ein beliebiger, weil austauschbarer, Möchtegerngangster aus der Aggro-Welt in seinem kunterbunten Kitschvideo davon schwärmt wie er drei “Bitches” im “Club mit Fuffies” bewirft, bis diese ihm in seiner Limo zu Diensten sind, nimmt der Lemmy doch stillschweigend die ganze erste Groupiereihe backstage mit unter die Dusche. Der Unterschied ist nur, dass er seine Energie nicht auf dieses zwangsneurotische Gepose verschwendet, der konzentriert sich noch aufs Wesentliche *fg*... Lemmy ist so, Lemmy bleibt so! Man nimmt den Kerls das halt alles ab, im Gegensatz zu den rappenden Wohlstandsghettoisten aus der Hauptstadt... affektierte Heinis!
Na wie dem auch sei, wenn Motörhead in eure Nähe kommen: schaut`s euch an, hört`s euch an, dann wißt ihr was ich meine! Mein letztes Motörhead-Konzert wird es hoffentlich nicht gewesen sein, meine Schwester sieht`s ähnlich. Also dann Leute... Rock`n Roll!!!!!! ;-)
Mittwoch, 21.11.2007
YOU GOT A KILLER SCENE THERE, MAN...
(Queens of the Stone Age)
Tach`Mädels... gegrüßt sei mir der Schokopudding! Ich muß mal was los werden heute, es gibt so Sachen, die gehen einfach gar nicht! Zumal wenn sie immer und immer wieder passieren. Höchst wahrscheinlich wird mir jetzt gleich wieder vorgehalten, dass ich mich wiederholt und vor allem uninspiriert meiner Lieblingszielgruppe zuwende... aber was solls, die Typen wollen es ja nicht anders.
Wir leben ja nun in einer Zeit, noch dazu in einer Gesellschaft, in der es immer “hipper” wird den Feierabendöko raushängen zu lassen. Alleine das Wort “Klimawandel” hat mittlerweile schon das gleiche Abschreckungspotential wie der Name unserer historischen Nemesis aus Braunau erreicht; zumindest drängt sich dieser Eindruck langsam auf. Gut, von mir aus... ist ja alles auch irgendwo sinnvoll wenn man mal zur Abwechslung versucht etwas Vernünftiges zu tun. All dieser Umweltschutzzauber ist unterm Strich ja ne gute Idee, wenn, ja WENN man es nicht übertreibt! Doch genau da liegt ja das Problem. Es gibt einfach zu viele Leute, deren mentaler Schalter die “ökologisches Bewusstsein” Stellung schon laaaaaange hinter sich gelassen hat und nun dauerhaft in der Position “penetranter Ökofritze” eingerastet ist. Ich kann sie einfach nicht mehr hören, diese selbstgerechten Verbalverbrecher! Zumal mich diese Heinis während der letzten Tage mal wieder zu verfolgen scheinen. Jetzt nicht unbedingt so, dass jeden Morgen der PETA-Chor vor meinem Fenster steht und mir die traurige Ballade vom Schlachtabfall trällert... leider nicht! Denn wenn dem so wäre, könnte ich diesen Vögeln wenigstens via Stalking-Gesetz Herr werden. Nein, neuerdings haben diese Typen das Internet für sich entdeckt... und dabei dachte ich immer, dass Strom per se erstmal als “imperialistisches Grundübel” abgelehnt wird während man die handgesammelten Birkenzweige (selbstverständlich nur die, welche unser Freund der Baum freiwillig zu Boden warf) in den knisternden Kachelofen wirft um seinen morgendlichen Hirsebrei bei Kerzenlicht zu köcheln. Nein, neben der Elektrizität wird neuerdings auch der Computer genutzt von all den Birtes, Maltes und Dörtes dieser Nation. Aber was machen sie damit? Etwa Beschwerdebriefe an die Regierung/UNO/Japan... an wen auch immer verfassen? Protestmärsche organisieren? Bundesweite Boykottaufrufe für Robbenschnitzel starten? Eine Community von gleich Gesinnten gründen die in ihren Handlungspotentialen über all diesen vermickerten Unter-NGO’s der Gegenwart steht? NEIIIIIN, wo kämen wir denn da hin? Das wäre doch “sinnvoll”, mit anderen Worten “voll ungut, Hmmmkaaaay!?”! Nein, statt dessen werden vollkommen unwillkürlich und sinnfrei Webforen infiltriert und Leuten, die das gar nicht interessiert, die eigene Meinung aufgezwungen.
Beispiel gefällig? Gerne! Einer dieser Öko-Osamas fiel kürzlich im studi.vz ein und bombardierte eine Gruppe mit Tierschutzvideos und ethisch eher fragwürdigen Vergleichen zwischen Pelztierfarmen und KZ`s zu. Die Gruppe hört übrigens auf den tierschutzrechtlich relevanten Namen "Schakke-line, komm wech von die Regale, du Arsch!" Das Schönste war ja die Hartnäckigkeit dieser Person, und die sagenhafte Borniertheit mit welcher der oben angesprochene Vergleich gegen jedweden Angriff verteidigt wurde. Klar ist es schlimm, wenn sich Hühnerkäfige stapeln und darin Nerze oder sonst was für Viehcher vor sich hin vegetieren müssen und geradezu bestialisch geschlachtet werden, nur damit sich irgend so eine Wohlstandsvettel den verrunzelten (meistens dann aber chirurgisch schon wieder notdürftig glatt gezurrten) Körper in einen silbergrauen Pelzmantel wickeln kann, um sich auf dem nächsten Charity-Ball für hungernde Afrikanerkinder den Schampus möglichst “stilvoll” hinter die aufgespritzten Lippen zu jodeln während der Herr Gatte an der 40 Jahre jüngeren Hostess herumschlabbert! Aber indem man die Leute mit Penetranz vergellt, schafft man NIE eine kritische Öffentlichkeit. Statt Hinz und Kunz auf den Keks zu gehen, sollte sich dieser Heinz mal 1. Ein Geschichtsbuch schnappen um mal nachzuschlagen, was er mit seinem Vergleich da eigentlich anrichtet! Und 2. In eine Organisation eintreten und da mit gleich Gesinnten was handfestes unternehmen, wenn ihm diese Zotteltierchen schon so am Herz liegen. Meine Unterstützung hätte er! Ums mal kurz zu machen, ich schlug ihm das auch vor... man hilft ja wo man kann... aber was zurück kam war mal wieder bezeichnend. Einsicht gleich NULL, KZ-Vergleich stehen gelassen und das nächste Propagandavideo gepostet (ich glaube der Typ hat sonst einfach keine Hobbies). Als sich dann verschiedene andere Nutzer dieser Plattform erkundigten, wie man das mit dem besagten Vergleich denn bitte zu verstehen habe, sprangen unserem Helden hier Umwelt-Uschi und Ozon-Olaf postwendend zur Seite und zerrten die Diskussion endgültig dem argumentativen Nullpunkt entgegen! Wir (also die mit der anderen Meinung) wären doch nur “ignorante Fleischfresser” (Originalzitat)! Das ist ungefähr so, als wenn man den Klimawandel mit furzenden Fröschen begründet! Immer wenn der Jutesackfraktion nix mehr einfällt, so habe ich zumindest den Eindruck, wird dieses Argument hervor gekramt! UND MIT SOLCHEN VÖGELN SOLL MAN DANN NOCH ERNSTHAFT DISKUTIEREN?!?
Ich habe mich dann mal ausgeklinkt, weil mir das zu doof wurde, allerdings wurde ich auch neugierig und stöberte mal kurz in einer meiner anderen Gruppen (“Für jedes Tier, das Du nicht isst, esse ich drei!”) ;-) , um mal zu schauen, ob die Müslihorde dort auch schon eingefallen war. Und, was soll ich sagen: NATÜRLICH!!!! Ich habe den Eindruck, dass diese Typen den Streit förmlich suchen. Statt einfach ihr Ding zu machen, suchen sie sich Gruppen von anders Gesinnten und (nein, sie versuchen nicht diese mit Argumenten zu überzeugen, das wäre ja noch OK)... und werden ausfallend und im besten Fall noch populistisch. Hat man ne andere Meinung, ist man “nur ein Fleischfresser”... innerhalb der Grünkernkommune des Delinquenten sicherlich eine der schlimmsten Beleidigungen wo gibt, für mich schlicht und ergreifend ne Zustandsbeschreibung! Ich verstehe nicht, wie man sich als Vegetarier/Veganer in die Höhle des Löwen wagen kann (zumal man sich bei der Ernährung körperlich ja ohnehin in einer ziemlich schlechten Verfassung befindet *fg* ;-) ) um mit den “Raubtieren” zu spielen?!?!!! Mir persönlich wären diese Typen schnurzegal. Soll doch jeder essen oder nicht essen was er will, Hauptsache mir wird die gleiche Toleranz entgegen gebracht. Wer lieber auf halbreifen Salatblättern rumkatscht statt auf einem saftigen, frisch vom Grill gezerrten Steak, aus dem beim Anschneiden noch der Saft quillt bevor man das dampfende Stückchen Tiermuskel durch einen blutroten Ketschupsee zieht um anschließend auf dieser köstlichen Offenbarung des Fleischerhandwerkes herum zu kauen... *seufz*... na jedenfalls wer angesichts dieser carnivoren Verlockung auf einen halbherzig gewürzten Gemüsemix zurück greift und dabei noch glücklich ist... der hat meinen Segen (und ein Stück weit auch meine Bewunderung). Nur sollte er es tunlichst vermeiden mir mein Hackfleisch madig machen zu wollen... klappt eh nicht.
Aber diese elementare Logik, dieser Grundbaustein einer friedlichen Übereinkunft ist scheinbar oftmals zu viel verlangt bei diesen Grünkernterroristen! Statt einfach ihr veganes Ding zu machen und glücklich zu leben, müssen einige Stunk suchen habe ich den Eindruck! “Fleischfresser-Bashing” nennt sich das dann wohl in Insider-Kreisen. WIDERLICH! Ich bin ja der festen Meinung, dass einem Großteil der “Fleischfresser”ziemlich egal wäre ob die Gundula oder der Karlheinz Wurstwaren meiden oder nicht... kaum einer würde auf die Idee kommen in ein Veganerforum zu marschieren und dort das totale Schnitzel auszurufen. Umgekehrt passiert das häufig. Die Argumente sind zumeist: Tiertransporte, brutale Schlachtmethoden, niedlich!
Während ich das Tiertransportargument noch bedingt nachvollziehen kann (es ist traurig, klar, aber wenn man bissel aufpasst, dann kann man vermeiden auf solches Fleisch zurück greifen zu müssen. Außerdem merkt man schon, wenn ein Schnitzel glücklich aufwuchs ;-) ), hört dann spätestens beim Letzten mein Verständnis auf. Die Schlachtmethoden... nunja... unterm Strich müssen die Viehcher nun mal irgendwie über den Jordan befördert werden um sie anschließend in ihre köstlichen Bestandteile zu zerlegen. Ich kenne keinen, der schon mal ‘ne Kuh totgestreichelt hat... ihr etwa?!? Und ich bin ja mal der Meinung, dass das immer noch “humaner” ist, als die Pfeil-und-Bogen-Variante unserer Vorfahren. Von daher... solange man die Tiere fachgerecht kalt macht: kein Problem! Zum letzten Punkt kann ich nur folgendes sagen: “Oooooch, es kuckt so lieb!” ist für mich kein rational nachvollziehbares Argument, warum man “es” nicht auch schmecken soll?! Ist halt so... kommt endlich damit klar ihr Ökofritzen!!!!! Ich erkläre euch doch auch nicht für plemplem wegen eurem Florafetisch... für mich ist das OK!
Die meisten sind sicherlich auch nicht so agitatorisch veranlagt wie diese Extrembeispiele, aber es fällt bisweilen schon auf dass ausgerechnet die, die Toleranz einfordern selber nicht gewillt sind selbige zu praktizieren! Ich kann mir das so richtig bildlich vorstellen wie das abgeht. Es ist abends, 21:00Uhr. In seinem Energiesparhaus in... sagen wir mal.... in BIELEFELD, sitzt ein Mann! Nennen wir ihn Klaas! Klaas hat sein Tagwerk vollbracht, er hat die Kinder, 2 Stück, welche er zusammen mit Merte, seiner Frau, allesamt auf einer Selbstfindungsreise im Libanon zeugte, aus der Hortgruppe der Waldorfschule abgeholt; hat dann die Ökorüben im Garten in den Schlaf gestreichelt und ist in seine Jesuslatschen geschlüpft. Zum Abendbrot gab`s Gemüseauflauf (ohne Käse) und einen guten Schluck Brunnenwasser! Als Nachtisch tanzten die Juniors ihm noch ein Gedicht vor und gingen dann freiwillig in ihre mit Kornschrot gefüllten Gesundheitsbetten um den Eltern auch möglichst wenig Arbeit zu machen. Während Merte im Wohnzimmer noch ein handgewirktes Leinentuch mit Tonerde bemalt, sitzt Klaas in seinem Zimmerlein und hat erstmal nix spezielles vor. Doch dann, dann kriecht es in ihm hoch! Langsam, ganz langsam steigt dieses Gefühl aus seinen Eingeweiden empor, kriecht über die Leber, durchkraucht die Magengegend und manifestiert sich schließlich in einem speichelleeren, trockenen Gurgeln! Der Jahrelange Entzug tierischen Eiweißes fordert seinen Tribut und über die pergamentene, bleiche Gesichtshaut unseres Klaas schleicht sich ein dämonischer Schimmer. Die sonst immer offensichtlich auf konsensualen Dialog ausgerichteten, milden Gesichtszüge verziehen sich zu einer abschreckenden Fratze der Missgunst. Seine Finger krümmen sich, schrecklichen Klauen gleich, über die Tastatur und er verfasst einen dieser Hasskommentare in einem x-beliebigen Hackfleischforum! Dabei rinnt Klaas ein dünner Speichelfaden aus dem Mund und tropft langsam auf die Leertaste. Sein wirrer Blick wandert über die Themenliste des Forums... denen wird er es zeigen! Diesen Ignoranten, diesen BARBAREN!!!! Sie, diese perversen Schweine, sie schlagen ihre Fänge genüßlich und ohne Unrechtsbewußtsein in Gottes Kreaturen, würzen diese, grillen, braten, kochen, garen, dämpfen, panieren, spicken und verzehren deren Fleisch... unwürdige Hunde! Klaas entfährt ein zischender Laut des Abscheus, während er auf “Abschicken” drückt und seinen verbalen Blitzkrieg, gewürzt mit manigfaltigen Videolinks von Schlachtszenen, verewigt. Kaum geschah dies, schon entspannen sich seine Züge, das rote Funkeln entschwindet aus seinem Blick und er wischt seinen Speichel mit einem Hanftuch von der Tastatur. Wohl wissend, dass er jetzt “was bewirkt” hat; wo kämen wir denn da hin, wenn das, was er nicht tut, anderen Leuten Freude bringt!?!? Nein, sollen sie doch in seinem Hohn ersaufen, diese Tiermörder! Er fährt den Rechner runter, zieht die selbst geknüpften Flachsgardinen zu und begibt sich in sein Nachtlager. Zufrieden seufzt er, während er sich unter seinen Strohballen kuschelt und beim Gedanken an all die steakfressenden Kannibalen da draußen, welchen er es “mal so richtig gegeben hat”, erfüllt ihn eine wohlige Wärme. Selbstzufrieden entschlummert er, denkt an seine Frau und die Kinder, wie sie gemeinsam als Vier-Mann-Widerstandszelle gegen den Tiermord agieren und erhobenen Hauptes und vollkommen problemlos auf tierische Nahrung verzichten können. Kurz bevor er endgültig entschlummert sieht er noch, wie Merte die Tonerde und den Flachspinsel bei Seite legt und zum Schrank geht... wie sie dann das halbe Pfund Schweinskopfsülze hinter den Buddah und Shiva - Statuen hervor zieht und es laut schmatzend im Zwielicht der Kerzen heimlich verzehrt, das entgeht ihm. Tja... die Hoffnung stirbt zuletzt! *fg*
Tach`Mädels... gegrüßt sei mir der Schokopudding! Ich muß mal was los werden heute, es gibt so Sachen, die gehen einfach gar nicht! Zumal wenn sie immer und immer wieder passieren. Höchst wahrscheinlich wird mir jetzt gleich wieder vorgehalten, dass ich mich wiederholt und vor allem uninspiriert meiner Lieblingszielgruppe zuwende... aber was solls, die Typen wollen es ja nicht anders.
Wir leben ja nun in einer Zeit, noch dazu in einer Gesellschaft, in der es immer “hipper” wird den Feierabendöko raushängen zu lassen. Alleine das Wort “Klimawandel” hat mittlerweile schon das gleiche Abschreckungspotential wie der Name unserer historischen Nemesis aus Braunau erreicht; zumindest drängt sich dieser Eindruck langsam auf. Gut, von mir aus... ist ja alles auch irgendwo sinnvoll wenn man mal zur Abwechslung versucht etwas Vernünftiges zu tun. All dieser Umweltschutzzauber ist unterm Strich ja ne gute Idee, wenn, ja WENN man es nicht übertreibt! Doch genau da liegt ja das Problem. Es gibt einfach zu viele Leute, deren mentaler Schalter die “ökologisches Bewusstsein” Stellung schon laaaaaange hinter sich gelassen hat und nun dauerhaft in der Position “penetranter Ökofritze” eingerastet ist. Ich kann sie einfach nicht mehr hören, diese selbstgerechten Verbalverbrecher! Zumal mich diese Heinis während der letzten Tage mal wieder zu verfolgen scheinen. Jetzt nicht unbedingt so, dass jeden Morgen der PETA-Chor vor meinem Fenster steht und mir die traurige Ballade vom Schlachtabfall trällert... leider nicht! Denn wenn dem so wäre, könnte ich diesen Vögeln wenigstens via Stalking-Gesetz Herr werden. Nein, neuerdings haben diese Typen das Internet für sich entdeckt... und dabei dachte ich immer, dass Strom per se erstmal als “imperialistisches Grundübel” abgelehnt wird während man die handgesammelten Birkenzweige (selbstverständlich nur die, welche unser Freund der Baum freiwillig zu Boden warf) in den knisternden Kachelofen wirft um seinen morgendlichen Hirsebrei bei Kerzenlicht zu köcheln. Nein, neben der Elektrizität wird neuerdings auch der Computer genutzt von all den Birtes, Maltes und Dörtes dieser Nation. Aber was machen sie damit? Etwa Beschwerdebriefe an die Regierung/UNO/Japan... an wen auch immer verfassen? Protestmärsche organisieren? Bundesweite Boykottaufrufe für Robbenschnitzel starten? Eine Community von gleich Gesinnten gründen die in ihren Handlungspotentialen über all diesen vermickerten Unter-NGO’s der Gegenwart steht? NEIIIIIN, wo kämen wir denn da hin? Das wäre doch “sinnvoll”, mit anderen Worten “voll ungut, Hmmmkaaaay!?”! Nein, statt dessen werden vollkommen unwillkürlich und sinnfrei Webforen infiltriert und Leuten, die das gar nicht interessiert, die eigene Meinung aufgezwungen.
Beispiel gefällig? Gerne! Einer dieser Öko-Osamas fiel kürzlich im studi.vz ein und bombardierte eine Gruppe mit Tierschutzvideos und ethisch eher fragwürdigen Vergleichen zwischen Pelztierfarmen und KZ`s zu. Die Gruppe hört übrigens auf den tierschutzrechtlich relevanten Namen "Schakke-line, komm wech von die Regale, du Arsch!" Das Schönste war ja die Hartnäckigkeit dieser Person, und die sagenhafte Borniertheit mit welcher der oben angesprochene Vergleich gegen jedweden Angriff verteidigt wurde. Klar ist es schlimm, wenn sich Hühnerkäfige stapeln und darin Nerze oder sonst was für Viehcher vor sich hin vegetieren müssen und geradezu bestialisch geschlachtet werden, nur damit sich irgend so eine Wohlstandsvettel den verrunzelten (meistens dann aber chirurgisch schon wieder notdürftig glatt gezurrten) Körper in einen silbergrauen Pelzmantel wickeln kann, um sich auf dem nächsten Charity-Ball für hungernde Afrikanerkinder den Schampus möglichst “stilvoll” hinter die aufgespritzten Lippen zu jodeln während der Herr Gatte an der 40 Jahre jüngeren Hostess herumschlabbert! Aber indem man die Leute mit Penetranz vergellt, schafft man NIE eine kritische Öffentlichkeit. Statt Hinz und Kunz auf den Keks zu gehen, sollte sich dieser Heinz mal 1. Ein Geschichtsbuch schnappen um mal nachzuschlagen, was er mit seinem Vergleich da eigentlich anrichtet! Und 2. In eine Organisation eintreten und da mit gleich Gesinnten was handfestes unternehmen, wenn ihm diese Zotteltierchen schon so am Herz liegen. Meine Unterstützung hätte er! Ums mal kurz zu machen, ich schlug ihm das auch vor... man hilft ja wo man kann... aber was zurück kam war mal wieder bezeichnend. Einsicht gleich NULL, KZ-Vergleich stehen gelassen und das nächste Propagandavideo gepostet (ich glaube der Typ hat sonst einfach keine Hobbies). Als sich dann verschiedene andere Nutzer dieser Plattform erkundigten, wie man das mit dem besagten Vergleich denn bitte zu verstehen habe, sprangen unserem Helden hier Umwelt-Uschi und Ozon-Olaf postwendend zur Seite und zerrten die Diskussion endgültig dem argumentativen Nullpunkt entgegen! Wir (also die mit der anderen Meinung) wären doch nur “ignorante Fleischfresser” (Originalzitat)! Das ist ungefähr so, als wenn man den Klimawandel mit furzenden Fröschen begründet! Immer wenn der Jutesackfraktion nix mehr einfällt, so habe ich zumindest den Eindruck, wird dieses Argument hervor gekramt! UND MIT SOLCHEN VÖGELN SOLL MAN DANN NOCH ERNSTHAFT DISKUTIEREN?!?
Ich habe mich dann mal ausgeklinkt, weil mir das zu doof wurde, allerdings wurde ich auch neugierig und stöberte mal kurz in einer meiner anderen Gruppen (“Für jedes Tier, das Du nicht isst, esse ich drei!”) ;-) , um mal zu schauen, ob die Müslihorde dort auch schon eingefallen war. Und, was soll ich sagen: NATÜRLICH!!!! Ich habe den Eindruck, dass diese Typen den Streit förmlich suchen. Statt einfach ihr Ding zu machen, suchen sie sich Gruppen von anders Gesinnten und (nein, sie versuchen nicht diese mit Argumenten zu überzeugen, das wäre ja noch OK)... und werden ausfallend und im besten Fall noch populistisch. Hat man ne andere Meinung, ist man “nur ein Fleischfresser”... innerhalb der Grünkernkommune des Delinquenten sicherlich eine der schlimmsten Beleidigungen wo gibt, für mich schlicht und ergreifend ne Zustandsbeschreibung! Ich verstehe nicht, wie man sich als Vegetarier/Veganer in die Höhle des Löwen wagen kann (zumal man sich bei der Ernährung körperlich ja ohnehin in einer ziemlich schlechten Verfassung befindet *fg* ;-) ) um mit den “Raubtieren” zu spielen?!?!!! Mir persönlich wären diese Typen schnurzegal. Soll doch jeder essen oder nicht essen was er will, Hauptsache mir wird die gleiche Toleranz entgegen gebracht. Wer lieber auf halbreifen Salatblättern rumkatscht statt auf einem saftigen, frisch vom Grill gezerrten Steak, aus dem beim Anschneiden noch der Saft quillt bevor man das dampfende Stückchen Tiermuskel durch einen blutroten Ketschupsee zieht um anschließend auf dieser köstlichen Offenbarung des Fleischerhandwerkes herum zu kauen... *seufz*... na jedenfalls wer angesichts dieser carnivoren Verlockung auf einen halbherzig gewürzten Gemüsemix zurück greift und dabei noch glücklich ist... der hat meinen Segen (und ein Stück weit auch meine Bewunderung). Nur sollte er es tunlichst vermeiden mir mein Hackfleisch madig machen zu wollen... klappt eh nicht.
Aber diese elementare Logik, dieser Grundbaustein einer friedlichen Übereinkunft ist scheinbar oftmals zu viel verlangt bei diesen Grünkernterroristen! Statt einfach ihr veganes Ding zu machen und glücklich zu leben, müssen einige Stunk suchen habe ich den Eindruck! “Fleischfresser-Bashing” nennt sich das dann wohl in Insider-Kreisen. WIDERLICH! Ich bin ja der festen Meinung, dass einem Großteil der “Fleischfresser”ziemlich egal wäre ob die Gundula oder der Karlheinz Wurstwaren meiden oder nicht... kaum einer würde auf die Idee kommen in ein Veganerforum zu marschieren und dort das totale Schnitzel auszurufen. Umgekehrt passiert das häufig. Die Argumente sind zumeist: Tiertransporte, brutale Schlachtmethoden, niedlich!
Während ich das Tiertransportargument noch bedingt nachvollziehen kann (es ist traurig, klar, aber wenn man bissel aufpasst, dann kann man vermeiden auf solches Fleisch zurück greifen zu müssen. Außerdem merkt man schon, wenn ein Schnitzel glücklich aufwuchs ;-) ), hört dann spätestens beim Letzten mein Verständnis auf. Die Schlachtmethoden... nunja... unterm Strich müssen die Viehcher nun mal irgendwie über den Jordan befördert werden um sie anschließend in ihre köstlichen Bestandteile zu zerlegen. Ich kenne keinen, der schon mal ‘ne Kuh totgestreichelt hat... ihr etwa?!? Und ich bin ja mal der Meinung, dass das immer noch “humaner” ist, als die Pfeil-und-Bogen-Variante unserer Vorfahren. Von daher... solange man die Tiere fachgerecht kalt macht: kein Problem! Zum letzten Punkt kann ich nur folgendes sagen: “Oooooch, es kuckt so lieb!” ist für mich kein rational nachvollziehbares Argument, warum man “es” nicht auch schmecken soll?! Ist halt so... kommt endlich damit klar ihr Ökofritzen!!!!! Ich erkläre euch doch auch nicht für plemplem wegen eurem Florafetisch... für mich ist das OK!
Die meisten sind sicherlich auch nicht so agitatorisch veranlagt wie diese Extrembeispiele, aber es fällt bisweilen schon auf dass ausgerechnet die, die Toleranz einfordern selber nicht gewillt sind selbige zu praktizieren! Ich kann mir das so richtig bildlich vorstellen wie das abgeht. Es ist abends, 21:00Uhr. In seinem Energiesparhaus in... sagen wir mal.... in BIELEFELD, sitzt ein Mann! Nennen wir ihn Klaas! Klaas hat sein Tagwerk vollbracht, er hat die Kinder, 2 Stück, welche er zusammen mit Merte, seiner Frau, allesamt auf einer Selbstfindungsreise im Libanon zeugte, aus der Hortgruppe der Waldorfschule abgeholt; hat dann die Ökorüben im Garten in den Schlaf gestreichelt und ist in seine Jesuslatschen geschlüpft. Zum Abendbrot gab`s Gemüseauflauf (ohne Käse) und einen guten Schluck Brunnenwasser! Als Nachtisch tanzten die Juniors ihm noch ein Gedicht vor und gingen dann freiwillig in ihre mit Kornschrot gefüllten Gesundheitsbetten um den Eltern auch möglichst wenig Arbeit zu machen. Während Merte im Wohnzimmer noch ein handgewirktes Leinentuch mit Tonerde bemalt, sitzt Klaas in seinem Zimmerlein und hat erstmal nix spezielles vor. Doch dann, dann kriecht es in ihm hoch! Langsam, ganz langsam steigt dieses Gefühl aus seinen Eingeweiden empor, kriecht über die Leber, durchkraucht die Magengegend und manifestiert sich schließlich in einem speichelleeren, trockenen Gurgeln! Der Jahrelange Entzug tierischen Eiweißes fordert seinen Tribut und über die pergamentene, bleiche Gesichtshaut unseres Klaas schleicht sich ein dämonischer Schimmer. Die sonst immer offensichtlich auf konsensualen Dialog ausgerichteten, milden Gesichtszüge verziehen sich zu einer abschreckenden Fratze der Missgunst. Seine Finger krümmen sich, schrecklichen Klauen gleich, über die Tastatur und er verfasst einen dieser Hasskommentare in einem x-beliebigen Hackfleischforum! Dabei rinnt Klaas ein dünner Speichelfaden aus dem Mund und tropft langsam auf die Leertaste. Sein wirrer Blick wandert über die Themenliste des Forums... denen wird er es zeigen! Diesen Ignoranten, diesen BARBAREN!!!! Sie, diese perversen Schweine, sie schlagen ihre Fänge genüßlich und ohne Unrechtsbewußtsein in Gottes Kreaturen, würzen diese, grillen, braten, kochen, garen, dämpfen, panieren, spicken und verzehren deren Fleisch... unwürdige Hunde! Klaas entfährt ein zischender Laut des Abscheus, während er auf “Abschicken” drückt und seinen verbalen Blitzkrieg, gewürzt mit manigfaltigen Videolinks von Schlachtszenen, verewigt. Kaum geschah dies, schon entspannen sich seine Züge, das rote Funkeln entschwindet aus seinem Blick und er wischt seinen Speichel mit einem Hanftuch von der Tastatur. Wohl wissend, dass er jetzt “was bewirkt” hat; wo kämen wir denn da hin, wenn das, was er nicht tut, anderen Leuten Freude bringt!?!? Nein, sollen sie doch in seinem Hohn ersaufen, diese Tiermörder! Er fährt den Rechner runter, zieht die selbst geknüpften Flachsgardinen zu und begibt sich in sein Nachtlager. Zufrieden seufzt er, während er sich unter seinen Strohballen kuschelt und beim Gedanken an all die steakfressenden Kannibalen da draußen, welchen er es “mal so richtig gegeben hat”, erfüllt ihn eine wohlige Wärme. Selbstzufrieden entschlummert er, denkt an seine Frau und die Kinder, wie sie gemeinsam als Vier-Mann-Widerstandszelle gegen den Tiermord agieren und erhobenen Hauptes und vollkommen problemlos auf tierische Nahrung verzichten können. Kurz bevor er endgültig entschlummert sieht er noch, wie Merte die Tonerde und den Flachspinsel bei Seite legt und zum Schrank geht... wie sie dann das halbe Pfund Schweinskopfsülze hinter den Buddah und Shiva - Statuen hervor zieht und es laut schmatzend im Zwielicht der Kerzen heimlich verzehrt, das entgeht ihm. Tja... die Hoffnung stirbt zuletzt! *fg*
Sonntag, 11.11.2007
Thnks fr th Mmrs!
(Fall Out Boy)
Lckntxt:
Gtt zm Grß wrts Mtvlk! Ht bn ch ml wdr n nr gr sltsmn Stmmng, n jnr Gmtslgn, wlch mn nr shr schwr n nn ch nr hlbwgs vrnnftgn Stz fssn knn; gschwg dnn dsn ch nch sgrchnt hr knd tn! Mr st ds rstml gl, dnn wr mss drntr ldn? ch ncht... klr, HR! D mr br n mnr tmprrn mnchtng hr grd nch n vl bssr d gkmmn st ls jn, d mch gntlch dsn Blggbtrg vrfssn lß, btte ch hrmt hflchst m Vrgbng fr dn Lckntxt hr nd vrsch ls Wdrgtmchng n klns Mchwrk zsmmn z schstrn... schnll nd mhr schlcht ls rcht... br mmrhn n Mchwrk!
(Add vocals plz)
Wie der Kaschper den Atomkrieg gegen eine Horde Esel verlor und anschließend ins usbekische Asyl ging um Killerbienen zu züchten, statt dessen aber bei einem bedauerlichen Zwischenfall mit einem hornlosen Elch seine Manneskraft verlor und von der Klippe sprang
- ODER: Der vokale Infantil geht schwimmen -
(vom GVM)
Sonntag, Sonntag überall,
Drogenrazzia, Sündenfall
Autoskooter, Palmenblatt
Hornhauthobel, Arafat
Nackte Frauen, Rotweinkrug
PMS und Wahlbetrug.
Kastration und Stiefelschaft,
Schwarzgeldkonto, Sippenhaft
Nackte Frau aus Ukrain`,
Michel` Friedmann, Kokain
Fußballtempel, Rumpelfuß
Hefezopf und Darmverschluß
Klimawandel, CO2
Hurrikan und Meinungsbrei
Der Dollar ist ein kom`sches Ding
Und Putin hat nen Schirmchendrink
Schneegestöber, Prinzenrolle
Amphetamin und Elvistolle
EPO, Armstrong`s Uhr aufzieh`n
Halb zog es ihn, halb sank er hin
Audi Quattro, Ehrenwache
Tour de France, Beschißkasache
Peter Maffay, Körpergröße
Mikrostar und grüne Klöße
Blutgericht und Hängematte
Film “300", Schlachteplatte
Spartakus und Blaulichtzwiebel,
Schulbusfahrplan, “Meine Fibel”
Mikrophon und Suppenschüssel,
Elefant mit Gummirüssel
Eva Herrman, Kerner, Zwist
Vorvorgestern, Populist
Rosenduft und nackter Arsch
Winnetou und Zackenbarsch
AC Mailand, Licht(an)schalter
Altersdurchschnitt: Rentenalter
Wäschekammer, Russenmütz`
Ei da wird der Boris spitz!
Zyankali, mittelblau
Nun werdet aus dem Mist mal schlau!
Vielen Dank für die Aufmarcsamkeit... ! ;-)
Lckntxt:
Gtt zm Grß wrts Mtvlk! Ht bn ch ml wdr n nr gr sltsmn Stmmng, n jnr Gmtslgn, wlch mn nr shr schwr n nn ch nr hlbwgs vrnnftgn Stz fssn knn; gschwg dnn dsn ch nch sgrchnt hr knd tn! Mr st ds rstml gl, dnn wr mss drntr ldn? ch ncht... klr, HR! D mr br n mnr tmprrn mnchtng hr grd nch n vl bssr d gkmmn st ls jn, d mch gntlch dsn Blggbtrg vrfssn lß, btte ch hrmt hflchst m Vrgbng fr dn Lckntxt hr nd vrsch ls Wdrgtmchng n klns Mchwrk zsmmn z schstrn... schnll nd mhr schlcht ls rcht... br mmrhn n Mchwrk!
(Add vocals plz)
Wie der Kaschper den Atomkrieg gegen eine Horde Esel verlor und anschließend ins usbekische Asyl ging um Killerbienen zu züchten, statt dessen aber bei einem bedauerlichen Zwischenfall mit einem hornlosen Elch seine Manneskraft verlor und von der Klippe sprang
- ODER: Der vokale Infantil geht schwimmen -
(vom GVM)
Sonntag, Sonntag überall,
Drogenrazzia, Sündenfall
Autoskooter, Palmenblatt
Hornhauthobel, Arafat
Nackte Frauen, Rotweinkrug
PMS und Wahlbetrug.
Kastration und Stiefelschaft,
Schwarzgeldkonto, Sippenhaft
Nackte Frau aus Ukrain`,
Michel` Friedmann, Kokain
Fußballtempel, Rumpelfuß
Hefezopf und Darmverschluß
Klimawandel, CO2
Hurrikan und Meinungsbrei
Der Dollar ist ein kom`sches Ding
Und Putin hat nen Schirmchendrink
Schneegestöber, Prinzenrolle
Amphetamin und Elvistolle
EPO, Armstrong`s Uhr aufzieh`n
Halb zog es ihn, halb sank er hin
Audi Quattro, Ehrenwache
Tour de France, Beschißkasache
Peter Maffay, Körpergröße
Mikrostar und grüne Klöße
Blutgericht und Hängematte
Film “300", Schlachteplatte
Spartakus und Blaulichtzwiebel,
Schulbusfahrplan, “Meine Fibel”
Mikrophon und Suppenschüssel,
Elefant mit Gummirüssel
Eva Herrman, Kerner, Zwist
Vorvorgestern, Populist
Rosenduft und nackter Arsch
Winnetou und Zackenbarsch
AC Mailand, Licht(an)schalter
Altersdurchschnitt: Rentenalter
Wäschekammer, Russenmütz`
Ei da wird der Boris spitz!
Zyankali, mittelblau
Nun werdet aus dem Mist mal schlau!
Vielen Dank für die Aufmarcsamkeit... ! ;-)
Freitag, 02.11.2007
DOWN IN A HOLE
(Alice in Chains)
(Vorweg: AIC sind GROßARTIG!!! Jegliche Verbindung der Band zum heutigen Thema wird radikal abgestritten... aber der Songtitel passt nunmal so gut ;-) )
Bedrückte Grüße an diese graue Welt... ! Na, dann wollen wir mal wieder versuchen, der Leserschaft hier ein Lächeln, vielleicht sogar ein BREITES GRINSEN auf die Lippen zu zaubern! Wie macht man das? Klar, man kann damit anfangen das selbst erwählte Elend der “Anderen” zu kommentieren und ins BLANKE SCHEINWERFERLICHT der Öffentlichkeit zu zerren. Na dann fangen wir doch gleich mal damit an! :-)
Es gibt so Tage, an denen lässt es sich nicht gänzlich vermeiden die Innenstädte diverser Städte aufzusuchen. An sich ja noch nicht wirklich dramatisch, aber wenn man bedenkt, dass man dort ja auch zwangsläufig auf das trifft, was Optimisten als “Mitbürger” bezeichnen, da kann einem schon anders werden. Mittlerweile hat man sich ja auch an das Gröbste gewöhnt... an die Anzüglinge, welche immer ihre wichtigen Nachrichten in ihre Geschäftshandys bellen als ginge es um Leben und Tod, an Frauen, welche gefühlte 56 Taschen aus diversen Boutiquen herauszerren, an Rentner mit ihren inkontinenten Dackeln... ja selbst 17 Jährige Ischen im 6. Monat (klein Dschastin kriegt ne Schwester) fallen mittlerweile nicht mehr negativ auf. Der ganz normale Wahnsinn einer deutschen Großstadt eben... nicht mehr und nicht weniger! Das Dumme ist nur, dass diese Konstanten des Wahnsinns eben nicht konstant sind! Geschäftsmänner werden spätestens Mitte 40 vom Herzkaschper heim gesucht, Teenager bekommen ihre Kinder, Rentner fallen einfach um und Dackel werden überfahren! Aber was füllt nun das entstandene Vakuum? Zurechnungsfähige Menschen? Weit gefehlt!!! Vom Zeitgeist persönlich werden immer neue, immer absurdere Kreationen, ja Auswüchse menschlichen Lebens ins Herz der Gesellschaft geschleudert... und der Rest der Welt muss dann sehen, wie er mit diesen Gestalten möglichst friedlich koexistiert! Böser Zeitgeist! In der letzten Zeit wird die Sau sogar immer renitenter wenn man`s mal genau nimmt! Los ging alles dereinst mit dieser Aggro-Welle, welche die Jugend schon moralisch komplett versaut hat, jetzt wirds sogar noch schlimmer!!!!
EMO heißt das Zauberwort. Nicht nur, dass das schon so klingt wie ein Bestandteil des “Medikamentenkoffers” von Eufemiano Fuentes, nein, es ist ungefähr genau so nervtötend wie diese Radlerheinis mit ihren abwechselnden (aber nicht gerade abwechslungsreichen) Dopingbeichten. Was man sich nun genau unter einem “EMO” vorzustellen hat, weiß eigentlich kein Mensch. Versuchen wir uns hier also diesem Phänomen mal vorsichtig anzunähern, wie es der Bildungsauftrag, welcher mir dereinst vom großen grünen Argelanfall persönlich auferlegt wurde, gebietet. Zunächst zum deskriptiven Teil der ganzen Chose:
Optisch kann man den gemeinen EMO recht leicht ausmachen. Er pirscht sich auffallend unspektakulär durchs Leben. Dunkle, bevorzugt schwarze Klamotten mit einschlägigen Accessoires. Diese bestehen aus irgend welche Buttons grenzwertiger Rockbands und halbgaren (weil abgerundeten) Nietengürteln. Auch an der Kirsche, der wohl lauwarmsten Frucht, welche die Flora hervorzubringen im Stande war, hat er scheinbar einen Narren gefressen. So wird das neu entdeckte EMO-Obst stolz als Ohrring, Aufnäher, Kette, Bügelbild, Zungenpiercing oder gar als ordinäres Arschtattoo zur Schau getragen. Frisurtechnisch wird gerne auf ein schlichtes Schwarz zurück gegriffen, wobei sich die so entstandene Finstertolle bei den Männchen wiederum gern als akkurat gescheitelter, pseudoeleganter Stirnplattenadolf wiederfindet. Die bevorzugte Schminke ist, wen wunderts, schwarz... vielleicht noch ein Lippenstift der Farbakzente setzt (ein strahlendes Rotgrau oder so); bei den Mädels dürfte das ungefähr analog ausfallen. (BTW: Wie heißen die eigentlich? Der Emo und die Emoin? Die Emeuse? Oder einfach nur “Die Emo”??? Fragen über Fragen!) Jetzt wäre zunächst mal die Optik geklärt. Bei manchen mögen da jetzt erstmals so leichte Aha-Effekte auftauchen, da gabs doch früher schon mal was, das so grob auf diese Schiene passt. Ja gut, das waren die Goths, aber die hatten noch Stil! Außerdem war denen eine gewisse Coolness nicht abzusprechen... die haben es noch real gekeept! ;-) Außerdem waren das nicht ansatzweise solche weinerlichen Heinis wie ihre “Nachfolger” auf der Bühne des Stil-Lebens. (Man kann praktisch festhalten: Emo = Gothik für Mädchen! )
Was man vielleicht noch erwähnen sollte, ist der Habitus dieser Gestalten. Es ist ja nicht so, als ob man als “Emo” irgend eine Message hätte die über “mir geht’s dreckig” hinaus geht (über das “Warum geht’s mir eigentlich dreckig?” denkt ja eh keiner nach, Antwortfindung ausgeschlossen). Da man diesen vollkommen sinnfreien Fatalismus aber nun auch meint, so penetrant wie möglich in die Welt hinaus tragen zu müssen, kommt es zu schlichtweg unwürdigen Szenen! Täglich schlurfen Abertausende von heranpubertierenden Denkverweigerern gesenkten Hauptes in ihre jeweilige Lehranstalt um dort ihren reziproken Frohsinn zu versprühen. Wenn ich da verantwortlicher Pädagoge wäre, diese Gestalten würden bei mir aus Prinzip sitzen bleiben... dann hätten sie wenigstens nen Grund Trübsal zu blasen. Außerdem würde ich meine Möglichkeiten diese Brut zu quälen breit grinsend ausnutzen (beispielsweise würde in Musik nur noch “Freude schöner Götterfunken” gesungen und die Videomitschnitte, auf denen sich die totenbleichen Juniorzombies mit der positiven Grundstimmung rumschlagen, als Link des Monats zu YouTube wandern).
Ich verstehe das nicht... was hat man für eine Motivation, sich zu schminken wie die Nacht halb vier, den feinsten Beerdigungszwirn seines Urgroßvaters wieder aufzutragen und einen auf Depri zu machen?!? Am Ende, und das ist die eigentliche Tragik bei der Geschichte, glauben das diese Heinis ja noch selber dass es ihnen so richtig mies geht. Am Ende der Fahnenstange stehen dann diverse Selbstverschönerungen unter zu Hilfenahme diverser Stich- und Schnittwaffen. Weil es nun aber allen so scheiße geht und der, dem es “am scheißesten” geht ja auch einen optischen Nachweis dessen benötigt, artet das bei dieser semidüstren Endzeitklientel mitunter in regelrechte Schnitzwettbewerbe am lebenden Objekt aus. Und wenn dann einer dieser Finstermänner sprichwörtlich über die Klinge springt, sind wieder die Killerspiele schuld! Prima... nur weil so ein 15jähriges Balg seinen Hormonhaushalt nicht geregelt bekommt, muss der Rest der Republik sich zum abertausendsten Mal den Beckstein antun, wie er sein “Fachwissen” über Computerspiele preisgibt.
Von den musikalischen Vorlieben der Emofraktion fange ich an dieser Stelle lieber gar nicht erst an. Deprimucke ist ja mitunter noch OK, wenn sie gut gemacht ist. Ich beispielsweise liebe Interpol... das neue Album ist der Hammer, selbst wenn da mehr Weltschmerz mitschwingt als in einer Papstrede zum Thema Abtreibung. Aber das hat Stil... im Gegensatz zu all diesem wehleidigen Gejammer, das dann noch mit glattgebügelten Allround-Rock-und-Pop-Beats unterlegt wird, nur damit Jammer-Jürgen und Depri-Dora das in ihrer geistigen Umnachtung auch ja toll finden (obwohl “toll” wahrscheinlich auch das falsche Wort ist... sie werden es wohl eher “emo” finden).
Angeblich leitet sich dieses EMO ja von “emotional” ab... vielleicht sollte man mal publik machen, dass Emotionen im weitesten Sinne nicht nur negativ sein müssen! In der Gegenwart einer Horde Emokinder fühlt man sich ja schon fast schuldig, wenn einem ein spontanes Lächeln entschlüpft. Man erntet am Ende meist nur einen nichtssagenden, leeren Blick von schräg unten und man hat das spontane Bedürfnis UNICEF Spendengelder zukommen zu lassen... es gibt ja scheinbar so viel Elend in der Welt! Man sollte das mal definitorisch klären... Emotionen dürfen auch mal positiv sein, man muss nicht zwingend die merkelsche Mimik übernehmen und mental verfinstern. Aber nein... wo man geht und steht kommen einem diese Gemütsruinen entgegen und ziehen einen schon fast selber mit runter. Soll das Volk doch im Jammertal wandeln, dann aber bitte auch nur privat... kann ja keiner mit ansehen; so jung und schon so kaputt! Nee, ich bin heilfroh, dass ich heute nicht mehr Gefahr laufe diesen Mist mitmachen zu müssen nur um “Credits” in meiner Klassenstufe zu sammeln. Wenn man sich zwischen Aggro Berlin und Emo entscheiden muss, das ist doch wie die Wahl zwischen Pest und Cholera! Heutzutage würde ich wahrscheinlich freiwillig Klassensprecher werden aus lauter Verzweiflung... nur um zu retten, was noch zu retten ist (im großen Rahmen versteht sich). Des weiteren hätte man als einzig lächelndes Wesen im Klassenverbund beim leidgeplagten Lehrer ohnehin schon mal nen Stein im Brett (ich hätte da vermutlich sogar in Mathe zweistellige Punktzahlen ;-) )!
Ein bissel “depri” ist ja wie gesagt OK, immer diese heile-Welt Attitüde unserer Gesellschaft und diese gefakte Perfektion der Koksnasenfraktion geht mir ja auch auf die Ketten... aber es gibt auch Grenzen! Musikalisch sowieso; während ich ne viertel Stunde nach dem Genuss von Pearl Jams “Immortality”, “Indifference” UND “Dead Man” am Stück so langsam wieder auf die Idee komme, mir “Das Leben des Brian” anzuschauen, würden die Emokinder wohl schon während des zweiten Songs sechs Fuß tief in der Grube liegen vor lauter Weltschmerz! Die haben doch einen an der Klatsche mit ihrem Negativismus... “HAIL HAIL LACHFALTE (und natürlich Mikey)” sage ich da nur!
Am Ende ist das wahrscheinlich wie mit allen “Jugendkulturen”... die kommen auf und verschwinden dann auch irgend wann wieder. Was haben wir uns denn nicht schon aufgeregt über diesen Trendschwachsinn, dessen Zyklen immer kurzlebiger werden seit dem Siegeszug des Internet?!? (Ganz zu schweigen von unseren Vätern; und unserer Väter Väter und unserer Väter Väter Väter und natürlich auch unserer Väter Väter Väter Väter (von unserer Väter Väter Väter Väter Väter will ich erst gar nicht anfangen... (Mist, laßt mich nie wieder ungestraft nen Monty Python Film erwähnen, das artet aus merke ich gerade))... was die sich damals aufgeregt haben, HAMMER!!) Am Ende war das alles irgend wann wieder vorbei, bisher wurde jeder letzten Endes wieder von der Vernunft eingeholt. Jugendkulturen sterben..., nur manchmal tun sie das meiner Meinung nach halt nicht schnell genug! DAS ist das eigentliche Problem: Die Zeit wird immer schnelllebiger, aber der größte Scheiß geht nie vorbei!
PS: Ich habe lange mit mir gekämpft, aber der MUß hier irgendwie rein, selbst wenn er der Bravo-Foto-Love-Story entstammt (ja, der Onkel kann sehr wohl suspekt sein *fg*):
Wie kriegt man `nen Emo vom Baum?
Ganz einfach: Seil kappen!
(Vorweg: AIC sind GROßARTIG!!! Jegliche Verbindung der Band zum heutigen Thema wird radikal abgestritten... aber der Songtitel passt nunmal so gut ;-) )
Bedrückte Grüße an diese graue Welt... ! Na, dann wollen wir mal wieder versuchen, der Leserschaft hier ein Lächeln, vielleicht sogar ein BREITES GRINSEN auf die Lippen zu zaubern! Wie macht man das? Klar, man kann damit anfangen das selbst erwählte Elend der “Anderen” zu kommentieren und ins BLANKE SCHEINWERFERLICHT der Öffentlichkeit zu zerren. Na dann fangen wir doch gleich mal damit an! :-)
Es gibt so Tage, an denen lässt es sich nicht gänzlich vermeiden die Innenstädte diverser Städte aufzusuchen. An sich ja noch nicht wirklich dramatisch, aber wenn man bedenkt, dass man dort ja auch zwangsläufig auf das trifft, was Optimisten als “Mitbürger” bezeichnen, da kann einem schon anders werden. Mittlerweile hat man sich ja auch an das Gröbste gewöhnt... an die Anzüglinge, welche immer ihre wichtigen Nachrichten in ihre Geschäftshandys bellen als ginge es um Leben und Tod, an Frauen, welche gefühlte 56 Taschen aus diversen Boutiquen herauszerren, an Rentner mit ihren inkontinenten Dackeln... ja selbst 17 Jährige Ischen im 6. Monat (klein Dschastin kriegt ne Schwester) fallen mittlerweile nicht mehr negativ auf. Der ganz normale Wahnsinn einer deutschen Großstadt eben... nicht mehr und nicht weniger! Das Dumme ist nur, dass diese Konstanten des Wahnsinns eben nicht konstant sind! Geschäftsmänner werden spätestens Mitte 40 vom Herzkaschper heim gesucht, Teenager bekommen ihre Kinder, Rentner fallen einfach um und Dackel werden überfahren! Aber was füllt nun das entstandene Vakuum? Zurechnungsfähige Menschen? Weit gefehlt!!! Vom Zeitgeist persönlich werden immer neue, immer absurdere Kreationen, ja Auswüchse menschlichen Lebens ins Herz der Gesellschaft geschleudert... und der Rest der Welt muss dann sehen, wie er mit diesen Gestalten möglichst friedlich koexistiert! Böser Zeitgeist! In der letzten Zeit wird die Sau sogar immer renitenter wenn man`s mal genau nimmt! Los ging alles dereinst mit dieser Aggro-Welle, welche die Jugend schon moralisch komplett versaut hat, jetzt wirds sogar noch schlimmer!!!!
EMO heißt das Zauberwort. Nicht nur, dass das schon so klingt wie ein Bestandteil des “Medikamentenkoffers” von Eufemiano Fuentes, nein, es ist ungefähr genau so nervtötend wie diese Radlerheinis mit ihren abwechselnden (aber nicht gerade abwechslungsreichen) Dopingbeichten. Was man sich nun genau unter einem “EMO” vorzustellen hat, weiß eigentlich kein Mensch. Versuchen wir uns hier also diesem Phänomen mal vorsichtig anzunähern, wie es der Bildungsauftrag, welcher mir dereinst vom großen grünen Argelanfall persönlich auferlegt wurde, gebietet. Zunächst zum deskriptiven Teil der ganzen Chose:
Optisch kann man den gemeinen EMO recht leicht ausmachen. Er pirscht sich auffallend unspektakulär durchs Leben. Dunkle, bevorzugt schwarze Klamotten mit einschlägigen Accessoires. Diese bestehen aus irgend welche Buttons grenzwertiger Rockbands und halbgaren (weil abgerundeten) Nietengürteln. Auch an der Kirsche, der wohl lauwarmsten Frucht, welche die Flora hervorzubringen im Stande war, hat er scheinbar einen Narren gefressen. So wird das neu entdeckte EMO-Obst stolz als Ohrring, Aufnäher, Kette, Bügelbild, Zungenpiercing oder gar als ordinäres Arschtattoo zur Schau getragen. Frisurtechnisch wird gerne auf ein schlichtes Schwarz zurück gegriffen, wobei sich die so entstandene Finstertolle bei den Männchen wiederum gern als akkurat gescheitelter, pseudoeleganter Stirnplattenadolf wiederfindet. Die bevorzugte Schminke ist, wen wunderts, schwarz... vielleicht noch ein Lippenstift der Farbakzente setzt (ein strahlendes Rotgrau oder so); bei den Mädels dürfte das ungefähr analog ausfallen. (BTW: Wie heißen die eigentlich? Der Emo und die Emoin? Die Emeuse? Oder einfach nur “Die Emo”??? Fragen über Fragen!) Jetzt wäre zunächst mal die Optik geklärt. Bei manchen mögen da jetzt erstmals so leichte Aha-Effekte auftauchen, da gabs doch früher schon mal was, das so grob auf diese Schiene passt. Ja gut, das waren die Goths, aber die hatten noch Stil! Außerdem war denen eine gewisse Coolness nicht abzusprechen... die haben es noch real gekeept! ;-) Außerdem waren das nicht ansatzweise solche weinerlichen Heinis wie ihre “Nachfolger” auf der Bühne des Stil-Lebens. (Man kann praktisch festhalten: Emo = Gothik für Mädchen! )
Was man vielleicht noch erwähnen sollte, ist der Habitus dieser Gestalten. Es ist ja nicht so, als ob man als “Emo” irgend eine Message hätte die über “mir geht’s dreckig” hinaus geht (über das “Warum geht’s mir eigentlich dreckig?” denkt ja eh keiner nach, Antwortfindung ausgeschlossen). Da man diesen vollkommen sinnfreien Fatalismus aber nun auch meint, so penetrant wie möglich in die Welt hinaus tragen zu müssen, kommt es zu schlichtweg unwürdigen Szenen! Täglich schlurfen Abertausende von heranpubertierenden Denkverweigerern gesenkten Hauptes in ihre jeweilige Lehranstalt um dort ihren reziproken Frohsinn zu versprühen. Wenn ich da verantwortlicher Pädagoge wäre, diese Gestalten würden bei mir aus Prinzip sitzen bleiben... dann hätten sie wenigstens nen Grund Trübsal zu blasen. Außerdem würde ich meine Möglichkeiten diese Brut zu quälen breit grinsend ausnutzen (beispielsweise würde in Musik nur noch “Freude schöner Götterfunken” gesungen und die Videomitschnitte, auf denen sich die totenbleichen Juniorzombies mit der positiven Grundstimmung rumschlagen, als Link des Monats zu YouTube wandern).
Ich verstehe das nicht... was hat man für eine Motivation, sich zu schminken wie die Nacht halb vier, den feinsten Beerdigungszwirn seines Urgroßvaters wieder aufzutragen und einen auf Depri zu machen?!? Am Ende, und das ist die eigentliche Tragik bei der Geschichte, glauben das diese Heinis ja noch selber dass es ihnen so richtig mies geht. Am Ende der Fahnenstange stehen dann diverse Selbstverschönerungen unter zu Hilfenahme diverser Stich- und Schnittwaffen. Weil es nun aber allen so scheiße geht und der, dem es “am scheißesten” geht ja auch einen optischen Nachweis dessen benötigt, artet das bei dieser semidüstren Endzeitklientel mitunter in regelrechte Schnitzwettbewerbe am lebenden Objekt aus. Und wenn dann einer dieser Finstermänner sprichwörtlich über die Klinge springt, sind wieder die Killerspiele schuld! Prima... nur weil so ein 15jähriges Balg seinen Hormonhaushalt nicht geregelt bekommt, muss der Rest der Republik sich zum abertausendsten Mal den Beckstein antun, wie er sein “Fachwissen” über Computerspiele preisgibt.
Von den musikalischen Vorlieben der Emofraktion fange ich an dieser Stelle lieber gar nicht erst an. Deprimucke ist ja mitunter noch OK, wenn sie gut gemacht ist. Ich beispielsweise liebe Interpol... das neue Album ist der Hammer, selbst wenn da mehr Weltschmerz mitschwingt als in einer Papstrede zum Thema Abtreibung. Aber das hat Stil... im Gegensatz zu all diesem wehleidigen Gejammer, das dann noch mit glattgebügelten Allround-Rock-und-Pop-Beats unterlegt wird, nur damit Jammer-Jürgen und Depri-Dora das in ihrer geistigen Umnachtung auch ja toll finden (obwohl “toll” wahrscheinlich auch das falsche Wort ist... sie werden es wohl eher “emo” finden).
Angeblich leitet sich dieses EMO ja von “emotional” ab... vielleicht sollte man mal publik machen, dass Emotionen im weitesten Sinne nicht nur negativ sein müssen! In der Gegenwart einer Horde Emokinder fühlt man sich ja schon fast schuldig, wenn einem ein spontanes Lächeln entschlüpft. Man erntet am Ende meist nur einen nichtssagenden, leeren Blick von schräg unten und man hat das spontane Bedürfnis UNICEF Spendengelder zukommen zu lassen... es gibt ja scheinbar so viel Elend in der Welt! Man sollte das mal definitorisch klären... Emotionen dürfen auch mal positiv sein, man muss nicht zwingend die merkelsche Mimik übernehmen und mental verfinstern. Aber nein... wo man geht und steht kommen einem diese Gemütsruinen entgegen und ziehen einen schon fast selber mit runter. Soll das Volk doch im Jammertal wandeln, dann aber bitte auch nur privat... kann ja keiner mit ansehen; so jung und schon so kaputt! Nee, ich bin heilfroh, dass ich heute nicht mehr Gefahr laufe diesen Mist mitmachen zu müssen nur um “Credits” in meiner Klassenstufe zu sammeln. Wenn man sich zwischen Aggro Berlin und Emo entscheiden muss, das ist doch wie die Wahl zwischen Pest und Cholera! Heutzutage würde ich wahrscheinlich freiwillig Klassensprecher werden aus lauter Verzweiflung... nur um zu retten, was noch zu retten ist (im großen Rahmen versteht sich). Des weiteren hätte man als einzig lächelndes Wesen im Klassenverbund beim leidgeplagten Lehrer ohnehin schon mal nen Stein im Brett (ich hätte da vermutlich sogar in Mathe zweistellige Punktzahlen ;-) )!
Ein bissel “depri” ist ja wie gesagt OK, immer diese heile-Welt Attitüde unserer Gesellschaft und diese gefakte Perfektion der Koksnasenfraktion geht mir ja auch auf die Ketten... aber es gibt auch Grenzen! Musikalisch sowieso; während ich ne viertel Stunde nach dem Genuss von Pearl Jams “Immortality”, “Indifference” UND “Dead Man” am Stück so langsam wieder auf die Idee komme, mir “Das Leben des Brian” anzuschauen, würden die Emokinder wohl schon während des zweiten Songs sechs Fuß tief in der Grube liegen vor lauter Weltschmerz! Die haben doch einen an der Klatsche mit ihrem Negativismus... “HAIL HAIL LACHFALTE (und natürlich Mikey)” sage ich da nur!
Am Ende ist das wahrscheinlich wie mit allen “Jugendkulturen”... die kommen auf und verschwinden dann auch irgend wann wieder. Was haben wir uns denn nicht schon aufgeregt über diesen Trendschwachsinn, dessen Zyklen immer kurzlebiger werden seit dem Siegeszug des Internet?!? (Ganz zu schweigen von unseren Vätern; und unserer Väter Väter und unserer Väter Väter Väter und natürlich auch unserer Väter Väter Väter Väter (von unserer Väter Väter Väter Väter Väter will ich erst gar nicht anfangen... (Mist, laßt mich nie wieder ungestraft nen Monty Python Film erwähnen, das artet aus merke ich gerade))... was die sich damals aufgeregt haben, HAMMER!!) Am Ende war das alles irgend wann wieder vorbei, bisher wurde jeder letzten Endes wieder von der Vernunft eingeholt. Jugendkulturen sterben..., nur manchmal tun sie das meiner Meinung nach halt nicht schnell genug! DAS ist das eigentliche Problem: Die Zeit wird immer schnelllebiger, aber der größte Scheiß geht nie vorbei!
PS: Ich habe lange mit mir gekämpft, aber der MUß hier irgendwie rein, selbst wenn er der Bravo-Foto-Love-Story entstammt (ja, der Onkel kann sehr wohl suspekt sein *fg*):
Wie kriegt man `nen Emo vom Baum?
Ganz einfach: Seil kappen!
Sonntag, 28.10.2007
RED WOMAN, RED
(Emiliana Torrini)
Gott zum Gruße wertes Umfeld! Was war das denn sportlich nicht für eine Woche?!??! Gut, ich selber habe davon nur bedingt Notiz genommen, hatte im wahrsten Sinne des Wortes besseres zu tun ;-), aber dennoch kann ich mir einen kleinen Rückblick nicht verkneifen. Ausnahmsweise geht’s mir dabei auch nicht um unser geheiligtes Tippspiel, ja noch nicht einmal um Fußball im weitesten Sinn. Klar, im Kicktipp rückt wieder alles näher zusammen, die Spannung steigt und der inoffizielle Titel des Herbstmeisters steht virtuell zur Disposition… außerdem heimsen dieser Tage die Mädels die Spieltagsiege ein und erstaunen die Fachwelt. Aber das alles ist ja nicht im Geringsten schräg genug um hier ausgewertet zu werden. Ja, nicht mal der neu entwickelte Metro-Look unseres italienischen Lieblingshackstocks vom AC Milan schafft es, thematisch gegen den Unterhaltungsgaranten Nr. 1 der letzten Woche anzustinken. Viele werden es erraten haben, ich rede von der Formel 1! ;-)
Was war das nicht für eine Saison…?!? Nachdem der Schumacher sein Lenkrad an den Carbonnagel gehängte und sich fortan ganz der Familie widmete, war ja die Rede von einem „Vakuum“ in der Rennserie. Ja, man bekam den Eindruck, als ob außer dem roten Mischa keiner auch nur ansatzweise das Lenkrad halbwegs grade halten konnte. Der Messias ging; und er ging erhobenen Hauptes… der Kapitän ging von Bord. Was dabei aber unterging war, dass unser bundesdeutscher Vorzeigeraser ja seit nunmehr 2 Jahren in Sachen WM-Titel eine eher untergeordnete Rolle spielte. Klar, er fuhr noch „vorne mit“, aber das war sicherlich nicht sein Anspruch. Wenn ihr mich fragt, hat er den Absprung schon etwas verpasst. Na ist ja auch egal, jemand der Rekorde sammelt wie andere Leute Briefmarken, dem pisst man nun mal nicht so leicht öffentlich ans Bein, und so bewunderte die Fachpresse geschlagene 24 Monate seinen „Kampfgeist“, „Durchsetzungswillen“ und …. Sein schönes rotes Auto! Genauer betrachtet wollten uns die Artikel ja nur sagen „Der Michael war stets bemüht“… das klingt schon auf dem Zeugnis beschissen, denn es hat so einen Touch von „der Geist ist willig aber das Fleisch ist schwach“ (OK, im Schulkontext ists meistens umgekehrt ;-) )! Jedenfalls gab der Schumacher fröhlich seine Interviews uns ließ sich vom Ebel-Kai alle 14 Tage so viel Honig um den Bart schmieren wie dieser aufbringen konnte. (Mich hätte ja schon die Aussicht mich alle zwei Wochen von diesem windigen – glatten Heini interviewen lassen zu müssen förmlich ins Karriereende getrieben. Aber so schaffte es Schumi und mit ihm ein ganzer 82 Millionen Einwohner-Staat erfolgreich die Realität geschlagene 2 Jahre zu ignorieren und sich die „Konkurrenzfähigkeit“ einzureden. Am Ende glaubten wir das alle! Ausnahmslos! Dass da dieser komische Spanier mit erschreckender Regelmäßigkeit vor unserem roten Kupplungsakrobaten rumkurvte verkam zur Randnotiz.
Jetzt war er aber endgültig weg, der Rex Rosso… und der einsetzende Kater erlangte schon fast apokalyptische Ausmaße. Die Einschaltquoten brachen weg, die Ergebnisse wurden mehr registriert denn gefeiert und ganz Kerpen entdeckt urplötzlich den Sonntag wieder… als potentielles Betätigungsfeld für sinnvolle Beschäftigungen. Bis man merkte, dass die Jungs da dann doch noch veritabel schnell um die Rundkurse juckeln verging erstmal ne Weile. Gut, ein gewisser Hamilton, seines Zeichens sympathischer Engländer (muss ja mal erwähnt werden), hatte daran auch einen gewissen Anteil. Aber der Reihe nach. Vor der Saison stellte sich das Kräfteverhältnis ja ungefähr so dar, dass alle auf McLaren Mercedes setzten und Ferrari eher als „Mitbewerber“ galt. Was ich schade fand, denn mal ehrlich: In der ganzen Formel 1 gibt’s doch kein schnarchigeres und nervtötenderes Team als diese Silberpfeile!!! Mit Coulthard und Hakkinen sind doch die letzten Sympathen vom Team gegangen. Was danach kam war doch nur noch peinlich; jedenfalls bis Hamilton. Alleine die Verpflichtung dieses Alonso – Vogels war ja wiedermal mehr als bezeichnend. Wenn überhaupt jemand den von seinem Ziehvater Briatore (genau so eine charakterliches Brechmittel wie er) loseisen konnte, dann ja wohl „Team farblos“! Ich weiß ja noch, wie der Haug sich in seiner gewohnten Art über 12 Ecken in die größten Jubelarien auf den Spanier hinein formulierte nachdem der Deal im Kasten war. Man war ja soooo sicher den Titel einzufahren im kommenden Jahr…. Man habe da ja nun den besten Fahrer und das beste Auto obendrein. Dass die Schüssel optisch ungefähr so aufregend ist wie ein veganes 5-Gänge-Menü, das gab man freilich nicht freiwillig zu Protokoll (sah ja eh jeder)! Überhaupt, dieser Haug passt zu McLaren wie der sprichwörtliche „Arsch auf den Nachttopf“. Diese Langweilertruppe hat auch gar keinen Repräsentanten verdient der was her macht. Man schaue sich doch mal den Todt bei Ferrari an, dieses spitznasige Männel im roten Pulli, dem man den Schalk im Nacken ja schon förmlich ansieht. Oder selbst der Briatore ist ja noch spannend… der meißelt dem Ebel schon eher mal ne verbale Kriegserklärung an die Konkurrenz ins Mikro als der mausgraue Norbert! Da wird kontrolliert kommentiert und professionell analysiert, bis selbst dem Ebel das Grinsen aus dem Antlitz flieht… und das will schon was heißen!
Na jedenfalls gurkte die Saison so vor sich hin und aus dem Kampf Silber gegen rot wurde dann der Mercedesinterne Zweikampf zwischen Hamilton und Alonso. Medial wurde das natürlich aufgegriffen und der junge Brite hochgejubelt, während man (ich auch) genüsslich beobachtete, wie der Iberer, der ja seinerzeit eher unbemerkt zum Doppelweltmeister heranreifte, seine lieben Probleme hatte sich im eigenen Team gegen einen Neueinsteiger auch nur ansatzweise souverän zu behaupten. Statt es sportlich zu sehen packte der Fernando die Zickenkeule aus und ging dem kompletten Formel 1 Zirkus mit seinem Geningel barbarisch auf den Sack (kann man nicht anders sagen… ist halt so)! Plötzlich hatte sich sein eigenes Team gegen ihn verschworen, die Formel 1 sowieso und sein Teamkollege war eh an allem Schuld und das virtuelle Messer im weltmeisterlichen Rücken konnte von den spanischen Boulevardblättern gar nicht groß genug dargestellt werden… Dolchstoßlegende Reloaded quasi. Jedenfalls lief die Saison so vor sich hin und beide Silberpfeilpiloten (man durchdenke dieses Wort mal Bestandteil für Bestandteil… irgendwie absurd) hielten grob gesehen ihren Abstand zueinander, schienen die WM untereinander auszumachen und der Norbi konnte allwöchentlich seinen langatmigen Kanon von Schlafmütz-Tiraden gen Konkurrenz schicken. Sogar der Ebel hatte sich scheinbar schon damit abgefunden, sich mindestens bis Saisonende von diesem Typen vor laufender Kamera in den Schlaf langweilen zu lassen. Nicht einmal die Spionage-Affäre konnte den WM-Titel ernsthaft gefährden hatte man den Eindruck. Man hatte bei Mercedes NATÜRLICH nix Falsches getan, geschweige denn irgend welche Daten ausspioniert… und die Daten, die man so aus Versehen irgendwo „gefunden“ hatte (nein, eigentlich hatten die Daten ja eher McLaren zufällig gefunden ohne dass man das wollte), die hat man ebenso NATÜRLICH nicht benutzt. Man brauchte sie also quasi gar nicht als fairer Sportsmann (wie der Norbi ja empört (soweit das bei ihm eben möglich ist) in die Kameras polterte). Also fassen wir mal zusammen: Man hat Daten, die einem einen Vorteil bringen, man hat sie sich wahrscheinlich auf irgend welchen krummen Wegen besorgt was auch entsprechend Knete gekostet haben dürfte, aber benutzt hat man sie ja nicht, denn DAS wäre dann ja unfair! Aber sicher doch… und St. Pauli ist ein Nonnenviertel!!!!
Jedenfalls hatte man nochmal Glück und verlor nur die eher unbedeutende Konstrukteurs-WM, während das Prestigeobjekt zum greifen nahe war. Alfonso zickte weiter rum, während ihm sein Kollege fröhlich vor und auf der Nase herum fuhr. Vor dem letzten Rennen hatte dann urplötzlich wieder jemand Titelchancen, mit dem man so gar nicht mehr gerechnet hat: Ein gewisser Kimi Räikkönen! Während sich der Jungspund von der Insel und unsere spanische Dramaqueen gegenseitig das Leben schwerer machten als nötig gewesen wäre, lenkte sich jener in seinem Ferrari langsam und unbemerkt wieder in Reichweite des WM – Titels. Die Presse hatte die Weltöffentlichkeit mittlerweile aber schon dermaßen auf das Duell der Stallgenossen eingeschworen, dass man das kaum wahr nahm und ihn trotz theoretischer Chancen de facto abschrieb. Mit theoretischen Chancen ist das nun aber so eine Sache: Sie können, rein theoretisch, eintreten; und so kam es wie es kommen musste: Silber konnte den Schampus in der Kühlbox lassen und bei Ferrari tanzte der Bär! That`s Life… zu früh gefreut,… erst am Ende kackt die Ente oder Hinten sind die Schweine fett! Nennt es wie ihr wollt, ich finds SUPER! Dieses Bohei um Alonso und seine Egoprobleme ging mir dermaßen auf die Ketten, dass das IMO der beste Saisonausklang ist, den es geben kann. Am Schluss schaut sowohl der Fernando als auch das am Ende leicht überheblich werdende Silberteam doof aus der Wäsche (nur Hamilton kann sich freuen, der fuhr ja ne tolle Saison und holte doppelt so viele Punkte wie er angepeilt hatte)! Außerdem ist meine Affinität zu Finnland UND zu Italien ja bekannt, wen wundert`s da also, dass ich mit Räikkönen im roten Weltmeisterauto leben kann?!?!
Nur Nörgel-Norbert hat mal wieder ein Haar in der Suppe gefunden; noch dazu ein ziemlich absurdes! Bei der Konkurrenz war angeblich der Sprit zu kalt! Sollte die FIA, so stellt der Kerl sich das vor, nun die Konkurrenten disqualifizieren, wäre Hamilton doch noch Weltmeister! Dann zwar nur am grünen Tisch, was immer so nen faden Beigeschmack hat, aber immerhin würde der Titel nicht zum verhassten Dauerrivalen wandern, der einem ja durch sein penetrantes Beharren auf Firmengeheimnissen auch die unsägliche Spionageaffäre eingebrockt hat. Aber darum geht Bürokraten-Norbi ja gar nicht… sagt er zumindest! Wie soll man auch als Team voller „fairer Sportsmänner“, die ja von fremden Daten nur unwissend heimgesucht werden und denen das moralische Bewusstsein aus allen Poren trieft, auch zugeben, dass man nach dem ganzen Theater der Saison unterm Strich umfassend versagte und man mit diesem eher peinlichen Manöver nun versucht zu retten, was zu retten ist?!? Da flüchtet man sich doch lieber in die Aussage, es gehe einem lediglich „um die Klärung einer Regelfrage“. Na sicher, und der Mond ist ein Pfannkuchen!!!!! Fassen wir doch mal die Liste des silbergrauen Elends zusammen, wo hat man denn überall versagt? 1. Man schaffte es nicht, den angeblich besten Fahrer und Doppelweltmeister ins Team zu integrieren, 2. Man ließ sich beim Bescheißen erwischen, 3. Man verlor dadurch den Konstrukteurstitel, 4. Man bekam keine Ruhe ins Team und musste zusehen, wie sich die beiden Fahrer öffentlich zerfleischten, 5. Man verlor den sicher geglaubten Fahrertitel am Ende auch noch und 6. Ging dieser ausgerechnet noch an Ferrari! Unterm Strich hat man NICHTS zu Buche stehen… und das im Millionengeschäft Formel 1, wo jeder Titel einem die Sponsoren geradezu ins Boot und somit auch aufs Auto spült, wo der Onkel Bernie für jeden WM-Punkt ein paar Mille extra springen lässt! Also ich würde da auch nur klären wollen wie kalt denn das Benzin sein darf… schon klar! Hoffentlich verläuft dieser Move dann auch im Sande und alles bleibt so, wie es jetzt ist. Alles andere wäre unfair und vor allem lächerlich.
So, um jetzt aber den Bogen zum Ansatzpunkt wieder zu bekommen, lohnt es sich, wenn man den Räikkönen nochmal kurz beleuchtet. Der Kerl hat nämlich genau DAS geschafft, was dem Schumi die letzten beiden Jahre dann doch recht deutlich misslang: Er wurde mit Ferrari Weltmeister und, fast noch wichtiger, er schlug Alonso! Außerdem gabs den Konstrukteurstitel. Dass ihm vor allem ersteres die Jahre davor mit Mercedes nicht glückte, sagt ja auch schon wieder einiges aus. Zumal er dort ja in Ungnade fiel und man ihn schon fast fortjagte und sich strahlend den Alonso an Land zog… der würde garantiert Weltmeister werden, ganz bestimmt… schließlich war der Spanier und hatte es schon mal geschafft
!!! Der komische Finne da soll doch ruhig zur Konkurrenz abhauen, der kann ja eh nix außer Party machen! Nun kuckt man bei Silbergrau noch dümmer aus der Wäsche kann ich mir vorstellen… . Bloß gut, dass der Titel nach Schumis Rücktritt in der Öffentlichkeit eh nicht mehr so viel wert ist, der Schumi hätte das bestimmt noch besser gemacht, was er ja seit 2005 eindrucksvoll bewies! ;-)
Gott zum Gruße wertes Umfeld! Was war das denn sportlich nicht für eine Woche?!??! Gut, ich selber habe davon nur bedingt Notiz genommen, hatte im wahrsten Sinne des Wortes besseres zu tun ;-), aber dennoch kann ich mir einen kleinen Rückblick nicht verkneifen. Ausnahmsweise geht’s mir dabei auch nicht um unser geheiligtes Tippspiel, ja noch nicht einmal um Fußball im weitesten Sinn. Klar, im Kicktipp rückt wieder alles näher zusammen, die Spannung steigt und der inoffizielle Titel des Herbstmeisters steht virtuell zur Disposition… außerdem heimsen dieser Tage die Mädels die Spieltagsiege ein und erstaunen die Fachwelt. Aber das alles ist ja nicht im Geringsten schräg genug um hier ausgewertet zu werden. Ja, nicht mal der neu entwickelte Metro-Look unseres italienischen Lieblingshackstocks vom AC Milan schafft es, thematisch gegen den Unterhaltungsgaranten Nr. 1 der letzten Woche anzustinken. Viele werden es erraten haben, ich rede von der Formel 1! ;-)
Was war das nicht für eine Saison…?!? Nachdem der Schumacher sein Lenkrad an den Carbonnagel gehängte und sich fortan ganz der Familie widmete, war ja die Rede von einem „Vakuum“ in der Rennserie. Ja, man bekam den Eindruck, als ob außer dem roten Mischa keiner auch nur ansatzweise das Lenkrad halbwegs grade halten konnte. Der Messias ging; und er ging erhobenen Hauptes… der Kapitän ging von Bord. Was dabei aber unterging war, dass unser bundesdeutscher Vorzeigeraser ja seit nunmehr 2 Jahren in Sachen WM-Titel eine eher untergeordnete Rolle spielte. Klar, er fuhr noch „vorne mit“, aber das war sicherlich nicht sein Anspruch. Wenn ihr mich fragt, hat er den Absprung schon etwas verpasst. Na ist ja auch egal, jemand der Rekorde sammelt wie andere Leute Briefmarken, dem pisst man nun mal nicht so leicht öffentlich ans Bein, und so bewunderte die Fachpresse geschlagene 24 Monate seinen „Kampfgeist“, „Durchsetzungswillen“ und …. Sein schönes rotes Auto! Genauer betrachtet wollten uns die Artikel ja nur sagen „Der Michael war stets bemüht“… das klingt schon auf dem Zeugnis beschissen, denn es hat so einen Touch von „der Geist ist willig aber das Fleisch ist schwach“ (OK, im Schulkontext ists meistens umgekehrt ;-) )! Jedenfalls gab der Schumacher fröhlich seine Interviews uns ließ sich vom Ebel-Kai alle 14 Tage so viel Honig um den Bart schmieren wie dieser aufbringen konnte. (Mich hätte ja schon die Aussicht mich alle zwei Wochen von diesem windigen – glatten Heini interviewen lassen zu müssen förmlich ins Karriereende getrieben. Aber so schaffte es Schumi und mit ihm ein ganzer 82 Millionen Einwohner-Staat erfolgreich die Realität geschlagene 2 Jahre zu ignorieren und sich die „Konkurrenzfähigkeit“ einzureden. Am Ende glaubten wir das alle! Ausnahmslos! Dass da dieser komische Spanier mit erschreckender Regelmäßigkeit vor unserem roten Kupplungsakrobaten rumkurvte verkam zur Randnotiz.
Jetzt war er aber endgültig weg, der Rex Rosso… und der einsetzende Kater erlangte schon fast apokalyptische Ausmaße. Die Einschaltquoten brachen weg, die Ergebnisse wurden mehr registriert denn gefeiert und ganz Kerpen entdeckt urplötzlich den Sonntag wieder… als potentielles Betätigungsfeld für sinnvolle Beschäftigungen. Bis man merkte, dass die Jungs da dann doch noch veritabel schnell um die Rundkurse juckeln verging erstmal ne Weile. Gut, ein gewisser Hamilton, seines Zeichens sympathischer Engländer (muss ja mal erwähnt werden), hatte daran auch einen gewissen Anteil. Aber der Reihe nach. Vor der Saison stellte sich das Kräfteverhältnis ja ungefähr so dar, dass alle auf McLaren Mercedes setzten und Ferrari eher als „Mitbewerber“ galt. Was ich schade fand, denn mal ehrlich: In der ganzen Formel 1 gibt’s doch kein schnarchigeres und nervtötenderes Team als diese Silberpfeile!!! Mit Coulthard und Hakkinen sind doch die letzten Sympathen vom Team gegangen. Was danach kam war doch nur noch peinlich; jedenfalls bis Hamilton. Alleine die Verpflichtung dieses Alonso – Vogels war ja wiedermal mehr als bezeichnend. Wenn überhaupt jemand den von seinem Ziehvater Briatore (genau so eine charakterliches Brechmittel wie er) loseisen konnte, dann ja wohl „Team farblos“! Ich weiß ja noch, wie der Haug sich in seiner gewohnten Art über 12 Ecken in die größten Jubelarien auf den Spanier hinein formulierte nachdem der Deal im Kasten war. Man war ja soooo sicher den Titel einzufahren im kommenden Jahr…. Man habe da ja nun den besten Fahrer und das beste Auto obendrein. Dass die Schüssel optisch ungefähr so aufregend ist wie ein veganes 5-Gänge-Menü, das gab man freilich nicht freiwillig zu Protokoll (sah ja eh jeder)! Überhaupt, dieser Haug passt zu McLaren wie der sprichwörtliche „Arsch auf den Nachttopf“. Diese Langweilertruppe hat auch gar keinen Repräsentanten verdient der was her macht. Man schaue sich doch mal den Todt bei Ferrari an, dieses spitznasige Männel im roten Pulli, dem man den Schalk im Nacken ja schon förmlich ansieht. Oder selbst der Briatore ist ja noch spannend… der meißelt dem Ebel schon eher mal ne verbale Kriegserklärung an die Konkurrenz ins Mikro als der mausgraue Norbert! Da wird kontrolliert kommentiert und professionell analysiert, bis selbst dem Ebel das Grinsen aus dem Antlitz flieht… und das will schon was heißen!
Na jedenfalls gurkte die Saison so vor sich hin und aus dem Kampf Silber gegen rot wurde dann der Mercedesinterne Zweikampf zwischen Hamilton und Alonso. Medial wurde das natürlich aufgegriffen und der junge Brite hochgejubelt, während man (ich auch) genüsslich beobachtete, wie der Iberer, der ja seinerzeit eher unbemerkt zum Doppelweltmeister heranreifte, seine lieben Probleme hatte sich im eigenen Team gegen einen Neueinsteiger auch nur ansatzweise souverän zu behaupten. Statt es sportlich zu sehen packte der Fernando die Zickenkeule aus und ging dem kompletten Formel 1 Zirkus mit seinem Geningel barbarisch auf den Sack (kann man nicht anders sagen… ist halt so)! Plötzlich hatte sich sein eigenes Team gegen ihn verschworen, die Formel 1 sowieso und sein Teamkollege war eh an allem Schuld und das virtuelle Messer im weltmeisterlichen Rücken konnte von den spanischen Boulevardblättern gar nicht groß genug dargestellt werden… Dolchstoßlegende Reloaded quasi. Jedenfalls lief die Saison so vor sich hin und beide Silberpfeilpiloten (man durchdenke dieses Wort mal Bestandteil für Bestandteil… irgendwie absurd) hielten grob gesehen ihren Abstand zueinander, schienen die WM untereinander auszumachen und der Norbi konnte allwöchentlich seinen langatmigen Kanon von Schlafmütz-Tiraden gen Konkurrenz schicken. Sogar der Ebel hatte sich scheinbar schon damit abgefunden, sich mindestens bis Saisonende von diesem Typen vor laufender Kamera in den Schlaf langweilen zu lassen. Nicht einmal die Spionage-Affäre konnte den WM-Titel ernsthaft gefährden hatte man den Eindruck. Man hatte bei Mercedes NATÜRLICH nix Falsches getan, geschweige denn irgend welche Daten ausspioniert… und die Daten, die man so aus Versehen irgendwo „gefunden“ hatte (nein, eigentlich hatten die Daten ja eher McLaren zufällig gefunden ohne dass man das wollte), die hat man ebenso NATÜRLICH nicht benutzt. Man brauchte sie also quasi gar nicht als fairer Sportsmann (wie der Norbi ja empört (soweit das bei ihm eben möglich ist) in die Kameras polterte). Also fassen wir mal zusammen: Man hat Daten, die einem einen Vorteil bringen, man hat sie sich wahrscheinlich auf irgend welchen krummen Wegen besorgt was auch entsprechend Knete gekostet haben dürfte, aber benutzt hat man sie ja nicht, denn DAS wäre dann ja unfair! Aber sicher doch… und St. Pauli ist ein Nonnenviertel!!!!
Jedenfalls hatte man nochmal Glück und verlor nur die eher unbedeutende Konstrukteurs-WM, während das Prestigeobjekt zum greifen nahe war. Alfonso zickte weiter rum, während ihm sein Kollege fröhlich vor und auf der Nase herum fuhr. Vor dem letzten Rennen hatte dann urplötzlich wieder jemand Titelchancen, mit dem man so gar nicht mehr gerechnet hat: Ein gewisser Kimi Räikkönen! Während sich der Jungspund von der Insel und unsere spanische Dramaqueen gegenseitig das Leben schwerer machten als nötig gewesen wäre, lenkte sich jener in seinem Ferrari langsam und unbemerkt wieder in Reichweite des WM – Titels. Die Presse hatte die Weltöffentlichkeit mittlerweile aber schon dermaßen auf das Duell der Stallgenossen eingeschworen, dass man das kaum wahr nahm und ihn trotz theoretischer Chancen de facto abschrieb. Mit theoretischen Chancen ist das nun aber so eine Sache: Sie können, rein theoretisch, eintreten; und so kam es wie es kommen musste: Silber konnte den Schampus in der Kühlbox lassen und bei Ferrari tanzte der Bär! That`s Life… zu früh gefreut,… erst am Ende kackt die Ente oder Hinten sind die Schweine fett! Nennt es wie ihr wollt, ich finds SUPER! Dieses Bohei um Alonso und seine Egoprobleme ging mir dermaßen auf die Ketten, dass das IMO der beste Saisonausklang ist, den es geben kann. Am Schluss schaut sowohl der Fernando als auch das am Ende leicht überheblich werdende Silberteam doof aus der Wäsche (nur Hamilton kann sich freuen, der fuhr ja ne tolle Saison und holte doppelt so viele Punkte wie er angepeilt hatte)! Außerdem ist meine Affinität zu Finnland UND zu Italien ja bekannt, wen wundert`s da also, dass ich mit Räikkönen im roten Weltmeisterauto leben kann?!?!
Nur Nörgel-Norbert hat mal wieder ein Haar in der Suppe gefunden; noch dazu ein ziemlich absurdes! Bei der Konkurrenz war angeblich der Sprit zu kalt! Sollte die FIA, so stellt der Kerl sich das vor, nun die Konkurrenten disqualifizieren, wäre Hamilton doch noch Weltmeister! Dann zwar nur am grünen Tisch, was immer so nen faden Beigeschmack hat, aber immerhin würde der Titel nicht zum verhassten Dauerrivalen wandern, der einem ja durch sein penetrantes Beharren auf Firmengeheimnissen auch die unsägliche Spionageaffäre eingebrockt hat. Aber darum geht Bürokraten-Norbi ja gar nicht… sagt er zumindest! Wie soll man auch als Team voller „fairer Sportsmänner“, die ja von fremden Daten nur unwissend heimgesucht werden und denen das moralische Bewusstsein aus allen Poren trieft, auch zugeben, dass man nach dem ganzen Theater der Saison unterm Strich umfassend versagte und man mit diesem eher peinlichen Manöver nun versucht zu retten, was zu retten ist?!? Da flüchtet man sich doch lieber in die Aussage, es gehe einem lediglich „um die Klärung einer Regelfrage“. Na sicher, und der Mond ist ein Pfannkuchen!!!!! Fassen wir doch mal die Liste des silbergrauen Elends zusammen, wo hat man denn überall versagt? 1. Man schaffte es nicht, den angeblich besten Fahrer und Doppelweltmeister ins Team zu integrieren, 2. Man ließ sich beim Bescheißen erwischen, 3. Man verlor dadurch den Konstrukteurstitel, 4. Man bekam keine Ruhe ins Team und musste zusehen, wie sich die beiden Fahrer öffentlich zerfleischten, 5. Man verlor den sicher geglaubten Fahrertitel am Ende auch noch und 6. Ging dieser ausgerechnet noch an Ferrari! Unterm Strich hat man NICHTS zu Buche stehen… und das im Millionengeschäft Formel 1, wo jeder Titel einem die Sponsoren geradezu ins Boot und somit auch aufs Auto spült, wo der Onkel Bernie für jeden WM-Punkt ein paar Mille extra springen lässt! Also ich würde da auch nur klären wollen wie kalt denn das Benzin sein darf… schon klar! Hoffentlich verläuft dieser Move dann auch im Sande und alles bleibt so, wie es jetzt ist. Alles andere wäre unfair und vor allem lächerlich.
So, um jetzt aber den Bogen zum Ansatzpunkt wieder zu bekommen, lohnt es sich, wenn man den Räikkönen nochmal kurz beleuchtet. Der Kerl hat nämlich genau DAS geschafft, was dem Schumi die letzten beiden Jahre dann doch recht deutlich misslang: Er wurde mit Ferrari Weltmeister und, fast noch wichtiger, er schlug Alonso! Außerdem gabs den Konstrukteurstitel. Dass ihm vor allem ersteres die Jahre davor mit Mercedes nicht glückte, sagt ja auch schon wieder einiges aus. Zumal er dort ja in Ungnade fiel und man ihn schon fast fortjagte und sich strahlend den Alonso an Land zog… der würde garantiert Weltmeister werden, ganz bestimmt… schließlich war der Spanier und hatte es schon mal geschafft
!!! Der komische Finne da soll doch ruhig zur Konkurrenz abhauen, der kann ja eh nix außer Party machen! Nun kuckt man bei Silbergrau noch dümmer aus der Wäsche kann ich mir vorstellen… . Bloß gut, dass der Titel nach Schumis Rücktritt in der Öffentlichkeit eh nicht mehr so viel wert ist, der Schumi hätte das bestimmt noch besser gemacht, was er ja seit 2005 eindrucksvoll bewies! ;-)
Dienstag, 09.10.2007
LUMBERJACK SONG
(Monty Python)
… und nun zu etwas völlig Anderem!!!
Servus Leute. Zunächst muss ich mich mal kurz über diese Spam-Heinis hier beschweren! Einerseits ists ja schön und gut, dass der Kollege hier seine „Amateur-Pics mit Amateur-Cams“ unters Volk bringen will, aber muss der Kerl das denn unbedingt IN MEINEM BLOGG versuchen?!?!?!!!!!! Es wird ja immer dreister hier und ohne die gute Jule hätte ich, in meiner Funktion als sittsam geschulter Gründervater, das gar nicht bemerkt, dass so ein Unhold da meine Kommentarleiste mit seinen Perversionen verunhunzt! Also: Danke Jule! und natürlich: SCHÄM` DICH UNHOLD!!!!
Kein Wunder, dass allerorts von einer „Sexualisierung der Gesellschaft“ die Rede ist, wenn schon die letzten Festungen des anspruchsvollen, kulturell hochwertigen Bildungsentertainments (denn als nix anders verstehe ich diesen Blogg hier *ranickyesque unter der Brille hervor schau*) vom Hormonstau und dessen gewinnträchtiger Beseitigung förmlich besudelt werden?!? Na wie dem auch sei, unterm Strich wollte ich diesen bösen Buben nur mal anprangern… geht doch nicht sowas! Ich könnte das natürlich auch als Angriff verstehen, tue ich aber nicht. Soll der Kollege „SorOrnala“ seine Uschis doch weiter promoten, mir egal… denn eigentlich geht es mir ja heute nicht darum zu kommentieren wie der Herr „SorOrnala“ seine Schakkeline so im „world-wide-web“ vermarktet, sondern es geht mir um das Tippspiel… ja, um UNSER Tippspiel um genau zu sein... eigentlich ist es ja sogar DAS Tippspiel, wenn ich es mir recht überlege!
Jedenfalls sind mittlerweile national neun Spieltage gelaufen und „auf internationalem Parkett“ (hey, das wollte ich schon immer mal sagen) sind auch schon zwei Runden überstanden. Die Zwischentabelle ist erstmal egal (auch wenn der große Manitu in seiner Weisheit den Rekordmeister himself erneut an die Spitze gespült hat… ;-)), unterm Strich scheint sich das doch so langsam zu einer sehr spannenden und vor allem auch unglaublich spaßigen Angelegenheit zu entwickeln. Ich habe mir darüber heute mal ein paar Gedanken gemacht… aber dazu später!
And now: something completely different!: Ein Loch!!! Stellt euch mal eines vor… ein Loch!!! Nicht irgend ein Loch, nein… nennen wir es DAS Loch! (Nein, das „Loch“ hat auch nix mit „SorOrnala“ und seinen Amateur-Ischen zu tun… *fg*!) Jedenfalls sind Löcher ganz barbarischer Murks, wie ich heute feststellen musste, denn man kann in sie HINEINFALLEN! Hineinfallen im übertragenen Sinne… das ist manchmal noch Schlimmer als wenn es einen leibhaftig in den Gully semmelt! Denn, mal ehrlich: ZWEI WOCHEN Länderspielpause ist doch kolossaler Humbug! Was sollen wir denn diese 14 Tage lang tun? Die Tabelle anstarren und uns wünschen, dass der Jogi den Rest Europas auch ordentlich verdrischt, während wir warten… und warten… und WAAAAAAAAAARTEN?!? Worauf warten wir denn eigentlich geschlagene zwei Wochen???? So traurig wie es ist: Auf den Anstoß im Bundesliga-Schlager-Spitzen-Knüller-Spiel „Energie Cottbus : MSV Duisburg“! Um das mal zu illustrieren: Das ist der Tabellenletzte, der den Drittletzten empfängt… olé, olé!!!! Aber ich prophezeie mal, dass wir dennoch alle fünf heilfroh sein werden, wenn dieser Gurkengipfel endlich angestoßen wurde und der Ball wieder rollt! Es ist doch egal, wer da spielt nach so einer relativ nerv tötenden Pause, selbst wenn es Dnjepr Dnjepropetovsk gegen Propeller Wolgograd hieße, wären wir heilfroh nach Spielschluß wieder mit zitterndem Mausfinger die eigene Ausbeute sowie den Gesamtstand im Tippspiel abrufen zu können! Tja, das entfällt dann wohl erstmal, weder die Nationale Nulpenliga noch die großartige CL (Hail Hail TaC… und natürlich Mikey ;-)!) bequemen sich binnen der nächsten Tage zum Anstoßpunkt! Pfui!
Aber gut, was will man machen, am Besten man kommt endlich mal aus den Puschen und löst ein lang angekündigtes Versprechen ein! Welches? Naja, „ich sag `mal so“: Das Foxymorph-Tippspiel ist ab jetzt offiziell ein „Pokalwettbewerb“! Will heißen: Der Onkel Even hat einen Wanderpokal gestiftet! Und wie wir alle wissen: „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ *Dem Phrasenschwein die 3 Euro verweiger und das elende Vieh stattdessen massakrier` und auf den Grill verfrachte*! Welche? Na meine natürlich! Also zunächst einmal sei erwähnt, dass ich das Pekeschen noch nicht existiert, zumindest nicht im engeren Sinne… ich muss ihn erst noch zusammensetzen, aber die Einzelteile sind, eBay sei Dank, schon zu mir unterwegs. Sobald möglich, versuche ich hier ein Bild zu veröffentlichen, welches den heiligen Gral der Fußballpropheten quasi entblößt! Das Prozedere habe ich mir wie folgt vorgestellt: Der Sieger der Saisontippspiele (WM und EM ausgeklammert) bekommt das Dingen von seinem Vorgänger zugeschickt bzw. feierlich überreicht und darf dieses Sinnbild des Prophetentums (ja, fast schon eine Reliquie) ein Jahr lang sein Eigen nennen! Während dieses Jahres hat er den Pokal in Ehren zu halten, zu pflegen, ihn zu putzen (bei 3 Kerlen in der Tipprunde ein hilfreicher Tipp ;-) )und ihm mindestens dreimal wöchentlich zu huldigen! Außerdem wird er dazu „verdonnert“ eine kleine gravierte Platte mit der Saison und seinem Namen am Sockel anzubringen (etwa so: „2007/2008: Chuck Norris“) um seinen Triumph für die Ewigkeit zu konservieren (eine angenehme Pflicht). Diese Plaketten gibt’s bei eBay schon für 3 Euro zu bestellen… ein durchaus akzeptabler Preis für ewigen Ruhm ;-). Wenn nach der nächsten Saison einer der Mitstreiter bzw. eine Mitstreiterin den Titel ergattert hat, sollte der Pokal schnellst möglich auf Reisen geschickt werden. Soviel erstmal zur Verfahrensweise:
1. Wanderpokal (NEIN, nicht die Hilton…)
2. Gewinnen
3. Plakette anbringen
4. Pflegen
5. Weiter schicken
6. Weitertippen
Ist doch ganz easy eigentlich, oder?! Als amtierender Tippspielsieger und „Rekordmeister“ unserer Runde werde ich erstmal mit gutem Beispiel voran gehen und das gute Stück bis zum Saisonende unter meine Fittiche nehmen (nachdem ich ihn zusammengesetzt habe versteht sich ;-) ). Wenn dann der neue Titelträger feststeht, schicke ich das Teil weiter (oder auch nicht ;-) )!
Da ich aber die menschliche Mentalität kenne, habe ich auch das Tippspiel an sich modifiziert! Das betrifft all jene, die sich nun plötzlich (da es etwas zu holen gibt) wie die Geier auf unsere Fünfergruppe stürzen um die Trophäe einzuheimsen! Sorry Jungs, ZONK!!!!! Ab sofort ist die Tipprunde erstmal auf Baby Duck, Oli (ich bleib dabei: da fehlt ein „L“ ;-) ), Pitti, Shun und den Suomieven himself begrenzt. Neue Mitttipper bedürfen erstmal meiner Zustimmung. (Das soll auch verhindern, dass „Tippspielleichen“ auftauchen, die sich irgendwann mal anmelden und dann nicht tippen… das sieht immer so unästhetisch aus!;-) ). Da ja weiß Gott genug Leute diesen Blogg hier „heim-/be -suchen“, war das so bissel meine Befürchtung, ich hoffe das ist OK. Außerdem hat sich die Sache in den 1,5 Jahren die sie besteht ohnehin eher zu einer Freundeskreis-Runde entwickelt, was ich auch sehr gut so finde! : -) (Aber scheut euch nächste Saison nicht anzufragen falls ihr einsteigen wollt… kann ja nix schaden. ) Für die „Alten“ ändert sich also nix… FAST nix! Denn immerhin gibt’s ja jetzt nen neuen Ansporn!
So Leute, das wars dann erstmal… ich melde mich mal wieder, wenn Fotos vorliegen. Falls Fragen auftauchen: Die Kommentarleiste steht euch offen!
Dann sage ich mal: Preiset die Evolution und…
…nun zu etwas völlig Anderem… !
… und nun zu etwas völlig Anderem!!!
Servus Leute. Zunächst muss ich mich mal kurz über diese Spam-Heinis hier beschweren! Einerseits ists ja schön und gut, dass der Kollege hier seine „Amateur-Pics mit Amateur-Cams“ unters Volk bringen will, aber muss der Kerl das denn unbedingt IN MEINEM BLOGG versuchen?!?!?!!!!!! Es wird ja immer dreister hier und ohne die gute Jule hätte ich, in meiner Funktion als sittsam geschulter Gründervater, das gar nicht bemerkt, dass so ein Unhold da meine Kommentarleiste mit seinen Perversionen verunhunzt! Also: Danke Jule! und natürlich: SCHÄM` DICH UNHOLD!!!!
Kein Wunder, dass allerorts von einer „Sexualisierung der Gesellschaft“ die Rede ist, wenn schon die letzten Festungen des anspruchsvollen, kulturell hochwertigen Bildungsentertainments (denn als nix anders verstehe ich diesen Blogg hier *ranickyesque unter der Brille hervor schau*) vom Hormonstau und dessen gewinnträchtiger Beseitigung förmlich besudelt werden?!? Na wie dem auch sei, unterm Strich wollte ich diesen bösen Buben nur mal anprangern… geht doch nicht sowas! Ich könnte das natürlich auch als Angriff verstehen, tue ich aber nicht. Soll der Kollege „SorOrnala“ seine Uschis doch weiter promoten, mir egal… denn eigentlich geht es mir ja heute nicht darum zu kommentieren wie der Herr „SorOrnala“ seine Schakkeline so im „world-wide-web“ vermarktet, sondern es geht mir um das Tippspiel… ja, um UNSER Tippspiel um genau zu sein... eigentlich ist es ja sogar DAS Tippspiel, wenn ich es mir recht überlege!
Jedenfalls sind mittlerweile national neun Spieltage gelaufen und „auf internationalem Parkett“ (hey, das wollte ich schon immer mal sagen) sind auch schon zwei Runden überstanden. Die Zwischentabelle ist erstmal egal (auch wenn der große Manitu in seiner Weisheit den Rekordmeister himself erneut an die Spitze gespült hat… ;-)), unterm Strich scheint sich das doch so langsam zu einer sehr spannenden und vor allem auch unglaublich spaßigen Angelegenheit zu entwickeln. Ich habe mir darüber heute mal ein paar Gedanken gemacht… aber dazu später!
And now: something completely different!: Ein Loch!!! Stellt euch mal eines vor… ein Loch!!! Nicht irgend ein Loch, nein… nennen wir es DAS Loch! (Nein, das „Loch“ hat auch nix mit „SorOrnala“ und seinen Amateur-Ischen zu tun… *fg*!) Jedenfalls sind Löcher ganz barbarischer Murks, wie ich heute feststellen musste, denn man kann in sie HINEINFALLEN! Hineinfallen im übertragenen Sinne… das ist manchmal noch Schlimmer als wenn es einen leibhaftig in den Gully semmelt! Denn, mal ehrlich: ZWEI WOCHEN Länderspielpause ist doch kolossaler Humbug! Was sollen wir denn diese 14 Tage lang tun? Die Tabelle anstarren und uns wünschen, dass der Jogi den Rest Europas auch ordentlich verdrischt, während wir warten… und warten… und WAAAAAAAAAARTEN?!? Worauf warten wir denn eigentlich geschlagene zwei Wochen???? So traurig wie es ist: Auf den Anstoß im Bundesliga-Schlager-Spitzen-Knüller-Spiel „Energie Cottbus : MSV Duisburg“! Um das mal zu illustrieren: Das ist der Tabellenletzte, der den Drittletzten empfängt… olé, olé!!!! Aber ich prophezeie mal, dass wir dennoch alle fünf heilfroh sein werden, wenn dieser Gurkengipfel endlich angestoßen wurde und der Ball wieder rollt! Es ist doch egal, wer da spielt nach so einer relativ nerv tötenden Pause, selbst wenn es Dnjepr Dnjepropetovsk gegen Propeller Wolgograd hieße, wären wir heilfroh nach Spielschluß wieder mit zitterndem Mausfinger die eigene Ausbeute sowie den Gesamtstand im Tippspiel abrufen zu können! Tja, das entfällt dann wohl erstmal, weder die Nationale Nulpenliga noch die großartige CL (Hail Hail TaC… und natürlich Mikey ;-)!) bequemen sich binnen der nächsten Tage zum Anstoßpunkt! Pfui!
Aber gut, was will man machen, am Besten man kommt endlich mal aus den Puschen und löst ein lang angekündigtes Versprechen ein! Welches? Naja, „ich sag `mal so“: Das Foxymorph-Tippspiel ist ab jetzt offiziell ein „Pokalwettbewerb“! Will heißen: Der Onkel Even hat einen Wanderpokal gestiftet! Und wie wir alle wissen: „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ *Dem Phrasenschwein die 3 Euro verweiger und das elende Vieh stattdessen massakrier` und auf den Grill verfrachte*! Welche? Na meine natürlich! Also zunächst einmal sei erwähnt, dass ich das Pekeschen noch nicht existiert, zumindest nicht im engeren Sinne… ich muss ihn erst noch zusammensetzen, aber die Einzelteile sind, eBay sei Dank, schon zu mir unterwegs. Sobald möglich, versuche ich hier ein Bild zu veröffentlichen, welches den heiligen Gral der Fußballpropheten quasi entblößt! Das Prozedere habe ich mir wie folgt vorgestellt: Der Sieger der Saisontippspiele (WM und EM ausgeklammert) bekommt das Dingen von seinem Vorgänger zugeschickt bzw. feierlich überreicht und darf dieses Sinnbild des Prophetentums (ja, fast schon eine Reliquie) ein Jahr lang sein Eigen nennen! Während dieses Jahres hat er den Pokal in Ehren zu halten, zu pflegen, ihn zu putzen (bei 3 Kerlen in der Tipprunde ein hilfreicher Tipp ;-) )und ihm mindestens dreimal wöchentlich zu huldigen! Außerdem wird er dazu „verdonnert“ eine kleine gravierte Platte mit der Saison und seinem Namen am Sockel anzubringen (etwa so: „2007/2008: Chuck Norris“) um seinen Triumph für die Ewigkeit zu konservieren (eine angenehme Pflicht). Diese Plaketten gibt’s bei eBay schon für 3 Euro zu bestellen… ein durchaus akzeptabler Preis für ewigen Ruhm ;-). Wenn nach der nächsten Saison einer der Mitstreiter bzw. eine Mitstreiterin den Titel ergattert hat, sollte der Pokal schnellst möglich auf Reisen geschickt werden. Soviel erstmal zur Verfahrensweise:
1. Wanderpokal (NEIN, nicht die Hilton…)
2. Gewinnen
3. Plakette anbringen
4. Pflegen
5. Weiter schicken
6. Weitertippen
Ist doch ganz easy eigentlich, oder?! Als amtierender Tippspielsieger und „Rekordmeister“ unserer Runde werde ich erstmal mit gutem Beispiel voran gehen und das gute Stück bis zum Saisonende unter meine Fittiche nehmen (nachdem ich ihn zusammengesetzt habe versteht sich ;-) ). Wenn dann der neue Titelträger feststeht, schicke ich das Teil weiter (oder auch nicht ;-) )!
Da ich aber die menschliche Mentalität kenne, habe ich auch das Tippspiel an sich modifiziert! Das betrifft all jene, die sich nun plötzlich (da es etwas zu holen gibt) wie die Geier auf unsere Fünfergruppe stürzen um die Trophäe einzuheimsen! Sorry Jungs, ZONK!!!!! Ab sofort ist die Tipprunde erstmal auf Baby Duck, Oli (ich bleib dabei: da fehlt ein „L“ ;-) ), Pitti, Shun und den Suomieven himself begrenzt. Neue Mitttipper bedürfen erstmal meiner Zustimmung. (Das soll auch verhindern, dass „Tippspielleichen“ auftauchen, die sich irgendwann mal anmelden und dann nicht tippen… das sieht immer so unästhetisch aus!;-) ). Da ja weiß Gott genug Leute diesen Blogg hier „heim-/be -suchen“, war das so bissel meine Befürchtung, ich hoffe das ist OK. Außerdem hat sich die Sache in den 1,5 Jahren die sie besteht ohnehin eher zu einer Freundeskreis-Runde entwickelt, was ich auch sehr gut so finde! : -) (Aber scheut euch nächste Saison nicht anzufragen falls ihr einsteigen wollt… kann ja nix schaden. ) Für die „Alten“ ändert sich also nix… FAST nix! Denn immerhin gibt’s ja jetzt nen neuen Ansporn!
So Leute, das wars dann erstmal… ich melde mich mal wieder, wenn Fotos vorliegen. Falls Fragen auftauchen: Die Kommentarleiste steht euch offen!
Dann sage ich mal: Preiset die Evolution und…
…nun zu etwas völlig Anderem… !
Mittwoch, 26.09.2007
AM I EVIL
(Met(a)llica)
Servus Nachwelt! Na, dann will ich mich hier mal wieder zurück melden. Vermisst hat mich wahrscheinlich eh niemand, aber wer bin ich denn, dass ich dem Internet diese persönliche Dienstleistung versage, welche es dem informativen Abgrund doch erst SO RICHTIG nahe bringt! Sinnstiftend waren wir hier ja ohnehin noch nie.
Damit sich das so schnell auch nicht ändert, möchte ich mich heute mal einer Art retrospektiver Nostalgie widmen, die wahrscheinlich nur den über 25jährigen unter uns noch so richtig das altersschwache Herz erwärmt. Nachdem man eine geraume Zeit nicht mehr aktiv war hier, sollte man auch nicht gleich mit irgendwelchem Schnickschnack anfangen, der sich irgendwo zwischen kybernetischen Naktmullen und der bis 2037 angestrebten, bemannten Marsmission der NASA bewegt. Nein, ich will heute nur mal kurz einem Wort huldigen, welches das televisionäre Leben unserer Jugend erst so richtig lebenswert gemacht hat… was wäre die denn gewesen, wenn es ihn nicht allerorts gegeben hätte: DEN BÖSEWICHT!!!!!!!!
Bösewicht… alleine das Wort an sich ist doch schon verheißungsvoll. Finster und zugleich aber auch irgendwie niedlich! Spontan stellt man sich dabei, rein assoziativ, eine ziemlich kranke Kreuzung aus nem Gartenzwerg und Hitler vor. Geht man allerdings tiefer, so fällt einem erst einmal auf, was uns ohne all jene Gestalten fehlen würde, die diesem Bild entsprechen! Fangen wir, der Einfachheit halber, mal bei meinen persönlichen Lieblingsschurken an. Oft definierten ja erst die Gegenspieler den oder die Helden. Stellt euch mal vor, wie vollkommen nutzlos ein Peter Pan ohne Hook wäre, oder Superman ohne Lex Luther…. oder von mir aus auch Dieter Bürgi ohne den Lochfraß (obwohl in diesem Zusammenhang noch zu klären wäre, wer da eigentlich der Schurke ist)!!! Ganze Generationen von Vorbildern und Potentialhelden würden depressiv durch die Luft fliegen oder mit Felsblöcken jonglieren, ohne damit auch nur den geringsten Effekt zu erzielen. Es dürfte klar sein, dass es ohne Fiesling nicht möglich ist, sich als moralisch einwandfreier Superbürger im kollektiven Gedächtnis der Gesellschaft zu etablieren (die Waltons waren nicht umsonst so schnarchig… hätte es da den einen oder anderen psychisch gestörten Triebtäter gegeben, wäre mal Schwung in die Mehrgenerationen-WG gekommen, davon kann man mal getrost ausgehen). Wenn man schon so eine ulkige These hier in die Botanik stellt, sollte man die auch untermauern finde ich, also suchen wir uns am Besten mal nen X-beliebigen Helden aus und schauen mal, was aus dem wohl ohne das boshafte Mastermind auf der anderen Seite der ethischen Medaille geworden wäre! Wer oder was eignet sich denn besser um das Aufeinanderprallen von unbestrittenem Gutmenschentum und kriminellen Elementen zu illustrieren, als MacGyver! Wer kennt ihn nicht, jenen leicht hippiesquen Weltenbummler, der von seinem mumpligen Freund „Pete“ wieder und wieder mit Geiselbefreiungen oder Spionagearbeiten beauftragt wurde. Ohne seinen Bastelfimmel hätte er vermutlich nicht mal die ersten 2 Folgen überlebt; ohne sein Taschenmesser und die obligatorische Rolle Klebeband wäre vermutlich schon im Vorspann Schluss gewesen mit „Vitalfunktionen“ im engeren Sinne! Aber der gute Angus (nu` ist es raus) hatte nun mal dieses merkwürdige Talent, sich aus den abartigsten Dingen eine Fluchthilfe, eine Waffe, eine effektive Überlebenssicherungsmaßnahme oder gar einen
Servus Nachwelt! Na, dann will ich mich hier mal wieder zurück melden. Vermisst hat mich wahrscheinlich eh niemand, aber wer bin ich denn, dass ich dem Internet diese persönliche Dienstleistung versage, welche es dem informativen Abgrund doch erst SO RICHTIG nahe bringt! Sinnstiftend waren wir hier ja ohnehin noch nie.
Damit sich das so schnell auch nicht ändert, möchte ich mich heute mal einer Art retrospektiver Nostalgie widmen, die wahrscheinlich nur den über 25jährigen unter uns noch so richtig das altersschwache Herz erwärmt. Nachdem man eine geraume Zeit nicht mehr aktiv war hier, sollte man auch nicht gleich mit irgendwelchem Schnickschnack anfangen, der sich irgendwo zwischen kybernetischen Naktmullen und der bis 2037 angestrebten, bemannten Marsmission der NASA bewegt. Nein, ich will heute nur mal kurz einem Wort huldigen, welches das televisionäre Leben unserer Jugend erst so richtig lebenswert gemacht hat… was wäre die denn gewesen, wenn es ihn nicht allerorts gegeben hätte: DEN BÖSEWICHT!!!!!!!!
Bösewicht… alleine das Wort an sich ist doch schon verheißungsvoll. Finster und zugleich aber auch irgendwie niedlich! Spontan stellt man sich dabei, rein assoziativ, eine ziemlich kranke Kreuzung aus nem Gartenzwerg und Hitler vor. Geht man allerdings tiefer, so fällt einem erst einmal auf, was uns ohne all jene Gestalten fehlen würde, die diesem Bild entsprechen! Fangen wir, der Einfachheit halber, mal bei meinen persönlichen Lieblingsschurken an. Oft definierten ja erst die Gegenspieler den oder die Helden. Stellt euch mal vor, wie vollkommen nutzlos ein Peter Pan ohne Hook wäre, oder Superman ohne Lex Luther…. oder von mir aus auch Dieter Bürgi ohne den Lochfraß (obwohl in diesem Zusammenhang noch zu klären wäre, wer da eigentlich der Schurke ist)!!! Ganze Generationen von Vorbildern und Potentialhelden würden depressiv durch die Luft fliegen oder mit Felsblöcken jonglieren, ohne damit auch nur den geringsten Effekt zu erzielen. Es dürfte klar sein, dass es ohne Fiesling nicht möglich ist, sich als moralisch einwandfreier Superbürger im kollektiven Gedächtnis der Gesellschaft zu etablieren (die Waltons waren nicht umsonst so schnarchig… hätte es da den einen oder anderen psychisch gestörten Triebtäter gegeben, wäre mal Schwung in die Mehrgenerationen-WG gekommen, davon kann man mal getrost ausgehen). Wenn man schon so eine ulkige These hier in die Botanik stellt, sollte man die auch untermauern finde ich, also suchen wir uns am Besten mal nen X-beliebigen Helden aus und schauen mal, was aus dem wohl ohne das boshafte Mastermind auf der anderen Seite der ethischen Medaille geworden wäre! Wer oder was eignet sich denn besser um das Aufeinanderprallen von unbestrittenem Gutmenschentum und kriminellen Elementen zu illustrieren, als MacGyver! Wer kennt ihn nicht, jenen leicht hippiesquen Weltenbummler, der von seinem mumpligen Freund „Pete“ wieder und wieder mit Geiselbefreiungen oder Spionagearbeiten beauftragt wurde. Ohne seinen Bastelfimmel hätte er vermutlich nicht mal die ersten 2 Folgen überlebt; ohne sein Taschenmesser und die obligatorische Rolle Klebeband wäre vermutlich schon im Vorspann Schluss gewesen mit „Vitalfunktionen“ im engeren Sinne! Aber der gute Angus (nu` ist es raus) hatte nun mal dieses merkwürdige Talent, sich aus den abartigsten Dingen eine Fluchthilfe, eine Waffe, eine effektive Überlebenssicherungsmaßnahme oder gar einen